Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 3724
Eingetragen
13.6.2000
Branche
BeteiligungsgesellschaftenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Fortführung des Betriebes des Kaufhauses Pecht in Bad Neustadt a.d. Saale.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Tischer
seit 5.1.2018
Geschäftsführer
Bernd Titius
seit 11.10.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Franz Pecht Vermögensverwaltung GmbH & Co KG
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Franz Pecht Vermögensverwaltung GmbH & Co KG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pecht GmbH

Bad Neustadt a.d. Saale

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der Pecht GmbH zum Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen und Geschäftsmodell der Pecht GmbH

Die Pecht GmbH mit Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale (Deutschland) ist ein Einzelhandelsunternehmen mit einer stationären Gesamtverkaufsfläche von rund 7.500 m2, verteilt auf vier Häuser. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt im vielfältigen Angebot von Artikeln aus den Bereichen Mode, Living, Sport, Reise und Kinder. Ein Gastronomiebereich mit ca. 140 Sitzplätzen rundet das Angebot ab. Die Pecht GmbH bietet damit im Dreiländereck Bayern/Thüringen/Hessen ein Shoppingerlebnis für die ganze Familie.
Das im Jahre 1872 gegründete Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr am Stammsitz in Bad Neustadt a. d. Saale rund 149 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 wurde die Weltwirtschaft, wie im Vorjahr, von den Folgen des Krieges in der Ukraine beeinträchtigt. Im Oktober 2023 brach darüber hinaus ein Konflikt im Nahen Osten aus, während eine Reihe von Natur- und Umweltkatastrophen infolge des Klimawandels das globale Geschehen (z. B. schwere Erdbeben in der Türkei, Trockenheit und Überflutungen in ganz Europa) weiter belastete. Die zunehmenden geopolitischen Spannungen und Handelsbeschränkungen zwischen China und dem Westen beunruhigten viele Unternehmen zusätzlich. Insgesamt verzeichnete die Weltwirtschaft ein gemäßigtes Wachstum, was dazu führte, dass auch die EU-Kommission ihre Wachstumserwartungen für das Jahr 2023 nach unten korrigierte.
Die deutsche Wirtschaft konnte ebenfalls die Erholung vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fortsetzen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld kam ins Stocken. Die Inflationsrate fiel im Vergleich zum Vorjahr zwar von 7,9 % auf 5,9 %, blieb jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist preisbereinigt im Jahr 2023 in Deutschland um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Vergleich zu 2019 lag das BIP lediglich um 0,7 % höher. (Datenquelle: Destatis).
Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben sanken im Jahr 2023 ebenfalls um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr und entfernten sich damit als Ergebnis auf die hohen Verbraucherpreise wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (Datenquelle: Destatis).
Der stationäre Modehandel in Deutschland bewegte sich im Jahr 2023 in schwierigem Umfeld. Die Konsumstimmung wurde maßgeblich von den gestiegenen Lebenshaltungskosten und der durch die Politik verursachten Verunsicherung der Bevölkerung im Allgemeinen geprägt. Zusätzlich beeinflussten ungewöhnlich milde Temperaturen zu Jahresbeginn sowie in den ersten Wochen des Herbst- /Wintergeschäfts, gefolgt von plötzlichen Kälteeinbrüchen, die Geschäftsaktivitäten. Streiks und Demonstrationen führten ebenfalls zu zusätzlichen Belastungen der Umsätze. Darüber hinaus verzeichnete das Jahr 2023 eine beachtliche Zunahme von Insolvenzen, darunter auch renommierte Warenhäuser in der Modebranche. Angesichts dieser Herausforderungen erwies sich der stationäre Einzelhandel im Jahr 2023 als bemerkenswert widerstandsfähig im Vergleich zum Onlinehandel, der nach den Rekordzuwächsen während der Pandemie nun einen deutlichen Rückgang verzeichnet.

2. Geschäftsverlauf der Pecht GmbH

Trotz der globalen krisen- und kriegsbedingten Herausforderungen, der prognostizierten verhaltenen Konsumstimmung und des außergewöhnlich starken Umsatzes im Vorjahr anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Pecht Shoppingwelt verzeichnete die Pecht GmbH im ersten Quartal 2023 zunächst einen Anstieg ihrer Umsätze um etwa 12,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Das zweite Quartal war hingegen von kaltem und regnerischem Wetter geprägt, was zu einer verminderten Nachfrage nach der aktuellen Frühjahr-/Sommerkollektion führte und den Quartalsumsatz lediglich um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr ansteigen ließ. Im dritten Quartal beeinträchtigte der langanhaltende Sommer mit warmen Temperaturen die Nachfrage nach aktuellen Herbst-/Winterwaren. Dadurch stagnierte der Umsatz im dritten Quartal mit 0,1 % auf dem Vorjahreswert. Im vierten Quartal stand die Pecht GmbH insbesondere im Weihnachtsgeschäft einer Vielzahl von Rabattaktionen von Onlinehändlern gegenüber. Dennoch konnte die Pecht GmbH den Umsatz im vierten Quartal um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr steigern.
Durch zahlreiche Aktionen und Events konnte die Pecht GmbH im Berichtsjahr 2023, die Kundenfrequenz am Standort trotz aller widrigen Rahmenbedingungen steigern. Einen weiteren erfreulichen Beitrag zur Frequenzerhöhung leisteten die neue Schuhabteilung und die neue HAKA-Abteilung im Haus 1, bei denen in Form von neuen Ladeneinrichtungen (z. B. Warenträger, Rückwandelemente etc.) oder neuen Lieferantenshops investiert wurde.
Die Pecht GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem neuen Umsatzrekord von +3,7 % gegenüber dem Vorjahr bzw. +13,1 % gegenüber dem Jahr 2019 abgeschlossen und lag damit deutlich besser als der stationäre Branchendurchschnitt. Die Geschäftsführung ist der Überzeugung, dass der stationäre Handel nur mit qualifiziertem Personal erfolgreich sein kann. Zur Schaffung eines nachhaltigen Shoppingerlebnisses wird auf der Verkaufsfläche bewusst mehr Personal als branchenüblich eingesetzt. Die Personalaufwendungen stiegen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahreswert um 4,8 %. Im Berichtsjahr erwirtschaftete die Gesellschaft ein positives Jahresergebnis in Höhe von 385 TEuro. Sowohl die Umsatzerlöse als auch das Jahresergebnis übertrafen die prognostizierten Werte, während der Cashflow wie erwartet auf Vorjahresniveau lag. Insgesamt lag die Geschäftsentwicklung 2023 über den prognostizierten Erwartungen und ist in Anbetracht der branchenspezifischen Rahmenbedingungen als sehr gut zu bezeichnen.

3. Lage der Gesellschaft

a) Vermögenslage
Während des Berichtsjahres lagen die Investitionen in das Sachanlagenvermögen über den Abschreibungen, insofern hat sich das Anlagevermögen um 86 Tsd. Euro auf 1.011 Tsd. Euro erhöht. Das Umlaufvermögen war von einem Abbau des Warenbestandes um 506 Tsd. Euro auf 3.221 Tsd. Euro bei einem gleichzeitigen Aufbau der liquiden Mittel um 414 Tsd. Euro auf 1.552 Tsd. Euro geprägt.
Die Bilanzsumme der Pecht GmbH ist zum Bilanzstichtag um 90 Tsd. Euro auf 7.188 Tsd. Euro bzw. um 1,3 % gestiegen. Die Eigenkapitalquote der Pecht GmbH erhöhte sich im Jahr 2023 auf nunmehr 75,4 % (Vj. 71,0 %) der Bilanzsumme. Bei planmäßigen Darlehensrückführungen von 44 Tsd. Euro beträgt das der Gesellschaft langfristig zur Verfügung stehende Kapital 5.851 Tsd. Euro (Vj. 5.492 Tsd. Euro) und macht somit 81,3 % der Bilanzsumme aus.

b) Finanzlage
Das Unternehmen bewegt sich in geordneten Kreditlinien. Im Laufe des Jahres wurden alle Darlehenstilgungen planmäßig ausgeführt. Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 656 Tsd. Euro (Vj. 660 Tsd. Euro). Der Mittelzufluss aus der lfd. Geschäftstätigkeit betrug 810 Tsd. Euro (Vj. Mittelabfluss von -338 Tsd. Euro) und resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Warenbestände. Die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelbestands betragen zum Ende des Jahres 414 Tsd. Euro (Vj. -582 Tsd. Euro). Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über zugesagte, aber nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 1.305 Tsd. Euro. Die Gesellschaft war während des Berichtszeitraumes jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

c) Ertragslage
Entsprechend der Umsatzentwicklung und bei höheren Preisnachlässen belief sich der Rohgewinn im Geschäftsjahr 2023 auf 7.194 Tsd. Euro und konnte somit um 2,6 % gegenüber dem Vorjahresergebnis von 7.012 Tsd. Euro gesteigert werden.
Das ordentliche Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) beträgt 3,6 % (Vj. 4,1 %). Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 385 Tsd. Euro (Vj. 393 Tsd. Euro). Das Eigenkapital wurde auf 5.423 Tsd. Euro (Vj. 5.039 Tsd. Euro) gesteigert. Trotz einer steigenden Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf nunmehr 75,4 % (Vj. 71,0 %).

4. Prognosebericht
Angesichts erheblicher Unsicherheiten und Unwägbarkeiten in Bezug auf Themen wie Krieg, wirtschaftliche Sorgen und Klimawandel erscheint die Prognose der daraus resultierenden Folgen für den deutschen Einzelhandel und die Pecht GmbH im Besonderen als Herausforderung.
Überzeugt von der Relevanz des stationären Handels, planen wir für das Jahr 2024 weitere Investitionen in unsere Verkaufsflächen, um durch Umgestaltung und neue Marken ein inspirierendes Shoppingerlebnis zu schaffen.
Weitere Zielsetzungen für das Jahr 2024 sind, die bedarfsorientierte Einkaufssteuerung zur Vermeidung von Warenüber- oder Warenunterbeständen weiter zu optimieren und uns noch stärker auf die Weiterentwicklung unserer Serviceangebote sowie eine gute und qualifizierte Beratung vor Ort zu konzentrieren. Darüber hinaus planen wir in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 die Einführung einer eigenen Kunden-App sowie die Implementierung eines Datenmanagementsystems zur Optimierung interner Prozesse.
Trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen blickt die Geschäftsführung mit vorsichtigem Optimismus in das Geschäftsjahr 2024 und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau, einem positiven Jahresüberschuss i. H. v. rund 150 Tsd. Euro sowie einer Eigenkapitalquote und einem Cashflow auf Vorjahresniveau.
Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses. Die Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen.

5. Chancen- und Risikobericht
Die Identifikation und das schnelle Ergreifen von Chancen sowie die Milderung von Risiken sind wesentlich für unser Unternehmen. Wir definieren Chancen und Risiken als Ereignisse, die bei ihrem Eintritt zu positiven oder negativen Abweichungen von unseren Unternehmenszielen führen.

a) Risikobericht
Die Pecht GmbH ist infolge ihrer Geschäfte einer Reihe von internen und externen Risiken ausgesetzt, die das Unternehmen mittel- oder langfristig beeinflussen können. Diese sind zwangsläufig Folgen unternehmerischen Handelns. Die Geschäftsführung beobachtet die Entwicklung jedoch genau und wird im Zweifel kurzfristig geeignete Gegenmaßnahmen, wie beispielsweise Kreditaufnahme, Personalanpassungen oder die Modifikation von Geschäftsmodellen ergreifen.

Epidemien und Pandemien
Die Entstehung und Ausbreitung von Epidemien bzw. Pandemien können starke wirtschaftliche Auswirkungen auf die Entwicklung der Pecht GmbH haben. Neben der möglichen Krankheitsgefährdung von Mitarbeitern und Kunden und der damit verbundenen massiven Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit können infolge von der Nachrichtenlage sowie von Informationen in den Medien und von Gerüchten erzeugte Ängste zu Umsatz und Ertragsverlusten führen.
Durch ständige Beobachtung der aktuellen Entwicklung und einem guten Krisenmanagement können die Auswirkungen einer Pandemie nicht verhindert, aber gemildert werden. Die Geschäftsführung tauscht sich diesbezüglich intensiv mit Behörden, Verbänden und Kollegenhäusern aus, damit man auf Veränderungen frühzeitig reagieren kann und man auch den Auswirkungen einer Pandemie entgegenwirken kann.

Energieversorgung
Die Einkaufspreise von Energie, insbesondere von Strom und Gas, können aufgrund von Marktbedingungen oder der Gesetzgebung oder durch äußere Einflüsse, wie z. B. eines Krieges, erheblichen Schwankungen unterliegen. Dauerhaft ansteigende Energiepreise können die Ergebnisentwicklung der Pecht GmbH wesentlich beeinflussen. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass steigende Kosten zu Ertragsverlusten führen können, da diese nicht immer über Preisanpassungen an unsere Kunden weitergegeben werden können.
Das Risiko steigender Energiekosten wurde verringert, indem am Betriebsstandort im April 2023 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von knapp 300 kWp installiert wurde.

Absatz- und Beschaffungsrisiken
Der Absatzmarkt der Pecht GmbH wird von den Auswirkungen der aktuell anhaltenden Inflation, insbesondere wegen höherer Energie- und Lebensmittelkosten, unmittelbar beeinflusst. Darüber hinaus bewirkt der weltweite Klimawandel ein antizyklisches Anschaffungsverhalten der Verbraucher. So schadet zum Beispiel ein warmer Winter der Nachfrage nach Jacken und ein verregneter Sommer der Nachfrage nach Bademodenartikeln. Neben den Absatzrisiken ergeben sich auf der Beschaffungsseite Unsicherheiten über mögliche Unterbrechungen der weltweiten Lieferketten oder Einschränkungen wegen der Finanzlage unserer Lieferanten. Die Beschränkungen auf der Beschaffungsseite können dabei auch die Sortimentstiefe und -breite der Pecht GmbH beeinflussen.
Um dieses Risiko zu minimieren, stehen wir in besonders engem Austausch mit allen unseren Lieferanten und können so auch kurzfristig Trends erkennen. Zusätzlich können wir auf einen großen Erfahrungsschatz der Mitarbeiter und der Geschäftsführung zurückgreifen, die das Vertriebskonzept kurzfristig mittels gezielter Marktbeobachtung und einer Einschätzung der Wettbewerbssituation ausrichten. Stationär bietet die Pecht GmbH ihren Kunden mit einer unvergleichbaren Sortimentsdarstellung ein einzigartiges Shoppingerlebnis. Durch die Verschiebung der Kundennachfrage hin zu digitalen Angeboten haben wir mit dem Aufbau eines eigenen Onlineshops begonnen und ergänzen damit unser lokales Angebot.

Wetterrisiken
Die Unbeständigkeit der klimatischen Bedingungen, gekennzeichnet durch zu kühle und nasse Sommer sowie ungewöhnlich warme oder extrem kalte Winter, stellt ein zentrales Risiko im Textileinzelhandel dar. Insbesondere die durch den weltweiten Klimawandel ausgelösten antizyklischen Temperaturschwankungen und die Unvorhersehbarkeit der Wetterlage beeinträchtigen die Verhaltensweisen der Verbraucher in Bezug auf Kaufentscheidungen im Einzelhandel. So schadet ein verregneter Sommer beispielsweise der Bademodenkollektion, ein warmer Winter bremst die Nachfrage nach Winterware wie Jacken, Mänteln, Handschuhen oder Mützen. Die vergangenen Geschäftsjahre verdeutlichen eine Reihe unvorhersehbarer Wetterereignisse, die sich nachteilig auf die gesamte deutsche Modebranche auswirkten.
Durch die Nutzung von Wettervorhersagen und Datenanalysen identifizieren wir frühzeitig Trends und Muster in den Verkaufszahlen. Auf dieser Grundlage können wir schneller auf eine veränderte Kundennachfrage reagieren und unsere Sortimentsgestaltung auf den Verkaufsflächen entsprechend anpassen.

Preisänderungsrisiken
Die Pecht GmbH wirkt Preisänderungsrisiken mit fest vereinbarten Einkaufskonditionen und Gutschriften bei Lieferanten entgegen.
Durch langfristige Lieferantenbeziehungen wird das Sortimentsmanagement auf den Flächen permanent optimiert. Dies wirkt Preisabschriften entgegen.

Forderungsausfallrisiken
Das Forderungsausfallrisiko ist im Wesentlichen auf die Risiken im Zahlungsverkehr mit den Endverbrauchern beschränkt. Da die Pecht GmbH jedoch nur unwesentliche offene Posten gegenüber Debitoren aufweist, sind die Auswirkungen eines Forderungsausfalls begrenzt. Über die Entwicklung einzelner größerer Forderungen an Lieferanten wird unternehmensintern sowie über Verbände zeitnah berichtet.

Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken bestehen für die Pecht GmbH durch mögliche Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Geschäftsführung überwacht die aktuelle Gesetzeslage sowie bevorstehende Gesetzesänderungen permanent und wird hierzu durch einen Rechtsanwalt betreut. Die rechtlichen Risiken haben allerdings, vor allem da Passivprozesse weder rechtsanhängig noch angedroht sind, weder einzeln noch insgesamt einen wesentlichen Einfluss auf die Lage der Gesellschaft. Für Schadensfälle und Haftungsrisiken besteht ausreichender Versicherungsschutz, dessen Voraussetzungen und Bedingungen regelmäßig überprüft werden.

Finanzrisiken
Finanzrisiken werden durch Anwendung entsprechender Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme überwacht. Die Pecht GmbH setzt hierzu ein Warenwirtschaftssystem ein, um im Fall signifikanter Abweichungen in den Warenwirtschaftskennzahlen und Liquiditätskennzahlen umgehend eingreifen zu können. Durch den soliden Bestand an liquiden Mitteln und die gewährten und verfügbaren Kreditlinien sowie einem kontinuierlichen Cashflow werden derzeit keine nennenswerten Finanzrisiken gesehen. Es werden keine erwähnenswerten Finanzinstrumente zur Absicherung aller wichtigen Arten von Transaktionen und Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken verwendet.

Personalrisiken
Die Pecht GmbH ist als beratungs- und serviceorientiertes Einzelhandelsunternehmen von der Qualifikation, Motivation und Erfahrung ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abhängig. Der Wettbewerb um einsatzbereite und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Führungskräfte ist in der Branche und in der Region, in der wir tätig sind, nach wie vor stark. Im Mittelpunkt der Personalarbeit steht daher die betriebliche Aus- und Weiterbildung, die Förderung von Nachwuchsführungskräften sowie die Motivation und Einbindung von Mitarbeitern in Entscheidungen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.
Die Geschäftsführung der Pecht GmbH hält die oben genannten Risiken zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Aufstellung des Geschäftsberichts - unverändert zum Vorjahr - grundsätzlich für beherrschbar. Aktuell sind keine Risiken identifizierbar, die die künftige Entwicklung des Unternehmens unter Substanz- und Liquiditätsaspekten wesentlich beeinträchtigen könnten. Weiterhin bestehen eine Vielfalt an Chancen, die die Geschäftsführung wachtsums- und ertragsfördernd nutzen wird.

b) Chancenbericht
Das Geschäftsjahr 2024 bietet der Pecht GmbH Chancen für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Unter der Annahme, dass das Konsumverhalten der Verbraucher sowie die sich verändernden Wettbewerbsbedingungen im Handel, die durch die allgemeine Konjunkturlage, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und die Einkommensentwicklungen beeinflusst werden, stabil bleiben, geht die Geschäftsführung davon aus, die Umsatzchancen des Vorjahres zu halten bzw. weiter auszubauen.
Darüber hinaus liegen die Chancen der Pecht GmbH nach wie vor in den über die Jahre aufgebauten Standards der Kundenbeziehung, den strategischen Partnerschaften und der hohen Zuverlässigkeit im Sinne des Anspruches "Vorsprung durch Service". Das Unternehmen wird hiermit auch einem ständig steigenden Marktanspruch jederzeit gerecht.

Vertiefung der Kundenbeziehung Wir sind von einer starken Kundenorientierung überzeugt und konzentrieren uns daher auf den Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen. Dies bedeutet für uns, dass wir in Sachen Mode, Sport und Lifestyle in der Region der Dreh- und Angelpunkt im Bewusstsein unserer Kunden sein wollen. Ein entscheidendes Element zur Stärkung des Pecht-Kundenerlebnisses ist dabei die Beraterleistung auf der stationären Verkaufsfläche. Zu diesem Zweck beschäftigen wir deutlich mehr Mitarbeiter auf der Verkaufsfläche als dies branchenüblich ist und investieren regelmäßig in Schulungen unseres Beraterteams. Zudem wird die Pecht GmbH auch zukünftig mit Marketingaktivitäten und Events die Aufmerksamkeit auf das Shoppingerlebnis vor Ort lenken.

Strategische Partnerschaften Seit der Gründung sind unsere Beziehungen zu unseren Partnern ein Wachstumstreiber für die Pecht Shoppingwelt. Wir sind überzeugt, dass starke, auf Vertrauen basierende Partnerschaften uns auch weiterhin dabei unterstützen werden, für unsere Kunden das inspirierende Shoppingerlebnis für Mode, Sport und Lifestyle in der Region zu sein. Wir glauben, dass dieser beziehungsorientierte Ansatz, bei dem wir uns auf "Win-Win-Win-Ergebnisse" für Partner, Kunden und die Pecht GmbH konzentrieren, uns zum bevorzugten Partner für Mode, Sport und Lifestyle in der Region macht.

Märkte und Segmente
Wir streben an, unsere Ziele stets zu erreichen, indem wir die Märkte genau beobachten, um Trends zu erkennen und in praktische Erkenntnisse umzusetzen, und Möglichkeiten in neue Märkte und Segmente prüfen. Wir bieten für unsere Kunden weiterhin ein großes Sortiment mit mehr als 500 Marken und mehr als 300.000 Artikeln in den Kategorien Mode, Sport und Lifestyle an. Dabei setzen wir verstärkt auf nachhaltige Lieferanten, die besonderen Wert auf die Herkunft und Produktion ihrer Waren legen.

Insgesamt hat sich die Risiko- und Chancensituation der Pecht GmbH gegenüber dem Vorjahr aus Sicht der Geschäftsführung nicht grundlegend verändert. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Für die Pecht GmbH bestehen weder zum Abschluss-Stichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses bestandsgefährdende Risiken. Wir sind davon überzeugt, dass wir auch in Zukunft Herausforderungen meistern und Chancen nutzen können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken für unser Geschäft eingehen zu müssen. Wir streben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an.

Bad Neustadt a. d. Saale, im April 2024
gez. Björn Tischer, Geschäftsführer
gez. Bernd Titius, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.011.000,50 924.656,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.410,00 34.313,00
II. Sachanlagen 598.626,50 509.943,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.055,50 25.613,50
2. technische Anlagen und Maschinen 117.471,50 111.509,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 457.099,50 372.820,00
III. Finanzanlagen 384.964,00 380.400,00
1. Ausleihungen an Gesellschafter 320.000,00 320.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 64.964,00 60.400,00
B. Umlaufvermögen 6.160.436,70 6.161.568,70
I. Vorräte 3.221.279,31 3.727.710,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.387.468,38 1.296.293,91
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.257.441,59 1.137.267,16
2. sonstige Vermögensgegenstände 130.026,79 159.026,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.551.689,01 1.137.564,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.789,38 11.612,79
Aktiva 7.188.226,58 7.097.837,49

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.423.408,01 5.038.668,85
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 4.938.668,85 4.545.185,91
III. Jahresüberschuss 384.739,16 393.482,94
B. Rückstellungen 556.357,00 674.353,00
C. Verbindlichkeiten 1.204.536,84 1.381.182,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 109.364,00 153.116,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.095.172,84 1.228.066,66
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.924,73 3.632,98
Passiva 7.188.226,58 7.097.837,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.216.940,54 7.072.046,84
2. Personalaufwand 4.175.160,79 3.982.564,66
a) Löhne und Gehälter 3.460.271,91 3.266.954,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 714.888,88 715.610,07
davon für Altersversorgung 7.984,02 55.432,87
3. Abschreibungen 270.799,83 266.389,52
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 270.799,83 266.389,52
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.224.807,29 2.223.103,27
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.135,92 2.138,80
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.089,89 17.365,52
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 167.638,77 170.748,00
8. Ergebnis nach Steuern 405.579,89 414.014,67
9. sonstige Steuern 20.840,73 20.531,73
10. Jahresüberschuss 384.739,16 393.482,94

Anhang


der
Pecht GmbH
Bad Neustadt a.d. Saale Amtsgericht Schweinfurt, HR B 3724
A. ALLGEMEINE ANGABEN

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Bewegliche, abnutzbare, geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung aktiviert und sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert an­ge­setzt.

Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Dieser ermittelt sich aus dem Abzug eines Alterswertabschlags von den Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Ansatz von Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Lizenzgebühren und Versicherungen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit vorhanden - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Es kommt die Nettomethode zur Anwendung.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten aus ausgegebenen Gutscheinen und Geschenkkarten.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an eingetragenen Einkaufsgenossenschaften sowie sonstige Ausleihungen gegen einen mittelbar beteiligten Gesellschafter ausgewiesen.


Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten
Zugänge
Abgänge
Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten

01.01.2023


31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen




I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
67.238,10
12.054,51

79.292,61
 Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
67.238,10
12.054,51

79.292,61
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
213.789,45
8.650,06

222.439,51
2. technische Anlagen und Maschinen
303.458,99
36.969,90
8.276,98
332.151,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.324.224,53
297.419,86
116.199,84
2.505.444,55
 Summe Sachanlagen
2.841.472,97
343.039,82
124.476,82
3.060.035,97
III. Finanzanlagen




1. Ausleihungen an Gesellschafter
320.000,00


320.000,00
2. Genossenschaftsanteile
60.400,00
4.564,00

64.964,00
 Summe Finanzanlagen
380.400,00
4.564,00

384.964,00
 Summe Anlagevermögen
3.289.111,07
359.658,33
124.476,82
3.524.292,58

kumulierte Abschreibung
Abschreibung Geschäftsjahr
Abgänge
kumulierte Abschreibung
Buchwert Geschäftsjahr
Buchwert Vorjahr

01.01.2023


31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen






I. Immaterielle Vermögensgegenstände






1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
32.925,10
18.957,51

51.882,61
27.410,00
34.313,00
 Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
32.925,10
18.957,51

51.882,61
27.410,00
34.313,00
II. Sachanlagen






1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
188.175,95
10.208,06

198.384,01
24.055,50
25.613,50
2. technische Anlagen und Maschinen
191.949,49
31.006,40
8.275,48
214.680,41
117.471,50
111.509,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.951.404,53
210.627,86
113.687,34
2.048.345,05
457.099,50
372.820,00
 Summe Sachanlagen
2.331.529,97
251.842,32
121.962,82
2.461.409,47
598.626,50
509.943,00
III. Finanzanlagen






1. Ausleihungen an Gesellschafter
0,00


0,00
320.000,00
320.000,00
2. Genossenschaftsanteile
0,00


0,00
64.964,00
60.400,00
 Summe Finanzanlagen
0,00


0,00
384.964,00
380.400,00
 Summe Anlagevermögen
2.364.455,07
270.799,83
121.962,82
2.513.292,08
1.011.000,50
924.656,00



2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 1.257.441,59 (Vorjahr: Euro 1.137.267,16) handelt es sich um sonstige Forderungen gegen Gesellschafter.

3. Mittelbare Pensionsverpflichtung

Die Gesellschaft hat ihren Mitarbeitern mittelbare Zusagen auf Leistungen aus der Pecht-Unterstützungskasse gewährt. Am Bilanzstichtag besteht ein entsprechend dem Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht als Rückstellung passivierter Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert des Kassenvermögens und dem Erfüllungsbetrag der Versorgungsleistungen in Höhe von Euro 429.020,46.
Der Zeitwert des Kassenvermögens entspricht dabei dem Nominalwert des durch die Unterstützungskasse an die Berichtsgesellschaft ausgereichten Darlehens, das im Geschäftsjahr unterhalb der maximalen Höhe des § 4 d Abs. 1 Nr. 2 EStG dotiert wurde. Der Erfüllungsbetrag der Versorgungsleistungen wurde mit dem Barwert der Ansprüche zum Stichtag bewertet. Soweit es sich um Zusagen aus Entgeltumwandlungen handelt, entspricht der Barwert den umgewandelten Entgeltbestandteilen zum Stichtag zzgl. den aufgelaufenen Zinsen in Höhe von 5% p.a. für Altverträge bzw. 3% p.a. für Neuverträge ab dem 1.1.2014. Soweit es sich um arbeitgeberfinanzierte Zusagen handelt, kommt das modifizierte Teilwert-Verfahren auf der Basis eines Zinssatzes von 1,82% (durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren; Rückstellungsabzinsungsverordnung i.V.m. § 253 Abs. 2 HGB) zum Ansatz.

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023


Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit > 1 Jahr



(Vorjahr)

davon: Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Art und Form der Sicherheit

Euro
Euro
Euro
Euro
Euro

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
43.752,00
65.612,00
0,00
109.364,00
0,00
---

(43.752,00)
(109.364,00)
(0,00)
(153.116,00)


2. sonstige Verbindlichkeiten
733.229,35
361.943,49
26.215,49
1.095.172,84
0,00
---

(883.693,66)
(344.372,96)
(101.941,96)
(1.228.066,66)


Gesamtsumme
776.981,35
427.555,49
26.215,49
1.204.536,84
0,00


(927.445,66)
(453.736,96)
(101.941,96)
(1.381.182,66)



Abgesehen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind die ausgewiesenen Ver­bindlichkeiten nicht weiter besichert.

Die Position sonstige Verbindlichkeiten beinhaltet Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 27.876,33 (Vj. Euro 25.741,11) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 8.012,57 (Vj. Euro 11.386,61).

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

In der Position sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von Euro 7.984,02 (Vj. Euro 55.432,87) enthalten.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In der Position sind Aufwendungen aus einem Stromvertrag in Höhe von TEuro 158 mit einer nahe stehenden Person enthalten.

3. Zinsen und ähnliche Erträge

Unter dieser Position sind Zinserträge aus Geschäften mit nahestehenden Personen (Gesellschafter bzw. verbundene Unternehmen) in Höhe von Euro 46.105,92 (Vj.: Euro 2.068,80) enthalten.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB sind folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften TEuro 449
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen/Gesellschafter: TEuro 449

Die Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

2. sonstige finanzielle Verpflichtungen

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

Verpflichtungen aus Leasingverträgen (p.a.) TEuro 34,6 Verpflichtungen aus Leasingverträgen (über Restlaufzeit) TEuro 88,3 Verpflichtungen aus langfristigen Pachtverträgen (p.a.) TEuro 689
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen (Gesellschafter):   TEuro 689

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer

· Herr Bernd Titius, Handelsfachwirt · Herr Björn Tischer, Dipl.-Betriebswirt (FH)

Auf die Angaben gem. § 285 Nr. 9a und b HGB wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 135 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 49 Vollzeitangestellte und 86 Teilzeitkräfte. In dieser Zahl nicht enthalten sind die 12 beschäftigten Auszubildenden.

 

Bad Neustadt a.d. Saale, den 08.05.2024

gez. Bernd Titius, Geschäftsführer

gez. Björn Tischer, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Der vorstehende Jahresabschluss ist zur Offenlegung bestimmt und nach § 327 verkürzt. Zu dem vollständigen Jahreabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pecht GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pecht GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pecht GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Neustadt a.d. Saale, den 08.05.2024


Ossig Main-Rhön-Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Heiko Werner, Wirtschaftsprüfer

gez. Andreas Kaufmann, Wirtschaftsprüfer

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