Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 24453
Eingetragen
23.7.2008
Branche
Einzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und GenussmittelnGroßhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Gegenstand
Der Handel mit Lebensmitteln, Getränken sowie mit Gebrauchsgegenständen des Non-Food-Bereichs, insbesondere Geschenkartikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hermann Völker
seit 23.7.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
55.00%
45.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

HV Völker Holding GmbH
Germany
13.750 €
55.00%
Alexander Völker GmbH
Germany
11.250 €
45.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Monolith Ost GmbH

Roth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

der Monolith Ost Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Roth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Laut Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (DE-STATIS) vom 13. Januar 2023 konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 trotz der nach wie vor schwierigen Bedingungen insgesamt gut behaupten.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2022 um 1,9 % (VJ +2,6 %) gestiegen. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, wie beispielsweise der extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie.

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Im Einzelhandel mit Lebensmitteln sank der Umsatz im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr real um 4,6 %. Dies war der höchste Umsatzrückgang im Vorjahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Dazu könnte neben den hohen Preissteigerungen für Lebensmittel und der damit einhergehenden Zurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher auch der Wegfall der Corona-Beschränkungen in der Gastronomie geführt haben.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland.

In den ersten beiden Quartalen 2023 musste die deutsche Wirtschaft einen Rückgang des realen BIP um 0,1 Prozent erzielen. In beiden Quartalen war das Wachstum deutlich schwächer als zuvor erwartet. Die Reallohnverluste belasteten den privaten Konsum in der ersten Jahreshälfte 2023 weiter. Zusätzlich führte die schwache Dynamik der Auslandsnachfrage zu gedämpften Exporten. Die Wirtschaft wird in Deutschland im Jahr 2023 nun voraussichtlich um 0,4 Prozent schrumpfen.

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Monolith Ost GmbH, Roth, ist ein Großhandelsunternehmen, spezialisiert auf den Vertrieb von osteuropäischen Lebensmittelprodukten.

Die Waren werden innerhalb der "Monolith Gruppe" bezogen, teilweise aber auch importiert aus den Staaten der GUS, Osteuropa und aus EU-Ländern. Das Sortiment umfasst mittlerweile rund 5.000 Produkte.

Hauptabnehmer sind die Handelspartner wie die Lebensmittel-Einzelhandelsgeschäfte "Mix-Märkte", von denen zurzeit 180 Märkte deutschlandweit existieren und ca. 173 im EU-Ausland, und weitere Einzelhändler in Deutschland und Europa.

1.2 Geschäftsverlauf und Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022/2023 erreichte die Monolith Ost GmbH, Roth, Netto-Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 73.886. Das bedeutet einen Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr von TEUR 15.150 oder prozentual ausgedrückt von 25,8 %, der vornehmlich durch Anpassung unserer Preise erzielt wurde. Damit wurden unsere Erwartungen im Prognosebericht des Vorjahres erfüllt.

Wir sind im Großhandel mit ausländischen Lebensmitteln im südöstlichen deutschen Raum tätig. Die Lebensmittelkette unter dem Namen "Mix Markt" wird mit 67 % ihres Warenbedarfs von der Monolith Ost GmbH, Roth, beliefert. Der Ausbau dieser Lebensmittelkette entwickelte sich sehr positiv, da insbesondere das Qualitäts- und Preisbewusstsein der Kunden akzeptiert wird und sich diese Haltung in steigenden Umsätzen, insbesondere der Märkte, niederschlägt.

Durch weitere Optimierungen im Verkaufssortiment konnten wir den Absatz unserer Produkte bei den bestehenden Märkten im Belieferungsraum ausbauen und in Österreich und Tschechien das Neukundengeschäft weiter antreiben. Unsere Positionierung im Markt und unsere Produktinnovation bestätigen unsere Geschäftspolitik.

Im Verhältnis zum Umsatz bleibt die Rohertragsquote wie im Vorjahr bei 17,6 %. Bereits funktionierende Abläufe aus dem Vorjahr wurden übernommen, wodurch es trotz des starken Umsatzwachstums zu keinen besonders großen Schwankungen in der Rohertragsquote gekommen ist.

Die Personalkosten sind mit 5,6 % (Vorjahr 5,9 %) vom Umsatz verhältnismäßig etwas gefallen. Dies hat mit dem stark wachsenden Umsatz in diesem Jahr zu tun. In Summe sind die Personalkosten um TEUR 638 dem Arbeitsaufwand angepasst worden.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 67 erhöht. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden neben Investitionen in den Fuhrpark zusätzliche Neuinvestitionen in die Erweiterung der IT-Infrastruktur getätigt.

Der Aufwandssaldo aus anderen betrieblichen Erträgen abzgl. anderer betrieblicher Aufwendungen ist um TEUR 1.443 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf weitere Vertriebs-und Strukturanpassungen sowie angestiegene Logistikkosten zurückzuführen.

Trotz der gestiegenen Aufwendungen befindet sich das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2022/2023 dank des starken Umsatzwachstumes über dem Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 766 (Vorjahr TEUR 206).

Im Geschäftsjahr 2022/2023 beträgt das neutrale Ergebnis TEUR -59 (Vorjahr TEUR 5). Dies lässt sich auf Wertberichtigungen zurückführen, die zum Vorjahresvergleich um TEUR 55 gestiegen sind.

Der Jahresüberschuss ist vom Vorjahr mit TEUR 164 auf TEUR 532 in diesem Geschäftsjahr gestiegen.

1.3 Beschaffung

Durch die Zugehörigkeit der Monolith Ost GmbH, Roth, zum Verbund der Monolith Unternehmensgruppe, konnten aufgrund der größeren Einkaufsvolumina weiterhin bessere Einkaufskonditionen erzielt werden. Nur bei bestimmten Warengruppen mussten die Konditionen anhand von Lieferengpässen, zum Nachteil angepasst werden.

1.4 Personal

Im Jahresdurchschnitt wurden 91 Arbeitnehmer beschäftigt.

1.5 Anlageninvestitionen

Die Neuinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in den Sachanlagebereich betrugen im Geschäftsjahr TEUR 644 und lagen damit deutlich unter dem Vorjahreswert. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden im Wesentlichen zusätzliche Investitionen in den Fuhrpark getätigt.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 787 auf TEUR 13.238 erhöht. Dies resultiert hauptsächlich durch den umsatzbedingten Anstieg von Vorräten und Waren. Das Anlagevermögen veränderte sich von TEUR 2.578 auf TEUR 2.723 und das Umlaufvermögen erhöhte sich von TEUR 9.822 auf TEUR 10.461.

Das Eigenkapital stieg von TEUR 4.618 auf TEUR 5.150. Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss 2022/2023.

Die Rückstellungen sind um TEUR 100 gestiegen. Diese sind größtenteils auf höhere sonstige Rückstellungen zurückzuführen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 5.270 um TEUR 693 zum Vorjahr durch den Anstieg des Geschäftsvolumens leicht gestiegen.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist weiterhin stabil, das Unternehmen verfügt über die Liquiditätsreserven. Der Geldmittelbestand beträgt TEUR 861.

Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Vorjahr um 39 % gefallen und bestehen somit noch in Höhe von TEUR 1.198. Der vorhandene Geldbestand lässt in Zukunft keine Liquiditätsengpässe erwarten, so dass auch weiterhin alle vorteilhaften Konditionen bei den Verhandlungen mit Lieferanten ausgenutzt werden können.

Unsere Kapitalstruktur ist als positiv zu beurteilen, da die Eigenkapitalquote mit 38,9 % im üblichen Branchendurchschnitt liegt.

3. Risikobericht

Die Ziele und Methoden des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten sind auf eine strikte Risikobegrenzung ausgerichtet.

Risiken, die die Geschäftsentwicklung mittelfristig beeinflussen könnten, werden vor allem im unverändert harten Preiswettbewerb gesehen.

Insgesamt sieht die Gesellschaft auf Grund des derzeitigen Stands der liquiden Mittel kein Liquiditätsrisiko für das Geschäftsjahr 2023/2024.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück, mit denen wir bereits langfristige Lieferverträge haben bzw. suchen laufend neue Lieferanten, die unseren Qualitätsstandards entsprechen und das erforderliche Volumen liefern können.

4. Prognosebericht

Trotz der globalen politischen Lage und der damit einhergehenden Schwierigkeiten sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Die Marktposition betrachten wir als gefestigt. Der Ausbau der Mix-Märkte geht weiter voran. Aufgrund von Standortanalysen werden weitere Märkte eröffnet, die ihre Waren fast ausschließlich bei der Monolith Ost GmbH, Roth, einkaufen. Einzelne Einzelhändler, welche Waren der Monolith Ost GmbH, Roth, beziehen, werden durch den demografischen Wandel zukünftig wegfallen oder aufgekauft werden. Um mögliche Absatzverluste zu dämpfen, wird intensiv in das Erschließen neuer Auslandsmärkte und dem deutschen Lebensmitteleinzelhandel (u.a. Rewe-Märkten und Edeka-Märkten) investiert. Großes Wachstumspotenzial ist vor allem in Polen und Österreich zu sehen. Hier ist der Markt für die Produkte der Monolith Gruppe noch nicht gesättigt.

Durch die ständige Verbesserung der Zusammenarbeit mit dem Kundenstamm, die Verbesserung der Logistik und die innovative Weiterentwicklung des Warensortiments sieht die Gesellschaft gute Chancen, ihre eigene Wettbewerbsposition in dem schwierigen Markt-umfeld zu behaupten. Auch werden alternative Softwareprogramme im Unternehmen eingeführt, welche viele Prozesse vereinfachen und verbessern sollen. Zukünftig soll das komplette Warenwirtschaftssystem erneuert werden, hierfür sind Investitionen für mehrere Jahre eingeplant.

Im laufenden Geschäftsjahr ist es aufgrund der Ursachen des anhaltenden Krieges und der hohen Inflation weiterhin schwer, Prognosen für den deutschen Arbeitsmarkt zu treffen. Es lässt sich aus den ersten Erfahrungen sagen, dass das Konsumverhalten im Lebensmittelhandel weiterhin im Wandel ist. Dennoch wird auch im laufenden Geschäftsjahr ein Wachstum erwartet.

Kostentechnisch erwartet die Monolith Ost GmbH, Roth, für das nächste Geschäftsjahr neuen Investitionen in technischen Fortschritt und der Marktdurchdringung im Ausland. Ansonsten sind Investitionen in weitere Lagerflächen und neue Vorräte, welche vor allem aus Lebensmittel mit sehr kurzer Haltbarkeit als Kostenveränderungen geplant. Zusätzlich sind die Kühlflächen im bestehenden Lager zu vergrößern. Hierfür werden neue Kühltechnik und ein neues Kühlhaus angeschafft.

Die Jahresumsatzplanung 2023/2024 liegt rund 6 % über dem Berichtsjahr. Die Rohertragsquote wird über dem Vorjahresniveau erwartet.

Das Betriebsergebnis wird sich zum Vorjahr voraussichtlich auf deutlich höherem Level befinden, da die Gesamtkosten bei steigendem Rohertrag auf dem Vorjahresniveau bleiben.

 

Roth, 14.11.2023

Monolith Ost GmbH

gez. Hermann Völker, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.723.236,33 2.578.266,73
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.676,00 0,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 13.676,00 0,00
II. Sachanlagen 2.295.145,60 2.163.854,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.558,00 85.875,00
2. technische Anlagen und Maschinen 546.384,00 591.613,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.661.466,00 1.486.366,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.737,60 0,00
III. Finanzanlagen 414.414,73 414.412,73
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 414.414,73 414.412,73
B. Umlaufvermögen 10.460.569,69 9.821.808,74
I. Vorräte 4.408.882,54 3.667.095,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.191.165,47 5.019.786,71
1. Forderungen gegen Gesellschafter 15.551,34 23.397,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 149.680,74 406.684,32
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 860.521,68 1.134.926,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.014,46 50.550,29
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.237.820,48 12.450.625,76

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.149.973,95 4.618.011,67
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 815.114,67 815.114,67
III. Gewinnvortrag 3.777.897,00 3.613.818,07
IV. Jahresüberschuss 531.962,28 164.078,93
B. Rückstellungen 891.212,00 790.608,00
C. Verbindlichkeiten 7.196.634,53 7.042.006,09
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.198.140,07 1.962.741,09
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 315.597,32 103.669,19
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.237.820,48 12.450.625,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.165.454,61 10.552.529,06
2. Personalaufwand 4.119.395,98 3.481.369,85
a) Löhne und Gehälter 3.462.313,31 2.904.806,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 657.082,67 576.563,08
davon für Altersversorgung 17.667,46 17.667,46
3. Abschreibungen 444.928,84 378.421,40
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 444.928,84 378.421,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.880.483,14 6.466.814,74
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 7.820,73 2.259,98
5. Erträge aus Beteiligungen 50.000,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.511,02 17.603,18
davon aus verbundenen Unternehmen 4.363,86 4.591,35
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.400,41 29.536,35
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 202.749,72 35.192,47
9. sonstige Steuern 14.045,26 14.718,50
Jahresüberschuss 531.962,28 164.078,93

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Monolith Ost GmbH, Roth

A. Allgemeine Angaben

Die Monolith Ost GmbH mit Sitz in Roth ist im Handelsregister beim Amtsgericht Nürnberg unter der Nummer HRB 24453 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zugänge mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Bei den Waren erfolgt die Bewertung mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen.

Soweit Forderungen unverzinslich sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr besitzen, erfolgt der Ansatz mit dem Barwert. Die Abzinsung erfolgt mit einem frist- und risikoadäquaten Zinssatz.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Haftungsverhältnisse berücksichtigen die Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Haftungsverhältnisse sind mit dem Betrag vermerkt, mit dem die Gesellschaft nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag haftet. Bestehende Rückgriffsforderungen werden nicht abgezogen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB an folgenden Unternehmen:

Nominalkapital in Landeswährung Anteil am Kapital
%
Monolith Austria GmbH, Salzburg/Österreich 35.000,00 100
Monolith Czech s.r.o., Prag/Tschechien CZK 200.000,00 100
Monolith Service s.r.o., Prag/Tschechien CZK 200.000,00 55
Monolith MNE d.o.o., Budva/Montenegro 1 85
Monolith MNE Service d.o.o., Budva/Montenegro 100.000,00 100
Monolith MNE Distribution d.o.o., Budva/Montenegro 1 100
Monolith MNE Import d.o.o., Budva/Montenegro 1 100
Monolith MO S.R.L., Chisinau/Moldawien LEU 1.000,00 100
Eigenkapital
T€
Ergebnis des Geschäftsjahres
T€
Monolith Austria GmbH, Salzburg/Österreich 237 *) 49 *)
Monolith Czech s.r.o., Prag/Tschechien 165 *) 63 *)
Monolith Service s.r.o., Prag/Tschechien 287 *) 158 *)
Monolith MNE d.o.o., Budva/Montenegro 92 **) 63 **)
Monolith MNE Service d.o.o., Budva/Montenegro 250 **) 152 **)
Monolith MNE Distribution d.o.o., Budva/Montenegro -1 **) -1 **)
Monolith MNE Import d.o.o., Budva/Montenegro -3 **) -3 **)
Monolith MO S.R.L., Chisinau/Moldawien 80 **) 34 **)

*) Werte des Jahresabschlusses zum 30.06.2023

**) Werte des Jahresabschlusses zum 31.12.2022

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit
Stand 30.06.2023
T€
Stand 30.06.2022
T€
größer 1 Jahr 30.06.2023
T€
größer 1 Jahr 30.06.2022
T€
Forderungen gegen Gesellschafter 16 23 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 150 407 0 116
übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.026 4.590 338 317
5.192 5.020 338 433

4. Verbindlichkeiten

Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist in einem gesonderten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

5. Haftungsverhältnisse

30.06.2023
T€
30.06.2022
T€
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 762 312

Die Inanspruchnahme der angegebenen Haftungsverhältnisse aus der Begebung von Bürgschaften wird aufgrund der positiven Bonität der Schuldner als gering erachtet.

6. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

30.06.2023
T€
30.06.2022
T€
Verpflichtungen aus Miet-/Pacht- und Leasingverträgen 2.555 3.325
davon fällig innerhalb eines Jahres 469 883

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für das Berichtsjahr und das Vorjahr waren Pflichtangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung nicht vorzunehmen.

E. Nachtragsbericht

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine ab Februar 2022 sind noch nicht final abschätzbar. Wir gehen jedoch u.a. durch Erfahrungen des abgelaufenen Geschäftsjahres nicht davon aus, dass der Krieg und dessen Auswirkungen wesentlichen Einfluss auf Umsatz, Rohertrag und Ergebnis haben wird. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit sowie die Liquidität ist auch unter diesen Rahmenbedingungen sichergestellt.

F. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Jahresdurchschnitt
2022/2023 2021/2022
gewerbliche Arbeitnehmer 63 63
Angestellte 28 24
91 87

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

Herr Hermann Völker, Kaufmann, Fürth

3. Vorschlag für die Ergenisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Roth, 14.11.2023

gez. Hermann Völker

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Stand 01.07.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 13.908,75 0,00 13.908,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.552,38 0,00 0,00 138.552,38
2. technische Anlagen und Maschinen 1.325.663,22 19.492,58 0,00 1.345.155,80
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.491.881,99 597.900,51 120.998,35 2.968.784,15
4. geleistete Anzahlungen 0,00 12.737,60 0,00 12.737,60
0,00 (U)
3.956.097,59 630.130,69 120.998,35 4.465.229,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 766.902,58 2,00 0,00 766.904,58
0,00 (U)
Gesamt 4.723.000,17 644.041,44 120.998,35 5.246.043,26
Abschreibungen Stand 01.07.2022
Zugänge
Abgänge
Zuschreibungen
Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 232,75 0,00 0,00 232,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.677,38 11.317,00 0,00 0,00 63.994,38
2. technische Anlagen und Maschinen 734.050,22 64.721,58 0,00 0,00 798.771,80
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.515,99 368.657,51 66.855,35 0,00 1.307.318,15
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.792.243,59 444.696,09 66.855,35 0,00 2.170.084,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 352.489,85 0,00 0,00 0,00 352.489,85
Gesamt 2.144.733,44 444.928,84 66.855,35 0,00 2.522.806,93
Restbuchwert Stand 30.06.2023
Stand 30.06.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.676,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.558,00 85.875,00
2. technische Anlagen und Maschinen 546.384,00 591.613,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.661.466,00 1.486.366,00
4. geleistete Anzahlungen 12.737,60 0,00
2.295.145,60 2.163.854,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 414.414,73 414.412,73
Gesamt 2.723.236,33 2.578.266,73
Aufgliederung der Verbindlichkeiten Gesamt
30.06.2023
T€
30.06.2022
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.198 1.963
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 316 104
3. übrige Verbindlichkeiten 5.683 4.976
Gesamt 7.197 7.043
Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
30.06.2023
T€
30.06.2022
T€
30.06.2023
T€
30.06.2022
T€
30.06.2023
T€
30.06.2022
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 472 883 726 1.079 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 316 104 0 0 0 0
3. übrige Verbindlichkeiten 5.683 4.930 0 46 0 0
Gesamt 6.471 5.917 726 1.125 0 0
Gesicherte Beträge 30.06.2023
T€
30.06.2022
T€
Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 450 587 Sicherungsübereignungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 ./.
3. übrige Verbindlichkeiten 54 99 Sicherungsübereignungen
Gesamt 504 686

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem nachfolgenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach §§ 326 f. HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Monolith Ost GmbH, Roth

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Monolith Ost GmbH, Roth, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Monolith Ost GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko,dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• Gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• Beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• Ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 14.11.2023

BW PARTNER Bauer Schätz Hasenclever Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ralph Stange, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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