Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 27714
Vorher
Wüsthof Dreizackwerk GmbH
Eingetragen
10.11.2016
Branche
Herstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen MetallenHerstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die HolzbearbeitungHerstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Solinger Schneidwaren und artverwandter Artikel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simone Klein
seit 15.3.2026
Prokura
Rainer Uhlhorn
seit 10.12.2025
Prokura
Klaus Dr. Willmann
seit 1.10.2024
Prokura
Michael vom Brocke
seit 15.5.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wüsthof GmbH

Solingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht


I. Grundlagen der Unternehmung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
2. Geschäftsverlauf

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

V. Corporate Responsibility

1. Grundlagen der Unternehmung
Die Geschäftstätigkeit der WÜSTHOF GmbH besteht aus der Herstellung und dem Vertrieb von hochwertigen Schneidwaren. Die eigene Produktion erfolgt ausschließlich in Solingen, um neben "Made in Germany" insbesondere auch das Gütesiegel "Made in Solingen" zu gewährleisten. Einige, das Sortiment ergänzende Handelswaren werden primär in Deutschland und Zentraleuropa, teilweise aber auch weltweit bezogen. Der Vertrieb erfolgt durch eigene Vertreter und Vertretungen, verbundene Unternehmen in den USA, Kanada und UK sowie lokale Distributionspartner. Die wichtigsten Märkte sind Nordamerika, Zentraleuropa und die Asia-Pazifik-Region. Der Großteil der Außenumsätze der Unternehmensgruppe wird nicht von der Wüsthof GmbH, sondern durch verbundene Vertriebsgesellschaften erbracht, die von der Wüsthof GmbH ihre Produkte beziehen.

Die WÜSTHOF GmbH wurde 2016 gegründet und hat 2018 die aktive Geschäftstätigkeit der seit mehr als 200 Jahren bestehenden Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG übernommen. Das hierzu notwendige Produktionsvermögen sowie die Marken und Lizenzrechte werden von der Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG gepachtet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2022 von +3,5%, hat sich das globale Wachstum im Kalenderjahr 2023 voraussichtlich auf 3,3% reduziert. Insbesondere in dem wichtigen Auslandsmarkt USA lag das BIP-Wachstum mit vorhergesagten +2,1% unter der EURO­ Region mit +0,7% oder der Region Mittlerer Osten/Zentralasien mit +3,3% (Quelle: IMF.org, 21.12.2023).

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 nach einer Einschätzung der Deutschen Bundesbank vom 21.12.2023 real um 0,3% geschrumpft, nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8% im Jahr 2022. Der Rückgang der Wirtschaftsaktivität ist vor allem zurückzuführen auf die Energiekrise infolge des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland. Aufgrund der hohen Inflation sinkt der Konsum der privaten Haushalte. Die Energiekosten und eine schwache Auslandsnachfrage belasten den Export. Darüber hinaus dämpfen die hohe Unsicherheit und die gestiegenen Finanzierungskosten die Investitionen der Unternehmen und im Wohnungsbau.

Der ifo Geschäftsklimaindex (Groß- und Einzelhandel) hat sich vor, allem ausgelöst, durch die anhaltende Ukraine-Krise sowie der energiepolitischen Fehlentwicklung in Deutschland, nach einer zwischenzeitlichen Erholung von -10,8 im Februar 2023 kontinuierlich verschlechtert bis zu einem absoluten Tiefstand von -25,1 im September 2023. Im Vorjahr hatte sich in Folge des Ukrainekrise der Index von +6,3 im Februar auf -31,9 im September 2022 deutlich eingetrübt. Dieses sich nachhaltigverschlechternde Konsumklima hatte auch Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der WÜSTHOF GmbH.

2. Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf war geprägt durch die negativen Auswirkungen der Ukrainekrise, den gestiegenen Energiekosten, die deutliche Inflation somit Kaufzurückhaltung bzw. einem gesunkenem Konsumklima. Zudem führte der deutlich zu hohe Lagerbestand ab Januar 2023 zu Kurzarbeit in der Produktion und Verwaltung, um Lager- und Produktionskapazitäten zu reduzieren.

Die Verfügbarkeit von Stahl als wichtigster Rohstoff für die Klingenproduktion hat sich nach einem volatilen Vorjahr beruhigt. Die Beschaffungspreise von Stahl führten bedingt durch die deutlich gestiegenen Energiekosten zu erhöhten Stückkosten, welche versucht wurden an den Markt weiterzugeben.

Die Abschwächung des Geschäftes der WÜSTHOF GmbH im Geschäftsjahr 2023 ist ein Resultat, zu hoher Bestände in den USA, zudem hat die eingeschlagene Vertriebsstrategie nicht zu den erwarteten Ergebnissen geführt. Das lntercompany Geschäft mit den USA ist im Geschäftsjahr um -54 % bzw. 17 Mio. EUR zurückgegangen. Aufgrund der Erwartungen einer schnellen Erholung des Konsumklimas in Nordamerika und Europa, hat das Unternehmen die Vorratshaltung an Fertigerzeugnissen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022 erhöht, um vor dem Hintergrund vergangener Störungen in den Lieferketten zeitnah liefern zu können. Diese Erwartungen wurden jedoch verfehlt.

Der weitere Ausbau des Geschäftes im Bereich DTC (Direct to Consumer) hat sich auch in diesem Geschäftsjahr weiter beschleunigt und führte zu 2-stelligen Wachstumsraten, auch durch die gesteigerte Präsenz in den Sozialen Medien. Der Relaunch des deutschen Webshops (https://www.wusthof.com/de-de) im Frühjahr 2022 hat sich weiter positiv entwickelt, so dass das Online-Geschäft inzwischen einen 2-stelligen Prozentanteil hat. Angesichts der Tatsache, dass verbundene Unternehmen in Nordamerika einen bis zu 3-fachen Online-Umsatzanteil haben, lässt starkes Umsatzwachstum in diesem Segment auch für die WÜSTHOF GmbH erwarten.

Insgesamt sind die Außenumsätze, d.h. Umsätze, die nicht mit verbundenen Unternehmen erzielt wurden, im Geschäftsjahr 2023 zur Vorjahresperiode um 37% zurückgegangen Ein Grund hierfür liegt vor allem in der Konsumschwäche, die auch beim Wettbewerb im gleichen Produkt- und Preissegment zu ähnlichen Umsatzrückgängen führte. Zudem musste WÜSTHOF im Jahr 2022 und 2023 die Preise anheben, so dass dies zwar zu einem Rückgang der Verkaufsmengen in den Handel, jedoch auch zu deutlich verbesserten Margen geführt hat.

Um die Präsenz in Europa nachhaltig zu verbessern, hat sich WÜSTHOF in den Märkten Belgien, Schweiz und Österreich dazu entschlossen, eigene Vertriebsstrukturen zu entwickeln und aufzubauen.
Seit Mitte 2022 werden somit lokale Händler direkt von Außendienstmitarbeitern von WÜSTHOF in diesen Ländern und dem Serviceteam in Solingen betreut. Der sehr positive Geschäftsverlauf in den genannten Märkten hat die Richtigkeit der Entscheidung zu diesem Schritt bestätigt und das Unternehmen strebt eine Ausweitung des Konzeptes auf weitere Märkte an. Im Juli 2022 wurde eine Vertriebsniederlassung über eine Schwestergesellschaft in Großbritannien gegründet und in 2023 Frankreich mit einem eigenen Außendienst betreut.

Im Geschäftsjahr 2022/23 wurde eine Restrukturierung mit einem externen Beratungsunternehmen geplant und umgesetzt, die eine bedeutende Auswirkungen auf das Unternehmen hatte. Dieser Auftrag umfasste die Bildung eines Sozialplanes, der darauf abzielte, die sozialen Auswirkungen der Reduzierung im gewerblichen und kaufmännischen Bereich zu mildern. Die erwarteten und geplanten Ergebniseffekte werden im Prognosebericht detaillierter beschrieben. Mit Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen ist das Unternehmen bestrebt, seine Wettbewerbsposition zu stärken, langfristiges Wachstum zu initiieren und eine nachhaltige Entwicklung sicher zu stellen.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 30. September 2023 betrug 35,0 Mio. EUR und setzt sich, bedingt durch Anmietung der betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände von der Muttergesellschaft, auf der Aktivseite zusammen aus 0,3% (Vorjahr: 0,3%) mittel- und langfristig gebundenem Vermögen und 99,7% Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten (Vorjahr: 99,7%).

Das Sachanlagevermögen enthält im Wesentlichen Wirtschaftsgüter zur Produktpräsentation und geringwertige Wirtschaftsgüter. Investitionen in Höhe von 41,5 TEUR und Abgänge von 9,7 TEUR, stehen planmäßigen Abschreibungen von 108,7 TEUR gegenüber, so dass sich das Sachanlagevermögen von 133,6 TEUR auf 66,4 TEUR verringert hat.

Der Vorratsbestand im Unternehmen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR erhöht. Die Bestände an fertigen Erzeugnissen konnten um 1,3 Mio. EUR und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 0,4 Mio. EUR reduziert werden bei gleichzeitiger Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse um 0,4 Mio. EUR. Es erfolgte zudem eine Anzahlung auf einen Rohstoff, um zukünftig erwartete Preissteigerungen abzufedern.

Der Forderungsbestand gegenüber Dritten hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. EUR verringert und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,6 Mio. EUR resultiert überwiegend aus Steuererstattungsansprüchen sowie Forderungen auf Basis der umgesetzten Kurzarbeit.

Der Bestand an flüssigen Mitteln hat sich zum Vorjahr um 2,4 Mio. EUR verringert, dieser negative Cash-Flow ist das Resultat des negativen Jahresüberschusses.

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2023 absolut auf 2,5 Mio. EUR (Vorjahr 6,8 Mio. EUR) reduziert und die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 7,2 % (Vorjahr 17,4%) der um 4,2 Mio. EUR verringerten Bilanzsumme. Der Rückgang des Eigenkapitals um 4,3 Mio. EUR resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Kapitalrücklage um 6,0 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR sowie der Veränderung des Jahresergebnisses um 13,8 Mio. EUR auf-10,3 Mio. EUR

Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg personalbezogener Rückstellungen von 0,6 Mio. EUR. Die im Geschäftsjahr 2019 gebildete Rückstellung für Prozesskosten wurde aufgelöst.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 0,9 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR gesunken.

Finanzlage
Die Gesellschaft weist einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) aus. Es ergibt sich ein marginal höherer Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Mittelzufluss von 0,5 Mio. EUR als Saldo aus der Zuführung zu Kapitalrücklage in Höhe von 6 Mio. EUR und der Tilgung von Gesellschafterdarlehen von 5,5 Mio. EUR. Die Reduzierung des Finanzmittelbestands der Gesellschaft in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: -1,3 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus der negativen Entwicklung in der laufenden Geschäftstätigkeit.

Zur Finanzierung des Working Capitals stehen der. Gesellschaft mittel- bis langfristig Mittel der Muttergesellschaft in Höhe von 25,2 Mio. EUR zur Verfügung.

Ertragslage
Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) betrug 36,6 Mio. EUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr (64,4 Mio. EUR) somit um -27,8 Mio. EUR reduziert.

Der Materialaufwand betrug im Jahr 2023 9,2 Mio. EUR. Prozentual zur Gesamtleistung hat sich die Materialeinsatzquote um 4,7 % verbessert. Das Rohergebnis hat sich mit besserer Materialeinsatzquote, jedoch bei gesunkener Gesamtleistung um 17,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Die Rohertragsmarge hat sich von 70,1 % auf 74,8 % im Verhältnis zur Gesamtleistung leicht verbessert.

Der Personalaufwand hat sich um 5,3 Mio. EUR reduziert. Ursache hierfür war im Wesentlichen die Entgeltkürzungen in der Kurzarbeit am Standort mit 4,3 Mio. EUR, Outsourcing der Logistik und Nichtfortführung befristeter Verträge im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Personalkostenquote hat sich durch diese Maßnahmen nicht reduziert und beträgt 53,5 % (Vorjahr 38,7 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 20,0 Mio. EUR haben sich um 0,4 Mio. EUR reduziert. Diese sind im Wesentlichen auf, eine Veränderung der Miete KG, reduzierten betrieblichen Kosten im kausalen Zusammenhang mit der Kurzarbeit, erhöhten Beratungskosten bedingt durch die Restrukturierung, erhöhten Werbungskosten und Aufwendungen für die weitergehende Digitalisierung, zurückzuführen.

Der Jahresfehlbetrag beträgt -10,3 Mio. EUR (Vorjahr Jahresüberschluss+ 3,6 Mio. EUR).

1. Finanzielle LeistungsindikatorenDie folgenden finanziellen Leistungsindikatoren werden für die Steuerung des Unternehmens herangezogen:

- Umsatzerlöse
- Materialeinsatz
- Personalkostenquote
- EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)

Die EBITDA-Rendite bezogen auf die Gesamtleistung stellt einen finanziellen Hilfsindikator dar.

Das EBITDA 2023 hat sich von 4,0 Mio. EUR auf-9,6 Mio. EUR verschlechtert. Ursache hierfür sind der deutliche Umsatzrückgang. Die im Frühjahr 2023 frühzeitig getroffenen Maßnahmen zur Restrukturierung der Kosten mit Unterstützung externer Berater, wie z.B. Kurzarbeit in der Produktion und Verwaltung, striktes Kostenmanagement, Mitarbeiterreduzierung werden jedoch erst im folgenden Jahr 2024 positive Effekte zeigen. Das EBITDA ist zudem reduziert durch die einmaligen Kosten zur Restrukturierung, wie z.B. Restrukturierungsberatung, rechtsanwaltliche Unterstützung bei der Umsetzung der Personalmaßnahmen, Abfindungsleistungen, freiwillige Aufstockungen der Gesellschaft im Rahmen der Kurzarbeit.

IV.  Prognosebericht

Die Weltwirtschaft steht weiterhin vor einer Reihe von Herausforderungen. Die Inflation ist immer noch hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr, Verschärfung der finanziellen Rahmenbedingungen in den meisten Volkswirtschaften, andauernder Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und der im Oktober aufflammende Konflikt in Israel belasten die Aussichten weiterhin schwer. Eine Normalisierung der Geld- und Fiskalpolitik, die während der Pandemie eine beispiellose Unterstützung bot, kühlt die Nachfrage ab, obwohl die Politik die Inflation wieder in Richtung des Zielkorridors zu senken versucht. Während sich ein zunehmender Anteil von Volkswirtschaften in langsames Wachstum befindet, hat sich die Situation der deutschen Wirtschaft nicht sichtbar verbessert. Das künftige Wohlergehen der Weltwirtschaft hängt entscheidend ab von der erfolgreichen Kalibrierung der Geldpolitik, dem Verlauf des Krieges in der Ukraine und einer möglicherweise eskalierenden Situation im Nahen Osten. Das globale Wachstum wird sich der Schätzung zufolge von +3,2 % im Jahr 2023 konstant bei prognostizierten +3,2 % im Jahr 2024 halten {IMF vs. Statista, Stand 06. Februar 2024). Dies ist das schwächste Wachstumsprofil seit 2001 mit Ausnahme der globalen Finanzkrise und der akuten Phase der COVID-19-Pandemie und spiegelt eine Abschwächung in den größten Volkswirtschaften wider. Die globale Inflation wird voraussichtlich von 6,9 Prozent im Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024 steigen (Quelle: Statista 06.02.2024).

Der Deutschland-Prognose der Bundesbank zufolge legt das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr um 0,4 Prozent zu, nach einem Rückgang um -0,3 % in diesem Jahr. In den Jahren 2025 und 2026 wächst die Wirtschaft um 1,2 % beziehungsweise 1,3 % (Quelle: Deutschland-Prognose der Bundesbank: Sinkende Inflation. aber noch keine Entwarnung 1 Deutsche Bundesbank). Aufgrund der Energiekrise und der hohen Inflation wird der private Konsum weiterhin zurückhaltend erwartet. Auch wird die Exportnachfrage sowie die Investitionen der Unternehmen gedämpft bleiben, aber es wird erwartet das die Auslandsnachfrage anzieht.

WÜSTHOFAngesichts der im Geschäftsverlauf beschriebenen Entwicklung und des schwachen Konsumklimas ist die Produktion zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/2024 wieder in weiten Teilen in Kurzarbeit getreten als Bestandteil der angestoßenen Restrukturierung. Die vorübergehend geringe Produktionsauslastung sowie erwartete Kostensteigerungen, z.B. durch das Auslaufen langfristiger Energiesicherungsverträge bei dem Großteil unserer Lieferanten sowie deren erhöhte Personalkosten und Preiserhöhungen aufgrund von geringeren Bestellvolumina bzw. Losgrößen beeinflussen die wirtschaftlichen Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 erneut negativ. Darüber hinaus erhöhen sich im Jahr 2024 die Personalkosten aufgrund der abgeschlossenen Tarifverträge der IG Metall, an denen sich WÜSTHOF mit seinem Entlohnungssystem orientiert.

Nichtsdestotrotz, es wird ein geringes Umsatzwachstum von 1,1% geplant, wobei der erwartete Jahresfehlbetrag von -4,0 Mio. EUR sich um -6,3 Mio. EUR verbessern soll. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr eingeführten Maßnahmen wurden unternommen, um die Kostenstruktur anzupassen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Neben der oben beschriebenen Kurzarbeit haben wir einen gezielten Personalabbau getätigt. Neben den Personalkosten wurden auch die nicht-operative Kosten einer genauen Überprüfung unterzogen. Diese strukturiere Analyse und folgende Implementierung effizienterer Prozesse soll zu den benannten, signifikanten Einsparungen führen, ohne dabei die Qualität unserer Produkte zu beeinträchtigen.

Sehr vielversprechend entwickelt sich der Umsatz mit dem neu gegründeten Schwesterunternehmen in UK, hier wird ein deutlich besserer Umsatz als ursprünglich geplant erwartet. Mit den getroffenen Maßnahmen erwarten wir für 2024 eine verbesserte Profitabilität, die nachhaltig sein sollte. Investitionen im IT-Bereich werden konstant fortgeführt. Diese Investitionen dienen der Stärkung der digitalen Infrastruktur und der Verbesserung der technologischen Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Durch die fortgesetzten Investitionen in IT werden Effizienzsteigerungen, Prozessoptimierungen und Innovationen ermöglicht, die langfristig zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Unternehmenserfolgs beitragen sollen. Auch der von der Muttergesellschaft gemietete Maschinenpark soll im Jahr 2024 reinvestiert werden. Insgesamt profitiert die WÜSTHOF GmbH von der wirtschaftlichen Stärke des gesamten Unternehmensverbundes. In dem Zusammenhang gilt es die hervorzuheben, dass das Mutterunternehmen mit seiner finanziellen Stärke die GmbH finanziell und im Rahmen eines qualifizierten Rangrücktritts unterstützen wird, um die Liquiditätssituation des Unternehmens zu erhalten und die finanzielle Stabilität in der Unternehmensfortführung gewährleistet. Die Unternehmensgruppe zeigt ein Eigenkapitalquote von über 70 % aus, was die Aussage zur nachhaltigen Fortführung des Unternehmens unterstreicht.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Durch die Umsetzung der Unternehmensstrategie geht die WÜSTHOF GmbH davon aus, weitere Umsatzanteile im In- und Ausland gewinnen zu können. Insbesondere der weitere Ausbau des B2C­ Geschäftes sowie der Aufbau neuer Märkte in Europa und Asien lässt weiteres Umsatzwachstum erwarten. Auch aus der Übernahme des direkten Vertriebs in ausgewählten Märkten, die vormals durch Distributionspartner bearbeitet wurden, erwartet die Unternehmensleitung eine bessere Markttransparenz bei zugleich verbesserten Margen. Weitere Chancen ergeben sich für die WÜSTHOF GmbH durch die aktive Suche nach Geschäftspotentialen außerhalb des aktuellen Kerngeschäftes ebenso wie durch die Entwicklung innovativer Produkte und durch die stetige Weiterentwicklung der Produktionsverfahren im Hinblick auf effiziente Verwendung der eingesetzten Rohstoffe und der Sicherung von qualitativ hochwertigen Materialien.

Risiken

Wesentliche Ergebnisparameter der WÜSTHOF GmbH, d.h. vor allem die Rohstoff- und Energieeinkaufspreise, unterliegen seit längerem stärkeren Schwankungen als in früheren Perioden, da nicht nur tatsächliche Verbraucher, sondern auch Spekulanten sowie globale Einflüsse das Marktgeschehen in Europa beeinflussen. Zudem besteht das Risiko von Lieferengpässen. Den Preisrisiken wird mit langfristigen Einkaufsverträgen begegnet, Lieferengpässen nach Möglichkeit mit einem Mehrlieferantenkonzept sowie frühzeitige Sicherung von wichtigen Rohstoffen. Das Maßnahmenpaket reduziert die Eintrittswahrscheinlichkeit für das beschriebene Risiko erheblich und reduziert seine finanzielle Auswirkung, jedoch können die Auswirkungen einer Inflation im hohen einstelligen Prozentbereich über längere Perioden nur bedingt abgefedert werden.

Weiterhin sieht die Unternehmensleitung ein Risiko im Bereich der Abhängigkeit vom US­ amerikanischen Markt und dem damit verbundenen Währungsrisiko. Die Gesellschaft ist in das Währungskurssicherungsmanagement der Muttergesellschaft eingebunden. Durch die Muttergesellschaft werden entsprechend der Markt- und Wechselkurssituation verschiedene Sicherungsgeschäfte getätigt, um das Risiko möglichst zu reduzieren.

Ein weiteres Risiko besteht im Bereich der Fertigung, weil bestimmte Maschinen und Anlagen Sonderanfertigungen sind, die teilweise nur einmal vorhanden sind. Hier wird einerseits durch Instandhaltung und Wartung vorgebeugt, andererseits hat die WÜSTHOF GmbH insbesondere hinsichtlich des Ausfalls von Maschinen und Anlagen (Betriebsunterbrechung) ein schlüssiges Versicherungskonzept. Aufgrund der hohen ökonomischen Volatilität stehen auch langjährige Lieferanten von Maschinen und Anlagen unter Druck, so dass zunehmend mit Ausfällen zu rechnen ist. Die WÜSTHOF GmbH begegnet diesem Risiko durch eine erhöhte Lagerhaltung an Ersatzteilen und regelmäßigen Gesprächen mit den Lieferanten.

Wie bei vielen anderen Unternehmen besteht bei der WÜSTHOF GmbH das Risiko, dass von außen unbemerkt in das Informationstechnologie-Netzwerk eingedrungen werden könnte und dann entweder Daten entwendet, Daten, Geräte oder Systeme manipuliert und im schlimmsten Fall der Geschäftsbetrieb massiv gestört werden könnte. Diesem Risiko begegnet WÜSTHOF durch mehrere, aufeinander abgestimmte Maßnahmen inklusive steigende Investitionen in Cyber Security (z. B. Firewalls, Security Event Monitoring), IT-Security-Richtlinien sowie einem auf die Mitarbeiter ausgerichteten Schulungsprogramm.

Die konjunkturelle Entwicklung in den Absatzmärkten kann zu Forderungsausfällen führen. Das Unternehmen verfügt grundsätzlich über einen solventen Kundenstamm. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird daher ebenso wie das finanzielle Risiko als sehr niedrig eingeschätzt.

Die Risikolage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der volkswirtschaftlichen Unsicherheiten erhöht. Aufgrund der identifizierten Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie die Einschätzung zur Wirksamkeit bestehender Maßnahmen zur Risikoabwehr bzw. Schadensminderung ist die Geschäftsleitung dennoch weiterhin der Ansicht, dass die Risikolage der Gesellschaft insgesamt beherrschbar ist. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens konkret gefährden könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Das Unternehmen hat eine Vereinbarung mit seiner Muttergesellschaft getroffen, die einen qualifizierten Rangrücktritt gegenüber dieser vorsieht. Diese Maßnahme dient dazu, die finanzielle Solidität des Unternehmens zu stärken und potenzielle Risiken einer Überschuldung zu mindern. Durch diese Vereinbarung wird sichergestellt, dass Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft im Falle einer Insolvenz des Unternehmens erst nach Bedienung anderer Gläubiger beglichen werden. Dieser qualifizierte Rangrücktritt unterstreicht das Bemühen, eine solide finanzielle Basis zu erhalten und langfristige finanzielle Stabilität zu gewährleisten.

V. Corporate Responsibility

Die WÜSTHOF GmbH toleriert keine Form von Korruption oder Bestechung und lässt sich in keiner Weise darauf ein, durch Zuwendungen gleich welcher Art Entscheidungsfindungen zu beeinflussen.

Die Grundrechte der Mitarbeiter wie Chancengleichheit, Gleichbehandlung u. ä. werden beachtet. Auch hält sich das Unternehmen selbstverständlich an das Verbot von Kinderarbeit.

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter stehen stets im Vordergrund unternehmerischer Entscheidungen.

 

Solingen, den 20. März 2024

gez. Harald Wüsthof (Geschäftsführer)

gez. Viola Wüsthof (Geschäftsführerin)

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 89.978,00 170.512,98
I. Sachanlagen 66.362,00 135.113,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.362,00 135.113,00
II. Finanzanlagen 23.616,00 35.399,98
1. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 23.616,00 35.399,98
B. Umlaufvermögen 34.682.185,42 38.718.955,28
I. Vorräte 24.355.757,11 24.126.863,36
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.081.419,66 2.471.174,08
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.304.942,99 8.917.443,21
3. fertige Erzeugnisse und Waren 11.579.478,78 12.893.564,35
4. geleistete Anzahlungen 1.389.915,68 13.864,95
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   169.183,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.705.627,76 10.593.574,33
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.617.386,79 3.171.078,51
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.532.840,34 6.883.187,61
davon gegen Gesellschafter 126.818,27  
3. sonstige Vermögensgegenstände 555.400,63 539.308,21
davon gegen Gesellschafter   445.380,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.620.800,55 3.998.517,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 213.552,30 306.631,76
Aktiva 34.985.715,72 39.196.100,02

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.527.270,49 6.806.904,02
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 13.500.000,00 7.500.000,00
III. Verlustvortrag 1.693.095,98 5.255.248,02
IV. Jahresfehlbetrag 10.279.633,53 -3.562.152,04
B. Rückstellungen 6.509.762,39 5.973.888,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 610.866,00 642.326,00
2. Steuerrückstellungen 132.480,75 450.172,00
3. sonstige Rückstellungen 5.766.415,64 4.881.390,00
C. Verbindlichkeiten 25.948.682,84 26.415.308,00
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 442.083,87 1.303.886,48
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.144.178,59 24.627.560,52
davon gegenüber Gesellschaftern 25.144.178,59 24.627.560,52
3. sonstige Verbindlichkeiten 362.420,38 483.861,00
davon aus Steuern 139.532,62 288.507,63
Passiva 34.985.715,72 39.196.100,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 37.534.013,59 59.877.145,47
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 689.582,13 -4.526.049,72
3. sonstige betriebliche Erträge 3.838.525,88 4.193.393,54
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1.226.850,02 3.219.400,39
4. Materialaufwand 9.464.238,84 19.265.286,97
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.587.367,28 15.692.154,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 876.871,56 3.573.132,00
5. Personalaufwand 19.580.178,28 24.909.681,07
a) Löhne und Gehälter 15.164.950,45 20.623.754,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.415.227,83 4.285.926,85
davon für Altersversorgung 1.566,65 1.354,17
6. Abschreibungen 109.602,90 87.919,46
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 109.602,90 87.919,46
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 21.385.019,10 20.453.766,44
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.292.219,56 16.812,86
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6,05 4,92
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 418.276,61 177.481,67
davon an verbundene Unternehmen 401.810,61 16.149,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 16.466,00 159.046,02
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   132.480,00
11. Ergebnis nach Steuern -10.274.352,34 3.569.978,04
12. sonstige Steuern 5.281,19 7.826,00
13. Jahresfehlbetrag 10.279.633,53 -3.562.152,04

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften und des GmbH Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 5 HGB.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Wüsthof GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Solingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Wuppertal
Register-Nr.: HR B 27714

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zum Zeitwert bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nennwert angesetzt. Es wurde das strenge Niederstwertprinzip berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Den in den Forderungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigung und einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen für Zeiträume nach dem Bilanzstichtag abgegrenzt.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt, zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen monatlichen Planwert eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet(§ 256a HGB).

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 208 (Vorjahr 334T€) sonstige Vermögensgegenstände und mit 5.325(Vorjahr 6.995 T€) T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode "auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,81 % (Vorjahr 1,78 %) angesetzt. Ein Rententrend und Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 30. September 2023 9 T€.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit ergibt sich aus der Summe der Rückstellung für die laufenden Vergütungen in der Freistellungsphase sowie der Rückstellungen für Ausgleichszahlungen des Arbeitsgebers. Die Rückstellung wurde versicherungsmathematisch ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck, Rechnungszins 0,84 %, verwendet.

Die Rückstellungen für Jubiläum ergibt sich aus der Bewertung nach der PUC-Methode. Die Rückstellung wurde versicherungsmathematisch ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck, Rechnungszins 1,66 %, verwendet.

Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:

                                                             30.09.2023    30.09.2022




in TEUR
in TEUR
Restrukturierung
2.450
0
Personal (Urlaub, Freizeit, Boni,Abfindung)
1.653
1.838
noch ausstehende Rechnungen
769
553
Gewährleistung
346
507
Jubiläum
236
242
Altersteilzeit
132
253
Rechtsstreit
0
1.250



Die Rückstellung im Personalbereich im Kontext mit einem Rechtstreit mit einem ehemaligen Geschäftsführer der Gesellschaft, konnte aufgrund der Beendigung des Verfahrens i.H.v. 1,25 Mio.€ aufgelöst und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind 24.144 T€ (VJ 24.628 T€) sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter enthalten. Für Darlehen in Höhe von 2.000 T€ hat die alleinige Gesellschafterin, die Ed. Wüsthof Dreizackwerk KG, einen Rangrücktritt ausgesprochen.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken


bis zu einem Jahr
von mehr als einem Jahr
von mehr als 5 Jahren
aus Lieferungen und Leistungen
T€  442 (VJ 1.304)
 T€  0 (VJ 0)
 T€  0 (VJ 0)
ggü. verbundenen Unternehmen
T€ 0 (VJ 0)
 T€  25.144 (VJ 24.628)
 T€ 0  (VJ 0)
aus sonstigen Verbindlichkeiten
T€ 362 (VJ 484)
 T€ 0 (VJ 0)
 T€ 0 (VJ 0)



Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Zahlungsverpflichtungen aus mehrjährigen Leasingverträgen belaufen sich auf 361 T€.
Ferner ergeben sich aus abgeschlossenen Mietverträgen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 24.129 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen und 14 T€ gegenüber Dritten.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Geografisch bestimmter Markt
Umsatz in TEUR
Nordamerika
19.164
Deutschland
7.961
Europa (ohne Deutschland)
7.004
Asien
1.929
Afrika
550
Ozeanien
475
Südamerika / Karibik
302
Naher Osten
134
sonstige
15
Gesamt
37.534



Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentliche Posten enthalten:

Raumkosten 7.008 T€ (Vorjahr 8.442 T€), Reparaturen und Instandhaltung 1.794 T€ (Vorjahr 2.996 T€), Werbekosten 2.945 T€ (Vorjahr 2.469 T€), IT-Kosten 987 T€ (Vorjahr 763 T€) und Vertreterprovisionen in Höhe von 425 T€ (Vorjahr 528 T€).

Zudem sind im Geschäftsjahr Kosten für die Neuausrichtung i.H.v. 2.450 T€ entstanden, die für das Geschäftsjahr 2023/2024 zurückgestellt wurden.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen

Zahl
Gewerbliche Mitarbeiter

279
Angestellte Mitarbeiter

87
Auszubildene

12

Gesamt
378



Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:
Viola Wüsthof, B.B.A., Geschäftsführerin Marketing Vertrieb

Harald Wüsthof, Dipl. Ing., Geschäftsführer Operations

Jan Patrick Schmitz, MBA, BA Economics, (bis 13.01.2023)



Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Hinsichtlich der Auswirkungen infolge des Ukrainekrieges und der Corona-Virus-Pandemie auf die Gesellschaft verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

Honorar des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für die Jahresabschlussprüfung beträgt 40 T€.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Solingen, 20. März 2024

gez. Harald Wüsthof

gez. Viola Wüsthof, Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2023


           Anschaffungs- oder Herstellungskosten


01.10.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
30.09.2023






1. Sachanlagen





     Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
404.220,92
42.409,04
0,00
48.139,44
398.490,52
     Sachanlagen
404.220,92
42.409,04
0,00
48.139,44
398.490,52
2. Finanzanlagen





     Rückdeckungsversicherungsansprüche
35.399,98
0,00
0,00
11.783,98
23.616,00
     aus Lebensversicherungen





     Finanzanlagen
35.399,98
0,00
0,00
11.783,98
23.616,00

439.620,90
42.409,04
0,00
59.923,42
422.106,52

                                       Abschreibungen

                   Buchwerte

01.10.2022
Zugänge
Abgänge
30.09.2023
30.09.2023
30.09.2022







1. Sachanlagen






     Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
269.107,92
109.602,90
46.582,30
332.128,52
66.362,00
135.113,00
     Sachanlagen
269.107,92
109.602,90
46.582,30
332.128,52
66.362,00
135.113,00
2. Finanzanlagen






     Rückdeckungsversicherungsansprüche
0,00
0,00
0,00
0,00
23.616,00
35.399,98
     aus Lebensversicherungen






     Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
23.616,00
35.399,98

269.107,92
109.602,90
46.582,30
332.128,52
89.978,00
170.512,98

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Wüsthof GmbH, Solingen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Wüsthof GmbH, Solingen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilan­ zierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wüsthof GmbH, Solingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und
·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentli­ chen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Sys­ teme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses  einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prü­ fungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundelie­ genden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

Dortmund, den 20. März 2024

gez. Dipl.-Kfm. Schulte (Wirtschaftsprüfer)

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