Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 15647
Eingetragen
27.11.2019
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Mechanische Kraftübertragungsgeräte und zugehörige Ersatzteile zu liefern und Wartungs- und Kundendienstleistungen für industrielle Antriebe und Getriebe im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zu erbringen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Heikki Olavi Hyttinen
seit 17.9.2025
Geschäftsführer
Roland Hünke
seit 13.3.2025
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kumera Drives OYFIN
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Kumera Drives OY
Finland
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kumera Getriebe GmbH

Troisdorf

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das 2023

der Kumera Getriebe GmbH, Troisdorf

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Kumera Getriebe GmbH, Troisdorf, ist Teil der Power Transmission Group des Kumera Konzerns, die Ausrüstungen für den Antriebsstrang herstellt und vertreibt. Die Hauptgesellschaft der Power Transmission Group ist die Kumera Drives Oy, Riihimäki, Finnland, die auch seit September 2019 die hundertprozentige Muttergesellschaft der Kumera Getriebe GmbH ist. Neben der Kumera Drives Oy und der Kumera Getriebe GmbH gehören zur Gruppe die Kumera Antriebstechnik GmbH, Graz, Österreich, die Kumera (China) Co., Ltd. in Kunshan, China, die Kumera Chile SpA in Santiago, Chile, sowie die norwegische Gesellschaft Kumera AS in Sandefjord.

Die Kumera Getriebe GmbH liefert große Getriebe für die Schwerindustrie und den Schiffbau. Typische Anwendungen sind Walzwerke, Förderanlagen im Bergbau, Zuckerrübenpressen und Baggerschiffe. Die größten gelieferten Getriebe haben ein Gewicht von bis zu 300 Tonnen.

Neben der Produktion von Neugetrieben und Einzelteilen von Getrieben begleitet die Kumera Getriebe GmbH mit ihrem Wissen und ihrer Beratung auch die Wartung und Reparatur bestehender Getriebe, unabhängig vom Hersteller. Der Service agiert weltweit und wird durch die Kumera Standorte und Partner des Kumera Konzerns unterstützt.

Die Kumera Getriebe GmbH setzt die lange Tradition der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Zahnrädern und Getrieben für die Antriebstechnik fort, welche die Carl und Wilhelm Keller GmbH & Co. KG im Jahr 1901 begründete.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum war in 2023 nach wie vor verhalten. Der anhaltende Krieg in der Ukraine, der wieder aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten und starke Transmissionen in der Geldpolitik belasteten in 2023 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

"Das Weltwirtschaftswachstum hat sich am Jahresende 2023 verlangsamt. So deutet der globale Einkaufsmanagerindex (EMI) für die Produktion im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor darauf hin, dass die Wachstumsrate des realen BIP im vierten Quartal 2023 gesunken ist."

(Wirtschaftsbericht der EZB - Ausgabe 1/2024 Aktuelle wirtschaftliche, finanzielle und monetäre Entwicklungen, Seite 7)

Die Rohstoff- und Energiepreise sind in 2023 ggü. ihren Höchstständen in 2022 zurückgegangen, verbleiben aber im Vergleich zu den Vorkrisenjahren auf einem deutlich höheren Niveau. Die Entwicklung der Preise hier ist jedoch uneinheitlich. Während Gaspreise rückläufig sind hat sich der Preis für Rohöl um ca. 10% erhöht, die Notierungen für Metallpreise stabilisieren sich in 2023 im Vergleich zu den Vorkrisenjahren auf einem deutlich höheren Niveau.

"Angesichts der schleppenden Nachfrage und restriktiven Finanzierungsbedingungen dürfte sich das Wachstum der Unternehmensinvestitionen im vierten Quartal 2023 abgeschwächt haben. Nach einem vierteljährlichen Anstieg um 0,5 % im dritten Quartal 2023 lässt die verhaltene Entwicklung der Indikatoren für Investitionsgüter darauf schließen, dass sich das Wachstum der Unternehmensinvestitionen (unter Ausschluss der immateriellen Investitionen in Irland) im vierten Quartal abgeschwächt hat. Der EMI für den Auftragseingang im Investitionsgüterbereich lag im Schlussquartal 2023 weiterhin im kontraktiven Bereich; allerdings war die Investitionsgüterproduktion durch die vorhandenen Auftragsbestände nach wie vor länger gesichert als zu Vorpandemiezeiten, wie aus den Branchen- und Verbraucherumfragen der Europäischen Kommission hervorgeht".

(Wirtschaftsbericht der EZB - Ausgabe 1/2024 Aktuelle wirtschaftliche, finanzielle und monetäre Entwicklungen, Seite 17)

3. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Überwindung der pandemiebedingten Störungen in der Wertschöpfungskette und der weitestgehenden Stabilisierung der Energie- und Rohstoffkosten auf einem hohen Niveau machen sich die gestiegenen Finanzierungskosten bei der Nachfrage nach Investitionsgütern in 2023 bemerkbar. Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau hat sich im vergangenen Jahr deutlich negativ entwickelt.

"Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. (...) Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent."

(VDMA, Maschinenbaukonjunktur 2023 / Ausblick 2023 vom 10.02.2023, Seite 5)

Neben diesen konjunkturellen Rahmenbedingungen bleibt der Mangel an Fachkräften im deutschen Maschinenbau weiter eine der größten Herausforderungen. Auch wenn sich die konjunkturelle Abkühlung aktuell entspannend auf dem Arbeitsmarkt auswirkt weil sich Einstellungsabsichten der Unternehmen in Folge rückläufiger Auftragseingänge reduziert haben, so bleiben doch die Herausforderungen des demografischen Wandels akut. Mit Erholung der Konjunktur und dem Ausscheiden der "Baby-Boomer-Generation" in den kommenden Jahren wird der Fachkräftemangel zu einem wesentlichen limitierenden Faktor.

4. Geschäftsverlauf der Kumera Getriebe GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die weitere Umsetzung der bereits in 2022 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen in den Bereichen Produktion, Planung und Beschaffung hat dazu geführt, dass die Produktionsleistung im Laufe des Jahres von Quartal zu Quartal angestiegen ist und damit das angestrebte Umsatzwachstum insgesamt erreicht werden konnte. Auch konnte der bestehende Auftragsbacklog weitestgehend abgebaut werden und die Liefertermintreue der Kumera Getriebe GmbH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder deutlich gestiegen.

In Einzelfällen zeigt sich aber immer noch die Abhängigkeit der Gesellschaft von ihren Zulieferern, die -bei Nichteinhaltung der zugesagten Lieferungen ihrerseits - Kundenprojekte in Verzug bringen können. Hierauf reagiert die Kumera Getriebe GmbH mit der Ausweitung des Lieferantenpools und einer gesteigerten Flexibilisierung im Einsatz interner Ressourcen.

Auf Grund der längeren Beschaffungszeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in dem Projektgeschäft hat sich der Preisanstieg aus dem Vorjahr bis in das erste Halbjahr 2023 fortgesetzt, um sich dann auf dem erreichten höheren Niveau zu stabilisieren. Eine deutliche Reduzierung der Beschaffungspreise ist danach in der zweiten Jahreshälfte nicht eingetreten, wurde aber auch insgesamt nicht erwartet.

Der in 2023 für das Geschäftsjahr 2024 und folgende gezeichnete Auftragseingang liegt noch einmal über dem überdurchschnittlichen Auftragseingang des Vorjahres, so dass die Beschäftigung im Folgejahr 2024 bereits zu einem guten Teil sichergestellt ist.

5. Lage des Unternehmens

5.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens sind neben den ab 2023 erhobenen internen Steuerungskennzahlen wie Verfügbarkeit, Nutzungsraten und Effizienz insbesondere der Auftragseingang, die Entwicklung der Umsatzerlöse, die produktionsbegleitende Kostenüberwachung der Fertigungsaufträge und in der Folge das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sowie das Jahresergebnis der Gesellschaft von Bedeutung. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind dabei die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis.

Mit dem in 2023 erreichten Umsatz von TEUR 26.558 konnte der Vorjahresumsatz (TEUR 22.652) um 17% gesteigert und das budgetierte Umsatzziel von TEUR 26.000 um TEUR 558 übererfüllt werden.

An dieser Stelle weisen wir aber auf die Auswirkungen der gestiegenen Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe hin, in deren Folge sich die Materialaufwandsquote von 52% im Vorjahr auf 56% weiter erhöht hat.

Dagegen hat sich die Personalaufwandsquote von 34% im Vorjahr auf nun 31% in 2023 leicht verbessert. Diese Verbesserung wurde bei deutlich angestiegenen Kosten für Löhne und Gehälter durch die Steigerung des Gesamtumsatzes und in Folge von Effektivitäts- und Effizienzverbesserung erreicht.

5.2 Ertragslage

Aufgrund des zuvor beschriebenen Geschäftsverlaufs liegen die Umsatzerlöse iHv. TEUR 26.558 um 17% über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 22.652).

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) beträgt TEUR 29.136 und ist im Vorjahresvergleich um 20% angestiegen. Die Materialaufwandsquote dagegen ist in Folge der allgemein gestiegenen Preise für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bei den bezogenen Leistungen von 52% in 2022 auf 56% in 2023 angestiegen. Dies ist die unmittelbare Folge aus dem langlaufenden Projektgeschäft der Kumera Getriebe GmbH. Auf Grund der Zeitdifferenz zwischen Angebotskalkulation, Auftragsvergabe durch die Kunden und der sich erst daran anschließenden auftragsbezogen eingeleiteten Beschaffung konnten die kalkulierten Einkaufspreise nicht mehr realisiert werden und die gestiegenen Einkaufspreise nicht an die Kunden weitergegeben werden. Erst im zweiten Halbjahr 2023, mit der Faktura von Aufträgen, die ab dem 3. Quartal 2022 kalkuliert und kontrahiert wurden, hat sich die Marge aus den Kundenaufträgen langsam wieder erholt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 82% auf TEUR 177 zurückgegangen und beinhalten als wesentliche Positionen nur noch die verrechneten Sachbezüge und den Ertrag aus dem Verkauf einer alten Maschine. Im Vorjahr waren hier noch Einmaleffekte aus der Auflösung einer Rückstellung und Versicherungsentschädigungen enthalten, die in 2023 nicht mehr angefallen sind.

Die Aufwendungen für Personal sind um 10% auf TEUR 9.140 (Vorjahr: TEUR 8.273) angestiegen. Diese Entwicklung ist die Folge der weiter gestiegenen Mitarbeiterzahl im Produktionsbereich und der Übernahme des Tarifabschlusses 2023 der Metallindustrie.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich um 5% auf TEUR 4.090 zurückgegangen (Vorjahr: TEUR 4.322).

In 2023 wurde mit TEUR -163 ein leicht negatives EBITDA erreicht (Vorjahr: TEUR 4). Der Jahresfehlbetrag ist um 17% angestiegen und beläuft sich auf TEUR 1.581 (Vorjahr: EUR 1.353).

5.3 Vermögenslage

Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert vor allem aus den die Zugänge übersteigenden planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres. Hier spiegelt sich insbesondere die hohe Abschreibung auf den bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwert wider.

Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 52% auf TEUR 14.844 angestiegen (Vorjahr: TEUR 9.776). Wesentliche Treiber hier sind der Anstieg bei den angefangenen Arbeiten auf TEUR 5.759 (+67%) und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe auf TEUR 3.471 (+67%) in Folge von Kundenprojekten, die planmäßig im ersten Quartal 2024 abgeschlossen werden. Zudem sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Abschluss der Kundenprojekte im Dezember 2023 stichtagsbedingt um 55% auf TEUR 4.053 angestiegen (Vorjahr: TEUR 2.611).

Der Bestand an liquiden Mitteln am Bilanzstichtag beträgt TEUR 94 und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 84% zurückgegangen, da verfügbare Liquidität zum Jahreswechsel in den Cash-Pool der Gruppe zurückgeführt wurde.

Grundsätzlich weist die Gesellschaft nach dem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.581 (Vorjahr: TEUR 1.353) einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 9.020 (Vorjahr: TEUR 7.438) aus.

Während sich die Rückstellungen dem Grunde nach nicht und der Höhe nach nur unwesentlich verändert haben (in 2023 TEUR 1.120, bzw. + 7% auf Grund angestiegener Rückstellungen für Urlaubsansprüche und geleisteter Überstunden) sind die erhaltenen Kundenanzahlungen um TEUR 3.794 auf TEUR 6.443 angestiegen. Diese Anzahlungen stehen in direktem Zusammenhang mit dem angestiegenen Vorratsvermögen und werden im ersten Quartal 2024 mit Abschluss der Produktion und Faktura der entsprechenden Aufträge verrechnet.

In Folge des gestiegenen Umlaufvermögens sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 922 auf TEUR 21.074 angestiegen, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 30% auf TEUR 652 zurückgegangen sind.

5.4 Finanzlage

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -2.197. Dieser Zahlungsmittelabfluss ist vorrangig getrieben durch den deutlichen Anstieg der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Positiv ausgwirkt hat sich der deutliche Anstieg der auftragsbezogenen Anzahlungen von Kunden.

Im Zuge der Investitionstätigkeit sind TEUR 274 abgeflossen.

Die Kumera Getriebe GmbH hat durch die Inanspruchnahme kurzfristiger Darlehen aus dem Cash Pooling mit der obersten Muttergesellschaft einen positiven Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit iHv. TEUR 2.010. Diese zugeflossenen Mittel werden planmäßig im ersten Halbjahr 2024 mit Verkauf der verarbeiteten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der angefangenen Arbeiten wieder zurückgeführt. Diese laufende Rückführung von flüssigen Mitteln in den CashPool hat zur Folge, dass zum 31.12.2023 der Bestand an flüssigen Mitteln gegenüber dem Vorjahr um TEUR 477 auf TEUR 94 zurückgegangen ist.

In jedem Fall können auf Grundlage der bestehenden Darlehensverträge benötigte Mittel kurzfristig wieder abgerufen werden. Wir verweisen darauf, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr alle Lieferantenverbindlichkeiten, Steuern und Sozialabgaben immer fristgerecht und vollständig beglichen wurden.

Das unmittelbare Mutterunternehmen Kumera Drives Oy, Riihimäki, Finnland, hat sich im Rahmen einer zeitlich befristeten harten Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft bis Ende 2025 auf deren erstes Anfordern mittelbar oder unmittelbar so auszustatten, dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann und eine bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit vermieden oder beseitigt wird. Für etwaige hieraus resultierende Rückzahlungs- und Zinsforderungen besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung soweit und solange dies zur Vermeidung einer Überschuldung der Kumera Getriebe GmbH im Sinne des § 19 InsO erforderlich ist.

5.5 Gesamtaussage der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Erwartungen der Geschäftsführung in Bezug auf die Ergebnisse wurden nicht vollumfänglich erfüllt.

Auch wenn das Umsatzziel und die Gesamtleistung erneut deutlich gesteigert werden konnten sind die Ertragsziele auf Grund der nachlaufenden, inflationsgetriebenen Beschaffungspreise nicht erreicht worden. Nach einem ausgeglichenen EBITDA im Vorjahr (TEUR 4) ist das EBITDA bzw. das operative Ergebnis der Gesellschaft nominell um TEUR 167 zurückgegangen, aber ohne Berücksichtigung der positiven Einmaleffekte in 2022 iHv. TEUR 825 ergibt sich eine deutliche Ergebnisverbesserung in 2023 ggü. dem Vorjahr.

Dennoch lassen die ab der zweiten Jahreshälfte 2023 erzielten Ergebnisse den Rückschluss zu, dass insgesamt eine Trendwende im kommenden Geschäftsjahr zu erreichen ist.

Die Kumera Getriebe GmbH ist daher auch in den kommenden Jahren weiterhin in hohem Umfang auf Finanzierungshilfen der obersten Muttergesellschaft angewiesen, bis nach mehreren erfolgreichen Jahren die bilanzielle Überschuldung insgesamt abgestellt werden kann.

5.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Kumera Getriebe GmbH erhebt seit 2023 in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern laufend Kennzahlen zur Verfügbarkeit, der Nutzungsrate und der Effizienz in den einzelnen Fertigungsbereichen. Es ist das Ziel, durch die monatliche Analyse der Kennzahlen mit den Bereichsverantwortlichen die Auswirkung von eingeleiteten Maßnahmen zu bewerten und weitere Verbesserungen zu erarbeiten, um die Produktivität weiter zu steigern.

Daneben werden bereichsbezogene Kennzahlen erhoben und regelmäßig durch die Geschäftsführung bewertet und mit allen Verantwortlichen diskutiert, um auch in den administrativen Prozessen Verbesserungen zu realisieren.

5.7 Personal

Im Jahresdurchschnitt 2023 beschäftigte die Kumera Getriebe GmbH 148 (Vorjahr: 137) MitarbeiterInnen.

5.8 Investitionen

In 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 137) getätigt. Die Investitionen betrafen hauptsächlich technische Anlagen und Maschinen sowie die Geschäftsausstattung.

6. Zukünftige Entwicklung, Chancen und Risiken

6.1 Zukünftige Entwicklung

Im abgelaufenen Jahr hat die Kumera Getriebe GmbH den Auftragseingang erneut steigern können, so dass die Beschäftigung für das kommende Geschäftsjahr bereits in weiten Teilen sichergestellt werden konnte. Die Ende 2022 eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität werden in Verbindung mit den implementierten Steuerungs- und Controllingverfahren nicht nur die Gesamtleistung der Gesellschaft weiter steigern, sondern auch die Ertragslage nachhaltig verbessern.

Die in der zweiten Hälfte 2023 eingetretene Verbesserung in der Ertragslage wird sich in 2024 voll auswirken. Neben der Umsatzsteigerung auf TEUR 34.000 wird eine im Vergleich zum Vorjahr insgesamt höhere Marge erwartet. Die Margenverbesserung resultiert aus internen Prozessoptimierungen in der Fertigung, insbes. bei der Nutzung der internen Ressourcen, sowie aus der Ausweitung des Lieferantenportfolios durch Einführung einer gruppenweiten Einkaufsplattform, in deren Folge Bestellungen gebündelt, damit Einkaufspreise verringert und neue Lieferanten für alle Konzerngesellschaften erschlossen werden können.

Einher damit geht die verstärkte Suche nach Fach- und Führungskräften in der Produktion. So konnte in 2023 die Mitarbeiteranzahl im produzierenden Bereich bereits um über 10% gesteigert werden und der vorhandene Maschinenpark damit optimaler genutzt werden. Insgesamt besteht aber auch in 2024 weiterer Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften, nicht zuletzt um den auch bei der Kumera Getriebe GmbH absehbaren demografischen Wandel frühzeitig begegnen zu können.

Zum Jahresende 2024 erwartet die Kumera Getriebe GmbH erstmals wieder einen Jahresüberschuss von rd. TEUR 600.

Diese insgesamt positive Entwicklung wird die aktuell noch vorliegende bilanzielle Überschuldung in den kommenden Jahren abbauen. Hierzu verweisen wir auf Abschnitt 7. "Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken".

6.2 Chancen

Durch die bereits begonnenen weiter fortgesetzten Optimierungsmaßnahmen wird die Kumera Getriebe GmbH ihre Marktposition weiter verbessern und sich als Lieferant für Spezialgetriebe in Sachen Qualität und Liefertermintreue weiter von Wettbewerben absetzen können. Die bereits jetzt festzustellende hohe Marktakzeptanz - abgeleitet aus dem weiter steigenden Auftragseingang - wird die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft wieder verbessern.

Zudem sieht die Kumera Getriebe GmbH deutliche Chancen im Bereich Service & Repair. Der Umsatzanteil konnte in 2023 bereits deutlich erweitert werden und soll in 2024 abermals ausgeweitet werden. Die in 2023 erfolgreich durchgeführten Ad-hoc Reparaturen zur kurzfristigen Lösung von Kundenproblemen werden im Markt bekannt, woraus sich in den kommenden Jahren weitere Potenziale für Bestands- und Neukunden ergeben werden.

Die Nutzung der Synergien der Kumera Group, sowohl in der globalen Vertriebs- als auch in der Beschaffungsorganisation, eröffnet ebenfalls Möglichkeiten, den Umsatz in neuen Ländern zu erzielen und Einsparungen in der Beschaffung zu realisieren.

6.3 Risiken

Nach der weitestgehenden Stabilisierung der Preise und der Verfügbarkeiten für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der bezogenen Leistungen in 2023 scheinen diese nun wieder für das kommende Jahr planbar zu sein. Dennoch bestehen hier weitere Risiken, sollten sich die bestehenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten ausweiten oder gar neue Konflikte aufkommen.

Die durch die Europäische Zentralbank ergriffenen Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung haben die Kosten für Fremdkapital deutlich erhöht. Dies stellt für die Gesellschaft eine doppelte Belastung dar. Einerseits dämpfen die höheren Fremdkapitalzinsen das Investitionsverhalten der Kunden und reduzieren die Nachfrage nach Produkten der Gesellschaft, andererseits erhöht sich die Zinslast für die Kumera Getriebe GmbH auf Grund der internen Verschuldung, auch wenn die Zinsen auf einen Großteil der konzerninternen Darlehen bis zu einem Ende der bilanziellen Überschuldung kapitalisiert werden.

Mit dem in 2023 beobachteten Rückgang der Inflation sollten sich auch die künftigen Tarifabschlüsse moderater entwickeln, allerdings bestehen hier Risiken durch aktuelle und ggf. zukünftige Forderungen der Gewerkschaften nach einer Viertagewoche mit vollem Lohnausgleich. Die daraus resultierenden Herausforderungen würden die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft deutlich verschlechtern.

Ein ebenfalls zu berücksichtigendes Risiko ist die Verfügbarkeit von entsprechend qualifizierten Fach- und Führungskräften. Hier muss die Kumera Getriebe GmbH weiter an ihrer Attraktivität für Arbeitnehmer arbeiten. Neben der Zahlung adäquater Löhne gehört dazu auch eine Verbesserung der Work-Life-Balance.

Forderungsausfallrisiken sowie Transferpreisrisiken werden nicht in besonderem Maße erwartet.

7. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken

Durch die in den vergangenen Jahren erzielten Verluste ergab sich zum 31. Dezember 2023 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 9.020. Die Verlustsituation resultiert im Wesentlichen aus den Anlaufverlusten des im Zuge des Asset Deals vom 29. August 2019 übernommenen Geschäftsbetriebs der ehemaligen Carl u. Wilhelm Keller GmbH & Co. KG, Troisdorf, den Auswirkungen der COVID-Pandemie und den nicht an Kunden verrechenbare Kostensteigerungen als unmittelbare Auswirkung des Ukraine-Krieges.

Das unmittelbare Mutterunternehmen Kumera Drives Oy hat sich im Rahmen einer zeitlich befristeten harten Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2025 auf deren erstes Anfordern mittelbar oder unmittelbar so auszustatten, dass sie Ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann und eine bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit vermieden oder beseitigt wird. Für etwaige hieraus resultierende Rückzahlungs- und Zinsforderungen besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung soweit und solange dies zur Vermeidung einer Überschuldung der Kumera Getriebe GmbH im Sinne des § 19 InsO erforderlich ist.

Für das langfristige Darlehen inklusive abgegrenzter Zinsen in Höhe von TEUR 10.163 von der Kumera Oy, Riihimäki, Finnland, der alleinigen Gesellschafterin der Kumera Drives Oy und dem obersten Mutterunternehmen des Kumera-Konzerns, besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung gemäß § 39 Absatz 2 InsO. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag gegenüber der Kumera Oy Verbindlichkeiten aus der kurzfristigen Finanzmittelbereitstellung von insgesamt TEUR 10.411.

Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Prognosezeitraum ist damit von der finanziellen Unterstützung des unmittelbaren Mutterunternehmens, der Kumera Drives Oy abhängig. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der aus der aktuellen Unternehmensplanung erkennbare Liquiditätsbedarf im nächsten Jahr durch die Patronatserklärung seitens des unmittelbaren Mutterunternehmens Kumera Drives Oy gedeckt wird und hat den Jahresabschluss daher nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

KUMERA GETRIEBE GMBH, TROISDORF

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 5.501.408,81 6.663.373,71
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 435.682,00 1.071.139,81
II. Sachanlagen 2.372.712,14 2.899.219,23
III. Finanzanlagen 2.693.014,67 2.693.014,67
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.844.346,82 9.775.868,03
I. Vorräte 9.491.648,88 5.546.181,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.259.141,27 3.659.360,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 93.556,67 570.326,81
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 46.660,00 30.000,00
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 9.019.544,82 7.438.299,78
29.411.960,45 23.907.541,52

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Verlustvortrag -10.438.299,78 -9.085.118,15
III. Jahresfehlbetrag -1.581.245,04 -1.353.181,63
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 9.019.544,82 7.438.299,78
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.119.638,00 1.043.576,50
C. VERBINDLICHKEITEN 28.292.322,45 22.863.965,02
29.411.960,45 23.907.541,52

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Personalaufwand -9.139.828,98 -8.273.218,92
a) Löhne und Gehälter -7.511.954,22 -6.796.478,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.627.874,76 -1.476.740,75
2. Abschreibungen -1.435.288,07 -1.416.048,92
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.435.288,07 -1.416.048,92
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.089.736,38 -4.321.964,18
4. Erträge aus Beteiligungen 325.189,46 322.491,29
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -304.051,95 -259.991,08
6. Ergebnis nach Steuern -1.577.369,04 -1.349.877,63
7. Sonstige Steuern -3.876,00 -3.304,00
8. Jahresfehlbetrag -1.581.245,04 -1.353.181,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Kumera Getriebe GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Kumera Getriebe GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Troisdorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Siegburg
Register-Nr.: HRB 15647

Die Kumera Getriebe GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Mit dem Asset Purchase Agreement vom 29. August 2019 hat die Kumera Getriebe GmbH den operativen Geschäftsbetrieb der ehemaligen Carl u. Wilhelm Keller GmbH & Co. KG, Troisdorf, mit beweglichen Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens sowie den dazu gehörenden Verträgen und Rechten mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. September 2019 übernommen.

Unternehmensfortführung

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf den Abschnitt 7. "Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken" am Ende des Lageberichts, in dem auf die Bestandsgefährdung hingewiesen wird.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der aus der aktuellen Unternehmensplanung erkennbare Liquiditätsbedarf im nächsten Jahr durch die bereits erfolgten Finanzierungsmaßnahmen seitens der mittelbaren und unmittelbaren Mutterunternehmen sowie der Patronatserklärung seitens des unmittelbaren Mutterunternehmens Kumera Drives Oy, Riihimäki/Finnland, gedeckt wird und hat den Jahresabschluss daher nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Gesellschaft besteht nach § 238 HGB Buchführungspflicht.

Die Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle erfolgte nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Die Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der handelsrechtlichen Buchführungs- und Bilanzierungsvorschriften. Die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB werden teilweise in Anspruch genommen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Für den im Zuge des Asset Deals entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Aktivierung eine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren zugrunde gelegt. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt im Rahmen einer vertretbaren Nutzungseinschätzung auf der Grundlage der Einschätzung der Art der Geschäftstätigkeit, der keine besonderen Umstände entgegenstehen. Der Geschäfts- und Firmenwert wird planmäßig über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsbedingten Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Für technische Anlagen und Maschinen aus der Übernahme werden sieben Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung fünf Jahre berücksichtigt. Die Nutzungsdauern für Neuinvestitionen im Bereich andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen zwischen 3 und 15 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Soweit der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter die Anschaffungskosten sinken wird, werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen.

In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Ist der voraussichtliche Veräußerungserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch angemessene Einzelwertberichtigungen und allgemeinen Risiken durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die vor dem Bilanzstichtag erfolgten, aber wirtschaftlich dem Geschäftsjahr 2023 zuzurechnen sind.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagenvermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) ersichtlich.

Die Kumera Getriebe GmbH ist an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Beteiligung
%
2023 Eigenkapital
TEUR
2023 Ergebnis
TEUR
DK Immobilien GmbH & Co. KG, Troisdorf 100 1.708 325
DK Beteiligungsgesellschaft mbH, Troisdorf 100 64 5

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 73) betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen solche für Risiken aus dem Asset Purchase Agreement TEUR 279, für Gewährleistungen TEUR 270 und für Personalverpflichtungen TEUR 257.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 20.203 (Vorjahr: TEUR 18.261) lang- und kurzfristige Darlehen (inklusive abgegrenzter Zinsen) sowie mit TEUR 538 (Vorjahr: TEUR 880) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 11.686 (Vorjahr: TEUR 10.356). Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten jeweils in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig sind, entfallen TEUR 10.911 (Vorjahr: TEUR 9.293) auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren in Höhe von TEUR 4.065 (Vorjahr: TEUR 7.042) und sowie in Höhe von TEUR 6.098 (Vorjahr: TEUR 2.817) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Diese betreffen ausschließlich Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem obersten Mutterunternehmen Kumera Oy.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

IV. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Arto Lehtinen, Helsinki/Finnland, Chief Executive Officer von 26.01 bis 17.04.2023

Dr. Thilo Reichel, Siegen, Managing Director

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 148 (Vorjahr: 137), hiervon 84 gewerbliche (Vorjahr: 71) und 64 angestellte (Vorjahr: 66) Mitarbeiter/innen.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB existieren bei der Gesellschaft nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Gesamtbetrag von TEUR 1.085 (Vorjahr: TEUR 1.342).

Der Vorteil im Vergleich zum Kauf der gemieteten bzw. geleasten Vermögensgegenstände besteht darin, dass die betreffenden Dauerschuldverhältnisse eine liquiditätsschonende Nutzung dieser Vermögensgegenstände erlauben. Ein Risiko könnte insbesondere hinsichtlich der gemieteten Immobilien darin liegen, dass eine Weiternutzung nach Ablauf der vertraglich gesicherten Zeiträume nicht mehr oder nur noch zu erhöhten Mietpreisen durchgesetzt werden kann.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen den Jahresfehlbetrag 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Kumera Getriebe GmbH wird in den Konzernabschluss des mittelbaren und obersten Mutterunternehmens Kumera Oy, Riihimäki, Finnland, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Kumera Oy erhältlich.

Nachtragsbericht

Am 28.12.2023 ist ein Kundenauftrag mit einem Umsatzvolumen von rd. TEUR 1.500 final aufgehoben worden. In diesem Zusammenhang wurden erhaltene Anzahlungen auf diesen Auftrag iHv. TEUR 751 in KW 6-2024 zurückgezahlt.

Daneben sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Zukünftige negative Auswirkungen durch Rückschläge aufgrund der COVID-19 Pandemie und durch den andauernden Krieg in der Ukraine und dem Konflikt im Nahen Osten können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Historische Anschaffungs- /Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.047,50 0,00 0,00 0,00 8.047,50
Geschäfts- oder Firmenwert 3.173.265,00 0,00 0,00 0,00 3.173.265,00
3.181.312,50 0,00 0,00 0,00 3.181.312,50
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 4.735.207,74 0,00 1,00 0,00 4.735.206,74
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 630.960,67 180.809,03 566,00 10.000,00 821.203,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.000,00 93.081,14 0,00 -10.000,00 93.081,14
5.376.168,41 273.890,17 567,00 0,00 5.649.491,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.693.014,67 0,00 0,00 0,00 2.693.014,67
11.250.495,58 273.890,17 567,00 0,00 11.523.818,75
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 737,69 804,81 0,00 1.542,50
Geschäfts- oder Firmenwert 2.109.435,00 634.653,00 0,00 2.744.088,00
2.110.172,69 635.457,81 0,00 2.745.630,50
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 2.188.608,56 676.689,18 0,00 2.865.297,74
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 288.340,62 123.141,08 0,00 411.481,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.476.949,18 799.830,26 0,00 3.276.779,44
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.587.121,87 1.435.288,07 0,00 6.022.409,94
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.505,00 7.309,81
Geschäfts- oder Firmenwert 429.177,00 1.063.830,00
435.682,00 1.071.139,81
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 1.869.909,00 2.546.599,18
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 409.722,00 342.620,05
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 93.081,14 10.000,00
2.372.712,14 2.899.219,23
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.693.014,67 2.693.014,67
5.501.408,81 6.663.373,71

 

Troisdorf, den 19. März 2024

Dr. Thilo Reichel

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023: 11. April 2024

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss [Bilanz und Anhang] handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des UNABHÄNGIGEN Abschlussprüfers

An die Kumera Getriebe GmbH, Troisdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kumera Getriebe GmbH, Troisdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kumera Getriebe GmbH, Troisdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt "I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss - Unternehmensfortführung" im Anhang und die Angaben in Abschnitt "7. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft im Wesentlichen aus den Anlaufverlusten des im Zuge des Asset Deals vom 29. August 2019 übernommenen Geschäftsbetriebs der ehemaligen Carl u. Wilhelm Keller GmbH & Co. KG , Troisdorf,sowie aufgrund eines schwierigen ökonomischen Umfeldes zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 9.020 ausweist und sich in einer weiterhin angespannten Liquiditätssituation befindet.

Das unmittelbare Mutterunternehmen Kumera Drives Oy, Riihimäki/Finnland, hat sich im Rahmen einer zeitlich befristeten harten Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft auf deren erstes Anfordern mittelbar oder unmittelbar so auszustatten, dass sie Ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann und eine bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit vermieden oder beseitigt wird. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Prognosezeitraum ist damit von der finanziellen Unterstützung des unmittelbaren Mutterunternehmens, der Kumera Drives Oy, Riihimäki/Finnland, abhängig.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, WirtschaftsprÃ1⁄4fungsgesellschaft

8P Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. O. Jürgens, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm./Dipl.-Vw. D. Neuhaus, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss zur Gewinnverwendung (Auszug):

Die Gesellschafterversammlung der Kumera Getriebe GmbH hat am 11. April 2024 folgenden Beschluss gefasst:

Der Jahresabschluss auf den 31.12.2023, geprüft und mit Bestätigungsvermerk versehen von der 8P Treuhand GmbH in Siegen, wird mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.581.245,04 EUR festgestellt.

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Troisdorf, den 11. April, 2024

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

9 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.