Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 590278
Vorher
ETO MAGNETIC Betriebsführungs-GmbH
Eingetragen
28.7.1970
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb elektromagnetischer und artverwandter Geräte, insbesondere solche unter der Bezeichnung ETO sowie der Handel mit solchen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind, sie kann Zweigniederlassungen errichten sowie Beteiligungen im In- und Ausland eingehen.

Historie

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Management

NameRolle
Dieter Stump
seit 17.12.2025
Prokura
Patrick Boos
seit 27.11.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sven Gatzemeier
seit 26.8.2025
Prokura
Prokura
Prokura
Prokura
Joachim Jüngst
seit 2.7.2024
Prokura
Damien Hénon
seit 16.2.2024
Prokura
Thomas Gloos
seit 19.5.2020
Prokura
Peter Eberle
seit 11.12.2013
Prokura
Ira Rau
seit 3.8.2012
Prokura
Michael Seyer
seit 15.12.2011
Prokura
Oliver Thode
seit 15.12.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ETO GRUPPE Beteiligungen GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ETO GRUPPE Beteiligungen GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ETO MAGNETIC GmbH

Stockach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.140.545,14 9.198.364,27
2. Lizenzen 719.884,11 526.297,85
9.860.429,25 9.724.662,12
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 1.012.885,53 594.449,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.662.703,05 15.044.913,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.214.649,21 8.917.132,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.144.720,60 3.576.571,56
36.034.958,39 28.133.066,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.926.933,41 7.237.066,71
2. Unfertige Erzeugnisse 4.648.578,26 3.986.109,34
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.738.507,67 5.330.830,69
4. Geleistete Anzahlungen 737.187,37 777.247,61
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 1.351.429,17 - 102.289,78
18.699.777,54 17.228.964,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.118.972,48 64.180,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.411.038,09 6.110.062,79
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.490.329,27 716.549,55
6.020.339,84 6.890.793,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.057.701,34 6.253.771,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 123.409,93 106.984,49
73.796.617,29 68.338.242,13

PASSIVA

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.371.837,08 1.371.837,08
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 7.838.985,00 7.838.985,00
IV. Gewinnvortrag 6.580.444,75 2.218.932,35
V. Jahresüberschuss 2.743.776,39 4.361.512,40
VI. Stille Beteiligung 20.000.000,00 20.000.000,00
48.535.043,22 45.791.266,83
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 437.826,00 212.495,00
2. Steuerrückstellungen 603.596,04 2.582.052,00
3. Sonstige Rückstellungen 8.287.229,00 7.938.401,04
9.328.651,04 10.732.948,04
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 916.914,94 1.466.339,60
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 574.665,18 (EUR 549.424,71)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.104.670,98 4.073.451,30
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 6.041.451,81 (EUR 4.073.451,30)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 295.362,71 11.947,67
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 295.362,71 (EUR 11.947,67)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.830.990,38 830.627,47
11.147.939,01 6.382.366,04
- davon aus Steuern EUR 422.331,99 (EUR 433.480,72)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 3.446.084,38 (EUR 656.292,47)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.279.156,15 2.590.450,10
E. Passive latente Steuern 2.505.827,87 2.841.211,12
73.796.617,29 68.338.242,13

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

2015
EUR
2014
EUR
1. Umsatzerlöse 143.707.211,10 146.453.826,62
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 258.037,80 629.340,65
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.675.173,22 3.173.426,71
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.675.991,08 3.793.214,48
- davon aus Währungsumrechnung EUR 8.771,14 (EUR 22.857,63)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 63.656.813,61 - 65.609.784,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 10.577.135,68 - 10.380.949,16
- 74.233.949,29 - 75.990.733,62
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 34.266.989,45 - 33.828.600,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 6.400.151,56 - 6.266.806,75
- 40.667.141,01 - 40.095.407,46
- davon für Altersversorgung EUR -55.704,57 (EUR -43.978,76)
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 7.626.616,10 - 7.089.698,19
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 20.971.659,43 - 19.838.691,18
- davon aus Währungsumrechnung EUR -17.415,75 (EUR -25.775,92)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 293.828,81 215.230,40
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 293.122,26 (EUR 212.352,18)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 336.302,37 - 322.042,47
11. Gewinnanteil stiller Gesellschafter - 2.683.776,38 - 4.301.512,40
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.090.797,43 6.626.953,54
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) Laufendes Jahr - 1.682.934,94 - 2.168.550,95
b) Veränderung latente Steuern 335.383,25 - 79.905,71
- 1.347.551,69 - 2.248.456,66
14. Sonstige Steuern 530,65 - 16.984,48
15. Jahresüberschuss 2.743.776,39 4.361.512,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten bzw. Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen drei und sechs Jahren linear abgeschrieben. Sofern außerplanmäßige Abschreibungen erforderlich sind, werden diese vorgenommen.

Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten) werden linear über den voraussichtlichen Produktlebenszyklus von sieben Jahren abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Herstellungskosten bzw. Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear über einen Zeitraum von drei bis dreißig Jahren vorgenommen.

Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 150,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Einzelanschaffungskosten EUR 150,00 jedoch nicht EUR 1.000,00 übersteigen, wird ein Sammelposten gebildet, der im Anlagespiegel ausgewiesen und über fünf Jahre mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

4. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten sind außer direkten Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Abschreibungen und der sonstigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Darüber hinaus werden Reichweiten- und Gängigkeitsabschläge in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sowie zu erwartende Skonti werden durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Erforderlichenfalls werden Einzelwertberichtigungen in angemessenem Umfang vorgenommen.

6. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

8. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Satzung sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt.

9. Stille Beteiligung

Die stille Beteiligung entspricht der gemäß Vertrag über die Errichtung einer atypisch stillen Gesellschaft zu erbringenden Einlage in Höhe von EUR 20,0 Mio. Die Einlage ist in voller Höhe geleistet.

10. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Für mittelbare Versorgungsverpflichtungen wurde eine Rückstellung gebildet (Art. 28 EGHGB). In Anlehnung an § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgt eine Bewertung der Zusagen mit dem Zinssatz der zugesagten Leistungen. Dieser beläuft sich auf 4,0 % p.a. Eine Berücksichtigung von Gehaltstrend oder Rententrend findet nicht statt.

Sterbetafeln wurden, da der Barwert der Erlebensleistung dem Barwert der Hinterbliebenenleistung entspricht und es keine fluktuationsbedingten Bewertungsunterschiede geben kann, nicht berücksichtigt.

Es erfolgt eine sachgerechte Bewertung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung des Erfüllungsbetrags zum Stichtag (Barwert der bis zum Zeitpunkt zurechenbaren Beitragsbestandteile der Bemessungsgrundlage zzgl. Zins gemäß Zusage) ohne Fluktuations- und Sterblichkeitsannahmen. Bei rückgedeckten Verträgen entspricht der bewertete Verpflichtungswert dem von der Rückdeckungsversicherung gemeldeten Deckungskapital.

11. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtlichen Abschlusszahlungen.

12. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten eine Rückstellung für Zuwendungen anlässlich eines Dienstjubiläums. Als Bewertungsverfahren wurde dabei die Projected Unit Credit Methode angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck mit einem Zinsfuß von 3,89 % angesetzt. Dabei wurde für die handelsrechtlichen Rückstellungen eine durchschnittliche Fluktuation in Höhe von 3,0 % p.a. berücksichtigt. Die Berechnungen basieren des Weiteren auf einem rechnerischen Endalter von 63 Jahren sowie der Regelaltersgrenze.

13. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen angesetzt.

14. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

15. Passive latente Steuern

Sofern sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen, wurden daraus resultierende Steuerentlastungen als latente Steuern angesetzt. Sofern sich daraus in späteren Jahren Steuerbelastungen ergeben, wurden diese ebenfalls angesetzt. Insgesamt wurden die Ent- und Belastungen miteinander verrechnet.

Aktive latente Steuern wurden im Wesentlichen für folgende Arten von Vermögensgegenständen/Schulden gebildet:

a)

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen (Altersvorsorge)

b)

Sonstige Rückstellungen (Drohender Verlust, Personalkosten)

Passive latente Steuern wurden im Wesentlichen für folgende Arten von Vermögensgegenständen gebildet:

c)

Immaterielle Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten) und

d)

Sachanlagen (unterschiedliche Nutzungsdauern)

Bei der Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag wurde mit einem Steuersatz von 15,825 % gerechnet. Bei der Gewerbesteuer wurde mit einem Hebesatz von 340,0 % gerechnet.

16. Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen sind mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Für Fremdwährungsverbindlichkeiten kommt der Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Entstehung oder der höhere Stichtagskurs zur Anwendung.

Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden das Anschaffungskosten-, das Vorsichts-sowie das Realisationsprinzip nicht beachtet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzpositionen ist im Anlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 674.

3. Liquide Mittel

Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind zum 31. Dezember 2015 TEUR 2.847 im Rahmen des Factoring verpfändet.

4. Eigenkapital

Mit Vertrag vom 30. Juli 2007 wurde zwischen der ETO MAGNETIC GmbH, Stockach, und der ETO GRUPPE Beteiligungen GmbH, Stockach, eine stille Gesellschaft begründet.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalrückstellungen (Urlaub, Überstunden, Jahresprämie) (TEUR 4.154), Rücknahmeverpflichtungen ETO-Behälter (TEUR 1.192), ausstehende Rechnungen (TEUR 930), Garantien und Schadenersatzforderungen (TEUR 1.363) und Berufsgenossenschaft (TEUR 251).

6. Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag 31.12.2015
EUR
Davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
größer 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 916.914,94 574.665,18 342.249,76 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.104.670,98 6.041.451,81 63.219,17 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 295.362,71 295.362,71 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 3.830.990,38 3.446.084,38 384.906,00 0,00
11.147.939,01 10.357.564,08 790.374,93 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung des damit beschafften Anlagevermögens besichert.

7. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Werkzeugzuschüsse ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt grundsätzlich entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Werkzeuge.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich nach Märkten wie folgt zusammen:

TEUR
Umsatzerlöse
- Inland 101.965
- Ausland 43.494
145.459
Erlösschmälerungen
- Erlösschmälerungen Inland - 1.489
- Erlösschmälerungen Ausland - 263
- 1.752
143.707

2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 693. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR151.

V. Sonstige Angaben

1. Personal

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 2015 durchschnittlich 817 Mitarbeiter.

Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:

2015 2014
Angestellte im kaufmännischen und technischen Bereich 282 266
Arbeitnehmer im gewerblichen Bereich 476 498
Auszubildende 59 55
817 819

2. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer ist Herr Dr. Michael Schwabe, Überlingen.

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr:

Herr Dr. Karl Maierhofer, Rechtsanwalt, Grünwald (Vorsitzender)

Herr Prof. Dr. Ing. Lars Ruhbach, Salem (stellv. Vorsitzender)

Herr Wolfgang Schulze, Dipl.-Ing. Energietechnik, Stockach

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder für die Tätigkeit im Geschäftsjahr beträgt insgesamt TEUR 4.

3. Persönlich haftender Gesellschafter

Die ETO MAGNETIC GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin der ETO Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Stockach.

4. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der ETO MAGNETIC GmbH, Stockach, wird in den Konzernabschluss der LAUR-Stiftung Vermögensverwaltungs-GmbH, München, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

5. Honorar des Wirtschaftsprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (einschließlich Auslagen) beträgt TEUR 50, davon entfallen TEUR 6 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 44 auf Abschlussprüfungsleistungen des Jahresabschlusses 2015.

6. Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres

Der Gesamtaufwand für Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 11.237. Davon entfallen TEUR 1.892 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

7. Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge

Nach § 268 Abs. 8 HGB sind folgende Beträge von der Ausschüttung gesperrt:

TEUR
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich darauf lastender latenter Steuern 7.330

8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2015 bestehen Haftungsverhältnisse in Form der Sicherungsübereignung von Vorräten in Höhe von TEUR 20.051. Bei den Haftungsverhältnissen geht die Gesellschaft derzeit mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass keine Inanspruchnahme erfolgen wird. Bei den verbundenen Unternehmen, zugunsten derer die Sicherungsübereignung vereinbart wurde, sind zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses keine Anzeichen einer Gefährdung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erkennbar. Auch in der Vergangenheit haben sich noch keine Inanspruchnahmen im Rahmen von Haftungsverhältnisse ergeben.

Des Weiteren bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften gegenüber Leasinggebern in Höhe von TEUR 426.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

bis 1 Jahr
TEUR
Fälligkeit 1-5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Miete Gebäude 2.016 10.143 0
Leasing Maschinen/Fahrzeuge 2.540 5.515 302
4.556 15.658 302

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus der Miete Gebäude bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das Investitionsobligo beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 9.010.

 

Stockach, 22. April 2016

Dr. Michael Schwabe

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.613.634,78 1.892.262,05 58.797,40 0,00 14.447.099,43
2. Lizenzen 2.109.230,45 290.901,39 4.800,00 99.019,28 2.494.351,12
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 14.722.865,23 2.183.163,44 63.597,40 99.019,28 16.941.450,55
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 1.779.102,74 483.847,11 31.309,46 20.100,00 2.251.740,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.495.403,74 4.680.752,00 3.227.744,16 2.822.182,51 55.770.594,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.105.572,67 4.020.395,45 1.695.621,63 431.414,06 41.861.760,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.576.571,56 4.940.864,89 0,00 3.372.715,85- 5.144.720,60
Summe Sachanlagen 95.956.650,71 14.125.859,45 4.954.675,25 99.019,28- 105.028.815,63
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00 0,00 0,00 1,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1,00 0,00 0,00 1,00
Summe Anlagevermögen 110.679.515,94 16.309.023,89 5.018.272,65 0,00 121.970.267,18
Abschreibungen
Stand 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.415.270,51 1.891.283,78 0,00 5.306.554,29
2. Lizenzen 1.582.932,60 193.867,74 2.333,33 1.774.467,01
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.998.203,11 2.085.151,52 2.333,33 7.081.021,30
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 1.184.653,73 85.510,59 31.309,46 1.238.854,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 36.450.490,38 3.401.764,33 2.744.363,67 37.107.891,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.188.440,14 2.054.189,66 1.595.518,46 30.647.111,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 67.823.584,25 5.541.464,58 4.371.191,59 68.993.857,24
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 72.821.787,36 7.626.616,10 4.373.524,92 76.074.878,54
Buchwerte
Stand 31.12.2015
EUR
Stand 31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.140.545,14 9.198.364,27
2. Lizenzen 719.884,11 526.297,85
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 9.860.429,25 9.724.662,12
II. Sachanlagen
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 1.012.885,53 594.449,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.662.703,05 15.044.913,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.214.649,21 8.917.132,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.144.720,60 3.576.571,56
Summe Sachanlagen 36.034.958,39 28.133.066,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1,00 0,00
Summe Anlagevermögen 45.895.388,64 37.857.728,58

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Inhalt

1
Geschäftsverlauf 2015
1.1

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

1.2

Entwicklung der Branchen

1.3

Entwicklung der Firma

2

Derzeitige Situation (März 2016)

3
Ausblick 2016
3.1

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

3.2

Entwicklung der Branchen

4

Finanzierung

5

Risikomanagement

6

Forschung und Entwicklung

7

Besondere Risiken und Chancen

Die ETO MAGNETIC GmbH ist ein Unternehmen der ETO GRUPPE, welche weltweit mit acht Standorten vertreten ist.

Sie entwickelt und produziert elektromagnetische Aktoren und Sensoren. Neben technologisch anspruchsvollen Eigenentwicklungen liegt der Schwerpunkt auf kundenspezifischen Projekten. Mit den Schwestergesellschaften der ETO GRUPPE im In- und Ausland besteht eine enge Zusammenarbeit.

Marktspezifisch sind die geschäftlichen Tätigkeiten in die Segmente Nutzfahrzeug (NFZ), Personenkraftwagen (PKW) und Industrie (IND) gegliedert.

1 Geschäftsverlauf 2015

1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die weltwirtschaftliche Dynamik blieb 2015 schwach. Wie schon in den Vorjahren wurden die allgemeinen Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung nicht erfüllt. Prognosen wurden daher sukzessive nach unten angepasst - gesamtwirtschaftlich sowie in wichtigen Industriebranchen. War der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober 2014 noch von einem globalen Wachstum von preisbereinigt 3,8 % ausgegangen, dürfte der tatsächliche Zuwachs nur 3,1 % betragen haben. In den Schwellen- und Entwicklungsländern hat sich das Wachstum voraussichtlich auf 4,0 % abgeschwächt. In den Industrieländern erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 1,9 %.

Im Euro-Raum hat sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres 2015 hingegen weiter erholt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um real 1,5 %. Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erhöhung der privaten Konsumausgaben. Trotz historisch niedriger Zinsen und einer leicht verbesserten Unternehmensstimmung entwickelten sich die Investitionen weiter schwach. Die Exportwirtschaft hatte leichten Rückenwind durch einen schwächeren Euro-Wechselkurs. Der gesamtwirtschaftliche Erholungsprozess machte in Irland, Portugal, Spanien und Italien weiter Fortschritte. Die griechische Wirtschaft rutschte jedoch wieder in die Rezession.

Die US-Wirtschaft entwickelte sich 2015 weiter robust. Das starke konsumgetriebene Wachstum der Wirtschaftsleistung betrug real 2,5 %. Die Arbeitslosenquote sank auf 5 %. Zum Jahresende erhöhte die US-Notenbank erstmals nach sieben Jahren geringfügig den Leitzins.

Japans Wirtschaftsleistung konnte trotz expansiver Finanzpolitik nur um 0,6 % erhöht werden. Der private Konsum war schwach und auch die Exporte belasteten das gesamtwirtschaftliche Ergebnis.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer lieferten 2015 ein uneinheitliches Bild. Viele von Rohstoffexporten abhängige Länder mussten aufgrund verminderter Einnahmen ihre Ausgaben kürzen. Brasilien und Russland hat dies zusammen mit einem Mix weiterer Negativfaktoren sogar in die Rezession geführt. Sorgen bereitete 2015 immer wieder die schwächelnde Konjunktur in China. Der von der chinesischen Regierung betriebene Prozess des "new normal", d. h. weniger export- und investitionsgetriebenes Wachstum stattdessen mehr Wachstum durch Konsum und Dienstleistungen, wurde fortgesetzt. Nach offiziellen Angaben expandierte die chinesische Wirtschaft um 6,9 %. Das ist immer noch über dem Weltdurchschnitt, allerdings weit entfernt von früheren Zuwachsraten und bedeutet einen deutlich verminderten Zuwachs bei der Industrieproduktion. Dynamischer entwickelte sich Indien (+7,3 %), das unter dem neuen Regierungschef Modi einen Aufschwung erlebt.

Mit einem stabilen Jahresauftakt startete die deutsche Konjunktur in das Jahr 2015. Das Wirtschaftswachstum verlief bis zum Ende des Jahres stetig, sodass das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt real um 1,7 % wuchs. Auch 2015 kamen die stärksten Impulse vom Konsum. Die privaten Haushalte steigerten ihre Ausgaben um 1,9 %, die staatlichen Konsumausgaben waren um 2,1 % höher als im Vorjahr, die Ausrüstungsinvestitionen erreichten ein plus von 3,6 %. Die Zahl der Erwerbstätigen ist bedingt durch Zuwanderung sowie einen leichten Abbau der Arbeitslosigkeit um 0,8 % gestiegen und erreichte im Jahresdurchschnitt mit rund 43 Millionen Personen einen neuen Höchststand.

1.2 Entwicklung der Branchen

Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) hat das Autojahr 2015 in Deutschland einen starken Schlussspurt hingelegt und damit erstmals seit sechs Jahren die Marke von 3,2 Mio. PKW-Neuzulassungen überschritten. "Das ist ein Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahr und zeigt die gegenwärtige Dynamik des deutschen PKW-Marktes. Auch der inländische Auftragseingang gibt Grund zur Zuversicht: Er stieg im Gesamtjahr um 7 %, allein im Dezember um 15 %", betonte Matthias Wissmann, Präsident des VDA. Im Dezember wurden in Deutschland 247.300 PKWs neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von 8 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch Export und Produktion sind im Gesamtjahr 2015 gestiegen, allerdings geht die Nachfrage aus dem Ausland derzeit leicht zurück. Der PKW-Export legte im Gesamtjahr 2015 um 3 % auf 4,4 Mio. Neuwagen zu.

Auch auf den meisten internationalen Märkten setzt sich die Dynamik fort. Westeuropa legte kräftig zu und erreichte das beste Niveau seit fünf Jahren. Im Gesamtjahr 2015 erzielte der westeuropäische Markt mit 13,2 Mio. neu zugelassenen PKWs ein Wachstum von 9 %.

USA und China erzielten im Autojahr 2015 jeweils neue Höchststände. Im Gesamtjahr 2015 erreichte der Markt in den USA 17,4 Mio. Light-Vehicles (+6 %). Dabei wurden mit knapp 9,9 Mio. Einheiten 13 % mehr Light-Trucks verkauft als im Vorjahr. Bei den PKWs ging der Absatz jedoch um 2 % auf 7,5 Mio. Einheiten zurück. In China nahm der PKW-Absatz im Gesamtjahr 2015 um 9 % auf gut 20 Mio. Einheiten zu.

In Indien sorgten in 2015 eine verbesserte Konsumentenstimmung und niedrigere Zinsen für einen Zuwachs des PKW-Markts von fast 8 %. Damit erhöhte sich das Volumen des indischen PKW-Markts auf rund 2,8 Mio. Fahrzeuge.

Zweistellige Rückgänge waren in Russland und Brasilien zu verzeichnen, auch Japan war schwach. Der russische Light-Vehicle-Markt befindet sich weiter auf Talfahrt: Im Gesamtjahr 2015 gingen die Light-Vehicle-Verkäufe auf 1,6 Mio. Einheiten zurück (-36 %). Damit lag der Markt nur noch knapp über dem Krisenniveau von 2009. In Brasilien sanken die Light-Vehicle-Neuzulassungen im Dezember um fast 38 % auf 220.800 Einheiten. Die brasilianische Wirtschaft steckt tief in der Rezession. Dies führte im vergangenen Jahr zu den niedrigsten Neuzulassungszahlen seit 2007: Von Januar bis Dezember 2015 wurden knapp 2,5 Mio. Neuwagen angemeldet (-26 %). In Japan reduzierte sich das Marktvolumen um 10 % auf 4,2 Mio. Neuwagen.

Auch für die Unternehmen der Nutzfahrzeugindustrie war das deutsche Marktumfeld in 2015 positiv. Im Dezember 2015 übertrafen die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen mit 30.410 Einheiten das Vorjahresergebnis um 9 %. Dabei verzeichnete die Klasse über 6 t gegenüber Dezember 2014 einen Zuwachs von 22 % und im Jahresvergleich von 5 %. Das Transportersegment lag im Jahresmittel um 4 % über dem Vorjahresniveau. Der Export von leichten Nutzfahrzeugen lag im Dezember mit 18.203 Einheiten um 16 % über dem Vorjahr - im Gesamtjahr 2015 ergibt sich ein Anstieg um 8 %. Auch die Produktion verzeichnete im Dezember 2015 einen deutlichen Anstieg mit einem Plus von nahezu 16 %. Im Jahresverlauf lag diese um 7 % über dem Vorjahresniveau.

Ebenfalls sehr positiv ist die Entwicklung des westeuropäischen Nutzfahrzeugmarkts (> 6 t), der 2015 um 10 % auf 251.000 Einheiten stieg. Getragen wird das Wachstum vor allem von der Dynamik in Südeuropa und Großbritannien.

Laut dem Präsidenten des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Reinhold Festge ist das Gesamtjahr 2015 für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Schon im Sommer musste der VDMA seine Prognose von 2 % für 2015 zurücknehmen und schloss das Jahr auf Vorjahresniveau ab. Dies wird vor allem auf die zahlreichen Krisenherde in der Welt zurückgeführt.

1.3 Entwicklung der Firma

Die Umsatzerlöse sanken im Vergleich zu 2014 um 1,9 % auf EUR 143,7 Mio., das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 38,2 % auf EUR 6,8 Mio. Die Prognose im letztjährigen Lagebericht hat sich damit erfüllt.

2015 konnte die ETO MAGNETIC GmbH somit, wie erwartet, nicht an die guten Zahlen aus dem Vorjahr anknüpfen. Wesentliche Gründe hierfür waren starke Umsatzrückgänge bei zwei Großkunden im Segment PKW und im Segment IND.

Der relative Materialaufwand ist im Vergleich zu 2014 um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Während die automobiltypisch sinkenden Verkaufspreise zu einer höheren Quote auch bei stabilen Einkaufspreisen führen, trugen vor allem die erfolgreichen Preisverhandlungen des Einkaufs dazu bei, dass es zu keiner Erhöhung der Materialkostenquote kam. Der durchschnittliche Kupferpreis sank in 2015 auf 5,16 €/kg nach 5,28 €/kg in 2014. Die Effekte daraus sind somit nur sehr gering. Außerdem werden sie im Umsatz durch die Materialteuerungszuschläge wieder ausgeglichen, da ETO den Großteil der Materialpreisschwankungen bei Kupfer an die Kunden weiterreicht.

Der Aufwand für bezogene Leistungen lag mit EUR 10,6 Mio. nur geringfügig über dem Vorjahreswert.

Im Jahresdurchschnitt lag die Mitarbeiterzahl bei 817 Mitarbeitern inklusive Auszubildenden.

Als Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung sowie den beiden darunterliegenden Hierarchieebenen legt der Aufsichtsrat für die Zeit bis zum 30. Juni 2017 fest, dass der aktuelle Stand von 10,3 % am Standort Stockach mindestens aufrechterhalten werden soll.

Die Abschreibungen in Höhe von EUR 7,6 Mio. lagen bei 5,1 % der Gesamtleistung, wobei sich die Gesamtleistung aus Umsatz, Bestandsveränderung, aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betriebliche Erträgen zusammensetzt. Absolut stellt dies eine Steigerung von EUR 0,5 Mio. dar. Davon resultieren EUR 0,3 Mio. aus dem Anstieg der Abschreibung selbsterstellter Entwicklungsleistungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR 21,0 Mio. bei 14,0 % der Gesamtleistung. Der Anstieg im Vergleich zu 2014 resultiert vor allem aus einer höheren Gebäudemiete, da in 2015 eine zusätzliche Produktionshalle in Betrieb genommen wurde, die von der ETO Grundstücksgesellschaft angemietet wird. Außerdem stiegen die Verwaltungskosten durch höhere Beratungskosten und Management Fees aus der Holding.

Die Bilanzsumme hat sich um EUR 5,5 Mio. (8,0 %) auf EUR 73,8 Mio. erhöht.

Die Aktivseite zeigt eine Erhöhung des Anlagevermögens von EUR 8,0 Mio. Um weiteres Umsatzwachstum zu ermöglichen, wurde verstärkt in Produktionsanlagen investiert. Die Sachanlagen haben sich im Vergleich zu 2014 um EUR 7,9 Mio. erhöht.

Bei den selbstgeschaffenen immateriellen Wirtschaftsgütern kam es zu einem geringfügigen Rückgang auf EUR 9,1 Mio., der durch erhöhte Abschreibung und durch Abgänge von Entwicklungsprojekten entstand.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich in Summe um 8,5 % mit Verschiebungen zwischen Beständen und Forderungen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich um 51,1 %, was im Zusammenhang mit der hohen Investitionstätigkeit steht.

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss um 6,0 % von EUR 45,8 Mio. auf EUR 48,5 Mio. Die Eigenkapitalquote sank geringfügig von 67,0 % im Vorjahr auf 65,8 % in 2015.

In 2014 wurde den Mitarbeitern erstmalig eine betriebliche Altersvorsorge angeboten. Die Rückstellung dafür wurde in 2015 auf EUR 0,4 Mio. erhöht. In Summe kam es zu einer Reduzierung der Rückstellungen im Vergleich zu 2014, dies resultiert vor allem aus geringeren Steuerrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten stiegen von EUR 6,4 Mio. in 2014 auf EUR 11,1 Mio. in 2015. Dies resultiert vor allem aus der Darstellung eines Zahlungseingangs als Position in Transit. Außerdem kam es zu einem Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, was sich durch die hohe Investitionstätigkeit sowie den Aufbau der Bestände erklärt.

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit erreichte in 2015 EUR 12,8 Mio. Die Investitionstätigkeit von netto EUR -15,5 Mio. konnte damit nicht ganz abgedeckt werden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei EUR -0,5 Mio. Die Finanzmittel haben sich damit im Berichtsjahr um EUR 3,2 Mio. reduziert.

Der gegenüber Plan reduzierte Umsatz resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang mit einem Großkunden im Segment PKW (s. oben). Dieser Rückgang war in der Planphase 2015 noch nicht abzusehen. Der Umsatzrückgang im Segment IND hingegen war geplant, da es sich um Insourcing eines Kunden handelte, das mit ETO abgestimmt war. Die Umsatzunterschreitung im Segment PKW trug wesentlich zur negativen Planabweichung im Ergebnis bei. Die größte Kostenposition Materialaufwand lag absolut und relativ zwar unter Plan, durch den hohen Automatisierungsgrad im Segment PKW konnten die Herstellkosten jedoch nicht proportional zum Umsatz gesenkt werden. Hinzu kam der negative Skaleneffekt in den Overheadkosten.

2 Derzeitige Situation (März 2016)

Die Geschäftsentwicklung verlief in den ersten beiden Monaten des Jahres besser als geplant. Die Umsatzerlöse inklusive Lizenzen lagen mit EUR 23,0 Mio. um EUR 1,0 Mio. unter Plan. In den Kostenpositionen konnte dies aber überkompensiert werden, sodass der EBIT mit EUR 0,5 Mio. über Plan liegt.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres haben sich die Umsatzerlöse in den ersten zwei Monaten um EUR 0,4 Mio. erhöht. Dies resultiert hauptsächlich aus dem Segment IND.

Der derzeitige Auftragseingang lässt für die kommenden Monate Umsätze über dem Vorjahresniveau erwarten. Der derzeitige Auftragsbestand liegt mit EUR 116,4 Mio. um EUR 2,3 Mio. über dem Niveau per Ende Dezember 2015.

Das Ergebnis für die ersten zwei Monate liegt über Plan und über dem Vorjahreswert. Für den weiteren Verlauf 2016 erwartet die Geschäftsführung eine etwas verhaltenere Ertragslage, da der konjunkturelle Ausblick derzeit sehr gemischt ist. Vor allem im Segment PKW besteht durch den Abgasskandal bei VW ein erhöhtes Umsatzrisiko.

3 Ausblick 2016

3.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Für 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum um real 3,4 %. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird - trotz der weiteren Wachstumsverlangsamung in China - ein leicht beschleunigtes Wachstum vorhergesagt. Die Hoffnungen ruhen hier auf Indien, ASEAN und Afrika. Russland und Brasilien dürften auch 2016 nicht aus der Rezession herauskommen. Allerdings wird für Russland eine deutlich kleinere Minusrate als im Vorjahr prognostiziert. Für Brasiliens Wirtschaft wird nur eine minimale Besserung erwartet.

In den Industrieländern dürfte sich das moderate Wachstum leicht beschleunigt fortsetzen. Möglich werden soll dies durch eine leichte Belebung in Japan, der Eurozone und Kanada. Sowohl die USA als auch das Vereinigte Königreich sollten ihr solides Wachstumstempo von 2015 beibehalten können.

Für 2016 rechnet der Sachverständigenrat für Deutschland mit einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,5 %. Vom Außenbeitrag werden hierbei keine nennenswerten Impulse erwartet. Weiterhin wird mit einem starken privaten Konsum gerechnet, der zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts beiträgt. Die Beschäftigung dürfte in 2016 voraussichtlich um 300.000 Personen ansteigen. Die Erwartung an die Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen ist mit 2,7 % eher verhalten.

3.2 Entwicklung der Branchen

Für 2016 erwartet der VDA einen Weltmarkt, der auf 78,1 Mio. PKW (+2 %) steigen wird. Die drei großen Automobilmärkte - Westeuropa, USA und China - werden auch in 2016 wachsen. Doch der Weg wird laut VDA-Präsident Matthias Wissmann steiniger: "Der Gegenwind wird stärker, die Herausforderungen nehmen im kommenden Jahr zu. Die Weltkonjunktur hat viele Unwägbarkeiten, die politischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten wachsen, der Kampf gegen den Terror fordert die Industriestaaten besonders. Daher sind alle Prognosen für das kommende Jahr unter der Annahme getroffen, dass die Rahmenbedingungen sich nicht verschlechtern."

Der US-Markt wird 2016 aller Voraussicht nach um 1 % auf 17,4 Mio. Light-Vehicles steigen. In China erwartet der VDA ein Plus von 2 % mit über 20 Mio. PKWs und für Westeuropa in 2016 einen Zuwachs von 1 % auf 13,3 Mio. Einheiten.

Russland sollte in 2016 das bereits sehr niedrige Niveau von 2015 halten können. In Brasilien gehen die Minusraten aller Voraussicht nach zumindest in den einstelligen Bereich zurück (-5 %).

Der westeuropäische Nutzfahrzeugmarkt (über 6 t) dürfte laut VDA in 2016 um 5 % auf 262.400 Einheiten steigen. Für Deutschland erwarten wir einen Zuwachs von 1 % auf 82.000 Fahrzeuge.

Die deutschen Maschinenbauer erwarten auch für das Jahr 2016 eine Stagnation. Neben den Russlandsanktionen würden mittlerweile die Krisen weltweit zunehmen. Diese seien auch bei den deutschen Maschinenbauern spürbar, so der VDMA. "Für 2016 rechnen wir vor dem Hintergrund vieler Unwägbarkeiten abermals mit Nullwachstum", sagte der Präsident des Branchenverbands VDMA Reinhold Festge. Die Welt befinde sich in unruhigem Fahrwasser, Kriege und Bürgerkriege fänden zum Teil direkt vor der europäischen Haustür statt. Zudem gebe es unerwartet schwache Märkte. Seit Monaten leiden die Maschinenbauer unter den Belastungen der an Schwung verlierenden Wirtschaft in China und dem Geschäftsausfall in Russland, den sie durch positive Effekte etwa in den USA nicht mehr ausgleichen können. Nach Festge deuten die Zahlen darauf hin, dass wir bei Auftragseingang, Produktion und Beschäftigung das Vorjahresniveau halten können.

Vor diesem Hintergrund sowie durch die Bewertung der aktuellen Auftragseinteilungen unserer Kunden erwartet die ETO MAGNETIC GmbH für das Jahr 2016 einen Jahresumsatz von ca. EUR 147,9 Mio. inklusive Lizenzerlösen (+3,1 % gegenüber Vorjahr). Beim Ergebnis wird ein deutlicher Rückgang erwartet.

4 Finanzierung

Die ETO MAGNETIC GmbH wird wie die anderen Gesellschaften der ETO GRUPPE über die ETO GRUPPE Beteiligungen GmbH finanziert. Das hohe Investitionsvolumen in 2016 kann durch die bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten abgedeckt werden. Der Finanzmittelbedarf wird durch eine mittel- und langfristige Geschäftsplanung festgestellt und durch langfristige Darlehen in Form eines Konsortialkredits über die ETO GRUPPE Beteiligungen GmbH abgesichert. Durch die bestehenden Kreditlinien sowie das Factoring stehen ausreichend Mittel zur Verfügung. Zusätzlich könnte auch weiterhin ein Teil der Investitionen über Leasing finanziert werden.

Eine kurzfristige Finanzplanung, tägliche Liquiditätskontrolle und ausreichende Kontokorrentlinien sichern den Kurzfristbedarf.

Das atypisch stille Gesellschaftsverhältnis mit der Gesellschafterin endet mit Ablauf des 31. Dezember 2015. Die Einlage der stillen Gesellschafterin wird in Eigenkapital umgewandelt.

Im letzten Quartal des Jahres 2015 wurde in diesem Zusammenhang zunächst ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin abgeschlossen, der dann aber aufgrund von nicht absehbaren steuerlichen Problemstellungen im Zusammenhang mit der Abwicklung des atypisch stillen Gesellschaftsverhältnisses von den Parteien einvernehmlich wieder aufgehoben werden musste. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde danach geändert und wird erstmals für das Geschäftsjahr 2016 wirksam. Die Gesellschafterin hat vorsorglich erklärt statt Sicherheit zu leisten analog zu § 303 Abs. 3 AktG sich für eventuelle Forderungen gemäß § 303 Abs. 1 AktG zu verbürgen.

5 Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft ist generell auf Risikominimierung ausgerichtet.

Den marktimmanenten Risiken auf den Geschäftsfeldern der Gesellschaft NFZ, PKW und IND wird durch ein die gesamte Wertschöpfungskette abdeckendes Projektauswahl- und Projektcontrolling-System Rechnung getragen.

Währungsrisiken werden durch den Abschluss der Geschäfte - sowohl auf der Kunden- als auch auf der Lieferantenseite - in der jeweils kostenrelevanten Währung minimiert. Die zunehmende Verlagerung der Einkaufsaktivitäten in die jeweilige Wirtschaftsregion unterstützt diese Vorgehensweise.

Rohstoffpreisrisiken werden dort, wo die Marktsituation dies zulässt, in zunehmendem Maße durch Vereinbarungen an den Absatzmarkt weitergegeben. Für den in vorstehender Weise nicht abzusichernden Teil der Risiken werden gegebenenfalls Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Wesentliche Währungs- und Rohstoffrisiken bestehen deshalb nicht.

In enger Kooperation mit einem unabhängigen Versicherungsmakler werden die üblichen Risiken eines Industrieunternehmens über verschiedene Versicherungen abgedeckt. Produkthaftpflicht- und Rückrufkostenversicherungen bestehen pauschal und in hinreichendem Maße.

Ausfallrisiken auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine laufende Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden, ein effizientes Mahnwesen sowie eine angemessene Wertberichtigung offener fälliger Forderungen minimiert. Insgesamt ist das Risiko, dass es zu erheblichen Zahlungsausfällen kommt, als gering einzustufen.

Durch die Etablierung eines effizienten und aussagekräftigen Controllings werden die für die Steuerung der Unternehmensgruppe notwendigen Daten fortlaufend ermittelt. Durch die monatliche Erstellung des Abschlusses und durch ein monatliches Berichtswesen, das alle wesentlichen Kenngrößen der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage umfasst, werden Zielabweichungen frühzeitig erkannt und es kann unmittelbar reagiert werden.

In einem jährlichen Planungsprozess werden die Ziele sowie die Maßnahmen zur Zielerreichung vereinbart. Zusätzliche mittel- und langfristige Ergebnisplanungen, jeweils auf Basis aktuell zur Verfügung stehender Informationen, gehören zur laufenden Routine.

Im Rahmen des Vertriebscontrollings wird eine fundierte Kalkulation für Kundenangebote sichergestellt. Für die Serienprodukte erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Deckungsbeiträge sowie eine Analyse der Plan-Ist-Abweichung der Umsätze. Im Rahmen des Produktionscontrollings erfolgt ein Monitoring der Produktivität pro Fertigungslinie sowie die Nachkalkulation der Serienfertigung. Auf Basis einer jährlichen Überprüfung der Fertigungskostenstellen erfolgen die notwendigen Anpassungen der Stundensätze, wodurch eine korrekte Kalkulation der Herstellkosten und Bewertung der Bestände sichergestellt wird.

6 Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr kontinuierlich investiert. Die "selbst geschaffenen Entwicklungsleistungen" sind per 31.12.2015 mit EUR 9,1 Mio. bilanziert (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.). Die laufenden und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Entwicklungsprojekte konnten durch neue Entwicklungen weitgehend ausgeglichen werden.

Der Aufwand für Entwicklungsprojekte betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 11,2 Mio. am Hauptstandort Stockach und liegt EUR 1,4 Mio. über dem Niveau des Vorjahres.

Davon lag der Aufwand für Grundlagen- und Vorentwicklungsprojekte bei EUR 0,9 Mio. Die Kosten für Patente beliefen sich in 2015 auf EUR 0,6 Mio.

Per 31.12.2015 gab es bei der ETO MAGNETIC GmbH 141 Entwicklungsprojekte zwischen Gate 1 (Freigabe des Projekts zur Abgabe eines Kundenangebots) und Gate 6 (Freigabe des Projekts zum Serienstart).

Durch die veranschlagten Umsatzvolumen und Laufzeiten der Neuanläufe ist ein wesentlicher Umsatzanteil für die kommenden Jahre abgesichert.

7 Besondere Risiken und Chancen

Die derzeitige Auftragslage der ETO GRUPPE lässt für das kommende Jahr ein zwar flaches aber stabiles Umsatzwachstum erwarten. Aufgrund unserer umfangreichen Kundenprojekte rechnen wir in den Folgejahren mit einem stärkeren Anstieg des Umsatzes, der sich auch in steigenden Gewinnen niederschlagen wird. Für 2016 müssen allerdings größere konjunkturelle Unwägbarkeiten einkalkuliert werden als in 2015.

Die wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum hat in 2015 Fahrt aufgenommen und insbesondere für Deutschland ist auch der Ausblick 2016 positiv. Die Weltkonjunktur zeigt jedoch deutliche Anzeichen einer Abschwächung.

Die Situation in China hat sich im Laufe von 2015 deutlich verschärft und könnte in 2016 zum Auslöser einer globalen Wirtschaftskrise werden. Zusätzlich zu den Risiken der Kredit- und Immobilienblase kam es in China zu heftigen Turbulenzen an den Aktienmärkten, welchen die Regierung nur durch Stützungskäufe und gesetzliche Eingriffe entgegenwirken konnte. Das Wachstum schwächt sich in 2016 weiter ab, wobei die offiziellen 6,9 % in 2015 von alternativen Indikatoren bereits deutlich unterboten werden. So deutet der Keqiang-Index, der Stromverbrauch, Kreditvergabe und das Frachtvolumen Chinas misst, für 2015 auf ein Wachstum von lediglich 4 % hin.

Auch in den USA deutet sich eine wirtschaftliche Abschwächung an, da der Boom der vergangen Jahre zum Teil auf massiven Investitionen in Ölförderung mit der Fracking-Technologie beruht. Durch die niedrigen Ölpreise kommt es zu Stilllegungen und Insolvenzen im Energiesektor. Wie groß das Risiko für den Bankensektor dadurch ist, wird von Experten unterschiedlich eingestuft. Insofern ist der niedrige Ölpreis für ölimportierende Volkswirtschaften zwar vorteilhaft, führt in den ölproduzierenden Ländern aber teilweise zu schwierigen Situationen.

Potenzielle Auswirkungen eines möglichen "Brexit" sind aus unserer Sicht schwer abzuschätzen.

Im Nahen Osten bilden politische Konflikte einen schwer abschätzbaren geopolitischen Risikofaktor, der sich durch die verschärften Spannungen zwischen der Türkei und Russland an der Grenze zu Syrien zu einem Flächenbrand entwickeln könnte. Der immer noch schwelende Russland/Ukraine-Konflikt erscheint inzwischen nur noch als Randnotiz.

Die Risiken der Geschäftsentwicklung liegen somit vor allem in der Entwicklung der Märkte und der damit verbundenen Umsatzentwicklung.

Die ETO MAGNETIC GmbH befindet sich im Wettbewerb mit anderen Produktanbietern auf den für sie relevanten Märkten. Zur Stabilisierung und zur weiteren Stärkung der Marktpositionierung wird das Wettbewerbsumfeld verstärkt analysiert. Preispolitische Offensiven der Konkurrenz beinhalten das Risiko, dass Kunden sich diesen Wettbewerbern zuwenden mit entsprechenden Nachteilen auf die eigene Ertragssituation. Gleiches gilt bei der Umsetzung von Preiserhöhungen bei schon laufenden Produkten. Hier besteht das Risiko, dass Abnehmer sich bei Nachfolgeprodukten gegebenenfalls der Konkurrenz zuwenden. Diese Situation bringt zum Ausdruck, wie wichtig der Bereich Forschung und Entwicklung ist, um mit überlegenen Produkten wirtschaftliche Umsätze zu sichern.

Auf der Kostenseite kann die ETO MAGNETIC GmbH einen stabilen Ausblick geben.

Bei Rohstoffen lässt die derzeitige Entwicklung der Weltkonjunktur eher stabile bis fallende Preise erwarten.

Die IG Metall geht in 2016 mit unverhältnismäßig hohen Tarifforderungen von 5,0 % in die Tarifverhandlungen. Die Planung 2016 deckt eine Steigerung in Höhe eines zu erwartenden Kompromisses bereits ab. Aus dieser Position sollte somit kein Kostendruck gegenüber dem Plan entstehen.

Der Bereich Forschung und Entwicklung stellt innerhalb der ETO MAGNETIC GmbH den wesentlichen Faktor für künftige Cashflows dar. Vom Erfolg bzw. Misserfolg dieses Unternehmensbereichs hängt es auch in Zukunft im besonderen Maße ab, inwieweit sich die ETO MAGNETIC GmbH im Vergleich zu Wettbewerbern besser und erfolgreicher positionieren kann. Insoweit stellen die "Vorfinanzierungen" von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen einen erheblichen Kostenfaktor innerhalb der ETO GRUPPE dar. Können diese Kosten nicht durch spätere Serienproduktionen abgedeckt werden, müssen laufende Produkte oder Nachfolgeprodukte einen entsprechenden Anteil dieser Kosten tragen, was dann zu einer Verschlechterung der Ertragssituation führt.

Die weitere Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs wird in der Zukunft eine immer bedeutendere Rolle einnehmen, so dass intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Verbindung mit der bereits erworbenen sehr hohen Technologiekompetenz auf diesem Gebiet erhebliche Chancen für

die ETO MAGNETIC GmbH bieten.

Die Geschäftsführung wird auf Basis der ihr zugänglichen Informationen die Entwicklung der Märkte weiterhin kritisch beobachten, um mit geeigneten Maßnahmen auf eventuelle nachteilige Entwicklungen reagieren zu können.

 

Stockach, im März 2016

Dr. Michael Schwabe, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ETO MAGNETIC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 22. April 2016

BTR Beratung Treuhand Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lothar Ponzer, Wirtschaftsprüfer

Ralph-Peter Scholz, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

der ETO MAGNETIC GmbH mit dem Sitz in Stockach

Der Aufsichtsrat der ETO MAGNETIC GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 laufend über die Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorgänge der Gesellschaft informiert. Er hat die Arbeit der Geschäftsführung regelmäßig überwacht, kontrolliert und im Rahmen eines regelmäßigen Informationsaustausches beratend begleitet.

Der von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss / Lagebericht der Gesellschaft ist unter Einbeziehung der Buchführung von der BTR Beratung Treuhand Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsbericht lag dem Aufsichtsrat vor.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss seinerseits geprüft. Einwendungen werden nicht erhoben. Der Jahresabschluss 2015 der ETO MAGNETIC GmbH wird durch den Aufsichtsrat ausdrücklich gebilligt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Stockach, im Mai 2016

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 19.07.201

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