Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG
01109 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KGDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell und Gesellschafterverhältnisse Die Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG, Dresden, (im Folgenden "AMTC") wurde im Mai 2002 gegründet. Der Geschäftszweck von AMTC besteht in der Herstellung von Photomasken sowie Entwicklungsarbeiten für ihre Gesellschafter. Derzeit arbeitet das Unternehmen an Masken für 193-nm, 193-nm Immersion, 193-nm Double-Patterning, 248-nm sowie für die EUV-Lithographie (EUV: Extreme Ultra Violet; Lithographie mit Einsatz von weichen Röntgenstrahlen). Darüber hinaus werden Spezialmasken für Sonderanwendungen gefertigt. Persönlich haftender Gesellschafter der Gesellschaft (ohne Einlage) ist die Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH mit Sitz in Dresden. Kommanditisten der Gesellschaft sind die Toppan Photomasks, Inc. (TPI), Round Rock, USA, und die GlobalFoundries Management Services Limited Liability Company & Co. KG (GlobalFoundries LLC & Co. KG), Dresden. Das Verhältnis der Gesellschafter untereinander und die Beziehung der Gesellschafter zur Gesellschaft regelt ein Joint Venture Agreement zum "Betrieb des Dresdner Maskenhauses". Die Gesellschaft erhält für die von ihr erbrachten Leistungen gemäß Joint Venture Agreement eine Vergütung in Höhe der entstandenen Kosten zuzüglich eines Kostenaufschlags (Mark-up). Das Joint Venture Agreement, Limited Partnership Agreement sowie die Regelungen zu den bestehenden Kostenerstattungs- und Darlehenstilgungsverpflichtungen bestehen unverändert fort. 1.2 Entwicklung und Produktion Die Entwicklungsarbeiten im Jahr 2023 konzentrierten sich auch in diesem Jahr auf die kontinuierliche Verbesserung existierender Technologien. Dies beinhaltete die kontinuierliche Anpassung von Einzelprozessen der unterschiedlichen Technologiegenerationen zur Herstellung von Photomasken. Prozessanlageninstallationen wurden fortgesetzt, Prozesse effizienter gestaltet und in ihrer Performanz verbessert. Somit konnten hinsichtlich Produktqualität und Kapazität weitere Verbesserungen erzielt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten lag in der Entwicklung von Prozessen zur Herstellung von Stempeln für die Nanoimprint Lithographie (NIL), neue Ätztechnologien wurden evaluiert und auf die Anforderungen des AMTC angepasst und eine damit verbundene Anlageninvestition getätigt. Gemeinsam mit einem Anlagenhersteller wurde die Entwicklung einer neuartigen Lithographietechnologie sowie der damit verbundenen Plattform begonnen. Diese verwendet statt eines Einzelstrahls mehrere hunderttausend Elektronenstrahlen (Multi Ebeam) und wurde für verschiedene Prozesse evaluiert. Im Bereich EUV high NA gab es weitere Marktevaluierung sowie Vorentwicklungsarbeiten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Allgemeine Wirtschafts- und Branchenentwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Der Außenhandel ging trotz sinkender Preise zurück. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 0,7 % und war mit 45,9 Mio Erwerbstätigen so hoch wie noch nie in Deutschland [1] . Die Umsätze im globalen Halbleitermarkt sind im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 % zurückgegangen. Der Markt erlebte ein schwieriges Jahr, in dem die Speicherumsätze mit -37 % einen der stärksten Rückgänge in der Geschichte verzeichneten. Smartphones, PCs und Server, drei der größten Segmente für Speicher, sahen sich vor allem in der ersten Hälfte des Jahres 2023 einer schwächeren Nachfrage als erwartet und einem Überschuss an Lagerbeständen gegenüber. Die sonstigen Halbleiterumsätze entwickelten sich besser und sanken im Jahr 2023 um 3 %. Der Markt verzeichnete eine schwächere Nachfrage, und überschüssige Lagerbestände wirkten sich das ganze Jahr über auch hier negativ aus. Im Gegensatz zu den Speicheranbietern erlebten die meisten Non-Memory-Anbieter im Jahr 2023 ein relativ günstiges Preisumfeld. Die Nachfrage nach Non-Memory-Halbleitern für KI-Anwendungen war der stärkste Wachstumstreiber, wobei der Automobilsektor (insbesondere Elektrofahrzeuge) sowie die Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie die meisten anderen Anwendungssegmente ebenfalls übertrafen. [2] Für das Folgejahr wird derzeit von einer deutlichen Umsatzsteigerung auf dem globalen Halbleitermarkt in Höhe von 16,8 % ausgegangen. [3] 2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Aktivitäten der Gesellschaft waren im Jahr 2023 durch die Entwicklung und Qualifizierung wichtiger Prozesse zur Herstellung von Photomasken gekennzeichnet. Darüber hinaus lag der Fokus im abgelaufenen Geschäftsjahr auf weiteren Effizienzsteigerungen bzw. Kostenoptimierungen. Volumenseitig ist im Geschäftsjahr 2023 ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Dieser Rückgang ist im Vergleich zur übrigen Halbleitermarktentwicklung in 2023 deutlich geringer ausgefallen. 2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Die im Jahr 2023 ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von EUR 140,2 Mio (i. Vj. EUR 144,9 Mio) resultieren im Wesentlichen aus dem mit den Kommanditisten der AMTC abgeschlossenen Kostenerstattungsvertrag. Dieser Vertrag sieht eine Erstattung der Periodenkosten mit Aufschlag vor. 2.2.2 Produktion Aufgrund der insgesamt gesunkenen Nachfrage ging der Produktausstoß im Berichtszeitraum um 4 % zurück. Die Kosten (Erstattung im Rahmen des Joint-Venture-Vertrages durch die Kommanditisten) betrugen 2023 EUR 132,6 Mio. Dabei wurde der durch die Gesellschafter genehmigte Kostenrahmen 2023 (EUR 161,6 Mio) im Berichtszeitraum um 18,0 % unterschritten. 2.2.3 Beschaffung Das Geschäftskonzept der AMTC sieht die kontinuierliche Erweiterung des Maschinenparks vor, um die Entwicklung der jeweils nächsten Generation von Photomasken betreiben zu können. Somit kommt dem Beschaffungsprozess von Maschinen und Anlagen in jeder Phase des Unternehmens besondere Bedeutung zu. Der Einkaufsprozess lief im bisherigen Geschäftsverlauf reibungslos ab. 2.2.4 Investitionen Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von EUR 8,0 Mio (i. Vj. EUR 3,8 Mio) betreffen im Wesentlichen Maschinen und Anlagen. Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in Anlagen und Maschinen von EUR 31,1 Mio geplant. Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus Gesellschafterdarlehen (EUR 27,9 Mio) sowie aus den frei verfügbaren Mitteln. 2.2.5 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Finanzierung der AMTC war im gesamten Geschäftsjahr 2023 gesichert durch: • Kapitalanteile der Kommanditisten in Höhe von insgesamt EUR 87,6 Mio (i. Vj. EUR 80,9 Mio) • Nachrangdarlehen der Kommanditisten in Höhe von insgesamt EUR 57,0 Mio (i. Vj. EUR 76,7 Mio), • sowie die Kostenerstattung der Kommanditisten auf Basis des Joint-Venture-Vertrages in Höhe von EUR 139,2 Mio (i. Vj. EUR 144,2 Mio). 2.2.6 Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der Anstellungs- und Arbeitsverträge der Gesellschaft betrug am Ende des Geschäftsjahres 328 (i. Vj. 333), im Jahresdurchschnitt 333 (i. Vj. 332). Die Anzahl der aktiven Arbeitnehmer (ohne Elternzeit und sonstige Abwesenheiten), umgerechnet auf Vollzeitstellen (Vollzeitäquivalent bzw. full time equivalent, FTE), belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 298 (i. Vj. 302) bzw. 302 (i. Vj. 299) im Jahresdurchschnitt und lag damit unter Plan. Für das Folgejahr wird mit einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl (in FTE) geplant. Der Aufwand für Personalkosten betrug im Geschäftsjahr EUR 26,5 Mio (i. Vj. EUR 25,3 Mio). 2.3 Darstellung der Lage der AMTC 2.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 156,6 Mio (i. Vj. EUR 173,0 Mio). Die Aktivseite der Bilanz besteht dabei im Wesentlichen aus Anlagevermögen in Höhe von EUR 108,3 Mio (i. Vj. EUR 130,8 Mio), hier vor allem technische Anlagen und Maschinen sowie Anlagen im Bau, ferner aus Vorratsbeständen in Höhe von EUR 8,7 Mio (i. Vj. EUR 9,1 Mio), Forderungen gegen verbundene Unternehmen von EUR 9,5 Mio (i. Vj. EUR 16,9 Mio), Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, von EUR 4,2 Mio (i. Vj. EUR 6,1 Mio), liquiden Mitteln in Höhe von EUR 23,5 Mio (i. Vj. EUR 3,7 Mio) sowie übrigen Aktiva in Höhe von EUR 2,4 Mio (i. Vj. EUR 6,3 Mio). Die Anlagenquote beträgt 69,2 % (i. Vj. 75,6 %). Die Abnahme des Anlagevermögens ist im Wesentlichen durch die die Investitionen übersteigenden Abschreibungen insbesondere im Bereich des Sachanlagevermögens bedingt. Ebenso haben die Vorräte sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stichtagsbedingt abgenommen. Die liquiden Mittel sind von EUR 3,7 Mio im Vorjahr auf EUR 23,5 Mio gestiegen. Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 87,6 Mio (i. Vj. EUR 80,9 Mio). Die Veränderung resultiert aus dem in 2023 erzielten Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6,6 Mio. Die Eigenkapitalquote stieg auf 55,9 % (i. Vj. 46,8 %). Ferner wurde auf der Passivseite ein Sonderposten in Höhe der erhaltenen Investitionszulagen für die Jahre 2003 bis einschließlich 2013 in Höhe von EUR 49,7 Mio gebildet. Dieser Sonderposten wurde bis zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 49,5 Mio (i. Vj. EUR 49,3 Mio) entsprechend dem Abschreibungsfortschritt der geförderten Investitionen ertragswirksam aufgelöst und beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 0,2 Mio (i. Vj. EUR 0,4 Mio). Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 3,9 Mio (i. Vj. EUR 5,9 Mio). Sie umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie für Personalkosten. Die Abnahme resultiert vor allem aus zum Stichtag geringeren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten (EUR 64,4 Mio; i. Vj. EUR 85,1 Mio) setzen sich im Wesentlichen aus Nachrangdarlehen der Kommanditisten für Maschinenkäufe (EUR 57,0 Mio; i. Vj. EUR 76,7 Mio), Verbindlichkeiten aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen (EUR 3,5 Mio; i. Vj. EUR 4,6 Mio) sowie sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 1,6 Mio; i. Vj. EUR 1,3 Mio) zusammen. Die Abnahme der Verbindlichkeiten um EUR 20,8 Mio ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen zurückzuführen. 2.3.2 Ertragslage Die Kostenerstattung gemäß Joint-Venture-Vertrag in Höhe von EUR 139,2 Mio (i. Vj. EUR 144,2 Mio) wurde im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Kostenerstattungssatz wird auf absehbare Zeit beibehalten. Daneben erzielte die Gesellschaft sonstige Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1,0 Mio (i. Vj. EUR 0,7 Mio). Die Abnahme der Umsatzerlöse resultiert aus geringeren weiterbelasteten Kosten. Die Aufwendungen der Gesellschaft setzen sich im Jahr 2023 aus Materialaufwendungen EUR 32,7 Mio (i. Vj. EUR 38,3 Mio), Personalaufwendungen EUR 26,5 Mio (i. Vj. EUR 25,3 Mio), Abschreibungen EUR 30,4 Mio (i. Vj. EUR 28,7 Mio), sonstigen betrieblichen Aufwendungen EUR 41,8 Mio (i. Vj. EUR 44,5 Mio), davon Mietzahlungen an die BAC EUR 13,3 Mio (i. Vj. EUR 14,3 Mio), sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen EUR 2,6 Mio (i. Vj. EUR 3,7 Mio) und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag EUR 1,7 Mio (i. Vj. EUR 1,8 Mio) zusammen. Die Materialaufwendungen haben insbesondere aufgrund des niedrigeren Materialverbrauchs um EUR 5,6 Mio abgenommen. Die Abschreibungen sind aufgrund der Investitionen in technische Anlagen und Maschinen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,7 Mio gestiegen. Die Personalaufwendungen sind um EUR 1,2 Mio bedingt durch Gehaltserhöhungen gestiegen. Die Abnahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 2,7 Mio resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Mietzahlungen an die BAC, geringeren Wartungsaufwendungen sowie gesunkenen Währungsverlusten. Die Zinsaufwendungen haben aufgrund gesunkener Darlehensbestände um EUR 1,0 Mio abgenommen, während erstmals seit 2015 wieder Zinserträge (EUR 0,3 Mio) zu verzeichnen waren. Insgesamt erzielte die AMTC im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von EUR 6,6 Mio (i. Vj. EUR 6,9 Mio). 2.3.3 Finanzlage Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen zu 2.2.5. "Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben". Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AMTC ist stabil. 2.4 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Derivative Finanzinstrumente liegen zum Stichtag nicht vor. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der für die AMTC bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator sind die Kosten. Für die interne Steuerung wird zudem die Liefertreue (Anzahl der pünktlich ausgelieferten Masken im Verhältnis zur Anzahl der insgesamt ausgelieferten Masken) als nichtfinanzieller Leistungsindikator herangezogen. Die durchschnittliche Liefertreue lag im Geschäftsjahr 2023 bei 99 % (i. Vj. 99 %). 4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht AMTC wird auch zukünftig als Maskenhaus für die Fertigungsstandorte von GlobalFoundries in Deutschland, Singapur und den USA fungieren. Daneben werden Photomasken und Dienstleistungen für das europäische und globale Kundennetzwerk von Toppan Photomasks, Inc. durch AMTC produziert und geliefert. Derzeit wird für das Jahr 2024 von einem Umsatzwachstum in der Halbleiterindustrie von 16,8 % ausgegangen [4] . Für das Geschäftsjahr 2024 plant AMTC mit einer Liefertreue von 98 %. Der für 2023 durch die Partner (Kommanditisten) genehmigte Kostenrahmen wurde um 18,0 % unterschritten. Die Gesellschaft geht auf Grundlage des Geschäftsplanes 2024 von Kosten in Höhe von EUR 139,5 Mio aus. Eine Freigabe des Geschäftsplanes 2024 wird für Ende Februar 2024 erwartet. Aufgrund der Kostenübernahmevereinbarung mit den Gesellschaftern wird der AMTC ein stabiles Einkommen entsprechend der vereinbarten Gewinnmarge garantiert. Die Planung erfolgt auf Basis der Fortschreibung der Ist-Kosten unter Berücksichtigung der für 2024 erwarteten Maskenbedarfe der Partner sowie bekannter Änderungen, die sich aus in den Vorjahren getätigten Investitionen ergeben bzw. von Vertragspartnern angekündigt wurden. Die geschäftliche Entwicklung der AMTC wird daher auch zukünftig wesentlich durch den Kostenerstattungsvertrag mit den Partnern geprägt sein. Die wirtschaftliche Situation der Partner ist somit mitbestimmend für die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft. Risiken daraus schätzen wir als gering ein. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine bestandsgefährdenden Tatsachen bekannt. Für die Folgejahre geht die Geschäftsführung entsprechend von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit aus. GlobalFoundries als Halbleiterproduzent und TPI als Hersteller von Photomasken sind von der Entwicklung des Halbleitermarktes abhängig. GlobalFoundries gehört zu den weltweit führenden Halbleiterproduzenten. Als einer der technologisch führenden Auftragsfertiger spricht GlobalFoundries weltweit die größten Unternehmen an, die Fertigungskapazitäten im Foundry-Markt nutzen. GlobalFoundries LLC & Co. KG ist Teil des Konzernes der GlobalFoundries Inc., einer Limited Liability Company mit Sitz auf den Cayman Islands, deren oberste Muttergesellschaft die Mubadala Investment Company PJSC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabischen Emirate, ist. TPI gehört als 100%ige Tochter der Toppan Photomasks Co. Ltd, JP, zur Toppan Photomasks Unternehmensgruppe unter dem Dach der Toppan Inc., JP, eines der weltweit führenden Printmedien-Unternehmen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass - aufgrund der Marktstellung von GlobalFoundries sowie TPI - AMTC als Maskenhaus zunehmend weitere Bedeutung erlangen wird und die Finanzierung der Gesellschaft über die Kostenerstattungen sichergestellt ist. AMTC plant mit großer Sicherheit mit einer Weiterführung des Joint Ventures. [1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile [2] https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2024-01-16-gartner-says-worldwide-semiconductor-revenue-declined-11-percent-in-2023 [3] https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2023-12-04-gartner-forecasts-worldwide-semiconductor-revenue-to-grow-17-percent-in-2024 [4] https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2023-12-04-gartner-forecasts-worldwide-semiconductor-revenue-to-grow-17-percent-in-2024
Dresden, den 28. Februar 2024 Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH Thomas Schmidt, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die wirtschaftliche Tätigkeit der Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG mit Sitz in Dresden (im Folgenden auch kurz "AMTC" genannt) erstreckt sich auf die Entwicklung und Produktion von Photomasken. AMTC ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRA 4820 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 ff. HGB in Verbindung mit § 264a HGB) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Ausübung des Wahlrechtes in § 275 Abs. 1 HGB das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große GmbH & Co. KG gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB in Verbindung mit § 264a HGB. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB) und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus hat die Gesellschaft entsprechend § 264a HGB die ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften beachtet. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung (längstens über zehn Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für wesentliche technische Anlagen und Maschinen zehn Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zehn Jahren. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen und die Anlagen in Bau werden zum Nennwert angesetzt. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Beim Ausweis des Eigenkapitals wurde der Vorjahresüberschuss entsprechend dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 8. Mai 2023 den Kapitalkonten II der Kommanditisten zugeschrieben (der Komplementär nimmt mangels einer Kapitaleinlage nicht am Gewinn und Verlust der Gesellschaft teil). Der im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Jahresüberschuss wird gesondert innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, bis die Gesellschafterversammlung über die Gewinnverteilung entscheidet. Der Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile besteht in Höhe des aktivierten Betrages der Anteile an der Komplementärgesellschaft. Steuerfreie Zulagen sowie Zuschüsse der öffentlichen Hand für Investitionen sind als Sonderposten zum Anlagevermögen passiviert und werden über die Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Sie sind damit zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Zeitpunkt der Entstehung mit dem Geldkurs bewertet. Die Folgebewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum an diesem Tag gültigen Devisenkassamittelkurs, bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr jedoch mindestens in Höhe des Zugangswertes. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlagepositionen und ihre Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sind im gesonderten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Finanzanlagen in Höhe von TEUR 25 betreffen die durch die Gesellschaft gehaltenen Anteile an der Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH, Dresden, welche der Komplementär der Gesellschaft ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 9.485; i. Vj. TEUR 16.854) und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 4.175; i. Vj. TEUR 6.132), sind ihrer Art nach im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Die Kapitalanteile der Kommanditisten betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 6.000 (i. Vj. TEUR 6.000). Dies entspricht der Handelsregistereintragung. Die Veränderung des Kapitalkontos II resultiert aus der Zuschreibung des Vorjahresüberschusses in Höhe von TEUR 6.869. 4. Sonderposten für Investitionszulagen/-zuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten für Investitionszulagen/-zuschüsse zum Anlagevermögen stellt einen besonderen Passivposten im Sinne von § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB dar. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt korrespondierend zu den bilanziellen Abschreibungen der betroffenen Vermögensgegenstände. Die Erträge aus der anteiligen Auflösung des Sonderpostens beliefen sich im Berichtzeitraum auf TEUR 194 (i. Vj. TEUR 194). 5. Rückstellungen Steuerrückstellungen: Für Gewerbesteuer für den Berichtszeitraum 2023 sowie das Vorjahr wird eine Rückstellung in Höhe von TEUR 539 (i. Vj. TEUR 664) ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich im Berichtszeitraum wie folgt:
6. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen nachrangige Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 47.107; i. Vj. TEUR 69.539), Zinsverbindlichkeiten (TEUR 167; i. Vj. TEUR 483) sowie Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten (TEUR 2.110; i. Vj. TEUR 1.921). Als Sicherungsrecht der Darlehensverbindlichkeiten wurde die Übereignung der mit den Darlehen im Zusammenhang stehenden Investitionsgüter vereinbart. Pfand- bzw. Sicherungsrechte auf andere Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen nachrangige Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 9.855; i. Vj. TEUR 7.232), Zinsverbindlichkeiten (TEUR 26; i. Vj. TEUR 16) sowie Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten (TEUR 11; i. Vj. TEUR 20). Als Sicherungsrecht der Darlehensverbindlichkeiten wurde die Übereignung der mit den Darlehen im Zusammenhang stehenden Investitionsgüter vereinbart. Pfand- bzw. Sicherungsrechte auf andere Verbindlichkeiten bestehen nicht. 7. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Derivative Finanzinstrumente liegen zum Stichtag nicht vor. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die im Inland generierten Umsatzerlöse setzen sich aus den Kostenerstattungen gemäß dem Joint-Venture-Vertrag in Höhe von TEUR 139.245 (i. Vj. TEUR 144.246) und übrigen Erlösen von TEUR 932 (i. Vj. TEUR 693) zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus der Auflösung eines Sonderpostens für erhaltene Investitionszulagen und -zuschüsse in Höhe von TEUR 194 (i. Vj. TEUR 194), Strom- und Energiesteuererstattungen in Höhe von TEUR 380 (i. Vj. TEUR 405), Forschungs- und Entwicklungskostenzuschüsse in Höhe von TEUR 102 (i. Vj. TEUR 173), Gewinne aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 687 (i. Vj. TEUR 1.510) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 148 (i. Vj. TEUR 86) und aus Versicherungsleistungen in Höhe von TEUR 37 (i. Vj. TEUR 2.474). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit TEUR 698 (i. Vj. TEUR 1.222) Verluste aus Währungsumrechnungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bestehen aus Aufwendungen für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.650 sowie Aufwendungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 17. V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 1. Haftungsverhältnisse Berichtspflichtige Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag bestanden in folgender Höhe:
Die Gesellschaft hat als Mieterin finanzielle Verpflichtungen aus dem Mietvertrag mit der Maskhouse Building Administration GmbH & Co. KG. Die Laufzeit dieses Vertrages entspricht der des Joint-Venture-Agreements. Die Miete ist variabel und ermittelt sich aus den während der Mietphase angefallenen Kosten, die an die Gesellschaft weiterberechnet werden. Die Mietverpflichtungen für 2024 betragen schätzungsweise TEUR 12.193 p. a. Die Gesellschaft hat Serviceverträge mit der Toppan Photomasks Inc. und der Toppan Photomasks Germany GmbH abgeschlossen. Die Laufzeit dieser Verträge entspricht der des Joint-Venture-Agreements. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung werden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus diesen Verträgen in 2024 auf TEUR 7.678 p. a. geschätzt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus sonstigen Kauf- und Serviceverträgen in Höhe von TEUR 8.907 resultieren im Wesentlichen aus Anlagekäufen und bestehenden Wartungsverträgen und betreffen die Jahre 2024 bis 2028. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Im Falle des Mietvertrages handelt es sich um einen Vertrag, der zu keiner Bilanzierung des Objektes bei der Gesellschaft führt. Der Vorteil derartiger Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 3. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten. 4. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 333 (i. Vj. 332), davon 304 (i. Vj. 305) Angestellte und 29 (i. Vj. 27) leitende Angestellte. 5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das als Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
6. Geschäftsführer Die Geschäftsführung erfolgt durch die Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH, Dresden, (Komplementärin). Die Komplementärin wurde im Geschäftsjahr vertreten durch Herrn Thomas Schmidt (Diplom-Ingenieur). Der Geschäftsführer des persönlich haftenden Gesellschafters hat von der AMTC keine Vorschüsse und Kredite erhalten. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH kann eine Aufwandsentschädigung von der Gesellschaft verlangen, über deren Höhe durch Beschluss der Gesellschafterversammlung entschieden wird. 7. Gesellschafter Persönlich haftender Gesellschafter der Gesellschaft (ohne Einlage) ist die Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH mit Sitz in Dresden mit einem gezeichneten Stammkapital von TEUR 25. Die Kommanditisten der Gesellschaft im Berichtszeitraum waren: • Toppan Photomasks, Inc. (TPI), Round Rock, USA, und • GlobalFoundries Management Services Limited Liability Company & Co. KG (GlobalFoundries LLC & Co. KG), Dresden. Das im Handelsregister eingetragene Haftungskapital der Kommanditisten beträgt jeweils TEUR 3.000 und wurde voll eingezahlt. 8. Partners' Council Im Berichtszeitraum bestand das Partners ́ Council aus folgenden Mitgliedern:
Die Mitglieder des Partners ́ Council haben von der AMTC weder Vorschüsse und Kredite noch eine Vergütung für ihre Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr erhalten. 9. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft ist alleiniger Gesellschafter der Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH mit Sitz in Dresden. Das Stammkapital beläuft sich auf TEUR 25 und ist in voller Höhe eingezahlt. Das Eigenkapital der Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 25 (i. Vj. TEUR 22). Im Berichtzeitraum erzielte die Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. Jahresfehlbetrag TEUR 2). 10. Konzernabschluss Die AMTC bildet mit der Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH einen Konzern im Sinne des § 290 HGB. Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Konzern der AMTC besteht gemäß § 290 Abs. 5 HGB nicht, da die Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH gemäß § 296 HGB nicht in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen zu werden braucht. Der Jahresabschluss der AMTC wird in den Konzernabschluss der GlobalFoundries LLC & Co. KG einbezogen. Die GlobalFoundries LLC & Co. KG erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von Mubadala Investment Company PJSP, einer Gesellschaft mit Sitz in Abu Dhabi, erstellt und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. 11. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 6.631 den Kapitalkonten II der Kommanditisten entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrages zuzuschreiben. Der Komplementär nimmt mangels einer Kapitaleinlage nicht am Gewinn und Verlust der Gesellschaft teil. 12. Mindeststeuergesetz Aus der erstmaligen Anwendung des Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) im Geschäftsjahr 2024 wird keine Erhöhung des Steueraufwandes in Folgejahren erwartet.
Dresden, den 28. Februar 2024 Advanced Mask Technology Center Verwaltungs GmbH Thomas Schmidt, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BestätigungsvermerkAn die Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 28. Februar 2024 KPMG
AG
Dr. Schneider, Wirtschaftsprüfer Wilde, Wirtschaftsprüfer |
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