Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 9458
Vorher
QBS BEST INVEST Vermögensberatungsgesellschaft mbHQBS BEST INVEST Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
13.6.2008
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.Effekten- und Warenterminhandel
Gegenstand
die Finanzportfolioverwaltung, die Anlageberatung, die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für die fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), Vermittlung von Finanzierungen, Versicherungen und Vermögensanlagen, Finanzberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael G. Schäfer
seit 25.7.2017
Geschäftsführer
Tobias Quednau
seit 29.2.2012
Geschäftsführer
Holger Wietschenk
seit 13.6.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 7 angezeigt

Michael G. Schäfer
Dorsten
45.000 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

QBS Invest GmbH

Gelsenkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BILANZ zum 31. Dezember 2022

QBS INVEST GmbH Vermögensverwaltung, Gelsenkirchen

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 192.636,23 82.419,81
2. Forderungen an Kunden 99.464,11 338.130,99
3. Immaterielle Anlagewerte 6.182,00 4.649,00
4. Sachanlagen 45.971,30 52.825,30
5. Sonstige Vermögensgegenstände 2.852,54 3.254,57
6. Rechnungsabgrenzungsposten 5.221,97 4.542,85
352.328,15 485.822,52

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 24.035,00 28.479,86
2. Sonstige Verbindlichkeiten 18.496,79 64.207,91
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 14.554,27 14.358,76
b) sonstige Rückstellungen 22.051,36 36.605,63 85.666,60
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
b) Gewinnvortrag 0,74 0,00
c) Jahresüberschuss 23.189,99 0,00
d) Bilanzgewinn 0,00 43.109,39
352.328,15 485.822,52

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

QBS INVEST GmbH Vermögensverwaltung, Gelsenkirchen

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 25,67 0,00
2. Zinsaufwendungen 595,99 693,96
570,32- 693,96-
3. Provisionserträge 274.989,68 379.898,45
4. Provisionsaufwendungen 0,00 274.989,68 2.990,68
5. Sonstige betriebliche Erträge 35.469,35 96.440,69
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 170.501,12 219.495,84
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.594,86 174.095,98 1.643,26
b) andere Verwaltungsaufwendungen 101.387,97 134.962,87
275.483,95 356.101,97
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 11.019,30 13.446,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 23.385,46 103.106,53
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 195,51 14.358,76
10. Sonstige Steuern 0,04- 195,47 0,00
11. Jahresüberschuss 23.189,99 88.747,77
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 45.638,38-
13. Biilanzgewinn 0,00 43.109,39

Anhang zum 31. Dezember 2022

A. Angaben zur Form der Darstellung und zur Gliederung

Die Firma der Gesellschaft lautet QBS Invest GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB 9458 eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Gelsenkirchen. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs.1 HGB auf, erfüllt jedoch als Finanzdienstleistungsinstitut die Voraussetzungen des § 340 Abs. 4 i.V.m. § 340 a Abs. 1 HGB (Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute). Daher sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden.

Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes, des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie der Verordnung für die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) dieser Verordnung zugrunde gelegt.

Die Bilanz ist in Kontoform gemäß Formblatt 1 (RechKredV) erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß Formblatt 3 (RechKredV) erstellt.

Das Geschäftsjahr läuft vom 01.01. -31.12.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgen gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie §§ 340 ff. HGB i.V.m. Abschnitt 2 bis 4 RechKredV. Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind nicht vorgekommen. Fremdwährungsposten sind nicht enthalten.

Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt worden. Einzelwertberichtigungen waren nicht vorzunehmen, da keine erkennbaren Ausfallrisiken bestehen. Pauschalwertberichtigungen wurden ebenfalls nicht vorgenommen, da auch ein allgemeines Ausfallrisiko nicht besteht.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 bis 5 HGB angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter (netto mehr als € 150 bis € 1.000), wurde in den Vorjahren Sammelposten gebildet. Diese werden im Jahr der Bildung und den folgenden vier Jahren abgeschrieben. Da der steuerliche Sammelposten von untergeordneter Bedeutung ist, wird dieser in die Handelsbilanz übernommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis zu € 800 netto) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe ihrer Anschaffungskosten abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Bei Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden Abschreibungen vorgenommen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag bilanziert und setzt sich aus gezeichnetem Kapital und Bilanzgewinn/-verlust zusammen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen an Kreditinstitute

Die ausgewiesenen Forderungen gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

Forderungen an Kreditinstitute 31.12.2022 31.12.2021
Restlaufzeit
täglich fällig 192.635,65 82.419,81
bis zu 3 Monaten 0,00 0,00
über 3 Monate / bis zu 1 Jahr 0,00 0,00
über 1 Jahr / bis zu 5 Jahre 0,00 0,00
über 5 Jahre 0,00 0,00
Summe 192.635,65 82.419,81

2. Forderungen an Kunden

Die ausgewiesenen Forderungen gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

Forderungen an Kunden 31.12.2022 31.12.2021
Restlaufzeit
bis zu 3 Monaten 99.464,11 338.130,99
über 3 Monate / bis zu 1 Jahr 0,00 0,00
über 1 Jahr / bis zu 5 Jahre 0,00 0,00
über 5 Jahre 0,00 0,00
Summe 99.464,11 338.130,99

3. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel zum Anhang dargestellt. Auf Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen zum Stichtag € 4.662,00.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Unter dieser Bilanzposition sind im Wesentlichen Forderungen gegen Geschäftsführer von € 716,84 (Vorjahr € 2.320,32) und Forderungen aus USt- Vorauszahlungen € 1.173,77(Vorjahr € 382,84) ausgewiesen.

Sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2022 31.12.2021
Restlaufzeit
bis zu 3 Monaten 1.173,77 0,00
über 3 Monate / bis zu 1 Jahr 1.678,77 3.254,57
über 1 Jahr / bis zu 5 Jahre 0,00 0,00
über 5 Jahre 0,00 0,00
Summe 2.852,54 3.254,57

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Unter dieser Bilanzposition sind Verbindlichkeiten aus der Finanzierung für den Umbau der Büroräume ausgewiesen. Der Posten ist im Anlagevermögen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2022 31.12.2021
Restlaufzeit
bis zu 3 Monaten 0,00 0,00
über 3 Monate / bis zu 1 Jahr 0,00 0,00
über 1 Jahr / bis zu 5 Jahre 24.035,00 28.479,86
über 5 Jahre 0,00 0,00
Summe 24.035,00 28.479,86

6. Rückstellungen

a) andere Rückstellungen

01.01.2022 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2022
Abschluss- und Prüfungskosten 9.700,00 9.700,00 0,00 10.500,00 10.500,00
Rückstellung für Personalkosten 75.966,60 75.966,60 0,00 11.551,36 11.551,36

b) Steuerrückstellungen

01.01.2022 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2022
Gewerbesteuerrückstellung 5.578,00 0,00 0,00 3.965,00 9.543,00
Körperschaftsteuerrückstellung 8.780,76 0,00 0,00 3.744,51 12.525,27

7. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Umsatzsteuerverbindlichkeiten € 7.120,38 (Vorjahr € 50.299,259), Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeiten €1.432,52 (Vorjahr € 1.970,71), und sonstige Verbindlichkeiten € 9.192,26 (Vorjahr € 12.234,56). Es sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 957,88 enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2022 31.12.2021
Restlaufzeit
bis zu 3 Monaten 8.552,90 64.207,91
über 3 Monate / bis zu 1 Jahr 9.943,89 0,00
über 1 Jahr / bis zu 5 Jahre 0,00 0,00
über 5 Jahre 0,00 0,00
Summe 18.496,79 64.207,91

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erlöse aus Verwaltungstätigkeiten für Kunden, Erträge aus einer Einkaufsgemeinschaft für Edelmetalle, Erträge aus erbrachter Beratung in Zusammenhang mit geschlossenen Immobilienfonds und aus dem Verkauf von Edelmetallen.

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag für die, innerhalb der gesetzlichen Fristen kündbaren, Mietverhältnisse über die angemieteten Geschäftsräume der Gesellschaft in Höhe von jährlich € 10.920,00.

2. Mitarbeiter und Organe

Geschäftsführer sind

Herr Holger Wietschenk, Dipl. Sparkassenbetriebswirt, Gevelsberg,

Herr Tobias Quednau, Dipl. Kaufmann (FH), Essen,

Herr Michael G. Schäfer, Dorsten

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr durchschnittlich 2 Aushilfen.

3. Angaben zum Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar beträgt für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr € 10.500 und entfällt mit€ 8.000,00 auf Abschlussprüfungsleistungen und mit € 2.500 auf sonstige Bestätigungsleistungen.

4. Sonstige Angaben

Märkte, die sich aus organisatorischer Sicht wesentlich voneinander unterscheiden (§ 34 Abs. 2 RechKredV) liegen nicht vor.

Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte bestanden nicht.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresgewinn in Höhe von 15.675,41 € an die Gesellschafter auszuschütten.

 

Gelsenkirchen, 29.03.2023

gez. Holger Wietschenk

gez. Tobias Quednau

gez. Michael Schäfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die QBS Invest GmbH ist ein Wertpapierinstitut i.S.d.§2 WPIG. Die erforderliche Erlaubnis gem. § 2 WPIG wurde uns durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilt.

Das Kerngeschäft liegt im Bereich der Finanzportfolioverwaltung für vermögende Privatkunden. Darüber hinaus erbringen wir in Einzelfällen auch Leistungen im Bereich der Anlageberatung und der Anlagevermittlung.

2. Wirtschaftsbericht

Das abgelaufene Jahr wird für viele Börsen rund um den Globus als das schlechteste seit der Finanzkrise 2008 in die Geschichtsbücher eingehen. Der breit gefasste amerikanische S&P 500 verlor ein Fünftel, der technologielastige Nasdaq 100 fast ein Drittel seines Werts. Dow Jones minus neun Prozent, Nasdaq Composite minus 34 Prozent, Nikkei minus elf Prozent, Euro Stoxx 50 minus elf Prozent, DAX minus zwölf Prozent. Das sind die weltweiten Verluste an den Aktienmärkten seit dem ersten Handelstag 2022.

Auch vermeintlich sichere Anleihen gaben deutlich nach. Der steile Zinsanstieg und die durch Inflation und Ukraine-Krieg genährte Unsicherheit haben die Karten an den Börsen neu gemischt.

Wir haben vor diesem Hintergrund in Kundendepots die Kapitalanlage im Vergleich zum Vorjahr bei allen Portfolios beibehalten.

In erster Linie kamen aktive gemanagte Fonds mit niedriger Kostenstruktur zum Einsatz. Wie in den Vorjahren wurden bei einigen Kunden auch weiterhin Zertifikate als Beimischung in manchen Depots gehalten.

Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt ausschließlich auf der Finanzportfolioverwaltung. Der Ausbau der Finanzportfolioverwaltung wurde mit Erfolg vorangetrieben. So konnten die Assets under Management (AUM) trotz der schlechten Entwicklung an den Börsen gesteigert werden.

Die Einnahmen resultieren im Wesentlichen aus der individuellen Vermögensberatung und der Finanzportfolioverwaltung. Durch gutes Neukundengeschäft erhöhte sich das betreute Volumen zum Stichtag von 42,7 Mio € auf nun mehr 45,2 Mio €.

Die Erträge liegen aufgrund der schlechten Entwicklung an den Börsen unter den Erträgen des Vorjahres.

Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 16 spiegelt die oben beschriebene Entwicklung an den Aktienmärkten wider. Insbesondere durch den Wegfall von performanceabhängigen Vergütungen wurde ein Ergebnis deutlich unter dem des Vorjahres (TEUR 88) erreicht.

Lage

Vermögenslage

Die Aktivseite der Bilanz ist im Wesentlichen durch Liquide Mittel (TEUR 192), Kundenanforderungen (TEUR 99) sowie Anlagevermögen (TEUR 52) geprägt. Die Bilanzsumme sank im Berichtszeitraum von TEUR 486 im Vorjahr auf TEUR 352 im Berichtsjahr, die Eigenkapitalquote stieg von 60% (31.12.2021) auf 75% (31.12.2022). Auf der Passivseite sind neben dem Eigenkapital (TEUR 266) insbesondere die Rückstellungen (TEUR 44), Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute (TEUR 24) sowie sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 18) zu nennen.

Ertragslage

Die Ertragslage der QBS Invest GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insofern nicht verändert, als dass der Anteil der Finanzportfolioverwaltung nahezu gleichgeblieben ist. Die Erträge stammten im abgelaufenen Geschäftsjahr aus der Finanzportfolioverwaltung (71 %) und aus Bestandprovisionen (14 %). Weitere Erträge umfassen rund 15 %.

Die Erträge sind, gegenüber dem Vorjahr um TEUR 166 auf TEUR 310 (-35%) gesunken.

Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist als sehr gut zu bezeichnen. Die Kundenforderungen wurden im Folgejahr ausgeglichen und die Liquidität somit gesteigert. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 82). Die Cash ratio (Liquiditätsgrad I) beträgt dabei rund 307,6 %, auf den Ausweis der weiteren Liquiditätsgrade wird verzichtet, da diese deutlich über dem Cash Ratio liegen. Wir sind also in der Lage, die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten durch kurzfristig verfügbare Mittel zu tilgen.

Die Eigenkapitalquote von 75% und das Eigenkapital von TEUR 266 sind unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten als sehr gut zu bezeichnen.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.

3. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Chancen und Risiken gehen in der Finanzdienstleistungsbranche mit der Entwicklung der Börsenmärkte und der Anlegerstimmung einher.

Chancen könnten sich insbesondere aus der Verbreiterung der Produktpalette, der Auswahl speziell auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittener Anlagemöglichkeiten, der Erschließung neuer Geschäftsbereiche sowie einer Ausweitung der Geschäftsfelder Geschlossene Beteiligungen und im Edelmetallbereich ergeben. Im Fokus bleiben die Erhaltung und Stärkung des Anlegervertrauens durch eine vorsichtige, vorausschauende und den Sicherheitsbedürfnissen der Kunden angepasste Anlagestrategie.

Wie bereits unter Abschnitt 2 dargestellt ergeben sich die dort genannten Risiken.

Risikomanagement

Mit dem BaFin-Rundschreiben 09/2017 (BA) vom 27. Oktober 2017 wurden die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) überarbeitet. Die Anforderungen des Rundschreibens sollen unter Einhaltung des Grundsatzes der Proportionalität dazu beitragen, Missständen in Kredit- und Finanzdienstleistungsunternehmen entgegenzuwirken, welche die Sicherheit der den Instituten anvertrauten, Vermögenswerte gefährden, die ordnungsgemäße Durchführung der Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen beinträchtigen oder erhebliche Nachteile für die Gesamtwirtschaft herbeiführen können. Die QBS Invest hat entsprechende Verfahren beschlossen, um Risiken zu identifizieren und zu steuern. Diese werden bei Bedarf entsprechend konkretisiert und durch einen Kontrollplan ergänzt. Weiterhin werden, wenn notwendig die im Berichtszeitraum geänderten gesetzlichen Grundlagen in die entsprechenden Prozesse integriert.

Die bewusste Übernahme von Risiken ist die Kernfunktion jeglicher, unternehmerischer Tätigkeit. Als wesentliche Risiken für die Gesellschaft wurden die nachfolgend dargestellten Risiken identifiziert.

Zu jedem einzelnen Punkt wird auch im Organisationshandbuch konkret Stellung zu den Auswirkungen auf die Unternehmung und zur Risikobegrenzung genommen.

a) Adressausfallrisiken

Dieses Risiko besteht nur in geringem Umfang. Die QBS Invest. GmbH vergibt keine Kredite und betreibt keine Eigengeschäfte, Adressausfallrisiken bestehen insoweit nur hinsichtlich Honorarforderung gegenüber Ihren Kunden. Diese sind jedoch zu vernachlässigen, da mit allen Kunden Abbuchungsvereinbarungen bestehen zudem ist das Risiko der Nichtrealisierbarkeit auch auf Grund der Kundenstruktur (gehobenes Privatkundenklientel) als gering einzustufen.

b) Marktpreisrisiken

Die Anlage der Eigenmittel der QBS Invest GmbH im Rahmen von Eigengeschäften gemäß § 2 Abs. 3 Satz 2 WpHG erfolgt nicht in Aktien oder Derivatestrategien. Marktpreisrisiken sind daher ebenfalls als gering einzuschätzen. Die Realisierung von Zinsänderungsrisiken ist nicht geeignet, nachhaltigen Einfluss auf die Kapitalstruktur auszuüben. Es erfolgen keine Anlagen in Fremdwährungen.

c) Ertrags- und Liquiditätsrisiken

Das Hauptrisiko der QBS Invest ist das Ertragsrisiko. Zur Steuerung hat die Geschäftsleitung die Erfolgsquellen des Instituts identifiziert und quantifiziert. Maßgebliches Risiko ist dabei der Verlust von Kunden oder ganzen Kundengruppen. Vordem Hintergrund der heterogenen und breit diversifizierten Kundenstruktur ist mit dem gleichzeitigen Verlust einer Vielzahl von Kunden nicht zu rechnen, wenngleich dies nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Das Liquiditätsrisiko ist als gering zu bewerten, da die QBS Invest GmbH über ein hohes Eigenkapital verfügt.

d) Betriebsrisiko

Zur Bestimmung der Risikotragfähigkeit wertet die Geschäftsleitung monatlich die betriebswirtschaftlichen Auswertungen in Saldenlisten aus. Zudem werden vierteljährlich die Zwischenabschlüsse durch die Geschäftsleitung ausgewertet. Sämtliche dieser Unterlagen sind jederzeit abrufbar. Sollte die Geschäftsleitung hierbei Risiken identifizieren, werden unverzüglich kurzfristige Gegenmaßnahmen, bspw. in Form von Kostenreduzierungen, eingeleitet.

Zur Steuerung der aus der operativen Tätigkeit resultierenden Risiken hat sich die QBS Invest GmbH eine Risikocontrolling-Funktion und eine umfangreiche Compliance-Organisation und - Funktion eingerichtet. Auf Grund der Größe und Struktur der QBS Invest reichen diese Maßnahmen aus, um der Geschäftsleitung jederzeit einen Überblick über das Unternehmen und seine operativen Risiken zu geben. Die Risikocontrolling-Funktion, und Compliance- Funktion berichten unmittelbar an die Geschäftsleitung und die Aufsichtsorgane. Durch die Definition standardisierter Abläufe werden Fehlerquellen weitgehend ausgeschlossen. Sollte es in Einzelfällen doch zu Verstößen kommen, können diese durch die festgelegten Arbeits- und Organisationsanweisungen, die Risikocontrolling-Funktion, die interne Revision und die Compliance-Funktion aufgedeckt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

e) Reputationsrisiken

Reputationsrisiken in den angebotenen Geschäftsfeldern resultieren vor allem aus nicht gesetzeskonformen Geschäftsgebaren und Akquisitionsmethoden. Neben der Transparentmachung durch die Compliance-Funktion können solche Risiken auch durch die strikte Organisation der Abläufe und das Beschwerdemanagement minimiert werden. Das Beschwerdemanagement berichtet unmittelbar an die Geschäftsleitung. Sollte die Geschäftsleitung Reputationsrisiken erkennen, können. unverzüglich geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Zu nennen sind hier zum einen ein verantwortungsvoller Umgang mit Kundenbeschwerden, zum anderen die Vermeidung einer Veröffentlichung von Kundenbeschwerden durch Presseberichterstattungen.

f) Risikodeckungspotenzial

Die beschriebenen betrieblichen bzw. Ertrag- und Liquiditätsrisiken können von der QBS Invest GmbH durch Ihre vergleichsweise hohe Eigenmittel-Kosten-Relation gut aufgefangen bzw. abgemildert werden. Darüber hinaus ist durch die Vereinbarung von Lastschrifteinzügen mit allen Kunden auch das Adressausfallrisiko gut beherrschbar. Das Reputationsrisiko ist durch strikte Organisation der Abläufe und das Beschwerdemanagement minimiert worden und das Risiko der Marktpreise durch striktes Eigenhandelsverbot gering.

g) Risiken der zukünftigen Entwicklung

Größere negative Verwerfungen an den Kapitalmärkten hätten, durch Abschmelzen des betreuten Vermögens, negative Entwicklungen auf die Erträge der QBS Invest. Da die QBS Invest eine sehr risikoorientierte und breitgestreute Kapitalanlage für Ihre Kunden betreibt, ist das Risiko so weit wie möglich minimiert.

h) Nachhaltigkeitsrisiken

Die Geschäftsleitung hat ferner eine Strategie im Hinblick auf die Beherrschung möglicher Nachhaltigkeitsrisiken entwickelt. Erforderlich wird daher eine regelmäßige Anpassung der Geschäfts- und Risikostrategie des Instituts zur Identifizierung und Vermeidung von "Nachhaltigkeitsrisiken" in sämtlichen Geschäftsbereichen. Das Institut sieht - dem Merkblatt der BaFin zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken vom 20.12.2019 folgend - potentielle Nachhaltigkeitsrisiken als einen Teilaspekt der bereits bekannten Risikoarten (Adressenausfallrisiko, Marktrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko) und hat daher im Rahmen der Festlegung der Risikostrategie untersucht, welche Risikoarten unternehmensspezifisch von Nachhaltigkeitsrisiken betroffen sind.

Nachhaltigkeitsrisiken in Form von physischen Risiken, etwa der klimawechselbedingte Eintritt von Extremwetterereignissen, durch den die Betriebsräume des Instituts in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, sind dagegen derzeit nicht erkennbar.

Reputationsrisiken sind auch ein wesentlicher Aspekt von Nachhaltigkeitsrisiken. Bereits das Unterhalten einer Geschäftsbeziehung mit einem Unternehmen, welches möglicherweise einem Nachhaltigkeitsrisiko ausgesetzt ist, kann zu einem Schadenspotenzial für ein beaufsichtigtes Unternehmen führen. Aber auch das Unterlassen ausreichender nachhaltiger Aktivitäten in der Außen- und Innenwahrnehmung, welches Vertrauensverluste bei Vertragspartnern und Mitarbeitern nach sich ziehen kann, stellt ggf. ein wesentliches Reputationsrisiko dar.

Zusammenfassende Bewertung im Hinblick auf Nachhaltigkeitsrisiken

Insgesamt wirken sich derzeit Nachhaltigkeitsrisiken in den zuvor genannten Risikoarten nicht signifikant, also nicht in einem Ausmaß aus, dass hierdurch die Finanz- oder Ertragslage des Instituts gefährdet werden könnte.

Risikodeckungspotential

Von zentraler Bedeutung für die Risikotragfähigkeit ist die Risikodeckungsmasse. Diese wird bei uns durch das zur Deckung eventueller Verluste zur Verfügung stehende Eigenkapital abgebildet. Das Eigenkapital ergibt sich aus dem jeweils zugrunde gelegten Jahresabschluss. Im Rahmen der vierteljährlichen Erstellung der Finanzinformationen an die Deutsche Bundesbank ermitteln wir regelmäßig die Eigenmittel nach der aufsichtsrechtlichen Eigenmitteldefinition. Diese sind aufgrund der speziellen Berechnungsvorschriften niedriger als das ausgewiesene bilanzielle Eigenkapital.

Nach dem Vorsichtsprinzip legen wir unserer Risikotragfähigkeitsanalyse den niedrigsten Wert zugrunde. Dieser ergibt sich aus der Eigenmittelberechnung nach den aufsichtsrechtlichen Vorschriften auf den letzten Bilanzstichtag abzüglich der ebenfalls nach aufsichtsrechtlichen Vorschriften mindestens vorzuhaltenden Eigenmittel (25% der fixen Gemeinkosten).

Das Institut überprüft fortlaufend den zukünftigen Kapitalbedarf. Dabei umfasst der Horizont mindestens ein Jahr. Im Rahmen der Planung des zukünftigen Kapitalbedarfs ist zu berücksichtigen, wie sich etwaige Veränderungen der eigenen Geschäftstätigkeit oder der strategischen Ziele sowie Veränderungen des wirtschaftlichen Umfeldes auf den Kapitalbedarf auswirken. Möglichen Entwicklungen, die von den Erwartungen abweichen, ist bei der Planung angemessen Rechnung zu tragen. Dieser zukunftsgerichtete Kapitalplanungsprozess ist Bestandteil des Risikotragfähigkeitskonzepts und verbessert die Fähigkeit, die eigenen Risiken tragen zu können, angemessen zu überwachen und zu planen.

Würdigung der Risikolage

Aus den oben beschriebenen Risiken für unser Unternehmen ergibt sich zusammenfassend eine eher niedrige Gesamtrisikolage.

4. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr zum 31.12.2023 wird auf Grund der Entwicklung der Aktienmärkte im I. Quartal und auf Grund des weiterhin guten Neukundengeschäfts von leicht steigenden Erträgen und einem Ergebnis moderat höher als im Vorjahr gerechnet.

Die Eigenkapitalausstattung sollte sich weiter verbessern.

 

Gelsenkirchen, den 31.März 2023

gez. Geschäftsführung

3. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss sowie dem Lagebericht den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 23. Juni 2023 erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die QBS Invest GmbH, Gelsenkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der QBS Invest GmbH, Gelsenkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der QBS Invest GmbH, Gelsenkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, den 23. Juni 2023

RINKE TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Clemens Dornseifer, Wirtschaftsprüfer

gez. René Schut, Wirtschaftsprüfer"

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