Stammdaten

Register
Amtsgericht Königstein HRB 10428
Vorher
SEEGER ORBIS GmbH
Eingetragen
18.10.2019
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Produktion von Satz- und Sprengringen und artverwandten Teilen, sowie der Handel und das Erbringen von Dienstleistungen im Zusammenhang damit.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Mareike Kleinicke
seit 13.5.2026
Prokura
Jan Schmidt
seit 9.9.2025
Geschäftsführer
Jan Tobias Steiger
seit 10.6.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert99.88% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kajo Neukirchen GmbHEigenbeteiligung
99.88%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SEEGER-ORBIS GmbH

Königstein im Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.851.220,70 3.906.069,98
2.851.220,70 3.906.069,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.193.967,39 7.227.234,08
2. technische Anlagen und Maschinen 4.171.094,00 4.595.541,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 972.853,00 1.117.812,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 636.531,77 594.540,50
12.974.446,16 13.535.127,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.040.552,42 5.040.552,42
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 950.000,00 950.000,00
5.990.552,42 5.990.552,42
21.816.219,28 23.431.749,98
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.720.231,54 1.883.182,97
2. Unfertige Erzeugnisse 1.879.590,09 1.719.554,53
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.229.000,55 5.085.212,20
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 91.975,28
9.828.822,18 8.779.924,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.285.932,76 7.541.575,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.948.435,67 1.901.100,91
3. Sonstige Vermögensgegenstände 435.956,54 236.643,62
9.670.324,97 9.679.320,47
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.182.229,97 1.547.795,92
20.681.377,12 20.007.041,37
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 100.027,06 136.668,93
42.597.623,46 43.575.460,28

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital/Kapitalanteile 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 16.138.000,00 16.138.000,00
III. Gewinnvortrag 466.760,78 -736.276,97
IV. Jahresüberschuss 607.538,50 1.203.037,75
17.237.299,28 16.629.760,78
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.704.384,00 4.938.029,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 654.020,00
3. Sonstige Rückstellungen 951.029,24 881.593,56
5.655.413,24 6.473.642,56
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.581.804,01 15.730.732,33
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.540.210,21 2.470.469,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.249.009,88 2.021.569,46
4. Sonstige Verbindlichkeiten 333.886,84 249.285,54
- davon aus Steuern: € 155.321,44 (Vorjahr: € 73.334,09)
19.704.910,94 20.472.056,94
42.597.623,46 43.575.460,28

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 46.584.323,76 47.412.199,05
2. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen und unfertigen Erzeugnissen 2.756.124,62 531.016,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 203.279,00 49.543.727,38 360.566,45 48.303.782,09
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.813.438,57 19.201.230,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.410.148,26 22.223.586,83 1.823.541,83 21.024.772,38
27.320.140,55 27.279.009,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.791.713,18 13.929.130,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.938.282,69 3.443.355,87
- davon für Altersversorgung: € 63.942,06 (Vorjahr: € 635.780,66) 17.729.995,87 17.372.486,83
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlageververmögens und Sachanlagen 2.401.586,62 2.551.240,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.584.626,10 25.716.208,59 4.683.416,08 24.607.143,55
1.603.931,96 2.671.866,16
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzalagevermögens 44.175,00 44.175,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 448.981,40 -404.806,40 474.370,21 -430.195,21
1.199.125,56 2.241.670,95
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 591.587,06 1.038.633,20
11. Ergebnis nach Steuern 607.538,50 1.203.037,75
12. Jahresüberschuss 607.538,50 1.203.037,75

Amtsgericht Königstein im Taunus HRB 10428

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen:

Markenrechte: 15 Jahre
Kundenstämme: 2-6 Jahre

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und 3 HGB enthalten neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, Sonderkosten der Fertigung und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände betragen:

Grundstücke und Gebäude 5-50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 10-20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-14 Jahre

Ab dem 1.1.2023 werden geringwerte Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, die EUR 800 nicht übersteigen, im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe al Betriebsausgaben abgesetzt.

Bis zum 31.12.2022 wurden Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis einschließlich EUR 1.000 im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt, der linear über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei den immateriellen Vermögensgegenständen und dem Sachanlagevermögen. Entfallen die Gründe der Wertminderungen in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten (ausgenommen Geschäfts- oder Firmenwert).

Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bei dauerhafter Wertminderung. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten und zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Soweit erforderlich, werden Wertberichtigungen in angemessenem Umfang wegen technischer Alterung und geringer Umschlagshäufigkeit bzw. niedrigeren Tagespreisen zum Bilanzstichtag vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, Sonderkosten der Fertigung und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Für die verlustfreie Bewertung erfolgte im Rahmen der sog. retrograden Bewertung zum Abschlussstichtag eine Verlustantizipation durch Vergleich des Verkaufserlöses mit den am Abschlussstichtag bereits entstandenen Herstellungskosten zzgl. der noch erwarteten Kosten.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert ermittelt und angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden in Höhe ihrer Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigung auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Der niedrigere beizulegende Wert wird durch die geschätzte Höhe des mit Wahrscheinlichkeit zufließenden Geldbetrags bestimmt. Uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe ausgebucht.

Die Bewertung vom Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen gemäß § 272 HGB.

Für die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird bei der Ermittlung des versicherungsmathematischen Passivierungsbetrags das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Heubeck Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz zugrunde gelegt, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt im Geschäftsjahr 1,83 %. Der Rententrend beträgt 2 %. Das Gehalt hat keinen Einfluss auf die Rente, daher kein Gehaltstrend.

Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf die gleiche Berechnungsweise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,76 %. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 166).

Der Zinseffekte aus der Änderung des Zinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Rückstellungsberechnungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgen auf der Grundlage der "Heubeck-Richttafeln 2018 G". Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz für die vergangenen 7 Geschäftsjahren verwendet. Dieser beträgt im Geschäftsjahr 1,76 %. Sofern im Einzelfall die Restlaufzeit der Altersteilzeitverpflichtung nicht länger als 12 Monate ist, wird bei der Ermittlung der Rückstellung keine Abzinsung berücksichtigt. Bei den bilanzierten Verpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen nach dem Blockmodell.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Jubiläumsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter der Verwendung der Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 3,0% p.a. und mit einer altersabhängigen Fluktuation von 0 % berücksichtigt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz von der Deutschen Bundesbank, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der Rechnungszinssatz beträgt 1,76 %.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen Handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt. Auf die Aktivierung eines aktiven Steuerüberhangs wird gemäß der Konzernbilanzierungsrichtlinie verzichtet.

Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Teile des Anlagevermögens, die zur Absicherung von Altersteilzeitverpflichtungen erworben wurden, sind nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 448.898,00 mit der Rückstellung verrechnet. Die fortgeführten Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen EUR 205.649,90, der Zeitwert EUR 205.649,90. Die verrechneten Altersteilzeitrückstellungen haben einen Erfüllungsbetrag von EUR 448.898,00. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rückstellung beträgt EUR 5.999,00. Die mit der Aufzinsung verrechneten Verluste aus dem Deckungsvermögen betragen EUR 435,11.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 1.716.779,25 (Vorjahr EUR 1.547.882,37) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 231.656,42 (Vorjahr EUR 353.218,54) aus sonstigen Vermögensgegenständen.

Die latenten Steuern ergeben sich aus den Bilanzposten ,, Immaterielle Vermögensgegenstände", "Sachanlagen", "Sonstige Vermögensgegenstände", "Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen" und "Sonstigen Rückstellungen".

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Unter dem Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Altersteilzeitverpflichtungen TEUR 243, ausstehende Rechnungen TEUR 79, für Jubiläumszusagen TEUR 159.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von EUR 249.009,88 (Vorjahr EUR 21.569,46) um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 2.000.000,00 (Vorjahr EUR 2.000.000,00) um sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 2.000.000,00 (wie Vorjahr) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Fälligkeit
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr Davon mehr als 5 Jahre bis zu einem Jahr Vorjahr von mehr als einem Jahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.918.477,01 9.663.327,00 3.400.737,33 12.329.995,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.540.210,21 2.470.469,61
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 249.009,88 2.000.000,00 21.569,46 2.000.000,00
Sonstige Verbindlichkeiten 333.886,84 249.285,54

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 46.584 (Vorjahr TEUR 47.412) lassen sich nach Regionen wie folgt aufgliedern (in TEUR):

2023 2022
Deutschland 20.652 21.248
Übriges Europa 17.470 16.597
Amerika 3.741 4.801
Asien 4.637 4.594
Afrika 61 111
Australien 23 61
46.584 47.412

Eine Aufgliederung nach Segmenten (in TEUR) ergibt folgendes Bild:

2023 2022
Fahrzeugbau 33.852 32.069
Industrie (allgemein) 10.453 12.887
Maschinenbau 1.979 2.022
Energiesektor 300 434
46.584 47.412

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist aus der Umrechnung von Fremdwährung ein Betrag von EUR 41.760,97 (Vorjahr EUR 169.779,90) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist aus der Umrechnung von Fremdwährung ein Betrag von EUR 119.143,20 (Vorjahr EUR 74.478,73) enthalten.

Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die sonstigen Steuern betragen EUR 19.355,77 (Vorjahr: EUR 19.392,77)

In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 44.175,00 (Vorjahr EUR 44.175,00) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 67.778,00 (Vorjahr EUR 132.805,00) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen und Zinsaufwendungen von EUR 35.000,00 (Vorjahr EUR 35.000,00) an verbundene Unternehmen enthalten.

5. Sonstige Angaben

• Geschäftsführung

 

Robert Jakob Maas, Eppstein, Chief Executive Officer

 

Marco Schneider, Königstein im Taunus, Chief Financial Officer

• Geschäftsführerbezüge

Angaben zu den Bezügen der aktiven Geschäftsführer und zu den Bezügen (Abfindungen, Ruhegehälter etc.) der ehemaligen Geschäftsführer werden unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB nicht gemacht.

• Arbeitnehmerzahl

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 228 Mitarbeiter ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende beschäftigt, davon 65 Angestellte und 163 gewerbliche Arbeitnehmer.

• Beteiligungen

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 an folgenden Unternehmen beteiligt:

Beteiligungen
Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des Anteils am Kapital Ergebnis des Geschäftsjahres Eigenkapital
% EUR EUR
Seeger-Orbis Mechanical Components Co., Ltd. Tianjin (China) 100 31.345,37 6.711.633,41

Bei der Beteiligung außerhalb des Euroraums wurden die Angaben mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet.

• sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen sowie Warenbestellungen stellen sich wie folgt dar:

Finanzielle Verpflichtungen
Art der Verpflichtung 31.12.2023
TEUR
Leasing-/Mietverträge 811
Bestellobligo 1.591
Summe 2.402

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 91 und betrifft mit TEUR 53 Abschlussprüfungs -, mit TEUR 8 Steuerberatungs- und mit TEUR 30 sonstige Leistungen.

• Konzernzugehörigkeit

Die SEEGER-ORBIS GmbH wird in den Konzernabschluss der Kajo Neukirchen GmbH, Eschborn, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der Kajo Neukirchen GmbH, Eschborn, der befreiende Wirkung für die SEEGER-ORBIS GmbH gemäß § 291 Abs. 2 HGB hat, wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

• Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor.

 

Königstein im Taunus, den 23.03.2024

SEEGER-ORBIS GmbH

Die Geschäftsführung

Robert Jakob Maas

Marco Schneider

Anlagenspiegel der SEEGER-ORBIS GmbH zum 31.12.2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.666.751,56 57.007,36 0,00 61.226,53 7.784.985,45
7.666.751,56 57.007,36 0,00 61.226,53 7.784.985,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.854.271,05 200.879,74 0,00 43.715,74 11.098.866,53
2. technische Anlagen und Maschinen 17.107.770,03 46.595,62 0,00 233.144,52 17.387.510,17
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.483.218,63 51.935,55 134.823,85 49.559,59 6.449.889,92
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 594.540,50 429.637,65 0,00 -387.646,38 636.531,77
35.039.800,21 729.048,56 134.823,85 -61.226,53 35.572.798,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.040.552,42 0,00 0,00 0,00 5.040.552,42
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 950.000,00 0,00 0,00 0,00 950.000,00
5.990.552,42 0,00 0,00 0,00 5.990.552,42
48.697.104,19 786.055,92 134.823,85 0,00 49.348.336,26
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.760.681,58 1.173.083,17 0,00 4.933.764,75
3.760.681,58 1.173.083,17 0,00 4.933.764,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.627.036,97 277.862,17 0,00 3.904.899,14
2. technische Anlagen und Maschinen 12.512.229,03 704.187,14 0,00 13.216.416,17
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.365.406,63 246.454,14 134.823,85 5.477.036,92
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
21.504.672,63 1.228.503,45 134.823,85 22.598.352,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
25.265.354,21 2.401.586,62 134.823,85 27.532.116,98
Restbuchwerte
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.851.220,70 3.906.069,98
2.851.220,70 3.906.069,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.193.967,39 7.227.234,08
2. technische Anlagen und Maschinen 4.171.094,00 4.595.541,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 972.853,00 1.117.812,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 636.531,77 594.540,50
12.974.446,16 13.535.127,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.040.552,42 5.040.552,42
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 950.000,00 950.000,00
5.990.552,42 5.990.552,42
21.816.219,28 23.431.749,98

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Befestigungselemente, Sicherungsringe, Sprengringe, Stütz- und Pass-Scheiben für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche in der Automobilindustrie, im Handel sowie im Bereich erneuerbarer Energien und im Maschinenbau am Standort Königstein / Taunus.

Im Berichtszeitraum hat sich das angebotene Produktsortiment im Wesentlichen nicht geändert. Es ist weiterhin ein leichter Anstieg der Nachfrage nach Sprengringen festzustellen.

Der Anteil von Sicherungsringen und Sprengringen, welche an spezifische Kundenanforderungen in der Anwendung angepasst werden, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Standardbauteile am Gesamtumsatz verringerte sich dagegen.

Die Qualitätserwartungen (u.a. höhere Sauberkeitsanforderungen) der Kunden an die Produkte sind weiterhin gestiegen. In gleicher Weise steigen die Anforderungen der Kunden in logistischer Hinsicht. Dies bietet SEEGER-ORBIS damit die Möglichkeit, seine Wettbewerbsposition in diesem Bereich zu halten.

Produkte für schnelldrehende Anwendungen, ausgewuchtete Ringe für die Geräuschreduzierung sowie Ringe mit engeren Toleranzen und speziellen Härteverfahren werden vermehrt nachgefragt.

Die Marktsegmente sind zusammengefasst in die beiden Bereiche Automobilindustrie und Handel/Industrie:

Automobilindustrie: Entwicklung & Vertrieb von SEEGER-ORBIS Produkten an alle bedeutenden Automobilhersteller (OEM's) sowie Zulieferer (Tier 1) in der Autoindustrie weltweit. Primär für die Herstellung von Antriebssträngen (Getrieben).

Handel/Industrie: Vertrieb von SEEGER-ORBIS Produkten an ein globales Vertriebsnetzwerk bzw. industrielle Weiterverarbeiter im Maschinenbau und anderen industriellen Anwendungsgebieten.

Auf der Absatzseite hat sich die Gesellschaft hauptsächlich auf die Märkte in Europa konzentriert; es werden jedoch auch die Märkte China, Nord- und Südamerika beliefert.

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Kajo Neukirchen GmbH gehalten.

Die SEEGER-ORBIS GmbH ist nach den Qualitätsmanagementsystem IATF 16949 und DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

II. Wirtschaftsbericht

1.) Gesamtwirtschaft

Im Gesamtjahr 2023 legte die Wirtschaftsleistung im Euroraum laut der ersten vorläufigen Schätzung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) vom 18.1.2024 um 0,5 % zu und erholte sich damit weiter leicht von ihrem Einbruch zu Beginn der Corona-Krise. Im ersten Corona-Jahr 2020 war das BIP in den 19 Euroländern um 6,4 % deutlich gesunken. Damit lag die Erholung der Wirtschaft im Euroraum deutlich hinter der der Weltwirtschaft (2,6%).

In Deutschland war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort, so die Destatis. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

2.) Branche und Wettbewerbssituation

Die Entwicklung der beiden relevanten Bereiche Automobilindustrie und Handel/Industrie verlief im Jahresverlauf 2023 gegenläufig. Der Bereiche Automobilindustrie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,8% wohingegen der Bereich Handel/Industrie um 18,7% zurück ging. In Deutschland wurden 2023 zwar im Vergleich zum Vorkrisenniveau (2019) weiterhin deutlich weniger Personenkraftwagen produziert (-12%), insgesamt stieg die Produktion mit rund 4,1 Millionen produzierten Pkw verglichen mit dem Vorjahr wieder an (+18%).

Global sollen 2024 wieder mehr Autos verkauft werden als im Vorjahr. Demnach sollen 77,4 Millionen Pkw 2024 weltweit verkauft werden. Davon geht der Verband der Automobilindustrie (VDA) aus. Das wären 2,0 Prozent mehr als in dem Jahr 2023 (75,6 Millionen PKW) und damit der zweite Anstieg des Absatzes seit 2019.

Die große internationalen Automobilmärkte verzeichneten 2023 ein deutliches Wachstum der Neuzulassungen. Die verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit sowie ein stützender Basiseffekt durch ein niedriges Vorjahresniveau führten zu einer hohen Marktdynamik. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Geopolitische und gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten sowie die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ aus (Quelle: VDA).

3.) Geschäftsentwicklung

Die SEEGER-ORBIS hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von TEUR 46.584 (Vorjahr TEUR 47.412) zu verzeichnen. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 1,7 %. Der prognostizierte Umsatz wurde aufgrund der Ukraine Krise und der daraus resultierenden Energiekrise und Lieferengpässe deutlich verfehlt. Der Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr hat sich um TEUR 595 von TEUR 1.203 im Vorjahr auf TEUR 608 reduziert. Grund dieser Reduzierung sind u.a. die Lieferengpässe aus der Krise in der Ukraine, die draus resultierende Energiekrise sowie weitere Preiserhöhungen bei den Rohmaterialien. Die zusätzlichen Aufwendungen, aufgrund der Kaufpreisallokation der Assets der Seeger-Orbis GmbH & Co. OHG (TEUR 1.179) das Ergebnis ebenfalls.

Bei den weltweit produzierten Automobilen konnte der negative Trend aus 2022 (-2%) gestoppt werden. Die weltweit produzierten Automobile stiegen im Jahr 2023 um 10% auf 75,6M Fahrzeuge (Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA)). Unser Exportanteil im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug rd. 55,6 % (VJ 54,7 %).

Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung unseres Unternehmens positiv, da wir den Umsatz trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes nahezu gleich halten konnten.

4.) Auftragslage

Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres hat sich gegenüber dem Auftragsbestand zum Jahresanfang um TEUR 2.235 auf TEUR 38.292 reduziert.

Bereits im Januar gab es eine Konsolidierung (Reduzierung um TEUR 2.230) und Weiterführung der Themen aus der zweiten Jahreshälfte 2022. Insbesondere die Engpässe aus der Ukraine Krise und die daraus resultierende Energiekrise waren Punkte, die dazu geführt haben, dass sich der Auftragsbestand bereits im ersten Monat reduziert hat. Dieses Niveau konnte sich trotz einer kurzzeitigen Verbesserung im Juni & Juli nicht signifikant erhöhen.

5.) Investitionen

Die SEEGER-ORBIS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von TEUR 786 (VJ TEUR 796) zur Expansion als auch Investitionen zu Prozessverbesserungen durchgeführt. Gleichzeitig wurde in Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur investiert (u.a. weitere Dachsanierungen, Brandmeldeanlage & Erneuerung der Heizungsanlagen).

Um Produktivitätsmaßnahmen weiter voranzutreiben, haben wir in eine neue Schleifmaschine sowie in weitere Überarbeitungen unserer Wickel- & Stanzmaschinen investiert.

Im Zuge eines internen Programmes zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes wurden auch im Jahr 2023 weiterhin in diesen Bereichen Investitionen getätigt (z.B. in ein neues Energiemanagementsystem, Umbau Austragesystem Verdampfer, Lärmschutzmaßnahmen).

6.) Personalentwicklung

Ende Dezember 2023 beschäftigte SEEGER-ORBIS 224 Mitarbeiter (VJ 232).

Die Qualifikation der Mitarbeiter konnte aufgrund von internen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen weiterhin verbessert werden. Zudem wird die betriebliche Berufsausbildung weiterhin auf hohem Niveau weitergeführt, um auch zukünftig genügend Fachkräfte zur Verfügung zu haben.

7.) Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt Forschung und Entwicklung sowie eine eigenständige Produktentwicklung und ist nach dem Qualitätsmanagementsystem IATF 16949 und DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Die Entwicklungstätigkeit fokussiert sich dabei auf das Engineering, im Wesentlichen auf die Neu- und Weiterentwicklung von Sicherungs- und Sprengringen.

8.) Managementsysteme

Alle vier Managementsysteme, das Qualitätsmanagementsystem IATF 16949, das Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001, das Managementsystem für Arbeitssicherheit & Gesundheit DIN EN ISO 45001 und die DIN EN ISO 50001 Energiemanagement waren auch 2023 in zertifizierter Form vorhanden. SEEGER-ORBIS arbeitet proaktiv mit den zuständigen Behörden in Hinblick auf Umweltschutz, Arbeits- und Gesundschutz und Energiemanagement zusammen. Ziel ist es, die hausinternen Standards für Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Energieeinsparung weiterhin zu erhöhen.

9.) Entwicklung der Ertragssituation sowie der Vermögens- und Finanzlage

Der Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr hat sich um TEUR 595 von TEUR 1.203 im Vorjahr auf TEUR 608 reduziert. Grund dieser Reduzierung sind u.a. die weiter gestiegenen Rohmaterial- und Energiekosten.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist auf der Aktivseite geprägt durch das Anlagevermögen, das 51,2 % der Bilanzsumme ausmacht. Die stichtagsbedingten Vorräte sind von TEUR 8.780 auf TEUR 9.829 gestiegen und haben sich entsprechend auf die Aktiva ausgewirkt. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um TEUR 608 von TEUR 16.630 auf TEUR 17.237 erhöht. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um TEUR -767 (Rückzahlung von Darlehen) von TEUR 20.472 auf TEUR 19.705.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte über den operativen Cashflow, Bankkredite sowie durch ein Darlehen eines verbundenen Unternehmens. Trotz der schwankenden Wirtschaftslage war und ist die SEEGER-ORBIS jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die liquiden Mittel in 2023 sanken von TEUR 1.548 auf TEUR 1.182. Die Veränderung um TEUR 366 setzt sich folgendermaßen zusammen (in TEUR):

Veränderung liquide Mittel -366
Jahresergebnis 608
Veränderungen Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 1.615
Veränderungen Vorräte -1.049
Veränderungen Forderungen/RAP 45
Veränderungen Verbindlichkeiten/RAP -767
Veränderungen Rückstellungen -818
Veränderungen Finanzanlagen 0

10.) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Management steuert die Gesellschaft nach den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresüberschuss.

Umsatz: TEUR 46.584 (VJ TEUR 47.412)

Im Geschäftsjahr 2023 ist der Umsatz aufgrund einer stagnierenden Wirtschaftslage auf TEUR 46.584 gesunken, damit wurde der im Vorjahr prognostizierte Umsatz für 2023 nicht erreicht.

Jahresüberschuss: TEUR 608 (VJ TEUR 1.203)

Der Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr hat sich um TEUR 595 von TEUR 1.203 im Vorjahr auf TEUR 608 reduziert, damit wurde der im Vorjahr prognostizierte Jahresüberschuss für 2023 nicht erreicht Grund dieser Reduzierung sind u.a. die weiter gestiegenen Rohmaterial- und Energiekosten.

Wichtigste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Arbeitssicherheit (Unfälle pro Jahr) und die Lieferpünktlichkeit.

Arbeitssicherheit (Unfälle pro Jahr): 11 (VJ 4)

Die meldepflichtigen Unfälle konnten, entgegen der Prognose (null Unfälle), nicht auf Vorjahresniveau (4) gehalten werden.

Lieferpünktlichkeit: 85,1 % (VJ 90,2 %)

Die Lieferzuverlässigkeit hat sich im Jahr 2023, entgegen der Prognose (VJ 95 %), nicht auf Vorjahresniveau gehalten werden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Als international operierendes Unternehmen ist SEEGER-ORBIS einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement ist daher ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

SEEGER-ORBIS verfügt über ein umfangreiches Berichtswesen. Darin sind auch Kontrollmechanismen zur rechtzeitigen Erkennung von Risiken im Tagesgeschäft implementiert, so dass im Bedarfsfall geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können. Zu diesem Zweck werden Monatsberichte erstellt und analysiert. In Kombination mit einer Prognose über die Geschäftslage der kommenden Monate wird die Risikoentwicklung transparent gemacht. Regelmäßige Besprechungen sowohl innerhalb von SEEGER-ORBIS bzw. mit dem Beirat dienen darüber hinaus dem Informationsaustausch. Dieser hat das Ziel, Risiken zu kommunizieren, zu quantifizieren und Lösungsansätze zu diskutieren.

Die von der Geschäftsführung identifizierten Prognosen, Chancen und Risiken werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge Ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben:

a) Prognosen

Die anhaltende Unsicherheit der allgemeinen Wirtschaftlichen Lage, die schleppende Elektrifizierung sowie die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine haben die Umsatzerlöse für die Gesellschaft im Jahr 2023 weiterhin belastet. In Reaktion darauf hat die SEEGER- ORBIS umfassende Sparmaßnahmen im Personalbereich und bei den Sachkosten beschlossen, um die Fixkosten zu senken und die Liquidität sicherzustellen. Aufgrund der oben genannten Punkte haben sich die Umsatzerlöse von TEUR 47.412 im Jahr 2022 auf TEUR 46.584 im Jahr 2023 reduziert. Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung nach derzeitigem Stand aufgrund der gestiegenen Nachfrage Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 47.000 und einen Anstieg des Jahresüberschusses auf TEUR 2.300.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde 11 Unfälle gemeldet. Für die Jahre 2024-2025 wird ein Ziel von 0 Unfällen angestrebt.

Die Lieferpünktlichkeit lag im Geschäftsjahr 2023 bei 85,1 %. Für die Jahre 2024 und 2025 wird ein Niveau von 95,0 % angestrebt.

b) Chancen

(i) Erholung am Markt

Die bereits im Jahr 2023 erkennbare Erholung am Markt sowie die für die kommenden Jahre weiter zu erwartende Erholung des weltweiten Automobilabsatzes und die zunehmende Elektrifizierung der Automobilbranche stellt für SEEGER-ORBIS aus Sicht der Geschäftsführung eine große Chance dar, Umsatzanteile sowie Marktanteile hinzuzugewinnen.

(ii) Lean Management (BES)

Die Initiative der ständigen Prozessverbesserungen wird fortgesetzt und durch das BES einem konzerninternen Management System deutlich unterstützt und quantifiziert. Damit kann der Wettbewerbsvorteil durch eine Erhöhung der Produktivität weiter gesteigert werden und die Standardisierung von Komponenten weiter vorangetrieben werden.

Die in den vergangenen Jahren durchgeführten Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung und Flexibilisierung von Arbeitszeiten führen nach Meinung der Geschäftsführung dazu, dass die Anpassung an sich verändernde Situationen schnell und mit direktem Ergebniseffekt durchführbar sind und damit einen hohen Schutz für das Unternehmen gewähren.

(iii) Technische Entwicklung

Generell sind der Wettbewerbsdruck und Preiskampf ein wesentliches Merkmal in der Branche. Dennoch erwartet die Geschäftsführung im strategischen Ausblick zunehmende Umsätze aufgrund der Entwicklung neuer Technologien (u.a. Produkte für schnelldrehende Anwendungen sowie ausgewuchtete Ringe für die Geräuschreduzierung werden vermehrt nachgefragt), die es der Gesellschaft erlauben sich vom Wettbewerb abzuheben und zudem auch neue Märkte zu erschließen.

c) Risiken

(i) Absatzmarktrisiken

Die aktuelle Abhängigkeit von der Entwicklung in der Automobilindustrie ist nach wie vor sehr hoch. Damit verbunden ist eine Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung der bedienten Branche.

Weiterhin besteht das Risiko Marktanteile an die Wettbewerber zu verlieren. Um die aktuelle Position zu halten, investiert SEEGER-ORBIS in die stetige technische Fortentwicklung der Produkte und in neue Maschinen.

(ii) Beschaffungsmarktrisiken

Lieferanten erhöhen die Lieferzeiten und die Beschaffungspreise. Die Stromkosten machen einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten bei SEEGER-ORBIS aus. Diese sind in den vergangenen Jahren schon erheblich gestiegen und drohen weiterhin zu steigen. Die Versorgung mit Rohmaterial hat sich im Jahresverlauf 2023 leicht verbessert. Nach Meinung der Geschäftsführung ist deshalb von dieser Seite mit weiterem Preisdruck zu rechnen. Diesem Risiko wird durch aktive Einkaufspolitik entgegengetreten. Langfristige Verträge bei der Strom- und Erdgasversorgung begrenzen die Risiken durch steigende Energiekosten in 2023 und 2024.

(iii) Forderungsausfallrisiken

Die wirtschaftlichen Unwägbarkeiten durch insolvente Kunden erfordern besonderes Augenmerk hinsichtlich Forderungsausfallrisiken. Für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gilt, dass zur Minimierung des Ausfallrisikos in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten (z.B. Eigentumsvorbehalt) verlangt, Kreditauskünfte eingeholt und/oder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere Zahlungsverhalten, zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keinen wesentlichen Forderungsausfällen. Die Ausfallrisiken werden durch interne Kreditlimits und regelmäßige Bonitätsprüfungen und Risikoanalysen überwacht und minimiert. Teilweise werden Kunden nur gegen Vorauskasse beliefert.

(iv) Währungsrisiken

Das Fremdwährungsrisiko ist aus Sicht der Geschäftsführung gering. SEEGER-ORBIS fakturiert fast ausschließlich in Euro. Auch einkaufsseitig hat die Gesellschaft traditionell Euro basierte Lieferantenverträge abgeschlossen.

d) Gesamtaussage

Nach Evaluierung aller Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung kann abschließend festgestellt werden, dass insgesamt derzeit keine Entwicklungen erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Aufgrund der aktuellen Geschehnisse in der Ukraine bestehen zusätzliche, nicht absehbare Risiken. Nach der Einschätzung der Geschäftsführung müssen die hier aufgeführten Prognosen für die Folgejahre aktuell nicht abgeändert werden.

 

Königstein im Taunus, den 28. März 2024

SEEGER-ORBIS GmbH

Die Geschäftsführung

Robert Jakob Maas

Marco Schneider

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SEEGER-ORBIS GmbH, Königstein im Taunus

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der SEEGER-ORBIS GmbH, Königstein im Taunus - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SEEGER-ORBIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 3. Juli 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fritz, Wirtschaftsprüfer

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.