Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 1655
Eingetragen
10.5.1990
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Logistikdienstleistungen als Spediteur, Frachtführer und Lagerhalter sowie Servicedienstleistungen und Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie Gütern jeder Art, der Tankstellenbetrieb und der Kfz-Handel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Paul Rennert jun.
seit 13.2.2025
Prokura
Jan Rennert
seit 13.2.2025
Prokura
Heinrich Rennert
seit 23.3.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Paul Rennert
50.00%
Heinrich Rennert
50.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rennert Besitzgesellschaft mbH
Germany
31.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rennert GmbH

Seßlach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Wirtschaftsbericht (§ 289 Abs. 1 HGB)
1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) war die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft mit Blick auf die diversen Krisen bemerkenswert. Das Wachstum der globalen Konjunktur war aber dennoch durch den andauernden Krieg in der Ukraine, die aufgrund der weiterhin hohen Inflation restriktive Geldpolitik der Notenbanken sowie Wetterextreme erheblich belastet.

Gemäß Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 unter diesen Gegebenheiten sowohl im Euroraum als auch in der Europäischen Union nur noch um jeweils 0,4%, nach jeweils 3,4% im Jahr zuvor.

Auf die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wirkten sich neben dem andauernden Krieg in der Ukraine vor allem das weiterhin hohe Preisniveau sowie die sich in Folge steigender Zinsen verschlechterten Finanzierungsbedingungen konjunkturdämpfend aus.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank vor diesem Hintergrund laut Statistischem Bundesamt preisbereinigt um 0,3% gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 183.000 auf 2.637.000 Menschen erhöht. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,7%. Der Arbeitsmarkt wurde dabei nach wie vor durch den Einsatz von Kurzarbeit gestützt.

In Deutschland betrug die Inflation 2023 - vor allem bedingt durch die weiterhin hohen Energiekosten sowie den sich fortsetzenden Anstieg bei den Lebensmittelpreisen - 5,9%.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI) des verarbeitenden Gewerbes sank von 47,3 zu Beginn des Jahres 2023 auf 43,3 zum Ende des Jahres 2023.

Der ifo-Geschäftsklimaindex nahm ebenfalls ab und sank von 90,0 im Januar 2023 auf 86,3 im Dezember 2023.

In seinem jüngsten World Economic Outlook hat der IWF die Wachstumsprognosen gegenüber seiner letzten Schätzung aus dem Januar 2024 minimal angepasst. Es wird erwartet, dass die weltweite Wirtschaftsleistung 2024 und 2025 jeweils um 3,2 Prozent wachsen dürfte und damit um 0,1 Prozentpunkte mehr für 2024 als noch im Januar 2024 prognostiziert. Für Deutschland hat der IWF seine Prognose aus dem Januar 2024 demgegenüber nochmals um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert. Ursächlich hierfür ist laut IWF, dass Deutschland zum einen als Exportnation stärker unter einem insgesamt schwachen Welthandel zu leiden habe und zum anderen im globalen Wettbewerb mit hohen Energiepreisen zu kämpfen hat. Der IWF rechnet für Deutschland daher nur noch mit einem leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent, gefolgt von einem Wachstum von 1,3 Prozent im Jahr 2025.

Der Frühjahrs-Prognose 2024 der Europäischen Kommission zufolge wird erwartet, dass  das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums und der Europäischen Union im Jahr 2024 um 0,8% bzw. 1,0% und im Jahr 2025 um 1,4% bzw. 1,6% wachsen wird. Die Konjunktur in Deutschland dürfte nach Einschätzung der Brüsseler Behörde stagnieren, da sich zum einen die Binnennachfrage nur langsam erholt und zum anderen anhaltend hohe Finanzierungskosten das Investitionsklima belasten. Mit einem erwarteten Miniwachstum von 0,1% für 2024 bzw. 1,0% im darauffolgenden Jahr dürfte Deutschland zu den Schlusslichtern in der Eurozone gehören.

Diese Einschätzung der Europäischen Kommission für Deutschland wird weitestgehend auch vom Sachverständigenrat der Bundesregierung in seinem Frühjahrsgutachten 2024 geteilt, der ein nahezu identisches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2% im Jahr 2024 bzw. 0,9% im Jahr 2025 erwartet.

Wie seine Wachstumsprognose revidierte der IWF auch seine globale Inflationsprognose für 2024 und 2025. Er erwartet nunmehr eine Inflation von 5,9% bzw. 4,5% und damit jeweils 0,1 Prozentpunkte mehr als noch in seinem Januar-Update 2024.

Für Deutschland rechnet das ifo-Institut in den Jahren 2024 und 2025 mit einer Inflation von 2,3 bzw. 1,6 Prozent.

Da der Verlauf des Ukraine-Krieges - abgesehen von weiteren politischen Spannungsfeldern wie dem Konflikt zwischen China und den USA, zuletzt verschärft durch protektionistische Zölle - und die damit verbundenen wirtschafts- und geopolitischen Entscheidungen bzw. Folgewirkungen wie eine drohende geoökonomische Fragmentierung nur schwer abzuschätzen sind, ist ein Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf mit erheblichen Unsicherheiten belastet.

1.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der das Geschäftsklima der deutschen Logistikwirtschaft widerspiegelnde ifo-Logistikindikator der Bundesvereinigung Logistik (BVL) notierte Ende April 2024 bei knapp 84,0 Punkten. Trotz der gegenüber dem Jahresende 2023 leicht verbesserten Tendenz spiegelt sich darin nach wie vor die Skepsis hinsichtlich der künftigen Branchenentwicklung wider. Belastend wirken sich neben Streiks und der Schrumpfung der Wertschöpfung in der Industrie, vor allem der die Energiesicherheit negativ beeinflussende, weiter andauernde Ukraine-Krieg, aber auch neu aufflammende Konflikte wie die Angriffe der Huthi-Rebellen auf internationale Schifffahrtswege aus.

Die einerseits dadurch bedingten Sanktionen gegen Russland, gepaart mit sprunghaft ansteigenden Energie- und Nahrungsmittelpreisen sowie die andererseits dadurch erneut aufflammenden Lieferengpässe spiegeln sich in einem mittlerweile zwar verlangsamten, aber dennoch fortgesetzten Anstieg der Verbraucherpreise wider. Dem mit der Inflation einhergehenden Kaufkraftverlust versuchen die Notenbanken mit einer adäquaten Zinspolitik zu begegnen, die gleichzeitig darauf achtet, möglichst keine Rezession auszulösen.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung am Logistikmarkt spielt für die Geschäfte der Rennert GmbH allerdings eine untergeordnete Rolle, da wir ausschließlich das Segment Schüttgutverkehre bearbeiten. Darüber hinaus decken wir in einer Marktnische nur einen kleinen Bereich des europäischen und des deutschen Marktes ab.

1.2 Grundlagen des Unternehmens

Die 1990 gegründete Firma Rennert GmbH ist seit 2013 eine 100%-ige Tochtergesellschaft von Firma Rennert Besitzgesellschaft mbH, mit der seitdem eine kapitalistische Betriebsaufspaltung aufgrund des im Wege von Leasing-, Miet- und Pachtverträgen überlassenen Fuhrparks nebst Lagereinrichtungen und sonstiger Betriebsausstattung besteht.

Das Leistungsspektrum von Firma Rennert GmbH erstreckt sich neben dem klassischen Transport- und Speditionsgeschäft auch auf Logistikdienstleistungen sowie den Agrarhandel. Firma Rennert konzentriert sich hierbei umfassend auf das Nischensegment "Schüttgüter" und hat vor wenigen Jahren hierfür einen speziell darauf ausgerichteten Lagerstandort in Eisfeld in unmittelbarer Nähe zur Autobahn geschaffen.

Insbesondere aufgrund des Geschäftsfeldes "Agrarhandel" und den damit verbundenen (umwelt-)rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Anforderungen und Herausforderungen sieht sich Firma Rennert GmbH einem Geschäftsmodell der Nachhaltigkeit und Stabilität verpflichtet und richtet danach ihre Geschäftsführung aus.

1.3 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs

Nachdem sich die Speditionsbranche gerade wieder von der Corona-Pandemie zu erholen begann, stiegen die Belastungen durch geopolitische Einflüsse und der damit verbundenen Volatilität der Dieselpreise in einem bislang ungeahnten und hinsichtlich der weiteren Entwicklung nur sehr schwer einzuschätzenden Ausmaß.

Unsere Kapazitäten waren jedoch mit Ausnahme einiger weniger Fälle weitestgehend  ausgelastet, wobei Preissteigerungen auf der Kostenseite vor dem Hintergrund der allgemein steigenden Inflation größtenteils - wenn auch mit einer leichten zeitlichen Verzögerung - weitergegeben werden konnten.

Die Rennert GmbH hat aufgrund der unsicheren Zukunftsaussichten ihre Kapazitäten nicht angehoben, sondern die reine Frachtführertätigkeit leicht reduziert und sich stattdessen sehr erfolgreich weiter auf den Ausbau des nationalen und internationalen Handels mit Frachten konzentriert.

Für unsere Verkehre nach Osteuropa konnten einige neue Frachtführer gewonnen werden. Die Ausweitung der Speditionstätigkeit unter Einsatz fremder Fahrzeuge bleibt weiterhin ein Fokus unseres Handelns.

Im Bereich des speditionellen Handels konnten Zuwächse durch den Aufbau neuer nationaler und internationaler Geschäftsbeziehungen realisiert werden. Hier sehen wir für 2024 noch weiteres Wachstumspotenzial, wenn auch mit einer geringeren Dynamik als während des Berichtsjahres.

Insgesamt konnten wir durch die breite Ausrichtung im internationalen Verkehr und Handel mit Ladungen für die große Anzahl unserer Direktkunden dieses Jahr erneut positiv abschließen.

Der Agrarbereich entwickelte sich umsatz- und mengenmäßig gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Wetterbedingt war die Andienung aus den Vertragsbrauereien eher verhalten. Insofern wurde bei etwas niedrigeren Absatzmengen in diesem Segment ein gegenüber dem Vorjahr leicht geringerer Ergebnisbeitrag erzielt. Der Absatz der anderen Handelsprodukte gestaltete sich schwierig, da durch die Witterung Futterüberschüsse bei Kunden entstanden sind, welche die Nachfrage nach zusätzlichen Futtermitteln reduzierten.

Aufgrund des ebenfalls für unsere landwirtschaftlichen Kunden bestehenden Preisdrucks konnten die höheren Einkaufspreise aber nur zum Teil auf dem Absatzmarkt weitergegeben werden.

1.4 Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1.4.1 Ertragslage

Das Geschäft im Agrarhandel entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.

Trotz etwas geringerer Beschäftigtenzahl erhöhten sich die Personalaufwendungen aufgrund der angespannten Situation am Fahrermarkt leicht. Die Personalaufwandsquote stieg trotz der weiter vorangetriebenen Expansion der weniger personalintensiven Speditionstätigkeit ebenfalls geringfügig von 13,5% im Vorjahr auf nunmehr 13,7%.

Wie in den Vorjahren wurde das Transportgeschäft wesentlich durch die Treibstoffkosten und Mautgebühren beeinflusst. Bei gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Aufwendungen für Mautgebühren wirkte sich vor allem die zweitweise Entspannung beim Dieselpreis positiv auf die Fahrzeugkosten und damit die Marge im Speditionsbereich aus.

Die Aufwendungen für den Einkauf von Agrarprodukten legten im Zuge leichter Verschiebungen zwischen den einzelnen Produktgruppen gegenüber dem Vorjahr weiter zu, sodass die in diesem Segment erzielte Marge etwas niedriger ausfiel. Der Agrarhandel lieferte - wenn auch in etwas geringerem Umfang - auch dieses Jahr wieder einen wichtigen Ergebnisbeitrag.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von TEUR 1.836,0 und liegt damit um 27,4 % über dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 1.441,4.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 1.358,2 gestiegen und beläuft sich nunmehr auf TEUR 1.768,9.

Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 378,4 oder 42,8% auf nunmehr TEUR 1.262,6 erhöht. Ursächlich hierfür war neben der deutlich positiven Entwicklung des Frachthandels und der Ausweitung der Lagerhaltungstätigkeit am Standort Eisfeld vor allem die zeitweise Entspannung beim Dieselpreis.

Die Umsatzrendite hat sich gegenüber dem Vorjahr von 2,1% auf 3,0% verbessert.

Die Eigenkapitalrendite beträgt nach 12,8% im Vorjahr 15,5% für das Berichtsjahr.

1.4.2 Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln ist von TEUR 3.986,2 im Vorjahr auf TEUR 5.997,2 zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres gestiegen.

Der die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens widerspiegelnde Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit hat sich nochmals deutlich verbessert. Ursächlich hierfür war die Ausweitung der Geschäftstätigkeit im speditionellen Frachthandel.

Verbindlichkeiten werden fristgerecht beglichen, wobei die Möglichkeiten zur Skontierung ausgenutzt werden.

Aus den im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit erzielten Zahlungsmittelzuflüssen ließen sich die geringfügigen Nettoinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung des Geschäftsjahres problemlos finanzieren.

Bestehende Kreditlinien wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht in Anspruch genommen.

Die Finanzlage der Berichtsgesellschaft ist damit unverändert stabil und solide.

1.4.3 Vermögenslage und Investitionen

Die Bilanzsumme ist aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit, insbesondere im speditionellen Frachthandel, und dem damit einhergehenden Anstieg der Bankguthaben von TEUR 13.893,9 im Vorjahr um ca. 10,2% auf nunmehr TEUR 15.315,4 gestiegen.

Das Vermögen ist zu ca. 1,0% in Anlagevermögen und zu ca. 99,0% in kurzfristigem Vermögen strukturiert und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert.

Die Ursache dieser extrem niedrigen Anlagenintensität ist in der zwischenzeitlich vollständig umgesetzten Veränderung der Beschaffungsstrukturen zu sehen, im Rahmen derer der Fuhrpark ausschließlich von Firma Rennert Besitzgesellschaft mbH, der Muttergesellschaft der Berichtsgesellschaft, erworben und der Berichtsgesellschaft entgeltlich zur Nutzung überlassen wird.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 3.763,8 deutlich über den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 2.660,3.

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten eine Kontokorrentkreditforderung gegenüber der Muttergesellschaft, Firma Rennert Besitzgesellschaft mbH, in Höhe von TEUR 4.094,2, was im Wesentlichen mit der Finanzierung des Fuhrparks aufgrund der Verlagerung der Beschaffungsaktivitäten zusammenhängt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf TEUR 8.163,7. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des guten Jahresergebnisses trotz erhöhter Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und beträgt zum Bilanzstichtag 53,3% gegenüber 49,6% ein Jahr zuvor.
Während die Pensionsrückstellungen (ohne Verrechnung mit Deckungsvermögen) um TEUR 134,9 zugenommen haben, belaufen sich die sonstigen Rückstellungen auf TEUR 591,0 und damit auf einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Niveau.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen weder in Form von Bankdarlehen noch der Inanspruchnahme von Kreditlinien.

1.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft

Die solide Geschäftspolitik führte trotz der erheblichen Beeinträchtigungen durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie den fortwährenden Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges zu einer zufriedenstellenden Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die sich in einem gegenüber dem Vorjahr nochmals gestiegenen Jahresergebnis widerspiegelt. Dies gilt umso mehr als die Entwicklung wesentlich durch die exorbitanten Schwankungen des Dieselpreises beeinflusst wurde.

2 Risiko- und Chancenbericht (§ 289 Abs. 1 S. 4, Abs. 2 Nr. 1 HGB)

2.1 Risikobericht

2.1.1 Risikomanagement

Unser Risikomanagement hat zum Ziel, den wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft sicherzustellen und etwaige ergebnisbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, um angemessen darauf reagieren zu können.

Zur Identifikation, Analyse, Bewertung und Steuerung potentieller Risiken erfolgt eine kontinuierliche bereichsbezogene Überwachung, bspw. durch Auswertung von Plan-Ist-Abweichungen durch die Geschäftsführung sowie die Bereichsleiter. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse dienen der stetigen Fortentwicklung eines entsprechenden Maßnahmenkatalogs sowie der Verbesserung der eingesetzten Kontroll- und Steuerungsmechanismen zur Reduzierung bzw. vollständigen Vermeidung dieser Risiken.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Allen bekannten Risiken wurde nach heutigem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend Rechnung getragen.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

2.1.2 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die OECD ging in ihrem Zwischenbericht vom Februar 2024 davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 um preis- und kaufkraftbereinigte 2,9% wachsen werde. Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass das BIP-Wachstum 3,0% erreicht, sofern sich die Financial Conditions infolge eines Rückgangs der Inflation verbessern und steigende Realeinkommen zu einer Belebung der Wirtschaftsleistung führen. Mit dieser Einschätzung ist die OECD dennoch etwas pessimistischer als der IWF. Ursächlich hierfür sind vor allem geopolitische Unsicherheiten wie der Konflikt im Nahen Osten oder die Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und die damit verbundenen Risiken für die Energiemärkte und Lieferketten.
Daneben dürfen aber auch fiskalische Herausforderungen bedingt durch immer weiter steigende Schuldenlasten nicht aus dem Blickfeld der Regierungsverantwortlichen, allen voran den USA und China, verloren gehen.

Besondere Aufmerksamkeit ist deshalb der Geldpolitik der Notenbanken zu widmen, die zwischen Inflationsbekämpfung einerseits und Konjunktur-/Arbeitsmarktentwicklung andererseits abzuwägen hat, ohne dabei die Verschuldung der Staaten aus dem Auge zu verlieren.

Darüber hinaus geben auch die jüngsten Verwerfungen im chinesischen Immobiliensektor Anlass zur Sorge und wecken Erinnerungen an die Subprimekrise 2008. Inwieweit es durch die Rettungsmaßnahmen der chinesischen Regierung zu Verwerfungen an den Anleihe- und Devisenmärkten kommt, bleibt abzuwarten.

Aufgrund unzähliger, derzeit nicht abschätzbarer Einflussfaktoren, wie z.B. weiteren Sanktionspaketen gegen Russland, Wirtschaftsembargos, Störungen in der Grundversorgung (Nahrungsmittel, Energie, Chips), geoökonomischen Fragmentierungen und neuen Währungsräumen, politischen Blockbildungen, einem wieder anwachsenden Flüchtlingsstrom nach Europa, erhöhten Militärausgaben, protektionistischen Maßnahmen etc., bleibt die Einschätzung der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung von erheblicher Ungewissheit geprägt.

Für Deutschland geht die OECD deshalb in den Jahren 2024 und 2025 von einem Wirtschaftswachstum von nur noch 0,3% bzw. 1,1% aus.

Die bestehende Unsicherheit spiegelt sich auch in den Einschätzungen der Wirtschaftsweisen wider: Laut aktueller Konjunkturprognose wird nur noch ein leichtes Wachstum von 0,2% nach zuvor noch 0,5% erwartet.

Auch wenn allgemein davon ausgegangen wird, dass die Europäische Zentralbank keine weiteren Zinsanhebungen vornehmen wird, dürfte aber dennoch der Spielraum für Zinssenkungen aufgrund der aktuellen Tarifabschlüsse im ersten Quartal 2024 sowie der Entwicklung der Lohnstückkosten eingeschränkt sein.

Die sich aus vorstehenden Faktoren ergebende Unsicherheit schlägt sich in einer erheblichen Volatiliät der Dieselpreise und damit letztlich auch der Margen im Speditionsgeschäft nieder. Der allgemeine Preisdruck in der Branche und die künftig nur bedingten Möglichkeiten zur Weitergabe von Kostensteigerungen an die Kunden dürften einen erheblichen Druck auf die erzielbaren Margen erzeugen.

2.1.3 Branchenspezifische Risiken (Wettbewerbsrisiken)

Das Marktumfeld in der Speditions- und Logistikbranche ist durch eine hohe Wettbewerbsintensität aufgrund einer Vielzahl von Anbietern mit geringen Marktanteilen sowie Wettbewerbern aus Ländern mit niedrigen Lohn- und Kostenniveaus geprägt. Dieser Situation wird durch Größen- und Effizienzvorteile, aber auch der Konzentration auf Nischenbereiche, die ein spezielles Know-How voraussetzen, begegnet.

Als Konsequenz aus der Wettbewerbssituation setzt die Geschäftsleitung weiterhin auf ein selektives, auf den internationalen Transportbereich konzentriertes Wachstum und auf verstärkte Vertriebsaktivitäten.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch den zunehmenden Preisdruck osteuropäischer Anbieter, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnen.

2.1.4 Unternehmensspezifische Risiken

Neuausschreibungen von Bestandskunden oder die Verlängerung bestehender Verträge zu reduzierten Preisen stellen ein permanentes Risiko für unser Unternehmen dar. Mittels (kunden-)individueller, innovativer und effizienter Lösungen sowie einem strengen Qualitätsmanagement, das die Erfüllung der stetig steigenden Kundenansprüche sicherstellt, erzeugen wir - bspw. auch mit dem Know-How als einem ausgewiesenen Spezialisten im Schüttgütertransport - eine enge Kundenbindung an unser Unternehmen.

2.1.5 Absatzmarktbezogene Risiken

Kundenabhängigkeiten sind ein ständiges Risiko, insbesondere für einfache, leicht ersetzbare Dienstleistungen.

Konsequentes Management der Kundenbeziehungen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und damit der Kundenbindung einerseits sowie der Auf- und Ausbau mittel- bis langfristiger vertraglicher Beziehungen andererseits sollen neben der Erweiterung eines nach unterschiedlichen Aspekten, wie Branchen, Größe oder Region, diversifizierten Kundenportfolios der Abhängigkeit von einzelnen Kunden entgegenwirken. Bspw. wurden auslaufende Lagerverträge ohne hohen Lagerumschlag durch solche mit weit höherer Umschlagshäufigkeit der Lagerbestände ersetzt, um auf diese Weise zusätzliche Umsatzerlöse mit Lagerhaltungstätigkeiten zu generieren.

2.1.6 Beschaffungsmarktbezogene Risiken

Einen großen Unsicherheitsfaktor bildet - wie bereits in den vergangenen Geschäftsjahren - insbesondere die Entwicklung am Treibstoffmarkt, da hier neben Spekulationsbewegungen aktuell vor allem (welt-)politische Einflussfaktoren, wie die Ukraine-Thematik oder der Konflikt im Nahen Osten, gefolgt von sich verschärfenden Spannungen zwischen diversen politischen Machtblöcken, zunehmen, die in ihren zeitlichen, geographischen und wirtschaftlichen Folgewirkungen nicht abschätzbar sind.

Darüber hinaus tritt der wachsende, durch den demographischen Wandel zusätzlich verstärkte Mangel an qualifizierten LKW-Fahrern immer stärker in Form personeller Engpässe zu Tage und macht sich immer deutlicher negativ bemerkbar, da hieraus ein erheblicher Druck auf die Lohnkosten resultiert. Der Nachfragesituation nach qualifizierten Arbeitskräften begegnet das Unternehmen mit marktgerechten Vergütungsstrukturen sowie darüberhinausgehenden Incentives.

Spitzenauslastungen der Kapazitäten wird durch Einsatz von Subunternehmern entgegengewirkt.

Die Umlage der trotz fiskalpolitischer Maßnahmen weiter hohen Treibstoffpreise und Lohnkosten über die Frachtpreise und die Weitergabe der Mautgebühren dürfte sich im aktuellen Konjunkturumfeld allerdings nur zunehmend schwer umsetzen lassen, was eine verstärkte Fokussierung der Geschäftsführung auf Prozessoptimierungen - bspw. in Form der Steuerung von Tankstopps in Ländern mit niedrigeren Dieselpreisen - erfordert.

Das Agrargeschäft unterliegt traditionell der Witterung - sowohl im Handel als auch im Transport in der Agrarsparte. Im Handel insoweit, als dass bei guter Futterversorgung landwirtschaftliche Kunden tendenziell weniger Futter zukaufen und somit bei gleichbleibender Andienung von verderblichem Futter aus der Lebensmittelindustrie Angebotsdruck entstehen kann. Im Transport deshalb, weil die geernteten Mengen an Feldfrüchten und Obst, je nach Qualitäten und Erntemengen, quer durch Europa transportiert werden müssen. In einem Jahr kann dies von West nach Ost sein, in einem späteren Jahr wieder von Ost nach West. Weiterhin beeinflusst die Wetterlage im Winter sowohl das Lagergeschäft mit Streusalz wie auch den Streckentransport.

2.1.7 Politische und rechtliche Risiken

Die Änderung rechtlicher Rahmenbedingungen bspw. aufgrund (umweltschutz-)politischer Maßnahmen betrifft die Speditions- und Logistikbranche insgesamt, sodass hierin keine spezifischen Risiken für das Unternehmen gesehen werden. Gleiches gilt für weitere regulatorische Bestrebungen bspw. in Form von Fahrverboten für bestimmte Fahrzeugklassen.

Rechtsstreitigkeiten, aus denen die Gesellschaft in Anspruch genommen werden könnte, sind derzeit nicht anhängig.

2.1.8 Finanzielle Risiken

Ein stringentes, aktives Debitorenmanagement lässt frühzeitig Risiken erkennen. Bestandskunden werden über Abfragen bei Rating-Agenturen fortlaufend überwacht. Neukunden werden vor der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen hinsichtlich ihrer Bonität geprüft.

Die konsequente Verfolgung dieses Ansatzes findet seine Bestätigung darin, dass im Berichtsjahr nahezu keine Forderungsausfälle zu verzeichnen waren.

Das aus den schnellen, inflationsbedingten Zinsanhebungen resultierende Zinsänderungsrisiko wird aufgrund der Verschuldungsgrade der Staaten, der Unternehmen und der Privathaushalte weltweit, vor allem aber der Eurozone, als ein erheblicher Belastungsfaktor der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angesehen. Gleichwohl ist Firma Rennert GmbH aufgrund ihrer Kapitalstruktur von dem isoliert betrachteten Zinsänderungsrisiko nicht direkt betroffen. Aufgrund der sich hartnäckig haltenden Kerninflation ist aber damit zu rechnen, dass die EZB ihren derzeitigen Kurs fortführen dürfte, dessen Auswirkungen sich erst zeitversetzt in der Realwirtschaft niederschlagen werden.

Finanzielle Risiken werden darüber hinaus durch eine gute und solide, betraglich von Jahr zu Jahr deutlich gestiegene Eigenkapitalausstattung begrenzt.

Zur Absicherung der finanziellen Folgen von Haftungsrisiken und Schadensfällen wurden Versicherungen abgeschlossen. Aufträge unterliegen größtenteils den Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen, die entsprechende Haftungsbeschränkungen vorsehen.

2.1.9 IT-Risiken

IT-Risiken, wie bspw. denen aufgrund von Cyberattacken, begegnet das Unternehmen durch die konsequente Anwendung und kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheitsprozesse. Hierzu gehören u.a. der Einsatz neuester Hard- und (Sicherheits-)Software oder auch ein gezieltes Back-up-Management.

2.2 Chancenbericht

Im Rahmen des Chancenmanagements werden konkrete geschäftsspezifische Chancen abgeleitet, analysiert und bewertet, um diese zielorientiert auszuschöpfen und so den Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu fördern.

2.2.1 Wettbewerb

Obwohl kurzfristig mit einem erheblichen Margendruck zu rechnen sein dürfte, ist mittel- bis lanfgristig davon auszugehen, dass eine Reihe von Speditions- und Transportunternehmen die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die Belastungen durch den Ukraine-Krieg nicht überstehen werden. In der Folge dürfte es aufgrund zu erwartender Insolvenzen zu einer Konsolidierung in der Logistikbranche und einer Verknappung der Kapazitäten kommen. Ein geringeres Angebot sollte aber künftig die Durchsetzung höherer Preise begünstigen.

Zugleich sollte sich die Nachfrage nach LKW-Fahrern aufgrund steigender Arbeitslosigkeit als Folge von Unternehmensinsolvenzen entspannen, sodass der Kostendruck nicht weiter zunehmen sollte.

2.2.2 Digitalisierung

Die Transport- und Logistikbranche profitiert von der Digitalisierung von Prozessen und dem Einsatz künstlicher Intelligenz vor allem durch effizientere Logistikabläufe: Die zunehmende Vernetzung kann Ineffizienzen wie Leerfahrten deutlich vermindern und so einen Wettbewerbsvorteil begründen.

2.2.3 Kundenorientierung und Qualitätsmanagement

Die konsequente Ausrichtung unserer Dienstleistungen an den Kundenwünschen sowie die Verfolgung dieses Bestrebens im Rahmen eines darauf ausgerichteten Qualitätsmanagements in allen Bereichen dient der Schaffung von Zuverlässigkeit in der Erbringung unserer Dienstleistungen. Das dadurch begründete Vertrauen in unser Unternehmen bildet die Grundlage zur Erhaltung bestehender sowie dem Ausbau neuer Geschäftsbeziehungen.

2.3 Gesamtaussage

Firma Rennert GmbH sieht sich - so wie die gesamte Wirtschaft und die Transport- und Logistikbranche als Gradmesser der wirtschaftlichen Aktivitäten im Besonderen - mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert.

Aufgrund der Verfolgung einer soliden Geschäftspolitik sowie des konsequenten Risiko- und Chancenmanagements bestehen dennoch aktuell keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken.

3 Prognosebericht (§ 289 Abs. 1 S. 4 HGB)

3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Aussagen zur gesamtwirtschaftlichen sowie branchen- und unternehmensspezifischen Entwicklung sind mit erheblichen Unsicherheiten belastet, da insbesondere die durch den Ukraine-Krieg bzw. die sich daraus ergebenden Konsequenzen (wie bspw. inflationäre Tendenzen) der jeweils dagegen ergriffenen Maßnahmen (bspw. in Form von Sanktionen) in ihrer Intensität, der geographischen Ausbreitung und Dauer nach wie vor ungewiss sind.

Negative Auswirkungen auf das Investitions- und Konsumklima dürften darüber hinaus die geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken vor dem Hintergrund der hohen Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privathaushalten entfalten, sodass auch eine tiefere Rezession derzeit nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Politik in Deutschland hat - zu Lasten der Staatsverschuldung - eine Vielzahl  von Maßnahmen ergriffen, um erst die Folgen der Corona-Pandemie und nunmehr des Ukraine-Krieges abzufedern. Neben Steuerstundungen sowie Sofort- und Überbrückungshilfen zählen hierzu aktuell vor allem inflationsdämpfende Maßnahmen wie der Strompreisdeckel oder die Gaspreisbremse. Die aktuelle Energie- und Umweltschutzpolitik der amtierenden Bundesregierung dürfte aber mit Auslaufen diesbezüglicher Unterstützungsmaßnahmen für viele Unternehmen und Bürger mit erheblichen finanziellen Unsicherheiten verbunden sein, was sich negativ auf das Investitions- bzw. Konsum- und Sparverhalten der betroffenen Unternehmen bzw. Haushalte auswirken dürfte.
3.2 Branchen- und unternehmensspezifische Entwicklung (insbes. Umsatz- und Ergebnisprognose)

Für das Geschäftsjahr 2024 wird im Speditionsbereich als Folge der weltweit nach wie vor reduzierten Handelstätigkeit ein leichter Rückgang der Geschäftstätigkeit aufgrund der Belastungen durch den Ukraine-Krieg, aber auch der Zinsentwicklung aufgrund der nach wie vor über dem 2%-Ziel der EZB liegenden Inflation erwartet. Umso wichtiger ist es, den Fokus auf die Pflege bestehender Kundenkontakte zu legen, um diese zu sichern und ggf. weiter ausbauen zu können. Hierdurch sollte der Umsatz im Speditionsbereich auf dem Niveau des Berichtsjahres gehalten werden können.

Vor diesem Hintergrund sind für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 keine Erweiterungen des Fuhrparks geplant. Diese Investitionen werden seit Beginn des Geschäftsjahres 2013 von Firma Rennert Besitzgesellschaft mbH als Muttergesellschaft der Berichtsgesellschaft getätigt und anschließend an Firma Rennert GmbH als Betriebsgesellschaft zur entgeltlichen Nutzung überlassen. Zugleich dürfte sich auch die weiterhin hohe Volatilität der Dieselpreise belastend auf das Ergebnis auswirken, da kurzfristige Preisanpassungen gegenüber Kunden vor diesem Hintergrund nur teilweise und auch nur zeitversetzt weitergegeben werden können.

Da die zu erwartenden Kostensteigerungen in den vorgenannten Bereichen die angestrebten Umsatzziele voraussichtlich kompensieren dürften, ist davon auszugehen, dass sich das Ergebnis 2024 leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres bewegen dürfte.

Im Agrarbereich ist in den nächsten Jahren mit niedrigeren Umsätzen und geringeren Ergebnisbeiträgen zu rechnen. Zugleich werden auch im Tierfutterbereich lediglich Ergebnisbeiträge auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet.

4 Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

4.1 Finanzinstrumente

Die Gesellschaft verwendet keine Finanzinstrumente, für die sich der beizulegende Zeitwert nicht direkt aus dem Preis an einem aktiven Markt ableiten lässt.

4.2 Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist für die Gesellschaft nicht relevant.

4.3 Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 154.086,77 184.274,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26,50 26,50
II. Sachanlagen 154.060,27 184.247,77
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 2,00
2. technische Anlagen und Maschinen 17.843,50 23.490,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 136.214,77 160.755,27
B. Umlaufvermögen 14.720.540,01 13.262.398,79
I. Vorräte 532.149,22 568.420,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.191.204,49 8.707.792,73
davon gegen Gesellschafter 4.226.530,56 4.492.270,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.997.186,30 3.986.185,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 70.037,83 60.765,36
D. Aktive latente Steuern 370.709,40 386.422,07
Aktiva 15.315.374,01 13.893.860,49

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.163.741,09 6.901.150,85
I. Gezeichnetes Kapital 31.000,00 31.000,00
II. Bilanzgewinn 8.132.741,09 6.870.150,85
davon Gewinnvortrag 6.870.150,85 5.985.995,73
B. Rückstellungen 2.713.746,24 2.434.034,38
C. Verbindlichkeiten 4.437.886,68 4.558.675,26
davon sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.251.294,90 1.250.203,01
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.437.886,68 4.558.675,26
Passiva 15.315.374,01 13.893.860,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 25.948.816,95 26.505.369,26
2. Personalaufwand 5.713.700,88 5.648.234,49
a) Löhne und Gehälter 4.682.305,23 4.646.570,17
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.031.395,65 1.001.664,32
davon für Altersversorgung 104.481,57 90.123,00
3. Abschreibungen 68.473,98 83.193,71
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 68.473,98 83.193,71
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.301.573,93 19.317.584,17
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 10.468,00 10.468,00
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 31.915,88 28.302,44
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127.584,01 102.750,22
davon aus verbundenen Unternehmen 102.354,13 102.354,13
davon Erträge aus Abzinsung 327,64 128,39
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 94.814,59 120.123,30
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.724,00 101.916,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 27.517,00 101.916,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 541.584,19 383.133,43
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern   45.366,10
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 15.712,67  
10. Ergebnis nach Steuern 1.360.445,27 982.236,82
11. sonstige Steuern 97.855,03 98.081,70
12. Jahresüberschuss 1.262.590,24 884.155,12
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.870.150,85 5.985.995,73
14. Bilanzgewinn 8.132.741,09 6.870.150,85

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Erstellung des Jahresabschlusses der Firma Rennert GmbH erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes.

Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend der Postenreihenfolge gemäß § 266 HGB.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Gesetzlich erforderliche Davon-Vermerke wurden - soweit zulässig - in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Angaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB stellen sich wie folgt dar:

Firma laut Registergericht: Rennert GmbH
Sitz laut Registergericht: Seßlach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Coburg
Register-Nr.: B 1655

Besondere Umstände, die dazu führen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft nicht vermittelt, liegen nicht vor.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

a) Bilanzierungsgrundsätze

Der Jahresabschluss enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

In der Bilanz sind das Anlage- und das Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Beim Anlagevermögen sind nur die Gegenstände ausgewiesen, die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden mit diesen Schulden verrechnet. Grundsätzlich ist auch mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen entsprechend zu verfahren.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatzmethoden wurden beibehalten, sofern dem nicht gesetzliche (Neu-)Regelungen entgegenstanden.

Die Bilanzierungsverbote und -wahlrechte des § 248 HGB wurden beachtet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden gemäß § 249 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. Art 28 Abs. 1 S. 1 EGHGB für nach dem 31.12.1986 erworbene Anwartschaften auf Grund unmittelbarer Zusagen des Unternehmens gebildet.

Für ausstehende Steuerschulden wurden gemäß § 249 HGB Steuerrückstellungen passiviert.

Sonstige Rückstellungen wurden für weitere ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Ferner waren Rückstellungen für Gewährleistungen zu bilden, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden.

Rückstellungen wurden nur insoweit aufgelöst, als der Grund hierfür entfallen ist.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellten.

Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die sich ergebenden Steuerbe- und die sich ergebenden Steuerentlastungen wurden dabei miteinander verrechnet.

Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung wurden mit den voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Der Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Außerdem werden die Veränderungen der latenten Steuern im Laufe des Geschäftsjahres sowie die latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

b) Bewertungsgrundsätze

aa) Allgemeine Bewertungsgrundsätze

Die Wertansätze der Bilanz zum 31.12.2022 wurden unverändert per 01.01.2023 übernommen.

Bei der Bewertung war von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen, da dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstanden.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekanntgeworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten, sofern dem nicht gesetzliche (Neu-)Regelungen entgegenstanden.

Begründete Ausnahmefälle, aufgrund derer von den vorstehenden Grundsätzen hätte abgewichen werden dürfen, lagen nicht vor.

bb) Zugangs- und Folgebewertung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wurde bei Zugang zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Anschaffungs- oder die Herstellungskosten unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800.- netto wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen wurde zum Bilanzstichtag vollständig körperlich aufgenommen.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder - unter Beachtung des gesetzlichen Niederstwertprinzips - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbaren Risiken wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen, soweit dies erforderlich war. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen wurden abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die latenten Steuern wurden nach dem "Temporary-Konzept" ermittelt. Passive latente Steuern wurden beim Ansatz der aktiven latenten Steuern gegengerechnet. Für die Ermittlung der Steuerlatenzen wurde ein Gewerbesteuersatz von 13,3 % und für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag ein Satz von 15,8 % unterstellt.

Das Stammkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt und in voller Höhe eingezahlt.

Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Insofern trat an die Stelle der Posten "Jahresüberschuss" und "Gewinnvortrag" der Posten "Bilanzgewinn". Der vorhandene Gewinnvortrag wurde in den Posten "Bilanzgewinn" einbezogen und in der Bilanz gesondert angegeben.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.

Das Bewertungsverfahren erfolgte nach der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren).

Die Pensionsrückstellungen wurden abgezinst.

Der im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ermittelte Zuführungsbetrag wird seit dem Geschäftsjahr 2010 gleichmäßig auf den Zeitraum bis 2024 mit mindestens 1/15 p.a. verteilt. Der zum Geschäftsjahresende ausstehende, noch zu verteilende Restbetrag beläuft sich auf Euro 10.468,00.

Die Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen erfolgte durch Bankguthaben sowie ein Wertpapierdepot, die jeweils an die Berechtigten verpfändet sind. Die Pensionsverpflichtungen wurden deshalb mit dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet.

Die mit den Pensionsrückstellungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zu saldierenden Vermögensgegenstände zur Deckung der Pensionsverpflichtungen sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Als Zeitwert der im Deckungsvermögen gehaltenen Aktien und Exchange Traded Funds wurde der Börsenwert angesetzt.

Analog sind grundsätzlich auch die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen zu saldieren.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

c) Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand somit nicht statt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die in dem Davon-Vermerk unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus Pacht-, Miet- und Lagerverträgen in Höhe von Euro 562.881,87.

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Der Bestandsnachweis für die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen erfolgt durch eine Anlagenbuchhaltung, aus der neben dem Anschaffungsdatum und den Anschaffungskosten auch die Abschreibungen und die jeweiligen Restbuchwerte sowie die Zu- und Abgänge ersichtlich sind.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem nachstehenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden sofort abgeschrieben.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich im Geschäftsjahr auf Euro 17.049,60.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres Euro 1.291.155,10.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres Euro 1.342.579,48.





Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
182.268,65
0,00
0,00
0,00
182.268,65
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
182.268,65
0,00
0,00
0,00
182.268,65
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
47.769,50
0,00
0,00
0,00
47.769,50
2. technische Anlagen und Maschinen
261.411,45
0,00
0,00
0,00
261.411,45
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
983.979,77
21.236,88
0,00
0,00
1.005.216,65
Summe Sachanlagen
1.293.160,72
21.236,88
0,00
0,00
1.314.397,60
Summe Anlagevermögen
1.475.429,37
21.236,88
0,00
0,00
1.496.666,25


kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
182.242,15
0,00
0,00
0,00
182.242,15
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
182.242,15
0,00
0,00
0,00
182.242,15
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
47.767,50
0,00
0,00
0,00
47.767,50
2. technische Anlagen und Maschinen
237.920,95
5.647,00
0,00
0,00
243.567,95
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
823.224,50
45.777,38
0,00
0,00
869.001,88
Summe Sachanlagen
1.108.912,95
51.424,38
0,00
0,00
1.160.337,33
Summe Anlagevermögen
1.291.155,10
51.424,38
0,00
0,00
1.342.579,48


Zuschreibung
Geschäftsjahr

EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
26,50
26,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
26,50
26,50
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
2,00
2,00
2. technische Anlagen und Maschinen
0,00
17.843,50
23.490,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
136.214,77
160.755,27
Summe Sachanlagen
0,00
154.060,27
184.247,77
Summe Anlagevermögen
0,00
154.086,77
184.274,27


Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 4.250,00 (Vorjahr: Euro 7.650,00).

Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter und verbundene Unternehmen

Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf Euro 4.226.530,56 (Vorjahr: Euro 4.492.270,14). Diese Beträge sind auch identisch mit den Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Ausschüttungssperre

Der Betrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 971.303,61.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Betragsmäßige Zusammensetzung der Ausschüttungssperre

Euro
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

0,00
Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (abzügl. hierfür gebildeter passiver latenter Steuern)

425.671,15
Aktive latente Steuern (nach Verrechnung mit sämtlichen passiven latenten Steuern)
370.709,40

Passive latente Steuern im Zusammenhang mit der Bewertung des Deckungsvermögens zum Zeitwert
174.923,06

Ausschüttungssperre bzgl. latenter Steuern

545.632,46
Gesamtbetrag

971.303,61


Pensionsrückstellungen

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen zugrundegelegt:

Zinssatz (zehnjährig)
1,82
%
Zinssatz (siebenjährig)
1,74
%
Rententrend
0,00
%
Gehaltstrend (zukünftig)
1,50
%
Fluktuation
0,00
%
zugrunde gelegte Sterbetafel
Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH


Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in folgender Höhe:

Bilanzwerte der Pensionsrückstellungen (bei Mindestzuführung):
Euro
gemäß zehnjährigem Durchschnittsmarktzinssatz
3.556.503,00
gemäß siebenjährigem Durchschnittsmarktzinssatz
3.605.310,00
Unterschiedsbetrag
-48.807,00


Gewinne dürfen gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem vorstehend ermittelten Unterschiedsbetrag entsprechen:

Prüfung der Ausschüttungssperre
Euro
frei verfügbare Rücklagen
0,00
Gewinnvortrag
6.870.150,85
Verlustvortrag
0,00

6.870.150,85
Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen
-48.807,00
Nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB nicht gesperrter Betrag
6.821.343,85


Von dem vorstehenden Betrag sind die weiteren unter dem Punkt "Ausschüttungssperre" ermittelten Beträge in Abzug zu bringen.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten sowie hiermit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Erträgen wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden
3.556.503,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte
1.846.912,58

1.709.590,42
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte
1.379.783,64


Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte entspricht den Nominalwerten der Bankguthaben sowie dem Marktpreis der Aktien und Exchange Traded Funds, abgeleitet aus den Börsenkursen am Bilanzstichtag.

Aufgrund der dem Gesetzestext entgegenstehenden, in der Fachliteratur aber vorherrschenden Meinung, wonach lediglich eine Verrechnung entsprechender Aufwendungen und Erträge des Finanzergebnisses vorzunehmen sei, wurde auf eine betragsmäßige Verrechnung verzichtet, um Fehlinterpretationen des Zahlenwerkes zu vermeiden. Stattdessen werden im Folgenden alle von dieser Thematik betroffenen Aufwendungen und Erträge gemäß § 285 Nr. 25 HGB dargestellt:

Zu verrechnende Aufwendungen und Erträge
Euro
(Außerplanmäßige) Zuschreibungen Finanzanlagevermögen (Ausland)
52.600,95
(Außerplanmäßige) Zuschreibungen Finanzanlagevermögen (Inland)
96.332,07
Gewinne aus dem Abgang von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
0,00
Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens
0,00
Erträge aus Wertpapieren des Finanzanlagevermögens (Dividenden)
31.915,88
Return of Capital (steuerfrei)
1.672,01
(Außerplanmäßige) Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen (Ausland)
-38.748,00
(Außerplanmäßige) Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen (Inland)
-56.066,59
Zinsaufwand aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen
-27.517,00
Kapitalertragsteuer
-10.892,71
Anrechenbarer Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragsteuer
-599,03
Anrechenbare ausländische Quellensteuer
-3.217,01
Gesamt
45.480,57


Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Vom Wahlrecht gemäß § 327 Nr. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 4.437.886,68 Euro (Vorjahr: 4.558.675,26 Euro).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen
Unternehmen

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 1.251.294,90 Euro (Vorjahr 1.250.203,01 Euro). Diese Beträge sind auch identisch mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB
Betrag

Euro
aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften
499.584,61
  davon gegenüber verbundenen Unternehmen
499.584,61
Summe
499.584,61


Die Bürgschaften wurden für die Muttergesellschaft, Firma Rennert Besitzgesellschaft mbH, als verbundenem Unternehmen übernommen. Mit einer Inanspruchnahme der Berichtsgesellschaft aus den übernommenen Bürgschaften ist nicht zu rechnen. Die Gründe für diese Risikoeinschätzung sind darin zu sehen, dass die Muttergesellschaft neben einem Eigenkapital von mehr als TEUR 7.802,0, was einer Eigenkapitalquote von 58,6% entspricht, seit Jahren Jahresüberschüsse erzielt, einen deutlich positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet sowie selbst über ausreichende Vermögensgegenstände bspw. in Form von Fahrzeugen, Grundstücken und Gebäuden verfügt, die im Wege der Sicherungsübereignung und eingetragener dinglicher Rechte als Sicherheiten dienen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Um die mit den Pensionsrückstellungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zu saldierenden Vermögensgegenstände zur Deckung der Pensionsverpflichtungen mit dem beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wurden außerplanmäßige Zu- bzw. Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von Euro 148.933,02 bzw. Euro 94.814,59 vorgenommen.

Die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als Davon-Vermerk unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen.

Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als Davon-Vermerk unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Entwicklung der aktiven latenten Steuern

Betrag


Euro
Stand 01.01.2023

386.422,07
Zugänge während des Jahres

-15.712,67
Stand 31.12.2023

370.709,40


Eine steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2016 bis 2020 wurde mit Prüfungsanordnung vom 06.05.2021 angekündigt. Die Durchführung der Betriebsprüfung vor Ort begann am 27.07.2021 und dauerte bis zum 07.03.2022. Der abschließende Bericht über die Außenprüfung, datierend vom 05.05.2022, liegt vor.

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.710,0. Gegenstand der Mietverträge sind hauptsächlich LKW, Auflieger, PKW und sonstige Transportmittel.

Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus Pachtverträgen in Höhe von TEUR 141,2. Gegenstand der Pachtverträge sind neben Werkstatträumlichkeiten hauptsächlich LKW-Stellplätze sowie Betriebsvorrichtungen, wie z.B. eine Tankstelle.

Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus Lagerverträgen in Höhe von TEUR 574,5. Gegenstand der Lagerverträge sind hauptsächlich Lagerhallen.

Die vorstehend angeführten finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 3.425,7 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum 31.12.2023 bestehen darüber hinaus Verpflichtungen aus sonstigen Verträgen in Höhe von TEUR 28,0. Gegenstand der sonstigen Verträge sind hauptsächlich die Avalkreditverträge mit den beiden Geschäftsführern.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen

Zahl
Arbeiter
113

Angestellte
20

leitende Angestellte
0

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt

133
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter

122
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter

11


Geschäftsführung

Die laufenden Geschäfte wurden im Berichtsjahr von den Geschäftsführern, Herrn Dipl.-Ing. agr. (FH) Paul Rennert und Herrn Dipl.-Ing. agr. (FH) Heinrich Rennert, getätigt.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

F. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

G. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.262.590,24 aus. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Bilanzgewinn zum 31.12.2022 in Höhe von Euro 6.870.150,85 als neuen Bilanzgewinn per 31.12.2023 in Höhe von Euro 8.132.741,09 vorzutragen.

Die Gesellschafterversammlung hat daraufhin die folgende Ergebnisverwendung beschlossen:

Der Jahresüberschuss wird zusammen mit dem Bilanzgewinn zum 31.12.2022 in Höhe von Euro 6.870.150,85 als neuer Bilanzgewinn per 31.12.2023 in Höhe von Euro 8.132.741,09 vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Seßlach, den 27.05.2024

gez.

gez. Paul Rennert

Heinrich Rennert


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 12.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


An die Rennert GmbH, Seßlach
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rennert GmbH, Seßlach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rennert GmbH, Seßlach,  für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Grünwald b. München, den 12. Juli 2024
 LKC Grünwald GmbH & Co. KG

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