Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 248962
Vorher
Blitz 19-170 GmbH
Eingetragen
20.5.2019
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren GerätenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Forschung und Entwicklung, Design, Produktmarketing, Lebenszyklus, Lieferung und Qualitätsmanagement für Computer und zugehörige Geräte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hans Dieter Heiß
seit 26.6.2020
Geschäftsführer
Yoji Hirosue
seit 2.9.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fujitsu Client Computing LimitedJPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Fujitsu Client Computing Limited
Japan
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FCCL GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht

 
FCCL GmbH
München

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 / 2024


Geschäftsmodell und Organisation
Der Lagebericht bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2023/2024 vom 01. April 2023 bis 31. März 2024.
Die FCCL GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Fujitsu Client Computing Limited in Kawasaki, Japan.
Die geschäftliche Tätigkeit liegt in Forschung und Entwicklung, Design, Produktmanagement und Qualitätsmanagement für Computer und zugehörige Geräte.

Geschäftstätigkeit und Marktumfeld
Die FCCL GmbH ist primär mit Forschung und Entwicklung, Design, Produktmanagement und Qualitätsmanagement für Computer und zugehörige Geräte betraut. Die Beauftragung erfolgt im Wesentlichen durch die Muttergesellschaft in Japan.
Im Vordergrund stehen dabei die Berücksichtigung von Europäischen Produktanforderungen nahe am Kunden sowie die Bereitstellung und stetige Verbesserung der FCCL-Lieferlogistik in Europa.
Die Produkte der FCCL werden in Europa ausschließlich über die etablierten Vertriebswege der Fujitsu Technology Solutions (FTS) vermarket. Der adressierte Markt umfasst das komplette PC-Segment (stationäre- und mobile Geräte aller Leistungsklassen, inkl. Zubehör), vornehmlich fokussiert auf Geschäftskunden.
Die weitere Entwicklung des PC-Marktes wird basierend auf den Marktprognosen gängiger Analysten mittelfristig weitestgehend stabil eingeschätzt. Darüber hinaus wird für die kommenden zwei Jahre ein Volumens-Wachstum von ca. 6% erwartet, getrieben durch den zyklischen Austausch von veralteten Geräten in Verbindung mit dem von großen SW-Herstellern forcierten Umstieg auf neue, sicherere Betriebssystemversionen. Der durch das Produktportfolio der Gesellschaft jährlich adressierbare Gesamtmarkt in Europa und Japan umfasst rund 50 Millionen Einheiten (Marktprognose für Japan und Europa B2B, Quelle IDC, März 2024).

Ziele und Strategien
Neben dem angestammten Geschäftsfeld "Entwicklung und Bereitstellung von Computern und Endgeräten vornehmlich für Geschäftskunden" arbeitet die Gesellschaft an der weiteren Differenzierung und Erweiterung des Angebotes. Themenschwerpunkte sind dabei für den jeweiligen Kunden maßgeschneiderte Produkt- und Logistiklösungen (Customizing) sowie innovativer Endgeräte und Technologien wie z. B. kompakte, energiesparende Desktop PCs, leistungsfähige High-End Workstations, Digital Paper und SW-Konzepte für das "Internet of Things (IOT)".
Mit der Ankündigung unseres Shareholders und Vertriebspartners Fujitsu Ltd., das Geschäft für PC-Endgeräte mit letzten Lieferungen Ende April 2024 einzustellen, wird sich die Gesellschaft zukünftig verstärkt um die technische Betreuung der etablierten Kundenbasis und des verantworteten Feldbestandes kümmern.
Geschäftsziel ist weiterhin die Verwirklichung unserer Vision, durch innovative Produkte und maßgeschneiderte Kundenlösungen den qualitativ hochwertigen, vernetzten Arbeitsplatz der Zukunft mitzugestalten. 
Bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator sind die Umsatzerlöse. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren bestehen nach außen hin nicht.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme beträgt zum 31.03.2024 TEuro 9.700 (Vorjahr: TEuro 8.747). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich von TEuro 2.633 um TEuro 3.413 auf TEuro 6.046 erhöht, wohingegen sich die flüssigen Mittel von TEuro 4.741 auf TEuro 2.419 (Reduzierung um TEuro 2.322) reduziert haben. Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss von TEuro 1.356 erhöht und beträgt zum 31.03.2024 TEuro 6.005. Die Rückstellungen haben sich gegenüber Vorjahr um TEuro 438 auf TEuro 2.781 reduziert.
Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus Restrukturierungskosten, welche an die Muttergesellschaft weiterverrechnet werden konnten. Der Großteil dieser Forderungen ist bis zur Berichtserstellung durch Zahlungen der Muttergesellschaft ausgeglichen worden.
Die Reduzierung der Rückstellungen resultiert besonders aus dem Rückgang der Sonstigen Rückstellungen, bedingt durch die nicht mehr benötigten externen Entwicklungsleistungen. Dem entgegen wirken erhöhte Rückstellungen für Personalkosten aufgrund zusätzlich zu bildender Abfindungsvorsorgen.
Die Finanzierung der Gesellschaft ist über vertraglich fixierte "Service Level Agreements" (Dienstleistungsverträge) mit dem Mutterkonzern, auch unter Berücksichtigung der geänderten Rahmenbedingungen, gesichert.

Ertragslage
Die FCCL GmbH arbeitet auf Grundlage von mit dem Mutterunternehmen abgeschlossenen Dienstleistungsverträgen. Die Vergütungen für die erbrachten Dienstleistungen richten sich unter Zugrundelegung eines angemessenen Gewinnaufschlags nach den erforderlichen Kosten. Bei einem Umsatz von TEuro 23.187 (Vorjahr: TEuro 27.495) wurde ein Gewinn nach Steuern von TEuro 1.356 (Vorjahr: TEuro 1.595) erwirtschaftet.

Finanzkennzahlen
2023 / 2024
2022 / 2023
Umsatz in Mio Euro 23,2 27,5
Umsatzrendite nach Steuern (in %) 5,8 5,8
Personalaufwandsquote (in %) 77,3 54,8


Der Personalaufwand ist aufgrund von Restrukturierungskosten für die Reduzierung der Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Umweltschutz
Die Geschäfts- und Qualitätsmanagementprozesse der FCCL GmbH orientieren sich streng an unserer Verantwortung gegenüber unseren Kunden sowie unserer Verpflichtung hinsichtlich der ESG Kriterien Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und konformer Unternehmensführung (Governance).
Belange des Umweltschutzes werden sowohl im laufenden Geschäftsbetrieb als auch bei der Entwicklung und Konstruktion neuer Produkte berücksichtigt. Schwerpunkte dabei sind Energieeffizienz, Recycling optimiertes Produktdesign, Vermeidung von Gefahrenstoffen, umweltfreundliches Verpackungsmaterial sowie die weitere Optimierung unserer Lieferketten bzgl. Energieeffizienz und Vermeidung von Schadstoffen.

Mitarbeiter
Während des Geschäftsjahres waren im Durchschnitt 145 Angestellte beschäftigt, diese Zahl beinhaltet im Durchschnitt 11 Werkstudenten. Im Vorjahr betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl 155 Beschäftigte (darin 17 Werkstudenten).

Risikomanagement
Bzgl. des Managements von Geschäftsrisiken ist die FCCL GmbH als Tochtergesellschaft der Fujitsu Client Computing Ltd. (FCCL) eng an die in der Muttergesellschaft etablierten Prozesse für eine transparente und hinsichtlich finanzieller Risiken konforme Geschäftsführung angebunden. Darüber hinaus sind entsprechende Kontrollmechanismen sowie Entscheidungs- und Berichtsstrukturen mit der Muttergesellschaft und - über die Muttergesellschaft konsolidiert - mit den Shareholdern der FCCL etabliert. Die grundlegenden Businessgrundsätze der FCCL GmbH sind in einem für alle Mitarbeiter verbindlichen "Code of Conduct" (FCCL Business Conduct Guidelines) hinterlegt.

Chancen und Risiken
Die FCCL GmbH agiert als lokale Tochtergesellschaft der Fujitsu Client Computing Ltd., ein Joint Venture der internationalen Großkonzerne Lenovo Group Limited ("Lenovo") und Fujitsu Limited ("Fujitsu"). Strukturell zeichnet sich die Gesellschaft durch eine einzigartige Kombination von lokaler Kompetenz und Flexibilität eines Mittelstandsunternehmens gepaart mit der Finanzstärke, der globalen Präsenz und dem weltweiten Marktzugang über die beiden Shareholder Lenovo und Fujitsu aus. 
Als Chance sehen wir unsere attraktiven und flexiblen Arbeitsbedingungen unterstützt durch leistungsfähige, sichere und nutzerfreundliche IT und Endgeräte. Daraus generieren wir einen wichtigen Wettbewerbsvorteil in einer sich rasch ändernden Arbeitswelt geprägt durch demografischen Wandel, Fachkräftemangel und den "Kampf" um Nachwuchstalente (War for Talents).
Aufgrund der besonderen Situation der FCCL GmbH und der direkten Abhängigkeit zur Muttergesellschaft treffen für die FCCL GmbH viele Risiken nur indirekt zu.
Im Falle eines weltweiten Konjunktureinbruchs aufgrund geopolitischer Entwicklungen, z.B. fortwährende Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie weiter eskalierender Konflikt zwischen China und Taiwan, besteht ein mittleres indirektes Risiko, dass Lieferketten unterbrochen werden und Geräteauslieferungen nur verspätet erfolgen können. Dies stellt basierend auf dem aktuellen Geschäftsmodell kein unmittelbares Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (VFE-Lage) der FCCL GmbH dar. Mittelbar wirken sich sinkende Umsätze der Muttergesellschaft (Fujitsu Client Computing Limited) auf die Auftrags- und Umsatzlage der FCCL GmbH aus. Der Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise und dadurch getrieben steigende Inflationsraten bedeutet ein mittleres Risiko der FCCL GmbH, da sich die Kosten entsprechend erhöhen. Dies stellt aufgrund der besonderen Situation der FCCL GmbH ebenfalls kein Risiko für die VFE-Lage der FCCL GmbH dar.

Mit der Ankündigung unseres Shareholders und Vertriebspartners Fujitsu Ltd., das Geschäft für PC-Endgeräte mit letzten Lieferungen Ende April 2024 einzustellen, ergeben sich für die Gesellschaft signifikante Veränderungen bzgl. der zukünftigen Wertschöpfung, sowohl hinsichtlich der Entwicklungstätigkeiten als auch bzgl. der verantworteten Lieferketten. Im Berichtszeitrum wurden Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die dem daraus resultierenden, deutlich verringerten Geschäftsumfang Rechnung tragen und den Fortbestand der Gesellschaft auf einer gesicherten finanziellen Basis ermöglichen. Wie bereits unter Ziele und Strategien erläutert, ist die Finanzierung der Gesellschaft durch entsprechend angepasste, vertraglich fixierte "Service Level Agreements" (Dienstleistungsverträge) gesichert.
Die schrittweise Umsetzung dieser Maßnahmen ist mit Beginn des neuen Geschäftsjahres zum 01.04.2024 erfolgt. Die resultierenden, geschäftlichen Auswirkungen sind in der Geschäftsprognose berücksichtigt. Diese Maßnahmen haben Restrukturierungskosten in Höhe von TEuro 3.477 verursacht, welche bereits im Berichtsjahr vorwiegend im Personalaufwand ausgewiesen sind. Die Restrukturierungskosten konnten aufgrund einer separaten Vereinbarung an die Muttergesellschaft weiterverrechnet werden.

Prognose

Die Prognose im Lagebericht zum 31.03.2023 für das Geschäftsjahr 2023 / 2024 ging von gleichbleibenden Umsätzen und Margen aus.
Der Vergleich Prognose vs. IST stellt sich wie folgt dar:
 


Prognose FY 2023 / 2024
 IST FY 2023 / 2024
Umsatz in Mio Euro  27,5 23,2
Umsatzrendite nach Steuern (in %) 5,8 5,8


Somit liegt der Umsatz im IST für FY 2023 / 2024 um 8,4% unter den Prognosewerten für FY 2023 / 2024. Hintergrund dafür sind Einsparmaßnahmen insbesondere bei der Beauftragung von externen Dienstleistern, welche sich durch das etablierte Geschäftsmodell direkt im Umsatz mit der Muttergesellschaft bemerkbar machen.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 / 2025 geht aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Wertschöpfung von deutlich reduzierten Umsätzen bezogen auf das Geschäftsjahr 2023 / 2024 aus.
 

Prognose 
FY 2024 / 2025
Umsatz in Mio Euro  7,6
Umsatzrendite nach Steuern (in %) 5,8


Es besteht weiterhin eine enge geschäftliche Verzahnung mit der Muttergesellschaft FCCL Japan und den beiden Shareholdern Fujitsu und Lenovo. Eventuelle Veränderungen im Unternehmenskonstrukt wirken sich mittelbar auf die Geschäftsprognose der Gesellschaft aus.

 

Augsburg, den 29.08.2024

FCCL GmbH
- Geschäftsführung -

Hans Dieter Heiß
Managing Director

Yoji Hirosue
Executive Director


Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 506.630,00 876.118,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.876,00 36.030,00
II. Sachanlagen 497.754,00 840.088,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.754,00 840.088,00
B. Umlaufvermögen 9.070.843,63 7.732.400,68
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.651.521,68 2.990.964,73
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.045.924,57 2.633.320,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 605.597,11 357.644,73
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.419.321,95 4.741.435,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 122.859,91 138.886,87
Aktiva 9.700.333,54 8.747.405,55

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 6.004.771,79 4.648.935,56
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 5.979.771,79 4.623.935,56
davon Gewinnvortrag 4.623.935,56 3.028.863,60
B. Rückstellungen 2.780.940,01 3.218.749,79
C. Verbindlichkeiten 914.621,74 879.720,20
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 44.707,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 44.707,24
2. sonstige Verbindlichkeiten 914.621,74 835.012,96
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 914.621,74 835.012,96
Passiva 9.700.333,54 8.747.405,55

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Rohergebnis 26.833.396,31 27.666.020,45
2. Personalaufwand 17.924.705,38 15.078.156,75
a) Löhne und Gehälter 15.623.103,96 12.768.692,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.301.601,42 2.309.464,55
davon für Altersversorgung 257.084,46 279.932,35
3. Abschreibungen 422.847,09 479.356,10
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 422.847,09 479.356,10
davon außerplanmäßige Abschreibungen 59.401,00  
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.442.300,57 9.633.722,06
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 36.581,29 81.882,50
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.457,00  
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 755.164,04 879.713,58
7. Ergebnis nach Steuern 1.355.836,23 1.595.071,96
8. Jahresüberschuss 1.355.836,23 1.595.071,96
9. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.623.935,56 3.028.863,60
10. Bilanzgewinn 5.979.771,79 4.623.935,56

Anhang

 
für das Geschäftsjahr 2023 / 2024

I.  Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Dementsprechend werden bei der Erstellung des Jahresabschlusses die Aufstellungserleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht:  FCCL GmbH

Firmensitz laut Registergericht: München

Geschäftsanschrift: Lise-Meitner-Straße 5, 86156 Augsburg

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: München

Register-Nr.: HRB 248962

Weitere Angaben

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung folgender Leistungen: Forschung und Entwicklung,
Design, Produktmarketing, Lebenszyklus, Lieferung und Qualitätsmanagement für Computer und zugehörige
Geräte..

Geschäftsjahr ist ein abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. April bis 31. März.

II.  Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und soweit zulässig nach der linearen Methode vorgenommen. Als Nutzungsdauer wird bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ein Zeitraum von zwei bis fünf Jahre, bei den anderen Anlagen und der Betriebs und Geschäftsausstattung ein Zeitraum von drei bis zehn Jahre angesetzt.

Auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800 Euro werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Der Ansatz der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten, sowie des Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zu Nennwerten.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Anzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie
Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III.  Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des
Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen und sind in der Bilanzposition Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEuro 6.046 (Vorjahr: TEuro 2.633) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bilanzierungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEuro 2.020. Diese wurden mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Das Deckungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert, der dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung
sowie den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, bewertet. Bei den bestehenden Pensionszusagen handelt es sich um versicherungsgebundene Versorgungszusagen. Die Altersvorsorgeverpflichtungen der Gesellschaft entsprechen jeweils ausschließlich dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs.

Sonstige Rückstellungen

Im Wesentlichen betrifft diese Position Rückstellungen für zum Bilanzstichtag ausstehende Lieferantenrechnungen (TEuro 348) und Rückstellungen für Personalkosten (TEuro 2.188).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen und betragen am Abschlussstichtag TEuro 0 (Vorjahr: TEuro 45).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEuro 329 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Geschäftsraummietvertrag und Leasingverträgen bis zum Ende der Vertragslaufzeit.

IV.  Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Rahmen von Dienstleistungsvereinbarungen mit der japanischen Muttergesellschaft erzielt.

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:


Geschäftsjahr 2023 / 2024
Vorjahr 2022 / 2023

(TEuro)
(TEuro)
Research and Development
16.359
20.913
Product Management
2.013
2.028
Supply Chain Management
2.181
1.998
Procurement
2.634
2.556

23.187
27.495


Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen

Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von  TEuro 59 vorgenommen.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Weiterbelastung von Restrukturierungskosten an die Muttergesellschaft in Höhe von TEuro 3.478 enthalten.

Die entsprechenden Restrukturierungsaufwendungen sind im Personalaufwand und im sonstigen betrieblichen Aufwand enthalten. Es handelt sich dabei vorwiegend um Kosten für zu zahlende Abfindungen aufgrund der im Rahmen der Umstrukturierung notwendigen Reduzierung der Mitarbeiterzahl.

V.  Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 145 (Vorjahr: 155).

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich wie folgt zusammen:
 Hans Dieter Heiß, Tapfheim, Managing Director
 Yoji Hirosue, Saitama-shi, Japan, Senior Executive Officer & CTO

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben hierzu können gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält.

Konzernzugehörigkeit

Die FCCL GmbH wird in den Konzernabschluss der Fujitsu Client Computing Limited, Kawasaki / Japan einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Lenovo Group Limited, Hong-Kong / VR China, als oberste Konzerngesellschaft, einbezogen. Dieser kann am Sitz der Gesellschaft eingesehen werden.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor den Bilanzgewinn in Höhe von
TEuro 5.980 (Vorjahr: TEuro 4.624) auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Mit der Ankündigung unseres Shareholders und Vertriebspartners Fujitsu Ltd., das Geschäft für PC-Endgeräte mit letzten Lieferungen Ende April 2024 einzustellen, ergeben sich für die Gesellschaft signifikante Veränderungen bezüglich der zukünftigen Wertschöpfung, sowohl hinsichtlich der Entwicklungstätigkeiten als auch bezüglich der verantworteten Lieferketten. Die im Geschäftsjahr 2023 / 2024 beschlossene Restrukturierung der Gesellschaft, welche bereits in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahrs berücksichtigt wurde, wird im Geschäftsjahr 2024 / 2025 entsprechend durchgeführt.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Anlagenspiegel


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.03.2024
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
257.476,27
0,00
15.390,00
0,00
242.086,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
257.476,27
0,00
15.390,00
0,00
242.086,27
II. Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.284.950,92
58.209,09
109.755,81
0,00
2.233.404,20
Summe Sachanlagen
2.284.950,92
58.209,09
109.755,81
0,00
2.233.404,20
Summe Anlagevermögen
2.542.427,19
58.209,09
125.145,81
0,00
2.475.490,47

kumulierte
Abschreibung
01.04.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte
Abschreibung
31.03.2024
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
221.446,27
26.262,00
14.498,00
0,00
233.210,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
221.446,27
26.262,00
14.498,00
0,00
233.210,27
II. Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.444.862,92
396.585,09
105.797,81
0,00
1.735.650,20
Summe Sachanlagen
1.444.862,92
396.585,09
105.797,81
0,00
1.735.650,20
Summe Anlagevermögen
1.666.309,19
422.847,09
120.295,81
0,00
1.968.860,47

Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.03.2024
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.03.2023
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
8.876,00
36.030,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
8.876,00
36.030,00
II. Sachanlagen



andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
497.754,00
840.088,00
Summe Sachanlagen
0,00
497.754,00
840.088,00
Summe Anlagevermögen
0,00
506.630,00
876.118,00

sonstige Berichtsbestandteile


 

Augsburg, den 29.08.2024

gez. Hans Dieter Heiss, Yoji Hirosue
Geschäftsführer


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 19.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FCCL GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FCCL GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FCCL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für nsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwndig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich  der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Schumann
Wirtschaftsprüfer

ppa. Akram Abdel Karim
Wirtschaftsprüfer

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