Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 192126
Eingetragen
22.1.1992
Branche
Private Wach- und Sicherheitsdienste für VeranstaltungenSicherheitsdienste a. n. g.Sonstige private Wach- und Sicherheitsdienste
Gegenstand
Dienstleistungen aller Art - direkt oder indirekt - im Bereich der Industrie-, Wirtschafts-, Gewerbe- und Werksicherheit, insbesondere der Schutz von Personen, Gegenständen, Rechten und sonstigen Werten, auch ideeller Art, vor Angriffen, Bedrohungen, Gefährdungen oder Verletzungen gleich welcher Art und welcher Ursachen; die Durchführung von Ermittlungen und Beweissicherungen im Falle von Verletzungen vorbezeichneter Schutzgüter, die Beratung in allen Angelegenheiten der Industrie-, Wirtschafts-, Gewerbe- und Werksicherheit, der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Personen in allen Angelegenheiten der Industrie-, Wirtschafts-, Gewerbe- und Werksicherheit, jedoch sämtlich mit Ausnahme nicht genehmigter erlaubnispflichtiger Dienstleistungen und Tätigkeiten; Dienstleistungen aller Art im Vor- und Nachfeld von sowie im Zusammenhang mit Messen, Verkehrsüberwachung, Übernahme von Tätigkeiten in den Bereichen Brandschutz, betriebliche Rettungsdienste und Arbeitssicherheit sowie von Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Gebäudemanagement, insbesondere der Haus- und Grundstücksbetreuung mit allen sich daraus ergebenen Nebengeschäften einschließlich der hausmeisterlichen Betreuung von Immobilien aller Art und Größe mit Ausnahme der Vermittlung von Mietverträgen, jedoch sämtlich mit Ausnahme nicht genehmigter erlaubnispflichtiger Dienstleistungen und Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mirko Weymann
seit 11.5.2026
Prokura
Vinzent Marks
seit 11.5.2026
Prokura
Karin Blunk
seit 11.5.2026
Prokura
Björn Jessen
seit 11.5.2026
Prokura
Stefan Janetschek
seit 11.5.2026
Prokura
Alexandra Alba
seit 11.5.2026
Prokura
Harun Quaas
seit 11.5.2026
Prokura
Tim Christoph Thurau
seit 7.10.2025
Prokura
Ralf-Peter Wolter
seit 1.9.2025
Prokura
Christopher Jordan
seit 28.8.2024
Prokura
Lisa Exner
seit 13.3.2024
Prokura
Lisa Hacker
seit 13.3.2024
Prokura
Michael Maier
seit 13.3.2024
Prokura
Niels Bohlje
seit 18.8.2022
Prokura
Lilia Limbach
seit 18.8.2022
Prokura
Jörg Peter Festersen
seit 11.2.2022
Geschäftsführer
Kanut Rüdiger Seddig
seit 25.1.2022
Geschäftsführer
Tobias Markus Stamper
seit 25.1.2022
Geschäftsführer
Philipp Palatz
seit 21.12.2021
Prokura
Mathias Fiedler
seit 2.12.2019
Geschäftsführer
Hans-Jürgen Lacalli
seit 15.12.2017
Prokura
Ulf Hofmann
seit 15.12.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Securitas Holding GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Securitas Holding GmbH

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Securitas Holding GmbH

Düsseldorf

INHALT

A. Grundlagen des Konzerns

I. Geschäftsmodell und Konzernstruktur

II. Niederlassungen und Beteiligungen

III. Mitarbeiter

IV. Nachhaltigkeit und Umwelt

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

II. Geschäftsverlauf und finanzielle Leistungsindikatoren

III. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

2. Vermögenslage

3. Finanzlage

a) Kapitalstruktur

b) Investitionen

c) Liquidität

C. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

D. Chancen-, RISIKEN- und Prognosebericht

I. Chancen für die zukünftige Entwicklung

II. Risiken für die zukünftige Entwicklung

III. Prognosebericht

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

I. GESCHÄFTSMODELL UND KONZERNSTRUKTUR

Die Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, ist mit ihren Tochtergesellschaften (im Folgenden: Securitas Deutschland) unter dem Dach der Securitas AB, Stockholm/Schweden, Teil des internationalen Securitas Konzerns. Securitas ist ein weltweit agierender Anbieter von Sicherheitslösungen in der privaten Sicherheitswirtschaft und mit über 355.000 Mitarbeitern 1 in 48 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2021 realisierte Securitas weltweit einen Konzernumsatz von rd. EUR 10,5 Mrd. Securitas Deutschland ist gemessen an Umsatz und Mitarbeiteranzahl einer der bundesweit führenden Anbieter und erzielte im Berichtsjahr mit durchschnittlich 20.596 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von EUR 950,5 Mio. (Vj: EUR 909,8 Mio.).

Das Dienstleistungsspektrum der Unternehmensgruppe umfasst spezialisierte Sicherheitsdienstleistungen, mobile Sicherheitsdienste, Notruf- und Serviceleitstellen und technische Sicherheitslösungen. Der Fokus liegt hierbei in der Konzeption von kundenindividuellen integrierten Sicherheitslösungen, die personelle Leistungen mit technischen Komponenten und organisatorischen Maßnahmen zu einer effektiven Sicherheitsinfrastruktur verbinden. Securitas verfügt über ein breites Kundenspektrum aus einer Vielzahl von Branchen. Die Bandbreite reicht vom privaten Haushalt und lokalen Kleinunternehmen über den in Deutschland besonders ausgeprägten Mittelstand bis zum Global Player. Mit Aufträgen an zehn deutschen Flughäfen in neun Bundesländern ist Securitas ein wesentlicher Dienstleister in der Luftverkehrswirtschaft.

Die Securitas Holding GmbH verantwortet als Management Holding die ganzheitliche strategische Steuerung und Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe. Zudem übernimmt die Holding zusammen mit vier administrativen Tochtergesellschaften konzerninterne Dienstleistungen (Shared Services). Die Geschäftsleitung bestand bis zum 31. Dezember 2021 unter dem Vorsitz von Herwarth Brune (CEO) aus einem vierköpfigen Team. Mit Wirkung zum 1. März 2021 wurde Gundula Pabst in die Geschäftsleitung berufen und als CHRO mit den Ressorts Personalmanagement betraut. Sie folgt in dieser Funktion Carmen Schmieder (CFO), welche den Verantwortungsbereich interimistisch betreut hatte, nachdem Gabriele Biesing zum 31. Dezember 2020 aus der Geschäftsleitung ausgeschieden war. Für die operative Ausrichtung der Unternehmensgruppe zeichnet Jens Müller (COO) verantwortlich. Ebenfalls zum 1. März 2021 wurde das Führungsteam um drei Managementbereiche durch Ralf Brümmer als Head of Commercial, Frank Müller als Head of Electronic Security und Tanja Hilpert als Head of Solutions erweitert. Sven Middelhauve verstärkt das Führungsteam seit November 2021 als Head of Legal. Durch das Ausscheiden von Herwarth Brune zum 31. Dezember 2021 übernimmt Ralf Brümmer die Funktion des neuen CEOs mit Wirkung zum 1. März 2022.

Begleitet wird das Management durch den Aufsichtsrat, der derzeit aus 19 Mitgliedern besteht und sowohl kontrollierende als auch beratende Aufgaben übernimmt.

Die operative Geschäftstätigkeit ist flach und dezentral in einer Hybridstruktur organisiert, die durch Regionalisierung und Branchenspezialisierung gekennzeichnet ist. Mit bundesweit rund 120 Standorten wird eine örtliche und branchenfokussierte Kundenbetreuung durch lokale Geschäftsführer und Bereichsleiter sichergestellt.

1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für alle Geschlechter.

II. NIEDERLASSUNGEN UND BETEILIGUNGEN

Insgesamt wurden im Berichtsjahr 49 (Vj: 57) inländische Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Securitas Holding GmbH einbezogen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden infolge von Akquisitionen drei Gesellschaften erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Demgegenüber verkleinerte sich der Konzernkreis um elf Tochterunternehmen infolge von zehn Verschmelzungen und einer Anwachsung.

Zum Bilanzstichtag unterhalten diese Konzerngesellschaften insgesamt rund 120 Niederlassungen. Die Muttergesellschaft bildete im Jahr 2021 mit 19 Tochterunternehmen eine ertragsteuerliche Organschaft.

III. MITARBEITER

Die entscheidende Grundlage für den Erfolg unserer Unternehmensgruppe stellen unsere Mitarbeiter mit ihrer Serviceorientierung, ihren Qualifikationen sowie ihrem Engagement dar. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowie deren Ausbildung und Weiterqualifizierung gehört zu den zentralen Säulen unseres Handelns.

Auch im Jahr 2021, welches durch Corona geprägt war, richtete sich unsere Aufmerksamkeit insbesondere auf die Sicherheit und Gesundheit unser Mitarbeiter. Der verantwortliche Krisenstab überprüft laufend die vorhandenen Informationen sowie ihre möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter. Mit Blick auf die Entwicklung des Pandemiegeschehens wurden Schutzkonzepte und Verhaltensrichtlinien kurzfristig angepasst und an unsere Mitarbeiter kommuniziert. Neben präventiven Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wurden organisatorische Vorkehrungen auch in enger Abstimmung mit unseren Geschäftspartnern getroffen, um unsere Mitarbeiter bestmöglich vor Infektionen zu schützen.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beschäftigten während des Geschäftsjahres 2021 im Jahresschnitt 20.596 (Vj: 20.893) Mitarbeiter. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Abnahme um 298 (- 1,4 %). Am Jahresende wies der Konzern einen Rückgang der Mitarbeiteranzahl um 261 auf insgesamt 20.651 (Vj: 20.912) auf. In den materiell durch die Coronabeschränkungen betroffenen Geschäftssparten wurde im Jahr 2021 Kurzarbeit zur Beschäftigungssicherung genutzt.

Die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern stellt aufgrund der sich perspektivisch weiter verschärfenden Personalknappheit in der Sicherheitswirtschaft eine große Herausforderung dar. Nach der Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit blieben trotz konjunkturell schwierigeren Rahmenbedingungen rund 11.400 Stellen in der privaten Sicherheitsbranche Ende 2021 unbesetzt. Insbesondere der weiterhin stabile Arbeitsmarkt, der demografische Wandel und die zunehmende Akademisierung der beruflichen Bildung sind für diese Entwicklung maßgeblich. Eine vergleichsweise hohe Abbrecherquote in der Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft sowie negative Vorurteile zum Berufsbild verstärken diesen Mangel zusätzlich.

Mit einem Maßnahmenmix möchten wir auch zukünftig um neue Mitarbeiter werben und von Securitas überzeugen. Neben konventionellen Wegen der Mitarbeitersuche und Intensivierung der Nachwuchssicherung umfasst dieser Ansatz auch den weiteren Aufbau und die Pflege der Marke Securitas als attraktiven Arbeitgeber und den Ausbau alternativer Rekrutierungskanäle. Hierzu gehören beispielsweise eine starke Präsenz und Ansprache über soziale Medien sowie unser Programm "Mitarbeiter werben Mitarbeiter".

Hinsichtlich der Mitarbeiterbindung ist festzustellen, dass der Anteil der arbeitnehmerseitigen Kündigungen weiterhin eine große Herausforderung darstellt. Befragungen haben ergeben, dass ausscheidende Beschäftigte sich Erwerbstätigkeiten zuwenden, die attraktivere Arbeitszeiten und bzw. oder höhere Durchschnittseinkommen bieten sowie mit einem besseren gesellschaftlichen Image assoziiert werden.

Die Qualifikationsprofile unserer Mitarbeiter werden durch den Rückgriff auf externe und konzerninterne Beratungs- und Sicherheitsfachschulen auf hohem Niveau sichergestellt. Über unser Inhouse-Schulungsmanagement wird zudem ein Wissen- und Erfahrungstransfer innerhalb der Gruppe ermöglicht und damit ein wesentlicher Beitrag zur Etablierung eines hohen Qualitätsstandards geleistet.

Aufsichtsrat und Geschäftsführung haben sich mit der Umsetzung der Forderungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft ("Gesetz zur Frauenquote") intensiv auseinandergesetzt. Die Muttergesellschaft Securitas Holding blickt auf eine Geschichte zurück, in der Frauen unabhängig von gesetzlichen Vorgaben sowohl in der Geschäftsführung als auch den beiden nachfolgenden Führungsebenen vertreten waren bzw. sind.

Derzeit sind zwei Geschäftsführerinnen Mitglied der vierköpfigen Geschäftsleitung. Zielsetzung ist, dass sich in der Geschäftsführung auch bei organisatorischen oder personellen Veränderungen auch zukünftig mindestens eine Frau befindet.

Auch in der nächsten Führungsebene (Abteilungsleitung mit Prokura) und dieser nachfolgenden Hierarchiestufe (Abteilungsleitung ohne Prokura) sind Frauen vertreten. Stellenbesetzungen erfolgten unter Berücksichtigung der Eignung und Verfügbarkeit der jeweiligen weiblichen und männlichen Interessenten. Für die Securitas Holding GmbH soll diese praktizierte und bewährte Vorgehensweise fortgesetzt werden.

Im Aufsichtsrat sind unverändert fünf weibliche Mitglieder vertreten. Eine weitere Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat kann während der laufenden Amtszeit nur bei Abberufung eines Mitglieds oder Amtsniederlegung in Betracht kommen.

IV. NACHHALTIGKEIT UND UMWELT

Securitas ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung als global agierende Unternehmensgruppe bewusst. Den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verfolgen wir daher konsequent, um eine gesunde Umwelt auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Wir möchten hierzu einen Beitrag leisten und sind als Konzern mit fahrzeugbezogenen Dienstleistungen insbesondere bestrebt, den CO 2 -Ausstoß pro Kilometer für neu erworbene Fahrzeuge durch die konzernweit vorgegebene Höchstgrenze im Jahresrhythmus kontinuierlich zu senken.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Auch im Jahr 2021 blieb die Wirtschaftlichkeit unter dem Niveau von vor der Coronakrise, nachdem die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 eine maßgebliche Abnahme an Leistung erfuhr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete insgesamt einen Anstieg um +2,8 % (Vj: -4,9 %), was lediglich eine leichte Erholung zum Vorjahr zeigt. Insbesondere die zur Eindämmung der Pandemie verordneten Lockdowns, belasteten die wirtschaftliche Entwicklung, auch wenn sich die Auswirkungen in den einzelnen Wirtschaftszweigen sehr verschieden abzeichnen. Der Arbeitsmarkt wurde weiterhin mit Kurzarbeiterprogrammen gestützt. Dieser verzeichnete jedoch ebenfalls eine leichte Erholung mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt von 5,9 % auf 5,4 %.

Die deutsche Sicherheitswirtschaft ist gekennzeichnet von einigen wenigen Großanbietern und einer Vielzahl von kleinen Dienstleistern. Nach der Konjunkturstatistik des Statistischen Bundesamtes und Angaben des BDSW erwirtschaftete die private Sicherheitsbranche in 2021 mit rd. 260.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von EUR 9,7 Mrd. Es ist davon auszugehen, dass der Wirtschaftszweig im Soge des wirtschaftlichen Abschwungs Rücksetzer bei Umsatz, Beschäftigung und auch der Anzahl der Anbieter hinnehmen musste. Insbesondere bei Sicherheitstätigkeiten bei Großveranstaltungen (z. B. Fußballspiele, Konzerte, Hauptversammlungen) und an Flughäfen waren die Auswirkungen einschneidend. Im zweiten Pandemiejahr verzeichnen die deutschen Flughäfen ein Plus von ankommender und abfliegender Passagiere. Im Vergleich zu 2020 wurden 23 % mehr Passagiere gezählt (78,5 Mio.). Dies sind jedoch 68,6 % weniger Passagiere als im Jahr 2019. Für die Sicherheitsbranche entfiel damit ein erhebliches Auftragsvolumen in der Flughafensicherheit, das rd. 11 % des Branchenumsatzes ausmacht. Negative Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Branche konnten durch das Instrument der Kurzarbeit weitgehend vermieden werden. Inwieweit sich infolge der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der Coronakrise strukturelle Veränderungen auch innerhalb unserer Branche ergeben werden, bleibt noch abzuwarten.

II. GESCHÄFTSVERLAUF UND FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Der Geschäftsverlauf 2021 stand stark unter dem Eindruck der Coronapandemie, die sich unterschiedlich auf unsere Segmente ausgewirkt hat. Während Beauftragungen an Flughäfen und im Zusammenhang mit Großveranstaltungen historische Umsatzrücksetzer erlebten, konnten in anderen Sparten Sonderaufträge verzeichnet werden.

Ein Highlight des Geschäftsjahres 2021 war die Akquisition der Protection One Unternehmensgruppe mit ihren bundesweit 12 Standorten mit Wirkung zum 19. August 2021. Diese Übernahme stellt einen weiteren wichtigen Schritt dar, um den Anteil an Sicherheitslösungen in Kombination mit Technik zu verstärken.

Für Securitas als Dienstleistungsunternehmen stellen Umsatz und EBITA (Konzernergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) wichtige Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts und damit auch zentrale Leistungsindikatoren dar. Die Beurteilung des Geschäftsverlaufs 2021 stellt sich angesichts der großen pandemiebedingten Herausforderungen insgesamt zufriedenstellend dar, obwohl sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis die angesetzten Planwerte nicht erreicht werden konnten.

III. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

1. ERTRAGSLAGE

Die Entwicklung der Ertragslage ist verdichtet und differenziert nach den maßgeblichen Steuerungs- und Analysekennzahlen operativer Umsatz, Rohertrag, EBITA, EBT und Konzernergebnis in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.

Für diese Betrachtung wurden - ausgehend von der Gewinn- und Verlustrechnung - die Umsatzerlöse in operative Erlöse aus der hauptsächlichen Geschäftstätigkeit und Nebenerlöse (vorwiegend aus Vermietung) aufgeteilt und letztere zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Position "übrige Betriebserträge" zusammengefasst. Infolgedessen wurden korrespondierend Aufwendungen, die sich auf diese Nebenerlöse beziehen, aus den bezogenen Leistungen des Materialaufwands zusammen mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den sonstigen Steuern in der Position "übriger Betriebsaufwand" zusammengeführt.

Zur Ermittlung des EBITA wurden die Abschreibungen laut Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend in solche auf immaterielle Vermögensgegenstände und solche auf Sachanlagen aufgegliedert.

2021 2020
Mio. EUR % Mio. EUR %
Operative Umsatzerlöse 949,2 99,8 908,5 100,2
Bestandsveränderung/Eigenleistungen 2,3 0,2 -2,2 -0,2
Gesamtleistung 951,5 100,0 906,3 100,0
Wareneinsatz -16,7 -1,8 -7,0 -0,8
Subunternehmerleistungen -70,5 -7,4 -77,5 -8,6
Personalaufwand -717,7 -75,4 -692,4 -76,4
Rohertrag 146,6 15,4 129,4 14,3
Übrige Betriebserträge 22,4 2,4 15,5 1,7
Übriger Betriebsaufwand -115,7 -12,2 -92,2 -10,2
Abschreibungen Sachanlagen -17,5 -1,8 -16,2 -1,8
EBITA 35,8 3,8 36,4 4,0
Abschreibungen immaterielles Vermögen -15,2 -1,6 -9,7 -1,0
Zinsergebnis -1,7 -0,2 -1,9 -0,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 18,9 2,0 24,8 2,8
Ertragsteuern -9,7 -1,0 -9,9 -1,1
Konzernergebnis 9,2 1,0 15,0 1,7
Veränderung
Mio. EUR %
Operative Umsatzerlöse 40,7 4,5
Bestandsveränderung/Eigenleistungen 4,5 -204,5
Gesamtleistung 45,2 5,0
Wareneinsatz -9,7 138,6
Subunternehmerleistungen 7,0 -9,0
Personalaufwand -25,3 3,7
Rohertrag 17,2 13,3
Übrige Betriebserträge 6,9 44,5
Übriger Betriebsaufwand -23,5 25,5
Abschreibungen Sachanlagen -1,3 8,0
EBITA -0,6 -1,6
Abschreibungen immaterielles Vermögen -5,5 56,7
Zinsergebnis 0,2 -10,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) -5,9 -23,8
Ertragsteuern 0,2 -2,0
Konzernergebnis -5,8 -38,7

Die Ertragslage des Berichtsjahres zeichnet sich durch einen deutlichen Umsatzanstieg jedoch einem deutlich schwächeren Konzernergebnis aus. Der Rohertrag konnte insbesondere aufgrund einer Verschiebung des Umsatzmixes zugunsten der höhermargigen Geschäftssparte verbessert werden. Neben der im Berichtsjahr realisierten Unternehmenszukäufe begünstigte auch ein höherer Anteil an Sonderaufträgen den Bruttodeckungsbeitrag.

Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Geschäftssegmente des Konzerns:

2021 2020
Mio. EUR % Mio. EUR %
Spezialisierte Sicherheitsdienste 677,7 71,4 646,3 71,2
Aviation Security 160,4 16,9 156,2 17,2
Mobile Dienste 68,7 7,2 76,6 8,4
Alert Services 42,4 4,5 29,4 3,2
949,2 100,0 908,5 100,0
Veränderung
Mio. EUR %
Spezialisierte Sicherheitsdienste 39,3 6,1
Aviation Security 4,2 2,7
Mobile Dienste -15,8 -20,7
Alert Services 13,0 44,2
40,7 4,4

Die Coronapandemie wirkte sich auch im Jahr 2021 sehr unterschiedlich auf unsere Geschäftssparten aus. Die Sicherheitsdienstleistungen an den deutschen Flughäfen wurden infolge des drastischen Einbruchs des Luftverkehrs seit 2020 deutlich geringer nachgefragt. Im Jahr 2021 ist eine leichte Erholung des Geschäfts zu verzeichnen, jedoch stellt sich der Umsatz immer noch deutlich geringer dar als vor der Pandemie. Bis auf mobile Dienste verzeichneten die übrigen Segmente auch im Pandemiejahr 2021 Umsatzzuwächse. Der Mehrumsatz bei den spezialisierten Sicherheitsdiensten ist hauptsächlich auf Akquisitionen (STANLEY EUR +38,9 Mio. sowie Protection One EUR +11,3 Mio.) sowie auf die Weiterberechnungen von tariflichen Lohnsteigerungen an Auftraggeber zurückzuführen. Die Umsätze im Bereich Mobile Dienste sind durch den Wegfall coronabezogener Dienstleistungen sowie durch eine Umverteilung der kurzfristigen Bewachungen in andere Geschäftsbereiche gesunken. Die Rohertragsmarge hat sich im Berichtsjahr um 1,1 %-Punkte verbessert. Dieser Zuwachs ist vorwiegend auf die Akquisitionen von STANLEY und Protection One sowie auf einen leicht geringeren Umsatzanteil der personalkostenintensiven Aviation Sparte zurückzuführen. Die Umsatzprognose des Vorjahres wurde im Ergebnis im Wesentlichen erreicht.

Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnen die übrigen Betriebserträge insbesondere infolge der Auflösung von Rückstellungen sowie Herabsetzung der Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen (EUR 7,4 Mio.) eine deutliche Zunahme. Für den Anstieg des übrigen Betriebsaufwands sind vorwiegend höhere Aufwendungen für Konzernumlagen aus Schweden (+ EUR 11,8 Mio.), coronabezogene Mehrkosten sowie die erstkonsolidierten Unternehmen maßgeblich.

Während die Abschreibungen auf Sachanlagen nur geringfügig angestiegen sind, betreffen höhere planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände die Geschäfts- oder Firmenwerte und Kundenverträge aus der Erstkonsolidierung des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie Folgeeffekte der Akquisition von STANLEY.

Die Konzernsteuerquote des Berichtsjahres hat sich bedingt durch ein niedrigeres Ergebnis und in etwa gleichbleibenden Steueraufwendungen leicht verschlechtert.

Das erzielte EBITA entspricht im Wesentlichen dem prognostiziertem EBITA des Vorjahres. Das Konzernergebnis in Höhe von EUR 9,2 Mio. liegt unter dem prognostizierten Wert des Vorjahres in Höhe von EUR 18 Mio. Dies resultiert maßgeblich aus dem vorgenannten Anstieg des übrigen Betriebsaufwandes.

2. VERMÖGENSLAGE

Die Entwicklung der Vermögenslage ist verdichtet nach den maßgeblichen Positionen in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
Mio. EUR % Mio. EUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 100,6 30,8 51,5 19,9
Sachanlagen 61,2 18,7 45,3 17,5
Finanzanlagen 0,0 0,0 0,0 0,0
Anlagevermögen 161,8 49,5 96,8 37,4
Vorräte 15,8 4,8 12,4 4,8
Forderungen gegen Kunden 126,1 38,7 130,6 50,5
Sonstige Aktiva 9,6 2,9 9,7 3,8
Flüssige Mittel 13,5 4.1 9,2 3,6
Umlaufvermögen 165,0 50,5 161,9 62,6
326,8 100,0 258,7 100,0
Veränderung
Mio. EUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 49,1 95,3
Sachanlagen 15,9 35,1
Finanzanlagen 0,0 0,0
Anlagevermögen 65,0 67,1
Vorräte 3,4 27,4
Forderungen gegen Kunden -4,5 -3,4
Sonstige Aktiva -0,1 -1,0
Flüssige Mittel 4,3 46,7
Umlaufvermögen 3,1 1,9
68,1 26,3

PASSIVA

Eigenkapital 64,8 19,8 76,5 29,6
Pensionsrückstellungen 8,0 2,5 7,5 2,9
Steuerrückstellungen 11,8 3,6 6,6 2,6
Sonstige Rückstellungen 50,3 15,4 50,4 19,5
Verbindlichkeiten Liefer- und Leistungsverkehr 13,5 4,1 12,3 4,8
Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling 96,6 29,6 42,8 16,5
Sonstige Passiva 70,9 21,7 56,0 21,7
Latente Steuern 10,9 3,3 6,6 2,6
Fremdkapital 262,0 80,2 182,2 70,4
326,8 100,0 258,7 100,0
Eigenkapital -11,7 -15,3
Pensionsrückstellungen 0,5 6,7
Steuerrückstellungen 5,2 78,8
Sonstige Rückstellungen -0,1 -0,2
Verbindlichkeiten Liefer- und Leistungsverkehr 1,2 9,8
Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling 53,8 125,7
Sonstige Passiva 14,9 26,6
Latente Steuern 4,3 65,2
Fremdkapital 79,8 43,8
68,1 26,3

Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag 2021 deutlich erhöht. Zu dieser Entwicklung hat insbesondere der Erwerb der Protection One Unternehmensgruppe beigetragen. Während die immateriellen Vermögensgegenstände akquisitionsbedingt einen Anstieg um EUR 49,1 Mio. verzeichneten, führte die Erstkonsolidierung im Sachanlagevermögen ebenfalls zu einem signifikanten Anstieg um EUR 15,9 Mio. sowie im Vorratsvermögen zu einem Anstieg um EUR 3,4 Mio. Auf der Passivseite war vor allem der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling als Folge des Unternehmenserwerbs maßgeblich.

Kundenforderungen sind aufgrund vorzeitiger Zahlungen zum Stichtag leicht unterhalb dem Vorjahresniveau. Die nach den internationalen Konzernvorgaben ermittelte Kreditdauer von Kundenforderungen ist von 43 Tagen im Vorjahr auf 40 Tage zum Bilanzstichtag 2021 gesunken.

Das Eigenkapital ist in Folge der Ausschüttung der Dividende in Höhe von EUR 20,9 Mio. sowie unter Berücksichtigung des Konzernjahresüberschusses von EUR 9,2 Mio. um EUR -11,7 Mio. gesunken.

Die Steuerrückstellungen haben sich in Folge von notwendigen Rückstellungen für laufende Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie durch Betriebsprüfung um EUR 5,2 Mio. erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen zeichnen höhere Ansätze für Restrukturierungsprogramme sowie personalbezogene Rückstellungen aus, sind jedoch in Folge des gegenläufigen Effektes des Wegfalls der Rückstellung für Berufsgenossenschaftsbeitrage nahezu unverändert.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Cash Pooling steht im Zusammenhang mit den höheren Investitionsausgaben des Geschäftsjahres.

In den sonstigen Passiva sind hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern für den Abrechnungsmonat Dezember und aus Umsatzsteuer sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen zusammengefasst.

3. FINANZLAGE

A) KAPITALSTRUKTUR

Securitas Deutschland ist über die Konzernmuttergesellschaft Securitas Holding GmbH in das internationale Cash-Pooling-System der Securitas Gruppe eingebunden. Der Liquiditätsausgleich wird über deren Schwestergesellschaft Securitas Treasury Ireland Ltd., Dublin/Irland, abgewickelt. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Kontokorrentverbindlichkeit des deutschen Securitas Konzerns auf EUR 96,6 Mio. (Vj: EUR 42,8 Mio.).

B) INVESTITIONEN

Die zahlungswirksamen Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres verteilen sich wie folgt:

2021 2020
Mio. EUR Mio. EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 4,3 2,2
Sachanlagen 18,6 16,7
Erwerb von konsolidierten Unternehmen 66,9 32,9
89,8 51,8

Mit dem Ziel, die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum von Umsatz und Ergebnis zu legen, ist die Investitionsstrategie des Konzerns maßgeblich durch die Modernisierung und den Ausbau des operativen Sachanlagevermögens (insbesondere Einsatzfahrzeuge, Sicherheitsanlagen) und Unternehmenszukäufe gekennzeichnet.

Im Berichtsjahr fallen die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher aus. Insbesondere die Akquisition der Protection One Unternehmensgruppe hat die Investitionsausgaben im Jahr 2021 geprägt.

C) LIQUIDITÄT

Die Entwicklung der als Finanzmittelbestand definierten flüssigen Mittel des Konzerns stellt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr wie folgt dar:

2021 2020
Mio. EUR Mio. EUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 43,3 53,7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -86,5 -50,9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 47,4 -0,6
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 4,3 2,2
Finanzmittelbestand am 1.1. 9,2 7,0
Finanzmittelbestand am 31.12. 13,5 9,2

Die Verschlechterung des Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr ist auf eine Darstellungsänderung zurückzuführen und resultiert aus einer Umgliederung der Verbindlichkeit zur Kaufpreiszahlung für die Akquisition der Protection One in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Insofern die Akquisition der STANLEY im Jahr 2020 in Höhe von EUR 37,7 Mio. gleichlautend dargestellt worden wäre, wäre der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit deutlich angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf eine günstige Entwicklung des Working Capital im Gescahäftsjahr zurückzuführen. Simultan zum Rückgang des Cashflows aus operativer Tätigkeit im Jahr 2021 in der aktuellen Darstellungsform ergibt sich ein Anstieg des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit hauptsächlich durch die Umgliederung der Kaufpreisverbindlichkeit sowie durch die Ausschüttung der Dividende.

Bei der Investitionstätigkeit betreffen die Auszahlungen im Wesentlichen Unternehmensübernahmen (EUR 66,9 Mio.).

Der Zahlungssaldo aus der Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf die Auszahlung an Gesellschafter des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 20,9 Mio. sowie auf die Einzahlung von Konzernunternehmen zur Finanzierung der Akquisition in Höhe von EUR 69,7 Mio. zurückzuführen. Des Weiteren sind Zinszahlungen im Zusammenhang mit dem Cash-Pooling, periodenfremden Steuernachzahlungen und Tilgung von Finanzkrediten enthalten.

C. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Als Sicherheitsdienstleister sind die Gesellschaften der Securitas Deutschland im Rahmen ihrer geschäftlichen Aktivitäten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Sie begegnen diesen Risiken durch ein umfassendes Risikomanagementsystem, das integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und ein wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Entscheidungen ist. Zielsetzung ist hierbei, die im Zusammenhang mit den Dienstleistungen potenziell entstehenden Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Gleichzeitig wird das Management die sich bietenden Geschäftschancen konsequent nutzen, um ein erfolgreiches Wachstum zu erreichen.

Bestandteile des Risikomanagementsystems sind Risikoanalysen auf deren Grundlage ein Risk-Business Plan entwickelt wird, die Vertragsgestaltung, das Planungssystem, das interne Reporting sowie eine umfassende externe Berichterstattung.

Das Risikomanagement im Bereich der Vertragsgestaltung umfasst die Vorgabe, dass grundsätzlich rechtlich geprüfte Standardverträge zu verwenden sind. Die kategorisch unzulässigen Vertragsklauseln, die Aufklärung von Mitarbeitern und genau festgelegte Genehmigungsprozesse sowie eine Risikoanalyse des durchzuführenden Vertrages sind ebenfalls definiert. Verträge, die vom Standard abweichen oder bestimmte Risikomerkmale aufweisen, werden vor Unterzeichnung unter enger Einbindung der Rechtsabteilung verhandelt und bedürfen gegebenenfalls der Freigabe durch die vom Konzern festgesetzten Genehmigungsstufen. Zudem erfolgen Nachschauanalysen bei Abweichungen von den vorgegebenen Standardverträgen.

Auf Grundlage strategischer Konzernplanung ermöglicht das Planungssystem, potentielle Risiken aufzudecken und abzuschätzen. Mögliche Gefahren finden frühzeitig im Entscheidungsprozess Berücksichtigung, so dass Steuerungsmaßnahmen zur Risikobewältigung rechtzeitig eingeleitet werden können.

Die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken erfolgt mit Hilfe eines standardisierten internen Berichtswesens. Die Geschäftsführung der Konzerngesellschaften sowie verschiedene Managementebenen werden über die aktuelle wirtschaftliche Situation und den Grad der Zielerreichung regelmäßig informiert. Durch kontinuierliche Markt- und Wettbewerbsanalysen wird die Risikotransparenz zusätzlich erhöht.

Einen weiteren Kontrollmechanismus bildet das in der Securitas-Gruppe etablierte Compliance Management System. Dies umfasst neben der Vorgabe bestimmter zentraler Kriterien auch die Implementierung des Verhaltenskodex (Werte und Ethische Grundsätze von Securitas), der Antikorruptionsrichtlinie sowie einer Whistleblower-Hotline ("Ethics Point"). Die Einhaltung dieser Regelungen wird kontinuierlich stichprobenartig durch das Qualitätsmanagement auditiert. Darüber hinaus wird zukünftig durch regelmäßig durchgeführte Revisionen die Einhaltung der Vorgaben überprüft und gewonnene Erkenntnisse zur Fortentwicklung des Compliance Systems verwendet.

Mit der Umsetzung der bei Securitas bestehenden Antikorruptionsrichtlinie wurde das bestehende E-Learning-Angebot um eine Schulung zur Antikorruption für Führungskräfte, Vertriebsmitarbeiter und alle mit Beschaffungsprozessen betrauten Beschäftigten erweitert. Es ergänzt als Bestandteil des Compliance Systems den Schulungskomplex zum vorgenannten Verhaltenskodex sowie die Whistleblower Hotline.

D. CHANCEN-, RISIKEN- UND PROGNOSEBERICHT

I. CHANCEN FÜR DIE ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG

Die Sicherheitsbranche sieht sich einem zunehmenden Sicherheitsbedürfnis von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft gegenüber. Neben terroristischen Bedrohungen und einer höheren Kriminalitätsbelastung - insbesondere im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten - ist das Sicherheitsempfinden auch durch eine steigende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft geprägt. Daher kommen private Sicherheitsdienste mittlerweile auch in Jobcentern, Schulen und Krankenhäusern zum Einsatz. Diese Ausweitung des Aufgabenspektrums verläuft in enger Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und der Polizeiverwaltung.

Vor diesem Hintergrund verändern sich die Herausforderungen an die Sicherheitswirtschaft. Securitas trägt den sich verändernden Rahmenbedingungen und Erwartungen Rechnung und konzipiert intelligente Sicherheitslösungen, die personelle Dienstleistungen mit Sicherheitstechnik sowie organisatorischen Maßnahmen zu einer effektiven und wirtschaftlichen Sicherheitsinfrastruktur verbinden. Entscheidend ist hierbei, den idealen Mix aus verschiedenen Kompetenzen zu bestimmen und das Zusammenspiel zwischen Sicherheitsmitarbeiter und Technik klug auszutarieren. Ein tiefes Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten des Kunden auf Grundlage langjähriger Beziehungen ermöglichen die Konzeption maßgeschneiderter Lösungen, die ein hohes Maß sowohl an Sicherheit als auch Wirtschaftlichkeit erfüllen.

In den kommenden Jahren wird Videoüberwachung im Sicherheitssektor weiter an Bedeutung gewinnen. Securitas ist überzeugt, dass sich diese Technik der Echtzeitsicherheit zu einem wesentlichen Unterscheidungsmerkmal zwischen den Sicherheitsunternehmen entwickeln wird und investiert daher stark in diesem Bereich. Mit dem Aufbau der Geschäftseinheit Technical Solutions wird im gesamten deutschen Konzern die technische Fachkompetenz intensiv verstärkt. Die Beratungskompetenz steigt und neue Produkte, wie zum Beispiel die audiovisuelle Fernüberwachung (Remote Video Solutions), können gezielt im Rahmen der Lösungsentwicklung implementiert werden.

Securitas wird auch in Zukunft strategische Akquisitionen insbesondere ausgerichtet auf den Erwerb von technischer Expertise realisieren, um das Ziel, sich als Anbieter von ganzheitlichen und nachhaltigen Sicherheitskonzepten zu etablieren, konsequent umzusetzen.

Im Jahr 2021 trugen Sicherheitslösungen und -technik rd. 29,8 % (Vj: 22,4 %) zum Gesamtumsatz bei. Securitas strebt an, diesen Umsatzanteil in den folgenden Jahren weiter auszubauen. Technik, Kenntnisse und Markt sind bereits entwickelt und das Management geht davon aus, dass ein höherer Technikanteil in der Sicherheitsinfrastruktur die Gesamtkosten der Kunden senkt und somit zu einer zufriedenstellenden Sicherheitslösung beiträgt.

Insgesamt sieht das Management die Unternehmensgruppe nicht zuletzt auch durch den Erwerb der STANLEY Security in 2020 sowie der Protection One Unternehmensgruppe in 2021 bei der weiteren Forcierung kundenspezifischer technischer Sicherheitslösungen für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt.

II. RISIKEN FÜR DIE ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG

Der Securitas Konzern ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, welche die Geschäftstätigkeit und damit unmittelbar auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten. Insbesondere die nachfolgend dargestellten Risiken sind Bestandteil eines permanenten Monitoringprozesses. Die Reihenfolge der Auflistung orientiert sich an dem Potenzial der jeweiligen Risikokategorie, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu belasten.

Preisrisiken

Die abgeschlossenen Tarifverträge waren in der jüngeren Vergangenheit mit deutlichen Entgelterhöhungen verbunden. Tendenziell sind infolge des Personalmangels in der Branche auch zukünftig Lohnerhöhungen über dem allgemeinen Durchschnitt zu erwarten. Inwieweit diese Erhöhungen an die Auftraggeber weitergeben werden können, hängt neben der konjunkturellen Situation auch von der Wettbewerbsintensität ab. Sofern tarifvertragliche Entgeltsteigerungen nicht in ausreichendem Maße durch Preissteigerungen kompensiert werden könnten, würde Margenrückgänge resultieren. Dieser Entwicklung versuchen wir, mit dem Ausbau des technologiebasierten Anteils unseres Serviceportfolios entgegenzuwirken.

Personalrisiken

Zur optimalen Ausrichtung der Dienstleistungen auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse stellen qualifizierte und motivierte Beschäftigte einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Mit Blick auf den demographischen Wandel und die zunehmenden Anforderungen an Sicherheitsaufgaben hängt der künftige Erfolg wesentlich davon ab, engagierte und qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, zu halten und zu entwickeln. Um zeitgemäße technische Anlagen und Systeme bei unseren Auftraggebern betreuen zu können, müssen zudem die Weiterbildungsprozesse ausgebaut und finanziert werden.

Personalknappheit kann dazu führen, dass zusätzlich Aufträge nicht angenommen bzw. lediglich durch einen erhöhten Rückgriff auf Subunternehmen abgewickelt werden können. Zudem können sich Personalengpässe aufgrund steigender Lohnkosten spürbar auf die Ertragsentwicklung auswirken.

Neben dem Ausbau von Mitarbeiterbindungsprogrammen sowie Rekrutierungswegen stellt die Fokussierung auf die Zusammenführung von traditionellen Onsite-Sicherheitsdienstleistungen mit Fernüberwachung, mobilen Dienste und weiteren sicherheitstechnischer Lösungen einen wichtigen Beitrag dar, diesen Personalrisiken zu begegnen.

Konjunkturelle Risiken

Als Dienstleistungskonzern ist die Unternehmensgruppe allgemeinen konjunkturellen Risiken ausgesetzt, die sich auf die wirtschaftliche Situation ihrer Kunden respektive potenzieller Kunden und damit deren Nachfrageverhalten auswirken können. Wir erwarten aufgrund der geringen konjunkturellen Sensibilität unseres Stammgeschäfts sowie der Unabhängigkeit von einzelnen Kunden oder Dienstleistern keine signifikanten konjunkturbedingten Belastungen. Im pandemiebedingt weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld des Berichtsjahres hat sich bestätigt, dass aufgrund des diversifizierten Kundenportfolios und fester Vertragsbeziehungen konjunkturelle Rücksetzer für einen gewissen Zeitraum weitgehend kompensiert werden können.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Wir stellen einen hohen Anspruch an unsere Servicequalität und die Zufriedenheit unserer Kunden. Unser Qualitätsmanagement umfasst neben der Gewinnung geeigneter Mitarbeiter auch die sorgfältige Auswahl und die Auditierung von beauftragten Subunternehmen. Auch in 2021 erfolgte die Weiterentwicklung eines Konzepts zum Auswahl- und Auditprozess von Subunternehmen, um den hohen Qualitätsstandards auch angesichts steigender Komplexität gerecht zu werden.

Akquisitionsrisiken

Unsere Wachstumsstrategie schließt auch die Übernahme von Unternehmen mit komplementierenden Sicherheitslösungen und zukunftsgerichteter technischer Expertise ein. Bei Unternehmenszukäufen bestehen Risiken hinsichtlich der Akquisitionsdurchführung, Integration und Erfüllbarkeit der zugrunde liegenden Erwartungen. Unter anderem können das Nichterreichen von operativen Zielen und Synergievorhaben sowie höhere Integrationskosten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns belasten.

Diesen Akquisitionsrisiken wird durch einen strukturierten sowie differenzierten Entscheidungsprozess unter Einbindung der Erfahrung der Führung des internationalen Securitas Konzerns und durch umfassende Due Diligence-Prüfungen begegnet.

Informationstechnische Risiken

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 wurden weitere Maßnahmen zur Verbesserung von Performance und Informationssicherheit konsequent ausgebaut. Mit der Einsetzung eines Informationssicherheitsbeauftragten wurde das Sicherheitskonzept kontinuierlich professionalisiert und sich verändernden Gefährdungen laufend angepasst. Für nicht zeitgemäße IT-Systeme sind Umstellungsprojekte terminiert.

Forderungsausfallrisiken

Auf Grundlage eines qualifizierten Forderungsmanagements werden Außenstände fortlaufend aktiv überwacht und Zahlungsstörungen frühzeitig identifiziert und diesen entgegengesteuert. Erkennbaren Ausfall- und Bonitätsrisiken wird durch ausreichende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bedingt durch die Coronakrise waren auch im Berichtsjahr 2021 Forderungsausfälle zu verzeichnen. Die Höhe der Wertberichtigungen lag allerdings deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Bereits zu Beginn der Pandemie wurde das Forderungsmanagement personell verstärkt und die Sensibilität hinsichtlich Zahlungsverzögerungen erhöht.

Liquiditätsrisiken

Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan eingesetzt, der permanent an aktuelle Entwicklungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die Abdeckung des Finanzierungsbedarfs erfolgt über das internationale Cash-Pooling.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Der Konzern verfügt über einen gewissen Bekanntheitsgrad im Markt sowie ein beständiges Geschäftsmodell. Eine stabile Eigenkapitalstruktur und Finanzmitteldisposition sowie eine nachhaltig ausgerichtete Unternehmensführung sichern den langfristigen Erfolg des Konzerns. Die Risiken im Berichtsjahr haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 nicht und sind auch für die überschaubare Zukunft nicht ersichtlich.

III. PROGNOSEBERICHT

Trends und Entwicklungen wie Technologie, Big Data und Künstliche Intelligenz ebenso wie Übernahmen und Konsolidierungen treiben den Sicherheitsmarkt. Wir haben unsere Möglichkeiten längst erkannt und unsere Transformations- und Wachstumsstrategie entsprechend ausgerichtet. Unsere Entwicklungsziele sind eingebettet in die weltweite Vision des Securitas Konzerns.

Insgesamt stehen die Themen Kostenkontrolle und Effizienz, Konzentration auf unsere Kunden und Mitarbeiter, Digitalisierung und der Ausbau unseres Lösungsverkaufs auch hinein in den SME-Markt im Fokus der kommenden Zeit.

Die Transformation von einem traditionellen Stunden- hin zu einem Lösungsanbieter und damit einhergehend der Automatisierung und Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse ebenso wie unserer Lösungen wurde bereits vor Jahren gestartet. Meilensteine im Bereich der Geschäftsprozesse markieren die im Jahr 2020 realisierte Umstellung auf ein zeitgemäßes ERP-System sowie auf eine integrierte Software zur Fernsteuerung von Überwachungsaufgaben. Die Weiterentwicklung von innovativen Sicherheitslösungen ist ein wichtiger Bestandteil unserer strategischen Ausrichtung für die Zukunft. In 2021 erreichten wir hier durch den Erwerb der Protection One Unternehmensgruppe sowie in 2020 durch den Erwerb der STANLEY Security Gruppe Zugewinne in der Sicherheitstechnologie und den Notruf- und Serviceleitstellen. Die umfassende Modernisierung unser Markenidentität zu Beginn des laufenden Jahres unterstreicht den eingeschlagenen Wandlungsprozess und das Selbstverständnis des Unternehmens.

Insgesamt sind die Grundlagen für unsere Umsatz- und Ertragsziele mit Blick auf die Rahmenbedingungen des Marktes und der Stärken unserer internationalen Unternehmensgruppe strategisch und nachhaltig gelegt. Diese Ausrichtung wird kontinuierlich an die sich dynamisch ändernde Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen ebenso wie an Trends in der Branche angepasst, die wir frühzeitig aufspüren. Neben dem organischen Wachstum setzen wir zukünftig verstärkt auch auf die Expansion durch Akquisition von Unternehmen mit einem komplementierenden Serviceportfolio.

Die zukünftige Entwicklung wird einerseits durch den weiteren Ausbau des Umsatzanteils sicherheitstechnischer Lösungen begünstigt. Andererseits stellen der Personalmangel sowie überproportional steigende Löhne Belastungen für die Ertragslage dar. Der Ausblick ist mit erhöhten Unsicherheiten behaftet, da die coronabedingte Wirtschaftskrise auch strukturelle Veränderungen innerhalb unser Branche auslösen kann.

Insgesamt ist es der Securitas Gruppe auf Grundlage ihres Business Continuity Plan, der auch Maßnahmen für den Fall einer Pandemie vorsieht, bisher gut gelungen, mit Weitsicht durch die Coronakrise zu kommen. Mit der umgehenden Aktivierung des Pandemiekonzeptes wurde frühzeitig proaktiv der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie konsequent das Aufrechterhalten der Servicebereitschaft für unsere Kunden verfolgt.

Weiterhin hängt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stark von der Corona-Pandemie und dem Verlauf des Infektionsgeschehens ab. Im ersten Quartal 2022 werden die Einschränkungen infolge von weiterhin bestehenden Lockdowns unterschiedlicher Intensität sowie Sicherheitskonzepten die Wirtschaftsdynamik noch dämpfen, danach wird eine sukzessive Erholung der Gesamtwirtschaft erwartet. Vielversprechend sind erste Berichte über die positiven Entwicklungen in Ländern mit einer zu diesem Zeitpunkt höheren Impfpenetration in der Bevölkerung.

Im Geschäftsjahr 2022 wird sich der Ergebnisbeitrag der Akquisitionen im Gegensatz zum Berichtsjahr ganzjährig niederschlagen, in dem lediglich der Zeitraum der Konzernzugehörigkeit ab 1. September 2021 berücksichtigt wurde. In einer Gesamtwürdigung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2022 eine Verbesserung der Ertragslage. Auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse und Hochrechnungen budgetieren wir für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von ca. eine Mrd. EUR und damit eine stabile Ertragslage. Zudem erwarten wir ein EBITA einen leichten Rückgang des EBITA auf EUR 32 Mio. Das Konzernjahresergebnis wird auf Vorjahresniveau erwartet. Mit Blick auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2022 gehen wir davon aus, dass die vorgenannten Prognosen auf Basis der zum Erstellungsstichtag bekannten Informationen für das Gesamtjahr 2022 erreicht werden können.

 

Düsseldorf, 11. Mai 2022

Securitas Holding GmbH

Geschäftsführung

gez. Ralf Brümmer

gez. Jens Müller

gez. Carmen Schmieder

gez. Gundula Pabst

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2020
TEUR TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.300 18.382
2. Geschäfts- oder Firmenwert 66.775 33.140
3. Geleistete Anzahlungen 550 0
100.625 51.522
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.364 4.590
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.188 39.157
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.608 1.574
61.160 45.321
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13 13
2. Beteiligungen 2 2
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 20 20
35 35
161.820 96.878
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.578 1.339
2. Unfertige Erzeugnisse 10.741 9.791
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 453 1.232
15.772 12.362
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 126.070 130.628
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.344 2.502
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.973 6.232
134.387 139.362
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.481 9.229
163.640 160.953
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.285 828
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG 21 35
326.766 258.694

PASSIVA

31.12.2020
TEUR TEUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.023 1.023
II. Kapitalrücklage 117.716 117.716
III. Konzernbilanzverlust -53.927 -42.240
64.812 76.499
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.992 7.484
2. Steuerrückstellungen 11.792 6.597
3. Sonstige Rückstellungen 50.338 50.434
70.122 64.515
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 600 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.380 5.977
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.518 12.347
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 100.577 44.609
5. Sonstige Verbindlichkeiten 54.734 47.433
179.809 110.366
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.103 734
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 10.920 6.580
326.766 258.694

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2020
TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 950.496 909.847
2. Erhöhung (Vj. Verringerung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 70 -2.342
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.181 116
4. Sonstige betriebliche Erträge 21.176 14.237
973.923 921.858
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 16.675 7.041
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 71.306 78.436
87.981 85.477
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 603.934 573.992
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 113.747 118.362
717.681 692.354
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstande des Anlagevermögens und Sachanlagen 32.751 25.856
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 114.396 90.961
21.114 27.210
9. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 2 2
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43 66
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.741 1.992
1.696 1.924
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.745 9.859
13. Ergebnis nach Steuern 9.673 15.427
14. Sonstige Steuern 460 445
15. Konzernüberschuss 9.213 14.982
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -42.240 -57.222
17. Im Geschäftsjahr vorgenommene Ausschüttung -20.900 0
18. Konzernbilanzverlust -53.927 -42.240

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

Securitas Holding GmbH

Düsseldorf

INHALT

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

III. Konsolidierungsgrundsätze

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

V. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

(2) Geschäfts- oder Firmenwerte

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

(4) Flüssige Mittel

(5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

(6) Konzernbilanzverlust

(7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

(8) Steuerrückstellungen

(9) Sonstige Rückstellungen

(10) Verbindlichkeiten

(11) Passive latente Steuern

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(12) Umsatzerlöse

(13) Sonstige betriebliche Erträge

(14) Personalaufwand

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

(16) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

VIII. Sonstige Angaben

(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte

(19) Arbeitnehmer

(20) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

(21) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

(22) Ergebnisverwendung

(23) Mitglieder und Bezüge der Organe des Mutterunternehmens

(24) Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

(25) Nachtragsbericht

(26) Konzernzugehörigkeit

Integrale Anlagen zum Konzernanhang

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anteilsbesitzliste

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Securitas Holding GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 33348 eingetragen und hat ihren Sitz in Düsseldorf.

Der vorliegende Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Darstellung erfolgt in Tausend Euro (TEUR), wobei die Beträge jeweils kaufmännisch gerundet werden.

Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Soweit Angaben wahlweise im Anhang oder in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen können, werden sie im Anhang vorgenommen.

Dieser Konzernabschluss wirkt für einen Teil der einbezogenen Gesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HGB (Kapitalgesellschaften) bzw. § 264b HGB (Personenhandelsgesellschaften i. S. d. § 264a Abs. 1 HGB) befreiend. Die Gesellschaften, welche die Befreiungsregelungen in Anspruch nehmen, sind in der Anteilsbesitzliste, die integraler Bestandteil dieses Anhangs ist, gekennzeichnet.

II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der Securitas Holding GmbH als Mutterunternehmen 49 (Vj: 57) unmittelbar oder mittelbar gehaltene Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Securitas Holding GmbH die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat.

Im Vergleich zum Vorjahr verkleinerte sich der Konsolidierungskreis im Verlauf des Berichtsjahres um acht Tochterunternehmen infolge von zehn Verschmelzungen, einer Anwachsung und drei Unternehmenskäufen.

Zum handelsrechtlichen Übertragungsstichtag 1. Januar 2021 wurden die zehn nachfolgenden Konzernunternehmen verschmolzen:

Übertragender Rechtsträger Sitz Übernehmender Rechtsträger Sitz
TC Transport Consulting GmbH Offenbach am Main SECURITAS Power & Service GmbH & Co. KG Offenbach am Main
Securitas Electronic Security Holding GmbH Ratingen Securitas Electronic Security Deutschland GmbH Ratingen
Securitas Sicherheitstechnik GmbH Berlin Securitas Electronic Security Deutschland GmbH Ratingen
HMF-Systems GmbH Düsseldorf Securitas Electronic Security Deutschland GmbH Ratingen
Securitas Sicherheitstechnik Beteiligungs GmbH Celle Securitas Electronic Security Deutschland GmbH Ratingen
Securitas Notrufzentrale GmbH Celle SECURITAS Alert Services GmbH Mannheim
Securitas Aeroservices GmbH & Co. KG Lübeck SECURITAS GmbH Sicherheitsdienste Hamburg
Securitas Akademie GmbH Düsseldorf Securitas Holding GmbH Düsseldorf
Securitas Feuerwehren & Brandschutz Beteiligungs GmbH Berlin SECURITAS Sicherheits Beteiligung GmbH KKW Offenbach am Main
SECURITAS GmbH Werkschutz Essenbach SECURITAS GmbH Werkschutz Nord Essenbach

• Zum handelsrechtlichen Übertragungsstichtag 1. Januar 2021 wurde folgende Anwachsung durchgeführt:

Übertragender Rechtsträger Sitz Übernehmender Rechtsträger Sitz
SECURITAS Kraftwerk Sicherheit GmbH & Co. KG Offenbach am Main Securitas Holding GmbH Düsseldorf

• Im Berichtsjahr erfolgte die Erstkonsolidierung der folgenden drei erworbenen Gesellschaften:

Gesellschaft Sitz Geschäftsgegenstand Erwerbszeitpunkt
Protection One GmbH Meerbusch Dienstleistungen im Bereich Sicherheitstechnik 19.08.2021
Procontrol GmbH Meerbusch Dienstleistungen im Bereich Sicherheitstechnik 19.08.2021
ela Werder Sicherheitssysteme GmbH Großbeeren Dienstleistungen im Bereich Sicherheitstechnik 19.08.2021

Die erstkonsolidierten Gesellschaften wirkten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt auf das Vermögen und die Schulden des Konzerns aus:

TEUR
Vermögensgegenstände
Firmenwerte 44.259
Immaterielle Vermögensgegenstände aus Akquisitionen 17.488
Sonstiges Anlagevermögen 16.032
Umlaufvermögen 5.613
Flüssige Mittel 2.849
86.241
Schulden
Rückstellungen 4.010
Verbindlichkeiten 7.975
Latente Steuern 4.517
16.502
Kaufpreis inkl. Nebenkosten 69.739

Die aktivierten beizulegenden Zeitwerte entsprachen mit Ausnahme der aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände aus Akquisitionen im Wesentlichen den Buchwerten bei den erworbenen Unternehmen. Die Firmenwerte in Höhe von EUR 44,3 Mio. beinhalteten nicht separierbare immaterielle Vermögensgegenstände wie Fachwissen der Mitarbeiter, erwartete Synergieeffekte, Erschließung neuer Märkte und zusätzliche Marktpotenziale aus der Zusammenführung der Geschäftsaktivitäten.

Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschafteten die vorstehenden Unternehmen Außenumsätze in Höhe von insgesamt EUR 37,7 Mio. und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3,6 Mio.

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung dieser erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr durch diese Veränderung des Konsolidierungskreises nicht beeinträchtigt.

Auf eine Einbeziehung gem. §§ 311 Abs. 1 und 312 HGB ("at Equity") der Münchner U-Bahn Bewachungsgesellschaft mbH, München, an der eine Beteiligung in Höhe von 49 % vorliegt, wurde wegen untergeordneter Bedeutung (§ 311 Abs. 2 HGB) verzichtet. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 weist ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1 und ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 23 aus.

In der integralen Anlage 2 zum Konzernanhang (Anteilsbesitzliste) sind die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen aufgeführt. In dieser Anteilsbesitzliste sind zudem auch Name, Sitz und Rechtsform der Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter das Mutterunternehmen oder ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ist, vermerkt. Hierin enthalten ist auch eine abschließende Aufzählung aller Tochterunternehmen, die von der Offenlegungserleichterung gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB Gebrauch machen.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Einzelabschlusses der Muttergesellschaft aufgestellt. Der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich mit dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung.

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden den in den bilanzierten und den nicht bilanzierten Vermögensgegenständen der Tochtergesellschaften enthaltenen stillen Reserven zugeordnet bzw., soweit die aktiven Unterschiedsbeträge diese stillen Reserven übersteigen, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven werden entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände abgeschrieben. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Verwertbarkeit.

Statuswahrende Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen werden als Kapitalvorgang abgebildet. Hiernach werden die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs dieser Anteile verrechnet. Sofern sich nach dieser Verrechnung ein Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser erfolgsneutral mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet. Im Falle einer Abstockung wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis der Anteile und dem hierauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Anteile erfolgsneutral in das Konzern-Eigenkapital eingestellt.

Die aus Anlagenverkäufen innerhalb des Konzerns resultierenden Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Insbesondere erfolgt eine Zwischenergebniseliminierung für konzerninterne Veräußerungen von Kundenverträgen sowie Überwachungsanlagen. Zwischenergebnisse aus Lieferbeziehungen im Umlaufvermögen innerhalb der Unternehmensgruppe sind nur von geringfügiger Bedeutung, so dass eine Zwischengewinneliminierung insoweit nicht erforderlich ist.

Die gegenseitigen Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden alle konzerninternen Erträge und Aufwendungen eliminiert.

Der Ansatz von latenten Steuern erfolgt für zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen nach § 274 HGB sowie auf Konsolidierungsvorgänge nach § 306 HGB. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt nach Verrechnung von aktiven und passiven Latenzen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde beachtet.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der konsolidierten Konzerngesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, aufgestellt.

Die dem vorliegenden Konzernabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren, im Zugangsjahr zeitanteilig, vorgenommen.

Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung angesetzten Kundenaufträge werden über eine Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden in Abhängigkeit von der durchschnittlichen Kundenbindungsdauer des erworbenen Kundenportfolios geschätzt.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Verwertbarkeit der zugrundeliegenden Kundenbeziehungen, der Erlangung technischer Expertise und Fachwissen der Mitarbeiter, der erwarteten Synergieeffekte und der aus Übernahme entstehenden zusätzlichen Marktzugänge sowie -potenziale linear über einen Zeitraum von fünf bis zwanzig Jahren.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die durch planmäßige, der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechende, lineare Abschreibungen gemindert werden. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear über die erwarteten Nutzungsdauern von zwei bis 33 Jahren verteilt. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert für Gegenstände des Anlagevermögens über dem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt hierbei anhand des Durchschnittsverfahrens. Für Lager- und Verwertungsrisiken werden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie noch zu erwartende Skontoabzüge sind angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heu- beck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,87 % (i. Vj: 2,31 %). Für die zu erwartenden Entgelt- und Rentensteigerungen ist ein Trend in Höhe von 2,00 % p. a. bzw. 1,75 % p. a. sowie eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 5,0 % bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt worden.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens.

Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Insoweit das Deckungsvermögen die Rückstellung übersteigt, wird dieser aktive Überhang als gesonderter Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite ausgewiesen.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Die Jubiläumsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G) nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Die Abzinsung erfolgte unter pauschal angesetzter Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde. Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit den Erfüllungsbeträgen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Buchungszeitpunkt erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt. Wie im Vorjahr werden ausschließlich latente Steuern auf Konsolidierungsvorgänge gem. § 306 HGB ausgewiesen, da sich nach § 274 nur aktive latente Steuern - im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen für Pensionen und Drohverluste - ergeben und im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht wird. Aktive latente Steuern auf die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge wurden ebenfalls nicht gebildet.

Für eine verbesserte Darstellung der Vermögenslage wird auf einen unsaldierten Bilanzausweis von aktiven und passiven latenten Steuern verzichtet und der Passivüberhang aus der Verrechnung von aktiven und passiven Steuerlatenzen auf Konsolidierungsvorgänge gem. § 306 HGB ausgewiesen.

Für die Ermittlung der latenten Steuern kommt im Konzern ein kombinierter Ertragsteuersatz von derzeit 30,0 % zur Anwendung, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen und im Anhang gesondert vermerkt.

V. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die in der Anlage 1 zum Anhang gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

(2) Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

in TEUR Buchwert 01.01.2021 Zugänge 2021 Abgänge 2021 Planmäßige Abschreibungen 2021 Buchwert 31.12.2021
Portfolio Firmenwerte 33.140 44.259 -1.793 -8.831 66.775

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 126.070 130.628
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.344 2.502
Sonstige Vermögensgegenstände 5.679 5.927
134.093 139.057
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
Sonstige Vermögensgegenstände 294 305
134.387 139.362

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.255 (Vj: TEUR 1.310) zugleich Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie in Höhe von TEUR 1.088 (Vj: TEUR 1.192) sonstige Forderungen. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 1.119 (Vj: TEUR 1.307) solche gegen die Alleingesellschafterin enthalten.

(4) Flüssige Mittel

Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

(5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Verrechnung von Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Entgeltumwandlungen mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Folgende Saldierungen wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen:

31.12.2021 31.12.2020
Bilanz TEUR TEUR
Deckungsvermögen 1.758 1.753
Altersvorsorgeverpflichtungen -1.737 -1.718
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 21 35
2021 2020
Gewinn- und Verlustrechnung TEUR TEUR
Aufwand aus der Aufzinsung von Altersvorsorgeverpflichtungen -20 -33
Ertrag aus Deckungsvermögen 6 25
Saldierter Zinsaufwand (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) -14 -8

(6) Konzernbilanzverlust

Im Berichtsjahr wurde eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 20.900 vorgenommen (Vj: TEUR 0). Der Konzernbilanzverlust entwickelt sich folgt:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss 9.213 14.982
Konzernbilanzverlust aus dem Vorjahr -42.240 -57.222
Ausschüttung -20.900 0
Konzernbilanzverlust -53.927 -42.240

(7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit korrespondierendem Deckungsvermögen sowie die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen mit den Kapitalerträgen aus dem dazugehörigen Deckungsvermögen verrechnet.

Folgende Saldierungen wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung diesbezüglich vorgenommen:

Bilanz Pensionsverpflichtungen Deckungsvermögen Rückstellungen für Pensionen
TEUR TEUR TEUR
31.12.2020 7.612 -128 7.484
31.12.2021 8.794 -803 7.991
Gewinn- und Verlustrechnung Zinsanteil Pensionsverpflichtungen Erträge aus Deckungsvermögen Zinsen und ähnliche Aufwendungen
TEUR TEUR TEUR
2020 517 -2 515
2021 543 -44 499

Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB i. V. m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre zu bewerten. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2021 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 7.991. Diese liegen um TEUR 503 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2021 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,35 % ergeben hätte.

Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2021 unterliegt auf der Ebene der Securitas Holding GmbH in Höhe von TEUR 93 einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Der übrige Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 410 ist auf der Ebene der einbezogenen Tochterunternehmen in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG oder mit einem Gewinnabführungsvertrag entstanden, und damit nicht ausschüttungs- oder abführungsgesperrt.

(8) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten sämtliche Steuerschulden für die Veranlagungsjahre bis zum Bilanzstichtag in ihrer voraussichtlichen Höhe.

(9) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken die nachfolgenden Verpflichtungen ab:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 32.134 36.844
Ausstehende Rechnungen 5.438 6.389
Rückbauverpflichtungen 1.733 1.549
Archivierungs- und Jahresabschlusskosten 1.879 1.055
Übrige Verpflichtungen 9.153 4.597
50.338 50.434

(10) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.380 5.977
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.518 12.347
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.838 44.609
Sonstige Verbindlichkeiten 54.280 47.433
109.016 110.366
Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 600 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.739 0
Sonstige Verbindlichkeiten 454 0
179.809 110.366

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 3.939 (Vj: TEUR 1.790) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 96.638 (Vj: TEUR 42.818) auf das Cash-Pooling. Die Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 3.824 (Vj: TEUR 1.646) die Gesellschafterin.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 16.801 (Vj: TEUR 14.172) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 744 (Vj: TEUR 959) ausgewiesen.

(11) Passive latente Steuern

Latente Steuern infolge von abweichenden handelsrechtlichen und steuerlichen Ansatz- und Bewertungsgrundsätzen resultieren ausschließlich aus Konsolidierungsvorgängen im Sinne des § 306 HGB. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Nachfolgend sind die betroffenen Bilanzpositionen sowie entstehenden Steuerlatenzen vor Verrechnung dargestellt.

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2020
Bilanzposition TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 50 263 6.981 2.918
Sachanlagen 135 200 0 0
Forderungen und sonstige Vermögensgenstände 0 0 4.125 4.125
Bestand vor Verrechnung 185 463 11.106 7.043
Verrechnung latente Steuern -185 -463 -185 -463
Bilanzausweis nach Verrechnung 0 0 10.920 6.580

Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2021 sind nachfolgend dargestellt:

01.01.2021 Zugang Abgang 31.12.2021
Bilanzposition TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 263 0 213 50
Sachanlagen 200 0 65 135
463 0 278 185
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.918 5.417 1.354 6.981
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.125 0 0 4.125
7.043 5.417 1.354 11.106

Die Abgänge zu den latenten Steuern des Berichtjahres beruhen ausschließlich auf ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(12) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich auf folgende Segmente aufteilen:

2021 2020
TEUR % TEUR %
Spezialisierte Sicherheitsdienste 677.754 71,3 646.363 71,0
Aviation Security 160.381 16,9 156.231 17,2
Mobile Dienste 68.716 7,2 76.606 8,4
Alert Services 42.372 4,5 29.341 3,2
Vermietung von Immobilien 1.273 0,2 1.306 0,2
950.496 100,0 909.847 100,0

In dem Segment "Spezialisierte Sicherheitsdienste" sind die Umsatzerlöse des Segments "Technik" enthalten. Durch den Zukauf der Stanley Gruppe in 2020 hat das Segment "Technik" deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Anteil dieser Umsatzerlöse liegt bei 61.492 T€ im Vergleich zu 26.172 T€ im Vorjahr.

Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich im Inland realisiert.

(13) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen die Vereinnahmung von Eingliederungsbeihilfen, Erlöse aus mitarbeiterbezogenen Sachbezügen, die Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtungen auf Forderungen sowie Versicherungsentschädigungen.

Periodenfremde Erträge lagen im Geschäftsjahr im Wesentlichen aufgrund von Auflösung von Rückstellungen sowie von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 7.523 (Vj: TEUR 2.401) vor.

(14) Personalaufwand

Unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 581 (Vj: TEUR 771) enthalten.

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Konzernumlagen, Kraftfahrzeuge, Mieträume, Versicherungsbeiträge, personalbezogene Sachkosten und Werbung.

(16) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen bezüglich verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 1.219 (Vj: TEUR 368) enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 495 (Vj: TEUR 504) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
TEUR TEUR
Laufende Ertragsteuern 9.371 7.222
Latente Ertragsteuern -1.077 -361
Periodenfremde Ertragsteuern (Aufwand) 1.688 3.671
Periodenfremde Ertragsteuern (Ertrag) -237 -673
9.745 9.859

VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Erstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte unter Beachtung der Grundsätze des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS 21) entsprechend der so genannten indirekten Methode. In den Finanzmittelfonds wurden die flüssigen Mittel einbezogen.

VIII. Sonstige Angaben

(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag stellen sich die Verpflichtungen aus bestehenden Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in folgender Höhe und Fälligkeit wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Verpflichtungen mit Fälligkeit innerhalb eines Jahres 8.590 6.421
Verpflichtungen mit Fälligkeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren 24.593 8.249
Verpflichtungen mit Fälligkeit in mehr als fünf Jahren 9.117 2.618
42.300 17.288

Neben den vorstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die vorstehenden finanziellen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich langfristige Mietverträge für Geschäftsräume. Die Vorteile der Mietverträge im Vergleich zu einem Erwerb der Objekte stellen die größere Flexibilität, die geringere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos dar. Finanzielle Risiken können sich daraus ergeben, dass Objekte über die verbleibende Vertragslaufzeit nicht mehr vollständig genutzt werden können. In diesen Fällen werden entsprechende Rückstellungen für drohende Verluste gebildet.

(19) Arbeitnehmer

Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich in den vollkonsolidierten Konzernunternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beläuft sich auf 20.225 (Vj: 20.893) und setzt sich wie folgt nach Segmenten zusammen:

2021 2020
Anzahl Anzahl
Spezialisierte Sicherheitsdienste 17.765 17.791
Aviation Security 1.316 1.790
Mobile Dienste 1.032 1.144
Alert Services 111 168
20.225 20.893

(20) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf insgesamt TEUR 506 und setzt sich wie folgt zusammen:

2021 2020
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 452 362
Andere Beratungsleistungen 53 0
506 362

(21) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

(22) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Alleingesellschafterin vor, eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 17,5 Mio. aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 der Muttergesellschaft in Höhe von insgesamt EUR 69,2 Mio. vorzunehmen. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 51,7 Mio. soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

(23) Mitglieder und Bezüge der Organe des Mutterunternehmens

Als Geschäftsführer sind bzw. waren bestellt:

Jens Müller, Hamburg, COO

Carmen Schmieder, Berlin, CFO

Gundula Pabst, Düsseldorf, CHRO (seit 01.03.2021)

Ralf Brümmer, Düsseldorf, CEO (seit 01.03.2022)

Herwarth Brune, Seeheim-Jugenheim, CEO, Vorsitzender der Geschäftsführung (bis 31.12.2021)

Der ausgeübte Beruf entspricht der Organfunktion in der Gesellschaft.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben betrugen für das Berichtsjahr konzernweit TEUR 1.782 (Vj: TEUR 2.657). Bezüge an ehemalige Geschäftsführer wurden nicht ausgezahlt.

Der Aufsichtsrat setzt bzw. setzte sich wie folgt zusammen:

Dr. Carl-Albrecht Schade, Vorsitzender

 

Geschäftsführer der Dr. Schade Management & Beteiligungs GmbH, Düsseldorf

Andrea Weber, Stellvertretende Vorsitzende

 

Freigestellte Betriebsrätin bei Securitas

Bart Adam, CFO der Securitas AB, Stockholm/Schweden (bis 18.01.2022)

Anke Anderie, Geschäftsführerin der Manpower Group Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main

Dieter Altmann, Landesfachbereichsleiter ver.di Landesbezirk Nord

Peter Karlströmer, Divisional President Security Services Europe der Securitas AB, Stockholm/Schweden

Uwe de Jong, Freigestellter Betriebsrat bei Securitas (bis 31.05.2021)

Thorsten Herrmann, Geschäftsführer der Microsoft Deutschland GmbH, München

Dieter Heuser, Dozent

Kaweh Niroomand, Geschäftsführer der SCC Volleyball Marketing GmbH, Berlin

Dr. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R + V Versicherung AG, Wiesbaden

Jürgen Roos, Regionalbetriebsratvorsitzender

Benjamin Roscher, Landesfachbereichsleiter ver.di Berlin

Eva-Maria Schmidt, Landesfachbereichsleiterin ver.di Baden-Württemberg

Sven Seliger, Supervisor

Ulrich Sieg, Unternehmensberater

Brigitte Smyreck, Luftsicherheitsassistentin

Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost-Die Gesundheitskasse, Potsdam

Erich Walch, Projektleiter

Martin Wiesinger, Geschäftsführer der Securitas Sicherheitsdienstleistungen GmbH, Wien

Jürgen Schuhmann, Betriebsratvorsitzender der Securitas Strahlenschutz GmbH, Grafenrheinfeld (seit 01.06.2021)

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 60 (Vj: TEUR 63).

(24) Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen werden assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, gemeinschaftliche Tätigkeiten, nicht konsolidierte Tochterunternehmen und weitere verbundene Unternehmen bezeichnet sowie Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns ausüben. Letztere umfassen alle Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sowie deren nahe Angehörige.

Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen beziehungsweise Personen betreffen insbesondere verbundene Unternehmen des Konzernkreises der Muttergesellschaft Securitas AB. Verbundene Unternehmen sind damit Unternehmen, bei denen die Securitas AB die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat. Mit dem ausländischen verbundenen Unternehmen Securitas Treasury Ireland Limited, Dublin/Irland, bestehen Finanztransaktionen im Rahmen des europaweiten Cash-Pool-Systems. Die Teilnahme des Konzerns an dem Cash-Pooling dient der Realisierung von Gruppensynergien und erfolgt auf Grundlage der aktuellen Marktzinssätze. Sonstige Geschäftsbeziehungen, insbesondere aus dem Liefer- und Leistungsverkehrs, mit verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Konzernstrategie basiert auf der Beschränkung auf inländische Märkte. Die personalgeprägten Geschäftsaktivitäten des Konzerns und dessen Beschränkung auf den inländischen Markt schränken operative Transaktionen mit ausländischen verbundenen Unternehmen weitgehend ein.

Mit dem einzigen assoziierten Unternehmen des Konzerns bestehen keine nennenswerten Geschäftsbeziehungen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen vorwiegend die Mitglieder der Geschäftsleitung. Die Vergütung der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats ist im vorangehenden Abschnitt dargelegt. Weitere angabepflichtige Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern der Geschäftsleitung, des Aufsichtsrats und deren nahen Angehörigen fanden im Geschäftsjahr nicht statt.

(25) Nachtragsbericht

Als Reaktion auf den Angriff der Ukraine durch Russland am 24. Februar 2022 haben die EU und weitere Staaten umfangrieche Sanktionen gegen den russischen Staat und einzelne Personen verhängt. Aus diesen Sanktionen ergeben sich gesamtwirtschaftliche Risiken. Die Unternehmensführung hat eine Einschätzung dieser Risiken für die Unternehmenstätigkeit vorgenommen und ist auf Basis der nahezu ausschließlichen Geschäftstätigkeit in Deutschland mit lokalem Personal zum vorläufigen Ergebnis gekommen, dass es keine wesentlichen Risiken für die deutsche Securitas Gruppe gibt. Die aktuellen Entwicklungen werden durch die Unternehmensführung regelmäßig beobachtet und bewertet.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

(26) Konzernzugehörigkeit

Die Securitas Holding GmbH wird in den Konzernabschluss der Securitas AB, Stockholm/Schweden, Reg.-Nr. 556302-7241, einbezogen. Dieses Mutterunternehmen stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss wird elektronisch offengelegt unter http://www.bolagsverket.se.

 

Düsseldorf, 11. Mai 2022

Securitas Holding GmbH

Geschäftsführung

gez. Ralf Brümmer

gez. Jens Müller

gez. Carmen Schmieder

gez. Gundula Pabst

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021 Zugänge Erstkonsolidierung Zugänge Abgänge 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.960 17.352 3.929 9.076 57.165
2. Geschäfts- oder Firmenwert 223.863 44.259 0 1.793 266.329
3. Geleistete Anzahlungen 0 136 414 0 550
268.823 61.747 4.343 10.869 324.044
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.937 1 0 0 14.938
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.693 16.031 17.208 14.852 140.463
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.574 0 1.418 0 1.609
137.204 16.032 18.626 14.852 157.010
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13 0 0 0 13
2. Beteiligungen 2 0 0 0 2
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 20 0 0 0 20
35 0 0 0 35
406.062 77.779 22.969 25.721 481.089
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.576 6.359 9.070 23.865
2. Geschäfts- oder Firmenwert 190.724 8.830 0 199.554
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
217.300 15.189 9.070 223.419
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.347 228 0 10.575
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 81.536 17.333 13.594 85.275
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
91.882 17.561 13.594 95.849
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
0 0 0 0
309.182 32.750 22.664 319.268
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.300 18.382
2. Geschäfts- oder Firmenwert 66.775 33.140
3. Geleistete Anzahlungen 550 0
100.625 51.522
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.363 4.590
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.188 39.157
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.609 1.574
61.160 45.321
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13 13
2. Beteiligungen 2 2
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 20 20
35 35
161.820 96.878

Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2021

I. Aufstellung der vollkonsolidierten Gesellschaften

Lfd Anteil % Persönlich haftender Gesellschafter von (lfd. Nr.) Persönlich haftende Gesellschafter (lfd Nr.)
a) Gesellschaften, die von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch machen:
1 SECURITAS Verwaltung KKW GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100 46
2 SECURITAS Personalmanagement GmbH, Düsseldorf 100
3 SECURITAS Services GmbH, Düsseldorf 100
4 Securitas GmbH Sicherheitsdienste, Berlin 100
5 Securitas Sicherheitsdienste GmbH, Frankfurt am Main 100
6 SECURITAS GmbH Sicherheitsdienste, Hamburg 100
7 Securitas GmbH ÖPV, Hamburg 100
8 SECURITAS Sicherheitsdienste GmbH & Co. KG, Dresden 100 48
9 SECURITAS GmbH Sicherheitsdienste, München 100
10 Securitas Sport & Event GmbH & Co. KG, Köln 100 44
11 SECURITAS Sicherheitsdienste GmbH & Co. KG, Stuttgart 100 49
12 SECURITAS GmbH Key Account, Berlin 100
13 Securitas Sport & Event GmbH, Hamburg (vormals: Leverkusen) 100
14 S.O.B. - Objektschutz GmbH, Stuttgart 100
15 DH+P Gesellschaft für Unternehmensberatung mbH, Offenbach am Main 100
16 SECURITAS Power & Service GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100 46
17 Securitas Airline Services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100 45
18 Securitas Sicherheitsdienste GmbH, Mannheim 100
19 SECURITAS Strahlenschutz GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100 46
20 SECURITAS Energy Services GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100 46
21 Landmann Team GmbH, Düsseldorf 100
22 Securitas Mobil GmbH, Berlin 100
23 Securitas GmbH Data Solutions, Düsseldorf 100
24 SGB Securitas Gleisbausicherung GmbH, Hamburg 100
25 Securitas Event + Fair Solutions GmbH & Co KG, Hamburg 100 47
26 SECURITAS Fire & Safety GmbH & Co. KG, Berlin 100 46
27 Securitas GmbH B+L, Offenbach am Main 100
28 SECURITAS GmbH document solutions, Düsseldorf 100
29 SECURITAS GmbH Administration, Düsseldorf 100
30 Securitas Flugverkehr Services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 100 45
31 SECURITAS Aviation Service GmbH & Co. KG, Berlin 100 43
32 SDVS Securitas Deutsche Verkehrssicherheits und Service GmbH, Hamburg 100
33 SECURITAS Alert Services GmbH, Mannheim 100
34 Protection One GmbH, Meerbusch 100
35 Procontrol GmbH, Meerbusch 100
36 ela Werder Sicherheitssysteme GmbH, Großbeeren 100
37 Securitas Electronic Security Deutschland GmbH, Ratingen 100
b) Gesellschaften ohne Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB:
38 Securitas Holding GmbH, Düsseldorf 100
39 SECURITAS GmbH Werkschutz Nord, Essenbach 100
40 SECURITAS GmbH Aviation Service International, Berlin 100
41 SECURITAS GmbH Werkschutz, Düsseldorf 100
42 SECURITAS Automotive Services Beteiligungs GmbH, Berlin 100
43 SECURITAS Transport Aviation Security Beteiligungs GmbH, Berlin 100 31
44 SECURITAS Services Beteiligungs GmbH, Potsdam 100 10
45 Securitas Flugverkehr Services Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 100 17, 30
46 Securitas KRITIS Management GmbH, Offenbach am Main (vormals: SECURITAS Sicherheits Beteiligungs GmbH KKW, Offenbach am Main) 100 1,16,19,20,26
47 SECURITAS Sicherheitsdienste Beteiligungs GmbH Nord, Hamburg 100 25
48 SECURITAS Sicherheitsdienste Beteiligungs GmbH Ost, Dresden 100 8
49 SECURITAS Sicherheitsdienste Beteiligungs GmbH Südwest, Stuttgart 100 11
50 DSW Grundstückverwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100
II. Aufstellung der nicht konsolidierten Gesellschaften Anteil Eigenkapital * Ergebnis *
% TEUR TEUR
Münchner U-Bahn Bewachungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, München 49 23 1

* Werte zum 31.12.2020

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
TEUR TEUR
Konzernjahresergebnis 9.213 14.982
+/- Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 32.751 25.856
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -3.928 3.189
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -640 2.984
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -300 -436
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus sowie anderer Aktiva 8.349 -3.023
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte -1.158 2.170
+/- Zunahme/Abnahme der Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 4.327 -1.253
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva -12.154 1.779
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.698 1.926
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 9.745 9.859
-/+ Ertragsteuerzahlungen -4.579 -4.373
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit * 43.324 53.660
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.343 -2.225
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.357 831
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -18.627 -16.662
- Auszahlungen aus dem Erwerb von Anteilen an konsolidierten Unternehmen -66.896 -32.917
+ Erhaltene Zinsen 41 66
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -86.468 -50.907
- Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -20.900 0
+ Einzahlung von Konzernunternehmen zur Finanzierung einer Akquisition 69.739 0
- Tilgung von Finanzkrediten -75 0
- Gezahlte Zinsen -1,368 -522
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 47.396 -522
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 4.252 2.231
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.229 6.998
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.481 9.229
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 13.481 9.229
13.481 9.229

*) Konsolidierungskreisbedingte Änderungen sind in den Überleitungspositionen des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit berücksichtigt

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital des Mutterunternehmens gemäß Konzernbilanz Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 1. Januar 2020 1.023 117.716 -57.222 61.517 61.517
Konzernergebnis 0 0 14.982 14.982 14.982
Stand 31.12.2020 1.023 117.716 -42.240 76.499 76.499
Stand am 1. Januar 2021 1.023 117.716 -42.240 76.499 76.499
Gewinnausschüttungen 0 0 -20.900 -20.900 -20.900
Konzernergebnis 0 0 9.213 9.213 9.213
Stand 31.12.2021 1.023 117.716 -53.927 64.812 64.812

Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital steht dem Mutterunternehmen am 31. Dezember 2021 ein Betrag von TEUR 69.102 zur Ausschüttung zur Verfügung.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Securitas Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Securitas Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die in Abschnitt III des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung (Angabe zur Frauenquote) haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wirtragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 11. Mai 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Canzler, Wirtschaftsprüfer

Hofmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2021

gemäß §§ 25 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Mitbestimmungsgesetz 1976, 171 AktG an die Gesellschafterversammlung

Der Aufsichtsrat der Securitas Holding GmbH hat für das Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung auf ihre Rechts-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit überwacht.

Der Aufsichtsrat sowie seine Ausschüsse haben sich von der Geschäftsführung regelmäßig und umfassend über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen, die Unternehmensplanung, die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage sowie über weitere wesentliche Geschäftsvorfälle und Maßnahmen unterrichten lassen, dies insbesondere in den Sitzungen des Aufsichtsrats am 26. Mai 2021 und 3. Dezember 2021 durch die Berichte der Geschäftsführung aus dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich.

Der Aufsichtsrat hat sich mit dem laufenden bzw. abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021 und dem Jahresabschluss in seiner Sitzung am 25. Mai 2022 intensiv befasst.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine den Jahresabschluss betreffenden Entscheidungen vorgelegt, die nach Gesetz oder Gesellschaftsvertrag der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.

Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse fortgeführt:

Vermittlungsausschuss (gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz 1976, der gleichzeitig als Personalausschuss fungiert)

Bilanzausschuss und

Informationsausschuss.

Vermittlungs-/Personalausschuss:

In der Sitzung am 26. Mai 2021 wurde der Abschluss eines Geschäftsführerdienstvertrages für Gundula Pabst als Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Securitas Holding GmbH beschlossen, sowie der Vorschlag an das Plenum Gundula Pabst zur Arbeitsdirektorin und Geschäftsführerin der Securitas Holding GmbH zu bestellen. Im Anschluss hieran wurde der Geschäftsverteilungsplan der aktuellen Situation in der Geschäftsführung angepasst. Außerdem wurden die Auszahlung der Tantiemen des Geschäftsjahres 2020 sowie die Veränderung des Jahresfixums sowie Tantiemeziele 2021 für die Mitglieder der Geschäftsführung beschlossen.

Aufgrund des gescheiterten ersten Wahlganges über die Bestellung von Gundula Pabst als Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Securitas Holding GmbH in der 1. Aufsichtsratssitzung wurde der Vermittlungsausschuss beauftragt eine Beschlussempfehlung vorzubereiten. Im Rahmen dieses Auftrages hat der Vermittlungsausschuss am 9. Juni 2021 eine Empfehlung ausgesprochen Gundula Pabst als Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Securitas Holding GmbH zu bestellen. Sodann wurde am 18. Juni 2021 eine Beschlussfassung durch das Plenum per Umlaufbeschluss herbeigeführt, mit dem Ergebnis der Bestellung von Gundula Pabst wie vorgeschlagen.

Am 22. November 2021 wurde im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des Personalausschusses die Aufhebungsvereinbarung von Herwarth Brune als Vorsitzender der Geschäftsführung/CEO der Securitas Holding GmbH beschlossen.

In der Sitzung am 3. Dezember 2021 hat der Personalausschuss hat eine redaktionelle Korrektur in der Bonus und Salary Regelung 2021 von Jens Müller beschlossen. Aufgrund des Ausscheidens von Herwarth Brune, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung/CEO der Securitas Holding GmbH, wurde der Geschäftsverteilungsplan der aktuellen Situation in der Geschäftsführung angepasst.

Bilanzausschuss:

Der Bilanzausschuss hat sich in seiner Sitzung vom 11. Mai 2022 von der Geschäftsführung intensiv über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 in der von der Geschäftsführung aufgestellten Fassung berichten lassen. Aufgetretene Fragen wurden umfassend beantwortet. Wesentliche Befassungs- und Prüfungsschwerpunkte des Bilanzausschusses waren:

Veränderungen gesellschaftsrechtliche Konzernstruktur (Akquisitionen 2021)

Jahresabschluss 2021

Konzernabschluss 2021

Der Konzernabschluss der Securitas Holding GmbH war zum Zeitpunkt der Bilanzausschusssitzung erstellt und die Prüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) abgeschlossen.

Für EY hat der verantwortliche Wirtschaftsprüfer Martin Hofmann und Janine Bandow an der Bilanzausschusssitzung vom 11. Mai 2022 teilgenommen. EY wird den Aufsichtsrat in dessen Sitzung am 25. Mai 2022 über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Konzernabschlusses der Securitas Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2021 unterrichten.

Der testierte Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Informationsausschuss:

Der Informationsausschuss des Aufsichtsrates hat sich in seinen Sitzungen am 12. März 2021 und 10. September 2021 von der Geschäftsführung über die wirtschaftliche Situation informieren lassen. Themen waren u.a. der Sachstand zu der Covid-19-Pandemie, die Finance Zahlen, die Neuregelung im Bewachungsrecht, die Herausforderungen der Tarifverhandlungen und die Margenentwicklung. Des Weiteren die Vorstellung der neuen CHRO Gundula Pabst sowie Einblicke in aktuelle Akquisitionen und Integrationen, das Projekt Northstar, die Solutions Organisation und weitere Themen zur strategischen und geschäftlichen Entwicklung.

Ergebnis:

Die diskutierten Themen wurden im Zuge der Aussprache zu diesem Bericht angesprochen. Entsprechende Unterlagen wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrates zur Verfügung gestellt, so dass sie in deren Besitz sind. Ebenso sind entsprechende Unterlagen in den Akten der Gesellschaft abgelegt.

Gesamtaufsichtsrat und Bilanzausschuss sind aufgrund der eigenen Überprüfungen zu dem Ergebnis gekommen, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen Einwendungen gegen den vorgelegten Jahresabschluss der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, und die Stellungnahme der Abschlussprüfer nicht zu erheben sind und der Gesamtaufsichtsrat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss billigt.

Der Aufsichtsrat billigt den Gewinnverwendungsvorschlag hinsichtlich der Securitas Holding GmbH, wonach der Gewinn auf neue Rechnung vorgetragen wird.

 

Berlin, den 25. Mai 2022

Dr. Carl A. Schade, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Securitas Holding GmbH

Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 15. Dezember 2022 gebilligt.

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