Raiffeisen
Warendorf eG
Ennigerloh
(vormals: Warendorf)
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A.
Grundlagen des Unternehmens
1.
Geschäftsmodell des Unternehmens
Die Raiffeisen Warendorf eG ist eine klassische
Warengenossenschaft mit 666 Mitgliedern. Im
Bezugsgeschäft sind wir Lieferant von
landwirtschaftlichen Produktionsmitteln und Energie. Das
Absatzgeschäft umfasst die Vermarktung von
Agrarprodukten. Außerdem sind wir mit unseren
Raiffeisenmärkten und Tankstellen im Einzelhandel
tätig. Als Partner unserer landwirtschaftlichen Kunden
legen wir Wert auf eine langfristige Zusammenarbeit mit einer
qualifizierten Beratung.
2.
Geschäftsbereiche, Produkte und Dienstleistungen
Das Waren- und Dienstleistungsangebot der Raiffeisen
Warendorf eG gliedert sich in die folgenden
Geschäftsbereiche auf:
Landwirtschaftliches Geschäft
Im landwirtschaftlichen Bezugsgeschäft liefern wir
insbesondere Futtermittel, Düngemittel, Saatgut und
Pflanzenschutz an unsere landwirtschaftlichen Kunden. Das
Absatzgeschäft umfasst die Bereiche Getreideannahme,
Getreideaufbereitung und Getreidehandel.
Energie
Der Geschäftsbereich Energie umfasst drei
Teilbereiche:
Im Geschäft mit Flüssiggas liefern wir
überregional Heizgas an Geschäfts- und Privatkunden
sowie Autogas an eigene und fremde Gastankstellen. Zur
Lagerung und zum Umschlag betreiben wir ein eigenes Gaslager.
Der zweite Teilbereich betrifft die Lieferung von
Heizöl und Diesel an regionale Geschäfts- und
Privatkunden. Weiterhin zählt zu diesem Teilbereich der
Verkauf von Ölen und Fetten.
Die Raiffeisen Warendorf eG betreibt im dritten
Teilbereich insgesamt vier Tankstellen, davon zwei
Tankstellen mit Tankshops und Waschanlagen und zwei als
SB-Tankstellen.
Einzelhandel
Unsere vier Raiffeisenmärkte bieten ein
umfangreiches Sortiment aus den Bereichen Garten, Tier und
Haus an.
3.
Standorte
Die Genossenschaft unterhält in ihrem
Vertriebsgebiet die folgenden Standorte:
Enniger
|
Freckenhorst,
Schlosserstraße
|
Freckenhorst, Gaslager
Gießereistraße
|
Sendenhorst
|
Sassenberg
|
4.
Absatzmärkte
Die Absatzmärkte der Raiffeisen Warendorf eG
liegen primär im landwirtschaftlichen Geschäft im
Kreis Warendorf in unmittelbarer Nähe zu unseren
Standorten. Für den Energiehandel liegen die
Absatzmärkte in einem Radius von ca. 250 km um Warendorf
herum.
B.
Wirtschaftsbericht
1.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
DRV Geschäftsbericht 2023
Folgen des Ukraine-Krieges für die
Lebensmittelversorgung | Statista (31.01.2024)
Der Russland-Ukraine-Krieg hat weltweit für
folgenreiche Unterbrechungen in Lieferketten gesorgt, von
denen die verschiedensten Branchen betroffen sind. Auch der
internationale Handel und die Produktion von Lebensmitteln
und Agrargütern waren hierbei Einschränkungen
unterworfen. Zum einen sind Russland und die Ukraine beim
Export von Agrargütern wie Weizen und
Sonnenblumenöl von zentraler Bedeutung. Zum anderen
sorgen gestiegene Preise und Engpässe bei
Düngemitteln sowie Energieträgern für
Schwierigkeiten bei der internationalen Landwirtschaft sowie
in der Ernährungsindustrie.
Russland und die Ukraine sind beide führende
Erzeuger- und Exportländer für wichtige
Agrargüter. So ist Russland das führende Anbau- und
Exportland für Weizen und Weizenprodukte weltweit - mit
einem Anteil von rund 20,0 % an den weltweiten Exporten. Auch
die Ukraine gehört als "Kornkammer Europas" zu den
bedeutendsten Lieferländern des Getreides (rund 8,5 %
der Exporte im Jahr 2020/2021).
Trotz der hohen Bedeutung der Ukraine und Russlands bei
der weltweiten Weizenversorgung ist Deutschland nicht von
Weizenimporten aus diesen Ländern abhängig.
Auch gestiegene Preise und Versorgungsengpässe bei
Energieträgern wie Gas und Kraftstoffen (z.B. Benzin und
Diesel) sowie Düngemittel erhöhen die Kosten
für die Landwirtschaft und Unternehmen in der
Ernährungsindustrie.
https://www.oecd.org/economic-outlook/november-2023/
Wachstum des weltweiten BIP bis 2025 | Statista
Die gegenwärtige globale Wirtschaftslage steht vor
den anhaltenden Herausforderungen der Inflation und den
begrenzten Wachstumsaussichten. Das BIP-Wachstum war
stärker als erwartet, schwächte sich aber aufgrund
der restriktiveren Finanzierungsbedingungen, des schwachen
Handelswachstums und des geringeren Geschäfts- und
Verbrauchervertrauens ab.
Zu den Risiken zählen auch verstärkte
geopolitische Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit
dem sich entwickelnden Konflikt nach den terroristischen
Angriffen der Hamas auf Israel.
Mithin wird das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im
Jahr 2024 voraussichtlich um 3,1 % ansteigen. Für das
Jahr 2025 wird das weltweite Wirtschaftswachstum auf rund 3,2
% gegenüber dem Vorjahr prognostiziert.
Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen
des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und der
Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands.
Wegen dieser Belastung sank das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3
%, nachdem es in 2022 noch merklich zugelegt hatte (+ 1,8 %).
Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023, DRV
Die Inflationsrate verminderte sich von 6,9 % im
Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023.
Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung
war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei
Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßahmen und
rückläufiger Notierungen für
Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um
durchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 %
im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe
Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um
12,4 %, nach einer Erhöhung von 13,4 % im Vorjahr.
Jahresrückblick 2023 | Bundesagentur für Arbeit
(arbeitsagentur.de)
Gemessen am Ausmaß der Belastungen und
Unsicherheiten behauptete sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2023
nach wie vor gut. Erwerbstätigkeit und
Beschäftigung sind so hoch wie nie zuvor und auch das
Jahr 2023 zählt zu den Jahren mit der niedrigsten
Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Im
Jahresdurchschnitt waren 2.609.000 Menschen arbeitslos. Das
sind 191.000 mehr als im Jahr 2022. Damit stieg die
Arbeitslosenquote um 0,4 %-Punkte auf 5,7 %. Der Anstieg
beruht besonders auf der schwachen Wirtschaftsentwicklung,
wodurch es für Arbeitslose schwieriger war, eine neue
Stelle zu finden.
Die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern wurde
bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2022 spürbar
schwächer. Dieser Trend setzte sich 2023 fort. Dennoch
ist der Kräftebedarf im langjährigen Vergleich
weiterhin hoch. In Summe wurden 2023 mit 1.633.000 Stellen
251.000 weniger gemeldet als 2022.
Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023 | Deutscher
Raiffeisenverband e. V.
Der DRV Deutscher Raiffeisenverband e.V.
veröffentlichte in seinem Jahresbericht für das
Jahr 2023 eine insgesamt noch knapp durchschnittliche
Getreideernte in Höhe von 42,3 Mio. t. Diese liegt um 1
Mio. t unter der eingefahrenen Ernte des Vorjahres. Das
Anbaujahr 2023 war erneut durch erhebliche witterungsbedingte
Herausforderungen geprägt. Die Herbstaussaat 2022
erfolgte weitgehend ohne Probleme, allerdings erwies sich die
Frühjahrssaat aufgrund teilweise starker
Niederschläge als schwierig. Eine sich
anschließende Trockenphase wurde zur Erntezeit von
teilweise massiven Niederschlägen abgelöst. Die
Äcker waren durch den Regen zum Teil nicht mehr mit
schweren Maschinen befahrbar, so dass die Ernte komplett
ausfiel. Die Ernte war in vielen Fällen wegen der
vielerorts aufgetretenen Nässe mit enttäuschenden
Qualitäten eingefahren worden. Insbesondere Roggen- und
Weizenpartien erreichten oftmals nur noch
Futterqualitäten.
Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023 | Deutscher
Raiffeisenverband e. V.
Der weltweite Getreidemarkt wurde im Jahr 2023
weiterhin von den Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine
und Wetterunbilden in wichtigen Anbaugebieten
überschattet. Besonders herausfordernd waren erneut die
Getreideexporte aus der Ukraine, die nach dem Ende des
Schwarzmeerabkommens und durch einseitige
Grenzschließungen von Anrainerstaaten zu erheblichen
Unsicherheiten am Markt führten.
Die weltweite Getreideernte lag laut US-amerikanischem
Landwirtschaftsministerium (USDA) mit 2,33 Mrd. t über
dem Vorjahresniveau (+ 60 Mio. t). Grund für das
insgesamt zufriedenstellende Ergebnis waren insbesondere gute
Maiserträge in den USA und gute Ernten in der
Schwarzmeerregion. Die weltweite Nachfrage stieg aber
ebenfalls an und wird auf 2,21 Mrd. t und damit knapp unter
der Produktion prognostiziert.
DRV-Geschäftsbericht 2023
Die Situation der viehhaltenden Betriebe ist weiterhin
äußerst angespannt. Neben der weiteren Ausbreitung
der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sorgen vor allem die
hohen Kosten für Energie und Futter für
Einbußen. Im Jahr 2023 pendelte sich der
Schweinebestand aufgrund der Exportverbote in
Drittländern mit 21,2 Mio. Tieren und einem
Rückgang von 0,7 % bzw. 150.600 Tieren zum Vorjahr auf
einem neuen Tiefstand ein.
2.
Geschäftsverlauf der Genossenschaft
Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem
Umsatz von 98,2 Mio. € ab. Hierbei sind unterschiedliche
Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen zu
verzeichnen.
Die Umsatzentwicklung der Genossenschaft stellt sich
wie folgt dar:
2.1
Landwirtschaftliches Geschäft
Der Umsatz im landwirtschaftlichen Geschäft ist
von 48,1 Mio. € auf 42,0 Mio. €
zurückgegangen. Die Veränderung ergibt sich im
Wesentlichen aus dem im Vergleich zum Vorjahr niedrigerem
Preisniveau. Auch die Absatzmengen sind in den Bereichen
Futtermittel und Planzenöl rückläufig. Hierbei
ist der Mengenrückgang auf den Rückgang tierischer
Veredlung zurückzuführen.
2.2
Energie
Im Energiebereich verringerte sich der Umsatz um 4,9
Mio. € bzw. 8,8 % auf 50,9 Mio. €. Grund für
den Rückgang war das niedrigere Preisniveau. Die
Absatzmenge konnte dagegen um 4,3 % gesteigert werden. Der
Anteil am Gesamtumsatz der Genossenschaft beträgt 51,8 %
gegenüber 50,7 % im Vorjahr.
2.3
Einzelhandel
Das Einzelhandelsgeschäft bewegt sich mit einem
Umsatz von 4,3 Mio. € auf einem leicht
rückläufigen Niveau im Vergleich zum Vorjahr (- 5,3
%). Grund hierfür ist die Kaufzurückhaltung
aufgrund der inflationären Entwicklung und die
vorübergehende Schließung des Raiffeisenmarktes
Sendenhorst infolge eines Brandschadens.
Weitere Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und
besondere geschäftliche Ereignisse im
Geschäftsjahr:
Investitionen bzw. -vorhaben:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden 2,7 T€ in
Software und 1.081,4 T€ in Sachanlagen investiert. Die
Sachanlagen enthalten im Wesentlichen Investitionen in
Betriebs- und Geschäftsausstattung (795,3 T€) und
Anlagen im Bau (252,1 T€).
Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben:
Ziel des Finanzmanagements der Genossenschaft ist es,
jederzeit die finanziellen Ressourcen für den laufenden
Geschäftsverkehr sicher zu stellen. Im täglichen
Geschäft liegt der Schwerpunkt in einer tagesaktuellen
Bereitstellung der notwendigen Liquidität zur Steuerung
des Kreditorenverkehrs. Der wichtigste Finanzgrundsatz der
Genossenschaft besteht in der Beachtung der finanziellen
Fristenkongruenz.
Zusammenfassung:
In dem geschilderten Umfeld hat sich die Raiffeisen
Warendorf eG 2023 insgesamt zufriedenstellend entwickelt und
die für das Berichtsjahr selbst gesteckten Ziele
überwiegend erreicht. Der Umsatz der Genossenschaft
verringerte sich um 10,9 % auf 98,2 Mio. €. Der
Rückgang ist insbesondere auf das im Vergleich zum
Vorjahr insgesamt niedrigere Preisniveau
zurückzuführen. Die für das Jahr 2023
geplanten Umsatzerlöse in Höhe von 100,0 Mio.
€ wurden um 1,8 Mio. € unterschritten. Das
Rohergebnis lag mit 14,1 Mio. € um 2,2 Mio. €
über dem Planwert. Das Eigenkapital betrug am 31.
Dezember 2023 13,9 Mio. € und lag um 0,2 Mio. €
über dem geplanten Niveau. Das primäre Ziel, eine
Stabilisierung der abgesetzten Mengen im landwirtschaftlichen
Warengeschäft in einem immer schwieriger werdenden
Markt- und Wettbewerbsumfeld zu realisieren, wurde nicht
erreicht. Im Ergebnis konnte die Raiffeisen Warendorf eG aber
trotz der schwierigen Marktlage das Geschäftsjahr 2023
positiv abschließen. Die Geschäftsentwicklung hat
in der Gesamtbetrachtung die Erwartungen von Vorstand und
Geschäftsführung insgesamt erfüllt.
3.
Leistungsindikatoren der Genossenschaft
3.1
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Raiffeisen Warendorf eG verwendet intern die
nachfolgend beschriebenen Kennzahlen intern zur Steuerung der
Genossenschaft:
· Umsatz · Rohergebnis ·
Jahresergebnis · Höhe des Eigenkapitals.
Die Leistungskennzahlen unterliegen einer
kontinuierlichen Überwachung und Optimierung durch die
Geschäftsführung.
3.2
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Personal- und Sozialbereich
Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die
Genossenschaft durchschnittlich 73 kaufmännische und 52
gewerbliche Mitarbeiter. Sie sind in einer Vielzahl
unterschiedlicher Berufsfelder beschäftigt.
Die Raiffeisen Warendorf eG benötigt zur
langfristigen Sicherstellung des geschäftlichen Erfolgs
qualifizierte Mitarbeiter. Traditionell setzt die
Genossenschaft dabei auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Im
Unternehmen waren am 31. Dezember 2023 insgesamt fünf
Frauen und Männer in der Ausbildung zur/zum
Einzelhandels- bzw. Groß- und Außenhandels-
kauffrau/-mann sowie ein Auszubildender zum Müller
beschäftigt. Außerdem unterstützt die
Genossenschaft die Teilnahme an berufsbegleitenden
Fortbildungsmaßnahmen.
Qualitätsmanagement
Als regionaler Anbieter von Futtermittel fühlen
wir uns verpflichtet, den Anforderungen an Menge,
Qualität und Individualität gerecht zu werden.
Regelmäßige Qualitätsprüfungen und
-kontrollen durch unabhängige Institute und Ämter
garantieren die Einhaltung aller gesetzlicher Vorgaben und
Richtlinien. Je nach Standort weisen wir Zertifizierungen
nach gmp+, QS und nach VLOG vor. Darüber hinaus sind wir
Mitglied in der Genossenschaft "Allianz
Futtermittelsicherheit eG" mit Sitz in Oldenburg. Zweck und
Gegenstand der Genossenschaft ist die Beratung und
Unterstützung ihrer Mitglieder in allen Fragen der
QS-Qualität und Sicherheit bei der
Futtermittelherstellung.
4.
Lage der Genossenschaft
4.1
Ertragslage
Die aus dem Jahresabschluss abgeleiteten Kennziffern
zur Ertragslage der Genossenschaft haben sich wie folgt
entwickelt:
|
|
|
|
|
Änderung ggü.
|
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
dem Vorjahr in
|
|
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
%
|
Umsatzerlöse
|
|
|
98.239,3
|
110.205,6
|
-11.966,2
|
-10,9
|
Rohergebnis
|
|
|
14.134,6
|
11.984,8
|
2.149,8
|
17,9
|
Aufwendungen
|
|
|
-13.268,7
|
-10.721,4
|
-2.547,3
|
23,8
|
Zwischensumme
|
|
|
865,9
|
1.263,4
|
-397,5
|
-31,5
|
Finanzergebnis
|
|
|
-70,2
|
-249,7
|
179,5
|
-71,9
|
Steuern
|
|
|
-451,6
|
-431,8
|
-19,9
|
4,6
|
Jahresergebnis
|
|
|
344,1
|
581,9
|
-237,8
|
-40,9
|
Der Gesamtumsatz der Genossenschaft sank um 11.966,2
T€ bzw. 10,9 %. Im Zuge dieser Entwicklung in Verbindung
mit einem überproportional gesunkenen Materialaufwand
verbesserte sich das Rohergebnis um 2.149,8 T€,
während sich die Rohertragsspanne gegenüber dem
Vorjahr von 10,7 % auf 13,5 % verbesserte.
Die ordentlichen Aufwendungen haben sich um 2.547,3
T€ erhöht. Grund hierfür sind insbesondere ein
Zuwachs an Instandhaltungsaufwendungen infolge des Brandes am
Standort Sendenhorst.
Es verbleibt für das Geschäftsjahr 2023 ein
Jahresüberschuss von 344,1 T€ (Vorjahr: 581,9
T€).
4.2
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 um 2.144,4
T€ bzw. 8,5 % auf 22.963,9 T€ gesunken. Das
Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr um 417,1 T€ auf
13.919,2 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote
beträgt zum 31. Dezember 2023 60,6 % gegenüber 53,8
% zum 31. Dezember 2022. Die Forderungen sind zum
Bilanzstichtag um 824,6 T€ auf 6.545,9 gesunken. Der
Rückgang der Forderungen hängt mit dem gesunkenem
Umsatzvolumen zusammen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das
Sachanlagevermögen in Höhe von 1.081,4 T€
getätigt. Demgegenüber betrug das
Abschreibungsvolumen 1.685,7 T€. Die Raiffeisen
Warendorf eG investiert langfristig in ihre Standorte, um
Werte zu erhalten, Qualität zu sichern und anhaltende
Wertschöpfung zu betreiben.
Die Finanzlage der Genossenschaft ist als geordnet
anzusehen. Die Genossenschaft war in der Lage, ihren
Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit
nachzukommen. Die Einhaltung der Fristenkongruenz ist ein
wichtiger zu beachtender Grundsatz. Investitionen in Sach-
und Finanzanlagen werden aus langfristigem Kapital gedeckt.
Die langfristigen Darlehen unterliegen keinem
Zinsänderungsrisiko und sind vollständig als
Annuitätendarlehen ausgestattet.
|
2023
|
2022
|
Anlagenintensität (1)
|
45,3
|
44,7
|
Eigenkapital / (Quote in %
(2))
|
60,6
|
53,8
|
Liquidität 3. Grades
(3)
|
184,9
|
156,6
|
(1)
Anlagevermögen/Bilanzsumme
|
|
|
(2)
Eigenkapital/Bilanzsumme
|
|
|
(3) Verhältnis
liquide Mittel, kurzfristige Forderungen und
Vorräte zu kurzfristigen Verbindlichkeiten und
Rückstellungen
|
|
|
4.3
Gesamtaussage des Vorstandes zum Geschäftsverlauf und
Lage
Die Getreideernte lag im abgelaufenen
Geschäftsjahr unter den Erwartungen vieler Landwirte.
Trotz der teilweise massiven Regenfälle zur Erntezeit
konnte eine Getreideernte in Höhe von 42,3 Mio. t
eingefahren werden, die damit um 1,0 Mio. t unter der des
Vorjahres liegt.
Die Genossenschaft ist mit den im Geschäftsjahr
2023 gegebenen und genutzten Marktchancen zufrieden. Die
wirtschaftliche Lage der Genossenschaft ist stabil, die
Vermögens- und Finanzlage ist geordnet; die Ertragslage
gemessen am Betriebsergebnis ist gesunken. Die
getätigten Investitionen sichern die
Leistungsfähigkeit der Genossenschaft. Die stabile
Ertragslage der Genossenschaft konnte dazu genutzt werden,
den Mitgliedern eine Rückvergütung in Höhe von
0,5 % zu gewähren und die Eigenkapitalbasis zu
stärken.
Die Entwicklung der Genossenschaft im
Geschäftsjahr 2023 entsprach den betrieblichen
Planungen. Die im Vorjahr geplanten Umsatzerlöse von
100,0 Mio. € wurden um 1,8 Mio. € unterschritten,
jedoch konnte gleichzeitig das geplante Rohergebnis um 2,2
Mio. € übetroffen werden. In der folgenden
Übersicht sind die Plan-/Ist-Abweichungen in
komprimierter Form in Bezug auf die finanziellen
Leistungsindikatoren dargestellt:
Leistungsindikator
|
Plan Wert 2023
|
Ist Wert 2023
|
Abweichung
|
Umsatz
|
100,0 Mio. €
|
98,2 Mio. €
|
-1,8 Mio. €
|
Rohergebnis
|
11,9 Mio. €
|
14,1 Mio. €
|
+2,2 Mio. €
|
Jahresergebnis
|
284,0 T€
|
344,1 T€
|
+60,1 T€
|
Eigenkapital
|
13,7 Mio. €
|
13,9 Mio. €
|
+0,2 Mio. €
|
C.
Chancen- und Risikobericht
1.
Grundsätze des Risikomanagement
Das Risikomanagement erfolgt insbesondere über das
Rechnungswesen und das Warenwirtschaftssystem. Das
Warenwirtschaftssystem wird zur Informationsgewinnung und der
Auswertungen der betrieblichen Daten genutzt.
Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat
die Genossenschaft ein System eingerichtet, welches im
Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:
· Absicherung von Handelsgeschäften durch
Kontrakte, · Einrichtung einer aussagefähigen
Warenbuchführung getrennt nach Betriebsstätten,
· Errichtung einer unterjährigen Erfolgsrechnung
auf Kostenstellenebene, · Zeitnahes
Debitorenmanagement, · Einführung von
Sonderkreditgrenzen und internen Kreditlimits für
Debitoren, · Dokumentation der Aufbauorganisation,
· Implementation von Funktionstrennungen für die
wesentlichen Geschäftsprozesse, · Gesetzliche
Prüfung durch den Prüfungsverband.
Darüber hinaus finden regelmäßige
Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Vorstand
berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über
die Risikolage der Genossenschaft. Die Berichterstattung wird
dokumentiert.
2.
Unternehmensspezifische Chancen und Risiken
Aufgrund der Ausrichtung des Kerngeschäftes der
Genossenschaft auf elementare Bedürfnisse wie tierische
und pflanzliche Grundnahrungsmittel und Energieversorgung
wirken sich zyklische Schwankungen weniger stark aus als in
anderen Wirtschaftszweigen.
Das Risiko, insbesondere in den Diversifikationssparten
wie dem Baustoffhandel und dem Einzelhandel in unseren
Raiffeisen-Märkten, liegt vor allem in einem sich
verstärkenden allgemeinen konjunkturellen Abschwung,
bedingt durch die seit Beginn des Ukraine-Krieges stark
angestiegene Teuerungsrate insbesondere im Energiesektor und
bei den Nahrungsmitteln.
Umweltbundesamt.de, Energieverbauch nach
Energieträgern und Sektoren (19.01.2024)
Der Energieverbrauch in Deutschland ist seit Beginn der
1990er Jahre kaum gesunken. Energie wird zwar immer
effizienter genutzt und teilweise eingespart, doch
Wirtschaftswachstum und Konsumsteigerungen verhindern einen
deutlicheren Verbrauchsrückgang.
Ein immer größerer Anteil des
Bruttoendenergieverbrauchs wird in Deutschland durch
erneuerbare Energien gedeckt. Im Jahr 2022 lag der Anteil bei
20,8 %, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr
(19,4 %).
Der Gesetzgeber hat im Herbst 2023 das
"Energieeffizienzgesetz" (EnEfG) beschlossen. Dieses sieht
vor, dass der Endenergieverbrauch gegenüber dem Wert des
Jahres 2008 bis 2030 um etwa 26,5 % sinken soll (1.867 TWh)
und bis 2045 um 45,0 % (1.400 TWh). Hierbei ist zu
berücksichtigen, dass insbesondere die Umweltwärme
und oberflächennahe Geothermie bei der Berechnung dieses
Indikators nicht einbezogen werden.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224105/umfrage/durchschnittlicher-preis-fuer-diesel-kraftstoff/
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224101/umfrage/durchschnittlicher-preis-fuer-e10/
Einen weiteren deutlichen Anstieg hat es seit Beginn
des Ukraine-Krieges in Bezug auf Kfz-Kraftstoffe gegeben. Bis
zum 26. Dezember 2023 belief sich der Durchschnittspreis je
Liter Diesel auf etwa 1,69 €. Der Durchschnittpreis
für Benzin lag bei 1,71 € je Liter.
bundesregierung.de, Klimaschutzprogramm (04.10.2023) |
bmwk.de, Pressemitteilung Klimaschutz (04.10.2023)
Die Gesetzesnovelle des Klimaschutzgesetzes vom 31.
August 2021 sieht bis zum Jahr 2030 eine Minderung der
Treibhausgasemmissionen von rund 65,0 % im Vergleich zu 1990
vor, bis 2045 wird gar eine generelle
Treibhausneutralität angestrebt. Zur Erreichung dieser
Ziele wurde in 2021 eine CO² -Steuer eingeführt,
die zum 1. Januar 2022 von 25,00 € je Tonne CO² auf
30,00 € und zum 1. Januar 2024 auf 40,00 € je Tonne
CO² erhöht worden ist.
Am 4. Oktober 2023 verabschiedete das Bundeskabinett
die neue Gesetzesnovelle des Klimaschutzgesetzes vom 21. Juni
2023. Mit den nunmehr enthaltenen Klimaschutzmaßnahmen
kann die Bundesregierung bis zu 80,0 % der bestehenden
Klimaschutzlücke bis zum Jahr 2030 schließen. Die
Gesetzesnovelle sieht vor, dass künftig eine
zukunftsgewandte, mehrjährige und
sektorübergreifende Gesamtrechnung ausschlaggebend
für weitere Maßnahmen ist. Statt eines
Rückblicks auf das vergangene Jahr ist nun der Ausblick
auf die zukünftige Entwicklung ausschlaggebend.
Die Reduzierung der gesamten Treibhausgasemissionen
soll nun im Fokus stehen, unabhängig davon, wo sie
entstanden sind. Dadurch wird die Flexibilität zwischen
den Sektoren gestärkt, bei gleichbleibend voller
Transparenz in welchem Sektor Emissionen in welchem Maß
entstehen.
Das Klimaschutzgesetz erfordert zudem ein
Klimaschutzprogramm, das die Maßnahmen der
Bundesregierung zur Ereichung der Klimaschutzziele
beinhaltet. Viele Maßnahmen des aktuellen Programms
sind bereits umgesetzt, so etwa das Deutschland-Ticket, die
Co²-abhängige LKW-Maut, Verfahrensbeschleunigungen
und Flächen für den Ausbau erneuerbarer Energien
oder die Förderungen für energetisches Bauen und
Sanieren.
DRV-Geschäftsbericht 2023
Auftretende witterungsbedingte Extreme nehmen in immer
stärkerem Maße Einfluss auf das Angebot, die
Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und damit
auch auf das Geschäft mit landwirtschaftlichen
Betriebsmitteln.
Ein weiteres Risiko stellt der Auftritt der
Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland und den damit
verbundenen Liefersperrungen dar. Als weiterer Grund für
die sinkenden Exporte sei das im internationalen Vergleich
hohe Preisniveau zu sehen.
Die deutschen Ausfuhren von Schweinefleisch inkl.
Nebenprodukten verringerten sich in den ersten elf Monaten
des Jahres 2023 um 12,3 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1,93
Mio. t. Rund 84,4 % der Ausfuhren fanden innerhalb der EU ihr
Ziel. Die wichtigsten Exportländer innerhalb der EU
waren dabei Italien und die Niederlande.
Die Zahl der in Deutschland gehaltenen Schweine lag zum
Zeitpunkt der Novemberzählung 2023 des Statistischen
Bundesamtes bei 21,2 Millionen Tieren, was einer Reduzierung
von 0,7 % bzw. 150.600 Tieren im Vergleich zum Vorjahr
entspricht. Die Zahl der Schweinehalter hat sich im Vergleich
zum Vorjahr um 4,5 % bzw. 800 Betrieben auf 16.200 Betriebe
verringert. Im Zweijahreszeitraum lag der Rückgang bei
2.700 Betrieben bzw. 14,2 %.
Die Ferkelnotierungen zeigten jedoch einen
beträchtlichen Aufwärtstrend und lagen 2023 im
Durchschnitt bei 84,45 € pro Vermarktungsferkel, im Jahr
zuvor waren es ca. 49,77 €
(+ 69,7 %). Erzeuger erhielten mit 1,86 € im
Durchschnitt 48 Cent mehr pro Kilogramm Schlachtgewicht
für ein Schlachtschwein der Klasse S als im Vorjahr.
Die weiteren Folgen und langfristigen wirtschaftlichen
Auswirkungen für die Landwirte in unserer Region und
damit auch für unser gesamtes landwirtschaftliches
Geschäft sind zur Zeit nur schwer zu fassen und noch
nicht endgültig kalkulierbar. Insgesamt ist aber zu
erwarten, dass das zeitgleiche Auftreten der Afrikanischen
Schweinepest und die hohen Kosten für Energie und
Futtermittel die Einkommenssituation unserer
landwirtschaftlichen Kunden verschlechtert haben
dürften. Die Rahmenbedingungen bedürfen unserer
weiteren intensiven Beobachtung und bei einer deutlichen
Verschlechterung unserer Absatzmärkte für
Futtermittel und Getreide eines besonderen
Risikomanagementsystems.
bmel.de, Pressemitteilung Nr. 68/2023
Der Entwurf für ein neues Düngegesetz wurde
am 31. Mai 2023 von der Bundesregierung beschlossen. Mit dem
neuen Düngegesetz sollen künftig die
Düngedaten der Höfe mit einer Monitoringverordnung
nachvollzogen und bewertet werden können. Dies soll das
Verursacherprinzip im Düngerecht stärken. So sollen
mittelfristig die Daten der Betriebe die Basis für
passgenaue Änderungen der Düngeverordnung sein, mit
denen gezieltere Maßnahmen erarbeitet werden
können, um etwa Betriebe zu entlasten, die schon
wasserschonend arbeiten.
Zudem soll der Mehraufwand für die Betriebe
verringert werden, indem einmal erhobene Daten besser bzw.
mehrfach verwendet werden.
3.
Preisänderungsrisiken
Vielfach bewegt sich die Genossenschaft auf
Märkten, die vom volatilen Weltmarkt abhängen,
insbesondere bei Gütern wie Düngemitteln, Getreide,
Einzelkomponenten für Futtermittel oder Mineralöl.
Durch die Einlagerung entsprechender Waren bzw. durch
Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von
Waren in der Zukunft unterliegt die Genossenschaft dem Risiko
von Preisschwankungen. Eine vollständige Absicherung ist
hier weder möglich noch sinnvoll. Sofern nicht bereits
bei Vertragsabschluss entsprechende Deckungsgeschäfte
vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken
fortlaufend durch dazu zuständige Mitarbeiter
überwacht.
4.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund einer soliden Finanzierungsstruktur und den
eingeräumten Kreditlinien bei Banken und Lieferanten ist
die Zahlungsfähigkeit der Genossenschaft sichergestellt.
5.
Ausfallrisiken
Die Gefahr, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen
gegenüber der Genossenschaft nicht oder nicht
fristgerecht nachkommen und dadurch finanzielle Verluste
für die Genossenschaft entstehen, wird durch ein
zeitnahes Debitorenmanagement begrenzt.
6.
Risiken aus Zahlungsstromschwankungen
Aufgrund des implementierten Überwachungssystems
werden derartige Risiken nicht gesehen.
7.
Gesamtrisiko
Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.
Im Berichtsjahr war die Risikosituation bei der Raiffeisen
Warendorf eG beherrschbar und die mit unserer
unternehmerischen Tätigkeit verbundenen Risiken waren
als nicht bestandsgefährdend einzustufen. Auch für
die absehbare Zukunft sind keine Risiken erkennbar, welche
den Fortbestand der Genossenschaft gefährden.
D.
Prognosebericht
OECD: 2024 geringes Wirtschaftswachstum in Deutschland -
dpa - FAZ
Die OECD rechnet in Deutschland für 2024 mit einem
Wirtschaftswachstum von 0,3 %, die niedrigste Rate seit der
globalen Finanzkrise mit Ausnahme der Pandemieperiode 2020.
Für 2025 wird mit einem Wachstum von 1,1 %
gerechnet.
Die Gesamtinflation ist in den letzten Monaten
insbesondere aufgrund des Rückgangs der Energiepreise
weiter gesunken, obwohl die Lebensmittel- und
Dienstleistungspreise auf einem hohen Niveau verblieben sind.
Sie wird für 2024 auf 2,6 % prognostiziert.
Das wirtschaftliche Umfeld der Genossenschaft befindet
sich damit weiterhin in einer umfangreichen
Veränderungsphase. Im Folgenden haben wir unsere
Erwartungen beschrieben, unter der Voraussetzung, dass
normale Witterungsbedingungen vorherrschen, keine
wesentlichen atypischen Schwankungen auf den
Beschaffungsmärkten sowie Lebensmittelskandale von
gravierendem Ausmaß auftreten und die Konjunktur sich
wieder positiv entwickelt. Eine exakte Prognose bleibt
allerdings gleichwohl schwierig, da sich die Preise auf den
Weltmärkten für Agrarrohstoffe und Agrarprodukte
auch zukünftig durch externe nicht prognostizierbare
Ereignisse sehr volatil entwickeln können. Zur Zeit
lassen sich die mittel- und langfristigen Auswirkungen aus
dem Auftreten der ASP in Deutschland auf unsere
Geschäftsbereiche noch nicht klar prognostizieren.
Die Genossenschaft startet verhalten in das
Geschäftsjahr 2024. Nachdem sich der Umsatz im
abgelaufenen Geschäftsjahr auf 98,2 Mio. €
verringert hat, dürfte sich das Geschäftsvolumen
für das kommende Jahr bei rund 97,2 Mio. €
belaufen.
Die Genossenschaft strebt ein Jahresergebnis von rd.
300,0 T€ und ein Rohergebnis von rd. 12,0 Mio. €
an. Für das Geschäftsjahr 2024 soll unter
Berücksichtigung der geplanten Investitionen und bei
solider Finanzierung ein Eigenkapital in Höhe von 14,2
Mio. € erreicht werden.
Der Vorstand blickt insgesamt aufgrund der
unverändert schwierigen Rahmenbedingungen mit
verhaltenem Optimismus in die Zukunft. Sollte sich das Umfeld
ändern oder sollten Risiken - wie beispielsweise im
Risikobericht erläutert - eintreten, kann die
tatsächliche Entwicklung von den angenommenen Prognosen
abweichen.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
10.400.269,89 |
11.214.933,77 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
66.237,00 |
123.118,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
66.236,00 |
96.632,00 |
| 2.
Geschäfts- oder Firmenwert |
1,00 |
26.486,00 |
| II.
Sachanlagen |
9.012.980,07 |
9.625.986,97 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
5.864.948,93 |
6.543.992,93 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
1.258.230,00 |
1.650.601,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.613.112,00 |
1.406.862,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
276.689,14 |
24.531,04 |
| III.
Finanzanlagen |
1.321.052,82 |
1.465.828,80 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
1.125.000,00 |
1.125.000,00 |
| 2.
Beteiligungen |
133.501,00 |
250.383,00 |
| 3.
sonstige Ausleihungen |
36.091,82 |
78.335,80 |
| 4.
Genossenschaftsanteile |
26.460,00 |
12.110,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
12.544.247,60 |
13.860.180,90 |
| I.
Vorräte |
4.850.480,28 |
4.785.553,19 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
36.960,10 |
32.993,65 |
| 2.
fertige Erzeugnisse und Waren |
4.813.520,18 |
4.752.559,54 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
6.545.946,40 |
7.370.504,33 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
5.265.388,85 |
6.354.311,86 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
2.621,29 |
10.453,53 |
| 3.
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
114.091,16 |
|
| 4.
sonstige Vermögensgegenstände |
1.163.845,10 |
1.005.738,94 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.147.820,92 |
1.704.123,38 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
19.371,00 |
33.144,00 |
| Aktiva |
22.963.888,49 |
25.108.258,67 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
13.919.207,15 |
13.502.148,17 |
| I.
Geschäftsguthaben |
1.962.106,92 |
1.837.815,69 |
| der
verbleibenden Mitglieder |
1.934.457,60 |
1.817.182,78 |
| der
ausscheidenden Mitglieder |
27.649,32 |
20.632,91 |
| II.
Ergebnisrücklagen |
11.681.827,96 |
11.315.193,26 |
| 1.
gesetzliche Rücklage |
2.567.870,42 |
2.567.870,42 |
| 2.
andere Ergebnisrücklagen |
9.113.957,54 |
8.747.322,84 |
| III.
Bilanzgewinn |
275.272,27 |
349.139,22 |
| B.
Rückstellungen |
2.652.575,86 |
1.677.798,24 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
70.834,00 |
27.866,00 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
2.581.741,86 |
1.649.932,24 |
| C.
Verbindlichkeiten |
6.392.105,48 |
9.898.528,26 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
2.561.429,56 |
3.834.631,56 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3.644.455,17 |
4.115.462,10 |
| 3.
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und
der Ausstellung eigener Wechsel |
0,00 |
1.200.000,00 |
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0,00 |
616.352,77 |
| 5.
sonstige Verbindlichkeiten |
186.220,75 |
132.081,83 |
| davon
aus Steuern |
55.282,90 |
43.222,43 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
9.840,06 |
3.736,38 |
| D.
Passive latente Steuern |
0,00 |
29.784,00 |
| Passiva |
22.963.888,49 |
25.108.258,67 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
98.239.346,19 |
110.205.582,24 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
954.114,21 |
328.056,37 |
| 3.
Materialaufwand |
85.058.858,45 |
98.548.873,05 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
85.058.858,45 |
98.548.873,05 |
| 4.
Personalaufwand |
6.002.552,97 |
5.556.590,65 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.978.266,72 |
4.593.149,85 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.024.286,25 |
963.440,80 |
| davon
für Altersversorgung |
31.089,78 |
39.513,56 |
| 5.
Abschreibungen |
1.745.271,72 |
1.291.501,65 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.745.271,72 |
1.291.501,65 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
5.520.919,56 |
3.873.282,41 |
| 7.
Erträge aus Beteiligungen |
23.994,51 |
10.984,93 |
| 8.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
96.435,87 |
94.903,93 |
| 9.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
119.653,00 |
261.300,00 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
70.932,36 |
94.288,83 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
402.501,96 |
379.439,83 |
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
393.200,76 |
634.251,05 |
| 13.
sonstige Steuern |
49.108,49 |
52.311,83 |
| 14.
Jahresüberschuss |
344.092,27 |
581.939,22 |
| 15.
Einstellungen in Ergebnisrücklagen |
68.820,00 |
232.800,00 |
| a)
in anderen Ergebnisrücklagen |
68.820,00 |
232.800,00 |
| 16.
Bilanzgewinn |
275.272,27 |
349.139,22 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Raiffeisen Warendorf
eG |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Warendorf |
| Registereintrag: |
Genossenschaftsregister |
| Registergericht: |
Münster |
| Register-Nr.: |
412 |
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der
Raiffeisen Warendorf eG, Warendorf wurde nach den
Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff.,
§§ 264 ff. und §§ 336 ff. HGB unter
teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses erstellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Die Genossenschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer großen Genossenschaft
gem. § 336 Abs. 2 in Verbindung mit § 267 Abs. 3
HGB auf.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der
Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.
Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr weitgehend
unverändert angewandt.
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf
den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich. In allen
Fällen wurde das gemilderte Niederstwertprinzip
eingehalten.
Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Anlagegegenstände wurden planmäßig linear
bzw. degressiv abgeschrieben. Auperplanmäßige
Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert
werden bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden
Wertminderung vorgenommen. Die Anlagenzugänge
beweglicher Anlagegüter des Jahres 2023 wurden nach der
degressiven Methode abgeschrieben, soweit diese der
tatsächlichen Entwertung entsprach.
Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert
von 800,00 € wurden im Jahr des Zugangs voll
abgeschrieben und als Abgang im Anlagespiegel erfasst.
Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit
dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Vorräte wurden grundsätzlich mit
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei der
Ermittlung der Anschaffungskosten haben wir
zulässigerweise unverändert die Lifo-Methode
angewandt. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den
niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich. In allen
Fällen wurde das strenge Niederstwertprinzip
eingehalten.
Des Weiteren bestand unverändert eine pauschale
Wertberichtigung gemäß § 253 Abs. 4 HGB a. F.
in Höhe von 220,0 T€. Von dem Wahlrecht zur
Fortführung des niedrigeren Wertansatzes gem. Art. 67
Abs. 4 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter
Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen
risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener
Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Die liquiden Mittel wurden in allen Fällen mit dem
Nennwert angesetzt.
Die Geschäftsguthaben werden zum Nennwert
bilanziert.
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen
Verpflichtungen und wurden mit ihren
Erfüllungsbeträgen bewertet.
Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt. Es entstanden die üblichen
Eigentumsvorbehalte der Warenlieferanten.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich
aus dem Anlagennachweis als Bestandteil des Anhangs.
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
258.184,01
|
2.706,84
|
0,00
|
0,00
|
260.890,85
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
269.812,13
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
269.812,13
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
527.996,14
|
2.706,84
|
0,00
|
0,00
|
530.702,98
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
12.270.575,78
|
0,00
|
1.850,92
|
0,00
|
12.268.724,86
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
12.497.236,82
|
33.950,67
|
164.155,11
|
0,00
|
12.367.032,38
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
5.428.621,54
|
795.252,21
|
643.772,76
|
0,00
|
5.580.100,99
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
24.531,04
|
252.158,10
|
0,00
|
0,00
|
276.689,14
|
Summe Sachanlagen
|
30.220.965,18
|
1.081.360,98
|
809.778,79
|
0,00
|
30.492.547,37
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
1.125.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
1.125.000,00
|
2. Beteiligungen
|
250.383,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
250.383,00
|
3. sonstige Ausleihungen
|
585.639,80
|
3.694,23
|
43.167,21
|
0,00
|
546.166,82
|
4. Genossenschaftsanteile
|
12.110,00
|
14.350,00
|
0,00
|
0,00
|
26.460,00
|
Summe Finanzanlagen
|
1.973.132,80
|
18.044,23
|
43.167,21
|
0,00
|
1.948.009,82
|
Summe Anlagevermögen
|
32.722.094,12
|
1.102.112,05
|
852.946,00
|
0,00
|
32.971.260,17
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
161.552,01
|
33.102,84
|
0,00
|
0,00
|
194.654,85
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
243.326,13
|
26.485,00
|
0,00
|
0,00
|
269.811,13
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
404.878,14
|
59.587,84
|
0,00
|
0,00
|
464.465,98
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
5.726.582,85
|
679.042,00
|
1.848,92
|
0,00
|
6.403.775,93
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
10.846.635,82
|
422.902,67
|
160.736,11
|
0,00
|
11.108.802,38
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
4.021.759,54
|
583.739,21
|
638.509,76
|
0,00
|
3.966.988,99
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
20.594.978,21
|
1.685.683,88
|
801.094,79
|
0,00
|
21.479.567,30
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2. Beteiligungen
|
0,00
|
116.882,00
|
0,00
|
0,00
|
116.882,00
|
3. sonstige Ausleihungen
|
507.304,00
|
2.771,00
|
0,00
|
0,00
|
510.075,00
|
4. Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
507.304,00
|
119.653,00
|
0,00
|
0,00
|
626.957,00
|
Summe Anlagevermögen
|
21.507.160,35
|
1.864.924,72
|
801.094,79
|
0,00
|
22.570.990,28
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
66.236,00
|
96.632,00
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
0,00
|
1,00
|
26.486,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
66.237,00
|
123.118,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
5.864.948,93
|
6.543.992,93
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
1.258.230,00
|
1.650.601,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
1.613.112,00
|
1.406.862,00
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
276.689,14
|
24.531,04
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
9.012.980,07
|
9.625.986,97
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
1.125.000,00
|
1.125.000,00
|
2. Beteiligungen
|
0,00
|
133.501,00
|
250.383,00
|
3. sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
36.091,82
|
78.335,80
|
4. Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
26.460,00
|
12.110,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
1.321.052,82
|
1.465.828,80
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
10.400.269,89
|
11.214.933,77
|
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert
Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten wurden die
Nutzungsdauern neu eingeschätzt und daher auf den
niedrigeren, beizulegenden Wert abgeschrieben.
Mitzugehörigkeitsvermerk
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen
handelt es sich um sonstige Forderungen, die innerhalb eines
Jahres fällig sind.
Bei den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es
sich um Forderungen aus Lieferung und Leistungen.
Entwicklung der Rücklagen
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
|
T€
|
T€
|
gesetzliche Rücklage
|
2.567,9
|
2.567,9
|
davon aus
Jahresüberschuss des Geschäftsjahres
|
0,0
|
0,0
|
andere Ergebnisrücklagen
|
9.114,0
|
8.747,3
|
davon aus
Jahresüberschuss des Geschäftsjahres
|
68,8
|
232,8
|
davon aus
Jahresüberschuss des Vorjahres
|
297,8
|
508,8
|
Angaben und Erläuterungen zu sonstigen
Rückstellungen
Im Posten sonstige Rückstellungen sind die
nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungs- arten
enthalten.
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
|
T€
|
T€
|
Personalverpflichtungen
|
428,1
|
393,1
|
Warenrückvergütung
|
122,5
|
129,9
|
Archivierung
|
136,9
|
124,9
|
Instandhaltungen
|
143,6
|
120,3
|
Prüfungs-, Beratungs-
und Jahresabschlusskosten
|
63,6
|
60,5
|
Rückbauverpflichtung
|
703,5
|
715,1
|
Rückforderungen
|
857,5
|
0,0
|
Kontraktrückstellungen
|
33,4
|
55,0
|
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
mit entsprechenden Restlaufzeiten
Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und
Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten.
Art der Verbindlichkeit
|
bis ein Jahr
|
über ein Jahr
|
davon über fünf Jahre
|
|
2023
|
2022
|
2023
|
2022
|
2023
|
2022
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
437,3
|
1.306,0
|
2.124,1
|
2.528,6
|
1.037,1
|
1.353,4
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
3.644,5
|
4.115,5
|
|
|
|
|
ggü.
Beteiligungsunternehmen
|
0,0
|
616,4
|
|
|
|
|
aus Wechseln
|
0,0
|
1.200,0
|
|
|
|
|
sonstige Verbindlichkeiten
|
186,2
|
132,1
|
|
|
|
|
Summe
|
4.268,0
|
7.369,9
|
2.124,1
|
2.528,6
|
1.037,1
|
1.353,4
|
Von den Verbindlichkeiten wurden durch Pfandrechte
oder ähnliche Rechte gesichert:
|
Grundpfandrechte
|
Sicherheitsübereignungen
|
Gesamt
|
Verbindlichkeiten
|
T€
|
T€
|
T€
|
- gegenüber
Kreditinstituten
|
1.957,8
|
541,6
|
2.499,4
|
Daneben bestanden für die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen die üblichen
Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im
Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.
Aus den unterschiedlichen Ansätzen zwischen
Handels- und Steuerbilanz resultieren im Vorjahr im Saldo
passive latente Steuern, die auf nachfolgende Differenzen
beruhen:
|
2023
|
2022
|
|
T€
|
T€
|
Anlagevermögen
|
544,5
|
502,4
|
Vorräte
|
220,0
|
220,0
|
Rückstellungen
|
387,3
|
258,5
|
EWB/Sonstige Ausleihungen
|
679,5
|
761,1
|
Beteiligungen
|
116,9
|
0,0
|
Latente Steuern
|
29,8
|
36,7
|
Summe aktive Latenzen
|
1.978,0
|
1.778,7
|
Anlagevermögen
|
-1.432,2
|
-1.875,7
|
Summe passive Latenzen
|
-1.432,2
|
-1.875,7
|
Gesamtergebnis passive
Latenzen
|
545,8
|
-97,0
|
Bewertung mit
Steuersätzen in % von
|
30,7
|
30,7
|
Passive latente Steuern in
T€
|
0,0
|
-29,8
|
Im Geschäftsjahr 2023 ergeben sich per Saldo
aktive latente Steuern. Auf die Aktivierung wurde unter
Berücksichtigung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1
HGB verzichtet.
Haftungsverhältnisse gemäß § 251
HGB
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten sind die folgenden
Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Die Genossenschaft hat für das verbundene
Unternehmen Raiffeisen IMMO GmbH gegenüber der Volksbank
im Münsterland eG eine gesamtschuldnerische
Bürgschaft für gewährte Darlehen abgegeben.
Die Darlehen valutieren zum 31. Dezember 2023 mit 8.866,8
T€ (Vorjahr: 3.600,0 T€).
Auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit sowie der
Prognose der künftigen Entwicklung wird unter
Berücksichtigung der Erkenntnisse am Bilanzstichtag
nicht mit der Inanspruchnahme aus den gewährten
Sicherheiten gerechnet.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen
finanziellen Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen in Höhe von 291,3 T€ p.a. sonstige
finanzielle Verpflichtungen.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende
Sachverhalte:
|
T€
|
|
p.a.
|
Leasinggebühren
|
50,2
|
Miet- und
Erbbaurechtsverpflichtungen
|
44,2
|
Lizenzgebühren
|
196,9
|
|
291,3
|
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden gemäß §
285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
Tätigkeitsbereich
|
Umsatz
|
Umsatz
|
|
T€
|
T€
|
Landwirtschaftliches
Warengeschäft
|
41.961,8
|
48.055,3
|
Brenn- und
Treibstoffgeschäft
|
50.860,7
|
55.880,0
|
Einzelhandel
|
4.312,5
|
4.554,3
|
Sonstige Erlöse
|
1.236,5
|
1.845,9
|
Warenrückvergütung
|
-132,3
|
-129,9
|
Gesamt
|
98.239,2
|
110.205,6
|
Erläuterung der periodenfremden Erträge und
Aufwendungen
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
|
T€
|
T€
|
- aus der
Veräußerung von Anlagevermögen
|
82,1
|
66,3
|
- aus der Auflösung
von Rückstellungen
|
33,1
|
55,9
|
- Forderungsbewertung
|
66,8
|
49,0
|
Periodenfremde Erträge
|
181,9
|
171,2
|
davon außergewöhnlich
|
0,0
|
0,0
|
- aus Forderungsbewertung
|
184,3
|
102,7
|
- aus der
Veräußerung von Anlagevermögen
|
4,4
|
0,0
|
- aus Schadensfällen
|
219,7
|
3,3
|
Periodenfremde Aufwendungen
|
408,5
|
106,0
|
davon außergewöhnlich
|
0,0
|
0,0
|
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
Zahl
|
Arbeiter
|
52
|
Angestellte
|
73
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
125
|
vollzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
101
|
teilzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
24
|
Die Genossenschaft hat während des
Geschäftsjahres durchschnittlich 5 Auszubildene zum bzw.
zur Kaufmann/- frau im Groß- und Außenhandel und
Einzelhandel beschäftigt.
Zahlen der Genossenschaftsmitglieder
Die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder hat sich
während des Geschäftsjahres wie folgt
verändert:
Genossenschaftsmitglieder
|
Zahl
|
Mitglieder zu Beginn des
Geschäftsjahres
|
670
|
Während des
Geschäftsjahres eingetretene Mitglieder
|
17
|
Während des
Geschäftsjahres ausgeschiedene Mitglieder
|
21
|
Mitglieder am Ende des
Geschäftsjahres
|
666
|
Namen der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Heinz-Theo Stauvermann
|
(Vorsitzender)
|
Landwirt
|
Matthias Middrup
|
|
Landwirt
|
Martin Povel
|
|
Landwirt
|
Jürgen Horstmann
|
|
Landwirt
|
Reinhold Schmidt
|
|
hauptamtlicher Vorstand
|
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Dr. Gregor
Schulze-Wilbrenning
|
(Vorsitzender)
|
Landwirt
|
Lukas Kessmann
|
|
Landwirt
|
Markus Heimann
|
|
Landwirt
|
Markus Overhues
|
|
Landwirt
|
Hermann-Josef Tacke
|
|
Landwirt
|
Wilhelm Freye
|
|
Landwirt
|
Mathias Afhüppe
|
|
Landwirt
|
André Holtrup
|
|
Landwirt
|
Dirk Hunkemöller
|
|
Landwirt
|
Forderungen gegen Mitglieder des Vorstands oder
Aufsichtsrats
Der Genossenschaft stehen gegen Mitglieder des
Vorstands oder Aufsichtsrats folgende Forderungen zu.
Forderungen
|
Betrag
|
|
T€
|
gegen Mitglieder des
Vorstands
|
39,8
|
gegen Mitglieder des
Aufsichtsrats
|
75,7
|
Angaben zum Geschäftsguthaben und den Haftsummen der
Mitglieder
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder
haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 117,3 T€
erhöht.
Eine Nachschusspflicht (Haftsumme) für die
Mitglieder besteht nicht.
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen
Unternehmen
Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über
nachstehende Unternehmen berichtet:
Firmenname / Sitz
|
Anteilshöhe
|
Jahresergebnis
|
Eigenkapital
|
|
|
T€
|
T€
|
Raiffeisen IMMO GmbH
|
100 %
|
-18,5
|
1.095,9
|
Angaben zum zuständigen Prüfungsverband
Zuständiger Prüfungsverband der
Genossenschaft ist:
Raiffeisenverband Westfalen Lippe e.V.
Martin-Luther-King-Weg 8, 48155 Münster
Vorgänge von besonderer Bedeutung
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu
berichten wäre.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Vorstand schlägt vor, den
Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in
Höhe von 344.092,27 € nach Berücksichtigung
der Vorwegzuweisung in die anderen Ergebnisrücklagen in
Höhe von 68.820,00 € wie folgt zu verwenden:
Dividende 3,0 %: 54.508,18 €
Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen:
220.764,09 €
Bericht
des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den
Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des
Bilanzgewinns geprüft, in Ordnung befunden und
befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag
entspricht den Vorschriften der Satzung.
Warendorf, den 24.04.2024
gez.
Dr. Gregor Schulze Willbrenning
(Aufsichtsratsvorsitzender)
sonstige Berichtsbestandteile
Der Vorstand
Warendorf, den 24.04.2024
Raiffeisen Warendorf eG
gez.
Heinz-Theo Stauvermann (Vorsitzender)
gez.
Matthias Middrup
gez.
Martin Povel
gez.
Jürgen Horstmann
gez.
Reinhold Schmidt (hauptamtlicher Vorstand)
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
An die Raiffeisen Warendorf eG
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisen Warendorf
eG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Raiffeisen
Warendorf eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter
ergänzender Beachtung der International Standards on
Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach
diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter
und
des Aufsichtsrates
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung
der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche
falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie
einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt
des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass
der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 24. April
2024
Raiffeisenverband Westfalen-Lippe e.V.
gez.
Steffi Große Breuing (Wirtschaftsprüferin)
gez.
Frank Niemer (Wirtschaftsprüfer)
|