Apollo Tyres (Germany) GmbH

Rheinstraße 103, 56179 Vallendar, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 1263
Vorher
Vredestein Gesellschaft mit beschränkter Haftung.Apollo Vredestein GmbH
Eingetragen
27.12.1976
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmes ist der Handel mit und der Vertrieb von PKW-Reifen und die Erbringung von Dienstleistungen in diesem Zusammenhang.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prem Ojha
seit 10.3.2026
Geschäftsführer
Yves Pouliquen
seit 27.3.2025
Geschäftsführer
Marcus Peter
seit 7.4.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Apollo Tyres (NL) B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Apollo Tyres (NL) B.V.
Netherlands
512.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Apollo Tyres (Germany) GmbH

Vallendar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. März 2024

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

Stand am 31.3.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 266.031,92 315.015,94
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12,84 12,84
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 2.034.344,51 1.853.142,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.184.351,59 21.220.495,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.791.937,99 6.847.761,07
3. Forderungen gegen Gesellschafter 6.659.495,97 26.337.961,26
4. Sonstige Vermögensgegenstände 289.275,90 225.630,28
39.925.061,45 54.631.847,88
III. Kassenbestand, Guthaben bei Krediinstituten 636.517,57 2.472.193,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 66.017,00 81.631,46
D. Aktive latente Steuern 1.667.268,00 1.660.648,00
44.595.253,29 61.014.492,15

Passiva

Stand am 31.3.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 512.000,00 512.000,00
II. Kapitalrücklage 2.080.957,96 2.080.957,96
II. Bilanzgewinn 19.244.595,95 37.615.412,35
21.837.553,91 40.208.370,31
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.571.359,00 9.605.989,00
2. Steuerrückstellungen 2.149.884,78 1.134.400,54
3. Sonstige Rückstellungen 5.760.865,23 4.949.625,95
17.482.109,01 15.690.015,49
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 636.512,09 289.085,60
2. Sonstige Verbindlichkeiten 4.639.078,28 4.827.020,75
davon aus Steuern EUR 3.330.826,52 (i. V. EUR 3.604.327,04)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.455,75 (i. V. EUR 5.018,59)
5.275.590,37 5.116.106,35
44.595.253,29 61.014.492,15

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 168.671.368,52 163.454.809,16
2. Sonstige betriebliche Erträge 328.702,77 114.148,90
169.000.071,29 163.568.958,06
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 142.468.803,31 138.075.030,66
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.581.126,52 3.199.741,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 918.616,32 1.415.549,63
davon für Altersversorgung EUR 151.660,22 (i. V. EUR 424.565,00)
4.499.742,84 4.615.290,88
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 66.190,97 54.566,59
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.960.839,76 15.704.394,24
4.004.494,41 5.119.675,69
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.687.274,47 476.164,95
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.597.261,84 (i. V. EUR 464.521,19)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 352.179,16 351.965,90
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 105.281,00 (i. V. EUR 192.499,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.710.406,12 1.787.039,64
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 6.620,00 (i. V. EUR 172.343,00)
-375.310,81 -1.662.840,59
10. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 3.629.183,60 3.456.835,10
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 37.615.412,35 34.158.577,25
12. Ausschüttungen 22.000.000,00 0,00
13. Bilanzgewinn 19.244.595,95 37.615.412,35

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Allgemeine Erläuterungen

(1) Allgemeine Angaben

Die Apollo Tyres (Germany) GmbH mit Sitz in Vallendar ist unter HRB 1263 im Amtsgericht Koblenz eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Die Apollo Tyres (Germany) GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigerem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Bestandsrisiken werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 0,5 % (i. V. 0,5 %) berücksichtigt.

In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen einen Factoringvertrag abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserungen der stichtagsbezogenen Liquidität verkauft.

Die Liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Im Rahmen des konzernweiten Finanzverbunds und zur Absicherung von Krediten, ist das Guthaben bei der Postbank als pfändbare Garantie hinterlegt.

Die unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Vorauszahlungen für Versicherungen werden unterjährig entsprechend deren Laufzeiten aufgelöst.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der sog. "Projected Unit Credit Methode" (PUC- Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln, verwendet. Folgende Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Zinssatz p.a..: 1,83 % (i. V. 1,79%)
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen p.a.: 3,00 % (i. V. 3,00%)
Erwartete Rentensteigerungen p.a.: 2,20 % (i. V. 2,20%)

Der Rechnungszinssatz für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre lt. Deutsche Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Fluktuation wurde, wie in den Vorjahren, mit einer mittleren Fluktuationsrate in Höhe von rund 4 % berücksichtigt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Latente Steuern werden auf zeitlich befristete Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Gesellschaft von aktuell 30,18 %. (i.V. 30,00 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang (Anlagespiegel) dargestellt.

Für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wurde eine Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde gelegt.

Die Nutzungsdauer von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zwischen drei und 18 Jahre.

(2) Finanzanlagevermögen

Das Finanzanlagevermögen betrifft eine Einlage (0,1 %) in das Stammkapital der Apollo Tyres (Polska) Sp. Zo.o ., Warschau / Polen (PLN 50), in Höhe von EUR 12,84. Diese Gesellschaft wurde am 1. April 2007 mit einem Stammkapital von PLN 50.000 (EUR 15.000) gegründet. Die Gesellschaft weist zum 31. März 2024 ein Eigenkapital i. H. v. TEUR 3.148 sowie ein Ergebnis in Höhe von TEUR 497 aus.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 20.184 (i. V. TEUR 21.220).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 12.792 (i. V. TEUR 6.848) betreffen wie im Vorjahr vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Bei den Forderungen gegen die Gesellschafterin i. H. v. TEUR 6.659 (i. V. TEUR 26.338) handelt es sich wie im Vorjahr um sonstige Forderungen. Diese resultieren aus Cash-Pool Zahlungen gegenüber der niederländischen Muttergesellschaft Apollo Tyres (NL) B.V., Enschede/Niederlande.

Im Rahmen der Unternehmensfinanzierung bedient sich die Gesellschaft des Verkaufes von Forderungen (Factoring), wodurch sich der Forderungsbestand um TEUR 5.362 (i. V. 8.815 TEUR) reduziert hat. Der aus den Factoring zugegangene Betrag wurde aufgrund des bestehenden Cash- Pooling-Vertrags als Forderung gegen verbundenen Unternehmen.

(4) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Zahlungen, die im Zusammenhang mit Jahresleistungen an Versicherungsunternehmen stehen.

(5) Latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen (TEUR 9.571) und dem steuerlichen Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen (TEUR 4.189). Daneben resultieren die aktiven latenten Steuern aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansatz der sonstigen Rückstellungen. Insgesamt ergeben sich hieraus aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.667 (i. V. TEUR 1.661).

(6) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Apollo Tyres (Germany) GmbH betrug zum 31. März 2024 TEUR 512 und ist voll eingezahlt (i. V.: TEUR 512).

(7) Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 15.615 enthalten; im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen.

(8) Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen

Der ausschüttungsgesperrte Betrag nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB beläuft sich auf TEUR 48 (i. V. TEUR 489) und resultiert aus dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen 10 Jahre (im Gegensatz zu 7 Jahren).

(9) Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Kundenboni, Marketing und Personal. Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt zusammen:

31.03.2024 31.03.2023
TEUR TEUR
Rückstellungen für Kundenboni 4.386 4.015
Rückstellungen für Marketing 345 101
Personalrückstellungen 469 424
Frachtkosten 313 256
Sonstige Rückstellungen 248 154
Summe 5.710 4.950

(10) Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle (Die Zahlen des Vorjahres sind in Klammern angegeben):

Davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten Bis zu einem Jahr Einem bis fünf Jahre Mehr als fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 637 637 0 0
(289) (289) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.639 4.639 0 0
(4.827) (4.827) (0) (0)
Summe 5.276 5.276 0 0
(5.116) (5.116) (0) (0)

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

(10) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Netto-Umsätze wurden im Inland erzielt und setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR Geschäftsjahr 2023/24 Geschäftsjahr 2022/23
PKW-Reifen 135.110 126.157
Sonstige Reifen 33.561 37.298
Nettoerlöse 168.671 163.455

Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. von TEUR 329 (i. V. TEUR 114) beinhalten nicht in Anspruch genommene Kundenzahlungsabzüge, Insolvenzerstattungen durch unseren Kreditversicherer, Kostenerstattungen für beschädigte Warenlieferungen seitens unseres Logistikdienstleisters, sowie die Weiterbelastungen spezieller Transportdienstleistungen an unsere Kunden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren aus:

TEUR Geschäftsjahr 2023/24 Geschäftsjahr 2022/23
Frachtkosten 7.282 6.197
Marketing & Werbung 6.049 5.560
Konzernumlagen 1.126 1.076
Miete 1.050 718
Reise-/Bewirtungskosten 768 574
Messe & Promotion 667 664
Wertberichtigung der Forderungen 162 46
Rechts-& Beratungskosten 140 119
Instandhaltung 28 38
Diverse Aufwendungen 689 712
Summe 17.961 15.704

(11) Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Mit Vertrag vom 14. Juli 2023 wurde die Apollo Tyres (Germany) aus der Garantie für die Gruppenfinanzierung der Apollo Tyres (NL) B.V. (i. V. EUR 5 Mio.) entlassen. Damit bestehen daher keine Haftungsverhältnisse mehr und auch kein Risiko einer Inanspruchnahme.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Beschaffung liquider Mittel und zur Verbesserung unseres Cashflows und der Optimierung unserer Liquiditätsplanung bedienen wir uns des Verkaufs von ausgewählten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Factoring). Finanzielle Risiken kommen dabei nicht zum Tragen.

Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 5.362 verkauft, wovon TEUR 5.362 noch nicht fällig waren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtung beträgt:

TEUR < 1 Jahr 1-2 Jahre 2-3 Jahre 3-5 Jahre
Miet- und Leasingraten 1.192 69 36 0

Ausschüttungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB sowie aufgrund des Unterschiedsbetrags i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB eine Gewinnausschüttungssperre:

TEUR
aus der Aktivierung
latenter Steuern 1.667
Gesamtbetrag der Beträge i.S.v. § 268 Abs. 8 HGB 1.667
./. Entsperrung durch frei verfügbare Rücklagen und Gewinnvortrag -1.667
ausschüttungs-/abführungsgesperrt gem. § 268 Abs. 8 HGB 0
aus der Passivierung
von Pensionsrückstellungen gem. § 253 Abs. 2 i.V.m. Abs. 6 HGB 48
./. Entsperrung durch frei verfügbare Rücklagen und Gewinnvortrag -48
ausschüttungsgesperrt gem. § 253 Abs. 6 HGB 0
Summe 0

(12) Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer:

Herr Tobias Morbitzer, Kaufmann, Frankfurt am Main

Herr Rakesh Dewan, Kaufmann, Hilversum/Niederlande

Aufsichtsrat:

Herr Benoit Rivallent, Kaufmann, Amsterdam/Niederlande

Herr Vishal Mittal, Kaufmann, London/Vereinigtes Königreich

Herr Daniele Lorenzetti, Ingenieur, Den Haag/Niederlande

Bezüglich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Bezüglich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB hinsichtlich der Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinschaftlich oder ein Geschäftsführer in Gemeinschaft mit dem Prokuristen.

(13) Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sowie ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. März 2024 auf EUR 564.782,00.

(14) Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 durchschnittlich 51 (i. V. 51) Angestellte.

(15) Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört seit Mai 2009 zur Apollo Tyres Gruppe. Als Obergesellschaft erstellt die Apollo Tyres Ltd., Gurugram, Haryana - Indien, einen Konzernabschluss (größter Kreis von Unternehmen), in den die Apollo Tyres (Germany) GmbH einbezogen wird. Dieser kann bei der Registrar of Companies, Kerala, unter dem Companies Act. 1956 (No. 1 of 1956) eingesehen werden.

Die Apollo Tyres (Germany) GmbH, Vallendar, wird in den Konzernabschluss der Apollo Tyres (NL) B.V., Enschede (Niederlande), einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Apollo Tyres (NL) B.V., Enschede (Niederlande), wird auf dem niederländischen Online Portal "Dutch Chamber of Commerce" veröffentlicht und kann dort unter der Registernummer 34223268 eingesehen werden.

(16) Abschlussprüferhonorar

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt TEUR 44.

(17) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht eingetreten.

(18) Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft hat eine Dividende in Höhe von EUR 22 Mio. an die Gesellschafter ausbezahlt. Darüber hinaus schlägt die Geschäftsführung vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 19,2 Mio. auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Vallendar, den 28. Juni 2024

Tobias Morbitzer, Geschäftsführer

Rakesh Dewan, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 872.507,66 19.263,98 50.031,60 841.740,04
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12,84 0,00 0,00 12,84
873.500,50 19.263,98 50.031,60 842.732,88
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 557.491,72 66.190,97 47.974,57 575.708,12
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
558.471,72 66.190,97 47.974,57 576.688,12
Buchwerte
Stand am 31.3.2024 Stand am 31.3.2023
EUR EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 266.031,92 315.015,94
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12,84 12,84
266.044,76 315.028,78

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

A. Grundlage des Unternehmens

1. Unternehmensstruktur

Die Apollo Tyres (Germany) GmbH mit Sitz in Vallendar, Deutschland, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Apollo Tyres (NL) B.V., Enschede, Niederlande, die wiederum eine konsolidierungspflichtige Tochtergesellschaft der Apollo Tyres Limited, Gurugram, Indien, ist.

2. Geschäftsmodell

Die Apollo Tyres (Germany) GmbH, Vallendar, ist schwerpunktmäßig im Verkauf von PKW-Reifen im Ersatzgeschäft (Sommer-, Ganzjahres- und Winterreifen), mit einem Nettoumsatz von EUR 168,7 Mio. im Geschäftsjahr 2023/24, tätig.

Weitere Aktivitäten beziehen sich auf den Verkauf von Landwirtschafts- und Industriereifen, Reifen für Leichttransporter, SUV's und LKW-Reifen.

Die Apollo Tyres (Germany) GmbH beliefert im Wesentlichen den Reifenfach- und Großhandel im Zuge des Ersatzgeschäftes. Die Kundenstruktur hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht wesentlich verändert. Der Umsatz wird maßgeblich im Inland getätigt, während die Reifen sowohl von der Muttergesellschaft Apollo Tyres (NL) B.V., Enschede/Niederlande, als auch aus der ungarischen Produktionsstätte in Gyöngyöshalász importiert werden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenwirtschaftliche Entwicklung

Laut der Berechnung des Statistischen Bundesamt (Destatis) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Aufgrund des krisengeprägten Umfelds kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 ins Stocken.

Trotz der jüngsten Rückgänge der Gas- und Strompreise verharren die Produktionskosten nach wie vor auf einem hohen Niveau und dämpften die Konjunktur auf allen Wirtschaftsstufen.

Ferner trugen die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und einer geringeren Nachfrage nicht zu einer dynamischen Konjunkturentwicklung bei.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Der Grund dafür dürften vor allem die hohen Verbraucherpreise sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen.

Laut dem Ifo Institut dürfte sich der durchschnittliche Anstieg der Verbraucherpreise im Jahre 2023 bei 5,9 % bewegen,

Die wirtschaftliche Flaute wird auch am Arbeitsmarkt ihre Spuren hinterlassen haben. Nicht zuletzt dem demographischen Wandel Rechnung getragen, dürfte sich im Jahresdurchschnitt 2023 die Anzahl der Erwerbslosen um ca. 191.000 Personen erhöht haben, was sich in einer Arbeitslosenquote von 5,6 % widerspiegelt.

Der Fahrzeugbestand erhöhte sich laut dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) gegenüber dem Vorjahresniveau um 1,0 % auf 69,1 Millionen Kraftfahrzeuge.

Personenkraftwagen Lastkraftwagen Krafträder Sonstige Gesamt
2024 49.098.685 3.738.475 4.992.579 11.290.745 69.120.484
2023 48.763.036 3.641.755 4.913.099 11.114.624 68.432.514

Quelle: Kraftfahrtbundesamt (Fahrzeugbestand zum 1. Januar 2024)

Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) meldet mit einem minimalen Plus von 0,23% in etwa die gleiche Absatzmenge an verkauften Reifen im deutschen Reifenersatzgeschäft wie im Vorjahr. Der größte Anteil der knapp 44,5 Millionen PKW -, Transporter- und LKW-Reifen ist klar dem Produktsegment der Consumer Reifen mit einem Anteil von 94,5 % zuzuordnen (Sell-Out, Absatz Handel an Verbraucher). Dieses setzt sich aus den beiden Produktgruppen PKW-/4x4-Reifen und Leicht-LKW-Reifen zusammen. Mit knapp 91 % erzielten wiederum die PKW-/4x4-Reifen den größten Teil der realisierten Stückabsätze. In Hinblick auf die steigende Nachfrage in den letzten vier Monaten des Jahres 2023 konnte der Stückabsatz im Consumer-Segment insgesamt leicht um ca. 1 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden (BRV Reifenersatzgeschäft 2023 in Deutschland).

Das Branchenumfeld wurde positiv durch den leicht wachsenden Fahrzeugbestand und dem damit einhergehenden Anstieg des Durchschnittsalters der Fahrzeuge beeinflusst, welches bei 10,3 Jahren liegt. Die Langzeiteffekte der COVID-19-Pandemie in Hinblick auf sinkende durchschnittliche Jahresfahrleistung und damit abgeschwächte Konsumneigung der Verbraucher beeinflussen das Branchenumfeld negativ. Ferner führen die steigenden Produktpreise und inflationsbedingte Kaufkraftverluste zu einer konservativen Nachfrageentwicklung auf dem deutschen Reifenersatzmarkt.

Im Segment der LKW-/Busreifen kam es zu einem unerwarteten starken Rückgang der Nachfrage im Reifenersatzgeschäft 2023. Die Absatzmenge ging durchschnittlich um fast 12 % auf knapp 2,43 Mio. Stück zurück (Vorjahr: 2,75 Mio.). Dies dürfte sich zum einen auf das um fast 7 % gesunkenen Transportaufkommen (km-Leistung) deutscher Fahrzeuge und zum anderem auf die gestiegenen Neuzulassungszahlen (plus 24 % gegenüber dem Vorjahr) im Segment der Fahrzeuge über 6 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht zurückführen lassen. Neufahrzeuge bedingen grundsätzlich zunächst einmal keinen Ersatzbedarf.

Eine drastischere Entwicklung ist in den Bereich der Sell-In (Industrie an Handel) Verkaufszahlen festzustellen. Im Bereich PKW Reifen wurden laut den European Tyre and Rubber Manufacturers' Association (ETRMA) im Jahr 2023 8,8 % weniger Reifen als im Vorjahr verkauft. Die einzige Produktgruppe mit einer positiven Verkaufsentwicklung ist abermals die der Ganzjahresreifen (Plus von 6,3 %). Festzustellen ist ebenfalls, dass der positive Trend bei der Nachfrageentwicklung nach 4x4/Offroadreifen erstmals im Jahre 2023 durchbrochen wurde (Minus 9,1 %). Der negative Trend der Sell-In Verkäufe spiegelte sich auch in den Bereichen der Agrar-/Landwirtschaftsreifen (Minus 31,8 %) und der LKW-Reifen (Minus 31,8 %) wider.

Eine etwas positivere Entwicklung deutet sich im ersten Quartal 2023 an. Wenngleich das PKW- Segment einen Minus von 3,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal aufweist, konnten die Sell-In Verkäufe im margenstarken Segment der Agrar-/Landwirtschaftsreifen um 7,5 % gegenüber dem Vorjahresniveau gesteigert werden. Das Branchenumfeld um die Verkäufer der LKW-Neureifen stellt sich weiterhin als schwierig dar und weist ein Minus von 6,3 % in den ersten drei Monaten des Jahres 2024 auf.

2. Geschäftsverlauf

Abweichend von den Branchentrends konnten wir ein mengenmäßiges Absatzplus über alle Segmente von 5 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Als einer der ersten Ganzjahresreifen Hersteller und angesichts der zunehmenden Bedeutung dieses Segments auf dem deutschen Reifenersatzmarkt, tragen die Verkaufszahlen dieser Produktgruppe wesentlich zum Erfolg des Apollo Gruppe sowie des Unternehmens bei. Wir konnten dem allgemeinen Markttrend von zweistelligen Zuwachsraten nicht ganz folgen, sind dennoch mit dem deutlichen Absatzplus in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr äußerst zufrieden.

Die Winterreifen-Verkaufszahlen blieben auf Grund der abermals milden Witterungsverhältnisse hinter unseren Erwartungen zurück. Die Verkäufe an Sommerreifen entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr sehr positiv. Insgesamt können wir für die Marke Vredestein auf eine zufriedenstellende Verkaufsentwicklung zurückblicken, trägt man vor allem den schlechten Sell-In Verkaufszahlen im Kalenderjahr 2023 Rechnung.

Die Marke Apollo entwickelte sich weiterhin überaus positiv, was dem Umstand der geänderten Distributionsstrategie und einer verbesserten Marktpositionierung zu verdanken ist. Sowohl die Verkaufsmengen als auch die Umsätze konnten gesteigert werden.

Im Produktsegment LKW-Reifen sahen wir uns ebenfalls einem schwierigen Marktumfeld angesichts der rückläufigen Nachfrage (Handel an Verbraucher) ausgesetzt. Die Sell-In Absatzentwicklung von -19,2 % spiegelt im Wesentlichen die Verkaufsentwicklung wider.

Der Agrarbereich konnte auch in diesem Geschäftsjahr, geprägt durch Liefer- und Produktionsengpässe, erneut nicht expandieren. Während wir die Absatzmengen im Erstausrüstungsbereich stabil halten konnten, wirkte sich die beschränkte Verfügbarkeit vor allem in Stück und Umsatz im Ersatzgeschäft aus. Insgesamt gingen die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück.

Positiv zu bewerten, bleibt die Tatsache, dass die Nachfrage nach Vredestein-Agraprodukten unvermindert hoch ist.

Neben dem niederländischen Stammwerk in Enschede konnten wir ebenfalls auf Lieferungen aus der ungarischen Betriebsstätte in Gyöngyöshalász zurückgreifen. Die Möglichkeit der Direktlieferungen trägt nicht nur dazu bei, die Kosten zu optimieren, sondern auch unser Service Level im Wege eines verbesserten Supply-Chain Prozesses zu steigern.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist trotz des schwierigen Marktumfeldes äußerst positiv zu bewerten. In Hinblick auf den vorherrschenden Verdrängungswettbewerb auf dem deutschen Reifenersatzmarkt gilt es umso mehr, qualitative hochwertige Produkte zu vermarkten und den Dienstleistungsservice an unsere Kunden zu verbessern.

3.1 Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse stiegen von TEUR 163.455 um TEUR 5.216 auf eine Höhe von TEUR 168.671. Die Verkaufsmengen konnten gegenüber dem Vorjahr um 5 % gesteigert werden, wobei im Wesentlichen das Segment der PKW dazu beigetragen hat. Dennoch konnten nicht alle Preisanpassungsmaßnahmen auf Grund der angespannten Marktsituation vollends auf dem Markt durchgesetzt werden.

Die Verkaufszahlen der PKW-Reifen konnten im Vergleich zum Vorjahr gesteigert und gleichfalls den Anteil der UHP/UUHP (Ultra-High-Performance/Ultra-Ultra-High-Performance) Reifen erhöhen. Als die wichtigste ertragsbringende Produktegruppe im Ersatzmarkt trug diese substanziell dazu bei, die Ertragslage des Unternehmens zu verbessern.

Im Bereich Agrar- und Industriereifen wirkte sich die limitierte Verfügbarkeit negativ auf die Verkaufszahlen aus, konnte aber teilweise in Bezug auf die Nettoumsätze durch einen verbesserten Produktmix kompensiert werden. Dennoch mussten wir eine Verschlechterung der Ertragslage bei diesem margenträchtigen Produktsegment feststellen.

Die Nettoumsätze verteilen sich auf die nachfolgenden Produktkategorien:

PKW-Reifen EUR 135,1 Mio (i.Vj. EUR 126,2 Mio.)
Sonstige Reifen EUR 33,6 Mio. (i.Vj. EUR 37,3 Mio.)

Es gelang uns erneut im Geschäftsjahr leider nicht, das Marktsegment LKW-Reifen weiter auszubauen. Wir sehen die Marke Apollo jedoch weiterhin im Markt richtig platziert und konnten im Rahmen dessen die Umsatzerlöse insgesamt im Berichtsjahr steigern.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 114 um TEUR 215 auf TEUR 329. Dies ist insbesondere auf die Nichtinanspruchnahme von kundenseitigen Zahlungsabzügen und Versicherungsentschädigungen unseres Kreditversicherers zurückzuführen.

Die Materialaufwandsquote, bezogen auf die Umsatzerlöse, in Höhe von 84,5 % blieb gegenüber dem Vorjahr mit 84,5 % unverändert. Die Einkaufspreise zeigen sich weiterhin auf einem hohen Niveau, geprägt durch eine angespannte Rohstoff- und Energiekostensituation. Der verbesserte Produkt-Mix trug wesentlich zu einer Stabilisierung der Quote bei.

Die Personalaufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 115 auf TEUR 4.500 (Vj. TEUR 4.615) gesenkt werden. Der leichte Rückgang ist im Wesentlichen auf unterjährige Vakanzen zurückzuführen, welche auf Grund von Neubesetzungen temporär zum Tragen kamen. Der Personalbestand zum 31. März 2024 betrug 50 Mitarbeiter (Vj. 50 Mitarbeiter).

Die laufenden Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich um TEUR 12 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr von TEUR 15.704 um TEUR 2.257 auf TEUR 17.961. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen stieg die Aufwendungsquote gegenüber dem Vorjahr von 9,6 % auf 10,7 %.

Die Aufwendungen für Marketing & Kooperationsmaßnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 489, während die Aufwendungen für Messe & Promotion gegenüber dem Vorjahr stabil blieben.

Einen deutlichen Anstieg sehen wir im Bereich der Distributions- und Frachtkosten, was nicht auf gestiegene Verkaufszahlen zurückzuführen ist, sondern vielmehr dem deutlichen Anstieg der Öl- und Energiepreise geschuldet ist. Gegenüber dem Vorjahresniveau stiegen die Frachtkosten um TEUR 1.085.

Die Aufwendungen für Forderungsausfälle und für die Zuführung zu Wertberichtigungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 116. Im aktuellen Jahr liegt eine Zuführung zur Wertberichtigung vor, welche dem Grunde nach auf zwei Kundeninsolvenzen zurückzuführen ist.

Die Zinserträge sind von TEUR 476 um TEUR 1.211 auf TEUR 1.687 angestiegen. Die Zinserträge resultieren im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus der Cash-Pool-Verzinsung gegenüber der niederländischen Muttergesellschaft. Der Anstieg der Zinsen resultiert aus dem gestiegenen Zinssatzniveau im aktuellen Jahr.

Die Zinsaufwendungen resultieren zum einen aus den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Factoring in Höhe von TEUR 247 (Vj. TEUR 155) und zum anderen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 105 (Vj. TEUR 193)

Die Steueraufwendungen auf Einkommen und Ertrag sanken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 77 auf TEUR 1.710. Diese setzen sich zusammen aus einem Steueraufwand für laufende Steuern in Höhe von TEUR 1.717 (Vj. TEUR 1.959) und aktiven latenten Steuererträgen in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 172).

Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.629 (Vj. TEUR 3.457) erzielt, was einer Ergebnisverbesserung von 5% entspricht.

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr von TEUR 61.014 um TEUR 16.419 auf EUR 44.595 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 22.000, was passivisch zu einer Kapitalreduzierung führte. Demgegenüber steht die Zunahme des Forderungsbestands gegen verbundene Unternehmen bei gleichzeitiger Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie ein Rückgang des Guthabens bei Kreditinstituten.

Das Sachanlagevermögen hat sich von TEUR 315 um TEUR 49 auf TEUR 266 vermindert, da die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 66 die Zugänge des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 19 übersteigen.

Das Vorratsvermögen stieg mit Hinblick auf die Ausweitung des Warenlagers von TEUR 1.853 um TEUR 181 auf TEUR 2.034.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 21.220 um TEUR 1.036 auf TEUR 20.184 gesunken. Dies resultiert aus dem guten Zahlungsrücklauf, respektive Forderungsmanagement.

Neben dem internen Debitoren- und Kreditmanagement wird das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Zusammenarbeit mit einem Kreditversicherungsunternehmen minimiert. Die Wertberichtigungen auf Forderungen sanken gegenüber dem Vorjahresniveau um TEUR 460 auf TEUR 151 durch eine Bereinigung der historisch kumulierten zweifelhaften Forderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 12.792 beinhalten im Wesentlichen die Forderungen gegen die deutsche Schwestergesellschaft reifencom GmbH. Der Forderungsanstieg in Höhe von TEUR 5.945 gegenüber dem Vorjahr liegt in den gestiegenen Verkaufszahlen mit unserer Schwestergesellschaft begründet.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 6.659 resultieren ausschließlich aus den Cash-Pool-Zahlungen gegenüber der niederländischen Gesellschaft Apollo Tyres (Europe) B.V. Der Rückgang der Ford. gegen die Gesellschafterin resultiert aus der im Geschäftsjahr vorgenommen Ausschüttung in Höhe von TEUR 22.000.

Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von TEUR 226 um TEUR 63 auf TEUR 289. Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Vorauszahlungen für zukünftige Ereignisse.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.667 (Vj. TEUR 1.661) resultieren insbesondere aus den differenzierten Wertansätzen in Bezug auf die Pensionsrückstellungen. Von dem Ansatzwahlrecht gem. § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Auf der Passivseite führte die Verringerung des Eigenkapitals, der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Verbindlichkeiten zu der Senkung der Bilanzsumme. Demgegenüber stiegen die Steuer- und sonstigen Rückstellungen, sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Jahresüberschusses von TEUR 3.629 erhöht, sank jedoch im Rahmen getätigten Dividendenausschüttung in Höhe der von TEUR 22.000 von TEUR 40.208 auf TEUR 21.838.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 49,0 % (Vj. 66,0 %) und ist damit gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Ausschüttungen substanziell gesunken.

Die Pensionsrückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Aufgrund des gestiegenen Zinssatzes von 1,79 % auf 1,83 % ist die Rückstellung von TEUR 9.606 um TEUR 35 auf TEUR 9.571 gesunken.

Die Steuerrückstellungen sind insbesondere im Hinblick auf die Veranlagung und Zahlung betreffend Vorjahre von TEUR 1.134 um TEUR 1.015 auf TEUR 2.150 gestiegen.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von TEUR 4.950 um TEUR 811 auf TEUR 5.761 ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Rückstellungen für Kundenboni um TEUR 371 und der diversen Rückstellungen um TEUR 225 im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die erhöhten Kundenboni Rückstellungen tragen in diesem Jahr dem erhöhten Wettbewerbsdruck Rechnung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 348 auf TEUR 637 (Vj. TEUR 289) gestiegen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.639 (Vj. TEUR 4.827) sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 188 gesunken. Diese setzen sich im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aufgrund der Umsatzsteuerzahllast des Monats März in Höhe von TEUR 3.264 (Vj. TEUR 3.551) und den kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 1.302 (Vj. TEUR 1.218) zusammen. Der Reduzierung der Umsatzsteuerverbindlichkeiten resultiert aus den niedrigeren steuerpflichtigen Umsätzen im Monat März.

Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten der Apollo Tyres (Germany) GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

3.3 Finanzlage

Die Apollo Tyres (Germany) GmbH ist weiterhin in den Cash-Pool der Apollo Tyres (Europe) B.V. eingebunden, welcher im Wesentlichen die Finanzierung des Beschaffungsgeschäfts der Apollo Tyres (Germany) GmbH abwickelt. Die weiteren Reinvestitionen der Gesellschaft wurden entsprechend der Vorjahre aus dem laufenden Cash-Flow finanziert. Die finanzielle Ausstattung der Apollo Tyres (Germany) GmbH wird weiterhin als positiv erachtet.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr mit TEUR 21.518 ausgewiesen. Neben dem Periodenergebnis und den gestiegenen Rückstellungen wirkten sich im Wesentlichen jedoch die Abnahme der Forderungen gegen den Gesellschafter positiv auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus. Zugänge zum Anlagevermögen und Zinserträge führten zu einem negativen Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -1.354. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich angesichts der im Geschäftsjahr vollzogenen Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 22.000. Insgesamt ergab sich im Berichtsjahr ein negativer Cash-Flow in Höhe von TEUR - 1.839, der zu einem Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 637 führte.

4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft konnte im vergangenen Geschäftsjahr den Kundenstamm vergrößern, welchen sie durch verschiedene Marketingaktivitäten pflegte.

Die Personalstrategie verfolgt nachhaltig das Ziel, die Kompetenzen und Fähigkeiten der Belegschaft zu sichern und weiterzuentwickeln. Regelmäßige Inhouse-Schulungen gehören ebenso zur Personalentwicklung wie das gezielte Training durch externe Speziallisten und Weiterbildungsträger. Mittels kontinuierlich länderübergreifend durchgeführter "Talk Time Meetings" ist die Konzernleitung bestrebt, im Dialog und Informationsaustausch mit den Mitarbeitern zu bleiben und alle Art von Problemstellungen und Herausforderungen zu thematisieren.

5 Gesamtaussage

Das Ergebnis und der Verlauf des Geschäftsjahres sind speziell mit Blick auf die ökonomischen Rahmenbedingungen sehr positiv zu bewerten.

Der Umsatzanstieg von 3,2 % liegt zwar unter unserer Erwartungsprognose von 5 %, aber deutlich über dem allgemeinen Branchenverlauf.

Während sich der Absatzbereich PKW-Reifen der Marke Vredestein entsprechend unserer Erwartungshaltung entwickelte, konnten wir die Marktstellung unserer Marke Apollo im abgelaufenen Geschäftsjahr ausbauen. Darüber hinaus ist es uns gelungen, den Produkt-Mix in allen PKW Bereichen zu verbessern, was ausschlaggebend für die Umsatzsteigerung ist und zur Kompensation der hohen Wareneinkaufspreise beigetragen hat.

Im Agrar-Landwirtschaftsbereich verzeichneten wir eine beschränkte Verfügbarkeit, hervorgerufen durch internationale Lieferengpässe, was sich vor allem negativ auf die Verkäufe auf dem Ersatzmarkt ausgewirkt hat. Dennoch können wir auf eine stabile Nachfragesituation nach unseren Produkten zurückschauen und liegen deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Der LKW-Bereich zeigte auch dieses Jahr eine rückläufigen Nachfrageentwicklung, sodass auch hier das Vorjahresverkaufsniveau nicht erreicht werden konnte. Die rückläufige Absatzentwicklung lag dennoch deutlich über dem Markttrend.

Unsere letztjährige Prognoseerwartung für das Geschäftsjahr 2023/24 lag sowohl in Hinblick auf die Verkaufszahlen als auch bei Nettoumsätzen bei 5 %. Erreicht wurde eine Absatzsteigerung in Höhe von 5,1 % und bei den Nettoumsätzen in Höhe von 3,2 %.

Das Betriebsergebnis lag trotz der positiven Verkaufsentwicklung unter dem Vorjahresniveau, was vor allem auf das gestiegen Kostenniveau bei den Frachten und Mieten innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen ist.

Das Jahresergebnis stieg von TEUR 3.457 um TEUR 172 auf TEUR 3.629 Mio. und blieb damit etwas hinter unserer letztjährigen Prognoseerwartung, welche von einem hohen einstelligen Prozentbereich ausgegangen ist.

Die Geschäftsführung ist angesichts des guten Ergebnisses mit dem Geschäftsverlauf überaus zufrieden.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Das Geschäftsklima bei den Unternehmen und Stimmung bei den Haushalten ist von einer großen Unsicherheit geprägt, was auf keine konjunkturelle Trendwende für die deutsche Wirtschaft hindeutet.

Laut dem Ifo Institut dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) in dem Jahr 2024 um 0,2 % und im kommenden Jahr 2025 um 1,5 % steigen.

Die Konsum-Zurückhaltung, die hohen Zinsen und Preissteigerungen, die Sparbeschlüsse der Bundesregierung und die schwache Weltkonjunktur dämpfen die Konjunktur in Deutschland. Ferner hat sich die Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen verschlechtert und der Auftragsbestand wird mehrheitlich als zu gering erachtet. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird im Jahr 2024 mit durchschnittlich 5,9 % um 2 % höher liegen als noch im Jahr 2023. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,6 % zurückgehen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9 % im Jahr 2023 auf 2,3 % im Jahr 2024 und 1,6 % im kommenden Jahr 2025. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) geht von einem Schrumpfkurs des deutschen Automarktes aus. Wenig Kauflust bei Privatpersonen und Flottenbetreibern dürfte dem deutschen PKW-Markt ein Minus einfahren. Der Branchenverband geht von 2,8 Millionen Neuzulassungen aus, was einem Rückgang um 1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Bei E-Auto- Neuzulassungen sehen die Experten ein Minus von 14 % auf 451.000 Fahrzeuge, die Zahl der Plug-in-Hybride soll hingegen um 5 % auf 185.000 Fahrzeuge steigen.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen für das Kerngeschäft der Apollo Tyres (Germany) GmbH, den Ersatzmarkt für PKW-Reifen, sowie für das Erstausrüstungsgeschäft im Agrarsegment eine große Rolle.

Neben den genannten limitierenden Faktoren sehen wir dennoch für den kommenden Prognosezeitraum 2024 und 2025 Expansionspotential, unsere Produkte auf den deutschen Reifenmarkt zu platzieren. Über eine qualitative Vermarktung gilt es den Kundenstamm nachhaltig auszubauen und sich von den Low Budget Importprodukten abzuheben. Dabei setzen wir weiterhin auf den Ausbau des Vertriebsstandortes Deutschland sowie die Ausweitung unseres Produktportfolios.

Der BRV rechnet für das Jahr 2024 mit einem konsolidieren Marktverlauf, wonach die Sell-Out Absatzzahlen (Handel an Verbraucher) auf dem deutschen Reifenersatzmarkt ca. um 1 % gegenüber dem Vorjahr steigen dürften.

Ähnlich wie im Geschäftsjahr 2023 dürfte das größte Marktsegment Consumer Reifen weiter getrieben sein von einer steigenden Nachfrage nach Ganzjahresreifen, bei gleichzeitig rückläufigen Absatzzahlen in den Produktgruppen Sommer- und Winterreifen. Insgesamt sieht der Verband ein Plus von 1 %.

Ein verhaltenes Wachstum konstatiert der BRV ebenfalls für die Produktgruppen Leicht-LKW- (L-LKW)/Transporter-Reifen, der hierfür einen Absatzzuwachs von 1 % für möglich erachtet. Für das Segment LKW-Reifen, dessen prognostiziertes Absatzpotential für das Jahr 2024 bei gut 2,5 Mio. Stück liegen dürfte, sollte ein Plus von ca. 3,4 % (4 % bei Neureifen, 2 % bei Runderneuerten) zu realisieren sein.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir, trotz der konservativen Rahmenbedingungen, mit einem positiven Geschäftsverlauf. Gestützt von einer positiven Verkaufsentwicklung im Bereich der Ganzjahresreifen gehen wir von einem Absatzplus in den Segmenten PKW und SUV/4x4 aus. Gleichfalls richten wir unsere kommende Verkaufsstrategie in Richtung Angebots- und Absatzausweitung der UHP/UUHP-Reifen ((Ultra-)Ultra-High- Performance-Reifen) und der Optimierung des Produktmixes aus, welche entscheidend für die Steigerung des Betriebsergebnisses und des Jahresüberschusses ist.

Das Unternehmen partizipiert weiterhin von mehreren guten Testergebnissen, die uns auch im kommenden Jahr bei der Vermarktung beider Marken, Vredestein und Apollo, helfen, die Marktposition und das Markenimage gegenüber Budget-Reifen-Importen auszubauen.

Wenngleich sich die Stimmungslage laut dem Konjunktur-Investitionsbarometer Agrar des Deutschen Bauerverbands (DBV) trotz eines Rekordumsatzes 2023 zum Jahresende deutlich verschlechtert hat, so zeigt sich die Investitionsbereitschaft der Landwirte durchaus positiv. Mehr Landwirte (26 %) beabsichtigen im ersten Halbjahr in Maschinen und Geräte zu investieren als im ersten Halbjahr des Vorjahres (18 %).

Angesichts der Lieferengpässe im letzten Geschäftsjahr sehen wir einem positiven Geschäftsverlauf im Prognosezeitraum 2024/2025 im Produktsegment Agrar- und Industriereifen entgegen. Sowohl in dem OE-Geschäft, als auch auf dem Reifenersatzmarkt erwarten wir in dem kommenden Geschäftsjahr eine Steigerung in den Verkaufszahlen von ca. 5 % und auch bei den Nettoumsätzen von ca. 5 % gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt rechnen wir auch für das kommende Geschäftsjahr mit einem 5 %-igen Anstieg der Verkaufszahlen bei einem deutlich verbesserten Produktmix. Vor diesem Hintergrund dürfte eine Steigerung der Umsatzerlöse zwischen 5 % und 10 % realisierbar sein. Hinsichtlich der Entwicklung des Jahresüberschusses rechnen wir angesichts der Rohstoffpreissteigerungen, sowie den Kostensteigerungen im Bereich Frachten & Logistik nur mit einer leichten Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.

Der notwendige Finanzmittelbedarf zum Ausbau des Standortes wird durch eigene Liquidität gedeckt werden, ohne die Finanzlage des Unternehmens zu gefährden. Im Rahmen der Liquiditätssicherung und -optimierung wird partiell auf Factoring-Maßnahmen zurückgegriffen.

2. Risiko- und Chancenbericht

2.1. Risikobericht

Risikomanagement System:

Als Unternehmen der Apollo Tyres Gruppe ist unsere Gesellschaft in deren globales Risikomanagementsystem eingebunden. Monatlich werden auf der Basis der Reporting-Tools Abweichungen der tatsächlichen und budgetierten geschäftlichen Entwicklungen ermittelt und analysiert. Vor diesem Hintergrund sollen Risiken zeitnah erkannt und ggf. notwendige Maßnahmen eingeleitet werden. Die Risiken werden in absteigender Reihenfolge der Bedeutung für die Apollo Tyres (Germany) GmbH hinsichtlich der Gewichtung aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung genannt:

Ausfallrisiken:

Als Controlling-Instrumente zur Minimierung des Ausfallrisikos kommt neben dem internen Debitoren- und Kreditmanagement das externe Analyse-Ratingverfahren unseres Kreditversicherungspartners zur Anwendung. Neben dem monatlichen Kreditreport werden alle neuen Kreditanträge einer konzerngesteuerten Überprüfung unterzogen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente unterliegen grundsätzlich Ausfallrisiken, Wertänderungs-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Das Wertänderungsrisiko im Rahmen des Finanzanlagevermögens wird durch Werthaltigkeitstest analysiert.

Dem Ausfallrisiko der Forderungen wird einerseits im Rahmen des internen Risikomanagements durch ein entsprechendes Debitorenmanagement entgegengetreten und andererseits extern durch die Rückversicherung bei einem Kreditversicherungsunternehmen.

Wirtschaftliche Risiken:

Ein erhöhtes Risikopotential für die deutsche Wirtschaft und den deutschen Reifenmarkt sehen wir unverändert in der geopolitischen Lage in Europa und den damit verbundenen Unsicherheiten und Risiken.

Der anhaltende Krieg in der Ukraine bringt für ganz Europa wirtschaftlich nicht zu kalkulierende Folgen mit sich. Wenngleich die Apollo Gruppe keine wesentlichen Im- und Exporte in die Ukraine oder Russland vollzieht, sind die indirekten Folgen für die deutsche Wirtschaft und die Reifenbranche, nicht zuletzt hervorgerufen durch die Energieabhängigkeit Deutschlands von Russland, deutlich spürbar. Versorgungsengpässe bei importierten Rohstoffen und Vorprodukten, anhaltende Kostensteigerungen besonders für Energie und Logistik, hohe Inflationsraten und daraus resultierend Personalkostensteigerungen sowie Konsumzurückhaltung der Verbraucher sind die Folgen und können sich weiter negativ auf die Konjunkturentwicklung auswirken. Letztendlich könnte dies sowohl zu einem zurückhaltenden Konsumverhalten im PKW-Sektor führen, als auch die Investitionsentscheidungen im gewerblichen Landwirtschaftssektor negativ beeinträchtigen.

Als Langzeitfolgen der Pandemie könnte zukünftig das zurückhaltendende Mobilitätsverhalten in Deutschland als ein Risikofaktor bewertet werden. Neben einer sich manifestierenden Home- Office-Regelung, tragen ebenso die fortschreitende Digitalisierung und Visualisierung von Geschäftsprozessen und -meetings zu einer Reduzierung des Individualverkehrs bei. Eine nachhaltige Reduzierung der Fahrleistung würde sich negativ auf die Nachfrage nach Reifen auf dem deutschen Ersatzmarkt im Absatzsegment Consumer Reifen (PKW, 4x4, LKW) auswirken.

Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir vorbehaltlich der genannten Risikofaktoren einen positiven Geschäftsverlauf. Wir gehen weiterhin von einer steigenden Nachfrage nach Ganzjahresreifen aus und sehen in der Diversifikation unseres Produktportfolios gute Verkaufschancen.

Marktpreisrisiken:

Mit einem Hochfahren der globalen Reifenproduktion könnte sich die Entwicklung der Rohstoffpreise ergebniswirksam verschlechtern. Sollte die Reifennachfrage in Asien, Europa und der NAFTA-Region im Verlauf des Geschäftsjahres an Dynamik gewinnen, so wäre gleichfalls eine Steigerung der Rohstoffpreise zu erwarten.

In Hinblick auf die zukünftigen Distributionskanäle für die Marken Vredestein und Apollo auf dem deutschen Reifenersatzmarkt ergeben sich Chancen und Risiken.

Durch die Preistransparenz, nicht zuletzt dem Onlinehandel geschuldet, ergeben sich für die Marken Vredestein und Apollo gewisse Risiken, da eine qualitative Vermarktung nur über den Reifenfachhandel gewährleistet werden kann.

Liquiditätsrisiken:

Die Finanzplanung des Cash-Pools wird zentral überwacht und gesteuert. Durch die Einbindung in den Cash-Pool des Mutterunternehmens ergibt sich ein Risiko der Abhängigkeit der Finanzierung durch das Konzernunternehmen. Derzeit bestehen laut Auffassung der Geschäftsführung keine Anzeichen dahingehend, da die Gesellschaft über ausreichend Eigenliquidität verfügt.

Der deutschen Vertriebsgesellschaft steht ein operatives Finanzbudget zur Verfügung, so dass unter Berücksichtigung der mittelfristig gesicherten Finanzlage derzeit unserer Ansicht nach keine Liquiditätsrisiken bestehen.

Währungsrisiken:

Währungsrisiken bestehen aufgrund der ausschließlichen Fakturierung in EUR derzeit nicht und es wurden daher auch keine Sicherungsgeschäfte getätigt.

Zinsänderungsrisiken:

Zinsänderungsrisiken bestehen bei Verbindlichkeiten gegenüber Verbundunternehmen bzw. Forderungen gegen verbundene Unternehmen über die Einbeziehung in den Cash-Pool. Derzeit wird nicht mit wesentlichen Änderungen der Zinsstruktur gerechnet und deshalb werden keine Sicherungsgeschäfte getätigt.

Haftungsrisiken:

Im Rahmen der Finanzierung der Unternehmensgruppe ("Facility Credit") hatt Apollo Tyres (Germany) GmbH zusammen mit den anderen verbundenen Unternehmen eine Garantie abgegeben. Mit Vertrag vom 14. Juli 2023 wurde die Apollo Tyres (Germany) aus der Garantie für die Gruppenfinanzierung der Apollo Tyres (NL) B.V. (i. V. EUR 5 Mio.) entlassen. Damit bestehen daher keine Haftungsverhältnisse mehr und auch kein Risiko einer Inanspruchnahme.

Bestandsgefährdende Risiken:

Risiken, welche die Fortführung des Unternehmens gefährden, sind nicht erkennbar.

2.2. Chancenbericht

Es zeigt sich weiterhin deutlich die Tendenz zur vermehrten Nachfrage nach Ganzjahresreifen auf dem deutschen Ersatzmarkt und darüber hinaus optional in der Erstausrüstung.

Als einer der führenden Ganzjahresreifenvermarkter in Europa erwarten wir in den kommenden zwei Jahren von dem positiven Nachfragetrend in Deutschland nach Ganzjahresreifen zu profitieren.

Partnerschaft und Investition:

Die Landschaft des Fahrzeugbestands wird sich angesichts der angestrebten Ziele zum Klima- und Umweltschutz zukünftig deutlich in Richtung alternativer Antriebstechniken wandeln. Das regulatorische Umfeld (europäisch/global) bestimmt darüber hinaus sehr stark die Reifenentwicklung - Abrieb und Emissionen stehen dabei im Fokus. Die technische Entwicklung eines modernen und gleichzeitig ökologischen Reifens wird zunehmend anspruchsvoller, um als Bestandteil eines hoch komplexen Fahrwerksystems und im abgestimmten Zusammenspiel mit hoch sensiblen Sicherheitsfeatures wie dem Reifenluftdruck-Kontrollsystem zu funktionieren. Hier sehen wir erhebliche Chancen, uns über innovative Reifentechnik von Budget- und low Budget- Importen abzusetzen.

Durch steigende Investitionen in ein flexibles Apollo-Vredestein-Partnerschaftsprojekt erwarten wir, die bestehenden Kundenbeziehungen zu festigen und neue Vertriebswege zu erschließen.

Weitere Chancen ergeben sich aus dem Vertrieb von LKW-Reifen auf dem deutschen Ersatzmarkt. Durch den Ausbau unseres Vertriebspersonals sehen wir gute Chancen, das Marktsegment besser durchdringen und Neukunden besser betreuen zu können.

3. Zukunftsbezogene Aussagen

Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen tatsächliche Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn die genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen sich als unzutreffend erweisen.

4. Ereignisse nach dem Stichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31. März 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Ertrags- Finanz- und Vermögenslage haben.

 

Vallendar, den 28 Juni 2024

Tobias Morbitzer, Geschäftsführer

Rakesh Dewan, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Apollo Tyres (Germany) GmbH, Vallendar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Apollo Tyres (Germany) GmbH, Vallendar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Apollo Tyres (Germany) GmbH, Vallendar, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

Wirtschaftsprüferin entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zu Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 1. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Katja Schickle, Wirtschaftsprüferin

Stefan Fauß, Wirtschaftsprüfer

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