HOEGANAES CORPORATION EUROPE GmbHLiquidiert

42499 Hückeswagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 38227
Vorher
Ancorsteel Powders GmbH
Eingetragen
4.5.2001
Branche
Herstellung von pulvermetallurgischen ErzeugnissenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
der Kauf, der Verkauf, die Herstellung, Mischung und Rückgewinnung von Pulvermetall und die Erbringung von Dienstleistungen für die Pulvermetallindustrie .

Historie

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Management

NameRolle
Norman Schöps
seit 13.10.2020
Prokura
Ernst Matthias Voß
seit 6.2.2019
Geschäftsführer
Peter Eichholz
seit 6.2.2019
Prokura
Prokura
Danut-Emil Jilavu
seit 19.11.2013
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

HOEGANAES CORPORATION EUROPE GmbH

Hückeswagen

Jahresabschluss zum 31.12.2019

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die HOEGANAES CORPORATION EUROPE GmbH (HCE), Hückeswagen, ist ein konzerngebundenes Unternehmen, an deren Spitze die englische Melrose Industries PLC mit ihren Divisionen Aerospace, Automotive, Powder Metallurgy, Nortek Air & Security und Other Industrial steht. Die Gesellschaft ist der Powder Metallurgy Division zuzurechnen und ist mittelbar mit dem obersten Mutterunternehmen Melrose Industries PLC verbunden, in dessen Konzernabschluss sie einbezogen wird. Die Powder Metallurgy Division ist aufgeteilt in die Segmente "Sinter Metals Small", "Sinter Metals Large", "Additive" und "Hoeganaes".

Die HOEGANAES CORPORATION EUROPE GmbH gehört zum Segment "Hoeganaes" der GKN Powder Metallurgy Division. Gesellschaften im Segment "Hoeganaes" stellen Basismetallpulver und Metallpulvermischung her und vertreiben Metallpulver für pulvermetallurgische Anwendungen. Die Tätigkeiten der Gesellschaft erstrecken sich auf die Herstellung und den Vertrieb von pressfertigen Eisenpulvermischungen und Eisenpulver für die Hersteller von Sinterformteilen sowie die Wiederaufbereitung von Grünschrott für pulvermetallurgische Anwendungen. Der Absatzmarkt erstreckt sich im Wesentlichen auf Deutschland und Westeuropa. Die Kunden der Gesellschaft beliefern überwiegend die Automobil- und Automobilzulieferindustrie.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die HOEGANAES CORPORATION EUROPE GmbH betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung. Die Forschung und Entwicklung von neuen und verbesserten Produkten erfolgt in den USA für die Herstellerwerke in den USA und Rumänien.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2020 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wie folgt dar: Laut vorläufigem Jahresergebnis des Statistischen Bundesamtes stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 um 0,6 % an. Damit wuchs die deutsche Wirtschaft weniger stark als noch in der Jahresprojektion im Jahreswirtschaftsbericht 2019 mit 1,0 % angenommen. Der Hauptgrund dafür war die Schwäche in der deutschen Industrie, die stärker ausgeprägt war und länger andauerte als noch vor einem Jahr erwartet. Der Welthandel entwickelte sich im Jahr 2019 rückläufig, was die deutschen Exporte negativ beeinflusste. Der globale Nachfragerückgang nach Investitionsgütern und Automobilen traf die exportorientierte deutsche Wirtschaft besonders hart. Die Exporte nahmen daher mit 0,9 % deutlich schwächer zu als erwartet. Gleichzeitig entwickelten sich aber auch die Importe nicht so dynamisch wie angenommen.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) gab in seiner Pressemeldung vom 16. Januar 2020 folgende Einschätzungen für die Automobilindustrie ab:

Für die internationalen Automobilmärkte war 2019 ein herausforderndes Jahr. Während der europäische Pkw-Markt (EU28 & EFTA) sein Vorjahresniveau übertreffen konnte und die Nachfrage auch in Brasilien anzog, wurden in den USA weniger Light Vehicles verkauft als 2018. Die asiatischen Märkte entwickelten sich ebenfalls schwach: China, Japan und Indien lagen jeweils unter Vorjahresniveau. Auch der russische Markt war rückläufig.

In Europa wurden im Jahr 2019 insgesamt 15,8 Mio. Pkw neu zugelassen, rund 1 % mehr als im Vorjahr. Die großen Volumenmärkte entwickelten sich dabei unterschiedlich. Deutschland (+5 %) und Frankreich (+2 %) konnten ihr Marktvolumen ausbauen. In Italien blieben die Neuzulassungen auf Vorjahresniveau. Das Vereinigte Königreich (-2 %) und Spanien (-5 %) mussten hingegen Rückgänge verzeichnen. Von den rund 30 europäischen Märkten konnten 20 Länder das Jahr mit einer positiven Bilanz abschließen. Im Dezember lag der Pkw-Absatz in Europa mit knapp 1,3 Mio. Einheiten um 21 % über dem Niveau des Vorjahresmonats.

In den USA schloss der Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) das Jahr 2019 mit knapp 17,0 Mio. verkauften Fahrzeugen ab (-1 %). Erstmals seit 2014 überschritt der US-Markt damit nicht mehr die 17-Millionen-Marke. Dabei ging der Absatz von Pkw um 11 % zurück, während im Light-Truck-Segment, das mittlerweile 72 % des Gesamtmarktes ausmacht, die Verkäufe um 3 % stiegen. Im Dezember wurden 1,5 Mio. Light Vehicles verkauft (-6 %).

In China sank das Volumen des Pkw-Marktes im Jahr 2019 um fast 10 % auf 21,0 Mio. Neufahrzeuge. Dies war, nach 2018, der zweite Rückgang in den vergangenen Jahrzehnten. Im Dezember lag das Absatzvolumen mit knapp 2,2 Mio. Einheiten 1 % unter Vorjahresniveau. Das schwächere gesamtwirtschaftliche Wachstum Chinas spiegelt sich damit überproportional im Pkw-Markt wider.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf

Der Umsatzrückgang im Vergleich zu 2018 war hauptsächlich auf die nachlassende Nachfrage von Kunden zurückzuführen, die im Allgemeinen den Automobilmarkt bedienen. Darüber hinaus wurden die niedrigeren Einkaufskosten für Elektroden, Schrott und andere Rohmetalle, die zur Herstellung des Pulvermetalls verwendet werden, an die Kunden weitergegeben.

Ertragslage

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis herangezogen. Für das Geschäftsjahr 2019 wurde ein leichter Umsatzrückgang prognostiziert. Im Geschäftsjahr verminderten sich die Umsatzerlöse auf T€ 30.445 (Vorjahr T€ 37.169). Dies entspricht einem Rückgang von 18,1 % bzw. T€ 6.724. Der deutliche Umsatzrückgang resultiert aus den im Jahr 2019 rückläufigen Entwicklungen in der Automobilindustrie sowie aus den zurückhaltenden Erwartungen für 2020. Als Hersteller von Basismetallpulver und Metallpulvermischung wirken sich die erwarteten Entwicklungen bei der Fahrzeugproduktion schon vorgelagert aus. Der Umsatzrückgang war gleichermaßen mit externen Kunden im In- und Ausland als auch mit verbundenen Unternehmen zu verzeichnen. Der Anteil des Inlandumsatzes am Gesamtumsatz betrug 66,5 % (Vorjahr 65,4 %). Auslandslieferungen, die einen Anteil von 33,5 % (Vorjahr 34,6 %) ausmachten, erfolgten vor allem in europäische Länder.

Nach den Umsatzerlösen zieht die Gesellschaft für Zwecke der Berichterstattung ebenfalls das Betriebsergebnis heran. Das Betriebsergebnis verminderte sich im Berichtsjahr von T€ -189 um T€ 102 auf T€ -291, wobei die um T€ 7.249 rückläufigen Betriebsaufwendungen die rückläufigen Betriebserträge nicht vollständig kompensieren konnten.

Die Materialaufwendungen verminderten sich um T€ 6.252 auf T€ 27.333 (Vorjahr T€ 33.585). Der Rückgang ist vorwiegend auf die verminderten Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (T€ -6.252) zurückzuführen. Die Materialintensität erhöhte sich geringfügig um 1,1 %-Punkte auf 89,8 %.

Die Personalaufwendungen befanden sich mit T€ 1.711 (Vorjahr T€ 1.730) auf Vorjahresniveau. Die Personalaufwandsquote stieg leicht um 1,0 %-Punkte auf 5,6 %.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen lagen mit T€ 125 auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 132). Die Abschreibungsintensität beträgt 0,4 % und liegt damit geringfügig über der des Vorjahres (0,3 %).

Daneben verminderten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 969 auf T€ 1.696 (Vorjahr T€ 2.665). Der Rückgang basiert u.a. auf einem Sondereffekt des Vorjahres zu Ausgleichszahlungen aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs.

Das Finanzergebnis beträgt T€ -54 und liegt damit um T€ 3 unter dem des Vorjahres (T€ -51), im Wesentlichen bedingt durch höhere Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen.

Der Jahresverlust von T€ 351 wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der GKN Powder Metallurgy Holding GmbH, Bonn, ausgeglichen.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft wird durch die Einbindung in das Konzern Cash-Pooling gekennzeichnet. Im Rahmen des Cash-Poolings wird die gesamte Liquidität der Konzerneinheiten täglich gebündelt und den einzelnen Gesellschaften nach Bedarf zur Verfügung gestellt. Durch die Bündelung wird das Working Capital Management optimiert und gruppenweit Zinsvorteile erreicht. Der direkte Cash-Pool-Vertragspartner ist die GKN Driveline International GmbH, Lohmar, welche als in Deutschland führende Cash-Pooling-Einheit fungiert. Der Cash-Pool der GKN Driveline International GmbH ist an die übergeordnete Cash-Pool-Führerin GKN Industries Ltd. (UK) angeschlossen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich auf T€ 2.291 (Vorjahr: T€ 479) erhöht und ist im Wesentlichen auf die Reduzierung des Working Capitals zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt auf Vorjahres-Niveau; Besonderheiten liegen nicht vor. Der Free Cashflow von T€ 2.161 (Vorjahr: T€ 289) wurde zur Reduzierung der Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling auf T€ 3.954 (Vorjahr: T€ 5.744) verwendet.

2019
T€
2018
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.291 479
Cashflow aus Investitionstätigkeit -131 -190
Free Cashflow 2.161 289
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.161 -288
Veränderung der Finanzmittel 0 1
Anfangsbestand der Finanzmittel 1 0
Endbestand der Finanzmittel 1 1

Vermögenslage

Die Verminderung der Bilanzsumme um T€ 2.685 auf T€ 8.757 (Vorjahr T€ 11.442) ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie den deutlich verminderten Vorratsbestand zurückzuführen.

Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens, das zum Bilanzstichtag ausschließlich Sachanlagen umfasst, am Gesamtvermögen beträgt 8,9 % (Vorjahr 6,7 %). Der Anteil des mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögens hat sich spiegelbildlich auf 91,1 % (Vorjahr 93,3 %) vermindert.

Im Anlagevermögen stehen Zugängen in Höhe von T€ 131 (Vorjahr T€ 190) Abschreibungen in Höhe von T€ 125 (Vorjahr T€ 132) sowie Abgänge in Höhe von T€ 58 gegenüber. Die Investitionen betreffen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau.

Das Umlaufvermögen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 10.654 auf T€ 7.970. Innerhalb des Umlaufvermögens verminderten sich v.a. die Vorratsbestände um T€ 1.034.

Bei den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 212 und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 1.609 gesunken, während die sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 172 angestiegen sind.

Auf der Passivseite resultiert die Verminderung der Bilanzsumme im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Rahmen des Cash-Pooling betrug die entsprechende Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag T€ 3.954 (Vorjahr T€ 5.744).

Der Anteil des Eigenkapitals und des Fremdkapitals am Gesamtkapital hat sich mit 0,9 % (Vorjahr 0,7 %) bzw. 99,1 % (Vorjahr 99,3 %) leicht verändert.

Die Rückstellungen lagen mit T€ 833 um T€ 158 unter dem Vorjahresniveau von T€ 991. Zum aktuellen Bilanzstichtag wurde erstmals eine ATZ Rückstellung von T€ 64 (Vorjahr T€ 0) gebildet.

Die Summe der Verbindlichkeiten sank um 24,4 % bzw. um T€ 2.526 auf T€ 7.844.

Die Geschäftsführung ist - unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2019 - mit der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft insgesamt zufrieden.

Personal

Im Jahresdurchschnitt 2019 wurden ohne Auszubildende 21 Mitarbeiter (Vorjahr 22) beschäftigt. Im Geschäftsjahr haben 6 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und 5 Mitarbeiter wurden neu eingestellt.

Im Geschäftsjahr waren bei der Gesellschaft keine Auszubildenden beschäftigt.

Nicht finanzieller Leistungsindikator Arbeitssicherheit

Die Entwicklung im Bereich Arbeitssicherheit stellt sich anhand der Accident Frequency Rate (Anzahl der Unfälle bezogen auf 1000 Mitarbeiter) und der Accident Severity Rate (Anzahl der Ausfalltage durch Unfälle bezogen auf 1000 Mitarbeiter) als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie folgt dar:

2019 2018
AFR (Accident Frequency Rate) 0 0
ASR (Accident Severity Rate) 0 0

3. Risikomanagement

Die Betrachtung und Berücksichtigung operativer und strategischer Risiken der geschäftlichen Entwicklung sind wesentliche Elemente im Rahmen der Managementverantwortung des Unternehmens.

Die Gesellschaft ist eng in das umfassende Risikomanagement und das unterjährige Reporting der GKN Powder Metallurgy Division und der Melrose Gruppe eingebunden.

Die GKN Powder Metallurgy Division hat für alle mit ihr verbundenen Unternehmen im Rahmen ihrer weltweit geschäftlichen Tätigkeiten den Anforderungen auf dem Gebiet "Corporate Governance" entsprechende Regelwerke für die Gesellschaften geschaffen. Enterprise Risk Management (ERM) ist ein global koordiniertes Werkzeug zum umfassenden Risikomanagement aller Geschäftsaktivitäten. Mittels ERM identifizieren, bewerten und priorisieren wir Risiken, um vorbeugende Maßnahmen zur Sicherung unserer Geschäftsaktivitäten, zum Schutz der Mitarbeiter, der Umwelt und zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit zu definieren und umzusetzen. Der Kommunikation von Risikopotenzialen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Eine Vielzahl von Schulungen und Workshops wurde durchgeführt, um rechtzeitige Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten.

Die Entwicklung und Umsetzung wird durch regelmäßige Konzernaudits geprüft. Des Weiteren unterliegen wir als Zulieferer den strengen Richtlinien und Kontrollen der Automobilindustrie. Die Erfüllung gesetzlicher Bestimmungen und Auflagen von Versicherern und Behörden vervollständigen die Maßnahmen des Risikomanagements.

Zu den internen Steuerungs- und Kontrollsystemen gehört u.a. der konzerneinheitliche Planungs- und Budgetierungsprozess, der sich mit den operativen Risiken aus Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes befasst. Ergänzt wird dieser durch Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie regelmäßiges Benchmarking innerhalb und außerhalb der Gruppe.

In allen von der Gesellschaft bedienten externen Märkten können allgemeine Finanzrisiken auftreten, wie Zahlungsverzögerungen durch Kunden oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen. Zur Kontrolle dieser Risiken sind bei der Gesellschaft entsprechende Forderungsmanagement- und Kreditkontrollprozesse eingerichtet.

Die seit mehreren Jahren eingeführten GRiP Prozesse (GKN Reporting Integrity Procedures) werden ständig aktualisiert und an neue Erfordernisse angepasst. Alle durchzuführenden Kontrollen sind im Rahmen des FRCA (Financial Risk and Control Assessment) detailliert beschrieben und dokumentiert. Die ordnungsgemäße Umsetzung bzw. Einhaltung der GRiP/FRCA Prozesse wird regelmäßig in internen Audits überprüft und bestätigt.

Zur Minimierung des IT-Risikos wurde eine separate "IT - Control Checklist" (ITCC) definiert. Darin sind alle IT-sicherheitsrelevanten Prozesse und Kontrollen systematisch aufgelistet.

Die kritische Prüfung des Risikoportfolios lässt die Feststellung zu, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden haben und nach gegenwärtigem Erkenntnisstand auch für das Geschäftsjahr 2020 nicht erkennbar sind.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Durch die Corona-Pandemie ist die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft in eine Rezession geraten. Das zeigt die BMWi Frühjahrsprojektion 2020, die Ende April veröffentlicht wurde. Für das Jahr 2020 rechnet die Bundesregierung mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,3 % (preisbereinigt). Für das Jahr 2021 wird im Zuge des Aufholprozesses ein Zuwachs in Höhe von 5,2 % erwartet.

Mit dem Shutdown im März und April wurde auch die Wirtschaftsleistung drastisch eingeschränkt. Mit der Lockerung der Kontaktbeschränkungen nimmt die wirtschaftliche Aktivität ab Mai wieder zu. Die wirtschaftliche Erholungsphase wird aber Zeit benötigen, weil die epidemiologischen Risiken fortbestehen und Bürger und Wirtschaft ihr Verhalten darauf abstellen. Die auch im internationalen Vergleich umfangreichen Maßnahmen der Bundesregierung unterstützen den Erholungsprozess der Wirtschaft.

Die Folgen des Shutdown schlagen sich vollumfänglich in den April-Ergebnissen der Auftragseingänge und der Produktion in der Industrie nieder. Nach den kräftigen Rückgängen im März waren im April noch stärkere Einbrüche zu verzeichnen. Auch die Konsumausgaben gingen im April zurück.

Der Konjunktureinbruch und die pandemiebedingten Einschränkungen treffen den Arbeitsmarkt massiv. Die Erwerbstätigkeit nimmt stark ab. Die Arbeitslosigkeit stieg den zweiten Monat in Folge deutlich, wenn auch nicht so stark wie im Vormonat. Dabei werden durch umfangreiche Nutzung von Kurzarbeit Entlassungen vermieden.

Gem. VDA sind im Mai die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat um 50 % zurückgegangen. Insgesamt wurden 168.100 Pkw neu zugelassen. Nach dem Rückgang im Vormonat von 61 % bleibt der Markt damit auch nach Öffnung der Autohäuser weiter sehr schwach. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden damit 990.300 Pkw neu zugelassen (-35 %). Dies ist der niedrigste Wert in diesem Zeitraum im wiedervereinigten Deutschland.

Der Auftragseingang aus dem Inland hat sich im Mai weiter massiv unter das Vorjahresniveau vermindert (-46 %). In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres gingen 34 % weniger Aufträge aus dem Inland ein. Aus dem Ausland wurden im Mai 32 % weniger Bestellungen verbucht. Im bisherigen Jahresverlauf lag der Auftragseingang aus dem Ausland um 26 % unter Vorjahresniveau.

Von den Auswirkungen der Corona-Krise ist die Pkw-Produktion daher weiterhin massiv betroffen. Im Mai haben die deutschen Pkw-Hersteller ihre Produktion nur langsam hochgefahren: Es liefen in Deutschland lediglich 151.500 Pkw vom Band (-66 %). Nach fünf Monaten lag die Fertigung bei knapp 1,2 Mio. Einheiten (-44 %) und damit auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 1975. Auch das Exportgeschäft ist weiterhin außerordentlich schwach: Nur 105.100 Pkw wurden an Kunden in aller Welt ausgeliefert (-67 %). Im bisherigen Jahresverlauf wurden 904.900 Fahrzeuge exportiert (-43 %).

Aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten umfangreichen Produktionsunterbrechungen in der Industrie ist ein Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 aktuell nur mit hoher Unsicherheit möglich. Eine Vielzahl von Automobilherstellern und Automobilzulieferern haben im Rahmen der Corona-Pandemie Werkschließungen vorgenommen. Folglich wird das für 2020 ursprünglich erwartete Produktionsniveau nicht erreicht werden können. In der Folge erwartet auch unsere Gesellschaft einen starken Rückgang der Umsatzerlöse 2020. Da gegensteuernde Maßnahmen wie Kurzarbeit die rückläufigen Umsatzerlöse nicht in vollen Umfang kompensieren können, ist auch ein deutlich vermindertes Betriebsergebnis sowie ein erhöhter Verlust vor Verlustübernahme zu erwarten.

Entsprechend der im März 2020 aufkommenden Corona-Pandemie waren die Umsatzerlöse unserer Gesellschaft beginnend ab März 2020 stark rückläufig. Entsprechend der weitreichenden Werksschließungen war im Mai 2020 mit einem über 75%igen Umsatzrückgang der Tiefpunkt erreicht. Ab Juni 2020 ist eine deutliche Stabilisierung der Umsatzerlöse zu erkennen.

Wir erwarten die Accident Frequency Rate sowie die Accident Severity Rate auf geringem Niveau zu halten.

4.2 Chancen- und Risikobericht

Das Erreichen der Umsatzziele wird weitgehend durch Corona und die daraus folgenden globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Insbesondere die Nachfrage in den Automobilmärkten hängt stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab. Chancen für eine günstigere als in der Prognose erwartete Entwicklung, aber auch Risiken für eine schwächere Entwicklung ergeben sich daher auf der konjunkturellen Seite.

Neben den konjunkturellen Entwicklungen birgt zudem ein womöglich geändertes Kaufverhalten bei Kraftfahrzeugen ein zusätzliches Risiko. Derzeit ist nicht abschätzbar, ob die Corona-Pandemie zu einer starken Abkehr von Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben hin zu Fahrzeugen mit E-Antrieb führen wird. Ein besonderes Risiko ergibt sich aus dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und dem Risiko eines weiteren Lock-Downs im Falle einer 2. Infektionswelle.

Die bei den Planungen für die Personalkosten berücksichtigte durchschnittliche Steigerung von Löhnen und Gehältern entspricht dem erwarteten Inflationsausgleich und geplanten individuellen Anpassungen. Für das Jahr 2020 gehen wir von einem durchschnittlichen Anstieg der Preise für Rohstoffe und energetische Güter aus. Weitere Unsicherheiten bestehen in der zukünftigen Entwicklung der Energiepolitik. Weiterführende Reformen im Rahmen der Energiewende sowie Folgen aus bereits eingeleiteten Maßnahmen könnten zu einem noch stärkeren Anstieg der Stromkosten führen, als bisher angenommen. Ein deutlich stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft als in der Prognose unterstellt könnte nachfragebedingt zu einem deutlicheren Anstieg der Rohmaterialpreise insbesondere für Metalle führen. Sollten diese Kosten nicht an die Kunden weitergegeben werden können, würden diese Kostensteigerungen einen negativen Einfluss auf die prognostizierten Margen haben.

Für die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft bestehen derzeit - neben der Corona-Pandemie - zahlreiche Risiken. Risiken liegen neben geopolitischen Krisen, der anhaltenden politischen Unsicherheit, der wirtschaftlichen Instabilität einiger Schwellenländer und Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten insbesondere in einer Verschärfung der internationalen Handelskonflikte. Zu den Risiken des Wachstums im Euroraum gehören weiterhin die Konsequenzen des Brexit sowie mögliche negative Auswirkungen durch die Verschärfung des internationalen Steuerwettbewerbs im Zuge der amerikanischen Steuerreform. All dies könnte zur Folge haben, dass die konjunkturelle Entwicklung negativ beeinflusst wird, mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf das Erreichen unserer Umsatzziele.

Chancen für eine günstigere konjunkturelle Entwicklung liegen im In- und Ausland. Die konjunkturelle Erholung in vielen Staaten der Europäischen Union könnte zum Beispiel kräftiger ausfallen als angenommen und weitere deutsche Ausfuhren und Investitionen auslösen. Dies würde sich positiv auf die Abrufzahlen, insbesondere im Seriengeschäft, sowie auf das Neuteilegeschäft und damit auch positiv auf den Umsatz auswirken.

4.3 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten der Gesellschaft gehören im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, insbesondere die Verbindlichkeiten innerhalb der GKN Gruppe.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und unter Ausnutzung von Skonto gezahlt. Durch die Einbindung in das Cash-Pooling der GKN Gruppe ist das Liquiditätsrisiko deutlich gemindert.

Die Gesellschaft finanziert sich durch eigene Mittel und durch das Cash-Pooling der GKN Gruppe.

Das Ausfallrisiko der Forderungen durch mögliche Insolvenzen von Kunden wird durch eine regelmäßige Überwachung des Forderungsbestands gemindert. Darüber hinaus werden über neue Kunden Wirtschaftsauskünfte eingeholt, in kritischen Situationen werden die Zahlungsbedingungen auf Vorkasse umgestellt. Das maximale Ausfallrisiko liegt in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.

Währungsrisiken werden im Rahmen des Risikomanagements überwacht und gesteuert. Die überwiegende Anzahl der Transaktionen wird in EURO abgewickelt.

 

Hückeswagen, den 23.07.2020

Geschäftsführung

Danut-Emil Jilavu

Ernst Matthias Voss

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

Anhang 31.12.2019
31.12.2018
A. Anlagevermögen
Sachanlagen 1 775.927,00 769.878,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2 3.652.296,88 4.686.596,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3 4.317.464,93 5.966.410,89
III. Kassenbestand 660,76 979,87
7.970.422,57 10.653.987,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.836,35 17.826,86
8.757.185,92 11.441.692,53

Passiva

Anhang 31.12.2019
31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 55.381,85 0,00
III. Jahresüberschuss 0,00 55.381,85
80.381,85 80.381,85
B. Rückstellungen 5 832.678,83 990.714,64
C. Verbindlichkeiten 6 7.844.125,24 10.370.596,04
8.757.185,92 11.441.692,53

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

Anhang 2019
2018
1. Umsatzerlöse 8 30.444.793,04 37.168.571,42
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -11.270,07 711.785,76
3. Sonstige betriebliche Erträge 9 146.887,00 51.588,20
4. Materialaufwand 10 -27.332.722,26 -33.585.143,55
5. Personalaufwand 11 -1.711.032,66 -1.729.827,60
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 12 -124.779,73 -132.189,83
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13 -1.695.543,52 -2.664.715,54
8. Zinsergebnis 14 -53.742,99 -50.790,01
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15 -6.283,00 -21.779,00
10. Ergebnis nach Steuern -343.694,19 -252.500,15
11. Sonstige Steuern -7.373,85 -8.714,93
12. Erträge aus Verlustübernahme 351.068,04 316.596,93
13. Jahresüberschuss 0,00 55.381,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Die Gesellschaft HOEGANAES CORPORATION EUROPE GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HR B-Nr. 38227 eingetragen.

Angewendete Vorschriften

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes.

Auf den Jahresabschluss 2019 wurden freiwillig die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften angewendet.

Formale Darstellung

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst; sie sind in diesem Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Der Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen auf Basis wirtschaftlicher Nutzungsdauern erfasst. Auf Zugänge bis zum 31. Dezember 2009 werden lineare und soweit steuerlich zulässig degressive Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf die seit dem Geschäftsjahr 2010 in Betrieb genommenen Sachanlagen basieren auf der linearen Methode. Auf Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens wird die Abschreibung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zeitanteilig für den vollen Monat der Anschaffung oder Herstellung berechnet. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von € 1.000 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr des Zugangs als Abgang gezeigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit Anschaffungskosten aktiviert. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegen gewogene durchschnittliche Beschaffungspreise zugrunde; soweit in Einzelfällen niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorlagen, wurden diese angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; sie beinhalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte wurden im gebotenen Umfang vorgenommen.

Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Wertansätze der Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,97 % p.a. sowie unter Berücksichtigung von jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,5 %. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind aus der Anlage zu diesem Anhang ersichtlich.

(2) Vorräte

31.12.2019
31.12.2018
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.670.732 2.693.762
2. Unfertige Erzeugnisse 86.182 86.518
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.895.383 1.906.317
3.652.297 4.686.597

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2019
31.12.2018
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 796.324 1.008.589
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.128.431 4.736.943
3. Sonstige Vermögensgegenstände 392.710 220.879
4.317.465 5.966.411

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 3.128 (Vorjahr: T€ 4.737) Lieferungen und Leistungen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin GKN Powder Metallurgy Holding GmbH in Höhe von T€ 7 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(4) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital von € 25.000 ist voll eingezahlt.

Unsere Gesellschaft ist Konzernunternehmen der GKN Powder Metallurgy Holding GmbH, Bonn, die ihrerseits zusammen mit ihren Konzernunternehmen in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Melrose Industries PLC, Birmingham/England, einbezogen ist, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Melrose Industries PLC wird sowohl im Bundesanzeiger als auch im UK Registrar of Companies unter der Melrose Industries PLC, Gesellschaftsnummer 09800044, veröffentlicht.

(5) Rückstellungen

31.12.2019
31.12.2018
1. Steuerrückstellungen 11.400 11.400
2. Sonstige Rückstellungen 821.279 979.315
832.679 990.715

Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Personal und Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und Lizenzgebühren.

(6) Verbindlichkeiten

31.12.2019
31.12.2018
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 165.701 122.458
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.643.400 10.215.834
4. Sonstige Verbindlichkeiten 35.024 32.304
davon aus Steuern: € 22.347; Vorjahr: € 21.478
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 74,20 ; Vorjahr: € 0
7.844.125 10.370.596

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen das Cash Management, den Verrechnungsverkehr, mit T€ 351 (Vorjahr: T€ 317) Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung sowie mit T€ 3.539 (Vorjahr: T€ 4.309) Lieferungen und Leistungen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin GKN Powder Metallurgy Holding GmbH in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag an nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften sowie sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 770 (Vorjahr: T€ 304) und umfasst Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und ähnlichen Verträgen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:

2019
2018
Inland 20.259.940 24.317.311
davon mit verbundenen Unternehmen 19.417.169 € ; Vorjahr: € 22.698.959
Ausland 10.184.853 12.851.260
davon mit verbundenen Unternehmen 3.358.355 € ; Vorjahr: € 4.108.643
30.444.793 37.168.571

(9) Sonstige betriebliche Erträge

2019
2018
Sonstige betriebliche Erträge 146.887 51.588
davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 470 ; Vorjahr: € 266
146.887 51.588

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 56 (Vorjahr: T€ 25) unter anderem aus der Auflösung von Rückstellungen.

(10) Materialaufwand

2019
2018
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 27.332.114 33.584.131
Aufwendungen für bezogenen Leistungen 608 1.012
27.332.722 33.585.143

(11) Personalaufwand/Mitarbeiter

2019
2018
Löhne und Gehälter 1.448.271 1.501.839
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 262.762 227.989
davon für Altersversorgung € 8.857; Vorjahr: € 2.119
1.711.033 1.729.828

Im Jahresdurchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr ohne Auszubildende und Geschäftsführung 21 Mitarbeiter (Vorjahr: 22) beschäftigt.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von T€ 92 (Vorjahr: T€ 195) enthalten.

(12) Abschreibungen auf Sachanlagen

Die Jahresabschreibungen sind aus der Zugangsspalte zu den kumulierten Abschreibungen in der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2019
2018
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.695.544 2.664.715
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 0 ; Vorjahr: € 1.204
1.695.544 2.664.715

(14) Zinsergebnis

2019
2018
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0
davon aus verbundenen Unternehmen € 0; Vorjahr: € 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -53.743 -50.790
davon an verbundene Unternehmen € 41.288; Vorjahr: € 33.678
-53.743 -50.790

(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2019
2018
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.283 21.779
6.283 21.779

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in Höhe von T€ 6 Vorjahre.

Sonstige Angaben

Das Honorar für Leistungen von Wirtschaftsprüfungsunternehmen in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: T€ 16) betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Seit Anfang des Jahres 2020 breitet sich das Corona-Virus COVID-19 aus. Dieses führt zu grundlegend veränderten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Betroffen ist insbesondere auch der Absatz von Automobilen und damit das Geschäftsmodell der Gesellschaft. Wenngleich das Ausmaß der Gesamtauswirkungen derzeit nicht verlässlich quantifizierbar ist, ergeben sich negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Es wird auf die Ausführungen im Prognosebericht des Lageberichts verwiesen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Danut-Emil Jilavu, Buzau, Buzau County/Rumänien, Geschäftsführer der Hoeganaes Corporation Europe S.A., Buzau/Rumänien

Ernst Matthias Voss, Herschbach - Senior Vice President GKN Hoeganaes

Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

 

Hückeswagen, den 23.07.2020

Geschäftsführung

Danut-Emil Jilavu

Ernst Matthias Voss

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2019
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 95.082,90 0,00 0,00 95.082,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 320.521,17 0,00 0,00 320.521,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.983.147,03 0,00 45.156,38 2.937.990,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 924.357,95 18.326,73 12.663,25 930.021,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.000,00 112.527,00 0,00 229.527,00
4.345.026,15 130.853,73 57.819,63 4.418.060,25
4.440.109,05 130.853,73 57.819,63 4.513.143,15
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 95.082,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 301.320,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.471.582,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 802.245,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
3.575.148,15
3.670.231,05
Kumulierte Abschreibungen
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 0,00 0,00 95.082,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.922,00 0,00 306.242,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 70.176,00 45.154,38 2.496.603,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.681,73 12.640,25 839.287,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
124.779,73 57.794,63 3.642.133,25
124.779,73 57.794,63 3.737.216,15
Buchwerte
Stand 31.12.2019
Stand 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 14.279,00 19.201,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 441.387,00 511.565,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 90.734,00 122.112,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 229.527,00 117.000,00
775.927,00 769.878,00
775.927,00 769.878,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HOEGANAES CORPORATION EUROPE GmbH, Hückeswagen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HOEGANAES CORPORATION EUROPE GmbH, Hückeswagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HOEGANAES CORPORATION EUROPE GmbH, Hückeswagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 4. September 2020

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer

Andreas Wiethölter, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 15.09.2020 festgestellt.

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