Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 14291
Vorher
Hemeyer Verpackungen GmbH, Werk Bitterfeld
Eingetragen
26.5.1997
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Fertigung und Vertrieb von Verpackungsmitteln und sonstiger industrieller Erzeugnisse aller Art, Beteiligung an anderen Unternehmungen sowie der Handel mit gleichen oder ähnlichen Erzeugnissen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Nürnberg
seit 19.7.2019
Geschäftsführer
Holger Braun
seit 12.3.2018
Geschäftsführer
Nicole Reinert
seit 12.3.2018
Prokura
Ulf Ertmer
seit 3.7.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

24.44% identifiziert75.56% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
A******** H******
24.44%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Karl-Heinz und Annemarie Hemeyer-Stiftung
69.56%
Karl-Heinz und Annemarie Hemeyer-Stiftung
6.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hemeyer Holding GmbH
Germany
7.050.020 €
94.00%
Karl-Heinz und Annemarie Hemeyer-Stiftung
Germany
449.980 €
6.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hemeyer Holding GmbH

Bad Lauterberg im Harz

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände 316.500,00 292.684,57
Sachanlagen 1.262.687,90 1.359.779,71
Finanzanlagen 2.748.953,20 3.190.528,10
  4.328.141,10 4.842.992,38
Umlaufvermögen    
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.541.368,42 6.902.904,52
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 634.477,61 371.776,70
  14.175.846,03 7.274.681,22
Rechnungsabgrenzungsposten 39.916,80 106.429,00
Aktive latente Steuern 251.700,00 153.900,00
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 2.925.291,95
  18.795.603,93 15.303.294,55
  31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
 
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
Gewinnvortrag -7.925.291,95 -6.286.561,72
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 5.422.555,41 -1.638.730,23
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 2.925.291,95
  2.497.263,46 0,00
Rückstellungen 4.169.716,17 2.643.508,10
Verbindlichkeiten 12.128.624,30 12.659.786,45
  18.795.603,93 15.303.294,55

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen oder zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Bei der Bemessung der Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Die Abschreibungen auf Zugänge werden im Zugangsjahr zeitanteilig verrechnet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für Einzelrisiken bewertet. Eine Pauschalwertberichtigung wird nicht gebildet, sofern im Aufstellungszeitraum die Kundenforderungen innerhalb der vereinbarten Fälligkeiten eingehen..

Im Übrigen werden Vermögensgegenstände mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet.

Zahlungsausgänge im Geschäftsjahr werden, soweit sie Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahres betreffen, als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Auflösung eines Disagios erfolgt planmäßig nach der linearen Methode.

Aktive latente Steuern werden für das Steuerguthabenpotenzial in steuerrechtlichen Verlustvorträgen der steuerpflichtigen Organschaft nicht gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden auf zeitliche Ergebnisunterschiede aus Abweichungen in den Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet und saldiert ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen werden konzerneinheitlich mit dem Erfüllungsbetrag nach der PUC-Methode unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 0,00 %, eines Rententrends von 0,00 %, eines Abzinsungszinssatzes von 1,87 % (Vorjahr 2,30 %) sowie der Richttafel von Prof. Dr. Klaus Heubeck von 2005 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Der sich durch den Übergang auf die Bewertung nach BilMoG ergebende Anpassungsbetrag wird in Ausübung des Übergangswahlrechts des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über den Zeitraum von 15 Jahren der Pensionsrückstellung zugeführt. Der Ausweis dieser Zuführung erfolgt gemäß Art. 67 Abs. 7 EGHGB in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Eine Zusatzberechnung aufgrund § 253 Abs. 6 HGB wurde mit einem Abzinsungszinssatz von 1,35 % (Vorjahr 1,60 %) durchgeführt. Bei der Bewertung der Altersvorsorgeverpflichtungen wurden zukünftige Kostensteigerungen in Form von Gehalts- und Rententrends nicht einbezogen, da aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft für die Sanierungsphase (bis zur Wiederherstellung der Stammkapitalziffer in der Hemeyer Holding GmbH) keine Rentensteigerungen bei Rentenempfängern vorgesehen sind.

Die weiteren Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung von erwarteten Kosten- und Preissteigerungen angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden laufzeitabhängig abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden unverändert fortgeführt.

II. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2021 betragen für immaterielle Vermögensgegenstände € 90.443,34 und für Sachanlagen € 65.664,63.

2. Pensionsrückstellungen

Der sich durch Übergang auf die Bewertungsvorschriften nach Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergebende Anpassungsbetrag wurde in Ausübung des Übergangswahlrechts des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über den Zeitraum von 15 Jahren ab dem Geschäftsjahr 2010 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der restliche Betrag der Pensionsrückstellung zugeführt. Hier ergab sich im Vorjahr eine Unterdeckung in der Handelsbilanz zum 31. Dezember 2020 in Höhe von T€ 189.

III. Sonstige Angaben

1. Mitglieder der Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren die Herren Dipl.-Ing. (FH) Holger Braun und Dipl.-Kfm. Jörg Nürnberg. Die Bezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB werden aufgrund § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht angegeben, im Anhang des Mutterunternehmens entfällt dies aufgrund § 288 Abs. 1 HGB.

2. Anteilsbesitz

Kapitalanteil Eigenkapital 31.12.2021 Ergebnis 2021
% T€ T€
Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Lauterberg, Bad Lauterberg im Harz 100 1.000 2.765 1)
Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Kleve, Kleve      
1/3 direkt gehalten      
2/3 indirekt gehalten über Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Lauterberg 100 1.300 2.817 1)
Hemeyer Verpackungen GmbH, Werk Bitterfeld, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin 100 300 1.062 1)
Hemeyer Service GmbH Bitterfeld-Wolfen OT Greppin 100 100 28 1)
Hemeyer Liegenschafts GmbH, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin 94 7.500 531 1)

1) Ergebnis vor Ergebnisabführung aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird zum Bundesanzeiger eingereicht und ist dort erhältlich unter der Registernummer der Gesellschaft beim Amtsgericht Göttingen, HRB 120037.

4. Ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB

Die im Jahresabschluss des Mutterunternehmens ausgewiesenen Beträge für aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (abzüglich hierfür gebildeter passiver latenter Steuer) in Höhe von T€ 221 sowie für aktive latente Steuern in Höhe von T€ 346 nicht ausgeschüttet werden.

 

Bad Lauterberg im Harz, den 28. April 2022

Hemeyer Holding GmbH

Geschäftsführung

gez. H. Braun

gez. J. Nürnberg

Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 12. Juli 2022 festgestellt worden.

Hemeyer Verpackungen GmbH

Werk Lauterberg, Bad Lauterberg im Harz

Die Gesellschafter haben durch Gesellschafterbeschluss vom 12. Juli 2022 den Verzicht auf die Offenlegung des Jahresabschlusses 2021 in Anwendung des § 264 Abs. 3 HGB für die Gesellschaft beschlossen.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, (Amtsgericht Göttingen HRB 120037) ist Mutterunternehmen dieser Gesellschaft und steht aufgrund des von der Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Lauterberg, Bad Lauterberg im Harz, (Amtsgericht Göttingen HRB 120147) am 13. Juni 2003, zuletzt geändert am 16. Dezember 2014, mit der Hemeyer Holding GmbH geschlossenen Gewinnabführungsvertrags für deren Verpflichtungen ein. Es besteht eine konzernrechtliche Verbundenheit der Unternehmen, gemäß diesem Gewinnabführungsvertrag besteht eine gesetzliche Verlustübernahme nach § 302 AktG, der Vertrag gilt auch im Geschäftsjahr 2022.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, legt den geprüften Konzernabschluss sowie Lagebericht und Bestätigungsvermerk des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2021, in den das Tochterunternehmen einbezogen ist, offen. Im Anhang des Konzernabschlusses ist die Befreiung des Tochterunternehmens angegeben.

 

Bad Lauterberg im Harz, den 12. Juli 2022

Hemeyer Verpackungen GmbH

Werk Kleve, Kleve

Die Gesellschafter haben durch Gesellschafterbeschluss vom 12. Juli 2022 den Verzicht auf die Offenlegung des Jahresabschlusses 2021 in Anwendung des § 264 Abs. 3 HGB für die Gesellschaft beschlossen.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, (Amtsgericht Göttingen HRB 120037) ist Mutterunternehmen dieser Gesellschaft und steht aufgrund des von der Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Kleve, Kleve, (Amtsgericht Kleve HRB 989) am 13. Juni 2003, zuletzt geändert am 16. Dezember 2014, mit der Hemeyer Holding GmbH geschlossenen Gewinnabführungsvertrags für deren Verpflichtungen ein. Es besteht eine konzernrechtliche Verbundenheit der Unternehmen, gemäß diesem Gewinnabführungsvertrag besteht eine gesetzliche Verlustübernahme nach § 302 AktG, der Vertrag gilt auch im Geschäftsjahr 2022.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, legt den geprüften Konzernabschluss sowie Lagebericht und Bestätigungsvermerk des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2021, in den das Tochterunternehmen einbezogen ist, offen. Im Anhang des Konzernabschlusses ist die Befreiung des Tochterunternehmens angegeben.

 

Bad Lauterberg im Harz, den 12. Juli 2022

Hemeyer Verpackungen GmbH

Werk Bitterfeld, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin

Die Gesellschafter haben durch Gesellschafterbeschluss vom 12. Juli 2022 den Verzicht auf die Offenlegung des Jahresabschlusses 2021 in Anwendung des § 264 Abs. 3 HGB für die Gesellschaft beschlossen.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, ist Mutterunternehmen dieser Gesellschaft und steht aufgrund des von der Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Bitterfeld, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin, (Amtsgericht Stendal HRB 6005) am 7. Dezember 2006, zuletzt geändert am 19. März 2007, mit der Hemeyer Holding GmbH geschlossenen Gewinnabführungsvertrags für deren Verpflichtungen ein. Es besteht eine konzernrechtliche Verbundenheit der Unternehmen, gemäß diesem Gewinnabführungsvertrag besteht eine gesetzliche Verlustübernahme nach § 302 AktG, der Vertrag gilt auch im Geschäftsjahr 2022.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, legt den geprüften Konzernabschluss sowie Lagebericht und Bestätigungsvermerk des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2021, in den das Tochterunternehmen einbezogen ist, offen. Im Anhang des Konzernabschlusses ist die Befreiung des Tochterunternehmens angegeben.

 

Bad Lauterberg im Harz, den 12. Juli 2022

Hemeyer Service GmbH, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin

Die Gesellschafter haben durch Gesellschafterbeschluss vom 12. Juli 2022 den Verzicht auf die Offenlegung des Jahresabschlusses 2021 in Anwendung des § 264 Abs. 3 HGB für die Gesellschaft beschlossen.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, ist Mutterunternehmen dieser Gesellschaft und steht aufgrund des von der Hemeyer Service GmbH, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin, (Amtsgericht Stendal HRB 17522) am 14. Dezember 2011 mit der Hemeyer Holding GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags für deren Verpflichtungen ein. Es besteht eine konzernrechtliche Verbundenheit der Unternehmen, gemäß diesem Ergebnisabführungsvertrag besteht eine gesetzliche Verlustübernahme nach § 302 AktG, der Vertrag gilt auch im Geschäftsjahr 2022.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, legt den geprüften Konzernabschluss sowie Lagebericht und Bestätigungsvermerk des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2021, in den das Tochterunternehmen einbezogen ist, offen. Im Anhang des Konzernabschlusses ist die Befreiung des Tochterunternehmens angegeben.

 

Bad Lauterberg im Harz, den 12. Juli 2022

Hemeyer Liegenschafts GmbH, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin

Die Gesellschafter haben durch Gesellschafterbeschluss vom 12. Juli 2022 den Verzicht auf die Offenlegung des Jahresabschlusses 2021 in Anwendung des § 264 Abs. 3 HGB für die Gesellschaft beschlossen.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, ist Mutterunternehmen dieser Gesellschaft und steht aufgrund des von der Hemeyer Liegenschafts GmbH, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin, (Amtsgericht Stendal HRB 14291) am 19. Dezember 2012 mit der Hemeyer Holding GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags für deren Verpflichtungen ein. Es besteht eine konzernrechtliche Verbundenheit der Unternehmen, gemäß diesem Ergebnisabführungsvertrag besteht eine gesetzliche Verlustübernahme nach § 302 AktG, der Vertrag gilt auch im Geschäftsjahr 2022.

Die Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, legt den geprüften Konzernabschluss sowie Lagebericht und Bestätigungsvermerk des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2021, in den das Tochterunternehmen einbezogen ist, offen. Im Anhang des Konzernabschlusses ist die Befreiung des Tochterunternehmens angegeben.

 

Bad Lauterberg im Harz, den 12. Juli 2022

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und Konzernlagebericht

der Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hemeyer Holding GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Konzernabschluss der Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

hole ich ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die alleinige Verantwortung für meine Prüfungsurteile.

beurteile ich den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während unserer Prüfung feststelle.

 

Göttingen, den 29. April 2022

HSBM Göttingen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Robert Menzel, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 51.889,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 316.500,00 13.704,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 227.098,57
  316.500,00 292.691,57
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken    
Grund und Boden 1.280.175,69 1.401.933,59
Baulichkeiten 2.121.419,90 2.379.988,90
  3.401.595,59 3.781.922,49
Technische Anlagen und Maschinen 4.237.714,00 3.644.681,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 704.982,60 914.493,23
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 365.079,95 728.395,01
  8.709.372,14 9.069.491,73
Finanzanlagen    
Wertpapiere des Anlagevermögens 600,00 442.174,90
  9.026.472,14 9.804.358,20
Umlaufvermögen    
Vorräte    
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.528.196,99 1.704.024,72
Unfertige Erzeugnisse 45.878,58 878.324,60
Fertige Erzeugnisse 855.679,25 661.305,75
  6.429.754,82 3.243.655,07
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.281.804,55 6.995.663,56
Sonstige Vermögensgegenstände 1.179.113,99 431.086,77
  11.460.918,54 7.426.750,33
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.777.009,88 1.037.126,45
  19.667.683,24 11.707.531,85
Rechnungsabgrenzungsposten 69.723,88 162.433,70
Aktive latente Steuer 251.700,00 153.900,00
  29.015.579,26 21.828.223,75

Passiva

   
  31.12.2021 31.12.2020
 
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
Gewinnrücklage 801.547,05 801.547,05
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 450.000,00 450.000,00
Konzernverlustvortrag -2.256.896,31 -618.166,08
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 5.422.555,41 -1.638.730,23
  9.417.206,15 3.994.650,74
Sonderposten für Investitionszuschüsse 428.157,00 529.026,00
Rückstellungen    
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.748.130,00 3.228.411,00
Steuerrückstellungen 722.970,76 194,13
Sonstige Rückstellungen 1.904.353,47 287.746,85
  6.375.454,23 3.516.351,98
Verbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.343.010,56 5.918.745,08
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.104.264,14 3.079.055,92
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 2.731.189,77 2.748.743,32
Sonstige Verbindlichkeiten 1.616.297,41 2.041.650,71
  12.794.761,88 13.788.195,03
  29.015.579,26 21.828.223,75

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
Umsatzerlöse 87.513.211,49 52.393.535,93
Verminderung bzw. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -638.072,52 -103.785,39
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 98.100,00
Sonstige betriebliche Erträge 737.637,68 351.890,72
  87.612.776,65 52.739.741,26
Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -54.277.918,29 -33.062.157,56
Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.863.659,22 -2.821.771,48
  29.471.199,14 16.855.812,22
Personalaufwand    
Löhne und Gehälter -6.196.939,41 -5.090.378,81
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.768.067,57 -1.322.726,52
(davon für Altersversorgung € -495.227,00; Vj. € -193.417,95)    
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.446.580,33 -1.614.619,06
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.450.149,53 -9.897.433,68
  6.609.462,30 -1.069.345,85
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.251,39 15.186,16
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -498.074,79 -536.035,33
(davon aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung € -70.168,00; Vj. € -74.860,00)    
Ausgleichszahlung für andere Gesellschafter -25.703,00 -16.168,00
  6.087.935,90 -1.606.363,02
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -627.791,35 5.873,85
(davon aus latenten Steuern € 97.800,00; Vj. € 30.400,00)    
Konzernergebnis nach Steuern 5.460.144,55 -1.600.489,17
Sonstige Steuern -37.589,14 -38.241,06
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 5.422.555,41 -1.638.730,23

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Angabe der Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 HGB für die Tochterunternehmen der Hemeyer Holding GmbH sowie des § 291 HGB für die Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Lauterberg

Die Hemeyer Holding GmbH hat durch entsprechende Gesellschafterbeschlüsse bei den Tochterunternehmen diese von der Aufstellung von Anhang und Lagebericht befreit und beabsichtigt, diese Gesellschaften (vgl. Aufstellung in Abschnitt II.) auch von der Offenlegung zu befreien. Der Konzernabschluss wird zum Bundesanzeiger eingereicht und ist dort erhältlich. Werden Befreiungsbeschlüsse für die Tochterunternehmen auch in Bezug auf die Offenlegung gefasst und veröffentlicht, hat dieser Konzernabschluss befreiende Wirkung für die in Abschnitt II. im Konsolidierungskreis genannten Tochterunternehmen.

Dieser aufgestellte Konzernabschluss hat befreiende Wirkung für die Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Lauterberg, Bad Lauterberg im Harz, in Bezug auf die Verpflichtung zur Aufstellung eines (Teil-) Konzernabschlusses und (Teil-) Konzernlageberichts.

Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

Die Hemeyer Holding GmbH ist gemäß § 290 HGB verpflichtet, zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss aufzustellen, da die Größenmerkmale des § 293 Abs. 1 HGB überschritten sind. Sie stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von verbundenen Unternehmen auf. Der Ansatz, die Bewertung und die Gliederung der Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfolgen gemäß § 300 und § 308 HGB einheitlich nach den Vorschriften des HGB und den Vorgaben der Hemeyer Holding GmbH.

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember als Abschlussstichtag.

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger elektronisch eingereicht und veröffentlicht und sind dort erhältlich (Amtsgericht Göttingen, Registernummer HRB 120037).

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst, neben der Hemeyer Holding GmbH, insgesamt fünf inländische, vollkonsolidierte Tochterunternehmen. Die Hemeyer Holding GmbH hält an diesen Unternehmen unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Anteile. Sie stehen unter ihrem beherrschenden Einfluss. Zu diesen Gesellschaften zählen im Einzelnen:

Hemeyer Holding GmbH, Konsolidierungskreis Unternehmen Kapitalanteil Eigenkapital 31.12.2021 Ergebnis 2021
Werte in % T€ T€
Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg im Harz --- 2.497 -1.780 1)
Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Lauterberg, Bad Lauterberg im Harz 100,0 1.000 2.765 2)
Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Kleve, Kleve 100,0 1.300 2.817 2)
1/3 direkt gehalten      
2/3 indirekt gehalten über Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Lauterberg      
Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Bitterfeld, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin 100,0 300 1.062 2)
Hemeyer Service GmbH, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin 100,0 100 28 2)
Hemeyer Liegenschafts GmbH, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin 94,0 7.500 531 2)

1) Ergebnis inkl. Steueraufwand für den Organkreis vor Ergebnisübernahme aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen.
2) Ergebnis vor Ergebnisabführung aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen.

Alle Tochterunternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der Hemeyer Holding GmbH stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB) durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss, frühestens zum 1. Januar 2001. Hiernach verbleibende passivische Unterschiedsbeträge wurden bis zum 31. Dezember 2009 als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen und im Geschäftsjahr 2010 in die Gewinnrücklage umgegliedert.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden gemäß § 303 bis § 305 HGB eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt eine Steuerabgrenzung nach § 306 HGB, für die ein einheitlicher Konzernsteuersatz von 30 % angewendet wird.

Die Konsolidierungsmethoden werden unverändert fortgeführt.

IV. Angaben zu den im Jahresabschluss und im Konzern einheitlich angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen oder zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Bei der Bemessung der Abschreibungen werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Die Abschreibungen auf Zugänge werden im Zugangsjahr zeitanteilig verrechnet.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden Maschinen zum Zweck der Liquiditätsstärkung an einen Finanzierungsgeber verkauft und von diesem für einen anknüpfenden vierjährigen Mietzeitraum zurückgemietet (sachverhaltsgestaltende Maßnahme, sog. Sale & Rent Back-Transaktion). Für die Zeit bis November 2024 liegt hinsichtlich der verkauften Maschinen ausschließlich aktivierungspflichtiges wirtschaftliches Eigentum vor. Diese Transaktion hat - neben dem Liquiditätszufluss in Höhe von T€ 1.417 - zu bilanziellen Auswirkungen in den Sonstigen Vermögensgegenständen (Mietkaution), Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (Bearbeitungsgebühren) und Sonstigen Verbindlichkeiten (Mietkaufdarlehen) geführt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für Einzelrisiken bewertet. Eine Pauschalwertberichtigung wird nicht gebildet, sofern im Aufstellungszeitraum die Kundenforderungen innerhalb der vereinbarten Fälligkeiten eingehen.

Im Übrigen werden Vermögensgegenstände mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet.

Zahlungsausgänge im Geschäftsjahr werden, soweit sie Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahres betreffen, als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Auflösung eines Disagios erfolgt planmäßig nach der linearen Methode.

Aktive und passive latente Steuern werden auf zeitliche Ergebnisunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen und auf Abweichungen in den Wertansätzen zwischen Handels- bzw. Konzern- und Steuerbilanz gebildet und saldiert ausgewiesen. Aktive latente Steuern werden für das Steuerguthabenpotenzial in steuerrechtlichen Verlustvorträgen der steuerpflichtigen Organschaft nicht gebildet.

Für Investitionszuschüsse wird ein Sonderposten gebildet, der über die Nutzungsdauer der angeschafften Vermögensgegenstände aufgelöst wird.

Die Pensionsrückstellungen werden konzerneinheitlich mit dem Erfüllungsbetrag nach der PUC-Methode unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 0,00 %, eines Rententrends von 0,00 %, eines Abzinsungszinssatzes von 1,87 % (Vorjahr 2,30 %) sowie der Richttafel von Prof. Dr. Klaus Heubeck von 2005 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Der sich durch den Übergang auf die Bewertung nach BilMoG ergebende Anpassungsbetrag wird in Ausübung des Übergangswahlrechts des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über den Zeitraum von 15 Jahren der Pensionsrückstellung zugeführt. Der Ausweis dieser Zuführung erfolgt gemäß Art. 67 Abs. 7 EGHGB in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Eine Zusatzberechnung aufgrund § 253 Abs. 6 HGB wurde mit einem Abzinsungszinssatz von 1,35 % (Vorjahr 1,60 %) durchgeführt. Bei der Bewertung der Altersvorsorgeverpflichtungen wurde zukünftige Kostensteigerungen in Form von Gehalts- und Rententrends nicht einbezogen, da aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft für die Sanierungsphase (bis zur Wiederherstellung der Stammkapitalziffer in der Hemeyer Holding GmbH) keine Rentensteigerungen bei Rentenempfängern vorgesehen sind.

Die weiteren Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung von erwarteten Kosten- und Preissteigerungen angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden laufzeitabhängig abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden unverändert fortgeführt.

V. Erläuterung der Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Januar 2021 Zugänge Abgänge Umgliederungen 31. Dezember 2021
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte          
Software 214.215,63 0,00 214.215,63 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten          
Software 508.834,65 118.193,77 508.834,65 227.098,57 345.292,34
Geschäftswert 15.514,96 0,00 0,00 0,00 15.514,96
  524.349,61 118.193,77 508.834,65 227.098,57 360.807,30
Geleistete Anzahlungen / Projekte          
Software 227.098,57 0,00 0,00 -227.098,57 0,00
  965.663,81 118.193,77 723.050,28 0,00 360.807,30
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken          
Grund und Boden 1.401.933,59 0,00 121.757,90 0,00 1.280.175,69
Gebäude, Nebenanlagen 11.931.783,73 0,00 2.558.831,50 150.487,28 9.523.439,51
  13.333.717,32 0,00 2.680.589,40 150.487,28 10.803.615,20
Technische Anlagen und Maschinen 25.968.292,86 819.119,77 2.255.767,31 536.026,91 25.067.672,23
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung          
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.472.541,91 86.286,70 687.090,81 41.880,82 2.913.618,62
Geringwertige Witschaftsgüter 109.003,28 6.898,15 113.939,60 0,00 1.961,83
  3.581.545,19 93.184,85 801.030,41 41.880,82 2.915.580,45
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau          
Geleistete Anzahlungen 150.487,28 0,00 0,00 -150.487,28 0,00
Anlagen im Bau 577.907,73 365.079,95 0,00 -577.907,73 365.079,95
  728.395,01 365.079,95 0,00 -728.395,01 365.079,95
  43.611.950,38 1.277.384,57 5.737.387,12 0,00 39.151.947,83
Finanzanlagen          
Wertpapiere des Anlagevermögens 442.174,90 0,00 441.574,90 0,00 600,00
Insgesamt € 45.019.789,09 1.395.578,34 6.902.012,30 0,00 39.513.355,13
Abschreibungen
1. Januar 2021 Zugänge Abgänge 31. Dezember 2021
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte        
Software 162.326,63 51.889,00 214.215,63 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten        
Software 495.130,65 42.496,34 508.834,65 28.792,34
Geschäftswert 15.514,96 0,00 0,00 15.514,96
  510.645,61 42.496,34 508.834,65 44.307,30
Geleistete Anzahlungen / Projekte        
Software 0,00 0,00 0,00 0,00
  672.972,24 94.385,34 723.050,28 44.307,30
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken        
Grund und Boden 0,00 0,00 0,00 0,00
Gebäude, Nebenanlagen 9.551.794,83 362.536,83 2.512.312,05 7.402.019,61
  9.551.794,83 362.536,83 2.512.312,05 7.402.019,61
Technische Anlagen und Maschinen 22.323.611,86 754.611,70 2.248.265,33 20.829.958,23
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.563.593,68 225.463,35 580.416,01 2.208.641,02
Geringwertige Witschaftsgüter 103.458,28 9.583,11 111.084,56 1.956,83
  2.667.051,96 235.046,46 691.500,57 2.210.597,85
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau        
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  34.542.458,65 1.352.194,99 5.452.077,95 30.442.575,69
Finanzanlagen        
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt € 35.215.430,89 1.446.580,33 6.175.128,23 30.486.882,99
Restbuchwerte
31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
     
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte    
Software 0,00 51.889,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten    
Software 316.500,00 13.704,00
Geschäftswert 0,00 0,00
  316.500,00 13.704,00
Geleistete Anzahlungen / Projekte    
Software 0,00 227.098,57
  316.500,00 292.691,57
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken    
Grund und Boden 1.280.175,69 1.401.933,59
Gebäude, Nebenanlagen 2.121.419,90 2.379.988,90
  3.401.595,59 3.781.922,49
Technische Anlagen und Maschinen 4.237.714,00 3.644.681,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 704.977,60 908.948,23
Geringwertige Witschaftsgüter 5,00 5.545,00
  704.982,60 914.493,23
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau    
Geleistete Anzahlungen 0,00 150.487,28
Anlagen im Bau 365.079,95 577.907,73
  365.079,95 728.395,01
  8.709.372,14 9.069.491,73
Finanzanlagen    
Wertpapiere des Anlagevermögens 600,00 442.174,90
Insgesamt € 9.026.472,14 9.804.358,20

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Aktive latente Steuern

Diese werden für bestehende Abweichungen in den Wertansätzen zwischen Konzern- bzw. Handels- und Steuerbilanz gebildet, der angewandte Steuersatz beträgt 30 %:

Differenzen in steuerlichen Bemessungsgrundlagen Bilanz zum 31.12.2021 Bilanz zum 31.12.2020 GuV 2021
(in T€)
Pensionsrückstellungen      
Steuer-Wert 2.594 2.565  
HGB-Wert 3.748 3.228  
darauf aktive latente Steuer (30% Steuersatz) 347 199  
Änderung im Geschäftsjahr (Steuerertrag)     148
Anlagevermögen (§ 248 Abs. 2 HGB)      
Steuer-Wert 0 0  
HGB-Wert 316 150  
darauf passive latente Steuer (30% Steuersatz) -95 -45  
Änderung im Geschäftsjahr (Steuerertrag)     -50
Insgesamt (saldiert) 252 154 98

4. Eigenkapital

Die Konzerngewinnrücklage beruht auf der erfolgsneutralen Einstellung des zum 1. Januar 2003 vorhandenen Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von T€ 68 (nach Bildung einer passiven latenten Steuer in Höhe von T€ 45) sowie einen im Geschäftsjahr 2008 aus dem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung umgegliederten Betrag in Höhe von T€ 52. Es handelte sich dabei um den Aufrechnungsunterschied aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der Hildebrand Service GmbH, die 2008 auf die Hemeyer Holding GmbH verschmolzen wurde. Die vormals als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 682 ausgewiesenen passivischen Differenzen aus der Kapitalkonsolidierung ergeben sich vollständig aus unverteilten Gewinnen der Tochterunternehmen im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung, die in 2010 aufgrund des BilMoG in die Gewinnrücklage umgegliedert wurden.

Der Anteil konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital eines Tochterunternehmens des Konzerns wird als Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter im Eigenkapital gesondert ausgewiesen. Der ausgewiesene Betrag betrifft 6,0 % des Eigenkapitals der Hemeyer Liegenschafts GmbH zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sowie nach Fortschreibung der auf den fremden Gesellschafter entfallenden Ergebnisse und Kapitalveränderungen.

Die Veränderungen des Konzerneigenkapitals sind im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

5. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betragen T€ 3.748 (Vorjahr T€ 3.228). Der sich durch Übergang auf die Bewertungsvorschriften nach Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergebende Anpassungsbetrag wurde in Ausübung des Übergangswahlrechts des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über den Zeitraum von 15 Jahren ab dem Geschäftsjahr 2010 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der restliche Betrag der Pensionsrückstellung zugeführt. Hier ergab sich im Vorjahr eine Unterdeckung in der Handelsbilanz / Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020 in Höhe von T€ 189 / T€ 237.

Für den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 250 (Vorjahr T€ 240) besteht eine Ausschüttungssperre.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben jeweils zum 31.12. des Geschäftsjahres folgende Restlaufzeiten:

bis 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt
(Werte in T€) 2021 2020 2021 2020 2021 2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.028 5.116 315 803 4.343 5.919
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.104 3.079 0 0 4.104 3.079
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.731 2.749 0 0 2.731 2.749
Sonstige Verbindlichkeiten 645 811 972 1.230 1.617 2.041
Insgesamt 11.508 11.755 1.287 2.033 12.795 13.788

Im Jahresabschluss der Muttergesellschaft sind Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von über ein Jahr in Höhe von T€ 224 (Vorjahr T€ 297) enthalten, im Übrigen bis zu einem Jahr.

Für die Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Lauterberg, die Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Kleve und die Hemeyer Verpackungen GmbH Werk Bitterfeld wurden die vorgenommenen Investitionen über grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen teilfinanziert. Investitionen in Anlagegüter wurden dabei langfristig (Laufzeit über fünf Jahre) finanziert. Bei den in 2018 aufgenommenen Darlehen sind Sicherungsübereignungen der Maschinen erfolgt. Die Finanzierungsmaßnahmen ab 2019 wurden durch einen Sicherheitenpool (geführt durch die Commerzbank AG auch für die anderen Kreditinstitute), dem Grundschulden und Forderungen übertragen sind, abgesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen als Schuldner ausschließlich die Hemeyer Holding GmbH und diese entfallen auf laufende Verrechnungen sowie Darlehen mit Rangrücktritts- und Belassungserklärungen.

Von den Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:

Sonstige Verbindlichkeiten
(Werte in T€) 31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten aus Steuern 72 61
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 17 18
Übrige 1.527 1.962
Insgesamt 1.616 2.041

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Anlagevermögen ist zum Teil durch öffentliche Zuwendungen bezuschusst (Anteilsfinanzierung der Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH - N-Bank sowie der Investitionsbank Sachsen-Anhalt - Anstalt der Norddeutschen Landesbank Girozentrale). Die Zuwendungen sind nicht rückzahlbar, soweit von der Gesellschaft die Verwendungsbestimmungen eingehalten werden.

VI. Erläuterung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Der Konzern erzielt folgende Umsatzerlöse:

(Werte in T€) 2021 2020
Inland 73.638 45.184
Ausland 13.875 7.210
Insgesamt 87.513 52.394

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen unterbleibt, da diese ausschließlich aus für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit des Konzerns typischen Erzeugnissen entstanden sind.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Von dem Sonderposten für Investitionszuschüsse wurden T€ 101 (Vorjahr: T€ 93) zu Gunsten des Ergebnisses aufgelöst.

3. Erträge bzw. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung

Periodenfremde Erträge sowie periodenfremde Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung sind nicht entstanden.

4. Steuererträge/-aufwendungen

Es wurden im Geschäftsjahr T€ 98 in den Aktiven Steuerabgrenzungsposten eingestellt (Vorjahr: Zuführung T€ 30).

VII. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Arbeitnehmer 2021 2020
Angestellte 41 40
Arbeiter 138 130
Summe 179 170
Auszubildende 5 4
Geschäftsführer 2 2
Insgesamt 186 176

In der Muttergesellschaft waren im Jahresdurchschnitt 15 (Vorjahr: 15) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Mitglieder der Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren die Herren Dipl.-Ing. (FH) Holger Braun und Dipl.-Kfm. Jörg Nürnberg. Die Bezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB werden aufgrund § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht angegeben, im Anhang des Mutterunternehmens entfällt dies aufgrund § 288 Abs. 1 HGB.

3. Honorare des Abschlussprüfers

Die als Aufwand im Geschäftsjahr erfassten Honorare betragen für den Konzernabschlussprüfer (das im Vorjahr erfasste Honorar entspricht dem für das Jahr berechneten Gesamthonorar):

(Werte in T€) 2021 2020
Abschlussprüfungsleistungen 40 40
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Beratungsleistungen 0 0
Insgesamt 40 40

4. Ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB

Die im Jahresabschluss des Mutterunternehmens ausgewiesenen Beträge für aktive latente Steuern in Höhe von T€ 252 dürfen nicht ausgeschüttet werden. Im Vorjahr durften die im Jahresabschluss des Mutterunternehmens ausgewiesenen Beträge für aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (abzüglich hierfür gebildeter passiver latenter Steuer) in Höhe von T€ 105 sowie für aktive latente Steuern in Höhe von T€ 199 nicht ausgeschüttet werden.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Konzern-Kapitalflussrechnung 2021

(mit Vorjahresvergleich)

Geschäftsjahr 2021 Geschäftsjahr 2020
T€ T€
  Konzernergebnis 5.423 -1.639
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.447 1.614
+/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen 1.617 -201
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen und anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind    
  Vorräte -3.186 222
  Forderungen -3.286 -154
  Sonstige Vermögensgegenstände -748 197
  Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 80 -103
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 860 -420
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen -301 -17
-/+ Veränderung Aktive Rechnungsabgrenzung (Sale & Rent Back) 12 12
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge    
  Veränderung Steuerabgrenzungsposten -98 -30
  Erträge aus der Auflösung von Sonderposten -101 -93
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge (ohne Rückstellungsbewertung) 426 446
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag (ohne Steuerlatenzen) 724 24
-/+ Ertragsteuerzahlungen -2 -24
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +2.867 -166
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -118 -228
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.277 -828
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 510 19
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 517 1
+ Erhaltene Zinsen und Dividenden 2 15
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -366 -1.021
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen 520 26
+/- Veränderung der Gesellschafterdarlehen -17 1.155
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten / Sale & Rent Back -666 -870
- Gezahlte Zinsen -428 -461
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -591 -150
  Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes +1.910 -1.337
  Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -3.288 -1.951
  Finanzmittelbestand am Ende der Periode -1.378 -3.288
  Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode setzt sich wie folgt zusammen:    
  Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.777 1.037
  Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) -3.155 -4.325
    -1.378 -3.288

Konzern-Eigenkapitalspiegel 2021

(mit Vorjahresvergleich)

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital andere neutrale Transaktionen Eigenkapital
T€ T€ T€ T€
Stand am 31. Dezember 2019 5.000,0 -618,2 801,5 5.183,3
Konzernjahresfehlbetrag 0,0 -1.638,7 0,0 -1.638,7
Konzerngesamtergebnis 0,0 -1.638,7 0,0 -1.638,7
Stand am 31. Dezember 2020 5.000,0 -2.256,9 801,5 3.544,6
Konzernjahresüberschuss 0,0 5.422,6 0,0 5.422,6
Konzerngesamtergebnis 0,0 5.422,6 0,0 5.422,6
Stand am 31. Dezember 2021 5.000,0 3.165,7 801,5 8.967,2
Minderheitengesellschafter Konzerneigenkapital
Minderheitenkapital
T€ T€
Stand am 31. Dezember 2019 450,0 5.633,3
Konzernjahresfehlbetrag 0,0 -1.638,7
Konzerngesamtergebnis 0,0 -1.638,7
Stand am 31. Dezember 2020 450,0 3.994,6
Konzernjahresüberschuss 0,0 5.422,6
Konzerngesamtergebnis 0,0 5.422,6
Stand am 31. Dezember 2021 450,0 9.417,2

 

Bad Lauterberg im Harz, den 28. April 2022

gez. Holger Braun

gez. Jörg Nürnberg

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der Hemeyer-Konzern produziert Stahlblechfässer mit einem Nenninhalt von 216,5 bis 250 Liter sowie Kleingebinde mit einem Nenninhalt von 15 bis 129 Liter.

Zum Konsolidierungskreis der Hemeyer-Gruppe gehören folgende Einzelgesellschaften:

1.

Hemeyer Holding GmbH, Bad Lauterberg

2.

Hemeyer Verpackungen GmbH, Werk Lauterberg

3.

Hemeyer Verpackungen GmbH, Werk Kleve

4.

Hemeyer Verpackungen GmbH, Werk Bitterfeld

5.

Hemeyer Service GmbH, Bitterfeld-Wolfen

6.

Hemeyer Liegenschafts GmbH, Bitterfeld-Wolfen

Unsere Werke erstrecken sich auf einer Achse vom Niederrhein (Kleve) über Südniedersachsen (Bad Lauterberg im Harz) bis in das Chemiedreieck in Sachsen-Anhalt (Bitterfeld-Wolfen) von denen wir Kunden in Deutschland als auch im angrenzenden europäischen Ausland beliefern.

Interne Liefer- und Leistungsbeziehungen im Geschäftsjahr 2021 bestanden zwischen der Hemeyer Holding GmbH, der Hemeyer Liegenschafts GmbH und den Produktionsgesellschaften in Form von Verwaltungskostenumlagen. Zwischen den Produktionswerken bestehen wechselseitige Liefer- und Leistungsbeziehungen von Material und Zwischenprodukten.

1.2 Ziele und Strategien

Nachhaltige Optimierung und Digitalisierung sind neben dem profitablen Wachstum der Unternehmen des Konzerns die obersten Ziele. Das in 2019 gestartete umfangreiche Sanierungsprogramm wurde Ende Dezember 2021 erfolgreich beendet.

Nichtsdestotrotz wird weiterhin von der Geschäftsführung gemeinsam mit der Unterstützung der Gesellschafter an der weiteren Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen gearbeitet. Unter der strikten Maßgabe von 100% Qualität werden Ziele zur Steigerung der Produktivität, Reduzierung von Ausschuss, Optimierung des Energieverbrauchs sowie Optimierung von Kosten verfolgt.

Um die Gruppe nachhaltig auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vorzubereiten, werden sämtliche Unternehmensprozesse auf digitale Optimierung ausgerichtet.

1.3 Steuerungssystem

Es werden kontinuierlich Entwicklungen zu Umsatz, Absatz, Produktivität und Profitabilität anhand von Steuerungskennzahlen analysiert und diskutiert. Unsere Mitarbeiter sehen in Echtzeit ihre erreichte Produktivität. Bestandteile der Mitarbeitervergütung beruhen auf den erreichten Produktivitätszielen. So können wir sicherstellen, dass jedes Mitglied der "Hemeyer Familie" an einem Strang zieht und Schwachstellen kurzfristig erkannt und behoben werden.

1.4 Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung kann bei den von Hemeyer gefertigten normierten Packmitteln nur in geringem Umfang betrieben werden. Unsere Produkte fertigen wir nach detaillierten Spezifikationen unserer Kunden. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Verbesserung und Sicherung der Produktqualität sowie der Erhöhung der Prozesssicherheit in unseren Werken.

Wo wir unseren Kunden helfen können, ist bei eigenen Standardisierungsprozessen. Dabei unterstützen wir nach allen Kräften und stellen unser ganzes Wissen aus der jahrelangen Erfahrung in der Fassherstellung zur Verfügung.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2021 war erneut durch hohe Unsicherheit durch die Corona Pandemie gekennzeichnet. Relevante Wirtschaftszweige haben sich in einem Auf und Ab befunden, jedoch am Ende einen Aufwärtstrend erfahren und so stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 2,7%. Für das Jahr 2022 erwartet die Bundesregierung eine weitere Erstarkung der Wirtschaftsleistung und somit eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 3,6%. Inwieweit sich dies jedoch vor dem Hintergrund möglicher Entwicklungen des Ukraine-Krieges realisieren wird, bleibt gegenwärtig abzuwarten.

Ausgewählte Eckwerte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland 1,

2020 2021 Jahresprojektion 2022
Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent, soweit nicht anders angegeben      
ENTSTEHUNG des BIP (preisbereinigt) -5,0 2,7 3,6
Erwerbstätige (im Inland) -1,1 0,0 0,9
Arbeitslosenquote in Prozent (Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit - BA) 2 5,9 5,7 5,1
VERWENDUNG des BIP preisbereinigt (real) Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck -5,0 2,7 3,6
Private Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck -6,0 0,0 6,0
Ausrüstungen -12,5 3,2 4,1
Bauten 1,5 0,5 1,0
Inlandsnachfrage -4,1 1,9 3,9
Exporte -9,9 9,4 5,5
Importe -8,6 8,6 6,3
Außenbeitrag (Impuls) 3, -1,1 0,9 0,0
Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer -0,4 3,4 4,8

1 Bis 2021 vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes; Stand: Januar 2022
2 Bezogen auf alle Erwerbspersonen
3 Absolute Veränderung des Außenbeitrags in Prozent des BIP des Vorjahres (= Beitrag zur Zuwachsrate des BIP)

Quelle: Statistisches Bundesamt 2022; Jahresprojektion der Bundesregierung.

Für die Emballagenhersteller stellt die Chemische Industrie den wichtigsten Abnehmerkreis dar. Die Entwicklung dieses Industriezweiges ist somit von großer Bedeutung für den Hemeyer-Konzern. Trotz Corona-Pandemie und Lieferengpässen sowie zuletzt sprunghaft steigender Preise für Energie und Rohstoffe hat die chemisch-pharmazeutische Industrie 2021, die drittgrößte Branche in Deutschland, eine starke Bilanz erzielt. Sie erstreckt sich nahezu auf alle Produktbereiche. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktion um 4,5 Prozent, der Umsatz legte dank kräftig gestiegener Erzeugerpreise (+ 8,5%) um 15,5 Prozent auf rund 220 Milliarden € zu.

"Unsere Branche hat vielfachem Gegenwind standgehalten und ein beachtliches Ergebnis erzielt. Das unterstreicht, wie wichtig eine starke Chemie für das Industrieland Deutschland ist. Ohne uns kommt keiner aus, aber mit uns kommen alle voran", sagte VCI-Präsident Christian Kullmann.

Vor Ausbruch des Ukraine-Krieges ging der VCI für 2022 von einer positiven Entwicklung mit Umsatzsteigerungen von 5% auf 231 Milliarden € aus. Am 22. März 2022 wurden diese Erwartungen jedoch revidiert, da nunmehr 54% der Mitgliedsunternehmen mit einem Rückgang von Umsatz und Produktion für 2022 rechnen. "Der durch den Krieg ausgelöste massive Anstieg der Energiepreise belastet vor allem die energieintensiven Teile der deutschen Wirtschaft", ist hierfür die Argumentation des VCI. (Datenquelle: VCI Verband der Chemischen Industrie e.V.)

Der Fassbedarf in Deutschland und Europa ist in 2021 um ca. 1% laut des VMV zurückgegangen. Seit Mitte 2021 sind die Stahlpreise stetig gestiegen und haben im April 2022 ihren bisherigen Höchststand erreicht. Im Durchschnitt kostete die Tonne Stahl in 2020 560 €/t während sich die Durchschnittskosten in 2021 um 1.110 €/t beliefen. Im April 2022 kostet die Tonne Stahl 1.475 €/t.

Hemeyer konnte trotz des weiterhin anhaltenden Verdrängungswettbewerbs seine Marktposition auf über 25% leicht ausbauen. Marktbegleiter des Hemeyer-Konzerns betreiben nicht nur Emballagenfertigung aus Stahlblech, sondern produzieren auch Kunststoffverpackungen, Big Bags und ähnliche Produkte.

2.2 Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

In Abstimmung mit den wesentlichen Banken wurde am 15. März 2019 die Bachert Unternehmensberatung GmbH & Co. KG beauftragt, ein geschlossenes Sanierungskonzept für die Unternehmensgruppe zu erstellen. In mehreren Stufen wurde dies verfeinert und am 23. September 2019 verabschiedet und für die Folgejahre bis 31. Dezember 2022 als Grundlage für die Erfolgsmessung festgeschrieben.

Das Sanierungskonzept wurde 12 Monate vorzeitig am 31. Dezember 2021 durch alle beteiligten Banken frühzeitig aufgrund der positiven Unternehmensentwicklung abgeschlossen. Bis Ende April 2022 wurden Banken und Warenkreditversicherer monatlich über den Umsetzungsstand der Maßnahmen sowie Monatsergebnisse und Jahresvorschau informiert. Dies geschieht im Weiteren auf Quartalsbasis. Ein enges Liquiditätsmonitoring geht mit der Berichterstattung einher und wird im Wesentlichen durch die Geschäftsführung zur Feinsteuerung der Konzernunternehmens genutzt. Die Ergebnissituation des Konzerns war in 2021 durchweg positiv.

2.3 Ertragslage

Die Gesamtleistung des Hemeyer-Konzerns ist im Geschäftsjahr 2021 um 66,1% gegenüber dem Vorjahr aufgrund steigender Stahlpreise und strategisch optimierter Kundenstruktur gestiegen. Der Rohertrag konnte um ca. 74,8% (rd. € 13 Mio.) gesteigert werden.

Die Abschreibungen sind um ca. 11% zurückgegangen während der Personalaufwand um ca. 24% gestiegen ist. Das EBITDA konnte somit um € 7,5 Mio. verbessert werden. Das Gesamtergebnis des Hemeyer-Konzerns beläuft sich auf € 5,4 Mio.

2.4 Finanzlage

2.4.1 Investitionen

Im Jahr 2021 wurden in den Unternehmen der Hemeyer-Gruppe insgesamt € 1,4 Mio. in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert.

2.4.2 Liquidität

Der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres hat sich gegenüber dem Jahresanfang um € 1,9 Mio. erhöht (Vj. € -1,3 Mio., Verminderung). Dies ist insbesondere auf den positiven Geschäftsverlauf zurückzuführen.

2.4.3 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 7,2 Mio. erhöht. Hierzu hat im Wesentlichen die Erhöhung des Umlaufvermögens gegenüber dem Vorjahr geführt, was bedingt ist durch steigende Einkaufspreise (Vorräte) sowie höhere Absatzpreise (Kundenforderungen). Das Eigenkapital hat sich erheblich verbessert. Das kurzfristige Fremdkapital ist durch kurzfristiges Umlaufvermögen gedeckt.

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Es werden monatliche Abschlüsse auf Unternehmensebene und auf Konzernebene erstellt, anhand derer die relevanten Kennzahlen im Ist zum Plan verglichen werden. Abweichungen werden analysiert und in den monatlichen Geschäftsleitungssitzungen diskutiert. In diesem Rahmen werden Maßnahmen zur Kompensation von Plan-/Ist-Abweichungen definiert.

Neben Plan-/Ist-Vergleichen werden ebenfalls Soll-/Ist-Abweichungen pro Monat analysiert. Hier werden aggregierte Produktkalkulationen mit dem realisierten Ist verglichen. So kann ein noch genaueres Bild auf Gesellschaftsebene erlangt werden, ob Materialverbräuche, Personalkosten und sonstige Kosten mit den kalkulierten Werten übereinstimmen.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Für das Jahr 2022 hat der Konzern eine integrierte Finanzplanung mit Bachert Unternehmensberatung GmbH & Co. KG erstellt, an der die Gesellschaften gemessen werden. In den ersten vier Monaten läuft das Konzern EBITDA positiv jedoch unterhalb des geplanten Ergebnisses. Dies ist auf die Überschätzung des Stahlpreises für den Zeitraum November 2021 bis Februar 2022 zurückzuführen und wird sich im zweiten und dritten Quartal des Jahres 2022 ergebnismäßig nivellieren. Weiterhin werden beabsichtigt ergebnisverbessernde Maßnahmen stringent umgesetzt und monatlich analysiert.

Auswirkungen aus der Corona Krise sind in jedem Werk noch vereinzelt in 2022 aufgetreten und haben sich in erhöhten Kosten aufgrund Personalausfalls, zusätzlichen Hygienemaßnahmen und Ähnlichem niedergeschlagen. Die Personalkosten bewegen sich jedoch im Rahmen des geplanten Aufwands.

Der Ukraine-Krieg wurde im Planungsszenario nicht antizipiert und die Auswirkungen lassen sich nicht verlässlich beurteilen. Ohne diesen Einflussfaktor wurde auf Konzernebene ein Ergebnis in Höhe von € 5,1 Mio. geplant.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Risikomanagementsystem

Die finanzwirtschaftlichen Monatsabschlüsse werden am 7. Arbeitstag des Folgemonats abgeschlossen und stellen somit ein zeitnahes Informations- und Kontrollinstrument zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns dar. Monatliche Geschäftsleitungssitzungen stellen eine detaillierte interne Diskussion sicher. Quartalsweise werden Lenkungskreissitzungen mit einer Beratungsgesellschaft sowie Teilnehmern des Finanziererkreises durchgeführt, um externen Input sicherzustellen. Die kurzen Informations- und Entscheidungswege unter den leitenden Mitarbeitern stellen eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit sämtlich festgelegter Maßnahmen sicher.

Die Anlagenausstattung der beiden Fassfabriken ist nahezu spiegelbildlich. So sind kurzfristige Produktionsverlagerungen möglich. Dies senkt das Produktionsrisiko und erhöht die Lieferfähigkeit.

Im Bereich der Kleingebindeproduktion ist die Artikelvielfalt wesentlich größer, so dass mit drei Fertigungslinien für eine Risikominderung Sorge getragen wird.

Durch den engen Kontakt zu unseren Lieferanten und Dienstleistern sowie unsere Mehrlieferantenstrategie können wir Engpässe bei Produktionsmaterialien sowie Logistikleistungen vermeiden. Dies hat sich insbesondere in der angespannten Lage bei der Stahlversorgung sowie Logistikleistungen im Zusammenhang mit der Corona Krise in 2021 sowie bisher unter dem Einfluss des Ukraine-Krieges bewährt. Angesichts der steigenden Kapitalbindung durch das ansteigende Preisniveau werden liquiditätsverbessernde Maßnahmen (z.B. Factoring) geprüft.

3.2.2 Risiken

Ein wesentliches Risiko für den Hemeyer-Konzern besteht in der Entwicklung des Stahlpreises. Aus diesem Grunde sind unsere Absatz- sowie Einkaufskontrakte weitestgehend an die Entwicklung des Stahlpreisindexes MEPS gekoppelt. Gleichwohl sind die Preisentwicklungen für andere Einkaufsprodukte wie Lacke, Farben, Dichtungsmassen und Polyurethanschäume langfristig nicht sicher planbar. Momentan erfährt der Hemeyer-Konzern hier wöchentlich Preiserhöhungen auf breiter Front, die in regelmäßigen Abständen mit Abnehmern diskutiert und als Preiserhöhungen weitergereicht werden. Die Entwicklung der Energiepreise decken wir über langfristige Lieferverträge ab und haben zuletzt im November 2021 für drei Jahre die Energiepreise auf erheblich höherem Niveau als 2021 sichern können.

Für die kommenden Jahre ist es maßgeblich, dass der eingeschlagene Fokus auf Rentabilität konsequent beibehalten wird. Durch die Professionalisierung des Managements, die enge Einbindung einer Beratungsgesellschaft sowie den engen Austausch mit dem Finanziererkreis sehen wir hier die Risiken als beherrschbar an.

3.2.3 Chancen

Ausgehend von den Kenntnissen und Fähigkeiten unserer Mitarbeiter sowie der gesamten Geschäftsleitung, der anlagentechnischen Ausstattung der Fertigungsbetriebe, den Kunden- und Lieferantenkontakten sehen wir gute Chancen, die in der Planung für 2022 gesteckten Ziele zu erreichen.

Durch weitere langfristig geplante Investitionen wollen wir eine Verbesserung der Wettbewerbsposition und günstigere Kostenstrukturen erreichen.

3.3 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Hemeyer-Konzern hat im Geschäftsjahr keine strukturierten Finanzierungsinstrumente wie z.B. Derivate oder Zinsabsicherungen eingesetzt.

Die Liquiditätsplanung erfolgt über eine Abstimmung der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden unter Inanspruchnahme von Skonto bezahlt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden über ein aktives Debitorenmanagementsystem gesteuert. Es erfolgt eine wöchentliche direkte Liquiditätsplanung sowie ein Plan/Ist-Vergleich mit einer Sicht von 13 Wochen sowie eine rollierende 12 Monats-Vorschau.

Aufgrund der Kunden- und Branchenstruktur des Hemeyer-Konzerns ist es in den letzten Jahren zu keinen Zahlungsausfällen gekommen. Eine Warenkreditversicherung wurde nicht abgeschlossen.

 

Bad Lauterberg, im April 2022

Die Geschäftsführung

Der Konzernabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 12. Juli 2022 gebilligt worden.

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