Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 166416
Vorher
Quicksilver One GmbH
Eingetragen
20.4.2015
Branche
Großhandel mit Uhren und SchmuckTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und SchmuckHerstellung von Uhren
Gegenstand
Der Ankauf, Verkauf und die Bewerbung von Uhren über traditionelle, offline und online Kanäle sowie die Erbringung assoziierter Services (Reparatur, Wartung etc.).

Historie

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Management

NameRolle
Tim-Hendrik Meyer
seit 26.8.2019
Geschäftsführer
Michael Loretz
seit 29.6.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (8)

NameAnteil
14.75%
R**** L****
14.75%
3.42%

Ungelöste Beteiligungen (13)

NameAnteil
Watchmaster ICP GmbHEigenbeteiligung
4.23%

Gesellschafter
Beta

21 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 21 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
OLMA INVEST EUROPE S.A.
Luxembourg
10.780 €
16.02%
Philicima GmbH
Germany
9.929 €
14.75%
Livac GmbH
Germany
9.929 €
14.75%
Piton Capital Investments Coöperatief B.A.
Netherlands
7.716 €
11.46%
Cherry Ventures Fund II GmbH & Co. KG
Germany
7.107 €
10.56%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Watchmaster ICP GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen 106.566,06 242.793,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.252,51 20.252,51
II. Sachanlagen 85.080,00 98.424,00
III. Finanzanlagen 1.233,55 124.116,85
B. Umlaufvermögen 7.117.696,69 4.851.469,16
I. Vorräte 938.859,11 1.106.787,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.559.328,43 1.727.386,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.619.759,15 2.017.294,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 182.058,23 105.952,29
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.406.570,98 5.200.214,81

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Eigenkapital 3.807.470,29 2.799.823,65
I. Gezeichnetes Kapital 63.427,00 52.414,00
II. Kapitalrücklage 25.744.939,88 19.554.815,20
III. Bilanzgewinn -22.000.896,59 -16.807.405,55
B. Rückstellungen 504.483,02 347.242,17
C. Verbindlichkeiten 3.094.617,67 2.053.148,99
Bilanzsumme, Summe Pasiva 7.406.570,98 5.200.214,81

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

1. Allgemeine Angaben

Firma: Watchmaster ICP GmbH

Sitz: Berlin

Rechtsform: GmbH

Gesellschaftsvertrag: Datiert in seiner aktuellen Fassung vom 18. Dezember 2019

Anschrift: Charlottenstraße 60, 10117 Berlin

Handelsregistereintragung: HRB 166416 des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 4 HGB auf. Die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 HGB wurden bei der Aufstellung des Anhangs in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Gesellschaft nimmt die Aufstellungserleichterungen nach § 276 HGB in Anspruch und fasst die Posten Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge und Materialaufwand unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammen. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist aufgrund der Verlustsituation von der Generierung weiterer finanzieller Mittel abhängig. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die notwendigen Mittel auch weiterhin durch Eigenkapital und Fremdkapitalmaßnahmen generiert werden können und hat den Jahresabschluss - insbesondere aufgrund der durchgeführten Finanzierungsrunden im Juni 2020 unterzeichneten Finanzierungsrunde - unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände Der Domain-Name ist als nicht abnutzbares immaterielles Wirtschaftsgut des Anlagevermögens bilanziert.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 13 Jahre

Betragen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von geringwertigen Wirtschaftsgütern mehr als 150 € und nicht mehr als 800 €, so werden diese im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge zu Marktwerten angesetzt, soweit ein Marktwert auf einem aktiven Markt verfügbar ist oder der Marktwert anders verlässlich bestimmt werden kann.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 1 bzw. Abs. 4 HGB bewertet.

Die Forderungen, geleisteten Anzahlungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, und berücksichtigen alle bis zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen, werden sie entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennbetrag zu bewerten.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassenmittelkurs am Entstehungstag umgerechnet, soweit nicht ein gesunkener oder gestiegener Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag eine Abwertung der Forderungen oder Aufwertung der Verbindlichkeiten erforderlich gemacht hat.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Waren

Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 1 bzw. Abs. 4 HGB bewertet.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Ansprüche aus Lieferungen und Leistungen (alle Restlaufzeiten < 1 Jahr).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Lieferanten, gegen Payment Providern, debitorische Kreditoren und aus Kautionen.

Die Restlaufzeiten der sämtlichen Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände liegen unter einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten umfasst im wesentlichen Vorauszahlungen für Versicherungen und für Softwarelizenzen.

Passiva

Rückstellungen

In den Rückstellungen für Personalkosten befinden sich Urlaubsrückstellungen.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Grundlagen des Unternehmens

i. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Watchmaster ICP GmbH, Berlin, im Nachfolgenden "Watchmaster" genannt, gehört zu den führenden eCommerce-Unternehmen (www.watchmaster.com) im europäischen Markt für zertifizierte Luxusuhren aus Vorbesitz.

Die Positionierung von Watchmaster zielt darauf ab, höchste Standards und Vertrauen in Bezug auf die Legitimität, Wartung und Restaurierung von gebrauchten Uhren zu schaffen. Vertrauen und Qualität der Dienstleistungen/Produkte stehen im Mittelpunkt des Leistungsversprechens.

Die wesentliche Einnahmequelle der Gesellschaft ist der Verkauf von zertifizierten Luxusuhren. Der Verkauf von Uhren ist gleichzeitig der Höhepunkt einer ausgeklügelten Wertschöpfungskette, die synchron arbeitet, um Wert für den Endkunden zu schaffen. Watchmaster ist ein integraler Dienstleister; um ihr Leistungsversprechen zu erfüllen, hat die Gesellschaft zunehmend die folgenden Bereiche entwickelt:

Watch Service Center.

Logistics.

Customer Experience.

Pricing.

Business Intelligence.

Finance.

Business Development.

Marketing & Product.

Human Resources.

Tech & Engineering.

Die Gesellschaft wurde am 2. April 2015 von

Philicima UG (Philipp Magin)

Livac UG (Ronny Lange)

SeMoCo UG (Sebastian Moser)

durch Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags gegründet.

ii. Forschung und Entwicklung

Gegenstand der Entwicklungstätigkeit von Watchmaster ist die Etablierung und Verbreiterung des Marktes für zertifizierte gebrauchte Luxusuhren. Die Forschungsund Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich auf die kundenorientierte Verbesserung des Kauf- sowie Verkaufserlebnisses. Dazu treibt die Gesellschaft unter anderem eine kontinuierliche Effizienz- und Effektivitätssteigerung ihrer Prozesse und Leistungen voran. Ein Beispiel hierfür sind Investitionen in die Entwicklung von Bilderkennungssoftware, welche es dem Kunden ermöglicht, eine sofortige Bewertung seiner Uhr zu erhalten.

Die Vision von Watchmaster ist es, sich zur weltweit führenden eCommerce-Plattform für alle Transaktionen mit zertifizierten gebrauchten Luxusuhren zu entwickeln.

2. Wirtschaftsbericht

i. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2019 wuchs die deutsche Wirtschaft das zehnte Jahr in Folge. Preisbereinigt verlangsamte sich 2019 das Wachstum allerdings um 0,6 % gegenüber einem durchschnittlichen Anstieg von 1,3 % in den letzten zehn Jahren. Unterstützt wurde dieses Wachstum durch höhere Konsumausgaben von 428,01 Mrd. € oder 1,6 % mehr als im Vorjahr. Zurückzuführen war dies auf eine hohe Beschäftigungsquote und ein höheres verfügbares Einkommen. Somit bleiben die privaten Konsumausgaben eine verlässliche Säule der inländischen Wirtschaft.

Mit dem Anstieg des verfügbaren Einkommens und der Konsumausgaben legte auch die Nachfrage nach persönlichen Luxusgütern zu. Nach den Market Insight Reports über COMTEX dürfte der Markt für persönliche Luxusgüter zwischen 2019 und 2026 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 4,80 % wachsen. 2019 wurden Schweizer Uhren im Wert von 21,7 Mrd. Schweizer Franken exportiert, das ist ein Anstieg gegenüber dem Jahr 2018 von 2,4 %. Das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte war doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr (+3,2 % gegenüber +1,5 %), verlangsamte sich aber im vierten Quartal (+1,1 %) infolge der äußerst schwachen Entwicklung in Hongkong. 2019 erhöhte sich der Wert nochmals um 2,4 %, was vor allem auf einen Anstieg am Markt für höherwertige Segmente zurückzuführen war. Auch der deutsche Markt zeigte 2019 ein positives Umsatzwachstum bei Luxusuhren von 1,6 %. Folglich steigt auch das Interesse an Uhren im hohen Preissegment, was sich in einem jährlichen Marktwachstum von 0,9 % (CAGR 2020-2023) niederschlägt.

ii. Marktentwicklung

Der Markt für Luxusuhren ist zurzeit allerdings durch große Änderungen geprägt. Zum einen wenden sich die Kunden weg vom Markt für neue Uhren hin zum Gebrauchtmarkt für Markenuhren. Das Marktsegment für gebrauchte Luxusuhren konnte fast ein Viertel des gesamten Luxusuhrenmarktes erobern, was ein direkter Hinweis auf den am Markt wahrgenommenen Wert und sein Potenzial ist. Eine weitere Veränderung bringt die negative Entwicklung im Handel mit sich: die Digitalisierung beschneidet die Rolle herkömmlichen Ladengeschäfte und ermöglicht es den Kunden, auf virtuellen Märkten einzukaufen.

Das wachsende Interesse an Gebrauchtuhren hat die großen Namen der Uhrenbranche veranlasst, sich dem Gebrauchtuhrenmarkt zu öffnen. Zu diesen großen Namen gehört auch Audemars Piguet, die ein Geschäft für den An- und Verkauf von Gebrauchtuhren eröffnen. Andere Hersteller wie Breitling und LVMH befassen sich allmählich ebenfalls mit dem Gebrauchtuhrenmarkt. So hat der Richemont-Konzern eine in Großbritannien basierte Online-Plattform für den An- und Verkauf von Gebrauchtuhren erworben. Damit zeigt sich, dass der Gebrauchtuhrenmarkt für Uhrenhersteller ein neues Zeitalter eröffnet, das ihrem bisherigen Geschäft eine neue Dimension hinzufügt.

Eine Studie der Berenberg Bank bestätigt ebenfalls den positiven Trend in diesem Marktsegment und benennt dies als die größte Gefahr für das herkömmliche Geschäftsmodell von OEMs, da gebrauchte Luxusuhren eine immer attraktivere und verfügbare Alternative zu neuen Uhren werden.

Uhrenexperte Oliver Müller von Luxeconsult meint dazu: "es gibt einen riesigen Markt, dessen Volumen vom Umsatz auf dem Erstmarkt abhängt." Müller meint überzeugt: "Der Zweitmarkt für Uhren ist um ein Vielfaches größer als der Erstmarkt." Nach einer Studie von René Weber, Analyst bei Vontobel, ist der Gebrauchtmarkt in den letzten Jahren stetig um mehr als 30 % gewachsen. Das Gebrauchtsegment verspricht vor allem online enormes Wachstumspotenzial und nimmt gerade erst Fahrt auf.

Eine weitere relevante Informationsquelle für den Markt, die Fondation de la Haute Horlogerie (FIHH), veröffentlichte in ihrem Trendbericht 2018, dass ihre aktuelle Schätzung für den globalen Gebrauchtuhrenmarkt seit 2013 den Markt für neue Uhren übertrifft und weiterhin um etwa 5 % pro Jahr wächst. Der gleiche Bericht prognostiziert, dass der Umsatz mit Gebrauchtuhren innerhalb von fünf Jahren den Umsatz mit neuen Uhren erreichen oder übertreffen wird.

Auf der Endkundenseite entsteht derzeit ein Trend bei immer mehr jungen Menschen, zertifizierte Luxus-Gebrauchtwaren anstatt Neuware zu kaufen. Nach den Prognosen der Boston Consulting Group wird bis zum Jahr 2025 die Hälfte der weltweiten Ausgaben für Luxusgüter von der sogenannten Generation Y stammen. Nach dem gemeinsamen Bericht von BCG und Altagamma handeln 54 % der Generation Z mit gebrauchten Luxusgütern. Demnach wird sich der Trend nach gebrauchten Luxusuhren wahrscheinlich fortsetzen.

Zusätzlich forciert wird die Entwicklung im Gebrauchtsegment dadurch, dass Rolex Anfang 2020 seine Preise um durchschnittlich 7 % erhöht hat. Tudor, die Schwestermarke von Rolex, soll für 2020 ebenfalls eine Preiserhöhung planen, heißt es. Der empfohlene Einzelhandelspreis wird wahrscheinlich um knapp 3 % ansteigen. Die offizielle Preiserhöhung ab 2020 dürfte auch die Preise für Gebrauchtuhren nach oben treiben. Diese Entscheidungen wirken sich positiv auf den Zweitmarkt aus.

Der Wandel zum Online-Handel zeigt sich in den steigenden Verkaufszahlen von Uhren im Online-Handel sowie bei Luxusuhrenmarken, wie z.B. IWC, die beginnen, das Internet als Vertriebskanal zu nutzen. So war für 83 % der Führungskräfte in der Uhrenindustrie 2014 noch der traditionelle Offline-Handel der wichtigste Vertriebskanal. Nur 3 Jahre später im Jahr 2017 sehen nur noch 24 % der Führungskräfte den Offline-Handel durch offizielle Konzessionäre als sehr wichtig an, wobei jetzt 67 % den Online-Handel als wichtigsten Vertriebskanal in der Zukunft sehen20. Dies ist ein deutlicher Indikator für das schnelle Tempo, mit dem sich der Markt entwickelt und sich in Online-Kanäle verwandelt, die sowohl für den Verkauf als auch für ein besseres Kundenerlebnis sorgen.

Traditionell ist der Markt für Gebrauchtuhren von einem großen Mangel an Transparenz gekennzeichnet. Dies ist auf die große Zahl der lokalen Händler und die Schwierigkeiten beim Zugang zu marktweiten Informationen, Preisen und Ressourcen zurückzuführen. Watchmaster ist hier ein Vorreiter beim Wandel hin zum Online-Handel mit gebrauchten Luxusuhren. Die Gesellschaft bietet eine zentrale Anlaufstelle für Marktinformationen und Preise von klassischen Uhren, die den Zugang zu Informationen und Fachwissen, das bisher nur lokalen Händlern vorbehalten war, durchgängig und demokratisch gestaltet.

Watchmaster hat jetzt schon eine führende Marktstellung im Bereich des Online-Handels von zertifizierten gebrauchten Luxusuhren. In Kontinentaleuropa ist zum Ende März 2020 Watchmaster mit mehr als 2.119 zum Verkauf stehenden Gebrauchtuhren mit Abstand der größte Anbieter vor Chronext mit ca. 500 verfügbaren Gebrauchtuhren und Cresus mit ca. 450 verfügbaren Gebrauchtuhren. Indem die Gesellschaft bei der Gründung von Partnerschaften mit klassischen Luxusuhrenherstellern wie der Swatch Group beim Service für offiziell zertifizierte Uhren von Omega, Rado und Longines an vorderster Front steht, kann Watchmaster seine führende Rolle weiter ausbauen. Zusätzlich investiert Watchmaster zum Beispiel in den weiteren Ausbau von professionellen Uhrmacherwerkstätten und in mobile Anwendungen, über die der Verbraucher direkt seine Uhr bewerten lassen kann.

iii. Geschäftsverlauf

Nachdem die Gesellschaft 2017 beschlossen hat, sich strategisch neu auszurichten, liegt der Schwerpunkt des Geschäfts ausschließlich auf zertifizierten gebrauchten Luxusuhren und nicht auf neuen Uhren. 2019, zwei volle Jahre nach der strategischen Neuausrichtung, kann die Gesellschaft einen umfassenden Vergleich der Entwicklung ihres Geschäftsmodells mit 2018 vornehmen.

Da die Gesellschaft ihr Geschäft mit gebrauchten Luxusuhren weiter vorantreibt, konnte sie das Rohergebnis um 1.676.625,00 € verbessern. Für dieses Wachstum gibt es vor allem zwei Gründe: eine höhere Umschlagshäufigkeit der Vorräte, was sich positiv im Absatzvolumen niederschlug; zweitens die Entwicklung des Kommissionsgeschäfts, das sich ebenfalls positiv auf das Rohergebnis auswirkte und von dem wir ein weiteres Wachstum erwarten.

Das Jahresergebnis zeigt nach Angaben der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung des Jahresfehlbetrags um +14,42 % von -4.539.059,84 € im Jahr 2018 auf -5.193.491,04 € im Jahr 2019. Die Entwicklung von Umsatz und Rohergebnis spiegelt eine positive Entwicklung für die Gesellschaft wider. Durch die aktuelle strategische Neuausrichtung wird die Gesellschaft in den kommenden 3 Jahren die Umsatzzahlen weiter steigern; das wird die Basis für die Deckung der Betriebsausgaben für die Hauptbereiche Marketing, Personal und Watch Services sein.

2019 konnte die Gesellschaft in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung das Rohergebnis steigern und dabei die Zahl der Vollzeitmitarbeiter von 58 auf 72 erhöhen. Die Verbesserung und Optimierung interner und externer Abläufe war ein entscheidender Faktor für das Erzielen von Skaleneffekten und einer unterjährigen Erhöhung des Umsatzes pro Mitarbeiter. Ab 2020 wird Watchmaster mit einer besseren Grundlage und Leistungsfähigkeit der internen Prozesse weiterhin Mitarbeiter in allen strategischen Bereichen einstellen, die seine Ziele unterstützen.

iv. Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Dies sind die Finanzergebnisse der Gesellschaft für 2019:

a) Betriebsergebnis

Der Umsatz von Watchmaster im Jahr 2019 wurde ausschließlich mit gebrauchten Luxusuhren erzielt; das Online-Geschäft mit neuen Luxusuhren wurde komplett eingestellt. Die Gesellschaft erzielte 2019 ein Rohergebnis von insgesamt 4.532.323,61 €. Die Steigerung des Rohergebnisses ist die Folge einer besseren Vertriebsleistung, aber auch einer höheren Lagerumschlagshäufigkeit.

Die Personalkosten betrugen insgesamt 3.208.626,86 €.

Jedoch konnte durch automatisierte Prozesse bei der Preisfindung für den An- und Verkauf von Uhren in den jeweils betroffenen Abteilungen der Personalaufwand gesenkt werden; außerdem reduzierte sich die Reaktionszeit für die Angebotsabgabe. Die Produktivität im Sales-Bereich konnte durch die Automatisierung von Back-Office-Arbeiten gesteigert werden, so dass mehr Zeit zur Verfügung steht, um Umsatz zu generieren und damit die Ergebnisse zu verbessern, während die Personalkosten auf einem ähnlichen Niveau gehalten werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in der Höhe von 6.223.154,90. Hauptausgaben sind in den folgenden Kategorien: Verkauf und Vertrieb, Marketing,

Geschäftsfeldentwicklung, Versicherung und Fracht, Softwarelizenzen sowie Nebenkosten des Zahlungsverkehrs.

Mit -4.108.839,80 € verzeichnet das EBITDA einen Rückgang gegenüber 2018.

Die Gesellschaft hat ihre Investitionen in den Geschäftsbetrieb auf ein Niveau angehoben, wo Skaleneffekte besser greifen. Dadurch ist die Gesellschaft besser in der Lage, 2020 bessere Ergebnisse zu erzielen, da die aktuelle Personalstruktur und die Fixkosten ein Rohergebnis auf höherem Niveau unterstützen können.

Insgesamt wird die Entwicklung des Betriebsergebnisses im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Geschäftsführung und den Gesellschaftern der Gesellschaft als positiv beurteilt, da die Gesellschaft Skaleneffekte weiter ausbauen will.

b) Finanzlage

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Aufgrund dieser Maßnahmen erwartet die Gesellschaft, dass sie im Berichtsjahr alle Verpflichtungen erfüllen kann.

Die fortdauernde Entwicklung der Gesellschaft ist darüber hinaus von der Verlängerung der Finanzierung der Gesellschafter und externer Kapitalgeber abhängig.

c) Vermögenslage

Der Rückgang des Anlagevermögens war auf eine Reduzierung der Anteile/Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Jahr 2019 zurückzuführen. Die Erhöhung des Umlaufvermögens ist in erster Linie das Ergebnis um 318.012,93 € gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und um 1.756.705,14 € gestiegener Forderungen gegen Gesellschafter aufgrund noch nicht eingezahlter Einlagen in die Kapitalrücklage. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gingen um 435.382,41 € zurück. Die größten Posten im Umlaufvermögen bilden:

Kaution für Paypal (Payment Service Provider) in Höhe von 267.527,73 €,

Kaution für Adyen (Payment Service Provider) in Höhe von 210.000,00 €,

Sonstige Kautionen in Höhe von 162.921,26 €.

Aufgrund des höheren Personalaufwands und Vorjahressteuern stiegen die Rückstellungen an.

Die beiden Hauptquellen der kurzfristigen Verbindlichkeiten sind Zahlungen an Dienstleister und Zahlungen an Versender, die sich jeweils aufgrund des gestiegenen operativen Geschäfts beträchtlich erhöht haben.

3. Unternehmensfortführung

Die Gesellschaft plante für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 und für 2020 einen negativen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Dieser wurde durch das Rohergebnis der Gesellschaft und die zusätzliche Eigenkapitalfinanzierung im Laufe des Jahres 2019 finanziert.

Der Fortbestand der Gesellschaft kann vom Vorhandensein weiterer Finanzierungen der Gesellschafter und externer Kapitalgeber abhängen.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Konzentration auf das Geschäft mit zertifizierten gebrauchten Luxusuhren wird zu einer deutlichen Zunahme von nationalen sowie internationalen Aufträgen führen. Umfangreiche Bonitätsbeurteilungen im Tagesgeschäft sowie laufendes Reporting führen zu erheblich reduzierten Forderungsausfall- und Bonitätsrisiken.

Beschaffungsgeschäfte aus dem Ausland werden zentral abgewickelt.

Im Rahmen des Finanzmanagements werden mögliche Risiken u. a. durch folgende Maßnahmen überwacht, quantifiziert und den Unternehmenszielen entsprechend gesteuert:

Monatliche Analyse der Plan-/Ist-Abweichungen.

Liquiditätssteuerung ausgehend von der mittelfristigen Unternehmensplanung und aktuellen Hochrechnungen und Abweichungsanalysen des Working Capital bzw. Cash Flow.

5. Risikobericht

i. Wettbewerbsrisiken

Die Wettbewerbsrisiken sind konstant geblieben und konzentrieren sich auf wenige Wettbewerber, die im Gebraucht-Segment mehr Marktanteile zu erlangen versuchen (allerdings als zweite Einnahmequelle). Watchmaster differenziert sich gegenüber seinen Wettbewerbern im Uhrenmarkt mit einem attraktiven Onlinegeschäft, umfangreichen und vielfältigen Angeboten und anderen ergänzenden Dienstleistungen. Die auf der Website der Gesellschaft gezeigte Ware bietet dem Endkunden Kosten und Wettbewerbsvorteile, so dass davon auszugehen ist, dass sich der Marktanteil mittel- und langfristig weiter positiv entwickeln wird.

Um potenzielle Wettbewerbsrisiken abzumildern, positioniert sich Watchmaster als Luxusuhren-Onlinehändler für zertifizierte gebrauchte Luxusuhren mit einem umfassenden Serviceangebot.

ii. Umsatzrisiko

Das Umsatzrisiko hat sich gegenüber der Vorberichtsperiode nicht verändert.

Watchmaster hat qualitativ hochwertige Luxusuhren auf Lager und kann dadurch einen größeren Kundenkreis ansprechen. Ebenfalls wächst der Online-Handel für gebrauchte Luxusuhren an sich, wodurch nicht mit weiterem verschärftem Wettbewerb zu rechnen ist.

iii. Liquiditätsrisiko

Die strategische Entwicklung der Marktposition und das geplante Wachstum im nationalen Markt und in internationalen Märkten hat zu einem zunehmenden Liquiditätsbedarf geführt, der über eine Eigenkapitalfinanzierungsrunde gesichert wurde. Die Liquiditätslage der Gesellschaft unterliegt einer ständigen Überwachung mit der Entwicklung entsprechender Maßnahmen im laufenden Jahr.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Gesellschaft verfügt über ein angemessenes Forderungsmanagement, um Ausfallrisiken zu minimieren. Die Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gegenüber Dritten und Dienstleistern beglichen.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben gibt.

iv. IT-Risiken

Die wesentlichen Risiken liegen im unbefugten Zugriff auf sensible Daten.

Um diese Risiken zu minimieren, sind verschiedene Maßnahmen für die einzelnen Bereiche implementiert.

Zugang zu Datenbanken (DB)

Der Zugang zu DB ist strikt auf eine Mindestanzahl von Mitarbeitern beschränkt.

Der Zugang zu DB wird durch den Austausch eines persönlichen Schlüssels und eines öffentlichen Schlüssels sowie eines zusätzlichen Passworts (Zwei-Faktor-Authentifizierung) erreicht, was dem Stand der Sicherheitstechnik entspricht.

Datenverlust:

Stündliche Backups stellen sicher, dass verlorene Daten jederzeit wiederhergestellt werden können.

Zugang zu IT-Landschaft und Server:

Der Zugang ist strikt auf eine Mindestanzahl von Mitarbeitern beschränkt.

Die Serverlandschaft ist durch Sicherheitsgruppen und ein privates Netzwerk geschützt (AWS Cloud). Nur die notwendigen Ports und Protokolle sind für den Zugriff freigegeben (z.B. HTTPS).

V. Qualitätsrisiko

Durch eine vollständige Abdeckung der Wertschöpfungskette von der Erstkontrolle der Uhren über die Aufarbeitung bis hin zur Endkontrolle in der hauseigenen Uhrmacherwerkstatt kann ein Qualitätsrisiko so gut wie ausgeschlossen werden.

Qualitätsrisiken können in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt werden, denen jeweils durch unterschiedliche Maßnahmen von Watchmaster begegnet wird:

Risiko des Verkaufs von gefälschten Uhren

Risiko des Verkaufs von Uhren mit unzureichender Qualität entsprechend den intern vorgegebenen Qualitätsstandards

Jede bei Watchmaster verkaufte Uhr geht durch eine rigorose Eingangsprüfung, in welcher die Echtheit und der Zustand der Uhr überprüft wird. Durch eindeutige Qualitätsmerkmale der echten Luxusuhren kann der Verkauf von gefälschten Luxusuhren ausgeschlossen werden. Watchmaster schließt Uhren von unzureichender Qualität durch standardisierte Prozesse während der Uhren-Aufarbeitung und einer Endkontrolle vor dem Versand aus.

vi. Währungsrisiken

Vorhandene Währungsrisiken sind auf die europäische Präsenz und auf Vertriebstätigkeiten zurückzuführen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in Euro erstellt. Aufwendungen und Umsatzerlöse im laufenden Geschäftsbetrieb entstehen in Euro und Britischem Pfund und sind daher direkt abhängig vom jeweiligen Wechselkurs zwischen dem Britischen Pfund und dem Euro. Darüber hinaus werden Umsätze anderer Nicht-Euro-Länder in Euro abgerechnet, wobei das Wechselkursrisiko durch den Kunden getragen wird.

Watchmaster steuert aktiv das Risiko aus Wechselkursverlusten durch einen Sicherheitsbestand an Liquiditätsreserven in beiden Währungen, damit die Verpflichtungen unabhängig in jeder Währung erfüllt werden können. Dadurch verringert sich das kurzfristige Risiko von realen Währungsverlusten in Zeiten stark schwankender Wechselkurse. Außerdem verringert sich das langfristige Risiko aus der Neubewertung von in britischen Pfund gehaltenem Umlaufvermögen in Euro, da das langfristige Wechselkursverhalten weniger schwankungsanfällig ist als das kurzfristige.

vii. Marktrisiken

Der Ausbruch von Covid-19 Ende 2019 und in der ersten Jahreshälfte 2020 hatte enorme Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft sowie in anderen Märkten, in denen Watchmaster wirtschaftlich tätig ist.

Durch seine führende Stellung auf dem Online-Markt für zertifizierte gebrauchte Luxusuhren konnte Watchmaster sein Geschäft ohne nennenswerte Ergebnisauswirkungen fortsetzen. Watchmaster plant die Weiterentwicklung seines Online-Handels, was angesichts der anhaltenden Corona-Krise und ihrer Auswirkung auf den Markt als risikomindernde Maßnahme gilt.

6. Chancenbericht

Das Onlinegeschäft hat sich über die letzten Jahre als sehr effektiv und effizient im Vergleich zum Offline-Geschäft der etablierten Unternehmen erwiesen. Der hohe Qualitätsanspruch von Watchmaster wird durch stetige Innovation sowie immer effizienter werdende interne Prozesse gehalten und weiter erhöht.

Während der andauernden Corona-Pandemie haben die Kunden ihr Kaufverhalten verändert und vermehrt online bestellt. Das stellt eine große Chance für Watchmaster dar, weil die Gesellschaft eine starke Stellung im Online-Handel innehat. Es wäre für den traditionellen Einzelhandel sehr zeitaufwendig, eine bedeutende Online-Präsenz aufzubauen.

Dem Wettbewerb am Markt wird mit Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit, Service und einem hohen Maß an Qualität begegnet.

Watchmaster legt einen besonderen Fokus auf den Ausbau der Markenbekanntheit, die Diversifikation und Optimierung der Marketing-Kanäle sowie auf die starke Automatisierung der internen Prozesse. Die genannten Bereiche stellen die größten Chancen für Watchmaster dar.

Im Luxusmarkt wird eine hohe Markenbekanntheit als eines der Kernelemente für langfristigen Erfolg gesehen. Hier hat Watchmaster ein enormes Potenzial zur Entwicklung seiner Positionierung und der Markenwahrnehmung durch den Kunden. Dieser kontinuierliche Markenaufbau wird durch eine umfassende Marketingstrategie, Öffentlichkeitsarbeit und Pressearbeit weiter vorangetrieben. Weitere Chancen werden von Watchmaster in der Ausweitung der Geschäftstätigkeit in allen europäischen Ländern gesehen.

7. Gesamtaussage

Die Gesamtaussage bezüglich der Risiken ist positiv; Watchmaster ist in der Lage, die meisten Risiken zu kontrollieren oder zu minimieren. Der Ausbruch von Covid-19 hat sich nicht wesentlich auf das Ergebnis von Watchmaster ausgewirkt. Im Gegenteil: es eröffnen sich Chancen, die Online-Präsenz der Gesellschaft weiterzuentwickeln. Die Marktbedingungen sind günstig, und die Position der Gesellschaft auf dem Markt verbessert sich ständig. Risiken, die die Entwicklung der Gesellschaft kurz- oder mittelfristig gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Jedoch bleibt der Fortbestand der Gesellschaft von der weiteren Finanzierung der Gesellschafter abhängig.

8. Prognosebericht

Es gibt mittelfristig keine wesentlichen Änderungen in der strategischen Ausrichtung von Watchmaster. Die Gesellschaft wird weiterhin den Kauf von gebrauchten Luxusuhren, die Umsatzentwicklung und die gezielte Akquise und Betreuung von Kunden forcieren.

Watchmaster beurteilt die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft für die kommenden 3 Jahre positiv. Wie oben bereits erläutert, wächst der Markt für zertifizierte Gebrauchtuhren über Online- oder Mobilkanäle derzeit weltweit im mehrstelligen Prozentbereich und bietet daher viel Potenzial. Die zunehmende Digitalisierung des Luxusuhrengeschäfts hin zum Online-Handel wird künftig dazu führen, dass erhöhte Anforderungen an das Sortiment und den Online-Handel gestellt werden. Dies wird zu einer deutlichen Ausweitung des Geschäfts führen. Langfristige Verträge mit kooperierenden Dienstleistern werden den Geschäftsbetrieb in den nächsten Jahren weiter stabilisieren.

Die Entwicklung des Rohergebnisses wird zur Finanzierung der betrieblichen Aufwendungen beitragen, was die Entwicklung, den Servicestandard und die Positionierung der Gesellschaft unterstützt. Die prognostizierte Erhöhung des Rohergebnisses ist das Resultat einer besseren wirtschaftlichen Positionierung, die in einen Umsatzanstieg münden dürfte.

Es wird erwartet, dass sich der Jahresfehlbetrag 2020 aufgrund des höheren Rohergebnisses im Vergleich zu den betrieblichen Aufwendungen verbessern wird. Die Gesellschaft wird 2020 mehr in das operative Geschäft investieren, um seine wirtschaftliche Marktstellung auszubauen und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, um weiter die mittelfristigen Ergebnisse zu verbessern.

Watchmaster steigert kontinuierlich seine Effizienz in den Kernbereichen des Unternehmens, damit diese die prognostizierten Ergebnisse unterstützen und dem Endkunden und den Gesellschaftern der Gesellschaft Mehrwert bieten können.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Watchmaster ICP GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Watchmaster ICP GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Watchmaster ICP GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mänger im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 15. Juli 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer

ppa. Johannes Häner, Wirtschaftsprüfer

Gewinn und Verlustrechnung vom 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

31.12.2019 31.12.2018
1. Rohergebnis 4.532.323,61 2.855.698,61
-davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 25.447,94 (EUR 9.281,08)
2. Personalaufwand 3.208.626,86 2.350.650,55
a) Löhne und Gehälter 2,718,912.92 1,993,950.31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für und Unterstützung 489.713,94 356.700,24
-davon für Altersversorgung EUR 182,81 (EUR 0,00)
3. Abschreibungen 33.771,44 61.018,66
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 33.771,44 61.018,66
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.223.154,90 4.846.102,92
a) Raumkosten 282.368,10 289.639,96
b) Versicherungen, Beiträge Abgaben 72.107,94 50.706,86
c) Reparaturen und Instandhaltungen 0,00 3.015,47
d) Fahrzeugkosten 9.588,60 7.570,09
e) Werbe- und Reisekosten 55.306,57 59.981,43
f) Kosten der Warenabgabe 3.426.967,00 2.863.573,39
g) Verschiedene betriebliche Kosten 1.674.086,77 1.138.213,99
h) Verluste aus dem Abgang Gegenständen des Anlagevermögens 123.654,30 2.068,15
i) Verluste aus Wertminderungen aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen 187.048,65 144.142,50
j) Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 392.026,97 287.191,08
-davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 57.410,41 (EUR 16.938,00)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 345,13 1.292,68
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 110,376,58 138.049,00
7. Ergebnis nach Steuern -5.043.261,04 -4.538.829,84
8. Sonstige Steuern 150.230,00 230,00
9. Jahresfehlbetrag 5.193.491,04 4.539.059,84

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