Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 7840
Vorher
SKZ - TeConA GmbH Testing, Consulting, ApprovalSKZ - TeConA GmbH Testing, Quality Assurance, Certification
Eingetragen
29.7.2002
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenTechnische, physikalische und chemische UntersuchungBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
ist die Durchführung von Prüfungen, Erstellung von Gutachten, Erteilung von Zulassungen und Überwachungstätigkeiten auf dem Gebiet der Kunststofftechnik und damit zusammenhängender Bereiche im weitesten Sinn.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Giovanni Schober
seit 5.1.2026
Prokura
Jürgen Dr. Wüst
seit 22.7.2024
Prokura
Thomas Dr. Hochrein
seit 13.6.2022
Geschäftsführer
Bernd Richter
seit 2.1.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V.
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V.
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SKZ - Testing GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firma: SKZ - Testing GmbH
Sitz: Friedrich-Bergius-Ring 22, 97076 Würzburg
Registergericht: Amtsgericht Würzburg, HRB 7840

B. Allgemeine Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die SKZ-Testing GmbH, Würzburg, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen bewertet.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Entwicklungskosten aktiviert.

Die Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr als Betriebsausgabe gebucht, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250 EUR nicht übersteigen. Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250 EUR und 800 EUR werden als Geringwertiges Wirtschaftsgut behandelt und im Anschaffungsjahr abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung angesetzt. Soweit die Gründe für die Abschreibungen ganz oder teilweise zum Bilanzstichtag entfallen sind, erfolgen Zuschreibungen höchstens bis zu den Anschaffungskosten.

Die Vorräte sind mit Herstellungskosten bewertet. Sie umfassen die leistungsbezogenen Vollkosten. Die unfertigen Leistungen wurden EDV-gestützt erfasst und bewertet. Für die Ermittlung der auftragsbezogenen Maschinenkosten und Gehaltsaufwendungen werden zum Teil pauschalierende Annahmen getroffen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigung berücksichtigt.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen/Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen/Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Die Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens werden gebildet aus Zuwendungen der öffentlichen Hand und Dritter für getätigte Investitionen in aktivierte Anlagegüter. Die Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse erfolgt entsprechend den Abschreibungen auf die mit diesen Mitteln finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Rentenanpassungen sind mit jeweils 1,00 % p.a. eingerechnet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % angesetzt. Der Unterschiedsbetrag aus Abzinsung mit durchschnittlichem Marktzins der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zu dem der vergangenen sieben Jahre beträgt Euro 123,00 (Vj. Euro 282,67). Es besteht damit eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB in Höhe von Euro 123,00 (Vj. Euro 282,67).

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die passiven latenten Steuern wurden ermittelt aus den temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen und Schulden, die sich wieder abbauen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Am 23.01.2017 wurde die Analytik Services Obernburg GmbH mit Sitz in Obernburg als 100 %ige Tochter der SKZ-Testing GmbH gegründet und zum 31.12.2022 auf einen Buchwert von EUR 1,00 abgeschrieben. Aufgrund des Verkaufs der Analytik Services Obernburg GmbH zum 29.02.2024 wurden dem Beteiligungswert zum Bilanzstichtag EUR 155.999,00 zugeschrieben.

Die Analytik Services Obernburg GmbH schließt das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von EUR 11.643,08 (Vj: EUR -1.098.417,14) ab. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf EUR 777.806,94 (Vj. EUR 789.450,02).

Beteiligungen

Im Geschäftsjahr 2014 wurde die SKZ Plastics Laboratories Middle East LLC in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) mit einem registrierten Kapital in Höhe von AED 150.000,00 gegründet. Die SKZ-Testing GmbH hielt 49 % der Anteile (29.732,41 Euro).

Im Jahr 2022 wurde die Liquidierung der SKZ Plastics Laboratories Middle East LLC eingeleitet, daher wurde der Beteiligungsbuchwert der Finanzanlagen auf 1,00 EUR abgeschrieben. Im Jahr 2023 wurde die Liquidierung vollzogen und der Restbuchwert in Höhe von 1,00 EUR ausgebucht.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 53.991,38 (Vj: Euro 38.037,22) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, davon sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von Euro 2.081,22 (Vj: Euro 984,51).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von Euro 25.000,00 ist voll eingezahlt.

Es besteht eine Ausschüttungssperre der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 32.969,00.

Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Die Sonderposten in Höhe von Euro 28.526,81 stellen einen Gegenposten zum Anlagevermögen dar.

Rückstellungen

Der unter den "sonstigen Rückstellungen" ausgewiesene Betrag enthält im Wesentlichen Rückstellungen für die mögliche Inanspruchnahme aus Bürgschaften in Höhe von Euro 476.982,70 (Vj Euro 921.375,80), personalbezogene Rückstellungen für am Stichtag nicht genommenen Urlaub und Überstunden Euro 212.399,48 (Vj: Euro 190.901,23), für Sonderzahlungen und Tantiemen Euro 3.800 (Vj: Euro 24.000,00) sowie für mögliche Nachzahlungen in die Pensionskasse Euro 33.273,00 (Vj: Euro 31.654,00).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 1.630.925,87 (Vj: Euro 1.179.404,49) ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen Euro 650.232,35 (Vj: Euro 27.952,82), davon gegenüber dem Gesellschafter Euro 425.884,22 (Vj: Euro 19.919,29), die sonstigen Verbindlichkeiten Euro 980.693,52 (Vj: Euro 1.151.451,67).

Die enthaltenen sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter belaufen sich auf Euro 546.405,61 (Vj: Euro 625.044,14). Darin sind Verbindlichkeiten von Euro 16.145,12 (Vj: Euro 106.238,08) mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren enthalten. Zur Sicherung der Darlehensansprüche gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von Euro 400.259,30 (Vj: Euro 471.362,02) wurden Inventargegenstände übereignet.

Gegenüber Schwestergesellschaften bestehen zum Bilanzstichtag Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von Euro 434.287,91 (Vj: Euro 526.407,53), davon Euro 10.640,61 (Vj: Euro 31.849,35) mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Zur Sicherung der Darlehensansprüche wurden Inventargegenstände übereignet.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern betrugen zum 31.12.2023 Euro 4.184,90 (Vj: Euro 14.585,60).

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

der SKZ-Testing GmbH

Art der Verbindlichkeit
Gesamtbetrag Vorjahr
Euro TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.349.899,26 1.372,1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 128.490,65 126,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 222.464,73 92,1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.630.925,87 1.179,4
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 295.580,49 220,2
- davon aus Steuern 80.890,88 107,2
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 24.355,34 1,4
Summe 3.627.361,00 2.990,5
Art der Verbindlichkeit Davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr Vorjahr 1 bis 5 Jahre Vorjahr mehr als 5 Jahre Vorjahr
Euro TEuro Euro TEuro Euro TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 378.575,15 209,4 701.328,36 738,7 269.995,75 424,0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 128.490,65 126,7 0,00 0,0 0,00 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 222.464,73 92,1 0,00 0,0 0,00 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 964.800,89 345,1 639.339,25 696,2 26.785,73 138,1
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,0 0,00 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 228.889,49 220,2 47.892,68 0,0 18.798,32 0,0
- davon aus Steuern 80.890,88 107,2
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 24.355,34 1,4
Summe 1.923.220,91 993,5 1.388.560,29 1.434,9 315.579,80 562,1

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet für Darlehensverbindlichkeiten der Analytik Services Obernburg GmbH in Höhe von EUR 476.982,70 (Vj: Euro 921.375,80). Hierfür wurde zum 31.12.2023 eine Rückstellung i.H.v. Euro 476.982,70 (Vj: Euro 921.375,80) gebildet. Zudem besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für einen Universalkreditvertrag über Euro 1.000.000,00 der SKZ-Gruppe. Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

Fehlbeträge aus nicht bilanzierten mittelbaren Pensionen betragen Euro 133.093 (Vj. Euro 126.616).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen Euro 2.207.360,04. Davon bestehen Euro 2.202.110,04 gegenüber verbundenen Unternehmen.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus öffentlicher Förderung der Forschung und Projektzuschüsse von Euro 40.547,80 (Vj: Euro 67.134,00), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 147,60 (Vj: Euro 1.335,47), Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigung zu Forderungen von Euro 910,00 (Vj. Euro 94.292,63), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Bürgschaftsverpflichtungen gegenüber der Tochtergesellschaft Analytik Service Obernburg aus 2022 in Höhe von Euro 444.393,10 sowie periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 51.789,08 (Vj: Euro 46.837,26) ausgewiesen. Diese setzen sich im Wesentlichen aus der Erdgassteuererstattung und der Einspeiseabrechnung für Strom zusammen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 47.341,79 (Vj: Euro 94.328,13) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 143,86 (Vj: Euro 5.534,58) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen bestehen vor allem aus der Ausgleichsabgabe sowie diversen Endabrechnungen, die das Vorjahr betreffen. Weiterhin sind außerordentliche Erträge aus der Zuschreibung der Anteile an der Analytik Service Obernburg GmbH i.H. v. Euro 155.999,00 sowie Erträge aus der Auflösung von Bürgschaftsrückstellungen i.H.v. Euro 444.393,10 in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres und außerordentliche Aufwendungen für einen Forderungsverzicht gegenüber der Analytik Service Obernburg GmbH i.H.v. Euro 250.000,00 in den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, enthalten.

F. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter beschäftigt Geschäftsjahr
Technische Mitarbeiter 103 (Vj 106)
Kaufmännische Mitarbeiter 18 (Vj 14)
Gesamt: 121 (Vj 120)

Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Herr Dr. rer. nat. Thomas Hochrein (Geschäftsführer SKZ-KFE gGmbH, SKZ-Testing GmbH und Analytik Service Obernburg GmbH).

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird der Verzicht für die Angabe der Geschäftsführerbezüge in Anspruch genommen.

Folgende Personen sind Mitglieder des Aufsichtsrats:

Frau Prof. Dr. Pauline Iden, Inhaberin, Beraterin, nanid scientific consulting

Herr Helmut Gries, Berater, Helmut Gries Consulting

Herr Norbert Nobbe, Geschäftsführer, Pöpppelmann Holding GmbH&Co.KG

Herr Dr.-Ing. Arno Rogalla, Berater, Rogalla Consulting

Herr Dr. Oliver Schnerr, Head of Sales, Kistler Instrumente AG

Frau Sandra Füllsack, Geschäftsführerin, motan holding GmbH

Herr Marcus Wirthwein, Geschäftsführer, Wirthwein AG

Herr Ulrich Reifenhäuser, Geschäftsführer, Reifenhäuser GmbH & Co. KG

Herr Guido Frohnhaus, Geschäftsführer Technik, Arburg GmbH & Co. KG

Zu Prokuristen mit Gesamtprokura mit einem Geschäftsführer oder Prokuristen sind Herr Dr. Jürgen Wüst und Herr Bernd Richter bestellt.

Angabe zum Jahresergebnis

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -251.579,76 ab. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, diesen mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen.

G. Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Durch den Verkauf der Tochter Analytik Service Obernburg GmbH und der Liquidierung von SKZ Plastics Laboratories Middle East LLC bestehen keine Beteiligungen der SKZ - Testing GmbH mehr. Damit sind künftige Risiken besser einschätzbar. Die bereits angeführten Umstrukturierungsprozesse innerhalb der SKZ - Testing GmbH werden zu einer Erlössteigerung, in Relation zu geringeren Kosten und damit auch zu einer positiven Ertragslage führen.

Die Geschäftsführung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der SKZ - Testing GmbH aus. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist trotz der erfolgten massiven Wertkorrekturen weiterhin positiv. Durch Optimierung des Forderungsmanagements, Prozessoptimierungen, moderate Verkaufspreissteigerungen, Maßnahmen zur Energieeinsparung und einer vorsichtigen Personalkostenpolitik sollte der Cashflow und auch die Ergebnis- und Liquiditätssituation verbessert werden.

H. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Durch Verkauf und Liquidierung der Tochtergesellschaften ist ein wesentliches Risiko für die SKZ - Testing GmbH in 2024 beseitigt. Change-Prozesse wurden bereits gestartet und werden in 2024 vollendet. Eine Forcierung des Vertriebs zur Umsatzsteigerung, Einsparungen bei den Kosten sowie die Erhöhung der Effizienz und Produktivität durch Prozessoptimierung sollen dazu beitragen, einer lahmenten Weltwirtschaft verursacht durch Krisen, Kriege, hohe Inflationsraten und steigenden Zinsen entgegenzuwirken.

 

Würzburg, den 24. April 2024

Dr.rer.nat. Thomas Hochrein, Geschäftsführer

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

SKZ-Testing GmbH

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 143.181,79 3.640,00 0,00 0,00 146.821,79
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.242,66 5.459,72 0,00 0,00 189.702,38
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 327.424,45 9.099,72 0,00 0,00 336.524,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 229.027,32 0,00 0,00 0,00 229.027,32
2. technische Anlagen und Maschinen 7.972.821,38 18.465,87 455,96 0,00 7.990.831,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 853.210,85 61.779,50 63.335,43 0,00 851.654,92
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 34.300,00 0,00 0,00 34.300,00
Summe Sachanlagen 9.055.059,55 114.545,37 63.791,39 0,00 9.105.813,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.279.092,00 0,00 0,00 0,00 1.279.092,00
2. Beteiligungen 29.732,41 0,00 29.732,41 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.308.824,41 0,00 29.732,41 0,00 1.279.092,00
Summe Anlagevermögen 10.691.308,41 123.645,09 93.523,80 0,00 10.721.429,70
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 82.703,79 31.149,00 0,00 0,00 113.852,79
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 131.054,66 28.084,72 0,00 0,00 159.139,38
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 213.758,45 59.233,72 0,00 0,00 272.992,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 100.951,32 19.319,00 0,00 0,00 120.270,32
2. technische Anlagen und Maschinen 5.090.872,38 489.037,87 280,96 0,00 5.579.629,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 624.872,85 99.405,50 55.611,43 0,00 668.666,92
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.816.696,55 607.762,37 55.892,39 0,00 6.368.566,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.279.091,00 0,00 0,00 0,00 279.091,00
2. Beteiligungen 29.731,41 0,00 29.731,41 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.308.822,41 0,00 29.731,41 0,00 .279.091,00
Summe Anlagevermögen 7.339.277,41 666.996,09 85.623,80 0,00 7.920.649,70
Zuschreibungen Buchwerte
Geschäftsjahr Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Euro Euro Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 32.969,00 60.478,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 30.563,00 53.188,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 63.532,00 113.666,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 108.757,00 128.076,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.411.202,00 2.881.949,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 182.988,00 228.338,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 34.300,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 2.737.247,00 3.238.363,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 155.999,00 156.000,00 1,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 1,00
Summe Finanzanlagen 155.999,00 156.000,00 2,00
Summe Anlagevermögen 155.999,00 2.956.779,00 3.352.031,00

BILANZ zum 31. Dezember 2023

SKZ-Testing GmbH

Würzburg

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 32.969,00 60.478,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.563,00 53.188,00
63.532,00 113.666,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 108.757,00 128.076,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.411.202,00 2.881.949,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.988,00 228.338,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.300,00 0,00
2.737.247,00 3.238.363,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 156.000,00 1,00
2. Beteiligungen 0,00 1,00
156.000,00 2,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 855.543,00 662.231,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.278.760,80 1.361.625,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 53.991,38 38.037,22
3. sonstige Vermögensgegenstände 178.013,76 60.735,34
1.510.765,94 1.460.398,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 3.056,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.272,67 31.667,29
5.337.360,61 5.509.385,28

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.023.708,86 3.638.320,73
III. Jahresfehlbetrag 251.579,76- 2.614.611,87-
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 28.526,81 36.656,81
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.165,00 10.707,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 95.945,47
3. sonstige Rückstellungen 864.993,80 1.304.409,65
880.158,80 1.411.062,12
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.349.899,26 1.372.118,98
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 128.490,65 126.701,38
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 222.464,73 92.126,90
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.630.925,87 1.179.404,49
5. sonstige Verbindlichkeiten 295.580,49 220.181,42
3.627.361,00 2.990.533,17
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 7.838,72
F. Passive latente Steuern 4.184,90 14.585,60
5.337.360,61 5.509.385,28

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

SKZ-Testing GmbH

Würzburg

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 11.513.813,25 11.668.191,66
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 193.311,07 341.648,53-
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 65.648,03
4. Gesamtleistung 11.707.124,32 11.392.191,16
5. sonstige betriebliche Erträge 777.002,74 280.473,47
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 627.499,68- 451.275,27-
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 285.325,11- 506.222,18-
912.824,79- 957.497,45-
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.765.334,62- 5.736.227,48-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.323.990,98- 1.340.636,21-
7.089.325,60- 7.076.863,69-
- davon für Altersversorgung Euro -190.112,37 (Euro -207.116,51)
8. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 666.996,09- 645.604,08-
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 250.000,00- 0,00
916.996,09- 645.604,08-
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.769.859,95- 4.321.639,04-
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 295,17 205,49
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 1.308.822,41-
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.281,08- 31.220,52-
- davon an verbundene Unternehmen Euro -25.531,90 (Euro -9.948,41)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.285,52 54.968,20
14. Ergebnis nach Steuern 251.579,76- 2.613.808,87-
15. sonstige Steuern 0,00 803,00-
16. Jahresfehlbetrag 251.579,76- 2.614.611,87-

Lagebericht für 2023

1 Allgemeines und Geschäftsfelder

Die SKZ - Testing GmbH mit Sitz in Würzburg ist ein Unternehmen, dessen Gegenstand die Durchführung von Prüfungen, Erstellung von Gutachten, Erteilung von Zulassungen und Überwachungstätigkeiten auf dem Gebiet der Kunststofftechnik und damit zusammenhängender Bereiche im weitesten Sinne ist. Mitte 2023 konnte die Liquidierung der ehemaligen Tochtergesellschaft SKZ-Plastics Laboratories Middle East L.L.C. mit Sitz in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) erfolgreich abgeschlossen werden. Die 100 % Tochter der SKZ-Testing GmbH, die Analytik Service Obernburg GmbH mit Sitz in Obernburg, wurde zum 1.03.2024 an die viridiusLAB AG, Wien verkauft.

Das eingezahlte Stammkapital der SKZ - Testing GmbH beträgt 25 TEUR. Der alleinige Gesellschafter ist der gemeinnützige "Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V." (FSKZ e.V.).

Die Hauptgeschäftsfelder sind Prüfung, Inspektion, Zertifizierung von Kunststoffen und Kunststoffprodukten und die Durchführung von Schadensanalysen. Die Gesellschaft ist bei der nationalen deutschen Akkreditierungsbehörde Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) akkreditiert als Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025, als Inspektionsstelle des Typs A nach DIN EN ISO/IEC 17020 und als Produktzertifizierungsstelle nach DIN EN ISO/IEC 17065. Weiterhin bestehen diverse Anerkennungen und Kooperationen mit internationalen Zertifizierungsstellen und Prüflaboratorien.

Innerhalb dieser Geschäftsfelder werden verschiedene Produkte adressiert, wie z. B. Rohrsysteme, Fensterprofilsysteme, Dichtstoffe, Geokunststoffe, Bauteile, Folien und Bahnen, Sportprodukte, Armaturen, Gefahrgutverpackungen, Elastomere sowie Produkte und Werkstoffe in Kontakt mit Trinkwasser und Atemschutzmasken.

2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen globaler Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen. Die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 % [Quelle: www.handelsdaten.de/branchen/gesamtwirtschaftliche-rahmenbedingungen]. Laut ifo Institut soll das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2024 nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Für das Jahr 2025 wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5 % prognostiziert.

3 Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

3.1 Entwicklung der Kunststoffbranche

Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland verzeichnete 2023 sinkende Umsätze. Sie gingen gegenüber dem Vorjahr um ca. 6 % auf 72,5 Mrd. Euro zurück. Die Anzahl der Beschäftigten sank um 2,2 % auf 319.264. Auch die Geschäftserwartungen der Unternehmen für das laufende Jahr sind verhalten. Die Ursache für den Umsatzrückgang sieht der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. in den aktuell ungünstigen Rahmenbedingungen für die deutsche Industrie. Aufgrund der unsicheren Zukunftsperspektiven sind die Unternehmen zudem zurückhaltend bei Investitionen [Quelle: Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V., Pressekonferenz 14.02.2024].

3.2 Bilanz-, Erlös- und Ergebnisentwicklung

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 172,0 TEUR auf 5.337,4 TEUR verringert. Wesentliche Positionen auf der Aktivseite sind Sachanlagen mit 2.737,2 TEUR, davon technische Anlagen und Maschinen mit 2.411,2 TEUR, und Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit 2.366,3 TEUR, davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 1.278,8 TEUR und unfertige Leistungen in Höhe von 855,5 TEUR.

Die wesentlichen Positionen der Passivseite sind das Eigenkapital mit 797,1 TEUR, Rückstellungen in Höhe von 880,2 TEUR und Verbindlichkeiten in Höhe von 3.627,4 TEUR mit den wesentlichen Positionen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.349,9 TEUR und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.630,9 TEUR.

Die Erlöse mit den Bestandsveränderungen für unfertige und fertige Erzeugnisse inkl. den aktivierten Eigenleistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % auf 11.707,1 TEUR gestiegen.

Das Betriebsergebnis ist zwar mit -599,0 TEUR (2022: -400,0 TEUR) negativ, wurde durch den laufenden Changeprozess mit seinen innerbetrieblichen Umstrukturierungen sowie insbesondere durch die im Management angesiedelten Aktivitäten zur Lösungsfindung rund um die Risikominimierung und Belastung durch die Tochter Analytik Service Obernburg GmbH, was letztlich im erfolgreichen Verkauf der Gesellschaft in 2024 gemündet ist, stark belastet. Das Gesamtjahresergebnis ist geprägt durch diesen Verkauf der Tochtergesellschaft Analytik Service Obernburg GmbH und beläuft sich damit auf -251,6 TEUR (2022: -2.614,6 TEUR). Die mit dem Changeprozess verbundenen strukturellen Änderungen dämpfen temporär die Effizienz der operativen Bereiche und reduzieren den Output. Die dadurch entstandene angespannte Liquiditätssituation sollte sich nach Abschluss des Changeprozesses wieder stabilisieren.

Dies stellt für die SKZ-Testing GmbH zumindest eine entwicklungsbeeinträchtigende Tatsache dar. Von einer Bestandsgefährdung geht die Geschäftsführung derzeit nicht aus. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist trotz der erfolgten massiven Wertkorrekturen positiv. Durch Optimierung des Forderungsmanagements, Prozessoptimierungen, moderate Verkaufspreissteigerungen, Maßnahmen zur Energieeinsparung und einer vorsichtigen Personalkostenpolitik sollte der Cashflow und auch die Ergebnis- und Liquiditätssituation verbessert werden.

Die Prognose aus dem Vorjahr mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis konnte nicht erreicht werden.

3.3 Investitionen

Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf 123,6 TEUR.

3.4 Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist mit insgesamt 121 Personen relativ konstant zum Vorjahr (120 Mitarbeitende) geblieben. Der Personalaufwand ist um 12,4 TEUR zum Vorjahr gestiegen.

3.5 Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Die Tochter Analytik Services Obernburg GmbH weist für das Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von 11.643 EUR aus. Im Jahr 2023 wurden Einzahlungen in Höhe von 250.000 EUR durch die Mutter SKZ-Testing GmbH zur Liquiditätssicherung und zur Abmilderung von evtl. Bürgschaftsrisiken getätigt. Das Eigenkapital der Analytik Services Obernburg GmbH weist zum 31.12.2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 777.807 EUR auf. Zum 01.03.2024 wurden alle Gesellschafteranteile an der Analytik Service Obernburg GmbH an die viridiusLAB AG, Wien verkauft (Share Deal). Der Beteiligungsbuchwert wurde bereits 2022 auf 1,00 EUR außerplanmäßig abgeschrieben.

Die 2022 eingeleitete Liquidierung der SKZ Plastics Laboratories Middle East LLC wurde 2023 vollständig vollzogen. Der Beteiligungsbuchwert wurde bereits 2022 auf 1,00 EUR außerplanmäßig abgeschrieben.

4 Darstellung der Lage

4.1 Ertrags- und Finanzlage

Der Jahresverlust in Höhe von ca. -251,6 TEUR ist im Vergleich zum Vorjahr (-2.614,6 TEUR) eine merkliche Verbesserung. Die Ursachen liegen vorwiegend in den in 2022 zu Buche schlagenden einmaligen Sondereffekten hinsichtlich der Neubewertung der Unternehmensbeteiligungen und Bildung von Risikorückstellungen.

Die Finanzlage kann als angespannt bezeichnet werden. Die Geschäftsentwicklung innerhalb der Analytik Service Obernburg hat sich durch erste greifende Sanierungsmaßnahmen 2. Halbjahr bereits sehr positiv entwickelt. Dies hat auch die Liquidität der Tochter gestärkt, sodass in diesem Zeitraum bis zum heutigen Tage keine Stützung mehr durch die Muttergesellschaft erforderlich war. Der vollzogenem Transfer aller Gesellschafteranteile zum 1.3.2024 an die viridiusLAB AG und dem damit einhergehenden und weitgehenden Entfall von Bürgschaftsrisiken im Falle einer Insolvenz der (vormaligen) Tochtergesellschaft ist die Muttergesellschaft nachhaltig finanziell entlastet.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Investitionen finanzieren sich grundsätzlich über den operativen Cashflow sowie Darlehen innerhalb und außerhalb der SKZ-Gruppe. Die bestehenden Darlehen bei der Sparkasse Mainfranken wurden planmäßig getilgt.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 350,1 TEUR konnte den Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -397,2 TEUR und den Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -117,4 TEUR nicht decken, sodass sich der Finanzmittelfonds um 164,5 TEUR auf -186,9 TEUR verringert hat.

4.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Das gebundene Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 5.337,4 TEUR (Vorjahr: 5.509,4 TEUR). Das Vermögen betrifft das Anlagevermögen mit 55,4 %, die Vorräte, Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände mit 44,3 % und Rechnungsabgrenzungsposten mit 0,3 %.

Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich mit 14,9 % durch Eigenkapital, mit 55,9 % Fremdmitteln aus Krediten und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital decken langfristig gebundenes Anlagevermögen nur zu 38,8 %.

5 Prognose-, Chancen-, Risikobericht

5.1 Risiken

Die Weltwirtschaft lahmt auch zu Beginn des Jahres 2024. Nachdem die vergangenen Jahre von Krisen, Kriegen, hohen Inflationsraten und steigenden Zinsen geprägt waren, dürfte es im kommenden Jahr zumindest bei Inflation und Zinsen eine nennenswerte Entspannung geben. Die Geschäftserwartungen der Kunststoff verarbeitenden Unternehmen für das laufende Jahr sind verhalten.

Trotz dieser Herausforderungen machen viele Unternehmen Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaneutralität, wobei die Verarbeitung von Kunststoffrezyklaten zunimmt. Allerdings belasten steigende Kosten, insbesondere für Energie und Löhne, die Unternehmen erheblich und bedrohen ihre Existenz. Die geopolitische Situation infolge des Ukrainekriegs und des Nahost-Konflikts lässt aktuell nur wenig Planungssicherheit zu. Das generelle Marktumfeld bleibt volatil. Nachteilige Auswirkungen haben die Einbrüche in der Baubranche, obwohl energetische Sanierung und nachhaltiges Bauen Megatrends bleiben. Belastungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher etwa in Form von höheren Preisen für Strom, Gas und Benzin dürften sich negativ auf das Konsumklima auswirken [Quelle: Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V., Pressekonferenz 14.02.2024]. Somit stellt die geschilderte gesamtwirtschaftliche Gemengelage eine Vielzahl an diffusen Risiken für die Kunden und damit auch der Geschäftsentwicklung der SKZ-Testing GmbH dar.

Begegnet wird diesen Risiken mit dem konsequenten weiteren Ausbau eines aktiven Vertriebs. Weiterhin wurde zur Erhöhung der Produktivität ein Prozessoptimierungsprojekt gestartet, in dessen Verlauf die Komplexität des Prozesses Anfrage-bis-Rechnungsstellung verringert und standardisiert werden soll. Auch in 2023 eingesteuerte Umstrukturierungen und Neuaufsetzung des Controllings sollten in 2024, spätestens 2025 ihre Wirkung entfalten. Die Anzahl an nicht wertschöpfenden Prozessen soll reduziert und Kennzahlen zur Leistungssteuerung und -kontrolle eingeführt werden. Im Rahmen des SKZ-weit eingeführten Energiemanagementsystems werden kontinuierlich Maßnahmen zur Energieeinsparung identifiziert und deren Umsetzung initiiert. Der Weg zum Ziel der Klimaneutralität des SKZ-Verbundes im Jahre 2025 wird weiterverfolgt.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens wird fortdauernd durch die Geschäftsführung überwacht, z. B. Monitoring der Auftragseingänge, des Auftragsbestandes und der Liquidität, sodass bei Bedarf Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden können.

Währungsrisiken sind als niedrig einzustufen. Geschäfte im Ausland werden meist in EUR oder USD fakturiert. Als Dienstleister bestehen kaum Beschaffungsrisiken. Außerdem wird vorwiegend auf renommierte Firmen oder langjährig verlässliche Geschäftsbeziehungen zurückgegriffen, sodass hier keine besonderen Risiken gesehen werden.

5.2 Chancen

Aufgrund des Verkaufs der Tochter Analytik Service Obernburg GmbH zum 1.03.2024 und der Liquidierung von SKZ Plastics Laboratories Middle East LLC Mitte 2023 bestehen keine Beteiligungen der SKZ - Testing GmbH mehr. Damit ist die künftige Ertragslage besser einschätzbar. Die bereits angeführten Umstrukturierungsprozesse innerhalb der SKZ - Testing GmbH werden mittelfristig zu höheren Erlösen, in Relation dazu geringeren Kosten sowie damit auch zu einer auskömmlicheren Ertragslage führen.

Für den internationalen TIC-Markt (Testing, Inspection, Certification), in dem sich die SKZ-Testing GmbH bewegt, wird bis zum Jahre 2030 ein Wachstum um ca. 6 % prognostiziert [Quelle: ProventisPartners GmbH]. Wesentliche Wachstumstreiber stellen hier u. a. die ansteigende Regulierung bezüglich Produktsicherheit und Umweltschutz, eine wachsende Bedeutung von Markenschutz und Qualitätskontrolle und die baufällige Infrastruktur dar. Die Gesellschaft ist in entsprechenden Gremien vertreten, um sich hier rechtzeitig einbringen zu können.

Weiterhin wird eine überarbeite Markenstrategie zukünftig die Alleinstellungsmerkmale der Gesellschaft wesentlich stärken, hervorheben und damit auch der Nährboden für die Erschließung neuer Märkte sein. Neben den klassischen Dienstleistungen ist auch angedacht, neue Vertriebswege und in andere Preissegmente als bislang praktiziert vorzustoßen. Dies alles wird zu einer breiteren Basis und damit zu einer höheren Stabilität der Gesellschaft führen. Das Unternehmen nimmt hier eine Vorreiterrolle unter den Prüflaboratorien in der Kunststoffbranche ein.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Die Gesellschaft wird geeignete Maßnahmen treffen, um mögliche Risiken rechtzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten sowie die Chancen als Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu nutzen. Zurzeit werden keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft gesehen.

5.3 Prognosebericht

Die Forcierung des Vertriebs zur Umsatzsteigerung, Einsparungen bei den Kosten sowie die Erhöhung der Effizienz und Produktivität durch ein Prozessoptimierungsprojekt sollen dazu beitragen, den vorab geschilderten Risiken zu begegnen und die SKZ-Testing GmbH robuster und resilienter für die Zukunft aufzustellen.

Ein wesentliches wirtschaftliches Risiko der SKZ - Testing GmbH konnte mit dem Verkauf der Tochter Analytik Services Obernburg GmbH beseitigt werden und besteht in dieser Form in 2024 nicht weiter fort.

Die Geschäftsführung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der SKZ - Testing GmbH aus. In 2024 wird von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgegangen. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist trotz der erfolgten massiven Wertkorrekturen weiterhin deutlich positiv und Maßnahmen zur Liquiditätssicherung wurden getroffen.

 

Würzburg, den 24. April 2024

Dr.rer.nat. Thomas Hochrein, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SKZ-Testing GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SKZ-Testing GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SKZ-Testing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir machen auf die Ausführungen in den Abschnitten G "Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit" und Abschnitt H "Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres" des Anhangs sowie die Abschnitte "3.2 Bilanz-, Erlös- und Ergebnisentwicklung" und "4.1 Ertrags- und Finanzlage" des Lageberichts aufmerksam, in welchen die Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft durch die mit finanziellen Mitteln und Bürgschaften unterstützte Tochtergesellschaft Analytik Service Obernburg GmbH und durch einen laufenden Changeprozess mit innerbetrieblichen Umstrukturierungen dargestellt werden. Wie in diesen Abschnitten dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Würzburg, 24. April 2024

HPS | Hemberger Prinz Siebenlist GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Hauk-Urban, Wirtschaftsprüfer

Jochen Eidel, Wirtschaftsprüfer

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