Securitas GmbH Sicherheitsdienste
Selbe AdresseSicherheitsdienste a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mirko Weymann seit 11.5.2026 | Prokura |
Vinzent Marks seit 11.5.2026 | Prokura |
Karin Blunk seit 11.5.2026 | Prokura |
Björn Jessen seit 11.5.2026 | Prokura |
Stefan Janetschek seit 11.5.2026 | Prokura |
Alexandra Alba seit 11.5.2026 | Prokura |
Harun Quaas seit 11.5.2026 | Prokura |
Tim Christoph Thurau seit 7.10.2025 | Prokura |
Ralf-Peter Wolter seit 1.9.2025 | Prokura |
Christopher Jordan seit 28.8.2024 | Prokura |
Lisa Exner seit 13.3.2024 | Prokura |
Lisa Hacker seit 13.3.2024 | Prokura |
Michael Maier seit 13.3.2024 | Prokura |
Niels Bohlje seit 18.8.2022 | Prokura |
Lilia Limbach seit 18.8.2022 | Prokura |
Jörg Peter Festersen seit 11.2.2022 | Geschäftsführer |
Kanut Rüdiger Seddig seit 25.1.2022 | Geschäftsführer |
Tobias Markus Stamper seit 25.1.2022 | Geschäftsführer |
Philipp Palatz seit 21.12.2021 | Prokura |
Mathias Fiedler seit 2.12.2019 | Geschäftsführer |
Hans-Jürgen Lacalli seit 15.12.2017 | Prokura |
Ulf Hofmann seit 15.12.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Securitas Holding GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Securitas Holding GmbHDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Securitas Holding GmbHDüsseldorfINHALTA. Grundlagen des Konzerns I. Geschäftsmodell und Konzernstruktur II. Niederlassungen und Beteiligungen III. Mitarbeiter IV. Nachhaltigkeit und Umwelt B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen II. Geschäftsverlauf und finanzielle Leistungsindikatoren III. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 1. Ertragslage 2. Vermögenslage 3. Finanzlage a) Kapitalstruktur b) Investitionen c) Liquidität C. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem D. Chancen-, RISIKEN- und Prognosebericht I. Chancen für die zukünftige Entwicklung II. Risiken für die zukünftige Entwicklung III. Prognosebericht A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS I. GESCHÄFTSMODELL UND KONZERNSTRUKTUR Die Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, ist mit ihren Tochtergesellschaften (im Folgenden: Securitas Deutschland) unter dem Dach der Securitas AB, Stockholm/Schweden, Teil des internationalen Securitas Konzerns. Securitas ist ein weltweit agierender Anbieter von Sicherheitslösungen in der privaten Sicherheitswirtschaft und mit über 355.000 Mitarbeitern 1 in 48 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2021 realisierte Securitas weltweit einen Konzernumsatz von rd. EUR 10,5 Mrd. Securitas Deutschland ist gemessen an Umsatz und Mitarbeiteranzahl einer der bundesweit führenden Anbieter und erzielte im Berichtsjahr mit durchschnittlich 20.596 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von EUR 950,5 Mio. (Vj: EUR 909,8 Mio.). Das Dienstleistungsspektrum der Unternehmensgruppe umfasst spezialisierte Sicherheitsdienstleistungen, mobile Sicherheitsdienste, Notruf- und Serviceleitstellen und technische Sicherheitslösungen. Der Fokus liegt hierbei in der Konzeption von kundenindividuellen integrierten Sicherheitslösungen, die personelle Leistungen mit technischen Komponenten und organisatorischen Maßnahmen zu einer effektiven Sicherheitsinfrastruktur verbinden. Securitas verfügt über ein breites Kundenspektrum aus einer Vielzahl von Branchen. Die Bandbreite reicht vom privaten Haushalt und lokalen Kleinunternehmen über den in Deutschland besonders ausgeprägten Mittelstand bis zum Global Player. Mit Aufträgen an zehn deutschen Flughäfen in neun Bundesländern ist Securitas ein wesentlicher Dienstleister in der Luftverkehrswirtschaft. Die Securitas Holding GmbH verantwortet als Management Holding die ganzheitliche strategische Steuerung und Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe. Zudem übernimmt die Holding zusammen mit vier administrativen Tochtergesellschaften konzerninterne Dienstleistungen (Shared Services). Die Geschäftsleitung bestand bis zum 31. Dezember 2021 unter dem Vorsitz von Herwarth Brune (CEO) aus einem vierköpfigen Team. Mit Wirkung zum 1. März 2021 wurde Gundula Pabst in die Geschäftsleitung berufen und als CHRO mit den Ressorts Personalmanagement betraut. Sie folgt in dieser Funktion Carmen Schmieder (CFO), welche den Verantwortungsbereich interimistisch betreut hatte, nachdem Gabriele Biesing zum 31. Dezember 2020 aus der Geschäftsleitung ausgeschieden war. Für die operative Ausrichtung der Unternehmensgruppe zeichnet Jens Müller (COO) verantwortlich. Ebenfalls zum 1. März 2021 wurde das Führungsteam um drei Managementbereiche durch Ralf Brümmer als Head of Commercial, Frank Müller als Head of Electronic Security und Tanja Hilpert als Head of Solutions erweitert. Sven Middelhauve verstärkt das Führungsteam seit November 2021 als Head of Legal. Durch das Ausscheiden von Herwarth Brune zum 31. Dezember 2021 übernimmt Ralf Brümmer die Funktion des neuen CEOs mit Wirkung zum 1. März 2022. Begleitet wird das Management durch den Aufsichtsrat, der derzeit aus 19 Mitgliedern besteht und sowohl kontrollierende als auch beratende Aufgaben übernimmt. Die operative Geschäftstätigkeit ist flach und dezentral in einer Hybridstruktur organisiert, die durch Regionalisierung und Branchenspezialisierung gekennzeichnet ist. Mit bundesweit rund 120 Standorten wird eine örtliche und branchenfokussierte Kundenbetreuung durch lokale Geschäftsführer und Bereichsleiter sichergestellt. II. NIEDERLASSUNGEN UND BETEILIGUNGEN Insgesamt wurden im Berichtsjahr 49 (Vj: 57) inländische Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Securitas Holding GmbH einbezogen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden infolge von Akquisitionen drei Gesellschaften erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Demgegenüber verkleinerte sich der Konzernkreis um elf Tochterunternehmen infolge von zehn Verschmelzungen und einer Anwachsung. Zum Bilanzstichtag unterhalten diese Konzerngesellschaften insgesamt rund 120 Niederlassungen. Die Muttergesellschaft bildete im Jahr 2021 mit 19 Tochterunternehmen eine ertragsteuerliche Organschaft. III. MITARBEITER Die entscheidende Grundlage für den Erfolg unserer Unternehmensgruppe stellen unsere Mitarbeiter mit ihrer Serviceorientierung, ihren Qualifikationen sowie ihrem Engagement dar. Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern sowie deren Ausbildung und Weiterqualifizierung gehört zu den zentralen Säulen unseres Handelns. Auch im Jahr 2021, welches durch Corona geprägt war, richtete sich unsere Aufmerksamkeit insbesondere auf die Sicherheit und Gesundheit unser Mitarbeiter. Der verantwortliche Krisenstab überprüft laufend die vorhandenen Informationen sowie ihre möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter. Mit Blick auf die Entwicklung des Pandemiegeschehens wurden Schutzkonzepte und Verhaltensrichtlinien kurzfristig angepasst und an unsere Mitarbeiter kommuniziert. Neben präventiven Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wurden organisatorische Vorkehrungen auch in enger Abstimmung mit unseren Geschäftspartnern getroffen, um unsere Mitarbeiter bestmöglich vor Infektionen zu schützen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beschäftigten während des Geschäftsjahres 2021 im Jahresschnitt 20.596 (Vj: 20.893) Mitarbeiter. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Abnahme um 298 (- 1,4 %). Am Jahresende wies der Konzern einen Rückgang der Mitarbeiteranzahl um 261 auf insgesamt 20.651 (Vj: 20.912) auf. In den materiell durch die Coronabeschränkungen betroffenen Geschäftssparten wurde im Jahr 2021 Kurzarbeit zur Beschäftigungssicherung genutzt. Die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern stellt aufgrund der sich perspektivisch weiter verschärfenden Personalknappheit in der Sicherheitswirtschaft eine große Herausforderung dar. Nach der Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit blieben trotz konjunkturell schwierigeren Rahmenbedingungen rund 11.400 Stellen in der privaten Sicherheitsbranche Ende 2021 unbesetzt. Insbesondere der weiterhin stabile Arbeitsmarkt, der demografische Wandel und die zunehmende Akademisierung der beruflichen Bildung sind für diese Entwicklung maßgeblich. Eine vergleichsweise hohe Abbrecherquote in der Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft sowie negative Vorurteile zum Berufsbild verstärken diesen Mangel zusätzlich. Mit einem Maßnahmenmix möchten wir auch zukünftig um neue Mitarbeiter werben und von Securitas überzeugen. Neben konventionellen Wegen der Mitarbeitersuche und Intensivierung der Nachwuchssicherung umfasst dieser Ansatz auch den weiteren Aufbau und die Pflege der Marke Securitas als attraktiven Arbeitgeber und den Ausbau alternativer Rekrutierungskanäle. Hierzu gehören beispielsweise eine starke Präsenz und Ansprache über soziale Medien sowie unser Programm "Mitarbeiter werben Mitarbeiter". Hinsichtlich der Mitarbeiterbindung ist festzustellen, dass der Anteil der arbeitnehmerseitigen Kündigungen weiterhin eine große Herausforderung darstellt. Befragungen haben ergeben, dass ausscheidende Beschäftigte sich Erwerbstätigkeiten zuwenden, die attraktivere Arbeitszeiten und bzw. oder höhere Durchschnittseinkommen bieten sowie mit einem besseren gesellschaftlichen Image assoziiert werden. Die Qualifikationsprofile unserer Mitarbeiter werden durch den Rückgriff auf externe und konzerninterne Beratungs- und Sicherheitsfachschulen auf hohem Niveau sichergestellt. Über unser Inhouse-Schulungsmanagement wird zudem ein Wissen- und Erfahrungstransfer innerhalb der Gruppe ermöglicht und damit ein wesentlicher Beitrag zur Etablierung eines hohen Qualitätsstandards geleistet. Aufsichtsrat und Geschäftsführung haben sich mit der Umsetzung der Forderungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft ("Gesetz zur Frauenquote") intensiv auseinandergesetzt. Die Muttergesellschaft Securitas Holding blickt auf eine Geschichte zurück, in der Frauen unabhängig von gesetzlichen Vorgaben sowohl in der Geschäftsführung als auch den beiden nachfolgenden Führungsebenen vertreten waren bzw. sind. Derzeit sind zwei Geschäftsführerinnen Mitglied der vierköpfigen Geschäftsleitung. Zielsetzung ist, dass sich in der Geschäftsführung auch bei organisatorischen oder personellen Veränderungen auch zukünftig mindestens eine Frau befindet. Auch in der nächsten Führungsebene (Abteilungsleitung mit Prokura) und dieser nachfolgenden Hierarchiestufe (Abteilungsleitung ohne Prokura) sind Frauen vertreten. Stellenbesetzungen erfolgten unter Berücksichtigung der Eignung und Verfügbarkeit der jeweiligen weiblichen und männlichen Interessenten. Für die Securitas Holding GmbH soll diese praktizierte und bewährte Vorgehensweise fortgesetzt werden. Im Aufsichtsrat sind unverändert fünf weibliche Mitglieder vertreten. Eine weitere Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat kann während der laufenden Amtszeit nur bei Abberufung eines Mitglieds oder Amtsniederlegung in Betracht kommen. IV. NACHHALTIGKEIT UND UMWELT Securitas ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung als global agierende Unternehmensgruppe bewusst. Den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verfolgen wir daher konsequent, um eine gesunde Umwelt auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Wir möchten hierzu einen Beitrag leisten und sind als Konzern mit fahrzeugbezogenen Dienstleistungen insbesondere bestrebt, den CO 2 -Ausstoß pro Kilometer für neu erworbene Fahrzeuge durch die konzernweit vorgegebene Höchstgrenze im Jahresrhythmus kontinuierlich zu senken. B. WIRTSCHAFTSBERICHT I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Auch im Jahr 2021 blieb die Wirtschaftlichkeit unter dem Niveau von vor der Coronakrise, nachdem die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 eine maßgebliche Abnahme an Leistung erfuhr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete insgesamt einen Anstieg um +2,8 % (Vj: -4,9 %), was lediglich eine leichte Erholung zum Vorjahr zeigt. Insbesondere die zur Eindämmung der Pandemie verordneten Lockdowns, belasteten die wirtschaftliche Entwicklung, auch wenn sich die Auswirkungen in den einzelnen Wirtschaftszweigen sehr verschieden abzeichnen. Der Arbeitsmarkt wurde weiterhin mit Kurzarbeiterprogrammen gestützt. Dieser verzeichnete jedoch ebenfalls eine leichte Erholung mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt von 5,9 % auf 5,4 %. Die deutsche Sicherheitswirtschaft ist gekennzeichnet von einigen wenigen Großanbietern und einer Vielzahl von kleinen Dienstleistern. Nach der Konjunkturstatistik des Statistischen Bundesamtes und Angaben des BDSW erwirtschaftete die private Sicherheitsbranche in 2021 mit rd. 260.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von EUR 9,7 Mrd. Es ist davon auszugehen, dass der Wirtschaftszweig im Soge des wirtschaftlichen Abschwungs Rücksetzer bei Umsatz, Beschäftigung und auch der Anzahl der Anbieter hinnehmen musste. Insbesondere bei Sicherheitstätigkeiten bei Großveranstaltungen (z. B. Fußballspiele, Konzerte, Hauptversammlungen) und an Flughäfen waren die Auswirkungen einschneidend. Im zweiten Pandemiejahr verzeichnen die deutschen Flughäfen ein Plus von ankommender und abfliegender Passagiere. Im Vergleich zu 2020 wurden 23 % mehr Passagiere gezählt (78,5 Mio.). Dies sind jedoch 68,6 % weniger Passagiere als im Jahr 2019. Für die Sicherheitsbranche entfiel damit ein erhebliches Auftragsvolumen in der Flughafensicherheit, das rd. 11 % des Branchenumsatzes ausmacht. Negative Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Branche konnten durch das Instrument der Kurzarbeit weitgehend vermieden werden. Inwieweit sich infolge der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der Coronakrise strukturelle Veränderungen auch innerhalb unserer Branche ergeben werden, bleibt noch abzuwarten. II. GESCHÄFTSVERLAUF UND FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Der Geschäftsverlauf 2021 stand stark unter dem Eindruck der Coronapandemie, die sich unterschiedlich auf unsere Segmente ausgewirkt hat. Während Beauftragungen an Flughäfen und im Zusammenhang mit Großveranstaltungen historische Umsatzrücksetzer erlebten, konnten in anderen Sparten Sonderaufträge verzeichnet werden. Ein Highlight des Geschäftsjahres 2021 war die Akquisition der Protection One Unternehmensgruppe mit ihren bundesweit 12 Standorten mit Wirkung zum 19. August 2021. Diese Übernahme stellt einen weiteren wichtigen Schritt dar, um den Anteil an Sicherheitslösungen in Kombination mit Technik zu verstärken. Für Securitas als Dienstleistungsunternehmen stellen Umsatz und EBITA (Konzernergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) wichtige Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts und damit auch zentrale Leistungsindikatoren dar. Die Beurteilung des Geschäftsverlaufs 2021 stellt sich angesichts der großen pandemiebedingten Herausforderungen insgesamt zufriedenstellend dar, obwohl sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis die angesetzten Planwerte nicht erreicht werden konnten. III. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE 1. ERTRAGSLAGE Die Entwicklung der Ertragslage ist verdichtet und differenziert nach den maßgeblichen Steuerungs- und Analysekennzahlen operativer Umsatz, Rohertrag, EBITA, EBT und Konzernergebnis in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. Für diese Betrachtung wurden - ausgehend von der Gewinn- und Verlustrechnung - die Umsatzerlöse in operative Erlöse aus der hauptsächlichen Geschäftstätigkeit und Nebenerlöse (vorwiegend aus Vermietung) aufgeteilt und letztere zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Position "übrige Betriebserträge" zusammengefasst. Infolgedessen wurden korrespondierend Aufwendungen, die sich auf diese Nebenerlöse beziehen, aus den bezogenen Leistungen des Materialaufwands zusammen mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den sonstigen Steuern in der Position "übriger Betriebsaufwand" zusammengeführt. Zur Ermittlung des EBITA wurden die Abschreibungen laut Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend in solche auf immaterielle Vermögensgegenstände und solche auf Sachanlagen aufgegliedert.
Die Ertragslage des Berichtsjahres zeichnet sich durch einen deutlichen Umsatzanstieg jedoch einem deutlich schwächeren Konzernergebnis aus. Der Rohertrag konnte insbesondere aufgrund einer Verschiebung des Umsatzmixes zugunsten der höhermargigen Geschäftssparte verbessert werden. Neben der im Berichtsjahr realisierten Unternehmenszukäufe begünstigte auch ein höherer Anteil an Sonderaufträgen den Bruttodeckungsbeitrag. Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Geschäftssegmente des Konzerns:
Die Coronapandemie wirkte sich auch im Jahr 2021 sehr unterschiedlich auf unsere Geschäftssparten aus. Die Sicherheitsdienstleistungen an den deutschen Flughäfen wurden infolge des drastischen Einbruchs des Luftverkehrs seit 2020 deutlich geringer nachgefragt. Im Jahr 2021 ist eine leichte Erholung des Geschäfts zu verzeichnen, jedoch stellt sich der Umsatz immer noch deutlich geringer dar als vor der Pandemie. Bis auf mobile Dienste verzeichneten die übrigen Segmente auch im Pandemiejahr 2021 Umsatzzuwächse. Der Mehrumsatz bei den spezialisierten Sicherheitsdiensten ist hauptsächlich auf Akquisitionen (STANLEY EUR +38,9 Mio. sowie Protection One EUR +11,3 Mio.) sowie auf die Weiterberechnungen von tariflichen Lohnsteigerungen an Auftraggeber zurückzuführen. Die Umsätze im Bereich Mobile Dienste sind durch den Wegfall coronabezogener Dienstleistungen sowie durch eine Umverteilung der kurzfristigen Bewachungen in andere Geschäftsbereiche gesunken. Die Rohertragsmarge hat sich im Berichtsjahr um 1,1 %-Punkte verbessert. Dieser Zuwachs ist vorwiegend auf die Akquisitionen von STANLEY und Protection One sowie auf einen leicht geringeren Umsatzanteil der personalkostenintensiven Aviation Sparte zurückzuführen. Die Umsatzprognose des Vorjahres wurde im Ergebnis im Wesentlichen erreicht. Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnen die übrigen Betriebserträge insbesondere infolge der Auflösung von Rückstellungen sowie Herabsetzung der Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen (EUR 7,4 Mio.) eine deutliche Zunahme. Für den Anstieg des übrigen Betriebsaufwands sind vorwiegend höhere Aufwendungen für Konzernumlagen aus Schweden (+ EUR 11,8 Mio.), coronabezogene Mehrkosten sowie die erstkonsolidierten Unternehmen maßgeblich. Während die Abschreibungen auf Sachanlagen nur geringfügig angestiegen sind, betreffen höhere planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände die Geschäfts- oder Firmenwerte und Kundenverträge aus der Erstkonsolidierung des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie Folgeeffekte der Akquisition von STANLEY. Die Konzernsteuerquote des Berichtsjahres hat sich bedingt durch ein niedrigeres Ergebnis und in etwa gleichbleibenden Steueraufwendungen leicht verschlechtert. Das erzielte EBITA entspricht im Wesentlichen dem prognostiziertem EBITA des Vorjahres. Das Konzernergebnis in Höhe von EUR 9,2 Mio. liegt unter dem prognostizierten Wert des Vorjahres in Höhe von EUR 18 Mio. Dies resultiert maßgeblich aus dem vorgenannten Anstieg des übrigen Betriebsaufwandes. 2. VERMÖGENSLAGE Die Entwicklung der Vermögenslage ist verdichtet nach den maßgeblichen Positionen in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. AKTIVA
PASSIVA
Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag 2021 deutlich erhöht. Zu dieser Entwicklung hat insbesondere der Erwerb der Protection One Unternehmensgruppe beigetragen. Während die immateriellen Vermögensgegenstände akquisitionsbedingt einen Anstieg um EUR 49,1 Mio. verzeichneten, führte die Erstkonsolidierung im Sachanlagevermögen ebenfalls zu einem signifikanten Anstieg um EUR 15,9 Mio. sowie im Vorratsvermögen zu einem Anstieg um EUR 3,4 Mio. Auf der Passivseite war vor allem der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling als Folge des Unternehmenserwerbs maßgeblich. Kundenforderungen sind aufgrund vorzeitiger Zahlungen zum Stichtag leicht unterhalb dem Vorjahresniveau. Die nach den internationalen Konzernvorgaben ermittelte Kreditdauer von Kundenforderungen ist von 43 Tagen im Vorjahr auf 40 Tage zum Bilanzstichtag 2021 gesunken. Das Eigenkapital ist in Folge der Ausschüttung der Dividende in Höhe von EUR 20,9 Mio. sowie unter Berücksichtigung des Konzernjahresüberschusses von EUR 9,2 Mio. um EUR -11,7 Mio. gesunken. Die Steuerrückstellungen haben sich in Folge von notwendigen Rückstellungen für laufende Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie durch Betriebsprüfung um EUR 5,2 Mio. erhöht. Die sonstigen Rückstellungen zeichnen höhere Ansätze für Restrukturierungsprogramme sowie personalbezogene Rückstellungen aus, sind jedoch in Folge des gegenläufigen Effektes des Wegfalls der Rückstellung für Berufsgenossenschaftsbeitrage nahezu unverändert. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Cash Pooling steht im Zusammenhang mit den höheren Investitionsausgaben des Geschäftsjahres. In den sonstigen Passiva sind hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern für den Abrechnungsmonat Dezember und aus Umsatzsteuer sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen zusammengefasst. 3. FINANZLAGE A) KAPITALSTRUKTUR Securitas Deutschland ist über die Konzernmuttergesellschaft Securitas Holding GmbH in das internationale Cash-Pooling-System der Securitas Gruppe eingebunden. Der Liquiditätsausgleich wird über deren Schwestergesellschaft Securitas Treasury Ireland Ltd., Dublin/Irland, abgewickelt. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Kontokorrentverbindlichkeit des deutschen Securitas Konzerns auf EUR 96,6 Mio. (Vj: EUR 42,8 Mio.). B) INVESTITIONEN Die zahlungswirksamen Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres verteilen sich wie folgt:
Mit dem Ziel, die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum von Umsatz und Ergebnis zu legen, ist die Investitionsstrategie des Konzerns maßgeblich durch die Modernisierung und den Ausbau des operativen Sachanlagevermögens (insbesondere Einsatzfahrzeuge, Sicherheitsanlagen) und Unternehmenszukäufe gekennzeichnet. Im Berichtsjahr fallen die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher aus. Insbesondere die Akquisition der Protection One Unternehmensgruppe hat die Investitionsausgaben im Jahr 2021 geprägt. C) LIQUIDITÄT Die Entwicklung der als Finanzmittelbestand definierten flüssigen Mittel des Konzerns stellt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr wie folgt dar:
Die Verschlechterung des Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr ist auf eine Darstellungsänderung zurückzuführen und resultiert aus einer Umgliederung der Verbindlichkeit zur Kaufpreiszahlung für die Akquisition der Protection One in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Insofern die Akquisition der STANLEY im Jahr 2020 in Höhe von EUR 37,7 Mio. gleichlautend dargestellt worden wäre, wäre der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit deutlich angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf eine günstige Entwicklung des Working Capital im Gescahäftsjahr zurückzuführen. Simultan zum Rückgang des Cashflows aus operativer Tätigkeit im Jahr 2021 in der aktuellen Darstellungsform ergibt sich ein Anstieg des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit hauptsächlich durch die Umgliederung der Kaufpreisverbindlichkeit sowie durch die Ausschüttung der Dividende. Bei der Investitionstätigkeit betreffen die Auszahlungen im Wesentlichen Unternehmensübernahmen (EUR 66,9 Mio.). Der Zahlungssaldo aus der Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf die Auszahlung an Gesellschafter des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 20,9 Mio. sowie auf die Einzahlung von Konzernunternehmen zur Finanzierung der Akquisition in Höhe von EUR 69,7 Mio. zurückzuführen. Des Weiteren sind Zinszahlungen im Zusammenhang mit dem Cash-Pooling, periodenfremden Steuernachzahlungen und Tilgung von Finanzkrediten enthalten. C. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM Als Sicherheitsdienstleister sind die Gesellschaften der Securitas Deutschland im Rahmen ihrer geschäftlichen Aktivitäten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Sie begegnen diesen Risiken durch ein umfassendes Risikomanagementsystem, das integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und ein wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Entscheidungen ist. Zielsetzung ist hierbei, die im Zusammenhang mit den Dienstleistungen potenziell entstehenden Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Gleichzeitig wird das Management die sich bietenden Geschäftschancen konsequent nutzen, um ein erfolgreiches Wachstum zu erreichen. Bestandteile des Risikomanagementsystems sind Risikoanalysen auf deren Grundlage ein Risk-Business Plan entwickelt wird, die Vertragsgestaltung, das Planungssystem, das interne Reporting sowie eine umfassende externe Berichterstattung. Das Risikomanagement im Bereich der Vertragsgestaltung umfasst die Vorgabe, dass grundsätzlich rechtlich geprüfte Standardverträge zu verwenden sind. Die kategorisch unzulässigen Vertragsklauseln, die Aufklärung von Mitarbeitern und genau festgelegte Genehmigungsprozesse sowie eine Risikoanalyse des durchzuführenden Vertrages sind ebenfalls definiert. Verträge, die vom Standard abweichen oder bestimmte Risikomerkmale aufweisen, werden vor Unterzeichnung unter enger Einbindung der Rechtsabteilung verhandelt und bedürfen gegebenenfalls der Freigabe durch die vom Konzern festgesetzten Genehmigungsstufen. Zudem erfolgen Nachschauanalysen bei Abweichungen von den vorgegebenen Standardverträgen. Auf Grundlage strategischer Konzernplanung ermöglicht das Planungssystem, potentielle Risiken aufzudecken und abzuschätzen. Mögliche Gefahren finden frühzeitig im Entscheidungsprozess Berücksichtigung, so dass Steuerungsmaßnahmen zur Risikobewältigung rechtzeitig eingeleitet werden können. Die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken erfolgt mit Hilfe eines standardisierten internen Berichtswesens. Die Geschäftsführung der Konzerngesellschaften sowie verschiedene Managementebenen werden über die aktuelle wirtschaftliche Situation und den Grad der Zielerreichung regelmäßig informiert. Durch kontinuierliche Markt- und Wettbewerbsanalysen wird die Risikotransparenz zusätzlich erhöht. Einen weiteren Kontrollmechanismus bildet das in der Securitas-Gruppe etablierte Compliance Management System. Dies umfasst neben der Vorgabe bestimmter zentraler Kriterien auch die Implementierung des Verhaltenskodex (Werte und Ethische Grundsätze von Securitas), der Antikorruptionsrichtlinie sowie einer Whistleblower-Hotline ("Ethics Point"). Die Einhaltung dieser Regelungen wird kontinuierlich stichprobenartig durch das Qualitätsmanagement auditiert. Darüber hinaus wird zukünftig durch regelmäßig durchgeführte Revisionen die Einhaltung der Vorgaben überprüft und gewonnene Erkenntnisse zur Fortentwicklung des Compliance Systems verwendet. Mit der Umsetzung der bei Securitas bestehenden Antikorruptionsrichtlinie wurde das bestehende E-Learning-Angebot um eine Schulung zur Antikorruption für Führungskräfte, Vertriebsmitarbeiter und alle mit Beschaffungsprozessen betrauten Beschäftigten erweitert. Es ergänzt als Bestandteil des Compliance Systems den Schulungskomplex zum vorgenannten Verhaltenskodex sowie die Whistleblower Hotline. D. CHANCEN-, RISIKEN- UND PROGNOSEBERICHT I. CHANCEN FÜR DIE ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG Die Sicherheitsbranche sieht sich einem zunehmenden Sicherheitsbedürfnis von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft gegenüber. Neben terroristischen Bedrohungen und einer höheren Kriminalitätsbelastung - insbesondere im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten - ist das Sicherheitsempfinden auch durch eine steigende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft geprägt. Daher kommen private Sicherheitsdienste mittlerweile auch in Jobcentern, Schulen und Krankenhäusern zum Einsatz. Diese Ausweitung des Aufgabenspektrums verläuft in enger Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und der Polizeiverwaltung. Vor diesem Hintergrund verändern sich die Herausforderungen an die Sicherheitswirtschaft. Securitas trägt den sich verändernden Rahmenbedingungen und Erwartungen Rechnung und konzipiert intelligente Sicherheitslösungen, die personelle Dienstleistungen mit Sicherheitstechnik sowie organisatorischen Maßnahmen zu einer effektiven und wirtschaftlichen Sicherheitsinfrastruktur verbinden. Entscheidend ist hierbei, den idealen Mix aus verschiedenen Kompetenzen zu bestimmen und das Zusammenspiel zwischen Sicherheitsmitarbeiter und Technik klug auszutarieren. Ein tiefes Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse und Gegebenheiten des Kunden auf Grundlage langjähriger Beziehungen ermöglichen die Konzeption maßgeschneiderter Lösungen, die ein hohes Maß sowohl an Sicherheit als auch Wirtschaftlichkeit erfüllen. In den kommenden Jahren wird Videoüberwachung im Sicherheitssektor weiter an Bedeutung gewinnen. Securitas ist überzeugt, dass sich diese Technik der Echtzeitsicherheit zu einem wesentlichen Unterscheidungsmerkmal zwischen den Sicherheitsunternehmen entwickeln wird und investiert daher stark in diesem Bereich. Mit dem Aufbau der Geschäftseinheit Technical Solutions wird im gesamten deutschen Konzern die technische Fachkompetenz intensiv verstärkt. Die Beratungskompetenz steigt und neue Produkte, wie zum Beispiel die audiovisuelle Fernüberwachung (Remote Video Solutions), können gezielt im Rahmen der Lösungsentwicklung implementiert werden. Securitas wird auch in Zukunft strategische Akquisitionen insbesondere ausgerichtet auf den Erwerb von technischer Expertise realisieren, um das Ziel, sich als Anbieter von ganzheitlichen und nachhaltigen Sicherheitskonzepten zu etablieren, konsequent umzusetzen. Im Jahr 2021 trugen Sicherheitslösungen und -technik rd. 29,8 % (Vj: 22,4 %) zum Gesamtumsatz bei. Securitas strebt an, diesen Umsatzanteil in den folgenden Jahren weiter auszubauen. Technik, Kenntnisse und Markt sind bereits entwickelt und das Management geht davon aus, dass ein höherer Technikanteil in der Sicherheitsinfrastruktur die Gesamtkosten der Kunden senkt und somit zu einer zufriedenstellenden Sicherheitslösung beiträgt. Insgesamt sieht das Management die Unternehmensgruppe nicht zuletzt auch durch den Erwerb der STANLEY Security in 2020 sowie der Protection One Unternehmensgruppe in 2021 bei der weiteren Forcierung kundenspezifischer technischer Sicherheitslösungen für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt. II. RISIKEN FÜR DIE ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG Der Securitas Konzern ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, welche die Geschäftstätigkeit und damit unmittelbar auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten. Insbesondere die nachfolgend dargestellten Risiken sind Bestandteil eines permanenten Monitoringprozesses. Die Reihenfolge der Auflistung orientiert sich an dem Potenzial der jeweiligen Risikokategorie, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu belasten. Preisrisiken Die abgeschlossenen Tarifverträge waren in der jüngeren Vergangenheit mit deutlichen Entgelterhöhungen verbunden. Tendenziell sind infolge des Personalmangels in der Branche auch zukünftig Lohnerhöhungen über dem allgemeinen Durchschnitt zu erwarten. Inwieweit diese Erhöhungen an die Auftraggeber weitergeben werden können, hängt neben der konjunkturellen Situation auch von der Wettbewerbsintensität ab. Sofern tarifvertragliche Entgeltsteigerungen nicht in ausreichendem Maße durch Preissteigerungen kompensiert werden könnten, würde Margenrückgänge resultieren. Dieser Entwicklung versuchen wir, mit dem Ausbau des technologiebasierten Anteils unseres Serviceportfolios entgegenzuwirken. Personalrisiken Zur optimalen Ausrichtung der Dienstleistungen auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse stellen qualifizierte und motivierte Beschäftigte einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Mit Blick auf den demographischen Wandel und die zunehmenden Anforderungen an Sicherheitsaufgaben hängt der künftige Erfolg wesentlich davon ab, engagierte und qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, zu halten und zu entwickeln. Um zeitgemäße technische Anlagen und Systeme bei unseren Auftraggebern betreuen zu können, müssen zudem die Weiterbildungsprozesse ausgebaut und finanziert werden. Personalknappheit kann dazu führen, dass zusätzlich Aufträge nicht angenommen bzw. lediglich durch einen erhöhten Rückgriff auf Subunternehmen abgewickelt werden können. Zudem können sich Personalengpässe aufgrund steigender Lohnkosten spürbar auf die Ertragsentwicklung auswirken. Neben dem Ausbau von Mitarbeiterbindungsprogrammen sowie Rekrutierungswegen stellt die Fokussierung auf die Zusammenführung von traditionellen Onsite-Sicherheitsdienstleistungen mit Fernüberwachung, mobilen Dienste und weiteren sicherheitstechnischer Lösungen einen wichtigen Beitrag dar, diesen Personalrisiken zu begegnen. Konjunkturelle Risiken Als Dienstleistungskonzern ist die Unternehmensgruppe allgemeinen konjunkturellen Risiken ausgesetzt, die sich auf die wirtschaftliche Situation ihrer Kunden respektive potenzieller Kunden und damit deren Nachfrageverhalten auswirken können. Wir erwarten aufgrund der geringen konjunkturellen Sensibilität unseres Stammgeschäfts sowie der Unabhängigkeit von einzelnen Kunden oder Dienstleistern keine signifikanten konjunkturbedingten Belastungen. Im pandemiebedingt weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld des Berichtsjahres hat sich bestätigt, dass aufgrund des diversifizierten Kundenportfolios und fester Vertragsbeziehungen konjunkturelle Rücksetzer für einen gewissen Zeitraum weitgehend kompensiert werden können. Leistungswirtschaftliche Risiken Wir stellen einen hohen Anspruch an unsere Servicequalität und die Zufriedenheit unserer Kunden. Unser Qualitätsmanagement umfasst neben der Gewinnung geeigneter Mitarbeiter auch die sorgfältige Auswahl und die Auditierung von beauftragten Subunternehmen. Auch in 2021 erfolgte die Weiterentwicklung eines Konzepts zum Auswahl- und Auditprozess von Subunternehmen, um den hohen Qualitätsstandards auch angesichts steigender Komplexität gerecht zu werden. Akquisitionsrisiken Unsere Wachstumsstrategie schließt auch die Übernahme von Unternehmen mit komplementierenden Sicherheitslösungen und zukunftsgerichteter technischer Expertise ein. Bei Unternehmenszukäufen bestehen Risiken hinsichtlich der Akquisitionsdurchführung, Integration und Erfüllbarkeit der zugrunde liegenden Erwartungen. Unter anderem können das Nichterreichen von operativen Zielen und Synergievorhaben sowie höhere Integrationskosten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns belasten. Diesen Akquisitionsrisiken wird durch einen strukturierten sowie differenzierten Entscheidungsprozess unter Einbindung der Erfahrung der Führung des internationalen Securitas Konzerns und durch umfassende Due Diligence-Prüfungen begegnet. Informationstechnische Risiken Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 wurden weitere Maßnahmen zur Verbesserung von Performance und Informationssicherheit konsequent ausgebaut. Mit der Einsetzung eines Informationssicherheitsbeauftragten wurde das Sicherheitskonzept kontinuierlich professionalisiert und sich verändernden Gefährdungen laufend angepasst. Für nicht zeitgemäße IT-Systeme sind Umstellungsprojekte terminiert. Forderungsausfallrisiken Auf Grundlage eines qualifizierten Forderungsmanagements werden Außenstände fortlaufend aktiv überwacht und Zahlungsstörungen frühzeitig identifiziert und diesen entgegengesteuert. Erkennbaren Ausfall- und Bonitätsrisiken wird durch ausreichende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bedingt durch die Coronakrise waren auch im Berichtsjahr 2021 Forderungsausfälle zu verzeichnen. Die Höhe der Wertberichtigungen lag allerdings deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Bereits zu Beginn der Pandemie wurde das Forderungsmanagement personell verstärkt und die Sensibilität hinsichtlich Zahlungsverzögerungen erhöht. Liquiditätsrisiken Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan eingesetzt, der permanent an aktuelle Entwicklungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die Abdeckung des Finanzierungsbedarfs erfolgt über das internationale Cash-Pooling. Gesamtaussage zur Risikosituation Der Konzern verfügt über einen gewissen Bekanntheitsgrad im Markt sowie ein beständiges Geschäftsmodell. Eine stabile Eigenkapitalstruktur und Finanzmitteldisposition sowie eine nachhaltig ausgerichtete Unternehmensführung sichern den langfristigen Erfolg des Konzerns. Die Risiken im Berichtsjahr haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 nicht und sind auch für die überschaubare Zukunft nicht ersichtlich. III. PROGNOSEBERICHT Trends und Entwicklungen wie Technologie, Big Data und Künstliche Intelligenz ebenso wie Übernahmen und Konsolidierungen treiben den Sicherheitsmarkt. Wir haben unsere Möglichkeiten längst erkannt und unsere Transformations- und Wachstumsstrategie entsprechend ausgerichtet. Unsere Entwicklungsziele sind eingebettet in die weltweite Vision des Securitas Konzerns. Insgesamt stehen die Themen Kostenkontrolle und Effizienz, Konzentration auf unsere Kunden und Mitarbeiter, Digitalisierung und der Ausbau unseres Lösungsverkaufs auch hinein in den SME-Markt im Fokus der kommenden Zeit. Die Transformation von einem traditionellen Stunden- hin zu einem Lösungsanbieter und damit einhergehend der Automatisierung und Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse ebenso wie unserer Lösungen wurde bereits vor Jahren gestartet. Meilensteine im Bereich der Geschäftsprozesse markieren die im Jahr 2020 realisierte Umstellung auf ein zeitgemäßes ERP-System sowie auf eine integrierte Software zur Fernsteuerung von Überwachungsaufgaben. Die Weiterentwicklung von innovativen Sicherheitslösungen ist ein wichtiger Bestandteil unserer strategischen Ausrichtung für die Zukunft. In 2021 erreichten wir hier durch den Erwerb der Protection One Unternehmensgruppe sowie in 2020 durch den Erwerb der STANLEY Security Gruppe Zugewinne in der Sicherheitstechnologie und den Notruf- und Serviceleitstellen. Die umfassende Modernisierung unser Markenidentität zu Beginn des laufenden Jahres unterstreicht den eingeschlagenen Wandlungsprozess und das Selbstverständnis des Unternehmens. Insgesamt sind die Grundlagen für unsere Umsatz- und Ertragsziele mit Blick auf die Rahmenbedingungen des Marktes und der Stärken unserer internationalen Unternehmensgruppe strategisch und nachhaltig gelegt. Diese Ausrichtung wird kontinuierlich an die sich dynamisch ändernde Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen ebenso wie an Trends in der Branche angepasst, die wir frühzeitig aufspüren. Neben dem organischen Wachstum setzen wir zukünftig verstärkt auch auf die Expansion durch Akquisition von Unternehmen mit einem komplementierenden Serviceportfolio. Die zukünftige Entwicklung wird einerseits durch den weiteren Ausbau des Umsatzanteils sicherheitstechnischer Lösungen begünstigt. Andererseits stellen der Personalmangel sowie überproportional steigende Löhne Belastungen für die Ertragslage dar. Der Ausblick ist mit erhöhten Unsicherheiten behaftet, da die coronabedingte Wirtschaftskrise auch strukturelle Veränderungen innerhalb unser Branche auslösen kann. Insgesamt ist es der Securitas Gruppe auf Grundlage ihres Business Continuity Plan, der auch Maßnahmen für den Fall einer Pandemie vorsieht, bisher gut gelungen, mit Weitsicht durch die Coronakrise zu kommen. Mit der umgehenden Aktivierung des Pandemiekonzeptes wurde frühzeitig proaktiv der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie konsequent das Aufrechterhalten der Servicebereitschaft für unsere Kunden verfolgt. Weiterhin hängt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stark von der Corona-Pandemie und dem Verlauf des Infektionsgeschehens ab. Im ersten Quartal 2022 werden die Einschränkungen infolge von weiterhin bestehenden Lockdowns unterschiedlicher Intensität sowie Sicherheitskonzepten die Wirtschaftsdynamik noch dämpfen, danach wird eine sukzessive Erholung der Gesamtwirtschaft erwartet. Vielversprechend sind erste Berichte über die positiven Entwicklungen in Ländern mit einer zu diesem Zeitpunkt höheren Impfpenetration in der Bevölkerung. Im Geschäftsjahr 2022 wird sich der Ergebnisbeitrag der Akquisitionen im Gegensatz zum Berichtsjahr ganzjährig niederschlagen, in dem lediglich der Zeitraum der Konzernzugehörigkeit ab 1. September 2021 berücksichtigt wurde. In einer Gesamtwürdigung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2022 eine Verbesserung der Ertragslage. Auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse und Hochrechnungen budgetieren wir für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von ca. eine Mrd. EUR und damit eine stabile Ertragslage. Zudem erwarten wir ein EBITA einen leichten Rückgang des EBITA auf EUR 32 Mio. Das Konzernjahresergebnis wird auf Vorjahresniveau erwartet. Mit Blick auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2022 gehen wir davon aus, dass die vorgenannten Prognosen auf Basis der zum Erstellungsstichtag bekannten Informationen für das Gesamtjahr 2022 erreicht werden können.
Düsseldorf, 11. Mai 2022 Securitas Holding GmbH Geschäftsführung gez. Ralf Brümmer gez. Jens Müller gez. Carmen Schmieder gez. Gundula Pabst Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Securitas Holding GmbHDüsseldorfINHALT I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises III. Konsolidierungsgrundsätze IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden V. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen (2) Geschäfts- oder Firmenwerte (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (4) Flüssige Mittel (5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (6) Konzernbilanzverlust (7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (8) Steuerrückstellungen (9) Sonstige Rückstellungen (10) Verbindlichkeiten (11) Passive latente Steuern VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (12) Umsatzerlöse (13) Sonstige betriebliche Erträge (14) Personalaufwand (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung VIII. Sonstige Angaben (18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte (19) Arbeitnehmer (20) Gesamthonorar des Abschlussprüfers (21) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (22) Ergebnisverwendung (23) Mitglieder und Bezüge der Organe des Mutterunternehmens (24) Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen (25) Nachtragsbericht (26) Konzernzugehörigkeit Integrale Anlagen zum Konzernanhang Entwicklung des Konzernanlagevermögens Anteilsbesitzliste I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Securitas Holding GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 33348 eingetragen und hat ihren Sitz in Düsseldorf. Der vorliegende Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Darstellung erfolgt in Tausend Euro (TEUR), wobei die Beträge jeweils kaufmännisch gerundet werden. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Soweit Angaben wahlweise im Anhang oder in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen können, werden sie im Anhang vorgenommen. Dieser Konzernabschluss wirkt für einen Teil der einbezogenen Gesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HGB (Kapitalgesellschaften) bzw. § 264b HGB (Personenhandelsgesellschaften i. S. d. § 264a Abs. 1 HGB) befreiend. Die Gesellschaften, welche die Befreiungsregelungen in Anspruch nehmen, sind in der Anteilsbesitzliste, die integraler Bestandteil dieses Anhangs ist, gekennzeichnet. II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der Securitas Holding GmbH als Mutterunternehmen 49 (Vj: 57) unmittelbar oder mittelbar gehaltene Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Securitas Holding GmbH die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat. Im Vergleich zum Vorjahr verkleinerte sich der Konsolidierungskreis im Verlauf des Berichtsjahres um acht Tochterunternehmen infolge von zehn Verschmelzungen, einer Anwachsung und drei Unternehmenskäufen.
• Zum handelsrechtlichen Übertragungsstichtag 1. Januar 2021 wurde folgende Anwachsung durchgeführt:
• Im Berichtsjahr erfolgte die Erstkonsolidierung der folgenden drei erworbenen Gesellschaften:
Die erstkonsolidierten Gesellschaften wirkten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt auf das Vermögen und die Schulden des Konzerns aus:
Die aktivierten beizulegenden Zeitwerte entsprachen mit Ausnahme der aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände aus Akquisitionen im Wesentlichen den Buchwerten bei den erworbenen Unternehmen. Die Firmenwerte in Höhe von EUR 44,3 Mio. beinhalteten nicht separierbare immaterielle Vermögensgegenstände wie Fachwissen der Mitarbeiter, erwartete Synergieeffekte, Erschließung neuer Märkte und zusätzliche Marktpotenziale aus der Zusammenführung der Geschäftsaktivitäten. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschafteten die vorstehenden Unternehmen Außenumsätze in Höhe von insgesamt EUR 37,7 Mio. und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3,6 Mio. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung dieser erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr durch diese Veränderung des Konsolidierungskreises nicht beeinträchtigt. Auf eine Einbeziehung gem. §§ 311 Abs. 1 und 312 HGB ("at Equity") der Münchner U-Bahn Bewachungsgesellschaft mbH, München, an der eine Beteiligung in Höhe von 49 % vorliegt, wurde wegen untergeordneter Bedeutung (§ 311 Abs. 2 HGB) verzichtet. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 weist ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1 und ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 23 aus. In der integralen Anlage 2 zum Konzernanhang (Anteilsbesitzliste) sind die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen aufgeführt. In dieser Anteilsbesitzliste sind zudem auch Name, Sitz und Rechtsform der Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter das Mutterunternehmen oder ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ist, vermerkt. Hierin enthalten ist auch eine abschließende Aufzählung aller Tochterunternehmen, die von der Offenlegungserleichterung gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB Gebrauch machen. III. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Einzelabschlusses der Muttergesellschaft aufgestellt. Der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich mit dem Stichtag des Konzernabschlusses. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden den in den bilanzierten und den nicht bilanzierten Vermögensgegenständen der Tochtergesellschaften enthaltenen stillen Reserven zugeordnet bzw., soweit die aktiven Unterschiedsbeträge diese stillen Reserven übersteigen, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven werden entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände abgeschrieben. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Statuswahrende Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen werden als Kapitalvorgang abgebildet. Hiernach werden die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs dieser Anteile verrechnet. Sofern sich nach dieser Verrechnung ein Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser erfolgsneutral mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet. Im Falle einer Abstockung wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis der Anteile und dem hierauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Anteile erfolgsneutral in das Konzern-Eigenkapital eingestellt. Die aus Anlagenverkäufen innerhalb des Konzerns resultierenden Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Insbesondere erfolgt eine Zwischenergebniseliminierung für konzerninterne Veräußerungen von Kundenverträgen sowie Überwachungsanlagen. Zwischenergebnisse aus Lieferbeziehungen im Umlaufvermögen innerhalb der Unternehmensgruppe sind nur von geringfügiger Bedeutung, so dass eine Zwischengewinneliminierung insoweit nicht erforderlich ist. Die gegenseitigen Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden alle konzerninternen Erträge und Aufwendungen eliminiert. Der Ansatz von latenten Steuern erfolgt für zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen nach § 274 HGB sowie auf Konsolidierungsvorgänge nach § 306 HGB. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt nach Verrechnung von aktiven und passiven Latenzen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde beachtet. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der konsolidierten Konzerngesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Muttergesellschaft Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, aufgestellt. Die dem vorliegenden Konzernabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet. Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren, im Zugangsjahr zeitanteilig, vorgenommen. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung angesetzten Kundenaufträge werden über eine Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden in Abhängigkeit von der durchschnittlichen Kundenbindungsdauer des erworbenen Kundenportfolios geschätzt. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Verwertbarkeit der zugrundeliegenden Kundenbeziehungen, der Erlangung technischer Expertise und Fachwissen der Mitarbeiter, der erwarteten Synergieeffekte und der aus Übernahme entstehenden zusätzlichen Marktzugänge sowie -potenziale linear über einen Zeitraum von fünf bis zwanzig Jahren. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die durch planmäßige, der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechende, lineare Abschreibungen gemindert werden. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear über die erwarteten Nutzungsdauern von zwei bis 33 Jahren verteilt. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert für Gegenstände des Anlagevermögens über dem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag liegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt hierbei anhand des Durchschnittsverfahrens. Für Lager- und Verwertungsrisiken werden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie noch zu erwartende Skontoabzüge sind angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heu- beck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,87 % (i. Vj: 2,31 %). Für die zu erwartenden Entgelt- und Rentensteigerungen ist ein Trend in Höhe von 2,00 % p. a. bzw. 1,75 % p. a. sowie eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 5,0 % bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt worden. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens. Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Insoweit das Deckungsvermögen die Rückstellung übersteigt, wird dieser aktive Überhang als gesonderter Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite ausgewiesen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Jubiläumsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G) nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Die Abzinsung erfolgte unter pauschal angesetzter Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde. Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit den Erfüllungsbeträgen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Buchungszeitpunkt erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt. Wie im Vorjahr werden ausschließlich latente Steuern auf Konsolidierungsvorgänge gem. § 306 HGB ausgewiesen, da sich nach § 274 nur aktive latente Steuern - im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen für Pensionen und Drohverluste - ergeben und im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht wird. Aktive latente Steuern auf die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge wurden ebenfalls nicht gebildet. Für eine verbesserte Darstellung der Vermögenslage wird auf einen unsaldierten Bilanzausweis von aktiven und passiven latenten Steuern verzichtet und der Passivüberhang aus der Verrechnung von aktiven und passiven Steuerlatenzen auf Konsolidierungsvorgänge gem. § 306 HGB ausgewiesen. Für die Ermittlung der latenten Steuern kommt im Konzern ein kombinierter Ertragsteuersatz von derzeit 30,0 % zur Anwendung, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen und im Anhang gesondert vermerkt. V. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die in der Anlage 1 zum Anhang gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. (2) Geschäfts- oder Firmenwerte Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.255 (Vj: TEUR 1.310) zugleich Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie in Höhe von TEUR 1.088 (Vj: TEUR 1.192) sonstige Forderungen. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 1.119 (Vj: TEUR 1.307) solche gegen die Alleingesellschafterin enthalten. (4) Flüssige Mittel Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. (5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Verrechnung von Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Entgeltumwandlungen mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Folgende Saldierungen wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen:
(6) Konzernbilanzverlust Im Berichtsjahr wurde eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 20.900 vorgenommen (Vj: TEUR 0). Der Konzernbilanzverlust entwickelt sich folgt:
(7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit korrespondierendem Deckungsvermögen sowie die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen mit den Kapitalerträgen aus dem dazugehörigen Deckungsvermögen verrechnet. Folgende Saldierungen wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung diesbezüglich vorgenommen:
Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB i. V. m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre zu bewerten. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2021 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 7.991. Diese liegen um TEUR 503 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2021 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,35 % ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2021 unterliegt auf der Ebene der Securitas Holding GmbH in Höhe von TEUR 93 einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Der übrige Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 410 ist auf der Ebene der einbezogenen Tochterunternehmen in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG oder mit einem Gewinnabführungsvertrag entstanden, und damit nicht ausschüttungs- oder abführungsgesperrt. (8) Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten sämtliche Steuerschulden für die Veranlagungsjahre bis zum Bilanzstichtag in ihrer voraussichtlichen Höhe. (9) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen decken die nachfolgenden Verpflichtungen ab:
(10) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 3.939 (Vj: TEUR 1.790) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 96.638 (Vj: TEUR 42.818) auf das Cash-Pooling. Die Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 3.824 (Vj: TEUR 1.646) die Gesellschafterin. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 16.801 (Vj: TEUR 14.172) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 744 (Vj: TEUR 959) ausgewiesen. (11) Passive latente Steuern Latente Steuern infolge von abweichenden handelsrechtlichen und steuerlichen Ansatz- und Bewertungsgrundsätzen resultieren ausschließlich aus Konsolidierungsvorgängen im Sinne des § 306 HGB. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Nachfolgend sind die betroffenen Bilanzpositionen sowie entstehenden Steuerlatenzen vor Verrechnung dargestellt.
Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2021 sind nachfolgend dargestellt:
Die Abgänge zu den latenten Steuern des Berichtjahres beruhen ausschließlich auf ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (12) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich auf folgende Segmente aufteilen:
In dem Segment "Spezialisierte Sicherheitsdienste" sind die Umsatzerlöse des Segments "Technik" enthalten. Durch den Zukauf der Stanley Gruppe in 2020 hat das Segment "Technik" deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Anteil dieser Umsatzerlöse liegt bei 61.492 T€ im Vergleich zu 26.172 T€ im Vorjahr. Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich im Inland realisiert. (13) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen die Vereinnahmung von Eingliederungsbeihilfen, Erlöse aus mitarbeiterbezogenen Sachbezügen, die Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtungen auf Forderungen sowie Versicherungsentschädigungen. Periodenfremde Erträge lagen im Geschäftsjahr im Wesentlichen aufgrund von Auflösung von Rückstellungen sowie von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 7.523 (Vj: TEUR 2.401) vor. (14) Personalaufwand Unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 581 (Vj: TEUR 771) enthalten. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Position enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Konzernumlagen, Kraftfahrzeuge, Mieträume, Versicherungsbeiträge, personalbezogene Sachkosten und Werbung. (16) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen bezüglich verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 1.219 (Vj: TEUR 368) enthalten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 495 (Vj: TEUR 504) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. (17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Erstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte unter Beachtung der Grundsätze des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS 21) entsprechend der so genannten indirekten Methode. In den Finanzmittelfonds wurden die flüssigen Mittel einbezogen. VIII. Sonstige Angaben (18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte Zum Bilanzstichtag stellen sich die Verpflichtungen aus bestehenden Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in folgender Höhe und Fälligkeit wie folgt dar:
Neben den vorstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die vorstehenden finanziellen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich langfristige Mietverträge für Geschäftsräume. Die Vorteile der Mietverträge im Vergleich zu einem Erwerb der Objekte stellen die größere Flexibilität, die geringere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos dar. Finanzielle Risiken können sich daraus ergeben, dass Objekte über die verbleibende Vertragslaufzeit nicht mehr vollständig genutzt werden können. In diesen Fällen werden entsprechende Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. (19) Arbeitnehmer Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich in den vollkonsolidierten Konzernunternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beläuft sich auf 20.225 (Vj: 20.893) und setzt sich wie folgt nach Segmenten zusammen:
(20) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf insgesamt TEUR 506 und setzt sich wie folgt zusammen:
(21) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. (22) Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Alleingesellschafterin vor, eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 17,5 Mio. aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 der Muttergesellschaft in Höhe von insgesamt EUR 69,2 Mio. vorzunehmen. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 51,7 Mio. soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. (23) Mitglieder und Bezüge der Organe des Mutterunternehmens Als Geschäftsführer sind bzw. waren bestellt:
Der ausgeübte Beruf entspricht der Organfunktion in der Gesellschaft. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben betrugen für das Berichtsjahr konzernweit TEUR 1.782 (Vj: TEUR 2.657). Bezüge an ehemalige Geschäftsführer wurden nicht ausgezahlt. Der Aufsichtsrat setzt bzw. setzte sich wie folgt zusammen:
Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 60 (Vj: TEUR 63). (24) Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Als nahestehende Personen oder Unternehmen werden assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, gemeinschaftliche Tätigkeiten, nicht konsolidierte Tochterunternehmen und weitere verbundene Unternehmen bezeichnet sowie Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns ausüben. Letztere umfassen alle Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sowie deren nahe Angehörige. Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen beziehungsweise Personen betreffen insbesondere verbundene Unternehmen des Konzernkreises der Muttergesellschaft Securitas AB. Verbundene Unternehmen sind damit Unternehmen, bei denen die Securitas AB die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat. Mit dem ausländischen verbundenen Unternehmen Securitas Treasury Ireland Limited, Dublin/Irland, bestehen Finanztransaktionen im Rahmen des europaweiten Cash-Pool-Systems. Die Teilnahme des Konzerns an dem Cash-Pooling dient der Realisierung von Gruppensynergien und erfolgt auf Grundlage der aktuellen Marktzinssätze. Sonstige Geschäftsbeziehungen, insbesondere aus dem Liefer- und Leistungsverkehrs, mit verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Konzernstrategie basiert auf der Beschränkung auf inländische Märkte. Die personalgeprägten Geschäftsaktivitäten des Konzerns und dessen Beschränkung auf den inländischen Markt schränken operative Transaktionen mit ausländischen verbundenen Unternehmen weitgehend ein. Mit dem einzigen assoziierten Unternehmen des Konzerns bestehen keine nennenswerten Geschäftsbeziehungen. Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen vorwiegend die Mitglieder der Geschäftsleitung. Die Vergütung der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats ist im vorangehenden Abschnitt dargelegt. Weitere angabepflichtige Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern der Geschäftsleitung, des Aufsichtsrats und deren nahen Angehörigen fanden im Geschäftsjahr nicht statt. (25) Nachtragsbericht Als Reaktion auf den Angriff der Ukraine durch Russland am 24. Februar 2022 haben die EU und weitere Staaten umfangrieche Sanktionen gegen den russischen Staat und einzelne Personen verhängt. Aus diesen Sanktionen ergeben sich gesamtwirtschaftliche Risiken. Die Unternehmensführung hat eine Einschätzung dieser Risiken für die Unternehmenstätigkeit vorgenommen und ist auf Basis der nahezu ausschließlichen Geschäftstätigkeit in Deutschland mit lokalem Personal zum vorläufigen Ergebnis gekommen, dass es keine wesentlichen Risiken für die deutsche Securitas Gruppe gibt. Die aktuellen Entwicklungen werden durch die Unternehmensführung regelmäßig beobachtet und bewertet. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. (26) Konzernzugehörigkeit Die Securitas Holding GmbH wird in den Konzernabschluss der Securitas AB, Stockholm/Schweden, Reg.-Nr. 556302-7241, einbezogen. Dieses Mutterunternehmen stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird elektronisch offengelegt unter http://www.bolagsverket.se.
Düsseldorf, 11. Mai 2022 Securitas Holding GmbH Geschäftsführung gez. Ralf Brümmer gez. Jens Müller gez. Carmen Schmieder gez. Gundula Pabst Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021
Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2021I. Aufstellung der vollkonsolidierten Gesellschaften
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital steht dem Mutterunternehmen am 31. Dezember 2021 ein Betrag von TEUR 69.102 zur Ausschüttung zur Verfügung. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Securitas Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Securitas Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die in Abschnitt III des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung (Angabe zur Frauenquote) haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 11. Mai 2022 Ernst
& Young GmbH
Canzler, Wirtschaftsprüfer Hofmann, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2021gemäß §§ 25 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Mitbestimmungsgesetz 1976, 171 AktG an die GesellschafterversammlungDer Aufsichtsrat der Securitas Holding GmbH hat für das Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung auf ihre Rechts-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat sowie seine Ausschüsse haben sich von der Geschäftsführung regelmäßig und umfassend über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen, die Unternehmensplanung, die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage sowie über weitere wesentliche Geschäftsvorfälle und Maßnahmen unterrichten lassen, dies insbesondere in den Sitzungen des Aufsichtsrats am 26. Mai 2021 und 3. Dezember 2021 durch die Berichte der Geschäftsführung aus dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem laufenden bzw. abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021 und dem Jahresabschluss in seiner Sitzung am 25. Mai 2022 intensiv befasst. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine den Jahresabschluss betreffenden Entscheidungen vorgelegt, die nach Gesetz oder Gesellschaftsvertrag der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen. Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse fortgeführt:
Vermittlungs-/Personalausschuss: In der Sitzung am 26. Mai 2021 wurde der Abschluss eines Geschäftsführerdienstvertrages für Gundula Pabst als Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Securitas Holding GmbH beschlossen, sowie der Vorschlag an das Plenum Gundula Pabst zur Arbeitsdirektorin und Geschäftsführerin der Securitas Holding GmbH zu bestellen. Im Anschluss hieran wurde der Geschäftsverteilungsplan der aktuellen Situation in der Geschäftsführung angepasst. Außerdem wurden die Auszahlung der Tantiemen des Geschäftsjahres 2020 sowie die Veränderung des Jahresfixums sowie Tantiemeziele 2021 für die Mitglieder der Geschäftsführung beschlossen. Aufgrund des gescheiterten ersten Wahlganges über die Bestellung von Gundula Pabst als Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Securitas Holding GmbH in der 1. Aufsichtsratssitzung wurde der Vermittlungsausschuss beauftragt eine Beschlussempfehlung vorzubereiten. Im Rahmen dieses Auftrages hat der Vermittlungsausschuss am 9. Juni 2021 eine Empfehlung ausgesprochen Gundula Pabst als Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Securitas Holding GmbH zu bestellen. Sodann wurde am 18. Juni 2021 eine Beschlussfassung durch das Plenum per Umlaufbeschluss herbeigeführt, mit dem Ergebnis der Bestellung von Gundula Pabst wie vorgeschlagen. Am 22. November 2021 wurde im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des Personalausschusses die Aufhebungsvereinbarung von Herwarth Brune als Vorsitzender der Geschäftsführung/CEO der Securitas Holding GmbH beschlossen. In der Sitzung am 3. Dezember 2021 hat der Personalausschuss hat eine redaktionelle Korrektur in der Bonus und Salary Regelung 2021 von Jens Müller beschlossen. Aufgrund des Ausscheidens von Herwarth Brune, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung/CEO der Securitas Holding GmbH, wurde der Geschäftsverteilungsplan der aktuellen Situation in der Geschäftsführung angepasst. Bilanzausschuss: Der Bilanzausschuss hat sich in seiner Sitzung vom 11. Mai 2022 von der Geschäftsführung intensiv über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 in der von der Geschäftsführung aufgestellten Fassung berichten lassen. Aufgetretene Fragen wurden umfassend beantwortet. Wesentliche Befassungs- und Prüfungsschwerpunkte des Bilanzausschusses waren:
Der Konzernabschluss der Securitas Holding GmbH war zum Zeitpunkt der Bilanzausschusssitzung erstellt und die Prüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) abgeschlossen. Für EY hat der verantwortliche Wirtschaftsprüfer Martin Hofmann und Janine Bandow an der Bilanzausschusssitzung vom 11. Mai 2022 teilgenommen. EY wird den Aufsichtsrat in dessen Sitzung am 25. Mai 2022 über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Konzernabschlusses der Securitas Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2021 unterrichten. Der testierte Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Informationsausschuss: Der Informationsausschuss des Aufsichtsrates hat sich in seinen Sitzungen am 12. März 2021 und 10. September 2021 von der Geschäftsführung über die wirtschaftliche Situation informieren lassen. Themen waren u.a. der Sachstand zu der Covid-19-Pandemie, die Finance Zahlen, die Neuregelung im Bewachungsrecht, die Herausforderungen der Tarifverhandlungen und die Margenentwicklung. Des Weiteren die Vorstellung der neuen CHRO Gundula Pabst sowie Einblicke in aktuelle Akquisitionen und Integrationen, das Projekt Northstar, die Solutions Organisation und weitere Themen zur strategischen und geschäftlichen Entwicklung. Ergebnis: Die diskutierten Themen wurden im Zuge der Aussprache zu diesem Bericht angesprochen. Entsprechende Unterlagen wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrates zur Verfügung gestellt, so dass sie in deren Besitz sind. Ebenso sind entsprechende Unterlagen in den Akten der Gesellschaft abgelegt. Gesamtaufsichtsrat und Bilanzausschuss sind aufgrund der eigenen Überprüfungen zu dem Ergebnis gekommen, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen Einwendungen gegen den vorgelegten Jahresabschluss der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf, und die Stellungnahme der Abschlussprüfer nicht zu erheben sind und der Gesamtaufsichtsrat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss billigt. Der Aufsichtsrat billigt den Gewinnverwendungsvorschlag hinsichtlich der Securitas Holding GmbH, wonach der Gewinn auf neue Rechnung vorgetragen wird.
Berlin, den 25. Mai 2022 Dr. Carl A. Schade, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Securitas Holding GmbH Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 15. Dezember 2022 gebilligt. |
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