Procar Versicherungsservice GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Grgic seit 29.9.2021 | Geschäftsführer |
Nicolas Daniel Janssen seit 14.1.2016 | Prokura |
Henning Dr. Schmidt seit 14.1.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KGVelbertKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert Die Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert, ist aufgrund des mit der Procar Automobile GmbH, Wuppertal, sowie mit der MoveMe GmbH, Velbert, bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zur Verlustübernahme nach § 302 AktG für das auf den JA-Stichtag folgende Geschäftsjahr verpflichtet.
Velbert, den 03.01.2023 Konzernbilanz zum 30. September 2022 (nach IFRS)der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (nach IFRS) 01. Oktober 2021 bis 30. September 2022der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. September 2022 Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert
Konzern-Kapitalflussrechnung der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022Grundlagen zur Abschlusserstellung 1. Berichtendes Unternehmen 2. Grundlagen der Rechnungslegung 3. Funktionale und Darstellungswährung 4. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen Ergebnis des Geschäftsjahres 5. Geschäftssegmente 6. Umsatzerlöse 7. Erträge und Aufwendungen 8. Finanzergebnis Ertragsteuern 9. Ertragsteuern Vermögenswerte 10. Vorräte 11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 12. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13. Sachanlagen 14. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert 15. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Eigenkapital und Schulden 16. Eigenkapital 17. Kapitalmanagement 18. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 20. Rückstellungen Finanzinstrumente 21. Finanzinstrumente - beizulegende Zeitwerte und Risikomanagement Zusammensetzung des Konzerns 22. Verzeichnis der Tochter- und Enkelunternehmen Weitere Anhangsangaben 23. Operating-Leasingverhältnisse 24. Nahestehende Unternehmen und Personen 25. Beschäftigte Arbeitnehmer 26. Honorar des Abschlussprüfers 27. Mitglieder der Geschäftsführung Rechnungslegungsmethoden 28. Bewertungsgrundlagen 29. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden 30. Neue Standards, die noch nicht angewendet werden Grundlagen zur Abschlusserstellung 1. Berichtendes Unternehmen Die Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert, ist eine Gesellschaft deutschen Rechts. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Kopernikusstraße 6, 42549 Velbert/ Deutschland. Sie ist unter HRA Nr. 23763 im Handelsregister des Amtsgerichtes Wuppertal eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der einer Holdinggesellschaft, insbesondere, aber nicht ausschließlich, für Unternehmen auf dem Gebiet des Handels mit Kraftfahrzeugen, Fahrzeugteilen und der Reparatur von Kraftfahrzeugen. Die Gesellschaft kann insbesondere, aber nicht ausschließlich, für Unternehmen, an welchen sie beteiligt ist, kaufmännische Dienstleistungen aller Art erbringen. Die Holdinggesellschaft hat darüber hinaus in vorigen Geschäftsjahren Grund und Boden erworben sowie Immobilien erbaut und diese an die Tochtergesellschaft Procar Automobile GmbH, Wuppertal, vermietet. 2. Grundlagen der Rechnungslegung Der Konzernabschluss der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert ("Konzernabschluss" und/ oder "Procar-Gruppe") für das Geschäftsjahr 2021/2022 ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) der am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standard Board (IASB), London, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle für das Geschäftsjahr 2021/2022 verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), vormals Standing Interpretations Committee (SIC), wurden ebenfalls angewendet. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021/2022 wurde am 22. Dezember 2022 durch die Unternehmensleitung zur Veröffentlichung freigegeben. Im Anhang werden den Werten per 30. September 2022 die Vergleichszahlen per 30. September 2021 gegenübergestellt. Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. 3. Funktionale und Darstellungswährung Die Konzernwährung lautet in Euro (€). Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (T€), sofern nichts Abweichendes vermerkt ist. Rundungen werden nicht vorgenommen. 4. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Richtlinien des IASB erfordert, dass Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in den Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt jährlich auf Basis der kleinsten Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, sowie unserer operativen Planung und unter der Annahme von geschäftsbereichsspezifischen Wachstumsraten für den nachfolgenden Zeitraum. Eine Veränderung dieser Einflussfaktoren kann unter Umständen zu außerplanmäßigen Abschreibungen führen. Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld berücksichtigt der Konzern bestimmte Merkmale des Vermögenswerts oder der Schuld (bspw. Zustand und Standort des Vermögenswerts oder Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen), wenn Marktteilnehmer diese Merkmale bei der Preisfestlegung für den Erwerb des jeweiligen Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld zum Bewertungsstichtag ebenfalls berücksichtigen würden. Im vorliegenden Konzernabschluss wird der beizulegende Zeitwert für die Bewertung und/oder die Angabepflichten grundsätzlich auf dieser Grundlage ermittelt. Davon ausgenommen sind:
Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet. Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:
Ergebnis des Geschäftsjahres 5. Geschäftssegmente Die Segmentierung erfolgte anhand der Geschäftsbereiche Neue Automobile, Gebrauchte Automobile, Teilevertrieb und Service. Detaillierte Angaben zu den einzelnen Deckungsbeiträgen dieser Sparten, sowie deren Auswirkung auf den Konzernabschluss sind im Lagebericht angegeben. Eine Übermittlung oder Überprüfung der Vermögenswerte oder Schulden durch die Geschäftsführung erfolgt nicht pro Segment. Daher wird auf die Angabe von Vermögenswerten und Schulden pro Segment verzichtet. Für die operativen Segmente gelten dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie in den Abschnitten "Grundlagen zur Abschlusserstellung" und "Rechnungslegungsmethoden" erläutert. Übersicht der Segmentumsatzerlöse:
Das Segmentergebnis der einzelnen Sparten spiegelt den Deckungsbeitrag III der kurzfristigen Erfolgsrechnung (KER) wider und stellt sich wie folgt dar:
6. Umsatzerlöse Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Procar-Gruppe erzielt derzeit ausschließlich Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden. Es entstehen keine signifikanten Kosten für die Anbahnung oder die Erfüllung eines Vertrages mit einem Kunden. Die Verträge mit Kunden enthalten keine wesentliche Finanzierungskomponente. Die Procar-Gruppe erzielt ihre Umsätze in den Segmenten Neue Automobile, Gebrauchte Automobile, Teilevertrieb und Service. Diese entsprechen auch den wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien. Insoweit wird auf die Segmentberichterstattung im Abschnitt 5 des Anhangs verwiesen. Geographischer Hauptmarkt für alle Produkte und Dienstleistungen ist Deutschland. Alle Erlöse aus Produkten und Dienstleistungen werden ausschließlich zeitpunktbezogen realisiert. Aus Verträgen mit Kunden resultieren Forderungen und Vertragsverbindlichkeiten. Die Vertragsverbindlichkeiten per 30. September 2022 betragen T€ 8.732. Sie betreffen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen im Rahmen des Verkaufs von Fahrzeugen und sind insgesamt kurzfristig. 7. Erträge und Aufwendungen Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 7,2 Mio. (Vorjahr € 7,9 Mio.). In der Berichtsperiode wurden für gleichartige Vorgänge wieder neue Rückstellungen in Höhe von € 7,7 Mio. (Vorjahr € 7,7 Mio.) zugeführt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um T€ 941 (+4,9%) auf T€ 20.199. Diese Entwicklung lässt sich wie folgt erläutern: Die Raumkosten erhöhten sich um T€ 545 (+23,3%) auf T€ 2.888. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Preisniveau bei Energiekosten, Mietneben- und Fremdreinigungskosten sowie bei Mieten für bewegliches Anlagevermögen. Des Weiteren erhöhten sich die Werbekosten um T€ 217 (+10,1%) auf T€ 2.369, was im Wesentlichen aus umsatzbedingt gestiegenen Kosten im Neu- und Gebrauchtfahrzeugbereich aus der Online-Vermarktung von Fahrzeugen resultiert. Gegenläufig wirkte sich die Reduzierung der Kosten der Warenabgabe um T€ 381 (-8,7%) auf T€ 4.000 aus. Dieser Rückgang ist bedingt durch im Vorjahr abgebildete Risiken aus Verkaufshilfen-Prüfungen der BMW AG (BMW Group). 8. Finanzergebnis Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs.
Ertragsteuern 9. Ertragsteuern Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Der für die Abgrenzung latenter Steuern angewandte Steuersatz von 16% wurde gemäß IAS 12 ermittelt. Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Die Veränderung der latenten Ertragssteuerposten in der Bilanz ist - saldiert betrachtet - wie folgt begründet:
Die Überleitung zwischen dem Steuerbetrag und dem Produkt aus dem Ergebnis vor Ertragsteuern und dem anzuwendenden Steuersatz errechnet sich wie folgt:
Zum 30. September 2022 stellten sich die latenten Steueransprüche und -schulden wie folgt dar:
Die latenten Steueransprüche und -schulden setzten sich zum 30. September 2021 wie folgt zusammen:
Steuerliche Verlustvorträge bestehen wie im Vorjahr nicht. Vermögenswerte 10. Vorräte Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs.
Insgesamt werden Vorräte in Höhe von € 68,0 Mio. (Vorjahr € 30,9 Mio.) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gestellt. Auf die Fahrzeugbestände wurde eine Wertberichtigung in Höhe von € 3,3 Mio. (Vorjahr € 5,7 Mio.) vorgenommen. 11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und sind in der Regel sofort fällig. Die sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Zum 30. September 2022 stellt sich die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:
Im Vorjahr ergab sich folgende Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Kredit- und Marktrisiken sowie Wertminderungen Die Kredit- und Marktrisiken des Konzerns sowie die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen Vermögenswerten werden in Abschnitt 21 des Anhangs erörtert. 12. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich Bankguthaben und Kassenbestände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Wertpapiere. Das Ausfallrisiko resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen. Es liegt keine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken vor, da die Risiken über eine große Zahl von Vertragsparteien und Kunden verteilt sind. Unter den Zahlungsmitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände erfasst. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist in der nachfolgenden Kapitalflussrechnung erläutert. Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfond umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Für einen Teil der Mittel in Höhe von T€ 1.000 (Vorjahr T€ 1.000) besteht Verfügungsbeschränkung. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Bürgschaften. Die Mittelzuflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Konzernergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ableitung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf der Grundlage der Konzernbilanz abgestimmt werden. Die Zugänge zu den im Anlagevermögen ausgewiesenen Vorführfahrzeugen sind im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Die Anwendung des IFRS 16 führt zu einer Verschiebung des Tilgungsanteils der Leasingzahlungen vom Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit und damit c.p. zu einer Erhöhung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit. Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel Die Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres 2021/2022 ist im Wesentlichen geprägt durch Investitionen in Miet- und Vorführfahrzeuge. Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ 17.369 und resultiert im Wesentlichen aus der Auszahlung aus Eigenkapitalentnahmen und der Tilgung von Finanzkrediten. Zum 30. September 2022 bestanden für die Procar-Gruppe kurz- und langfristige Kreditlinien in Höhe von insgesamt T€ 127.500. Die Kreditlinie bei der BMW Bank GmbH zur Finanzierung von Fahrzeugen war am Stichtag zu T€ 52.563 nicht in Anspruch genommen. Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten
Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten stellte sich im Vorjahr wie folgt dar: Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten
13. Sachanlagen Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Die Einzelposten ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Durch die Anwendung der IFRS 16 werden im Sachanlagevermögen Nutzungsrechte für geleaste Gebäude, Anlagen und IT Ausstattungen ausgewiesen. Die durchschnittliche Laufzeit der Leasingverhältnisse beträgt 3,3 Jahre. Die Zugänge der Nutzungsrechte setzen sich wie folgt zusammen:
Das bisher auf Basis des IAS 17 bilanzierte Leasingverhältnis für EDV-Hardware, wird seit dem Wirtschaftsjahr 2019/2020 ebenfalls nach den Regelungen des IFRS 16 abgebildet. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge:
14. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. In dieser Position werden insbesondere EDV-Software und ein Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Firmenwerten zu ermitteln, wurden Zahlungsmittel generierende Einheiten (ZMGE) entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im Konzernabschluss sind dies grundsätzlich die jeweils rechtlichen Einheiten. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit (Impairment Test) wird der Buchwert jeder Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäftswerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag einer Einheit niedriger als deren Buchwert ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert (beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) und Wert des erwarteten Mittelzuflusses (Nutzungswert) aus jeder Einheit ermittelt. Die hierbei erwarteten Zahlungsströme in Form der Free Cash Flows (EBITDAs abzüglich Investitionsausgaben der jeweiligen Einheit) basieren auf der jährlich aktualisierten Mittelfristplanung des Konzerns für die nächsten fünf Jahre und werden mit einem risikoadäquaten Zinssatz diskontiert. Die Ermittlung des Zinssatzes vor Steuern erfolgte anhand des Konzepts der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Avarage Cost of Capital, WACC) und ergab einen Diskontierungszinsfuß für das Geschäftsjahr von 6,9% (Vorjahr 7,4%). Für die betroffene Unternehmenseinheit wurde unterstellt, dass die nach dem Zeitraum von fünf Jahren anfallenden Free Cash Flows denen des fünften Jahres der Detailplanung entsprechen. Ab dem fünften Jahr wird von einem Wachstum von 1% ausgegangen. Der Jahresplanung liegen Umsatzerlöse zugrunde, die individuell für jede operativ tätige Unternehmensgesellschaft auf Basis eines Preis-Mengen-Gerüsts ermittelt wurden. Die Planung sämtlicher Aufwendungen erfolgte, unter Berücksichtigung der jeweiligen Kostenstruktur einer Einheit, in gleicher Art und Weise. Die Überprüfung des auf Konzernebene bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwertes aus Unternehmenserwerb wurde zum 30. September 2022 durchgeführt. Diese Prüfung führte zu keinem Abwertungsbedarf. Zum 30. September 2022 entfiel der Buchwert, unverändert gegenüber dem Vorjahr, in Höhe von T€ 11.441 des auf Konzernebene aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerts aus Unternehmenserwerben ausschließlich auf die Procar Automobile GmbH, Wuppertal. 15. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Assoziierte Unternehmen Mit Wirkung zum 01. Januar 2019 erwarb die Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert, 43,33% der Gesellschaftsanteile der Hakvoort GmbH, Münster, welche zum 06. Februar 2019 in die Procar Automobile MÜNSTERLAND GmbH, Münster, umfirmierte. Die Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert, übt einen maßgeblichen Einfluss auf die Procar Automobile MÜNSTERLAND GmbH, Münster, aus.
Die Procar Automobile MÜNSTERLAND GmbH, Velbert, hat insgesamt fünf Autohausstandorte in Münster, Ahlen, Warendorf, Emsdetten und Lüdinghausen für die Marken BMW, MINI und BMW Motorrad und stellt eine strategisch wichtige Erweiterung des Marktgebietes der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert, dar. Der Bilanzstichtag der Procar Automobile MÜNSTERLAND GmbH, Velbert, wurde geändert und ist nun der 30. September (vorher: 31. Dezember). Vom 01. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 erwirtschaftete die Procar Automobile MÜNSTERLAND GmbH, Velbert, einen zeitanteiligen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.861. Nach Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergibt sich ein zeitanteiliger Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.661, von welchem T€ 1.153 auf die anteilige Beteiligung der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert, entfallen. Die Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG verzichtete im Wirtschaftsjahr 2020/2021 im Rahmen einer Erlassvereinbarung auf Darlehensansprüche in Höhe von T€ 2.000. Diese Summe wurde in die Kapitalrücklage der Procar Automobile MÜNSTERLAND GmbH eingestellt und floss zu 100% dem der Procar Automobile Finanz-Holding zuzurechnenden Reinvermögen zu. Insgesamt erzielte die Procar Automobile MÜNSTERLAND GmbH, Velbert, vom 01. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 115.513 (2020/2021: T€ 100.120). Per 30. September 2022 lag die Bilanzsumme bei T€ 32.168 (30. September 2021: T€ 23.867). Eigenkapital und Schulden 16. Eigenkapital Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Kommanditkapital Auf der Basis der angewandten geänderten Regelungen des IAS 32 stellen die Kapitalkonten der Gesellschafter Eigenkapital dar. Als Grundkapital wird nach der durch die MAG D S.À.R.L., Luxemburg, erfolgten Kapitalerhöhung vom 01. April 2013 eine Kommanditeinlage in Höhe von T€ 375 ausgewiesen. Zum Zwecke der Leistung der Kapitalerhöhung wurde der Betrag in Höhe von T€ 225 dem Rücklagenkonto des Mehrheitsgesellschafters entnommen. Kapitalrücklage Mit Eintritt des Gesellschafters, der MAG D S.À.R.L., Luxemburg, im Geschäftsjahr 2011/2012 erfolgte eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 6.900. Zum Zwecke der Leistung einer Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde der Betrag in Höhe von T€ 225 dem Rücklagenkonto entnommen. Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurden darüber hinaus Entnahmen durch die Gesellschafter in Höhe von T€ 3.685 getätigt. Erwirtschaftete Gewinne, die nach dem anteiligen Ausgleich der Verlustvortragskonten verbleiben, werden entsprechend der gesellschaftsvertraglichen Regelungen zu 50% der Kapitalrücklage zugewiesen. Hybridkapital Im August 2015 wurde durch die Procar Automobile GmbH, Wuppertal, ein Vertrag über ein nachrangiges Hybriddarlehen mit einem Nominalvolumen von T€ 4.000 abgeschlossen. Gemäß den Regelungen des IAS 32 stellt dieses Hybridkapital Eigenkapital dar. Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital und Periodenergebnis Der Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am Nettovermögen der Procar Automobile GmbH & Co. KG, Köln, wird entsprechend den darauf anzuwendenden Regelungen des IAS 32 als finanzielle Verbindlichkeit bilanziert. 17. Kapitalmanagement Kapitalsteuerung Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements des Konzerns ist es sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe eines Verschuldungsgrades, der dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zur Summe aus Eigenkapital und Netto-Finanzschulden entspricht.
In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 5.633 (Vorjahr T€ 5.633) Darlehen der Manor Automotive Group (MAG) S.À.R.L., Luxemburg, enthalten. Aufgrund eines qualifizierten Rangrücktritts der Manor Automotive Group (MAG) S.À.R.L., Luxemburg, ist dieses Darlehen wirtschaftlich als Eigenkapital zu qualifizieren, jedoch nach IAS 32 als Fremdkapital auszuweisen. 18. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen folgende Restlaufzeiten aus:
Unter dieser Position werden keine Fremdwährungsdarlehen ausgewiesen. Die durchschnittlichen Zinssätze der Bankdarlehen betragen 1,7%. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Darlehen der BMW Bank GmbH, die nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise und zum besseren Einblick in die Finanzlage im Geschäftsjahr zum Teil als mittelfristig eingeordnet wurden. Es handelt sich um rollierende Kredite im Rahmen von Fahrzeugfinanzierungen, die aufgrund des Rahmenabkommens von der BMW Bank GmbH zur Verfügung gestellt werden und zwischen 15 und 35 Monaten laufen, soweit die durch Kreditvertrag finanzierten Fahrzeuge noch nicht veräußert wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber der BMW Bank GmbH aus Fahrzeugfinanzierungen weisen folgende Restlaufzeiten aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der BMW Bank GmbH sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Fahrzeuge zum Stichtag in Höhe von T€ 67.962 (Vorjahr T€ 30.859) abgesichert. Darüber hinaus sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus der Finanzierung der Grundstücke und Gebäude enthalten. Diese Verbindlichkeiten sind durch grundbuchrechtliche Eintragungen besichert. Der Buchwert der Grundstücke und Gebäude, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten dienen, beträgt T€ 59.514 (Vorjahr T€ 60.069). 19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Die übrigen Verbindlichkeiten des Konzerns sind in der nachfolgenden Übersicht nach Fristigkeit aufgeteilt im Überblick dargestellt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ausschließlich ein Darlehen der Manor Automotive Group (MAG) S.À.R.L., Luxemburg. Die Ausgleichsansprüche Minderheiten beinhalten die nach IAS 32 als Fremdkapital auszuweisenden Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter an der Procar Automobile GmbH & Co. KG, Köln, die aus der mehrheitswahrenden Abstockung der Anteile im Geschäftsjahr 2013/2014 resultieren. Bei den Verbindlichkeiten ggü. assoziierten Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten gegenüber der Procar Automobile MÜNSTERLAND GmbH, Velbert. Bei den Leasingverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverträgen für Immobilien und Geschäftsfahrzeuge, die im Zuge der Anwendung von IFRS 16 als Verbindlichkeiten passiviert wurden. Auf der Aktivseite innerhalb der Sachanlagen wurden die entsprechenden Nutzungsrechte aktiviert. Im Konzernabschluss werden die Fälligkeiten der Leasingverhältnisse wie folgt ausgewiesen:
Die Leasingverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten aus:
In Bezug auf die eigenen Leasingverbindlichkeiten besteht aus Konzernsicht kein signifikantes Risiko. Die Leasingverbindlichkeiten werden innerhalb der Treasury-Funktion des Konzerns überwacht. 20. Rückstellungen Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Die kurzfristigen Steuerrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für Aufbewahrung sowie für Verluste aus Leasing-Rücknahmeverpflichtungen aus dem Geschäftsfeld Rolls-Royce und erwartete Verluste aus Leasing-Rücknahmeverpflichtungen von Dienstfahrzeugen der BMW AG. Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
Von den sonstigen Rückstellungen sind per 30. September 2022 T€ 261 kurzfristig (Vorjahr T€ 284). Finanzinstrumente 21. Finanzinstrumente - beizulegende Zeitwerte und Risikomanagement Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich im Abschnitt 29 des Anhangs. Übersicht Finanzinstrumente per 30. September 2022:
Übersicht Finanzinstrumente per 30. September 2021:
Beizulegender Zeitwert Die gesetzlichen Vertreter geben an, dass die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten annähernd entsprechen. Der beizulegende Zeitwert einer unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Kaufpreisverbindlichkeit auf Rentenbasis beträgt T€ 2.596 und liegt somit um T€ 265 über dem bilanzierten Wert. Gewinne/ Verluste aus originären Finanzinstrumenten
Im Vorjahr stellten sich die Gewinne/ Verluste aus originären Finanzinstrumenten wie folgt dar:
Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen verzinsliche Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Der Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Marktrisiko Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflow eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwankt. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie beispielsweise das Aktienkursrisiko. Das Wechselkursrisiko und das Aktienkursrisiko spielen im Konzern keine Rolle, daher wird im Weiteren nur auf das Zinsrisiko eingegangen. Zinsrisiko Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflow eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwankt. Das Konzern-Fremdkapital umfasst langfristig variabel verzinsliche Darlehen. Daher besteht grundsätzlich ein Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze.
Kreditrisiko Kreditrisiko ist das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen im Rahmen eines Kundenrahmenvertrages nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust führt. Der Konzern ist bei seinem operativen Geschäft Ausfallrisiken ausgesetzt, hat aber geeignete Maßnahmen zur Eindämmung dieser Risiken getroffen. Liquiditätsrisiko Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf den Lagebericht (Anlage 6). Wertberichtigungen Zum 30. September 2022 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von T€ 1.493 (Vorjahr T€ 2.354) wertgemindert. Zusätzlich zu der Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Wertberichtigungen in Höhe von T€ 3.338 (Vorjahr T€ 3.399) auf sonstige Forderungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundenarten
Zum Stichtag entfielen € 8,7 Mio. und damit 45,6% (Vorjahr 42,2%) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Forderungen gegenüber Unternehmen der BMW Group. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Forderungen aus Kundenleasingverträgen. Für diese Forderungen sowie für Forderungen der Kundenart "End- und Businesskunden", auf welche zum Stichtag € 9,6 Mio. und damit 50,6% (Vorjahr 50,1%) der Forderungen entfielen, verlangt die Procar-Gruppe keine Sicherheiten. Zur Begrenzung der Risiken durch Kunden mit hohen Einzelforderungen der Kundenart "Großkunden Teilevertrieb", nimmt die Procar-Gruppe in regelmäßigen Abständen Bonitätsprüfungen vor und sichert die Ausfallrisiken extern durch Ausfallversicherungen ab. Für darüber hinaus bestehende Risiken innerhalb dieser Kundenart fordert die Procar-Gruppe teilweise Bankbürgschaften ein. Die Forderungen gegenüber "Großkunden Teilevertrieb" betrugen zum Stichtag € 0,7 Mio. und lagen damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr € 1,0 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in der Regel sofort ohne Abzug zahlbar sind, werden nach Alterskriterien sowie nach ihrem Status bzw. dem Verfahrenstand auf einen eventuell vorliegenden Wertminderungsbedarf überprüft. Forderungen, die zwischen 0-6 Monate alt sind und fällig oder überfällig jedoch noch nicht Teil des außergerichtlichen Mahnverfahrens oder inzwischen Teil des laufenden außergerichtlichen Mahnverfahrens sind, werden nicht wertberichtigt. Forderungen, die älter als 7 Monate sind, werden in drei Staffeln wie folgt wertberichtigt: Bei einem Forderungsalter zwischen 7 und 12 Monaten in Höhe von 30%, bei einem Forderungsalter zwischen 13 und 24 Monaten in Höhe von 50% und ab einem Forderungsalter von 25 Monaten in Höhe von 90%. Wurden nachträglich Ratenzahlungsvereinbarungen mit Kunden getroffen, so werden die betroffenen Forderungen in Höhe von 10% wertberichtigt. Besteht ein laufendes gerichtliches Mahnverfahren, wird eine Wertberichtigung in Höhe von 90% vorgenommen. Sofern eine Forderung durch ein außergerichtliches Mahnverfahren bisher nicht einbringlich war und daraufhin zur weiteren Bearbeitung an einen Rechtsanwalt übergeben wurde, wird diese Forderung in Höhe von 100% wertberichtigt. Unterliegt eine Forderung einem laufenden Insolvenzverfahren, wird diese in Höhe von 100% wertberichtigt. Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf sonstige Vermögenswerte nach IFRS 9
Zusammensetzung des Konzerns 22. Verzeichnis der Tochter- und Enkelunternehmen Der Konzernabschluss der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert, umfasst die Einzelabschlüsse der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert, der Muttergesellschaft der Procar-Gruppe, sowie ihrer acht Tochter- bzw. Enkelunternehmen, die ausnahmslos ihren Sitz im Inland haben. Im August des Geschäftsjahres 2016/2017 erfolgte die Gründung der Autowert GmbH. Es handelt sich um eine 100%ige Tochtergesellschaft der Procar Versicherungsservice GmbH. Ebenfalls im August des Geschäftsjahres 2016/2017 erfolgte die Gründung der MoveMe GmbH. Es handelt sich um eine 100%ige Tochtergesellschaft der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG. Im Einzelnen wurden folgende Unternehmen konsolidiert:
Die nachfolgenden Unternehmen der Procar-Gruppe erfüllen die Bedingungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB und verzichten deshalb auf die Offenlegung und die Prüfung ihrer Jahresabschlüsse:
Weitere Anhangsangaben 23. Operating-Leasingverhältnisse Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Leasing- und Mietverträgen und stellen sich wie folgt dar:
In dem Zeitraum vom 01. Oktober 2021 bis 30. September 2022 wurden insgesamt T€ 271 finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen ergebniswirksam berücksichtigt. Davon entfällt ein Anteil von T€ 233 auf Leasingverpflichtungen. 24. Nahestehende Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen Aufgrund des Eintritts des neuen Mehrheitsgesellschafters im Geschäftsjahr 2011/2012 ergibt sich folgende Gesellschaftsstruktur: Kommanditistin der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG ist die MAG D S.À.R.L., Luxemburg. Deren Muttergesellschaft ist die Manor Automotive Group (MAG) S.À.R.L., Luxemburg. Deren Muttergesellschaft ist wiederum die Apollon Ventures Luxembourg S.À.R.L., Luxemburg. Hauptgesellschafterin, jedoch ohne Stimmrechte, ist die Euro Man Automotive Ltd., Israel. 100% der Stimmrechte der Apollon Ventures Luxembourg S.À.R.L., Luxemburg, entfallen auf die Apollon Ventures Ltd., Israel, an welcher zwei natürliche Personen beteiligt sind. Mit der MAG D S.À.R.L., Luxemburg, besteht ein Dienstleistungsvertrag für wirtschaftliche Beratungsleistungen sowie die Übernahme der Geschäftsführung der Procar Automobile Finanz-Holding Beteiligungsgesellschaft mbH, Velbert. Für die Übernahme der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr T€ 246 (Vorjahr T€ 246) vergütet. Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der MAG D S.À.R.L., Luxemburg, aus der Begebung eines nachrangigen Hybriddarlehens in Höhe von T€ 4.000 (Vorjahr T€ 4.000) sowie einem Verrechnungskonto in Höhe von T€ 32 (Vorjahr T€ 0). Zum Bilanzstichtag bestanden gegenüber der Manor Automotive Group (MAG) S.À.R.L., Luxemburg, Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 5.633 (Vorjahr T€ 5.633). Nahestehende natürliche Personen Mit Datum vom 20. Dezember 2011 trat der Mietvertrag zwischen der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG und Herrn Dr. Jänsch über das Grundstück in Herne, Holsterhauserstraße in Kraft. Auf diesem Grundstück wurde das neue Gebäude für den Standort Herne errichtet. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren mit einer Verlängerungsoption von 5 Jahren. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Mietzahlungen in Höhe von T€ 245 für das Grundstück in Herne geleistet. Gegenüber dem Kommanditisten Herrn Dr. Jänsch werden am Abschlussstichtag Verpflichtungen in Höhe von T€ 21 (Vorjahr T€ 0) ausgewiesen. 25. Beschäftigte Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden im Schnitt 954 (Vorjahr 972) Mitarbeiter beschäftigt (ohne Geschäftsführer und Aushilfen), davon 104 (Vorjahr 104) Auszubildende im Servicebereich und 76 (Vorjahr 78) Auszubildende im kaufmännischen Bereich. Der Konzern beschäftigte inkl. Auszubildende 294 (Vorjahr 298) gewerbliche Arbeitnehmer und 660 (Vorjahr 674) kaufmännische Arbeitnehmer. 26. Honorar des Abschlussprüfers Die Gesellschafterversammlung hat am 15. Februar 2022 die HERDEN BÖTTINGER BORKEL NEUREITER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Osnabrück, zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021/2022 gewählt. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare des Konzernabschlussprüfers HERDEN BÖTTINGER BORKEL NEUREITER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Osnabrück. Konzernabschlussprüfer Honorar
27. Mitglieder der Geschäftsführung Mit Datum vom 01. März 2014 wurde Frau Michal Manor ép. Topaz als alleinige Geschäftsführerin bestellt. Rechnungslegungsmethoden 28. Bewertungsgrundlagen Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Hiervon ausgenommen sind die Eröffnungsbilanzen erworbener Unternehmen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens. Diese Vermögenswerte und Schulden werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. 29. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen (seine Tochterunternehmen). Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie:
Die Gesellschaft nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben. Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzernergebnis erfasst. Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses sind den Gesellschaftern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzuordnen. Dies gilt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Gesellschafter einen Negativsaldo aufweisen. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen ("Zwischengewinne") werden grundsätzlich im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, die mit den Steuerabgrenzungen aus den Einzelabschlüssen zusammengefasst werden. a) Änderungen der Beteiligungsquote des Konzerns an bestehenden Tochterunternehmen Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses Tochterunternehmen führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen Anteile und der nicht beherrschenden Anteile werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an den Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zugeordnet. Wenn die Gesellschaft die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, wird der Entkonsolidierungsgewinn oder -verlust erfolgswirksam erfasst. Dieser wird ermittelt aus der Differenz zwischen:
Alle im Zusammenhang mit diesem Tochterunternehmen im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge werden so bilanziert, wie dies bei einem Verkauf der Vermögenswerte erfolgen würde, d.h. Umgliederung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder direkte Übertragung in die Gewinnrücklagen. Sofern die Gesellschaft Anteile an dem bisherigen Tochterunternehmen zurückbehält, werden diese mit dem zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung festgestellten beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dieser Wert stellt die Anschaffungskosten der Anteile dar, die abhängig vom Grad der Beherrschung in der Folge gemäß IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung oder nach den Vorschriften für assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen bewertet werden. b) Erwerb von Tochterunternehmen Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentürmern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapital-Instrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Hierzu gelten folgende Ausnahmen:
Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Für den Fall, dass sich - auch nach nochmaliger Beurteilung - ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam erfasst. Gemäß IFRS 3 werden Geschäftswerte nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der zu einer Abwertung führen kann (impairment only approach). Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die gegenwärtig Eigentumsrechte vermitteln und dem Inhaber im Falle der Liquidation das Recht gewähren, einen proportionalen Anteil am Nettovermögen des Unternehmens zu erhalten, werden bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Dieses Wahlrecht kann bei jedem Unternehmenszusammenschluss neu ausgeübt werden. Andere Komponenten von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder den Wertmaßstäben bewertet, die sich aus anderen Standards ergeben. Enthält die übertragene Gegenleistung eine bedingte Gegenleistung, wird diese mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung innerhalb des Bewertungszeitraums werden rückwirkend korrigiert und entsprechend gegen den Geschäfts- oder Firmenwert gebucht. Berichtigungen während des Bewertungszeitraumes sind Anpassungen, um zusätzliche Informationen über Fakten und Umstände widerzuspiegeln, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden. Der Bewertungszeitraum darf jedoch ein Jahr vom Erwerbszeitpunkt an nicht überschreiten. Die Bilanzierung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung, die keine Berichtigungen während des Bewertungszeitraumes darstellen, erfolgt in Abhängigkeit davon, wie die bedingte Gegenleistung einzustufen ist. Handelt es sich bei der bedingten Gegenleistung um Eigenkapital, erfolgt keine Folgebewertung an nachfolgenden Abschlussstichtagen; ihre Erfüllung wird innerhalb des Eigenkapitals bilanziert. Eine bedingte Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, wird an nachfolgenden Abschlussstichtagen gem. IAS 39 oder IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen, sofern anzuwenden, bewertet und ein resultierender Gewinn oder Verlust in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses wird der zuvor von der Gesellschaft an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust wird erfolgswirksam erfasst. Vor dem Erwerbszeitpunkt im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen an den zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteilen werden in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, wenn die Gesellschaft die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt. Ist die erstmalige Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses am Ende eines Geschäftsjahres noch nicht abgeschlossen, gibt die Gesellschaft für die Posten mit derartiger Bilanzierung vorläufige Beträge an. Die Abschlüsse der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert, sowie der einbezogenen Tochter- und Enkelunternehmen werden entsprechend IFRS 10.B87 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei bis fünf Jahre zugrunde gelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden nach IAS 36 vorgenommen. Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf hin geprüft. Die Vorgehensweise bei dieser Werthaltigkeitsprüfung ist in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt. Sachanlagen Grundstücke und Gebäude, die zur Herstellung oder Lieferung von Gütern bzw. Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke gehalten werden, werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung technischer Anlagen und Maschinen sowie der Büro- und Geschäftsausstattung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Den linearen Abschreibungen auf Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 33 und 50 Jahren zu Grunde gelegt. Die Nutzungsdauern bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung betragen drei bis zehn Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswertes unter den Restbuchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert bzw. Wert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswertes (value in use) ermittelt. Die Vorführfahrzeuge werden in den Sachanlagen ausgewiesen. Die nicht verkauften Fahrzeuge wurden unter Berücksichtigung einer 6-jährigen, linearen Abschreibung bewertet. Die Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Finanzinstrumente Ansatz und erstmalige Bewertung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ausgegebene Schuldinstrumente werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird. Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht zu FVTPL bewertet wird, werden die Transaktionskosten, die direkt ihrem Erwerb bzw. ihrer Ausgabe zurechenbar sind, hinzugerechnet bzw. abgezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Klassifizierung und Folgebewertung Finanzielle Vermögenswerte Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, die Procar-Gruppe ändert ihr Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde:
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann die Procar-Gruppe unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Bei der erstmaligen Erfassung kann die Procar-Gruppe unwiderruflich entscheiden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungsanomalien ("accounting missmatch") zu beseitigen oder signifikant zu verringern. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung des Geschäftsmodells Die Procar-Gruppe trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodels, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:
Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten an fremde Dritte durch Übertragungen, die nicht zur Ausbuchung führen, sind in Einklang damit, dass die Procar-Gruppe die Vermögenswerte weiterhin bilanziert, für diesen Zweck keine Verkäufe. Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind Für Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und eine Gewinnmarge. Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt die Procar-Gruppe die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt die Procar-Gruppe:
Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages enthalten sein kann. Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag, der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen (die ein angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages beinhalten können) darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist. Finanzielle Vermögenswerte - Folgebewertung sowie Gewinne und Verluste
Finanzielle Verbindlichkeiten - Klassifizierung, Folgebewertung und Gewinne und Verluste Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft und bewertet. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zu FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als ein solches designiert wird. Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste, einschließlich Zinsaufwendungen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst. Ausbuchung Die Procar-Gruppe bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder sie die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn die Procar-Gruppe alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und sie nicht die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert behält. Die Procar-Gruppe führt Transaktionen durch, in denen sie bilanzierte Vermögenswerte überträgt, aber entweder alle oder alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem übertragenen Vermögenswert behält. In diesen Fällen werden die übertragenen Vermögenswerte nicht ausgebucht. Die Procar-Gruppe bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Die Procar-Gruppe bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn dessen Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) im Gewinn oder Verlust erfasst. Verrechnung Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn die Procar-Gruppe einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten handelt es sich um vom Konzern ausgereichte Forderungen und Kredite. Sie werden zu Anschaffungskosten, vermindert um angemessene Wertberichtigungen für geschätzte uneinbringliche Beträge, bilanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine Zinsen. Zahlungsmittel werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie umfassen Barbestände, auf Abruf zur Verfügung stehende Bankguthaben und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die im Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen. Verzinsliche Bankdarlehen sind zum erhaltenen Auszahlungsbetrag abzüglich der direkt zurechenbaren Ausgabekosten bilanziert. Finanzierungskosten werden periodengerecht erfolgswirksam bilanziert und erhöhen den Buchwert des Finanzinstrumentes insoweit, als sie nicht zum Zeitpunkt ihres Entstehens beglichen werden. Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründet. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkt zurechenbarer Ausgabekosten erfasst. Ausgabekosten sind solche Kosten, die ohne die Ausgabe des Eigenkapitalinstruments nicht angefallen wären. Rückkäufe von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden direkt vom Eigenkapital abgezogen. Weder Kauf noch Verkauf, Ausgabe oder Einziehung von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Von einem Konzernunternehmen emittierte Fremd- und Eigenkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung und den Definitionen als finanzielle Verbindlichkeiten oder Eigenkapital klassifiziert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich. Sie werden wie auch grundsätzlich die übrigen finanziellen Schulden mit den fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bewertung erfolgt zu Vollkosten. Eine finanzielle Garantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgemäß und nicht mit den Bedingungen des Schuldinstruments entsprechend nachkommt. Verpflichtungen aus Finanzgarantien werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und, sofern sie nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, anschließend zum höheren der beiden im Folgenden genannten Beträge bewertet:
Leistungsverpflichtungen und Methoden der Erlöserfassung Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen. Die Procar-Gruppe erfasst Erlöse, wenn sie die Verfügungsgewalt über ein Gut oder eine Dienstleistung an einen Kunden überträgt. Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Art und Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze der Erlösrealisierung.
Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind, zu den Kosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst. Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwandes und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf der Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag angekündigten Steuersätze berechnet. Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- bzw. -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Jahresabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden im Allgemeinen für alle steuerbaren temporären Differenzen und latenten Steueransprüche insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung der Vermögenswerte Geltung haben. Latente Steuern werden generell erfolgswirksam erfasst, außer für solche Positionen, die direkt im Eigenkapital gebucht werden. Leasingverhältnisse Bei Vertragsbeginn beurteilt die Procar-Gruppe, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt die Procar-Gruppe die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrunde. Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrages, der eine Leasingkomponente enthält, teilt die Procar-Gruppe das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf. Für Immobilien-Leasingverträge hat die Procar-Gruppe jedoch beschlossen, von einer Trennung der Nichtleasingkomponenten abzusehen und stattdessen Leasing- und Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren. Am Bereitstellungsdatum erfasst die Procar-Gruppe einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize. Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrundeliegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass die Procar-Gruppe eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst. Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Normalerweise nutzt die Procar-Gruppe ihren Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz. Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt die Procar-Gruppe Zinssätze von verschiedenen externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes zu berücksichtigen. Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen:
Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-)Satzänderung verändern, wenn die Procar-Gruppe seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn die Procar-Gruppe seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechtes auf Null verringert hat. In der Bilanz weist die Procar-Gruppe Nutzungsrechte in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten aus. Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen Die Procar-Gruppe hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse, einschließlich IT-Ausstattung, nicht anzusetzen. Die Procar-Gruppe erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand. Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen:
30. Neue Standards, die noch nicht angewendet werden
Velbert, 21. Dezember 2022 Procar Automobile Finanz-Holding Beteiligungsgesellschaft mbH, Velbert, für Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert Michal Manor ép. Topaz Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022Inhalt 1. Grundlagen des Konzerns 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2.1.2 Automobilmarkt 2.1.2.1 Sales 2.1.2.2 Aftersales 2.2. Unternehmenssituation und Geschäftsverlauf 2.2.1 Sales 2.2.2 Aftersales 2.3. Darstellung der Lage 2.3.1 Vermögenslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.3 Ertragslage 2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognosebericht 3.1 Allgemein 3.2 Sales 3.3 Aftersales 3.4 Ergebnisentwicklung 4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 4.1 Sales 4.2 Aftersales 4.3 Risikomanagement 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 6. Bericht über Zweigniederlassungen 1. Grundlagen des Konzerns Die Procar-Gruppe ist mit ihren wesentlichen Beteiligungen im Handel mit sowie Reparatur von Kraftfahrzeugen tätig. Die Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat ihren Geschäftssitz in Velbert. Sie hält direkt oder indirekt Beteiligungen an den wesentlichen Konzerngesellschaften, die das operative Geschäft des Konzerns betreiben. Insgesamt gehörten am Bilanzstichtag acht unmittelbare und mittelbare inländische Tochterunternehmen zum Konsolidierungskreis. Die Procar-Gruppe besteht insgesamt aus 16 Vertriebsstandorten und einem Verwaltungssitz in Velbert. Die Procar-Gruppe betreibt aktuell 16 BMW-Vertriebsstandorte und daran angegliedert 8 MINI- und einen Rolls Royce Vertriebsstandort(e). Sie bietet, neben dem Handel mit neuen und gebrauchten Fahrzeugen, den Vertrieb von Automobil- und Motorradteilen, KFZ-Zubehör, Motorradkleidung und insbesondere ein umfangreiches Portfolio an Werkstatt- und Reparaturleistungen an. Darüber hinaus ergänzt die Procar-Gruppe ihr Angebot durch die Beratung über und Vermittlung von verschiedenen Versicherungs- und Finanzprodukten sowie über die Online-Vermittlung und die Erbringung von Dienstleistungen rund um das Automobil. Insgesamt blickt die Procar-Gruppe (über ihre Vorgängergesellschaften) auf eine über 30-jährige Erfahrung im Vertrieb von Neu- und Gebrauchtwagen sowie im Bereich Werkstatt- und Reparaturleistungen zurück. Die Procar-Gruppe unterteilt ihre Geschäftstätigkeit im Wesentlichen in vier Geschäftsbereiche:
2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im III. Quartal 2022 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4% höher als im II. Quartal 2022, womit die deutsche Wirtschaft weiter robust bleibt. Dies ist im Wesentlichen durch gestiegene private Konsumausgaben (+1,0%) bedingt, wohingegen die Konsumausgaben des Staates auf dem Niveau des Vorquartals blieben (+0,0%). Zudem nahmen sowohl die Exporte (+2,0%) als auch die Importe (+2,4%) gegenüber dem Vorquartal zu. Im Inland stiegen die Ausrüstungsinvestitionen, denen im Wesentlichen Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Investitionen in Fahrzeuge zugerechnet werden, um 2,7% im Vergleich zum Vorquartal. Die Bauinvestitionen waren hingegen um 1,4% rückläufig. Im Vorjahresvergleich betrugen die Veränderungen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bezogen auf unser Geschäftsjahr preisbereinigt +1,2%, +3,9%, +1,7% sowie +1,2% im Vergleich zum jeweiligen Quartal des Vorjahres. Preis- und kalenderbereinigt stieg das Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vorjahresvergleich im III. Quartal 2022 um 1,3%. Wesentliche Treiber der positiven Entwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal waren sowohl die gestiegenen staatlichen Konsumausgaben (+1,4%) als auch die höheren privaten Konsumausgaben (+2,0%). Ebenfalls im Vorjahresvergleich gestiegen sind die Investitionen in Ausrüstungen (6,3%). Lediglich die Bauinvestitionen waren im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 2,6% niedriger. Die Wirtschaftsleistung wurde im III. Quartal 2022 von 45,6 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht dies einem Anstieg in Höhe von 490.000 Personen bzw. 1,1%, womit ein erneuter Höchststand erreicht wurde. Hierbei ist zu beachten, dass sich Kurzarbeit nicht auf die Anzahl der Erwerbstätigen auswirkt, da Kurzarbeitende weiter als Erwerbstätige gezählt werden. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit hat jedoch einen Effekt auf die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen. Diese stieg nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im III. Quartal 2022 um 1,1% gegenüber dem Vorjahresquartal, was vor allem mit einem Rückgang der Kurzarbeit zusammenhängt. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen nahm nach vorläufigen Berechnungen im gleichen Zeitraum gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,2% zu. Die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigem war 0,1% höher als im 3. Quartal 2021. 2.1.2 Automobilmarkt Im Folgenden beinhaltet das Geschäftsfeld Sales den An- und Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen. Dem Geschäftsfeld Aftersales sind der Teilevertrieb sowie der Service zugeordnet. 2.1.2.1 Sales Von Januar 2022 bis einschließlich September 2022 wurden im deutschen Kraftfahrzeugmarkt 1.867.885 Personenkraftwagen für den Straßenverkehr neu zugelassen. Daraus lässt sich eine Abschwächung des Gesamtmarktes gegenüber dem Vorjahr in Höhe von -7,4% ableiten. Die Marke BMW (ohne MINI) verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang auf insgesamt 153.304 Neuzulassungen (-10,6%) und erzielte damit einen Marktanteil von 8,2%. Im Vergleich der drei Premiumhersteller stiegen die Neuzulassungen der Marke Mercedes um 0,4%, wodurch Mercedes einen Marktanteil von 8,9% erzielte. Die Neuzulassungen der Marke Audi steigen im Vergleich zum Vorjahr um +2,5%. Der Marktanteil der Marke Audi stieg auf 8,1%. Die Besitzumschreibungen im deutschen Gebrauchtfahrzeugmarkt lagen im Berichtszeitraum von Januar bis September 2022 mit 4.284.680 Einheiten um 865.184 Einheiten deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das entspricht einem Rückgang des Gesamtmarktes um 16,8%. Im Vergleich der Premiumhersteller liegt BMW (inkl. MINI) weiterhin mit einem Marktanteil von 9,6% vor Audi (7,3%) und hinter Mercedes (10,4%). 2.1.2.2 Aftersales Im Bereich Service und Reparatur von Automobilfahrzeugen ist im ersten Halbjahr 2022 eine positive Tendenz zu erkennen. Laut Jürgen Karpinski, dem Präsidenten des Zentralverbandes des deutschen KFZ-Gewerbe (ZDK), sind die Kfz-Betriebe beim Werkstatt-Geschäft, bezogen auf die Quote der durchschnittlichen Werkstatt-Auslastung, wieder auf dem Vorkrisen-Niveau von 2019 angekommen. So lag diese Quote im ersten Halbjahr 2022 bei 83,0% (Vergleich 2019: 83,0%). Insgesamt hebe die höhere Werkstattauslastung aber nicht die allgemeine Stimmung, obwohl beide Befragungsgruppen die positive Entwicklung im Servicegeschäft feststellten. Ursächlich hierfür seien der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen politischen Reaktionen, durch die die Erholung erst einmal gebremst werde. Es kommt bspw. zu Ausfällen bei der Produktion von Automobilen, da Teile ukrainischer Zulieferer fehlen. Weitere Beeinträchtigungen seien die Knappheit an Containern und der Containerstau in den wegen Covid-19 geschlossenen chinesischen Häfen, gestörte Lieferketten oder steigende Preise bei Rohmaterial und Energie zur Produktion. Diese Umstände und die gestiegenen Lebenshaltungskosten der privaten Haushalte, insbesondere wegen der hohen Energiekosten, führen zu einer sinkenden Kauflaune der Kundschaft. 2.2. Unternehmenssituation und Geschäftsverlauf Da das Konzernergebnis im Wesentlichen durch das Automobilgeschäft beeinflusst wird, beziehen sich die nachfolgenden Ausführungen ausschließlich auf den Geschäftsverlauf der Tochtergesellschaften Procar Automobile GmbH, Wuppertal, und Procar Automobile GmbH & Co. KG, Köln. 2.2.1 Sales
Im Geschäftsjahr 2021/2022 verzeichnete die Procar Unternehmensgruppe bei den Auftragseingängen eine Steigerung um 0,8%. In Summe konnte das Unternehmen im Berichtsjahr 7.814 Auftragseingänge erzielen. Dieser Wert lässt sich in 4.960 Einheiten der Marke BMW im Detailgeschäft, 1.362 Einheiten der Marke MINI im Detailgeschäft, 1.086 Einheiten der Marken BMW und MINI im Großkundengeschäft, 159 Einheiten BMW und MINI an Sonderkunden, 178 Einheiten der Marke BMW Motorrad sowie 69 Einheiten der Marke Rolls-Royce gliedern. Innerhalb des Betrachtungszeitraums war die X-Reihe mit 41,2% Absatzanteil die wesentliche Säule beim Absatz der Gruppe und liegt mit einem Rückgang um -3,7% unter dem Vorjahr. Die 2er Reihe bildet mit einem Zuwachs zum Vorjahr (+413 Einheiten) sowie einem Absatzanteil von 12,9% den zweitgrößten Beitrag zum Absatzgesamtvolumen. Die 3er-Reihe befindet sich mit einem Rückgang zum Vorjahr (-166 Einheiten) sowie einem Absatzanteil von 11,7% auf dem dritten Rang, gemessen am gesamten Absatzvolumen. Innerhalb der X-Reihe war die Modellreihe X3 mit 703 verkauften Einheiten die stärkste Modellreihe, wobei gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs (+134 Einheiten) verzeichnet werden konnte. Der BMW X5 belegt mit 516 verkauften Einheiten den zweiten Rang innerhalb der BMW X Modelle mit einem gesteigerten Absatz (+133 Einheiten) gegenüber dem Vorjahr. Das Modell BMW X1 musste mit 371 Einheiten einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr hinnehmen (-469 Einheiten). Die BMW I Reihe entwickelt sich positiv und verzeichnete eine Absatzsteigerung von 181 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr. Der Absatz von Fahrzeugen der Marke MINI konnte gegenüber dem Vorjahr mit +44 Einheiten gesteigert werden. Hierbei konnte der MINI Hatch mit +255 Einheiten die stärkste Steigerung verzeichnen. Das MINI Cabrio ist weiterhin die zweitstärkste MINI Baureihe, musste jedoch gegenüber dem Vorjahr einen Absatzrückgang hinnehmen (-70 Einheiten). Die Abteilung Neue Automobile konnte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 290,7 Mio. erzielen und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Betriebe mit dem größten Anteil an den Umsatzerlösen waren Köln-West mit EUR 50,4 Mio. (17,3%), Wuppertal mit EUR 34,2 Mio. (11,8%) und Köln-Süd mit EUR 32,4 Mio. (11,1%). Die monetäre Ergebnissituation lag innerhalb der beschriebenen Marktsituation mit einem Deckungsbeitrag III in Höhe von EUR 12,0 Mio. (4,1% rel.) über dem Vorjahresniveau.
Im Geschäftsfeld Gebrauchte Automobile lag der Fahrzeugabsatz bei 7.779 Fahrzeugen, was einem Absatzrückgang von 1.055 Einheiten (-11,9%) entspricht. Der Absatzrückgang verteilt sich konstant auf das gesamte Geschäftsjahr, wesentlicher Treiber für die Absatzentwicklung war die erschwerte Verfügbarkeit von Gebrauchtfahrzeugen bei gleichzeitig hoher Nachfrage. Dies führte zu einer Warenknappheit, die auch durch den externen Zukauf von Ware nicht verhindert werden konnte, da auch hier das Angebot knapp war. Zusätzlich erfolgt der Rücklauf von Leasingfahrzeugen zeitversetzt, aufgrund der erschwerten Liefersituation im Neuwagenbereich. Entgegen der vorherrschenden Absatzentwicklung konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessert werden. Dies ist im Wesentlichen auf das anhaltend hohe Preisniveau im Gebrauchtfahrzeugmarkt zurückzuführen, das zu einem höheren Umsatz pro Fahrzeug im Vergleich zum Vorjahr führte. Das höchste Absatzvolumen konnte mit dem Verkauf von BMW Leasingrückläufern erzielt werden, deren Anteil im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen ist. Der Absatz von "Jungen Gebrauchten Automobilen der BMW AG" (JGA) war in diesem Jahr rückläufig, da die Verfügbarkeit auf Seite des Herstellers aufgrund der erschwerten Produktionssituation anhaltend begrenzt war. Die starke Nachfrage und das anhaltend hohe Preisniveau haben sich entsprechend positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Der Deckungsbeitrag I konnte weiter gesteigert werden, bei einer annähernd identischen Kostenstruktur zum Vorjahr. Resultierend aus den genannten Entwicklungen konnte auch der Deckungsbeitrag III im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden. Die Umsatzstruktur setzt sich wie folgt zusammen:
2.2.2 Aftersales Die Covid-19-Pandemie bedingte Verschiebung von Wartungsarbeiten und intensiveren Fahrzeugreparaturen in das abgelaufene Geschäftsjahr, führte zu höheren Erträgen im Service und Teilevertrieb. Durch den Anstieg des Gebrauchtwagengeschäftes, des damit verbundenen Detailgeschäftes und durch die Bearbeitung von Gewährleistungsfällen, ist der Deckungsbeitrag III des Teilevertriebs um 5,8% auf EUR 12,7 Mio. gestiegen. Die Umsatzerlöse des Teilevertriebs stiegen um 6,3% auf EUR 67,5 Mio. gegenüber der Vorjahresperiode. Im Bereich Service stiegen die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum um 9,3% auf EUR 42,3 Mio. (Vorjahr EUR 38,7 Mio.).
Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden insgesamt 141.644 interne und externe Werkstattaufträge bearbeitet gegenüber 139.192 im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Anzahl der Aufträge stieg damit leicht um 2.452 (1,8%). 2.3. Darstellung der Lage 2.3.1 Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 57,2 Mio. (+30,7%) auf EUR 243,6 Mio. Ursächlich für den Anstieg auf der Aktivseite waren vor allem die Vorräte (+82,4%) und die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (+17,4). Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital (+39,6%) auf EUR 78,4 Mio. Gegenläufig wirkten sich im Wesentlichen der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowohl langfristig (+37,2%) als auch kurzfristig (+46,0%) sowie die deutlich gestiegenen Steuerrückstellungen (+92,2%) aus. Langfristige Vermögenswerte Die immateriellen Vermögensgegenstände betrugen EUR 11,6 Mio. und lagen somit auf Vorjahresniveau. Der Anteil an der Bilanzsumme sank somit um 1,4%-Punkte auf 4,8%. Wie im Vorjahr beinhalteten sie im Wesentlichen einen aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 11,4 Mio. aus dem 100%igen Anteilserwerb an der Procar Automobile GmbH, Wuppertal. Das Sachanlagevermögen mit einem Wert von EUR 88,9 Mio. erhöhte sich leicht um EUR 1,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch geleistete Anzahlungen in Höhe von EUR 1,5 Mio. in der Berichtsperiode. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der Grundstücke und Bauten um EUR 0,8 Mio. aus, was im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen auf Gebäude und einem diesen Effekt reduzierenden Betriebsgrundstückskauf resultierte. Die technischen Anlagen und Maschinen (EUR 2,7 Mio.) und die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (EUR 1,2 Mio.) lagen auf Vorjahresniveau. Die Abschreibungen im Bereich der immateriellen Vermögenswerte und des Sachanlagevermögens betrugen insgesamt EUR 4,7 Mio. (-0,4%). Das Finanzanlagevermögen lag mit EUR 8,9 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 2,2 Mio. Die Erhöhung ist im Wesentlichen bedingt durch geleistete Anzahlungen in Höhe von EUR 4,0 Mio., die aus dem Anteilserwerb an der Procar Automobile Münsterland GmbH, Velbert, mit Wirkung zum 01. Oktober 2022 resultierten. Die Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG erwarb mit Kaufvertrag vom 14. September 2022 56,67% der Anteile der Procar Automobile Münsterland GmbH, Velbert und hält somit ab dem 01. Oktober 2022 100% der Anteile des Unternehmens. Ebenso wirkten sich gestiegene Beteiligungserträge der aktuell nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen aus der bisherigen Beteiligung an der Procar Automobile Münsterland GmbH, Velbert, sowie eine in der Berichtsperiode vorgenommene Wertaufholung dieser Beteiligung aus. Die aktiven latenten Steuern betrugen EUR 0,0 Mio. Im Berichtsjahr erfolgte ein Ausweis passiver latenter Steuern. Kurzfristige Vermögenswerte Am Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 bestanden Vorräte mit einem Wert von EUR 101,3 Mio. Sie lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert in Höhe von EUR 55,5 Mio. Der Anstieg ist im Wesentlichen begründet in der besseren Verfügbarkeit von Neu- und Vorführfahrzeugen, bedingt durch das Abklingen des Halbleitermangels sowie durch ein gestiegenes Fahrzeugpreisniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 19,9 Mio. resultierten nahezu ausschließlich aus den Tochtergesellschaften Procar Automobile GmbH, Wuppertal, und Procar Automobile GmbH & Co. KG, Köln. Sie erhöhten sich im Verhältnis zum Vorjahr um EUR 4,2 Mio. (+28,0%). Der Anstieg ist im Wesentlichen stichtagsbedingt. Die sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte verringerten sich im Geschäftsjahr 2021/2022 um EUR 0,6 Mio. auf EUR 5,2 Mio. (-10,0%). Ursächlich für den Rückgang war im Wesentlichen der Rückgang der Forderungen gg. BMW Group (Gewährleistungen u. Prämien) sowie der Rückgang der Debitorischen Kreditoren. Beide Effekte sind im Wesentlichen stichtagsbedingt. Der Bestand an Finanzmitteln lag mit EUR 8,8 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (+1,4%). Die Entwicklung ist aus der Cashflow-Rechnung (Anlage 4) abzulesen. Die Finanzmittel bestanden zu 100% aus liquiden Mitteln. Eigenkapital Das Eigenkapital erhöhte sich um EUR 22,3 Mio. auf EUR 78,5 Mio. (+39,6%). Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem gestiegenen Jahresergebnis 2021/2022. Gegenläufig wirkten sich die Eigenkapitalentnahmen durch Gesellschafter zur Begleichung von Ertragsteueraufwendungen im Zuge der Beteiligung sowie die sich aus der beschlossenen Gewinnverwendung ergebende Zuweisung zu den Verrechnungskonten der Gesellschafter im Fremdkapital aus. Langfristige Schulden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 EUR 64,8 Mio. Der Anstieg in Höhe von EUR 17,6 Mio. (+37,2%) resultierte im Wesentlichen aus einer höheren Inanspruchnahme der Fahrzeugfinanzierungslinie der BMW Bank GmbH. Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten lagen mit EUR 15,9 Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (+3,1%). Im Wesentlichen enthielten sie Darlehen der Manor Automotive Group (MAG) S.À.R.L., Luxemburg, in Höhe von EUR 5,6 Mio. sowie Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 in Höhe von EUR 3,6 Mio. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 wurden latente Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,1 Mio. ausgewiesen (Vorjahr EUR 0,3 Mio.). Kurzfristige Schulden Im Bereich der kurzfristigen Schulden lagen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 4,2 Mio. (-2,9%) nahezu auf Vorjahresniveau. Die Vertragsverbindlichkeiten erhöhten sich um EUR 2,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 8,7 Mio. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich im Betrachtungszeitraum um EUR 3,3 Mio. (+92,2%) auf EUR 6,3 Mio., bedingt durch das Jahresergebnis des aktuellen Geschäftsjahres. Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit EUR 24,8 Mio. (- 1,8%) nahezu auf Vorjahresniveau. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus abgegrenzten Verbindlichkeiten (RST und PRAP) in Höhe von EUR 18,7 Mio. sowie kreditorischen Debitoren in Höhe von EUR 1,3 Mio. zusammen. Weitere Erläuterungen zur Vermögenslage sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Textziffern (10) bis (21) ersichtlich. 2.3.2 Finanzlage Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2020/2021 und 2021/2022. Hierbei wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden (operativen) Geschäftstätigkeit und den Zahlungsströmen aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns werden die Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit anhand der indirekten Methode ermittelt. Demgegenüber werden die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zahlungsbezogen ermittelt. Der in den Kapitalflussrechnungen betrachtete Finanzmittelfonds entspricht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in der Bilanz. Die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns führte im Geschäftsjahr 2021/2022 zu einem Mittelzufluss von EUR 26,6 Mio. (Vorjahr EUR 6,0 Mio.). Bei einem deutlich angestiegenen Periodenergebnis resultierte der Anstieg des Mittelzuflusses im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aus der Veränderung des Working Capital, was auf die höhere Inanspruchnahme der Fahrzeugkreditlinie sowie den Anstieg des Fahrzeugbestands zurückzuführen war. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug EUR -9,1 Mio. (Vorjahr EUR -3,2 Mio.). Wie im Vorjahr waren ursächlich für den Mittelabfluss Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen, die nicht durch Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens kompensiert werden konnten. Im Wesentlichen betrafen die Auszahlungen Investitionen in Miet- und Vorführfahrzeuge. In der Berichtsperiode wurden zudem Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von EUR 4,0 Mio. für den Anteilskauf der Procar Automobile Münsterland GmbH, Velbert, mit Wirkung zum 01. Oktober 2022 getätigt. Im Bereich der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr ein Mittelabfluss von EUR -17,4 Mio. (Vorjahr EUR -7,2 Mio.). Dieser Mittelabfluss resultierte im Wesentlichen aus den Auszahlungen für die planmäßige Tilgung von Immobiliendarlehen. Gegenläufig wirkten sich die Einzahlungen aus der Aufnahme neuer Darlehen aus. Zusätzlich erfolgten im Geschäftsjahr Eigenkapitalentnahmen durch Gesellschafter sowie weitere Eigenkapitalentnahmen durch Gesellschafter zur Begleichung von Ertragssteueraufwendungen im Zuge der Beteiligung. Aus der Entwicklung des Cashflows ergab sich eine Erhöhung der Flüssigen Mittel im Konzern um EUR 0,1 Mio. auf EUR 8,8 Mio. Für einen Teil der Mittel in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,0 Mio.) bestand Verfügungsbeschränkung. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Bürgschaften. Zur Bestandsfinanzierung als auch für das Tagesgeschäft standen ausreichende Linien der Herstellerbank und Hausbanken zur Verfügung. Die Finanzlage ist danach als geordnet zu bezeichnen. Allen erkennbaren Risiken ist durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen worden. 2.3.3 Ertragslage Im Wesentlichen wurden die Umsatzerlöse in den Tochtergesellschaften Procar Automobile GmbH, Wuppertal, und Procar Automobile GmbH & Co. KG, Köln, erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2021/2022 um EUR 33,1 Mio. (+5,5%) auf EUR 636,6 Mio. Der Anstieg war im Wesentlichen auf die gestiegene Nachfrage im Bereich Gebrauchte Automobile zurückzuführen, die eine Folge der schlechten Verfügbarkeit von Neufahrzeugen im Wesentlichen in der ersten Hälfte des Wirtschaftsjahres war. Aufgeteilt nach Sparten teilten sich die Umsatzerlöse wie folgt auf.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 7,2 Mio. In der Berichtsperiode wurden für gleichartige Vorgänge wieder neue Rückstellungen in Höhe von EUR 7,7 Mio. gebildet. Die genannten Rückstellungen sind in der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" enthalten. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr EUR 51,7 Mio. und lagen damit um EUR 4,0 Mio. über dem Vorjahresniveau. Dies war im Wesentlichen auf umsatz- und ergebnisbedingt gestiegene Verkäuferaufwendungen zurückzuführen. Die Personalkostenquote stieg leicht von 7,9% im Vorjahr auf 8,1% im Geschäftsjahr 2021/2022 an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich leicht um EUR 0,9 Mio. (+4,9%) auf EUR 20,2 Mio. Diese Entwicklung lässt sich wie folgt erläutern: Die Raumkosten erhöhten sich um EUR 0,6 Mio. (+23,3%) auf EUR 2,9 Mio. Diese Erhöhung resultierte im Wesentlichen aus dem gestiegenen Preisniveau bei Energiekosten, Mietneben- und Fremdreinigungskosten sowie bei Mieten für bewegliches Anlagevermögen. Des Weiteren erhöhten sich die Werbekosten um EUR 0,2 Mio. (+10,1%) auf EUR 2,4 Mio., was im Wesentlichen aus umsatzbedingt gestiegenen Kosten im Neu- und Gebrauchtfahrzeugbereich aus der Online-Vermarktung von Fahrzeugen resultierte. Gegenläufig wirkte sich die Reduzierung der Kosten der Warenabgabe um EUR 0,4 Mio. (-8,7%) auf EUR 4,0 Mio. aus. Dieser Rückgang war bedingt durch im Vorjahr abgebildete Risiken aus Verkaufshilfen-Prüfungen der BMW AG (BMW Group). Das Finanzergebnis lag mit EUR -3,1 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau. Die Procar-Gruppe weist im Geschäftsjahr 2021/2022 einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 34,0 Mio. (Vorjahr EUR 18,1 Mio.) aus. Die Umsatzrendite vor Steuern lag mit 6,3% über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 3,7%). Damit konnte wiederholt die geplante Umsatzrendite für das Geschäftsjahr 2021/2022 sehr deutlich überschritten werden. Diese Überschreitung resultierte im Wesentlichen bei einem in der Berichtsperiode im Vergleich zur Planung rückläufigen Neufahrzeuggeschäft und einem damit verbundenen Umsatzrückgang aus einer sehr positiven Zielerreichung des BMW Neufahrzeugpreissystems für das Kalenderjahr 2021, welche zum Zeitpunkt der Planung noch nicht gesichert und daher nicht berücksichtigt war. Das im Vergleich zur Planung verfehlte Umsatzziel im Bereich Neuwagen lässt sich im Wesentlichen durch den im ersten Teil des Berichtsjahres weiterhin vorherrschenden Halbleitermangel in der Autoindustrie und der daraus resultierten Chipkrise erklären, da die dadurch entstandenen Lieferprobleme zu einer geringeren Nachfrage nach Neuen Automobilen führten. Hieraus entstand wiederum eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen gepaart mit einem sehr hohen Preisniveau dieser Fahrzeuge, was sich sehr deutlich im Umsatz sowie im Deckungsbeitrag niederschlug. Auch durch ein konsequentes Bestands- und Einkaufsmanagements entwickelte sich die Ergebnisqualität im Gebrauchtfahrzeugbereich sehr positiv, sodass im Gebrauchtfahrzeugbereich sowohl der Deckungsbeitrag als auch der Umsatz deutlich über dem Planwert lagen. Die beschriebenen Entwicklungen im Sales sowie die im Vergleich zur Planung gestiegenen Aftersales-Deckungsbeiträge wirkten sich sehr positiv auf das Gesamtergebnis aus. Weitere Erläuterungen zur Ertragslage sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Textziffern (5) bis (9) ersichtlich. 2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die einzelnen Standorte der Procar-Gruppe werden in einem kennzahlenorientierten Reporting aufgeführt. In diesem Reporting werden spartenspezifische und spartenübergreifende KPIs (key performance indicators) pro Standort dargestellt, mit deren Hilfe die Steuerung des Procar Konzerns erfolgt. Des Weiteren werden die KPIs zu den Vorjahreswerten und den Planwerten der jeweiligen Standorte verglichen, um mögliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Leistungsindikatoren im Bereich Sales sind z.B. Umsätze pro Neufahrzeug- bzw. Gebrauchtfahrzeugreihe, die Deckungsbeiträge I pro Neufahrzeug- bzw. Gebrauchtfahrzeugreihe sowie die Deckungsbeiträge III. Im Bereich Aftersales handelt es sich bei den Leistungsindikatoren beispielsweise um die Umsätze pro Teileart, die Deckungsbeiträge I und Deckungsbeiträge III sowie um den Wert der verkauften Arbeitsstunden oder den Umsatz je Mitarbeiter. Darüber hinaus wird auf Standortebene das jeweilige EBT (earnings before tax) ausgewiesen. Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren, die sich auf die Geschäftsentwicklung auswirken, sind die Mitarbeiter- und die Kundenzufriedenheit. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer gliedert sich nach Gruppen wie folgt:
Im Bereich der Mitarbeiterentwicklung wird auf eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter gesetzt, da diese die Basis für den Unternehmenserfolg darstellen. Auch der Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften wird durch die Ausbildung junger Menschen gesichert. Langfristig soll die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen gefördert werden, um die Bindung an das Unternehmen zu stärken. Hierzu werden jährlich Befragungen zur Zufriedenheit der Mitarbeiter durchgeführt und hieraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Auch die Kundenzufriedenheit ist einer der wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Es werden regelmäßig Kundenbefragungen durchgeführt, deren direktes Feedback umgesetzt wird und zu einer ständigen Verbesserung der Beratung in allen Geschäftsbereichen führt. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. 3. Prognosebericht 3.1 Allgemein Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erwartet nach dem Stand Oktober 2022, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt im Kalenderjahr 2022 um 1,4% steigen wird, wohingegen sich im Kalenderjahr 2023 ein Rückgang von 0,4% abzeichnet. Gemäß der Herbstprojektion 2022 des BMWi ist der zentrale Grund für die Abwärtskorrektur der Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft gegenüber der Frühjahrsprojektion der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und der damit einhergehende Stopp von Gaslieferungen. Dadurch befinden sich die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau, die wiederum die Industrieproduktion bremsen. Durch den Kaufkraftverlust wird auch ein Rückgang beim preisbereinigten privaten Konsum erwartet. Darüber hinaus bleiben die Verbraucherpreise ebenfalls auf einem hohen Niveau, der Preisanstieg werde jedoch durch die geplante Gaspreisbremse gedämpft. Daher prognostiziert die Bundesregierung Inflationsraten von 8,0% im Jahr 2022 und 7,0% im Jahr 2023. Insbesondere im Kalenderjahr 2023 würde die Inflationsrate ohne den preisdämpfenden Effekt der Gaspreisbremse deutlich höher ausfallen. Weiter geht das BMWi davon aus, dass die Konsumausgaben privater Haushalte preisbereinigt im Kalenderjahr 2022 um 4,3% steigen und in 2023 um 0,9% gegenüber dem Vorjahr rückläufig sein werden. Für die staatlichen Konsumausgaben erwartet das BMWi, dass sie zunächst im Kalenderjahr 2022 um 2,8% steigen und in 2023 wiederum um 0,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum fallen werden. Außerdem prognostiziert das BMWi für die deutschen Exporte einen Anstieg von 1,4% in 2022 und 2,0% in 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bezogen auf die Importe sei von einer Zunahme in Höhe von 5,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum in 2022 und von einer Zunahme in Höhe von 1,9% in 2023 auszugehen. 3.2 Sales Im Laufe des folgenden Geschäftsjahres erwarten wir einige Modellüberarbeitungen sowie Neuerscheinungen innerhalb der Marke BMW. Mit Freude blicken wir der Premiere des BMW X1 sowie BMW iX1 Ende 2022 entgegen. Darüber hinaus werden die Neuauflagen des BMW X5 und BMW X6 im Frühjahr 2023 in den Markt eingeführt. Die positive Entwicklung der Modelle BMW BEV (Battery Electric Vehicle) sowie der BMW 3er Reihe könnte weiterhin insbesondere im Gewerbekundenbereich gesteigert werden. Absatzrückgänge der Fahrzeuge, bei denen wir mit einer langsam einschreitenden Sättigungsphase rechnen, wozu die Modellreihe BMW 5er zählt, könnten mit den Zuwächsen innerhalb der weiter oben genannten Modelle kompensiert werden. Das Absatzvolumen im Bereich der Marke MINI könnte im folgenden Geschäftsjahr mit einer sich im Auslauf befindenden Modellpalette nur schwer auf dem aktuellen Niveau gehalten werden. Für den Geschäftsbereich Vertrieb an Großkunden wird eine Leistung auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Der Vertrieb an Businesskunden wird voraussichtlich weiter ausgebaut werden können, um die Potenziale im Gewerbekundensegment optimal auszuschöpfen. Des Weiteren ist damit zu rechnen, dass der Absatz an BEV Modellen, in Folge der staatlichen Fördermaßnahmen, im kommenden Geschäftsjahr weiter zulegen wird. Im Bereich Gebrauchtfahrzeuge wird der Fokus weiterhin auf dem Kerngeschäft der Procar-Gruppe, dem Endkundenbereich liegen. Durch diese Fokussierung ist der Aufbau von Nebengeschäftsfeldern und Finanzdienstleistungen möglich. Diese Nebengeschäftsfelder bieten Potenzial zur Stabilisierung der Ergebnisqualität im Bereich Gebrauchte Automobile. Im Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr ist mit einem Rückgang der Nachfrage sowie mit einem sinkenden Preisniveau zu rechnen. Die Verfügbarkeit von Neuen Automobilen wird sich nachhaltig verbessern, zusätzlich wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage nehmen. 3.3 Aftersales Im Aftersalesgeschäft erwarten wir, aufgrund von Preiserhöhungen für den Einkauf von Teilen, gestiegenen Personalkosten und höheren Gemeinkosten im Allgemeinen, einen Ertragsrückgang. Es ist zudem davon auszugehen, dass unsere Kunden aufgrund der aktuellen Krise und den damit verbundenen, höheren Lebenshaltungskosten, ihre Ausgaben für Fahrzeugreparaturen reduzieren werden. Dieser Entwicklung möchten wir mit noch bewussteren Empfehlungen und persönlichen Beratungen begegnen. Darüber hinaus sollen Beratungen über digitale Kanäle weiter fokussiert werden, um uns so den neuen Kundenanforderungen anzupassen. In diesem Zusammenhang arbeiten wir an zukunftsorientierten Serviceprozessen und digitalen Kommunikationsmöglichkeiten, wie z. B. Online-Terminbuchungen per App, Video-Call bei der Fahrzeugannahme sowie digitalen Zahlungsmöglichkeiten, um der steigenden Nachfrage nach dauerhafter Erreichbarkeit und Online Services erfolgreich zu begegnen. Aus diesem Grund ist es wichtig das Personal regelmäßig zu schulen sowie in neue Software zu investieren, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern, dadurch Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Vertragshändlern zu generieren und somit die Attraktivität gegenüber Kunden zu steigern. Trotz der fortschreitenden Digitalisierung und der gesamtwirtschaftlichen Lage, sehen wir den Autohandel und damit das Aftersalesgeschäft nicht gefährdet. Diesbezüglich hat eine im Auftrag der europäischen Forscher von ICDP (International Car Distribution Programme) durchgeführte Befragung ergeben, dass 89% der Autokäufer auch in zehn Jahren noch ein Auto besitzen wollen. 3.4 Ergebnisentwicklung Für die Prognosen geht die Procar-Gruppe von den oben genannten konjunkturellen Erwartungen aus, insbesondere von einem leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im folgenden Geschäftsjahr. Dabei wird unterstellt, dass sich keine wesentlichen Rückschläge auf die konjunkturelle Entwicklung negativ auswirken und im folgenden Geschäftsjahr das Preisniveau an den Absatzmärkten für unsere Produkte im Neufahrzeug- und Ersatzteilesegment stabil bleibt. Im Bereich der Gebrauchten Automobile gehen wir von einer abnehmenden Nachfrage sowie von einem sinkenden Preisniveau aus, aufgrund der wieder zunehmenden Verfügbarkeit von Neuen Automobilen. Zudem wird erwartet, dass sich im Neuwagengeschäft negative Einflüsse aufgrund des Preissystems in einer Reduzierung der Deckungsbeiträge niederschlagen werden. Aufgrund der Tendenzen der gesamtwirtschaftlichen Lage und der beschriebenen Einflussfaktoren plant die Procar-Gruppe im Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem EBT zwischen EUR 11,0 Mio. und EUR 13,0 Mio. Diese Ergebnisprognose berücksichtigt das operative Kerngeschäft. Der Rückgang gegenüber dem Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf die erwarteten negativen Einflüsse des zuvor genannten Preissystems der BMW AG für das Kalenderjahr 2023, die rückläufige Nachfrage sowie das sinkende Preisniveau bei Gebrauchten Automobilen zurückzuführen. 4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 4.1 Sales Die Produktpalette im Bereich BMW befindet sich mit den für das kommende Geschäftsjahr geplanten Neuerscheinungen sowie Modellüberarbeitungen auf einem sehr guten Niveau, sodass die älter werdenden und in die Sättigungsphase schreitenden Produkte voraussichtlich ausreichend kompensiert werden können. Die MINI Modellpalette befindet sich im Auslauf und es ist im Geschäftsjahr 2022/2023 mit keinen wesentlichen Produktimpulsen zu rechnen. Das wettbewerbliche Umfeld ist innerhalb des Premiumsegments des deutschen Kraftfahrzeugmarktes hart umkämpft, weshalb im nächsten Geschäftsjahr wieder mit einer Verstärkung der Anspannung im Nachlassverhalten zu rechnen ist, was zu Risiken innerhalb der Deckungsbeitragsentwicklung führt. Taktische Maßnahmen der Hersteller werden zusätzliche Marktimpulse bringen, die aktuell nicht prognostizierbar sind. Durch die Weiterentwicklung des Preissystems der BMW AG für 2023 entstehen sowohl Chancen als auch Risiken. Die Umstellung einiger Prozesse ist notwendig und wird bereits frühzeitig umgesetzt. Die gezielte Ausrichtung an den bonusrelevanten Themen ist elementar wichtig und steht in den Planungen für das Geschäftsjahr 2022/2023 klar im Fokus. Dennoch ist nach aktuellem Kenntnisstand der Änderungen innerhalb des Systems davon auszugehen, dass trotz unserer Gegenmaßnahmen und Fokussierung die Zielerreichung innerhalb des Preissystems der BMW AG für das Kalenderjahr 2023 unter der der Vorjahre ausfallen wird, was einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage haben wird. Zusätzlich bergen die aktuell anhaltende Lieferkettenproblematik und die Knappheit von Vorprodukten und Rohstoffen, auf der Produktionsseite des Herstellers, weiterhin große Risikopotenziale für das operative Geschäft. Zudem können weitere Unsicherheiten, in Bezug auf den Krieg in der Ukraine und den Lockdowns in China, zusätzliche Auswirkungen auf die Produktion haben. Des Weiteren könnten die anhaltend hohen Inflationsraten und die steigenden Zinsen zu einer stärkeren Kaufzurückhaltung führen. Diese Effekte haben wir in unserer Planung berücksichtigt. Die Geschäftsfelder Vertrieb an Großkunden und Vertrieb an Businesskunden weisen weiterhin Chancen auf, die realisiert werden sollen. Die konsequente Marktbearbeitung steht hier weiterhin im Fokus. Aus der zielgerichteten Weiterentwicklung des Geschäftsfeldes mit Dienstwagen der BMW AG sowie dem professionellen Zukauf von Gebrauchtfahrzeugen zur Angebotsoptimierung entstehen im Geschäftsfeld Gebrauchte Automobile auch weiterhin Chancen. Der Fokus auf den Vertrieb von Finanzdienstleistungen und Nebenleistungen, wie Teile und Zubehör, bietet zudem weitere Chancen im Ausbau des Gebrauchtwagenvertriebs. Zusätzlich wird eine weitere Digitalisierung der Vertriebsprozesse angestrebt, um einen positiven Effekt auf die Kostenstruktur der Abteilung zu erzielen. Die anhaltend hohe Innovationskraft in der Entwicklung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen führt gleichzeitig zu einer sinkenden Attraktivität von gebrauchten E-Automobilen aufgrund veralteter Technologie. Zusätzlich steigt der Anteil von E-Automobilen am Gesamtabsatz kontinuierlich an. Infolge dieser Entwicklung könnte das Bestandsrisiko steigen. Ein weiteres Bestandsrisiko ist die zeitversetzte Ermittlung der Händlereinkaufspreise für Leasingrückläufer, in Einheit mit einem abschwächenden Preisniveau am Markt. Grundlage der Berechnung der Einstandspreise sind durch das Schwacke-System ermittelte Fahrzeugrestwerte. Das Risiko liegt darin, dass die Daten aus dem Schwacke-System nur zeitversetzt der dynamischen Marktentwicklung entsprechen. Sie können also ein veraltetes Niveau bei der Ermittlung des Preises zugrunde legen. Den genannten Bestandsrisiken begegnen wir mit zusätzlichen Wertberichtigungen auf den Gebrauchtfahrzeugbestand. Ein weiteres Risiko birgt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, mit einer abschwächenden Konjunktur und anhaltend hohen Inflationsraten, insbesondere im Sektor der Energieträger, die voraussichtlich die Nachfrage am Gebrauchtfahrzeugmarkt reduzieren und das Marktpreisniveau senken wird. 4.2 Aftersales Die Covid-19-Pandemie, gestörte Lieferketten, Umbrüche in den Vertriebssystemen der Automobilwirtschaft sowie der Transformationsdruck hin zur Elektromobilität und Digitalisierung, setzen dem stationären Autohandel zu, erfordern hohe Investitionen und stellen die Umsatz- und Ertragssituation unter Druck. Im Bereich Aftersales gibt es verschiedene Käufertypen, die mehr oder weniger beratungsintensiv bzw. eher analog- oder digitalorientiert sind. In diesem Zusammenhang steht weiterhin die Notwendigkeit der digitalen Transformation im Vordergrund, sodass wir uns dieser Herausforderung stellen und an einer schnellen Umsetzung der Konzepte arbeiten. Diese beinhalten u. a. die Verbesserung der mobilen Dialogannahmen, Online-Terminvereinbarungen per App sowie digitale Zahlungsmöglichkeiten für die Kunden. Hierbei sehen wir weiterhin die Chance, die digitalen Prozesse zu optimieren und somit die Effizienz der innerbetrieblichen Abläufe zu steigern. Kunden könnten bspw. bei festgestellten Mängeln am Fahrzeug von einem Mechaniker via App informiert werden, im nächsten Schritt notwendige Reparaturen freigeben und vorab bezahlen. Wir sehen in der Digitalisierung die Chance, auf allen Kommunikationskanälen reagieren zu können, um nicht zuletzt eine bessere Ansprache der jüngeren und internetaffinen Kunden gewährleisten zu können. Zudem besteht die Herausforderung darin, sowohl den analogen als auch digitalen Kundenwünschen in gleichem Maße nachzukommen. Ein Bericht der Trend-Tacho zeigt, dass 73,0% der Kunden die proaktive Kontaktaufnahme des Autohauses/ der Werkstatt als gut bzw. sehr gut empfinden. Inhalte des persönlichen Kontaktes können auf der einen Seite Erinnerungen an Servicetermine oder die Benachrichtigung über Serviceaktionen sein, auf der anderen Seite aber auch persönliche Glückwünsche zu Geburtstagen, Jubiläen, usw. Zudem bieten wir für den Wunsch nach persönlichem Kontakt im Service weiterhin eine ausführliche Dialogannahme mit mobilen Endgeräten an. Hieraus entsteht weiter die Chance auf Zusatzverkäufe und die Bindung der preissensiblen und serviceorientierten Kunden. Darüber hinaus setzen wir auf die mitverkauften Service-Inklusive-Pakete, die auch zur Langzeitbindung des Kunden beitragen. Durch die Vermarktung des Service 5+, einer Kampagne mit günstigeren Werkstattkonditionen für Kunden mit Fahrzeugen älteren Baujahrs von BMW und MINI, sollen ältere Fahrzeugmodelle wieder in die Vertragswerkstätten zurückgeführt werden. Zudem sehen wir durch den immer weiter zunehmenden Marktanteil von Elektrofahrzeugen Risiken mit Blick auf das Werkstattgeschäft. Die Elektrofahrzeuge haben verglichen mit Fahrzeugen, die mit konventionellen Verbrennungsmotoren ausgestattet sind, geringere Wartungs- und Reparaturumfänge, die wiederum zu einem reduzierten Arbeitsvolumen führen werden. Für die sich aus der Reparatur von Elektrofahrzeugen ergebenden neuen Erfordernisse, haben wir uns bereits in der Vergangenheit durch die Qualifizierung von Fachkräften (Hochvoltkräfte), die Anschaffung der entsprechenden Basisausstattungen, zu denen Spezialwerkzeuge und Ladesäulen gehören, aufgestellt und stellen kontinuierlich sicher, auch zukünftig den neuesten Anforderungen professionell begegnen zu können. 4.3 Risikomanagement Ein wirksames und effizientes Risikomanagement sichert einerseits den langfristigen Fortbestand des Unternehmens und unterstützt andererseits dabei die betriebswirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Das bewusste Eingehen kalkulierbarer Risiken und die konsequente Nutzung der damit verbundenen Chancen ist für den Konzern der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG die Grundlage des unternehmerischen Erfolgs. Allgemeines Risikomanagement Zur Identifikation, Bewertung und Dokumentation wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken verwendet der Konzern der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG ein zentrales Risikomanagementsystem, das durch folgende Prozesse gekennzeichnet ist:
Die Risikomanagementprozesse gelten konzernweit und umfassen die frühzeitige Identifikation von Risiken und Chancen, deren Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie die Risikoüberwachung. Darüber hinaus sind keine Risiken zu erkennen, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erheblich negativ zu beeinflussen. Dennoch können weitere Risiken nie vollständig ausgeschlossen werden. Risiken aus dem betrieblichen Aufgabenbereich Bei Fahrzeugen, die nach dem Ablauf des Leasingvertrags bei uns verbleiben (Leasingverträge und Kreditverträge mit Rückgabeoption), besteht das Risiko, bei einem Wiederverkauf den ursprünglich kalkulierten Restwert nicht zu erzielen. Die Kalkulation der Restwerte erfolgt konzernweit einheitlich auf der Basis einer unternehmensweit verbindlichen Vorgabe. Die Entwicklung der Restwerte unserer Fahrzeuge auf den Gebrauchtwagenmärkten wird fortlaufend überwacht und prognostiziert. Zusätzlich werden dazu auch externe Marktbeobachtungen herangezogen. Die Bewertung des Gesamtrisikos erfolgt auf Modell- und Marktebene durch den Abgleich zwischen Marktwert und Vertragswert. Darüber hinaus wird die Quote der Leasingrückläufer ermittelt. Die erwarteten Risiken sind sowohl durch Rückstellungen als auch durch Wertminderungen bei Leasingfahrzeugen in der Bilanz berücksichtigt. Rechtliche Risiken Es gibt derzeit keine Gerichts- oder Schiedsverfahren des Konzerns der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten. Grundvoraussetzung für den unternehmerischen Erfolg des Konzerns ist sowohl rechtliches als auch ethisches Handeln. Es werden seitens des Konzerns alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um ein solches Verhalten seiner Organe, Führungskräfte und Mitarbeiter sicherzustellen. Ein individuelles Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter ist jedoch nicht ganz auszuschließen. Aus diesem Grund ist es das Bestreben solche Risiken zu minimieren und beispielsweise Fällen von Korruption oder Bestechung konsequent nachzugehen. Wie jedes andere Unternehmen ist auch der Konzern der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG mit Gewährleistungsansprüchen konfrontiert. Zur Absicherung gegen derartige Ansprüche, insbesondere auf dem Gebrauchtfahrzeugsektor, hat der Konzern der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG entsprechende Versicherungen wirtschaftlich sinnvoll abgeschlossen. Ebenfalls risikoverringernd wirken sich der hohe Produktstandard der angekauften Fahrzeuge aus, sowie die ausführlichen Eingangs- und Auslieferungsüberprüfungen der Fahrzeuge. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen, welches beispielsweise vor der Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen mit möglichen neuen Großkunden im Teilevertrieb Bonitätsinformationen einholt und diese laufend aktualisiert. Darüber hinaus bestehen für Großkunden im Teilevertrieb Warenkreditversicherungen. Nennenswerte Ausfälle von Kundenforderungen waren im Berichtszeitraum nicht zu verzeichnen und werden für die Zukunft auch nicht erwartet. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele und - soweit vereinbart - unter Ausnutzung von Skontoabzügen beglichen. Die kurzfristige Finanzierung des operativen Geschäftes erfolgt in erster Linie über die Herstellerbank, des Weiteren stehen herstellerunabhängige Banken zur Refinanzierung zur Verfügung. Derivative Finanzinstrumente werden vom Konzern nicht gehalten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. 6. Bericht über Zweigniederlassungen Über die Tochterunternehmen ist der Konzern an insgesamt 16 Standorten vertreten. Im Handelsregister eingetragene Zweigniederlassungen bestehen nicht.
Velbert, 21. Dezember 2022 Michal Manor ép. Topaz IFRS - ANLAGENSPIEGEL zum 30. September 2022der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG, Velbert
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Procar Automobile Finanz-Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein-schließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, 22. Dezember 2022 HERDEN
BÖTTINGER BORKEL NEUREITER GmbH
F. Schwab, Wirtschaftsprüfer M. Fischer, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
8 nahegelegene Organisationen
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Institute für Factoring-Geschäfte
Einzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen