WACOM Europe GmbH
Zollhof 11, 40221 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heidi Yen-Ru Wang seit 20.3.2025 | Geschäftsführer |
Sayatake Komine seit 8.8.2024 | Geschäftsführer |
Yen-Ru genannt Heidi Wang seit 30.3.2023 | Prokura |
Nobutaka Ide seit 1.8.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Wacom Co., Ltd. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WACOM Europe GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24Inhaltsverzeichnis
A. Grundlagen des UnternehmensI. Geschäftsmodell Wacom ist ein internationaler Konzern mit Stammsitz in Japan und mit seinem Anspruch an Technologieführerschaft ein weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich digitaler Stifteingabe. Unsere intuitiv einsetzbaren Produkte unterstützen kreative Ideen und deren Umsetzung in den Bereichen digitaler Kunst, Filmbearbeitung und Animation, Fotobearbeitung, Design, Mode sowie vielen anderen Anwendungen im Profi- und Hobbyumfeld. Zusätzlich bietet Wacom mit der Unterstützung der digitalen Stifteingabe die Möglichkeit zur Umstellung auf papierlose Geschäftsprozesse in Unternehmen und Behörden. Viele Geräte mit Unterstützung digitaler Stifteingabe anderer Hersteller, wie Tablet PCs, Tablets und Smartphones, verwenden die fortschrittlichen Wacom Bauteile und Lösungen für digitale Stifteingabe. Die WACOM Europe GmbH ist als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Konzernmutter in Japan ein Teil der globalen Organisation und übernimmt den Vertrieb der Wacom Produkte und Dienstleistungen in Europa, im Nahen Osten und in Afrika (EMEA) sowie viele weitere konzernweite Aufgaben. Der Verkauf erfolgt über den Wacom e-Store und ein gut ausgebautes Netzwerk erfahrener Distributoren und Wiederverkäufer. Spezifische Marketingprogramme unterstützen die Vertriebsaktivitäten und den Absatz in mehr als 40 Ländern. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist dort im Handelsregister unter der Nummer HRB 79224 eingetragen. II. Organisationsstruktur Der Konzern ist in globalen Geschäftsbereichen organisiert, die aus regionalen Einheiten für den Vertrieb und das Marketing bestehen. Unterstützt werden sie von Geschäftsbereich übergreifenden Funktionen, wie Logistik, IT, Softwareentwicklung, Corporate u.a. Die Kosten bestimmter von der WACOM Europe GmbH ausgeübter globaler Funktionen werden an die Muttergesellschaft weiterbelastet. Die Geschäftsbereiche treffen ihre Entscheidungen autark, die Konzernstrategie wird dabei vom Wacom Executive-Team koordiniert. Die organisatorische Gestaltung der Geschäftsbereiche ermöglicht eine einheitliche Strategie und Kommunikation für unsere wichtigsten Kundensegmente. In der WACOM Europe GmbH ist der Geschäftsbereich "Branded Business" mit seinen Produkten für professionelle Anwender und Gelegenheitsnutzer sowie mit digitalen Signaturlösungen im Unternehmens- und Behördenumfeld vertreten. Außerdem arbeiten hier in der lokalen Gesellschaft Mitarbeiter in Unterstützungsfunktionen wie Softwareentwicklung, IT, Finanzen, Personal u.a. III. Produktpalette Unser Produktportfolio beruht auf digitaler Stifteingabetechnologie und den darauf aufbauenden Lösungen. Es umfasst Produkte, die sich vor allem an kreative Anwendungen richten (Creative Products), welche eine optimale Nutzung sowohl für Gelegenheitsnutzer und Hobbyisten als auch für professionelle Anwender mit hohen Ansprüchen in kreativen Entwicklungsprozessen bieten. Darüber hinaus bieten wir auch "Business Solutions Products" an, die darauf abzielen, digitale Geschäftsprozesse in der B2B-Kundenlandschaft zu unterstützen. Die Einstiegsprodukte der Creative Products ermöglichen es Verbrauchern und Endnutzern, mühelos zu skizzieren, zu zeichnen und Fotos mit natürlicher Stiftführung zu bearbeiten. Zusätzlich können Lehrkräfte und Schüler wie im traditionellen Unterricht damit schreiben, Anmerkungen machen und unabhängig von ihrem Standort zusammenarbeiten. Für fortgeschrittenere und professionelle Anwendungen bieten wir eine Vielzahl von Stift-Tablets aus den Produktreihen "Intuos" und "Intuos Pro" sowie Displaygeräte aus den Reihen "Cintiq" und "Cintiq Pro" an. Die Displays sind in verschiedenen Größen von 11" bis 27" erhältlich und unterstützen Anwender bei ihren individuellen Anforderungen. Mit dem Bereich "Business Solution Products" konzentrieren wir uns auf die Unterstützung von papierlosen Geschäftsprozessen, insbesondere auf die Erfassung und Überprüfung digitaler Signaturen. Unser Produktangebot umfasst eine breite Palette von kleinen Signatur-Pads für die Erfassung von Unterschriften bis hin zu Displays, die zusätzliche Informationen sowie Vertragsdokumente während des Unterschriftsprozesses anzeigen können. Darüber hinaus bieten wir auch große Displays an, die für Präsentationen, Schulungen und ähnliche Anwendungen geeignet sind. Die von Wacom vertriebene Software zur Unterstützung dieser Geschäftsprozesse wird kontinuierlich weiterentwickelt, um auch zukünftig wettbewerbsfähige Lösungen bereitzustellen. Wacom verfolgt die übergeordnete Strategie, Kunden eine umfassende Kombination aus Hardware, Software und Services anzubieten. Wacom bietet eine Software-Suite für digitale Tintenlösungen, welche Entwicklern die Möglichkeit gibt, innovative Anwendungen zu erstellen, bei denen digitale Tinte erfasst, visualisiert und verarbeitet wird. Die Produktpalette wurde im Geschäftsjahr 2023/24 in einigen Bereichen erweitert und erneuert:
B. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2023/2024 blieben die wirtschaftlichen Bedingungen in Europa im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert. Das reale BIP stieg im Jahr 2023 sowohl im Euroraum als auch in der EU lediglich um 0,5 %, nach einem Anstieg von 3,5 % im Jahr 2022 (Quelle: Eurostat). Die europäische Wirtschaftslage blieb weiterhin von den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts geprägt, einschließlich drastischer Erhöhungen der Energiepreise und hoher Inflation. Laut Angaben der OECD verschlechterte sich der Consumer Confidence Index (CCI) im Laufe des Jahres 2023 leicht und lag im europäischen Durchschnitt bei 98 %. Die Inflationsrate in der EU, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), betrug im Jahresdurchschnitt 6,4 % im Jahr 2023. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2 %) gingen die Preise zwar teilweise zurück, jedoch verdeutlicht dies weiterhin eine angespannte Preisentwicklung (Statistisches Bundesamt). Die Geschäftsentwicklung der Wacom Europe GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde maßgeblich von verschiedenen Einflussfaktoren geprägt:
II. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Die genannten Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen führten im Geschäftsjahr 2023/2024 zu einem erheblichen Rückgang der Nachfrage nach "Creative" Produkten. Obwohl die Umsätze der Vertriebskanäle, die direkt von der Wacom Europe GmbH gesteuert werden (wie der eStore, Amazon und der B2B-Direktvertrieb), im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnten, verzeichnete der indirekte zweistufige Consumer-Electronics-Handel einen signifikanten Umsatzrückgang. Insgesamt sank der Umsatz mit "Creative Products" im Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr um 14%. Das Geschäft mit den Business Solution Products blieb im Geschäftsjahr 2023/2024 stabil, verlor jedoch im Vergleich zum Vorjahr 4 % des Umsatzes. Der Bedarf an Digitalisierungslösungen ist bei den Zielkunden im B2B- und Behördenumfeld nach unserer Einschätzung nach wie vor hoch. Zum Jahresende hin musste die Auslieferung einiger Kundenprojekte aufgrund von Lieferengpässen ins nächste Geschäftsjahr verschoben werden. Aus den oben genannten Gründen sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt von T€ 86.722 um 12 % auf T€ 76.721 und blieb damit unterhalb des im Rahmen des Budgets erwarteten Niveaus; darin enthalten ist auch eine Reduktion i.H.v. T€ 1.196 der konzerninternen Leistungsverrechnung mit unserer Muttergesellschaft in Japan. Aufgliederung auf die Geschäftsbereiche:
Bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 wurde ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet, das darauf abzielte, die Ausrichtung auf das B2B-Geschäft zu stärken und gleichzeitig den Ausbau des eigenen E-Store-Direktgeschäfts zu fördern. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde diese Transformation weiter vorangetrieben und intensiviert. Dabei wurde die Größe der Organisation an das verringerte Geschäftsvolumen angepasst. Neben Versetzungen kam es erneut zu betriebsbedingten Kündigungen. Für diese wurden zum 31. März 2024 Rückstellungen in Höhe von T€ 3.731 für Abfindungen und Freistellungsgehälter gebildet. Die Rohgewinn-Marge aus den Produktverkäufen (ohne Berücksichtigung der internen Leistungsverrechnung) ist von 38% im Vorjahr auf 40% im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen. Dies liegt vor allem an einem veränderten Produktmix und an einer Verlagerung der Geschäfte auf direkte Vertriebskanäle mit einer höheren Marge. In den Aufwendungen für bezogene Waren des Geschäftsjahres 2023/2024 sind Gutschriften der Muttergesellschaft für bezogene Waren i.H.v. insgesamt T€ 2.945 enthalten. Diese Gutschriften erfolgten im Einklang mit den für das Berichtsjahr zwischen den deutschen und japanischen Steuerbehörden vereinbarten und verbindlichen Vorabzusagen zu den Verrechnungspreisen zwischen der Gesellschaft und ihrer Muttergesellschaft. III. Lage der Gesellschaft Vermögenslage - und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich von T€ 46.792 im Vorjahr auf T€ 32.805 reduziert. Auf der Aktivseite ist dies v.a. Konsequenz der im Berichtsjahr um T€ 21.296 auf T€ 9.143 reduzierten Vorräte. Gegenläufig wirken dagegen v.a. um T€ 1.570 auf T€ 6.956 gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um T€ 4.705 auf T€ 12.652 angestiegene flüssige Mittel. Auf der Passivseite reduzierten sich im Berichtsjahr vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft um T€ 15.542 auf T€ 4.688. Dies resultiert v.a. aus der gezielten Verwendung der beim Abbau der Vorratsbestände frei werdenden Finanzmittel zur Schuldentilgung gegenüber der Muttergesellschaft; dies wurde flankiert durch einen Rückgang des von der Muttergesellschaft bezogenen Warenvolumens in Folge des geringeren Umsatzvolumens des Berichtsjahres. Da die geleisteten Steuervorauszahlungen für Körperschaft- und Gewerbesteuern die sich aufgrund der Steuerberechnung ergebenden Verbindlichkeiten übersteigen, kommt es zum Bilanzstichtag zum Ausweis von Steuererstattungsansprüchen unter den sonstigen Vermögensgegenständen; zum Bilanzstichtag werden somit keine Steuerrückstellungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen stiegen um T€ 1.516 auf T€ 10.791. Letztere setzen sich hauptsächlich zusammen aus Personalrückstellungen (T€ 5.942; Vorjahr T€ 3.865), Rückstellungen für Rabattvereinbarungen mit Kunden (T€ 3.161; Vorjahr T€ 3.405) sowie stichtagsbezogenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 759; Vorjahr T€ 981). Die Eigenkapitalquote stieg im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Bilanzsumme von 30,7 % auf 48,9 %. Das langfristig gebundene Anlagevermögen und die Vorräte und ein Großteil der Forderungen sind durch Eigenkapital in Höhe von T€ 16.035 gedeckt. Die übrigen Teile der Forderungen und des sonstigen Umlaufvermögens sind überwiegend durch Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft aus Warenlieferungen finanziert. Ertragslage Die Aufwendungen für bezogene Waren sanken bei einem Umsatzrückgang von 12 % um T€ 7.101 (15 %). Die Rohgewinnmarge (ohne konzerninterne Leistungsverrechnung) beträgt 40 % nach 38 % im Vorjahr. Die Aufwendungen für Personal sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 230 (1%) gesunken, was insbesondere der reduzierten Mitarbeiteranzahl zuzurechnen ist, welche Folge des am Ende des vorherigen Geschäftsjahres implementierten Restrukturierungsprogamms ist. Gegenläufig hierzu wirkten Aufwendungen für Abfindungen und Freistellungsgehälter infolge des neuen, zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 eingeleiteten Restrukturierungsprogramms. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.980 (-20 %) gesunken, insbesondere durch geringere Konzernumlagen, Verpackungs- und Transportkosten, Vertriebs- und Werbe- sowie Fremdwährungsaufwendungen. Angestiegen sind dagegen die Aufwendungen für Rechtsberatung. Insgesamt stieg der Jahresüberschuss von T€ 1.294 auf T€ 1.689. Gesellschaftsstruktur Die Wacom Europe GmbH ist zu 100 % Eigentum der Wacom Co. Ltd., Saitama, Japan. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl fiel von 210 auf 193 Mitarbeiter. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt für Planung und Analyse hauptsächlich anhand von Umsätzen, Margen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie Lagerbeständen. Diese Leistungsindikatoren werden einem Soll/Ist-Vergleich unterzogen, indem sie mit dem Budget und Vergleichswerten aus vorherigen Perioden verglichen werden. Die festgelegten Budgetziele für die Umsatzerlöse des Geschäftsjahrs 2023/2024 wurden deutlich verfehlt. So entwickelte sich der Umsatz mit den "Creative Products" im Vergleich mit den Budget-Annahmen" um 29% schlechter; hauptsächlich durch rückläufige Umsätze der Pen-Tablets und Pen-Display Produkte im Einstiegsbereich. Die Nachfragerückgänge sind nach unserer Einschätzung eine Folge der geopolitischen Entwicklungen und Krisen sowie der geringen Konsumentenzuversicht. Zusätzlich haben die hohen Verkaufszahlen der Wacom Europe GmbH während der Corona-Pandemie einen Teil der zukünftigen Nachfrage vorweggenommen und bestimmte Absatzmärkte weisen eine hohe Sättigung auf. Zudem zeigt sich ein verändertes Kundenverhalten, da Einstiegskunden und jüngere Zielgruppen vermehrt "All-In-One"-Geräte nutzen, welche keinen Schwerpunkt im Wacom Produktportfolio bilden. Das Geschäft mit den "Business Solution Products" verlief dagegen durch Neu- und Ersatz-Investitionen wichtiger öffentlicher Kunden und Unternehmenskunden im Rahmen der Budgetziele. Hierzu trugen auch erhöhte Softwareumsätze in diesem Bereich bei. Die APA-Gutschrift von der Muttergesellschaft i.H.v. T€ 2.945 hat das Gesamtergebnis der Gesellschaft verbessert und die EBIT-Marge auf das geplante Niveau gebracht. Einen leicht positiven Einfluss auf das Gesamtergebnis der Wacom Europe GmbH hatten gegenüber dem Budget auch geringere Aufwendungen für Vertrieb, Marketing und Verwaltung, weil hier zeitnah eine Anpassung an die geringere Umsatzerwartung erfolgen konnte. Die Umsätze des GJ 2023/2024 konnten in hohem Maße mit bereits im Vorjahr von der Muttergesellschaft erworbenen Produkten getätigt werden, wodurch der Lagerbestand um 21,3 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR und damit auf das budgetierte Niveau sank. C. Prognose der zukünftigen EntwicklungIn der momentanen Situation bleiben Prognosen der zukünftigen Entwicklung sehr schwierig, da sehr viele unterschiedliche externe Faktoren einen großen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung im Geschäftsjahr 2024/25 nehmen können. Zu berücksichtigen sind hier folgende Faktoren: Der kreative Markt für Content-Produktion wird weltweit weiterhin zunehmen, was das Gesamtadressierbare Marktpotenzial (TAM) steigert. Gleichzeitig wird das Kundenverhalten sich noch schneller verändern und die Palette an kreativen Tools für digitale Künstler wird vielfältiger - von iPads über KI bis hin zu Apps und mehr. Die digitale Transformation für vertikale Märkte und unsere Geschäftskunden beschleunigt sich. Mit rückläufigen Inflationsraten wird sich das Konsumklima in Europa weiterhin erholen, jedoch bleiben die negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine bestehen. Das Unternehmen wird seinen eingeschlagenen Weg fortsetzen und das B2B-Geschäft weiter ausbauen sowie eigene direkte Vertriebswege stärken, um eine direktere Bindung zu den Endkunden aufzubauen. Im Geschäftsjahr 2024/2025 werden einige neue Produkte sowie innovative Produktkonzepte und Dienstleistungen eingeführt, die den zukünftigen Fokus auf technische Innovationen für professionelle oder semiprofessionelle Kreativnutzer unterstreichen. Hierdurch wird sich u.a. der Produktmix innerhalb der Vorratsbestände verändern, der Gesamtbestand an Vorräten wird jedoch mittelfristig auf dem am 31. März 2024 erreichten Niveau verbleiben. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt Umsätze auf Vorjahresniveau. Dies wird durch einen Ausgleich der oben beschriebenen negativen und positiven Faktoren erreicht. Besonders die erneute Restrukturierung und die Fokussierung auf ertragsreichere sowie weniger kostenintensive Vertriebskanäle sollen zu niedrigeren Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen führen. Mit voraussichtlichen Umsätzen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/2024 und der beschriebenen Entwicklung der Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen planen wir ein operatives Ergebnis von 2,5 % - 3,5 % des Umsatzes zu erreichen, also innerhalb derjenigen Bandbreite, welche im Rahmen des Vorabverständigungsverfahrens (APA-Verfahren) zwischen Deutschland und Japan für die 5 Geschäftsjahre 2021/22 bis 2025/26 vereinbart ist. Eventuelle Abweichungen von diesem Intervall werden mit der Muttergesellschaft über Anpassungsmaßnahmen in Form von Gutschriften oder Rechnungen ausgeglichen. D. Chancen- und RisikoberichtI. Risikobericht Risikomanagementsystem Unsere Muttergesellschaft Wacom Co. Ltd. ist an der "Tokyo Stock Exchange" notiert. Als eine der größten Tochtergesellschaften sind wir deshalb verpflichtet, die Anforderungen des "Internal Control over Financial Reporting" des Securities and Exchange Law (J-SOX) zu erfüllen. Unser internes Kontrollsystem arbeitet nach unserer Einschätzung effektiv und wird regelmäßig an geänderte Geschäftsprozesse angepasst. Die Risikofrüherkennung hat eine erhebliche Bedeutung und macht insbesondere eine Verbesserung der kurz- bis mittelfristigen Marktprognosen erforderlich. Über die detaillierte Planung des jeweils nächsten Geschäftsjahres hinaus wird auch ein mittelfristiger Plan erstellt, an dem die Unternehmensstrategie ausgerichtet wird. Die Prognosen werden regelmäßig innerhalb des globalen Führungsteams diskutiert und, falls erforderlich, werden entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Wir legen großen Wert auf eine detaillierte und sorgfältige Jahresplanung unserer Umsätze und Kosten sowie der Zahlungsströme und Liquidität. In unserem internen Berichtswesen werden diese Kennzahlen ständig Abweichungsanalysen in Form von Soll-Ist-Vergleichen unterzogen und regelmäßig an die Muttergesellschaft und die Geschäftsbereichsleitungen berichtet. Von besonderer Bedeutung sind dabei die internen Reporting- und Analyse-Systeme, in denen Daten aus internen und externen Quellen gespeichert, konsolidiert und analysiert werden. Abweichungen werden untersucht und innerhalb der Geschäftsbereiche diskutiert. Ziel ist es, im Falle von negativen Planabweichungen rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen festzulegen und umzusetzen bzw. die weitere Planung entsprechend anzupassen. In Perioden mit hohem Lageraufbau zur Abdeckung geplanter Lieferungen koordinieren wir rechtzeitig die Zahlungsbedingungen für Lieferungen mit der Muttergesellschaft, um potenzielle Liquiditätsrisiken zu vermeiden. Unternehmensspezifische Risiken Angesichts des Krieges in der Ukraine und seiner weitreichenden Folgen sowie im Hinblick auf aktuelle Krisenherde im Nahen Osten bestehen weiterhin Risiken, die die Umsatzziele gefährden könnten. Es besteht die Möglichkeit eines fortgesetzten Umsatzausfalls in den Krisenregionen und den benachbarten Ländern. Die folgenden sind weitere Risiken, geordnet nach ihrer Bedeutung im Sinne einer absteigenden Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Technologische Innovationen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, könnten langfristig die Arbeitsabläufe in der kreativen Industrie verändern, was sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Wacom-Produkten haben könnte. Der Eintritt mehrerer Wettbewerber auf den Markt hat die Unsicherheiten und Risiken bei der Prognose zukünftiger Entwicklungen erhöht, insbesondere in Bezug auf mögliche Veränderungen der Verkaufspreise und Lagerhaltungsrisiken. Zudem könnte das Kundenverhalten, insbesondere die verstärkte Nutzung anderer Tools in kreativen Workflows, vor allem bei jüngeren Zielgruppen, sich negativ auf den Absatz von Wacom-Produkten auswirken. Zusätzliche Risiken können aus der Produkthaftung oder mangelnder Produktqualität entstehen. Neben dem allgemeinen Risiko von Umsatzausfällen übernimmt die Wacom Europe GmbH auch die direkten Kosten im Rahmen der gewährten Garantien. Als europäische Vertriebsgesellschaft und 100-prozentige Tochter der WACOM Co. Ltd., Japan, sind wir in den Bereichen Produktentwicklung und Beschaffung von der strategischen Planung der Geschäftsbereiche abhängig. In den letzten Jahren hat Wacom kontinuierlich seinen Markennamen für die entsprechende Produktkategorie aufgebaut und den Markenauftritt sowie die Präsenz im Handel verbessert. Weiterhin können Risiken aus Wechselkursschwankungen entstehen und auch neuartige IT-Risiken, z.B. aus Cyberkriminalität, sind denkbar. Insgesamt ist die finanzwirtschaftliche Risikolage der Gesellschaft im Wesentlichen durch die im Verhältnis mit der Muttergesellschaft angewandten APA Grundsätze und die daraus resultierende, innerhalb der zuvor genannten Bandbreite garantierte, positive Umsatzrendite geprägt. II. Chancen der zukünftigen Entwicklung Im Rahmen der mittel- und langfristigen Strategieplanung werden Chancen identifiziert und bewertet, die eine bedeutende Rolle für Wacom spielen können. Die Analyse der aktuellen Ergebnisse und externen Faktoren ermöglicht es auch, kurzfristige Chancen zu erkennen und entsprechend agiler zu reagieren. Im Rahmen der langfristigen Konzernstrategie wird ein stärkerer Fokus auf direkte Kundenbeziehungen, neue Technologien und zusätzliche Services gelegt, um die "Wacom Erfahrung" unserer Kunden langfristig zu verbessern. Ziel ist es durch neue Produkte und die Verknüpfung von Hardware, Software und Services attraktive Lösungen für vielfältige Einsatzmöglichkeiten anzubieten, um somit den adressierbaren Markt langfristig mit neuen Anwendungen erweitern zu können. Hier sollen auch Synergien mit der Komponenten- und Technologie-Sparte der Muttergesellschaft stärker genutzt werden. Die beschleunigte digitale Transformation wird langfristig neue Chancen für Wacom eröffnen, vor allem in den Bereichen der Kreativindustrie, mobiles Arbeiten (hybride Arbeitskonzepte), Security (sichere Authentifizierung und elektronische Signaturen) und anderen nicht-kreativen Anwendungen in den Sektoren Banken, HealthCare und E-Government. Insgesamt ist festzuhalten, dass sich die kurz- und mittelfristigen Chancen und Risiken der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr aufgrund der anhaltend unsicheren, gesamtwirtschaftlichen Erwartungen wenig verändert haben. Gleichwohl sind weder bestandsgefährdende Risiken zu erkennen, noch liegen Anzeichen für Risikofaktoren vor, die eine erhebliche Verschlechterung der Unternehmenslage erkennen lassen.
Düsseldorf, den 26. Juli 2024 WACOM Europe GmbH Peter Sommer Geschäftsführer Nobutaka Ide Geschäftsführer Sayatake Komine Geschäftsführer Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024I. Allgemeine AngabenDie WACOM Europe GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HR B Reg. Nr. 79224). Die WACOM Europe GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. März 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr, das am 1. April eines Jahres beginnt und am 31. März des Folgejahres endet. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in Tausend Euro (T€) aufgestellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenBilanzierung und Bewertung der Aktivposten Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Für die planmäßigen Abschreibungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden Nutzungsdauern zwischen 3 und 10 Jahren zugrunde gelegt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf bestehende körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz von 31,98% zugrunde gelegt. Auf den Ansatz eines Überhangs von aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Die k urzfristige n Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquiden Mittel oder anderen kurzfristigen Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 1. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Die k urzfristige n Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen zu BilanzpostenErläuterungen zu Bilanzposten - AKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.478 (Vorjahr T€ 1.624) resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr gegenüber der Gesellschafterin. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 296 (Vorjahr T€ 298). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind geleistete Vorauszahlungen für Körperschafts- und Gewerbesteuern in Höhe von T€ 1.418 ausgewiesen, um welche die Vorauszahlungen in Höhe von T€ 3.851 die gebildeten Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 2.433 übersteigen; weiterhin Mietkautionen in Höhe T€ 296 (Vorjahr T€ 298) sowie übrige sonstige Vermögensgegenstände (T€ 96, Vorjahr T€ 97). Aktive latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergeben sich wie im Vorjahr ausschließlich aktivische Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz des Vor- und Berichtsjahres unterblieb. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen:
Erläuterungen zu Bilanzposten - PASSIVA Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr € 4.630.000,00. Die Bilanz zum 31. März 2023 wird vor Ergebnisverwendung aufgestellt. Steuerrückstellungen Zum Abschlussstichtag übersteigen die für Körperschafts- und Gewerbesteuern geleisteten Vorauszahlungen in Höhe von T€ 3.851 die gebildeten Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 2.433, so dass keine Steuerrückstellungen ausgewiesen werden (im Vorjahr T€ 1.694). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich kurzfristige Rückstellungen und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen (T€ 5.942), Rabattvereinbarungen mit Kunden (T€ 3.161) sowie zum Stichtag noch ausstehende Rechnungen (T€ 759). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmenbestehen zum Stichtag i.H.v. T€ 4.688 und resultieren wie schon im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschafterin. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 108 (Vorjahr T€ 112). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen zum 31. März 2024 wie auch im Vorjahr nicht. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: Nach Produktsegmenten:
* Im Vorjahr als "Branded Business" bezeichnet. Nach geografisch bestimmten Märkten: (bei dieser Gliederung berücksichtigen wir keine konzerninternen Leistungsverrechnungen. Diese finden ausschließlich zwischen der WACOM Europe GmbH und der Muttergesellschaft in Japan statt.)
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 390 (Vorjahr T€ 1.402) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 385 (Vorjahr T€ 1.152). Wesentliche periodenfremde Erträge lagen im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht vor. Materialaufwand Für den fünf Geschäftsjahre umfassenden Zeitraum vom 1.4.2021 bis zum 31.3.2026 besteht zwischen den Steuerbehörden in Deutschland und Japan bezüglich der Geschäftsbeziehungen zwischen der WACOM Europe GmbH und ihrer Muttergesellschaft eine Vorabverständigung auf der Grundlage der Doppelbesteuerungsabkommen zur verbindlichen Vorabzusage der Verrechnungspreise zwischen den Gesellschaften ("Advanced Pricing Agreement" / APA). Nach dieser sind die Verrechnungspreise so festzusetzen, dass innerhalb des Geltungszeitraums des APA (2021/22 - 2025/26) in jedem Jahr eine operative Marge im Bereich zwischen 2,5 % - 3,5 % des Umsatzes erzielt wird. Falls dieser Bereich verfehlt wird, wird eine Ausgleichszahlung geleistet, welche die operative Marge an den jeweils nächsten Rand der Bandbreite bringt. Im Geschäftsjahr 2023/24 beinhalteten die Aufwendungen für bezogene Waren Ausgleichszahlungen in Höhe von insgesamt T€ 2.945 (Vorjahr T€ 11.093) zu Gunsten der Gesellschaft. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 287 (Vorjahr T€ 79). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Marketing und externe Dienstleistungen für Vertriebsunterstützung, Kundensupport, Beratung und Personalsuche sowie Logistik; weiterhin Reisekosten und Miete. Des Weiteren sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 393 (Vorjahr T€ 1.270) enthalten. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen lagen nicht vor. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind Aufwendungen für frühere Geschäftsjahre in Höhe von T€ 52 und Erträge für frühere Geschäftsjahre in Höhe von T€ 3 enthalten, die jeweils das Geschäftsjahr 2020/2021 betreffen. Sonstige AngabenArbeitnehmer Es waren durchschnittlich beschäftigt:
Geschäftsführung
Herr Sommer übt die Tätigkeit als Geschäftsführer der WACOM Europe GmbH hauptberuflich aus. Die in Japan ansässigen Geschäftsführer beziehen kein Gehalt von unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund machen wir von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Haftungsverhältnisse Außerbilanzielle Geschäfte Mit Ausnahme der unter den Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aufgeführten Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungs- und Versicherungsverträgen bestehen zum 31. März 2024 keine in der Bilanz nicht enthaltenen Geschäfte. Der Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverträge besteht darin, die Kapitalbindung soweit möglich zu minimieren. Durch die Wartungsverträge wird notwendiges Knowhow, welches nicht zur Kernkompetenz der Gesellschaft gehört, kostengünstig eingekauft und durch die bestehenden Versicherungsverträge wird das von der Gesellschaft zu tragende Risiko von Vermögensverlusten auf das von der Geschäftsführung als vertretbar erachtete Niveau begrenzt. Dem gegenüber besteht das Risiko, dass die Gesellschaft während der Vertragslaufzeit zur Zahlung verpflichtet ist, auch wenn die gemieteten/geleasten Vermögensgegenstände bzw. die Wartungsdienstleistungen und der Versicherungsschutz nicht mehr benötigt werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Miet-, Leasing- und Versicherungsverträgen und betragen T€ 3.383, wovon T€ 1.891 innerhalb eines Jahres und T€ 1.492 nach mehr als einem Jahr - hiervon T€ 0 nach mehr als fünf Jahren - fällig sind. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023/2024 setzt sich wie folgt zusammen (alle Angaben in T€):
Konzernzugehörigkeit Die WACOM Europe GmbH ist ein Unternehmen der von der WACOM Co., Ltd., Saitama / Japan, geführten WACOM-Gruppe, die für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen ist, aufstellt. Der Konzernabschluss ist bei der WACOM Co., Ltd. erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electric Disclosure for Investor´s NETwork) unter der Nummer E02059 veröffentlicht. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 1.689 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Düsseldorf, den 26. Juli 2024 WACOM Europe GmbH Peter Sommer Geschäftsführer Nobutaka Ide Geschäftsführer Sayatake Komine Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WACOM Europe GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WACOM Europe GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WACOM Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 26. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Itsu Fujimura-Hendel, Wirtschaftsprüferin ppa. Sabine Brose, Wirtschaftsprüferin
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