Rennert
GmbH
Seßlach
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Wirtschaftsbericht (§ 289 Abs. 1 HGB)
1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
1.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) war die
Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft mit Blick auf
die diversen Krisen bemerkenswert. Das Wachstum der globalen
Konjunktur war aber dennoch durch den andauernden Krieg in
der Ukraine, die aufgrund der weiterhin hohen Inflation
restriktive Geldpolitik der Notenbanken sowie Wetterextreme
erheblich belastet.
Gemäß Eurostat stieg das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 unter diesen Gegebenheiten
sowohl im Euroraum als auch in der Europäischen Union
nur noch um jeweils 0,4%, nach jeweils 3,4% im Jahr zuvor.
Auf die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland
wirkten sich neben dem andauernden Krieg in der Ukraine vor
allem das weiterhin hohe Preisniveau sowie die sich in Folge
steigender Zinsen verschlechterten Finanzierungsbedingungen
konjunkturdämpfend aus.
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank vor diesem
Hintergrund laut Statistischem Bundesamt preisbereinigt um
0,3% gegenüber dem Vorjahr.
Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Dezember 2023 im
Vergleich zum Vorjahr um 183.000 auf 2.637.000 Menschen
erhöht. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von
5,7%. Der Arbeitsmarkt wurde dabei nach wie vor durch den
Einsatz von Kurzarbeit gestützt.
In Deutschland betrug die Inflation 2023 - vor allem
bedingt durch die weiterhin hohen Energiekosten sowie den
sich fortsetzenden Anstieg bei den Lebensmittelpreisen -
5,9%.
Der Einkaufsmanagerindex (EMI) des verarbeitenden
Gewerbes sank von 47,3 zu Beginn des Jahres 2023 auf 43,3 zum
Ende des Jahres 2023.
Der ifo-Geschäftsklimaindex nahm ebenfalls ab und
sank von 90,0 im Januar 2023 auf 86,3 im Dezember 2023.
In seinem jüngsten World Economic
Outlook hat der IWF die Wachstumsprognosen
gegenüber seiner letzten Schätzung aus dem Januar
2024 minimal angepasst. Es wird erwartet, dass die weltweite
Wirtschaftsleistung 2024 und 2025 jeweils um 3,2 Prozent
wachsen dürfte und damit um 0,1 Prozentpunkte mehr
für 2024 als noch im Januar 2024 prognostiziert.
Für Deutschland hat der IWF seine Prognose aus dem
Januar 2024 demgegenüber nochmals um 0,3
Prozentpunkte nach unten revidiert. Ursächlich
hierfür ist laut IWF, dass Deutschland zum einen als
Exportnation stärker unter einem insgesamt schwachen
Welthandel zu leiden habe und zum anderen im globalen
Wettbewerb mit hohen Energiepreisen zu kämpfen hat. Der
IWF rechnet für Deutschland daher nur noch mit einem
leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung gegenüber dem
Vorjahr um 0,2 Prozent, gefolgt von einem Wachstum von 1,3
Prozent im Jahr 2025.
Der Frühjahrs-Prognose 2024 der Europäischen
Kommission zufolge wird erwartet, dass das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums und der
Europäischen Union im Jahr 2024 um 0,8% bzw. 1,0% und im
Jahr 2025 um 1,4% bzw. 1,6% wachsen wird. Die Konjunktur in
Deutschland dürfte nach Einschätzung der
Brüsseler Behörde stagnieren, da sich zum einen die
Binnennachfrage nur langsam erholt und zum anderen anhaltend
hohe Finanzierungskosten das Investitionsklima belasten. Mit
einem erwarteten Miniwachstum von 0,1% für 2024 bzw.
1,0% im darauffolgenden Jahr dürfte Deutschland zu den
Schlusslichtern in der Eurozone gehören.
Diese Einschätzung der Europäischen
Kommission für Deutschland wird weitestgehend auch vom
Sachverständigenrat der Bundesregierung in seinem
Frühjahrsgutachten 2024 geteilt, der ein nahezu
identisches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2% im
Jahr 2024 bzw. 0,9% im Jahr 2025 erwartet.
Wie seine Wachstumsprognose revidierte der IWF auch
seine globale Inflationsprognose für 2024 und 2025. Er
erwartet nunmehr eine Inflation von 5,9% bzw. 4,5% und damit
jeweils 0,1 Prozentpunkte mehr als noch in seinem
Januar-Update 2024.
Für Deutschland rechnet das ifo-Institut in den
Jahren 2024 und 2025 mit einer Inflation von 2,3 bzw. 1,6
Prozent.
Da der Verlauf des Ukraine-Krieges - abgesehen von
weiteren politischen Spannungsfeldern wie dem Konflikt
zwischen China und den USA, zuletzt verschärft durch
protektionistische Zölle - und die damit verbundenen
wirtschafts- und geopolitischen Entscheidungen bzw.
Folgewirkungen wie eine drohende geoökonomische
Fragmentierung nur schwer abzuschätzen sind, ist ein
Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf mit
erheblichen Unsicherheiten belastet.
1.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen
Der das Geschäftsklima der deutschen
Logistikwirtschaft widerspiegelnde ifo-Logistikindikator der
Bundesvereinigung Logistik (BVL) notierte Ende April 2024 bei
knapp 84,0 Punkten. Trotz der gegenüber dem Jahresende
2023 leicht verbesserten Tendenz spiegelt sich darin nach wie
vor die Skepsis hinsichtlich der künftigen
Branchenentwicklung wider. Belastend wirken sich neben
Streiks und der Schrumpfung der Wertschöpfung in der
Industrie, vor allem der die Energiesicherheit negativ
beeinflussende, weiter andauernde Ukraine-Krieg, aber auch
neu aufflammende Konflikte wie die Angriffe der
Huthi-Rebellen auf internationale Schifffahrtswege aus.
Die einerseits dadurch bedingten Sanktionen gegen
Russland, gepaart mit sprunghaft ansteigenden Energie- und
Nahrungsmittelpreisen sowie die andererseits dadurch erneut
aufflammenden Lieferengpässe spiegeln sich in einem
mittlerweile zwar verlangsamten, aber dennoch fortgesetzten
Anstieg der Verbraucherpreise wider. Dem mit der Inflation
einhergehenden Kaufkraftverlust versuchen die Notenbanken mit
einer adäquaten Zinspolitik zu begegnen, die
gleichzeitig darauf achtet, möglichst keine Rezession
auszulösen.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung am Logistikmarkt
spielt für die Geschäfte der Rennert GmbH
allerdings eine untergeordnete Rolle, da wir
ausschließlich das Segment Schüttgutverkehre
bearbeiten. Darüber hinaus decken wir in einer
Marktnische nur einen kleinen Bereich des europäischen
und des deutschen Marktes ab.
1.2 Grundlagen des Unternehmens
Die 1990 gegründete Firma Rennert GmbH ist seit
2013 eine 100%-ige Tochtergesellschaft von Firma Rennert
Besitzgesellschaft mbH, mit der seitdem eine kapitalistische
Betriebsaufspaltung aufgrund des im Wege von Leasing-, Miet-
und Pachtverträgen überlassenen Fuhrparks nebst
Lagereinrichtungen und sonstiger Betriebsausstattung besteht.
Das Leistungsspektrum von Firma Rennert GmbH erstreckt
sich neben dem klassischen Transport- und
Speditionsgeschäft auch auf Logistikdienstleistungen
sowie den Agrarhandel. Firma Rennert konzentriert sich
hierbei umfassend auf das Nischensegment
"Schüttgüter" und hat vor wenigen Jahren
hierfür einen speziell darauf ausgerichteten
Lagerstandort in Eisfeld in unmittelbarer Nähe zur
Autobahn geschaffen.
Insbesondere aufgrund des Geschäftsfeldes
"Agrarhandel" und den damit verbundenen (umwelt-)rechtlichen,
politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen
Anforderungen und Herausforderungen sieht sich Firma Rennert
GmbH einem Geschäftsmodell der Nachhaltigkeit und
Stabilität verpflichtet und richtet danach ihre
Geschäftsführung aus.
1.3 Darstellung und Analyse des
Geschäftsverlaufs
Nachdem sich die Speditionsbranche gerade wieder von
der Corona-Pandemie zu erholen begann, stiegen die
Belastungen durch geopolitische Einflüsse und der damit
verbundenen Volatilität der Dieselpreise in einem
bislang ungeahnten und hinsichtlich der weiteren Entwicklung
nur sehr schwer einzuschätzenden Ausmaß.
Unsere Kapazitäten waren jedoch mit Ausnahme
einiger weniger Fälle weitestgehend ausgelastet,
wobei Preissteigerungen auf der Kostenseite vor dem
Hintergrund der allgemein steigenden Inflation
größtenteils - wenn auch mit einer leichten
zeitlichen Verzögerung - weitergegeben werden konnten.
Die Rennert GmbH hat aufgrund der unsicheren
Zukunftsaussichten ihre Kapazitäten nicht angehoben,
sondern die reine Frachtführertätigkeit leicht
reduziert und sich stattdessen sehr erfolgreich weiter auf
den Ausbau des nationalen und internationalen Handels mit
Frachten konzentriert.
Für unsere Verkehre nach Osteuropa konnten einige
neue Frachtführer gewonnen werden. Die Ausweitung der
Speditionstätigkeit unter Einsatz fremder Fahrzeuge
bleibt weiterhin ein Fokus unseres Handelns.
Im Bereich des speditionellen Handels konnten
Zuwächse durch den Aufbau neuer nationaler und
internationaler Geschäftsbeziehungen realisiert werden.
Hier sehen wir für 2024 noch weiteres
Wachstumspotenzial, wenn auch mit einer geringeren Dynamik
als während des Berichtsjahres.
Insgesamt konnten wir durch die breite Ausrichtung im
internationalen Verkehr und Handel mit Ladungen für die
große Anzahl unserer Direktkunden dieses Jahr erneut
positiv abschließen.
Der Agrarbereich entwickelte sich umsatz- und
mengenmäßig gegenüber dem Vorjahr
rückläufig. Wetterbedingt war die Andienung aus den
Vertragsbrauereien eher verhalten. Insofern wurde bei etwas
niedrigeren Absatzmengen in diesem Segment ein gegenüber
dem Vorjahr leicht geringerer Ergebnisbeitrag erzielt. Der
Absatz der anderen Handelsprodukte gestaltete sich schwierig,
da durch die Witterung Futterüberschüsse bei Kunden
entstanden sind, welche die Nachfrage nach zusätzlichen
Futtermitteln reduzierten.
Aufgrund des ebenfalls für unsere
landwirtschaftlichen Kunden bestehenden Preisdrucks konnten
die höheren Einkaufspreise aber nur zum Teil auf dem
Absatzmarkt weitergegeben werden.
1.4 Darstellung der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage
1.4.1 Ertragslage
Das Geschäft im Agrarhandel entwickelte sich im
Vergleich zum Vorjahr rückläufig.
Trotz etwas geringerer Beschäftigtenzahl
erhöhten sich die Personalaufwendungen aufgrund der
angespannten Situation am Fahrermarkt leicht. Die
Personalaufwandsquote stieg trotz der weiter vorangetriebenen
Expansion der weniger personalintensiven
Speditionstätigkeit ebenfalls geringfügig von 13,5%
im Vorjahr auf nunmehr 13,7%.
Wie in den Vorjahren wurde das Transportgeschäft
wesentlich durch die Treibstoffkosten und Mautgebühren
beeinflusst. Bei gegenüber dem Vorjahr nahezu
unveränderten Aufwendungen für Mautgebühren
wirkte sich vor allem die zweitweise Entspannung beim
Dieselpreis positiv auf die Fahrzeugkosten und damit die
Marge im Speditionsbereich aus.
Die Aufwendungen für den Einkauf von
Agrarprodukten legten im Zuge leichter Verschiebungen
zwischen den einzelnen Produktgruppen gegenüber dem
Vorjahr weiter zu, sodass die in diesem Segment erzielte
Marge etwas niedriger ausfiel. Der Agrarhandel lieferte -
wenn auch in etwas geringerem Umfang - auch dieses Jahr
wieder einen wichtigen Ergebnisbeitrag.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die
Gesellschaft ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von TEUR 1.836,0 und
liegt damit um 27,4 % über dem Vorjahreswert in
Höhe von TEUR 1.441,4.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
ist gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR
1.358,2 gestiegen und beläuft sich nunmehr auf TEUR
1.768,9.
Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum
Vorjahr um TEUR 378,4 oder 42,8% auf nunmehr TEUR 1.262,6
erhöht. Ursächlich hierfür war neben der
deutlich positiven Entwicklung des Frachthandels und der
Ausweitung der Lagerhaltungstätigkeit am Standort
Eisfeld vor allem die zeitweise Entspannung beim Dieselpreis.
Die Umsatzrendite hat sich gegenüber dem Vorjahr
von 2,1% auf 3,0% verbessert.
Die Eigenkapitalrendite beträgt nach 12,8% im
Vorjahr 15,5% für das Berichtsjahr.
1.4.2 Finanzlage
Der Bestand an liquiden Mitteln ist von TEUR 3.986,2 im
Vorjahr auf TEUR 5.997,2 zum Bilanzstichtag des
Berichtsjahres gestiegen.
Der die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens
widerspiegelnde Cashflow aus der operativen
Geschäftstätigkeit hat sich nochmals deutlich
verbessert. Ursächlich hierfür war die Ausweitung
der Geschäftstätigkeit im speditionellen
Frachthandel.
Verbindlichkeiten werden fristgerecht beglichen, wobei
die Möglichkeiten zur Skontierung ausgenutzt werden.
Aus den im Rahmen der operativen
Geschäftstätigkeit erzielten
Zahlungsmittelzuflüssen ließen sich die
geringfügigen Nettoinvestitionen in die Betriebs- und
Geschäftsausstattung des Geschäftsjahres problemlos
finanzieren.
Bestehende Kreditlinien wurden im Geschäftsjahr
2023 nicht in Anspruch genommen.
Die Finanzlage der Berichtsgesellschaft ist damit
unverändert stabil und solide.
1.4.3 Vermögenslage und Investitionen
Die Bilanzsumme ist aufgrund der Ausweitung der
Geschäftstätigkeit, insbesondere im speditionellen
Frachthandel, und dem damit einhergehenden Anstieg der
Bankguthaben von TEUR 13.893,9 im Vorjahr um ca. 10,2% auf
nunmehr TEUR 15.315,4 gestiegen.
Das Vermögen ist zu ca. 1,0% in
Anlagevermögen und zu ca. 99,0% in kurzfristigem
Vermögen strukturiert und hat sich damit gegenüber
dem Vorjahr nur unwesentlich verändert.
Die Ursache dieser extrem niedrigen
Anlagenintensität ist in der zwischenzeitlich
vollständig umgesetzten Veränderung der
Beschaffungsstrukturen zu sehen, im Rahmen derer der Fuhrpark
ausschließlich von Firma Rennert Besitzgesellschaft
mbH, der Muttergesellschaft der Berichtsgesellschaft,
erworben und der Berichtsgesellschaft entgeltlich zur Nutzung
überlassen wird.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen
mit TEUR 3.763,8 deutlich über den Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen mit TEUR 2.660,3.
Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten eine
Kontokorrentkreditforderung gegenüber der
Muttergesellschaft, Firma Rennert Besitzgesellschaft mbH, in
Höhe von TEUR 4.094,2, was im Wesentlichen mit der
Finanzierung des Fuhrparks aufgrund der Verlagerung der
Beschaffungsaktivitäten zusammenhängt.
Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf
TEUR 8.163,7. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des guten
Jahresergebnisses trotz erhöhter Bilanzsumme im
Vergleich zum Vorjahr gestiegen und beträgt zum
Bilanzstichtag 53,3% gegenüber 49,6% ein Jahr zuvor.
Während die Pensionsrückstellungen (ohne
Verrechnung mit Deckungsvermögen) um TEUR 134,9
zugenommen haben, belaufen sich die sonstigen
Rückstellungen auf TEUR 591,0 und damit auf einem
gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Niveau.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
bestehen weder in Form von Bankdarlehen noch der
Inanspruchnahme von Kreditlinien.
1.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der
Gesellschaft
Die solide Geschäftspolitik führte trotz der
erheblichen Beeinträchtigungen durch die Nachwirkungen
der Corona-Pandemie sowie den fortwährenden
Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges zu einer
zufriedenstellenden Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage,
die sich in einem gegenüber dem Vorjahr nochmals
gestiegenen Jahresergebnis widerspiegelt. Dies gilt umso mehr
als die Entwicklung wesentlich durch die exorbitanten
Schwankungen des Dieselpreises beeinflusst wurde.
2 Risiko- und Chancenbericht (§ 289 Abs. 1 S. 4, Abs.
2 Nr. 1 HGB)
2.1 Risikobericht
2.1.1 Risikomanagement
Unser Risikomanagement hat zum Ziel, den
wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft sicherzustellen
und etwaige ergebnisbeeinträchtigende Tatsachen oder
bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu
erkennen, um angemessen darauf reagieren zu können.
Zur Identifikation, Analyse, Bewertung und Steuerung
potentieller Risiken erfolgt eine kontinuierliche
bereichsbezogene Überwachung, bspw. durch Auswertung von
Plan-Ist-Abweichungen durch die Geschäftsführung
sowie die Bereichsleiter. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse
dienen der stetigen Fortentwicklung eines entsprechenden
Maßnahmenkatalogs sowie der Verbesserung der
eingesetzten Kontroll- und Steuerungsmechanismen zur
Reduzierung bzw. vollständigen Vermeidung dieser
Risiken.
Vor dem Hintergrund unserer finanziellen
Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung
der künftigen Risiken gut gerüstet. Allen bekannten
Risiken wurde nach heutigem Kenntnisstand durch entsprechende
Rückstellungen ausreichend Rechnung getragen.
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens
gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
2.1.2 Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die OECD ging in ihrem Zwischenbericht vom Februar 2024
davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2024
um preis- und kaufkraftbereinigte 2,9% wachsen werde.
Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass das BIP-Wachstum
3,0% erreicht, sofern sich die Financial Conditions infolge
eines Rückgangs der Inflation verbessern und steigende
Realeinkommen zu einer Belebung der Wirtschaftsleistung
führen. Mit dieser Einschätzung ist die OECD
dennoch etwas pessimistischer als der IWF. Ursächlich
hierfür sind vor allem geopolitische Unsicherheiten wie
der Konflikt im Nahen Osten oder die Angriffe auf Schiffe im
Roten Meer und die damit verbundenen Risiken für die
Energiemärkte und Lieferketten.
Daneben dürfen aber auch fiskalische
Herausforderungen bedingt durch immer weiter steigende
Schuldenlasten nicht aus dem Blickfeld der
Regierungsverantwortlichen, allen voran den USA und China,
verloren gehen.
Besondere Aufmerksamkeit ist deshalb der Geldpolitik
der Notenbanken zu widmen, die zwischen
Inflationsbekämpfung einerseits und
Konjunktur-/Arbeitsmarktentwicklung andererseits
abzuwägen hat, ohne dabei die Verschuldung der Staaten
aus dem Auge zu verlieren.
Darüber hinaus geben auch die jüngsten
Verwerfungen im chinesischen Immobiliensektor Anlass zur
Sorge und wecken Erinnerungen an die Subprimekrise 2008.
Inwieweit es durch die Rettungsmaßnahmen der
chinesischen Regierung zu Verwerfungen an den Anleihe- und
Devisenmärkten kommt, bleibt abzuwarten.
Aufgrund unzähliger, derzeit nicht
abschätzbarer Einflussfaktoren, wie z.B. weiteren
Sanktionspaketen gegen Russland, Wirtschaftsembargos,
Störungen in der Grundversorgung (Nahrungsmittel,
Energie, Chips), geoökonomischen Fragmentierungen und
neuen Währungsräumen, politischen Blockbildungen,
einem wieder anwachsenden Flüchtlingsstrom nach Europa,
erhöhten Militärausgaben, protektionistischen
Maßnahmen etc., bleibt die Einschätzung der
weiteren wirtschaftlichen Entwicklung von erheblicher
Ungewissheit geprägt.
Für Deutschland geht die OECD deshalb in den
Jahren 2024 und 2025 von einem Wirtschaftswachstum von nur
noch 0,3% bzw. 1,1% aus.
Die bestehende Unsicherheit spiegelt sich auch in den
Einschätzungen der Wirtschaftsweisen wider: Laut
aktueller Konjunkturprognose wird nur noch ein leichtes
Wachstum von 0,2% nach zuvor noch 0,5% erwartet.
Auch wenn allgemein davon ausgegangen wird, dass die
Europäische Zentralbank keine weiteren Zinsanhebungen
vornehmen wird, dürfte aber dennoch der Spielraum
für Zinssenkungen aufgrund der aktuellen
Tarifabschlüsse im ersten Quartal 2024 sowie der
Entwicklung der Lohnstückkosten eingeschränkt sein.
Die sich aus vorstehenden Faktoren ergebende
Unsicherheit schlägt sich in einer erheblichen
Volatiliät der Dieselpreise und damit letztlich auch der
Margen im Speditionsgeschäft nieder. Der allgemeine
Preisdruck in der Branche und die künftig nur bedingten
Möglichkeiten zur Weitergabe von Kostensteigerungen an
die Kunden dürften einen erheblichen Druck auf die
erzielbaren Margen erzeugen.
2.1.3 Branchenspezifische Risiken (Wettbewerbsrisiken)
Das Marktumfeld in der Speditions- und Logistikbranche
ist durch eine hohe Wettbewerbsintensität aufgrund einer
Vielzahl von Anbietern mit geringen Marktanteilen sowie
Wettbewerbern aus Ländern mit niedrigen Lohn- und
Kostenniveaus geprägt. Dieser Situation wird durch
Größen- und Effizienzvorteile, aber auch der
Konzentration auf Nischenbereiche, die ein spezielles
Know-How voraussetzen, begegnet.
Als Konsequenz aus der Wettbewerbssituation setzt die
Geschäftsleitung weiterhin auf ein selektives, auf den
internationalen Transportbereich konzentriertes Wachstum und
auf verstärkte Vertriebsaktivitäten.
Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch den
zunehmenden Preisdruck osteuropäischer Anbieter, werden
wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation,
Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität
begegnen.
2.1.4 Unternehmensspezifische Risiken
Neuausschreibungen von Bestandskunden oder die
Verlängerung bestehender Verträge zu reduzierten
Preisen stellen ein permanentes Risiko für unser
Unternehmen dar. Mittels (kunden-)individueller, innovativer
und effizienter Lösungen sowie einem strengen
Qualitätsmanagement, das die Erfüllung der stetig
steigenden Kundenansprüche sicherstellt, erzeugen wir -
bspw. auch mit dem Know-How als einem ausgewiesenen
Spezialisten im Schüttgütertransport - eine enge
Kundenbindung an unser Unternehmen.
2.1.5 Absatzmarktbezogene Risiken
Kundenabhängigkeiten sind ein ständiges
Risiko, insbesondere für einfache, leicht ersetzbare
Dienstleistungen.
Konsequentes Management der Kundenbeziehungen zur
Steigerung der Kundenzufriedenheit und damit der
Kundenbindung einerseits sowie der Auf- und Ausbau mittel-
bis langfristiger vertraglicher Beziehungen andererseits
sollen neben der Erweiterung eines nach unterschiedlichen
Aspekten, wie Branchen, Größe oder Region,
diversifizierten Kundenportfolios der Abhängigkeit von
einzelnen Kunden entgegenwirken. Bspw. wurden auslaufende
Lagerverträge ohne hohen Lagerumschlag durch solche mit
weit höherer Umschlagshäufigkeit der
Lagerbestände ersetzt, um auf diese Weise
zusätzliche Umsatzerlöse mit
Lagerhaltungstätigkeiten zu generieren.
2.1.6 Beschaffungsmarktbezogene Risiken
Einen großen Unsicherheitsfaktor bildet - wie
bereits in den vergangenen Geschäftsjahren -
insbesondere die Entwicklung am Treibstoffmarkt, da hier
neben Spekulationsbewegungen aktuell vor allem
(welt-)politische Einflussfaktoren, wie die Ukraine-Thematik
oder der Konflikt im Nahen Osten, gefolgt von sich
verschärfenden Spannungen zwischen diversen politischen
Machtblöcken, zunehmen, die in ihren zeitlichen,
geographischen und wirtschaftlichen Folgewirkungen nicht
abschätzbar sind.
Darüber hinaus tritt der wachsende, durch den
demographischen Wandel zusätzlich verstärkte Mangel
an qualifizierten LKW-Fahrern immer stärker in Form
personeller Engpässe zu Tage und macht sich immer
deutlicher negativ bemerkbar, da hieraus ein erheblicher
Druck auf die Lohnkosten resultiert. Der Nachfragesituation
nach qualifizierten Arbeitskräften begegnet das
Unternehmen mit marktgerechten Vergütungsstrukturen
sowie darüberhinausgehenden Incentives.
Spitzenauslastungen der Kapazitäten wird durch
Einsatz von Subunternehmern entgegengewirkt.
Die Umlage der trotz fiskalpolitischer Maßnahmen
weiter hohen Treibstoffpreise und Lohnkosten über die
Frachtpreise und die Weitergabe der Mautgebühren
dürfte sich im aktuellen Konjunkturumfeld allerdings nur
zunehmend schwer umsetzen lassen, was eine verstärkte
Fokussierung der Geschäftsführung auf
Prozessoptimierungen - bspw. in Form der Steuerung von
Tankstopps in Ländern mit niedrigeren Dieselpreisen -
erfordert.
Das Agrargeschäft unterliegt traditionell der
Witterung - sowohl im Handel als auch im Transport in der
Agrarsparte. Im Handel insoweit, als dass bei guter
Futterversorgung landwirtschaftliche Kunden tendenziell
weniger Futter zukaufen und somit bei gleichbleibender
Andienung von verderblichem Futter aus der
Lebensmittelindustrie Angebotsdruck entstehen kann. Im
Transport deshalb, weil die geernteten Mengen an
Feldfrüchten und Obst, je nach Qualitäten und
Erntemengen, quer durch Europa transportiert werden
müssen. In einem Jahr kann dies von West nach Ost sein,
in einem späteren Jahr wieder von Ost nach West.
Weiterhin beeinflusst die Wetterlage im Winter sowohl das
Lagergeschäft mit Streusalz wie auch den
Streckentransport.
2.1.7 Politische und rechtliche Risiken
Die Änderung rechtlicher Rahmenbedingungen bspw.
aufgrund (umweltschutz-)politischer Maßnahmen betrifft
die Speditions- und Logistikbranche insgesamt, sodass hierin
keine spezifischen Risiken für das Unternehmen gesehen
werden. Gleiches gilt für weitere regulatorische
Bestrebungen bspw. in Form von Fahrverboten für
bestimmte Fahrzeugklassen.
Rechtsstreitigkeiten, aus denen die Gesellschaft in
Anspruch genommen werden könnte, sind derzeit nicht
anhängig.
2.1.8 Finanzielle Risiken
Ein stringentes, aktives Debitorenmanagement lässt
frühzeitig Risiken erkennen. Bestandskunden werden
über Abfragen bei Rating-Agenturen fortlaufend
überwacht. Neukunden werden vor der Aufnahme von
Geschäftsbeziehungen hinsichtlich ihrer Bonität
geprüft.
Die konsequente Verfolgung dieses Ansatzes findet seine
Bestätigung darin, dass im Berichtsjahr nahezu keine
Forderungsausfälle zu verzeichnen waren.
Das aus den schnellen, inflationsbedingten
Zinsanhebungen resultierende Zinsänderungsrisiko wird
aufgrund der Verschuldungsgrade der Staaten, der Unternehmen
und der Privathaushalte weltweit, vor allem aber der
Eurozone, als ein erheblicher Belastungsfaktor der
künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angesehen.
Gleichwohl ist Firma Rennert GmbH aufgrund ihrer
Kapitalstruktur von dem isoliert betrachteten
Zinsänderungsrisiko nicht direkt betroffen. Aufgrund der
sich hartnäckig haltenden Kerninflation ist aber damit
zu rechnen, dass die EZB ihren derzeitigen Kurs
fortführen dürfte, dessen Auswirkungen sich erst
zeitversetzt in der Realwirtschaft niederschlagen werden.
Finanzielle Risiken werden darüber hinaus durch
eine gute und solide, betraglich von Jahr zu Jahr deutlich
gestiegene Eigenkapitalausstattung begrenzt.
Zur Absicherung der finanziellen Folgen von
Haftungsrisiken und Schadensfällen wurden Versicherungen
abgeschlossen. Aufträge unterliegen
größtenteils den Allgemeinen Deutschen
Spediteurbedingungen, die entsprechende
Haftungsbeschränkungen vorsehen.
2.1.9 IT-Risiken
IT-Risiken, wie bspw. denen aufgrund von Cyberattacken,
begegnet das Unternehmen durch die konsequente Anwendung und
kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheitsprozesse.
Hierzu gehören u.a. der Einsatz neuester Hard- und
(Sicherheits-)Software oder auch ein gezieltes
Back-up-Management.
2.2 Chancenbericht
Im Rahmen des Chancenmanagements werden konkrete
geschäftsspezifische Chancen abgeleitet, analysiert und
bewertet, um diese zielorientiert auszuschöpfen und so
den Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu fördern.
2.2.1 Wettbewerb
Obwohl kurzfristig mit einem erheblichen Margendruck zu
rechnen sein dürfte, ist mittel- bis lanfgristig davon
auszugehen, dass eine Reihe von Speditions- und
Transportunternehmen die Nachwirkungen der Corona-Pandemie
und die Belastungen durch den Ukraine-Krieg nicht
überstehen werden. In der Folge dürfte es aufgrund
zu erwartender Insolvenzen zu einer Konsolidierung in der
Logistikbranche und einer Verknappung der Kapazitäten
kommen. Ein geringeres Angebot sollte aber künftig die
Durchsetzung höherer Preise begünstigen.
Zugleich sollte sich die Nachfrage nach LKW-Fahrern
aufgrund steigender Arbeitslosigkeit als Folge von
Unternehmensinsolvenzen entspannen, sodass der Kostendruck
nicht weiter zunehmen sollte.
2.2.2 Digitalisierung
Die Transport- und Logistikbranche profitiert von der
Digitalisierung von Prozessen und dem Einsatz
künstlicher Intelligenz vor allem durch effizientere
Logistikabläufe: Die zunehmende Vernetzung kann
Ineffizienzen wie Leerfahrten deutlich vermindern und so
einen Wettbewerbsvorteil begründen.
2.2.3 Kundenorientierung und Qualitätsmanagement
Die konsequente Ausrichtung unserer Dienstleistungen an
den Kundenwünschen sowie die Verfolgung dieses
Bestrebens im Rahmen eines darauf ausgerichteten
Qualitätsmanagements in allen Bereichen dient der
Schaffung von Zuverlässigkeit in der Erbringung unserer
Dienstleistungen. Das dadurch begründete Vertrauen in
unser Unternehmen bildet die Grundlage zur Erhaltung
bestehender sowie dem Ausbau neuer Geschäftsbeziehungen.
2.3 Gesamtaussage
Firma Rennert GmbH sieht sich - so wie die gesamte
Wirtschaft und die Transport- und Logistikbranche als
Gradmesser der wirtschaftlichen Aktivitäten im
Besonderen - mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert.
Aufgrund der Verfolgung einer soliden
Geschäftspolitik sowie des konsequenten Risiko- und
Chancenmanagements bestehen dennoch aktuell keine den Bestand
des Unternehmens gefährdenden Risiken.
3 Prognosebericht (§ 289 Abs. 1 S. 4 HGB)
3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Aussagen zur gesamtwirtschaftlichen sowie branchen- und
unternehmensspezifischen Entwicklung sind mit erheblichen
Unsicherheiten belastet, da insbesondere die durch den
Ukraine-Krieg bzw. die sich daraus ergebenden Konsequenzen
(wie bspw. inflationäre Tendenzen) der jeweils dagegen
ergriffenen Maßnahmen (bspw. in Form von Sanktionen) in
ihrer Intensität, der geographischen Ausbreitung und
Dauer nach wie vor ungewiss sind.
Negative Auswirkungen auf das Investitions- und
Konsumklima dürften darüber hinaus die
geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken vor dem
Hintergrund der hohen Verschuldung von Staaten, Unternehmen
und Privathaushalten entfalten, sodass auch eine tiefere
Rezession derzeit nicht ausgeschlossen werden kann.
Die Politik in Deutschland hat - zu Lasten der
Staatsverschuldung - eine Vielzahl von Maßnahmen
ergriffen, um erst die Folgen der Corona-Pandemie und nunmehr
des Ukraine-Krieges abzufedern. Neben Steuerstundungen sowie
Sofort- und Überbrückungshilfen zählen hierzu
aktuell vor allem inflationsdämpfende Maßnahmen
wie der Strompreisdeckel oder die Gaspreisbremse. Die
aktuelle Energie- und Umweltschutzpolitik der amtierenden
Bundesregierung dürfte aber mit Auslaufen
diesbezüglicher Unterstützungsmaßnahmen
für viele Unternehmen und Bürger mit erheblichen
finanziellen Unsicherheiten verbunden sein, was sich negativ
auf das Investitions- bzw. Konsum- und Sparverhalten der
betroffenen Unternehmen bzw. Haushalte auswirken dürfte.
3.2 Branchen- und unternehmensspezifische Entwicklung
(insbes. Umsatz- und Ergebnisprognose)
Für das Geschäftsjahr 2024 wird im
Speditionsbereich als Folge der weltweit nach wie vor
reduzierten Handelstätigkeit ein leichter Rückgang
der Geschäftstätigkeit aufgrund der Belastungen
durch den Ukraine-Krieg, aber auch der Zinsentwicklung
aufgrund der nach wie vor über dem 2%-Ziel der EZB
liegenden Inflation erwartet. Umso wichtiger ist es, den
Fokus auf die Pflege bestehender Kundenkontakte zu legen, um
diese zu sichern und ggf. weiter ausbauen zu können.
Hierdurch sollte der Umsatz im Speditionsbereich auf dem
Niveau des Berichtsjahres gehalten werden können.
Vor diesem Hintergrund sind für die
Geschäftsjahre 2024 und 2025 keine Erweiterungen des
Fuhrparks geplant. Diese Investitionen werden seit Beginn des
Geschäftsjahres 2013 von Firma Rennert
Besitzgesellschaft mbH als Muttergesellschaft der
Berichtsgesellschaft getätigt und anschließend an
Firma Rennert GmbH als Betriebsgesellschaft zur entgeltlichen
Nutzung überlassen. Zugleich dürfte sich auch die
weiterhin hohe Volatilität der Dieselpreise belastend
auf das Ergebnis auswirken, da kurzfristige Preisanpassungen
gegenüber Kunden vor diesem Hintergrund nur teilweise
und auch nur zeitversetzt weitergegeben werden können.
Da die zu erwartenden Kostensteigerungen in den
vorgenannten Bereichen die angestrebten Umsatzziele
voraussichtlich kompensieren dürften, ist davon
auszugehen, dass sich das Ergebnis 2024 leicht unter dem
Niveau des Berichtsjahres bewegen dürfte.
Im Agrarbereich ist in den nächsten Jahren mit
niedrigeren Umsätzen und geringeren
Ergebnisbeiträgen zu rechnen. Zugleich werden auch im
Tierfutterbereich lediglich Ergebnisbeiträge auf dem
Niveau des Berichtsjahres erwartet.
4 Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB
4.1 Finanzinstrumente
Die Gesellschaft verwendet keine Finanzinstrumente,
für die sich der beizulegende Zeitwert nicht direkt aus
dem Preis an einem aktiven Markt ableiten lässt.
4.2 Forschung und Entwicklung
Der Bereich Forschung und Entwicklung ist für die
Gesellschaft nicht relevant.
4.3 Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine
Zweigniederlassungen.
Handelsbilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
154.086,77 |
184.274,27 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
26,50 |
26,50 |
| II.
Sachanlagen |
154.060,27 |
184.247,77 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2,00 |
2,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
17.843,50 |
23.490,50 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
136.214,77 |
160.755,27 |
| B.
Umlaufvermögen |
14.720.540,01 |
13.262.398,79 |
| I.
Vorräte |
532.149,22 |
568.420,50 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
8.191.204,49 |
8.707.792,73 |
| davon
gegen Gesellschafter |
4.226.530,56 |
4.492.270,14 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
5.997.186,30 |
3.986.185,56 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
70.037,83 |
60.765,36 |
| D.
Aktive latente Steuern |
370.709,40 |
386.422,07 |
| Aktiva |
15.315.374,01 |
13.893.860,49 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
8.163.741,09 |
6.901.150,85 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
31.000,00 |
31.000,00 |
| II.
Bilanzgewinn |
8.132.741,09 |
6.870.150,85 |
| davon
Gewinnvortrag |
6.870.150,85 |
5.985.995,73 |
| B.
Rückstellungen |
2.713.746,24 |
2.434.034,38 |
| C.
Verbindlichkeiten |
4.437.886,68 |
4.558.675,26 |
| davon
sonstige Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern |
1.251.294,90 |
1.250.203,01 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
4.437.886,68 |
4.558.675,26 |
| Passiva |
15.315.374,01 |
13.893.860,49 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
25.948.816,95 |
26.505.369,26 |
| 2.
Personalaufwand |
5.713.700,88 |
5.648.234,49 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.682.305,23 |
4.646.570,17 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.031.395,65 |
1.001.664,32 |
| davon
für Altersversorgung |
104.481,57 |
90.123,00 |
| 3.
Abschreibungen |
68.473,98 |
83.193,71 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
68.473,98 |
83.193,71 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
18.301.573,93 |
19.317.584,17 |
| davon
Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB |
10.468,00 |
10.468,00 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
31.915,88 |
28.302,44 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
127.584,01 |
102.750,22 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
102.354,13 |
102.354,13 |
| davon
Erträge aus Abzinsung |
327,64 |
128,39 |
| 7.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
94.814,59 |
120.123,30 |
| 8.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
27.724,00 |
101.916,00 |
| davon
sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus
Abzinsung |
27.517,00 |
101.916,00 |
| 9.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
541.584,19 |
383.133,43 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
|
45.366,10 |
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
15.712,67 |
|
| 10.
Ergebnis nach Steuern |
1.360.445,27 |
982.236,82 |
| 11.
sonstige Steuern |
97.855,03 |
98.081,70 |
| 12.
Jahresüberschuss |
1.262.590,24 |
884.155,12 |
| 13.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
6.870.150,85 |
5.985.995,73 |
| 14.
Bilanzgewinn |
8.132.741,09 |
6.870.150,85 |
Anhang
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Erstellung des Jahresabschlusses der Firma Rennert
GmbH erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches
sowie des GmbH-Gesetzes.
Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und
Verlustrechnung sowie den Anhang.
Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend der
Postenreihenfolge gemäß § 266 HGB.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte
nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275
Abs. 2 HGB.
Gesetzlich erforderliche Davon-Vermerke wurden - soweit
zulässig - in der Bilanz sowie der Gewinn- und
Verlustrechnung ausgewiesen.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Die Angaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB
stellen sich wie folgt dar:
| Firma laut
Registergericht: |
Rennert GmbH |
| Sitz laut
Registergericht: |
Seßlach |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Coburg |
| Register-Nr.: |
B 1655 |
Besondere Umstände, die dazu führen, dass der
Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Kapitalgesellschaft nicht vermittelt, liegen
nicht vor.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
a) Bilanzierungsgrundsätze
Der Jahresabschluss enthält sämtliche
Vermögensgegenstände, Schulden,
Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und
Erträge, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
In der Bilanz sind das Anlage- und das
Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die
Rechnungsabgrenzungsposten gesondert ausgewiesen und
hinreichend aufgegliedert.
Beim Anlagevermögen sind nur die Gegenstände
ausgewiesen, die bestimmt sind, dauernd dem
Geschäftsbetrieb zu dienen.
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller
übrigen Gläubiger entzogen sind und
ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus
Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren
langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden mit
diesen Schulden verrechnet. Grundsätzlich ist auch mit
den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der
Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen
entsprechend zu verfahren.
Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten
Ansatzmethoden wurden beibehalten, sofern dem nicht
gesetzliche (Neu-)Regelungen entgegenstanden.
Die Bilanzierungsverbote und -wahlrechte des § 248
HGB wurden beachtet.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wurden gemäß §
249 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. Art 28 Abs. 1 S. 1 EGHGB für
nach dem 31.12.1986 erworbene Anwartschaften auf Grund
unmittelbarer Zusagen des Unternehmens gebildet.
Für ausstehende Steuerschulden wurden
gemäß § 249 HGB Steuerrückstellungen
passiviert.
Sonstige Rückstellungen wurden für weitere
ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Ferner waren
Rückstellungen für Gewährleistungen zu bilden,
die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden.
Rückstellungen wurden nur insoweit aufgelöst,
als der Grund hierfür entfallen ist.
Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der
Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen,
soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem
Tag darstellten.
Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2
HGB wurde Gebrauch gemacht. Die sich ergebenden Steuerbe- und
die sich ergebenden Steuerentlastungen wurden dabei
miteinander verrechnet.
Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und
-entlastung wurden mit den voraussichtlichen
unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des
Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.
Der Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung
bilanzierter latenter Steuern wurde in der Gewinn- und
Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.
Außerdem werden die Veränderungen der
latenten Steuern im Laufe des Geschäftsjahres sowie die
latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres in den
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
dargestellt.
b) Bewertungsgrundsätze
aa) Allgemeine Bewertungsgrundsätze
Die Wertansätze der Bilanz zum 31.12.2022 wurden
unverändert per 01.01.2023 übernommen.
Bei der Bewertung war von der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit auszugehen, da dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstanden.
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind
zum Abschlussstichtag einzeln bewertet.
Es ist vorsichtig bewertet, namentlich sind alle
vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum
Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt,
selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem
Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekanntgeworden
sind. Gewinne sind nur berücksichtigt, wenn sie am
Abschlussstichtag realisiert sind.
Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs
sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden
Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt.
Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten
Bewertungsmethoden wurden beibehalten, sofern dem nicht
gesetzliche (Neu-)Regelungen entgegenstanden.
Begründete Ausnahmefälle, aufgrund derer von
den vorstehenden Grundsätzen hätte abgewichen
werden dürfen, lagen nicht vor.
bb) Zugangs- und Folgebewertung
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
wurden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert.
Das Sachanlagevermögen wurde bei Zugang zu
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.
Bei Vermögensgegenständen des
Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist,
wurden die Anschaffungs- oder die Herstellungskosten unter
Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten
linear über die voraussichtliche wirtschaftliche
Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände.
Bewegliche Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800.-
netto wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Das Vorratsvermögen wurde zum Bilanzstichtag
vollständig körperlich aufgenommen.
Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten
zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder - unter Beachtung
des gesetzlichen Niederstwertprinzips - mit dem niedrigeren
beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken
bewertet. Erkennbaren Risiken wird durch
Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen, soweit dies
erforderlich war. Als uneinbringlich eingeschätzte
Forderungen wurden abgeschrieben.
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit
dem Nominalwert ausgewiesen. In der Position "Sonstige
Vermögensgegenstände" sind keine Beträge
größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem
Abschlussstichtag rechtlich entstehen.
Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind
zum Nennwert angesetzt.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet
Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für
eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Die latenten Steuern wurden nach dem
"Temporary-Konzept" ermittelt. Passive latente Steuern wurden
beim Ansatz der aktiven latenten Steuern gegengerechnet.
Für die Ermittlung der Steuerlatenzen wurde ein
Gewerbesteuersatz von 13,3 % und für die
Körperschaftsteuer einschließlich
Solidaritätszuschlag ein Satz von 15,8 % unterstellt.
Das Stammkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt und
in voller Höhe eingezahlt.
Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der
vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses
aufgestellt. Insofern trat an die Stelle der Posten
"Jahresüberschuss" und "Gewinnvortrag" der Posten
"Bilanzgewinn". Der vorhandene Gewinnvortrag wurde in den
Posten "Bilanzgewinn" einbezogen und in der Bilanz gesondert
angegeben.
Für ungewisse Verbindlichkeiten aus
Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.
Das Bewertungsverfahren erfolgte nach der PUC-Methode
(Anwartschaftsbarwertverfahren).
Die Pensionsrückstellungen wurden abgezinst.
Der im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
ermittelte Zuführungsbetrag wird seit dem
Geschäftsjahr 2010 gleichmäßig auf den
Zeitraum bis 2024 mit mindestens 1/15 p.a. verteilt. Der zum
Geschäftsjahresende ausstehende, noch zu verteilende
Restbetrag beläuft sich auf Euro 10.468,00.
Die Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen
erfolgte durch Bankguthaben sowie ein Wertpapierdepot, die
jeweils an die Berechtigten verpfändet sind. Die
Pensionsverpflichtungen wurden deshalb mit dem
Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB
verrechnet.
Die mit den Pensionsrückstellungen nach dem
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zu saldierenden
Vermögensgegenstände zur Deckung der
Pensionsverpflichtungen sind mit dem beizulegenden Zeitwert
angesetzt. Als Zeitwert der im Deckungsvermögen
gehaltenen Aktien und Exchange Traded Funds wurde der
Börsenwert angesetzt.
Analog sind grundsätzlich auch die
zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der
Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen zu
saldieren.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen
Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren
Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung
erfolgt in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags. Bei Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige
Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt. Ferner
werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank
veröffentlicht wird, abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag
angesetzt.
c) Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand somit
nicht statt.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Mitzugehörigkeitsvermerke
Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden
Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden.
Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird
dazu folgende Erläuterung gegeben:
Die in dem Davon-Vermerk unter den sonstigen
Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern beinhalten Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen aus Pacht-, Miet- und
Lagerverträgen in Höhe von Euro 562.881,87.
Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Der Bestandsnachweis für die immateriellen
Vermögensgegenstände und das
Sachanlagevermögen erfolgt durch eine
Anlagenbuchhaltung, aus der neben dem Anschaffungsdatum und
den Anschaffungskosten auch die Abschreibungen und die
jeweiligen Restbuchwerte sowie die Zu- und Abgänge
ersichtlich sind.
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist dem nachstehenden Anlagenspiegel zu entnehmen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden sofort
abgeschrieben.
Der Betrag der in den kumulierten
Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen
Sofortabschreibungen beläuft sich im Geschäftsjahr
auf Euro 17.049,60.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des
Geschäftsjahres Euro 1.291.155,10.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des
Geschäftsjahres Euro 1.342.579,48.
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
182.268,65
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
182.268,65
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
182.268,65
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
182.268,65
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
47.769,50
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
47.769,50
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
261.411,45
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
261.411,45
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
983.979,77
|
21.236,88
|
0,00
|
0,00
|
1.005.216,65
|
Summe Sachanlagen
|
1.293.160,72
|
21.236,88
|
0,00
|
0,00
|
1.314.397,60
|
Summe Anlagevermögen
|
1.475.429,37
|
21.236,88
|
0,00
|
0,00
|
1.496.666,25
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
182.242,15
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
182.242,15
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
182.242,15
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
182.242,15
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
47.767,50
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
47.767,50
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
237.920,95
|
5.647,00
|
0,00
|
0,00
|
243.567,95
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
823.224,50
|
45.777,38
|
0,00
|
0,00
|
869.001,88
|
Summe Sachanlagen
|
1.108.912,95
|
51.424,38
|
0,00
|
0,00
|
1.160.337,33
|
Summe Anlagevermögen
|
1.291.155,10
|
51.424,38
|
0,00
|
0,00
|
1.342.579,48
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
26,50
|
26,50
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
26,50
|
26,50
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
2,00
|
2,00
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
17.843,50
|
23.490,50
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
136.214,77
|
160.755,27
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
154.060,27
|
184.247,77
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
154.086,77
|
184.274,27
|
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr
Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt Euro 4.250,00
(Vorjahr: Euro 7.650,00).
Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter und verbundene
Unternehmen
Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter
beläuft sich auf Euro 4.226.530,56 (Vorjahr: Euro
4.492.270,14). Diese Beträge sind auch identisch mit den
Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
Ausschüttungssperre
Der Betrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB
der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro
971.303,61.
Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Betragsmäßige
Zusammensetzung der Ausschüttungssperre
|
|
Euro
|
Aktivierung selbst
geschaffener immaterieller
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
|
|
0,00
|
Aktivierung von
Vermögensgegenständen zum beizulegenden
Zeitwert (abzügl. hierfür gebildeter passiver
latenter Steuern)
|
|
425.671,15
|
Aktive latente Steuern
(nach Verrechnung mit sämtlichen passiven latenten
Steuern)
|
370.709,40
|
|
Passive latente Steuern im
Zusammenhang mit der Bewertung des
Deckungsvermögens zum Zeitwert
|
174.923,06
|
|
Ausschüttungssperre
bzgl. latenter Steuern
|
|
545.632,46
|
Gesamtbetrag
|
|
971.303,61
|
Pensionsrückstellungen
Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen
zugrundegelegt:
Zinssatz (zehnjährig)
|
1,82
|
%
|
Zinssatz
(siebenjährig)
|
1,74
|
%
|
Rententrend
|
0,00
|
%
|
Gehaltstrend
(zukünftig)
|
1,50
|
%
|
Fluktuation
|
0,00
|
%
|
zugrunde gelegte
Sterbetafel
|
Richttafeln 2018 G der
Heubeck-Richttafeln-GmbH
|
|
Bei den Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem
Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem
durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben
Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden
Geschäftsjahr in folgender Höhe:
Bilanzwerte der
Pensionsrückstellungen (bei
Mindestzuführung):
|
Euro
|
gemäß
zehnjährigem Durchschnittsmarktzinssatz
|
3.556.503,00
|
gemäß
siebenjährigem Durchschnittsmarktzinssatz
|
3.605.310,00
|
Unterschiedsbetrag
|
-48.807,00
|
Gewinne dürfen gemäß § 253 Abs. 6
S. 2 HGB nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der
Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren
Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und
abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem
vorstehend ermittelten Unterschiedsbetrag entsprechen:
Prüfung der
Ausschüttungssperre
|
Euro
|
frei verfügbare
Rücklagen
|
0,00
|
Gewinnvortrag
|
6.870.150,85
|
Verlustvortrag
|
0,00
|
|
6.870.150,85
|
Unterschiedsbetrag der
Pensionsrückstellungen
|
-48.807,00
|
Nach § 253 Abs. 6 S.
2 HGB nicht gesperrter Betrag
|
6.821.343,85
|
Von dem vorstehenden Betrag sind die weiteren unter dem
Punkt "Ausschüttungssperre" ermittelten Beträge in
Abzug zu bringen.
Verrechnung von Vermögensgegenständen und
Schulden
Für die Saldierung von Schulden aus
Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen
Vermögenswerten sowie hiermit in Zusammenhang stehenden
Aufwendungen und Erträgen wurden folgende Werte
ermittelt:
Verrechnung von Vermögensgegenständen
und Schulden
|
Euro
|
Erfüllungsbetrag der
Schulden
|
3.556.503,00
|
Zeitwert der verrechneten
Vermögenswerte
|
1.846.912,58
|
|
1.709.590,42
|
Anschaffungskosten der
verrechneten Vermögenswerte
|
1.379.783,64
|
Der beizulegende Zeitwert der verrechneten
Vermögenswerte entspricht den Nominalwerten der
Bankguthaben sowie dem Marktpreis der Aktien und Exchange
Traded Funds, abgeleitet aus den Börsenkursen am
Bilanzstichtag.
Aufgrund der dem Gesetzestext entgegenstehenden, in der
Fachliteratur aber vorherrschenden Meinung, wonach lediglich
eine Verrechnung entsprechender Aufwendungen und Erträge
des Finanzergebnisses vorzunehmen sei, wurde auf eine
betragsmäßige Verrechnung verzichtet, um
Fehlinterpretationen des Zahlenwerkes zu vermeiden.
Stattdessen werden im Folgenden alle von dieser Thematik
betroffenen Aufwendungen und Erträge gemäß
§ 285 Nr. 25 HGB dargestellt:
Zu verrechnende Aufwendungen und Erträge
|
Euro
|
(Außerplanmäßige) Zuschreibungen
Finanzanlagevermögen (Ausland)
|
52.600,95
|
(Außerplanmäßige) Zuschreibungen
Finanzanlagevermögen (Inland)
|
96.332,07
|
Gewinne aus dem Abgang von
Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
|
0,00
|
Verluste aus dem Abgang
von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
|
0,00
|
Erträge aus
Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
(Dividenden)
|
31.915,88
|
Return of Capital
(steuerfrei)
|
1.672,01
|
(Außerplanmäßige) Abschreibungen auf
Finanzanlagevermögen (Ausland)
|
-38.748,00
|
(Außerplanmäßige) Abschreibungen auf
Finanzanlagevermögen (Inland)
|
-56.066,59
|
Zinsaufwand aus der
Abzinsung von Pensionsrückstellungen
|
-27.517,00
|
Kapitalertragsteuer
|
-10.892,71
|
Anrechenbarer
Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragsteuer
|
-599,03
|
Anrechenbare
ausländische Quellensteuer
|
-3.217,01
|
Gesamt
|
45.480,57
|
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Vom Wahlrecht gemäß § 327 Nr. 2 HGB
wurde Gebrauch gemacht.
Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 4.437.886,68 Euro
(Vorjahr: 4.558.675,26 Euro).
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beläuft sich
auf 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern und verbundenen
Unternehmen
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern beläuft sich auf 1.251.294,90 Euro
(Vorjahr 1.250.203,01 Euro). Diese Beträge sind auch
identisch mit den Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten sind die folgenden
Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB
|
Betrag
|
|
Euro
|
aus Bürgschaften,
Wechsel- und Scheckbürgschaften
|
499.584,61
|
davon
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
499.584,61
|
Summe
|
499.584,61
|
Die Bürgschaften wurden für die
Muttergesellschaft, Firma Rennert Besitzgesellschaft mbH, als
verbundenem Unternehmen übernommen. Mit einer
Inanspruchnahme der Berichtsgesellschaft aus den
übernommenen Bürgschaften ist nicht zu rechnen. Die
Gründe für diese Risikoeinschätzung sind darin
zu sehen, dass die Muttergesellschaft neben einem
Eigenkapital von mehr als TEUR 7.802,0, was einer
Eigenkapitalquote von 58,6% entspricht, seit Jahren
Jahresüberschüsse erzielt, einen deutlich positiven
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
erwirtschaftet sowie selbst über ausreichende
Vermögensgegenstände bspw. in Form von Fahrzeugen,
Grundstücken und Gebäuden verfügt, die im Wege
der Sicherungsübereignung und eingetragener dinglicher
Rechte als Sicherheiten dienen.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der
Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des
BilRUG erfasst.
Um die mit den Pensionsrückstellungen nach dem
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zu saldierenden
Vermögensgegenstände zur Deckung der
Pensionsverpflichtungen mit dem beizulegenden Zeitwert
anzusetzen, wurden außerplanmäßige Zu- bzw.
Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von Euro
148.933,02 bzw. Euro 94.814,59 vorgenommen.
Die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen werden
in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als
Davon-Vermerk unter dem Posten "Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge" ausgewiesen.
Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen
werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als
Davon-Vermerk unter dem Posten "Zinsen und ähnliche
Aufwendungen" ausgewiesen.
Entwicklung der aktiven
latenten Steuern
|
|
Betrag
|
|
|
Euro
|
Stand 01.01.2023
|
|
386.422,07
|
Zugänge während
des Jahres
|
|
-15.712,67
|
Stand 31.12.2023
|
|
370.709,40
|
Eine steuerliche Außenprüfung für die
Jahre 2016 bis 2020 wurde mit Prüfungsanordnung vom
06.05.2021 angekündigt. Die Durchführung der
Betriebsprüfung vor Ort begann am 27.07.2021 und dauerte
bis zum 07.03.2022. Der abschließende Bericht über
die Außenprüfung, datierend vom 05.05.2022, liegt
vor.
E. Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene
finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der
Finanzlage von Bedeutung sind:
Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus
Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.710,0. Gegenstand
der Mietverträge sind hauptsächlich LKW, Auflieger,
PKW und sonstige Transportmittel.
Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus
Pachtverträgen in Höhe von TEUR 141,2. Gegenstand
der Pachtverträge sind neben
Werkstatträumlichkeiten hauptsächlich
LKW-Stellplätze sowie Betriebsvorrichtungen, wie z.B.
eine Tankstelle.
Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus
Lagerverträgen in Höhe von TEUR 574,5. Gegenstand
der Lagerverträge sind hauptsächlich Lagerhallen.
Die vorstehend angeführten finanziellen
Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 3.425,7
gegenüber verbundenen Unternehmen.
Zum 31.12.2023 bestehen darüber hinaus
Verpflichtungen aus sonstigen Verträgen in Höhe von
TEUR 28,0. Gegenstand der sonstigen Verträge sind
hauptsächlich die Avalkreditverträge mit den beiden
Geschäftsführern.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Arbeiter
|
113
|
|
Angestellte
|
20
|
|
leitende Angestellte
|
0
|
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt
|
|
133
|
vollzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
122
|
teilzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
11
|
Geschäftsführung
Die laufenden Geschäfte wurden im Berichtsjahr von
den Geschäftsführern, Herrn Dipl.-Ing. agr. (FH)
Paul Rennert und Herrn Dipl.-Ing. agr. (FH) Heinrich Rennert,
getätigt.
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge
unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
F. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach
Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
G. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist einen
Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.262.590,24 aus.
Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss zusammen mit
dem Bilanzgewinn zum 31.12.2022 in Höhe von Euro
6.870.150,85 als neuen Bilanzgewinn per 31.12.2023 in
Höhe von Euro 8.132.741,09 vorzutragen.
Die Gesellschafterversammlung hat daraufhin die
folgende Ergebnisverwendung beschlossen:
Der Jahresüberschuss wird zusammen mit dem
Bilanzgewinn zum 31.12.2022 in Höhe von Euro
6.870.150,85 als neuer Bilanzgewinn per 31.12.2023 in
Höhe von Euro 8.132.741,09 vorgetragen.
sonstige Berichtsbestandteile
Seßlach, den
27.05.2024
gez.
gez.
Paul Rennert
Heinrich
Rennert
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 12.07.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
An die Rennert GmbH, Seßlach
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Rennert GmbH,
Seßlach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rennert
GmbH, Seßlach, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und · vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit
des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
(d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise
erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt
die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und
Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche
falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei
Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da
Verstöße betrügerisches Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den
Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während
unserer Prüfung feststellen.
Grünwald b.
München, den 12. Juli 2024
|
LKC Grünwald
GmbH & Co. KG
|
|
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
|
|
Steuerberatungsgesellschaft
|
Manuela Pointl
|
Robert M. Beck
|
- Wirtschaftsprüferin
-
|
- Wirtschaftsprüfer -
|
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