Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 19632
Eingetragen
22.1.2003
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Gegenstand
Recycling, insbesondere von Schrott und Metallen und der Groß- und Einzelhandel mit Schrott und Metallen und mit Nutz- und Neueisen, ferner Abbrucharbeiten, Containerverleih und das Durchführen von Transporten, soweit hierzu eine Erlaubnis nach dem Güterkraftverkehrsgesetz nicht erforderlich ist. Das Unternehmen führt im Rahmen einer Betriebsverpachtung im Ganzen das bisher von Herrn Peter Dehner unter der Firma Schrott Dehner, Inhaber Peter Dehner, betriebene Einzelunternehmen fort.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nadine Corinna Schmidl
seit 18.12.2024
Prokura
Markus Kohler
seit 18.12.2024
Prokura
Bernd Dehner
seit 22.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

86551 Aichach/OT Gallenbach, Birkfeldweg 2
250.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dehner Recycling GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

Dehner Recycling GmbH, Augsburg

Unternehmen

Die Hauptgeschäftsfelder der Dehner Recycling GmbH sind dem Recycling von Schrott und Metallen zuzuschreiben. Diese beinhalten alle Tätigkeitsfelder, für welche die entsprechenden Genehmigungen vorliegen, wie den Groß- und Einzelhandel mit Schrott, Metallen und Nutzeisen, den Containerverleih und deren Transportdurchführung, sowie Abbrucharbeiten.

Geschäftsverlauf, Lage der Gesellschaft und finanzielle Leistungsindikatoren

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Quelle: www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/Nr 020 vom 13.Januar 2023

Gleichzeitig stieg die Inflation im Jahr 2022 im Durchschnitt auf 8,0 %, im Wesentlichen getrieben durch erhöhte Energiepreise in Folge des Ukrainekrieges. Die EZB versucht die Inflation mit einer Erhöhung des Leitzinses abzuschwächen. Im Jahr 2022 wurde dieser in mehreren Schritten um insgesamt 2 % angehoben. Dies war die größte Erhöhung in der Geschichte der EZB. Die Zinsanpassungen, welche die Finanzierungskosten in die Höhe treiben schwächen die Baukonjunktur merklich ab und belasten die Industrieproduktion.

Die Stahlindustrie reagierte vielerorts mit massiven Produktionskürzungen auf die hohen Energiepreise und die schwächere Nachfrage, sodass die erhoffte Belebung nach den Betriebsferien im Sommer und die für September erwarteten Preissteigerungen für Schrotte ausbleiben.

In den ersten acht Monaten 2022 wurden in Deutschland mit 25,4 Mio. t knapp 5% weniger Rohstahl erzeugt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das sind im Jahresverlauf rund 1,3 Mio. t weniger als im selben Zeitraum 2021. Im August 2022 wurden mit 2,97 Mio. t 2% weniger Rohstahl als im Vorjahresmonat hergestellt. Insbesondere die schrottintensive Elektrostahlproduktion hat einen starken Rückgang um 8,6% auf 715.000 t zu verzeichnen, während die Oxygenstahlproduktion mit 2,2 Mio. t (-0,1%) nahezu konstant bleibt.

Der Produktionsstandort Deutschland büßt durch die, auch im europäischen Vergleich, hohen Energiekosten an Wettbewerbsfähigkeit ein. Niedrigwasser verschärft im Sommer anhaltende Logistikengpässe und führt zu höherer Nachfrage nach Schienentransporten. Durch die Priorisierung von Energietransporten auf der Schiene ab Herbst ist mittelfristig kaum Entspannung in Sicht.

Quelle: Pressemitteilung zur BDSV Jahrestagung 2022: Stahlrecycling vor großen Herausforderungen

Die Schrottwirtschaft bzw. die Konjunktur und der Markt der Schrottwirtschaft sind sehr eng mit dem Erfolg der Stahlproduktion verbunden. Nach einer Statistik des Bundesverbandes Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) beträgt der Gesamtversand an Stahlschrott in 2022 rund 23,8 Mio. Tonnen (Vj. 25,4 Mio. to). Aufgrund der stark gestiegenen Energiekosten und des deutlichen Nachfragerückgangs aus der Industrie wurden die Produktionskapazitäten angepasst, so dass die Produktion an Rohstahl insgesamt rund 37 Mio. to. (Vj. 40 Mio. to.) betrug.

Der Durchschnittspreis der Referenzsorte 2 (Neuschrottabfälle) sank von EUR/to. 449,10 im Januar 2022 bis auf EUR/to. 329,30 im Dezember 2022. Die Dezembernotierungen der NE-Metallbörsen entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

für Kupfer (-1.183,08 USD/to.; -12,39%), Aluminium (-301,38 USD/to.; -11,18%) und Nickel (+8.833,51 USD/to.; +44,01%). Währungsbereinigt verlief die Entwicklung wie folgt: für Kupfer (-546,56 EUR/to.; -6,47%), Aluminium (-123,31 EUR/to.; -5,17%) und Nickel (9.542,05 EUR/to.; 53,73%).

Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen konnte sich die Gesellschaft im Berichtsjahr gut behaupten und die Absatzmengen im Vergleich zum Vorjahr steigern. Bedingt durch die coronabedingten Schließungen großer Abnehmer in den Vorjahren bestand zu Beginn des Berichtsjahres noch ein gewisser Nachholbedarf. Aufgrund der Preis- und Mengenentwicklung konnte die betriebliche Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 % erneut gesteigert werden. Allerdings nahmen die Materialaufwendungen im Jahresverlauf ebenfalls zu, so dass der Rohertrag sich proportional ebenfalls um 6% auf TEUR 7.313 (Vj. TEUR 6.888) verbesserte. Die gestiegenen Personalkosten beruhen i.W. auf gestiegenen Mitarbeiterzahlen sowie laufenden Gehaltsanpassungen. Die deutlich gestiegenen Energiepreise belasten die Transportkosten. Im Ergebnis wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 332 erwirtschaftet.

Die Vermögenslage wird weiterhin positiv bewertet. Zum Bilanzstichtag konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 30% gegenüber dem Vorjahr abgebaut werden. In Folge dessen sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, saldiert mit den Guthaben, gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 555. Aufgrund der geringfügig gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote trotz Thesaurierung zum Bilanzstichtag auf 26,1% (Vj. 27,3%). Die Liquidität der Gesellschaft war über das Geschäftsjahr hinweg stets ausreichend vorhanden. Sämtliche finanzielle Verpflichtungen konnten aus dem laufenden Cashflow gedeckt werden. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf der Entwicklung des Rohertrages sowie der Cashflow-Entwicklung.

Trotz der aktuell sehr schwierigen Rahmenbedingungen, ist es der Gesellschaft gelungen, ihre Marktposition zu halten. Um dieser Position auch künftig gerecht zu werden, wird jährlich weiter in die Verbesserung und den Ausbau des Standortes, in neue Technologien, in den Umweltschutz und nicht zuletzt in die eigenen Mitarbeiter investiert. Im Berichtsjahr wurden daher Investitionen in technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von insgesamt TEUR 649 getätigt, welche teilweise, auch zur Stärkung der Finanzlage, fremdfinanziert wurden.

Voraussichtliche Entwicklungen, Chancen und Risiken sowie Gesellschaftsprognose

Risiken, welche die künftige Entwicklung gefährden könnten, sind auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten nach unserer Einschätzung nicht erkennbar. Die aktuellen Rahmenbedingungen führen jedoch zu erheblichen Prognoseunsicherheiten hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung.

Steigende Inflationsraten sowie unklare Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg belasten die Entwicklung und führen zu einem Rückgang der industriellen und gewerblichen Produktion. Dies kann zu einem geringeren Marktvolumen und damit zu einem höheren Wettbewerb um die verbleibenden Mengen mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Marge führen. Abhängig vom Verlauf des Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit einhergehenden Schwierigkeiten auf dem Energiemarkt prognostiziert der Sachverständigenrat ein Wachstum des BIP im Euroraum von 0,3 % für das Jahr 2023. Engpässe bei Materialien und Vorprodukten sowie die weiterhin überlasteten Transportwege werden die künftige Entwicklung weiter belasten.

Die Inflationsrate erreichte im Jahresdurchschnitt 2022 mit 8,7 % ihren höchsten Stand seit 2008. Dies war hauptsächlich durch die steigenden Energiepreise getrieben. Die Stromkosten sind als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine derzeit hochvolatil. Während der Strompreis (hier Monatsprodukt Base Mai 2022) zu Beginn des Ukraine-Krieges am 24.02.2022 noch bei ca. 200 €/MWh (20 ct/kWh) lag, machte er vom 08. auf den 09. März 2022 einen Sprung von 395 €/MWh auf bis zu 620 €/MWh, um danach wieder auf 440 € /MWh abzurutschen.

Diese Preisschwankungen sowohl im Energiebereich als auch auf dem Schrottmarkt stellen die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Die künftige Planung ist vor diesem Hintergrund nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. Die Preisentwicklungen werden von der Geschäftsleitung ständig überwacht. Derzeit werden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Rohstoffpreisschwankungen eingesetzt.

Maßgebliche Einflussfaktoren für die künftige Entwicklung der Gesellschaft sind neben einer ausreichenden Versorgung mit Recyclingmaterial auch die Entwicklung von Rohstoffpreisen sowie die Verfügbarkeit ausreichender Kapazitäten bei den Logistikpartnern. Ein aktives Logistikmanagement soll Risiken in den Lieferketten erkennen und eine effiziente Vertriebslogistik gewährleisten.

Dem Forderungsausfallrisiko wird insbesondere durch Einholung von Bonitätsanfragen sowie einem konsequenten Mahnwesen Rechnung getragen. Darüber hinaus besteht eine Kreditausfallversicherung. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen darüber hinaus weitere Versicherungen, die die auftretenden, finanziellen Folgen begrenzen und existenzgefährdende Situationen ausschließen.

Für das Jahr 2023 ist fest mit weiteren Zinserhöhungen der Zentralbanken zu rechnen, um die Inflation einzudämmen. Dies wird sich direkt auf die Fremdkapitalkosten auswirken.

Als Chancen werden mögliche zusätzliche Umsatz- und Ertragspotentiale, die sich aus der Erweiterung des Lieferantenstammes durch gezielte Neuakquisitionen ergeben, angesehen. Langjährige Kundenbeziehungen prognostizieren weiterhin eine solide Auslastung.

Durch unsere engagierten Mitarbeiter, durch optimierte Leistungsabläufe und durch den Einsatz von modernen und effizienten Maschinen sehen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiterhin gewahrt. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Folge der sich abschwächenden Konjunktur, der hohen Energiepreise, der hohen Inflationsrate sowie weiterhin dem Ukraine Konflikt plant die Geschäftsleitung für das Jahr 2023 mit einem Umsatzrückgang auf rund 35 Mio. €. Die weiteren Auswirkungen auf das künftige Jahresergebnis sind jedoch derzeit nicht absehbar, es wird aber mit einem Jahresergebnis auf Basis des Berichtsjahres gerechnet.

 

Augsburg, im Juni 2023

Die Geschäftsführung

Bernd Dehner

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 3.606.551,15 3.715.056,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 3,00
II. Sachanlagen 3.144.091,40 3.252.596,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.103.037,40 1.296.915,40
2. technische Anlagen und Maschinen 1.528.735,00 1.584.139,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 512.319,00 371.542,00
III. Finanzanlagen 462.456,75 462.456,75
1. Beteiligungen 462.456,75 462.456,75
B. Umlaufvermögen 7.154.570,09 6.877.304,49
I. Vorräte 1.959.038,98 2.473.260,18
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.500,00 9.500,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.136.429,83 4.326.348,16
1. Forderungen gegen Gesellschafter 1.729,00 1.729,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 98.551,98 1.946,83
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.036.148,85 4.322.672,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 299.085,33 242.681,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.059.101,28 77.696,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.143,45 34.844,43
Aktiva 10.823.264,69 10.627.205,07

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 2.827.858,36 2.895.856,47
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Bilanzgewinn 2.577.858,36 2.645.856,47
davon Gewinnvortrag 2.245.856,47 2.324.648,38
B. Rückstellungen 382.305,22 359.589,27
C. Verbindlichkeiten 7.613.101,11 7.371.759,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.197.858,02 2.771.454,71
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 855.684,32
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.197.858,02 1.915.770,39
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.415.243,09 4.600.304,62
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.254.122,52 4.600.304,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 161.120,57 0,00
Passiva 10.823.264,69 10.627.205,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 7.313.187,06 6.888.934,89
2. Personalaufwand 2.641.911,90 2.351.360,94
a) Löhne und Gehälter 2.198.870,92 1.997.382,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 443.040,98 353.978,06
davon für Altersversorgung 41.708,97 41.509,84
3. Abschreibungen 757.287,16 595.220,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 757.287,16 595.220,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.272.827,33 3.430.929,77
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.207,90 4.528,12
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 133.883,70 119.040,47
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 179.485,48 70.418,57
8. Ergebnis nach Steuern 339.999,39 326.493,09
9. sonstige Steuern 7.997,50 5.285,00
10. Jahresüberschuss 332.001,89 321.208,09
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.245.856,47 2.324.648,38
12. Bilanzgewinn 2.577.858,36 2.645.856,47

Anhang

Dehner Recycling GmbH, Augsburg

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss der Dehner Recycling GmbH, Augsburg (Amtsgericht Augsburg, HRB 19632), wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Es handelt sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet werden:

Das Anlagenvermögen ist zu den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei den immateriellen Vermögensgegenständen (Software) drei Jahre, bei den unbeweglichen Sachanlagen fünf bis fünfundzwanzig Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen zwei bis zehn Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis dreizehn Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Waren werden zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Risiken eines Forderungsausfalls sind durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung sowie Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu ihren Nennwerten angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet.

Liquide Mittel sind mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Der Ausweis der Finanzanlagen betrifft eine Beteiligung in Höhe von 77,147 % an der Schrotthandel Nordheim GmbH, Donauwörth. Das Eigenkapital zum 31.12.2021 beträgt T€ 779. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 beträgt T€ 402.

2. Gezeichnetes Kapital

Das zum Nennwert angesetzte gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist voll eingezahlt.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus 2021 in Höhe von € 2.245.856,47 enthalten.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

4. Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
von zwei bis fünf Jahren
von mehr als fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.197.858,02 1.379.522,86 1.818.335,16 0,00
(Vorjahr) (2.771.454,71) (2.231.974,98) (539.479,73) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.789.453,77 1.789.453,77 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.220.172,83) (2.220.172,83) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.024.171,08 3.024.171,08 0,00 00,00
(Vorjahr) (2.380.131,79) (1.994.902,66) (147.407,85) (237.821,28)
Gesamt 8.011.482,87 6.193.147,71 1.818.335,16 0,00
(Vorjahr) (7.371.759,33) (6.447.050,47) (686.887,58) (237.821,28)

Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert: € 369.500,76. Es handelt sich um Eigentumsvorbehalte an Anlagegütern betreffend der Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (T€ 603; im Vorjahr T€ 734) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 709; im Vorjahr T€ 197) enthalten.

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer

Herr Bernd Dehner, Kaufmann

Die Gesellschaft macht von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und macht keine Angaben zu den Geschäftsführerbezügen.

2. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Angestellte 11
gewerbliche Arbeitnehmer 30
Gesamt 41

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen unbefristete Mietverträge für einen Maschinenpark mit einem monatlich zu zahlenden Gesamtbetrag von T€ 60.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen außerhalb des geschäftsüblichen Rahmens bestehen nicht.

4. Haftungsverhältnisse

Bürgschaften: T€ 298 (im Vorjahr T€ 562)

Gründe für die Inanspruchnahme des Haftungsobligos sind nicht ersichtlich, da die Schuldnerin ihre Zahlungsverpflichtungen bislang erfüllt hat und keine Hinweise auf eine Änderung dieser Tatsache vorliegen.

 

Augsburg, den 29. Dezember 2023

Bernd Dehner, Geschäftsführer

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Dehner Recycling GmbH, Augsburg

Entwicklung des Anlagevermögens

- Anlage zum Anhang -

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.931,85 0,00 0,00 10.931,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.125.936,06 0,00 0,00 4.125.936,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.657.069,05 393.757,57 0,00 4.050.826,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.314.554,89 255.025,59 5.479,86 2.564.100,62
10.097.560,00 648.783,16 5.479,86 10.740.863,30
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 462.456,75 0,00 0,00 462.456,75
10.570.948,60 648.783,16 5.479,86 11.214.251,90
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge *)
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.928,85 0,00 0,00 10.928,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.829.020,66 193.878,00 0,00 3.022.898,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.072.930,05 449.161,57 0,00 2.522.091,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.943.012,89 114.247,59 5.478,86 2.051.781,62
6.844.963,60 757.287,16 5.478,86 7.596.771,90
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.855.892,45 757.287,16 5.478,86 7.607.700,75
Buchwerte
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 3,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.103.037,40 1.296.915,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.528.735,00 1.584.139,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 512.319,00 371.542,00
3.144.091,40 3.252.596,40
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 462.456,75 462.456,75
3.606.551,15 3.715.056,15
*) entspricht den Abschreibungen des Geschäftsjahres

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bernd Dehner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dehner Recycling GmbH, Augsburg

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Dehner Recycling GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Dehner Recycling GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Augsburg, den 28.03.2024

Peter Tress, Wirtschaftsprüfer

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