Klinkhammer Intralogistics GmbH

Wiesbadener Straße 13, 90427 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 15958
Vorher
A. Klinkhammer Förderanlagen, kreative Lager- und Produktions-Logistik GmbH
Eingetragen
16.12.1998
Branche
Herstellung von Hebezeugen und FördermittelnHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Förderanlagen zur Produktion und Lagerung von Gütern sowie Planung und Entwicklung hierzu notwendigen Logistikkonzepte und Steuerungssoftware.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hagen Schumann
seit 22.1.2020
Geschäftsführer
Klaus Enk
seit 3.11.2016
Prokura
Frank Klinkhammer
seit 23.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Klinkhammer Holding GmbH & Co. KG
Germany
291.758 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Klinkhammer Intralogistics GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Klinkhammer Intralogistics GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Klinkhammer Intralogistics GmbH entstand aus dem am 11.02.1972 gegründeten Einzelunternehmen Adolf Klinkhammer Förderanlagen und hat ihren Sitz in Nürnberg. Zum Bilanzstichtag werden die Gesellschaftsanteile zu 100% von der Klinkhammer Holding GmbH & Co. KG gehalten.

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Seit über 50 Jahren steht Klinkhammer für wegweisende Fördertechnik, automatische Hochregallager, Kleinteilelager und Kommissionier- und Lagerlogistik-Lösungen, die optimal auf den Materialfluss abgestimmt sind. Das reicht von der Lageroptimierung (Retrofit) über die Erweiterung bis hin zum kompletten Neubau von Logistikzentren. Grundlage dafür ist die selbst entwickelte und modular aufgebaute Lagerverwaltungssoftware KlinkWARE®. Die Klinkhammer Group bietet mit ihrem 360°-Ansatz ein umfassendes Angebot von der Planung automatisierter Intralogistik-Konzepte bis zur schlüsselfertigen Übergabe von Logistikzentren und deren Live-time Service.

Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungs- und Innovationsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Anlagen bildet. Um den Kunden über den kompletten Lebenszyklus der Anlage betreuen zu können, bietet Klinkhammer präventiven Service, Rufbereitschaftsdienste, aktive Entstörungsarbeiten und Ersatzteilversorgung mit einem wochentäglichen 24-Stunden-Service.

2. Entwicklungstätigkeiten

Die 2020 neu aufgenommene Robotic-Technologie im Kleinteile-Lagerbereich (Skypod) wurde auch im Geschäftsjahr 2023 wieder erfolgreich realisiert.

Im strategisch wichtigen Bereich "Lagerverwaltungssoftware" wurden weitere Installationen unserer neuesten Version KlinkWARE® ausgerollt und bei unseren Kunden eingesetzt. 2023 konnte einer unserer ältesten bestehenden Softwareinstallationen durch KlinkWARE® erneuert werden.

Die Software wird nun stetig um neue Funktionen erweitert und unterliegt einem ständigen Refactoring.

Leistungen von Dritten im Bereich der Forschung und Entwicklung wurden 2023 nicht in Anspruch genommen.

II. Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die durch die Covid-Pandemie und den Ukraine-Krieg hervorgerufenen Störungen in den Lieferketten haben sich im zweiten Halbjahr 2023 wieder etwas beruhigt. Dennoch bleiben Unsicherheiten, wie sich die gesamtwirtschaftliche Lage auch im Hinblick auf den jüngsten Konflikt in Israel entwickeln wird.

Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden. Zudem zeigten sich die Unternehmen und privaten Haushalte anpassungsfähig. Allerdings deutet die im Jahresgutachten des Sachverständigenrates präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin.

Quelle: Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2023/24

Daher bleibt die konjunkturelle Lage geprägt von zögerlichen Entscheidungen. Unternehmen im Bereich Gastronomie und Lebensmitteleinzelhandel verstärken weiterhin Ihre Automatisierungsbestrebungen, da gerade in diesen Bereichen schwer Fachkräfte zu finden sind. Andere Branchen, wie z. B. im Automotivbereich oder E-Commerce müssen mit deutlichen Umsatzeinbrüchen umgehen. Die gesamtwirtschaftlichen Aussichten waren daher sehr volatil. Die Beschaffungssituation - insbesondere bei Produkten mit Halbleitern - hat sich gegen Jahresende stabilisiert.

Zusammenfassend ist die Quantität und Qualität der Anfragen im Bereich der Intralogistik zum Jahresende 2023 leicht rückläufig. Bedingt durch den Personalmangel in nahezu allen Branchen ist der Trend zur Automatisierung - gerade in unserem Kernmarkt Mittelstand - ungebrochen.

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Branche

Die Intralogistik-Branche ist im Jahr 2023 insgesamt ungleich - abhängig vom Kundenstamm - ausgelastet. Wegen der politischen und wirtschaftlichen Veränderungen gehen Unternehmen etwas zögerlicher mit Investitionen um. Dennoch werden weiter Rationalisierungspotentiale im In- und Ausland gehoben. Dies vor allem vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der sich durch die Vielzahl der Krisen verschobenen Einzelauslastungen der Unternehmen. Diese Tatsache führt zu neuen Projekten im Intralogistikbereich.

2. Geschäftsverlauf

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die prognostizierte Betriebsleistung für das Geschäftsjahr 2023 konnte erreicht werden. Unser Rohertrag war im Vergleich zum Vorjahr mit rd. 13,10 Mio. EUR nahezu unverändert (Vorjahr: 13,14 Mio. EUR).

Die Stunden-Produktivität des Unternehmens hat sich leicht über unserem Plan-Niveau eingependelt. Unser erreichter Jahresüberschuss nach Steuer in Höhe von 2,3 Mio. EUR lag damit über unseren geplanten Erwartungen mit rd. 2 Mio. EUR. In seiner absoluten Höhe lag das Nachsteuerergebnis unter dem des Vorjahres (0,3 Mio. EUR). Dieses Ergebnis konnte trotz einer erforderlichen Wertberichtigung (0,5 Mio. EUR) auf Kundenforderungen insbesondere durch die gut abgeschlossenen Projekte und durch die vielen Softwareerweiterungen erreicht werden.

Mitte des Jahres 2022 wurde erstmalig ein Residential-Team für on-site-Service bei einem Kunden in Dänemark beauftragt. In 2023 konnten wir das Team komplettieren und den Auftragsumfang nochmals erweitern. Dieser neue Geschäftsbereich entwickelt sich durchaus profitabel.

Das Jahr 2023 wurde genutzt, um die neu entwickelten Technologien - gerade im Softwarebereich - umzusetzen und erfolgreich in Betrieb zu nehmen. Die Anfragen in diesem Bereich sind auf einem guten Niveau trotz der allgegenwärtigen Krisen. Die im Jahr 2023 und bis jetzt im Jahr 2024 gewonnenen Aufträge lasten die Unternehmensressourcen für das Jahr 2024 nahezu vollständig aus. Durch die im 1. Quartal 2024 anstehenden Vergaben rechnen wir auch für das Folgejahr 2025 mit einer guten Auslastung und einer guten Ergebnissituation.

Die Fokussierung im Bereich Software (Lagerverwaltungssysteme und Steuerungstechnik) und Planung (Datenanalysen und daraus folgende Projektentwicklungen im Intralogistikbereich) sowie der neuere Geschäftsbereich "Skypod" Behälterlagersysteme wirken sich positiv auf die Geschäftsentwicklung aus.

3. Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Klinkhammer Intralogistics GmbH haben sich trotz der weltweiten Krisen im Geschäftsjahr 2023 besser als erwartet entwickelt. Dazu beigetragen hat auch die in Dänemark hinzugekommene Betriebsstätte. Das im Ergebnis unserer Gesellschaft abgebildete Betriebsstättenergebnis vor Steuern beträgt 0,2 Mio. EUR.

a) Ertragslage

Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit (Jahresergebnis vor Ertragsteuer) im Berichtsjahr beträgt 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR).

Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik richten wir nach wie vor darauf aus, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen.

Das positive Bild der Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 ist auf die hohe Auslastung und termingerecht fertiggestellten Projekte zurückzuführen. Schwankungen sind der Projektfertigung und der Fertigungsdauer geschuldet.

Das nahezu konstante Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) beträgt 13,10 Mio. EUR (Vorjahr: 13,14 Mio. EUR).

Der Personalaufwand hat sich aufgrund von Lohn- und Gehaltserhöhungen, der gestiegenen Beschäftigtenanzahl incl. unserer Neueinstellungen für unsere Betriebsstätte in Dänemark sowie unter Berücksichtigung von Sonderzahlungen von insgesamt 6,42 Mio. EUR auf 7,35 Mio. EUR erhöht. Dies entspricht rd. 14,5%.

Die Abschreibungen verminderten sich im Geschäftsjahr 2023 um 0,25 Mio. EUR auf rd. 0,23 Mio. EUR (Vorjahr (0,47 Mio. EUR). Aufgrund unseres Unternehmenszwecks sowie der Anmietung der Betriebsgebäude haben Abschreibungen allerdings in unserer Ertragslage eine untergeordnete Bedeutung.

Die übrigen Aufwendungen betragen rd. 2,49 Mio. EUR und sind im Vergleich zum Vorjahr (2,38 Mio. EUR) um 0,11 Mio. EUR gestiegen. Unter dieser Position werden Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen mit rd. 0,50 Mio. EUR aus einem Projekt und erhöhte Vertriebsaufwendungen mit rd. 0,15 Mio. EUR ausgewiesen. Dieser Zuführung stehen u.a. geringere Aufwendungen für Gewährleistungen (- 0,30 Mio. EUR) und sonstige Betriebsaufwendungen (-0,22 Mio. EUR) gegenüber.

b) Finanzlage

Durch das Jahresergebnis und unser Investitions- und Finanzierungsverhalten für das Berichtsjahr hat das Unternehmen eine zur Unternehmensfinanzierung solide Vermögens- und Kapitalstruktur.

Alle Investitionen in materielle und immaterielle Anlagegüter (0,11 Mio. EUR) sowie Vorfinanzierungen bei Projektbeschaffungen konnten im Berichtsjahr ohne die Aufnahme von Mitteln von Kreditinstituten finanziert werden.

Die Projekte im Vorratsbereich werden durch die Finanzierung mit Anzahlungen durchgeführt, für die uns ein ausreichender Avalrahmen der Kreditinstitute sowie kurzfristige Kreditlinien zur Verfügung stehen.

In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 wurden an die Gesellschafterin zur Finanzierung von Betriebsgebäuden, die ab 2022 durch unsere Gesellschaft genutzt werden, Ausleihungen getätigt. Insgesamt belief sich der Stand der Ausleihungen zum Stichtag auf 5,38 Mio. EUR. In 2023 wurden 1,8 Mio. EUR rückgeführt.

Unser verkürzter Cash Flow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen und Ertragsteueraufwendungen abzüglich der Zuführungen zum Sonderposten mit Rücklageanteil) zeigte sich mit 3,65 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (4,37 Mio. EUR) vermindert.

Unter Berücksichtigung der bilanziellen Veränderungen unserer Bilanzpositionen ergab sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein positiver operativer Cash Flow in Höhe 6,71 Mio. EUR (Vorjahr: 3,09 Mio. EUR).

Unser Bestand an liquiden Mitteln hat sich aufgrund der vorfinanzierten Projekte um 8,49 Mio. EUR auf 14,17 Mio. EUR in 2023 erhöht (Vorjahr: 5,68 Mio. EUR).

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Klinkhammer Intralogistics GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 25,54 Mio. EUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (19,88 Mio. EUR) um 5,63 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung basiert auf unseren um 8,49 Mio. EUR erhöhten Bankbestand. Die Erhöhung resultiert aus der Rückführung sonstiger Ausleihungen mit 1,80 Mio. EUR sowie durch den Zufluss von erhaltenen Anzahlungen, für die noch keine Leistungserbringung gegenüberstand. Zudem sind unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch höhere Abrechnungen stichtagsbedingt um 0,82 Mio. EUR erhöht. Erhaltene Anzahlungen, die mangels Leistungserbringung nicht offen von den Vorräten abgesetzt werden konnten, wurden passivisch ausgewiesen und waren im Vergleich zum Vorjahr um rd. 2,85 Mio. EUR höher.

Die Vermögensstruktur ist durch das Verhältnis kurzfristiges Umlaufvermögen an der Bilanzsumme mit rd. 83 % (Vorjahr: rd. 69 %) durch den oben beschriebenen Anstieg an Bankguthaben und Forderungen gekennzeichnet.

Der Anteil der liquiden Mittel an der Bilanzsumme beträgt dabei 55,7 % (Vorjahr: 28,6 %) und der Anteil des Vorratsvermögen (abzüglich offen abgesetzter Kundenzahlungen) 13,6 % (Vorjahr 19,5 %).

Das Eigenkapital hat sich unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses um 2,34 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt rd. 59,0 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (63,9 %) bedingt durch die Erhöhung der Bilanzsumme um rd. 5,1 % Punkte vermindert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung das Verhältnis von erbrachten eigenen Leistungen zu den erhaltenen Anzahlungen, Cash flow und die Barliquidität heran.

Das Verhältnis zwischen zum Bilanzstichtag offenen erbrachten eigenen Leistungen 8,60 Mio. EUR und geleisteten Anzahlungen 2,80 Mio. EUR zu den offenen von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen mit 8,49 Mio. EUR beträgt am Bilanzstichtag rd. 74 % (Vorjahr: 48 %).

Darüber hinaus werden insbesondere die Rohertragssituation (13,10 Mio. EUR; Vorjahr: 13,14 Mio. EUR) und die Betriebsergebnissituation (Jahresergebnis vor Steuern 3,43 Mio. EUR; Vorjahr: 3,90 Mio. EUR) ermittelt, verglichen und analysiert.

Ergebnisbeeinflussende perioden- oder sachfremde Geschäftsvorfälle werden hierzu gesondert erfasst. Im Geschäftsjahr 2023 waren mit Ausnahme der oben erwähnten Wertberichtigung keine wesentlichen nennenswerten Vorfälle zu verzeichnen.

Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt überwiegend innerhalb der regelmäßigen Berichterstattung über den relevanten Geschäftsverlauf an den jeweils relevanten Stellen. Es erfolgt eine monatliche Berichterstattung im Rahmen eines Projektcontrollings.

III. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussenden Entwicklungen und Risiken, erschweren die Prognose. Generell ist eine Beurteilung einer längerfristigen künftigen Entwicklung im Rahmen unseres Projektgeschäfts nicht möglich und unter den aktuell bestehenden wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten schwierig.

Wir gehen dennoch davon aus, dass trotz der aktuellen allgemeinen Wirtschaftslage unser Ergebnis 2024 aufgrund der derzeitigen Auslastung wiederum positiv ausfallen wird. Wir rechnen aber aufgrund der Unwägbarkeiten, die sich vor allem durch die abzeichnenden Material- und Personalbeschaffungsprobleme ergeben können, mit teilweise verzögerten Projektabrechnungen, so dass sich unser Ergebnis gemäß unserer Planung auf rd. 2,0 Mio. EUR nach Steuern bewegen könnte. Die deutlichen Preiserhöhungen der notwendigen Vormaterialien und die weiterhin hohen Zinsen können das Ergebnis allerdings negativ beeinflussen. Geschäftsbeziehungen zu Russland und der Ukraine bestehen aktuell nicht.

Der aktuelle Auftragsbestand lastet unser Unternehmen für 2024 zu rd. 90% aus. Mit den aktuellen Angeboten, die wir im Markt platziert haben, rechnen wir bis zum 2. Quartal 2024 mit einer 100%-igen Auftragsauslastung in 2024. Auftragsüberhänge für das Jahr 2025 sehen wir ebenfalls als nicht unwahrscheinlich. Unter Berücksichtigung auch der bekannten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erscheint aus heutiger Sicht folgende Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2024 als realistisch:

Auf Grund unserer guten Marktposition und der bisherigen positiven Entwicklung bei den Geschäftsabschlüssen rechnen wir im Geschäftsjahr 2024 wiederum mit einem positiven Betriebsergebnis. Die Avallinien bei den Kreditinstituten sind auf Basis des langfristigen Auftragsbestandes und der zu erwartenden guten Auslastung 2024 ausgelegt und durch Bürgschaften abgesichert. Aktuell gehen wir nicht davon aus Fremdkapital aufnehmen zu müssen.

Beim Anlagenbau ergibt sich im Vergleich zur Serien- oder Massenproduktion eine höhere Kapitalbindung. Dem steht eine zielgerichtete Anzahlungspolitik gegenüber.

Die mit Aufträgen hinterlegte Planung für das Geschäftsjahr 2024 kann durch Projektverschiebungen positiv wie negativ beeinflusst werden.

Durch die Klinkhammer Intralogistics Sp. z o.o. in Nowy Bud (Polen) hat die Gesellschaft einen Zugang zu gut ausgebildeten Mitarbeitern gewonnen und kann dadurch dem Fachkräftemangel in Deutschland Rechnung tragen. Die Gesellschaft arbeitet profitabel.

Positive Einflüsse werden auch wieder von der in 2022 gegründeten Betriebsstätte in Dänemark erwartet. Von dort aus wird einer unserer Kunden vollumfänglich im "Residential-Service" betreut. Der Vertrag mit dem Kunden ist langfristig angelegt und die Betriebsstätte arbeitet profitabel.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. Es werden Entwicklungsprojekte im Softwareumfeld, Robotic und neuen Technologien im Lagerbereich vorangetrieben.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützen die Geschäftsführung dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen, um wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Branchenspezifische Risiken:

Branchenspezifische Risiken werden in der Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen insbesondere im Investitionsgüterbereich gesehen. Insbesondere ist mit sehr unterschiedlichen Lieferzeiten bei der Bauteilebeschaffung zu rechnen.

Ertragsorientierte Risiken:

Fachlich kompetente Mitarbeiter sind für die Herbeiführung unseres Unternehmenserfolges Voraussetzung. Im Bereich des Personalmanagements sehen wir Risiken im hart umkämpften Personalmarkt. Durch unser neues, eigenes Personalrecruiting können wir nun vorausschauend und erfolgreich Personal gewinnen. Die Zusammenarbeit mit der Klinkhammer Intralogistics Sp. z o.o. sehen wir zudem als stützend an.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Unter Aufrechterhaltung der bestehenden Avallinien und unserer darüber hinaus bestehenden stabilen Liquiditätssituation sind Risiken und Engpässe in einem überschaubaren Zeitraum von einem Jahr nicht zu erwarten. Es ist nicht vorgesehen Fremdmittel aufzunehmen, so dass wir unsere Unabhängigkeit von langfristigen Fremdkapitalgebern wahren können.

Bestandsgefährdende Risiken:

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite setzen wir bei der Auswahl unserer Lieferanten auf Zuverlässigkeit, Innovation und Qualität. Hierzu pflegen wir langjährige Partnerschaften mit einer ausreichenden Anzahl von Lieferanten.

Unser Qualitätsgedanke wird durch regelmäßige Kontrollen und eigene Labortests untermauert.

Dem Wettbewerb am Markt begegnen wir durch Erfahrung, innovativer Projektplanung und einem hohen Maß an Zuverlässigkeit, Qualität und einem hervorragenden Servicekonzept.

Aufgrund der sich abzeichnenden steigenden Nachfrage im Internethandel ergeben sich gerade für die Logistikbranche weitere Chancen. In dieser Branche werden wir insbesondere durch unseren neuen Produktbereich "Skypod" häufig angefragt.

Mit dem in 2024 gegründeten neuen Geschäftsbereich "Help-Desk" können wir unsere Kunden noch intensiver und pro-aktiv bei der Betreuung und Steigerung der Anlagenverfügbarkeit unterstützen.

Unser Internet- und PR-Konzept ist für ein Unternehmen in unserer Branche und Größenordnung sehr gut aufgestellt. Hierdurch können wir ständig Neukunden generieren.

Chancen sehen wir in unserer Flexibilität, den flachen Hierarchieebenen und dem weiteren Ausbau der Geschäftsfelder der Robotic, Lagerverwaltungssoftware und Logistikplanung.

Zudem wirkt sich der Aufbau unserer Branchenkenntnisse im Lebensmittelsektor positiv auf die Auftragseingänge in diesem Bereich aus; wir profitieren hier von einer positiven Publicity unter den Marktteilnehmern.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem größer werdenden Wettbewerbsumfeld, das auch die durch Beschaffung von Personalkapazitäten, Aufrechterhaltung der Materialzulieferungen und steigenden Rohstoffpreisen bei einem stagnierenden bzw. nur zögerlich steigenden Preisniveau geprägt ist. Vor dem Hintergrund unserer aktuellen Innovationsentwicklungen und unserer derzeitigen finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken trotz der derzeitigen Krisen und weltwirtschaftlichen Entwicklungen als gut gerüstet.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm im Servicebereich. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht oftmals eine langjährige Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Dem Finanzierungsrisiko im Projektgeschäft tragen wir durch die Vereinbarung auskömmlicher Anzahlungen Rechnung.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Nutzung etwaiger Skontierungsmöglichkeiten gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird der Unternehmensliquiditätsplan monatlich aktualisiert und hat eine Reichweite von deutlich über 12 Monaten.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertberichtigungen aufgrund sich einer abzeichnenden Zahlungsunfähigkeit eines Kunden notwendig. Zur künftigen Minimierung solcher Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Wir informieren uns vor Eingehung einer wesentlich neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden.

Die Säulen unseres Unternehmens bilden unsere qualitativ gut ausgebildeten Mitarbeiter mit ihrem hohen Einsatz- und Innovationswillen.

Wir danken allen Mitarbeitern und freuen uns auf neue Ideen und Impulse in 2024.

 

Nürnberg, 23. Februar 2024

gez. Frank Klinkhammer, Geschäftsführer

gez. Hagen Schumann, Geschäftsführer

Bilanz Offenlegung zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 95.439,00 156
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 10,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.109,00 400.119,00 455
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.340,00
2. Beteiligungen 100.788,00
3. sonstige Ausleihungen 3.575.000,00 3.680.128,00 5.561
4.175.686,00 6.172
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.467.142,51 3.882
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.621.940,13 4.064
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.169.522,75 5.679
21.258.605,39 13.625
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 100.944,44 85
25.535.235,83 19.882

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 313.000,00 313
II. Kapitalrücklage 2.473.983,84 2.474
III. Gewinnvortrag 9.925.709,28 7.229
IV. Jahresüberschuss 2.342.842,15 2.697
15.055.535,27 12.713
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGENANTEIL 30.030,00 34
C. RÜCKSTELLUNGEN 1.989.073,44 1.696
D. VERBINDLICHKEITEN
1. übrige Verbindlichkeiten 8.412.397,12 5.381
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 48.200,00 58
25.535.235,83 19.882

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 13.103.591,72 13.144
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 6.178.344,98 5.396
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.174.175,32 1.025
3. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 222.640,92 471
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.488.306,42 2.376
-10.063.468 -9.268
3.040.124,08 3.876
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 421.149,25 68
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.972,62 22
395.176,63 46
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.086.329,11 1.205
8. Ergebnis nach Steuern 2.348.971,60 2.717
9. Sonstige Steuern 6.129,45 20
10. Jahresüberschuss 2.342.842,15 2.697

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft firmiert unter Klinkhammer Intralogistics GmbH und hat ihren Sitz in Nürnberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HR B 15958 eingetragen.

Vorliegender Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetzes (BilRUG), den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Von den Erleichterungen der §§ 276, 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschiften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB, erstellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB).

Im Vergleich zum Vorjahr fand eine Durchbrechung der Darstellungsstetigkeit nicht statt; die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist gegeben. Die Gliederungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind unverändert.

Für eine klare und übersichtliche Darstellung wurden die Ausweiswahlrechte im Anhang dargestellt.

Geschäftsvorfälle, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246-256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 265, 268-274a HGB, §§ 276-277 HGB) erstellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Bilanz wurde nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB in Kontoform aufgestellt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde, wie in den Vorjahren, die Gliederung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

2. Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bewertungsmethoden maßgebend:

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder zu Herstellungskosten bilanziert. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen worden.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wurde zu Anschaffungskosten aktiviert, über die voraussichtliche Nutzungsdauer (6 Jahre) linear abgeschrieben und mit dem verbliebenen Erinnerungswert erfasst.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear (2 bis 10 Jahre). Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden ebenfalls linear abgeschrieben (1 bis 10 Jahre).

Im Geschäftsjahr wurden, soweit die Anschaffungskosten bis EUR 800,00 betragen haben, von der Vollabschreibung des Anlageguts analog der Regelung des § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Soweit der jeweilige innere Wert der Beteiligungen oder der übrigen Finanzanlagen niedriger als die Anschaffungskosten war, erfolgte eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Zuschreibungen erfolgten, sofern die Gründe für Abschreibungen aus Vorjahren entfallen sind.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war.

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wurde, soweit die Voraussetzungen des § 240 Abs. 4 HGB vorlagen, der gewogene Durchschnittswert angesetzt.

Bei den unfertigen Erzeugnissen werden Lohn- und Materialeinzelkosten, Lohn- und Materialgemeinkosten sowie notwendige andere Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Des Weiteren sind anteilige Verwaltungskosten bei der Bewertung berücksichtigt worden. Vertriebskosten und Zinsen für Fremdkapital werden nicht berücksichtigt. Der Fertigungsstand bei den unfertigen Erzeugnissen findet Beachtung.

Geleistete Anzahlungen wurden zum Nominalbetrag bewertet. Soweit Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen gebildet werden und für diese ausstehenden Rechnungen Anzahlungen geleistet wurden, werden diese nicht bilanzsummenkürzend saldiert ausgewiesen.

Erhaltene Anzahlungen wurden, soweit ihnen entsprechende Leistungen zugrunde lagen, offen von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt und zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Bildung von Einzelwertberichtigungen war nicht erforderlich.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten zum Nominalwert bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Passive latente Steuern wurden saldiert für Gewährleistungsrückstellungen, Sachanlagevermögen, den Geschäfts- und Firmenwert und sonstige Rückstellungen gebildet.

Die Posten des Eigenkapitals sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der erstmaligen Erfassung von Rückstellungen kommt die Bruttomethode zur Anwendung.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

II. Weitere Angaben zur Bilanz

Nachfolgend werden die in der Bilanz zusammengefassten Posten gesondert erläutert. Soweit nichts Anderes vermerkt ist, sind die Werte in den tabellarischen Aufgliederungen in TEUR angegeben.

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.385.906,69 18.107,82 0,00 1.404.014,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 250.000,00 0,00 0,00 250.000,00
1.635.906,69 18.107,82 0,00 1.654.014,51
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 7.463,56 0,00 0,00 7.463,56
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.199.391,80 89.141,10 62.658,99 1.225.873,91
1.206.855,36 89.141,10 62.658,99 1.233.337,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.340,00 0,00 0,00 4.340,00
2. Beteiligungen 181.383,67 0,00 80.595,67 100.788,00
3. sonstige Ausleihungen 5.375.000,00 0,00 1.800.000,00 3.575.000,00
5.560.723,67 0,00 1.880.595,67 3.680.128,00
Gesamt 8.403.485,72 107.248,92 1.943.254,66 6.567.479,98
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.229.927,69 78.648,82 0,00 1.308.576,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 249.999,00 0,00 0,00 249.999,00
1.479.926,69 78.648,82 0,00 1.558.575,51
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 7.237,56 216,00 0,00 7.453,56
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 744.493,80 143.776,10 62.504,99 825.764,91
751.731,36 143.992,10 62.504,99 833.218,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 2.231.658,05 222.640,92 62.504,99 2.391.793,98
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.438,00 156
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0
95.439,00 156
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 10,00 0
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.109,00 455
400.119,00 455
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.340,00 4
2. Beteiligungen 100.788,00 181
3. sonstige Ausleihungen 3.575.000,00 5.375
3.680.128,00 5.561
Gesamt 4.175.686,00 6.172

2. Anteilsbesitz

Höhe am Kapital Eigenkapital
Euro
Klinkhammer Intralogistics spólka z o.o., Nowy Bud, Polen 100 % 1.168,22
AK warehouse solutions GmbH, Nürnberg 40 % 20.000,00

Bei der Beteiligung Klinkhammer Intralogistics spólka z o.o. handelt es sich um eine im Geschäftsjahr 2018 gegründete 100% Tochtergesellschaft. Der Ausweis erfolgt unter Anteilen an verbundenen Unternehmen. Das Ergebnis der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TPLN 958 (TEUR 221) (2022: 468 TPLN; TEUR 100).

Daneben hält die Gesellschaft eine Beteiligung mit 40% (Vorjahr: 40%) am Stammkapital der AK warehouse solutions GmbH, Nürnberg. Das Ergebnis der Gesellschaft für das Jahr 2023 beträgt voraussichtlich TEUR 31 (Vorjahr: TEUR - 46).

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die im Vorjahr ausgewiesene 100%- Beteiligung an der Klinkhammer Vorrichtungsbau- und Montage-GmbH auf die Gesellschaft zu Buchwerten verschmolzen.

3. Sonstige Ausleihungen

In den sonstigen Ausleihungen sind zum Bilanzstichtag Ausleihungen an Gesellschafter i.H.v. TEUR 3.575 (Vorjahr: TEUR 5.375) enthalten.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 8) solche gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Es werden keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr: TEUR 0) und gegenüber nahestehenden Personen (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Laufzeit von kleiner einem Jahr.

5. Eigenkapital

Die Kapitalrücklage betrifft in voller Höhe andere Zuzahlungen im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Ausschüttungen vorgenommen.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungen, Personalverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen, Rechts- und Beratungskosten und Jahresabschlusskosten sowie Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen gebildet.

7. Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner einem Jahr beträgt TEUR 8.412 (Vorjahr: TEUR 5.308).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 24).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 49).

Im Geschäftsjahr lagen keine Verbindlichkeiten vor, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Auf der Aktivseite der Bilanz werden erhaltene Anzahlungen, soweit hierfür Leistungen gegenüberstehen, mit TEUR 8.486 (Vorjahr: TEUR 3.155) offen von den Vorräten abgesetzt. Die Laufzeit ist kleiner ein Jahr.

Die Erhaltenen Anzahlungen sind durch Bürgschaften gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 204 (Vorjahr: TEUR 32) solche gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1).

8. Passive Latente Steuern

Aus der unterschiedlichen Bewertung zwischen Handels- und Steuerbilanz ergibt sich saldiert eine passive latente Steuerlast. Dabei wirken sich Steuererleichterungen, die anlässlich der Corona-Pandemie eingeführt wurden, aus der Bewertung des Anlagevermögens aus, was zu einer passiven latenten Steuer in Höhe von TEUR 76 führte. Dem stehen aktive latente Steuern aus der abweichenden Bewertung eines Firmenwerts mit TEUR 4 und aus Gewährleistungsrückstellungen mit TEUR 24 gegenüber. Saldiert ergibt sich der Bilanzausweis in Höhe von TEUR 48.

III. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Erträge aus Währungsumrechnungen sind mit 10 TEUR (Vorjahr: TEUR 2) enthalten.

2. Personalaufwand

Der Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Aufwendungen aus Währungsumrechnungen sind mit TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten.

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus Abzinsungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 10).

Gegenüber Gesellschaftern werden Zinsen in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 6) ausgewiesen. Es wurden Zinserträge in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 52) ausgewiesen, die aus einem mit einem Kunden vereinbarten Tilgungsplan resultieren.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält keine Aufwendungen aus Aufzinsungen.

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanziellen Verpflichtungen

a) Haftungsverhältnisse

Avalbürgschaften

Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber drei Kreditinstituten Avalkreditlinien mit insgesamt TEUR 8.171 (Vorjahr: TEUR 8.245); diese valutieren mit TEUR 3.980 (Vorjahr: TEUR 4.436).

Die Inanspruchnahme aus Akkreditiven schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Leasingverträge

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus Kfz-Leasingverträgen, aus denen eine jährliche Verpflichtung in Höhe von insgesamt TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 173) besteht.

Mietverträge

Aus Mietverträgen ergeben sich jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 523).

Sonstige Verträge

Aus sonstigen Verträgen wie pauschalen Dienstleistungsverträgen ergeben sich keine längerfristigen Verpflichtungen.

Über die aufgezeigten Verpflichtungen hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen Verpflichtungen zu vermerken.

2. Organe

Geschäftsführung: Herr Frank Klinkhammer, Dipl. Ing. Verfahrenstechnik Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Herr Hagen Schumann, Dipl. Kfm.
Bezüge: Von der Schutzvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

3. Anzahl der Mitarbeiter

Quartalsdurchschnitt der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 2
Angestellte 88
90

4. Konzernbeziehungen

Die Klinkhammer Intralogistics GmbH ist in den Abschluss ihrer Alleingesellschafterin, der Klinkhammer Holding GmbH & Co. KG, Nürnberg, einzubeziehen (kleinster und größter Kreis von Unternehmen). Ein Konzernabschluss der Klinkhammer Holding GmbH & Co. KG ist, soweit keine Befreiungsvorschriften vorliegen, zu erstellen und im elektronischen Bundesanzeiger zu veröffentlichen.

Die Klinkhammer Intralogistics GmbH ist von der eigenen Teilkonzernrechnungslegungspflicht gem. § 291 Abs. 2 Nr. 4 Buchstabe a bis c HGB befreit.

5. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum Bilanzstichtag bestehen keine ausschüttungsgesperrten Beträge (Vorjahr: TEUR 0).

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

7. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 9.925.709,28 zusammen mit dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.342.842,15 mit insgesamt EUR 12.268.551,43 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Nürnberg, 23. Februar 2024

gez. Frank Klinkhammer, Geschäftsführer

gez. Hagen Schumann, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss [Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang] wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 [326] HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Klinkhammer Intralogistics GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Klinkhammer Intralogistics GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Klinkhammer Intralogistics GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Coburg, 28. März 2024

Forster GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Forster, Wirtschaftsprüfer

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