Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 4239
Vorher
Corus Aluminium GmbHAlerius Aluminium GmbHAleris Aluminium GmbHAleris Aluminum GmbHAleris Rolled Products Germany GmbH
Eingetragen
10.8.1993
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenErzeugung und erste Bearbeitung von Aluminium
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Aluminium und Aluminiumerzeugnissen, der Handel mit Rohstoffen und Chemikalien sowie Dienstleistungen für verbundene Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gyula Villam
seit 30.6.2025
Prokura
Jens von Dühren
seit 5.5.2025
Geschäftsführer
Johan Petry
seit 10.3.2025
Prokura
Thore Kröger
seit 3.2.2025
Prokura
Prokura
Nils Leonhardt
seit 6.10.2023
Geschäftsführer
Michael Vogt
seit 16.11.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Novelis Aluminium Holding Unlimited CompanyIRL
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
51.130.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Novelis Koblenz GmbH

Koblenz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Gegenstand des Unternehmens

Die Novelis Koblenz GmbH, Koblenz (im Folgenden "NK", "Novelis" oder die "Gesellschaft"), ist ein Lieferant von Aluminiumprodukten für die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie ein Anbieter von Aluminium-Halbzeugen. Dabei sind die gefertigten Bleche, Platten und Bänder keine Massenware, sondern hochspezialisierte Produkte aus mehr als 100 verschiedenen Legierungen für Anwendungen in allen Industriebereichen. Hauptabsatzmärkte sind im Wesentlichen die Luftfahrtindustrie, der Wärmetauschermarkt sowie andere industrielle Anwendungen. Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft am Standort Koblenz.

1.2 Umwelt, Gesundheit und Sicherheit

Bei Novelis haben wir uns dem Erfolg unserer Interessengruppen verschrieben. Insbesondere stehen hierbei die Kunden, Mitarbeiter, Anteilseigner sowie die umliegenden Gemeinden durch die Ausrichtung an Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen, Gesundheits-, Sicherheits- und Qualitätsbelangen (Environment, Health, Safety & Quality) im Fokus. Wir verfügen an unseren Standorten über Systeme zur Vermeidung von Unfällen, zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Umwelt- und Sicherheitsleistungen und stellen finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung, um die Unfall- und Krankheitszahlen durch Prävention und Risikoerkennung auf null zu reduzieren, Auswirkungen auf unsere Umwelt durch fortschrittliche und ressourcenschonende Produktionsverfahren auf ein Minimum zu reduzieren; und die Qualität und Vorteile unserer Produkte und Dienstleistungen während ihrer gesamten Lebensdauer zu verbessern, insbesondere durch vermehrtes Recycling.

Eine Schlüsselkomponente des integrierten Business Managementsystems von Novelis ist das EHS-Managementsystem (Environment, Health & Safety). Es setzt im Besonderen an den Stellen an, wo gesetzliche Vorgaben nicht so präzise ausformuliert sind, wie bei Menschen- und Mitbestimmungsrechten, deren Einhaltung uns über die gesetzliche Verpflichtung hinaus auch durch unsere Unternehmensphilosophie, ein besonderes Anliegen sind. Durch Analyse von Leading- und Laggingindikatoren werden individuelle EHS-Ziele auf Standortebene sowie für unsere Mitarbeiter abgeleitet. Diese unterstützen in allen Geschäftsbereichen verbindliche Vorgaben mit der Zielsetzung, die hohe Qualität der Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutzleistung an allen Standorten weiterhin kontinuierlich zu verbessern. Zielvorgabe an die Werke seitens Arbeitssicherheit bleibt nach wie vor die generelle Vermeidung von Unfällen. Dieses wird deutlich durch das Bekenntnis der Geschäftsführung zu einer "Null-Unfall-Politik" hervorgehoben. Auch im vorliegenden Berichtsjahr wurden unsere Gefährdungsbeurteilungen aktualisiert, Gefahrenpotentiale identifiziert und strukturiert abgearbeitet. Zusammen mit den Programmen zum verhaltensorientierten Arbeitsschutz, schaffen wir es so das Sicherheitsniveau gemäß unserem Ziel einer Null-Unfall-Politik weiterzuentwickeln. Intensive Schulungen und Workshops zu verschiedenen Novelis EHS-Themen wurden ausgebaut und stehen nun auch digital allen Mitarbeitern zur Verfügung. Mit "Korn Ferry" haben wir einen starken externen Partner, welcher 2023 und 2024 die Werke im Bereich EHS Schulungen unterstützt. Darüber hinaus wurde eine Reihe von Projekten zur weiteren Verbesserung des Gesundheitsschutzes umgesetzt.

Die Schonung und der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen und der Schutz der Umwelt sind für uns selbstverständlich. Betrieblicher Umweltschutz wird als integraler Bestandteil unseres Unternehmens laufend überprüft. Novelis setzt Kompetenzen und Erfahrungen sowohl bei der Entwicklung innovativer Produkte zum Schutz der Umwelt, der Natur und des Klimas als auch bei der permanenten Optimierung von Technologien und Prozessen ein.

Unfallgeschehen und Umweltereignisse sind die Kenngrößen zur Bewertung des Erfolgs der in die täglichen Prozessabläufe integrierten Sicherheits- und Umweltarbeit. Es ist die Aufgabe eines jeden Verantwortlichen, alle Mitarbeiter in seinem Aufgabenfeld in diese Aktivitäten einzubinden.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung der Region Novelis Europe ist im Wesentlichen an drei Standorten gebündelt, mit dem Ziel, sich durch mehr Kundennähe, Innovations- und Umsetzungsgeschwindigkeit vom Wettbewerb abzuheben. Das Research & Development Center im Werk Göttingen betreut die Marktsegmente Can, Speciality und Recycling, während die Einrichtung im Werk Sierre, Schweiz, für die Marktsegmente Automotive tätig ist.

Im Innovationszentrum Koblenz entwickelt Novelis neue Produkte für die Anwendungsgebiete Luftfahrt, Platten und lotplattierte Bänder. Mit dieser Einrichtung soll die beständige Vorreiterrolle der anspruchsvollen Produkte auf dem Weltmarkt auch zukünftig sichergestellt werden. Auch die übrigen Novelis-Werke partizipieren an den Ergebnissen.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beliefen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf EUR 5,1 Mio. (Vorjahr EUR 4,9 Mio.).

1.4 Energie

Der Entwicklung der Energiepreise kommt aus Sicht des Unternehmens besondere Bedeutung zu. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde auch für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein großer Teil des zu erwartenden Energiebedarfs preislich im Voraus über Rahmenverträge mit den Energieversorgern fixiert, um Preissteigerungsrisiken abzudecken. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Energiekosten bei der Novelis Koblenz an.

1.5 Mitarbeitende

Als Novelis ist es uns ein großes Anliegen, in unsere Mitarbeiter zu investieren und sie zu entwickeln. Wir bieten interne und externe Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter und für Hochschulabsolventen an. Es existieren Programme, die auf regionaler, europäischer, wie auch auf globaler Ebene angeboten werden. Beispiele hierfür sind das globale Engineering Development Program (EDP) für Hochschulabsolventen mit Bachelor- und/oder Master-Abschluss, der globale Technical Talent Review (GTTR) sowie das standortübergreifende und modulare Führungskräfte-Curriculum. Außerdem gibt es ein spezielles Frauenförderungsprogramm "Women in Novelis" (WiN) mit verschiedenen Schwerpunkten wie z.B. Mentorship Programm und Taking the Stage Training mit dem Ziel, insbesondere die Entwicklung von Frauen im Unternehmen zu fördern.

Das Unternehmen beschäftigte am Fiskaljahresende 1159 Mitarbeiter. Die Belegschaft unterteilt sich in 743 Mitarbeiter in der Produktion, 375 Mitarbeiter im Vertrieb und in der Verwaltung und darin enthaltende 81 ruhende Arbeitsverhältnisse. Zum Ende des Geschäftsjahres waren zudem 41 junge Menschen im Rahmen einer Berufsausbildung beschäftigt. Die Ausbildungsquote beträgt 3,5%.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Abkühlung der Weltwirtschaft setzte sich auch im Geschäftsjahr 2023/24 fort. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine belastet unter anderem die weltweiten Nahrungsmittel- und Energiemärkte. Zudem wurde in vielen Ländern als Reaktion auf die hohen Inflationsraten die Geldpolitik verschärft. Dennoch kam die weltweite Konjunktur nicht komplett zum Erliegen. Die Verlangsamung der Wachstumsdynamik verlief dabei heterogen. Die USA, Japan sowie einige größere Schwellenländer erwiesen sich als durchaus resilient, während die hohen Energiepreise und die restriktive Geldpolitik die Wirtschaft Großbritanniens und Deutschlands belasteten. In China wirkten Turbulenzen am Immobilienmarkt investitionshemmend, dies wurde jedoch durch konjunkturstimulierende staatliche Maßnahmen kompensiert. Insgesamt kalkuliert der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner jüngsten Studie für das Gesamtjahr 2023 3,0% Wachstum der Weltwirtschaft (2022: 3,4%) 1 .

In diesen schwierigen geopolitischen Zeiten konzentriert sich die NK weiterhin darauf, die Bedürfnisse seiner Kunden zu erfüllen, indem wir qualitativ hochwertige, innovative Aluminiumlösungen anbieten. Als Hersteller von flachgewalzten Aluminiumprodukten bezieht die NK Primäraluminium von Produzenten aus aller Welt. Speziell für Aufträge betreffend die Luft- und Raumfahrtindustrie ist die NK auf hochreines Primäraluminium angewiesen, um alle Anforderungen zu erfüllen.

Die weltweite Wirtschaftsleistung erhöhte sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um +3,0 %. Die US-Wirtschaft konnte dabei ein Wachstum von +2,4 % erreichen und im Euroraum reduzierte sich das Wirtschaftswachstum auf +0,4 %, wobei die deutsche Wirtschaft um -0,3% schrumpfte. Auf Jahressicht weist China mit +5,2 % im Vergleich zum Vorjahr erneut ein höheres Wirtschaftswachstum auf. 2

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Aluminiumindustrie verzeichnete im Berichtsjahr ein stabiles Bild. Anders als im Vorjahr lagen weniger Engpasssituationen bei Rohstoffen vor.

Der Preis für täglich gehandeltes Aluminium an der London Metal Exchange (LME-Cash) zeigte viel Bewegung im Geschäftsjahr. Das gesamte Preisband reichte auf Monatssicht von USD 2.134 pro Tonne im August 2023 bis USD 2.341 pro Tonne im April 2023. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres ergab sich ein Preis von USD 2.202 pro Tonne. Der Aluminiumpreis notierte zum 31. März 2024 bei USD 2.183 pro Tonne, was im Vergleich zum 31. März 2023 (USD 2.471 pro Tonne) eine Preisreduzierung von 11 % bedeutet. In Euro umgerechnet zeigte sich fast die gleiche Preisreduzierung durch eine kaum veränderte Währungsrelation von rund 11%.

2.3 Vergleichszeitraum

Im Lagebericht erfolgt eine Gegenüberstellung mit dem Zeitraum 1. April 2022 bis 31. März 2023 ("Vergleichszeitraum").

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wendet als wichtigsten finanziellen Leistungsindikator das Operative EBITDA (operatives Ergebnis nach US GAAP Bilanzierungsregeln vor Abschreibung, Amortisation, Zinsen, Steuern, unrealisierte Gewinne und Verluste aus Hedging, Konzernumlagen) an. Abweichungen zum EBITDA nach dem HGB ergeben sich im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei Vorräten und Rückstellungen (insbesondere Pensionen). Im Geschäftsjahr wurde für die konsolidierte Sicht aus NK und NCG ein Operatives EBITDA von EUR 96,7 Mio. (im Vergleichszeitraum EUR 65,7 Mio.) erzielt, welches oberhalb der Prognose von EUR 82,6 Mio. für das Geschäftsjahr lag. Das operative EBITDA der NK im Geschäftsjahr 2023/24 verbesserte sich stark auf EUR 84,2 Mio. (im Geschäftsjahr 2022/23 EUR 66,4 Mio).

Ursächlich für den Anstieg des operativen EBITDA sind gestiegene Umarbeitspreise in den Produktgruppen Luftfahrt, Defense und Wärmetauscher und realisierte Wechselkursgewinne bei USD basierten Transaktionen. Die gesamte fakturierte Flat Rolled Products (FRP) Menge sank um 9% auf 108 gegenüber dem Vergleichszeitraum. Die in der Prognose angestrebte Mengensteigerung, insbesondere im Geschäft mit Spezialitäten und Kommerziellen Platten blieb hinter den Erwartungen und dem Vorjahr zurück.

Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren zählt zudem die Verletzungsrate TRIR (Total Recordable Injury Rate), welche die Unfälle gemessen auf der branchenüblichen Basis von 200.000 Stunden darstellt.

Für das Geschäftsjahr betrug die TRIR 0,3 (i.Vj. 0,1 und im Vorjahr prognostiziert 0,5).

2.5 Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um EUR 92 Mio. (etwa -11%) reduziert. Dieser Rückgang ist auf die gesunkene Nachfrage nach Kommerziellen Platten (-50%) und Intercompany Spezialitäten (-40%) zurückzuführen. Mit EUR -54 Mio, entfällt der Großteil des Umsatzrückgangs auf die gesunkenen fakturierten Metallpreise. Der Metallpreis wird in unseren Umsätzen weiterbelastet und hat dabei kaum einen Einfluss auf unser operatives Ergebnis. Positiv wirkten sich Preissteigerungen im Bereich Luftfahrt und Wärmetauscher aus.

Das Unternehmen profitiert von einer anhaltenden Erholung im Bereich der Luftfahrt. Die Verkaufstonnage blieb dabei konstant, verbleibt aber deutlich unterhalb der pre-Covid Menge. Aufgrund von geringeren Produktionsmengen in der firmeneigenen Gießerei konnte das Marktwachstum nicht vollständig genutzt werden.

Durch die hohe Auslastung im Bereich Luftfahrt und durch Engpässe in der Gießerei stehen weniger Kapazitäten für die Produktion von kommerziellen Platten zur Verfügung. Hierdurch und durch eine allgemein geringe Marktnachfrage ging die verkaufte Tonnage um -50% zurück.

Die fakturierte Tonnage im Segment Wärmetauscher steigt auf Gesamtjahressicht um 7% an. Die Mengensteigerung beruht auf Bestandsreduzierungen und einer reduzierten Volatilität der Marktnachfrage gegenüber dem Vorjahr.

Das Segment Specialties bestehend aus den neu qualifizierten Produkten wie Car License Plates und Vormaterialien für Fenster sank um 40% auf 8kt ab. Ursächlich sind eine geringere Marktnachfrage und eine damit verbundene Verlagerung der Produktion an einen kostenoptimierten Produktionsstandort.

Der in USD fakturierte Umsatz wurde zudem durch günstige Wechselkursentwicklungen (USD/EUR) beeinflusst.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 38,7 Mio. gegenüber dem Vergleichszeitraum gesunken. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Erlöse aus der Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste für Metall- und Fremdwährungsderivate von EUR 55,7 Mio. auf EUR 1,6 Mio. zurückzuführen. Gegenläufig wirkt der Anstieg der Erlöse aus Währungsumrechnung um EUR 15,2 Mio.

Infolge reduzierter Zukaufspreise und der rückläufigen Volumina für Specialties und Kommerzielle Platten ist der Materialaufwand gegenüber dem Vergleichszeitraum um EUR 118,2 Mio. (etwa 19%) gesunken. Infolge der gesunkenen Zukaufspreise verbessert sich die Materialaufwandsquote von 67% auf 63%.

Die Reduzierung des Personalaufwands um EUR 1,8 Mio. (etwa 1,9%) gegenüber dem Vergleichszeitraum ist im Wesentlichen durch einen Rückgang der Aufwendungen für Altersversorgung bedingt. Die stattgefundene Tariferhöhung wirkt sich gegensätzlich aus.

Die Erhöhung der Abschreibungen um EUR +0,2 Mio. (etwa 1,3%) gegenüber dem Vergleichszeitraum ergab sich durch eine erhöhte Investitionsaktivität in den Bereichen der Gießerei und der Plattenfertigung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vergleichszeitraum um EUR 4,6 Mio. gestiegen. Ursächlich ist im Wesentlichen ein Anstieg der Instandhaltungskosten und die Verbuchung von Wechselkursverlusten.

Trotz der vorhergenannten positiven Effekte in den Bereichen Steigerung der Umarbeitspreise und Wechselkursgewinnen reduziert sich das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 77,9 Mio. auf EUR 58,8 Mio. Das Ergebnis des Vorjahrs war durch die Auflösung der Rückstellungen für drohende Verluste aus den Derivaten in Höhe von EUR 55,7 Mio. geprägt.

2.6 Finanzlage

Die Finanzierung des Geschäftes erfolgt neben dem Eigenkapital über Konzernmittel im Rahmen einer top-down Finanzierung.

Hierzu nimmt die Gesellschaft an einer Cash-Pool-Vereinbarung mit der Novelis AG, Küsnacht, Schweiz, teil. Zum Bilanzstichtag besteht eine Forderung aus dem Cash-Pool in Höhe von EUR 2,5 Mio. (i. Vj. EUR 61,1 Mio.).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich auf EUR -112,7 Mio. (i.Vj. EUR +34,9 Mio.) aufgrund einer Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und einer Zunahme der Vorräte und Forderungen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug EUR -21,0 Mio. im Berichtsjahr (i.Vj. EUR -17,3 Mio.). Haupttreiber dieser Veränderung waren Investitionen in Sachanlagevermögen. Investitionen in die IT, die zerstörungsfreie Materialprüfung und die Arbeitssicherheit standen im Vordergrund.

Weiterhin betrug der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit EUR 74,9 Mio. (i.Vj. EUR 49,1 Mio.). Ursächlich ist eine geringere Ergebnisabführung an die Novelis Deutschland Holding GmbH.

Der Finanzmittelfonds - bestehend aus liquiden Mitteln und den im Cash-Pool zur Verfügung stehenden Mitteln - reduzierte sich von EUR 61,6 Mio. auf EUR 2,8 Mio.

2.7 Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich im Berichtsjahr um EUR 59,8 Mio. von EUR 518,3 Mio. auf EUR 458,5 Mio. Das Anlagevermögen erhöhte sich um EUR 6,8 Mio. auf EUR 170,9 Mio. Ursächlich ist im Wesentlichen ein Anstieg der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau um EUR 9,0 Mio. im Geschäftsjahr, während sich planmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen gegenläufig auswirkten. Ein wesentlicher Anteil entfiel auf Anlagen für die zerstörungsfreie Prüfung unserer Luftfahrtprodukte.

Das Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen und liquide Mittel) beträgt EUR 286,2 Mio. (i.Vj. EUR 356,3 Mio.). Die Vorräte haben sich um EUR -1,6 Mio. auf EUR 159,2 Mio. verringert. Dies ist die Folge des Aluminiumpreises, der sich im Jahresverlauf abgesenkt hat.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen EUR 126,8 Mio. (i.Vj. EUR 192,0 Mio.). Diese Veränderung stammt aus gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäft mit externen Kunden (Senkung um EUR 9,6 Mio.), als Resultat der zuvor genannten Volumenrückgänge und eines metallpreisinduzierten Preisrückgangs. Ebenfalls sinken Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 57,2 Mio. Diese entfallen weitestgehend auf Cash Pooling.

Auf der Passivseite sinken die Pensionsverpflichtungen um EUR -2,9 Mio. aufgrund des Zinseffektes.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten um EUR 54,9 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 36,2 Mio. auf EUR 79,0 Mio. Die Verbindlichkeit aus der diesjährigen Ergebnisabführung gegenüber der Novelis Deutschland Holding GmbH beträgt EUR 58,8 Mio. (i.Vj. EUR 77,9 Mio.). Weiterhin sinken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 106,2 Mio. auf EUR 88,0 Mio. aufgrund der geringeren Metallpreise und der geringeren Produktionsauslastung.

2.8 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern verschlechtert sich gegenüber dem Vergleichszeitraum aufgrund der unter dem Punkt 2.5 dargestellten Gründe um EUR 19,7 Mio. auf EUR 59,1 Mio. Die Gesellschaft erzielte ein positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 58,8 Mio. sowie einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

3. Chancen und Risikobericht

3.1 Risikomanagement-System

Wie jedes Jahr hat die Novelis Inc. ihre Aktivitäten einer zentralen Koordinierung des Risikomanagements weiter optimiert.

Das Risikomanagement des Unternehmens ist ein strukturierter Prozess, der dem Unternehmen hilft bei der proaktiven Identifizierung von potenziellen Risiken, Ereignissen oder Trends, um daraufhin Aktionspläne zu entwickeln, die das Unternehmen in die Lage versetzt, seine Geschäftsziele zu erreichen. Die Schwerpunkte der Risikoidentifizierung liegen auf der Fertigung, den Regularien für Handel und Zoll, der Metallversorgung, der Lieferkette, Cybersecurity und Personal, sowie auf den externen und internen Einfluss Faktoren. Die Säulen sind die Risikoidentifizierung, wobei jährlich durch Interviews eine Meldung wesentlicher Risiken an das Management und den Prüfungsausschuss erfolgt. Dies wird auch an das lokale Management kommuniziert und soll zu einer verbesserten Risikokultur führen. Weiterhin werden Aktionen zur Minimierung oder Vermeidung von Risiken innerhalb der gesamten Novelis Gruppe geteilt.

3.2 Gegenüberstellung der Chancen und Risiken

Die von der NK identifizierten Risiken und Potentiale werden in den Strategie- und Jahresplan der lokalen Berichtseinheiten mit aufgenommen und regelmäßig innerhalb des Jahres überprüft und an das lokale, europäische und weltweite Management kommuniziert.

Die Gesellschaft wendet die Anforderungen nach SOX 404 analog und freiwillig an. SOX 404 verlangt die Einrichtung eines funktionsfähigen internen Kontrollsystems und dessen Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer.

Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken gemäß ihrer Rangfolge genannt:

Risiken der NK resultieren im Wesentlichen aus Beschaffungsmarktentwicklungen, Währungsveränderungen und spezifischen Kundenrisiken. Der Überfall auf die Ukraine belastet die Unternehmen immer noch durch höhere Energiekosten. Trotz der immer noch unsicheren Lage haben sich die Probleme in den Lieferketten entschärft.

Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir die negativen Einflüsse des Russland-Ukraine-Konflikts mit unserem breiten Produktportfolio und Preissteigerungen an Kunden einigermaßen kompensieren konnten. Wir sind im engen Kontakt mit Kunden und Lieferanten, um potenzielle Auswirkungen auf Lieferungen, Absätze und Produktion zu erkennen, um geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Erhöhen sich die Vormaterialpreise, ist es notwendig, diese Preissteigerungen zeitnah über die Verkaufspreise unserer Produkte weiterzugeben. Das Preisänderungsrisiko wird entweder von vornherein durch Kundenbeistellungen von Aluminium ausgeschlossen oder im Fall der eigenen Materialbeschaffung durch weitgehende Abstimmung der London Metal Exchange (LME)-Preisbasis für die Metalleinkauf- und Verkaufspreise auf ein vertretbares Risiko vermindert. Dies wird durch den Abschluss von Warentermingeschäften (LME Futures) erreicht. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Effektivität unseres Offset-Hedging Prozesses zu überprüfen und zu verbessern. Durch die frühzeitige und systematische Kontrolle von Kreditrisiken bei der Auftragsabwicklung blieben die Forderungsausfälle auf einem sehr niedrigen Niveau.

Die beiden letzten Geschäftsjahre haben gezeigt, dass die Erholung der Luftfahrtbranche schneller voranschreitet als während der Pandemiezeit prognostiziert wurde. In den aktuellen Planungen geht das Unternehmen von einer weiter beschleunigten Erholung aus. Dies wird auch durch die höhere Auslieferung bei den 3 größten Flugzeugbauern belegt. Airbus hat 2023 insgesamt 735 Flugzeuge ausgeliefert (2019: 863, 2021: 611, 2022: 663) und bei Boeing waren es 528 (2018: 806, 2021: 340, 2022: 480). 3 Boeing hat sich bisher insgesamt schlechter erholt, da der Flugzeughersteller neben Covid weitere, interne Krisen (737 Max Grounding, 787 Dreamliner) zu bewältigen hat. Embraer als drittgrößter Flugzeugbauer hat 2023 insgesamt 181 Flugzeuge ausgeliefert, was einem Anstieg von 13% und einer Rückkehr zur Normalität entspricht. 4 Die Marktnachfrage übersteigt auch weiterhin die verfügbaren Novelis Kapazitäten, was für Geschäftsjahr 2023/24 Preissteigerungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 ermöglicht und eine stabile Produktionsauslastung ermöglicht. Eine Kombination aus Erhöhungen der Umarbeitspreise sowie die bereits erwähnte Portfolio-Optimierung dienen als Basis für die Umsetzung in Bezug auf die Mengen. Für das kommende Geschäftsjahr ist aufgrund der verfügbaren Kapazitäten eine limitierte Absatzmenge geplant, die eine Fortsetzung der Portfolio-Optimierung und somit einen weiterhin positiven Einfluss auf erzielbare Preise ermöglicht.

Im Bereich der Kommerziellen Platte war das letzte Fiskaljahr von starken Volumenrückgängen geprägt. Während das Geschäftsjahr 2022/23 ein Verkäufermarkt war, in der sehr hohe Preise erzielt wurden, hat sich dies in Geschäftsjahr 2023/24 gedreht. Zusätzlich existiert ein zunehmender Wettbewerb mit Marktteilnehmern aus den sog. Best-Price-Countries.

Die Auslastung am Standort Koblenz/Voerde ist differenziert. Die Nachfrage im Bereich Luftfahrt übersteigt unsere Produktionskapazitäten. Weil nicht alle Produkte mit denselben Anlagen produziert werden können, kann die aktuell geringe Nachfrage im Bereich der Kommerziellen Platte aber nur teils durch Luftfahrt-Produkte ersetzt werden.

Das Geschäft mit Automobilkunden und den damit verbundenen Wärmetauschern befindet sich seit mehreren Monaten in einer Seitwärtsphase. Die vorhandenen Kapazitäten sind nicht vollständig ausgelastet. Um die Bedarfslücke zu schließen und um das Portfolio besser zu diversifizieren, hat das Werk im letzten Geschäftsjahr an der Qualifikation und dem Insourcing von neuen Spezialprodukten gearbeitet und diese am Standort etabliert.

Durch seine Geschäftstätigkeit ist das Unternehmen verschiedenen finanziellen Chancen und Risiken ausgesetzt. So könnten rasch steigende Kosten für Energie sowie für den Zukauf von Legierungselementen das Geschäftsergebnis negativ beeinflussen. In Anbetracht der weltwirtschaftlich konjunkturellen Entwicklung sieht sich die Gesellschaft zusätzlich mit gestiegenen Herausforderungen bezüglich der Wechselkursrisiken hinsichtlich der Prognosefähigkeit konfrontiert, wobei sich aus einem starken USD/EUR-Wechselkurs Chancen ergeben. Ein schwacher USD/EUR-Wechselkurs sowie hohe Einkaufspreise für Rohaluminium außerhalb von kursgesicherten Langfristverträgen können mittelfristig zu Wettbewerbsnachteilen führen. Umgekehrt profitiert das Unternehmen von einem starken USD bei in USD fakturierten Verkäufen. Die vom USD in EUR umgerechneten Verkaufspreis steigen im Wert.

Unter der Prämisse, dass die bisher zu nutzenden Zahlungskonditionen weitgehend konstant gehalten werden können, ist zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts von positiven Zahlungsmittelüberschüssen im kommenden Geschäftsjahr auszugehen. Es ist beabsichtigt, dass sich die Gesellschaft weiterhin des Cash-Pools zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen bedienen kann. Auch künftig wird davon ausgegangen, dass der Cash-Pool dazu in der Lage sein wird, ggf. für kurze Zeiträume auftretende Liquiditätslücken abdecken zu können.

Gesamtrisiko

Die Gesamtrisikosituation der NK setzt sich aus den Einzelrisiken aller beschriebenen Risikokategorien zusammen. Vor dem Hintergrund, dass weiterhin gesamtwirtschaftliche und branchenbedingte Risiken bestehen, können Rückschläge auf dem Weg zur nachhaltigen Realisierung des angestrebten Wachstumsziels nicht völlig ausgeschlossen werden. Entsprechend können sich auch die oben beschriebenen Chancen positiv auswirken.

Wir sehen für das Jahr 2024 geringere Risiken der Inflation, die sich aus unserer Sicht auf einem niedrigeren Niveau bewegen wird. Im Energiebereich erwarten wir weiterhin höhere Preise als vor dem Ukraine Krieg, die wir versuchen durch die gemachten Preiserhöhungen an Kunden und Kosteneinsparungen zu kompensieren.

Im Zusammenhang mit den im Anhang unter "Haftungsverhältnisse" gemachten Angaben zu den begebenen Sicherheiten bestehen Risiken aus einer möglichen Inanspruchnahme für die NK. Allerdings wurden bis zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung keine Sicherheiten in Anspruch genommen und das Management erwartet dies auch im Geschäftsjahr 2024/2025 nicht, da davon ausgegangen wird, dass der ursprünglich Verpflichtete in der Lage sein wird, seine vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen.

4. Prognosebericht

4.1 Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Für 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,6 % für die Weltwirtschaft erwartet, wobei für den Euroraum nur ein leichter Anstieg von 0,2 % (Deutschland -0,2%), für die USA eine Steigerung von 0,6 % und China um 4,7 % erwartet wird. 5

4.2 Künftige Unternehmenssituation

Für das am 1. April 2024 begonnene Geschäftsjahr sehen wir für unsere Produkte weiterhin ein positives Marktumfeld, das auch von unseren Kunden in der Luftfahrt geteilt wird. Airbus hatte Ende 2023 offene Bestellungen für insgesamt 8.598 Flugzeuge, was einer Produktionskapazität von etwa zehn Jahren entspricht. Bei Boeing stand das Auftragsbuch per 31. Dezember 2023 auf 6.216 Flugzeugen. Insbesondere Airbus hat ambitionierte Pläne und möchte von der A320 Familie, der wichtigsten für das Unternehmen, im Jahr 2026 monatlich insgesamt 75 Flugzeuge bauen. 6

Gleichwohl zeigen die jüngsten geopolitischen Ereignisse, dass die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage mit hohen Unsicherheiten behaftet bleiben. Aufgrund dessen rechnen wir für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis 31. März 2025 der NK mit

einer leichter Erhöhung der fakturierten Menge insbesondere bei IC-Spezialitäten und Luftfahrtprodukten,

einer ungünstigeren Kostenstruktur durch steigende Energiebezugskosten,

einer verbesserten Produktionsauslastung durch eine Erholung in allen Bereichen und Synergien mit anderen Novelis-Standorten,

einer mittleren Operating EBITDA Verbesserung für das kombinierte Geschäft der NCG und der NK von 8%,

einer mittleren Operating EBITDA Verbesserung für das Geschäft der NK,

einen prognostizierten TRIR von 0,5.

Wir weisen darauf hin, dass Kriterien des Jahresabschlusses sowie nicht quantifizierbare Risiken, unter anderem Rohstoffkosten und Wechselkursveränderungen, das Resultat erheblich beeinflussen können.

Im Bereich Wärmetauscher geht das Unternehmen von einer Seitwärtsentwicklung der Kundenbedarfe aus, weshalb der Versandmengenausblick um -2% gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/2024 abgesenkt wird. Des Weiteren sieht das Unternehmen Wachstumspotentiale in dem hochpreisigen Produktbereich "Defense".

Die Nachfrage nach Luftfahrtprodukten aus dem Werk Koblenz hängt typischerweise von dem Auftragsüberhang und der Baurate in der Flugzeugindustrie ab. Der kombinierte Auftragsüberhang bei Luftfahrtprodukten ist um +18% von 12.565 Flugzeugen Ende 2022 auf 14.814 Ende 2023 gestiegen, wodurch die Kapazität der großen Flugzeugbauer weiterhin über mehrere Jahre vollausgelastet bleibt. 7 Wir erwarten, dass die Nachfrage in der Zukunft weiter ansteigen wird. Die Gesellschaft hat sich entsprechend positioniert, um von der gestiegenen Nachfrage zu profitieren. Für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 wird eine steigende Nachfrage an Luftfahrtprodukten von 8% erwartet.

Die Investitionstätigkeit wird im Geschäftsjahr 2024/2025 auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Schwerpunkte werden Investitionen in die Arbeitssicherheit, die Produktivität unserer Gießereien und die zerstörungsfreie Prüfung unserer Luftfahrtprodukte sein. Auch Investitionen in die Zuverlässigkeit der Produktionsanlagen bleiben ein Schwerpunktthema.

Grundvoraussetzungen für dieses Szenario sind, dass die Produktionsplanungen und -ausbringungen innerhalb der Gruppe optimal abgestimmt sind und dass die Liquidität der Konzerngruppe aufrechterhalten wird.

Um die Qualität der Sicherheit in unseren Werken zu messen, berichten wir regelmäßig die Kennzahlen "Total Recordable Incident Rate" (TRI Rate)" - meldepflichtige Unfälle - und auch "Days Away From Work Rate" (DAFW Rate)" - Fehlzeiten aufgrund eines Arbeitsunfalls.

"Null Unfälle" gilt weiterhin als oberste Zielvorgabe in Sachen Arbeitssicherheit für alle Novelis-Werke weltweit. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird der Schwerpunkt weiterhin auf die Vermeidung von schweren Unfällen (SIF = Severe Injuries & Fatalities) und Unfälle mit Ausfallzeiten (DAFW = Day Away From Work) gelegt, um die geplante Null zu erreichen.

Um weiterhin erfolgreich zu bleiben, arbeiten wir weiter mit unseren Focused 5-Leitlinien, die wir angepasst haben, um unsere weltweite Strategie zu unterstützen. Die 5 Themen - Sicherheit, Kundenorientierung, ökologischer Fußabdruck, exzellente Fertigung und Menschen - sind die entscheidenden Hebel, um unser Ergebnis und den Geschäftszweck zu verbessern und weiterzuentwickeln.

5. Festlegungen zum Frauenanteil gemäß Teilhabe-Gesetz

Durch das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" (BGBl. I 2015 v. 20. April 2015) besteht die Pflicht, turnusmäßig Zielgrößen für den Anteil von Frauen in der Geschäftsführung und in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer sowie Fristen zu deren Umsetzung festzulegen. Über die Ergebnisse der Zielerreichung soll jeweils nach Ablauf der Umsetzungsfrist berichtet werden.

Dem Aufsichtsrat der Novelis Koblenz GmbH gehören seit Oktober 2015 sechs Personen an, davon zwei weiblich.

Aufgrund eines Wechsels in der Geschäftsführung sank die Anzahl weiblicher Geschäftsführer von 50% auf 0%.

Innerhalb der ersten und zweiten Managementebene waren im Berichtsjahr 13% Frauen beschäftigt.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben für die NK Festlegungen zu Zielgrößen und Umsetzungsfristen getroffen und erreicht. Frist zur Umsetzung ist der 30. Juni 2025.

Ziel Ist
Aufsichtsrat 17% 33%
Geschäftsführer 33% (ab mind. drei Geschäftsführern) 0%
1. und 2. Managementebene 20% 13%

Wir haben uns ferner zum Ziel gesetzt bis zum 30.06.2025 zu erreichen, dass ab einer Anzahl von 3 Geschäftsführern bei der Novelis Koblenz GmbH eine Frau Mitglied der Geschäftsführung ist.

Wir haben bewusst eine Zielquote größer Null erst ab der Anzahl von 3 Geschäftsführern festgelegt. Die Beschäftigung von Frauen, in Führungspositionen sowie generell, wird nicht nur als selbstverständlich erachtet, sondern auch als wichtigen Bestandteil in Hinsicht auf Vielfalt und Chance zur Weiterentwicklung wertgeschätzt. Offene Stellen werden unabhängig vom Geschlecht mit der/dem fachlich und persönlich geeignetsten Kandidatin bzw. Kandidaten besetzt. In der Novelis Koblenz GmbH zählt insbesondere das Leistungsprinzip und Chancengleichheit und nicht das Geschlecht. Es zählt Qualifikation und das Erreichte. Das Geschlecht allein ist keine Qualifikation. Wie überall muss die Diskrepanz zwischen der nötigen Akzeptanz von Unternehmensregelungen und einer drohenden Ablehnung im operativen Geschäft gewahrt werden. Bei einer zweiköpfigen Geschäftsführung handelt es sich um kleines Gremium, für welches die Festlegung einer starren Quote uns zu stark einschränken würde.

 

Koblenz, 30. April 2024

Geschäftsführer

gez. Folker Ohle

gez. Nils Leonhardt

1 Deutsche Bank Research (Dezember 2023)
2 Deutsche Bank Research (Dezember 2023)
3 https://flightplan.forecastinternational.com/2024/02/15/airbus-and-boeing-report-january-2024-commercial-aircraft-orders-and-deliveries/.
4 https://www.embraer.com/global/en/news?slug=1207334-embraer-deliveries-increased-13-in-2023-and-backlog-reached-us187-billion-a-us12-billion-growth :~:text=01%2F30%2F2024-
,Embraer%20deliveries%20increased%2013%25%20in%202023%20and
%20backlog%20reached%20US,a%20US%241.2%20billion%20growth&text=
S%C3%A3o%20Jos%C3%A9%20dos%20Campos%20%E2%80%93%20SP,1%20military%20C%2D390%20jet.
5 Deutsche Bank Research (Dezember 2023)
6 https://flightplan.forecastinternational.com/2024/02/15/airbus-and-boeing-report-january-2024-commercial-aircraft-orders-and-deliveries/
7 https://flightplan.forecastinternational.com/2024/01/15/airbus-and-boeing-report-december-and-full-year-2023-commercial-aircraft-orders-and-deliveries/

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024
EUR
31.03.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 761.344 1.522.282
2. Geleistete Anzahlungen 3.017.847 0
3.779.191 1.522.282
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.232.194 25.385.806
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.462.348 40.146.963
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.565.824 20.239.190
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.347.088 14.308.519
104.607.454 100.080.478
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.111.631 44.111.631
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 18.450.000 18.450.000
davon gegen Gesellschafter EUR 18.450.000 (Vj. EUR 18.450.000)
62.561.631 62.561.631
170.948.276 164.164.391
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 52.540.834 51.502.144
2. Walzbarren 43.433.892 39.626.202
3. Unfertige Erzeugnisse 24.400.451 30.181.030
4. Fertige Erzeugnisse 38.793.269 39.504.193
159.168.446 160.813.569
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 96.300.208 105.898.071
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.997.375 83.229.715
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.528.849 2.880.466
126.826.432 192.008.252
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 221.828 474.018
286.216.706 353.295.839
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.361.487 885.945
458.526.469 518.346.175

Passiva

31.03.2024
EUR
31.03.2023
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.130.000 51.130.000
II. Kapitalrücklage 46.416.955 46.416.955
III. Gewinnvortrag 43.772.513 43.772.513
141.319.469 141.319.469
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 107.365.238 110.286.846
2. Steuerrückstellungen 167.970 687.036
3. Sonstige Rückstellungen 37.567.737 38.962.081
145.100.945 149.935.963
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 39.975
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 87.965.011 106.209.401
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 78.963.306 115.175.720
davon gegen Gesellschafter EUR 58.755.743 (Vj. EUR 77.948.428)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.177.738 5.574.180
davon aus Steuern EUR 3.019.890 (Vj. EUR 2.537.619)
172.106.055 226.999.276
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 91.467
458.526.469 518.346.175

Gewinn- und Verlustrechnung 01.04.2023-31.03.2024

01.04.2023-31.03.2024
EUR
01.04.2022-31.03.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 747.640.038 839.788.840
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -6.491.503 -5.129.029
3. Andere aktivierte Eigenleistungen -584.629 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 47.175.432 85.874.794
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 25.360.418,84 (Vj. TEUR 15.921)
davon für Altersversorgung EUR 1.795.659,27 (Vj. TEUR 0)
787.739.338 920.534.605
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 469.347.719 587.017.347
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 26.346.990 26.833.188
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 79.846.587 75.530.358
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 15.639.906 21.796.114
davon für Altersversorgung EUR 0 (Vj. TEUR 7.020)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 14.258.389 14.079.322
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 116.007.655 111.406.826
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 24.958.834,60 (Vj. TEUR 19.392)
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 1.071.950,00 (Vj. TEUR 615)
721.447.246 836.663.155
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.513.896 1.973.138
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.474.485,04 (Vj. TEUR 1.973)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 5.609.631 3.074.804
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.918.890 2.516.863
davon an verbundene Unternehmen EUR 529.322,12 (Vj. TEUR 64)
davon Aufwendungen aus Aufzinsung EUR 1.334.640,00 (Vj. TEUR 2.376)
-6.014.625 -3.618.528
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.168.025 1.454.417
13. Ergebnis nach Steuern 59.109.442 78.798.506
14. Sonstige Steuern 353.699 850.078
15. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 58.755.743 77.948.428
16. Jahresüberschuss 0 0

Anhang zum Geschäftsjahr 01.04.2023 - 31.03.2024 der

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss der Novelis Koblenz GmbH, Koblenz, (im Folgenden "NK" oder "Gesellschaft") ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Novelis Koblenz GmbH mit Sitz in Koblenz im Handelsregister des Amtsgerichts Koblenz unter der Nummer HRB 4239 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz nach § 266 HGB wurde um die Bilanzlinie "Walzbarren" ergänzt, um den Besonderheiten der Gesellschaft bzw. der Branche gerecht zu werden und damit die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Die Position umfasst Walzbarren aus Fremdproduktion. Größtenteils werden die Walzbarren in der Produktion eingesetzt, teilweise aber auch verkauft.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sind aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang angegeben. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die Organträgerin der Gesellschaft ist die Novelis Aluminium Holding Unlimited Company Zweigniederlassung Deutschland, Göttingen.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zu Bilanzpositionen

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sofern nicht explizit erwähnt, werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens enthält den Anlagespiegel (Anlage zum Anhang).

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3-5 Jahre) um planmäßige pro rata Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Wirtschaftsgütern werden auch selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen. Die Aktivierung ist nach § 255 Abs. 2a Satz 1 HGB auf die Herstellungskosten in der Entwicklungsphase (Entwicklungskosten) beschränkt. Da die Fertigstellung zum 31. März 2024 noch nicht abgeschlossen ist, erfolgt der Ausweis in den "Geleisteten Anzahlungen".

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Gebäude werden planmäßig in 3 - 40 Jahren, technische Anlagen und Maschinen in 3 - 25 Jahren, Betriebs- und Geschäftsausstattung in 1 - 20 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Wert bis € 250 netto werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Für alle beweglichen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als € 250 netto und bis zu € 1.000 netto, wird analog zu § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der über eine Dauer von fünf Jahren gleichmäßig verteilt abgeschrieben wird.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Name des verbundenen Unternehmens Anteil
in %
Eigenkapital zum 31.03.2024 Ergebnis vor Abführung 2024
Novelis Casthouse Germany GmbH, Koblenz * 100,00 TEUR 44.113 TEUR -5.610

*) Zwischen der Novelis Casthouse Germany GmbH, Koblenz und der NK besteht ein Ergebnisabführungsvertag. Das ausgewiesene Einzelergebnis stellt das Jahresergebnis vor organschaftlichem Ergebnisausgleich dar.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen den Gesellschafter Novelis Deutschland Holding GmbH und haben eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren. Sie werden zu Nennwerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden gebildet soweit erforderlich.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten für Fertigungslöhne und Fertigungsmaterial sowie Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht aktiviert.

Die Anschaffungskosten der Rohstoffe, Walzbarren, halbfertigen und fertigen Erzeugnisse werden nach der gewogenen Durchschnittsmethode ermittelt.

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Magazinmaterial werden nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Auf Vorräte mit eingeschränkter Verwertbarkeit werden Abschläge vorgenommen. Das Niederstwertprinzip findet Anwendung. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zu Nennwerten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Sämtliche im Umlaufvermögen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unverändert zum Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von insgesamt TEUR 25.997 (i.Vj. TEUR 83.230) sind Forderungen aus dem Cashpool in Höhe von TEUR 2.537 (i.Vj. TEUR 61.146) enthalten.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 51.130 ist voll eingezahlt.

In die Kapitalrücklage sind unverändert zum Vorjahr TEUR 46.417 eingestellt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G (RT 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde für die Abzinsung pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,83% p.a. (i.Vj. 1,79% p.a.) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Bei diesem Zinssatz handelt es sich aufgrund der Neuregelung durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften um den für den Bilanzstichtag prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Unter Anwendung des für den Bilanzstichtag prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,8 % p.a. würde sich ein Erfüllungsbetrag vor Vermögensverrechnung sowie vor Verrechnung des noch in künftigen Perioden anzusammelnden Unterschiedsbetrags im Sinne des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB von TEUR 110.245 ergeben. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum Stichtag TEUR 613.

Das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wurde ausgeübt. Der am Ende des Geschäftsjahres noch nicht erfasste Unterschiedsbetrag beläuft sich auf insgesamt TEUR 0 (i.Vj. TEUR 1.073).

Die Bewertung des Verpflichtungsumfangs wird im Rahmen des § 253 Abs. 2 HGB auf Basis der folgenden Bewertungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen durchgeführt:

Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit (PUC) i.S.v. IAS 19
Biometrie: Richttafel 2018 G
Trend Renten: 1,00% - 2,00%
(i.Vj. 1,00% - 2,00%)
Trend Entgelte: 2,75%
BBG-Dynamik: 2,75%

Gemäß Tarifvertrag Metall wurden die Gehälter um die feststehende Gehaltserhöhung angepasst. Diese beträgt ab 01.05.2024 3,3% und ab 2025 wird mit der Gehaltsdynamik von 2,75% fortgefahren.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 107.365 (i.Vj. TEUR 110.287) enthalten Rückstellungen der Zusatzverordnung in Höhe von TEUR 74.021 (i.Vj. TEUR 75.539), Rückstellungen für Anspruchsberechtigte des Essener Verbands in Höhe von TEUR 33.066 (i.Vj. TEUR 34.651) sowie saldierte Rückstellung für BOLO in Höhe von TEUR 278 (i.Vj. TEUR 66). Die Pensionsrückstellungen enthalten solche aus Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Organmitgliedern in Höhe von TEUR 10.056 (i.Vj. TEUR 11.184).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert vollständig mit den Rückstellungen verrechnet (TEUR 2.267, i.Vj. TEUR 4.098). Bei den Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens handelt es sich um einen Rückdeckungsversicherungsanspruch.

Das Deckungsvermögen beträgt zum 31. März 2024 im Total TEUR 2.267 (Vj. TEUR 4.098) betrifft ab dem Geschäftsjahr 2023/2024 nur noch die Pensionszusage der BOLO in Höhe von TEUR 2.267 (i.Vj. TEUR 2.239). Die Pensionszusage der ZVOII 2007 wurde aus der Bilanzierung entfernt (i.Vj. TEUR 1.858).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 37.568 (i.Vj. TEUR 38.962) umfassen im Wesentlichen solche für drohende Verluste aus schwebenden Waren- und Devisenterminkontrakten (TEUR 11.758, i.Vj. TEUR 11.050), Altersteilzeit (TEUR 8.270, i.Vj. TEUR 6.978), übrige Personalverpflichtungen (TEUR 5.749, i.Vj. TEUR 5.097), Urlaubsrückstellungen (TEUR 3.070, i.Vj. TEUR 3.047), Jubiläen (TEUR 2.678, i.Vj. TEUR 2.514), Frachten (TEUR 1.302, i.Vj. TEUR 6.050), Umsatzboni (TEUR 697, i.Vj. TEUR 1.013) und Gewährleistungen (TEUR 1.427, i.Vj. TEUR 1.508).

Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeit wurden in Höhe des versicherungsmathematisch berechneten Rückstellungsbedarfs ermittelt. Die Bewertung erfolgte mit dem Barwert unter Ansatz des durch die Deutsche Bundesbank ermittelten Zinssatzes sowie unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 wurden die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeit mit den durchschnittlichen Marktzinssätzen der letzten sieben Jahre abgezinst, die sich bei den entsprechenden Laufzeiten ergeben. Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder wurden bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit einem Zinssatz von 1,80 % p.a. (i.Vj. 1,50 % p.a.) und die Rückstellung für Altersteilzeit bei einer Restlaufzeit von 2 Jahren mit einem Zinssatz von 1,15 % p.a. (i.Vj. 0,64 % p.a.) abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 78.963 (i.Vj. TEUR 115.176) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung in Höhe von TEUR 58.756. Im Übrigen enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - wie im Vorjahr - solche aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres betragen TEUR 747.640 (i.Vj. TEUR 839.789). Diese verteilen sich im Wesentlichen auf folgende Länder (Fremdwährungen umgerechnet zu Durchschnittskursen des jeweiligen Vormonats):

01.04.2023 - 31.03.2024
TEUR
01.04.2022 - 31.03.2023
TEUR
Deutschland 175.124 270.688
Europa 306.474 312.608
Sonstiges Ausland 266.042 256.493
747.640 839.789

Die Umsatzerlöse vor Berücksichtigung von Erlösschmälerungen resultieren mit TEUR 376.186 (i.Vj. TEUR 386.115) aus dem Bereich Luftfahrtplatten, mit TEUR 174.831 (i.Vj. TEUR 178.037) aus dem Bereich Heat Exchange und mit TEUR 89.302 (i.Vj. TEUR 118.442) aus dem Bereich kommerzielle Platten. Weitere Produktgruppen sind Walzbarren, Schrotte und Handelsware.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 47.175 (i.Vj. TEUR 85.875). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Kursgewinne aus Sicherungsgeschäften TEUR 14.603 sowie Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 25.360 (i.Vj. TEUR 15.921) enthalten. Unter den periodenfremden Erträgen von TEUR 4.531 sind unter anderem eine Strompreiskompensation in Höhe von TEUR 2.237, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.623 sowie Erträge aus Altersversorgungsplänen in Höhe von TEUR 1.796 ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 28.623 (i.Vj. TEUR 30.552) Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen, Zuführung zur Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 11.216 (i.Vj. TEUR 10.712), TEUR 18.424 (i.Vj. TEUR 20.804) Frachtkosten, TEUR 24.959 (i.Vj. TEUR 19.392) Fremdwährungsverluste, TEUR 10.056 (i.Vj. TEUR 6.564) Instandhaltungskosten, TEUR 4.335 (i.Vj. TEUR 3.984) Mieten und Pachten, TEUR 2.464 (i.Vj. TEUR 3.196) für konzernfremde Dienstleistungen, TEUR 1.627 (i.Vj. TEUR 1.324) Versicherungen sowie mit TEUR 1.913 (i.Vj. TEUR 1.379) Forschungs- und Entwicklungskosten. Des Weiteren sind TEUR 1.424 (i.Vj. TEUR 1.568) für Prüf- und Beratungskosten, TEUR 725 für Verkaufsprovisionen (i.Vj. TEUR 977), TEUR 773 (i.Vj. TEUR 1.094) für Sonstiges Material, TEUR 957 (i.Vj. TEUR 1.145) für EDV-Kosten, TEUR 630 (i.Vj. TEUR 755) für sonstige Kosten Auslandsbüros, TEUR 697 (i.Vj. TEUR 1.548) für Gewährleistungsaufwendungen sowie TEUR 1.210 (i.Vj. TEUR 1.344) für Reise- und Kfz-Kosten enthalten.

Haftungsverhältnisse

Die Novelis Gruppe hat sich im Geschäftsjahr teilweise refinanziert. Die Finanzierung erfolgt gegen Sicherungsübereignung. Die Gesellschaft als Sicherungsgeberin hat an die Sicherungsnehmer sämtliche beweglichen Sachen, die im Eigentum der NK stehen, zur Sicherheit übereignet.

Im April 2020 wurden Darlehen in Höhe von USD 775 Mio. zur teilweisen Finanzierung der Übernahme von Aleris in Anspruch genommen. Nach der Tilgung wurden bis September 2023 noch USD 750 Mio. in Anspruch genommen. Im September 2023 wurde der Restbetrag von USD 750 Mio. durch neue Term Loans in Höhe von USD 750 Mio. refinanziert, wodurch sich das Fälligkeitsdatum bis September 2026 verlängerte.

Im März 2021 wurden neue Term Loans in Höhe von USD 500 Mio. ausgegeben, um einen Teil der USD 8 Mrd. Term Loan Facility zurückzuzahlen. Ein weiterer Teil davon wurde im März 2021 durch die Ausgabe einer grünen Anleihe in Höhe von EUR 500 Mio. (entspricht USD 588 Mio.) zurückgezahlt.

Von allen Term Loans verbleiben am Ende des Geschäftsjahres 2024 insgesamt USD 1,2 Mrd.

Mit den USD 1.500 Mio. (ausgegeben im August 2021) und den USD 1.600 Mio. (ausgegeben im Januar 2020) sowie der Green Bonds in Höhe von EUR 500 Mio. (entspricht USD 540 Mio. per März 2024) wurden bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 insgesamt USD 3,6 Mrd. an Unternehmensanleihen ausgegeben.

Im August 2022 änderte Novelis die ABL-Revolver-Fazilität, um unter anderem die Verpflichtung unter dem ABL-Revolver um USD 500 Mio. auf USD 2,0 Mrd. zu erhöhen und die Laufzeit des ABL-Revolvers bis zum 18. August 2027 zu verlängern.

Aus dieser Refinanzierung ergeben sich hinsichtlich der Haftungsverhältnisse der Gesellschaft keine Änderungen.

Der Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Novelis Koblenz GmbH, Koblenz, und der Novelis Deutschland Holding GmbH, Koblenz, ist aufrecht zu erhalten.

Die Gesellschaft hat sämtliche Forderungen an die Sicherungsnehmer zur Sicherheit abgetreten (Globalzession).

Die Forderungen dürfen nicht zu Gunsten Dritter belastet werden. Etwaige Pfändungen sind unverzüglich den Sicherungsnehmern anzuzeigen.

Die Gesellschaft hat als Sicherungsgeberin sämtliche Bankkonten der Gesellschaft bei inländischen Banken an die Sicherungsnehmer verpfändet.

Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, die in ihrem Eigentum stehenden Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte zugunsten Dritter nicht zu belasten. Grundschulden sind zugunsten der Sicherungsnehmer nicht bestellt worden.

Die Gesellschaft hat als Sicherungsgeberin den Sicherungsnehmern sämtliche gewerbliche Schutzrechte, die im Eigentum der Novelis Koblenz GmbH, Koblenz, abgetreten.

Im Rahmen des ordentlichen Geschäftsganges besteht zu Gunsten der Sicherungsgeberin eine weitgehende Verwendungsermächtigung.

Aus den genannten Haftungsverhältnissen besteht für die Gesellschaft das Risiko einer möglichen Inanspruchnahme. Allerdings wurden bis zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung keine Sicherheiten in Anspruch genommen und das Management erwartet dies auch in Folgejahren nicht, da die Gesellschaft, die die Finanzierung aufgenommen hat, aufgrund der erwarteten Liquiditätslage mit großer Wahrscheinlichkeit ausreichende Mittel zu einer fristgemäßen Vertragserfüllung haben wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/ außerbilanzielle Geschäfte

Beträge
in TEUR
a) Miet- und Leasingraten p.a. 2.471
b) Bestellobligo (Nicht-Metall) 1.871
c) Verpflichtungen aus Metalleinkaufs- und -verkaufskontrakten (saldiert) 321.456
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen: 325.798

Aufgrund des Gesamtvertrages für Strom und Erdgas für alle deutschen Novelis Werke bestehen keine Abnahmeverpflichtungen mehr auf der Einzelgesellschaftsebene.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 3 und 42 Monaten. Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen bestehen gegenüber dem verbundenen Unternehmen Novelis Casthouse Germany GmbH, Koblenz, in Höhe von TEUR 171 monatlich. Die beiden Pachtverträge sind auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Sie verlängern sich jeweils um ein Jahr, falls sie nicht mit einer Frist von 12 Monaten zum 1. Januar schriftlich gekündigt werden.

Die Emissionsberechtigungen für die Zuteilungsperiode 2013-2023 nach dem Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) und der Zuteilungsverordnung 2020 (ZuV 2020) aus vorangegangenen Geschäftsjahren, stehen zum Stichtag 31.03.2024 mit 14.557 Emissionsberechtigungen zur Verfügung. Die Abgabeverpflichtung für das Kalenderjahr 2023 wurde von der Gesellschaft bereits erfüllt. Im Geschäftsjahr wurden 14.557 Anteile zugekauft. Diese werden im Umlaufvermögen unter den Vorräten in der Bilanz ausgewiesen. Das Niederstwertprinzip findet Anwendung. Die verbleibenden Emissionsberechtigungen werden in die 5. Handelsperiode überführt und zum Ausgleich der EU ETS (European Trade System) Emissionen des Kalenderjahres 2024 eingesetzt.

Die am Bilanzstichtag nicht verwendeten unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen werden nicht bilanziert, sondern erst bei künftiger Verwendung in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft sichert neben Währungskursen das Metallpreisrisiko durch Warentermingeschäfte (Kauf von Bezugsrechten) ab.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Sicherungsinstrumente:

Kontraktvolumen Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert
Metalleinkaufs- und -verkaufskontrakte (saldiert) 15.396 t -6.813 TUSD -4.296 TEUR
Fremdwährungskontrakte (An- und Verkauf von EUR zu USD sowie EUR zu GBP (saldiert)) 155.589 TEUR -1.100 TUSD -1.081 TUSD

Die Metalleinkaufs- und -verkaufskontrakte sind in US-Dollar und Euro abgeschlossen. US-Dollar Hedges wurden zum Kassakurs umgerechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht aufgrund der Existenz eines aktiven Marktes dem Marktpreis. Der beizulegende Zeitwert reflektiert den für Vermögensgegenstände durch Verkauf erzielbaren bzw. den für die Begleichung der Schulden hinzugebenden Betrag. Verpflichtungen aus Metalleinkaufs- und -verkaufskontrakten werden zum Terminpreis bei Abschluss des Warentermingeschäfts bewertet. Dieser Kontraktpreis setzt sich aus dem Kassapreis zuzüglich der Terminkaufzuschläge und abschläge zusammen.

Für die zum Bilanzstichtag drohenden Verluste aus den bestehenden Sicherungsinstrumenten wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen. Dazu gehören auch verbundene Unternehmen.

Da es sich hierbei um mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehende in den Konzernabschluss der Novelis Inc., Mississauga, Kanada, einbezogenen Unternehmen handelt, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Einführung der globalen Mindestbesteuerung

Mit der Einführung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung in Deutschland, die auf einer OECD-Initiative basieren, soll eine effektive Mindeststeuer in Höhe von 15% weltweit sichergestellt werden. Diese Vorschriften werden auch unter dem Begriff Pillar 2 gefasst. In Deutschland wurden die entsprechenden Regelungen (nachfolgend auch als MinStG bezeichnet) am 15.12.2023 durch den Bundesrat beschlossen und am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet. Somit sind diese Regelungen am 28.12.2023 in Kraft getreten und gelten erstmals für Abschlüsse, die nach dem 30.12.2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Für Novelis finden diese Regelungen damit ab dem Wirtschaftsjahr 2025 Anwendung, welches am 1.4.2024 beginnt. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023/24 für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023/24 keine Steuerbelastung aus dem MinStG.

Auf die Gesellschaft wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Gesellschaft verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet.

Um den Einfluss für Deutschland ermitteln zu können, wurden von Novelis erste Berechnungsmodelle aufgestellt, die die verschiedenen Bestandteile der neuen Pillar 2 Regularien entsprechend berücksichtigen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar. Ab dem Wirtschaftsjahr 2025 sind durch diese Regelung zusätzliche Compliance-Verpflichtung in Form zusätzlicher Steuererklärungen zu berücksichtigen.

Angaben zur Anzahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer am Standort Koblenz (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) betrug während des Geschäftsjahres:

01.04.2023 - 31.03.2024
Gewerbliche Mitarbeiter 747
Angestellte 368
Gesamt 1.115

Aufsichtsrat

Gemäß Gesellschaftsvertrag und aufgrund gesetzlicher Bestimmungen (Drittbeteiligungsgesetz) hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat. Diesem gehörten während des Geschäftsjahres an:

Anteilseigner:

Roland Leder (Vorsitzender), Vice President Supply Chain, Novelis Europe, Montabaur

Wolfram Joos, Vice President Human Resources, Novelis Europe, Zürich, Schweiz

Gabriella Honti, Director Regional Procurement, Novelis Europe, Friedberg

Mélanie Lambelet, Director Communications and Government Affairs, Novelis Europe, Thalwil, Schweiz

Arbeitnehmervertreter:

Bernd Feuerpeil (stellvertretender Vorsitzender), Vorsitzender Betriebsrat Koblenz, Düngenheim, bis 31.07.2023

Antje Raczkowiak, Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Koblenz, Koblenz (Nachfolgerin von Bernd Feuerpeil, gerichtlich noch nicht bestellt)

Peter Behrendt, Stellvertretender Versandleiter, Voerde

Geschäftsführung und Vertretung:

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Anja Lambrecht, Director Human Resources, Novelis Koblenz, Hofheim, bis 6.10.2023

Nils Leonhardt, Director Human Resources, Novelis Germany, Northeim ab 6.10.2023

Folker Ohle, Vice President Operations, Novelis Europe, Hofheim am Taunus

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Anhangangabe zu den Bezügen der Geschäftsführung. Die Gesamtbezüge ehemaliger Geschäftsführer betrugen in 2024 TEUR 897 (Vj. TEUR 958). Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im aktuellen Geschäftsjahr von der Gesellschaft TEUR 12 (i.Vj. TEUR 18).

Angaben zu Gesellschafterverhältnissen

Gesellschafter der Novelis Koblenz GmbH zum 31. März 2024 ist:

Anteil
%
Novelis Deutschland Holding GmbH, Koblenz 100.00 %

Die Novelis Koblenz GmbH ist in den Konzernabschluss der Hindalco Industries Ltd., Mumbai, Indien (größter Konsolidierungskreis), sowie in den Konzernabschluss der Novelis Inc., Mississauga, Kanada (kleinster Konsolidierungskreis), einbezogen. Die Abschlüsse sind jeweils am Sitz der Gesellschaften und über www.hindalco.com bzw. www.novelis.com erhältlich.

Der Kreis der verbundenen Unternehmen der Novelis Koblenz GmbH umfasst gemäß § 271 Abs. 2 HGB das oberste Mutterunternehmen, Hindalco Industries Ltd., Mumbai, Indien, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens.

Gemäß § 292 Abs. 2 HGB hat die Novelis Koblenz GmbH darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen.

Dabei fanden insbesondere die folgenden, wesentlichen im Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens angewandten Bilanzierung-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die in folgender Hinsicht von deutschem Recht abweichen, Anwendung:

Grundsätzlich unterscheidet sich die Rechnungslegung nach US-GAAP von der nach dem deutschen HGB in der verfolgten Zielsetzung. Während US-GAAP in erster Linie auf die Versorgung der Investoren mit entscheidungsnützlichen Informationen abzielt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und des Vorsichtsprinzips geprägt.

Die Bilanzgliederung nach US-GAAP richtet sich bei den Vermögensgegenständen nach dem Grad der Liquidierbarkeit, bei den Schulden nach der Restlaufzeit. Die Bilanzgliederung für handelsrechtliche Zwecke ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich in § 266 HGB definiert. Die Gliederung orientiert sich hier an der geplanten Verweildauer von Vermögensgegenständen im Unternehmen bzw. an der Unterscheidung nach Finanzierungsquellen.

Bei der Kalkulation der Abschreibungen liegen zum Teil unterschiedliche Nutzungsdauern der jeweiligen Gegenstände des Anlagevermögens zugrunde.

Für sämtliche temporäre Differenzen werden latente Steuern gebildet. Latente Steuern sind auch auf Verlustvorträge zu erfassen. Die latenten Steuern sind unter Anwendung des künftig geltenden Steuersatzes - basierend auf der Rechtslage am Bilanzstichtag - zu ermitteln. Für aktive latente Steuern besteht gemäß US-GAAP eine Ansatzpflicht.

Bei der Bewertung von Rückstellungen erfolgt die Abzinsung mit dem jeweils aktuellen laufzeitkongruenten Kapitalmarktzins. Die verwendeten Zinssätze bei Personalrückstellungen weichen in den Rechnungslegungen voneinander ab.

Im Handelsrecht macht die Gesellschaft bei Pensionsrückstellungen von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch, was in einer Zuführung des Unterschiedsbetrages innerhalb eines Zeitraums von 15 Jahren resultiert. Außerdem beinhaltet die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen nach HGB einen Zinsanteil, der im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen ist.

Nach US-GAAP sind Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften nur zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Höhe der Rückstellung zuverlässig schätzbar ist. Bei der Bewertung der Rückstellung nach US-GAAP ist der wahrscheinlichste Wert, bei einer Bandbreite gleichwahrscheinlicher Werte, der niedrigste Wert anzusetzen.

Bei Leasinggeschäften richtet sich die Bilanzierung nach dem "Right-of-Use" Ansatz. Dabei wird vornehmlich beurteilt, ob ein Nutzungsrecht des Leasingnehmers vorliegt. In diesem Fall hat er die Leasinggegenstände zu aktivieren, es erfolgt keine sofortige aufwandswirksame Erfassung. Ausgenommen davon sind nur kurzfristige Leasingverhältnisse von weniger als 12 Monaten Laufzeit.

Nach US-GAAP wird kein Lagebericht aufgestellt. Wesentliche Angaben sind jedoch in der sogenannten "Management's Discussion and Analysis of Financial Condition and Results of Operations (MD&A)" enthalten.

Der Konzernabschluss der Novelis Inc. wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger der Novelis Deutschland GmbH (Amtsgericht Göttingen, HRB 772) veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 285 für Abschlussprüferleistungen.

 

Koblenz, den 30. April 2024

Geschäftsführer

gez. Folker Ohle

gez. Nils Leonhardt

Entwicklung des Anlagevermögens 01.04.2023-31.03.2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.04.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.346.204 280.533 1.000.891 26.347 19.652.193
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.626 0 0 0 28.626
3. Geleistete Anzahlungen 0 1.209.472 0 1.808.375 3.017.847
20.374.830 1.490.005 1.000.891 1.834.722 22.698.666
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.408.609 626.321 0 526.703 36.561.633
2. Technische Anlagen und Maschinen 398.005.358 3.523.358 3.383.993 2.126.409 400.271.132
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64.533.463 986.704 4.531.819 951.891 61.940.239
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.308.519 14.478.294 0 -5.439.725 23.347.088
512.255.949 19.614.677 7.915.812 -1.834.722 522.120.092
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.111.631 0 0 0 44.111.631
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 18.450.000 0 0 0 18.450.000
62.561.631 0 0 0 62.561.631
595.192.410 21.104.682 8.916.703 0 607.380.389
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.04.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.823.922 1.067.818 1.000.891 18.890.849
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.626 0 0 28.626
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
18.852.548 1.067.818 1.000.891 18.919.475
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.022.803 1.306.636 0 11.329.439
2. Technische Anlagen und Maschinen 357.858.395 7.309.405 3.359.016 361.808.784
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.294.273 4.574.530 4.494.388 44.374.415
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
412.175.471 13.190.571 7.853.404 417.512.638
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
431.028.019 14.258.389 8.854.295 436.432.113
Buchwerte
31.04.2024
EUR
31.03.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 761.344 1.522.282
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 3.017.847 0
3.779.191 1.522.282
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.232.194 25.385.806
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.462.348 40.146.963
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.565.824 20.239.190
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.347.088 14.308.519
104.607.454 100.080.478
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.111.631 44.111.631
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 18.450.000 18.450.000
62.561.631 62.561.631
170.948.276 164.164.391

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Novelis Koblenz GmbH, Koblenz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Novelis Koblenz GmbH, Koblenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Novelis Koblenz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 30. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jürgen Körbel, Wirtschaftsprüfer

Geschäftsjahr 2024 vom 01.04.2023 bis 31.03.2024

BERICHT DES AUFSICHTSRATES der Novelis Koblenz GmbH an die Gesellschafter

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 zwei ordentliche Sitzungen abgehalten und sich dabei über die Verhältnisse der Novelis Koblenz GmbH (nachfolgend auch die ,,Gesellschaft") und ihrer Beteiligungen informiert. Der Aufsichtsrat ließ sich u. a. durch die Geschäftsführung über die geschäftliche Entwicklung und die wesentlichen Angelegenheiten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sowie über die Gewinnverwendung unterrichten und hat im Rahmen der ihm obliegenden Aufgaben an den Entscheidungen beratend mitgewirkt. Im Geschäftsjahr 2024 fanden keine Ausschusssitzungen statt.

Die Geschäftsführung hat den Bericht über den von PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüften Abschluss für das Geschäftsjahr 2024 der Gesellschaft, der auch den von der Geschäftsführung verfassten Anhang enthält, dem Aufsichtsrat am 27. Mai 2024 zur Prüfung vorgelegt.

Der Aufsichtsrat hat die vorgelegten Unterlagen zur Kenntnis genommen und sorgfältig geprüft.

Nach den ergänzenden Erläuterungen des Wirtschaftsprüfers am 18.06.2024 erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Abschluss für das Geschäftsjahr 2024.

 

Koblenz, den 18. Juni 2024

Roland Leder, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Der Jahresabschluss zum 31.03.2024 wurde am 18.06.2024 festgestellt.

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