VINZENTIUSHAUS OFFENBURG GMBH

Prädikaturstraße 3, 77652 Offenburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 470593
Eingetragen
21.9.1978
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungSonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Die Förderung der Altenhilfe. Der Gesellschaftszweck wird insbesonder verwirklicht durch den Betrieb von ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen der Kranken- und Altenhilfe. Die Gesellschaft kann Träger von Wohnund Pflegeeinrichtungen, Tagesbetreuungsangeboten und Diensten für die ambulante Betreuung und Pflege von Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, sein. Sie kann auch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation behinderter Menschen oder Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft im Sinne des SGB IX erbringen. Ferner darf sie solche Dienste an Institutionen mit entsprechendem Zweck leisten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Reinemuth
seit 17.2.2026
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Röm.-Kath. Kirchengemeinde Mittlere Ortenau – Pfarrei Heilig Kreuz Offenburg
94.40%
Katholischer Kirchenfond Heilig Kreuz
5.60%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Katholische Kirchengemeinde Offenburg St. Ursula
Germany
91.800 DM
97.25%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VINZENTIUSHAUS OFFENBURG GMBH.

Offenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Grundlage des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen bietet für ältere Menschen in einem Netzwerk vielfältige Leistungen bei Pflegebedürftigkeit an, die dem Wunsch der Menschen nach Eigenverantwortung und Selbstbestimmung entsprechen sollen. Deshalb bieten wir eine integrative Versorgung an. Ist z. B. die Versorgung im eigenen häuslichen Umfeld nicht mehr hinreichend sicher zu stellen, so kann ein nahtloser Übergang in eine betreute Wohnform angeboten werden. Die Vernetzung zwischen ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen hat in der Vinzentiushaus Offenburg GmbH eine große Bedeutung. Unsere Dienstleistungen und Wohnformen stellen sich daher wie folgt dar:

Beratungsstelle für Menschen mit Versorgungs- und Pflegebedarf.

Ambulante Pflege und Betreuung zu Hause (Sozialstation St. Ursula, Offenburg).

Seniorenwohnungen, Betreuung und Pflege mit ambulanter Pflege (Wohnanlagen: Waldbach, Fidelis Park, Wasserstraße und Prädikaturstraße).

Tagespflege am Marienhaus und Tagespflege im Haus Johannes im Stadtteil Uffhofen.

Teilstationäre Nachtpflege im Haus Johannes (Offenburg-Uffhofen).

Ambulante Wohngemeinschaft für ältere und/oder pflegebedürftige Menschen (Wohnen am Waldbach). Die selbstbestimmte Wohngemeinschaft im Haus St. Elisabeth wurde zum 31.12.2024 beendet.

Pflegeheime, allgemeine stationäre Pflege (Marienhaus, Vinzentiushaus beide in Offenburg).

Stationäre Wohngemeinschaften für demenzkranke Menschen (Vinzentiushaus Offenburg).

Hospiz Maria Frieden im Vinzentiushaus.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg geht in seiner Vorausrechnung der Bevölkerungsentwicklung weiterhin davon aus, dass in Baden-Württemberg der Anteil der älteren Bevölkerung in den kommenden Jahren (bis 2035) zunehmen wird. Mit zunehmendem Alter steigt die Möglichkeit Leistungen der Pflege beanspruchen zu müssen. Dies begründet eine steigende Nachfrage nach Leistungen im Pflegebereich.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2024 war wiederum geprägt von der Kostensteigerung bei den Löhnen der Mitarbeitenden und den Kostensteigerungen im Sachkostenbereich. Die Belegung und Auslastung in den verschiedenen Segmenten waren inhomogen. Während im vollstationären Bereich eine gute Auslastung zu verzeichnen war, konnten die Tagespflege Einrichtungen weniger gut belegt werden. Die selbstbestimmte Wohngemeinschaft im Haus St. Elisabeth, war nicht mehr kostendeckend zu belegen, was zum Beschluss der Aufgabe der Betriebsstelle führte. Die Schließung der selbstbestimmten Wohngemeinschaft im Haus St. Elisabeth erfolgte zum 31.12.2024.

Die Auslastung der vollstationären Pflege lag im Marienhaus bei 96,85 % (VJ 94,83 %) und im Vinzentiushaus bei 90,61 % (VJ 88,40 %). Die gestiegenen Kosten für Energiebeschaffung betraf vor allem den vollstationären Bereich. Diese Kosten wurden teilweise über die geltend gemachten Ergänzungshilfen ausgeglichen.

Im Hospiz Maria Frieden konnte eine zufriedenstellende Auslastung erzielt werden. Für unser Hospiz konnten im Geschäftsjahr Spenden in Höhe von 41 TEUR (VJ 60 TEUR) verzeichnet werden. Wesentlicher Spendengeber ist der Förderverein des Hospizes Maria Frieden, der kontinuierlich das Hospiz unterstützt.

Die Auslastung in den Tagespflegen lag deutlich unter der vereinbarten Auslastung mit den Kostenträgern. Wegen der niedrigen Auslastung konnte eine Kostendeckung für die Tagespflege-Einrichtungen nicht erreicht werden. Die Auslastung der Tagespflege am Marienhaus lag bei 59,89 % (VJ 64,21 %) und für die Tagespflege im Haus Johannes bei 68,05 % (VJ 66,18 %).

In der Sozialstation St. Ursula wurden 411 (VJ 401) aktive Klienten betreut und versorgt. Die Anzahl der Klienten konnte somit konstant gehalten werden.

2.3 Strategie und Entwicklung

Das Angebot an Leistungen für Menschen, die Unterstützung und Pflege benötigen, ist im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr 2023 im Wesentlichen konstant geblieben. Die ambulante Versorgung hat für unser Unternehmen Vorrang vor der stationären Versorgung. Für das Haupthaus im Vinzentiushaus mit zurzeit 104 Pflegeplätzen besteht nach neuem Bescheid der Heimaufsicht Bestandschutz nunmehr bis zum 31.12.2027. Danach müssen 34 Pflegeplätze abgebaut werden. Künftig können somit im Haupthaus 70 Pflegeplätze und in der Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte 30 Pflegeplätze weiter betrieben werden.

Die Baugenehmigung für das neue Pflegeheim Konradshaus mit 52 Pflegeplätzen wurde Ende Mai 2024 erteilt. Zunächst musste der Abriss des Pfarrgemeindezentrums erfolgen, was bis Ende 2024 geschah. Mit dem Neubau wurde am 07.01.2025 begonnen. Wir gehen von einer zweijährigen Bauzeit aus. Die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2027 geplant. Die künftig wegfallenden Pflegeplätze im Vinzentiushaus werden mit den neuen Pflegeplätzen im Konradshaus kompensiert. Damit bleibt das Angebot an vollstationären Plätzen des Unternehmens auch in den kommenden Jahren konstant.

Garant für eine gute Auslastung in all unseren Geschäftsfeldern war in den vergangenen Jahren das zentrale Belegungsmanagement, unsere Beratungsstelle und die wenigen Ansprechpartner für die unterschiedlichen Wohn- und Versorgungsformen.

Das künftige Pflegeheim Konradshaus wird bei den Mahlzeiten von der zentralen Küche im Vinzentiushaus versorgt werden. Die bestehende Küche im Vinzentiushaus entspricht nicht mehr einem modernen Produktionsablauf der Essenszubereitung. Aus diesen beiden Gründen wird die Küche im Jahr 2025 umfangreich saniert und mit zeitgemäßen Küchengeräten ausgestattet werden. Mit dieser Maßnahme können auch die hygienischen Anforderungen an eine Großküche verbessert werden.

2.4 Wirtschaftliche Lage

2.4.1 Ertragslage

Im Jahr 2024 wurde ein Jahresüberschuss von 1.272 TEUR (VJ 1.352 TEUR) erzielt.

Der im Vorjahr vorsichtig prognostizierte Jahresüberschuss (481 TEUR) wurde um 791 TEUR übertroffen. Maßgeblich dafür waren die neuen Vergütungssätze, durch welche die Personalkostensteigerungen kompensiert werden konnten. Zudem verzeichnete das Unternehmen gute Erträge aus Zinsen von Bankeinlagen in Höhe von 272 TEUR (VJ 117 TEUR), die in dieser Höhe im Jahr 2023 nicht vorhersehbar waren.

Die Vinzentiushaus Offenburg GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2024 Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen, pflegenahen Leistungen, Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB und sonstigen betrieblichen Erträgen von insgesamt 19.785 TEUR (VJ 18.866 TEUR).

Die Vinzentiushaus Offenburg GmbH hat die vollstationären Pflegesätze neu vereinbaren können. Die Laufzeit der neuen Vergütungssätze für das Marienhaus und für das Vinzentiushaus begannen am 1. November 2024. Hierbei konnte eine Steigerung des um die Inflationsausgleichsprämie bereinigten Budgets für das Marienhaus um insgesamt 7,85 % und für das Vinzentiushaus um insgesamt 9,36 % ausgehandelt werden bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Im ambulanten Bereich wurde eine einzelvertragliche Regelung mit den Pflegekassen getroffen. Dies führte zu einer Erhöhung der Abrechnungssätze ab 1. Januar 2024, und zwar um durchschnittlich 7 % im Bereich der Pflege und um durchschnittlich 4 % im Bereich der Hauswirtschaft jeweils gegenüber dem Vorjahr. Für die Tagespflege am Marienhaus wurden die Pflegesätze ab 1. Februar 2024 um 5,17 % erhöht bei einer Laufzeit von einem Jahr. Für die Tagespflege im Haus Johannes wurden die Pflegesätze ab 1. Juli 2024 um 10,07 % erhöht. Die Laufzeit beträgt ebenfalls ein Jahr. Der Vergütungssatz für die Nachtpflege im Haus Johannes wurden ab 01.07.2024 um 11,23% erhöht; Laufzeit ein Jahr. Der Vergütungssatz für das Hospiz Maria Frieden wurde zum 1. Juli 2023 um 7,5 % erhöht, bei einer Laufzeit von 2 Jahren.

Laut interner Kostenrechnung konnte für die Tagespflegeeinrichtungen und das Haus St. Elisabeth keine Kostendeckung erreicht werden. Alle anderen Betriebsteile des Zweckbetriebs erzielten einen Überschuss.

Die Rückstellungen für Urlaub und Überstunden sinken im Vergleich zum Vorjahr, um 31 TEUR auf 367 TEUR. Das Unternehmen erhielt Spenden in Höhe von insgesamt 58 TEUR (VJ 76 TEUR).

Das neue Finanzierungssystem der KZVK, beschlossen am 16. Januar 2019 von der Vertreterversammlung der KZVK, hatte Auswirkungen für 2019 und die kommenden Jahre. So wurde ein Angleichungsbeitrag in Höhe von 81 TEUR für das Jahr 2024 fällig.

Der Personalaufwand lag mit 14.343 TEUR rund 6,6 % über dem Vorjahr (13.455 TEUR). Die Anzahl der Beschäftigten belief sich im Jahr 2024 auf durchschnittlich 324 Mitarbeiter mit 217,64 VK (VJ 331 Mitarbeiter; 221,78 VK).

Im Geschäftsjahr 2024 sind Instandhaltungskosten in Höhe von 472 TEUR (VJ 367 TEUR) angefallen. Erwähnenswert ist dabei die Instandhaltung der Brandmeldeanlage im Vinzentiushaus. Hierfür sind Kosten in Höhe von 114 TEUR entstanden. Für die Anlage im Bau (Konradshaus) erfolgten im Jahr 2024 Ausgaben in Höhe von 398 TEUR.

Ergänzungshilfen für unsere beiden stationären Pflegeeinrichtungen zum Ausgleich steigender Preise für Erdgas, Wärme und Strom wurden geltend gemacht, und zwar insgesamt in Höhe von 30 TEUR.

2.4.2 Finanzlage und Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt für die Vinzentiushaus Offenburg GmbH im Jahr 2024 insgesamt 35.687 TEUR (VJ 34.896 TEUR).

Forderungen der Vinzentiushaus Offenburg GmbH bestehen gegen Privatzahler, Pflegekassen und Sozialhilfeträger. Ein Ausfall- und Bonitätsrisiko besteht nur bei Privatzahlern. Die Gesellschaft verfügt hier weitestgehend über Einzugsermächtigungen. Die gelegentlichen Forderungsausfälle werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Das Eigenkapital beträgt 26.682 TEUR. Im langfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Eigenkapital sowie öffentlichen und nicht-öffentlichen Zuschüssen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Kreditvertrag über 7,8 Mio. EUR für den Neubau des Konradshauses abgeschlossen. Der Abschluss des Vertrages erfolgte frühzeitig, weil es sich um ein KfW Darlehen handelt und erst nach Abschluss des Kreditvertrags die Gewerke vergeben werden dürfen. Die ersten Mittel aus dem Kredit werden erst im Jahr 2025 abgerufen. Bei einer 10-jährigen Zinsfestschreibung beträgt der Zinssatz 2,9 %.

Die Liquidität auf kurze Sicht beträgt zum Jahresende 10.914 TEUR (VJ 9.433 TEUR). Das Sachanlagevermögen beträgt 24.211 TEUR (VJ 24.746 TEUR).

Es wurden weitere Geschäftsanteile bei der Bank für Kirche und Caritas eG in Höhe von 54 TEUR erworben. Insgesamt hält die Vinzentiushaus Offenburg GmbH somit 60 TEUR an Geschäftsanteile bei dieser Bank.

2.4.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Eigenkapitalquote beträgt 74,8% (Vorjahr 72,8 %) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 %-Punkte erhöht.

Der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 lag bei 2.222 TEUR (VJ 2.517 TEUR).

2.4.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der regulatorischen Vorgaben zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde im September 2024 mit der Durchführung der sogenannten Doppelten Wesentlichkeitsanalyse begonnen. Mit der dafür erforderlichen Wesentlichkeitsanalyse wurde im September 2024 begonnen. Die Wesentlichkeitsanalyse wurde im Januar 2025 fertig gestellt und soll fortgeschrieben werden. Im Vorgriff auf diese neue gesetzliche Regelung werden nachstehend einige Kennzahlen der Sozialaspekte aufgeführt. Zudem haben wir unsere Strategie der Nachhaltigkeit unserer Gebäude beschrieben.

2.4.4.1 Tarifgebundene Arbeitsverträge und Anzahl der Mitarbeitenden

Alle Mitarbeitenden verfügen über einen tarifgebundenen Arbeitsvertrag auf der Grundlage des AVR Caritas. Zum 01.01.2025 waren 258 Mitarbeiterinnen (VJ 276) und 56 Mitarbeiter (VJ 56) beschäftigt. Dazu kommen 22 weibliche Auszubildende (VJ 20) und 8 männliche Auszubildende (VJ 7). Der Anteil der befristeten Arbeitsverträge ohne Auszubildende lag am Stichtag 31.12.2024 bei 9,2 % (VJ 12,3%). Die Fluktuationsrate lag bei 12,4% (VJ 13,0%).

2.4.4.2 Umweltbelange

Energieeffizienz ist für das Unternehmen bereits seit Jahren ein wichtiges Thema. Der Neubau des Marienhauses mit Fertigstellung der beiden Bauabschnitte im Jahr 2015 erfolgte als KfW Effizienzhaus 40 nach EnEV 2009. Die Beheizung des Neubaus und fünf umliegender Gebäude wurde mit einer Pellet-Heizung umgesetzt. Im Jahr 2021 wurde auf dem Dach des Marienhauses eine Photovoltaikanlage mit 30 kWp installiert, diese wurde im Jahre 2024 auf etwa 60 kWp erweitert. Der mit dieser PV-Anlage erzeugte Strom wird vollständig für das Marienhaus ohne Zwischenspeicherung verwendet, es erfolgt keine Einspeisung ins Stromnetz. Auch das Haus Johannes verfügt über eine 10 kWp PV-Anlage, deren erzeugter Strom wir größtenteils selbst verwenden können, eine kleine Menge wird ins Netz gespeist.

Zur Reduzierung von CO 2 -Emissionen und einer Effizienz-Steigerung wurde die Heizungsanlage im Vinzentiushaus im Jahr 2018 erneuert und mit einem 50 kW - Blockheizkraftwerk kombiniert. Mit dieser Konstellation können etwa 55 % des jährlichen Strombedarfs selbst erzeugt und die sich ergebende Abwärme im Gebäude genutzt werden.

Das Gebäude am Waldbach 12 wurde in den Jahren 2010-2011 als KfW-Effizienzhaus 70 nach EnEV 2009 neu errichtet und mit einer Pelletheizung ausgestattet.

Insgesamt verfügt die Vinzentiushaus Offenburg GmbH, bzw. die Sozialstation St. Ursula innerhalb ihres Fuhrparkes über 14 E-Autos und einen E-Roller. Diese Fahrzeuge werden teilweise auch über die zuvor beschriebenen PV-Anlagen und das BHKW am Standort in der Grimmelshausenstraße geladen.

Das Konradshaus wird unter Berücksichtigung nachhaltiger Kriterien gebaut. Dazu wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, den Neubau mit der Siegelvariante QNG-WG23 und dem Bewertungssystem BNG zu planen. Die Wärmeversorgung des Konradshauses erfolgt über Fernwärme und damit sehr CO 2 -arm.

3. Prognosebericht, Chancen- und Risikobericht

Für die stationären Einrichtungen Vinzentiushaus und Marienhaus sind die Aussichten für das Wirtschaftsjahr 2025 als gut zu bezeichnen. So gehen wir weiterhin von einer permanenten Nachfrage der vollstationären Pflegeplätze aus.

Im ambulanten Bereich (Sozialstation St. Ursula) wird aufgrund erhöhter Preise eine Erhöhung des Umsatzes aus dem Vorjahr erwartet. Die Anzahl der ambulant betreuten Klienten soll gehalten werden. Die Belegung der Tagespflegeeinrichtungen wird im Jahr 2025 weiter eine Herausforderung bleiben, zumal es in Offenburg eine Vielzahl von Anbietern in diesem Segment gibt. Die Vermietung der ambulanten Wohnformen wird als stabil angenommen, zumal eine hohe Nachfrage nach Wohnungen für Seniorinnen und Senioren besteht. Eine zunehmende Herausforderung stellt die Gewinnung von Fachpersonal dar. Nach wie vor bieten wir Absolventinnen und Absolventen, die Pflegewissenschaft o. ä. studiert haben, die Möglichkeit an, an unserem Trainee Programm teilzunehmen. Dadurch haben wir bereits Nachwuchskräfte in Leitungspositionen und für das Qualitätsmanagement gewinnen können. Im Berichtsjahr konnte eine Trainee Stelle besetzt werden. Im Jahr 2024 starteten in unserem Unternehmen 14 Personen ihre Ausbildung für den Pflegeberuf.

Das Vinzentiushaus wird durch Erdgas mit Wärme versorgt. Im Jahr 2024 wurde für das kommenden Jahr 2025 mit unserem Versorgungsunternehmen ein verbindlicher Preis festgelegt, der etwas unter dem Preis des Vorjahres liegt. Wir gehen insgesamt von keinen Kostensteigerungen im Energie-Einkauf aus.

Die Aussichten sind, trotz der genannten Risiken, als gut zu bezeichnen. Bestandsgefährdende Risiken, insbesondere mit Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft, sind für die nächsten 12 Monate nicht ersichtlich.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2025 ein positives Ergebnis in Höhe von rund 488 TEUR. Für 2025 gehen wir, unter der Annahme gleichbleibender Belegungsquoten, von einem Anstieg der Erträge aus. Demgegenüber stehen steigende Personalaufwendungen, weil wir eine Lohnerhöhung im AVR Caritas erwarten. Der Ergebnisrückgang beruht auf verschiedenen Faktoren. Zum einen sind die geplanten Materialaufwendungen für Energie, Strom, Lebensmittel und Wirtschaftsbedarf um rd. 100 TEUR höher als im Berichtsjahr. Zum anderen rechnen wir mit rückläufigen Zinserträgen (-100 TEUR) und höheren Aufwendungen für Instandhaltungen (+100 TEUR). Zudem rechnen wir mit rückläufigen Spendenerträgen und sonstigen betrieblichen Erträgen.

 

Offenburg, 27. Januar 2025

gez. Dirk Döbele, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVSEITE

31.12.2024 31.12.2023
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.603,00 36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.627.728,61 22.624
2. Technische Anlagen und Maschinen 711.332,00 604
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 784.043,42 847
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.087.673,00 672
24.210.777,03 24.747
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 63.652,86 57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 763.899,76 911
2. Sonstige Vermögensgegenstände 183.168,71 75
947.068,47 986
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.454.727,06 9.070
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.407,82 0
35.687.236,24 34.896

PASSIVSEITE

31.12.2024 31.12.2023
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51
II. Kapitalrücklage 1.517.631,19 1.518
III. Gewinnrücklagen 25.113.149,37 23.841
IV. Bilanzgewinn/-verlust 0,00 0
26.681.909,75 25.410
B. SONDERPOSTEN AUS ZUWENDUNGEN ZUR FINANZIERUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 8.118.212,80 8.432
C. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 581.805,65 668
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 113.272,82 124
2. Sonstige Verbindlichkeiten 192.035,22 262
- davon aus Steuern 29,03 EUR (Vorjahr 62 TEUR)
305.308,04 386
35.687.236,24 34.896

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024

2024 2023
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse
a) Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen 13.635.338,05 13.017
b) Erlöse aus Unterkunft und Verpflegung 2.759.366,11 2.534
c) Erlöse aus Zusatzleistungen und Transportleistungen 23.972,35 25
d) Erlöse aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 1.208.484,45 1.203
e) Sonstige Umsatzerlöse (nicht pflegerische Leistungen) 983.390,88 1.018
18.610.551,84 17.797
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.174.685,99 1.069
Summe der betrieblichen Erträge 19.785.237,83 18.866
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.483.187,39 1.384
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 436.867,00 415
1.920.054,39 1.799
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.385.317,51 10.721
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorauna und für Unterstützuna 2.958.088,53 2.734
- davon für Altersversorgung 668.424,30 EUR (Vorjahr 614 TEUR)
14.343.406,04 13.455
5. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 315.632,79 325
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.399.669,15 1.399
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.430.265,21 1.298
Zwischenergebnis 1.007.475,83 1.240
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 272.176,53 118
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -2
10. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.279.652,36 1.360
11. Sonstige Steuern 7.930,06 8
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.271.722,30 1.352
13. Einstellung in Gewinnrücklagen -1.271.722,30 -1.352
14. Bilanzgewinn/-verlust 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemein

Die Vinzentiushaus Offenburg GmbH hat ihren Sitz in Offenburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 470593 eingetragen.

Hauptgesellschafter ist nach wie vor die Katholische Kirchengemeinde Offenburg mit 93,8 % Gesellschaftsanteil.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach § 265 HGB erweitert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

1. Aktiva

a) Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die zu erwartende Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungszeiträume basieren auf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250,00 EUR (netto) werden seit 2019 im Zugangsjahr direkt als Aufwand erfasst und solche zwischen 250,01 EUR (netto) und 800,00 EUR (netto) im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Betriebsbauten, die mit Fördermitteln hergestellt worden sind, sind auf der Aktivseite mit den Bruttowerten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

b) Umlaufvermögen

Die Vorräte betreffend Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

2. Passiva

Der Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens wird in Übereinstimmung mit dem Anlagevermögen gebildet und entsprechend den Abschreibungen aufgelöst.

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse in Köln. Hinsichtlich dieser mittelbaren Pensionsverpflichtungen besteht nach Artikel 28 Abs.1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht. Von diesem Wahlrecht wurde dahingehend Gebrauch gemacht, dass keine Rückstellung für diese mittelbare Pensionsverpflichtung gebildet wurde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Urlaubs- und Überstundenrückstellungen sind nach den Grundsätzen für Geldleistungsverpflichtungen dotiert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 wird gesondert in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Eigenkapital

Eine Umstellung des Eigenkapitals auf Euro ist bisher nicht erfolgt. Das gezeichnete Kapital beträgt 100.000,00 DM (51.129,19 EUR).

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Mehrarbeit (367 TEUR), und das Leistungsentgelt gemäß AVR (137 TEUR).

5. Verbindlichkeiten

Der Verbindlichkeitsspiegel stellt sich im Übrigen wie folgt dar:

Restlaufzeit Gesamtbetrag
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr über fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 113.272,82 0,00 0,00 113.272,82
Vorjahr 123.654.49 0,00 0,00 123.654,49
Sonstige Verbindlichkeiten 192.035,22 0,00 0,00 192.035,22
Vorjahr 262.339,55 0,00 0,00 262.339,55
Summe 305.308,04 0,00 0,00 305.308,04
Vorjahr 385.994,04 0,00 0,00 385.994,04
davon durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert Art der Sicherheit
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00
Vorjahr 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00
Vorjahr 0,00
Summe 0,00
Vorjahr 0,00

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen mit 94,7% Erlöse aus allgemeinen Pflegeleistungen, aus Unterkunft und Verpflegung und aus Investitionskosten und mit 5,3% sonstige Umsatzerlöse.

Folgende GuV-Posten enthalten Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung:

GuV-Posten Art Betrag
Sonstige betriebliche Erträge Ergänzungshilfen Mehraufwand Strompreis 30 TEUR

V. Sonstige Angaben

1. Belegschaft

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 324 Mitarbeitende mit 217,83 VZÄ.

Davon entfielen auf

Pflege 184 Mitarbeitende mit 137,50 VZÄ
Hauswirtschaft und Küche 71 Mitarbeitende mit 42,60 VZÄ
Betreuung 28 Mitarbeitende mit 13,83 VZÄ
Verwaltung 14 Mitarbeitende mit 9,71 VZÄ
Haustechnik 10 Mitarbeitende mit 7,00 VZÄ
Sonstige 17 Mitarbeitende mit 7,00 VZÄ

2. Geschäftsleitung

Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2024 Dirk Döbele, Krankenkassenbetriebswirt, Offenburg, bestellt. Unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers verzichtet.

3. Aufsichtsrat

a) von der Gesellschafterversammlung gewählt:

 

Dirk Knop, Rechtsanwalt

- Vorsitzender, Offenburg

 

Markus Doll, Leiter der Katholischen Verrechnungsstelle Offenburg

- stellvertretender Vorsitzender, Offenburg

 

Andreas Breineder, Schlossermeister, Offenburg

 

Dr. Michael Glatt, Arzt, Offenburg

 

Florian Kratzer, Geschäftsführer der Kratzer GmbH & Co. KG, Schutterwald

 

Edith Schreiner, Oberbürgermeisterin a. D., Offenburg

 

Gerold Schulze, Geschäftsleitung der Volksbank Offenburg, Offenburg

 

Sylke Rhein, Tierärztin, Offenburg

b) vom Stiftungsrat der Katholischen Kirchengemeinde Offenburg St. Ursula bestellt:

 

Matthias Bürkle, Dekan und Pfarrer, Katholische Kirchengemeinde St. Ursula Offenburg, Offenburg

4. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist mittelbar aus den Rentenverpflichtungen, welche die Kirchliche Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands (KZVK) gegenüber den aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeitern hat, verpflichtet. Die Versorgungszusagen bestehen für Altersrenten für Versicherte, Erwerbsminderungsrenten für Versicherte und Hinterbliebenenrenten für Witwen, Witwer und Waisen der Versicherten. Diese Zusagen werden durch entsprechendes Deckungsvermögen der KZVK, laufende Beiträge und zusätzliche Mehr-/Finanzierungsbeiträge der beteiligten Unternehmen vollständig finanziert. Ein Risiko der Inanspruchnahme besteht in Höhe einer eventuellen Deckungslücke.

Zum 1. Januar 2020 wurde das am 16. Januar 2019 beschlossene neue Finanzierungssystem der KZVK wirksam. Im neuen Finanzierungssystem werden für einen voraussichtlichen siebenjährigen Zeitraum Angleichungsbeträge fällig. Für das Jahr 2024 beträgt der Angleichungsbetrag für unser Unternehmen 80.827,04 EUR. Dieser Betrag soll in den kommenden Jahren in etwa gleichbleiben.

Der Angleichungsbeitrag ermöglicht einen verursachungsorientierten Übergang in ein ab 2027 wieder vollständig solidarisches Finanzierungssystem mit ausschließlich einem Pflichtbeitrag.

Die auf die Gesellschaft entfallende finanzökonomische Deckungslücke aus dem Abrechnungsverband S, die durch die Erhebung der Finanzierungsbeiträge geschlossen werden soll, betrug am 31. Dezember 2024 1.698 TEUR.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen des Neubaus des Pflegeheims Konradshaus mit veranschlagten Baukosten in Höhe von 17 Mio. EUR sind zum 31. Dezember 2024 Aufträge in Höhe von 9.270.847,47 EUR vergeben. Diese betreffen vor allem Rohbauarbeiten, Elektrotechnik, Einbau von Nasszellen und Dachabdichtung. Für die Baumaßnahme wurde im Berichtsjahr ein Förderdarlehensvertrag der KfW-Bankengruppe in Höhe von 7,8 Mio. EUR abgeschlossen und durch Grundpfandrechte besichert. Zum Bilanzstichtag waren noch keine Mittel abgerufen. Für die Baumaßnahme wird von einer Bauzeit von rund zwei Jahren ausgegangen.

Zudem bestehen folgende weitere finanzielle Verpflichtungen:

Betrag pro Jahr Laufzeit bis
in EUR
Erbbauzinsen Grundstück Bachstraße 6a 3.683,00 31.12.2106
Erbbauzinsen Grundstück Am Waldbach 12 23.016,00 31.12.2107
Erbbauzinsen Grundstücke Prädikaturstraße 3 43.488,00 31.12.2109
Erbbauzinsen Grundstück Wasserstraße 5 6.820,00 31.12.2113
Erbbauzinsen Grundstück Espenstraße 3 Uffhofen 17.280,00 31.12.2117
Erbbauzinsen Grundstück Am Feuerbach 44 (ab 1.1.2026) 55.320,00 31.12.2120
Miete Wasserstraße 3 19.011,00 a. w.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 26.200,00 EUR (ohne Umsatzsteuer) und gliedert sich wie folgt:

a) Abschlussprüferleistungen 17.800 EUR
b) Steuerberatungsleistungen 8.400 EUR

7. Gewinnverwendung

Gemäß Dauerbeschluss der Gesellschafter vom 19. April 2023 ist der Gewinn der Vinzentiushaus Offenburg GmbH dauerhaft den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen. Demgemäß wird der Jahresüberschuss 2024 in Höhe von 1.271.722,30 EUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

 

Offenburg, 27. Januar 2025

gez. Dirk Döbele, Geschäftsführer

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2024

Entwicklung der Anschaffungskosten
Bilanzposten Stand 1.1.2024 Zugang Umgliederung Abgang Stand 31.12.2024
A. Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR EUR
1 2 3 4 5 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 276.094,23 0,00 0,00 0,00 276.094,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.965.402,59 0,00 0,00 0,00 35.965.402,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.017.218,21 213.116,37 0,00 0,00 1.230.334,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.840.942,89 209.237,78 0,00 596.865,81 3.453.314,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 672.190,69 415.482,31 0,00 0,00 1.087.673,00
41.495.754,38 837.836,46 0,00 596.865,81 41.736.725,03
41.771.848,61 837.836,46 0,00 596.865,81 42.012.819,26
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Stand 1.1.2024 Abschreibung Geschäftsjahr Abgang Stand 31.12.2024
A. Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR
1 7 8 9 10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 239.656,23 26.835,00 0,00 266.491,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.341.801,98 995.872,00 0,00 14.337.673,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 413.704,21 105.298,37 0,00 519.002,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.993.938,47 271.663,78 596.330,81 2.669.271,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.749.444,66 1.372.834,15 596.330,81 17.525.948,00
16.989.100,89 1.399.669,15 596.330,81 17.792.439,23
Bilanzposten Restbuchwerte 31.12.2024 Restbuchwerte 31.12.2023
A. Anlagevermögen EUR EUR
1 11 12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.603,00 36.438,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.627.728,61 22.623.600,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 711.332,00 603.514,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 784.043,42 847.004,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.087.673,00 672.190,69
24.210.777,03 24.746.309,72
24.220.380,03 24.782.747,72

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vinzentiushaus Offenburg GmbH, Offenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vinzentiushaus Offenburg GmbH, Offenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vinzentiushaus Offenburg GmbH, Offenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, 7. März 2025

Solidaris Revisions-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Zweigniederlassung Freiburg

Ralph Wedekind, Wirtschaftsprüfer

Matthias H. Appel, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss mit einem Überschuss in Höhe von 1.271.722,30 EUR wurde am 1. April 2025 in der Gesellschafterversammlung festgestellt.

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