thinXXS Microtechnology AGLiquidiert

Amerikastraße 21, 66482 Zweibrücken, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Zweibrücken HRB 30040
Eingetragen
19.12.2005
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von mikrotechnischen Komponenten und Systemen vorzugsweise aus Kunststoff.

Historie

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Management

NameRolle
Edward M. Anderson
seit 26.10.2018
Vorstandsmitglied
Joseph Rytell
seit 22.2.2018
Vorstandsmitglied
Karin Schulz
seit 9.1.2008
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

thinXXS Microtechnology AG

Zweibrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der thinXXS Microtechnology AG, Zweibrücken

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Das Leistungsangebot der thinXXS Microtechnology AG umfasst die gesamte Dienstleistung, von der Entwicklung bis hin zur Serienproduktion von kundenspezifischen mikrofluidischen Systemen. Im Rahmen von Kunden-Entwicklungsprojekten werden mikrofluidische Lab-on-Chip-Produkte entwickelt und, nach erfolgter Markteinführung durch den Kunden, am Standort Zweibrücken in Serie produziert. Dabei werden im Wesentlichen die beiden Geschäftsfelder "Disposables für die POC Diagnostik" und "Disposables für Laboranwendungen und High-Throughput-Screening" adressiert.

Die thinXXS Microtechnology AG bearbeitet High-end-Fragestellungen ihrer Kunden im Bereich von Mikrofluidik. Die Abgrenzung zu Wettbewerbern erfolgt über das technische Niveau. Dabei spricht thinXXS sowohl Start-up-Unternehmen als auch etablierte Großunternehmen an. Die Hauptmärkte werden in Europa und in Nordamerika gesehen.

2. Ziele und Strategien

Die Unternehmensstrategie sieht ein starkes Umsatzwachstum vor. Ziel ist es, dieses Wachstum durch Überführung von der Kundenentwicklung in die Serienproduktion zu gewährleisten.

Weiteres Ziel ist es, auch weiterhin Produktionsprozesse zu automatisieren, um damit die Voraussetzung für höhere Produktionskapazitäten bei gleichzeitig geringeren Stückkosten zu schaffen.

3. Forschung und Entwicklung

Die F&E-Aktivitäten sind für thinXXS von besonderer Bedeutung. Im Geschäftsjahr wurden rund 4500 interne Mitarbeiterstunden für F&E-Aktivitäten aufgewendet. Es handelt sich hierbei vorrangig um Eigenentwicklungen mit dem Ziel, neue Funktionsbausteine für die Miniaturisierung diagnostischer Assays zu konzipieren und vor dem Hintergrund der Serienfertigung zu optimieren. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Handhabung, Applikation und Integration von Proben, Trocken- und Nassreagenzien in mikrofluidischen Disposables. Vielversprechende Ansätze werden, wenn möglich, patentrechtlich abgesichert. Die Entwicklungskosten der Eigenentwicklungen wurden bisher nicht aktiviert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage 2018 in Deutschland war gekennzeichnet durch ein stetiges und solides Wirtschaftswachstum. Die preisbereinigte Zuwachsrate des inländischen BIP beträgt für das Jahr 2018 1,5% [Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2019]. Damit ist die deutsche Wirtschaft das 9. Jahr in Folge gewachsen, wobei sich eine Abschwächung des Wachstums abzeichnet. Auch im Euro-Raum zeichnet sich ein stetiges Wachstum ab. Das BIP-Wachstum im Euro-Raum beträgt für das Jahr 2018 1,8% [Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156282/umfrage/entwicklung-des- bruttoinlandsprodukts-bip-in-der-eu-und-der-eurozone/]. Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2018 ebenfalls sehr positiv entwickelt und wuchs insgesamt um 3,6% gegenüber Vorjahr [Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des- weltweiten-bruttoinlandsprodukts/]

Die thinXXS Microtechnology AG ist mit den beiden Teilsegmenten Point-of-Care und Labordiagnostik im Bereich der Life Science-Branche tätig, die sich durch hohe Wachstumsraten auszeichnet [Quelle: Yole-Report aus 2016: Point of Need-Testing: Application of Microfluidic Technologies].

2. Geschäftsverlauf

Die thinXXS Microtechnology AG konnte ihren Jahresumsatz im Jahr 2018 erneut durch Ausbau der Produktionsumsätze sowie der Akquisition neuer Entwicklungsprojekte deutlich steigern. Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt 24%. Nach einem moderaten ersten Quartal ist der Umsatz im zweiten Quartal deutlich gestiegen und hat in der zweiten Jahreshälfte weiter zugenommen. Auch das Ergebnis hat sich im Geschäftsverlauf sehr positiv entwickelt.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertragslage im Jahr 2018 war gekennzeichnet durch einen Umsatz von T€ 8.956 (Vorjahr: T€ 7.209) und einem Ergebnis von T€ + 438 (Vorjahr: T€ +67). Damit wurde der Planwert für den Umsatz in Höhe von T€ 9.000 im Jahr 2018 fast erreicht. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen sowie der aktivierten Eigenleistungen war die Gesamtleistung mit T€ 9.305 jedoch deutlich über dem Planwert (T€ 9.000). Das Ergebnis hat den Planwert (T€ -99) ebenfalls deutlich überschritten. Die wesentlichen Gründe für diese positive Planabweichung liegen im Wesentlichen in geringeren Materialkosten (T€-150), geringeren Reise- und Werbekosten (T€ -60) und sonstigen betrieblichen Kosten. Ferner wurden nicht geplante betriebliche Erträge in Höhe von T€92 sowie nicht geplante aktivierte Eigenleistungen in Höhe von T€ 142 realisiert.

Die Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres betragen T€ 8.956 und sind aufgrund der Zunahme der Produktionsumsätze gegenüber dem Vorjahr um 24% gestiegen.

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Geschäftsbereiche:

Geschäftsbereiche 2018 2017
T€ % T€ %
Point-of-Care-Diagnostik 4.008 45% 3.382 47%
Laboranwendungen 4.926 55% 3.751 52%
Sonstige 22 0% 76 1%
Umsatzerlöse 8.956 100% 7.209 100%

Die sonstigen Umsätze beinhalten im Wesentlichen Beratungsleistungen für Kunden sowie die Bereitstellung von mikrofluidischen Testmodulen für den R&D Bereich.

Andere aktivierte Eigenleistungen betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 218. Der Anstieg ist zurückzuführen auf die Realisierung einer selbst erstellten Montageanlage.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 92 (Vorjahr T€ 200) setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Sachbezüge zusammen. Der Rückgang zum Vorjahr ist v.a. darauf zurückzuführen, dass Investitionszuschüsse nicht länger ertragswirksam im Jahr des Zugangs verbucht werden. Vielmehr werden ab dem Jahr 2018 die Anschaffungskosten der förderfähigen Investitionsgüter in Höhe des Investitionszuschusses gekürzt.

Der Materialaufwand ist aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse gegenüber Vorjahr deutlich gestiegen (T€ +497). Der relative Anstieg der Materialquote von 14,9 % (2017) auf 17,5% (2018) begründet sich durch die Projektstruktur.

Der Personalaufwand beträgt T€ 4.226 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 519 erhöht. Diese Erhöhung lässt sich mit dem Anstieg der Mitarbeiterzahl (von durchschnittlich 77 im Jahr 2017 auf durchschnittlich 90 in 2018) sowie der umgesetzten Entgeltsteigerung im Jahr 2018 begründen.

Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 3 reduziert. Ferner wurden außerplanmäßige Abschreibungen i. H. v. T€ 285 auf zwei Minderheitsbeteiligungen vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 2.221 sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.997) um T€ 224 gestiegen. Die wesentlichen Positionen sind neben Miete und Mietnebenkosten (T€ 458, Vorjahr: T€ 410), Energiekosten (T€ 363, Vorjahr: T€ 334), Instandhaltung und Wartung (T€ 288, Vorjahr: T€ 276), Aufwendungen für Zeitarbeit (T€ 146, Vorjahr: T€ 126), Patentkosten (T€ 153, Vorjahr: T€ 129), IT-Kosten (T€ 108, Vorjahr: T€ 51), Reise- und Verpflegungskosten (T€ 89, Vorjahr: T€ 59) sowie sonstiger Betriebsbedarf (T€ 53, Vorjahr: T€ 34).

Investitionen

Investiert wurde im Geschäftsjahr im Wesentlichen in Werkzeugbearbeitungsmaschinen (T€ 200), Werkzeuge (T€ 316), Software (T€ 52) und Montagemaschinen und -geräte für den Funktionsmusterbau und die Produktion (T€ 404). Für die Erweiterung der Spritzgießabteilung wurde im Geschäftsjahr eine neue Spritzgießmaschine mit Entnahmesystem bestellt. Die Inbetriebnahme erfolgt im Jahr 2019.

Die Finanzierung erfolgte einerseits aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und andererseits aus der Finanzierung durch die Gesellschafterin.

Finanzlage

Der Finanzmittelbestand hat sich stichtagbezogen um T€ 20 reduziert und betrug am Bilanzstichtag T€ 881 (Vorjahr T€ 901). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug T€ 389 (Vorjahr T€ 399). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei T€ -1.290 (Vorjahr T€ -496). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergab T€ 906 (Vorjahr T€ 410) aufgrund der Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.200 im Geschäftsjahr. Gegenläufig wirken sich die Zins- und Tilgungszahlungen der bestehenden Bankverbindlichkeiten aus.

Die Finanzierung der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt aufgrund der vorhandenen Liquidität gesichert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 812 erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag T€ 7.706. Das Anlagevermögen ist um insgesamt T€ 407 angestiegen. Der Grund dafür sind Investitionen in Höhe von T€ 1.290, denen planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 598 und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 285 entgegenstehen.

Das Vorratsvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas reduziert (T€ -95). Dieser Rückgang hängt mit dem Rückgang der geleisteten Anzahlungen für Maschinen im Kundeneigentum zusammen, die im Laufe des Jahres in Betrieb genommen wurden. Ohne diesen Sondereffekt ist jedoch ein Anstieg des Vorratsvermögens zu verzeichnen, bedingt durch die Umsatzsteigerung der Produktionsumsätze.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind umsatzbedingt per Stichtag um T€ 352 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 47 gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 150 gestiegen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Forderungen aus öffentlich geförderten Projekten sowie aus Umsatzsteuer.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 4.750. Im Geschäftsjahr wurde jedoch eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.200 vorgenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 71,9% (Vorjahr 56,6%).

Rückstellungen reduzieren sich um T€ 4 und bleiben damit auf Vorjahresniveau.

Im Einzelnen reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund von Tilgungsleistungen um T€ 235 gegenüber dem Vorjahr. Die deutliche Abnahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ist auf die Fertigstellung eines größeren Projektes in 2018 zurückzuführen. Ferner reduzierten sich auch die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 263 im Vergleich zum Vorjahr, v.a. aufgrund der Tilgung der Verbindlichkeiten aus Mietkauf und des Darlehens an die GeWoBau GmbH.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmensteuerung bedient sich der Vorstand verschiedener finanzieller und nicht finanzieller Leistungsindikatoren.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Aufgrund der Wachstumsziele sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren im Bereich des Umsatzes zu sehen. Insofern findet eine monatliche Überwachung der Planerreichung mit Hilfe der Zielgrößen "Umsatzerlöse", "Auftragseingang" und "Auftragsbestand" statt.

Finanzielle Leistungsindikatoren [in T€] Ist 2018 Ist 2017
Auftragseingang 9.137 8.211
Umsatz 8.956 7.209
Auftragsbestand 2.785 3.860

Alle finanziellen Leistungsindikatoren werden im Rahmen des monatlichen Reportings an den Mutterkonzern berichtet. Darüber hinaus werden die Umsatz- und Auftragseingangszahlen täglich an den Mutterkonzern gemeldet.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren wird unser Unternehmenserfolg auch wesentlich durch die folgenden nicht finanziellen Größen beeinflusst.

Unsere stetige Innovation schafft unseren Kunden bedeutende Mehrwerte und sichert uns den Umsatz und bildet die Basis für eine langfristige Kundenbeziehung.

Ein großer Fokus liegt bei thinXXS auf dem Personalbereich. Das Unternehmen beschäftigt im Jahr 2018 durchschnittlich 90 Mitarbeiter (ohne Vorstände, ohne Auszubildende). Motivierte, qualifizierte und leistungsfähige Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Unternehmens. Als Basis dafür legt das Unternehmen großen Wert auf ein kollegiales Umfeld und fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So werden z.B. verschiedene Teilzeitmodelle angeboten, welche die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen. Darüber hinaus lassen sich die Arbeitszeiten in der Regel flexibel gestalten. Die Qualifikation der Mitarbeiter wird kontinuierlich im Rahmen des Schulungsmanagements mit den Anforderungen abgeglichen und bei Bedarf durch gezielte interne oder externe Schulungen sichergestellt.

Umweltschutz

Die Produktion in der klimatisierten und kontrollierten Reinraum-Umgebung ist sehr energieaufwendig. Insofern hat thinXXS im Jahr 2017 ein Energieeffizienzprogramm gestartet, bei dem größere Einsparpotenziale aufgedeckt wurden, die nun sukzessive umgesetzt werden.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken würden, sind bis heute nicht eingetreten.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Marktentwicklung wird weiterhin als sehr positiv eingeschätzt, was zu einer Konsolidierung des Wettbewerbs geführt hat. Wir gehen davon aus, dass unser Unternehmen seine Marktposition jedoch auch in einem schwieriger werdenden Umfeld behaupten kann und flexibel auf eventuell erforderliche Marktanpassungen reagiert. thinXXS wurde im Dezember 2017 durch die IDEX Health & Science Gruppe mit Sitz in den USA übernommen.

Der Start ins Jahr 2019 war gut. Wir erwarten ein Umsatzwachstum von ca. 15% gegenüber dem Jahr 2018. Auch das Jahresergebnis 2019 wird das Jahresergebnis 2018 - ohne Berücksichtigung des Sondereffekts der Abschreibungen auf Finanzanlagen in 2018 - deutlich übertreffen.

2. Chancenbericht

Die Übernahme durch IDEX Health & Science stellt für thinXXS eine große Chance dar, da das Unternehmen durch die Konzern-Integration auf vielfältige Art und Weise von dem Konzern-Netzwerk profitiert und finanziell deutlich besser aufgestellt ist als zuvor.

thinXXS verfügt aktuell über eine Vielzahl an Entwicklungsprojekten mit Produktionsperspektiven bei thinXXS. Dadurch lässt sich ein stetiges, organisches Wachstum erzielen. Als weitere Chance ist die stetige Innovation zu nennen, welche ebenfalls ein Wachstumsmotor ist. thinXXS bietet dem Kunden mit innovativen Konzepten einen Mehrwert und sichert sich damit eine langfristige Zusammenarbeit und Kundenbeziehung.

3. Risikobericht

thinXXS ist ein Service-Unternehmen und somit von den Entwicklungen und Marktakzeptanz der Kundenprodukte abhängig und kann nur sehr begrenzt Einfluss nehmen. Voraussagen sind daher stets an die Geschäftsentwicklung, d.h. Markterfolg der Kunden gekoppelt. Speziell im Marktumfeld mit jungen Unternehmen kann die Entwicklung der Kunden sehr dynamisch verlaufen. Die Finanzierung der Start-up's ist oftmals noch nicht gesichert und kann zu Projektverzögerungen führen. Auch ist thinXXS im Projektgeschäft von der technischen Entwicklung auf Kundenseite abhängig.

Im Zuge des Risikomanagements wird die Bonität unserer Kunden mittels Bonitätsauskünften geprüft und das Ausfallrisiko über eine Kreditversicherung gedeckt.

Das monatliche Reporting beinhaltet neben den vergangenheitsorientierten Kennzahlen auch ein umfangreiches Forecasting auf Projektebene, um frühzeitig Planabweichungen aufzudecken und Auswirkungen auf Ergebnis und Cashflow zu verdeutlichen und zeitnah gegensteuern zu können. Sollte es dennoch zu kurzfristigen Liquiditätsengpässen kommen, so werden diese über eine Kontokorrentlinie bzw. durch die finanzstarke Konzernstruktur abgedeckt.

Ausfälle im Bereich der IT stellen für den betrieblichen Ablauf ein erhöhtes Risiko dar. Für diese Fälle existieren Notfallpläne, die eine schnelle Wiederherstellung der IT-Infrastruktur gewährleisten. Es existiert ein Datensicherungskonzept mit täglicher Datensicherung aller Systeme.

Dem Produktionsausfallrisiko durch Feuer wurde durch Schaffung von zwei Brandabschnitten Rechnung getragen. Somit kann die Produktion deutlich schneller wiederaufgenommen werden. Unsere Versicherungspolicen decken den Sachschaden als auch die Unterbrechung ab.

Zur Absicherung des Risikos steigender Zinssätze wurde für ein Investitionsdarlehen ein Zinsbegrenzungsgeschäft in Form einer Höchstsatzvereinbarung (Cap) abgeschlossen. Die Messung der Effektivität dieser Sicherungsbeziehung erfolgte anhand der "Critical Terms Match"-Methode. Im Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde die Sicherungsbeziehung im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet.

Unser Risikomanagement sieht eine umfassende jährliche Aufnahme der Risiken und Anpassung im Rahmen unserer Versicherungspolicen vor. Damit stellen wir sicher, dass Deckungssummen aktualisiert werden, was angesichts der dynamischen Unternehmensentwicklung von großer Bedeutung ist.

Dem Vorstand sind aus heutiger Sicht keine Risiken bekannt, die für sich oder aber in ihrem Zusammenwirken den Bestand der Gesellschaft gefährden oder aber die zukünftige Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage nachhaltig wesentlich beeinträchtigen könnten.

V. Schlusserklärung aus dem Abhängigkeitsbericht

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde vom Vorstand ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung:

"Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018 keine anderen Maßnahmen mit verbundenen Unternehmen vorgenommen."

 

Zweibrücken, 30. August 2019

thinXXS Microtechnology AG

Dr. Lutz Weber

Joseph Rytell

Edward Anderson

BILANZ zum 31. DEZEMBER 2018

AKTIVA

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 134.122,00 94
134.122,00 94
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.255,00 1
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.116.886,00 2.076
3. Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 939.124,84 907
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 694.171,87 115
3.751.437,71 3.099
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 3,00 285
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 539.126,83 448
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 359.247,69 227
3. fertige Erzeugnisse 119.438,99 121
4. geleistete Anzahlungen 0,00 317
1.017.813,51 1.113
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.456.144,57 1.104
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 57.492,84 10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 376.449,70 226
1.890.087,11 1.340
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 880.777,20 901
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.180,22 62
7.706.420,75 6.894

PASSIVA

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.750.000,00 4.750
./. eigene Anteile -4.107,00 -4
II. Kapitalrücklage 7.126.391,48 5.926
III. Verlustvortrag -6.770.297,88 -6.838
IV. Jahresüberschuss 437.765,96 67
5.539.752,56 3.901
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 476.945,15 481
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 753.230,71 988
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.335,00 433
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 251.118,68 189
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.131,46 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 638.907,19 902
davon aus Steuern EUR 48.253.07 (Vj. TEUR 45)
1.689.723,04 2.512
7.706.420,75 6.894

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 8.956.063,66 7.209.257,37
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen/Leistungen 130.797,50 35.280,72
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 218.041,57 141.514,89
4. Sonstige betriebliche Erträge davon aus der Währungsumrechnung EUR 515,30 (Vj. TEUR 1) 92.483,16 199.935,41
9.397.385,89 7.585.988,39
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.392.321,39 970.106,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 175.764,27 100.783,29
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.544.833,87 3.110.021,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 681.296,33 596.843,79
davon für Altersversorgung EUR 26.200,57 (Vj. TEUR 23)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 598.139,03 600.784,74
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.221.119,20 1.996.837,38
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 624,28 (Vj. TEUR 2)
8.613.474,09 7.375.377,08
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 285.325,39 61.245,45
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 59.804,45 80.629,90
345.129,84 141.875,35
11. Ergebnis nach Steuern 438.781,96 68.735,96
12. Sonstige Steuern 1.016,00 1.320,00
13. Jahresüberschuss 437.765,96 67.415,96
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -6.770.297,88 -6.837.713,84
15. Bilanzverlust -6.332.531,92 -6.770.297,88

Anhang 2018

der thinXXS Microtechnology AG, Zweibrücken

(1) Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft ist unter der Firma thinXXS Microtechnology AG mit Sitz in Zweibrücken im Handelsregister des Amtsgerichts Zweibrücken unter der Nummer HRB 30040 eingetragen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Hinsichtlich der Bewertung der Vorräte gab es im Geschäftsjahr eine Änderung in der Abwertungsmethodik, die sich mit der Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierungsrichtlinien begründen lässt. Aufgrund dieser Umstellung wurde eine zusätzliche Abwertung in Höhe von rd. T€ 74 auf Vorräte vorgenommen.

Des Weiteren gab es eine Änderung hinsichtlich der Behandlung von Investitionszuschüssen, die im Geschäftsjahr von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht wurden, wohingegen die frühere Methodik die ertragswirksame Verbuchung in den sonstigen betrieblichen Erträgen zum Zeitpunkt des Anlagenzugangs vorsah. Durch diese Änderung entfallen im Geschäftsjahr sonstige betriebliche Erträge von ca. 217 T€.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen beinhalten neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Die beweglichen Anlagegüter werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Zugänge werden pro rata temporis (zeitanteilig) abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis 250 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, soweit die Gründe hierfür nicht mehr bestehen.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich angemessener Abschläge für sämtliche erkennbaren Risiken bewertet.

Das allgemeine Kreditrisiko und die zu erwartende Inanspruchnahme von Skontofristen durch die Kunden werden durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1% (Vj. 1%) berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung werden zum Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung in € umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Kursanpassungen mit dem Devisenkassamittelkurs vorgenommen. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nominalwert ausgewiesen.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verrechnung berücksichtigt. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem Steuersatz von 30,5% (Vorjahr: 30,5%). Dieser setzt sich zusammen aus 15,8% Körperschaftssteuer inkl. Solidaritätszuschlag sowie 14,7% Gewerbesteuer. Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert (§ 274 Abs. 1 Satz 3 HGB). Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang) wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Veränderung der latenten Steuern unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" gesondert ausgewiesen. Zum Stichtag unterbleibt die Aktivierung latenter Steuern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts, ein Saldierungsbereich ergab sich mangels Vorliegen passiver latenter Steuern nicht.

(3) Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel auf Seite 10 ersichtlich. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von T€ 285 auf zwei Minderheitsbeteiligungen vorgenommen.

(4) Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen wie im Vorjahr ausschließlich auf Lieferungen und Leistungen.

(5) Gezeichnetes Kapital

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr Das gezeichnete Kapital beträgt € 4.750.000 und ist eingeteilt in 4.750.000 Stück zu je 1 € auf den Namen lautende nenn wertlose Stückaktien.

(6) Kapitalrücklage

In die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr eine Einzahlung in Höhe von € 1.200.000 vorgenommen.

(7) Eigene Anteile

Die Gesellschaft hält 4.107 Stück Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital i.H.v. € 4.107 (0,09%) zur Weitergabe an Mitarbeiter und Aufsichtsratsmitglieder.

(8) Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital beträgt insgesamt € 250.000.

(9) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (T€ 131), für Resturlaubsverpflichtungen (T€ 122), für Mehrarbeit (T€ 48), für Boni und Tantiemen (T€ 44) sowie für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (T€ 46) gebildet.

(10) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten-Spiegel dargestellt

31.12.2018 31.12.2017
Restlaufzeit gesichert mit gesamt Restlaufzeit gesichert mit gesamt
bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
Art der Verbindlichkeit 1. Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten 308 445 0 528 753 345 643 0 663 988
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28 0 0 0 28 433 0 0 0 433
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 251 0 0 0 251 189 0 0 0 189
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18 0 0 0 18 0 0 0 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 302 337 0 343 639 377 525 0 422 902
- davon aus Steuern 48 0 0 0 48 45 0 0 0 45
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0 0 0 0 0 0
907 782 0 871 1689 1344 1168 0 1085 2512

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in Höhe von T€ 528 durch Sicherungsübereignungen abgesichert. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 343 durch Sicherungsübereignungen gesichert.

(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen bis zum Laufzeitende in Höhe von T€ 3.700 sowie aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 128.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen März 2019 und Februar 2033.

in T€ Bis zu einem Jahr Größer 1 Jahr bis 5 Jahre Größer 5 Jahre
aus Mietverträgen 374 1.362 1.964
aus Leasingverträgen 45 83 0

(12) Bewertungseinheiten

Zur Absicherung einer variabel verzinsten Darlehensverbindlichkeit wurde im Jahr 2016 ein Vertrag über ein Zinsbegrenzungsgeschäft mit einer Höchstsatzvereinbarung (Cap) in Höhe von T€ 500 abgeschlossen. Dieser wandelt die variable Verzinsung der Darlehensverbindlichkeit in eine Festverzinsung um und leistet Ausgleichszahlungen im Falle der Überschreitung der festgelegten Zinsobergrenze. Die Laufzeit des abgeschlossenen Vertrags über das Zinsbegrenzungsgeschäft entspricht dabei der Laufzeit der Darlehensverbindlichkeit.

Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum, bezogen auf den besicherten Betrag von T€ 500, vollständig aus, sodass keine Drohverlustszenarien zu erwarten sind. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wurde die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.

(13) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2018 T€ 8.956 und untergliedern sich wie folgt:

Geschäftsbereiche 2018 2017
T€ % T€ %
Point-of-Care-Diagnostik 4.008 45% 3.382 47%
Laboranwendungen 4.926 55% 3.751 52%
Sonstige 22 0% 76 1%
Umsatzerlöse 8.956 100% 7.209 100%

Nach regionalen Aspekten verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2018 2017
T€ % T€ %
Deutschland 1.608 18% 2.199 30%
Europäische Union 2.196 24% 1.493 21%
Rest der Welt 5.161 58% 3.516 49%
Umsatzerlöse 8.956 100% 7.209 100%

(14) Überleitung zum Bilanz-Ergebnis nach § 158 (1) AktG

2018 2017
T€ T€
Jahresüberschuss 438 67
Verlustvortrag -6.771 -6.838
Bilanzverlust -6.333 -6.771

(15) Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 90 (VJ: 77) Arbeitnehmer beschäftigt, die sich wie folgt auf die Unternehmensbereiche aufteilen:

Bereich durchschnittliche Mitarbeiterzahl
Verwaltung & Vertrieb 9
Produktion 51
F&E 30
Gesamt 90

(16) Organe

Zum Vorstand wurde bestellt:

 

Herr Dr. Lutz Weber, Zweibrücken, CEO der thinXXS Microtechnology AG

 

Herr Joseph Rytell, Lake Forest (USA), President der IDEX Health & Science Group, ab 22. Februar 2018

 

Frau Praktika Raina, Chicago (USA), Vice President Finance der IDEX Health & Science Group, ab 22. Februar 2018 bis 26. Oktober 2018

 

Herr Edward Anderson, Rehoboth (USA), Vice President Finance der IDEX Health & Science Group, ab 26. Oktober 2018

Zum Gesamtprokuristen wurde

 

Karin Schulz, geb. Frenzel, Münchweiler / Rodalb

bestellt. Die Gesellschaft wird durch den Vorstand vertreten.

Die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates sind die Herren:

 

Gustavo Salem, Group President, IDEX Health & Science LLC, Vorsitzender, Rohnert Park, Kalifornien, USA

 

Uwe Kirchner, Geschäftsführer der LUKAS Hydraulik GmbH und IDEX Europe GmbH, Marloffstein

 

Brian Werner, Vice President of Business Operations, IDEX Health & Science LLC, Glen Ellyn, Illinois, USA

(17) Gesamtbezüge der Organe

Die Angabe der Gesamtbezüge der Organe wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da im Geschäftsjahr nur ein Vorstandsmitglied Gehalt von der Gesellschaft bezogen hat.

(18) Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

(19) Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 437.765,96 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

(20) Angaben zum Konzernabschluss

Die thinXXS Microtechnology AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Lukas Hydraulik GmbH, Erlangen. Diese ist wiederum mit einigen Zwischenstufen Tochtergesellschaft der IDEX Corporation mit Sitz in Lake Forest, Illinois, USA, die als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die thinXXS Microtechnology AG wird nach den Regeln der Vollkonsolidierung einbezogen.

Der Konzernabschluss ist erhältlich beim Sitz der Gesellschaft:

IDEX Corporation

1925 West Field Court

Lake Forest, Illinois 60045-4824

United States of America

sowie im Internet unter www.idexcorp.com

 

Zweibrücken, 30.08.2019

thinXXS Microtechnology AG

Dr. Lutz Weber

Joseph Rytell

Edward Anderson

Entwicklung des Anlagevermögens auf den 31. Dezember 2018

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 417.006,65 59.319,00 0,00 0,00 476.325,65
Summe Immat. Vermögensgegenstände 417.006,65 59.319,00 0,00 0,00 476.325,65
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.231,56 0,00 0,00 0,00 3.231,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.663.616,80 345.618,35 0,00 75.500,00 5.084.735,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.479.917,65 230.732,50 0,00 0,00 2.710.650,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.183,37 654.488,50 0,00 -75.500,00 694.171,87
Summe Sachanlagen 7.261.949,38 1.230.839,35 0,00 0,00 8.492.788,73
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 437.884,89 0,00 0,00 0,00 437.884,89
Summe Finanzanlagen 437.884,89 0,00 0,00 0,00 437.884,89
Summe Anlagevermögen 8.116.840,92 1.290.158,35 0,00 0,00 9.406.999,27
Abschreibungen kumuliert 01.01.2018 Zugänge Abgänge Abschreibungen kumuliert 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 323.241,65 18.962,00 0,00 342.203,65
Summe Immat. Vermögensgegenstände 323.241,65 18.962,00 0,00 342.203,65
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.897,56 79,00 0,00 1.976,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.587.643,23 380.205,92 0,00 2.967.849,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.572.633,20 198.892,11 0,00 1.771.525,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.162.173,99 579.177,03 0,00 4.741.351,02
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 152.556,50 285.325,39 0,00 437.881,89
Summe Finanzanlagen 152.556,50 285.325,39 0,00 437.881,89
Summe Anlagevermögen 4.637.972,14 883.464,42 0,00 5.521.436,56
Buchwert 31.12.2018 Buchwert 31.12.2017
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 134.122,00 93.765,00
Summe Immat. Vermögensgegenstände 134.122,00 93.765,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.255,00 1.334,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.116.886,00 2.075.973,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 939.124,84 907.284,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 694.171,87 115.183,37
Summe Sachanlagen 3.751.437,71 3.099.775,39
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 3,00 285.328,39
Summe Finanzanlagen 3,00 285.328,39
Summe Anlagevermögen 3.885.562,71 3.478.868,78

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die thinXXS Microtechnology AG, Zweibrücken

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der thinXXS Microtechnology AG, Zweibrücken - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der thinXXS Microtechology AG, Zweibrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 13. Dezember 2019

Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wilsch, Wirtschaftsprüfer

Michael Müller, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats der thinXXS Microtechnology AG Report of the Supervisory Board of thinXXS Microtechnology AG
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2018 mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat sich dabei eingehend mit der Lage der Gesellschaft befasst, den Vorstand beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand und Aufsichtsrat war stets vertrauensvoll, konstruktiv, sachgerecht, kollegial und effizient. In the business year 2018, the Supervisory Board performed with great diligence the duties assigned to it by the law and the articles of association. The Supervisory Board reviewed in detail the situation of the Company, advised the Management Board and monitored its activities. The cooperation between the Management Board and the Supervisory Board was always trusting, constructive, appropriate, cooperative and efficient.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat entsprechend seiner Vorgaben regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen im Hinblick auf Strategie, Planung und Geschäftsentwicklung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats, insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, standen in Kontakt mit dem Vorstand. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat über die aktuellen Entwicklungen der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle jeweils zeitnah informiert. The Management Board informed the Supervisory Board in accordance with its guidelines regularly, timely and comprehensively about all company-related issues of strategy, planning, and business development. The members of the Supervisory Board, in particular the Chairman of the Supervisory Board and the Deputy Chairman of the Supervisory Board, were in contact with the Management Board. Thus, the Supervisory Board was informed about current developments of the Company's business and all significant business transactions in a timely manner.
Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands Members of the Supervisory Board and the Management Board
Im Aufsichtsrat gab es im Geschäftsjahr 2018 keine Veränderungen. Damit gehörten dem Aufsichtsrat weiterhin Herr Gustavo Salem (Vorsitzender), Herr Uwe Kirchner (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Brian Werner an. There have not been any changes in the Supervisory Board in the business year 2018. Therefore, the members of the Supervisory Board still were Mr. Gustavo Salem (Chairman), Mr. Uwe Kirchner (Deputy Chairman) and Mr. Brian Werner.
Nach dem Geschäftsjahr 2018 gab es weitere Veränderungen im Aufsichtsrat. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Februar 2019 wurde Herr Gustavo Salem als Mitglied des Aufsichtsrats abberufen und Herr Marc Uleman als Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Herr Marc Ulemann wurde in der Sitzung des Aufsichtsrats am 13. Februar 2019 zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2019 wurde Herr Brian Werner als Mitglied des Aufsichtsrats abberufen und Herr Bruce Manning als Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. After the business year 2018, there were further changes in the Supervisory Board. On 12 February 2019, the General Meeting passed a resolution on the removal of Mr. Gustavo Salem as Supervisory Board member and elected Mr. Marc Ulemann as new Supervisory Board member. Mr. Marc Uleman was elected as new Chairman of the Supervisor Board at the Supervisory Board meeting on 13 February 2019. On 31 May 2019, the General Meeting passed a resolution on the removal of Mr. Brian Werner as Supervisor Board member and elected Mr. Bruce Manning as new Supervisor Board member.
Die Zusammensetzung des Vorstands hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 geändert. Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 Herr Dr. Lutz Weber, Frau Praptike Raina und Herr Joseph Rytell an. Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 23. August 2018 wurde Frau Praptike Raina als Mitglied des Vorstands abberufen und Herr Edward M. Anderson zum neuen Vorstandsmitglied bestellt. The members of the Management Board have changes in the course of the business year 2018. At the beginning of the business year 2018, Dr. Lutz Weber, Ms. Praptike Raina and Mr. Joseph Rytell were the members of the Management Board. On 23 August 2018, the Supervisory Board passed a resolution on the removal of Ms. Praptike Raina as Management Board member and the appointment of Mr. Edward M. Anderson as Management Board member.
Jahresabschlussprüfung Audit of the annual financial statements
Mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2018 wurde die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, beauftragt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der thinXXS Microtechnology AG für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, was instructed to perform the audit of the annual financial statements 2018. The auditor audited the annual financial statements and the management report of thinXXS Microtechnology AG for the business year 2018 in accordance with the German Commercial Code and issued an unqualified auditor's opinion.
Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht lagen allen Aufsichtsratsmitglieder rechtzeitig vor und wurden in der Bilanzsitzung am 17. April 2020 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Die Aufsichtsratsmitglieder haben sich darüber hinaus zusammen mit dem Vorstand intensiv mit den Jahresabschlussunterlagen befasst. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Lagebericht der thinXXS Microtechnology AG in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers und seiner mündlichen Erläuterungen eingehend erörtert und geprüft. Auf diese Weise konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfung überzeugen. Der Aufsichtsrat erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht der thinXXS Microtechnology AG. The documents of the financial statements and the audit report were submitted to all Supervisory Board members in good time and were comprehensively reviewed at the Supervisory Board meeting concerning the financial statements on 17 April 2020 in the presence of the auditor. The auditor reported on the scope, focal points and main findings of his audit. In addition, the Supervisory Board members intensively discussed the annual financial statements together with the Management Board. The Supervisory Board discussed and examined the annual financial statements and management report of thinXXS Microtechnology AG in detail, having noted and duly considered the report of the auditor and his oral explanations. In this way, the Supervisory Board was able to verify the proper conduct of the audit. The Supervisory Board had, on the basis of the final results of its own examination, no objections against the annual financial statements and the management report of thinXXS Microtechnology AG.
Dem Aufsichtsrat lagen keine Informationen über die Befangenheit des Abschlussprüfers vor. The Supervisory Board did not encounter any circumstances giving reason to doubt the auditor's impartiality.
Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen und billigte den von dem Vorstand aufgestellten Jahresabschluss nebst Lagebericht der thinXXS Microtechnology AG für das Geschäftsjahr 2018 in der vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Fassung. Der Jahresabschluss nebst Lagebericht der thinXXS Microtechnology AG für das Geschäftsjahr 2018 ist damit festgestellt. The Supervisory Board acknowledged and agreed to the results of the audit and agreed to the annual financial statements and management report of thinXXS Microtechnology AG for the business year 2018, in the version prepared by the Management Board and as audited and provided with an unqualified auditor's opinion by the auditor. The annual financial statements and management report of thinXXS Microtechnology AG for the business year 2018 are therewith approved.
Der vom Vorstand vorgelegte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018, der mit der Erklärung des Vorstands gemäß §312 Abs. 3 AktG abschließt, wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem folgenden Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2018 und den diesbezüglichen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und keine Einwendungen gegen diese Berichte erhoben. The report provided by the Management Board on the relations to affiliated enterprises for the period starting on 1 January 2018 and ending on 31 December 2018, which concludes with the declaration of the Management Board pursuant to Section 312 para. 3 of the German Stock Corporation Act, has also been audited by the auditor and has been provided with the following auditor's opinion: "On the basis of our due audit and assessment, we confirm that 1. the factual information of the report are correct, and 2. the performance of the company for the legal transactions reflected in the report was not excessive. The Supervisory Board examined the Management Board's report on the relations to affiliated companies for the fiscal year 2018 and the related auditor's report and did not raise any objections against these reports.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit und das Engagement im vergangenen Jahr. The Supervisory Board would like to thank the Management Board and all employees for their work and commitment in the past year.

Für den Aufsichtsrat / For the Supervisory Board

 

Sassenheim, Niederlande, 17. April 2020

Marc Uleman, Vorsitzender des Aufsichtsrats / Chairman of the Supervisory Board

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