BALLUFF Verwaltungsgesellschaft mbH
Zabergäustraße 6, 73765 Neuhausen auf den Fildern, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Michael Hermle seit 17.10.2014 | Geschäftsführer |
Katrin Stegmaier-Hermle seit 17.10.2014 | Geschäftsführer |
Rolf Hermle seit 11.4.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BALLUFF Verwaltungsgesellschaft mbHNeuhausen auf den FildernKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023DER BALLUFF VERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH, NEUHAUSEN A.D.F.AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023DER BALLUFF VERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH, NEUHAUSEN A.D.F.
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER BALLUFF VERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH, NEUHAUSEN A.D.F.Nachfolgend werden in einer Kapitalflussrechnung die Zahlungsströme des Geschäftsjahres getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit dargestellt, wobei die Summe der Zahlungsmittelbewegungen aus diesen drei Teilbereichen der Änderung des Finanzmittelfonds entspricht, soweit diese nicht auf wechselkurs- oder sonstigen bewertungsbedingten Änderungen beruhen. Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten. Die Darstellung der Kapitalflussrechnung entspricht den Empfehlungen des Deutschen Standardisierungsrats nach DRS 21 / Kapitalflussrechnung.
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2023DER BALLUFF VERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH, NEUHAUSEN A.D.F.
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER BALLUFF VERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH, NEUHAUSEN A.D.F. 1. Allgemeine Grundsätze Die Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Neuhausen a.d.F. und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 211437 eingetragen. Der Konzernabschluss der Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Angaben im Anhang erfolgen, sofern nichts anderes vermerkt ist, in TEUR. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt mit dem Einstandsumrechnungskurs oder mit dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsverordnung monatlich bekannt gegeben werden. Davon abweichend werden die Rückstellungen für Pensionen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wurde nicht ausgeübt. Die vollständige Zuführung wurde bereits im Umstellungsjahr 2010 vorgenommen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang näher erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen einbezogen, die unter der einheitlichen Leitung der persönlich haftenden Gesellschafterin, Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB stehen. Auf die Einbeziehung nachstehender Gesellschaften wurde im Sinne von § 296 HGB verzichtet, da ihr Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist:
3. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag der Muttergesellschaft, der Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, aufgestellt. Auch die in den Konzernabschluss vollkonsolidierten Unternehmen stellen ihren Jahresabschluss zum gleichen Stichtag wie das Mutterunternehmen auf und fließen ohne eine Aufstellung von Zwischenabschlüssen in den Konzern ein. Die Kapitalkonsolidierung aller in den Konzern einbezogenen Unternehmen wurde bis zum 31.12.2009 nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochtergesellschaften in den Konzern vorgenommen. Ab dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung in Höhe von TEUR 16.745 werden im Ausgleichsposten für Anteile der Kommanditisten ausgewiesen. Dieser Ausweis erfolgt entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Position, da es sich hierbei um thesaurierte Ergebnisse der Tochtergesellschaften bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzern handelt. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die in den vorangegangenen Jahren als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurden, werden in der Regel über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer von 10 Jahren des Geschäfts- oder Firmenwerts der Matrix Vision GmbH, Oppenweiler/Deutschland, wurde aus der erwarteten Nutzungsdauer des aktuellen Produktportfolios abgeleitet. Ebenfalls über 10 Jahre erfolgt die Abschreibung des aus dem Sukzessiverwerbs der restlichen Anteile an der Balluff CZ s.r.o. entstandenen Firmenwerts gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen sind gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse sowie andere konzerninterne Erträge zwischen den einzelnen Konzerngesellschaften sind mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. 4. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Anlagevermögen Von der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird abgesehen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die planmäßige Abschreibung. Die Abschreibung erfolgt linear (pro rata temporis) über eine Nutzungsdauer von 3-8 Jahren. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über den voraussichtlichen Produktlebenszyklus abgeschrieben. Dieser beträgt zwischen 5 und 15 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist auf der Grundlage der Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis und die direkt zurechenbaren Anschaffungskosten. Lieferantenskonti wurden abgesetzt. Die Abschreibungsmethode für vor dem Geschäftsjahr 2010 angeschaffte Anlagegüter wurde beibehalten. Selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden seit dem Berichtsjahr im Jahr der Anschaffung voll in den Aufwand gebucht. Die Sammelpostenregelung der Vorjahre wird für bereits dort aktivierte Anlagengüter fortgeführt. Bei den übrigen Zugängen erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Von der Möglichkeit, auf die Einbeziehung von Tochtergesellschaften zu verzichten, wurde im Sinne von § 296 HGB Gebrauch gemacht. Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die direkt zurechenbaren Gemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Kosten für freiwillige soziale Aufwendungen und betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen sind nicht angesetzt. Auf länger lagernde Bestände werden ausreichende Abwertungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Auf Forderungen an Unternehmen der Balluff-Gruppe waren keine Wertberichtigungen zu bilden. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergeben sich aus Konsolidierungsmaßnahmen latente Steuern nach § 306 HGB in Höhe von TEUR 3.010. Die Bewertung der temporären Differenzen, insbesondere aufgrund der Eliminierung von Zwischenergebnissen, erfolgt mit dem jeweiligen Steuersatz der liefernden Konzerneinheit. Der bestehende Aktivüberhang an latenten Steuern, der sich insbesondere aufgrund der vorgenommenen Anpassungen an eine konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie aufgrund bestehender Verlustvorträge bei ausländischen Tochtergesellschaften ergibt, wird im Sinne von § 274 HGB nicht bilanziert. Rückstellungen Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Abweichend hiervon wird gemäß Satz 2 des § 253 Abs. 2 HGB bei Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Im Berichtsjahr betrug der angewendete Zinssatz 1,83% (prognostizierter Rechnungszins) bzw. 1,82% (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 427. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Die Pensionsrückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB anzusetzen. Die Berechnung erfolgte unter der Berücksichtigung eines Einkommenstrends von 2,75% p.a. sowie eines Rententrends von 2,50% p.a. bzw. von 2,75% p.a. im Falle von wertgesicherten Renten. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise gesichert. Die Sicherungen dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den BilMoG-Bestimmungen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. 5. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung erfolgte nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Umrechnung der Fremdwährungen der nach § 311 ff. HGB einbezogenen Unternehmen erfolgt zum Mittelkurs am Bilanzstichtag. Abweichend davon, wird das zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorhandene Eigenkapital mit historischen Kursen umgerechnet. Dabei entstandene Währungsdifferenzen werden innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Tochterunternehmen sind mit dem Durchschnittskurs für das Geschäftsjahr umgerechnet. Dabei entstandene Währungsdifferenzen werden innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz 6. Anlagevermögen Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 19.170 (Vj. TEUR 19.170) werden als Firmenwert aktiviert. Zusammen mit den Geschäfts- und Firmenwerten aus den nationalen Abschlüssen ergeben sich historische Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 22.636 (Vj. TEUR 22.636). Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.129 (Vj. TEUR 1.056) vorgenommen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Geschäfts- und Firmenwert TEUR 3.541 (Vj. TEUR 4.670). ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS
7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Forderungen in einem Forderungsspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. 8. Wertpapiere Bilanziert sind sonstigen Wertpapieren in Höhe von TEUR 368 (Vj. TEUR 368). 9. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel betreffen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. 10. Eigenkapital Der im Ausgleichsposten für Anteile der Kommanditisten ausgewiesene Gewinnvortrag beinhaltet Grundkapital von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 7.089 (Vj. TEUR 7.363), das bei den Tochtergesellschaften für Ausschüttungen nicht zur Verfügung steht. 11. Rückstellungen Der Gesamtbetrag der Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer und Hinterbliebene beträgt TEUR 8.020 (Vj. TEUR 8.289). Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 22.807 (Vj. TEUR 21.326) und Garantie- und Kulanzrückstellungen in Höhe von TEUR 2.475 (Vj. TEUR 2.432). 12. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Form von Grundschulden. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen ebenso wie die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Position "Sonstige Verbindlichkeiten" enthält Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 8.903 (Vj. TEUR 6.563), sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2.094 (Vj. TEUR 1.378). Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.477 (Vj. TEUR 2.020) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 13. Umsatzerlöse
14. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4.074 (Vj. TEUR 6.478). Die periodenfremde Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Darüber hinaus sind in dieser Position Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 18.996 (Vj. TEUR 13.568) enthalten. 15. Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen in Höhe von TEUR 17.300 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen und in Höhe von TEUR 217 Abschreibungen auf Finanzanlagen, die auf Kursdifferenzen zurückzuführen sind. 16. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.189 (Vj. TEUR 3.200). Die periodenfremden Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Darüber hinaus sind in dieser Position Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 17.156 (Vj. TEUR 20.972) enthalten. Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 247 und setzt sich zusammen aus Abschlussprüferleistungen (TEUR 158), Steuerberatungsleistungen (TEUR 57) und sonstigen Leistungen (TEUR 32). 17. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 531 enthalten. 18. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens, in Höhe von TEUR 110 auf neue Rechnung vorzutragen. 19. Sonstige Pflichtangaben Befreiender Konzernabschluss und persönliche Haftung Der vorliegende Konzernabschluss hat im Sinne von § 264b HGB befreiende Wirkung für die Balluff Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Neuhausen a.d.F., deren unbeschränkt haftende Gesellschafterin die Muttergesellschaft ist. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken setzt die Balluff GmbH Kurssicherungsgeschäfte ein. Zur Absicherung der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Fremdwährungszuflüsse aus den Konzernunternehmen bestehen externe Kurssicherungen im Volumen von TEUR 62.022 (Vj. 54.874) mit einem Marktwert, der sich zu Stichtagskursen auf einen Gewinn von TEUR 3.778 (Vj. TEUR 1.466) saldiert. Im Marktwert sind keine negative Geschäfte enthalten, für die eine Rückstellung zu bilden wäre. Außerbilanzielle Geschäfte Die außerbilanziellen Geschäfte beinhalten im Wesentlichen Miet- und Leasingverträge, die der Liquiditätsschonung dienen und zur Verringerung der Kapitalbindung beitragen. Aus diesen Verträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 63.939 (Vj. TEUR 55.863) von denen innerhalb eines Jahres TEUR 24.275 (Vj. TEUR 21.527) fällig werden. Zahl der Beschäftigten Es wurden im Konzern im Jahresdurchschnitt beschäftigt:
Aufstellung des Anteilsbesitzes I. Vollkonsolidierte Unternehmen
II. Nicht konsolidierte Unternehmen
Nachtragsbericht Nach dem Abschlussstichtag bis zur Aufstellung dieses Anhangs sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hätten. Geschäftsführung Geschäftsführer der Muttergesellschaft, der Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, sind Herr Rolf Hermle, Nürtingen-Hardt Herr Florian Hermle, Stuttgart Frau Katrin Stegmaier-Hermle, Neuhausen a.d.F. Die Angabe der Organbezüge wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
Neuhausen a.d.F., den 31. Mai 2024 Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, Neuhausen a.d.F. Die Geschäftsführer Rolf Hermle Katrin Stegmaier-Hermle Florian Hermle KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER BALLUFF VERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH, NEUHAUSEN A.D.F.1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft startete verhalten positiv ins Jahr 2023. Nach einer kurzzeitigen Erholung der Weltwirtschaft schwächten sich die Wachstumstendenzen im Jahresverlauf wieder ab. Die Welt musste sich neben den weiterhin relevanten investitionshemmenden und verunsichernden Faktoren wie den andauernden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China oder auch dem Transformationsprozess in der Automobilindustrie und im Maschinen- und Anlagenbau zusätzlich mit den Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und ab Herbst mit dem Konflikt im Nahen Osten auseinandersetzen. Zum Jahresende war die Unsicherheit für die Welt höher als zu Jahresbeginn. In der Folge stieg die Investitionszurückhaltung und die Unsicherheit der Verbraucher führte zu einer nachlassenden Konsumneigung. Im Euroraum zeigten sich nach einem verhalten positiven Start zu Jahresbeginn ab der Jahresmitte die Folgen der Konjunkturschwäche. Im Jahresdurchschnitt stieg das reale BIP gegenüber 2022 nur leicht an, maßgeblich getragen von Aufholeffekten nach der Pandemie. Die konjunkturelle Schwäche war breit über die Sektoren verteilt, wenngleich das Verarbeitende Gewerbe weiterhin am stärksten betroffen war. Neben der schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland treibt die Unternehmen die Sorge vor einer sinkenden Wettbewerbsfähigkeit um. Dennoch gibt es beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern. So konnten Italien, Spanien, Portugal und Zypern zum Jahresende kräftige Zuwächse realisieren, eine leicht positive Entwicklung gelang in Frankreich, Belgien, der Slowakei, den Niederlanden und in Österreich. Angespannt blieb die Lage in den baltischen Ländern. Das BIP im Euroraum und für die EU lag bei +0,5% (im Vorjahr noch bei +3,6% bzw. bei +3,5%). Die europäischen Staaten versuchten mit unterschiedlichen Maßnahmen die Volkswirtschaften zu stützen und die Folgen des Krieges und der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung abzumildern. Die US-Wirtschaft wuchs im Jahr 2023 um 2,5% nach 1,9% in 2022 und damit stärker als erwartet. Maßgeblich hierfür war einerseits die Binnenkonjunktur; die steigenden Realeinkommen und ein robuster Arbeitsmarkt stützten die Kauflaune der privaten Haushalte. Einen merklichen Beitrag zum BIP-Wachstum leistete darüber hinaus erneut die öffentliche Nachfrage. So legten die gewerblichen Bauinvestitionen, die bereits in den letzten beiden Jahren steuerlich gefördert worden waren, nochmals deutlich zu. Auch die Ausrüstungs- und Wohnungsbauinvestitionen nahmen trotz ungünstiger Finanzierungsbedingungen zu. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft stieg auf rund 26,9 Billionen US-Dollar. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 3,7 Prozent. Viele Unternehmen klagen weiterhin über einen Mangel an Bewerbern. Die Inflationsrate ging spürbar zurück (2023 bei 3,4% nach 6,5% in 2022). Daher ließ die US-Notenbank den Leitzins seit der Jahresmitte 2023 unverändert. Die chinesische Wirtschaft erlebte in 2023 mit einem Wachstum von 5,2% eine Erholung im Vergleich zu 3% in 2022. Nachdem zum Jahresbeginn 2023 sämtliche Coronabeschränkungen aufgehoben wurden, erholte sich die chinesische Wirtschaft vorübergehend. Die nach wie vor ungelöste Krise auf dem Immobilienmarkt und die damit einhergehende Zurückhaltung der privaten Verbraucherinnen und Verbraucher belasten die Wirtschaft. Auch für China ist die verhaltene Weltwirtschaft ein Problem. Die schwache Nachfrage aus dem Ausland sowie die deutlich reduzierten Auslandsinvestitionen in China dämpfen die wirtschaftliche Entwicklung. Weiterhin für hohe Unsicherheit in der Welt sorgt die Regierung mit ihrer Haltung zu Taiwan. Viele global agierende Unternehmen prüfen, wie sie sich angesichts dieses Umstandes global aufstellen. Dies führt dazu, dass nach wie vor viele Investitionen in und für China kritisch geprüft werden. Die Auswirkungen sind für die chinesische Führung und die chinesische Wirtschaft deutlich spürbar. Die Entwicklung in den Schwellenländern verlief unterschiedlich: Das Wachstum des indischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird sich im Finanzjahr 2023/2024 (1. April bis 31. März) laut Prognosen der Weltbank auf 6,3 Prozent leicht abkühlen (Vorjahr 7,2 Prozent), die schlechtere Weltkonjunktur dämpft auch hier das Wachstum. Investitionstreiber sind staatliche Ausgaben, insbesondere in den Ausbau der Infrastruktur. Davon profitieren beispielsweise der Bausektor, aber auch die Stahl- und Zementindustrie. Indien profitiert von den Überlegungen vieler Länder über eine weitere Diversifizierung des Außenhandels. Brasilien überraschte das vierte Mal in Folge positiv. Entscheidend dazu beigetragen haben die Wirtschaftsreformen der Vorgängerregierungen (Arbeitsmarkt, Rente, Unabhängigkeit der Zentralbank und Privatisierungen für den Infrastrukturausbau). Im 1. Halbjahr 2023 profitierte die Wirtschaft von einer Rekordernte. Auch die hohen Einnahmen aus dem Export von Erdöl und Eisenerz kurbelten das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) an. Für das Gesamtjahr 2023 wurde ein Anstieg des BIP um real 2,9% erwartet. Die russische Wirtschaft legte in 2023 um geschätzte 3,6% zu. Grund hierfür ist die stark ausgeweitete Nachfrage nach Rüstungsgütern für Nachschub im Angriffskrieg gegen die Ukraine. Westliche Sanktionen werden durch Lieferungen aus China und anderen Nachbarländern umgangen. Viele Firmen haben ihr weiteres Engagement im russischen Markt geprüft. Ein Jahr nach der russischen Invasion in der Ukraine löst sich die Verflechtung der deutschen und der russischen Volkswirtschaft zunehmend auf. Allerdings zeigte sich auch in 2023 über alle Zielmärkte der Balluff Gruppe hinweg weiterhin ein steigender Rationalisierungsdruck und damit ein anhaltend großer Bedarf an intelligenten Automatisierungslösungen. 2. Geschäftstätigkeit Balluff wendet sich mit seinem Produktspektrum in überwiegendem Maße an das Anwendungsfeld der Fabrikautomation. Balluff Produkte kommen an den Stellen zum Einsatz, an denen Produktionsabläufe, Montage-, Handlings- und Logistikprozesse gesteuert, überwacht und geregelt werden müssen. Allen Lösungen - seien es Produkte, Systeme oder Dienstleistungen - ist gemein, dass sie die Kunden bei deren Problemlösung unterstützen. Unsere Kunden können die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessern, indem sie mit unseren Produkten beispielsweise die Flexibilität, Effizienz und Produktivität steigern oder Kosten bzw. Ressourcen reduzieren. Damit bewegt sich Balluff in einer Wachstumsbranche die Nachfrage für Produkte, Systeme und Dienstleistungen aus der Automatisierung wird in Zukunft weiter steigen. Mit dem Netzwerk aus 35 aktiven Tochtergesellschaften mit Vertrieb, Produktion und Entwicklung sowie Vertretungen sind wir in 68 Ländern weltweit aufgestellt. Dies garantiert den Kunden eine schnelle weltweite Verfügbarkeit der Produkte und eine hohe Beratungs- und Servicequalität direkt vor Ort. Mit diesem Firmennetz erwirtschaftete die Balluff Gruppe im Geschäftsjahr 2023 mit ihrer Produktpalette zur Objekterkennung, Weg und Abstandsmessung, industriellen Identifikation, Netzwerktechnik und Connectivity einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 588 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung um 6% zum Vorjahr. Die Verbesserung der Materialversorgung und die Entspannung in den Lieferketten sorgten dafür, dass mit Jahresbeginn große Teile des aufgelaufenen Auftragsbestandes sukzessive abgebaut und die Kunden beliefert werden konnten. Dies führte zu Umsatzrekorden in den ersten drei Monaten des Jahres und sorgte im Jahresverlauf für rege Geschäfts- und Projektaktivitäten. Der parallel stattfindende Transformationsprozess in der Automobil- und Zulieferindustrie setzte sich mit unveränderter Dynamik fort und führte zu hohen Investitionen der Automobil- und Zulieferfirmen in die E-Mobilität. In allen Regionen gelang eine Fortsetzung des Wachstumspfads. In der Region Europe & Middle East, in der wir etwas mehr als die Hälfte unseres weltweiten Umsatzes machen, sind wir lediglich um 2% gewachsen. Dabei war die DACH-Region nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2022 (+13%) mit -5% deutlich rückläufig. Das Umsatzwachstum wurde dagegen vor allem durch die Regionen Asian/Pacific (+6%) und Amerikas (+13%) getragen. Die Planwerte wurden aber in keiner Region erreicht. Insgesamt lagen die erzielten Umsätze zwar mit 5,7% über dem Vorjahr aber trotzdem noch 5,5% unter dem Plan. Aufgrund der Umsatzsteigerung ergibt sich letztendlich ein Konzernüberschuss in Höhe von 20,3 Mio. €, mit dem wir aufgrund der schwierigen Begleitumstände zufrieden sind. Die Finanzlage und die Eigenkapitalbasis sind weiterhin sehr solide. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Gesamtleistung im Konzern lag bei 603 Mio. € und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 31 Mio. €. Dies resultierte vor allem aus den gestiegenen Umsatzerlösen (+32 Mio. € auf 588 Mio.€). Die Materialeinsatzquote sank um mehr als 2 Prozentpunkte auf 37%, was vor allem den deutlich niedrigeren Materialbeschaffungskosten (keine Brokerkosten mehr und Normalisierung der Materialpreise) geschuldet war. Trotz gestiegener Gesamtleistung (+5,4%) sank der absolute Materialaufwand sogar um 0,5% gegenüber dem Vorjahr. Der Rohertrag verbesserte dadurch um 32 Mio. € auf 379 Mio. €. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (ohne Auszubildende) lag mit 3.641 rd. 9% über dem Vorjahr. Die Personalaufwendungen stiegen deutlich um +12% auf 231 Mio.€. Ursächlich hierfür ist, dass weltweit die variablen Vergütungen und die Aufwendungen für Altersversorgung gestiegen sind und sich der Personalmix verändert hat. In vielen Ländern wurden Sonderzahlungen gewährt, um die Mitarbeitenden aufgrund sprunghaft gestiegener Energie- und Lebenshaltungskosten zu unterstützen und den deutlich höheren Inflationsraten zu begegnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 8 Mio. € auf 121 Mio. € erhöht. Dabei sind 11 Mio. € auf regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen zurückzuführen, die mit dem Anstieg der Umsatzerlöse oder mit Projekten zur Optimierung eigener Abläufe in Zusammenhang stehen. Gegenläufig machten sich dagegen vor allem deutlich gesunkene Währungsverluste (-4 Mio. €) bemerkbar. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 3 Mio. auf 25 Mio. €. gesteigert, was in Höhe von 5 Mio. € auf Währungsgewinne zurückzuführen ist. Das Finanzergebnis ist nach dem positiven Ergebnis in 2022 (0,4 Mio. €) mit -1,5 Mio. € wieder negativ. Ursächlich hierfür ist in erster Linie die Zinslast aus dem gestiegen Fremdfinanzierungsvolumen und dass im Vorjahr nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 1,6 Mio. € ausgeschüttet hatten. Letztendlich verringerte sich das Ergebnis vor Steuern um 3 Mio. € auf 33,2 Mio. €. Der Ertragssteueraufwand ist trotz gesunkenem Ergebnis vor Steuern nur geringfügig niedriger als in 2022, weil im Vorjahr noch Verlustvorträge zur Anrechnung zur Verfügung standen. Per Saldo beträgt das Ergebnis nach Steuern 22 Mio. € (Vorjahr 25 Mio. €). Nach Berücksichtigung der im Vergleich zum Vorjahr fast unveränderten sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 20,3 Mio. € (Vorjahr 23,3 Mio. €). Die Umsatzrentabilität (vor Ertragssteuern, Minderheiten und Zinsaufwendungen) beträgt auf Konzernebene 5,7% (Vorjahr 6,5%). Die Materialintensität hat sich von 39% auf 37% verbessert und die Personalintensität liegt mit 38% um 2%-Punkte höher als im Vorjahr (36%). Insgesamt ergibt sich auf Konzernebene ein Eigenkapital von 338 Mio. € (Vorjahr 318 Mio. €) und eine zum Vorjahr gleich gebliebene Eigenkapitalquote von 63% (Vorjahr 63%), bei einer um 24 Mio. € auf 533 Mio. € erhöhten Bilanzsumme. Die Rückstellungen tragen wie im Vorjahr mit 13% zur Bilanzsumme bei. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich per Saldo um 3 Mio. € auf 126 Mio. € und betragen wie im Vorjahr rund 24% der Bilanzsumme. Dabei standen der Nettokreditaufnahme in Höhe von 8,6 Mio. € vor allem um 4,5 Mio. € gesunkene Anzahlungen gegenüber. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme stieg aufgrund des hohen Investitionsvolumens von 31% auf 37%. Der Anteil der Vorräte stieg auf 33%, im Vorjahr lag er bei 28% der Bilanzsumme. Absolut gesehen erhöhten sich die Vorräte um rund 32 Mio. €. Der Anteil an Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände lag bei 15%, im Vorjahr lag er bei 20% der Bilanzsumme. Der Cashflow aus laufender Tätigkeit beträgt +27 Mio. € (Vorjahr -33 Mio. €) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (+4 Mio. €) decken den Cashflow aus Investitionstätigkeit (-55 Mio. €) nicht. Per Saldo hat sich der Finanzmittelbestand um 24 Mio. € reduziert. Im Berichtsjahr bestanden vier Tilgungsdarlehen über ursprünglich € 49,5 Mio., die mit einem Restsaldo von rd. € 38 Mio. passiviert sind, sowie ein Fälligkeitsdarlehen über 3 Mio. CHF. Darüber hinaus existiert ein Konsortialkredit über vereinbarte € 85 Mio., von dem bis Ende 2023 erst rd. € 32 Mio. abgerufen waren. Dieser Konsortialkredit hatte eine ursprüngliche Laufzeit bis April 2025 und wurde inzwischen bis April 2026 verlängert. Die eingeräumten Darlehen dienen der Finanzierung der Investitionen der Balluff-Gruppe in Produktions- und Gebäudeerweiterungen im In- und Ausland. Darüber hinaus bestehen Kontokorrent-Kreditlinien, die zu keinem Zeitpunkt vollständig genutzt wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (74 Mio. €) übersteigen die liquiden Mittel um 2 Mio. €. Der Bestand an flüssigen Mitteln verminderte sich auf 72 Mio. € (Vorjahr 96 Mio. €) und beträgt 14% (Vorjahr 19%) der Bilanzsumme. Insgesamt gesehen ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns weiterhin ausgesprochen solide. 4. Mitarbeiterentwicklung Die seit Jahren positive Entwicklung der Balluff Gruppe gründet sich auf der Kompetenz und der Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter. Diese zeigte sich auch im fordernden Geschäftsjahr 2023. Die Mitarbeiter nutzen die mittlerweile etablierten Möglichkeiten des mobilen Arbeitens weiterhin sehr flexibel, engagiert und motiviert. Ferner zeigte sich, dass sich die internationale Kommunikation und Zusammenarbeit durch die vollständig virtuellen Besprechungen in vielen Bereichen weiter verbessert und intensiviert hat. Die in den letzten Jahren eingeführten Kommunikations- und Informationsformate der Mitarbeiter zur aktuellen Unternehmenssituation und den Zielen der Unternehmensgruppe wurde fortgesetzt und konnten zur Sicherheit und Orientierung im Balluff-Team beitragen. Der Personalbestand inklusive Auszubildende erhöhte sich im Jahresdurchschnitt um 293 auf 3738 Mitarbeiter (+7,8%). Im Inland erhöhte sich die Belegschaft um 100 und im Ausland um 193 Personen. 5. Investitionstätigkeit Das Anlagevermögen stieg im Berichtsjahr um knapp 39 Mio. €. Ursächlich hierfür war vor allem, dass vor allem in Deutschland, Mexiko, Ungarn und China große Investitionen in die Infrastruktur (Gebäude und Produktionsanlagen) fortgesetzt wurden. Erfolgsneutrale Währungseffekte machten sich zudem in Höhe von rd. 1 Mio. € positiv bemerkbar. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind in etwa auf Vorjahresniveau, weil die Investitionen in etwa in Höhe der planmäßigen Abschreibungen erfolgt sind. Das Investitionsvolumen in Sachanlagen betrug 51 Mio. € und betraf zu 80% Gebäude inklusive Anzahlungen hierauf. Den Investitionen bei den Sachanlagen stehen Abschreibungen in Höhe von 14 Mio. € gegenüber. Das Finanzanlagevermögen stieg im Berichtsjahr um rd. 0,7 Mio. €, was vor allem auf eine Kapitalerhöhung bei der nicht konsolidierten Tochtergesellschaft in der Türkei zurückzuführen ist. 6. Beschaffung (Lieferantenbeziehungen) Die Zusammenarbeit innerhalb der Balluff Gruppe wurde weiter verstärkt. Das globale Einkaufsnetzwerk konnte - auch in Zeiten gravierender Materialengpässen in der Halbleiterindustrie - seinen Beitrag zur Materialversorgung leisten. Da sich die Materialverfügbarkeit im Jahresverlauf deutlich verbesserte, konnten die mehr als 80 Mitarbeitenden der im ersten Quartal 2021 etablierten Taskforce ihre Arbeit in diesem Format beenden. Die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen aus dieser sehr intensiven und auch belastenden Zeit konnten in Verbesserungen in die normalisierten betrieblichen Abläufe übernommen werden. Im Jahresverlauf normalisierte sich die Lieferfähigkeit für einen Großteil des Portfolios und die Lieferketten stabilisierten sich. Neben dem Streben nach Versorgungssicherheit und der Optimierung von Einkaufspotentialen steht auch das partnerschaftliche Verhältnis zu den Lieferanten im Zentrum der Bemühungen, denn nur wenn beide Seiten von der Geschäftsbeziehung profitieren, können langfristig gemeinsame Erfolge erzielt werden. Um die Materialversorgung zukunftsfähig und noch robuster aufzustellen, arbeitet das Einkaufsnetzwerk mit dem Management gemeinsam am Auf- und Ausbau strategischer Partnerschaften. 7. Entwicklung der Zusammenarbeit in der Gruppe Balluff arbeitet in einer divisionalen Struktur mit fünf Bereichen. Damit wird die Wachstumsstrategie und die Optimierung und der Ausbau des internationalen Vertriebsnetzes konsequent unterstützt. Weiter gestärkt wurde die länder- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Die starke Einbindung der Regionen hat sich bewährt und die höhere regionale Verantwortung trägt zur nachhaltigen Geschäftsentwicklung bei. Nach wie vor unterstützen wir gruppenweit die mobile und virtuelle Zusammenarbeit der Balluff-Mannschaft. Stand in Pandemiezeiten die Gesundheit und die Vermeidung von Ansteckungsrisiken im Vordergrund, geht es nach der Pandemie um die gezielte Förderung der länder-, standort- und bereichsübergreifenden Zusammenarbeit. Die Teams in der Balluff-Gruppe werden immer internationaler, so dass allein aufgrund dieses Umstandes die virtuelle Zusammenarbeit weiter zunimmt. Die Anforderungen an die Führungskräfte sind dadurch allerdings weiter gestiegen. Die Teams und Führungskräfte werden unterstützt, die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit bestmöglich auf die betrieblichen Abläufe und die Anforderungen der Teams abzustimmen. Die Mitarbeitenden schätzen die Flexibilität und das entgegengebrachte Vertrauen und empfinden die Regelungen als wertschätzend. Die mittlerweile etablierten Mitarbeiterinformationen für die Balluff Gruppe finden großen Anklang und werden nach wie vor sehr gut angenommen. Viele Mitarbeiter fühlen sich dadurch besser und direkter informiert. Auch Bereichsinformationen werden in ähnlichen Formaten umgesetzt. Damit können wir in Zeiten großer Unsicherheit der Balluff-Mannschaft Orientierung geben. Auch die produzierenden Werke in Ungarn und China trugen in 2023 durch eine weiterhin sehr hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft zur Abarbeitung des hohen Auftragsbestandes bei. Im Jahresverlauf unterstützten die Kollegen aus Ungarn mit großem Engagement das Training und die Qualifizierung der neuen Balluff-Kollegen im mexikanischen Werk in Aguascalientes. Die mexikanischen Kollegen waren über mehrere Wochen zum Training in Ungarn. In der Aufbau- und Anlaufphase waren deutsche und ungarische Kollegen in Mexiko zur Unterstützung. Es gelang in einer sehr starken Teamleistung vom Spatenstich zum Jahresbeginn 2023 bis zur Eröffnungsfeier im Oktober alle Termine und Meilensteine einzuhalten. Die ersten Produkte konnten wie geplant gefertigt werden. Mit der jetzigen Aufstellung in den drei Regionen sehen wir uns sehr gut für das geplante Wachstum der nächsten Jahre gerüstet. Auch im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit haben wir einen guten Schritt nach vorne gemacht. Die regionale Aufstellung optimiert die logistischen Abläufe, reduziert Kosten und trägt erheblich zur nachhaltigen und ressourcenschonenden Kundenversorgung bei. Die Fähigkeiten und das Engagement der Kollegen sorgten dafür, dass Balluff im ganzen Jahr für viele Produkte lieferfähig war. Damit leisteten die Tochtergesellschaften einen wichtigen Beitrag zum Rekordumsatz in 2023. Nie wurde in der Balluff-Gruppe mehr produziert und ausgeliefert als in 2023. 8. Forschung und Entwicklung Balluff setzt seinen Fokus weiterhin auf eine schlagkräftige Forschungs- und Entwicklungsmannschaft. Die Wettbewerbsfähigkeit der Balluff Gruppe gründet sich in starkem Maße auf den kontinuierlichen Auf- und Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und innovativen Entwicklungen. Dank der intensiven Entwicklungstätigkeiten verfügt die Balluff Gruppe über ein breites Produktportfolio, mit dem nicht nur die Kundenanforderungen aus sehr unterschiedlichen Branchen bedient werden können, sondern auch die konjunkturellen Schwankungen der einzelnen Zielmärkte besser abgefedert werden können. Im Jahr 2023 hat das Familienunternehmen Balluff erneut in schwierigen Zeiten den Innovationsgeist bewiesen, der die gesamte Unternehmensgeschichte geprägt hat. Den Beeinträchtigungen durch die Bauteileknappheit, die sich unterschiedlich stark auf das Balluff Portfolio auswirkte, begegnete das Unternehmen durch zahlreiche Re-Design-Projekte, die in ungewöhnlich kurzer Zeit umgesetzt wurden. Es kamen nicht nur Erweiterungen des Portfolios hinzu, auch die nach der Lean Start-Up Methode arbeitenden fünf strategische Inkubationsprogramme setzten die Arbeit unter den schwierigen Bedingungen fort. Die Programme arbeiten wie interne Startups: Agil und in iterativen Entwicklungsschritten mit dem direkten Einbezug des Kundenfeedbacks. Und auch die eigenen Teams für das Digitalisierungs- und IIoT-Kundenprojektgeschäft konnten weitere Erfolge aufweisen, um die Kunden auf dem Weg zu einer smarten Fabrik zu begleiten. Eng ausgerichtet am individuellen Reifegrad erarbeitet Balluff maßgeschneiderte Digitalisierungs- und IIoT-Lösungen, vom Konzept bis hin zur Implementierung. Bei allen Entwicklungen hat Balluff den Kunden stets im Blick. Um beispielsweise im Bereich der Kameratechnik noch besser kundenindividuelle Lösungen zu entwickeln, baut das Unternehmen mit seinem neuen Geschäftsbereich Custom Design & Engineering (CDE) sein Angebotsspektrum im Bereich industrieller Bildverarbeitung, Kameratechnik und Sensorik weiter aus. Damit bietet Balluff seinen Kunden Entwicklungspartnerschaften und eine Projektbegleitung über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Das Portfolio von Balluff an Komponenten, Lösungen und Software für das Industrial Internet of Things wächst konstant - gängige Standards, offene Schnittstellen sowie den Mehrwert für den Kunden immer im Blick. Für die Fabrik der Zukunft bietet Balluff seinen Kunden eine Vielzahl innovativer und intelligenter Lösungen. Anwender profitieren dabei nicht nur von mehr Flexibilität, sondern auch von schnellen und effizienten Prozessen. Bei verschiedenen Messeauftritten - beispielsweise auf der SPS (Smart Production Solutions), Anuga Foodtech oder der Battery Show - konnte Balluff seine starke Position in Wachstumsmärkten unter Beweis stellen. So arbeitet Balluff im Batteriebereich eng sowohl mit führenden Maschinenbauern als auch mit Batterieproduzenten zusammen, um eine größtmögliche Effizienz der (europäischen) Produzenten sicherzustellen und deren Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren. Die wichtigsten Produktneuheiten und Meilensteine im Überblick: RadarImager Eine der Top-Produkteinführungen aus dem Jahr 2023 war der RadarImager. Mit moderner Radartechnologie durchleuchtet Balluff damit Verpackungen auf Vollständigkeit und Unversehrtheit und identifiziert Fremdkörper. Hierfür sendet der RadarImager elektromagnetische Wellen aus. Diese werden reflektiert bzw. absorbiert und mit einer Software in Bilder übersetzt. Das industrielle 3D- Bildgebungssystem wurde im November mit großem Erfolg auf der SPS vorgestellt. Die neue Lösung zur Objekterkennung ist in der Lage, alle Arten "versteckter Objekte" zu scannen - und so Anomalien sichtbar zu machen. Kunden profitieren von mehr Durchblick bei der Qualitätssicherung und -kontrolle. BFD Ein weiteres Neuprodukt: der Ultraschall-Positionssensor BFD, mit dem Balluff eine innovative Lösung zur Kontrolle hydraulischer Spannelemente entwickelt hat. Es ist das erste Produkt dieser Art auf dem Markt und seit August 2023 erhältlich. Vorbild für die Technologie: das Echo-Ortungssystem von Delfinen. Ultraschall-Sensoren ermitteln Abstände, indem sie die Zeit einer Ultraschallwelle zwischen Senden und Empfangen messen. Balluffs BFD-Sensor gibt Ultraschallwellen in die Hydraulikflüssigkeit von Kurzhub-Spannelementen wie Schwenkspannern oder Blockzylindern. Der BFD-Sensor ergänzt das umfangreiche Balluff-Portfolio der Positionsmessung und schließt mit Blick auf Kurzhubzylinder zugleich eine wichtige Lücke. Vor allem Hersteller der entsprechenden Komponenten profitieren davon - aber ebenso Maschinenhersteller und Fertigungsunternehmen, die eine Komplettlösung zur Positionskontrolle benötigen. ADP Ein Produkthighlight aus dem vergangenen Jahr war ebenfalls der Asset Data Provider (ADP) - mit dem Balluff die IIoT-Projekte seiner Kunden weiter vorantreibt: Die integrative Software-as-a-Service-Lösung ermöglicht die Erfassung, Vorverarbeitung und Bereitstellung von Daten auf der Ebene der operativen Technologie (OT). Für Balluff bedeutet der Schritt die nächste Evolution innerhalb der industriellen Revolution, denn mit dem Asset Data Provider können nun große Datenmengen herstellerübergreifend auf Edge Computing Ebene selektiert, in den richtigen Kontext gebracht und für die IT-Ebene bereitgestellt werden. Kunden können damit die Lücke zwischen OT und IT schließen. Erfolg hatte der Asset Data Provider auch bei der Leserjury der Computer & Automation: Bei der Wahl der Produkte des Jahres 2024 in der Kategorie "Software & IT" wurde ADP von Balluff im März auf den zweiten Platz gewählt. BNI-I/O-Modul Mit smarter Netzwerktechnik verfolgte Balluff auch 2023 das Ziel, die klassische Automatisierungstechnik (OT) und Informationstechnologie (IT) intelligent miteinander zu verbinden. Die Entwicklung des Kommunikationsstandard IO-Link für eine feldbusunabhängige Punkt-zu-Punkt Verbindung zwischen intelligentem Sensor und Automatisierungssystem hat das Unternehmen von Anfang an vorangetrieben. Die neuen BNI-I/O-Module BNI von Balluff überzeugen unter anderem mit einem völlig neuen nachhaltigeren Gehäusekonzept mit recycelbaren und umweltfreundlicheren Materialien. Zudem bieten sie einen idealen Einstieg in die IO- Link-Technologie - und dank Multiprotokoll-Funktionalität und IIoT-Schnittstelle mit MQTT-Protokoll eine unkomplizierte Integration. Der große Vorteil liegt in der noch einfacheren Handhabung. Die Idee: Weniger ist mehr. IO-Link Wireless Über gleich zwei Erfolge konnte sich die kabellose IO-Link-Variante IO-Link Wireless im vergangenen Jahr freuen. Bei der Wahl der Produkte des Jahres 2023 in der Kategorie "Kommunikation & Vernetzung" wurden der IO-Link Wireless Master, Bridge und Hub von Balluff von der Leserjury der Computer & Automation auf den ersten Platz gewählt. Im November wurde die Funkkommunikation zudem nach IEC zertifiziert. Mit der internationalen Standardisierung folgt die kabellose IO-Link Wireless Technologie auf IO-Link und dessen Erweiterung IO-Link Safety. Der Kommunikationsstandard ermöglicht eine feldbusunabhängige Punkt-zu- Punkt-Verbindung sowie eine nahtlose Kommunikation zwischen intelligentem Sensor und Automatisierungssystem - und ist somit ein wesentlicher Baustein für die Fabrik der Zukunft. BES Entry - das Standard-Portfolio für induktive Sensoren Induktive Sensoren sowie die berührungslose Positionserfassung metallischer Objekte, Verschleißfreiheit und Zuverlässigkeit spielen in der Automation eine entscheidende Rolle. Um genau dies seinen Kunden in Maschinenbau, Elektronikfertigung, Intralogistik, Montage- und Handhabungstechnik und Holz- und Textilverarbeitung zu garantieren, bietet Balluff ein neues, optimiertes Portfolio induktiver Sensoren BES - und beweist damit erneut seine Wettbewerbsfähigkeit: So sind die robusten, präzisen Sensoren ausgelegt für die Standard-Fabrikumgebung und bieten hier ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Zum Einsatz kommen sie idealerweise in Applikationen, die technisch zwar nicht außergewöhnlich sind, dafür aber höhere preisliche und das Volumen betreffende Anforderungen an die Sensoren stellen. Beispiele sind das Material Handling, die Batteriezellenmontage oder die (Intra-)Logistik. Matrix Vision wird zu Balluff MV Seit 2017 ergänzt die Matrix Vision GmbH die Balluff Gruppe auf dem Gebiet der kamerabasierten Sensorik (Machine Vision). Seit 16. Oktober 2023 ist das 1986 gegründete Unternehmen nun Teil der Balluff Marke, die Matrix Vision GmbH wurde dabei zur Balluff MV GmbH umfirmiert. Damit vereinen Matrix Vision und Balluff ihre Kompetenzen im Bereich der Bildverarbeitung - und bauen das Leistungsportfolio der Vision-Produkte und Leistungen auch international weiter aus. 9. Chancen- und Risikobericht Der verantwortungsbewusste Umgang mit Chancen und Risiken ist bei Balluff wichtiger Bestandteil aller Geschäftsprozesse und somit Aufgabe aller Mitarbeiter, besonders aber der Führungskräfte. Die Maßnahmen zur Erkennung von Chancen und Risiken, deren Beurteilung und Steuerung decken alle wesentlichen internen Geschäftsprozesse ab. Sie zeigen für Balluff aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken. Chancen Der Schwerpunkt der Balluff Gruppe liegt auf der Sensortechnik für die industrielle Automation unter Verwendung sämtlicher Wirkungsprinzipien, die die Sensortechnik bietet. Wir sehen uns als Schrittmacher in der Automatisierungstechnik und steigern die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden durch zukunftsorientierte Technologien und marktorientierte Lösungen in Balluff Qualität. Wir investieren unsere Energie, Kompetenz, Begeisterung und Leidenschaft in die Entwicklung und Herstellung von Sensor-, Identifikations- und Networkingsystemen. Der zunehmende Trend zu einer immer stärkeren Vernetzung in der Automatisierungstechnik und die Nutzung von Daten ist auch für Balluff ein wichtiges Zukunftsfeld mit Wachstumspotential. Die Stärkung der Softwarekompetenz sowie der digitalen Bildverarbeitung durch erfolgreiche Akquisitionen versetzen Balluff in die Lage, an diesen Wachstumsthemen zu partizipieren. Mit Offenheit nehmen wir die Herausforderungen des Marktes an und sorgen durch Innovation und Weiterentwicklung für den Fortschritt in der Automation bei unseren Kunden. Dem weltweit bestehenden Rationalisierungsdruck lässt sich mit intelligenter Sensorik begegnen. Diese Intelligenz ist notwendig, um die industrielle Weiterentwicklung hin zur intelligenten Fabrik, der Smart Factory, die nach wie vor unter dem Schlagwort Digitalisierung in aller Munde ist, bewerkstelligen zu können. Die Unterstützung der Kommunikationskette in den Unternehmen lässt sich ohne Sensorik nicht abbilden - mehr noch die Sensoren als Datenquellen sind Grundvoraussetzung dafür und bilden in der gesamten Entwicklung die Konstante. Die Digitalisierung bietet große Wachstumspotentiale für die Balluff-Gruppe, die wir für uns nutzen wollen. Das Balluff-Produktportfolio, die weltweite Präsenz und das fundierte Verständnis für die Kundenanforderungen versetzen Balluff in die Lage, die Kunden mit intelligenten Automatisierungslösungen zu unterstützen und Kundennutzen zu generieren. Durch langfristige und ständig aktualisierte Planungen der inländischen und ausländischen Konzerngesellschaften versuchen wir, die sich ergebenden weltweiten Chancen optimal zu nutzen. Dabei stehen die Märkte in Osteuropa, Asien, Nord- und Südamerika weiterhin im besonderen Fokus. Im Zuge der konsequenten Umsetzung unserer Regionalisierungsstrategie konzentrieren sich unsere Kollegen im neuen Werk in Aguascalientes, Mexiko, auf die Unterstützung des Wachstums der Americas-Region. Kürzere Lieferzeiten, geringere Transportwege und -kosten sowie resilientere Lieferketten leisten einen deutlichen Beitrag zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir sehen nach wie vor für die Balluff-Gruppe gute Chancen: viele Kunden spüren nach dem Ende der Pandemie und der Entspannung der Lieferketten stärkeren Wettbewerb und hinterfragen nicht nur in oder nach Krisenzeiten, sondern auch aufgrund des stärkeren Wettbewerbs bestehende Abläufe und Prozesse kritisch, um dadurch Einsparungen und Optimierungen zu erreichen. Balluff kann damit die Kunden im steigenden Rationalisierungs- und Flexibilisierungsdruck mit passender Automatisierungstechnologie unterstützen. Risiken Innerhalb der Balluff Gruppe ist ein zentrales Risikomanagement am Standort Neuhausen installiert. Gleichzeitig werden bewährte Kontroll- und Überwachungsprozesse in der Gruppe einheitlich angewandt. Zur teilweisen oder vollständigen Deckung bestimmter Risiken schließt Balluff Versicherungen ab, die durch ein zentrales Versicherungsmanagement am Standort Neuhausen gesteuert werden. Wechselkursrisiken begegnen wir durch Devisentermingeschäfte. Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken begegnen wir durch langfristige Kredite und eine hohe Eigenkapitalausstattung. Für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sind besonders folgende Risiken hervorzuheben: Konjunkturrisiko Die Balluff Gruppe hat sich flexible Strukturen geschaffen und kann daher schnell auf konjunkturelle Schwankungen nach oben und nach unten reagieren. Diese flexiblen Strukturen bewähren sich aufs Neue in der aktuellen Situation. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine dauert mittlerweile mehr als zwei Jahre, die Ukraine erfährt massive Unterstützung durch die USA und auch Europa müht sich. Allerdings reicht die Unterstützung aktuell nicht aus, dass die Ukraine sich wirksam gegen den Aggressor durchsetzen könnte. Nach mehr als zwei Jahren militärischer Auseinandersetzungen in der Ukraine stehen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nach wie vor großen Herausforderungen. Im Oktober überfiel die Hamas Israel, als Antwort marschierte Israel in den Gazastreifen. Seitdem ringt die Weltgemeinschaft auch hier um ein Ende der Kämpfe und eine Lösung des Konflikts. Auch hier ist die Zivilbevölkerung massiv betroffen. Für die Balluff-Gruppe besteht aus beiden Konflikten kein unmittelbares Risiko und auch umsatzseitig haben beide Märkte für Balluff keine große Bedeutung, aber die mittelfristigen Auswirkungen aus den Konflikten auf die Balluff-Gruppe und die künftige Bewältigung der weltweiten Folgen sind derzeit nicht belastbar abschätzbar. Im Bereich der Beschaffung und der Lieferketten hat sich die Lage deutlich entspannt. Die zur Bewältigung der Bauteileknappheit eingesetzte Balluff Taskforce, mit der die Balluff- Gruppe engagiert und konsequent den Herausforderungen für die Beschaffungs-, Produktions- und Logistikstrukturen begegnete, konnte im Jahresverlauf ihre Arbeit beenden. Die globalen Teams übernahmen die Erfahrungen in die Abläufe und arbeiteten eng und abgestimmt zusammen. Die Lieferfähigkeit verbesserte sich im Jahresverlauf sehr stark, der im Zuge dessen aufgelaufene Kundenauftragsbestand konnte im Jahresverlauf komplett abgebaut werden. Entwicklungsrisiken Mit einem systematischen Produktentstehungsprozess stellt Balluff eine zielorientierte Produktentwicklung sicher. Alle marktbezogenen, technischen und wirtschaftlichen Aspekte werden berücksichtigt und gewährleisten einen effektiven Produktentwicklungsprozess. Dem Anspruch auf Technologieführerschaft tragen wir unter anderem durch Patentanmeldungen und andere Schutzmaßnahmen Rechnung. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung spiegeln diese Anstrengungen wider. Beschaffungsrisiken Ein umfassendes Lieferantenmanagement prüft Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Geschäftspartner. Eine auf internationale Beschaffung ausgerichtete Beschaffungsstrategie stärkt durch eine intensive Marktbeobachtung die Beschaffungssicherheit. Eine an Wiederbeschaffungszeiten orientierte Lagerpolitik trägt zur Sicherung der Produktionsversorgung bei und kann frühzeitig reagieren. Mittlerweile hat sich die herausfordernde Situation hinsichtlich der Bauteileverfügbarkeit normalisiert. Die eingesetzte Taskforce konnte ihre Arbeit beenden. Da sich die Materialverfügbarkeit überall deutlich verbessert hat und die Lieferanten ihre Kapazitäten auslasten wollen und müssen, sind - anders als im vergangenen Geschäftsjahr - Preiserhöhungen kein großes Thema mehr. Sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite werden erste Preisreduzierungen aufgerufen und eingefordert. Die zur Reduzierung der Beschaffungsrisiken aufgebauten Bestände an Rohstoffen werden konsequent abgebaut und angepasst. Die damit einhergehende Liquiditätsbindung sind wir bewusst zu Gunsten der Produktions- und Lieferfähigkeit eingegangen. Dieser Effekt beschäftigt die gesamte Wertschöpfungskette. Alle, sowohl Lieferanten als auch Kunden, müssen an der Liquidität arbeiten. Qualitätsrisiken Balluff hat ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem, das nach DIN EN ISO 9001:2015 bzw. DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziert ist. In 2023 fand eine erfolgreiche Rezertifizierung statt. Die neuen Zertifikate sind bis einschließlich Mai 2025 gültig. Aktuell werden alle produzierenden Balluff Unternehmen im Rahmen einer Matrix Zertifizierung qualifiziert. Darin einbezogen sind die Umweltmanagementsysteme der Balluff GmbH, der Balluff Kft in Veszprem/Ungarn sowie der Balluff Sensors in Chengdu/China. In den Zertifizierungen kommt die Ausrichtung des Familienunternehmens auf Kundenorientierung ganz klar zum Ausdruck: das Update der Qualitätsmanagementnorm kommt Kundenwünschen nach und zeigt, dass Balluff Kundenerwartungen konsequent erfüllt und sogar übertrifft. Qualität ist bei Balluff fest in den Unternehmenswerten verankert. Mit Produktion und Entwicklung an sechs Standorten in Europa und China steht das Familienunternehmen für ein globales Qualitätsversprechen, das es über ein weltweites Vertriebs-, Logistik und Service Netzwerk in jedem Markt erfüllt. Zahlreiche strenge Prüfungen und Normen wie u. a. ISO 9001:2015 garantieren die gleichbleibend hohe Qualität der Produkte. Informationstechnische Risiken Die kontinuierlichen Investitionen in moderne Informationssysteme stellen sicher, dass Balluff gruppenweit wettbewerbsfähige und zukunftssichere Lösungen der Informationstechnik einsetzt. Umfangreiche Datensicherungskonzepte und Sicherheitseinrichtungen und deren laufende Optimierung beugen dem Risiko des Datenverlustes vor und gewährleisten den Schutz vor Fremdzugriffen. 10. Prognosebericht Die Weltwirtschaft ist verhalten in das Jahr 2024 gestartet und die vorausschauenden Konjunkturindikatoren waren - wegen der nach wie vor angespannten Lage aufgrund des Ukraine-Krieges und des Nahost-Konflikts - verhalten. Mittlerweile dauert der Krieg in Europa mit dem Angriff Russlands am 24. Februar 2022 auf die Ukraine mehr als zwei Jahre und ein Ende ist nicht in Sicht. Der Krieg und die Zerstörung in der Ukraine, die Versorgung der großen Zahl der Geflüchteten in den europäischen Nachbarländern, die finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine und die "Zeitenwende" für Deutschland und Europa bestimmen nach wie vor die aktuelle Situation. Die Umsetzung der Sanktionen gegen Russland, die schleppenden und zaghaften Überlegungen zur künftigen sicheren Energieversorgung, der Umgang mit dem chinesischen Markt im Hinblick auf die Taiwan-Frage und die Vorbereitung auf mögliche Auswirkungen eines US-Präsidenten Donald Trump in den USA fordern die Weltwirtschaft und behindern eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung. Die nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 gestarteten Kampfhandlungen Israels gegen die Hamas aber auch in immer stärkerem Maße gegen die Zivilbevölkerung in Gaza führen in vielen Teilen der Welt zu Unterstützungs- und Protestaktionen, viele demokratische Staaten sehen sich mit zunehmenden antisemitischen und demokratiefeindlichen Aktionen konfrontiert und die schweigende Mehrheit bekennt "Farbe" und geht für die Demokratie auf die Straße. Die Sorge vor einem deutlichen Rechtsruck bei den anstehenden Landtagswahlen in Deutschland, in anderen europäischen Ländern und bei der Europawahl Anfang Juni treibt viele Menschen um. Auch für Balluff begann das Jahr 2024 wie erwartet schwach. Der seit Mitte 2021 aufgrund der Bauteileknappheit aufgebaute Auftragsbestand war zum Jahresende 2023 fast vollständig abgearbeitet. Die Lieferfähigkeit ist in nahezu allen Bereichen wieder auf dem Niveau der Jahre vor der Halbleiterkrise. Im Jahr 2024 haben erste große internationale Vertriebsmeetings in den Regionen stattgefunden. Die Veranstaltungen waren ein voller Erfolg, einerseits getragen von der sehr positiven Entwicklung in 2023, anderseits auch von der Freude an der persönlichen Begegnung und des Austauschs. Aufgrund des fortgesetzt niedrigen Auftragseingangs liegen nach dem ersten Quartal 2024 alle Regionen unter Plan und unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres, in dem wir allerdings aufgrund der wieder besseren Lieferfähigkeit in 2023 Rekordumsätze vermelden konnten. Die Entwicklung der Auftragseingänge in vielen Ländern muss konsequent beobachtet und bearbeitet werden. Nach wie vor werden keine Projekte storniert, einzelne Projektverschiebungen gibt es schon. Unsere Projektpipeline ist gut gefüllt. Darunter sind auch sehr große Projekte. Wir erwarten, dass in den nächsten Monaten die Investitionen wieder anziehen und Projekte freigegeben werden. Außerdem gehen wir davon aus, dass viele Kunden im Jahresverlauf die großen Lagerbestände abbauen und zu einem mit dem Niveau vor der Bauteilekrise vergleichbaren Bestellverhalten zurückkommen. Für uns als Gesamtorganisation wird es darum gehen, Material- und Produktionskapazitäten so flexibel zu gestalten und vorzubereiten, dass wir die anstehenden Projekte termingerecht bedienen können. Wir haben ursprünglich aufgrund der sich abschwächenden Geschäftsentwicklung zum Jahresende 2023 und den verhaltenen Aussichten für das Jahr 2024 mit einem geringeren Wachstum als im Vorjahr geplant. Unsere aktuelle Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 macht allerdings aus Vorsichtsgründen eine Absenkung auf ein pessimistischeres Szenario notwendig, in dem wir den Konzern kostenseitig auf Basis des Vorjahresumsatzniveaus aussteuern. Wir bleiben aber dahingehend flexibel, dass jederzeit entsprechende Kapazitäten und Kosten freigegeben werden können. Als Teil des Maßnahmenpakets haben wir Anpassungen in unseren Produktionen aufgerufen. Aktuell sind die Fertigungen in Ungarn und Chengdu aber auch in den deutschen Standorten nur teilweise ausgelastet, wir nutzen Kurzarbeit, Arbeitszeitabsenkungen und Anpassungen bei den temporären Mitarbeitenden. Mit den aufgerufenen Maßnahmen wollen wir die Schwächephase überbrücken und in der Lage sein, schnell die Kapazität an das anziehende Geschäft anpassen zu können. Die Mitarbeitenden weltweit begegnen der herausfordernden Situation mit großer Disziplin und Verantwortung und gehen die Themen offensiv und mit Elan zum Wohle des Unternehmens an. Die Erfahrungen aus der Bauteile-Krise haben Auswirkungen auf unsere Portfolioüberlegungen. Bei Neuentwicklungen setzen wir konsequent auf plattformbasierte und modulare Entwicklung, mit der wir an vielen Stellen Effizienzen heben und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken können. Dennoch bewahrheitet sich weiterhin unsere Einschätzung, dass aus der Krise heraus der Bedarf an smarten Automatisierungslösungen weiter zunimmt und sich beschleunigt. Die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie werden wir in 2024 und darüber hinaus fortsetzen. Wir sind weiterhin der festen Überzeugung, dass wir in einem absoluten Zukunftsmarkt unterwegs sind. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes ist eine gesicherte Prognose für das Jahr 2024 nur schwer möglich. Neben den bereits geschilderten schwierigen geopolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden uns die Auswirkungen der Transformation in der Industrie und die gewaltigen Herausforderungen, die sich aus dem Ukraine-Krieg für Europa ergeben, weltweit vor sehr, sehr große Aufgaben stellen. Momentan rechnen wir mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem zumindest ausgeglichenen Ergebnis, haben aber die Hoffnung, dass doch ein Umsatzwachstum zum Vorjahr stattfindet, das sich dann auch ergebnisseitig positiv auswirken sollte. Auf der Beschaffungsseite rechnen wir mit Vorteilen aufgrund guter Materialverfügbarkeit und freien Kapazitäten bei den Lieferanten und damit folglich sinkenden Einkaufspreisen. Diese Effekte führen allerdings dazu, dass - aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung - der Kampf um Projekte zunimmt und die Preise stärker unter Druck sind, als in der Zeit des knappen Materials.
Neuhausen a.d.F., 31. Mai 2024 Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, Neuhausen a.d.F. Die Geschäftsführer Rolf Hermle Katrin Stegmaier-Hermle Florian Hermle BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, Neuhausen a.d.F. Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, Neuhausen a.d.F., und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Gliederungspunkt "8. Forschung und Entwicklung" des Lageberichts enthaltenen Ausführungen zu den beispielhaft genannten Innovationen und Produktneuerungen haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 31. Mai 2024 BANSBACH
GmbH
Hauser, Wirtschaftsprüfer Kalmbach, Wirtschaftsprüfer |
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