Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Menlo Systems GmbH
Bunsenstraße 5, 82152 Planegg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrike Wien seit 6.5.2022 | Prokura |
Michael Dr. Mei seit 8.3.2016 | Vertreter |
Ida Zsuzsanna Dr. Kozma seit 8.3.2016 | Prokura |
Ronald Dr. Holzwarth seit 8.3.2016 | Vertreter |
Marc Dr. Fischer seit 20.4.2005 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
A*** C**** | 24.70% |
T****** H***** | 20.24% |
| 20.24% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Menlo Systems GmbHPlanegg-MartinsriedJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen der GesellschaftDie Menlo Systems GmbH zählt zu den Marktführern in der hochpräzisen Messtechnik mit modernster Lasertechnologie. Das in Martinsried bei München angesiedelte Unternehmen ist bekannt für die nobelpreisgekrönte Frequenzkammtechnologie. Mit Hauptsitz in Deutschland, Tochtergesellschaften in den USA, Japan und China und einem weltweiten Netzwerk von Partnern ist Menlo Systems eng vernetzt mit Kunden aus der Forschung und Industrie. Die Schwerpunkte der Produkte liegen auf optischen Frequenzkämmen, ultrastabilen Lasern, Zeit- und Frequenzverteilungssystemen, Terahertzsystemen, ultraschnellen Lasern und entsprechenden Regelelektroniken. Neben Serienprodukten entwickelt und fertigt Menlo Systems kundenspezifische Einzellösungen. Komplettsysteme für Anwendungen in der Quantentechnologie vereinen Menlo Systems Kernkompetenzen und stellen eine der Schlüsseltechnologien für die Quantenrevolution 2.0 dar. Mit unserer Basistechnologie der optischen Frequenzkämme stellen wir unseren Kunden ein einzigartiges Messinstrument zur Verfügung, das die Vermessung und Stabilisierung von Lasersystemen mit höchster Genauigkeit erlaubt. Die Technologie wurde 2005 mit dem Nobelpreis für Physik an Prof. Hänsch, einen der Gründer der Menlo Systems, ausgezeichnet[1]. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der BrancheEntwicklung der Gesamtwirtschaft Im Gegensatz zu den Jahren 2020 bis 2022 waren im Geschäftsjahr 2023 nur noch vereinzelt Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie spürbar. Allerdings sind mit dem Krieg in der Ukraine und den Terrorangriffen auf Israel neue Krisenereignisse dazugekommen. Die damit verbundenen aktuellen und zukünftigen globalen Verwerfungen sind gewaltig und auch in ihrem vollem Umfang für uns nicht einzuschätzen. Der unmittelbare wirtschaftliche Einfluss auf Menlo Systems in 2023 war allerdings überschaubar: Russland und die Ukraine sind weder starke Absatzmärkte noch sind wir auf direkte Zulieferer in den beiden Ländern angewiesen. Entsprechend waren wir nur in Einzelfällen betroffen. Diese hatten keine signifikanten Auswirkungen auf das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Terroranschläge in Israel und deren Auswirkungen hatten keinen direkten Einfluss auf das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Einfluss in den kommenden Jahren bleibt abzuwarten. Wir gehen aktuell davon aus, dass der Absatzmarkt Israel für uns stabil bleibt. Ohnehin zählt Israel für uns nicht zu den wichtigsten Märkten; ebenso beziehen wir keine relevanten Waren aus Israel oder den Ländern des Nahen Ostens. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 gemäß den Veröffentlichungen des Statista Research Departments um 0,3% niedriger als im Vorjahr (2022: +1,9%)[2]. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 geringer als erwartet aus; im Jahr 2023 kam es sogar zu einer Rezession. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit im hinteren Mittelfeld: Für die EU betrug die Abnahme des realen BIP im dritten Quartal 2023 -0,1% gegenüber dem Vorjahresquartal (2022: +2,5%)[3]. Für die US-Wirtschaft wird ein Wert für das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes von +3,1% vorhergesagt[4]. Die Weltwirtschaft erwartet einen Anstieg des globalen BIPs von 100,1 Billionen US Dollar im Jahre 2022 auf 104,5 Billionen US Dollar in 2023 (+4,3%)[5]. Entwicklung der Branche Unverändert gilt, dass sich die Photonik-Branche dynamisch weiterentwickelt und weiterhin neue Anwendungsfelder erschließt. Für Menlo Systems bedeutet dies entsprechend, dass in den letzten Jahren zusätzlich zu den etablierten Anwendungen neue Anwendungsfelder entstanden sind und weiterhin entstehen werden. Nach unserer Auffassung ist diese positive Entwicklung für alle wichtigen Produktfamilien der Menlo Systems zutreffend: Für die optischen Frequenzkämme und die damit eng verwandten Zeit- und Frequenzverteilungssysteme, für die ultrastabilen Laser, für die Lösungen rund um die Terahertzsysteme und für die Kurzpulslaser beobachten wir viele neue Anwendungsfelder, die sich die letzten Jahre ergeben haben und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Bestätigt sehen wir uns in dieser Aussage durch die Höhe der Auftragseingänge, die in 2023 erneut ein neues Allzeithoch erreichten und gegenüber dem Vorjahr deutlich im zweistelligen Prozentbereich zugelegt haben. Zu den Anwendungsfeldern unserer Technologien gehören sowohl hochempfindliche optische Messmethoden, bei denen optische Frequenzkämme als hochempfindliche Messmittel zum Einsatz kommen, als auch Anwendungen aus den Bereichen der Terahertz-Messtechnik und der Bearbeitung von Werkstoffen mittels Ultrakurzpulslasern. Darüber hinaus bedienen wir Anwendungen aus Industrie, Wissenschaft und Medizin, die unsere kompakten Laser und Systeme für Anwendungen in Bildgebung und Diagnose einsetzen. Mit dem Bereich "Quanten 2.0" hat sich die letzten Jahre ein neues Marktsegment etabliert, das sowohl die Photonik-Branche als auch angrenzende Branchen positiv beeinflusst. In "Quanten 2.0" liegt der Fokus auf der gezielten Kontrolle über einzelne Atome oder Photonen, um z.B. im Bereich der Kommunikation und auf dem Gebiet der Quantencomputer neue Anwendungen zu ermöglichen. Hier sind weltweit sowohl Start-ups als auch etablierte Firmen dabei, sich entsprechend zu positionieren. Für Menlo Systems haben sich entsprechend neue Geschäftsfelder ergeben, die in den Jahren 2022 und 2023 positiv zum Ergebnis beigetragen haben und von denen wir erwarten, dass dies auch in den kommenden Jahren so sein wird. Für die wichtigsten Marktsegmente von Menlo Systems werden in diversen Marktanalysen jährliche Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich für die nächsten fünf Jahre vorhergesagt[6]. Geschäftsverlauf der Menlo Systems GmbHEs gelang uns ohne Unterbrechungen, unsere Endprodukte auszuliefern und zu installieren. Hierbei wurden in 2023 wie bereits in den Vorjahren Installationen und Schulungen auch via Remote-Zugriff durchgeführt. Die eingesetzten Methoden haben sich als erfolgreich erwiesen und werden auch in Zukunft beibehalten, ergänzt durch Vor-Ort-Besuche und damit verbundene Installationen. Nichtsdestotrotz beeinträchtigen die Engpässe auf dem Weltmarkt, insbesondere auf dem Halbleitermarkt, auch unsere Planungen und unser Vorgehen. So haben wir in 2021 eine Task Force eingeführt und in 2022 und 2023 beibehalten, die sich um die Verfügbarkeit der Bauteile kümmert und wenn erforderlich, entsprechende Designänderungen in den Layouts der Platinen einplant, sollten einzelne Artikel aktuell nicht mehr erhältlich sein. Auch die Lieferzeiten der Zulieferer in diesem Bereich haben sich deutlich verlängert, so dass ein längerfristig ausgelegter Planungshorizont etabliert und umgesetzt wurde. Kurz gesagt: Wir haben uns der Lage angepasst und gelernt, damit auch in schwierigem Umfeld erfolgreich zu sein. Wie der Krieg in der Ukraine weiter verläuft, ist für uns schwer abschätzbar. Er bringt auf jeden Fall großes persönliches und wirtschaftliches Leid für weite Teile der Bevölkerung der Ukraine und auch für die Bevölkerung von Russland. Die momentane direkte wirtschaftliche Auswirkung auf Menlo Systems ist kalkulierbar. Neben den höheren Preisen für Energie sind die Preise für Zukaufteile für uns ebenfalls gestiegen. Entsprechend haben wir Preisanpassungen für unsere Produkte durchgeführt. Ebenso schwer abzuschätzen ist der weitere Verlauf der Lage im Nahen Osten. Nach wie vor machen wir einzelne Geschäfte mit Israel und sind zuversichtlich, dass wir diese in 2024 und Folgejahren entsprechend weiterführen können. Sofern notwendig, werden wir Szenarien mit unseren Kunden und unseren Lieferanten in den entsprechenden Krisengebieten erarbeiten, je nach aktueller Kenntnis der Lage. Zusammenfassend: Auch angesichts der aktuellen Lage sehen wir für Menlo Systems keine bestandsgefährdenden Risiken. Gesamtentwicklung Ein wichtiger Kundenstamm sind Wissenschaftler und Forscher aus Universitäten und Forschungseinrichtungen. Darüber hinaus bilden die nationalen Eich- und Messinstitute in den jeweiligen Ländern weitere wichtige Kundensegmente für uns. Beide Gruppen befassen sich überwiegend mit Aufgaben und Anwendungen rund um die Messtechnik mittels optischer Methoden. Neben diesen Anwendungen aus Forschung und Wissenschaft sind Industrieanwendungen für sämtliche unserer Produktfamilien über die letzten Jahre zunehmend wichtiger geworden. Das Interesse aus der Industrie an unseren Produkten hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt. Über die letzten Jahre haben wir mit potenziell wichtigen Industriekunden mittel- und langfristig angelegte Geschäftsbeziehungen aufgebaut, die in den kommenden Jahren zur Umsatzsteigerung beitragen werden. Auch Anwendungen im Weltraum werden die nächsten Jahre an Bedeutung gewinnen. Insgesamt gesehen konnten wir uns mit unserem Produktportfolio auch in 2023 sehr gut im Wettbewerbsumfeld behaupten. Auch in 2023 haben wir die drei Tochtergesellschaften aus unserem Hauptsitz unterstützt und gestärkt. Unser etabliertes Modell der Tochtergesellschaften, Sales und Service für unsere Produkte in dem jeweiligen Land und in den jeweiligen lokalen Märkten zu verantworten, planen wir auszudehnen. Wir streben eine stärkere Etablierung der Technologiebasis auch in den Niederlassungen an, die wir über die kommenden Jahre Schritt für Schritt etablieren und festigen wollen. Produktentwicklung Die Menlo-eigene Figure 9 Lasertechnologie für die gepulsten Laser war auch in 2023 der Grundstein für die erfolgreiche Platzierung unserer Laser am Markt[7]. Diese Technologie erlaubt sowohl einen zuverlässigen Dauerbetrieb als auch eine kostengünstige Herstellung der Laser. Auch im vergangenen Jahr konnten wir, basierend auf den zahlreichen Vorarbeiten der letzten Jahre, die Genauigkeit und Stabilität der optischen Frequenzkämme nochmals steigern[8]. Diese Fortschritte wurden zeitnah in kundenspezifischen Systemen umgesetzt. Dies führte zu einer Stärkung der Kernkompetenzen von Menlo Systems im Bereich der hochgenauen optischen Messungen. In 2023 hat sich der Trend aus den Vorjahren fortgesetzt: Die Frequenzkammmodelle mit verbesserter Genauigkeit sind auf großes Kundeninteresse gestoßen, da sie existierende Anwendungen verbessern bzw. teilweise neue Anwendungen überhaupt erst ermöglichen. Ebenso hat sich der Trend verstetigt, dass die ultrastabilen Laser in Kombination mit den Frequenzkämmen ein interessantes Gesamtsystem für einige Anwendungen darstellen. Eine Kombination aus optischem Frequenzkamm, ultrastabilem Laser als optische Referenz und mehreren cw Lasern bei ausgewählten Wellenlängen stellt ein Komplettsystem aus einer Hand dar, das es dem Kunden erlaubt, die Genauigkeit der optischen Frequenzkämme auf nahezu jeden beliebigen Wellenlängenbereich zu transferieren und in vielen Anwendungen einzusetzen[9]. Dass im Jahre 2020 eingeführte Modell FC1500-Quantum als "Flagship" der Frequenzkammfamilie konnten wir auch im vergangen Jahr kontinuierlich weiter verbessern. Kunden haben damit die Möglichkeit, in einfacher Art und Weise das für die Anwendung optimale System zu konfigurieren und zu bestellen. Wir haben diese Modellreihe ausgebaut, so dass Kunden inzwischen ein Komplettsystem bei Menlo Systems konfigurieren und auswählen können. Die Auswahl an Lasern, die auf den Frequenzkamm stabilisiert und im System enthalten sind, wurde deutlich erweitertet, so dass Kunden nahezu alle erforderlichen Wellenlängen und Leistungsniveaus an Lasern mit dem System konfigurieren können. Auch sehen wir vermehrt Nachfrage nach unseren kompakteren Produkten, die für den Einsatz außerhalb von Laborbedingungen entwickelt wurden. Dies trifft sowohl für die Produktfamilien der optischen Frequenzkämme und ultrastabilen Laser als auch für die Terahertzlösungen zu. Wie bereits in den Vorjahren investierte die Menlo Systems in 2023 einen Betrag im zweistelligen Prozentbereich des Umsatzes aus dem Verkauf von Eigenerzeugnissen bzw. Handelswaren in Entwicklungs- und Forschungsprojekte. Unverändert wurden und werden Teile dieser Entwicklungsaufwendungen durch öffentlich geförderte Projekte finanziert. Neben den finanziellen Zuwendungen ergeben sich in den Förderprojekten zudem wichtige Partnerschaften und Netzwerke, die den Erfolg der neuen Produktlinien vor allem in den Anfangsjahren der Produktzyklen maßgeblich beeinflussen. Produktion Die Produktion ist hinsichtlich des Leitbildes der schlanken Produktion ausgerichtet. Kleine, flexible und effiziente Produktionszellen sind der integrale Bestandteil der Fertigung. Dabei ähneln sich die einzelnen Produktionszellen in Struktur und Ablauf stark. Schwankender Nachfrage der unterschiedlichen Produkte begegnen wir mit gut geschulten Produktionsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, die für die Fertigung unterschiedlicher Produkte in den einzelnen Produktionszellen eingesetzt werden können. Die Produktionskapazitäten in 2023 waren gut geplant. Dank dem Ausbau und der Stärkung einzelner Linien und der Flexibilität der unterschiedlichen Produktionszellen gelang es uns, die Absatzahlen gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern. So haben wir unter anderem den Produktionsprozess für das FC1500-Quantum System optimiert: Das System kann komplett rackbasiert und damit für den Kunden transportabel und flexibel aufgebaut werden. Auch ist es uns gelungen, weite Teile der Module für die Steuerelektronik so zu vereinheitlichen, dass wir die Fertigung an Dritte ausgelagert haben, um mit der erhöhten Nachfrage Schritt halten zu können. Diese Auslagerung geschieht auch im Hinblick auf erhöhte Standards in der Elektronikfertigung. Spezialisierte Fertiger sind hier besser aufgestellt, als die Menlo-eigene Fertigung von Elektronikbaugruppen. Zusätzlich haben wir eine zentrale Planungsabteilung in 2022 eingeführt und in 2023 weiter optimiert, um den kontrollierten Ablauf der Produktionsprozesse vorzugeben. Mit den Maßnahmen erwarten wir eine Steigerung der Effizienz und der Flexibilität, um Kundenwünsche zeitgerecht zu bedienen. Im Bereich des Qualitätsmanagements haben wir in 2023 die Strukturen weiter verstetigt. Das prozess-orientierte Managementsystem, basierend auf einem firmeninternen Wiki, bildet sämtliche relevante Unternehmensprozesse ab. Alle Mitarbeiter haben Zugang und sind damit in direkter Weise in das Qualitätsmanagement eingebunden. Über eine moderierte Diskussionsseite können Vorschläge eingebracht und zeitnah umsetzt werden. Die turnusgemäß anstehende ISO-Zertifizierung haben wir auch in 2023 ohne Beanstandung erfolgreich durchlaufen. Die Kundenzufriedenheit ist ein zentrales Anliegen für Menlo Systems. Sowohl am Standort in Martinsried als auch in unseren Außenstellen legen wir Wert darauf, dass Kundenanfragen bzgl. Support und Service zeitnah und professionell erledigt werden. Die firmeninterne Auswertung ergab, dass die Ausgaben für Gewährleistungsreparaturen und Reparaturen in Kulanzfällen sich 2023 auf dem geringen Niveau der Vorjahre bewegt haben. Wir führen diese positive Entwicklung auf eine erhöhte Qualität der ausgelieferten Produkte zurück. Vertrieb Der direkte Vertrieb mit Kundengesprächen und -besuchen ist unser wichtigster Vertriebskanal. Dieser wird aus unserer Zentrale in Martinsried und aus den jeweiligen Tochterfirmen gesteuert. Die Mehrzahl der Produkte ist erklärungsbedürftig. Auch auf Messen und Fachtagungen suchen wir den direkten Kundenkontakt. Weitere Bausteine des Vertriebs sind die Onlinepräsenz und Veröffentlichungen vorwiegend in Fachzeitschriften. Neben der bereits seit vielen Jahren etablierten Tochterfirma in New Jersey, USA, die den nordamerikanischen Markt bedient, haben wir mit der Gründung zweier Tochtergesellschaften in Japan und China in 2021 die Basis für eine Steigerung auch in diesen Regionen geschaffen. Beide Gesellschaften haben das operative Geschäft in 2021 aufgenommen und bereits in 2022 positiv zum Gesamtergebnis beigetragen. Dies hat sich auch in 2023 so fortgesetzt. Unsere US Tochterfirma hat das Geschäftsjahr 2023 mit Verlust abgeschlossen. Ursache hierfür war eine Umstrukturierung des Teams und der damit verbundene zwischenzeitliche Rückgang der Auftragseingänge, welcher wiederum zu Umsatzzahlen unter Plan für die US-Niederlassung führte. In 2023 konnten wir wieder auf die bewährten Instrumente des Vertriebes setzen: Als Aussteller auf Messen und als Teilnehmer an Tagungen, sowie im Rahmen von Kundenbesuchen waren wir im direkten Gespräch mit Interessenten und Kunden. Parallel hierzu haben wir auch in 2023 stark auf digitale Kanäle gesetzt und hier insbesondere mit Videokonferenzen und Webinaren gearbeitet. Die strategische Partnerschaft mit der Firma Thorlabs Inc. sichert uns unverändert den Vertriebskanal über die Onlinepräsenz von Thorlabs vor allem in den USA aber auch im europäischen und asiatischen Markt; insbesondere auch in China. Die strategische Partnerschaft mit der Firma Hamamatsu erlaubt uns eine verbesserte Sichtbarkeit im japanischen Markt. Mit den eigenen Tochtergesellschaften steigern wir diese Sichtbarkeit und den damit verbundenen Erfolg. Beide Partner unterstützen dies und stehen uns beim weiteren Aufbau als lokale Ratgeber zur Seite. Für die einzelnen Vertriebsregionen werden Soll- und Ist-Vergleiche monatlich durch das Controlling erstellt. Abweichungen werden sowohl im Vertriebsteam als auch zwischen der Abteilungsleiterin und der Geschäftsführung besprochen. Zusätzliche Unterstützung wird dem Vertriebsteam durch die Produktmanager gewährt. Auch für die einzelnen Produktfamilien werden Soll- und Ist-Vergleiche monatlich durch das Controlling erstellt. Diese werden durch die Produktmanager ausgewertet und mit der Geschäftsführung besprochen. Der Auftragseingang 2023 lag deutlich über Vorjahresniveau und hat ein neues Allzeithoch erreicht. Dies spricht für den nachhaltigen Erfolg unserer Kundenansprache und unserer Leistungen und Produkte. Personal Die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung sind die zentralen Bausteine unseres Erfolges. Dies ist entscheidend sowohl für die Effizienz und Qualität der Produkte als auch für die erfolgreiche Interaktion mit unseren Kunden. Wie auch in den vorangegangenen Jahren fanden in 2023 Schulungen und Weiterbildungen für das Team statt, um das vorhandene Know-How zu sichern und punktuell noch auszubauen. In 2023 hatten wir normale Personalfluktuationen zu verzeichnen, meist bedingt durch die hohe Nachfrage nach gut qualifizierten Arbeitskräften im Münchner Raum und die damit verbundenen Möglichkeiten für einzelne Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Offene und neu geschaffene Stellen konnten in 2023 größtenteils besetzt werden; vereinzelt kam es zu Verzögerungen in den Neubesetzungen aufgrund fehlender Fachkräfte. In 2024 werden wir zusätzliche Stellen schaffen, die sich auf die unterschiedlichen Abteilungen verteilen. Um diese zu besetzen, werden wir neben der Suche mittels direkten Kanälen auch weiterhin mit Personalagenturen und -dienstleistern zusammenarbeiten. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage Die Umsatzerlöse der Menlo Systems GmbH stiegen gegenüber dem Vorjahr um 20%. Dabei konnten sowohl die Erlöse aus dem Verkauf von Eigenerzeugnissen bzw. Handelswaren an Kunden (+20% auf 31.086 TEUR) als auch die erfolgswirksam vereinnahmten Fördermittel (+14% auf 3.026 TEUR) eine Zunahme verzeichnen. Die gestiegenen Umsätze im Bereich der Verkäufe von Eigenerzeugnissen bzw. Handelswaren setzten sich wie folgt zusammen: Sowohl auf dem europäischen Markt (inkl. dem deutschen Markt) als im asiatischen Markt konnten wir unsere Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigern. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es hierbei immer mal wieder zu Verschiebungen zwischen den einzelnen Ländern kommen kann; die Aussagekraft der Verschiebungen ist aber begrenzt und muss über mehrere Jahre gemittelt werden, um etwaige Trends abzuleiten. Im nordamerikanischen Markt führen wir den Rückgang von 2023 verglichen mit 2022 im Wesentlichen auf Umstrukturierungsmaßnahmen im US-Team zurück, welche zu einem zwischenzeitlichen Rückgang in Auftragseingang und Umsatz führten. Inzwischen ist unser US-Team wieder sehr gut aufgestellt, sodass wir eine Umsatzsteigerung auf dem entsprechenden Markt erwarten. Bei den Umsatzerlösen aus der Forschungsförderung machten sich auch in 2023 die "Quantengelder 2.0" bemerkbar: Die erfolgswirksam vereinnahmten Fördermittel nahmen um 14% zu. Den deutlich gestiegenen Erlösen stehen ebenfalls deutlich gestiegene Materialkosten gegenüber, wobei das Rohergebnis mit 23.885 TEUR gegenüber dem Vorjahr mit 19.951 TEUR deutlich verbessert werden konnte. Die betrieblichen Aufwendungen, die sich aus Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammensetzen, nahmen um 23% zu. Ursächlich hierfür war vor allem der Anstieg der Personalaufwendungen (+17%) aufgrund gestiegener Mitarbeiterzahlen (durchschnittlich 172 Mitarbeiter in 2023 nach 156 Mitarbeitern in 2022), Gehaltssteigerungen und ergebnisabhängiger Boni. Insgesamt blieb das Jahresergebnis mit 2.695 TEUR gegenüber dem Vorjahreswert von 2.609 TEUR auf einem stabilen, guten Niveau. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von 17.760 TEUR zum 31. Dezember 2022 auf 19.952 TEUR zum 31. Dezember 2023 erhöht. Hierbei zeigen sich insbesondere ein Aufbau des Anlagevermögens (um 762 TEUR), ein Aufbau der Vorräte (um 2.785 TEUR) und eine Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (um 651 TEUR). Stichtagsbedingt haben die liquiden Mittel um 2.063 TEUR abgenommen. Finanzlage Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag liegt bei 71% (Vorjahr 65%). Somit weist Menlo Systems unverändert eine sehr zufriedenstellende Eigenkapitalstruktur auf. Der operative Cashflow ist im Geschäftsjahr 2023 leicht negativ. Grund hierfür ist vor allem der deutliche Anstieg der Vorräte. Dies ist auch die wesentliche Ursache, weswegen sich die liquiden Mittel am Stichtag auf 5.430 TEUR (Vorjahr: 7.493 TEUR) verringert haben. Gesamtbeurteilung Die Entwicklung der Umsatzerlöse hat unsere ambitionierten Erwartungen erfüllt; wir konnten ein deutliches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr realisieren. Dies spricht für die Stabilität des Geschäftsmodells auch in schwierigen Jahren. Daher beurteilen wir den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 insgesamt als sehr gut. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtRisikomanagement und internes Kontrollsystem Das Finanz- und Risikomanagement folgt konservativen Überlegungen. Ziel ist die Minimierung von finanziellen Risiken jeglicher Art. Wir überprüfen wöchentlich unsere Umsatzerfüllung gemessen an der Jahresplanung. Mit dem monatlichen Abschluss werden weitere Kennzahlen wie Wareneinsatz, Personalkosten und Ergebnis überprüft. Die monatlichen Kennzahlen sendet die Geschäftsführung an die Gesellschafter. Die Tochtergesellschaften berichten wöchentlich an die Muttergesellschaft. Die Monatsabschlüsse werden an die Muttergesellschaft jeweils zu Beginn des Folgemonats übermittelt. Damit sind wir in der Lage, auch kurzfristig auf etwaige Veränderungen oder Bedrohungen zu reagieren. Unsere Prozesse werden regelmäßig überprüft und der Ablauf ggf. angepasst, mit dem Ziel, nachhaltig die Effizienz und die Qualität auf allen Ebenen zu etablieren und zu verbessern. Dabei werden ggf. Risiken einzelner Bereiche sichtbar und thematisiert. Auch Verzögerungen in den Lieferketten, bedingt durch die weltweiten Engpässe und verstärkt durch den Krieg in der Ukraine, haben zu keinem größeren Leerlauf geführt. Darüber hinaus gab es in 2023 keine externen Vorkommnisse, die eine drastische Kursänderung der Geschäftspolitik erfordert hätten. Marktentwicklung und Wettbewerb Menlo Systems agiert in einem innovationsfreundlichen Umfeld und partizipiert daher an einer positiven Grundstimmung gegenüber Technologie und Innovation und der Wahrnehmung der Möglichkeiten von optischen Messtechnologien. Aktuell ist diese positive Grundstimmung im Markt weltweit gegeben. Die entsprechenden Gelder für Investitionen sind bei bestehenden und potenziellen Kunden vorhanden. Sollte sich diese Entwicklung ändern und zu einer Reduzierung, Verschiebung oder Aufgabe geplanter Investitionsprojekte potenzieller Kunden führen, könnte dies mit einem Nachfragerückgang unserer Produkte einhergehen. Aktuell sehen wir aber keine Anzeichen, dass sich dieses positive Marktumfeld ändert. Der damit verbundene Wettbewerb belebt die Branche positiv. Die optischen Technologien rücken noch mehr in das Bewusstsein von Interessenten. Quanten 2.0 verstärkt diese Tendenz und die Bedeutung der Quantentechnologien wird weiter zunehmen. Menlo Systems konnte sich im letzten Jahr sehr gut im Wettbewerbsumfeld behaupten. Aktuell sehen wir keine Anzeichen, dass sich dies in 2024 ändern wird. Erwartete Entwicklung der Gesamtwirtschaft Laut dem Statista-Bericht können wir weltweit mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von +3,1% in 2024 rechnen[10]. Während für die USA ein Anstieg von +1,5% erwartet wird[11], soll das Wirtschaftswachstum in China sich bei +4,2% bewegen[12]. Für das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegen die Schätzungen zwischen -0,3% bis +0,9 %[13]. Verglichen mit den Ländern im Euroraum liegt Deutschland gemäß einem Bericht der WirtschaftsWoche damit auf einem der hinteren Plätze: Mit Blick auf die größten Volkswirtschaften des gemeinsamen Währungsraumes werden Frankreich mit einem BIP-Wachstum von +1,2% und Spanien mit +1,7% gemäß der Prognose besser abschneiden. Auch das lange Zeit als chronisch wachstumsschwach geltende Italien dürfte mit einem BIP-Plus von 0,9% besser abschneiden als Deutschland[14]. Erwartete Entwicklung der Menlo Systems GmbH Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserem aktuellen Produktportfolio in 2024 hervorragend positioniert sind. Die weltweit initiierten Forschungsprogramme, u.a. zum Thema Quantentechnologie 2.0, werden den Markt in 2024 und den Folgejahren weiterhin beleben. Für 2024 gehen wir zudem unverändert davon aus, dass unsere Kerntechnologie der optischen Frequenzkämme weitere Anwendungsfelder erschließen wird, da die Technologie für viele Anwendungen neue Möglichkeiten bietet. Damit ist der Markt für optische Frequenzkämme weiterhin ein Wachstumsmarkt. Gerade auf dem Gebiet der Quanten 2.0 und der damit verbundenen Anwendungen beispielsweise bei optischen Uhren und Quantencomputern erwarten wir in den nächsten Jahren starken Zuwachs. Langfristig erwarten wir darüber hinaus nach unseren heutigen Einschätzungen, dass neue Terahertz- und Laseranwendungen in Diagnose und Produktion in unterschiedlichen Industriezweigen zusätzlich unseren mittel- und langfristigen Geschäftserfolg sichern werden. Wir planen, in unseren Marktsegmenten eine stärkere Durchdringung mit unseren Produkten zu erzielen. Dies wollen wir erreichen, indem wir existierende Produktlinien weiter verbessern und neue Produktlinien am Markt platzieren. In unseren wichtigsten Produktfamilien werden wir die Modellreihen weiter ausbauen, um für eine große Anzahl von Anwendungen die beste Lösung für unsere Kunden zu bieten. Basis hierfür ist eine effiziente Fertigung der komplexen Produkte in Kleinserien unter Einhaltung oder Verbesserung der Kostenstruktur. Dank der für alle Lasermodelle verfügbaren Fig. 9 Lasertechnologie und dem damit verbundenen vereinfachten Herstellungsverfahren erscheint es realistisch, weiterhin solide Erträge aus eigener Kraft in den Folgejahren zu realisieren. Wir erwarten in 2024 beim Auftragseingang ein ähnlich hohes Niveau wie im Rekordjahr 2023. Nach Verzögerungen bei der Einführung eines neues Warenwirtschaftssystems in 2023 werden wir dieses in 2024 in Betrieb nehmen. Hierzu arbeitet ein Projektteam und ein entsprechendes Beraterteam an der Abbildung der Menlo-Prozesse in dem neuen System. Wir erwarten uns von der neuen Software u.a. Verbesserungen in der Steuerung der Produktionsprozesse. Zugleich werden wir mit dem neuen ERP-System für weiteres Wachstum vorbereitet sein. Menlo Produktionskapazitäten Aufgrund der sehr guten Auftragslage sind wir in der Lage, die Produktionskapazitäten weiter auszubauen. Die in 2020 durchgeführte Verlegung des Firmenstandort in der Bunsenstraße 5 in Martinsried bildet die Basis hierfür. Es existieren langfristige Mietverträge für das Gebäude. Die Standortsicherheit in Martinsried ist somit langfristig gewährleistet. Höhere Produktionskapazitäten bedeuten schnellere Lieferungen an unsere Kunden. Hierzu benötigen wir weitere Fachkräfte. Bei der Fachkräftesuche konkurrieren wir in der Region München mit vielen weiteren attraktiven Arbeitgebern. Gelingt es nicht die notwendigen Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen, kann sich dies negativ auf ein weiteres Umsatzwachstum auswirken. Währungsrisiken Wesentliche Währungsrisiken sind aktuell ausschließlich auf den US-Dollar beschränkt. Neben einer zeitnahen Abwicklung der US-Lieferungen und einer strengen Kontrolle der US-Forderungen gegenüber den Endkunden versuchen wir gemeinsam mit unserer Tochterfirma die Währungsrisiken zu kontrollieren. Währungssicherungsgeschäfte für USD werden nur in Ausnahmefällen abgeschlossen. Aufträge in anderen Währungen werden in Ausnahmefällen durchgeführt. Bei hohen Einzelsummen schließen wir Währungssicherungsgeschäfte zur Risikominimierung ab. Mit der Gründung der Tochtergesellschaften in Japan und in China werden wir damit verbundene etwaige Währungsrisiken beobachten und in 2024 ggfs. neu bewerten. Höhere Einzelsummen in den entsprechenden Währungen werden wir hier ggfs. ebenfalls absichern. Allerdings erwarten wir, dass der Großteil der Umsätze in China weiterhin in EUR realisiert werden wird. Sonstige Risiken Notwendige Investitionsvorhaben können wir aufgrund der guten Liquiditätslage auch in 2024 aus eigenen Mitteln bedarfsgerecht durchführen. Die Forderungen gegen Dritte unterliegen nach bisherigen Erfahrungswerten keinen nennenswerten Risiken. Forderungsausfällen wird zudem durch Anzahlungen und Abrechnung von Teilleistungen vorgebeugt. Risiken einer Betriebsunterbrechung, z.B. wegen eines Brandes, sind über Versicherungen abgedeckt. Daten und Know-How werden über die IT-Datensicherung abgesichert. Die Produktion könnte nach einem Ausfall relativ rasch wiederaufgenommen werden, da sie wenig maschinenintensiv ist. Patent- oder Lizenzstreitigkeiten gab es in 2023 in einem Fall. Wir sind der Meinung, dass ein Patent einer unserer Mitbewerber fälschlicherweise erteilt worden ist. Dagegen haben wir Einspruch erhoben. Eine Klärung des Sachverhaltes erwarten wir in 2024. Aktuell haben wir keine Kenntnis von Vorfällen, die darauf hindeuten, dass es darüber hinaus zu weiteren Streitigkeiten in 2024 kommen würde. Ausblick 2024 Aufgrund der vollen Auftragsbücher erwarten wir in allen Quartalen einen planmäßigen Verlauf und insgesamt eine erneute Umsatzsteigerung in 2024. Das Jahresergebnis wird weiterhin auf sehr gutem Niveau, aber unter dem der Vorjahre erwartet. Kosten für die Einführung des neuen ERP-Systems sind entsprechend berücksichtigt. Die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft lässt keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen. Auch in den kommenden Jahren werden wir unsere Stärken und Fähigkeiten einsetzen, neue Produkte an unserem Standort in Deutschland zu entwickeln. Eine wesentliche Änderung der Geschäftspolitik ist nicht zu erwarten. 1 siehe beispielsweise: Hänsch, Theodor W. (2006). "Nobel Lecture: Passion for precision". Reviews of Modern Physics. 78 (4): 1297-1309. 2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/ 3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4021/umfrage/veraenderung-des-bip-in-ausgewaehlten-eu-staaten/ 4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197319/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-den-usa-nach-quartalen/ 5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159798/umfrage/entwicklung-des-bip-bruttoinlandsprodukt-weltweit/ 6 siehe beispielsweise https://www.mordorintelligence.com/industry-reports/ultrafast-lasers-market 7 siehe beispielsweise EP2637265A1, Menlo Systems Patent "Laser with non-linear optical loop mirror" 8 siehe beispielsweise M. Giunta et al, Optics Letters Vol. 45, p. 1140 (2020) 9 siehe beispielsweise E. Oelker et al.: Demonstration of 4.8 × 10 17 stability at 1 s for two independent optical clocks; Nature Photonics Vol. 13, p. 714 (2019) 10 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ 11 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14558/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-den-usa/ 12 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14560/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-china/ 13 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73769/umfrage/prognosen-zur-entwicklung-des-deutschen-bip/ 14 https://www.wiwo.de/politik/europa/wachstumsprognose-deutschland-wird-2024-zum-schlusslicht-der-eu/29502364.html BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Menlo Systems GmbH, mit Sitz in Planegg-Martinsried, Geschäftsanschrift: Bunsenstraße 5, 82152 Martinsried ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB Nr. 138145 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB sowie den Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 bis 277 HGB vorgenommen. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungsvorschriften im Sinne des § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Über die angewandten Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt: a) Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zuganges vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. b) Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung des Verbrauchsfolgeverfahrens nach der Fifo-Methode oder zum niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt zu den Materialkosten zuzüglich der produktiven Lohnstundensätze je Kostenstelle, in denen neben den Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile des durch die Fertigung veranlassten Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten enthalten sind. Der den Aufträgen zuordenbare angemessene Teil der Verwaltungskosten wird über die Schätzung der für den jeweiligen Auftrag anfallenden administrativen Stunden (Verwaltung bzw. Management) berücksichtigt. Die Forderungen sind mit ihrem Nennbetrag abzüglich Einzelwert- und Pauschalwertberichtigung unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. In Fremdwährung bestehende Forderungen sind mit ihrem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. c) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit Ausgaben Aufwand künftiger Geschäftsjahre darstellen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit Einnahmen Erträge künftiger Geschäftsjahre darstellen. d) RückstellungenDie Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung künftiger Kosten- und Preissteigerungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. e) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit ihrem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. f) Latente SteuernLatente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen ermittelt. Letztere sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung des Steuersatzes erfolgt auf Basis des im Geschäftsjahr der Umkehrung der zeitlichen Bewertungsunterschiede voraussichtlich gültigen Steuersatzes. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive Steuerlatenz angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet. g) Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Unter den Umsatzerlösen sind sämtliche Erträge aus der Auftragsforschung bzw. Forschungsförderung mit erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz a) Immaterielle Vermögensgegenstände, SachanlagenDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in einem Anlagegitter (am Schluss dieses Anhangs) dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres entsprechen der Position "Zugänge" bei der Darstellung der Entwicklung der Abschreibungen im Anlagegitter. b) FinanzanlagenDie Menlo Systems GmbH ist unverändert zu 100% an folgenden Gesellschaften beteiligt: • Menlo Systems Inc., Newton, USA • Menlo Systems K.K., Hamamatsu City, Japan • Shanghai Menlo Systems Quantum Laser Technology Co., Ltd., Shanghai, China (100%)
c) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeUnter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auch Forderungen aus Auftragsforschung bzw. Forschungsförderung ausgewiesen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen erbrachte Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus bestehen zwei Darlehensverträge mit der Menlo Systems K.K., Japan über ein Volumen von insgesamt 9 Mio. JPY (57 TEUR). Die Darlehen haben eine geplante Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten und werden marktüblich verzinst. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. d) EigenkapitalDas Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. f) RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen in Höhe von 3.561 TEUR enthalten als größte Einzelposten die Rückstellungen im Personalbereich, Rückstellungen im Personalbereich und Rückstellungen für Verkaufsprovisionen. g) VerbindlichkeitenDie Laufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten werden im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 497, i.Vj. 701 TEUR). h) Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus zum 31. Dezember 2023 bestehenden Miet- und Leasingverhältnissen (einschließlich Betriebskosten) fallen in den Geschäftsjahren 2023 bis 2033 voraussichtlich Zahlungen in Höhe von insgesamt 9.052 TEUR an. IV. NachtragsberichtWesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. V. Sonstige Angabena) Anzahl der ArbeitnehmerDie Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 172 (Vorjahr: 156) Angestellte (inkl. 2 Geschäftsführer). Von diesen 172 Angestellten sind 53 Mitarbeiter in der Produktion, 59 Mitarbeiter in der Abteilung "Development & Customer Projects" und 60 Mitarbeiter in sonstigen Unternehmensbereichen beschäftigt. b) GeschäftsführerDr. Ronald Holzwarth, Diplom-Physiker, Geschäftsführer Dr. Michael Mei, Diplom-Physiker, Geschäftsführer Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Dr. Michael Mei ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angaben der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. c) ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 von 2.694.759,54 EUR zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Dr. Ronald Holzwarth gez. Dr. Michael Mei Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 23.04.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Menlo Systems GmbH, Martinsried: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Menlo Systems GmbH, Martinsried - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse § entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und § vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus § identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. § gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. § beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. § ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. § beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. § beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. § führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 01. März 2024 Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Dr. Stephan Zitzelsberger, Wirtschaftsprüfer Daniel Schön, Wirtschaftsprüfer |
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