Hyo Seong Europe GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ottmar Dr. Koeder seit 1.9.2015 | Liquidator |
Carl Edler von Braun seit 1.9.2015 | Liquidator |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CSG Solar AGThalheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008VersagungsvermerkWir wurden beauftragt den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CSG Solar AG, Thalheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 zu prüfen. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Als Ergebnis unserer Prüfung stellen wir fest, dass wir nach Ausschöpfung aller angemessenen Möglichkeiten zur Klärung folgenden Sachverhaltes aus folgendem Grund nicht in der Lage waren, ein Prüfungsurteil abzugeben: Die Gesellschaft geht in ihren Planungsannahmen davon aus, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit und insbesondere die Zahlungsfähigkeit durch ein Gesellschafterdarlehen vom 25. März 2010 und dessen Ausreichung entsprechend dem weiteren Finanzmittelbedarf der Gesellschaft für den Zeitraum der Forschungstätigkeit gesichert ist. Die Planung ist mit Unsicherheiten behaftet, die bei negativer Planabweichung zusätzliche finanzielle Unterstützung des Mehrheitsgesellschafters erforderlich machen würden. Der Vorstand hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Nachweise zur Beurteilung der Annahme, dass finanzielle Mittel im voraussichtlich erforderlichen Umfang durch den Mehrheitsgesellschafter zur Verfügung gestellt werden, waren zum Zeitpunkt des Abschlusses unserer Prüfung auskunftsgemäß nicht verfügbar und konnten uns entsprechend nicht zur Verfügung gestellt werden. Die fehlenden Nachweise zur Beurteilung der Angemessenheit der von dem Vorstand getroffenen Annahme zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie zur Beurteilung der positiven Fortbestehensprognose im Lagebericht stellen ein wesentliches Prüfungshemmnis dar. Aufgrund der Bedeutung des dargestellten Prüfungshemmnisses versagen wir den Bestätigungsvermerk. Aussagen darüber, ob der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, sind wegen des dargestellten Prüfungshemmnisses nicht möglich. Ebenso kann nicht beurteilt werden, ob der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Leipzig, 2. Mai 2011 Ernst
& Young GmbH
Mandler, Wirtschaftsprüfer Zätzsch-Loos, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2008AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2008CSG Solar AG, Thalheim
Anhang für 2008Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft geht aufgrund der zugesicherten finanziellen Unterstützung des Mehrheitsgesellschafters von der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB aus. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden waren für die Aufstellung des Jahresabschlusses unverändert maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre; lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Es findet ausschließlich die lineare Methode Anwendung. Geringwertige Anlagegüter (Wert von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00) werden in einem Pool gesammelt und über die folgenden 5 Jahre linear abgeschrieben. Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst. Abweichend davon wurden die bis zum 31. Dezember 2007 angeschafften Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Sie wurden im Jahr der Anschaffung als Zugang und im Folgejahr als Abgang im Anlagenspiegel behandelt. Im Geschäftsjahr 2008 wurden außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Überkapazitäten und eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten bei Produktionsanlagen vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte an einer 100 % Tochtergesellschaft zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden die Werte nach der Methode des gewogenen Durchschnittes ermittelt, oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, unter Voraussetzung einer Vollauslastung, zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten werden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen den Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert der 4% Wandelanleihe 2007/2011 und dessen Rückzahlungsbetrag sowie den Unterschiedsbetrag zwischen dem Rückzahlungsbetrag der stillen Beteiligungen und dem Ausgabebetrag (Agio), welcher durch planmäßige, jährliche Abschreibungen entsprechend der gesamten Laufzeit der Verbindlichkeit getilgt wird. Ferner werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkurs zum Zeitpunkt des jeweiligen Geschäftsvorfalls umgerechnet. Realisierte Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht auf Euro lautende monetäre Posten werden mit dem am Jahresende gültigen Devisenmittelkurs erfasst. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagermögen wurden in Höhe von TEUR 25.955 aufgrund voraussichtlich dauernden Wertminderung bedingt durch die Umstellung des Produktionsbetriebes in einen Forschungsbetrieb bei den betreffenden Produktionsanlagen vorgenommen und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgten auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Angaben zum Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Zum 31. Dezember 2008 betrug ein ursprünglich mit TEUR 1.888 aus der Begebung einer Wandelanleihe resultierender Disagiobetrag TEUR 1.205 (VJ: TEUR 1.687). Der Disagiobetrag wurde vollständig in die Kapitalrücklage eingestellt und als Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Ein bei der Rückzahlung der stillen Beteiligung fälliger Agiobetrag in Höhe von insgesamt TEUR 400 wurde als Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und linear über die Dauer der stillen Beteiligung amortisiert. Zum 31. Dezember 2008 beträgt der Rechnungsabgrenzungsposten für das Agio TEUR 258 (VJ: TEUR 300). Eigenkapital Es besteht ein Aktienoptionsprogramm für Mitarbeiter der Gesellschaft. Hierfür besteht bedingtes Kapital in Höhe von TEUR 31. Weiterhin besteht bedingtes Kapital in Höhe von TEUR 87 aus der Gewährung von Umtauschrechten an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen (Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juli 2007). Das Grundkapital von TEUR 1.975 ist eingeteilt in 1.974.571 stimmberechtigte Namensaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). In die Kapitalrücklage wurde das eingezahlte Agio in Höhe von EUR 9,00 je Aktie aus der Ausgabe von 1.480.000 Aktien im Geschäftsjahr 2008 eingestellt. Weitere Veränderungen in der Kapitalrücklage fanden im Geschäftsjahr 2008 nicht statt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2008 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 4.570 (Vj. TEUR 0) aus. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulage Die erhaltenen Investitionszuschüsse und Investitionszulagen -werden gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB in einem gesonderten Passivposten "Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulage" bilanziert. Die ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend dem Abschreibungsverlauf des geförderten Anlagevermögens und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen erfolgte für den Sonderposten eine korrespondierende außerplanmäßige Auflösung in Höhe von TEUR 10.484. Der Ergebniseffekt wurde saldiert mit den außerplanmäßigen Abschreibungen unter den außerplanmäßigen Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 2.687), Zinsen TEUR (1.152), Drohverluste (TEUR 483), Lohn und Gehälter für von der Arbeitspflicht freigestellte Mitarbeiter (TEUR 698), Rechtsstreitigkeiten (TEUR 100), Urlaubsansprüche (TEUR 96), Sondervergütungen (TEUR 68), Jahresabschlusskosten (TEUR 23) und Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 30) gebildet. 4 % Wandelanleihe 2007/2011 Die 4 % Wandelanleihe 2007/2011 mit einem Nominalwert in Höhe von TEUR 8.456 ist aufgeteilt in 79.775 gleichgestellte Anteile mit einem Nennwert von EUR 106,00. Diese ist zum Rückzahlungstermin, dem 30. Juni 2011, fällig. Jeder voll eingezahlte Anteil gewährt dem Inhaber ein Wandelrecht auf eine vinkulierte, auf den Namen lautende Stückaktie. Mit Umwandlung verzichtet der Inhaber auf das Anrecht der Rückzahlung und Verzinsung. Das Wandelrecht darf jederzeit bis zum 30. Juni 2011 ausgeübt werden. Anteile stiller Gesellschafter Die Anteile stiller Gesellschafter repräsentieren von den stillen Gesellschaftern investiertes Kapital in Höhe von EUR 6,5 Mio. Stille Gesellschafter sind die IBG Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, Magdeburg (IBG), und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, Magdeburg (MBG). Die Investition der IBG beträgt EUR 4 Mio. und die IBG erhält eine fixe Rendite auf die investierten Mittel von zwischen 9,0% p. a. und 9,5 % p. a. und zusätzliche Rückzahlungen von Einlagen am Ende der Vereinbarung in Höhe von 5,0 % des investierten Kapitals für jedes der ersten vier Jahre und 3,0 % für jedes der verbleibenden sechs Jahre. Ferner erhält die IBG eine variable Vergütung in Höhe von 50,0 % des Jahresüberschusses bis maximal 4,0 % des investierten Betrags und 10 % des investierten Betrages zum Zeitpunkt der Beendigung der stillen Gesellschaft. Die Vereinbarungen zu den stillen Gesellschaften enden vertragsgemäß am 31. Mai 2014 (EUR 0,8 Mio.), am 31. Dezember 2014 (EUR 3,0 Mio.) und am 31. August 2015 (EUR 0,2 Mio.). Die Investition der MBG beträgt EUR 2,5 Mio. und sie erhält eine jährliche fixe Rendite auf das eingebrachte Kapital von 8,5 % p. a. Zusätzlich ist eine Avalprovision in Höhe von 1,0 % des anzuwendenden Garantiebetrags (80 % der Einlage) direkt an die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH zahlbar. Ferner erhält die MBG 50,0 % p. a. des Jahresüberschusses bis maximal 2,5 % p. a. des eingebrachten Betrags. Die fixe Vergütung von 8,5 % und die variable Vergütung von 2,5 % erhöhen sich jeweils um 0,5 %-Punkte nach Ablauf des dritten Verlustjahres. Die stille Gesellschaft endet vertragsgemäß zum 31. Dezember 2015. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat ein Bestellobligo für die Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zum 31. Dezember 2008 gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 1.025 (2007: TEUR 1.810). Ein Bestellobligo für das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2008 bestand in Höhe von TEUR 92 (2007: TEUR 132). Weiterhin hat die Gesellschaft eine jährliche, vom Umsatz abhängige Lizenzgebühr zu einem variablen Prozentsatz (höchstens 3,9 %) während der Dauer des entsprechenden Patents zu zahlen, wobei die Mindestlizenzgebühr ab 2008 mindestens TAUD 550 beträgt. Zum 31. Dezember 2008 bestehen langfristige Leasing-Vereinbarungen mit folgenden Mindestverpflichtungen:
Weiterhin hat die Gesellschaft auf eine ihrer Tochtergesellschaft gewährte Kreditlinie in Höhe von TEUR 500, welche zum 31. Dezember 2008 in Höhe von TEUR 76 in Anspruch genommen wurde, einen Rangrücktritt mit Besserungsschein erklärt. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.414 (VJ: TEUR 4.821) wurden durch den Verkauf von PV Solarmodulen aus eigener Produktion ausschließlich im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszulagen in Höhe von TEUR 1.345 (VJ: TEUR 1.399), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 1.193 (VJ: TEUR 1.118), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 437 (VJ: TEUR 4), Erträge aus Währungsgewinnen in Höhe von TEUR 138 (VJ: TEUR 69), sowie Erträge aus der Erstattung von Stromsteuer des Vorjahres in Höhe von TEUR 136 enthalten. Außerordentliche Aufwendungen Durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 12./13. Dezember 2008 erfolgte die vorläufige Einstellung der Serienproduktion. Die damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden als außerordentliche Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige AngabenAufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2008 waren:
Vergütung des Aufsichtsrats Im Geschäftsjahr 2008 hat der Aufsichtsrat für seine Tätigkeit keine Vergütung erhalten. Vorstand
Vergütung des Vorstands Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2008 auf TEUR 379 (2007: TEUR 623). Im Rahmen eines im Jahr 2006 verabschiedeten Aktienprogramms wurden den Mitgliedern des Vorstandes sowie berechtigten Mitarbeitern unter bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen, Bezugsrechte entgeltlich zu einem bereits zuvor vereinbarten Preis gewährt. Diese verbriefen das Recht, Aktien des Unternehmens zu erwerben. Insgesamt wurden Bezugsrechte über den Bezug von 17.350 Aktien gewährt, davon 8.350 sofort unverfallbar. Die restlichen 9.000 Bezugsrechte werden nach einem Jahr unverfallbar, zu einem weiteren Drittel nach zwei Jahren und zu einem letzten Drittel nach drei Jahren. Der gewogene beizulegende Zeitwert der Optionen betrug zum Ausgabestichtag 31,97 EUR. Im Jahr 2008 und 2007 sind den Mitgliedern des Vorstandes keine weiteren Bezugsrechte gewährt worden. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Q-Cells AG, Thalheim sowie der Renewable Energies Corporation, Hovik, Norwegen, als assoziierte Unternehmen einbezogen. Erklärung gem. § 160 AktG Der Gesellschaft wurde am 6. Juli 2010 mit Bezug auf § 20 Abs. 4 AktG von der Suntech Power International Ltd, Schaffhausen folgendes mitgeteilt: "Mit Bezug auf § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG informieren wir sie, dass wir eine Mehrheitsbeteiligung an ihrer Gesellschaft halten." Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Thalheim, 29. April 2011 Der Vorstand der CSG Solar AG Dr. Ottmar KoederCEO/COO Carl von BraunCFO Dr. Renate EganCTO Entwicklung des Anlagevermögens 2008
*) davon planmäßige Abschreibungen
EUR 6.231.964,64
Lagebericht für 2008AllgemeinesDie CSG SOLAR AG (im Folgenden kurz: "CSG Solar") errichtete in Thalheim, Sachsen-Anhalt, eine Anlage zur Herstellung von Photovoltaikanlagen auf der Basis der "Crystalline Silicon on Glass" Photovoltaik Dünnschicht Technologie. Die Gesellschaft wurde 2004 gegründet und mit der Produktion wurde im Dezember 2006 begonnen. Im Geschäftsjahr 2008 arbeitete die Gesellschaft an einer deutlichen Erhöhung des Durchsatzes sowie an Maßnahmen zur Reduzierung der Stückkosten, um zu einer Ergebnisverbesserung zu kommen. Aufgrund der prekären Finanzkrise und der technischen Probleme bei der Anlagenverfügbarkeit und deren Stabilität im Produktionsprozess, kam es am Ende des Geschäftsjahres 2008 zur Einstellung der Produktion und zur Umstellung auf den Forschungsmodus. Durch diesen Schritt soll eine Konzentration auf die Weiterentwicklung der CSG Technologie und rasche Fortschritte bei der Zielvorgabe erreicht werden. Darstellung des GeschäftsverlaufsBranche und Gesamtwirtschaft Während die vergangenen Jahre durch ein intensives Wachstum der Weltwirtschaft charakterisiert waren, verlor die weltwirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des Jahres 2008 infolge der, durch die Immobilienkrise in den USA ausgelösten, weltweiten Finanzkrise deutlich an Fahrt. Im vierten Quartal 2008 verschlechterte sich das Weltwirtschaftsklima sogar auf ein historisches Jahrzehnte-Tief. Wie das gesamte Euro-Gebiet, wurde auch Deutschland im Jahresverlauf von der sich dramatisch abschwächenden Wirtschaftsdynamik erfasst. Während das Bruttoinlandsprodukt 2008 nur noch geringfügig anstieg, wird für 2009 von einem rezessiven Verlauf ausgegangen. Auch die Entwicklungen in der Solarindustrie waren von den Auswirkungen der Finanzkrise betroffen und führten in den letzten 6 Monaten des Jahres 2008 zu einer erheblichen Veränderung des PV-Marktes. Neben der Reduzierung der Förderung für Photovoltaik-Anlagen in Deutschland und Spanien führte die Verschärfung der Kreditkonditionen zu einer Markteinengung. Trotz der krisenbedingten Problemstellungen bleibt die Photovoltaik-Branche mit der auch weiterhin zu erwartenden Forschungsdynamik und ihrem Entwicklungspotential eine fundamentale, umweltschonende Alternative zu den fossilen Energieträgem. Die bei der CSG Solar verwendete "Crystalline Silicon on Glass" Technologie ist durch eine hier verwendete, ultradünne, photoaktive Siliziumschicht charakterisiert, die wegen ihres vergleichsweise sehr geringen Siliziumbedarfs nur geringen Einflüssen von Siliziumpreisabhängigkeiten unterworfen ist und im Unterschied zur waferbasierten Photovoltaik keine Abhängigkeit von einer Silizium-Waferproduktion aufweist. Diese Technologie ist eine sehr elegante Verfahrensvariante zur Erzeugung solartechnischer Module, stellt aber auch eine größere Herausforderung zur Beherrschung der produktionstechnischen Umsetzung dar. Die Bemühungen um Produktionsstabilität und Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Module machten Investitionen in die Erweiterung des speziellen Druckverfahrens, in neue Horizontalspeichereinheiten, in Erweiterungen an bestehenden Anlagen und deren Optimierung notwendig. Trotz dieser Bemühungen der CSG Solar wurde das in seiner Größe eher kleine Unternehmen mit seiner noch früheren Entwicklungsphase deutlich härter durch die Finanzkrise gefährdet als andere Mitwettbewerber. Umsatz und Auftragsentwicklung Nachdem die CSG Solar im Jahr 2007 die ersten kommerziellen Module verkaufen konnte, wurden im Berichtsjahr 2008 insgesamt 74.712 Module (Vorjahr: 35.202 Module) verkauft. Der Großteil der Module wurde an den Kunden Q-Cells International geliefert. Die hauptsächlichen Kunden der CSG Solar sind Projektgesellschaften mit einschlägiger Erfahrung, denen ausschließliche Rechte am Vertrieb der CSG Module gewährt worden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2008 wurde die Produktion der CSG Solar eingestellt. Beschaffung Der Anteil des Gesamtmaterialverbrauches, gemessen an der Gesamtleistung der CSG Solar, ist im Berichtsjahr verhältnismäßig hoch. Gründe hierfür liegen in der Durchführung von Optimierungsaufgaben zur Durchsatzerhöhung und der Einbau von Anlagen zur verbesserten Prozesskontrolle und der damit verbundenen Testlaufproduktion und erhöhter Ausschussquote. Als ein entscheidender Rohstoff bei der CSG Technologie kommt das Gas Silan zum Einsatz. Es gilt als spezielles Ausgangsmaterial für die Erzeugung extrem dünner Siliziumschichten. Zur Risikominimierung und zur Vorbeugung von Preisexpansionen wurde eine Umstellung auf einen zusätzlichen, zweiten Rohstofflieferanten unter Einbindung der Fa. Praxair vorgenommen. Eine Abhängigkeit einer limitierten Verfügbarkeit durch Produktionsmengen und Kapazitäten an Siliziumwafern besteht durch die besondere Technologie der CSG Solar nicht. Die für die Produktion der CSG-Dünnschichtmodule erforderlichen Materialien unterlagen im Geschäftsjahr 2008 nur geringfügigen Preisschwankungen. Produktion Im Geschäftsjahr 2008 kam es unterjährig zu kürzeren Unterbrechungen im Produktionsbereich aufgrund der Optimierung des Produktionsprozesses. Ziel dieser Bemühungen war die Reduzierung der Durchlaufzeiten bei der Modulproduktion. Zur Vermeidung von Ausfällen an Maschinen und Anlagen hat die Gesellschaft dahingehend Maßnahmen, wie Einbau einer verbesserten Prozesskontrolle oder kontinuierlicher Ausbau des Wartungsmanagement, ergriffen, die zur Verhinderung dieses Ausfallrisikos führen. Im Geschäftsjahr 2008 konnte die Gesellschaft unterjährig eine andauernde Stabilität in der Produktion gewährleisten. Trotz der erreichten Verbesserungen im Produktionsbereich kam es zum Ende des Geschäftsjahres 2008 zur Produktionseinstellung. Die Gründe liegen in der nicht kostendeckenden Fertigung. Investition Zur Verbesserung der Qualitätskonstanz und Stabilität im Modulherstellungsprozess und zur Umsetzung des Know-how in eine wettbewerbsfähige Produktion wurde eine Reihe von Investitionen vorgenommen. Errichtet und installiert wurde eine neue Siloanlage und ein Industrieroboter. Für den feuchtigkeitsempfindlichen BEAT-Prozess erfolgte der Einbau einer Maschinenumhausung, verbunden mit verbesserter Klimatechnik. Weitere Investitionsmaßnahmen zur Produktionssteigerung und -stabilität betrafen sowohl die Qualitätskontrolle (Laborausrüstungen, Kalibrierung), als auch eine verbesserte Automatisierungstechnik in der Entfeuchtung (Modulassembly). Zusätzlich erfolgte eine Erweiterung der humid soak-Anlage und die Installation eines paternostergeführten Produktionsschritts. Finanzierung Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2008 durch die Ausgabe von 1.480.000 Aktien finanziert, um die Zahlungsfähigkeit der der CSG Solar AG jederzeit gewährleisten zu können. Um den Liquiditätsbedarf frühzeitig zu erkennen, wird eine rollierende Liquiditätsplanung von der Gesellschaft vorgenommen, die als Steuerungsinstrument zur Sicherung der Liquidität dient. Für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden TEUR 1.586 an finanziellen Mitteln bereitgestellt. Desweiteren wurde im Geschäftsjahr 2008 nach Abschluss der Erweiterungsinvestitionen TEUR 547 an Fördergeldern an die Gesellschaft ausgezahlt. Durch die Ausgabe von Aktien sind der Gesellschaft TEUR 14.800 an finanziellen Mitteln zugeflossen. Am Jahresanfang bestehende Bankkredite konnten im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 1.863 getilgt werden. Personal Zum Bilanzstichtag beschäftigte die CSG SOLAR 160 Mitarbeiter (31. Dezember 2007: 146). Weitere 14 Mitarbeiter sind bei der CSG Solar Pty. Ltd., Sydney, Australien, beschäftigt. Aufgrund der angespannten Marktsituation gegen Ende des Geschäftsjahres 2008 und der daraus resultierenden Vorstandsentscheidung die Produktion nicht fortzuführen, sondern das Unternehmen zunächst als eine Forschungseinrichtung weiterzuführen, hatte dieses Ereignis auch weitreichende Konsequenzen für die Mitarbeiteranzahl. Aus o.g. Gründen mussten 118 Mitarbeitern betriebsbedingt zum 30. April 2009 gekündigt werden, während eine Kernmannschaft von 42 Mitarbeitern (zuzüglich 3 Azubis) im Unternehmen verbleiben soll, um die neuen Aufgaben realisieren zu können. Für die gekündigten Mitarbeiter konnte die CSG Solar Beratungs- und Informationsleistungen anbieten. Mit deren Hilfe und der Unterstützung der Partnerfirmen im "Solar Valley" konnten Mitarbeiter im Areal der örtlich ansässigen Solarfirmen weitervermittelt werden. Darstellung der Ertrags, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftete die Gesellschaft einen deutlichen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch war ein erhöhter Jahresfehlbetrag gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dieser war im Wesentlichen durch einen hohen Fixkostenblock und durch hohe Reparaturaufwendungen sowie durch einmalige Restrukturierungsaufwendungen aufgrund der Einstellung der Produktion zum Ende des Geschäftsjahres verursacht. Die Umsatzerlöse konnten durch ein erhöhtes Produktionsvolumen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Korrespondierend haben sich die variablen Materialkosten erhöht. Trotz der positiven Umsatzentwicklung konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aufgrund der variablen und fixen Kostenentwicklung nicht gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Gemäß der Entscheidung von Aufsichtsrat und Vorstand erfolgte am Ende des Geschäftsjahres 2008 die vorläufige Einstellung der Serienproduktion. Die damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen für die Restrukturierung in Höhe von TEUR 1.691 und die außerplanmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens sowie des korrespondierenden Sonderpostens von insgesamt TEUR 15.471 belasteten das Ergebnis des Geschäftsjahres zusätzlich. 2. Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme ist im Wesentlichen aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 25.955 aufgrund von Überkapazitäten und eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten der Produktionsanlagen gesunken. Das Anlagevermögen macht zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 ca. 76 % der Bilanzsumme aus. Für erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen wird ein Sonderposten auf der Passivseite ausgewiesen und korrespondierend zur Abschreibung der bezuschussten Sachanlageninvestitionen ertragswirksam aufgelöst. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist zum einen durch- den Jahresfehlbetrag des laufenden Geschäftsjahres und zum anderen durch Kapitalmaßnahmen und Einzahlungen weiterer finanzieller Mittel in das Eigenkapital der Gesellschaft gekennzeichnet. Zum 31. Dezember 2008 besteht ein "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 4.570. Die bilanzielle Überschuldung war zum 31. Dezember 2009 aufgrund des am 11. März 2009 geschlossenen Restrukturierungsvertrages und der in diesem Zusammenhang erfolgten Forderungsverzichte und Kapitalmaßnahmen ausgeglichen. Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten resultiert insbesondere aus der Bildung von Rückstellung für Restrukturierungsaufwendungen aufgrund der Einstellung der Produktion zum Ende des Geschäftsjahres 2008. Voraussichtliche Entwicklung Im Geschäftsjahr 2009 erfolgte neben der bisherigen Forschungstätigkeit auch der positive Abschluss der Restrukturierung und eine stabile und mittelfristige Sicherstellung der Finanzierung der weiteren Entwicklung der CSG Solar durch die Finanzierungszusagen des neuen Mehrheitsgesellschafters. Diese Maßnahmen werden sich wesentlich auf die Wiederaufnahme der zum Ende des Geschäftsjahres 2008 eingestellten Produktion auswirken. Nach den derzeitigen Zeitplänen geht die Gesellschaft davon aus, dass die Aufnahme einer produktiven Tätigkeit in einem Zeitraum von 4 bis 5 Jahren umgesetzt werden kann. Der eingeschlagene Entwicklungsweg weist die realistische Möglichkeit zur Erreichung von 120 Watt und höheren Modulleistungen auf. Durch die Bündelung der Forschungsaktivitäten strebt das Management der Gesellschaft die beschleunigte Erreichung des ursprünglich eher langfristigen Ziels von 150 Watt Modulleistung an. Die Zusammenführung aller Projektaktivitäten und das Vorliegen bereits positiver Ergebnisse lassen einen deutlich leistungserhöhenden Effekt bei gleichzeitiger Kostenersparnis für den technologischen Gesamtprozess erwarten. Weiterhin betreibt die Gesellschaft - insbesondere durch die Mithilfe der Tochtergesellschaft CSG Solar Pty. Ltd., Sydney, Australien, deren Tätigkeit wesentlich der Forschung und Entwicklung der "Crystalline Silicon on Glass" Photovoltaik-Technologie dient - weitere Projekte, die der langfristigen Leistungssteigerung der Module dienen. Forschungsarbeit wird auch auf dem Gebiet der Untersuchung von Anlagen und Materialien geleistet, die die Produktion zukünftig preisgünstiger betreiben lassen. Der langfristige Erfolg ist dabei nicht begrenzt auf den Erfolg der in Thalheim bereits entstandenen Fabrik. Das Potential des Unternehmens liegt in der Fähigkeit, die Technologie weiterzuentwickeln und in größerem Umfang mit günstigeren Kostenstrukturen umzusetzen. Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung Trotz einer für 2010 bleibenden Stagnation in der Solarmarkt-Dynamik, bleibt die Photovoltaik auf Grund von internationalen Vereinbarungen zum Klimaschutz, dem politischen Ziel, eine größere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu erreichen und nicht zuletzt wegen des hohen Innovationspotentials der Branche eine echte Alternative mit Wachstumsprognose. Neben den berechtigten Erwartungen an eine schnelle Wiederbelebung des Solar-Geschäftes birgt eine zukünftige Entwicklung der Branche auch seriöse Chancen für Unternehmen mit solartechnisch alternativen Technologien. Hier wird auch das Zukunftspotential der CSG Solar gesehen. Bei einer unterstellten Leistungssteigerung der Module in Richtung 150 Watt hat die innovative und elegante Technologie der CSG Solar, die bei extrem kleinen Si-Schichtdicken ohne Lieferung von Siliziumwafern auskommt, bei Erreichung einer fundamentalen Produktionsstabilität und weiterer Einsparungen bei den Herstellungskosten ein signifikantes Potential zur Etablierung am Markt. Sollten die Forschungsergebnisse und deren Realisierung jedoch keine ausreichende Leistungssteigerung der Module deutlich in Richtung 150 Watt aufweisen, wäre die CSG Solar Technologie dann nicht wettbewerbsfähig. Eine daraus resultierende Folge wäre die Einstellung der Forschungsarbeiten. Die Wettbewerbsfähigkeit der CSG Technologie ist davon abhängig, dass die Optimierung des Halbleitermaterials und der Zellenstrukturen im Forschungsmodus als auch im Massenproduktionsprozess vorangetrieben werden kann, um die Leistungsfähigkeit der Module zu erhöhen. Hierfür sind sowohl qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter als auch eine zielgerichtete Übernahme der Forschungsergebnisse in den Produktionsprozess notwendig. Die Gesellschaft verfügt über den Zugang zu hochqualifizierten internen und externen Ressourcen und engagiert sich laufend in der Vertiefung des Forschungsbereiches. Aufgrund bestehender Förderbedingungen für erhaltene staatliche Zuwendungen sind bei deren Nichteinhaltung möglicherweise Rückzahlungsverpflichtungen durch die Gesellschaft zu leisten. Die Einhaltung der Förderbedingung ist mit deutlich geringerem Risiko behaftet, da der Mehrheitsgesellschafter der CSG Solar die Möglichkeit einer alternativen Geschäftstätigkeit in Aussicht gestellt hat. Für die zukünftige Geschäftsentwicklung und die Forschungstätigkeiten ist die Umsetzung und Sicherstellung einer mittelfristigen Finanzierung insbesondere für den derzeit kalkulierten Zeitraum der ausschließlichen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten entscheidend. Derzeit geht der Vorstand davon aus, dass aufgrund der Restrukturierung und ergänzender Kapitalmaßnahmen sowie durch ein Gesellschafterdarlehen vom 25. März 2010 und dessen in Aussicht gestellte Anpassung an den weiteren Finanzmittelbedarf der Gesellschaft die Zahlungsfähigkeit für den Zeitraum der Forschungstätigkeit gesichert ist. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Datum vom 11. März 2009 wurde mit den Gesellschaftern sowie wesentlichen Gläubigern ein Restrukturierungsvertrag geschlossen. Im Ergebnis verzichten die stillen Gesellschafter auf ihre Einlagen und deren Verzinsung und die Gläubiger auf die Rückzahlung bzw. Ausübung der Wandelanleihen. Weiterhin wurden ergänzende Forderungsverzichte übriger Gläubiger vertraglich vereinbart. Insgesamt wurden der Gesellschaft als Folge des Restrukturierungsvertrages Verbindlichkeiten in Höhe von ca. EUR 18 Mio. nach dem Bilanzstichtag erlassen. Neben dem Forderungsverzicht der Gläubiger erfolgte durch einen Hauptversammlungsbeschluss vom 13. März 2009 eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 2:1 und eine Barkapitalerhöhung in Höhe von EUR 2 Mio. Durch zwei weitere Hauptversammlungsbeschlüsse vom 5. Mai und 20. Juli 2009 wurde das Stammkapital auf insgesamt EUR 9.337.286,00 erhöht. Durch Anteilserwerbe und Kapitalerhöhungen hat die Suntech Power International Limited (im Folgenden kurz: "Suntech") nach dem Bilanzstichtag mehr als 90 % der Gesellschaftsanteile an der CSG Solar erworben. Mit Vertrag vom 24. März 2010 hat die Suntech die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft mit einem Darlehen über EUR 5 Mio. vereinbart. Die Ausreichung des Darlehens erfolgt vertragsgemäß in monatlichen Auszahlungsbeträgen, wobei die Höhe des Betrages dem Finanzmittelbedarf angepasst wird, über einen Zeitraum von 3 Jahren bis zum 24. März 2013. Die Rückzahlung des Darlehens ist für das Ende der Vereinbarung vorgesehen.
Thalheim, 29. April 2011 Dr. Ottmar KoederCEO/COO Carl von BraunCFO Dr. Renate EganCTO |
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