Erdtrans GmbH

Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 2331
Vorher
Erdtrans GmbH Transporte, Erd- & Tiefbau Baustoffservice
Eingetragen
5.5.2006
Branche
Bau von BahnverkehrsstreckenGüterbeförderung im StraßenverkehrGroßhandel mit Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen
Gegenstand
Güternahverkehr, Werknah- und Werkfernverkehr, Güterumschlag, Erd- und Tiefbau, Abbruch- und Abrissarbeiten, Baustoffhandel und Baustoffrecycling, Verarbeitung von Splitten und Sand für die Baustoffindustrie, Herstellung von Trag- und Frostschutzschichten für den Straßen- und Eisenbahnbau, Handel mit und Vermietung von Baumaschinen und Fahrzeugen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Philip Lamlé
seit 19.2.2026
Geschäftsführer
Michael Schwarzer
seit 18.8.2014
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
30.67%
16.50%
9.83%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Erdtrans GmbHEigenbeteiligung
40.00%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Erdtrans GmbH
Germany
40.00%
Michael Schwarzer
An der Heide 15 15806 Zossen
30.67%
B***** H***
16.50%
M****** A***
9.83%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Erdtrans GmbH

Zossen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Erdtrans GmbH, Zossen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Erdtrans GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 12.04.1991 gegründet und hat ihren Sitz in Zossen. Der Schwerpunkt der Gesellschaftstätigkeit liegt auf dem Gebiet der Rückgewinnung mineralischer Abfälle und sonstiger Wertstoffe, speziell dem Recycling von Bahn- und Straßenbaustoffen. In diesem Zusammenhang werden hauptsächlich Boden, Schotter, usw. vor allem über Rahmenverträge aus dem Bahn- und Straßenbau entsorgt, aufgearbeitet oder als hochwertige Straßen- und Bahnbaustoffe verkauft. Diese Aufarbeitung erfolgt sowohl auf dem Betriebshof in Zossen, als auch mit mobiler Technik überregional. Darüber hinaus beschäftigt sich die Gesellschaft mit Erd- und Tiefbau, Abriss von Gebäuden und Anlagen, Umschlagleistungen und dem An- und Verkauf von Maschinen und Geräten. Neben dem Hauptkunden, der Deutschen Bahn AG, zählen vor allem Kunden aus dem Bereich Gleis- und Straßenbau zu den Hauptabnehmern.

Seit September 2018 betreibt die Gesellschaft eine Deponie der Deponieklasse I in Wünsdorf (im Folgenden DK I Deponie) und rundet damit ihre Angebotspalette ab.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand der Entwicklungstätigkeit ist die innovative Weiterentwicklung von Rezepturen in Bezug auf die von der Gesellschaft angebotenen Bahn- und Straßenbaustoffe. Die Erdtrans GmbH hat eine Zertifizierung ihrer RC-Materialien erzielt, womit der Anteil von Recyclingmaterial im selbst hergestellten Beton signifikant erhöht werden kann. Darüber hinaus nimmt die Erdtrans GmbH nach wie vor gemeinsam mit zwei Hochschulen an einem von der AIF Projekt GmbH geförderten Projekt teil, bei welchem der Einsatz von RC-Beton bei der Herstellung von Brückenkappen erforscht, geprüft und praktisch angewandt werden soll. Weitere Kernaktivitäten im Entwicklungsbereich beziehen sich auf die Optimierung der betrieblichen Prozesse und Abläufe. Das Managementsystem des Unternehmens ist bezogen auf den Geschäftsbereich Recycling und Korngemischherstellung sowie Schwellen- und Schotteraufbereitung, zuletzt am 19.12.2023 nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Darüber hinaus stellt die Gesellschaft vielfältige Straßen-, Dichtungs- und Deponieersatzbaustoffe her. Diese werden ständig durch die Eigen- und Fremdüberwachung überprüft und weiterentwickelt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2023 ergab sich nach Auswertung des statistischen Bundesamtes ein Umsatz im Bauhauptgewerbe von ca. 163 Mrd. Euro, was bei der veranschlagten Preissteigerung von 7,0 % einem realen Rückgang um 5,3 % entspricht (Quelle: zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023 vom 23.05.2024). Während die negativen Entwicklungen insbesondere den Wohnungsbau und den Wirtschaftshochbau betrafen, ergab sich ein anderes Bild im Hinblick auf den Wirtschaftstiefbau: Der Ausbau schienengebundenen Verkehrs bei der Deutschen Bahn und im regionalen Personenverkehr erreichte 2023 den Baumarkt. Weiterhin hatte sich aufgrund starker Impulse durch Mobilitäts- sowie Energiewendeprojekte und Investitionen der Deutschen Bahn AG im Jahr 2023 eine Zunahme der Aufträge ereignet (Quelle: cathago.de/magazin/die-baukonjuktur-2023-und-2024-der-vergleich vom 23.05.2024). So konnte im Sektor des Wirtschaftstiefbaus real ein Zuwachs um 4,6 % erzielt werden. Die Prognosen für das Jahr 2024 setzen diesen Trend fort: Der Wohnungsbau soll ein weiteres erhebliches Defizit von real 13,0 % im Vergleich zu 2023 verzeichnen. Der Wirtschaftstiefbau hingegen soll 2024 erneut weiter um real 2,7 % wachsen. Besonders dieser konstante Bedarf an Bahnbaustoffen und ebenso der im Jahr 2023 vorgenommene Einstieg in den Handel mit Betonbaustoffen - wie beispielsweise Transportbeton, zertifiziertes Recyclingmaterial sowie Betonsteine - wirkte sich auf die Entwicklung der Erdtrans GmbH positiv aus und bestätigt das Wachstum des Wirtschaftstiefbaus. Die Gesellschaft war dabei in der Lage, den Auftraggebern aus dem Bahnsektor marktgerechte Angebote zu unterbreiten und konnte damit ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stärken.

2. Geschäftsverlauf

Die wirtschaftliche Basis der Entwicklung der Erdtrans GmbH bildet nach wie vor die Annahme, Behandlung, Verwertung bzw. Deponierung von mineralischen Abfällen aus der Bauwirtschaft und insbesondere aus Bauvorhaben der Deutschen Bahn AG. Diese Geschäftszweige bilden die tragenden Pfeiler der erzielten Umsätze der Gesellschaft. Trotz des nach wie vor hohen Niveaus diverser Energiepreise war die Erdtrans GmbH fähig, die Energiekosten durch vor der Energiekrise abgeschlossene und noch laufende Verträge auf einem moderaten Level zu halten. Die Errichtung und Aktivierung einer Photovoltaikanlage in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 sollte der Gesellschaft zudem künftig eine Begrenzung der Bezugskosten für Strom ermöglichen und demgemäß zu Einsparungen führen. Die zum Vorjahr gestiegenen Reparatur- und Instandhaltungskosten von technischen Anlagen und Maschinen resultieren vornehmlich in den sich weiter erhöhenden Ersatzteil- sowie Montagepreisen und dem zunehmenden Verschleiß bestehender älterer Technik. Durch erneut in 2023 vorgenommene Investitionen und somit eine anhaltende Verjüngung des Anlagevermögens will die Gesellschaft für 2024 eine Kostenreduktion erzielen. Der Anstieg der Entsorgungskosten steht im Zusammenhang mit der Zunahme der Erlöse im Bereich der Annahme von Bahnbaustoffen. Aufgrund der in 2023 guten Auftragslage sah sich die Gesellschaft wie auch in 2022 veranlasst, vermehrt Subunternehmer zur Erfüllung von Verpflichtungen einzusetzen, weshalb die Kosten dafür dementsprechend gestiegen sind. Im Hinblick auf die erzielten Umsatzerlöse erscheint dieses Vorgehen profitabel. Die Inflationsrate befindet sich auch 2023 weiterhin auf einem hohen Niveau, lag jedoch mit knapp 6,0 % unter dem langjährigen Höchststand des Jahres 2022 (Quelle: destatis.de). Diesen leicht rückläufigen Trend konnte die Gesellschaft unter anderem daran erkennen, dass sich die noch im Jahr 2022 bestandenen starken Kostensteigerungen jeglicher Art im Jahr 2023 nicht weiter fortgesetzt haben.

3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

Auch im Jahr 2023 führten notwendige Schutzmaßnahmen in der täglichen Organisation der Arbeit, personelle Ausfälle infolge von Krankheit, einige Stornierungen und Verschiebungen von Aufträgen - insbesondere aus dem Mittelstand und dem privaten Bereich - zu einer Beeinflussung der täglichen Arbeit, welche jedoch keine gewichtige Bedeutung für die wirtschaftliche Situation bzw. Ergebnissituation der Gesellschaft hatten.

a. Ertragslage

Nach einem zuletzt in 2022 exorbitanten Anstieg der Kosten für benötigte Betriebsstoffe zeigt 2023 eine Stagnation und teils sogar einen leichten Rückgang der Bezugskosten. Die Verringerung der Dieselpreise schlug sich besonders im Rahmen der laufenden Fahrzeug- und Technikkosten nieder, welche gegenüber 2022 sanken. Einen Anteil daran haben die Neuinvestitionen der Gesellschaft in den Fuhrpark sowie Technik, da moderne Technologien wie effizientere Motoren und verbesserte Prozesssteuerungssysteme dazu beitragen, den Dieselverbrauch zu reduzieren.

Die Erlöse aus dem Betrieb der DK I Deponie der Gesellschaft verzeichneten einen Rückgang in 2023 gegenüber 2022, welcher grundsätzlich darauf zurückzuführen ist, dass vermehrt Erlöse im Bereich der Annahme und der damit einhergehenden Entsorgung eigener Stoffe realisiert wurden. Die direkte Entsorgung angelieferter Stoffe in die DK I Deponie ist demgemäß für 2023 rückläufig. Trotz dieser Entwicklung in 2023 tragen die bestehenden Erlöse aus dem Deponiebetrieb weiterhin einen wichtigen Teil zur positiven Umsatzentwicklung der Gesellschaft bei.

Weitere wesentliche Ergebnisquellen der Erdtrans GmbH sind wie zuvor im Recycling von Bahnbaustoffen, im Recycling von sonstigen Baustoffen und im Transportbereich zu finden, die sich jeweils positiv entwickelt haben.

Die örtliche Nähe regionaler Bahnbauvorhaben, besonders der andauernde Ausbau der Strecke Berlin-Dresden, ermöglichte die Steigerung des Umsatzes.

Unter Einbeziehung des Materialaufwandes führten die vorgenannten Effekte dazu, dass sich das Rohergebnis der Gesellschaft von 13,4 T€ um 746 T€ auf 14,1 T€ erhöhte. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von etwa 5,0 %.

Das Betriebsergebnis (EBIT) der Gesellschaft betrug im Jahre 2023 831 T€ gegenüber 477 T€ im Jahre 2022.

Die Personalkosten veränderten sich 2023 (4,1 Mio. €) gegenüber 2022 (4,0 Mio. €) nur unwesentlich. Trotz einzelner Lohn- und Gehaltserhöhungen beruht der geringe Anstieg des Personalaufwandes auf altersbedingtes Ausscheiden von Mitarbeitern.

Die Abschreibungen lagen 2023 (2,2 Mio. €) etwas höher als 2022 (1,9 Mio. €). Die Gründe dafür finden sich im Wesentlichen in der erstmaligen Zugrundelegung der Jahresabschreibungsbeträge der in 2022 vorgenommenen Investitionen sowie in Abschreibungen von unterjährigen Zugängen wieder. Insbesondere im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen stieg demgemäß das Abschreibungsvolumen in 2023 auf 850 T€ im Vergleich zu 554 T€ in 2022 an.

Das Jahresergebnis nach Steuern betrug 2023 448 T€ und fiel deutlich höher als 2022 (43 T€) aus.

Es wird 2023 erneut durch den hohen Ertragsteueraufwand beeinflusst, der sich aufgrund der unterschiedlichen Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und Rekultivierung in Handels- und Steuerbilanz ergibt. Das Unternehmen verzichtet weiterhin auf die Aktivierung von latenten Steuern im Geschäftsjahr.

b. Finanz- und Vermögenslage

Die Corona-Pandemie führte in ihrer Akutphase zu vielen Ungewissheiten hinsichtlich der Beschaffung von Ersatzteilen, Rohstoffen und diversen anderen Materialien für Unternehmen. Anhaltenden negativen Auswirkungen, die möglicherweise auch im Hinblick auf Lieferketten weiterhin eintreten könnten, will die Gesellschaft mit der notwendigen Sorgfalt entgegentreten. Neben einer optimierten Kommunikationsstruktur mit Lieferanten steigerte sie in 2023 gegenüber den Vorjahren ihr Vorratsvermögen, um auf eine sich eventuell verändernde Marktsituation in 2024 flexibler reagieren zu können. Die damit verbundene leichte Erhöhung der Vorratsintensität und damit der Kapitalbindungsdauer (errechnet aus dem Verhältnis der Vorräte zur Bilanzsumme) befindet sich mit nun 4,3 % (2022: 3,2 %) noch immer auf einem sehr niedrigen Niveau und wird daher in Relation zum Nutzen als unproblematisch angesehen.

Die Bilanz der Erdtrans GmbH im Jahre 2023 ist durch weitere Investitionen besonders im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen und bezüglich des Fuhrparks gekennzeichnet. Zugunsten der Altersstruktur des Anlagevermögens, zum Senken von Instandhaltungskosten sowie zur Vermeidung von potenziell zunehmenden Ausfallzeiten alter Sachanlagen veräußerte oder verschrottete die Gesellschaft einige bereits abgeschriebene und durch Neuanschaffungen obsolet gewordene Vermögensgegenstände. Insgesamt stieg das Anlagevermögen der Gesellschaft 2023 leicht auf 11,7 Mio. € gegenüber 11,4 Mio. € im Jahr 2022. Trotz der hohen Anlagenintensität von fast 73,0 % (errechnet aus dem Verhältnis des Anlagevermögens zur Bilanzsumme) und einer damit einhergehenden langsameren Reaktion auf etwaige negative Schwankungen im Beschäftigungsgrad kann die Gesellschaft als anlagenintensives Unternehmen gerade mit dieser Intensität mögliche Kapazitätsengpässe vermeiden und ihre Unabhängigkeit stärken. Die andauernde Investitionsneigung bekräftigt die Zukunftsvorsorge und das Aufrechterhalten der Wettbewerbsfähigkeit.

Dass die Erdtrans GmbH über ein gutes Innenfinanzierungspotenzial verfügt und aus eigener Kraft dazu in der Lage ist, weitere Investitionen zu tätigen und finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, ergibt sich auch aus dem im Jahr 2023 positiven Cashflow in Höhe von 200 T€ (errechnet aus dem Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen und abzüglich Investitionen). Des Weiteren stieg das Eigenkapital der Gesellschaft 2023 auf Grund der Thesaurierung des Vorjahresergebnisses und des erwirtschafteten Jahresüberschusses des Geschäftsjahres auf nominell 6,3 Mio. € (2022: 5,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote liegt mit 39,3 % weiter auf einem hohen Niveau (Vorjahr 35,1 %).

Der Anteil der gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Dritten sank insgesamt von 4,6 Mio. € (2022) auf 2,8 Mio. € (2023). Dies resultierte vornehmend aus der vorzeitigen Tilgung von Lieferantenverbindlichkeiten, sonstiger Verbindlichkeiten sowie aus im Jahre 2023 auslaufender kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Diese Maßnahmen führten im Wesentlichen dazu, dass die Bilanzsumme gleichermaßen im Jahr 2023 leicht auf 16,0 Mio. € (2022: 16,7 Mio. €) sank. Maßgeblich für den Rückgang auf der Aktivseite trotz steigendem Anlagevermögen ist die Abnahme von über 1 Mio. € im Bereich des Umlaufvermögens, bedingt durch die Freigabe einer hinterlegten Sicherheitsleistung. Gleichzeitig wurde der Zufluss dieser liquiden Mittel in großem Maße für die oben genannte Tilgung verwendet. Wie im Jahr 2022 verzeichnete die Gesellschaft auch in 2023 einen Anstieg der Rückstellungen für die langfristig notwendigen Rekultivierungskosten für die Deponie.

Die Liquidität der Gesellschaft veränderte sich 2023 leicht auf 1,3 Mio. € gegenüber 1,2 Mio. € (2022). Per 31.12. des Jahres wurde zu jeder Zeit im laufenden Jahr die Zahlungsfähigkeit gesichert und angebotene Skonti in Anspruch genommen.

Bestehende Banklinien wurden nicht in Anspruch genommen.

In der Bilanz wurden allen erkennbaren Risiken durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung trifft ihre Entscheidungen aufgrund des mit dem einzelnen Auftrag generierten Deckungsbeitrages. Darüber hinaus stehen das Umsatzvolumen insgesamt sowie der Bestand der liquiden Mittel im Fokus der Unternehmensführung. In die Ermittlung des Deckungsbeitrags fließen die Ergebnisse aus den mit den Kunden getroffenen Verhandlungen unmittelbar ein.

III. Prognosebericht

Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren auch im Zusammenspiel mit den nahestehenden Unternehmen der Unternehmensgruppe eine solide Grundlage für die zukünftige Entwicklung geschaffen.

Dabei geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit den hohen Energiekosten und der nach wie vor hohen, wenn auch im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Inflation, zu geringen Einschränkungen der Geschäftstätigkeit führt. Diese optimistische Einschätzung der Erdtrans GmbH basiert insbesondere auf den aktuellen Mitteilungen des Großkunden Deutsche Bahn AG, die Bautätigkeit unverändert fortzuführen. Gestützt wird diese Beurteilung von den durch den ZDB im Bereich des Wirtschaftstiefbaus prognostizierten Infrastruktur- sowie Mobilitätsprojekten. Des Weiteren können höhere Preise mit allen Auftraggebern verhandelt werden. Die bereits in 2023 bestehende Auftragslage für 2024 und der laufende Auftragseingang, besonders anstehende Maßnahmen der Deutsche Bahn AG und der Umbau des Bahnhofs Zossen (Bahnquerung der Bundesstraße 246 über die Gleise der Strecke Berlin-Dresden) lassen die Gesellschaft von einem Rohergebnis auf einem stabilen Niveau von etwa 13 Mio. € in 2024 ausgehen. Diese Prognose wird ebenfalls durch die Tätigkeiten im Rahmen der DK I Deponie, darüber hinaus im Zusammenspiel mit notwendigen eigenen Entsorgungen, die positiv stimmenden Entwicklungen in der Steigerung des Absatzes von RC-Gesteinskörnungen und die Verflechtung sowie Synergien mit den nahestehenden Unternehmen BKR Agroline und BKR Contamex unterstützt.

Aufgrund der Stagnation bzw. des sogar teilweisen Rückganges der Kosten für benötigte Betriebsstoffe rechnet die Gesellschaft restriktiv mit Aufwendungen in zumindest ähnlicher Höhe für 2024. Hinsichtlich der Stromkosten wird schon wegen der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage eine Kosteneinsparung erwartet.

Unsicherheiten ergeben sich bezüglich der schlecht einschätzbaren allgemeinen Entwicklung in der Baubranche, den derzeit auf hohem Niveau verharrenden Energiekosten und dem Vorbehalt von negativen Entscheidungen für die Geschäftstätigkeit aus dem politischen sowie wirtschaftlichen Umfeld, insbesondere betrifft dies etwaige Einsparungen im Haushalt und Reformvorstöße im Rahmen der Schuldenbremse.

Die Gesellschaft strebt im kommenden Jahr, nach den Investitionen der letzten Jahre, eine weitere positive Unternehmensentwicklung an, wobei der Fokus auf Ersatzinvestitionen und mit geringerer Prioritätensetzung auf Neu- oder Erweiterungsinvestitionen gerichtet wird.

Die Geschäftsführung rechnet mit einem Jahresergebnis auf dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre.

IV. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Die Auswirkungen des Russisch-Ukrainischen Krieges auf die Energiepreise und die politischen Entscheidungen auch in Bezug auf verstärkte Ausgaben im Verteidigungshaushalt lassen sich derzeit nicht verlässlich einschätzen. Ferner sind etwaige Steuererhöhungen oder eine Reduktion bestehender Steuereinsparungsmöglichkeiten für benötigte Mehreinnahmen hinsichtlich diverser Klimaschutzmaßnahmen aktuell nicht umfassend bezifferbar. Inwieweit sich dadurch Auswirkungen auf die Realisierung der für die Entwicklung der Erdtrans GmbH bedeutsamen großen Infrastrukturmaßnahmen ergeben, muss daher abgewartet werden.

Sofern die hohe Inflation entgegen den Prognosen einen erneuten Aufwärtstrend erfährt und kriegs- bzw. unruhebedingte Unsicherheiten zunehmen, könnte dies Niederschlag auf das wirtschaftliche Umfeld finden und wiederum zu unmittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft führen. Derartigen Risiken kann nur durch eine Stärkung der Marktposition der Gesellschaft begegnet werden. Hierzu müssen die Standortvorteile, welche unverändert in der guten Autobahnanbindung in der Hauptstadtnähe sowie dem firmeneigenen Bahnanschluss zu finden sind und die hohe Flexibilität des Unternehmens weiter ausgebaut werden.

a. Ertragsorientierte Risiken

Das Wettbewerbsrisiko wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Dennoch hat die Gesellschaft eine Stellung im Markt erreicht, bei der die Bewältigung dieser Risiken auf Grund des umfassenden Leistungsangebotes sowie der effektiven Prozesse erwartet werden darf. Während die Umsatzentwicklung weitgehend von der Durchführung regionaler Infrastrukturprojekte sowie der Veränderung der Rahmenbedingungen für Verwertungsmöglichkeiten von Baustoffen abhängt, liegt die Kostenkontrolle in der Hand der Geschäftsführung. Vor diesem Hintergrund ist die ständige Überwachung der Einkaufspreise für Material-, Kraft- und Schmierstoffe, der Reparatur- und Instandsetzungskosten der Produktionsanlagen sowie der sonstigen Fuhrparkkosten eine Basis für den wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft.

b. Risiken im Umweltschutzbereich

Ein weiteres Risikofeld ergibt sich aus den stetig wachsenden Anforderungen im Umweltbereich. Die Tendenz der letzten Jahre wird sich auch in Zukunft dahingehend verstärken, dass an die Branche hohe Umweltanforderungen gestellt werden. Die Geschäftsführung der Erdtrans GmbH hat durch organisatorische Maßnahmen die Einhaltung der Vorschriften im Umweltbereich sichergestellt und damit die Grundlage für eine weitere Zertifizierung im Umweltbereich auf dem auch bisher schon hohen Niveau geschaffen. Des Weiteren tritt sie den steigenden Anforderungen insbesondere durch Investitionen im Maschinen- und Fuhrparkbereich gegenüber. Moderne Maschinen sind in der Regel effizienter und optimieren den Einsatz von Ressourcen wie Energie und Materialien. Dies führt zu einem geringeren Verbrauch und weniger Abfall. Außerdem sind moderne Maschinen grundsätzlich mit fortschrittlichen Emissionskontrollsystemen ausgestattet, welche die Freisetzung von schädlichen Stoffen reduzieren.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Besondere Risiken bei der Entwicklung in den kommenden Jahren werden weiterhin im Bereich des Finanzmanagements gesehen. Das bei der Finanzierung von Bauprojekten zurückhaltende Agieren der Geschäftsbanken, ein steigendes Ausfallrisiko bei Forderungen in einem schwierigen Konjunkturumfeld und die zum Teil schleppende Zahlungsmoral einschließlich der im Einzelfall schwierigen Durchsetzung von Nachträgen erfordern stets eine hohe Aufmerksamkeit. Die ständige Kontrolle der Liquidität bleibt daher - auch bei zwischenzeitlich verbesserter eigener Finanzstärke - unverändert im zentralen Fokus der Geschäftsleitung.

2. Chancenbericht

Auf Basis der guten regionalen Lage im südlichen Speckgürtel Berlins, der guten Infrastrukturanbindung (B96, B246, A10) sowie des vorhandenen Gleisanschlusses ergeben sich für die Gesellschaft gute Voraussetzungen zur Umsetzung und zum Ausbau der gesteckten Ziele.

Darüber hinaus gestattet die flexible Ausrichtung der Erdtrans GmbH mit einem Anteil der mobilen Technik von über 80 % jederzeit auch den Einsatz im gesamten Bundesgebiet.

3. Gesamtaussage

Die vorhandenen Risiken der künftigen Entwicklung sind in dem angespannten Wettbewerbsumfeld, den gestiegenen Umweltanforderungen, eventuell - entgegen der Prognose - erneut steigender Inflation sowie den anwachsenden Personalaufwendungen zu sehen.

Vor dem Hintergrund der erreichten finanziellen Stabilität sowie der Möglichkeit, Kostensteigerungen an den Markt weiterzugeben, werden diese Risiken aber insgesamt als überschaubar eingestuft. Wesentliche Risiken sind nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand nicht erkennbar, so dass eine Geschäftsentwicklung auf dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre realisierbar erscheint.

 

Zossen, den 31. Mai 2024

gez. Claus-Jürgen Schwarzer, Geschäftsführer

gez. Michael Schwarzer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.667.172,56 11.419.866,90
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
II. Sachanlagen 11.667.168,56 11.419.862,90
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.164.754,16 5.749.606,16
2. technische Anlagen und Maschinen 3.741.361,50 3.016.198,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.510.647,50 2.061.448,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 250.405,40 592.610,24
B. Umlaufvermögen 4.258.466,15 5.170.070,11
I. Vorräte 687.154,58 525.019,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.273.463,57 3.418.102,70
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.273.463,57 3.418.102,70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.297.848,00 1.226.947,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 70.906,68 56.585,93
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.996.545,39 16.646.522,94

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.284.450,80 5.836.463,91
I. gezeichnetes Kapital 153.387,56 153.387,56
1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt -61.355,03 -61.355,03
2. eingefordertes Kapital 92.032,53 92.032,53
II. Gewinnrücklagen 410.355,03 410.355,03
III. Gewinnvortrag 5.334.076,35 5.291.085,69
IV. Jahresüberschuss 447.986,89 42.990,66
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 127.086,78 139.628,97
C. Rückstellungen 6.747.452,19 6.087.239,50
D. Verbindlichkeiten 2.837.555,62 4.583.190,56
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.236.142,26 1.503.612,07
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.601.413,36 3.079.578,49
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.996.545,39 16.646.522,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.101.370,50 13.354.758,12
2. Personalaufwand 4.068.322,21 3.981.466,23
a) Löhne und Gehälter 3.316.063,01 3.298.870,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 752.259,20 682.595,67
davon für Altersversorgung 12.148,36 -22.080,83
3. Abschreibungen 2.214.288,51 1.909.532,30
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.214.288,51 1.909.532,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.988.597,67 6.986.829,65
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.299,72 2.498,26
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 117.625,39 97.817,15
davon aus Abzinsung 69.301,46 58.004,21
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 255.388,92 306.195,88
8. Ergebnis nach Steuern 482.447,52 75.415,17
9. sonstige Steuern 34.460,63 32.424,51
Jahresüberschuss 447.986,89 42.990,66

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Erdtrans GmbH, Zossen/Nächst Neuendorf

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Firma Erdtrans GmbH hat ihren Sitz in Zossen und ist beim Amtsgericht Potsdam unter der Nummer HRB 2331 P im Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Erdtrans GmbH ist zum 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Anlagevermögen

a) entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung linear abgeschrieben.

b) Sachanlagen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung bzw. Herstellung degressiv oder linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250,00 € bis zu 800,00 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

2. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Anschaffungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt.

Die Erzeugnisse und Waren wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten und die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Wenn der durch die retrograde Bewertung ermittelte, am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als der Wert der Herstellungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt.

4. Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Eigenkapital

Die liquiden Mittel, die Rechnungsabgrenzungsposten und die Posten des Eigenkapitals wurden zum Nennwert bilanziert.

5. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Posten betrifft Zuschüsse, die auf im Geschäftsjahr 2015 und 2019 zugegangene Anlagegegenstände entfallen, und wird entsprechend den Abschreibungen auf die bezuschussten Anlagegegenstände (und entsprechend den Abgängen der bezuschussten Anlagegegenstände) aufgelöst.

6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Das bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen angewandte versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren ist das Teilwertverfahren. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck auf der Grundlage eines Abzinsungssatzes zur Diskontierung der Verpflichtung von 1,82 % jährlich angesetzt. Der Abzinsungssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Gehaltssteigerungen sowie ein Rentensteigerungstrend waren nicht zu berücksichtigen.

Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugehörigen Rückstellungen für Pensionen verrechnet.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Abschlussstichtag 6 T€.

7. Übrige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) wird am Ende des Anhangs dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden in Höhe von 11 T€.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen in Höhe von 71 T€ für Leistungen, die erst im kommenden Geschäftsjahr in Anspruch genommen werden.

4. Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt 6.284 T€.

Das Stammkapital beträgt 300.000,00 DM und wurde noch nicht auf Euro umgestellt.

Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:

Gewinnvortrag zum 01.01.2023 5.291 T€
Jahresüberschuss 2022 43 T€
Gewinnvortrag zum 31.12.2023 5.334 T€

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rekultivierung 5.543 T€
Personalbereich 342 T€
Entsorgung 49 T€
übrige 208 T€

6. Verbindlichkeiten

geamt davon mit einer Restzlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
mehr als 5 Jahren
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.236 18 1.218 0
(Vorjahr) (1.504) (170) (1.334) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 503 503 0 0
(Vorjahr) (955) (955) (0) (0)
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.099 322 777 0
(Vorjahr) (2.124) (896) (1.228) (0)
Gesamt 2.838 843 1.995 0
(Vorjahr) (4.583) (2.021) (2.562) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit einem Teilbetrag in Höhe von 466 T€ ein Darlehen der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Der Darlehensgeber tritt mit seinen Forderungen hinter alle Gläubiger zurück, jedoch vor die Forderungen der Gesellschafter.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 1.023 T€ durch Grundschulden gesichert.

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Erträge aus der Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklagenanteil in Höhe von 13 T€ (Vorjahr 13 T€).

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 86 Personen und gliedert sich wie folgt:

kaufmännische Angestellte 20
gewerbliche Arbeitnehmer 66
Gesamt 86

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen mit jährlichen Aufwendungen von insgesamt 159 T€.

3. Geschäftsführung und Vertretung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

• Herr Claus-Jürgen Schwarzer, Kaufmann, Zossen;

• Herr Michael Schwarzer, Kaufmann, Zossen.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres lagen nicht vor.

Trotz Unsicherheiten im Zusammenhang mit ansteigenden Energiekosten sind Risiken, die den Forbestand der Gesellschaft gefährden können, nicht erkennbar.

5. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 447.986,89 € vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Zossen, den 31. Mai 2024

gez. Claus-Jürgen Schwarzer, Geschäftsführer

gez. Michael Schwarzer, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
davon FK-Zinsen
Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 34.863,50 0,00 0,00 0,00 0,00 34.863,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 34.863,50 0,00 0,00 0,00 0,00 34.863,50
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 8.559.705,61 42.077,88 0,00 0,00 0,00 8.601.783,49
technische Anlagen und Maschinen 5.978.055,89 1.148.072,95 0,00 11.938,67 427.547,78 7.541.737,95
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.892.902,58 1.012.663,57 0,00 547.535,21 173.465,83 9.531.496,77
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 592.610,24 258.808,77 0,00 0,00 -601.013,61 250.405,40
Summe Sachanlagen 24.023.274,32 2.461.623,17 0,00 559.473,88 0,00 25.925.423,61
Summe Anlagevermögen 24.058.137,82 2.461.623,17 0,00 559.473,88 0,00 25.960.287,11
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Abschreibungen Geschäftsjahr
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 34.859,50 0,00 0,00 0,00 0,00 34.859,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 34.859,50 0,00 0,00 0,00 0,00 34.859,50
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 2.810.099,45 626.929,88 0,00 0,00 0,00 3.437.029,33
technische Anlagen und Maschinen 2.961.857,39 850.457,23 0,00 11.938,17 0,00 3.800.376,45
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.831.454,58 736.901,40 0,00 547.506,71 0,00 7.020.849,27
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 12.603.411,42 2.214.288,51 0,00 559.444,88 0,00 14.258.255,05
Summe Anlagevermögen 12.638.270,92 2.214.288,51 0,00 559.444,88 0,00 14.293.114,55
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 0,00 4,00 4,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4,00 4,00
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0,00 5.164.754,16 5.749.606,16
technische Anlagen und Maschinen 0,00 3.741.361,50 3.016.198,50
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.510.647,50 2.061.448,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 250.405,40 592.610,24
Summe Sachanlagen 0,00 11.667.168,56 11.419.862,90
Summe Anlagevermögen 0,00 11.667.172,56 11.419.866,90

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Erdtrans GmbH, Zossen

Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und zum Lagebericht 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Erdtrans GmbH, Zossen OT Nächst-Neuendorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Erdtrans GmbH, Zossen OT Nächst-Neuendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Erdtrans GmbH, Zossen OT Nächst-Neuendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Berlin, den 31. Mai 2024

audalis
Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dortmund
Zweigniederlassung Berlin

durch:

gez. Ralf Seidler, Wirtschaftsprüfer

gez. Thomas Kühn, Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf unserer vorherigen Einwilligung, falls hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert wird oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird.

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