Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 30725
Vorher
Genthin Hygiene Liquids GmbH
Eingetragen
16.12.2021
Branche
Großhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Seifen, Wasch-, Reinigungs- und Poliermitteln
Gegenstand
Der Betrieb eines Chemieunternehmens, insbesondere die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Andreas Härle
seit 27.2.2024
Prokura
Axel Dr. Schlossbauer
seit 25.8.2022
Prokura
Eric Paffrath
seit 25.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Alegria GmbH & Co. KG

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.023.294,04 621.605,38
2. Geleistete Anzahlungen 286.917,80 0,00
1.310.211,84 621.605,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.418.740,00 1.382.042,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.619.941,71 2.754.219,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.541.413,42 2.237.139,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.173.880,37 57.317,00
10.753.975,50 6.430.717,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 274.314,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 485.216,40
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.715.633,52 6.671.217,16
4. Sonstige Ausleihungen 2.000.000,00 0,00
4.715.633,52 7.430.747,95
16.779.820,86 14.483.070,73
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.604.865,11 4.137.602,17
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 599.602,09 64.709,68
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.285.495,70 4.025.103,22
15.489.962,90 8.227.415,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.147.685,85 2.255.860,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 358.069,16
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.806.044,82 6.309.637,46
8.953.730,67 8.923.566,64
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.715.402,71 2.496.358,58
27.159.096,28 19.647.340,29
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 432.326,60 306.154,42
44.371.243,74 34.436.565,44

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL 21.410.186,16 24.294.720,98
- davon Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung : EUR 191.743,73 (Vorjahr: EUR 0,00)
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.590,00 84.427,57
2. Sonstige Rückstellungen 4.868.606,94 5.245.163,72
4.870.196,94 5.329.591,29
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.065.513,13 254.223,74
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.796.774,29 1.541.253,77
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 763.900,05 99.395,29
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.130.697,37 2.917.380,37
17.756.884,84 4.812.253,17
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 333.975,80 0,00
44.371.243,74 34.436.565,44

Anlage zur Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

gemäß den Bestimmungen des § 13 Abs. 3 S. 2 i.V. m. § 5 Abs. 5 S. 3 PubIG

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 92.638.008,92 67.344.133,01
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -24.197.095,43 -19.110.163,55
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.419.752,79 -3.433.682,71
- davon für Altersversorgung: EUR 40.693,78 (Vorjahr: EUR 32.695,68)
-28.616.848,22 -22.543.846,26

Die weiteren gemäß § 5 Abs. 5 S. 3 PubIG geforderten Angaben zu den Bewertungs- und Abschreibungsmethoden einschließlich wesentlicher Änderungen sowie zur durchschnittlichen Zahl der in den letzten zwölf Monaten vor dem Abschlussstichtag beschäftigten Arbeitnehmern sind im Konzernanhang erläutert bzw. angegeben.

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022

1. Allgemeine Angaben

Die Alegria GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRA 73825 eingetragen.

Die Gesellschaft erstellt freiwillig einen Konzernabschluss nach den Vorschriften des Gesetzes über die Rechnungslegung von bestimmten Unternehmen und Konzernen (PubIG) im Sinne des § 13 PubIG. Die Gesellschaft ist nach § 1 i. V. m. § 11 PubIG nicht zur Rechnungslegung verpflichtet.

Die Gesellschaft ist eine kleine Personenhandelsgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde entsprechend § 13 Abs. 2 PubIG i. V. m. §§ 294 bis 314 HGB sowie gemäß den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Konzernabschluss wurde in Euro erstellt.

2. Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag

Mutterunternehmen ist die Alegria GmbH & Co. KG mit Sitz in München. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sind neben dem Jahresabschluss des Mutterunternehmens folgende Gesellschaften als (direkte und indirekte) Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA München 100 %
DR.SCHNELL Verwaltungs-GmbH München 100 %
Hornulin F&E GmbH & Co. KG München 100 %
DR.SCHNELL AG Winterthur, Schweiz 100 %
German Hygiene Liquids GmbH Genthin 100 %
Burnus Professional GmbH & Co. KG Steinau a.d. Straße 100 %
Burnus Professional Verwaltungs GmbH Steinau a.d. Straße 100 %
Zirkel Filter GmbH & Co. KG Sinntal 100 %

Sämtliche Anteile an der Hornulin F&E GmbH & Co. KG, München, der DR.SCHNELL AG, Winterthur, Schweiz, der Burnus Professional Verwaltungs GmbH, Steinau a.d. Straße, der Burnus Professional GmbH & Co. KG, Steinau a.d. Straße und der Zirkel Filter GmbH & Co. KG, Sinntal, werden von der DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA, München, gehalten.

Der Konsolidierungskreis wurde im Geschäftsjahr 2022 um die German Hygiene Liquids GmbH, Genthin, die DR.SCHNELL AG, Winterthur, Schweiz, die Burnus Professional Verwaltungs GmbH, Steinau a.d. Straße, die Burnus Professional GmbH & Co. KG, Steinau a.d. Straße und die Zirkel Filter GmbH & Co. KG, Sinntal, erweitert. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt der German Hygiene Liquids GmbH, Genthin, und der DR.SCHNELL AG, Winterthur, Schweiz, ist der 1. Januar 2022. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt die Burnus Professional Verwaltungs GmbH, Steinau a.d. Straße, und die Burnus Professional GmbH & Co. KG, Steinau a.d. Straße, ist der 3. Juni 2022. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt für die Zirkel Filter GmbH & Co. KG, Sinntal, ist der 11. Juli 2022.

Eine Erstkonsolidierung der German Hygiene Liquids GmbH, Genthin, und der DR.SCHNELL AG, Winterthur, Schweiz, unterblieb in früheren Geschäftsjahren , da diese beiden Gesellschaften nach § 296 Abs. 2 HGB bzw. nach § 311 Abs. 2 HGB für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2021 von untergeordneter Bedeutung waren, insbesondere bezogen auf ihre Anteile an den Umsatzerlösen und dem Jahresergebnis im Verhältnis zu den Konzernzahlen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden diese beiden Gesellschaften daher erstmalig vollkonsolidiert.

Die Gesellschaft hat mit Gesellschaftsvertrag vom 9. November 2021 die German Hygiene Liquids GmbH gegründet. Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile.

Die Gesellschaft hat mittelbar über die DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA, München, sämtliche Anteile der DR.SCHNELL AG, Winterthur, Schweiz, im Geschäftsjahr 2014 erworben. Die Gesellschaft hält daher mittelbar 100 % der Anteile.

Die Gesellschaft hat mittelbar über die DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA, München, sämtliche Anteile der Burnus Professional Verwaltungs GmbH, Steinau a.d. Straße, im Geschäftsjahr 2022 erworben. Die Gesellschaft hält daher mittelbar 100 % der Anteile.

Die DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA, München, hat im Geschäftsjahr 2022 die Burnus Professional GmbH & Co. KG, Steinau a.d. Straße, sowie die Zirkel Filter GmbH & Co. KG, Sinntal, gegründet. Die Gesellschaft hält jeweils 100 % der Anteile.

Der Konzernabschluss wurde auf den 31. Dezember 2022, den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens, aufgestellt. Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ist ebenfalls der 31. Dezember 2022.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (Kapitalkonsolidierung) wird gemäß § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB der Zeitpunkt gewählt, zu dem die Beteiligungsgesellschaften jeweils Tochterunternehmen geworden sind (historische Erstkonsolidierung). Im Rahmen der historischen Erstkonsolidierung führt die Anwendung der Neubewertungsmethode unter den vorliegenden Voraussetzungen nicht zur Aufdeckung stiller Reserven bzw. zum Entstehen eines etwaigen Geschäfts- oder Firmenwertes, sofern das Mutter-Tochter-Verhältnis durch Sacheinlage entstanden ist und das Wahlrecht der Buchwertfortführung gewählt wurde (§ 308 Abs. 1 Satz 2 HGB i. V. m. Deutsche Rechnungslegungsstandards (DRS) 23.26).

Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung resultierten aus bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses thesaurierten Gewinnen und Verlusten. Aufgrund des Auseinanderfallens von Erwerbszeitpunkt und erstmaliger Einbeziehung in den Konzernabschluss wurden die entstandenen Unterschiedsbeträge im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung innerhalb der Rücklagen verrechnet.

Die bereits in Vorjahren gegründete Hornulin F&E GmbH & Co. KG, München, wurde im Jahr 2021 erstmals im Rahmen der Vollkonsolidierung unter Anwendung der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogen. Erstkonsolidierungszeitpunkt ist der 1. Januar 2021.

Die bereits in Vorjahren gegründete German Hygiene Liquids GmbH, Genthin, bzw. die bereits in Vorjahren erworbene DR.SCHNELL AG, Winterthur, Schweiz, wurde erstmals im Rahmen der Vollkonsolidierung unter Anwendung der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogen. Erstkonsolidierungszeitpunkt ist der 1. Januar 2022.

Der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung hieraus entstandene passivische Unterschiedsbetrag in unwesentlicher Höhe, der aus bis zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung thesaurierten Ergebnissen resultiert, wurde vereinfachend in die Konzernrücklagen eingestellt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Da das Ergebnis der Zwischenergebniseliminierung von untergeordneter Bedeutung war, wurde dieses nicht berücksichtigt.

Der Jahresabschluss der DR.SCHNELL AG, Winterthur, Schweiz, wurde nach den nationalen Rechnungslegungsgrundsätzen in der entsprechenden Landeswährung aufgestellt. Dieser Jahresabschluss wurde zum Konzernabschlussstichtag in Euro umgerechnet. Dabei wurden das Eigenkapital zum Stichtagskurs im Erstkonsolidierungszeitpunkt (1 EUR = 1,0331 CHF), alle anderen Aktiva und Passiva zum Abschlussstichtag (1 EUR = 0,9847 CHF) mit einem einheitlichen Stichtagskurs und alle Aufwendungen und Erträge mit dem jeweiligen Jahresdurchschnittskurs (1 EUR = 1,0047 CHF) umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

4. Vergleichbarkeit aufeinanderfolgender Konzernschlüsse (§294 Abs. 2 HGB)

Aufgrund der zuvor dargestellten wesentlichen Veränderung der Zusammensetzung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr sind grundsätzlich Angaben zu machen, um eine Vergleichbarkeit der Entwicklung gegenüber dem Vorjahr zu ermöglichen:

Ohne Berücksichtigung der DR.SCHNELL AG, der German Hygiene Liquids GmbH, der Burnus Professional GmbH & Co. KG, der Zirkel Filter GmbH & Co. KG sowie der Burnus Professional Verwaltungs GmbH im Konsolidierungskreis würde das Sachanlagevermögen inklusiv immaterieller Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag einen Wert in Höhe von TEUR 6.187 ausweisen. Im Jahr 2022 wurde in Anteile an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.029 investiert und es wären Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.303 auszuweisen.

Das Vorratsvermögen hätte ohne Berücksichtigung der oben genannten Gesellschaften einen Wert in Höhe von TEUR 9.799 gezeigt, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen Wert in Höhe von TEUR 3.071 und der Bestand an flüssigen Mitteln wäre mit TEUR 1.691 auszuweisen gewesen.

Die Bilanzposition der Rückstellungen hätte im Konsolidierungskreis des Vorjahres einen Wert in Höhe von TEUR 4.070 gezeigt.

Ohne Berücksichtigung der oben genannten, in 2022 neu zu berücksichtigenden Gesellschaften, würden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einen Wert in Höhe von TEUR 51 ausweisen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einen Wert in Höhe von TEUR 1.577 und die sonstigen Verbindlichkeiten einen Wert in Höhe von TEUR 4.854.

Ohne Berücksichtigung der oben genannten Gesellschaften beliefen sie die Umsatzerlöse auf TEUR 80.183 und der Personalaufwand auf TEUR 24.750.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

In den einbezogenen Jahresabschlüssen stimmen die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres jeweils mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 bis 5 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents, einer Lizenz oder einer Rezeptur ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 33,33 Jahren, bei angeschafften oder hergestellten beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 3 bis 20 Jahren vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen regelmäßig 3 bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung regelmäßig 3 bis 15 Jahre. Die Summe der Buchwerte der Anlagegüter, die über längere Zeiträume abgeschrieben werden, ist im Verhältnis unwesentlich. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Von dem Wahlrecht, die Finanzanlagen bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung abzuschreiben, wird kein Gebrauch gemacht.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Verwaltungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % (Vorjahr: 1 %) auf Forderungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen gewissen Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das Kommanditkapital ist mit dem Nennwert bewertet. Die Kapitalanteile der Kommanditisten betragen EUR 189.1 78,00 und sind voll einbezahlt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für einen gewissen Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen.

6. Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger, berücksichtigt.

7. Angaben zur Bilanz

7.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

In den Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 2.716 sind Aktienfonds und Renten in Höhe von TEUR 2.716 enthalten, die in der Konzernbilanz um TEUR 277 über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden. Eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund einer vorübergehenden Wertminderung ist dabei gemäß dem Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterblieben. Gemäß Beurteilungen anhand der in der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS VFA 2 enthaltenen Kriterien zur Kursentwicklung der relevanten Wertpapiere über einen bestimmten Zeitraum vor dem Bilanzstichtag liegen keine Anhaltspunkte für eine dauerhafte Wertminderung vor.

7.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden nicht. Im Vorjahr bestanden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 3. Diese waren unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrafen im Vorjahr vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten hauptsächlich Forderungen aus der Rückerstattung von Vorauszahlungen zur Körperschaftsteuer, zum Solidaritätszuschlag sowie zur Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.026 (Vorjahr: TEUR 597) sowie Forderungen aus der Erstattung von Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 1.488 (Vorjahr: TEUR 434).

7.3. Eigenkapital

Die Rücklagen umfassen die passivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung. Diese resultieren im Wesentlichen aus bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses thesaurierten Gewinnen und Verlusten.

7.4. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Steuern in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 84) wurden gebildet für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kunden-Boni in Höhe von TEUR 2.940 (Vorjahr: TEUR 4.164), Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.455 (Vorjahr: TEUR 673) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 223).

Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und werden nicht abgezinst.

7.5. Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Restlaufzeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:

Summe bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.066 2.482 2.889 1.694
Vorjahr 254 203 51 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.754 3.754 0 0
Vorjahr 1.541 1.541 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 764 764 0 0
Vorjahr 99 99 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.131 6.131 0 0
Vorjahr 2.918 2.918 0 0
Summe 17.714 13.131 2.889 1.694
Vorjahr 4.812 4.761 51 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 757 das variable Kommanditkapital von Dr. Wolfgang Schnell sowie der DTS Beteiligungs GmbH, München, und der DTS Vermögensverwaltungs GmbH, München.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 4.179 (Vorjahr: TEUR 1.686).

8. Sonstige Pflichtangaben

8.1. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Durchschnitt 428 (Vorjahr: 322) Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

2022 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 54 81
Angestellte 368 234
Leitende Angestellte 6 7
Gesamt 428 322

8.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wartungs-, Leasing-, Pacht- und Mietverträgen sowie sonstigen Verträgen bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 18.625 (Vorjahr: TEUR 11.711).

8.3. Haftungsverhältnisse

Der Konzern haftet fremden Dritten gegenüber aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 1.867 (Vorjahr: TEUR 2.230). Das Risiko der Inanspruchnahme aus den vorbezeichneten Haftungsverhältnissen wird als unwahrscheinlich angesehen, da die Darlehen planmäßig bedient werden.

In der Gesellschafterversammlung vom 19. November 2020 wurde der Abgabe von Patronatserklärungen durch die Gesellschaft gegenüber Gesellschaften der DR.SCHNELL-Unternehmensgruppe zur Wahrnehmung von Offenlegungserleichterungen im Hinblick auf die Jahresabschlüsse dieser Gesellschaften grundsätzlich zugestimmt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 wurde eine solche Patronatserklärung noch nicht erteilt. Die Geschäftsführung rechnet im Falle einer Erteilung der Patronatserklärungen nicht mit einer Inanspruchnahme hieraus.

8.4. Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 66). Dieses Gesamthonorar betrifft mit TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 61) Abschlussprüfungsleistungen, in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0) Steuerberatungsleistungen und mit TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 5) sonstige Leistungen.

8.5. Geschäftsführung/Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung erfolgt durch die persönlich haftende Gesellschafterin Hornulin Geschäftsführungs-GmbH, München, die durch die Geschäftsführer Dr. Wolfgang Schnell, Chemiker, München, bzw. Dr. Thomas Schnell, Jurist, München, vertreten wird.

8.6. Persönlich haftende Gesellschafter

Persönlich haftende Gesellschafterin des Mutterunternehmens ist die Hornulin Geschäftsführungs-GmbH, München, mit einem Stammkapital in Höhe von EUR 25.564,59.

Des Weiteren ist Frau Dorothea Schmid Komplementärin des Mutterunternehmens.

Des Weiteren ist die DR.SCHNELL Verwaltungs-GmbH, München, persönlich haftende Gesellschafterin der DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA, München.

8.7. Konzernverhältnisse

Die Alegria GmbH & Co. KG, München, erstellt einen Konzernabschluss unter Einbeziehung der genannten Gesellschaften (Konsolidierungskreis) und erstellt damit einen Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig den kleinsten Kreis von Unternehmen. Die Veröffentlichung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

8.8. Befreiung von der Offenlegung

Die DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA, München, die DR.SCHNELL Verwaltungs-GmbH, München, die Burnus Professional Verwaltungs GmbH, Steinau a.d. Straße, sowie die German Hygiene Liquids GmbH, Genthin, machen jeweils von der Befreiungsoption nach § 264 Abs. 3 HGB zur Offenlegung Gebrauch.

Zudem macht die Hornulin F&E GmbH & Co. KG, München, die Burnus Professional GmbH & Co. KG, Steinau a.d. Straße, sowie die Zirkel Filter GmbH & Co. KG, Sinntal, von den Befreiungsvorschriften des § 264b HGB zur Offenlegung Gebrauch.

 

München, 13. November 2023

Hornulin Geschäftsführungs-GmbH

diese vertreten durch ihre Geschäftsführer

Dr. Wolfgang Schnell

Dr. Thomas Schnell

Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Zugang zum Konsolidierungs kreis 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.447.684,04 806.844,18 1.080.221,71 0,00 0,00 3.174.306,51
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 286.917,80 0,00 0,00 0,00 286.917,80
3.447.684,04 1.093.761,98 1.080.221,71 0,00 0,00 3.461.224,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.754.137,64 125.350,00 0,00 0,00 0,00 2.879.487,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.422.306,65 2.508.833,71 0,00 0,00 0,00 9.931.140,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.958.006,90 1.113.150,76 595.730,74 0,00 200.450,02 9.675.876,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 57.317,00 1.888.713,37 0,00 0,00 227.850,00 2.173.880,37
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 68.935,08 68.935,08 0,00 0,00 0,00
19.191.768,19 5.704.982,92 664.665,82 0,00 428.300,02 24.660.385,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 274.314,39 0,00 0,00 0,00 -274.314,39 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 485.216,40 0,00 0,00 0,00 -485.216,40 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.671.217,16 452.531,95 4.408.115,59 0,00 0,00 2.715.633,52
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 2.000.000,00 0,00 0,00 0,00 2.000.000,00
7.430.747,95 2.452.531,95 4.408.115,59 0,00 -759.530,79 4.715.633,52
30.070.200,18 9.251.276,85 6.153.003,12 0,00 -331.230,77 32.837.243,14
Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2022 Abschreibungen Zugang zum Konsolidierungs kreis Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.826.078,66 405.155,52 0,00 1.080.221,71 2.151.012,47
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.826.078,66 405.155,52 0,00 1.080.221,71 2.151.012,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.372.095,64 88.652,00 0,00 0,00 1.460.747,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.668.087,39 643.111,26 0,00 0,00 5.311.198,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.720.867,76 723.660,28 192.890,33 502.954,85 7.134.463,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 68.935,08 0,00 68.935,08 0,00
12.761.050,79 1.524.358,62 192.890,33 571.889,93 13.906.409,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
15.587.129,45 1.929.514,14 192.890,33 1.652.111,64 16.057.422,28
Restbuchwerte
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.023.294,04 621.605,38
2. Geleistete Anzahlungen 286.917,80 0,00
1.310.211,84 621.605,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.418.740,00 1.382.042,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.619.941,71 2.754.219,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.541.413,42 2.237.139,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.173.880,37 57.317,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
10.753.975,50 6.430.717,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 274.314,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 485.216,40
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.715.633,52 6.671.217,16
4. Sonstige Ausleihungen 2.000.000,00 0,00
4.715.633,52 7.430.747,95
16.779.820,86 14.483.070,73

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2022

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die Alegria GmbH & Co. KG, München ("Alegria"), befindet sich im Besitz der Eigentümerfamilie Schnell. Vorgesellschaften im Familienbesitz gab es bereits seit dem 17. Jahrhundert am Standort München, sodass der Konzern auf eine jahrhundertelange Tradition als Seifensieder zurückblickt. Operativ wesentliche Tochtergesellschaften der Alegria sind die DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA, München ("DR.SCHNELL"), die German Hygiene Liquids GmbH, Genthin ("GHL"), sowie die Burnus Professional GmbH & Co. KG, Steinau a.d. Straße ("Burnus").

Heute ist neben der Aus- und Weiterbildung im Bereich Hygiene und Reinigung die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von chemischen Produkten zur Reinigung und Desinfektion für professionelle Anwender wesentlicher Gegenstand des Konzerns. Neben innovativen, leistungsfähigen und nachhaltigen Produkten differenziert sich der Konzern durch umfassenden Service und Support, um die Wertschöpfung der Kunden in jeder Hinsicht zu optimieren. Insbesondere sind hier unterschiedliche Schulungsformate on- und offline für die Qualifikation der Anwender zu nennen.

Der wesentliche Absatzmarkt des Konzerns ist Deutschland mit einem Anteil von 90 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: ca. 94 %) sowie das Ausland mit einem Anteil von 10 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: ca. 6 %).

Wesentliche externe Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell des Konzerns waren in 2022 insbesondere die Entwicklung der Rohstoffpreise und deren Verfügbarkeit, Produkt- und Innovations- Trends, regulatorische Entwicklungen, tarifvertragliche Gehaltsentwicklungen sowie das Einkaufsverhalten und die Kostensensibilität der Kunden.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die Arbeit der Abteilung Forschung und Entwicklung im Jahr 2022 war erneut geprägt von der schwierigen Beschaffungslage der chemischen Rohstoffe. Zudem waren die Entwicklungsschwerpunkte in hohem Maße von regulatorischen Änderungen getrieben (CLP-Kennzeichnungsänderungen der Rohstoffe Phenoxyethanol und Butylglykol). Diese Situation wird sich auch im Jahr 2023 fortsetzen.

Dennoch konnten einige Innovationen am Markt präsentiert werden. Als Neuentwicklungen haben wir in 2022 die Produkte EASY QUICK N und TEMPEX XPRESS entwickelt. Zur produktbezogenen kontinuierlichen Verbesserung der Umweltparameter sowie der Kostenstruktur des Portfolios tragen im Geschäftsjahr 2022 auch permanente Rezepturanpassungen sowie die Auswahl und Qualifizierung neuer, nachhaltiger Rohstoffe bzw. lokaler Rohstofflieferanten bei.

Ein kontinuierlicher Entwicklungsschwerpunkt liegt auf der Gesundheitsverträglichkeit, dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit unserer Produkte. Hierbei hilft die in 2021 entwickelte Datenbank zur normgerechten Evaluierung der Umweltauswirkungen der Rezepturen und Umverpackungen, eine klare Aussage über die erreichten Verbesserungen zu treffen.

Zum Ende des Jahres 2022 waren 9 (Vorjahr: 12) Mitarbeiter unmittelbar im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in der Bundesrepublik Deutschland stieg 2022 um 1,9 % (nach einem Anstieg von 2,7 % im Jahr 2021). Die Abschwächung des Wachstums ist dabei wesentlich auf die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die damit verbundene wesentliche Erhöhung der Energiepreise zurückzuführen. Damit einher ging auch eine erneute Verschärfung der Material- und Lieferengpässe, eine deutlich gestiegene Inflation sowie der Mangel an Fachkräften. Ferner ist den Angaben des Statistischen Bundesamtes zu entnehmen, dass die preisbereinigte Wertschöpfung des produzierenden Gewerbes ohne Baugewerbe im Jahr 2022 aufgrund der hohen Energiepreise und der materialbedingten Engpässe lediglich um 0,2 % gestiegen ist (Vorjahr: 4,4%).

Nach einem Wachstum von rd. 4,5 % im Jahr 2021 sank die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie im Jahr 2022 um 6,6 %. Ohne das pharmazeutische Geschäft lag der Rückgang sogar bei -11,9 %. Lediglich die wesentlich durch den Anstieg der Energiepreise erforderlich gewordenen Preissteigerungen von rd. 22 % führten letztlich zu einem Umsatzplus von 16,6 % in der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Diese Preissteigerungen sowie der durch den Abschwung der Weltwirtschaft ausgelöste Nachfragemangel führten letztlich zu einem Rückgang der Absatzmengen um mehr als 5 %.

2.2. Geschäftsverlauf

Die oben beschriebenen Entwicklungen in der chemischen Industrie waren wesentlich bestimmend für den Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaft DR.SCHNELL wie auch für alle anderen operativen Tochtergesellschaften. Der deutliche Anstieg der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Laufe des Geschäftsjahres 2022 hat eine mehrfache Preisanpassung der abgesetzten Produkte erforderlich gemacht, bei der DR.SCHNELL im Januar, Juli sowie zum Januar 2023. So waren z. B. die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im August 2022 um 45,8 % höher als im August 2021. Dabei lag allein der Anstieg von Juli zu August bei 7,9 %. Das sind die höchsten Anstiege gegenüber dem Vorjahresmonat und gegenüber dem Vormonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Chemische Grundstoffe verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 32,9 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 397 vom 20. September 2022).

Die Preiserhöhungen bei den Vorprodukten konnten allerdings erst mit mehreren Monaten Vorlaufzeit an die Kunden weitergegeben werden, sodass der Geschäftsverlauf durch sinkende Margen geprägt war.

Die Umsatzerlöse in der Alegria sind im Vergleich zum Vorjahr zwar gestiegen, und das nicht nur durch den Kauf von Tochtergesellschaften, jedoch war die Übernahme sowie Eingliederung dieser neuen Gesellschaften in die Gruppe sehr kostenintensiv, sodass das Geschäftsjahr 2022 insgesamt und unter Bereinigung der im Rahmen der Konsolidierungshandlungen zu eliminierenden Aufwands- und Ertragsposten erneut mit einem entsprechend erwarteten Jahresfehlbetrag abgeschlossen wurde.

Die Ertragslage der Hornulin F&E GmbH & Co. KG, München, war im Geschäftsjahr 2022 geprägt durch Aufwendungen und Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens. Diese Verkäufe führten in 2022 zu einem negativen Jahresergebnis.

2.3. Lage des Konzerns

2.3.1 Ertragslage

Angesichts der nachfolgend für das Geschäftsjahr 2022 beschriebenen Entwicklungen (insbesondere die Entwicklung der Rohstoffpreise) konnte die im Vorjahr aufgestellte Prognose für die Kennzahlen des Konzerns nicht erreicht werden.

Insgesamt wurden im Konzern im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von ca. TEUR 92.638 (Vorjahr: TEUR 67.344) erzielt. Ursächlich für den deutlichen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr war neben der durch Preisanpassungen bedingten Erhöhung der Umsatzerlöse insbesondere die durch die Akquisition der Burnus bedingten Effekte.

Geprägt wurde die Ertragslage des Konzerns des Weiteren insbesondere durch den Material- und den Personalaufwand sowie durch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Materialaufwand war aufgrund der Rohstoffknappheit geprägt durch erhöhte Materialpreise. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2022 ca. TEUR 28.617 (Vorjahr: ca. TEUR 22.544), mithin ca. 30,9 % gemessen am Umsatz (Vorjahr: ca. 33,5 %).

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Konzern im Jahresdurchschnitt 428 (Vorjahr: 322) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund der neu erworbenen Gesellschaften gestiegen. Demgemäß wurden im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse pro Mitarbeiter in Höhe von ca. TEUR 216 (Vorjahr: ca. TEUR 209) erzielt.

2.3.2 Finanzlage

2.3.2.1. Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 ca. TEUR 44.329 (Vorjahr: ca. TEUR 34.437). Die stabile Eigenkapitalausstattung und die hohe Eigenkapitalquote in Höhe von ca. 48,3 % (Vorjahr: ca. 70,5 %) ist Ausdruck der langfristigen Unternehmensstrategie und Gewähr für die Unabhängigkeit und Stabilität des Konzerns. Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist dabei wesentlich durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises sowie durch den konzernjahresfehlbetrag bedingt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten summieren sich inklusive des im Vorjahr ausgewiesenen passiven Rechnungsabgrenzungspostens zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 auf insgesamt ca. TEUR 22.918 (Vorjahr: ca. TEUR 10.142). Damit beträgt die Fremdkapitalquote ca. 51,7 % (Vorjahr: ca. 29,5 %).

Die Steuerrückstellungen umfassen im Wesentlichen Ertragsteuern für das Jahr 2022 der DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Kundenboni/-rückvergütungen in Höhe von TEUR 2.940 (Vorjahr: TEUR 4.164), Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.455 (Vorjahr: TEUR 673) sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 283).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 4.179, die sich aus gebuchten Kundenrückvergütungen ergeben (Vorjahr: TEUR 1.686)

2.3.2.2 Investitionen

Im Jahr 2022 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.799 (Vorjahr: TEUR 1.556) getätigt.

Auch 2023 wird in die Leistungsfähigkeit des Konzerns investiert. Das Investitionsvolumen für 2023 entspricht für laufende Ersatzinvestitionen voraussichtlich dem Wert des Vorjahres.

Des Weiteren hat der Konzern über eine Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2022 in Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 452 investiert. Wertpapiere in Höhe von TEUR 4.408 wurden veräußert.

Mit Wirkung zum 1. August 2022 hat die DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA die operative Geschäftstätigkeit der ehemaligen Burnus Hychem GmbH, Steinau a.d. Straße, im Rahmen eines Asset Deals übernommen. Die Vermögenswerte wurden dabei in zwei neu gegründete Gesellschaften (Burnus Professional GmbH & Co. KG sowie Zirkel Filter GmbH & Co. KG) eingebracht.

2.3.2.3 Liquidität

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus eigenen liquiden Mitteln des Konzerns sowie aus Finanzmittel von Kreditinstituten.

2.3.3. Vermögenslage

Auf der Aktivseite des Konzerns bestehen ca. 37,9 % (Vorjahr: ca. 42,0 %) der Bilanzsumme aus langfristig gebundenem Anlagevermögen, ca. 34,9 % (Vorjahr: ca. 23,9 %) aus Vorräten sowie ca. 27,2 % (Vorjahr: 34,1 %) aus sonstigem Umlaufvermögen inkl. der aktiven Rechnungsabgrenzung.

Ausführungen bezüglich des langfristig gebundenen Vermögens sind Abschnitt 2.3.2.2 zu entnehmen. Gegenläufig wirkten sich die planmäßigen Abschreibungen des Jahres aus.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen überwiegend aus Forderungen aus Ertragsteuern sowie aus debitorischen Kreditoren.

2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns

Der Umsatzanstieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 ist wesentlich auf die weitergehende Erholung in den im Vorjahr noch durch die pandemiebedingten Lockdowns betroffenen Branchen sowie auf die durch den signifikanten Anstieg der Rohstoffpreise bedingte Erhöhung der Verkaufspreise zurückzuführen. Die durch die Ukraine-Krise verursachte deutliche Erhöhung der Energie- und Transportkosten sowie die Aufwendungen aus der im Geschäftsjahr erfolgten Ertüchtigung eines neuen Produktionsstandortes führten zu einer zusätzlichen Belastung des Unternehmensergebnisses. Durch die Übernahme der Burnus Hychem GmbH, Steinau a.d. Straße, im Rahmen eines Assetdeals durch die DR.SCHNELL GmbH & Co. KGaA wurden die Umsätze der Burnus Professional GmbH & Co. KG erstmals berücksichtigt. Angesichts der widrigen Umstände ist die Geschäftsführung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2022 insgesamt zufrieden.

Für die Akademie (Alegria) war das Jahr geprägt durch Sparmaßnahmen bei den Kunden nach den von Lockdowns geprägten Vorjahren und einer anhaltenden Zurückhaltung bei Präsenztrainings, sodass der Umsatz nur um ca. 14,5 % anstieg.

2.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns werden Umsatz sowie das Jahresergebnis betrachtet. Als wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator des Konzerns wird neben der Kundenzufriedenheit auch die Mitarbeiterzufriedenheit angesehen.

3. Prognose, Chancen und Risikobericht

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2023 von der im Folgenden dargestellten Prognose aus und gehen auf Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung des Konzerns wie folgt ein:

3.1.1. Prognosebericht

Die chemische Industrie geht angesichts der anhaltend schwierigen Lage für die Branche für das Jahr 2023 von einem Produktionsrückgang von 5 % aus. Für die Chemieproduktion (ohne Pharma) rechnet der Verband mit einem Minus von 8 %. Verlässliche Absatzprognosen der für den Konzern im Rahmen seiner wesentlichen operativen Tätigkeit relevanten Marktsegmente sind nicht vorhanden. Die Entwicklung dieser Marktsegmente wird wesentlich von der weiteren Entwicklung auf den Rohstoffmärkten abhängig sein.

Angesichts der aktuellen Unwägbarkeiten fällt ein Ausblick auf den Verlauf des Geschäftsjahrs 2023 schwer. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung hängt von verschiedenen Faktoren ab, die aktuell schwer abschätzbar sind, u. a. die Entwicklung der Rohstoffpreise und -verfügbarkeiten, Entwicklung in den wesentlichen Absatzbranchen sowie die weitere Entwicklung in der Ukraine. Für 2023 gehen wir aktuell von stabilen bzw. leicht steigenden Absatzmengen aus, die - angesichts der in 2022 und 2023 durchgeführten Preisanpassungen - aber zu einem deutlichen Umsatzanstieg führen sollten. Wir gehen zudem davon aus, dass die Margensituation durch die initiierten Maßnahmen deutlich verbessert werden kann. Diese Erwartung wird wesentlich von der weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig sein.

Der Transformationsprozess der wesentlichen operativen Tochtergesellschaft wird auch im Geschäftsjahr 2023 konsequent fortgesetzt. Die intensive Kundenbetreuung, punktuell verstärkt durch neue Mitarbeiter und mit Unterstützung digitaler Tools sowie organisatorischen Veränderungen, und die Erweiterung und Verbesserung des innovativen Produktportfolios, sollen maßgeblich dazu beitragen, die Kunden langfristig an DR.SCHNELL bzw. den Konzern zu binden. Die Entwicklungen in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres bestätigen unsere Annahmen.

Insgesamt geht die Geschäftsführung für den bestehenden Konzernkreis von einem Konzernjahresergebnis deutlich über Vorjahresniveau aus.

3.1.2. Gesamtaussage zum Prognosebericht

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das Konzernjahresergebnis, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie der Cashflow bei gleichen Marktgegebenheiten auch zukünftig positiv sein werden.

3.2. Risikobericht

3.2.1. Risikomanagementsystem

Ziel des Finanzmanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Der Konzern verfolgt eine konservative Risikopolitik und ist dabei darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Konzerns zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

Der Konzern geht in seinen Geschäftstätigkeiten bewusst beherrschbare und überschaubare Risiken ein, wenn diesen entsprechende Ertragsaussichten gegenüberstehen.

Ein angemessenes Risikomanagement in Form von monatlichen Controlling-Berichten ist installiert. Besonderes Augenmerk wird hier auf eventuelle Veränderungen der Rohstoffpreise gelegt. Eine Preisabsicherung durch entsprechende Lieferabkommen sowie Diversifikation der Lieferanten wird angestrebt, ist aber nicht in jedem Fall möglich.

3.2.2. Risiken

Das Marktumfeld ist schwieriger geworden: bei steigenden Kosten und dem zunehmenden Risiko von Lieferengpässen von Rohstoffen verstärkt sich die Preissensibilität der Kunden.

a) Markt und Wettbewerb

Der Konzern ist beim Absatz Risiken ausgesetzt, die sich aus der Entwicklung verschiedener Faktoren ergeben können. Soweit vorhersehbar, sind diese in die Planung für das Geschäftsjahr 2023 eingeflossen. Allerdings können sich angesichts einer erhöhten weltpolitischen Instabilität, einer Verknappung der Rohstoffe darüberhinausgehende Risiken ergeben. Diesen wird durch regelmäßige Beobachtung entsprechend begegnet.

Um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck entgegenzuwirken, entwickeln die operativen Tochtergesellschaften fortlaufend neue innovative Lösungen.

b) Lieferantenbeziehungen und Produktion

Risiken in der Beschaffung und Produktion ergeben sich u. a. durch den möglichen Wegfall eines Lieferanten, z. B. durch Insolvenz. Dies kann theoretisch dazu führen, dass bestimmte Produkte nicht mehr lieferbar wären.

Die wirtschaftlichen Folgen der zunehmenden Rohstoffknappheit und des damit verbundenen starken Preisanstiegs sowie die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Konfliktes sind bei Aufstellung des Konzernlageberichts schwer absehbar. Die hohe Abhängigkeit der chemischen Industrie vom Erdgas und Erdöl könnte zu Produktionsengpässen führen. Die Fokussierung auf eine nachhaltige Rohstoffbasis engt den Lieferantenpool für Rohstoffe zusätzlich ein.

Diesen Risiken versuchen wir mit einem sehr engen Lieferantenmanagement, einer teilweise erhöhten Bevorratung und einem erhöhten Fokus auf unsere Einkaufsaktivitäten zu begegnen.

c) Gesetzgebung und sonstige regulatorische Anforderungen

Die europäische Gesetzgebung bringt insbesondere durch die Biozidverordnung und UFI eine hohe Unsicherheit und hohe Kosten für Hersteller von Desinfektions- und Reinigungsmitteln. Biozidprodukte dürfen nur auf den Markt gebracht oder verwendet werden, wenn sie nach BP-VO 528/2012 zugelassen wurden. Dies geschieht, um den freien Verkehr von Biozidprodukten in der EU zu verbessern und gleichzeitig ein hohes Schutzniveau für die Gesundheit von Menschen und Tieren und für die Umwelt zu gewährleisten. Seit dem 1. September 2013 müssen Biozidprodukte nach der BP-VO 528/2012 zugelassen werden. Voraussetzung für das Zulassungsverfahren ist generell, dass der eingesetzte Wirkstoff für die jeweilige Produktart genehmigt und in die Unionsliste aufgenommen wurde. Dies nimmt weiterhin viele Ressourcen in Anspruch.

International wurden unterschiedliche Standards entwickelt, in welcher Art und Weise chemische Produkte gekennzeichnet werden müssen, welche leider nicht identisch sind.

Die gesetzlichen Vorgaben sowie Anforderungen der Kunden an professionelle Reinigungsprodukte werden sich auch zukünftig kontinuierlich erhöhen. Folglich werden der Serviceaufwand und die Kostenintensität weiter ansteigen. Das bietet einerseits die Chance, die Kunden enger zu binden, auf der anderen Seite birgt es die Gefahr rückgängiger Deckungsbeiträge. Der Konzern sieht seine Stärke darin, seinen Kunden einen überdurchschnittlichen Service zu bieten, mit dem Ziel, den Kunden Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Dem steigenden regulatorischen Druck stellen wir organisatorische Änderungen entgegen mit der Ausgliederung der Abteilung "Regulatory Affairs", bestehend aus bisherigen Labormitarbeitern.

Im Hinblick auf die dargestellten Risiken hält der Konzern am hohen Servicestandard fest und ist überzeugt, dadurch den Kunden ein wirtschaftliches und umweltfreundliches Arbeiten zu ermöglichen. Gegenüber Wettbewerbern mit aggressiven Preisstrategien ist es unsere Aufgabe, das unterschiedliche Leistungsspektrum und die Servicequalität deutlich darzustellen und in der Praxis zu beweisen. Wir begrenzen die genannten Risiken durch die Kontinuität unserer Kunden- und Mitarbeiterbeziehungen. Wir wollen weiterhin unseren Erfolg durch gemeinsames langfristiges Denken und Handeln sichern.

3.2.3. Gesamtaussage zu den dargestellten Risiken

Steigende Kosten und die mit einer Rohstoffknappheit verbundenen Preisanstiege stellen ein Risiko für die Entwicklung des Konzerns dar. Weiterhin ist die Umsetzung der in Erlassen und Verordnungen festgelegten Kriterien mit entsprechenden Kostenrisiken verbunden. Diese Entwicklungen können einen materiellen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns, deren Vermögensgegenstände, den Konzernabschluss oder die finanzielle Situation haben.

3.3. Chancenbericht

a) Nachhaltige Produktlösungen

DR.SCHNELL wurde im Geschäftsjahr 2022 durch die Nachhaltigkeitsberatung FokusZukunft als klimaneutrales Unternehmen ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird künftig jährlich aufrechterhalten, flankiert von immer weiteren Maßnahmen zur Emissionsreduktion. Auch die Ausweitung und Verbesserung unserer Produkte der ECO-Collection und deren Zertifizierung durch das EU-Ecolabel und dem Cradle-to-Cradle Institute wirken in diese Richtung.

Darüber hinaus ermöglicht DR.SCHNELL seinen Kunden seit Beginn des Geschäftsjahres 2022 selbst einen Beitrag zum Klimaschutz zu erbringen, indem sie beim Kauf von DR.SCHNELL Produkten freiwillig einen CO 2 -Aufschlag leisten. Dafür wurde ein CO 2 -Rechner entwickelt, der die eingekauften Rohstoffe nach dem Prinzip "Cradle-to-grave" bilanziert. Dieses Vorgehen wurde von einem unabhängigen Gutachten im Hinblick auf die Konformität nach ISO 14067 geprüft und bestätigt.

Diese Auszeichnungen, die zunehmende Anzahl an ECO-Produkten sowie die Möglichkeit der Kompensation durch unsere Kunden stellen eine Chance in der Differenzierung gegenüber unseren Wettbewerbern dar.

b) Erhöhung des Auslandsanteils

Aktuell wird der weit überwiegende Teil der Umsätze im Inland erwirtschaftet. In der Expansion in andere europäische Länder mit hohen Qualitätsanforderungen sehen wir eine große Chance unseren Marktanteil deutlich auszubauen.

c) Serviceorientierung

Durch die weitere Qualifikation unserer Mitarbeiter*innen im Außendienst ist es möglich, den Kunden nochmals einen verbesserten Service zu bieten. Hierzu werden sowohl interne als auch externe Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt bzw. gefördert. Unser Ziel ist es, hierdurch die Bindung unserer Kunden an das Unternehmen zu festigen und zu erhöhen.

Auch wenn das Marktumfeld in vielen Bereichen sehr angespannt ist, werden die Anforderungen an Reinigung und Hygiene nicht weniger. Daher sehen wir auch zukünftig große Nachfrage nach unseren Produkten und Services, einhergehend mit der Chance, mit unserem Innovationspotenzial die nach unserer Auffassung besten Lösungen für den Markt anbieten zu können. Wir erwarten daher weiterhin wachsende Umsätze in unserem Kerngeschäft.

Weiterhin hat sich durch die Pandemie das Bewusstsein für das Thema Hygiene gesteigert, was sich positiv auf die Nachfrage nach den Leistungen des Konzerns auswirken wird.

d) Expansion

Schließlich wird ein nicht unerhebliches Potenzial in der Weiterentwicklung des Konzerns durch Unternehmenszukäufe gesehen. Dabei wird der Fokus auf Akquisitionen liegen, die das Marktsegment und das Produktportfolio des Konzerns sinnvoll ergänzen.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den wesentlichen Finanzinstrumenten des Konzerns zählen Wertpapiere des Anlagevermögens, langfristige Bankverbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Bezüglich der Wertpapiere des Anlagevermögens existieren systemimmanente Kursrisiken. Durch den Ukraine-Konflikt sowie auch aufgrund der bestehenden geopolitischen Risiken, verbunden mit der Politik der Notenbanken, herrschen weltweit hohe Volatilitäten an den Märkten, die sich auf die Kursentwicklung der entsprechenden Wertpapiere auswirken können. Die Anlagepolitik sowie die Preisentwicklungen werden in regelmäßigen Abständen - auch unter Heranziehung externer Experten - bewertet.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht das Risiko im Wesentlichen in der termingerechten Tilgung der Kreditlinien bzw. Rückzahlung der Lieferantenverbindlichkeiten. Aufgrund der in Abschnitt 2.3.2.3. dargestellten Liquiditätssituation hat die Geschäftsführung jedoch keine Bedenken, dass der Konzern den Rückzahlungsverpflichtungen nicht termingerecht nachkommen könnte.

Der Kundenstamm des Konzerns ist überwiegend solvent. Das Debitorenmanagement des Konzerns hat dazu geführt, dass Kundenforderungen überwiegend innerhalb der vereinbarten Ziele realisiert werden konnten. Nennenswerte Forderungsausfälle konnten vermieden werden. Deshalb gehen wir auch zukünftig davon aus, dass das Risiko hinsichtlich Forderungsausfälle weiterhin als gering anzusehen ist.

 

München, 13. November 2023

Hornulin Geschäftsführungs-GmbH

diese vertreten durch ihre Geschäftsführer

Dr. Wolfgang Schnell

Dr. Thomas Schnell

Hinweis zum Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte Konzernabschluss der Alegria GmbH & Co. KG, München, zum 31. Dezember 2022 wurde unter Ausnutzung der Erleichterungsvorschriften nach § 9 Abs. 2 und 3 i. V. m. § 5 Abs. 5 Satz 3 PubIG aufgestellt.

Zum vollständigen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sowie zum Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 der Alegria GmbH & Co. KG, München, hat die PSP Peters Schönberger GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 13. November 2023 erteilt, der nachfolgend beigefügt ist.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Alegria GmbH & Co. KG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Alegria GmbH & Co. KG, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Alegria GmbH & Co. KG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den nach § 13 PubIG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PubIG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 13. November 2023

PSP Peters Schönberger GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Andreas Vogl, Wirtschaftsprüfer

Nikolaus Wanske, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Angaben zur Billigung:

Der Konzernabschluss wurde am 11. Dezember 2023 gebilligt.

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