Recunia GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Jörg Tilmes seit 26.5.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 80.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Linden GmbHLüdenscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht zum Geschäftsjahr 2018A) Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die deutsche Wirtschaft hat sich im Verlauf des Jahres 2018 nochmals positiv entwickelt. Der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) hat sich aber etwas gegenüber dem Vorjahr auf +1,5% (2017 +2,2%) abgeschwächt. Die weltweite BIP-Entwicklung hat sich im Jahr 2018 mit +3,7% (Vorjahr +3,7 %) konstant entwickelt. Nach einem sehr deutlichen Plus im Vorjahr (+6,2%) ist der deutsche Außenhandel im Jahr 2018 mit einem Plus von 3,0% geringer gewachsen. Unverändert wichtigstes deutsches Exportgut bleiben weiterhin Kraftwagen und Kraftwagenteile mit einem gegenüber dem Vorjahr nochmals etwas gesunkenen Anteil von ca. 17,6% (Vorjahr 18,3%) am gesamten deutschen Außenhandel. Noch wichtiger ist die Bedeutung der Auslandsmärkte für die Automobilindustrie selbst: In 2018 wurden im Inland 5,1 Mio. Fahrzeugeinheiten produziert (Vorjahr 5,6 Mio.) und 4,0 Mio. PKW (Vorjahr ebenfalls 4,4 Mio.) exportiert. Damit haben sich diese Kennzahlen bereits zwei Jahre in Folge abgeschwächt. Hierin sehen wir eine unmittelbare Folge der kontinuierlich zunehmenden Spannungen in der weltweiten Handels- und Wirtschaftspolitik. 2. Entwicklung der Branche Dieser Entwicklung folgend ist der Umsatz der deutschen Automobilhersteller im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals seit 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig (330,5 Mrd. € nach 331,7 Mrd. € in 2017). Insgesamt konnte die Automobilindustrie weltweit den Absatz mit 85,0 Millionen PKW gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil halten (85,2 Millionen PKWs in 2017; gegenüber 2016 entsprach dies noch einem Volumenzuwachs von + 4,4%). Für den deutschen Markt konnte mit +1% nochmals und trotz der WLTP-Verzögerungen ein leichter Anstieg bei den Zulassungen auf insgesamt 3,4 Mio. PKW erreicht werden. Die Zahl der Beschäftigten im Inland ist 2018 im Jahresdurchschnitt weiter auf 833.700 Mitarbeiter angestiegen (Vorjahr 820.000 Mitarbeiter). Demnach sind 18,6% aller Erwerbstätigen in Deutschland in der Automobilindustrie beschäftigt. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Linden GmbH ist weiterhin als Spezialist für die Serienfertigung oberflächenveredelter Kunststoffkomponenten im Bereich Automotive tätig. Das Leistungsspektrum umfasst die Wertschöpfungsstufen Artikel-Konstruktion, Kunststoffspritzguss, Oberflächenveredelung, Montage sowie Werkzeugbau. Damit unterstützt die Linden Gruppe OEM- und Tier1-Kunden von der Designidee bis zum fertigen Serienprodukt. Der Umsatz der Linden GmbH hat sich in 2018 wie folgt entwickelt.
Das Geschäftsjahr 2018 konnte mit einer konstanten Umsatzentwicklung abgeschlossen werden. Die Artikel-Umsätze belaufen sich auf 21.130 TEUR, die Werkzeugumsätze konnten um 38% gesteigert werden. Während der geplante Werkzeugumsatz nahezu "auf den Punkt" erreicht werden konnte (Plan 3.955 TEUR), wurde der geplante Artikelumsatz (22.378 TEUR) um 6% verfehlt. Wesentlicher Grund hierfür waren niedrigere Abrufe des Kunden Takata/Joyson, dem im Rahmen der Takata-Insolvenz Teilumsätze seitens Daimler gekündigt wurden. Für 2019 erwartet die Linden GmbH ca. 13% niedrigere Umsätze, vornehmlich auf Grund weiterer Fertigungsverlagerungen zur Linden s.r.o. Konsolidiert geht die Planung der Linden Gruppe für 2019 entsprechend der grundsätzlich schwächeren Konjunkturentwicklung von einem um ca. 3% leicht rückläufigen Gesamtumsatz aus. Es besteht eine dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld entsprechende Anfrage- und Auftragssituation. 4. Produktion Die erneut in der Linden Gruppe um 6,6% erhöhte Anzahl gefertigter Artikel hat insbesondere Anfang 2018 zu einer Überlastung der bestehenden Anlagenkapazitäten geführt. Kapazitätserweiterungen wurden erst im 2. Quartal wirksam, sodass Rückstände, Wochenendarbeiten etc. erst zur Jahresmitte 2018 abgebaut waren. Die Inbetriebnahme einer zweiten UV-Monocure-Beschichtungsanlage wurde zum Ende Februar 2018 abgeschlossen. 5. Beschaffung Der Beschaffungsbereich hat sich im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr insbesondere im Bereich Kunststoffe negativ entwickelt. Engpässe seitens Covestro führten dazu, dass Mengen auf Spotmärkten zu deutlich höheren Preisen zugekauft werden mussten, ohne dass diese Kosten vollständig an Kunden weitergegeben werden konnten. 6. Investitionen Die im Jahr 2018 getätigten Investitionen in Sachanlagen und Anlagen im Bau waren hauptsächlich durch auftragsbezogene Anforderungen verursacht und betrafen im Wesentlichen die Bereiche Spritzguss, UV-Lackierung und Automatisierung. Das gesamte Investitionsvolumen im Jahr 2018 einschließlich Investitionen in Gebäude und in immaterielles Anlagevermögen belief sich auf TEUR 2.371; hiervon wurden TEUR 1.630 über Operating-Leasing-Verträge refinanziert. Die immateriellen Investitionen beziehen sich im Wesentlichen auf die Anschaffung von Software. 7. Finanzierung Die Gesellschaft verfügt unverändert über einen ausreichenden Finanzierungsrahmen, der von der Muttergesellschaft HKT zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich und ebenfalls gegenüber dem Vorjahr unverändert finanziert sich die Gesellschaft über einen Factoring-Rahmen. Dieser beläuft sich für die Gesellschaften Linden GmbH, Linden s.r.o., HKT und SMK weiterhin auf insgesamt TEUR 12.000. Dem Unternehmen steht somit ausreichend Liquidität sowie ein ausreichender finanzieller Spielraum zur Verfügung. 8. Personal- und Sozialbereich Die Mitarbeiteranzahl ist im Vergleich zu 2017 auch aufgrund des Insourcings externer Vor- und Nacharbeiten um 6% auf durchschnittlich 200 Mitarbeiter gestiegen. Für 2019 sind in Folge der leicht rückläufigen Umsatzentwicklung keine weiteren Neueinstellungen vorgesehen. In 2018 bildete die Linden GmbH im Jahresdurchschnitt 5 Auszubildende in technischen und kaufmännischen Bereichen aus. Gemäß der in der jährlichen Schulungsmatrix festgelegten Planung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen wurden im Jahr 2018 die entsprechenden Maßnahmen durchgeführt. Für die Linden GmbH besteht keine Tarifzugehörigkeit im Arbeitgeberverband der Fachgruppe IG-Metall. Daher sind die dort zwischen den Parteien ausgehandelten Tariferhöhungen für die Linden GmbH nicht verbindlich. 9. Forschung und Entwicklung 9.1. Projekt Image Die positive Umsatzentwicklung mit Artikeln auf Basis der Image-Technologie hat sich in 2018 fortgesetzt und wie erwartet wurde die Schwelle von 1.600 TEUR, ab der an die H&T Gruppe eine Umsatzbeteiligung in Höhe von 2,5% zu zahlen ist, überschritten. Die in 2018 insgesamt gezahlte Umsatzbeteiligung beläuft sich auf 72 TEUR. 9.2. Patente Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Patent angemeldet. 10. Qualitätssicherungssysteme Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001, ISO/TS 16949 und DIN EN ISO 14001 sowie DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Ein Zertifzierungs-Audit nach der IATF-16949-Norm wurde im November 2018 erfolgreich abgeschlossen. 11. Umweltschutz und Sicherheit Linden ist ein nach EN/ISO 14001 zertifizierter Betrieb. Am Standort Lüdenscheid wird daher nach den neuesten Richtlinien für Umweltschutz und Sicherheit gearbeitet. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch externe Dienstleister für Arbeitsschutz und -sicherheit gewährleistet. B) Darstellung der Lage 1. Ertragslage Das Betriebsergebnis der Linden GmbH hat sich negativ entwickelt. Nach einem positiven Vorjahresergebnis in Höhe von 451 TEUR wird das Geschäftsjahr 2018 mit einem Verlust in Höhe von -577 TEUR abgeschlossen. Für das Jahr 2019 erwartet die Gesellschaft wieder ein leicht positives Betriebsergebnis.
Die Gesamtleistung verringerte sich leicht gegenüber dem Vorjahr um 95 TEUR (-0,4%). Der Materialaufwand reduzierte sich um TEUR 557. Absolut konnte ein höherer Rohertrag erzielt werden und die Rohertragsmarge hat sich dementsprechend von 48,90% im Vorjahr auf 50,92% in 2018 verbessert. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr erhöht (+77 TEUR); im Wesentlichen auf Grund einer höheren Inanspruchnahme des von der Muttergesellschaft Heinze Kunststofftechnik GmbH & Co KG zur Verfügung gestellten Finanzierungsrahmens. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge (109 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie dem Abschluss eines Rechtsstreits mit einem Lieferanten.
Bei gegenüber dem Vorjahr reduzierter Ausschüttung der Linden s.r.o. (TEUR 130 nach TEUR 220 in 2017) ergibt sich trotz der positiven Umsatzentwicklung und der leicht reduzierten Materialaufwandsquote auf Grund der höheren Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine negative Umsatzrentabilität. Das im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte negative Ergebnis (EBIT -577 - ohne Erträge aus Beteiligungen) ist deutlich niedriger als geplant (596 TEUR). Wesentliche Ursachen sind die Kosten des Rückstandsabbaus (Wochenendarbeiten und Sonderfahrten), mit dem Anlauf bedeutender Projekte entstandene Kosten, höhere Materialkosten, im Vergleich zum Vorjahr höhere Ausschusskosten sowie in geringerem Umfang weitere Kosten in Folge der Umstellung des ERP Systems auf Infor LN. 2. Vermögenslage und Finanzlage Die Vermögenslage lässt sich für 2018 durch die folgenden Kennzahlen darstellen:
Die Sachanlagenintensität ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken; den getätigten Investitionen in Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Anlagen, in die Gebäudeinfrastruktur steht die Umfinanzierung der Investition in die neue UV-Monocure-Lackieranlage (Fertigstellung/Abnahme Februar 2018) im Wege des Sale-and-lease-back gegenüber. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr infolge des Verlustes auf 33,34% gesunken. Bei gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegener Bilanzsumme (+ 403 TEUR) ergibt sich ein absolut gegenüber dem Vorjahr in Folge des Jahresfehlbeitrages reduziertes Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.889 (Vorjahr 5.670 TEUR). Die Gesellschaft finanziert sich unverändert über die Gruppenbetriebsmittellinien, welche über ein Cash Pooling den einzelnen Gruppengesellschaften HKT, SMK, HeRo, Heinze Gruppe GmbH, Heinze Gruppe Grundbesitz GmbH und Linden zur Verfügung gestellt werden. Wie im Vorjahr wird den Gesellschaften Linden GmbH, Linden s.r.o., HKT und SMK ein Factoring-Rahmen in Höhe von TEUR 12.000 durch die Deutsche Factoring Bank AG, Bremen eingeräumt. Der Mittelabfluss aus dem Jahresfehlbetrag (ohne Beteiligungsergebnis: TEUR -911) zuzüglich Abschreibungen (557) und Veränderung der Rückstellungen (TEUR 25) beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR -329. Auf Grund der Erhöhung des Umlaufvermögens und der Rückzahlung von Verbindlichkeiten ergibt sich für den Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit insgesamt ein deutlich negativer Wert in Höhe von TEUR -1.287 (Vorjahr +1.559 TEUR). Nach einem Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -91, einer Erhöhung der Cash Pool Finanzierung seitens Linden s.r.o. und einer Ausweitung der Inanspruchnahme der HKT - Cash Pool Finanzierung ergibt sich insgesamt eine zahlungswirksame Veränderung des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR -110. C) Risiko- und Chancenbericht Wesentlicher Bestandteil des unternehmerischen Handelns ist die Nutzung von Chancen. Mit dieser Nutzung sind regelmäßig auch unvermeidbare Risiken verbunden. Um diese Risiken zu identifizieren und beherrschbar zu machen, hat die Linden GmbH ein Risiko- und Chancenmanagement-System implementiert. Es erfolgt sowohl eine dezentrale Überwachung der Einzelrisiken als auch eine zentrale Risikoüberwachung auf Ebene der Unternehmensleitung. Sofern möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden die vorhandenen Risiken durch geeignete Versicherungen gedeckt. Beschaffungsrisiken Einzelrisiken im Bereich der Beschaffung ergeben sich im Wesentlichen in Hinblick auf die Verfügbarkeit bestimmter Produkte sowie deren Preisentwicklung. Zur Absicherung dieser Risiken sind mit wesentlichen Lieferanten längerfristige Preisbindungen und Rahmenlieferverträge vereinbart. Dessen ungeachtet haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Verknappung und dem folgend Lieferverzögerungen sowie Preiserhöhungen wesentlicher Kunststoff-Granulate ergeben. Zu Beginn des Geschäftsjahres sind teilweise Lieferunterbrechungen aufgetreten, die durch Materialeinkäufe auf dem Spot-Markt, allerdings zu deutlich höheren Preisen überbrückt werden konnten. Obwohl mit allen bedeutenden Kunden Preisgleitklauseln vereinbart sind, konnten Kostensteigerungen nicht vollständig weitergegeben werden. Verhandlungen hierzu werden weitergeführt. Weitere Risiken für die Gesellschaft im Beschaffungsbereich werden im stetigen Kostendruck und in daraus resultierenden Marktkonsolidierungen sowie Produktionsverlagerungen, insbesondere in LCC-Länder, gesehen. Absatzrisiken und -chancen Die Gewinnung bzw. der Verlust von Aufträgen sind wesentliche Chancen bzw. Risiken des gesamten Unternehmens. Der Heinze Gruppe Vertrieb erlaubt es, Kompetenzen und Kapazitäten der gesamten Gruppe zu bündeln. Die klare Ausrichtung der Unternehmensstandorte im Bereich Automotive auf die jeweiligen Kernkompetenzen Galvanik, Lackierung und Spritzguss/Montage ermöglicht es auch zukünftig, den Kundenbedürfnissen entsprechend, technische Lösungen zu entwickeln und erfolgreich anzubieten. Hinsichtlich der Entwicklung und Serienreife-Tests anspruchsvoller technischer Lösungen wird insbesondere die Mitte des Geschäftsjahres erfolgte mehrheitliche Übernahme der Krallmann Gruppe durch die HKT zusätzliche Geschäftschancen eröffnen. Aufgrund der vorhandenen Kundenstruktur besteht auch weiterhin keine kritische Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. Der nach Übernahme von TRW durch ZF in 2017 noch ca. 35%ige Umsatzanteil dieses Kunden hat sich im Geschäftsjahr reduziert und wird gemäß Planung, auch auf Grund des Umsatzanstiegs anderer Kunden, auf 28% in 2019 und auf ca. 20% in den Folgejahren reduziert. Zweitwichtigste Kundengruppe ist BMW/Mini mit einem Umsatzanteil in Höhe von ca. 25%. Die Linden GmbH wird sich in den nächsten Jahren weiter darauf konzentrieren, neben einer kontinuierlichen Ausweitung der Kundenbasis durch eine gezielte Projektakquise die Zusammenarbeit mit den bestehenden wesentlichen Kunden deutlich auszubauen. Grundsätzlich bleibt die Abhängigkeit von der Automobilbranche ein wesentliches Risiko hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft. Hinsichtlich der innerhalb einer von der EU-Kommission noch zu bestätigenden Übergangsfrist von 7 Jahren (September 2017 bis September 2024) notwendigen Umstellung von Chrom-VI-Verfahren auf alternative Verfahren ergeben sich für die von Linden angewendeten Lösungen für die Herstellung von chromfarbigen Oberflächen zusätzliche Chancen. Gleichzeitig ermöglicht die seitens der Heinze Gruppe in der Umsetzung befindliche Errichtung einer auf Chrom-III-Verfahren basierenden Galvanik am Standort der Schwestergesellschaft SMK in Oberlungwitz zusätzliche Marktchancen für alle Gesellschaften der Gruppe, die im Bereich dekorativer Kunststoffteile tätig sind. 1% der Umsätze der Linden GmbH und 2,1% der Umsätze der Linden Gruppe 2018 (Verdopplung gegenüber 2017) wurden mit Kunden in den Nafta-Ländern erzielt. Auf Grund der nach wie vor geringen Größenordnung sind durch mögliche politische Verwerfungen in diesen Ländern direkt keine wesentlichen Chancen oder Risiken für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft zu erwarten. In welchem Umfang Exportzölle indirekt den Absatz in Nafta-Ländern kundenseitig und damit die Mengenabrufe der Linden-Kunden negativ beeinflussen ist aktuell nicht abschätzbar. Auf einen Umsatzanteil von direkt 2% und indirekt 6,8% (Vorjahr 5,7%) (über die Linden s.r.o.) beläuft sich das Geschäftsvolumen der Linden GmbH mit Kunden in Großbritannien. In Folge des Brexits ist für das Geschäftsjahr 2019 noch mit keinen unmittelbaren Auswirkungen zu rechnen, auch wenn einige Kunden bereits Rückverlagerungen von Produktionen in andere Länder vorgenommen haben bzw. "durchspielen" und BMW/Mini-UK für April 2019 4 Wochen Werkferien festgelegt hat. Personalbeschaffungsrisiko Weiterhin schwierig bleibt die Einstellung benötigter Fachkräfte. Schwerpunkte der Personalarbeit liegen daher in der Reduzierung der Fluktuation durch Qualifizierungsangebote, Sicherstellung einer marktgerechten Entlohnung und Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen. Liquiditätsrisiko und Finanzierungsrisiko Das Unternehmen verfügt über eine rollierende Liquiditätsplanung. Risiken hinsichtlich mangelnder Liquidität sind insbesondere nach den vereinbarten Linienausweitungen Anfang 2019 für die HKT und dem auf dieser Grundlage den Gruppenmitgliedern HeRo, SMK, Linden, HGG und HG zur Verfügung gestellten Finanzierungsrahmen nicht erkennbar. Linden GmbH haftet mit anderen Gesellschaften für eine Kontokorrentlinie der Krallmann GmbH gegenüber der Commerzbank, Herford. Vorgesehen ist, dass diese Mithaftung kurzfristig entfällt. Rechtliche Risiken und Haftungsrisiken Wesentliche Rechtsgeschäfte unterliegen der Prüfung durch die Geschäftsführung. Solche Rechtsgeschäfte werden in Zusammenarbeit mit spezialisierten Juristen auf unvermeidbare Risiken reduziert. Gesamtrisiko Nach eingehender Analyse der gesamten Risikosituation ist aus heutiger Sicht die allgemeine Abhängigkeit von der Entwicklung der Automobilbranche und der gesamtwirtschaftlichen Lage als Hauptrisiko zu nennen. Für das Geschäftsjahr 2019 entscheidend wird die Durchsetzung von Preiserhöhungen bei wesentlichen Kunden und die technische Bewältigung der 2017 und vor allem 2018 angelaufenen Projekte sein. D) Voraussichtliche Entwicklung der Linden GmbH Im Geschäftsjahr 2018 konnte der Geschäftsumfang mit Kunden aus dem Automobilbereich weiter ausgebaut werden. Auf Grund der nominierten Auftragsvolumina ist in den nächsten Jahren mit konstanten Umsätzen zu rechnen. Der Umsatz im non-Automotive-Bereich wird sich in 2019 nicht signifikant gegenüber dem Vorjahr verändern. Das Innovations- und Entwicklungspotential der Linden Gruppe konnte auch im Berichtsjahr mit der Anmeldung eines Patents unter Beweis gestellt werden. Im Hinblick auf die weiterhin wesentlichen Trends in der Automobilindustrie (Gewichtseinsparung, Designvielfalt, Individualisierung, beleuchtete Zierelemente, kostenoptimierte Fertigungsverfahren, Umstellung Chrom VI auf Chrom III bzw. alternative Technologien, 3D-Druck) ist die Linden GmbH, insbesondere auf Grund ihrer Einbindung in die Heinze Gruppe, der Kooperation mit einem französischen und spanischen PVD-Anbieter und der Zusammenarbeit mit der Krallmann Gruppe, die von der HKT Mitte 2018 mehrheitlich übernommen wurde, gut positioniert. Die positive Einschätzung der zukünftigen Entwicklung beruht im Wesentlichen auf dem Umfang der akquirierten Projekte bei einer gleichzeitig stabilen Entwicklung der aktuell in Serie befindlichen Aufträge. Unterstützt wird diese Erwartung durch die auch für 2019 prognostizierte, wenn auch verhalten positive Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Gemäß Bundesfinanzministerium wird das reale BIP in Deutschland im angelaufenen Geschäftsjahr um 0,8% steigen. Auch für die Weltwirtschaft ist für 2019 lt. dem IfW Kiel mit einem Wachstum des BIP in Höhe von 3,3% (Vorjahr 3,7%) zu rechnen. Dem Rückgang des BIP in den fortgeschrittenen Ländern (1,7% nach 2,3% in 2017), den ostasiatischen Schwellenländern (4,7% nach 5,1% im Vorjahr) sowie in China (6,1% nach 6,6%), in Indien (7,1% nach 7,3% im Vorjahr), in Russland (1,5% nach 2,3% in 2017) steht nur ein leichter Anstieg in Lateinamerika (1,1% nach 0,6% im Vorjahr) gegenüber. Laut VDA wird der Weltmarkt insgesamt um ca. 1% auf 85,9 Mio. Fahrzeuge und der europäische Markt ebenfalls um 1% auf 15,6 Mio. Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahr anwachsen. Positiv ist, dass insbesondere die deutschen Premiumhersteller entgegen dem Trend ihren Marktanteil in China auf 22% steigern konnten. Für das Jahr 2019 erwartet die Linden GmbH ein wieder deutlich besseres Ergebnis. Die Planung liegt mit rund TEUR 500 EBIT auf einem deutlich höheren Niveau als das Ergebnis im aktuellen Berichtsjahr. Für die Jahre 2020 und 2021 ist analog der erwarteten Umsatzentwicklung eine insgesamt steigende Ergebnisentwicklung geplant. E) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die ausreichend hohe Betriebsmittellinie der Heinze Kunststofftechnik, die die Finanzierung durch ein langfristiges Darlehen und einen Cash Pool gewährleistet, in Kombination mit der bestehenden Factoring-Vereinbarung gesichert. Derivative Finanzinstrumente werden von der Linden GmbH nicht verwendet. Für Währungssicherungsgeschäfte der Linden s.r.o. besteht gegenüber der Commerzbank Prag eine Bürgschaftserklärung seitens der Linden GmbH. Das aktuelle maximale Risiko hieraus beläuft sich auf ca. 17 T€. Besonderer Dank und Anerkennung gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihr Engagement wesentlich zu dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2018 beigetragen haben.
Lüdenscheid, den 28. März 2019 Jörg Tilmes, Geschäftsführer Thomas Seitz, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2018Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung zum Geschäftsjahr 2018
Anhang zum Geschäftsjahr 2018I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Linden GmbH hat Ihren Sitz in Lüdenscheid. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter HRB 4701 geführt. Der Jahresabschluss der Linden GmbH, Lüdenscheid, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Beachtung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB auf. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne der §§ 286 und 288 Abs. 2 HBG wurden teilweise in Anspruch genommen. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethodensowie Erläuterungen zur Bilanz Es fanden die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei der Aufstellung des Jahresabschlusses Anwendung: 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe betriebswirtschaftlicher Nutzungsdauern teilweise nach der linearen und teilweise nach der degressiven Methode vorgenommen. Während die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben wurden, werden die Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 800,00 entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Linden s.r.o. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft beträgt CZK 82.424.000 (umgerechnet TEUR 3.204) (Kurs der Europäischen Zentralbank vom 31.12.2018: 25,724). Das Jahresergebnis beträgt CZK 3.233.000 (umgerechnet TEUR 126). Im Berichtsjahr wurden TEUR 130 an die Gesellschaft ausgeschüttet. 2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten nach dem FiFo-Verfahren bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erhaltene Skonti und Boni werden zum Bilanzstichtag ermittelt und in Abzug gebracht. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten berücksichtigen neben den Einzelkosten die angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Vorräte, die länger als zwei Jahre im Bestand gelistet sind, werden zu 100 % abgewertet, da deren Verwendung aufgrund von abgelaufener Haltbarkeit und/oder qualitätskritischer Bedeutung ausgeschlossen ist. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet bzw. das Niederstwertprinzip beachtet. Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergaben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nominalwert ausgewiesen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nennwert aktiviert. Wegen möglicher Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine angemessene Einzelwertberichtigung und eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,5 % auf die nicht durch die Deutsche Factoring Bank angekauften Forderungen gebildet. Alle im Rahmen des mit der Deutschen Factoring Bank, Bremen, betriebenen echten Factorings abgetretenen Forderungen wurden von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. Das betreffende Sperrkonto wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 1.664 (Vorjahr: TEUR 1.131). Sie betreffen in Höhe von TEUR 1.014 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Linden s.r.o., Hustopece/ Tschechische Republik. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 650 (Vorjahr: TEUR 650) gegen Linden s.r.o., Hustopece/ Tschechische Republik. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie auch im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 4. Flüssige Mittel Die Bankguthaben und Kassenbestände wurden zu ihren Nominalwerten angesetzt. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wird der zukünftige Geschäftsjahre betreffende Aufwand aktiviert. Die Abgrenzung erfolgt zeitanteilig entsprechend der Fälligkeit und Laufzeit. 6. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen werden nach der modifizierten Teilwertmethode bilanziert. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: • Durchschnittlicher Marktzinssatz für eine Laufzeit von 10 Jahren von 3,21 %, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gemacht wurde. • Da die Verpflichtung ausschließlich Kapitalzahlungen umfasst, ist kein Rententrend berücksichtigt. • Da die Versorgungszusagen nicht gehaltsabhängig sind, wurde für die Zeit der Anwartschaft mit Ausnahme der dienstzeitabhängigen Erhöhung keine zusätzliche Dynamik berechnet. • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 70. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert. Sie sind ausreichend bemessen. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 6.651 (Vorjahr: TEUR 5.295). Sie betreffen in Höhe von TEUR 6.445 sonstige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 206. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber einem Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.155, sowie in Höhe von TEUR 290 aus einem Darlehen aus der Beanspruchung des Cash Pool zum 31.12.2018 gegenüber der Linden s.r.o., Hustopece / Tschechische Republik. Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 3.600 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die übrigen Verbindichkeiten sind - wie auch im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. 8. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgeweisen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Unter der Berücksichtigung eines Steuersatzes von 32,975 % ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 17. 9. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestand eine Garantie der Gesellschaft in Höhe von EUR 700.000,00 für den Abschluss von Finanztermingeschäften zwischen der Commerzbank AG, Herford, und der Linden s.r.o.. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als vernachlässigbar eingeschätzt, da das betroffene verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen bisher regelmäßig nachgekommen ist und keine Anzeichen dafür vorliegen, dass dieses in Zukunft hierzu nicht in der Lage sein wird. Weiterhin haftet die Linden GmbH als einer von fünf Gesamtschuldnern über einen Schuldbeitritt gegenüber der Sparkasse Herford und der Commerzbank AG für einen Ratentilgungsvertrag der HeRo in Höhe von EUR 3.645.820,00 (zum Stichtag 31.12.2018) für das Investitionsvorhaben "Neubau einer Galvanikanlage" in der Fluchtstraße 40-44, 32107 Bad Salzuflen. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als vernachlässigbar eingeschätzt, da das betroffene verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen bisher regelmäßig nachgekommen ist und keine Anzeichen dafür vorliegen, dass dieses in Zukunft hierzu nicht in der Lage sein wird. Gegenüber der Commerzbank AG, der Sparkasse Herford, sowie der Postbank haftet die Linden GmbH als einer von sechs Gesamtschuldnern über einen Schuldbeitritt für Darlehen in Höhe von EUR 8.500.000 der HKT. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als vernachlässigbar eingeschätzt, da das betroffene verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen bisher regelmäßig nachgekommen ist und keine Anzeichen dafür vorliegen, dass dieses in Zukunft hierzu nicht in der Lage sein wird. Gegenüber der Commerzbank AG haftet die Linden GmbH als einer von drei Gesamtschuldnern über einen Schuldbeitritt für Darlehen in Höhe von EUR 2.500.000 der Krallmann GmbH. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als vernachlässigbar eingeschätzt, da das betroffene verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen bisher regelmäßig nachgekommen ist und keine Anzeichen dafür vorliegen, dass dieses in Zukunft hierzu nicht in der Lage sein wird. Gegenüber der Deutschen Factoring Bank, Bremen, (DFB) besteht mit dem Vertrag vom 04. November 2014 eine gesamtschuldnerische Mithaftung für alle Ansprüche der DFB gegenüber der Linden s.r.o., HKT und der SMK. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse 2018 von TEUR 25.214 entfielen auf die verschiedenen geographisch bestimmten Märkte und Tätigkeitsbereiche wie folgt:
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 109 enthalten. Diese betreffen insbesondere die Auflösung von Rückstellungen sowie den Abschluss eines Rechtsstreit mit einem Lieferanten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. 3. Ertragsteuern Die Steuern enhalten in Höhe von TEUR 38 Erträge aus Verlustrückträgen und in Höhe von TEUR 2 Aufwendungen aus der Zuführung passiver latenter Steuern. IV. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen bis zum Jahr 2023 insgesamt TEUR 3.655 und betreffen im Wesentlichen Mieten und Leasingaufwendungen sowie Wartungskosten. Von den Verpflichtungen haben TEUR 1.279 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 2.375 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahre. 2. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch die Herren Jörg Tilmes, Diplom-Kaufmann, und Thomas Seitz, Diplom-Kaufmann, wahrgenommen. Die Gesamtbruttobezüge der Geschäftsführung betragen EUR 324.854,60. Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 200 gewerbliche Arbeitnehmer und Angestellte beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. 3. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wurde nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da die Angaben in dem Konzernanhang der Heinze Gruppe GmbH, Herford, enthalten sind. 4. Einbezug in den Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Heinze Gruppe GmbH, Herford, einbezogen. Nach § 291 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Heinze Gruppe GmbH, Herford, von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Heinze Gruppe GmbH, Herford, werden gemäß § 325 HGB offen gelegt. Die Einreichung dieser Unterlagen erfolgt beim Bundesanzeiger in Köln. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Der Geschäftsverlauf 2019 erfolgt bisher planmäßig. Es wird für das Geschäftsjahr 2019 eine Ergebnissteigerung gegenüber 2018 erwartet. In 2019 wurde das Grundstück und die Immobilie Kalver Str. 26 erworben. Der Erwerb wurde durch ein Bankdarlehen über EUR 2.700.000 der UniCredit Bank AG und mit EUR 290.000 aus dem Eigenkapital finanziert. Dies wird sich positiv auf die Ertragslage 2019 auswirken. Desweiteren haftet die Linden GmbH als einer von sechs Gesamtschuldnern über einen Schuldbeitritt für neue Darlehen in Höhe von EUR 5.000.000 gegenüber der Volksbank Herford eG, Sparkasse Herford, Postbank und der UniCredit Bank AG.
Lüdenscheid, den 28. März 2019 Jörg Tilmes, Geschäftsführer Thomas Seitz, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Der Jahresabschluss 2018 wurde am 19. Juli 2019 durch die Gesellschafter unverändert festgestellt. An die Linden GmbH, Lüdenscheid Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Linden GmbH, Lüdenscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Linden GmbH, Lüdenscheid, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. · gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. · beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. · ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. · beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. · beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. · führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 29. März 2019 GHP
GmbH
Holst, Wirtschaftsprüfer Korsukéwitz, Wirtschaftsprüfer |
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