Raiffeisen Warendorf eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster GnR 412
Eingetragen
2.6.2004
Branche
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist a) der gemeinschaftliche Einkauf landwirtschaftlicher und sonstiger Bedarfsgüter des Betriebes und Haushalts, b) der gemeinschaftliche Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse, c) die gemeinschaftliche Benutzung landwirtschaftlicher Betriebseinrichtungen und Maschinen, d) die Herstellung, Be- und Verarbeitung der vorgenannten Bedarfsgüter und Erzeugnisse im eigenen oder fremden Betrieb, e) Betrieb von Tank- und Waschanlagen, f) Belieferung, Betrieb und Unterhaltung von Heiz-, Brenn- und Treibgasanlagen einschließlich Gastankstellen im angestammten und überregionalen Geschäftsbezirk, g) Rohrleitungsbau, Reparatur von Gartengeräten (z. B. Rasenmähern). h) Betrieb von Online Shops (Einzel- / Großhandel).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mathias Afhüppe
seit 18.7.2025
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Jürgen Horstmann
seit 3.2.2020
Vorstandsmitglied
Matthias Middrup
seit 1.9.2017
Vorstandsmitglied
Jürgen Beermann
seit 28.6.2007
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Raiffeisen Warendorf eG

Ennigerloh (vormals: Warendorf)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Raiffeisen Warendorf eG ist eine klassische Warengenossenschaft mit 666 Mitgliedern. Im Bezugsgeschäft sind wir Lieferant von landwirtschaftlichen Produktionsmitteln und Energie. Das Absatzgeschäft umfasst die Vermarktung von Agrarprodukten. Außerdem sind wir mit unseren Raiffeisenmärkten und Tankstellen im Einzelhandel tätig. Als Partner unserer landwirtschaftlichen Kunden legen wir Wert auf eine langfristige Zusammenarbeit mit einer qualifizierten Beratung.

2. Geschäftsbereiche, Produkte und Dienstleistungen

Das Waren- und Dienstleistungsangebot der Raiffeisen Warendorf eG gliedert sich in die folgenden Geschäftsbereiche auf:

Landwirtschaftliches Geschäft
Im landwirtschaftlichen Bezugsgeschäft liefern wir insbesondere Futtermittel, Düngemittel, Saatgut und Pflanzenschutz an unsere landwirtschaftlichen Kunden. Das Absatzgeschäft umfasst die Bereiche Getreideannahme, Getreideaufbereitung und Getreidehandel.

Energie
Der Geschäftsbereich Energie umfasst drei Teilbereiche:

Im Geschäft mit Flüssiggas liefern wir überregional Heizgas an Geschäfts- und Privatkunden sowie Autogas an eigene und fremde Gastankstellen. Zur Lagerung und zum Umschlag betreiben wir ein eigenes Gaslager.

Der zweite Teilbereich betrifft die Lieferung von Heizöl und Diesel an regionale Geschäfts- und Privatkunden. Weiterhin zählt zu diesem Teilbereich der Verkauf von Ölen und Fetten.

Die Raiffeisen Warendorf eG betreibt im dritten Teilbereich insgesamt vier Tankstellen, davon zwei Tankstellen mit Tankshops und Waschanlagen und zwei als SB-Tankstellen.

Einzelhandel
Unsere vier Raiffeisenmärkte bieten ein umfangreiches Sortiment aus den Bereichen Garten, Tier und Haus an.

3. Standorte

Die Genossenschaft unterhält in ihrem Vertriebsgebiet die folgenden Standorte:

Enniger
Freckenhorst, Schlosserstraße
Freckenhorst, Gaslager Gießereistraße
Sendenhorst
Sassenberg


4. Absatzmärkte

Die Absatzmärkte der Raiffeisen Warendorf eG liegen primär im landwirtschaftlichen Geschäft im Kreis Warendorf in unmittelbarer Nähe zu unseren Standorten. Für den Energiehandel liegen die Absatzmärkte in einem Radius von ca. 250 km um Warendorf herum.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

DRV Geschäftsbericht 2023
Folgen des Ukraine-Krieges für die Lebensmittelversorgung | Statista (31.01.2024)

Der Russland-Ukraine-Krieg hat weltweit für folgenreiche Unterbrechungen in Lieferketten gesorgt, von denen die verschiedensten Branchen betroffen sind. Auch der internationale Handel und die Produktion von Lebensmitteln und Agrargütern waren hierbei Einschränkungen unterworfen. Zum einen sind Russland und die Ukraine beim Export von Agrargütern wie Weizen und Sonnenblumenöl von zentraler Bedeutung. Zum anderen sorgen gestiegene Preise und Engpässe bei Düngemitteln sowie Energieträgern für Schwierigkeiten bei der internationalen Landwirtschaft sowie in der Ernährungsindustrie.
Russland und die Ukraine sind beide führende Erzeuger- und Exportländer für wichtige Agrargüter. So ist Russland das führende Anbau- und Exportland für Weizen und Weizenprodukte weltweit - mit einem Anteil von rund 20,0 % an den weltweiten Exporten. Auch die Ukraine gehört als "Kornkammer Europas" zu den bedeutendsten Lieferländern des Getreides (rund 8,5 % der Exporte im Jahr 2020/2021).
Trotz der hohen Bedeutung der Ukraine und Russlands bei der weltweiten Weizenversorgung ist Deutschland nicht von Weizenimporten aus diesen Ländern abhängig.

Auch gestiegene Preise und Versorgungsengpässe bei Energieträgern wie Gas und Kraftstoffen (z.B. Benzin und Diesel) sowie Düngemittel erhöhen die Kosten für die Landwirtschaft und Unternehmen in der Ernährungsindustrie.

https://www.oecd.org/economic-outlook/november-2023/
Wachstum des weltweiten BIP bis 2025 | Statista

Die gegenwärtige globale Wirtschaftslage steht vor den anhaltenden Herausforderungen der Inflation und den begrenzten Wachstumsaussichten. Das BIP-Wachstum war stärker als erwartet, schwächte sich aber aufgrund der restriktiveren Finanzierungsbedingungen, des schwachen Handelswachstums und des geringeren Geschäfts- und Verbrauchervertrauens ab.
Zu den Risiken zählen auch verstärkte geopolitische Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem sich entwickelnden Konflikt nach den terroristischen Angriffen der Hamas auf Israel.
Mithin wird das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 voraussichtlich um 3,1 % ansteigen. Für das Jahr 2025 wird das weltweite Wirtschaftswachstum auf rund 3,2 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert.

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastung sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es in 2022 noch merklich zugelegt hatte (+ 1,8 %).

Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023, DRV
Die Inflationsrate verminderte sich von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um durchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung von 13,4 % im Vorjahr.

Jahresrückblick 2023 | Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de)

Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten behauptete sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2023 nach wie vor gut. Erwerbstätigkeit und Beschäftigung sind so hoch wie nie zuvor und auch das Jahr 2023 zählt zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Im Jahresdurchschnitt waren 2.609.000 Menschen arbeitslos. Das sind 191.000 mehr als im Jahr 2022. Damit stieg die Arbeitslosenquote um 0,4 %-Punkte auf 5,7 %. Der Anstieg beruht besonders auf der schwachen Wirtschaftsentwicklung, wodurch es für Arbeitslose schwieriger war, eine neue Stelle zu finden.
Die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern wurde bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2022 spürbar schwächer. Dieser Trend setzte sich 2023 fort. Dennoch ist der Kräftebedarf im langjährigen Vergleich weiterhin hoch. In Summe wurden 2023 mit 1.633.000 Stellen 251.000 weniger gemeldet als 2022.

Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023 | Deutscher Raiffeisenverband e. V.

Der DRV Deutscher Raiffeisenverband e.V. veröffentlichte in seinem Jahresbericht für das Jahr 2023 eine insgesamt noch knapp durchschnittliche Getreideernte in Höhe von 42,3 Mio. t. Diese liegt um 1 Mio. t unter der eingefahrenen Ernte des Vorjahres. Das Anbaujahr 2023 war erneut durch erhebliche witterungsbedingte Herausforderungen geprägt. Die Herbstaussaat 2022 erfolgte weitgehend ohne Probleme, allerdings erwies sich die Frühjahrssaat aufgrund teilweise starker Niederschläge als schwierig. Eine sich anschließende Trockenphase wurde zur Erntezeit von teilweise massiven Niederschlägen abgelöst. Die Äcker waren durch den Regen zum Teil nicht mehr mit schweren Maschinen befahrbar, so dass die Ernte komplett ausfiel. Die Ernte war in vielen Fällen wegen der vielerorts aufgetretenen Nässe mit enttäuschenden Qualitäten eingefahren worden. Insbesondere Roggen- und Weizenpartien erreichten oftmals nur noch Futterqualitäten.

Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023 | Deutscher Raiffeisenverband e. V.

Der weltweite Getreidemarkt wurde im Jahr 2023 weiterhin von den Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine und Wetterunbilden in wichtigen Anbaugebieten überschattet. Besonders herausfordernd waren erneut die Getreideexporte aus der Ukraine, die nach dem Ende des Schwarzmeerabkommens und durch einseitige Grenzschließungen von Anrainerstaaten zu erheblichen Unsicherheiten am Markt führten.

Die weltweite Getreideernte lag laut US-amerikanischem Landwirtschaftsministerium (USDA) mit 2,33 Mrd. t über dem Vorjahresniveau (+ 60 Mio. t). Grund für das insgesamt zufriedenstellende Ergebnis waren insbesondere gute Maiserträge in den USA und gute Ernten in der Schwarzmeerregion. Die weltweite Nachfrage stieg aber ebenfalls an und wird auf 2,21 Mrd. t und damit knapp unter der Produktion prognostiziert.

DRV-Geschäftsbericht 2023
Die Situation der viehhaltenden Betriebe ist weiterhin äußerst angespannt. Neben der weiteren Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sorgen vor allem die hohen Kosten für Energie und Futter für Einbußen. Im Jahr 2023 pendelte sich der Schweinebestand aufgrund der Exportverbote in Drittländern mit 21,2 Mio. Tieren und einem Rückgang von 0,7 % bzw. 150.600 Tieren zum Vorjahr auf einem neuen Tiefstand ein.

2. Geschäftsverlauf der Genossenschaft

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Umsatz von 98,2 Mio. € ab. Hierbei sind unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen zu verzeichnen.

Die Umsatzentwicklung der Genossenschaft stellt sich wie folgt dar:

2.1 Landwirtschaftliches Geschäft

Der Umsatz im landwirtschaftlichen Geschäft ist von 48,1 Mio. € auf 42,0 Mio. € zurückgegangen. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus dem im Vergleich zum Vorjahr niedrigerem Preisniveau. Auch die Absatzmengen sind in den Bereichen Futtermittel und Planzenöl rückläufig. Hierbei ist der Mengenrückgang auf den Rückgang tierischer Veredlung zurückzuführen.

2.2 Energie

Im Energiebereich verringerte sich der Umsatz um 4,9 Mio. € bzw. 8,8 % auf 50,9 Mio. €. Grund für den Rückgang war das niedrigere Preisniveau. Die Absatzmenge konnte dagegen um 4,3 % gesteigert werden. Der Anteil am Gesamtumsatz der Genossenschaft beträgt 51,8 % gegenüber 50,7 % im Vorjahr.

2.3 Einzelhandel

Das Einzelhandelsgeschäft bewegt sich mit einem Umsatz von 4,3 Mio. € auf einem leicht rückläufigen Niveau im Vergleich zum Vorjahr (- 5,3 %). Grund hierfür ist die Kaufzurückhaltung aufgrund der inflationären Entwicklung und die vorübergehende Schließung des Raiffeisenmarktes Sendenhorst infolge eines Brandschadens.

Weitere Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und besondere geschäftliche Ereignisse im Geschäftsjahr:

Investitionen bzw. -vorhaben:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden 2,7 T€ in Software und 1.081,4 T€ in Sachanlagen investiert. Die Sachanlagen enthalten im Wesentlichen Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung (795,3 T€) und Anlagen im Bau (252,1 T€).

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben:
Ziel des Finanzmanagements der Genossenschaft ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für den laufenden Geschäftsverkehr sicher zu stellen. Im täglichen Geschäft liegt der Schwerpunkt in einer tagesaktuellen Bereitstellung der notwendigen Liquidität zur Steuerung des Kreditorenverkehrs. Der wichtigste Finanzgrundsatz der Genossenschaft besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz.

Zusammenfassung:
In dem geschilderten Umfeld hat sich die Raiffeisen Warendorf eG 2023 insgesamt zufriedenstellend entwickelt und die für das Berichtsjahr selbst gesteckten Ziele überwiegend erreicht. Der Umsatz der Genossenschaft verringerte sich um 10,9 % auf 98,2 Mio. €. Der Rückgang ist insbesondere auf das im Vergleich zum Vorjahr insgesamt niedrigere Preisniveau zurückzuführen. Die für das Jahr 2023 geplanten Umsatzerlöse in Höhe von 100,0 Mio. € wurden um 1,8 Mio. € unterschritten. Das Rohergebnis lag mit 14,1 Mio. € um 2,2 Mio. € über dem Planwert. Das Eigenkapital betrug am 31. Dezember 2023 13,9 Mio. € und lag um 0,2 Mio. € über dem geplanten Niveau. Das primäre Ziel, eine Stabilisierung der abgesetzten Mengen im landwirtschaftlichen Warengeschäft in einem immer schwieriger werdenden Markt- und Wettbewerbsumfeld zu realisieren, wurde nicht erreicht. Im Ergebnis konnte die Raiffeisen Warendorf eG aber trotz der schwierigen Marktlage das Geschäftsjahr 2023 positiv abschließen. Die Geschäftsentwicklung hat in der Gesamtbetrachtung die Erwartungen von Vorstand und Geschäftsführung insgesamt erfüllt.

3. Leistungsindikatoren der Genossenschaft

3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Raiffeisen Warendorf eG verwendet intern die nachfolgend beschriebenen Kennzahlen intern zur Steuerung der Genossenschaft:
· Umsatz · Rohergebnis · Jahresergebnis · Höhe des Eigenkapitals.

Die Leistungskennzahlen unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung und Optimierung durch die Geschäftsführung.

3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Personal- und Sozialbereich
Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Genossenschaft durchschnittlich 73 kaufmännische und 52 gewerbliche Mitarbeiter. Sie sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Berufsfelder beschäftigt.
Die Raiffeisen Warendorf eG benötigt zur langfristigen Sicherstellung des geschäftlichen Erfolgs qualifizierte Mitarbeiter. Traditionell setzt die Genossenschaft dabei auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Im Unternehmen waren am 31. Dezember 2023 insgesamt fünf Frauen und Männer in der Ausbildung zur/zum Einzelhandels- bzw. Groß- und Außenhandels- kauffrau/-mann sowie ein Auszubildender zum Müller beschäftigt. Außerdem unterstützt die Genossenschaft die Teilnahme an berufsbegleitenden Fortbildungsmaßnahmen.

Qualitätsmanagement
Als regionaler Anbieter von Futtermittel fühlen wir uns verpflichtet, den Anforderungen an Menge, Qualität und Individualität gerecht zu werden. Regelmäßige Qualitätsprüfungen und -kontrollen durch unabhängige Institute und Ämter garantieren die Einhaltung aller gesetzlicher Vorgaben und Richtlinien. Je nach Standort weisen wir Zertifizierungen nach gmp+, QS und nach VLOG vor. Darüber hinaus sind wir Mitglied in der Genossenschaft "Allianz Futtermittelsicherheit eG" mit Sitz in Oldenburg. Zweck und Gegenstand der Genossenschaft ist die Beratung und Unterstützung ihrer Mitglieder in allen Fragen der QS-Qualität und Sicherheit bei der Futtermittelherstellung.

4. Lage der Genossenschaft

4.1 Ertragslage

Die aus dem Jahresabschluss abgeleiteten Kennziffern zur Ertragslage der Genossenschaft haben sich wie folgt entwickelt:






Änderung ggü.


31.12.2023
31.12.2022
dem Vorjahr in


T€
T€
T€
%
Umsatzerlöse

98.239,3
110.205,6
-11.966,2
-10,9
Rohergebnis

14.134,6
11.984,8
2.149,8
17,9
Aufwendungen

-13.268,7
-10.721,4
-2.547,3
23,8
Zwischensumme

865,9
1.263,4
-397,5
-31,5
Finanzergebnis

-70,2
-249,7
179,5
-71,9
Steuern

-451,6
-431,8
-19,9
4,6
Jahresergebnis

344,1
581,9
-237,8
-40,9


Der Gesamtumsatz der Genossenschaft sank um 11.966,2 T€ bzw. 10,9 %. Im Zuge dieser Entwicklung in Verbindung mit einem überproportional gesunkenen Materialaufwand verbesserte sich das Rohergebnis um 2.149,8 T€, während sich die Rohertragsspanne gegenüber dem Vorjahr von 10,7 % auf 13,5 % verbesserte.
Die ordentlichen Aufwendungen haben sich um 2.547,3 T€ erhöht. Grund hierfür sind insbesondere ein Zuwachs an Instandhaltungsaufwendungen infolge des Brandes am Standort Sendenhorst.

Es verbleibt für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von 344,1 T€ (Vorjahr: 581,9 T€).

4.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 um 2.144,4 T€ bzw. 8,5 % auf 22.963,9 T€ gesunken. Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr um 417,1 T€ auf 13.919,2 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 60,6 % gegenüber 53,8 % zum 31. Dezember 2022. Die Forderungen sind zum Bilanzstichtag um 824,6 T€ auf 6.545,9 gesunken. Der Rückgang der Forderungen hängt mit dem gesunkenem Umsatzvolumen zusammen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1.081,4 T€ getätigt. Demgegenüber betrug das Abschreibungsvolumen 1.685,7 T€. Die Raiffeisen Warendorf eG investiert langfristig in ihre Standorte, um Werte zu erhalten, Qualität zu sichern und anhaltende Wertschöpfung zu betreiben.

Die Finanzlage der Genossenschaft ist als geordnet anzusehen. Die Genossenschaft war in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Die Einhaltung der Fristenkongruenz ist ein wichtiger zu beachtender Grundsatz. Investitionen in Sach- und Finanzanlagen werden aus langfristigem Kapital gedeckt. Die langfristigen Darlehen unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko und sind vollständig als Annuitätendarlehen ausgestattet.


2023
2022
Anlagenintensität (1)
45,3
44,7
Eigenkapital / (Quote in % (2))
60,6
53,8
Liquidität 3. Grades (3)
184,9
156,6
(1) Anlagevermögen/Bilanzsumme


(2) Eigenkapital/Bilanzsumme


(3) Verhältnis liquide Mittel, kurzfristige Forderungen und Vorräte zu kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen



4.3 Gesamtaussage des Vorstandes zum Geschäftsverlauf und Lage

Die Getreideernte lag im abgelaufenen Geschäftsjahr unter den Erwartungen vieler Landwirte. Trotz der teilweise massiven Regenfälle zur Erntezeit konnte eine Getreideernte in Höhe von 42,3 Mio. t eingefahren werden, die damit um 1,0 Mio. t unter der des Vorjahres liegt.
Die Genossenschaft ist mit den im Geschäftsjahr 2023 gegebenen und genutzten Marktchancen zufrieden. Die wirtschaftliche Lage der Genossenschaft ist stabil, die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet; die Ertragslage gemessen am Betriebsergebnis ist gesunken. Die getätigten Investitionen sichern die Leistungsfähigkeit der Genossenschaft. Die stabile Ertragslage der Genossenschaft konnte dazu genutzt werden, den Mitgliedern eine Rückvergütung in Höhe von 0,5 % zu gewähren und die Eigenkapitalbasis zu stärken.

Die Entwicklung der Genossenschaft im Geschäftsjahr 2023 entsprach den betrieblichen Planungen. Die im Vorjahr geplanten Umsatzerlöse von 100,0 Mio. € wurden um 1,8 Mio. € unterschritten, jedoch konnte gleichzeitig das geplante Rohergebnis um 2,2 Mio. € übetroffen werden. In der folgenden Übersicht sind die Plan-/Ist-Abweichungen in komprimierter Form in Bezug auf die finanziellen Leistungsindikatoren dargestellt:

Leistungsindikator
Plan Wert 2023
Ist Wert 2023
Abweichung
Umsatz
100,0 Mio. €
98,2 Mio. €
-1,8 Mio. €
Rohergebnis
11,9 Mio. €
14,1 Mio. €
+2,2 Mio. €
Jahresergebnis
284,0 T€
344,1 T€
+60,1 T€
Eigenkapital
13,7 Mio. €
13,9 Mio. €
+0,2 Mio. €



C. Chancen- und Risikobericht

1. Grundsätze des Risikomanagement

Das Risikomanagement erfolgt insbesondere über das Rechnungswesen und das Warenwirtschaftssystem. Das Warenwirtschaftssystem wird zur Informationsgewinnung und der Auswertungen der betrieblichen Daten genutzt.

Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Genossenschaft ein System eingerichtet, welches im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:

· Absicherung von Handelsgeschäften durch Kontrakte, · Einrichtung einer aussagefähigen Warenbuchführung getrennt nach Betriebsstätten, · Errichtung einer unterjährigen Erfolgsrechnung auf Kostenstellenebene, · Zeitnahes Debitorenmanagement, · Einführung von Sonderkreditgrenzen und internen Kreditlimits für Debitoren, · Dokumentation der Aufbauorganisation, · Implementation von Funktionstrennungen für die wesentlichen Geschäftsprozesse, · Gesetzliche Prüfung durch den Prüfungsverband.

Darüber hinaus finden regelmäßige Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikolage der Genossenschaft. Die Berichterstattung wird dokumentiert.

2. Unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Aufgrund der Ausrichtung des Kerngeschäftes der Genossenschaft auf elementare Bedürfnisse wie tierische und pflanzliche Grundnahrungsmittel und Energieversorgung wirken sich zyklische Schwankungen weniger stark aus als in anderen Wirtschaftszweigen.
Das Risiko, insbesondere in den Diversifikationssparten wie dem Baustoffhandel und dem Einzelhandel in unseren Raiffeisen-Märkten, liegt vor allem in einem sich verstärkenden allgemeinen konjunkturellen Abschwung, bedingt durch die seit Beginn des Ukraine-Krieges stark angestiegene Teuerungsrate insbesondere im Energiesektor und bei den Nahrungsmitteln.

Umweltbundesamt.de, Energieverbauch nach Energieträgern und Sektoren (19.01.2024)

Der Energieverbrauch in Deutschland ist seit Beginn der 1990er Jahre kaum gesunken. Energie wird zwar immer effizienter genutzt und teilweise eingespart, doch Wirtschaftswachstum und Konsumsteigerungen verhindern einen deutlicheren Verbrauchsrückgang.
Ein immer größerer Anteil des Bruttoendenergieverbrauchs wird in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt. Im Jahr 2022 lag der Anteil bei 20,8 %, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (19,4 %).
Der Gesetzgeber hat im Herbst 2023 das "Energieeffizienzgesetz" (EnEfG) beschlossen. Dieses sieht vor, dass der Endenergieverbrauch gegenüber dem Wert des Jahres 2008 bis 2030 um etwa 26,5 % sinken soll (1.867 TWh) und bis 2045 um 45,0 % (1.400 TWh). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass insbesondere die Umweltwärme und oberflächennahe Geothermie bei der Berechnung dieses Indikators nicht einbezogen werden.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224105/umfrage/durchschnittlicher-preis-fuer-diesel-kraftstoff/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224101/umfrage/durchschnittlicher-preis-fuer-e10/
Einen weiteren deutlichen Anstieg hat es seit Beginn des Ukraine-Krieges in Bezug auf Kfz-Kraftstoffe gegeben. Bis zum 26. Dezember 2023 belief sich der Durchschnittspreis je Liter Diesel auf etwa 1,69 €. Der Durchschnittpreis für Benzin lag bei 1,71 € je Liter.

bundesregierung.de, Klimaschutzprogramm (04.10.2023) | bmwk.de, Pressemitteilung Klimaschutz (04.10.2023)

Die Gesetzesnovelle des Klimaschutzgesetzes vom 31. August 2021 sieht bis zum Jahr 2030 eine Minderung der Treibhausgasemmissionen von rund 65,0 % im Vergleich zu 1990 vor, bis 2045 wird gar eine generelle Treibhausneutralität angestrebt. Zur Erreichung dieser Ziele wurde in 2021 eine CO² -Steuer eingeführt, die zum 1. Januar 2022 von 25,00 € je Tonne CO² auf 30,00 € und zum 1. Januar 2024 auf 40,00 € je Tonne CO² erhöht worden ist.
Am 4. Oktober 2023 verabschiedete das Bundeskabinett die neue Gesetzesnovelle des Klimaschutzgesetzes vom 21. Juni 2023. Mit den nunmehr enthaltenen Klimaschutzmaßnahmen kann die Bundesregierung bis zu 80,0 % der bestehenden Klimaschutzlücke bis zum Jahr 2030 schließen. Die Gesetzesnovelle sieht vor, dass künftig eine zukunftsgewandte, mehrjährige und sektorübergreifende Gesamtrechnung ausschlaggebend für weitere Maßnahmen ist. Statt eines Rückblicks auf das vergangene Jahr ist nun der Ausblick auf die zukünftige Entwicklung ausschlaggebend.
Die Reduzierung der gesamten Treibhausgasemissionen soll nun im Fokus stehen, unabhängig davon, wo sie entstanden sind. Dadurch wird die Flexibilität zwischen den Sektoren gestärkt, bei gleichbleibend voller Transparenz in welchem Sektor Emissionen in welchem Maß entstehen.
Das Klimaschutzgesetz erfordert zudem ein Klimaschutzprogramm, das die Maßnahmen der Bundesregierung zur Ereichung der Klimaschutzziele beinhaltet. Viele Maßnahmen des aktuellen Programms sind bereits umgesetzt, so etwa das Deutschland-Ticket, die Co²-abhängige LKW-Maut, Verfahrensbeschleunigungen und Flächen für den Ausbau erneuerbarer Energien oder die Förderungen für energetisches Bauen und Sanieren.

DRV-Geschäftsbericht 2023
Auftretende witterungsbedingte Extreme nehmen in immer stärkerem Maße Einfluss auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und damit auch auf das Geschäft mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln.
Ein weiteres Risiko stellt der Auftritt der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland und den damit verbundenen Liefersperrungen dar. Als weiterer Grund für die sinkenden Exporte sei das im internationalen Vergleich hohe Preisniveau zu sehen.

Die deutschen Ausfuhren von Schweinefleisch inkl. Nebenprodukten verringerten sich in den ersten elf Monaten des Jahres 2023 um 12,3 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1,93 Mio. t. Rund 84,4 % der Ausfuhren fanden innerhalb der EU ihr Ziel. Die wichtigsten Exportländer innerhalb der EU waren dabei Italien und die Niederlande.

Die Zahl der in Deutschland gehaltenen Schweine lag zum Zeitpunkt der Novemberzählung 2023 des Statistischen Bundesamtes bei 21,2 Millionen Tieren, was einer Reduzierung von 0,7 % bzw. 150.600 Tieren im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zahl der Schweinehalter hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % bzw. 800 Betrieben auf 16.200 Betriebe verringert. Im Zweijahreszeitraum lag der Rückgang bei 2.700 Betrieben bzw. 14,2 %.

Die Ferkelnotierungen zeigten jedoch einen beträchtlichen Aufwärtstrend und lagen 2023 im Durchschnitt bei 84,45 € pro Vermarktungsferkel, im Jahr zuvor waren es ca. 49,77 €
(+ 69,7 %). Erzeuger erhielten mit 1,86 € im Durchschnitt 48 Cent mehr pro Kilogramm Schlachtgewicht für ein Schlachtschwein der Klasse S als im Vorjahr.
Die weiteren Folgen und langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen für die Landwirte in unserer Region und damit auch für unser gesamtes landwirtschaftliches Geschäft sind zur Zeit nur schwer zu fassen und noch nicht endgültig kalkulierbar. Insgesamt ist aber zu erwarten, dass das zeitgleiche Auftreten der Afrikanischen Schweinepest und die hohen Kosten für Energie und Futtermittel die Einkommenssituation unserer landwirtschaftlichen Kunden verschlechtert haben dürften. Die Rahmenbedingungen bedürfen unserer weiteren intensiven Beobachtung und bei einer deutlichen Verschlechterung unserer Absatzmärkte für Futtermittel und Getreide eines besonderen Risikomanagementsystems.

bmel.de, Pressemitteilung Nr. 68/2023
Der Entwurf für ein neues Düngegesetz wurde am 31. Mai 2023 von der Bundesregierung beschlossen. Mit dem neuen Düngegesetz sollen künftig die Düngedaten der Höfe mit einer Monitoringverordnung nachvollzogen und bewertet werden können. Dies soll das Verursacherprinzip im Düngerecht stärken. So sollen mittelfristig die Daten der Betriebe die Basis für passgenaue Änderungen der Düngeverordnung sein, mit denen gezieltere Maßnahmen erarbeitet werden können, um etwa Betriebe zu entlasten, die schon wasserschonend arbeiten.
Zudem soll der Mehraufwand für die Betriebe verringert werden, indem einmal erhobene Daten besser bzw. mehrfach verwendet werden.

3. Preisänderungsrisiken

Vielfach bewegt sich die Genossenschaft auf Märkten, die vom volatilen Weltmarkt abhängen, insbesondere bei Gütern wie Düngemitteln, Getreide, Einzelkomponenten für Futtermittel oder Mineralöl. Durch die Einlagerung entsprechender Waren bzw. durch Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die Genossenschaft dem Risiko von Preisschwankungen. Eine vollständige Absicherung ist hier weder möglich noch sinnvoll. Sofern nicht bereits bei Vertragsabschluss entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend durch dazu zuständige Mitarbeiter überwacht.

4. Liquiditätsrisiken

Aufgrund einer soliden Finanzierungsstruktur und den eingeräumten Kreditlinien bei Banken und Lieferanten ist die Zahlungsfähigkeit der Genossenschaft sichergestellt.

5. Ausfallrisiken

Die Gefahr, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen gegenüber der Genossenschaft nicht oder nicht fristgerecht nachkommen und dadurch finanzielle Verluste für die Genossenschaft entstehen, wird durch ein zeitnahes Debitorenmanagement begrenzt.

6. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Aufgrund des implementierten Überwachungssystems werden derartige Risiken nicht gesehen.

7. Gesamtrisiko

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Im Berichtsjahr war die Risikosituation bei der Raiffeisen Warendorf eG beherrschbar und die mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbundenen Risiken waren als nicht bestandsgefährdend einzustufen. Auch für die absehbare Zukunft sind keine Risiken erkennbar, welche den Fortbestand der Genossenschaft gefährden.

D. Prognosebericht

OECD: 2024 geringes Wirtschaftswachstum in Deutschland - dpa - FAZ

Die OECD rechnet in Deutschland für 2024 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,3 %, die niedrigste Rate seit der globalen Finanzkrise mit Ausnahme der Pandemieperiode 2020.
Für 2025 wird mit einem Wachstum von 1,1 % gerechnet.
Die Gesamtinflation ist in den letzten Monaten insbesondere aufgrund des Rückgangs der Energiepreise weiter gesunken, obwohl die Lebensmittel- und Dienstleistungspreise auf einem hohen Niveau verblieben sind. Sie wird für 2024 auf 2,6 % prognostiziert.

Das wirtschaftliche Umfeld der Genossenschaft befindet sich damit weiterhin in einer umfangreichen Veränderungsphase. Im Folgenden haben wir unsere Erwartungen beschrieben, unter der Voraussetzung, dass normale Witterungsbedingungen vorherrschen, keine wesentlichen atypischen Schwankungen auf den Beschaffungsmärkten sowie Lebensmittelskandale von gravierendem Ausmaß auftreten und die Konjunktur sich wieder positiv entwickelt. Eine exakte Prognose bleibt allerdings gleichwohl schwierig, da sich die Preise auf den Weltmärkten für Agrarrohstoffe und Agrarprodukte auch zukünftig durch externe nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln können. Zur Zeit lassen sich die mittel- und langfristigen Auswirkungen aus dem Auftreten der ASP in Deutschland auf unsere Geschäftsbereiche noch nicht klar prognostizieren.

Die Genossenschaft startet verhalten in das Geschäftsjahr 2024. Nachdem sich der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 98,2 Mio. € verringert hat, dürfte sich das Geschäftsvolumen für das kommende Jahr bei rund 97,2 Mio. € belaufen.

Die Genossenschaft strebt ein Jahresergebnis von rd. 300,0 T€ und ein Rohergebnis von rd. 12,0 Mio. € an. Für das Geschäftsjahr 2024 soll unter Berücksichtigung der geplanten Investitionen und bei solider Finanzierung ein Eigenkapital in Höhe von 14,2 Mio. € erreicht werden.

Der Vorstand blickt insgesamt aufgrund der unverändert schwierigen Rahmenbedingungen mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft. Sollte sich das Umfeld ändern oder sollten Risiken - wie beispielsweise im Risikobericht erläutert - eintreten, kann die tatsächliche Entwicklung von den angenommenen Prognosen abweichen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.400.269,89 11.214.933,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 66.237,00 123.118,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.236,00 96.632,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 26.486,00
II. Sachanlagen 9.012.980,07 9.625.986,97
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.864.948,93 6.543.992,93
2. technische Anlagen und Maschinen 1.258.230,00 1.650.601,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.613.112,00 1.406.862,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 276.689,14 24.531,04
III. Finanzanlagen 1.321.052,82 1.465.828,80
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.125.000,00 1.125.000,00
2. Beteiligungen 133.501,00 250.383,00
3. sonstige Ausleihungen 36.091,82 78.335,80
4. Genossenschaftsanteile 26.460,00 12.110,00
B. Umlaufvermögen 12.544.247,60 13.860.180,90
I. Vorräte 4.850.480,28 4.785.553,19
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 36.960,10 32.993,65
2. fertige Erzeugnisse und Waren 4.813.520,18 4.752.559,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.545.946,40 7.370.504,33
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.265.388,85 6.354.311,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.621,29 10.453,53
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 114.091,16
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.163.845,10 1.005.738,94
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.147.820,92 1.704.123,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.371,00 33.144,00
Aktiva 22.963.888,49 25.108.258,67

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.919.207,15 13.502.148,17
I. Geschäftsguthaben 1.962.106,92 1.837.815,69
der verbleibenden Mitglieder 1.934.457,60 1.817.182,78
der ausscheidenden Mitglieder 27.649,32 20.632,91
II. Ergebnisrücklagen 11.681.827,96 11.315.193,26
1. gesetzliche Rücklage 2.567.870,42 2.567.870,42
2. andere Ergebnisrücklagen 9.113.957,54 8.747.322,84
III. Bilanzgewinn 275.272,27 349.139,22
B. Rückstellungen 2.652.575,86 1.677.798,24
1. Steuerrückstellungen 70.834,00 27.866,00
2. sonstige Rückstellungen 2.581.741,86 1.649.932,24
C. Verbindlichkeiten 6.392.105,48 9.898.528,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.561.429,56 3.834.631,56
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.644.455,17 4.115.462,10
3. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,00 1.200.000,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 616.352,77
5. sonstige Verbindlichkeiten 186.220,75 132.081,83
davon aus Steuern 55.282,90 43.222,43
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.840,06 3.736,38
D. Passive latente Steuern 0,00 29.784,00
Passiva 22.963.888,49 25.108.258,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 98.239.346,19 110.205.582,24
2. sonstige betriebliche Erträge 954.114,21 328.056,37
3. Materialaufwand 85.058.858,45 98.548.873,05
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 85.058.858,45 98.548.873,05
4. Personalaufwand 6.002.552,97 5.556.590,65
a) Löhne und Gehälter 4.978.266,72 4.593.149,85
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.024.286,25 963.440,80
davon für Altersversorgung 31.089,78 39.513,56
5. Abschreibungen 1.745.271,72 1.291.501,65
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.745.271,72 1.291.501,65
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.520.919,56 3.873.282,41
7. Erträge aus Beteiligungen 23.994,51 10.984,93
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 96.435,87 94.903,93
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 119.653,00 261.300,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70.932,36 94.288,83
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 402.501,96 379.439,83
12. Ergebnis nach Steuern 393.200,76 634.251,05
13. sonstige Steuern 49.108,49 52.311,83
14. Jahresüberschuss 344.092,27 581.939,22
15. Einstellungen in Ergebnisrücklagen 68.820,00 232.800,00
a) in anderen Ergebnisrücklagen 68.820,00 232.800,00
16. Bilanzgewinn 275.272,27 349.139,22

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Raiffeisen Warendorf eG
Firmensitz laut Registergericht: Warendorf
Registereintrag: Genossenschaftsregister
Registergericht: Münster
Register-Nr.: 412

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Raiffeisen Warendorf eG, Warendorf wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff., §§ 264 ff. und §§ 336 ff. HGB unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Genossenschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Genossenschaft gem. § 336 Abs. 2 in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB auf.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert angewandt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich. In allen Fällen wurde das gemilderte Niederstwertprinzip eingehalten.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anlagegegenstände wurden planmäßig linear bzw. degressiv abgeschrieben. Auperplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Die Anlagenzugänge beweglicher Anlagegüter des Jahres 2023 wurden nach der degressiven Methode abgeschrieben, soweit diese der tatsächlichen Entwertung entsprach. Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 € wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagespiegel erfasst.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte wurden grundsätzlich mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten haben wir zulässigerweise unverändert die Lifo-Methode angewandt. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich. In allen Fällen wurde das strenge Niederstwertprinzip eingehalten.

Des Weiteren bestand unverändert eine pauschale Wertberichtigung gemäß § 253 Abs. 4 HGB a. F. in Höhe von 220,0 T€. Von dem Wahlrecht zur Fortführung des niedrigeren Wertansatzes gem. Art. 67 Abs. 4 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Die Geschäftsguthaben werden zum Nennwert bilanziert.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Es entstanden die üblichen Eigentumsvorbehalte der Warenlieferanten.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagennachweis als Bestandteil des Anhangs.





Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
258.184,01
2.706,84
0,00
0,00
260.890,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert
269.812,13
0,00
0,00
0,00
269.812,13
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
527.996,14
2.706,84
0,00
0,00
530.702,98
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
12.270.575,78
0,00
1.850,92
0,00
12.268.724,86
2. technische Anlagen und Maschinen
12.497.236,82
33.950,67
164.155,11
0,00
12.367.032,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.428.621,54
795.252,21
643.772,76
0,00
5.580.100,99
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
24.531,04
252.158,10
0,00
0,00
276.689,14
Summe Sachanlagen
30.220.965,18
1.081.360,98
809.778,79
0,00
30.492.547,37
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen
1.125.000,00
0,00
0,00
0,00
1.125.000,00
2. Beteiligungen
250.383,00
0,00
0,00
0,00
250.383,00
3. sonstige Ausleihungen
585.639,80
3.694,23
43.167,21
0,00
546.166,82
4. Genossenschaftsanteile
12.110,00
14.350,00
0,00
0,00
26.460,00
Summe Finanzanlagen
1.973.132,80
18.044,23
43.167,21
0,00
1.948.009,82
Summe Anlagevermögen
32.722.094,12
1.102.112,05
852.946,00
0,00
32.971.260,17


kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
161.552,01
33.102,84
0,00
0,00
194.654,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert
243.326,13
26.485,00
0,00
0,00
269.811,13
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
404.878,14
59.587,84
0,00
0,00
464.465,98
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
5.726.582,85
679.042,00
1.848,92
0,00
6.403.775,93
2. technische Anlagen und Maschinen
10.846.635,82
422.902,67
160.736,11
0,00
11.108.802,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.021.759,54
583.739,21
638.509,76
0,00
3.966.988,99
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
20.594.978,21
1.685.683,88
801.094,79
0,00
21.479.567,30
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
2. Beteiligungen
0,00
116.882,00
0,00
0,00
116.882,00
3. sonstige Ausleihungen
507.304,00
2.771,00
0,00
0,00
510.075,00
4. Genossenschaftsanteile
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
507.304,00
119.653,00
0,00
0,00
626.957,00
Summe Anlagevermögen
21.507.160,35
1.864.924,72
801.094,79
0,00
22.570.990,28


Zuschreibung
Geschäftsjahr

EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
66.236,00
96.632,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert
0,00
1,00
26.486,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
66.237,00
123.118,00
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
5.864.948,93
6.543.992,93
2. technische Anlagen und Maschinen
0,00
1.258.230,00
1.650.601,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
1.613.112,00
1.406.862,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
276.689,14
24.531,04
Summe Sachanlagen
0,00
9.012.980,07
9.625.986,97
III. Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
1.125.000,00
1.125.000,00
2. Beteiligungen
0,00
133.501,00
250.383,00
3. sonstige Ausleihungen
0,00
36.091,82
78.335,80
4. Genossenschaftsanteile
0,00
26.460,00
12.110,00
Summe Finanzanlagen
0,00
1.321.052,82
1.465.828,80
Summe Anlagevermögen
0,00
10.400.269,89
11.214.933,77


Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten wurden die Nutzungsdauern neu eingeschätzt und daher auf den niedrigeren, beizulegenden Wert abgeschrieben.

Mitzugehörigkeitsvermerk

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um sonstige Forderungen, die innerhalb eines Jahres fällig sind.

Bei den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Forderungen aus Lieferung und Leistungen.

Entwicklung der Rücklagen


Geschäftsjahr
Vorjahr

T€
T€
gesetzliche Rücklage
2.567,9
2.567,9
davon aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres
0,0
0,0
andere Ergebnisrücklagen
9.114,0
8.747,3
davon aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres
68,8
232,8
davon aus Jahresüberschuss des Vorjahres
297,8
508,8


Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungs- arten enthalten.


Geschäftsjahr
Vorjahr

T€
T€
Personalverpflichtungen
428,1
393,1
Warenrückvergütung
122,5
129,9
Archivierung
136,9
124,9
Instandhaltungen
143,6
120,3
Prüfungs-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten
63,6
60,5
Rückbauverpflichtung
703,5
715,1
Rückforderungen
857,5
0,0
Kontraktrückstellungen
33,4
55,0


Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit entsprechenden Restlaufzeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit
bis ein Jahr
über ein Jahr
davon über fünf Jahre
2023
2022
2023
2022
2023
2022
T€
T€
T€
T€
T€
T€
gegenüber Kreditinstituten
437,3
1.306,0
2.124,1
2.528,6
1.037,1
1.353,4
aus Lieferungen und Leistungen
3.644,5
4.115,5




ggü. Beteiligungsunternehmen
0,0
616,4




aus Wechseln
0,0
1.200,0




sonstige Verbindlichkeiten
186,2
132,1




Summe
4.268,0
7.369,9
2.124,1
2.528,6
1.037,1
1.353,4



Von den Verbindlichkeiten wurden durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:


Grundpfandrechte
Sicherheitsübereignungen
Gesamt
Verbindlichkeiten
T€
T€
T€
- gegenüber Kreditinstituten
1.957,8
541,6
2.499,4



Daneben bestanden für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Aus den unterschiedlichen Ansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz resultieren im Vorjahr im Saldo passive latente Steuern, die auf nachfolgende Differenzen beruhen:


2023
2022

T€
T€
Anlagevermögen
544,5
502,4
Vorräte
220,0
220,0
Rückstellungen
387,3
258,5
EWB/Sonstige Ausleihungen
679,5
761,1
Beteiligungen
116,9
0,0
Latente Steuern
29,8
36,7
Summe aktive Latenzen
1.978,0
1.778,7
Anlagevermögen
-1.432,2
-1.875,7
Summe passive Latenzen
-1.432,2
-1.875,7
Gesamtergebnis passive Latenzen
545,8
-97,0
Bewertung mit Steuersätzen in % von
30,7
30,7
Passive latente Steuern in T€
0,0
-29,8


Im Geschäftsjahr 2023 ergeben sich per Saldo aktive latente Steuern. Auf die Aktivierung wurde unter Berücksichtigung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB verzichtet.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Die Genossenschaft hat für das verbundene Unternehmen Raiffeisen IMMO GmbH gegenüber der Volksbank im Münsterland eG eine gesamtschuldnerische Bürgschaft für gewährte Darlehen abgegeben. Die Darlehen valutieren zum 31. Dezember 2023 mit 8.866,8 T€ (Vorjahr: 3.600,0 T€).

Auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit sowie der Prognose der künftigen Entwicklung wird unter Berücksichtigung der Erkenntnisse am Bilanzstichtag nicht mit der Inanspruchnahme aus den gewährten Sicherheiten gerechnet.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 291,3 T€ p.a. sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:


T€

p.a.
Leasinggebühren
50,2
Miet- und Erbbaurechtsverpflichtungen
44,2
Lizenzgebühren
196,9

291,3


Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:


Geschäftsjahr
Vorjahr
Tätigkeitsbereich
Umsatz
Umsatz

T€
T€
Landwirtschaftliches Warengeschäft
41.961,8
48.055,3
Brenn- und Treibstoffgeschäft
50.860,7
55.880,0
Einzelhandel
4.312,5
4.554,3
Sonstige Erlöse
1.236,5
1.845,9
Warenrückvergütung
-132,3
-129,9
Gesamt
98.239,2
110.205,6


Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen


Geschäftsjahr
Vorjahr

T€
T€
- aus der Veräußerung von Anlagevermögen
82,1
66,3
- aus der Auflösung von Rückstellungen
33,1
55,9
- Forderungsbewertung
66,8
49,0
Periodenfremde Erträge
181,9
171,2
davon außergewöhnlich
0,0
0,0
- aus Forderungsbewertung
184,3
102,7
- aus der Veräußerung von Anlagevermögen
4,4
0,0
- aus Schadensfällen
219,7
3,3
Periodenfremde Aufwendungen
408,5
106,0
davon außergewöhnlich
0,0
0,0


Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen
Zahl
Arbeiter
52
Angestellte
73
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit
125
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter
101
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter
24


Die Genossenschaft hat während des Geschäftsjahres durchschnittlich 5 Auszubildene zum bzw. zur Kaufmann/- frau im Groß- und Außenhandel und Einzelhandel beschäftigt.

Zahlen der Genossenschaftsmitglieder

Die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder hat sich während des Geschäftsjahres wie folgt verändert:

Genossenschaftsmitglieder
Zahl
Mitglieder zu Beginn des Geschäftsjahres
670
Während des Geschäftsjahres eingetretene Mitglieder
17
Während des Geschäftsjahres ausgeschiedene Mitglieder
21
Mitglieder am Ende des Geschäftsjahres
666



Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Heinz-Theo Stauvermann
(Vorsitzender)
Landwirt
Matthias Middrup

Landwirt
Martin Povel

Landwirt
Jürgen Horstmann

Landwirt
Reinhold Schmidt

hauptamtlicher Vorstand


Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Dr. Gregor Schulze-Wilbrenning
(Vorsitzender)
Landwirt
Lukas Kessmann

Landwirt
Markus Heimann

Landwirt
Markus Overhues

Landwirt
Hermann-Josef Tacke

Landwirt
Wilhelm Freye

Landwirt
Mathias Afhüppe

Landwirt
André Holtrup

Landwirt
Dirk Hunkemöller

Landwirt


Forderungen gegen Mitglieder des Vorstands oder Aufsichtsrats

Der Genossenschaft stehen gegen Mitglieder des Vorstands oder Aufsichtsrats folgende Forderungen zu.

Forderungen
Betrag

T€
gegen Mitglieder des Vorstands
39,8
gegen Mitglieder des Aufsichtsrats
75,7


Angaben zum Geschäftsguthaben und den Haftsummen der Mitglieder

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 117,3 T€ erhöht.

Eine Nachschusspflicht (Haftsumme) für die Mitglieder besteht nicht.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz
Anteilshöhe
Jahresergebnis
Eigenkapital


T€
T€
Raiffeisen IMMO GmbH
100 %
-18,5
1.095,9


Angaben zum zuständigen Prüfungsverband

Zuständiger Prüfungsverband der Genossenschaft ist:

Raiffeisenverband Westfalen Lippe e.V.
Martin-Luther-King-Weg 8, 48155 Münster

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 344.092,27 € nach Berücksichtigung der Vorwegzuweisung in die anderen Ergebnisrücklagen in Höhe von 68.820,00 € wie folgt zu verwenden:

Dividende 3,0 %: 54.508,18 €

Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen: 220.764,09 €

Bericht des Aufsichtsrats


Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

 

Warendorf, den 24.04.2024

gez. Dr. Gregor Schulze Willbrenning (Aufsichtsratsvorsitzender)

sonstige Berichtsbestandteile

Der Vorstand

 

Warendorf, den 24.04.2024


Raiffeisen Warendorf eG

gez. Heinz-Theo Stauvermann (Vorsitzender)

gez. Matthias Middrup

gez. Martin Povel

gez. Jürgen Horstmann

gez. Reinhold Schmidt (hauptamtlicher Vorstand)

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


An die Raiffeisen Warendorf eG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisen Warendorf eG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Raiffeisen Warendorf eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, den 24. April 2024


Raiffeisenverband Westfalen-Lippe e.V.

gez. Steffi Große Breuing (Wirtschaftsprüferin)

gez. Frank Niemer (Wirtschaftsprüfer)

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