sonUtec GmbH Sonneberger Umwelttechnik
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Lohneis seit 5.8.2025 | Geschäftsführer |
Florian Schercher seit 9.11.2023 | Geschäftsführer |
Andreas Weinert seit 12.5.2022 | Geschäftsführer |
Oliver Sebastian Breyer seit 12.5.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Leoni Fiber Optics GmbHNeuhaus-SchierschnitzJahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2006BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LEONI Fiber Optics GmbH, Neuhaus-Schierschnitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, 28. Februar 2007 Ernst
& Young AG
Schuberth, Wirtschaftsprüfer Schütz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2006AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2006
Anhang für 2006Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Für bewegliche Anlagegüter wird wahlweise die degressive oder die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bewertung des Kupfers erfolgt nach der LIFO-Methode mit Hilfe von Layern. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis der Edelmetalle am Bilanzstichtag ergeben TEUR 4. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt analog zur Bewertung im Konzernabschluss entsprechend internationalen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von Marktzinssätzen sowie zukünftigen Gehalts- und Rentensteigerungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit die zu Grunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält oder eine Rentenverpflichtung ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen, die nicht kursgesichert sind, werden nach HGB auf Grund des Imparitätsprinzips mit ihren Anschaffungskosten oder zum jeweiligen niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet, sodass unrealisierte Kursverluste berücksichtigt werden. Fremdwährungsverbindlichkeiten, die nicht kursgesichert sind, werden nach HGB auf Grund des Imparitätsprinzips mit ihrem Rückzahlungsbetrag zum Transaktionskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet, sodass unrealisierte Kursverluste berücksichtigt werden. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens 2006
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2006
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Jubiläum, Tantiemen, Gutstunden, Gewährleistungsansprüche und Altersteilzeitverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.898 (Vorjahr: TEUR 1.415). Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Die Verbindlichkeiten sind nicht gesichert. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen insgesamt in Höhe von TEUR 2.040 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betrifft dies die Zahlungen auf Grund des Pachtvertrages mit der LEONI Kabel Holding GmbH & Co. KG. Der Mietvertrag ist bis zum Ablauf des 31. Dezember 2008 geschlossen und verlängert sich um jeweils ein Kalenderjahr, wenn er nicht bis spätestens drei Monate vor Ablauf gekündigt wird. Zusätzlich bestehen in Höhe von TEUR 101 p. a. sonstige finanzielle Verpflichtungen auf Grund von Mietverträgen für Gewerberäume, die bis zum Ablauf des 31. Oktober 2009 bzw. 31. Oktober 2011 geschlossen sind und sich um jeweils ein Kalenderjahr verlängern, wenn sie nicht bis spätestens zwölf Monate vor Ablauf gekündigt werden. Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungMaterial- und Personalaufwand Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beträgt TEUR 7.636 (Vj. TEUR 6.290) und betrifft in Höhe von TEUR 7.608 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und in Höhe von TEUR 28 Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 4.219 (Vj. TEUR 3.480) und betrifft in Höhe von TEUR 3.550 Löhne und Gehälter sowie in Höhe von TEUR 669 Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 28 (Vj. TEUR 9). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Spenden in Höhe von TEUR 4 und periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 10. Sonstige AngabenGeschäftsführung Zu den Geschäftsführern der LEONI Fiber Optics GmbH waren bestellt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für 2006 TEUR 362. Es wurden keine Zahlungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen geleistet, sowie keine Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen gebildet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der LEONI AG, Nürnberg, einbezogen. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die LEONI Fiber Optics GmbH zum 31. Dezember 2006 nicht verpflichtet, da die LEONI AG, Nürnberg, in ihrer Eigenschaft als Konzernleitung zum 31. Dezember 2006 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die LEONI Fiber Optics GmbH erstellt; dieser ist am Sitz der LEONI AG, Nürnberg, erhältlich. Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagEs besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der LEONI Kabel Holding GmbH & Co. KG.
Neuhaus-Schierschnitz, 28. Februar 2007 Andreas Weinert Thomas Schmidt Lagebericht für 2006
Geschäft und RahmenbedingungenGeschäftsgrundlage Die LEONI Fiber Optics GmbH beschäftigt sich hauptsächlich mit der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Lichtwellenleiterkabeln und -systemen, die in Netzwerken zur Datenübertragung sowie im industriellen Umfeld eingesetzt werden. Entsprechend dieser Wertschöpfungskette stellt sich auch die Struktur dar: Die Gesellschaft ist in zwei Geschäftsfelder aufgeteilt:
Die Produktionsstandorte liegen in Neuhaus-Schierschnitz und Roth. Steuerungssystem Die wesentlichen Kennzahlen und Steuerungsgrößen für das operative Geschäft sind der Außenumsatz (Umsatz mit Kunden außerhalb des LEONI-Konzerns), das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT = Earnings before interest and taxes) und die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE = Return on capital employed). Grundlage der Steuerungsgrößen bilden die Rechnungslegungsgrundsätze der International Financial Reporting Standards (IFRS). Strategie Die LEONI Fiber Optics GmbH strebt auf wichtigen Marktsegmenten für Standardprodukte und in technologisch wie wirtschaftlich interessanten Marktnischen durch eigenes Wachstum sowie durch gezielte Zukäufe von Unternehmen eine Technologieführerschaft an. Auf den Märkten für Standardprodukte ist LEONI Fiber Optics GmbH für den Bereich Unternehmensnetzwerke und Telekommunikation vertreten, während die Abnehmer kundenspezifisch gefertigter Spezialleitungen und Systeme eher den Marktnischen im industriellen Umfeld zuzuordnen sind. Am 6. Oktober 2006 hat die LEONI Fiber Optics GmbH 100 % der Anteile an der NBG Fiber-Optic GmbH, Gmünd/Österreich, erworben. Die NBG Fiber-Optic GmbH, mit Hauptsitz in Gmünd Österreich, ist ein anerkanntes "ICT Systemhaus", das kundenorientierte Lösungen für die passive sowie aktive Infrastruktur für Daten- und Telekommunikations-Netzwerke anbietet. Wichtige Absatzmärkte Mit Abstand die wichtigsten Absatzmärkte für LEONI Fiber Optics GmbH sind Automation & Drives, Medizintechnik, Energieübertragung und Verteilung, Unternehmensnetzwerke sowie Telekommunikation. Regional betrachtet sind für LEONI Fiber Optics GmbH die Absatzmärkte Deutschland und restliches Europa von Bedeutung. Der Exportanteil konnte in 2006 weiter ausgebaut werden. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland haben sich 2006 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) kalenderbereinigt mit 2,7 Prozent 2006 wesentlich höher als im Vorjahr. Getragen wurde dieses Wachstum vor allem durch die gestiegenen Exporte und durch die gestiegene Inlandsnachfrage. Auch die Baukonjunktur konnte sich erholen. Die LEONI Fiber Optics GmbH konnte ebenfalls an dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland partizipieren. Geschäftsverlauf 2006 - Umsatz und Ergebnis Das Geschäft der LEONI Fiber Optics GmbH mit Lichtwellenleiterkabeln und -systemen, die in Netzwerken zur Datenübertragung sowie im industriellen Umfeld eingesetzt werden, verlief sehr gut. Der Umsatz war über das ganze Jahr weitgehend auf einem hohen Niveau, wodurch die Erwartungen an das Gesamtjahr übertroffen wurden. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung an die LEONI Kabel Holding GmbH & Co. KG betrug 2.820 TEUR. Bericht aus den Geschäftsfeldern
Die größten Zielmärkte Datakom und Telekom befinden sich konjunkturbedingt im Aufwind, dementsprechend ist ein großes Umsatzwachstum bei sich stabilisierendem Preisniveau zu verzeichnen. Durch Verstärkung des Exportgeschäftes und verstärkte kundenindividuelle Lösungen konnte ein gutes Wachstum erzielt werden.
Der Gesamtumsatz der FO Systems konnte gegenüber Vorjahr stark gesteigert werden. Der Umsatz mit Keykunden wurde ausgebaut. Ferner wurden Kunden in neuen Geschäftsfeldern (Energie- und Automobilbranche) gewonnen. Beschaffung Für LEONI Fiber Optics GmbH ist die Faser (Glas oder Kunststoff) das wichtigste Vorprodukt. Fasern: Die Situation bei Singlemode (Glasfaser) hat sich nicht weiter verschärft - es gibt keine Lieferengpässe und die Preise sind weit gehend konstant geblieben. Bei Multimode (Glasfaser) und Kunststofffasern sind die Preise um 5,0 bis 10,0 % gesunken. Durch die Aufnahme des Lieferanten j-fiber in den LEONI-Konzern ist die weitere Preisentwicklung bei Glasfasern v. a. ein "konzernpolitisches" Thema. Isolierstoffe: Die Preise für Kunststoffe sind Anfang 2006 um ca. 10,0 % gestiegen - in Einzelfällen (Aderfüllgel) auch bis zu 35 % -, halten sich aber seit Mitte 2006 konstant auf diesem Niveau - ebenfalls analog zum Ölpreis. Hier wird für 2007 eine relativ stabile Situation mit allenfalls leichten Erhöhungen erwartet. Investitionen Die LEONI Fiber Optics GmbH nimmt selber kaum Investitionen in Sachanlagen vor, da sämtliche Anlagen von der LEONI Kabel Holding GmbH & Co. KG gepachtet werden. Mitarbeiter Am 31. Dezember 2006 lag die Zahl der Beschäftigten bei 111 Mitarbeitern. Ausgehend von 79 aktiven Mitarbeitern per 31. Dezember 2005 ist die Erhöhung der Beschäftigten um 32 vorwiegend auf Umsatzwachstum im Bereich Konfektionierung und Kabelproduktion zurückzuführen. Tochtergesellschaften und Beteiligungen Die LEONI Fiber Optics GmbH erwarb Anfang 2005 Geschäftsanteile der LEONI Prinz Fiber Optics GmbH. Am 6. Oktober 2006 hat die LEONI Fiber Optics GmbH 100 % der Anteile an der NBG Fiber-Optic GmbH, Gmünd/Österreich, erworben. Die NBG Fiber-Optic GmbH, mit Hauptsitz in Gmünd/Österreich, ist ein anerkanntes "ICT Systemhaus", das kundenorientierte Lösungen für die aktive und passive Infrastruktur inklusive Daten- und Telekommunikations-Netzwerk anbietet. Umweltmanagement Weder die zur Herstellung von LEONI-Produkten erforderlichen Materialien, noch die Fertigungsprozesse selbst sind als umweltkritisch anzusehen. Umweltbelastende Betriebsmittel, wozu insbesondere Ziehemulsionen zählen, bilden die Ausnahme. Gleichwohl nimmt LEONI den Umweltschutzgedanken und die Schonung natürlicher Ressourcen sehr ernst. Bereits 1995 hat der Vorstand seine Gedanken zu diesem Thema in einer für alle Mitarbeiter verbindlichen und auch für Geschäftspartner über die Website des Unternehmens zugänglichen Umweltpolitik festgelegt. Das Umweltmanagement von LEONI kümmert sich vorrangig um Themen wie Verbrauch von Energie, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Abgas- und Lärmemissionen, Abfallvermeidung und -entsorgung sowie die Sensibilisierung von Mitarbeitern und Lieferanten für Belange des Umweltschutzes. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung haben bei LEONI von jeher einen hohen Stellenwert, denn Innovationen bilden die Grundlage für Wachstum und Zukunftssicherheit. Die Entwicklung der derzeit in den Fahrzeugen eingesetzten POF-LWL (Polymer Optical Fiber) konnte planmäßig durchgeführt werden. Die abschließende Freigabe durch zwei Großkunden wurde erteilt. Ferner wurden Produkte für FttH (Fiber to the home) in Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft NBG Fiber-Optic GmbH entwickelt (Micro-Kabel für Einblastechnik). Des Weiteren wurden trockene Bündeladerkonstruktionen für einen Kunden im Bereich Kabel entwickelt. Im Unternehmensbereich Konfektion wurde eine Reihe neuer Stecker getestet und teilweise auch verkauft. Zusammen mit j-fiber wurde an einer neuen PCF-Faser (Polymer Cladded Fiber) gearbeitet. Verschiedene Faserparameter entsprachen nicht den Erfordernissen des Kunden. Die Umstellung der Klebetechnologie auf geringen Klebeaustritt mit gleichzeitiger Schulung des Personals führte zur Verringerung der Ausschussrate. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage Das Vermögen der LEONI Fiber Optics GmbH setzte sich 2006 wie folgt zusammen: Vermögens- und Kapitalstruktur:
Die langfristigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr in 2006 stark gestiegen. Ursache hierfür sind die bilanzierten Anteile der in 2006 erworbenen Tochtergesellschaft NBG Fiber-Optic GmbH. Die Fremdfinanzierung der Anteile an der NBG Fiber-Optic GmbH (über die LEONI AG) führt zu einem starken Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Finanzinstrumente werden nicht gehalten. Ertragslage Das Ergebnis der LEONI Fiber Optics GmbH konnte gegenüber dem Vorjahr stark gesteigert werden. Ausschlaggebend hierfür war vor allem eine deutliche Mengensteigerung auf einem relativ konstanten Preisniveau, welche zu einem höheren Umsatz und damit Deckungsbeitrag geführt hat. Durch Prozessoptimierungen im Fertigungs- und Vertriebsbereich wurde ferner die Produktivität gesteigert. Durch die erhöhte Auslastung stiegen die Kosten unterproportional zum Umsatz. Auf eine Kapitalflussrechnung wurde verzichtet. Die Liquidität der LEONI Fiber Optics GmbH ist durch die rechtliche und finanzielle Verflechtung zur LEONI AG und zur LEONI Kabel Holding GmbH & Co. KG hinreichend gesichert. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Finanz-, Vermögens- und Ertragslage geführt hätten. RisikoberichtRisikomanagement-System Das weltweite Geschäft von LEONI ist zwangsläufig mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht restlos ausschließen lassen. Deshalb verfügt der LEONI-Konzern über ein systematisches und effizientes Risikomanagement, in das neben einem zentralen Risikomanager rund 120 operativ tätige Manager aus allen relevanten Unternehmensbereichen als Risikobeobachter eingebunden sind. Mit ihrer Hilfe und einer Workflow-unterstützten Datenbank wird das vorhandene Risikopotenzial so weit wie möglich minimiert. Das Risikomanagement ist in die bestehenden Planungs-, Controlling- und Informationssysteme von LEONI integriert und umfasst alle Gesellschaften der LEONI-Gruppe weltweit. Dadurch ist eine Nutzung der Informationen aus dem operativen und strategischen Controlling zur Identifizierung von Risiken sichergestellt. Eine Workflow-unterstützte Datenbank dient den Risikoverantwortlichen gleichermaßen als Wissensdatenbank und zur jederzeit nachvollziehbaren Abarbeitung der Bewältigungsmaßnahmen zu den Einzelrisiken. Mit Hilfe dieser Daten ist es möglich, identifizierte Risiken zu messen, zu überwachen und zu steuern. Die Risikobeobachtung und -berichterstattung beginnt bei den dezentralen operativen Einheiten, die sich primär mit Marktrisiken und den Risiken aus der Leistungserstellung befassen. Die monatlichen Berichte dieser Einheiten werden vom Controlling stufenweise nach oben verdichtet und ausgewertet. Für die Unterstützungsprozesse und zentralen Funktionen sind Verantwortliche bestimmt, die vierteljährlich oder bei Bedarf auch ad hoc berichten. Marktrisiken Die LEONI Fiber Optics GmbH ist nicht von der Marktentwicklung im Automobilsektor und im Bausektor abhängig. Die konjunkturelle Entwicklung dieser Branchen hat daher keinen großen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis. Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden stellt ein Risiko dar, das durch die Gewinnung neuer Abnehmer verringert werden soll. Die LEONI Fiber Optics GmbH begegnet diesem Risiko durch umfassende Entwicklungsarbeit und hervorragenden Service, was zum Aufbau sehr enger und stabiler Kunden-/Lieferantenbeziehungen führt. Beschaffungsrisiken Weiterhin knapp und nur aus monopolähnlichen Quellen zu beziehen sind die Materialien Aramidgarn und ETFE (Fluon). Bei Aramid ist die Versorgung über die Firma Tejin Twaron mit ausreichender Menge für 2007 vertraglich abgesichert, allerdings wieder bei ca. 5,0 % Preiserhöhung. Bei ETFE ist der Bedarf von 5 - 7 to. für 2007 zwar angemeldet, aber noch nicht bestätigt. Bestätigt ist nur eine Preiserhöhung um 3,0 %. Für diesen Rohstoff stehen weltweit zwei Anbieter zur Verfügung. IT-Risiken Die Steuerung eines weltweit operierenden Unternehmens ist nur mit Hilfe komplexer IT-Systeme möglich. Zudem hängt eine permanente Lieferbereitschaft - insbesondere gegenüber der Automobilindustrie, wo oft Just-in-Time- oder Just-in Sequence-Lieferung gefordert werden - von der ständigen Verfügbarkeit der IT-Systeme und ihrer Daten ab. Gravierende Störungen, wie Systemausfälle oder Datenverluste, könnten die Lieferbereitschaft von LEONI gefährden, die Produktion bei den Kunden vorübergehend lahmlegen und weitreichende Schadensersatzforderungen gegenüber LEONI nach sich ziehen. LEONI arbeitet deshalb ständig, zum Teil mit Unterstützung externer Fachleute, an der Optimierung des IT-Umfeldes, sowohl im konzeptionellen als auch im operativen Bereich. Ein Beispiel dafür ist ein 2005 vollendetes zweites, redundantes Rechenzentrum als Notfallrechenzentrum, das via Glasfaser direkt mit der Konzernzentrale von LEONI verbunden ist. Ein IT-Sicherheitsbeauftragter sorgt auf der Grundlage einer konzernweit verbindlichen Sicherheitspolitik dafür, dass die IT-Sicherheit einen hohen Stellenwert im Unternehmen hat, die entsprechenden Regelungen und Vorschriften eingehalten und die Sicherungssysteme fortwährend verbessert werden. Finanzrisiken Die erforderlichen finanziellen Mittel erhält die LEONI Fiber Optics GmbH von der Konzernmutter LEONI AG. Die LEONI AG erhielt ausreichend langfristige Kreditzusagen von Banken, im Wesentlichen in Form von klassischen Kreditlinien. Haftungsrisiken LEONI - Produkte werden überwiegend für technisch anspruchsvolle Erzeugnisse oder Anlagen mit hohen Sicherheitsstandards verwendet. Deshalb ist LEONI Produkthaftungsrisiken ausgesetzt. Diese werden durch wirksame Maßnahmen im Rahmen der Prozess-Sicherheit und des Qualitätsmanagements minimiert. Die LEONI Fiber Optics GmbH ist nach Norm ISO 9001:2000 zertifiziert. Es bestehen zudem Versicherungen für Gewährleistung und Produkthaftung, die auch Rückrufaktionen einschließen. Umweltrisiken sind auf Grund der eingesetzten Produktionsverfahren nahezu auszuschließen. Da umweltbelastende Produktionsmittel die Ausnahme bilden, ist es vergleichsweise einfach, gezielt vorbeugende Maßnahmen zu treffen und von Anfang an die entsprechende Sorgfalt walten zu lassen. Gesamtrisiko-Position Aus heutiger Sicht sind die vorstehend beschriebenen Risiken beherrschbar und haben keine bestandsgefährdenden Auswirkungen. Dies geht auch aus dem Ergebnis der Risikoaggregation, bei der wir mit statistischen Methoden eine Gesamtrisikoposition für LEONI ermitteln, hervor. Risiken, die bei LEONI derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als weniger signifikant eingeschätzt werden, könnten sich ebenfalls nachteilig auf LEONI auswirken. PrognoseberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen; Branchenaussichten Der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Januar etwas gesunken. Die befragten Unternehmen berichten weiterhin von einer sehr guten Geschäftslage, bewerten sie aber nicht ganz so günstig wie im Vormonat. Dies hängt vermutlich auch mit der Mehrwertsteuererhöhung zusammen. Erneut etwas zuversichtlicher sind die Unternehmen dagegen für die Entwicklung in den nächsten sechs Monaten: Die Geschäftserwartungen sind zum vierten Mal in Folge gestiegen. Das deutet darauf hin, dass die Konjunktur nach einem leichten Dämpfer zu Jahresbeginn im Laufe der nächsten Monate wieder Fahrt aufnehmen wird. Auch LEONI teilt die Einschätzung der Konjunkturexperten für das Jahr 2007. Es ist davon auszugehen, dass sich die Belebungstendenzen auf dem Kommunikationssektor und im Investitionsgüterbereich (Maschinen- und Anlagenbau, Verkehrs- und Medizintechnik) weiter fortsetzen werden. Auch die Automobilindustrie sollte 2007 weiter wachsen. Von dieser positiven Entwicklung sollte auch die Kabelindustrie insgesamt profitieren. Voraussichtliche Entwicklung der Geschäftsfelder Die LEONI Fiber Optics GmbH wird in den kommenden Jahren deutlich wachsen. Hierbei wird sowohl der konzerninterne Umsatz als auch der Außenumsatz durch verstärkte Vertriebsaktivitäten in Nischenmärkten und Regionen ausgeweitet. Das Ergebnis des Geschäftsfeldes FO-SYSTEMS wird weiterhin auf solidem Niveau bleiben und in Abhängigkeit vom Umsatz weiter wachsen. Im Geschäftsfeld FO-CABLES wird in 2007 ein positives Ergebnis auf Vorjahrsniveau erwartet. Der Fiber Optics-Bereich wird seine Marketingaktivitäten in der Tochtergesellschaft NBG Fiber-Optic GmbH weiter verstärken, um den neuen Markt Fiber to the Home zu erschließen.
Neuhaus-Schierschnitz, 28. Februar 2007 Andreas Weinert Thomas Schmidt |
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