CPM SKET GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tina-Mariola Rybka seit 21.1.2025 | Prokura |
Sean Michael Callison seit 23.8.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
CPM SKET GmbH | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Extricom Extrusion GmbHLauffen am NeckarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis 30.09.2022(im Folgenden auch kurz "Extricom" oder "Gesellschaft") 1. AllgemeinesSeit Januar 2017 ist die Extricom Extrusion GmbH eine 100%-ige Tochtergesellschaft der CPM SKET GmbH mit Sitz in Lauffen am Neckar. Die Muttergesellschaft ist in den CPM Konzern, der entsprechend den US-amerikanischen Regulierungen einen Konzernabschluss nach United States Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) aufstellt, eingegliedert. Im Zuge der Integration in den Konzern wurde auch das Wirtschaftsjahr der Gesellschaft an den Standard des Mutterunternehmens angepasst und beginnt nun seit 2018 am 01. Oktober. Des Weiteren besteht seit dem 01. Januar 2018 mit der CPM SKET GmbH, der Organmutter, ein Ergebnisabführungsvertrag (ertragsteuerliche Organschaft). Die Gesellschaft hat einen Fertigungsstandort in Lauffen am Neckar, der in gemieteten Räumlichkeiten betrieben wird. Patentrechte und die Immobilie sind im Eigentum einer externen Gesellschaft. Deshalb entstehen entsprechend der Umsatztätigkeit Lizenzaufwendungen. 1.1 Tätigkeitsfeld des Unternehmens Die Extricom, deren Unternehmensgegenstand in drei Bereiche aufgeteilt ist, ist ein global agierendes Unternehmen im Sektor der Extrusionstechnik. Im Bereich Maschinen und Aggregate werden ganzheitliche Lösungen für Extrusionsanlagen entwickelt und hergestellt. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kunden können Maschinen und Extrusionssysteme angeboten werden, die genau auf deren spezifische Bedürfnisse zugeschnitten sind. Durch den patentierten RingExtruder können besonders in den Bereichen der Reifenherstellung, Kunststoffverarbeitung und PET-Recycling dem Doppelschneckenextruder überlegene Anwendungen mit beispielsweise höheren Durchsätzen angeboten werden. Diese Technologie wird im unternehmenseigenen Technikum immer weiter verbessert. Das zweite Tätigkeitsfeld der Gesellschaft ist das Verschleiß- und Ersatzteilgeschäft, in dem hochwertige Komponenten für Ring- und Doppelschneckenextruder hergestellt werden. Durch die langjährige Erfahrung in der Herstellung von Ersatzteilen ist es der Extricom möglich, unsere Kunden mit über 16.500 selbst erstellen Ersatzteilen aller führenden OEM-Lieferanten in einer Vielzahl an Materialkombinationen zu beliefern. Der dritte Bereich ist die Erbringung zugehöriger internationaler Service- und Beratungsleistungen vor Ort, aber auch remote mit digitalen Lösungen, im gesamten Mehrwellen-Extrudermarkt. Hier liegt der Fokus des Unternehmens insbesondere auf Services zu Betrieb, Wartung, Einrichtung und der Installation von Maschinen und Anlagen. 1.2 Forschung und Entwicklung Am Standort wird ein Extrusionstechnikum mit mehreren Doppelschnecken- und RingExtrudern betrieben, die für Versuche zu diversen Anwendungen wie beispielsweise für die reaktive Extrusion, der Kautschuk- oder der rPET-Industrie verwendet werden können. Im sogenannten Innovationslabor können mit Durchsätzen bis 1 to/h Extrusionsversuche sehr praxisnah - auch mit diversen Zusatzaggregaten - durchgeführt werden. Gemeinsam mit Kunden arbeiten die drei Mitarbeiter an Projekten zur Produktentwicklung und Prozessoptimierung. Um stetig neue Anwendungsgebiete hinzuzugewinnen und ein breiteres Spektrum an Versuchsmöglichkeiten anzubieten, wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 weiterhin in die Ausstattung des Technikums und in die Forschung zu Verbesserungsmöglichkeiten des RingExtruders investiert. Aufgrund der hohen Investitionen in den vergangenen Geschäftsjahren, wurde für 2022/2023 vorerst nur ein Budget von TEUR 70 freigegeben. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Nach der Erholung der Wirtschaft von der dem COVID-19 Virus folgenden Rezession im Jahr 2021, soll laut Prognose der Bundesregierung das BIP im Jahr 2023 um +2,9% steigen, wie die Prognose auf statista zeigt, die am 23.03.2023 veröffentlich wurde. 1 Im Gegensatz dazu rechnet die Bundesbank, wie im Handelsblatt am 16.12.2022 beschrieben, für das Jahr 2023 mit einem um 0,5% rückläufigen BIP. Dies ist auf die Inflation und die Energiekrise durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zurückzuführen. 2 Diese beiden sehr gegensätzlichen Prognosen zeigen, dass die Wirtschaft sehr volatil ist. Deshalb ist eine zuverlässige Vorhersage der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds sehr schwierig. 2.2 Entwicklung im Maschinenbau und im Extrudergeschäft Der prognostizierte Umsatz der Maschinenbauindustrie in Deutschland lag im Jahr 2022 laut Statista bei 265,5 Milliarden EUR (2021: 252,1 Milliarden EUR). 3 Dies entspricht einem Wachstum von 5,32%, was durch die Erholung der Gesamtwirtschaft vom COVID-19 Virus begründet werden kann. Dennoch können die weiteren Auswirkungen der derzeitigen Energiekrise und der steigenden Inflation nicht vollständig abgeschätzt werden. Allerdings prognostiziert der VDMA für das Jahr 2023 einen Rückgang der Produktion um 2% in der Maschinenbauindustrie. 4 3. Geschäftsverlauf3.1 Umsatzentwicklung Die Extricom erzielte Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 17.748 im Geschäftsjahr 2021/2022. Das Umsatzniveau lag im Geschäftsjahr 2021/2022 dadurch deutlich über dem Vorjahr und unter der Planung von TEUR 19.918. Dies liegt sowohl an der Steigerung des Umsatzerlöse im Ersatzteilgeschäft, aber insbesondere an der Steigerung des Maschinenumsatzes. Die Auslieferung eines großen Maschinenprojekts hatte sich in das Geschäftsjahr 2021/2022 verschoben, da die Lieferung an den Kunden durch ein verspätetes Schiff verzögert wurde. Durch den Russland-Ukraine Konflikt und die gesteigerten Energie- und Rohstoffpreise konnte eine deutliche Zurückhaltung der Kunden bei großen Investitionen in Maschinenprojekte wahrgenommen werden. Die aktuell steigenden Zinsen werden diese Entwicklung noch weiter verschärfen. 5 Das Ersatzteilgeschäft hat sich auch während des Geschäftsjahres 2021/2022 als sehr stabil erwiesen. Insgesamt konnte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2020 eine Umsatzsteigerung in den Bereichen Nahrungsmittel, Industrieanwendungen, Bioenergie und technische Werkstoffe verzeichnet werden. Dahingegen waren die Umsätze im Bereich Tiernahrung rückläufig. 3.2 Auftragseingang Im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr war 2021/2022 der Auftragseingang um 12,6% rückläufig. Dies lag insbesondere am Rückgang in den Bereichen Kautschuk und Compounding. Wie auch bereits im letzten Geschäftsjahr setzte sich der rückläufige Trend im Bereich Recycling, vor allem bei Plastik, weiter fort. Dies liegt darin begründet, dass die Preise für nicht recyceltes PET deutlich geringer waren als für recyceltes PET. 6 Im Gegensatz dazu, konnte ein gesteigerter Auftragseingang im Bereich Lebensmittel und Tierfutter verzeichnet werden. 3.3 Produktportfolio Nachdem im Geschäftsjahr 2019/2020 das interne Entwicklungsteam die Weiterentwicklungsmöglichkeiten des RingExtruders analysierte, wurden in den Geschäftsjahren 2020/2021 und 2021/2022 diese Verbesserungen in der Praxis erfolgreich getestet. Diese Tests sollen auch im nächsten Geschäftsjahr fortgeführt werden, um den Kunden ein möglichst ausgereiftes Produkt zur Verfügung stellen zu können. 3.4 Beschäftigungssituation Bezogen auf das Geschäftsjahr 2021/2022, hat sich die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl von 63 auf 71 (jeweils ohne Auszubildende und Geschäftsführer) erhöht. Dies liegt darin begründet, dass viele neue Mitarbeiter sowohl im produzierenden Bereich als auch beispielsweise im Vertrieb, Service und dem Einkauf eingestellt wurden. Um das geplante Wachstum des Unternehmens weiter zu stützen, sind auch im Geschäftsjahr 2022/2023 weitere Einstellungen geplant. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage4.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Extricom hat sich mit TEUR 17.896 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 17.535) um rund 2,1% erhöht. Diese geringfügige Erhöhung der Bilanzsumme resultiert überwiegend aus der Erhöhung der liquiden Mittel und der Erhöhung des Lagerbestandes im Vergleich zum 30. September 2021. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um TEUR 718 auf TEUR 1.664 verringert. Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 12.997 TEUR ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 (TEUR 12.997) wegen des Ergebnisabführungsvertrags mit der CPM SKET GmbH unverändert. Somit ergibt sich eine leicht verringerte Eigenkapitalquote von 72,6% (Vj. 74,1%), die weiterhin die wirtschaftliche Stärke der Gesellschaft demonstriert und auf die Erhöhung der Bilanzsumme zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen haben sich auf TEUR 1.010 verringert (Vj. TEUR 1.565). Dies ist insbesondere in einer Verringerung der Rückstellung für ausstehende Rechnungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.896 auf TEUR 3.042 erhöht. Dies lässt sich vor allem auf die höheren Rechnungen für Corporate Charges, aber auch erhöhte Aktivitäten im Intercompany Geschäft zurückführen. 4.2 Finanzlage Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden keine weiteren neuen Darlehen an Schwestergesellschaften ausgegeben. Allerdings wurde durch die Umstrukturierung des gesamten Konzerns ein Darlehen an die CPM WPS (UK) LTD mit den bisher aufgelaufenen Zinsen in ein Darlehen an die ASP CPM UK Holdco Limited umgewandelt. Zudem wurde von der CPM SKET ein Teil der Darlehen in Höhe von 925 TEUR getilgt. Die Extricom verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.117 (Vj. 549 TEUR). Aufgrund der finanziellen Ausstattung werden derzeit keine Fremdmittel benötigt. Die Projektfinanzierung ist jederzeit gewährleistet und die Gesellschaft ist somit jederzeit fähig, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 4.3 Ertragslage Die Umsatzrendite - definiert als Jahresüberschuss im Verhältnis zu den Umsatzerlösen - beträgt im Geschäftsjahr 2021/2022 -0,4% (Vj. 7,7%) und stellt eine wichtige Steuerungsgröße der Gesellschaft dar. Die negative Umsatzrendite ist auf die extrem gestiegenen Rohstoffpreise zurückzuführen. Zwar wurde dieser Effekt durch frühzeitige Bestellungen und Rahmenverträge mit günstigen Konditionen abgefedert, dennoch stiegen die Preise weit mehr als antizipiert. Die Herstellungskostenintensität liegt mit 71,6% leicht über dem Vorjahresniveau (70,3%). Dies ist insbesondere auf die erhöhten Herstellkosten zurückzuführen, die sich aus den enormen Preissteigerung der Lieferanten während des Geschäftsjahres 2021/2022 ergaben. Bei gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Umsatzerlösen sowie einem etwas erhöhten Personalaufwand ist die Personalquote - definiert als Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen - geringfügig auf 25,6% (Vj. 27,8%) gesunken. Diese geringe Reduzierung ist in den erhöhten Umsätzen im Maschinen- und Ersatzteilbereich begründet. Das EBITDA des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2021/2022 von TEUR 296 zeigt gegenüber dem EBITDA des Vorjahres eine deutliche Verringerung von TEUR 1.071 (-78,4%). Das für das abgelaufene Geschäftsjahr geplante EBITDA von TEUR 4.571 konnte nicht erreicht werden. Als Gründe hierfür können die gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie, aber auch für externe Dienstleistungen angeführt werden. Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung hat sich im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr 2020/2021 mit TEUR -63 (Vj. TEUR 1.005) sehr negativ entwickelt, was jedoch auf die erhöhten Herstellungskosten und die höhere Corporate Charges Rechnung zurückzuführen war. 5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Extricom konnte im Geschäftsjahr 2021/2022 weder das Umsatzziel noch das geplante EBITDA erreichen, obwohl gerade der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sehr gesteigert werden konnte. Insbesondere die starken Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie haben dazu geführt, dass das EBITDA nicht erreicht werden konnte. Daraus resultierte auch eine leicht erhöhte Herstellkostenintensität. Die Personalquote konnte allerdings leicht verringert werden. 6. Chancen und Risiken6.1 Wesentliche Chancen Für die Zukunft sieht die Extricom Extrusion GmbH zahlreiche Chancen, die weiter zur Stärkung ihrer Marktposition beitragen werden. Zu diesen zählen die finanzielle Unabhängigkeit von Krediten, interne Prozessoptimierungen, diverse Produktentwicklungen im Innovationslabor/Technikum und die Weiterentwicklung der Servicemöglichkeiten. Dass sich die Gesellschaft vor allem mit Eigenmitteln finanziert, zeigt sich als kritischer Erfolgsfaktor gerade in Krisenzeiten wie während der Corona-Pandemie und des Russland-Ukraine Konflikts. Aufgrund der starken Bilanz mit einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote sieht die Gesellschaft für die Finanzierung künftigen Wachstums sowohl eigen- als auch fremdfinanziert keine Risiken. Auch aufgrund der Zugehörigkeit zur CPM-Gruppe wird für die Zukunft nicht davon ausgegangen, dass es zu finanziellen Engpässen kommen könnte. Durch weitere nachhaltige Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie ein gezieltes Marketing besteht künftig die Chance, weitere Marktanteile zu gewinnen. Hierzu soll im nächsten Geschäftsjahr eine enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Lieferanten von Downstream Equipment beitragen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 war es wieder möglich, an Messen wie der Compounding World Expo in Essen teilzunehmen. Dies stärkt weiterhin den engen Kontakt zu unseren Kunden. Weiterhin wurden im letzten Geschäftsjahr die Möglichkeiten zu digitalen Services vermehrt in Anspruch genommen. Dies ermöglichte es der Extricom Maschinenprojekte remote in Betrieb zu nehmen, da es immer noch in einigen Ländern strenge Reisebeschränkungen gab. So war es möglich, den Kunden mit der gewohnten Qualität bei Inbetriebnahmen und Wartungen zur Seite zu stehen. Allerdings konnten unsere Servicetechniker auch vor Ort Inbetriebnahmen und Verschleißprüfungen durchführen. Durch den Eintritt der CPM Gruppe in die American Security Gruppe im November 2018 konnten die internen Prozesse in vielen Bereichen weiter verbessert werden. Ein Beispiel hierfür ist die gestiegene Liefertreue, die sich gerade ab dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021/2022 extrem gesteigert hatte. 6.2 Wesentliche Risiken und Risikomanagement Die Gesellschaft kann jedoch nicht nur Chancen wahrnehmen, sondern ist auch verschiedenen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken sind insbesondere Preisänderungsrisiken, Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und operationelle Risiken. Ein großes Risiko für die Gesellschaft sind Preisänderungsrisiken, die besonders nach der Corona-Krise und dem Ausbruch des Russland-Ukraine Krieges die gesamte Wirtschaft beeinträchtigt haben. Auch aktuell können im gesamten Markt, vor allem bei Rohstoffen, durch den Russland-Ukraine Krieg Preissteigerungen beobachtet werden. Diese Schwankungen bei den Rohstoffpreisen können den Erfolg der Gesellschaft deutlich beeinflussen. Zudem kommt es zu Lieferengpässen und -verzögerungen in allen Bereichen. Um der Teuerung der Stahlpreise entgegenzuwirken, hat die Gesellschaft bereits im letzten Jahr begonnen die gängigsten Rohmaterialien einzulagern, um sich die günstigeren Preise zu sichern und die garantierten Lieferzeiten für die Kunden einzuhalten. Zudem wurden langfristige Rahmenverträge mit Lieferanten ausgehandelt, die ebenfalls zu geringeren Rohstoffkosten und einer schnelleren Verfügbarkeit der Materialien führen. Die Extricom ist ebenfalls von Ausfallrisiken, wie dem Kreditrisiko, betroffen. Gerade in den letzten beiden Jahren ist das Kundenausfallrisiko immer präsenter geworden, da die Umsätze in vielen Branchen durch COVID-19 eingebrochen sind. Deshalb werden die Forderungsbestände mithilfe eines aktiven Debitorenmanagements laufend überwacht und die Entwicklung des Zahlungsverhaltens auf Kundenseite analysiert. Außerdem führt die Extricom vor der Aufnahme von Neukunden eine Bonitätsprüfung durch, um die zu verhandelnden Zahlungsbedingungen an die Zahlungsfähigkeit des Kunden anzupassen. Daher wurde verstärkt auf Anzahlungen und Bankbürgschaften bei großen Projekten zurückgegriffen. Zudem wird die Kreditwürdigkeit von Bestandskunden regelmäßig überprüft und dann die Zahlungsbedingungen für zukünftige Aufträge angepasst. Für Forderungen deren Einbringlichkeit zweifelhaft ist, werden Rückstellungen gebildet, sodass dieses Risiko begrenzt wird. Die Extricom ist darüber hinaus auch Liquiditätsrisken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt, denen auf verschiedene Arten entgegengewirkt wird. Beide Risiken werden dadurch gemindert, dass ausreichende finanzielle Reserven gebildet werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Zahlungsfähigkeit findet auf Basis eines wöchentlichen Reportings und Forecasts statt, sodass auch kurzfristige Risiken aus Zahlungsstromschwankungen rechtzeitig antizipiert werden können. Durch konzerninterne Verlagerung von Finanzmitteln bestehen aktuell keine nennenswerten Zinsrisiken. Ein letztes wichtiges Risiko für die Gesellschaft ist das operationelle Risiko. Insbesondere die Termintreue von Lieferanten und die steigende Konkurrenz können hier angeführt werden. Besonders während der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass es zu Verzögerungen in der Lieferkette kommen kann, wenn Lieferanten beispielsweise in Kurzarbeit gehen. Dieses Risiko wird auch in der Zukunft bestehen, sodass die Gesellschaft aktiv nach "Second Sources" sucht, um sich gegen Verzögerungen der Liefertermine abzusichern. Außerdem soll auch in Zukunft eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften stattfinden, sodass negative Effekte aus Lieferschwierigkeiten abgemildert werden können. Doch nicht nur das operationelle Risiko der Termintreue muss in Zukunft minimiert werden, sondern auch das Risiko von Umsatzeinbußen durch verschärften Wettbewerb im Ersatzteilgeschäft. Dem wird allerdings durch eine Optimierung der Produktivität und Kostensenkung entgegengewirkt. Außerdem bietet Extricom Services an, wie Remote-Inbetriebnahmen, sodass auch Maschinenprojekte beendet werden können, obwohl kein Personal vor Ort beim Kunden sein kann. 7. Prognosebericht7.1 Gesamtwirtschaft Die Weltwirtschaft soll sich von den Auswirkungen des Coronavirus und des Russland-Ukraine Konflikts der vergangenen Jahre weiter erholen. Für die gesamte Weltwirtschaft wird laut IWF mit einem Zuwachs des BIP um +2,9% im Vergleich zu 2022 gerechnet. 7 Ebenso prognostiziert Statista nach dem Wachstum von +3% in 2022 für 2023 ein weiteres Wirtschaftswachstum des realen BIP in Deutschland um +2,9% gegenüber dem Vorjahr. 8 7.2 Branche Im Gegensatz zum positiven Ausblick auf das BIP, wird für den Maschinenbau für das Jahr 2023 eine negative Entwicklung prognostiziert. Insbesondere der starke Anstieg der Energie-,Strom- und Rohstoffkosten wirkt sich laut PwC Maschinenbau-Barometer negativ lauf auf die Ergebnisse der Unternehmen in der Maschinenbauindustrie aus. Aufgrund der Unsicherheiten der Preisentwicklung rechnet die Maschinenbauindustrie mit einem Rückgang der Umsätze von -2,9%. 9 Auch der VDMA rechnet mit einem Rückgang in der Produktion um -2,0% vor allem wegen den bereits genannten Gründen, aber auch wegen Zinserhöhungen, die Investitionen dämpfen. 10 7.3 Gesellschaft Die immer noch andauernde Ungewissheit hinsichtlich des Russland-Ukraine Konflikts und den damit verbundenen Preissteigerungen insbesondere für Rohstoffe und Energie erschweren eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung für die Extricom für das Geschäftsjahr 2022/2023. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde aufgrund des geringeren Auftragseingangs insbesondere im Maschinengeschäft als Umsatzziel mit einem Rückgang von -6,6% geplant und das Gewinnziel (EBITDA) mit 2,6 Mio. € kalkuliert. Die Umsatzrendite wird im Vergleich zum Vorjahr sinkend bei 13,6% erwartet, was durch die Steigerung der Herstellkosten erklärt werden kann. Der derzeitige Konflikt zwischen Russland und der Ukraine beeinflusst die Auslieferungen nur in geringem Maße. Beispielsweise musste eine neue Maschine an einen anderen Standort eines Kunden geliefert werden, weil eine Lieferung nach Russland nicht möglich war. Sollte sich der Konflikt nicht weiter ausbreiten, ist nicht mit weiteren negativen Einflüssen auf die Auslieferungen zu rechnen.
Lauffen am Neckar, den 20. April 2023 Charles Spearing, Geschäftsführer
1
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74644/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-deutschland/
:~:text=Im%20Jahr%202022%20wird%20das,von%202%2C9%20Prozent%20prognostiziert.
Bilanz zum 30. September 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
AnhangAllgemeine Angaben zum JahresabschlussAngaben zu Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss ist gem. § 264 HGB nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB sowie des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§288 HGB) und bei der Offenlegung (§327 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben sind so weit wie möglich in den Anhang übernommen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge zu den Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Anlagen deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Bei den Fertigungsmaschinen wurde aufgrund der Nutzung im Zweischichtbetrieb eine entsprechend höhere Abschreibung berücksichtigt. Den Abschreibungen liegen die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde:
Anlagezugänge werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs-/Herstellungskosten bis 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten für fertige Erzeugnisse sowie für unfertige Erzeugnisse werden zu Standardkosten bewertet und umfassen die aktivierungspflichtigen Kosten gem. § 255 Abs. 2 HGB. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten zeigt die Aufwandsbuchungen, welche noch vor den Bilanzstichtag bezahlt wurden, obwohl sie wirtschaftlich das Folgegeschäftsjahr betreffen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls unter Berücksichtigung von Kursänderungen zum Bilanzstichtag umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur BilanzAnlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Anlagespiegel zum 30.09.2022
Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 191 (Vj: TEUR 947) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Darlehen TEUR 1.426 (Vj: TEUR 1.183) sowie Forderungen aus Verlustübernahme TEUR 62 (Vj: TEUR 0), davon gegen Gesellschafter TEUR 1.274 (Vj: TEUR 890). Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen / sonstige Vermögensgegenständen haben TEUR 1.010 (Vj: TEUR 721) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzung Die aktive Rechnungsabgrenzung beträgt TEUR 111 (Vj: TEUR 73). Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Rückstellungen für Urlaubs-/Zeitkonto TEUR 247 (Vj: TEUR 221), Lizenzen TEUR 143 (Vj: TEUR 166), Abschluss und Prüfung TEUR 123 (Vj: TEUR 123), ausstehende Rechnungen TEUR 111 (Vj: TEUR 631), Gewährleistungen TEUR 77 (Vj: TEUR 293) und Provisionen TEUR 47 (Vj: TEUR 31). Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Die bilanzierten Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte, Sicherungsübereignungen oder ähnliche Rechte gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 216 (Vj: TEUR 334), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 6 (Vj: TEUR 1) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 5 (Vj: TEUR 6). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Es besteht aus einem Genossenschaftsanteil an der VBU-Volksbank im Unterland eG, Schwaigern, eine Außenhaftung in Höhe von TEUR 1. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum 30. September 2022 in Form von Leasingverpflichtungen und Mietverpflichtungen.
Leasing und Miete werden dabei als alternative Finanzierungsform eingesetzt. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber der Gesellschafterin bestehen nachfolgende Rechte und Pflichten:
Die Forderungen beinhalten die Ergebnisabführung aufgrund des im Jahr 2018 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Gesellschafterin. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungMaterialaufwand Der Materialaufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr von 01. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 beträgt 8.694 TEUR und gliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB wie folgt:
Personalaufwand Der Personalaufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 beträgt 4.491 TEUR und gliedert sich nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB wie folgt:
Währungsumrechnung Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen TEUR 293 (Vj: TEUR 208), die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 652 (Vj: TEUR 0). Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Herr Charles Spearing, Geschäftsführer für Verkauf und Vertrieb, Michigan (Vereinigte Staaten) Vom Schutzrecht nach § 286 HGB bezüglich der Vergütungen der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Angaben zum Mutterunternehmen Oberstes Mutterunternehmen ist die CPM Holdings Inc. Waterloo / USA. Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der CPM Holdings Inc. einbezogen. Die CPM Holdings Inc., Waterloo / USA, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis an einzubeziehenden Unternehmen. Der Konzernabschluss der CPM Holdings Inc., Waterloo / USA, ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungEntsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Extricom Extrusion GmbH und der CPM SKET GmbH wird der Verlust von dem Organträger übernommen. Unterschrift der Geschäftsführung
Lauffen am Neckar, den 20. April 2023 Charles Spearing Anlagenspiegel zum 30.09.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Extricom Extrusion GmbH, Lauffen am Neckar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Extricom Extrusion GmbH, Lauffen am Neckar, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Extricom Extrusion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 20. April 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Denis Etzel, Wirtschaftsprüfer ppa. Christof Guilliard, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30.09.2022 wurde am 20.04.2023 festgestellt. |
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