Reifen Pott Auto-Service GmbH

Hülsbrockstraße 5, 33334 Gütersloh, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 1407
Eingetragen
16.11.1976
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Verkauf von Bereifungen aller Art nebst Zubehör von Kraftfahrzeugteilen mit den entsprechenden Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Verwaltung und Vertretung übernehmen und Zweigniederlassung errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karin Pott
seit 3.4.2025
Prokura
Tobias Hugo Pott
seit 6.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gütersloh
26.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reifen Pott Auto-Service GmbH

Gütersloh

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

Reifen Pott Auto-Service GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Firma Reifen Pott Auto-Service GmbH ist ein Mobilitätsdienstleister für private und gewerbliche Verbraucher in den Segmenten PKW, LKW sowie Spezialreifen mit verschiedenen Filialstandorten im Großraum Ost-Westfalen-Lippe und Umgebung. Neben dem Kerngeschäft "Reifenhandel" und dem damit verbundenen Service hat sich der Bereich Kfz-Service (Reparatur & Service) zu einem wichtigen Bestandteil des Leistungsspektrums und des Geschäftsmodells entwickelt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024).

2.2 Entwicklung der Branche

Laut dem Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV, Bonn) betrug der Gesamtbedarf an Reifen im Geschäftsjahr 2023 in Deutschland rund 44,5 Mio. Stück Reifen. Damit ist die Nachfrage im Durchschnitt aller Produktsegmente um rund 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Für die Reifenhandelsbranche war es ein anspruchsvolles Jahr 2023. Während die Absatzzahlen im Sell-Out bis zum Ende des dritten Quartals in den Segmenten Consumer- und Nutzfahrzeug- Reifen deutlich hinter den Erwartungen und den Vorjahreszahlen lagen, konnte zumindest im Consumer-Bereich durch einen "Endspurt" im vierten Quartal doch noch ein positives Ergebnis erreicht werden. Ursächlich hierfür war der fast landesweit auftretende Wintereinbruch. Im Nutzfahrzeug-Reifensegment war ein knapp zweistelliger Volumenrückgang 2023 im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Trotz aller Diskussionen zum Thema Nachhaltigkeit waren nicht nur Neureifen, sondern auch runderneuerte Nutzfahrzeugreifen betroffen.

2.3 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Der Umsatz der Gesellschaft hat sich in einem schwierigen Marktumfeld im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Hierbei wirken sich insbesondere auch die von den Herstellern durchgeführten und an die Kunden weitergegebenen Preiserhöhungen aus. Der Materialaufwand entwickelte sich insbesondere aufgrund von Preiserhöhungen der Hersteller zunächst leicht überproportional. Die Preiserhöhungen wurden im Laufe des Jahres an die Kunden weitergegeben. Im Ergebnis hat sich das Rohergebnis nominal um 230 T€ auf 7.395 T€ erhöht. Die Personalaufwendungen sind insbesondere aufgrund von Lohnanpassungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die um 141 T€ (8,2 %) gegenüber dem Vorjahr erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere gestiegene Raumkosten, Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten und weitere diverse inflationsbedingt gestiegene Kosten. Die Geschäftstätigkeit hat in 2023 wieder zu einem positiven Ergebnis nach Steuern in Höhe von 1.083 T€ geführt (Vorjahr: 1.211 T€).

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Die Aktivseite ist geprägt von einem Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen von 48,8 % (Vorjahr: 29,3 %), den liquiden Mittel von 26,7 % (Vorjahr: 27,5 %), den Vorräten von 15,7 % (Vorjahr: 20,8 %) und dem Anlagevermögen von 8,6 % (Vorjahr: 22,3 %). Im Sachanlagevermögen standen den Investitionen in Höhe von 299 T€ Abschreibungen in Höhe von 228 T€ gegenüber. Auf der Passivseite betrugen die Verbindlichkeiten 13,1 % (Vorjahr: 4,7 %) und die Rückstellungen 5,9 % (Vorjahr: 5,9 %). Die Eigenkaptalquote beträgt zum 31.12.2023 bei 81,0 % (Vorjahr 89,4 %).

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist wie im Vorjahr als positiv zu bezeichnen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten werden aufgrund der Erfahrungen im Finanzierungsbereich konstant gehalten.

3.2 Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt über eine hohe Innenfinanzierungskraft und erhält von ihren Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Die notwendige Liquidität ist sowohl durch positive Unternehmensergebnisse als auch durch ausreichende liquide Mittel sowie mögliche Kreditlinien sichergestellt. Alle Investitionen konnten ohne Bankkredite finanziert werden. Der Cashflow des Berichtsjahres betrug 1.312 T€ (Vorjahr: 1.434 T€).

3.3 Ertragslage

Die Ertragssituation ist weiterhin als zufriedenstellend zu betrachten. Die Umsatzerlöse konnten weiter gesteigert werden und auch das Rohergebnis erhöhte sich von 7.165 T€ im Vorjahr auf 7.395 T€ für das Berichtsjahr. Aufgrund gestiegener Einkaufspreise und einer erst zeitverzögerten Weitergabe dieser an die Kunden erhöhte sich die Materialeinsatzquote um 0,9 %-Punkte. Aufgrund von Lohnanpassungen erhöhten sich die Personalaufwendungen um 323 T€. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.083 T€ ab und lag damit um 128 T€ unter dem Ergebnis des Vorjahres.

4. Risiko, Chancen- und Prognosebericht

4.1 Chancenbericht

Der stetig wachsende Fahrzeugbestand, das steigende Durchschnittsalter der Fahrzeuge und die wachsende Bedeutung des Leasings im Neufahrzeugbereich stellen positive Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Gesellschaft dar. Insbesondere gegenüber dem herstellergebundenen Autohaus ist der freie Handel in diesen Segmenten traditionell stärker ausgeprägt. Die Stärke der Firma Reifen Pott Auto-Service GmbH ist zum einen die starke regionale Stellung in Ostwestfalen-Lippe, die herstellerunabhängige Beratung und ganzheitliche Mobilitätsdienstleistung sowie die persönliche Nähe zu Kunden und Mitarbeitern. Daneben kann die inhabergeführte Gesellschaft schnell und individuell auf Marktveränderungen reagieren. Die langfristige Anmietung von wesentlichen Teilen der Betriebsflächen, Lager und Filialen von verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschaftern schützt die Gesellschaft vor drastischen Mieterhöhungen und Kündigungen der Mietverträge und ermöglicht somit eine langfristige Planung. Darüber hinaus werden insbesondere dank des solventen und oft langjährigen Kundenstamms sowie durch die kontinuierliche Marktabstimmung Chancen in der positiven Entwicklung der Gesellschaft gesehen. Chancen ergeben sich auch aus der Tatsache, dass viele Wettbewerber aus Altersgründen Ihre Betriebe schließen.

4.2 Risikobericht

Aufgrund der Auswirkungen des Ukraine-Krieges, der hohen Inflation und Zinsen wird die Konjunktur in Deutschland auch noch in 2024 schwächeln. Unter Berücksichtigung dieser schwierigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen kann es zu Kostensteigerungen und Ergebnisbelastungen kommen. Wir gehen davon aus, dass diese Kostensteigerungen durch Weiterbelastungen an Kunden kompensiert werden können. Gleichzeitig können die Krisen auch zu einer Verminderung der verfügbaren Einkommen und somit auch zu einer höheren Preissensibilität bei den Verbrauchern führen. Hierdurch könnte es wiederum zu einem Rückgang der Nachfrage nach den Markenprodukten und entsprechenden Verminderungen der Umsatzerlöse und des Rohertrages kommen. Ein weiteres bedingtes Risiko besteht in den derzeitigen Lieferverzögerungen aufgrund von Störungen in den Lieferketten. Diesem Umstand wird jedoch insbesondere durch eine stärkere Bevorratung begegnet, so dass die Lieferfähigkeit zu großen Teilen sichergestellt werden kann. Die Lieferbeziehungen für den Hauptumsatzträger Reifen sind langjährig bewährt; die Kundenstruktur ist sehr diversifiziert und existentielle Abhängigkeiten von Großkunden bestehen nicht. Neben den Auswirkungen der Ukraine-Krieges bedingten Risiken bestehen auch markt- und wettbewerbsbedingte Risiken, denen aufgrund regelmäßiger Überprüfungen von Unternehmensstrategien und Anpassungen an die jeweiligen Marktsituationen gegengesteuert wird, sodass derzeit für die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft lediglich Risiken aufgrund der klimatischen Veränderungen gesehen werden, wodurch die Winter zunehmend milder ausfallen und der saisonale Wechsel entfallen kann. Darüber hinaus sind die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens auch durch nationale rechtliche Rahmenbedingungen geregelt, die einer ständigen Weiterentwicklung unterliegen. Hinzuweisen ist an dieser Stelle insbesondere auf die Risiken der immer weiter zunehmenden Umweltschutzdebatte, welche auch den Verkehr und die Automobilwirtschaft betrifft. Ein weiteres Risiko ist der nach wie vor vorherrschende Fachkräftemangel. Die teilweise angespannte Personalsituation birgt das Risiko nicht mehr alle Aufträge abwickeln zu können.

4.3 Prognosebericht

4.3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Infolge des Russland-Ukraine-Kriegs und weiterer geopolitischer Krisen können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die möglicherweise zu Rückgängen des weltweiten Wirtschaftswachstumes führen. Diese Risiken können Umsatz- und Ergebnisentwicklungen von Reifen Pott negativ beeinflussen und zu erheblichen Beeinträchtigungen des Beschaffungsmarktes führen. Daneben ist die operative Entwicklung abhängig von der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben konjunkturellen Risiken können auch weitere Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die operative Entwicklung darstellen.

4.3.2 Reifenhandel

In seiner im Februar 2024 veröffentlichten Prognose geht der BRV für das Reifenersatzgeschäft in Deutschland von einem Wachstumspotenzial von bestenfalls einem Prozent Absatzmenge im Segment Consumer-Reifen aus. Ähnlich wie 2023 wird dies voraussichtlich primär weiter getrieben sein von steigender Nachfrage nach Ganzjahresreifen bei gleichzeitig rückläufigen Absatzzahlen in den Produktgruppen Sommer-, aber auch Winterreifen. Diese Einschätzung stützt der Verband auf folgende Abwägung: Der Pkw-Bestand in Deutschland ist laut Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen, ebenso das Fahrzeugalter, das jetzt im Durchschnitt bei 10,3 Jahren liegt. Beides ist aus Sicht der Reifenhandelsbranche positiv zu werten: Mehr und ältere Fahrzeuge bedingen grundsätzlich mehr Reifenersatzbedarf. Auf der anderen Seite stehen aber eine um knapp 2 % weiter gesunkene durchschnittliche Jahresfahrleistung und die Entwicklung hin zu längerlebigen Reifen. Hinzu kommt eine abgeschwächte Konsumneigung der Verbraucher durch inflationsbedingte Kaufkraftverluste. Im Segment Lkw-Reifen sieht der BRV für 2024 ein Absatzpotenzial von gut 2,5 Mio. Stück und prognostiziert damit ein Plus von 3,4 %, und zwar 4,0 % bei neuen und 2,0 % bei rund- erneuerten Reifen, was für Letztgenannte einen weiteren Anteilsrückgang zur Folge hätte.

4.3.3 Gesamtprognose Reifen Pott Auto-Service GmbH

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Anstieg der Umsatzerlöse auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Aufgrund der gestiegenen Kostenstruktur wird ein Jahresüberschuss etwas unterhalb des Berichtsjahres erwartet.

 

Gütersloh, den 26. März 2025

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 752.222,94 1.622.339,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.802,00 4.431,00
II. Sachanlagen 695.299,00 624.519,00
III. Finanzanlagen 54.121,94 993.389,55
B. Umlaufvermögen 7.976.878,14 5.633.586,16
I. Vorräte 1.371.083,53 1.510.095,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.269.475,84 2.125.541,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.336.318,77 1.997.948,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.129,05 5.809,24
Summe Aktiva 8.734.230,13 7.261.734,95

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.074.019,83 6.490.694,39
I. Gezeichnetes Kapital 26.500,00 26.500,00
II. Kapitalrücklage 24.816,73 24.816,73
III. Bilanzgewinn 7.022.703,10 6.439.377,66
B. Rückstellungen 511.383,00 426.622,00
C. Verbindlichkeiten 1.146.727,30 342.318,56
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.100,00 2.100,00
Summe Passiva 8.734.230,13 7.261.734,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.395.409,42 7.165.429,99
2. Personalaufwand 3.846.921,53 3.524.051,07
a) Löhne und Gehälter 3.169.566,67 2.923.201,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 677.354,86 600.849,77
davon für Altersversorgung 2.212,64 2.606,80
3. Abschreibungen 229.825,53 223.870,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 229.825,53 223.870,55
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.874.304,84 1.733.659,48
5. Erträge aus Beteiligungen 26.175,38 28.868,77
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85.601,40 29.811,31
davon aus verbundenen Unternehmen 78.339,01
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.861,65 3.843,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 225,00 243,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 461.965,16 522.087,99
9. Ergebnis nach Steuern 1.090.307,49 1.216.597,98
10. sonstige Steuern 6.982,05 5.376,34
11. Jahresüberschuss 1.083.325,44 1.211.221,64
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.439.377,66 5.728.156,02
13. Ausschüttung 500.000,00 500.000,00
14. Bilanzgewinn 7.022.703,10 6.439.377,66

Anhang

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firmenname laut Registergericht: Reifen Pott Auto-Service GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Gütersloh
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Gütersloh
Register-Nr.: 1407

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 326 HGB bzw. 327 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Die im Vorjahr in Höhe von T€ 950 unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Darlehen werden ab dem Berichtsjahr zur einheitlichen Darstellung mit vergleichbaren Sachverhalten in Höhe von T€ 750 unter den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten:

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen (15 Jahre Nutzungsdauer) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Auf die Wiedergabe der Einzelpositionen des Anlagevermögens in der Bilanz wurde in Anwendung von § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB verzichtet.

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 31.096,40 31.096,40 26.665,40
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 31.096,40 31.096,40 26.665,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128.469,99 128.469,99 99.451,99
2. technische Anlagen und Maschinen 1.255.126,41 111.339,64 19.018,47 1.347.447,58 1.090.710,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.663.385,27 187.671,89 48.932,98 1.802.124,18 1.232.300,27
Summe Sachanlagen 3.046.981,67 299.011,53 67.951,45 3.278.041,75 2.422.462,67
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 43.389,55 10.732,39 54.121,94 0
2. sonstige Ausleihungen 950.000,00 950.000,00- 0 0
Summe Finanzanlagen 993.389,55 10.732,39 950.000,00- 54.121,94 0
Summe Anlagevermögen 4.071.467,62 309.743,92 67.951,45 950.000,00- 3.363.260,09 2.449.128,07
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.629,00 28.294,40
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.629,00 28.294,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.728,00 112.179,99
2. technische Anlagen und Maschinen 73.783,64 18.992,47 1.145.501,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.684,89 48.923,98 1.325.061,18
Summe Sachanlagen 228.196,53 67.916,45 2.582.742,75
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0
2. sonstige Ausleihungen 0
Summe Finanzanlagen 0
Summe Anlagevermögen 229.825,53 67.916,45 2.611.037,15
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.802,00 4.431,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.802,00 4.431,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.290,00 29.018,00
2. technische Anlagen und Maschinen 201.946,00 164.416,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.063,00 431.085,00
Summe Sachanlagen 695.299,00 624.519,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 54.121,94 43.389,55
2. sonstige Ausleihungen 0 950.000,00
Summe Finanzanlagen 54.121,94 993.389,55
Summe Anlagevermögen 752.222,94 1.622.339,55

Angaben und Erläuterungen zu Forderungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 47.870,58 (Vj.: € 25.210,72) und Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von € 12.197,74 (Vj.: € 0,00). In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 15.727,75 (Vj.: € 16.244,73) und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von € 6.393,22 (Vj.: € 20.327,29) enthalten.

Die Forderungen haben grundsätzlich eine Restlaufzeit kleiner einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr in Höhe von € 1.400.000,00 enthalten.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von € 5.939.377,66 einbezogen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Bei den langfristigen Pensionsrückstellungen (€ 12.477) wurde pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Damit wurde bei der Berechnung dieser Rückstellungen ein Zinssatz von 1,82 % angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte mit dem Teilwertverfahren analog § 6a EStG. Der Rententrend wurde mit 2,00 % berücksichtigt. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck Lizenz Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln, angewandt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt € 70,00.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Euro Euro
Urlaubs- und Überstundenansprüche 183.930,00
Tantieme, Boni 40.000,00
Abschlusskosten 44.600,00
Aufbewahrungspflichten 21.000,00
Altreifenentsorgung 3.700,00 24.700,00
293.230,00

Die Steuerrückstellungen betreffen die noch nicht veranlagten Jahre 2022 und 2023.

Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

Verbindlichkeiten Stand 31.12.
Euro
bis 1 Jahr
Euro
mehr als 1 J.
Euro
mehr als 5 J.
Euro
aus Lieferungen+ Leistungen 882.248,12 882.248,12 0,00 0,00
(Vj.: 170.884,18) (Vj.: 170.884,19) (Vj.: 0,00) (Vj.: 0,00)
Sonstige * 264.479,18 234.479,18 0,00 30.000,00
(Vj.: 171.434,37) (Vj.: 141.434,37) (Vj.: 0,00) (Vj.: 30.000,00)
Summe: 1.146.727,30 1.116.727,30 0,00 30.000,00
(Vj.: 342.318,56) (Vj.: 312.318,56) (Vj.: 0,00) (Vj.: 30.000,00)

* davon aus Steuern: € 184.981,74 (Vorjahr: € 75.088,28)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Es haben sich nach Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern nur aktive latente Steuern ergeben. Gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden diese nicht ausgewiesen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Wesentliche periodenfremde Erträge oder Aufwendungen sind nicht angefallen.

Sonstige Angaben

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen. Zum Bilanzstichtag lagen keine Kündigungen vor. Der Aufwand im Berichtsjahr betrug € 819.681,48 (Vj.: € 806.731,48).

Gegenüber einem Kreditinstitut wurde eine Bürgschaft in Höhe von € 1.000.000,00 gewährt. Hierbei handelt es sich um eine Mithaftung gegenüber dem Kreditinstitut für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren die Kaufleute Tobias und Reinhard Pott (bis zum 25.03.2025), beide Gütersloh. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 92 Mitarbeiter beschäftigt.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Gewerblich angestellt 59,00
Kaufmännisch angestellt 33,00

Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen können.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Gütersloh, den 26. März 2025

gez. Tobias Pott

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Vorbemerkung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in der nach § 325 ff. HGB offen zu legenden Fassung und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 basiert auf dem von uns geprüften, vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023, soweit keine Erleichterungen bezüglich der Offenlegung in Anspruch genommen worden sind.

Dem vollständigen, von uns geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Reifen Pott Auto-Service GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reifen Pott Auto-Service GmbH, Gütersloh, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reifen Pott Auto-Service GmbH, Gütersloh, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlagen für die eingeschränkten Prüfungsurteile"

beschriebenen Sachverhalte in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von T€ 1.371 und des Vorjahres in Höhe von T€ 1.510 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventuren nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Löhne, den 31. März 2025

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