Steinbeis PolyVert Fulda GmbH
Am Kalkwerk 3, 36137 Großenlüder, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Witter seit 26.1.2026 | Geschäftsführer |
Christian Alexander Harry Sprunk seit 24.5.2024 | Prokura |
Beate Elisabeth Bacher seit 24.5.2024 | Prokura |
Claus Konrad Prestel seit 18.8.2023 | Prokura |
Patrick Grutze seit 2.9.2020 | Prokura |
Frank Gerber seit 2.9.2020 | Prokura |
Sebastian Meister seit 2.9.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steinbeis PolyVert Fulda GmbHGroßenlüderJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 20231 Grundlage des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Neben einem PET Zählzentrum betreibt das Unternehmen am Standort Großenlüder eine Wasch- und Recyclinganlage von gebrauchten PET-Flaschen, die anschließend als sogenannte PET-Flakes veräußert werden. Im Produktionsverfahren fallen sogenannte Hauptprodukte, PET-Mahlgüter in den Farben natur, light blue und bunt sowie Nebenprodukte wie PO-Caps, Fines und Eisen-/Nichteisenmetalle an. 1.2. Steuerungssystem Die Leitung und die Steuerung der Gesellschaft erfolgten durch die Geschäftsführung. Weitere Organe sind der Beirat und die Gesellschafterversammlung. Der Beirat berät und überwacht die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens. Zur Steuerung der Leistung im Hinblick auf die Unternehmensziele wird im finanzbezogenen Bereich der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) als eine betriebswirtschaftliche Kennzahl ausgewiesen, die eine Angabe zur Rentabilität des Unternehmens macht. Das EBITDA beschreibt die operative Leistungsfähigkeit vor Investitionsaufwand und stellt einen bedeutsamen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikator dar. Weitere wichtige finanzielle Leistungsindikatoren für die finanzielle und wirtschaftliche Stabilität sind die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die produzierten und abgesetzten Mengen an PET-Flakes steuerungsrelevant. Diese Kennzahlen werden im Rahmen des monatlichen Berichtswesens aggregiert aufbereitet und durch die Geschäftsführung und die Konzernmutter kontinuierlich überwacht. Die im Rahmen der Planungsprozesse ermittelten Kennzahlen werden durch regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche überprüft. Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem. Über definierte Führungs- und Berichtsorganisationen sowie regelmäßige Beiratssitzungen sind alle relevanten Entscheidungsträger des Unternehmens eingebunden und informiert. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft erwies sich 2023 in einigen Regionen als robust, ein breit getragener Aufschwung war jedoch nicht zu verzeichnen. Hohe Energiepreise, Kaufkraftverluste der privaten Haushalte und höhere Zinsen belasteten die Konjunktur, insbesondere in Europa. Die globale Industriekonjunktur befindet sich in einer Schwächephase, welche vor allem die Industrieregionen Mitteleuropas trifft. Das BIP im Euro-Raum blieb vom IV. Quartal 2022 bis zum III. Quartal 2023 weitgehend unverändert. Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum stagnierte bis zum Jahresende 2023 fünf Quartale in Folge. In Deutschland war die Wirtschaftslage Ende 2023 schlechter als in den anderen großen Volkswirtschaften des Euro-Raums. Das BIP sank im IV. Quartal, nachdem es zuvor mehrere Quartale in Folge stagniert hatte. Vor allem die Exporte und die Investitionen trugen zum Rückgang der Wirtschaftsleistung bei. Der Abschwung in der Industrie zieht sich durch viele Branchen. Im verarbeitenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft schrumpfte die Wertschöpfung im 2. Halbjahr 2023 deutlich. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr Dementsprechend sah sich auch die Kunststoffbranche einem erschwerten Marktumfeld ausgesetzt. Neben den oben genannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herrschte dauerhaft eine schwache Nachfrage sowie ein bis zum IV. Quartal 2023 kontinuierlich fallendes Preisniveau. Recyklate, die ein Substitut zur Neuware darstellen, wurden aufgrund der Marktpreissituation im Vergleich zum Vorjahr vermindert eingesetzt. 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 hat sich im Bereich der Pfandgebinde sowohl in Bezug auf das Zählzentrum als auch Recyclinganlage im Vergleich zum Vorjahr aus Sicht der Rohstoffverfügbarkeit deutlich entspannt. Vielmehr herrschte über das gesamte Jahr ein Überangebot an Rohstoffen bei stets sinkenden Einkaufspreisen. Die hohe Mengenverfügbarkeit sowie die fallenden Preise sind im Wesentlichen die Folge von der stark gesunkenen Nachfrage sowie kontinuierliche fallenden Verkaufserlösen von den produzierten Recyklaten. Zum IV. Quartal 2023 spielte sich allmählich ein ausgewogenes Verhältnis von Rohstoff- zu Produktpreisniveau ein. Bis dahin sah sich das Unternehmen erheblichen monatlichen Lagerabwertungen aufgrund des stark fallenden Marktes ausgesetzt. Für die Unternehmung war es im ganzen Jahresverlauf herausfordernd, die produzierten Waren vermarkten zu können ohne weitere Lagerbestände aufzubauen. Durch ein breites Abnahmeportfolio ist dies größtenteils gelungen. Produktion und Absatz Die Produktionsmenge lag im Jahr 2023 unter dem Vorjahresniveau. Größtenteils ist dies mit dem schwachen Absatz und der teilweise eingeschränkten Produktion zu begründen. Beschaffung und Logistik Die Beschaffung des Materials erfolgt zum einen durch Händler direkt sowie durch entpfandete Gebinde aus dem eigenen Zählzentrum. Die Rohstoffe sowie Fertig- und Nebenprodukte werden mit fremden Fahrzeugen an- und abtransportiert, welche im Wesentlichen bei dem Input von den Lieferanten und beim Output in Eigenregie beauftragt, werden. Das Unternehmen sah sich weiterhin mit hohen Energiepreisen konfrontiert, welche aufgrund der schwachen Marktsituation kaum an die Kunden weitergegeben werden konnten. Investitionen Das Anlagevermögen weist im Geschäftsjahr 2023 einen Stand von 5.877 T€ auf (Vorjahr 6.811 T€). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von T€ 197 durchgeführt. Die Abschreibungen lagen bei 1.120 T€. Finanzierungsmaßnahmen Der Liquiditätsbedarf der Steinbeis PolyVert Fulda wurde im Wesentlichen durch den laufenden Cashflow gedeckt. Kurz- und Mittelfristige Liquiditätsengpässe wurden bzw. werden durch Zugang eines Gesellschafterdarlehens seitens der Steinbeis Holding finanziert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden aufgrund der bereits erwähnten Marktsituation entsprechende Darlehen abgerufen. 3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage Das EBITDA, welches aus dem handelsrechtlichen Jahresergebnis die Abschreibungen, Finanzaufwendungen und -erträge sowie die Ertragsteuern, sonstige Steuern und die Entwicklung des Sonderpostens ausschließt, beträgt 925 T€ (Vj. 1.869T€). Die Reduzierung beim EBITDA ist im Wesentlichen dem kontinuierlich fallenden Markt geschuldet, verbunden mit dem daraus erzielten niedrigen Rohertrag zwischen Verkaufs- und Einkaufspreisen bei hohen Medienkosten. Belastend in 2023 wirken sich zudem die notwendigen Lagerabwertungen in Höhe von 664 T€ aus. Bei Umsatzerlösen von 16.117 T€, die den Materialeinsatz von 9.996 T€ übertrafen, wurde ein Rohertrag in Höhe von 3.922 T€ erwirtschaftet. Die Abschreibung blieb mit 1.120 T€ (VJ: T€ 1.118) auf ähnlichem Niveau. Die Mitarbeiterstände entsprechen im Wesentlichen dem Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt waren 25 Arbeiter, 6 Angestellte und 3 geringfügig Beschäftigte beschäftigt. Das entspricht einer Reduzierung von einem Arbeiter. Kurzfristige Personalengpässe wurden durch die Inanspruchnahme von Leiharbeitern ausgeglichen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in 2023 10,7% der Gesamtleistung und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Ausgangsfrachten (494 T€), sowie weitere Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung (381 T€) Leasing- & Mietaufwendungen (190 T€), GB-Verwaltungskosten (169 T€) sowie Versicherungen (78 T€). Das Finanzergebnis im Jahr 2023 beträgt - 187 T€ (VJ. - 169 T€). Nach Berücksichtigung des Steueraufwands von 9 T€ beträgt das Jahresergebnis -381 T€ (VJ: 298 T€). 3.2 Finanzlage Zum 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 2.224 T€. Das Eigenkapital beträgt 1.002 T€ (VJ 1.410 T€). Die Eigenkapitalquote liegt bei 9,2 % (VJ: 11,8 %). Dem Mittelzufluss aus dem laufenden Geschäft in Höhe von 220 T€ stehen Mittelabflüsse Investitionstätigkeit in Höhe von 184 T€ sowie Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit von 1.978 T€ gegenüber. In Summe hat sich daher der Bestand an liquiden Mitteln um 2.014 T€ erhöht. Maßgeblich hierfür war der Abruf von Darlehen bei der Muttergesellschaft. 3.3 Vermögenslage Das Gesamtvermögen und Gesamtkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 11.338 T€. Auf der Vermögensseite entfallen 5.877 T€ (51,8 %) auf das langfristig gebundene Anlagevermögen und 5.462 T€ (48,2 %) auf die mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögensgegenstände. Beim Anlagevermögen reduzierten die Abschreibungen (1.120 T€) den Bestand. Das mittel- und kurzfristig gebundene Vermögen in Höhe von 5.462 T€ beinhaltet im Wesentlichen liquide Mittel (2.224 T€), Vorräte (1.566 T€) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1.076 T€). Der Vorratsbestand wurde durch unterjährig vorgenommene Abwertungen der Fertigprodukte in Höhe von 664 T€ negativ beeinflusst. Die Eigenkapitalquote beträgt 9,2 % (Vorjahr 11,8 %). Neben dem Eigenkapital steht der Gesellschaft noch weiteres langfristiges Kapital zur Verfügung. Hier sind die Pensionsrückstellungen sowie die langfristigen Darlehen zu nennen. Letztere entfallen auf Kreditinstitute in Höhe von 2.953 T€ sowie in Höhe von 2.580 T€ auf Darlehen der Muttergesellschaft. 3.4 Gesamtaussage Die Umsatzerlöse sanken um rund 19 % (3.779 T€) gegenüber dem Jahr 2022 (19.896 T€). Fixkosten konnten um 67 T€ reduziert werden.
Das EBITDA fiel im Wirtschaftsjahr 2023 um ca 50% niedriger aus, was im Wesentlichen in dem verschlechterten Rohertrag zwischen Einkaufs- und Verkaufspreisen sowie dem mangelnden Absatz zu begründen ist. Aufgrund dessen konnten die ursprünglichen Planzahlen für 2023 nicht erreicht werden. 4 Chancen- und Risikobericht 4.1 Branchenspezifische regulatorische Chancen und Risiken Nach den pandemiegeprägten Jahren 2020 und 2021 nahm im Jahr 2022 die Recycling-, Sekundärrohstoff- und Entsorgungsbranche in der ersten Jahreshälfte wieder Schwung auf. Der Ukrainekonflikt und dessen Folgeerscheinungen wurden mit Beginn des IV. Quartals 2022 jedoch zunehmend spürbar. Die Auswirkungen, wie Verknappung der Rohstoffversorgung bzw. der Energieversorgung und damit zusammenhängender Preissteigerungen, welche einen erheblichen Einfluss auf das Abnahmeverhalten in den unterschiedlichen Industriezweigen hatten, setzten sich bis in das III. Quartal 2023 fort, ehe im IV. Quartal sich die Lage wieder etwas stabilisiert hat. Die gesetzlichen Vorgaben, zum Beispiel aus der Gewerbeabfallverordnung, aus der Verpackungsverordnung, die zukünftige Verpflichtung zur Einhaltung von Recyclingquoten sowie Änderungen des Baseler Übereinkommens bringen Veränderungen im Markt und gewisse Risiken mit sich. Für unser Unternehmen sehen wir in diesen Fällen zunehmend mehr Chancen als Risiken. Risiken durch politische Entscheidungen auf nationaler Ebene sehen wir bei gesamtheitlicher Betrachtung als gering an, da sich aus unserer Sicht das Bewusstsein für den Einsatz von Recyclingmaterialien zunehmend steigert, was bereits Ende 2023 ersichtlich wurde. Der Ukrainekonflikt und dessen Unvorhersehbarkeit von zukünftigen Handlungen sowie Folgeerscheinungen stellt nach wie vor in der Branche das größte Risiko dar. 4.2 Absatzmarkt Risiken aufgrund veränderten Konsumverhaltens, welches insbesondere im Jahr 2023 aufgrund sinkenden Nachfrageverhaltens über nahezu alle belieferten Industriezweige zu vermerken war, bleibt zwar bestehen, jedoch zeichnet sich eine gesteigerte Nachfrage bereits zu Beginn des Jahres 2024 ab. Aufgrund diverser Verordnungen bzgl. Recyclingquoten sowie dem grundsätzlichen gesteigerten Bewusstsein für den Einsatz von Recyclingmaterialien, sind die Absatzrisiken auf langfristige Sicht als gering einzustufen. Recyclingmaterialen stehen zwar in einer gewissen Verbindung zu der Neuwarenpreissituation jedoch steigt der Bedarf an Recylingmaterialien in 2024 zunehmend an. Dieses gesteigerte Interesse an Recyklaten wird zudem durch die bereits vereinzelnd in Europa eingeführte Plastiksteuer auf Neuware begünstigt. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konzentration der Anbieter in unserem Segment sowie weiterer Recyclingkapazitäten, werden wir weiterhin mit Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und einem hohen Maß an Qualität begegnen. Risiken aufgrund etwaiger weiterer Folgeerscheinungen aufgrund des Krieges in der Ukraine bleiben auch im Wirtschaftsjahr 2024 bestehen, da der Krieg in der Ukraine auch Auswirkungen auf die Kunststoffrecyclingbranche aufgrund veränderten Kunden- und Konsumverhaltens bis zu etwaigen Betriebsschließungen aufgrund zu hoher Produktionskosten oder Absatzeinbruch haben kann. 4.3 Beschaffungsmarkt Die Preisentwicklung für Energie, Treibstoff und Chemikalien ist als Risiko einzustufen, da diese Kostenfaktoren eine Bedeutung für das Unternehmen haben. Durch die Auswahl der Lieferanten und die Optimierung der Einkaufsbedingungen wird dieses Risiko minimiert. Das Mengenaufkommen an PET-Rohware im Jahr 2023 sowie diverse Vereinbarungen für 2024 lassen eine gut ausgelastete Produktion für 2024 zu. Zählzentrum Das sich am Standort befindliche Zählzentrum rentiert sich nach wie vor auch aufgrund diverser Synergiemöglichkeiten am Standort. Auch wenn ein Großlieferant im IV. Quartal 2023 ein eigens Zählzentrum in Betrieb genommen hat, ist der Betrieb mit vorhanden vertraglich gebundenen Liefervereinbarungen mit starken Partnern gewährleistet. 4.4 Operative Chancen und Risiken Laufende und vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen sowie die neu in Betrieb genommene Vorsortierung reduzieren das Risiko von Produktionsunterbrechungen und sichern die Beherrschbarkeit der technischen Risiken (Ausfall oder Minderleistungen der Wasch- und Sortieranlagen). Weiterhin plant die Unternehmung eine Optimierung der Heißwäsche Ende 2024, sodass die Qualität der Haupt- und Nebenprodukte nochmals verbessert wird bei gleichzeitiger Erhöhung der Kapazität. Durch die Zusammenarbeit mit der Steinbeis PolyVert GmbH in Österreich wäre bei Ausfall der Produktion die Entsorgungs- und Versorgungssicherheit weiterhin zu großen Teilen gesichert. Klumpenrisiken auf der Einkaufs- und Verkaufsseite sind zu vermeiden, in dem sich das Unternehmen breiter aufstellt. Die Gesellschaft hat einen Kunden, mit dem sie mehr als 36 % des Umsatzes macht; gleichzeitig ist dieses Unternehmen auch der Hauptlieferant. 4.5 Ertragsorientierte und finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Steinbeis PolyVert Fulda GmbH ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. Innerhalb des Unternehmens wird die Liquiditätssteuerung zentral durch die Geschäftsführung vorgenommen. Zur Absicherung unserer Kundenforderungen werden laufend Bonitätsprüfungen durchgeführt und darauf basierend Kreditrahmen systemmäßig festgelegt. Die Gesellschaft hat diesbezüglich einen aufrechten Vertrag mit einer Kreditversicherung. Währungsrisiken sind nicht gegeben, da das operative Geschäft im Wesentlichen in Deutschland sowie im benachbarten Europa abgewickelt wird. Das Unternehmen ist in der Berichtsperiode all seinen Zahlungsverpflichtungen (Zinsen und Tilgungen) aus Darlehensverbindlichkeiten nachgekommen. Dies gilt auch für alle anderen Verbindlichkeiten so weit nicht rechtliche oder inhaltliche Einwendungen bestanden haben. Aufgrund der gegebenen Finanzierungsstruktur schätzt das Management die Schwankungen des Zinssatzes als kein Cash-Flow-Risiko ein, da die Zinsen mit fixem Zinssatz vereinbart sind. 5 Prognosebericht Das Unternehmen erwartet und vermerkt bereits, dass nach dem schwachen Jahr 2023 der Bedarf an rPET Flakes direkt zu Beginn 2024 deutlich anzieht. Insgesamt ist für 2024 aufgrund des ansteigenden Preisniveaus auf der Vermarktungsseite sowie der geplanten Vollauslastung der Produktion mit einem höheren Umsatz gegenüber 2023 zu rechnen. Da von einem verbesserten Rohertrag auszugehen ist, wird sich EBITDA und Jahresergebnis im Vergleich zu dem Vorjahr ebenfalls deutlich verbessern. Diese Tatsache wurde auch in der Budgetierung für das Jahr 2024 berücksichtigt. Aufgrund der guten Marktposition durch langjährige Lieferanten- und Kundenbeziehungen der Steinbeis PolyVert Fulda GmbH gehen wir davon aus, dass wir im Wirtschaftsjahr 2024 unsere Marktpräsenz weiter steigern. Sämtliche Prognosen unterliegen derzeit aber außergewöhnlichen Unsicherheiten in Bezug auf die weitere gesamtwirtschaftliche Unsicherheit, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine. Die derzeitige Marktentwicklung und insbesondere die zwischenzeitliche Marktposition der Steinbeis PolyVert Fulda GmbH stellen für die Folgejahre eine solide Ausgangsbasis dar. Das Unternehmen ist für die Herausforderungen des Marktes und für weiteres organisches Wachstum gut gerüstet.
Großenlüder, 27.03.2024 Sebastian Meister, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die Steinbeis PolyVert Fulda GmbH, Großenlüder, ist unter der Registernummer HRB 7840 beim Handelsregister des Amtsgerichts Fulda eingetragen. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gemäß §§ 266 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 264 Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB auf. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gegliedert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Wertansätze in der Bilanz der Gesellschaft Steinbeis PolyVert Fulda GmbH zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert auf neue Rechnung vorgetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene Software des Unternehmens, welche planmäßig über drei Jahre abgeschrieben wird und den durch die Verschmelzung im Jahr 2020 entstandenen Firmenwert. Der Firmenwert wird mit einer vorgesehenen Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben, da eine verlässliche Schätzung der Nutzungsdauer nicht möglich ist. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen für das bewegliche Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern belaufen sich bei technischen Anlagen sowie Maschinen auf ein bis dreizehn Jahre, bei anderen Anlagen und Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung auf zwei bis vierzehn Jahre. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EstG angewendet. Abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind und deren Anschaffungskosten nicht mehr als EUR 800,00 betragen, werden im Jahr des Erwerbs voll aufwandswirksam erfasst. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Soweit notwendig, erfolgte eine Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert. In die Herstellungskosten werden produktionsbezogene Einzelkosten sowie Gemeinkosten einbezogen; Kosten der allgemeinen Verwaltung gehen nicht in die Bewertung ein. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden - sofern einschlägig - durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Liquide Mittel sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite gemäß§ 250 Abs. 1 HGB nur Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwände für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten angesetzt. Sie sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen sind weitestgehend kurzfristig und wurden insoweit nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Bildung latenter Steuern erfolgt für Abweichungen der steuerlichen Bewertungsgrundlagen und Abschreibungen im Anlagevermögen. Eine sich insgesamt ergebende zukünftige Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen ist als Anlage dem Anhang beigefügt. Der im Geschäftsjahr 2021 erhaltene Investitionszuschuss wird als Sonderposten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Wirtschaftsgutes aufgelöst. Umlaufvermögen Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um Rohstoffe für Produktionsprozesse, Ersatz- und Verschleißteile sowie um im Produktionsprozess hergestellte fertige Erzeugnisse. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Stromvergütungen in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr TEUR 130). Alle ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Steuer- und Versicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 6. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 25. Alleinige Gesellschafterin ist die Steinbeis Holding GmbH, Brannenburg. Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen erhält den der Gesellschaft gewährten Investitionszuschuss von TEUR 42 für die Sortieranlage. Der Sonderposten wird mit Inbetriebnahme der Vorsortierung in den Folgejahren ratierlich aufgelöst und beträgt zum 31.12.2023 TEUR 34. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf: Art
Verbindlichkeiten Unter den Verbindlichkeiten sind im Einzelnen folgende Posten zusammengefasst:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt EUR 4.026.026,50 betreffen Finanzierungsdarlehen von ursprünglich TEUR 7.200, welche bis 2027 bzw. 2028 zurückzuzahlen sind. An Sicherheiten wurden entsprechende Buchgrundschulden sowie eine gesamtschuldnerische Mithaftung des Gesellschafters vereinbart. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 3.830 von der Gesellschafterin gewährte Darlehen sowie in Höhe von TEUR 105 Lieferungen und Leistungen inklusive Zinsen gegenüber der Gesellschafterin. Die passiven latenten Steuern wurden in Höhe der aktuellen Steuersätze auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz passiviert, die im Wesentlichen aus einer abweichenden Bewertung der in 2020 erfolgten Verschmelzung resultieren. Konkret handelt es sich im Wesentlichen um Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffend den Grund und Boden. Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 28,4 % zugrunde gelegt. Aus der Veränderung zum Vorjahr ergibt sich insgesamt ein Aufwand aus Zuweisung passiver latenter Steuern von TEUR 7. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die ausgewiesenen Umsatzerlöse entfallen insbesondere auf deutsche Abnehmer sowie Unternehmen aus benachbarten Staaten. Enthalten sind Erlöse aus der Rückgabe bepfandeter Recyclingwaren in Höhe von TEUR 1.636. Unter dem Materialaufwand werden entsprechende Aufwendungen für bezogene Leistungen aus dem Erwerb bepfandeter Recyclingwaren ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten als wesentliche Position in Höhe von TEUR 111 die Rückerstattung für das Jahr 2023 nach dem StromStG. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Reparatur-, Vertriebs- und Verwertungskosten sowie Kfz-Aufwendungen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 99 enthalten (VJ TEUR 68). In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwände aus der Zuweisung passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 7 enthalten. IV. Sonstige Angaben Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Leasingaufwendungen für Fahrzeuge und sonstige Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 81, von denen TEUR 65 innerhalb eines Jahres fällig sind. Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo für Bauleistungen in Höhe von TEUR 498. Personenzahlen Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 25 Arbeiter (Vorjahr 26), 6 Angestellte (Vorjahr 6) und 3 geringfügig Beschäftige (Vorjahr 3) beschäftigt. Mutterunternehmen Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Steinbeis Holding GmbH, Brannenburg, einbezogen. Dieser Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren die Kaufmänner
Die Gesellschaft nimmt die Schutzvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Fehlbetrag auf neue Rechnung fortzutragen, Beirat Mitglieder des Beirats waren im Berichtsjahr:
Die Vergütung der Beiräte im Berichtsjahr betrug TEUR 6.
Großenlüder, 27. März 2024 gez. Sebastian Meister Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Steinbeis PolyVert Fulda GmbH, Großenlüder Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Steinbeis PolyVert Fulda GmbH, Großenlüder, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steinbeis PolyVert Fulda GmbH, Großenlüder, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 16. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Hans-Peter Möller, Wirtschaftsprüfer Steffen Fleitmann, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung erfolgte am 18. April 2024. |
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