thinXXS Microtechnology GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Edward M. Anderson seit 26.10.2018 | Vorstandsmitglied |
Joseph Rytell seit 22.2.2018 | Vorstandsmitglied |
Karin Schulz seit 9.1.2008 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
thinXXS Microtechnology AGZweibrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018der thinXXS Microtechnology AG, ZweibrückenI. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Das Leistungsangebot der thinXXS Microtechnology AG umfasst die gesamte Dienstleistung, von der Entwicklung bis hin zur Serienproduktion von kundenspezifischen mikrofluidischen Systemen. Im Rahmen von Kunden-Entwicklungsprojekten werden mikrofluidische Lab-on-Chip-Produkte entwickelt und, nach erfolgter Markteinführung durch den Kunden, am Standort Zweibrücken in Serie produziert. Dabei werden im Wesentlichen die beiden Geschäftsfelder "Disposables für die POC Diagnostik" und "Disposables für Laboranwendungen und High-Throughput-Screening" adressiert. Die thinXXS Microtechnology AG bearbeitet High-end-Fragestellungen ihrer Kunden im Bereich von Mikrofluidik. Die Abgrenzung zu Wettbewerbern erfolgt über das technische Niveau. Dabei spricht thinXXS sowohl Start-up-Unternehmen als auch etablierte Großunternehmen an. Die Hauptmärkte werden in Europa und in Nordamerika gesehen. 2. Ziele und Strategien Die Unternehmensstrategie sieht ein starkes Umsatzwachstum vor. Ziel ist es, dieses Wachstum durch Überführung von der Kundenentwicklung in die Serienproduktion zu gewährleisten. Weiteres Ziel ist es, auch weiterhin Produktionsprozesse zu automatisieren, um damit die Voraussetzung für höhere Produktionskapazitäten bei gleichzeitig geringeren Stückkosten zu schaffen. 3. Forschung und Entwicklung Die F&E-Aktivitäten sind für thinXXS von besonderer Bedeutung. Im Geschäftsjahr wurden rund 4500 interne Mitarbeiterstunden für F&E-Aktivitäten aufgewendet. Es handelt sich hierbei vorrangig um Eigenentwicklungen mit dem Ziel, neue Funktionsbausteine für die Miniaturisierung diagnostischer Assays zu konzipieren und vor dem Hintergrund der Serienfertigung zu optimieren. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Handhabung, Applikation und Integration von Proben, Trocken- und Nassreagenzien in mikrofluidischen Disposables. Vielversprechende Ansätze werden, wenn möglich, patentrechtlich abgesichert. Die Entwicklungskosten der Eigenentwicklungen wurden bisher nicht aktiviert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage 2018 in Deutschland war gekennzeichnet durch ein stetiges und solides Wirtschaftswachstum. Die preisbereinigte Zuwachsrate des inländischen BIP beträgt für das Jahr 2018 1,5% [Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2019]. Damit ist die deutsche Wirtschaft das 9. Jahr in Folge gewachsen, wobei sich eine Abschwächung des Wachstums abzeichnet. Auch im Euro-Raum zeichnet sich ein stetiges Wachstum ab. Das BIP-Wachstum im Euro-Raum beträgt für das Jahr 2018 1,8% [Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156282/umfrage/entwicklung-des- bruttoinlandsprodukts-bip-in-der-eu-und-der-eurozone/]. Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2018 ebenfalls sehr positiv entwickelt und wuchs insgesamt um 3,6% gegenüber Vorjahr [Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des- weltweiten-bruttoinlandsprodukts/] Die thinXXS Microtechnology AG ist mit den beiden Teilsegmenten Point-of-Care und Labordiagnostik im Bereich der Life Science-Branche tätig, die sich durch hohe Wachstumsraten auszeichnet [Quelle: Yole-Report aus 2016: Point of Need-Testing: Application of Microfluidic Technologies]. 2. Geschäftsverlauf Die thinXXS Microtechnology AG konnte ihren Jahresumsatz im Jahr 2018 erneut durch Ausbau der Produktionsumsätze sowie der Akquisition neuer Entwicklungsprojekte deutlich steigern. Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 24%. Nach einem moderaten ersten Quartal ist der Umsatz im zweiten Quartal deutlich gestiegen und hat in der zweiten Jahreshälfte weiter zugenommen. Auch das Ergebnis hat sich im Geschäftsverlauf sehr positiv entwickelt. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertragslage im Jahr 2018 war gekennzeichnet durch einen Umsatz von T€ 8.956 (Vorjahr: T€ 7.209) und einem Ergebnis von T€ + 438 (Vorjahr: T€ +67). Damit wurde der Planwert für den Umsatz in Höhe von T€ 9.000 im Jahr 2018 fast erreicht. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen sowie der aktivierten Eigenleistungen war die Gesamtleistung mit T€ 9.305 jedoch deutlich über dem Planwert (T€ 9.000). Das Ergebnis hat den Planwert (T€ -99) ebenfalls deutlich überschritten. Die wesentlichen Gründe für diese positive Planabweichung liegen im Wesentlichen in geringeren Materialkosten (T€-150), geringeren Reise- und Werbekosten (T€ -60) und sonstigen betrieblichen Kosten. Ferner wurden nicht geplante betriebliche Erträge in Höhe von T€92 sowie nicht geplante aktivierte Eigenleistungen in Höhe von T€ 142 realisiert. Die Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres betragen T€ 8.956 und sind aufgrund der Zunahme der Produktionsumsätze gegenüber dem Vorjahr um 24% gestiegen. Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Geschäftsbereiche:
Die sonstigen Umsätze beinhalten im Wesentlichen Beratungsleistungen für Kunden sowie die Bereitstellung von mikrofluidischen Testmodulen für den R&D Bereich. Andere aktivierte Eigenleistungen betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 218. Der Anstieg ist zurückzuführen auf die Realisierung einer selbst erstellten Montageanlage. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 92 (Vorjahr T€ 200) setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Sachbezüge zusammen. Der Rückgang zum Vorjahr ist v.a. darauf zurückzuführen, dass Investitionszuschüsse nicht länger ertragswirksam im Jahr des Zugangs verbucht werden. Vielmehr werden ab dem Jahr 2018 die Anschaffungskosten der förderfähigen Investitionsgüter in Höhe des Investitionszuschusses gekürzt. Der Materialaufwand ist aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr deutlich gestiegen (T€ +497). Der relative Anstieg der Materialquote von 14,9 % (2017) auf 17,5% (2018) begründet sich durch die Projektstruktur. Der Personalaufwand beträgt T€ 4.226 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 519 erhöht. Diese Erhöhung lässt sich mit dem Anstieg der Mitarbeiterzahl (von durchschnittlich 77 im Jahr 2017 auf durchschnittlich 90 in 2018) sowie der umgesetzten Entgeltsteigerung im Jahr 2018 begründen. Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 3 reduziert. Ferner wurden außerplanmäßige Abschreibungen i. H. v. T€ 285 auf zwei Minderheitsbeteiligungen vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 2.221 sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.997) um T€ 224 gestiegen. Die wesentlichen Positionen sind neben Miete und Mietnebenkosten (T€ 458, Vorjahr: T€ 410), Energiekosten (T€ 363, Vorjahr: T€ 334), Instandhaltung und Wartung (T€ 288, Vorjahr: T€ 276), Aufwendungen für Zeitarbeit (T€ 146, Vorjahr: T€ 126), Patentkosten (T€ 153, Vorjahr: T€ 129), IT-Kosten (T€ 108, Vorjahr: T€ 51), Reise- und Verpflegungskosten (T€ 89, Vorjahr: T€ 59) sowie sonstiger Betriebsbedarf (T€ 53, Vorjahr: T€ 34). Investitionen Investiert wurde im Geschäftsjahr im Wesentlichen in Werkzeugbearbeitungsmaschinen (T€ 200), Werkzeuge (T€ 316), Software (T€ 52) und Montagemaschinen und -geräte für den Funktionsmusterbau und die Produktion (T€ 404). Für die Erweiterung der Spritzgießabteilung wurde im Geschäftsjahr eine neue Spritzgießmaschine mit Entnahmesystem bestellt. Die Inbetriebnahme erfolgt im Jahr 2019. Die Finanzierung erfolgte einerseits aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und andererseits aus der Finanzierung durch die Gesellschafterin. Finanzlage Der Finanzmittelbestand hat sich stichtagbezogen um T€ 20 reduziert und betrug am Bilanzstichtag T€ 881 (Vorjahr T€ 901). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug T€ 389 (Vorjahr T€ 399). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei T€ -1.290 (Vorjahr T€ -496). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergab T€ 906 (Vorjahr T€ 410) aufgrund der Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.200 im Geschäftsjahr. Gegenläufig wirken sich die Zins- und Tilgungszahlungen der bestehenden Bankverbindlichkeiten aus. Die Finanzierung der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt aufgrund der vorhandenen Liquidität gesichert. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 812 erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag T€ 7.706. Das Anlagevermögen ist um insgesamt T€ 407 angestiegen. Der Grund dafür sind Investitionen in Höhe von T€ 1.290, denen planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 598 und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 285 entgegenstehen. Das Vorratsvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas reduziert (T€ -95). Dieser Rückgang hängt mit dem Rückgang der geleisteten Anzahlungen für Maschinen im Kundeneigentum zusammen, die im Laufe des Jahres in Betrieb genommen wurden. Ohne diesen Sondereffekt ist jedoch ein Anstieg des Vorratsvermögens zu verzeichnen, bedingt durch die Umsatzsteigerung der Produktionsumsätze. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind umsatzbedingt per Stichtag um T€ 352 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 47 gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 150 gestiegen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Forderungen aus öffentlich geförderten Projekten sowie aus Umsatzsteuer. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 4.750. Im Geschäftsjahr wurde jedoch eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.200 vorgenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 71,9% (Vorjahr 56,6%). Rückstellungen reduzieren sich um T€ 4 und bleiben damit auf Vorjahresniveau. Im Einzelnen reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund von Tilgungsleistungen um T€ 235 gegenüber dem Vorjahr. Die deutliche Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ist auf die Fertigstellung eines größeren Projektes in 2018 zurückzuführen. Ferner reduzierten sich auch die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 263 im Vergleich zum Vorjahr, v.a. aufgrund der Tilgung der Verbindlichkeiten aus Mietkauf und des Darlehens an die GeWoBau GmbH. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zur Unternehmensteuerung bedient sich der Vorstand verschiedener finanzieller und nicht finanzieller Leistungsindikatoren. Finanzielle Leistungsindikatoren Aufgrund der Wachstumsziele sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren im Bereich des Umsatzes zu sehen. Insofern findet eine monatliche Überwachung der Planerreichung mit Hilfe der Zielgrößen "Umsatzerlöse", "Auftragseingang" und "Auftragsbestand" statt.
Alle finanziellen Leistungsindikatoren werden im Rahmen des monatlichen Reportings an den Mutterkonzern berichtet. Darüber hinaus werden die Umsatz- und Auftragseingangszahlen täglich an den Mutterkonzern gemeldet. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren wird unser Unternehmenserfolg auch wesentlich durch die folgenden nicht finanziellen Größen beeinflusst. Unsere stetige Innovation schafft unseren Kunden bedeutende Mehrwerte und sichert uns den Umsatz und bildet die Basis für eine langfristige Kundenbeziehung. Ein großer Fokus liegt bei thinXXS auf dem Personalbereich. Das Unternehmen beschäftigt im Jahr 2018 durchschnittlich 90 Mitarbeiter (ohne Vorstände, ohne Auszubildende). Motivierte, qualifizierte und leistungsfähige Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Unternehmens. Als Basis dafür legt das Unternehmen großen Wert auf ein kollegiales Umfeld und fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So werden z.B. verschiedene Teilzeitmodelle angeboten, welche die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen. Darüber hinaus lassen sich die Arbeitszeiten in der Regel flexibel gestalten. Die Qualifikation der Mitarbeiter wird kontinuierlich im Rahmen des Schulungsmanagements mit den Anforderungen abgeglichen und bei Bedarf durch gezielte interne oder externe Schulungen sichergestellt. Umweltschutz Die Produktion in der klimatisierten und kontrollierten Reinraum-Umgebung ist sehr energieaufwendig. Insofern hat thinXXS im Jahr 2017 ein Energieeffizienzprogramm gestartet, bei dem größere Einsparpotenziale aufgedeckt wurden, die nun sukzessive umgesetzt werden. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken würden, sind bis heute nicht eingetreten. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Marktentwicklung wird weiterhin als sehr positiv eingeschätzt, was zu einer Konsolidierung des Wettbewerbs geführt hat. Wir gehen davon aus, dass unser Unternehmen seine Marktposition jedoch auch in einem schwieriger werdenden Umfeld behaupten kann und flexibel auf eventuell erforderliche Marktanpassungen reagiert. thinXXS wurde im Dezember 2017 durch die IDEX Health & Science Gruppe mit Sitz in den USA übernommen. Der Start ins Jahr 2019 war gut. Wir erwarten ein Umsatzwachstum von ca. 15% gegenüber dem Jahr 2018. Auch das Jahresergebnis 2019 wird das Jahresergebnis 2018 - ohne Berücksichtigung des Sondereffekts der Abschreibungen auf Finanzanlagen in 2018 - deutlich übertreffen. 2. Chancenbericht Die Übernahme durch IDEX Health & Science stellt für thinXXS eine große Chance dar, da das Unternehmen durch die Konzern-Integration auf vielfältige Art und Weise von dem Konzern-Netzwerk profitiert und finanziell deutlich besser aufgestellt ist als zuvor. thinXXS verfügt aktuell über eine Vielzahl an Entwicklungsprojekten mit Produktionsperspektiven bei thinXXS. Dadurch lässt sich ein stetiges, organisches Wachstum erzielen. Als weitere Chance ist die stetige Innovation zu nennen, welche ebenfalls ein Wachstumsmotor ist. thinXXS bietet dem Kunden mit innovativen Konzepten einen Mehrwert und sichert sich damit eine langfristige Zusammenarbeit und Kundenbeziehung. 3. Risikobericht thinXXS ist ein Service-Unternehmen und somit von den Entwicklungen und Marktakzeptanz der Kundenprodukte abhängig und kann nur sehr begrenzt Einfluss nehmen. Voraussagen sind daher stets an die Geschäftsentwicklung, d.h. Markterfolg der Kunden gekoppelt. Speziell im Marktumfeld mit jungen Unternehmen kann die Entwicklung der Kunden sehr dynamisch verlaufen. Die Finanzierung der Start-up's ist oftmals noch nicht gesichert und kann zu Projektverzögerungen führen. Auch ist thinXXS im Projektgeschäft von der technischen Entwicklung auf Kundenseite abhängig. Im Zuge des Risikomanagements wird die Bonität unserer Kunden mittels Bonitätsauskünften geprüft und das Ausfallrisiko über eine Kreditversicherung gedeckt. Das monatliche Reporting beinhaltet neben den vergangenheitsorientierten Kennzahlen auch ein umfangreiches Forecasting auf Projektebene, um frühzeitig Planabweichungen aufzudecken und Auswirkungen auf Ergebnis und Cashflow zu verdeutlichen und zeitnah gegensteuern zu können. Sollte es dennoch zu kurzfristigen Liquiditätsengpässen kommen, so werden diese über eine Kontokorrentlinie bzw. durch die finanzstarke Konzernstruktur abgedeckt. Ausfälle im Bereich der IT stellen für den betrieblichen Ablauf ein erhöhtes Risiko dar. Für diese Fälle existieren Notfallpläne, die eine schnelle Wiederherstellung der IT-Infrastruktur gewährleisten. Es existiert ein Datensicherungskonzept mit täglicher Datensicherung aller Systeme. Dem Produktionsausfallrisiko durch Feuer wurde durch Schaffung von zwei Brandabschnitten Rechnung getragen. Somit kann die Produktion deutlich schneller wiederaufgenommen werden. Unsere Versicherungspolicen decken den Sachschaden als auch die Unterbrechung ab. Zur Absicherung des Risikos steigender Zinssätze wurde für ein Investitionsdarlehen ein Zinsbegrenzungsgeschäft in Form einer Höchstsatzvereinbarung (Cap) abgeschlossen. Die Messung der Effektivität dieser Sicherungsbeziehung erfolgte anhand der "Critical Terms Match"-Methode. Im Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde die Sicherungsbeziehung im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet. Unser Risikomanagement sieht eine umfassende jährliche Aufnahme der Risiken und Anpassung im Rahmen unserer Versicherungspolicen vor. Damit stellen wir sicher, dass Deckungssummen aktualisiert werden, was angesichts der dynamischen Unternehmensentwicklung von großer Bedeutung ist. Dem Vorstand sind aus heutiger Sicht keine Risiken bekannt, die für sich oder aber in ihrem Zusammenwirken den Bestand der Gesellschaft gefährden oder aber die zukünftige Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage nachhaltig wesentlich beeinträchtigen könnten. V. Schlusserklärung aus dem Abhängigkeitsbericht Für das Geschäftsjahr 2018 wurde vom Vorstand ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung: "Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018 keine anderen Maßnahmen mit verbundenen Unternehmen vorgenommen."
Zweibrücken, 30. August 2019 thinXXS Microtechnology AG Dr. Lutz Weber Joseph Rytell Edward Anderson BILANZ zum 31. DEZEMBER 2018AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Anhang 2018der thinXXS Microtechnology AG, Zweibrücken(1) Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist unter der Firma thinXXS Microtechnology AG mit Sitz in Zweibrücken im Handelsregister des Amtsgerichts Zweibrücken unter der Nummer HRB 30040 eingetragen. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Hinsichtlich der Bewertung der Vorräte gab es im Geschäftsjahr eine Änderung in der Abwertungsmethodik, die sich mit der Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierungsrichtlinien begründen lässt. Aufgrund dieser Umstellung wurde eine zusätzliche Abwertung in Höhe von rd. T€ 74 auf Vorräte vorgenommen. Des Weiteren gab es eine Änderung hinsichtlich der Behandlung von Investitionszuschüssen, die im Geschäftsjahr von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht wurden, wohingegen die frühere Methodik die ertragswirksame Verbuchung in den sonstigen betrieblichen Erträgen zum Zeitpunkt des Anlagenzugangs vorsah. Durch diese Änderung entfallen im Geschäftsjahr sonstige betriebliche Erträge von ca. 217 T€. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen beinhalten neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Die beweglichen Anlagegüter werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Zugänge werden pro rata temporis (zeitanteilig) abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 250 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, soweit die Gründe hierfür nicht mehr bestehen. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich angemessener Abschläge für sämtliche erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko und die zu erwartende Inanspruchnahme von Skontofristen durch die Kunden werden durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1% (Vj. 1%) berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung werden zum Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung in € umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Kursanpassungen mit dem Devisenkassamittelkurs vorgenommen. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nominalwert ausgewiesen. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verrechnung berücksichtigt. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem Steuersatz von 30,5% (Vorjahr: 30,5%). Dieser setzt sich zusammen aus 15,8% Körperschaftssteuer inkl. Solidaritätszuschlag sowie 14,7% Gewerbesteuer. Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert (§ 274 Abs. 1 Satz 3 HGB). Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang) wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Veränderung der latenten Steuern unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" gesondert ausgewiesen. Zum Stichtag unterbleibt die Aktivierung latenter Steuern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts, ein Saldierungsbereich ergab sich mangels Vorliegen passiver latenter Steuern nicht. (3) Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel auf Seite 10 ersichtlich. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von T€ 285 auf zwei Minderheitsbeteiligungen vorgenommen. (4) Umlaufvermögen Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen wie im Vorjahr ausschließlich auf Lieferungen und Leistungen. (5) Gezeichnetes Kapital Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr Das gezeichnete Kapital beträgt € 4.750.000 und ist eingeteilt in 4.750.000 Stück zu je 1 € auf den Namen lautende nenn wertlose Stückaktien. (6) Kapitalrücklage In die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr eine Einzahlung in Höhe von € 1.200.000 vorgenommen. (7) Eigene Anteile Die Gesellschaft hält 4.107 Stück Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital i.H.v. € 4.107 (0,09%) zur Weitergabe an Mitarbeiter und Aufsichtsratsmitglieder. (8) Genehmigtes Kapital Das genehmigte Kapital beträgt insgesamt € 250.000. (9) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (T€ 131), für Resturlaubsverpflichtungen (T€ 122), für Mehrarbeit (T€ 48), für Boni und Tantiemen (T€ 44) sowie für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (T€ 46) gebildet. (10) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten-Spiegel dargestellt
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in Höhe von T€ 528 durch Sicherungsübereignungen abgesichert. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 343 durch Sicherungsübereignungen gesichert. (11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen bis zum Laufzeitende in Höhe von T€ 3.700 sowie aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 128. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen März 2019 und Februar 2033.
(12) Bewertungseinheiten Zur Absicherung einer variabel verzinsten Darlehensverbindlichkeit wurde im Jahr 2016 ein Vertrag über ein Zinsbegrenzungsgeschäft mit einer Höchstsatzvereinbarung (Cap) in Höhe von T€ 500 abgeschlossen. Dieser wandelt die variable Verzinsung der Darlehensverbindlichkeit in eine Festverzinsung um und leistet Ausgleichszahlungen im Falle der Überschreitung der festgelegten Zinsobergrenze. Die Laufzeit des abgeschlossenen Vertrags über das Zinsbegrenzungsgeschäft entspricht dabei der Laufzeit der Darlehensverbindlichkeit. Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum, bezogen auf den besicherten Betrag von T€ 500, vollständig aus, sodass keine Drohverlustszenarien zu erwarten sind. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wurde die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet. (13) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2018 T€ 8.956 und untergliedern sich wie folgt:
Nach regionalen Aspekten verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
(14) Überleitung zum Bilanz-Ergebnis nach § 158 (1) AktG
(15) Mitarbeiter Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 90 (VJ: 77) Arbeitnehmer beschäftigt, die sich wie folgt auf die Unternehmensbereiche aufteilen:
(16) Organe Zum Vorstand wurde bestellt:
Zum Gesamtprokuristen wurde
bestellt. Die Gesellschaft wird durch den Vorstand vertreten. Die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates sind die Herren:
(17) Gesamtbezüge der Organe Die Angabe der Gesamtbezüge der Organe wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da im Geschäftsjahr nur ein Vorstandsmitglied Gehalt von der Gesellschaft bezogen hat. (18) Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. (19) GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 437.765,96 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. (20) Angaben zum Konzernabschluss Die thinXXS Microtechnology AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Lukas Hydraulik GmbH, Erlangen. Diese ist wiederum mit einigen Zwischenstufen Tochtergesellschaft der IDEX Corporation mit Sitz in Lake Forest, Illinois, USA, die als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die thinXXS Microtechnology AG wird nach den Regeln der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss ist erhältlich beim Sitz der Gesellschaft: IDEX Corporation 1925 West Field Court Lake Forest, Illinois 60045-4824 United States of America sowie im Internet unter www.idexcorp.com
Zweibrücken, 30.08.2019 thinXXS Microtechnology AG Dr. Lutz Weber Joseph Rytell Edward Anderson Entwicklung des Anlagevermögens auf den 31. Dezember 2018
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die thinXXS Microtechnology AG, Zweibrücken Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der thinXXS Microtechnology AG, Zweibrücken - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der thinXXS Microtechology AG, Zweibrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 13. Dezember 2019 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stefan Wilsch, Wirtschaftsprüfer Michael Müller, Wirtschaftsprüfer
Für den Aufsichtsrat / For the Supervisory Board
Sassenheim, Niederlande, 17. April 2020 Marc Uleman, Vorsitzender des Aufsichtsrats / Chairman of the Supervisory Board |
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