Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 115405
Vorher
Torben, Lucie und die gelbe Gefahr GmbH
Eingetragen
16.9.2008
Branche
Online-KommunikationsdiensteWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Die Erbringung von Internet- und Kommunikations-Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Max Orgeldinger
seit 13.7.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Fröhde
seit 25.5.2020
Prokura
Boontham Ternaismithi
seit 16.9.2008
Geschäftsführer
Fränzi Kühne
seit 16.9.2008
Geschäftsführer
Christoph Bornschein
seit 16.9.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BBDO EMEA LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

9 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 9 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Fränzi Kühne
Berlin
6.250 €
25.00%
Boontham Temaismith
Berlin
6.250 €
25.00%
Christoph Bornschein
Berlin
6.250 €
25.00%
D*** W****
1.250 €
5.00%
M***** O******
1.250 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TLGG Agency GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang

1 Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Charlottenburg, Berlin, unter der Nummer HRB 115405 im Handelsregister eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die im vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden bei der Aufstellung in Anspruch genommen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Nutzungsdauer für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen drei und dreizehn Jahren. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben wird.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt retrograd ausgehend von den geschätzten Erlösen unter Berücksichtigung voraussichtlich noch anfallender Kosten. Von diesen Erlösen wird ein Abschlag für die kalkulatorisch ermittelte Gewinnmarge vorgenommen. Das Niederstwertprinzip in Form der verlustfreien Bewertung wird beachtet ohne Abschlag einer kalkulatorischen Gewinnmarge.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für einzelne erkennbare Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und alle ungewissen Verpflichtungen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten Projekte, bei denen die Kunden bereits Anzahlungen für noch zu erbringende Leistungen getätigt haben.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Sofern die Aufrechnungslage gemäß § 387 BGB gegeben ist, erfolgt eine Saldierung von Vermögensgegenständen und Schulden.

3 Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um Projekte, die im Geschäftsjahr begonnen, aber noch nicht fertiggestellt und noch nicht abgerechnet wurden.

Es gibt keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Fälligkeit über 1 Jahr beträgt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von EUR 5.084.742 (Vj.: EUR 1.771.797) auf Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen EUR 6.376.805 (Vj.: EUR 4.151.539) und haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Gesellschafterin hat zum Bilanzstichtag das Stammkapital in voller Höhe (EUR 25.000) eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit EUR 1.778.161 (Vj.: EUR 1.165.353) sowie Urlaubsverpflichtungen von EUR 230.406 (Vj.: EUR 185.936).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 5.895.135 (Vj.: EUR 3.471.072) den Liefer- und Leistungsverkehr und EUR 3.593.110 (Vj.: EUR 2.284.272) sonstige Verbindlichkeiten aus Cashpool-Konten.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 14.027 (Vj.: EUR 11.587). Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 45.630 (Vj.: EUR 0) betrafen verschiedene sonstige Aufwandskonten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0 (Vj.: EUR 4.943).

5 Sonstige Angaben

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt EUR 332.330

(Vj.: EUR 899.350), davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 329.786

(Vj.: EUR 567.020) sowie mit einer Laufzeit zwischen ein bis fünf Jahren in Höhe von EUR 2.544 (Vj.: EUR 332.330).

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 207 Mitarbeiter (Vj.: 194 Mitarbeiter). Diese verteilen sich wie folgt:

Verwaltung: 36 (Vj.: 56)

Agentur: 171 (Vj.: 138)

Geschäftsführer der Gesellschaft sind und waren

Christoph Bornschein, Berlin, bis 15. Juli 2023

Max Orgeldinger, Berlin, seit 15. Juli 2023

Annabelle Jenisch, Berlin, seit 15. Juli 2023

Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Omnicom Group Inc., New York/Vereinigte Staaten von Amerika, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten des Mutterunternehmens und der United States Securities and Exchange Commission (www.sec.gov) veröffentlicht.

Mit der Omnicom Holding Germany GmbH als alleinige Gesellschafterin (eingetragen im Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 39967) besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Demzufolge erfolgt im Berichtsjahr eine Verlustübernahme in Höhe von EUR 2.240.047 (Vj.: EUR 2.086.398).

6 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs 2023 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Berlin, 18. Juli 2025

Annabelle Jenisch, Geschäftsführerin

Max Orgeldinger, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

scroll
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 633.800,15 773.573,91
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 1.884.594,44 1.938.328,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.471.564,88 2.125.371,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.461.547,23 5.923.336,65
- davon gegen Gesellschafter TEUR 6.377 (Vj.: TEUR 4.137)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 406.077,31 282.332,21
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 212 (Vj.: TEUR 212) 13.339.189,42 8.331.040,44
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 137.271,17 147.108,83
15.994.855,18 11.190.052,06

PASSIVA

scroll
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 1.343.483,07 1.368.483,07 1.343.483,07 1.368.483,07
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 2.008.567,07 1.351.288,28
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 499.752,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.926.086,25 1.572.134,14
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: TEUR 1.926 (Vj.: TEUR 1.572)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.488.244,93 5.755.343,90
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: TEUR 9.488 (Vj.: TEUR 5.755)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.203.473,86 643.050,06
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: TEUR 993 (Vj.: TEUR 356)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 210 (Vj.: TEUR 287)
- davon aus Steuern: TEUR 815 (Vj.: TEUR 295)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 32 (Vj.: - TEUR 79) 12.617.805,04 8.470.280,71
15.994.855,18 11.190.052,06

Gewinn- und Verlustrechnung

scroll
2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 20.795.986,26 25.975.463,71
2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -53.734,44 794.232,53
3. Sonstige betriebliche Erträge 211.638,46 729.384,57
- davon aus der Währungsumrechnung TEUR 0 (Vj.: TEUR 5)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.738.021,50 15.309.915,30
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.124.936,24 9.381.417,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.038.881,20 12.163.817,44 1.668.129,04 11.049.546,67
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 211.682,32 255.291,14
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.850.870,80 2.925.645,68
- davon aus der Währungsumrechnung TEUR 14 (Vj.: TEUR 12)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.027,20 186,46
- davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 10 (Vj.: TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 239.572,21 45.152,24
- davon an verbundene Unternehmen: TEUR 216 (Vj.: TEUR 35)
10. Ergebnis nach Steuern -2.240.046,79 -2.086.283,76
11. Sonstige Steuern 0,00 114,00
12. Erträge aus Verlustübernahme 2.240.046,79 2.086.397,76
0,00 0,00
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.343.483,07 1.343.483,07
14. Bilanzgewinn 1.343.483,07 1.343.483,07

Anlagenspiegel

scroll
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 4.885,80 0,00 4.885,80
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.501.581,82 71.908,56 1.573.490,38
1.506.467,62 71.908,56 1.578.376,18
scroll
kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 4.885,80 0,00 4.885,80
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 728.007,91 211.682,32 939.690,23
732.893,71 211.682,32 944.576,03
scroll
Restbuchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 633.800,15 773.573,91
633.800,15 773.573,91

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TLGG Agency GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der TLGG Agency GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TLGG Agency GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystems und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 18. Juli 2025

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wirth, Wirtschaftsprüfer

gez. Pfeiffer, Wirtschaftsprüferin

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

TLGG Agency GmbH ‒ im Folgenden kurz „TLGG“ genannt ‒ ist seit 2015 Teil der Omnicom Group Inc, New York/Vereinigte Staaten von Amerika, einem der weltweit führenden Medienkonzerne für Unternehmenskommunikation, Public Relations, Werbung und Marketing. Das globale Agenturnetzwerk vereint Talent, Kreativität, Technologie und Innovation und bietet seinen Kunden ein umfassendes Leistungsportfolio an Marketing- und Kommunikationslösungen.1

Die TLGG wurde 2008 als erste Social-Media-Agentur Deutschlands gegründet und ist um ihren Mitgründer Christoph Bornschein seither stetig gewachsen und gehört heute zu den führenden Digitalagenturen Deutschlands. Ende 2023 beschäftigte TLGG einschließlich der freiberuflichen Mitarbeiter mehr als 180 Experten in den Disziplinen Kreation, Design, Strategie, Account Management und Performance Management.

Neben einem umfassenden Leistungsspektrum im Bereich Social-Media-Marketing und digitaler Kommunikation bietet TLGG auch ein markenstrategisch breitgefächertes Beratungsportfolio und begleitet DAX-30-Konzerne ebenso wie große mittelständische Unternehmen durch die Herausforderungen der digitalen Kommunikation, vor allem in den sozialen Medien. Zu den renommierten Kunden der Digitalagentur gehörten im Berichtszeitraum international agierende Unternehmen und Konzerne (Mercedes, Roche, die Metro) sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ein zentraler Leistungsindikator zur Steuerung des Unternehmens ist die Agenturleistung, das heißt der geleistete Umsatz auf Projekten abzüglich Fremdkosten. Darüber hinaus wird eine festgelegte Personalaufwandsquote, definiert als Quotient aus Personalaufwendungen der produktiven Mitarbeiter (Arbeitnehmerbruttogehalt) zuzüglich Aufwendungen aus bezogenen Leistungen von Freelancern zur Agenturleistung, zur Steuerung der einzelnen Einheiten genutzt. Die Personalaufwandsquote misst vom Prinzip her die Auslastung und den Verkaufsmultiplikator der Mitarbeiter.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Vor dem Hintergrund mittelbarer Folgen der andauernden russischen Aggression gegen die Ukraine, der gestiegenen (Leit-)Zinsen, der relativ schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstands, aber auch zunehmender struktureller Herausforderungen hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent abgenommen. Aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung wurde die deutsche Wirtschaft stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.2

1 The Largest Advertising Companies in the World - WorldAtlas.com,https://www.worldatlas.com/articles/the-largest-advertising-companies-in-the-world.html

2 Jahreswirtschaftsbericht 2024 - bmwk.de, Seite 10

Deutschland hat mit der Corona-Pandemie und der Energiekrise zwei außergewöhnliche und sich überlappende Krisen durchlebt. Pandemie, Lieferengpässe und Energiepreiskrise sowie in der Folge die Inflation haben erkennbare Spuren in der Wirtschaft und der Gesellschaft hinterlassen.3

Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3% ab. Für das Jahr 2024 ging die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2% aus.4

Auch das Welthandelsvolumen im Jahr 2023 war mit einem Zuwachs von 0,4% historisch schwach.5 Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 weiterhin mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von jahresdurchschnittlich +3,1%. Eine Erholung wird für das Welthandelsvolumen erwartet, von +0,4 Prozent im Jahr 2023 auf +3,3 Prozent in 2024.6

Der Werbemarkt in Deutschland ist 2023 um 1,5% auf 48,79 Mrd. Euro gewachsen (2022: 48 Mrd. Euro), dies bedeutete einen Anteil am BIP von 1,2 Prozent. Rund 900.000 Beschäftigte sind in der Werbewirtschaft tätig. Die Branche lässt damit die Jahre mit multiplen Krisen - Pandemie, Ukraine-Krieg und Energiekrise - hinter sich und verzeichnet ein leichtes Plus.7

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Das Geschäftsjahr 2023 war für die TLGG ein herausforderndes und ungünstiges Jahr, in dem der Finanzplan verfehlt wurde. Der anhaltende Angriffskrieg Russlands und eine Jahresinflation von durchschnittlich 5,9% haben die Projektlage weiter unter Druck gesetzt.

Der Gewinn des Großkunden Mercedes durch die Omnicom hatte starke Auswirkungen auf die Agentur. So übernahm die TLGG ab Februar 2023 selbständig die Betreuung aller Social-Media-Kanäle für Mercedes. Dieser Großkunde liefert zwar hohe stabile und planbare Umsätze, jedoch ist die Marge durch einen globalen gewährten Discount eher gering. Gleichzeitig fiel es der TLGG schwer für anderen Kunden stabile Projekte zu akquirieren bzw. neue große Kunden zu gewinnen.

Die für das Geschäftsjahr 2023 geplante Agenturleistung wurde um ca. 4,8 Mio. EUR (27%) verfehlt. Diese Differenz konnte nicht in den Kosten eingespart werden, so dass auch das Planergebnis deutlich verfehlt wurde.

2.3 ERTRAGSLAGE

Die Umsatzerlöse betrugen TEUR 20.796 im Vergleich zu TEUR 25.975 im Vorjahr, ein Rückgang um 20% und waren damit ungefähr auf dem Niveau von 2021. Der gesunkene Umsatz ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Fremdkosten (Materialaufwand), die ohne Gewinnmarge an die Kunden weiterberechnet werden, zurückzuführen. Die Agenturleistung ist dabei um 9% auf TEUR 13.206 (Vj.: TEUR 12.095) gestiegen. Der Wachstumsplan wurde dabei nicht erreicht, da Bestandskunden verloren wurden und nicht schnell genug neue Kunden akquiriert werden konnten.

3 Jahreswirtschaftsbericht 2024 - bmwk.de, Seite 86

4 Jahreswirtschaftsbericht 2024 - bmwk.de, Seite 20

5 Jahreswirtschaftsbericht 2024 - bmwk.de, Seite 161

6 Jahreswirtschaftsbericht 2024 - bmwk.de, Seite 21

7 Werbemarkt auch 2023 im leichten Plus.- Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V. https://zaw.de/werbemarkt-auch-2023-im-leichten-plus-wirtschaftliche-aussichten-fuer-2024-aber-unsicher-politische-vertretung-der-branche-geforderter-denn-je/

Im Geschäftsjahr wurde der Fokus vor allem auf den Aufbau und die Stabilisierung des Mercedes-Geschäfts gelegt. Daneben wurden zwar Kunden wie AktionMensch, BOSCH oder Novartis gewonnen - in Summe blieben die Neugeschäftsumsätze aber hinter den Erwartungen zurück.

Überproportional zu den Umsatzerlösen ist der Materialaufwand um 49% auf TEUR 7.738 gesunken. Zum Materialaufwand zählen sowohl Mediaausgaben (für Kunden), Fremdleistungen (vor allem Foto- und Filmproduktionen) als auch Aufwendungen für freiberufliche Mitarbeiter zur Unterstützung des Agentur- oder Beratungsgeschäfts. Grund für den Rückgang waren vor allem große Projekte von Bayer und dem Bundesministerium für Familie mit hohen Mediakosten im Vorjahr. Zudem wurde in 2022 ein Großteil der Leistung für Mercedes von der Vorgängeragentur erbracht und an die TLGG weiterbelastet.

Der Personalaufwand ist um 10% auf TEUR 12.164 gestiegen. Diese Entwicklung basiert im Wesentlichen auf den gestiegenen Gehältern, aber auch einem Wachstum in der Anzahl der Mitarbeiter (weiterer Aufbau des Mercedes-Teams). Dennoch verbesserte sich die Personalaufwandsquote leicht im Berichtszeitraum verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 66% (Vj.: 68%). Der für das Jahr 2023 angestrebte Wert (55%) wurde nicht erreicht, da vor allem die potentiellen Umsatzziele nicht erreicht wurden.

Das Geschäft der TLGG jenseits von Mercedes wird von Jahr zu Jahr abhängiger von Projekten und basiert weniger auf fest vereinbarten monatlichen Retainern. Diese Veränderung in der Umsatzstruktur macht es schwieriger eine konstant hohe Auslastung bei den Mitarbeitern zu gewährleisten. Das Geschäft mit Mercedes hingegen basiert zu großen Teilen auf gut planbaren Jahresbeauftragungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 3% auf TEUR 2.851 leicht gesunken, vor allem bedingt durch gesunkene Mietkosten.

Das Ergebnis nach Steuern weist einen Verlust in Höhe von TEUR 2.240 (Vj.: TEUR 2.086) auf.

2.4 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 15.995 im Vergleich zu TEUR 11.190 im Vorjahr. Der Anstieg der Aktiva ergibt sich vor allem aus den gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Bilanzstichtag, da der neu gewonnene Kunde Mercedes über ein verbundenes Unternehmen abgerechnet wird. Auch die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind auf Grund der Übernahme des Jahresverlustes gestiegen. Durch Auftragsverluste reduzierten sich gegenläufig die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten. Die unfertigen Leistungen blieben nahezu unverändert.

Auf der Passivseite ist vor allem ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu verzeichnen, der im Wesentlichen aus dem Anstieg des Saldos des Cashpool-Kontos resultiert. Gleichzeitig stiegen aber auch die sonstigen Rückstellungen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten.

2.5 FINANZLAGE

Unter Berücksichtigung der Cashpoolverbindlichkeiten bei der Omnicom Financial Services Ltd. ist der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.324 auf -TEUR 3.593 gesunken.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit entstand ein Mittelabfluss von TEUR 1.252 aufgrund des negativen Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung (-TEUR 2.240). Zahlungsmittelmindernd wirkten sich im Wesentlichen die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+TEUR 3.313) ebenso wie die Zunahme der Rückstellungen (+TEUR 657) bei zahlungsmittelerhöhender Zunahme der Verbindlichkeiten (+TEUR 2.838) aus.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 72.

Die Gesellschaft erzielte wie im Vorjahr keinen Mittelzu- oder -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

3 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 RISIKOMANAGEMENT

Aus der unternehmerischen Tätigkeit des Unternehmens ergeben sich in allen Geschäftsfeldern (Business Units) verschiedene, nachstehend dargestellte Risiken und Chancen. Unser unternehmensweites Risikomanagementsystem hat zum Ziel, sowohl Risiken als auch Chancen frühzeitig zu erkennen, damit Risiken begrenzt und Chancen wahrgenommen werden können. Eine zentrale Komponente des Risikomanagementsystems ist ein detailliertes, monatlich rollierendes Planungs- und Controllingsystem, das auf alle bestehenden Business Units des Unternehmens angewendet wird. Zudem trifft sich das Leadership-Team - bestehend aus Geschäftsführung, Personal- und Finanzdirektor/Innen, Businessunit-Leiter/Innen - zweiwöchentlich um Operatives zu besprechen und mindestens einmal im Halbjahr, um strategische Fragestellungen zu besprechen.

3.2 WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen der Risiken ergeben.

Die Geschäftsentwicklung von TLGG unterliegt konjunkturbedingten Nachfrageschwankungen. Stagnationen oder gar Rezessionen in werbeintensiven Branchen können signifikante Kürzungen von Werbebudgets unserer Kunden zur Folge haben. Andererseits ergeben sich entsprechende Chancen in konjunkturellen Wachstumsphasen.

Unverändert zu den Vorjahren stellt der zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck im Agenturbereich ein Marktrisiko dar, das zu einer nachteiligen Margenentwicklung führen kann. Insbesondere konnte dies Anfang 2021 beobachtet werden, als viele Agenturen das Kurzarbeiterprogramm beendet haben und mit hohem Preisdruck zurück auf den Markt drängten. Dieser Trend hält bis heute an. Auf große Ausschreibungen bewerben sich oft zahlreiche Agenturen - am Ende entscheidende Tagessatzlisten liegen teilweise unter den Tagessatzniveaus vorpandemischer Jahre und erfordern ein dezidiertes Kostenmanagement.

Der im Februar 2022 begonnene Angriff auf die Ukraine, die Gas- und Energiepreiskrise sowie die gestiegene Inflation in 2022 stellen auch in den aktuellen Monaten eine große Belastung für den deutschen Wirtschafts- und Werbemarkt dar. Unternehmen wurden vorsichtiger mit ihren Ausgaben. Marketing- und Beratungsbudgets sind dabei oft die ersten Budgets, die gekürzt werden. Die Inflation führte außerdem zu noch weiter steigenden Gehaltsforderungen der Mitarbeiter*innen. Ein Kostenanstieg der in der aktuellen Wirtschaftslage nicht so einfach weitergegeben werden kann. Da die Kunden der TLGG sich aber auf viele Unternehmenssektoren verteilen (Automotive, Konsumentenprodukte, Health, Öffentlicher Sektor) kann das Kundennachfragerisiko aber gestreut werden.

Derweil entspannt sich aber die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Fluktuation hat etwas nachgelassen, Bewerbungen werden langsam wieder zahlreicher und sogar Freelancer suchen wieder Festanstellungen. Auch wenn Gehaltsforderungen nicht sinken, erleichtert die Entwicklung dennoch wichtige Positionen zeitnah nachzubesetzen.

Darüber hinaus besteht grundsätzlich die Gefahr eines Verlusts bedeutender Kunden. Seit dem Gewinn des Mercedes-Etat haben wir hier eine größere Abhängigkeit von diesem einen Kunden im Vergleich zu den Vorjahren. Chancen ergeben sich aus der Neukundenakquisition. Im Hinblick auf unser breites Leistungsangebot, unsere Marktstellung sowie unseren Ruf in der Werbebranche sehen wir uns für das Neukundengeschäft gut positioniert. Im Jahr 2023 konnten mittelgroße Kunden, wie z.B. AKTION MENSCH gewonnen werden. In 2024 konnten wir zudem den Social Media Etat der AOK gewinnen. Um die Neukundenakquisition weiter zu professionalisieren, haben wir in den vergangenen Jahren eine gesonderte Einheit (Growth-Unit) etabliert, die sich dem Ausbau des Bestandsgeschäfts aber auch dem Gewinnen neuer Kunden widmet. Aktuell sind wir im Angebotsprozess für 2 renommierte Firmen sowie ein Bundesministerium.

Durch die Abspaltung des Teilbetriebs Consulting von der TLGG vor wenigen Jahren konnte das Geschäft der TLGG strategisch neu ausgerichtet werden und der Consultingbereich in der separaten GmbH weiter gestärkt werden. Die Möglichkeit, Agenturkunden auch Consultingleistungen anzubieten und vice versa, eröffnet auch weiterhin die Chance von Umsatzsteigerungen mit Bestandskunden. Zwischen beiden Unternehmen besteht weiterhin viel Austausch und teilweise werden auch gemeinsam Projekte umgesetzt. So hoffen wir die Gruppe für die Zukunft weiter stärken zu können.

Chancen, aber auch Risiken, sehen wir in dem Aufkommen und Wachsen von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz, wie ChatGPT. Es bietet uns zwar einen weiteren Bereich der Spezialisierung und wir erfahren bereits aufkommende Kundennachfrage in der Beratung. Aber offensichtlich wird diese Technik auch Teile unseres Angebotes bedrohen. Aber vor allem die rechtliche Unsicherheit im Bereich der künstlichen Intelligenz verlangsamt die Fortschreitung der Automatisierung im kreativen Bereich. Wir gehen aber davon aus, dass generative AI in den nächsten Jahren einen erheblichen Einfluss auf die Agenturlandschaft haben wird.

Kreditrisiken und Forderungsausfälle sind weitgehend über entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Liquiditätsrisiken sehen wir aufgrund unserer Teilnahme am Cash-Pooling-System des OMNICOM-Konzerns nicht.

4 PROGNOSEBERICHT

Die Jahresprojektion der Bundesregierung (Wachstum von 0,2%) war für das Jahr 2024 eher zurückhaltend. Auch wenn steigende Reallöhne zu einer binnenwirtschaftlichen Erholung führten, so bleibt vor allem der Blick auf den Außenhandel durch verschiedene geopolitische Herausforderungen getrübt.8

Für das Jahr 2024 rechnete die Bundesregierung mit einer wieder steigenden Wachstumsdynamik des Welthandels von rund 0,5 Prozent.9 Es wurde erwartet, dass die Exporte mit einer Wachstumsrate von 0,6 Prozent nach einem Rückgang in 2023 nur leicht expandieren.10

8 Jahreswirtschaftsbericht 2024 - bmwk.de, Seite 156

9 Jahreswirtschaftsbericht 2024 - bmwk.de, Seite 164

10 Jahreswirtschaftsbericht 2024 - bmwk.de, Seite 21

Durch den großen Kunden Mercedes erhofften wir uns für 2024 ein stabiles Umsatzwachstum. Jedoch erforderte das Umsatzziel für 2024 einige weitere Neu- und stabile Bestandskunden. Die Neugewinnung von Kunden blieb erneut hinter den Erwartungen zurück, sodass auch das Jahr 2024 nicht den gesetzten Plan erfüllen wird. Die Etablierung und der Ausbau von Mercedes als neuen Bestandskunden liefen hingegen weiter sehr gut.

Das Ziel für die kommenden Quartale wird sein, die Auslastung der Teams zu steigern und mit kreativen Digital- und Social-Media-Kampagnen weitere Kunden von uns zu überzeugen. Dabei erwarten wir aktuell die Entscheidung von einem großen Automobil-Konzern, sowie eines Pharmaunternehmens und einer Bank.

Insgesamt hatten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg der Agenturleistung auf EUR 18,5 Mio. geplant bei einer verbesserten Personalaufwandsquote von 51%. Dieses Ziel werden wir deutlich verfehlen. Nach derzeitigem Stand des Jahresabschlusses 2024 erreichen wir lediglich eine Agenturleistung von ca. EUR 14 Mio. Wir konnten aber auch fast EUR 1 Mio. in Personalkosten einsparen im Vergleich zum Plan. Die Personalaufwandsquote 2024 liegt derzeit bei 58%. Das Ergebnis wird voraussichtlich auch im Jahr 2024 ein - wenn auch geringerer - Verlust sein.

Für 2025 planen wir mit einer Agenturleistung von ca. EUR 15 Mio. Wir hoffen mit vier großen stabilen Kunden Mercedes, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der AOK sowie dem neuen Omnicom-Kunden Deutsche Telekom einen planbaren und konstanten Umsatz zu generieren.

 

Berlin, 18. Juli 2025

TLGG Agency GmbH

Annabelle Jenisch

Max Orgeldinger

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