Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
BSN medical GmbHLiquidiert
20253 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BSN medical GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht1. Geschäft und Rahmenbedingungen Die Gesellschaft produziert und vermarktet medizinische Produkte im Bereich der professionellen Wundversorgung und vertreibt Produkte in den Bereichen Frakturbehandlung, Bandagen sowie Phlebologie. Die Produkte der Gesellschaft werden in Deutschland durch den eigenen Außendienst an den Sanitätsfachhandel, Großhändler, Krankenhäuser, Arztpraxen und Apotheken und über Gesellschaften der Gruppe im Ausland vertrieben. Darüber hinaus übernimmt die Gesellschaft Serviceleistungen für die BSN-Gruppe in den Bereichen Logistik, Marketing, Produktentwicklung und Informationstechnologie. Die Bestrebungen der öffentlichen Hand zur Eindämmung der Kosten im Gesundheitswesen halten weiterhin an. Wie in den vergangenen Jahren führt dies zu zunehmendem Konkurrenz- und Preisdruck. Auf der Basis von gruppenweiten Investitionen mit entsprechenden Kostenvorteilen im Produktionsbereich und weiteren Produktinnovationen sieht die Geschäftsleitung der Gesellschaft weitere Wachstumsmöglichkeiten und beurteilt die Geschäftsentwicklung der BSN-Gruppe in Deutschland im Geschäftsjahr 2015 insgesamt als positiv. Ziel der Gesellschaft ist es, die Produktionsprozesse zur Herstellung der Produkte jeweils den neuesten produktionstechnischen Standards anzupassen und dabei die entsprechenden allgemeinen Qualitätsstandards mindestens einzuhalten. Dem entsprechend erfüllt unser Qualitätsmanagementsystem neben der ISO 13485 und ISO 9001 auch die Standards der MDD Annex V und Annex II. Zum 1. Januar 2015 wurde die Sorbion Gruppe mit Sitz in Senden erworben. Die Sorbion Gruppe besteht aus mehreren Gesellschaften, die sich auf die Weiterentwicklung, Herstellung und Vertrieb von Produkten der modernen Wundversorgung spezialisiert haben. Im Berichtsjahr wurden die Sorbion Produkte in die Produktpalette von BSN integriert und der Vertrieb für Deutschland komplett von der BSN medical GmbH übernommen. 2. Ertragslage Insgesamt konnte der Umsatz um 5,5 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Inlandsumsätze entwickelten sich mit +10,5 % über dem Vorjahr. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen das Geschäft mit Endabnehmerkunden und entwickelte sich dabei aufgrund des verstärkten Wettbewerbs- und Preisdrucks innerhalb der Erwartungen. Des Weiteren hat sich die Integration der Sorbion Produkte positiv auf die Umsatzentwicklung im Berichtsjahr ausgewirkt. Die Auslandsumsätze sind im Vergleich zum letzten Jahr gesunken (-7,5 %). Im Wesentlichen resultiert dieses aus geringeren Lizenzerlösen aufgrund der Ausgliederung in die in 2014 gegründete BSN medical IP GmbH, wobei sich die geringeren Umsätze in 2015 erstmalig auf das gesamte Jahr auswirken. Der Anstieg der verkauften Fertigwaren, die in Hamburg-Hausbruch erzeugt werden, an das konzerneigene Distributionszentrum in Hannover, resultiert in einer Umsatzsteigerung von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktion der Produkte zu schaumbasierter Wundversorgung (Advanced Woundcare/AWC) hat sich in 2015 weiterhin positiv entwickelt. Die Ausbringungsmenge der AWC Produkte ist im Jahr 2015 um 53.961 qm auf 729.359 qm gestiegen (i. Vj. 675.798 qm). Aufgrund des höheren Produktionsaufwands im Vergleich zu den Produkten der traditionellen Wundversorgung und der überdurchschnittlichen Entwicklung in diesem Produktsegment hat sich die Produktionsmenge pro Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um 16 % verringert. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr um TEUR 15.926 im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen beeinflusst durch Restrukturierungskosten für die Schließung des Distributionszentrums Hannover (TEUR 9.367), gestiegene IT Wartungskosten (TEUR 1.780) sowie F&E Projektkosten (TEUR 3.642) und höhere Währungsverluste auf ein Intercompany-Darlehen in AUD (TEUR 1.543). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 42.206 (i. Vj. TEUR 62.400), wobei dem hohen Umsatzanstieg (unter Berücksichtigung der im Vorjahr noch unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Lizenzerträge, die sich nach Ausgliederung des Lizenzgeschäfts in 2014 in die BSN medical IP GmbH und über den gleichzeitig geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag in entsprechendem Anstieg der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen widerspiegeln) gestiegene Personalkosten, und sonstige betriebliche Aufwendungen sowie höhere Zinsaufwendungen gegenüberstehen. Die außerordentlichen Aufwendungen enthalten den Verlust aus der Verschmelzung der BR Beteiligungs GmbH, Senden, und der damit verbundenen Anwachsung des Vermögens der BR Entwicklungs GmbH & Co. KG, Senden, auf die BSN medical GmbH nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 24. April 2015. Aufgrund einer Entscheidung der Konzernleitung wird das Distributionszentrum in Hannover in 2016 geschlossen. Die Logistikdienstleitung wird ab 1. Januar 2016 von einem Drittunternehmen in den Niederlanden übernommen. Für die Mietverpflichtungen aus dem noch bis 31.12.2025 bestehenden Mietvertrag wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 3.173 gebildet, unter Berücksichtigung, dass eine Untervermietung ab 2017 möglich ist. Aufgrund des Outsourcings der Logistikdienstleistung wird mit einer Kostenreduktion in den Personalkosten gerechnet. 3. Finanz- und Vermögenslage Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt EUR 96,1 Mio. (i. Vj. EUR 125,9 Mio.). Der Gewinn des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von EUR 19.201.262,98 wird an die BSN medical Germany Holding GmbH, Hamburg, abgeführt. Die Bilanzsumme der BSN medical GmbH beläuft sich auf EUR 338,8 Mio. (i. Vj. EUR 361,7 Mio.). Die Eigenkapitalquote hat sich im Geschäftsjahr 2015 um 2,34 %-Punkte auf 37,16 % erhöht (i. Vj. 34,8 %). Die Anlagenquote beträgt 42,7 % (i. Vj. 43,2 %). Die Gesamtsumme des Anlagevermögens beläuft sich auf EUR 144,7,2 Mio. (i. Vj. EUR 156,3 Mio.) und enthält EUR 100,5 Mio. (i. Vj. EUR 95,3 Mio.) Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Wesentliche Investitionen erfolgten im Bereich der IT-Infrastruktur und für Erweiterungen am Produktionsstandort Hamburg-Hausbruch mit TEUR 12.390 (i. Vj. TEUR 9.439). Die Verbindlichkeiten resultieren zum größten Teil aus Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag an die Muttergesellschaft TEUR 19.201 (i. Vj. TEUR 62.286) sowie Intercompany-Darlehen der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 95.531 (i. Vj. TEUR 81.044). Demgegenüber stehen Forderungen an die BSN medical Germany Holding GmbH, Hamburg, in Höhe von TEUR 21.317 (i. Vj. TEUR 14.471) aus Zinsen (TEUR 7.083) und sonstigen Weiterbelastungen (TEUR 14.234). Die Grundsätze und Ziele des von der Gesellschaft betriebenen Finanzmanagements sind die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, die Sicherstellung von Liquidität und die laufende Kontrolle von Geschäfts- und Liquiditätsrisiken. Auf Grund des sehr zufrieden stellenden operativen Cash Flows ist die Finanz- und Ertragslage der BSN medical GmbH insgesamt sehr positiv zu beurteilen. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Die Gesellschaft hält keinen Grundbesitz. Zentrale verwaltende Funktionen werden in einem angemieteten Bürogebäude in Hamburg-Eimsbüttel wahrgenommen, die Entwicklung und Produktion erfolgt in ebenfalls gemieteten Objekten in Hamburg-Hausbruch. Logistische Leistungen wie Lagerhaltung und Distribution werden in Hannover wahrgenommen, größtenteils erfolgt dies durch ein von einem verbundenen Unternehmen geführten Logistikzentrum in Hannover. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Fokus im Geschäftsjahr 2015 auf einer Verbesserung der Erlös- und Ertragslage lag, welches durch Innovationen und Effizienzsteigerungsprojekte auch zukünftig weiter forciert werden wird. Die Schwerpunkte lagen auf der Optimierung des Working Capitals und der Lieferfähigkeit sowie der stärkeren Nutzung von Einkaufsvorteilen in der BSN-Gruppe. Darüber hinaus erhöhte das Unternehmen erneut die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung mit dem Ziel einer zukünftig erhöhten Innovationsrate. 4. Forschung und Entwicklung Die BSN medical GmbH betreibt die globale Entwicklung für die Sparte Wound Care & Vascular sowie für die Sparte Orthopaedics. Hauptleistungen in 2015 waren Entwicklungen von Produkten und Verpackungslösungen für Produktneueinführungen inklusive deren patentrechtlicher Absicherung, die medizinisch-wissenschaftliche Produktunterstützung inklusive Erhebung klinischer Daten, die regulatorische Sicherstellung der Vertriebsfähigkeit von Produkten (Schwerpunkt CE-Kennzeichnung und multinationale Registrierungen) sowie die Bewertung des technischen und medizinischen Teils (Patente, Regulatory, klinische Daten, Produkte) innerhalb von geplanten oder durchgeführten Akquisitionsprojekten. Zusätzlich gab es ressourcenintensive Arbeiten im Rahmen von Kostensenkungsprojekten durch Outsourcing oder Transfer der regulatorischen Verantwortung innerhalb der Gruppe, die R&D-relevante Durchführung von Maintenance-Projekten und die durch Supply Chain-Optimierung verursachten Packungsprojekte. Außerdem wurden verschiedene Prozesse den gestiegenen Anforderungen im regulatorischen Umfeld oder im Unternehmen angepasst, zum Beispiel die Überarbeitung der CE-Dossiers nach der seit März 2010 verbindlichen 2007/47/EEC, die Harmonisierung des Innovationsprozesses für BSN, das Änderungsmanagement für Produkte, die Prozessverbesserung zur Erfüllung der FDA-Anforderungen und die systemseitige Unterstützung des Projektportfoliomanagements. Die Anzahl der Mitarbeiter im Bereich Forschung- und Entwicklung hat sich im Geschäftsjahr 2015 von 71 auf 78 Mitarbeiter erhöht. Die Kosten für Forschung und Entwicklung sind von TEUR 11.219 im Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 11.472 im Geschäftsjahr 2015 gestiegen. 5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand ging von 670 auf 633 im Berichtsjahr zurück. Kontinuierlich werden die Mitarbeiter entsprechend den Tätigkeitsfeldern fortgebildet. Hierfür wurde in 2015 unter anderem konzernweit das Instrument des "Talentmanagement" eingeführt, um die Weiterentwicklung der Mitarbeiter zu fördern. Diese Maßnahmen sind in Zusammenhang mit unseren Qualitätsstandards zu sehen. Des Weiteren hat das Unternehmen Unternehmenswerte, Vision und Mission, die zusätzlich Bestandteil des Beurteilungssystems sind. 6. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB Angaben zu den Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung und in den oberen Führungsebenen Die Gesellschafter der BSN GmbH haben ein grundsätzliches Interesse daran, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern und möchten Frauen und Männern bei der Besetzung von Führungspositionen die gleichen Chancen bieten. Es soll sichergestellt werden, dass Schlüsselpositionen unabhängig vom Geschlecht mit den am besten geeigneten Kandidaten besetzt werden. Die Gesellschafter der BSN GmbH streben für den Frauenanteil in der Geschäftsführung keine Veränderung an. Derzeit besteht die Geschäftsführung ausschließlich aus männlichen Personen. Die Geschäftsführung der BSN GmbH hat für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 15% festgelegt, die bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll. Die beiden Führungsebenen wurden anhand der bestehenden Organisationsstruktur der Gesellschaft festgelegt. Derzeit wird eine Frauenquote von 13% erreicht. 7. Nachtragsbericht Im Mai 2016 gelang es der Gesellschaft, einen Vergleich bezüglich der Zahlung eines variablen Kaufpreises für ein im Jahr 2014 erworbenes Patent zu erzielen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. 8. Chancen- und Risikobericht Die Unternehmensleitung hat keine bestandsgefährdenden Risiken oder solche Risiken identifiziert, die zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnten. Konjunkturelle und gesundheitspolitische Entwicklungen in unseren Kernmärkten können die Absatzmengen und damit verbunden die Kapazitätsauslastung beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf den Unternehmenserfolg auswirken. Risiken aus Währungsschwankungen im operativen Bereich bestehen nicht, da Fremdwährungsgeschäfte von der Gesellschaft nur in einem unbedeutenden Ausmaß getätigt werden. Mögliche Risiken aus Währungsschwankungen von Darlehen im Verbundbereich werden auf Konzernebene überwacht. Die Gesellschaft betreibt ein kontinuierliches monatliches Reporting, welches regelmäßig vom Management analysiert und diskutiert wird. Aktuelle Ergebnisse werden mit dem Budget und der monatlich aktualisierten Forecast-Planung abgeglichen. Im Rahmen des Risikomanagements werden insbesondere Risiken im Zusammenhang mit den Forderungen aus dem Verkauf von Produkten überwacht. Im Forderungsmanagement werden über ein installiertes Kontrollsystem Kreditlimits, Risikoindikatoren sowie die Altersstruktur der Forderungen laufend überwacht sowie ggf. entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Forderungsausfälle konnten dadurch im Berichtsjahr weitestgehend vermieden werden. Außerhalb des betrieblichen Einflussbereiches führen Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen oder in den Beschaffungsmärkten sowohl zu Chancen als auch zu Risiken. Eine gesonderte Absicherung von derartigen Risiken erfolgt nicht, jedoch verfolgt das Management entsprechende Entwicklungen kontinuierlich um zeitnahe Maßnahmen treffen zu können. Durch die Garantenstellung für das Fremdfinanzierungsvolumen der BSN-Gruppe zu Gunsten der darlehensaufnehmenden BSN-Gesellschaften trägt die Gesellschaft u. a. das Liquiditätsrisiko der Gruppe mit. Das diesbezügliche Risikofrüherkennungs- und Risikomanagementsystem ist an zentraler Stelle auf Gruppenebene installiert. Die Tochtergesellschaften melden wöchentlich ihre Liquiditätsbestände und monatlich die Kennzahlen zur Überwachung der Forderungen und des Lagerbestandes. Durch die Interne Revision werden darüber hinaus regelmäßige Prüfungen im Finanzbereich und operativen Bereich der Gesellschaft durchgeführt; innerhalb der BSN-Gruppe erfolgt ein umfangreiches Controlling nach Sparten und Regionen (Ländern). 9. Prognosebericht Das Umsatzwachstum im Inlandsgeschäft liegt in 2015 mit 10,5 % leicht über dem im Vorjahr prognostizierten Niveau. Die Gesellschaft konnte ihren Marktanteil von ca. 16,9 % im Vorjahr auf 18,1 % in 2015 steigern. Besonders aus dem Bereich AWC (Advanced Woundcare) wird in den nächsten Jahren eine weitere Ausweitung des Marktanteils erwartet. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet die BSN medical GmbH ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 5,0 % p. a. Neben dem Umsatzwachstum im Basisgeschäft soll durch verstärkte Innovationstätigkeiten, gezielte Ausnutzung von neuen Marktchancen sowie die Erschließung weiterer Effizienzsteigerungspotenziale die Grundlage für Wachstum und eine weitere positive Entwicklung des Ergebnisses in der Zukunft erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2016 sind wieder umfangreiche Investitionen in Höhe von EUR 9,6 Mio. geplant. Davon entfallen auf technische Anlagen oder Maschinen für den Produktionsstandort Hamburg-Hausbruch EUR 4,7 Mio. Diese beziehen sich weitestgehend auf die Neuanschaffung und den Umbau vorhandener Maschinen zur Produktion von schaumbasierten Wundversorgungsprodukten. Die für das abgelaufene Geschäftsjahr geplanten Investitionen sind überwiegend durchgeführt worden. In 2016 wird die BSN medical GmbH weiterhin Investitionen in IT-Systeme im Sinn der Modernisierung und Optimierung der Prozesse in großem Umfang leisten. Geplant ist ein Investitionsvolumen von EUR 4,9 Mio. Darüber hinaus sind für das Geschäftsjahr 2016 weitreichende Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung geplant. Das geplante Investitionsvolumen beträgt hier EUR 8,8 Mio. Die BSN medical GmbH strebt ebenso den Zukauf von Unternehmen an, die geeignet sind, die Wachstumsstrategie des Unternehmens zu unterstützen. Insgesamt sieht sich die BSN medical GmbH für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt und die Erwartung an den künftigen Geschäftsverlauf stellt sich aus Sicht der Geschäftsleitung für die folgenden Jahre als positiv dar. Aufgrund der geplanten Umsatzsteigerungen sowie weiteren Kosteneinsparungen wird für das Geschäftsjahr 2016 ein Wachstum des Betriebsergebnisses von 11 % erwartet.
Hamburg, 16. Juli 2016 Die Geschäftsführung Dr. Jens Kimmig Georg Hainzinger Sebastian Köhler Erik Korte Tobias Seidenkranz Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der BSN medical GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr 2015 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft bilanziert nach den Vorschriften einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus den Käufen von Johnson & Johnson (2004) sowie Iceberg (2008). Der Geschäfts- oder Firmenwert von Johnson & Johnson ist bereits zum größten Teil abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Iceberg umfasst mit "Wound Care" eine der zwei Hauptsparten der BSN-Gruppe und ist folglich auf eine langfristige Nutzung ausgerichtet, was auch dem Lebenszyklus der zugrundeliegenden Produkte entspricht. Auf Grund der langfristigen Ausrichtung sieht die Gesellschaft eine Nutzungsdauer von 15 Jahren vor, über die die Geschäfts- oder Firmenwerte linear abgeschrieben werden. Zugänge geringwertiger Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beilzulegenden Werten bilanziert. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Für schwergängige, überalterte und beschädigte Gegenstände des Vorratsvermögens bilden wir angemessene Wertberichtigungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für die Anwartschaften der aktiven Mitarbeiter werden nach der Projected Unit-Credit-Method ermittelt. Die laufenden Rentenverpflichtungen sowie Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern werden mit ihrem Barwert angesetzt. Das Vermögen, das zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen dient, ist über ein Contractual Trust Arrangement (CTA Modell) ausgelagert. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, zum beizulegenden Zeitwert mit diesen Schulden verrechnet. Entsprechend werden die Kapitalerträge mit den Zinsaufwendungen aus den Pensionsverpflichtungen unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen saldiert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) gebildet worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der unmittelbare und mittelbare Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist Bestandteil dieses Anhangs und ist in einer separaten Anlage dargestellt (vgl. Seite 12). Der Geschäfts- oder Firmenwert besteht aus einem in 2004 erworbenen Firmenwert mit einem Restbuchwert per 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 416 (i. Vj. TEUR 548) und einem im Jahr 2008 erworbenen Firmenwert mit einem Restbuchwert per 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 3.651 (i. Vj. TEUR 4.155). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich wie folgt:
Bis auf die Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen haben alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 26. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 96.119 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 29.782 aufgrund einer Auszahlung gegen Übertragung und Verrechnung von Darlehen mit dem Gesellschafter BSN medical Germany Holding vermindert. Auf Grund der Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens ist hiervon ein Betrag in Höhe von TEUR 6.680 (i. Vj TEUR 6.253) ausschüttungsgesperrt. Für die versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren der Pensionsrückstellungen wurden folgende Parameter verwendet:
Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung setzt sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen aus der Verpflichtung aus Langzeitkonten im Außendienst sind mit einer Rückdeckungsversicherung im Berichtsjahr abgesichert worden. Diese werden saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Die Laufzeit ist größer als ein Jahr. Der Einzahlungsbetrag in die Versicherung betrug TEUR 2.418 (i. Vj. TEUR 2.004), der Zeitwert beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 2.385 (i. Vj. TEUR 2.302). Der Erfüllungsbetrag aus der Verpflichtung aus dem Aufbau von Langzeitkonten im Außendienst beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 1.783 (i. Vj. TEUR 1.620), entsprechend wurde ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 602 (i. Vj. TEUR 682) ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich wie folgt:
Alle Verbindlichkeiten - mit Ausnahme der sonstigen Verbindlichkeiten - haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.Die Restlaufzeiten der sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Der langfristige Anteil der sonstigen Verbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit dem variablen Kaufpreisbestandteil für den Erwerb zweier Patente sowie einer Mietverbindlichkeit für das Mietobjekt in Hannover.Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen mit dem Verkauf von medizinischen Produkten erzielt und entfallen mit TEUR 147.142 (i. Vj. TEUR 133.136) auf das Inland sowie mit TEUR 47.328 (i. Vj. TEUR 45.141) auf das Ausland. Des Weiteren sind im Ausland Lizenzerlöse von verbundenen Unternehmen von TEUR 426 (i. Vj. TEUR 6.482) und sonstige Umsätze in Höhe von TEUR 103 (i. Vj. TEUR 92) angefallen. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 43 und betreffen Verluste aus Anlagenabgängen. Die außerordentlichen Aufwendungen enthalten den Verlust aus der Verschmelzung der BR Beteiligungs GmbH, Senden, und der damit verbundenen Anwachsung des Vermögens der BR Entwicklungs GmbH & Co. KG, Senden, auf die BSN medical GmbH nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 24. April 2015. 4. Haftungsverhältnisse Zur Besicherung der Fremdfinanzierung der BSN-Gruppe hat die Gesellschaft gegenüber den finanzierenden Parteien die Garantie abgegeben, für die Zahlungsverpflichtungen der Schuldner aus den Darlehensverträgen einzustehen, sollten diese ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft Sicherungsrechte an allen wesentlichen Vermögensgegenständen bestellt. Im Rahmen der Neuorganisation der Fremdfinanzierungsstruktur wurden mit den Konsortialbanken Deutsche Bank AG London Branch, J P Morgan Limited, Morgan Stanley Bank International Limited, Goldman Sachs International, Mezzvest Luxembourg II S.à r.l., Mezzvest III S.à r.l., J.P. Morgan Chase Bank N.A., London Branch, Partners Group Access 448 L.P., Partners Group Barrier Reef L.P. and Penta CLO 1 S.A. am 1. September 2015 ein Teil der Darlehen refinanziert. Die neuen Finanzierungsrahmen betragen EUR 853,9 Mio. und USD 277 Mio. sowie eine Mezzanine-Finanzierung von EUR 155 Mio. Der Darlehensvertrag enthält außerdem eine Kontokorrentkreditlinie von EUR 50 Mio. und eine Akquisitionskreditlinie von EUR 83 Mio. Zum Stichtag valutieren die in dieser Weise gesicherten Gesamtverbindlichkeiten mit EUR 1.257,5 Mio. (i. Vj. EUR 1.248,4 Mio.). Nach Einschätzung der Geschäftsleitung wird das Risiko der Haftungsübernahme zum Bilanzstichtag aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering angesehen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB stellen sich nach Art und Fristigkeiten insgesamt wie folgt dar:
Darüber hinaus bestehen Instandhaltungs- und Instandsetzungsverpflichtungen aus dem Mietverhältnis für den Produktionsstandort in Hamburg-Hausbruch. 5. Sonstige Angaben Aufgliederung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl nach Gruppen
Geschäftsführer
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 1.264 (i. Vj. TEUR 705). Drei der Geschäftsführer sind bei anderen Konzerngesellschaften beschäftigt. Honorar Abschlussprüfer Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 73. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. 6. Konzernabschluss Die Gesellschaft muss als deutsches Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB grundsätzlich einen Konzernabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufstellen. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BSN medical Luxembourg Group Holding S.à. r.l. mit Sitz in Luxemburg einbezogen. Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens wird, in Übereinstimmung mit den lokalen Vorschriften, gemäß den Regelungen in den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und hat somit nach § 291 HGB befreiende Wirkung für die Gesellschaft. Der Konzernabschluss der BSN medical Luxembourg Group Holding S.à. r.l., Luxemburg, wird gemäß § 325 Abs. 3 HGB offen gelegt und ist nach der Offenlegung im Bundesanzeiger zugänglich. 7. Ergebnisverwendung Auf Grund von Verschmelzungsvorgängen im Kreis des Gesellschafters ist die BSN medical Germany Holding GmbH (vormals: BostonMed Acquisition GmbH), Hamburg, als Rechtsnachfolgerin in einen bestehenden Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag eingetreten. Mit der BSN medical Germany Holding GmbH, Hamburg, als herrschendem Unternehmen ist am 18. September 2012 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen worden. Die Eintragung im Handelsregister der Gesellschaft ist am 28. September 2012 erfolgt. Mit Verschmelzungsvertrag vom 24. Oktober 2007 erfolgte die Übertragung des Vermögens der BSN medical Holding GmbH, Hamburg, (übertragende Gesellschaft) auf die Muttergesellschaft BSN medical GmbH, Hamburg, (übernehmende Gesellschaft) gemäß §§ 2 Nr. 1, 4 ff., 46 ff. UmwG. Im Ergebnis ist die Gesellschaft neuer Vertragspartner des bis dahin zwischen der BSN medical Holding GmbH, Hamburg, und der BSN-Jobst GmbH, Emmerich am Rhein, bestehenden Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags.
Hamburg, 16. Juli 2016 Die Geschäftsführung Dr. Jens Kimmig Georg Hainzinger Sebastian Köhler Erik Korte Tobias Seidenkranz Aufstellung des Anteilsbesitzes per 31. Dezember 2015 Der unmittelbare und mittelbare Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB stellt sich wie folgt dar:
*) BSN Ireland Ltd., Thurles, Irland, befindet sich seit dem 31. Dezember 2007 in Liquidation und wird bei Erfüllung der Umweltauflagen auf dem Werksgelände in Thurles vollständig liquidiert. **) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2015 akquiriert. Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis der Gesellschaften wurden den in lokaler Währung aufgestellten Jahresabschlüssen entnommen. Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.08.2016 festgestellt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BSN medical GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 29. Juli 2016 Ernst
& Young GmbH
Opaschowski, Wirtschaftsprüfer Raupach, Wirtschaftsprüfer |
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