Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
IVICT Europe GmbH
Kennedydamm 19, 40476 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tomoya Kondo seit 8.4.2026 | Geschäftsführer |
Michitaka Kaneko seit 13.5.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Mitsubishi Corporation | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IVICT Europe GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024Grundlagen der Gesellschaft Die IVICT Europe GmbH (nachfolgend als "IVICT" bezeichnet) wurde im Jahr 2018 gegründet. Der Geschäftszweck der Gesellschaft folgt der Unternehmensstrategie der Mitsubishi Corporation (MC)-Gruppe mit dem Ziel, sich auf die gesamte Geschäftskette in der Chemiesparte zu konzentrieren und nach weiteren gewinnbringenden Handels- sowie Investitionsmöglichkeiten zu suchen. Der Geschäftszweck des Unternehmens ist im Wesentlichen der Im- und Exporthandel von chemischen Produkten aller Art sowie aller dazugehörigen Geschäfts- und Dienstleistungen. Die bedeutendsten Verkaufs- und Beschaffungsmärkte sind Deutschland, weitere europäische Länder sowie Japan und andere Länder der asiatischen Region. IVICT unterhält ihre Hauptniederlassung in gemieteten Räumlichkeiten in Düsseldorf sowie eine Zweigniederlassung in Namur, nahe Brüssel. IVICT ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Mitsubishi Corporation, Tokio/Japan, und wird daher in den Konzernabschluss der Mitsubishi Corporation miteinbezogen. Das Geschäftsjahr der IVICT entspricht folglich dem Geschäftsjahr der Mitsubishi Corporation, das vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 andauert. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Europa bleibt schwach. Die Verbraucher halten sich weiterhin mit ihren Ausgaben zurück, die Investitionen haben sich abgeschwächt und die Unternehmen exportieren weniger, was eine Verlangsamung der externen Nachfrage und einige Verluste an Wettbewerbsfähigkeit widerspiegelt. Umfragen deuten jedoch auf eine allmähliche Erholung im Verlauf des Jahres 2024 hin. Da die Inflation sinkt und die Löhne weiter steigen, wird erwartet, dass die Realeinkommen wieder ansteigen und das Wachstum unterstützen. Zusätzlich wird der dämpfende Effekt der vergangenen Zinserhöhungen allmählich nachlassen, und die Nachfrage nach Exporten aus dem Euroraum sollte zunehmen. Die Arbeitslosenquote ist auf dem niedrigsten Stand seit der Einführung des Euro. Die Beschäftigung wuchs im letzten Quartal des Jahres 2023 um 0,3 % und übertraf damit erneut die wirtschaftliche Aktivität. Infolgedessen ist die Produktivität pro Person weiter gesunken. Gleichzeitig schreiben Arbeitgeber weniger Stellenangebote aus, und weniger Unternehmen berichten, dass ihre Produktion durch Arbeitskräftemangel eingeschränkt wird. Laut den Prognosen vom März 2024 wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum im Laufe des Jahres allmählich anzieht, da das reale verfügbare Einkommen steigt, die Inflation zurückgeht und das Lohnwachstum robust bleibt und da sich die Handelsbedingungen verbessern. Da erhebliche Lieferengpässe aufgrund der aktuellen Versandstörungen im Roten Meer unwahrscheinlich sind, wird erwartet, dass das Exportwachstum mit der sich verstärkenden ausländischen Nachfrage Schritt hält. Mittelfristig wird erwartet, dass die Erholung auch durch das allmähliche Nachlassen der Auswirkungen der geldpolitischen Straffung der EZB unterstützt wird. Insgesamt wird für das Jahr 2024 ein durchschnittliches reales BIP-Wachstum in Europa von 0,6 % erwartet, das sich bis 2025 auf 1,5 % und bis 2026 auf 1,6 % verstärken soll. Im Vergleich zu den makroökonomischen Prognosen des Eurosystems vom Dezember 2023 für den Euroraum wurde die Prognose für das BIP-Wachstum für 2024 nach unten korrigiert, bedingt durch Übertragungseffekte aus vergangenen negativen Datenüberraschungen und schwächeren eingehenden zukunftsorientierten Informationen. Für 2025 bleibt die Prognose unverändert, und für 2026 wurde sie leicht nach oben korrigiert. (Quelle: https://www.ecb.europa.eu/press/economic-bulletin/html/eb202402.en.html) Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Umsatzerlöse (bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator) in Höhe von 609 Millionen Euro erzielt, was rund 26 % unter dem Budget von etwa 822 Millionen Euro liegt (Umsatz Vorjahr: 917 Millionen Euro). Die geringeren Umsatzerlöse sind hauptsächlich auf die Bereiche "Plastics", "Petrochemicals" und "Chlor-Alkali" zurückzuführen. Im Gegensatz dazu haben die Bereiche Spezialchemikalien und Biofine Chemikalien die budgetierten Umsatzerlöse übertroffen. Wie in den Vorjahren war Methanol & Ethanol mit einem Umsatzanteil von 39,4 % das stärkste Segment, gefolgt von "Petrochemicals" (inklusive "Aromatics") mit 17,2 %, "Chlor-Alkali" mit 15,5 % und "Biofine" mit 12 %. Die restlichen Geschäftssegmente, einschließlich Plastics und Spezialchemikalien, machten 15,9 % des Umsatzes aus. Die Analyse der Umsatzentwicklung nach geographischen Gesichtspunkten ergibt, dass rund 84 % des Umsatzes in Europa, einschließlich Deutschland, erzielt wurden. Asien trug mit 15 % zum Gesamtumsatz bei. Alle anderen Regionen zusammen machten weniger als 1 % des Umsatzes aus. Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf Mio. EUR 51 (Vorjahr: Mio. EUR 38). Im Geschäftsjahr 2023/2024 war das Segment "Methanol & Ethanol" mit einem Anteil von 50,7 % am Bruttogewinn das stärkste, gefolgt vom Segment "Biofine" mit 15,9 %, "Plastics" mit 13,5 % und "Spezialchemikalien" mit 8,2 %. Die Segmente "Petrochemicals" und "Chlor-Alkali" trugen jeweils 5,8 % zum Bruttogewinn bei. Im Geschäftsjahr stieg der Personalaufwand bei gleichbleibender Personalstärke um rund 7 %. Dieser Anstieg war hauptsächlich auf die inflationsbedingten Lohnerhöhungen zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf Mio. EUR 1,3, deutlich niedriger als die Mio. EUR 1,7 des Vorjahres. Dieser Rückgang ist auf die vollständige Abschreibung des Firmenwertes im Dezember 2023 für das von der Mitsubishi International GmbH 2018 erworbene Chemiegeschäft zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 5,3 auf Mio. EUR 29,9. Dieser Anstieg ist insbesondere auf gestiegene Nebenkosten für Materialien, wie Lager- und Logistikkosten, zurückzuführen. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 1.151, die aufgrund eines vorzeitig abgebrochenen IT-Projekts notwendig wurden. Trotz einer Verringerung des Fremdkapitalbedarfs führte das gestiegene Zinsniveau zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen auf TEUR 1.181, verglichen mit TEUR 739 im Vorjahr. Dies resultierte in einem negativen Finanzergebnis von TEUR 1.181. Im Geschäftsjahr 2022 führte die weltweite wirtschaftliche und politische Situation zu signifikanten Herausforderungen. Dennoch gelang es insbesondere der Methanol & Ethanol Abteilung, ihren Bruttogewinn im Geschäftsjahr 2023 signifikant zu steigern. Dieser Erfolg ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Einerseits ermöglichte die erfolgreiche Erschließung neuer Märkte - insbesondere durch die Akquisition von Kunden in den baltischen Ländern - eine Ausweitung des Geschäftsfelds. Andererseits führten eine verbesserte Lagerplanung und Distribution zu effizienteren Betriebsabläufen und zu geringeren Eingangsfrachtkosten. Des Weiteren konnte durch gezielte Bedarfsplanung in allen Abteilungen der Materialaufwand verringert werden. Diese strategischen Maßnahmen haben es ermöglicht, die Herausforderungen des vergangenen Jahres zu bewältigen und den Bruttogewinn des Unternehmens erheblich zu steigern. Die o.g. Umstände führten zu einem Anstieg des Jahresergebnisses auf Mio. EUR 8,7 (Vorjahr: Mio. EUR 3,9). Die Bilanzsumme fiel im Geschäftsjahr von Mio. EUR 164 auf Mio. EUR 159. Dieser Rückgang ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: Zum einen auf die vollständige Abschreibung des Firmenwertes und die Wertberichtigung des IT-Projektes, zum anderen auf eine effizientere Lagerwirtschaft, die sich in einer Reduzierung des Vorratsvermögens bemerkbar macht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich hingegen trotz gesunkener Umsatzerlöse leicht um Mio. EUR 3,6 erhöht. Eine verbesserte strategische Cash-Planung resultierte in einem reduzierten Bedarf an Fremdkapital, der von Mio. EUR 34,4 im Vorjahr auf Mio. EUR 29 gesunken ist. Dieser Betrag ist im Rahmen des Cash-Poolings in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Das Eigenkapital erhöhte sich um Mio. EUR 5,1 auf insgesamt Mio. EUR 26,2. In Verbindung mit der reduzierten Bilanzsumme resultierte dieser Anstieg in einer Eigenkapitalquote von 16,5 %, im Vergleich zu 12,9 % im Vorjahr. Die Fremdkapitalquote der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist mit 75,6 % gegenüber 80,5 % im Jahr 2022/2023 gesunken. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Zum Bilanzstichtag waren keine Rechtsstreitigkeiten oder sonstige Verfahren anhängig, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben könnten. Finanzlage Die Mitsubishi Corporation Finance PLC mit Sitz in London, Großbritannien ("MCF"), stellt IVICT eine Konzernfinanzierung zur Verfügung. Darüber hinaus ist IVICT Teilnehmer am Cash-Pooling-Verfahren der Mitsubishi Corporation Finance PLC, London, sowohl in US-Dollar als auch in Euro. IVICT hat eine Risikomanagement-Abteilung etabliert, die den Status des Kreditportfolios, einschließlich der Konzentrationsgrade in spezifischen Geschäftsbereichen oder Unternehmen, effektiv erfasst und verwaltet. Diese Abteilung berichtet regelmäßig an das Management des Unternehmens. Die Kontrolle der Zahlungseingänge und der täglichen Liquidität wird sorgfältig durchgeführt. Eventuelle Überschüsse oder Unterdeckungen werden durch das Cash-Pooling-Verfahren ausgeglichen. Das Unternehmen hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine Investitionen getätigt. Personal und Corporate Social Responsibility Die Zahl der im Jahresdurchschnitt bei IVICT beschäftigten Personen belief sich auf 65. Die bei der IVICT beschäftigten Personen sind hervorragend ausgebildet, zur Weiterbildung und Unternehmensbindung dieser Mitarbeiter bietet das Unternehmen eine Vielzahl von internen und externen Weiterbildungsmöglichkeiten an. Zu erwähnen sind hier insbesondere die globalen und regionalen Programme (z.B.: "Global Management Program", "Gateway Program", "Business Management Seminar"), in denen vielfältige Grundlagen der Entscheidungsfindung und Unternehmenskultur vermittelt werden. Auch auf der Spezialistenebene werden den Mitarbeitern vielfältige externe und interne Schulungen und Fortbildungsmöglichkeiten angeboten, sowohl auf regelmäßiger Basis als auch situationsbezogen. Im gesamten Trainingsportfolio werden immer wieder u.a. die Unternehmensgrundsätze herangezogen. Um das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter zu fördern und eine gesunde Arbeitsumgebung zu schaffen, stellt das Unternehmen mehrmals wöchentlich frisches Obst zur Verfügung. Diese Initiative ist Teil unserer Bemühungen, gesunde Ernährungsgewohnheiten am Arbeitsplatz zu fördern und gleichzeitig ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Im Rahmen der Bemühungen um Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung hat das Unternehmen entschieden, auf den Gebrauch von Kaffeekapseln zu verzichten, um seinen Müll zu reduzieren. Stattdessen wird fair gehandelter Kaffee in großen Aluminiumbehältern bezogen, die regelmäßig wieder aufgefüllt werden. Diese Maßnahme trägt nicht nur zur Reduzierung von Abfall bei, sondern unterstützt auch faire Handelspraktiken. Die Bemühungen des Unternehmens um eine nachhaltige und sozial verantwortliche Unternehmensführung wurden erstmals im Jahr 2023 mit einer Ecovadis-Zertifizierung anerkannt. Diese Anerkennung für unsere Nachhaltigkeitsbemühungen haben wir auch im Jahr 2024 erneut erhalten. Die Zertifizierung bestätigt das Engagement für nachhaltige Geschäftspraktiken und soziale Verantwortung. Die Unternehmensgrundsätze der Mitsubishi Corporation gelten als wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren:
Diese manifestieren sich auch im Code of Conduct der IVICT, der für jeden Mitarbeiter verbindlich gilt und täglich gelebt wird. Um der fortschreitenden Digitalisierung Rechnung zu tragen, wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 neue Online- Schulungen und Überprüfungen des Wissenstandes für jeden Mitarbeiter verpflichtend zum Thema "Informationssicherheit und Bewusstsein für Cyberrisiken" eingeführt. Des Weiteren wurden ebenfalls verpflichtende Schulungen und Überprüfungen des Wissensstandes zu den Themen "Wettbewerbsgesetz", "Whistleblowing" sowie "Bystander Intervention for Sexual Harassment" durchgeführt, um die Mitarbeiter auf die täglichen Risiken vorzubereiten. Ausblick Dies spiegelt sich in den makroökonomischen Projektionen des EZB-Personals für den Euroraum vom März 2024 wider, die ein jährliches reales BIP-Wachstum von 0,6 % für 2024 vorhersagen, das auf 1,5 % und 1,6 % in den Jahren 2025 bzw. 2026 ansteigen soll. Verglichen mit den makroökonomischen Projektionen des Eurosystem- Personals für den Euroraum vom Dezember 2023 wurde die Prognose für das BIP-Wachstum für 2024 nach unten korrigiert, während sie für 2025 und 2026 weitgehend unverändert bleibt. (Quelle: https://www.ecb.europa.eu/press/economic-bulletin/html/eb202402.en.html) Für das Jahr 2024 insgesamt erwartet der VCI eine Stagnation der Produktion auf niedrigem Niveau. Bei sinkenden Preisen wird erwartet, dass der Branchenumsatz in diesem Jahr um 3,5 % zurückgeht. Die deutsche Chemieindustrie beendete das Jahr 2023 mit einem enttäuschenden letzten Quartal. Da viele industrielle Kunden in Deutschland und im Ausland ihre Produktion kürzlich zurückfahren mussten, fehlten unserer Industrie die Aufträge. Die Erzeugerpreise und der Branchenumsatz gingen daher weiter zurück. Die Chemieproduktion blieb in einer tiefen Flaute und die Kapazitäten wurden weiterhin nicht voll ausgelastet. International nicht wettbewerbsfähige Energie- und Rohstoffpreise, weitere Erhöhungen der bürokratischen Kosten und hohe Steuern und Abgaben setzten die Margen zusätzlich unter Druck. Die aktuelle Situation wird weiterhin als schwierig angesehen. Fast alle Unternehmen treten nun auf die Kostenbremse. Es gibt zunehmend Berichte über umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen und Effizienzprogramme. Dazu gehören die Schließung von Produktionsanlagen, die Einstellung einzelner Geschäftsbereiche, die Auslagerung von Teilen des Unternehmens oder die Verlagerung von Investitionen ins Ausland. Der Strukturwandel hat an Fahrt aufgenommen. Ein Blick auf die kommenden Monate verheißt nichts Gutes. Laut der ifo-Geschäftsumfrage erwartet die Industrie im ersten Halbjahr 2024 weitgehend keine Verbesserung der Geschäftslage. Die Geschäftserwartungen zu Beginn des Jahres sind insgesamt leicht positiv - ähnlich wie im Vorjahr. Damals wurden die Hoffnungen auf eine Erholung enttäuscht. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob es diesmal anders sein wird. Es ist noch nicht klar, ob dies bereits Vorboten einer wirtschaftlichen Wende sind. Schließlich ist eine wirtschaftliche Erholung noch nicht in Sicht. Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr stagnieren. Das bedeutet, dass Deutschland unter den hochentwickelten Volkswirtschaften weiterhin die rote Laterne tragen wird. In der Industrie droht eine Verlängerung der Rezession. Dies liegt daran, dass der globale Wirtschaftsabschwung, hohe Energie- und Rohstoffpreise, die regulatorische Überlastung von Unternehmen, marode Infrastruktur, steigende Arbeitskosten und ein Mangel an Fachkräften die deutsche Industrie zunehmend in die Knie zwingen. Mit wenigen Ausnahmen werden alle Industriesektoren in diesem Land in diesem Jahr die Produktion zurückfahren. Für die deutsche Industrie bedeutet das, dass sich die inländische Auftragslage 2024 nicht wesentlich verbessern wird. Die Situation sieht im Auslandsgeschäft kaum besser aus. In Europa, dem mit Abstand wichtigsten Auslandsmarkt für unsere Industrie, sind viele Geschäftsfelder unserer Kunden ebenfalls im Niedergang. Die Nachfrage nach Chemikalien ist hier entsprechend schwach. Die Hoffnungen richten sich daher auf das Überseegeschäft. Es wird erwartet, dass die Industriewirtschaft in den USA und Asien im Laufe des Jahres anziehen wird. Inwieweit die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland davon profitieren kann, bleibt abzuwarten. Zum einen gibt es derzeit erhebliche Überkapazitäten im Chemiegeschäft - insbesondere in China. Chinesische Chemikalien drängen derzeit zu niedrigen Preisen auf den Weltmarkt und setzen insbesondere europäische und deutsche Hersteller unter Druck. Darüber hinaus ist der globale Schiffsverkehr aufgrund der Huthi-Angriffe auf die wichtige Handelsroute durch das Rote Meer gestört. Dies verlängert nicht nur die Lieferzeiten für Importe und Exporte, sondern treibt auch die Kosten in die Höhe; und nicht zuletzt sind die Produktionskosten in Deutschland derzeit nicht wettbewerbsfähig. Eine Verbesserung dieser Situation ist nicht in Sicht. Die Lage auf den Energie- und Rohstoffmärkten bleibt insbesondere angespannt. Deutschland steht beim Gas besser da als vor einem Jahr. Ein signifikanter Rückgang der Gaspreise ist jedoch nicht zu erwarten. Es gibt auch viele Anzeichen dafür, dass die Rohölpreise noch lange hoch bleiben werden. Das durch die Produktionskürzungen der OPEC verursachte Angebotsdefizit und die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten Unsicherheiten sprechen gegen Preissenkungen. Steigende Bürokratie- und Arbeitskosten sowie weiterhin hohe Steuern und Abgaben belasten ebenfalls die Produktion in Deutschland. (Quelle: VCI Quartalsbericht 4.2023) Die neueste Wirtschaftsumfrage zeigt einen leichten Anstieg des Vertrauens in die chemische Industrie der EU27. Im Januar 2024 gingen die Produktionsaussichten für Chemikalien zum zweiten Mal seit Dezember 2023 zurück. Sie bleiben jedoch im positiven Bereich. Die Einschätzungen der Lagerbestände an Fertigprodukten gingen leicht zurück. Die Meinung der Manager über das aktuelle Niveau der Gesamtauftragsbücher zeigt eine deutliche Verbesserung. Der Vertrauensindikator für Chemikalien verbesserte sich leicht, ist jedoch immer noch auf einem niedrigen Niveau. (Quelle: CEFIC Chemical Monthly Report (CMR) 23. Februar 2024) IVICT überwacht seine Leistung monatlich genau, um notwendige Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen, um auf Bewegungen im wirtschaftlichen Umfeld reagieren zu können. Unter diesen externen Umwelt- und Marktbedingungen erwartet IVICT für das Geschäftsjahr 2024 einen leicht höheren Umsatz (hauptsächlich aufgrund einer Expansion des Methanolgeschäfts und einer Erholung einiger petrochemischer und polymerer Geschäftsbereiche). Risiko- und Chancenbericht Abgesehen von den allgemeinen Marktrisiken ist IVICT im Allgemeinen keinen besonderen Risiken ausgesetzt. Zu diesen Marktrisiken gehören insbesondere das Preisschwankungsrisiko bei chemischen Rohstoffen, das Währungsrisiko und - in begrenztem Umfang - das Lagerrisiko. Um diese Risiken zu minimieren, hat IVICT ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, die Risiken möglichst frühzeitig und vollständig zu erkennen, sie zeitnah an die Entscheidungsträger zu kommunizieren sowie sie konsequent zu überwachen und zu steuern. Es umfasst klassische Controlling-Instrumente, wie z.B. Kurz- und Langfristplanungen, monatliche oder quartalsweise Vergleiche mit den aktuellen Ergebnissen und denen des Vorjahres. Jedes ermittelte Risiko wird angemessen beschrieben und hinsichtlich seiner Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Schadenshöhe bewertet. Das Managementteam ist in vollem Umfang in die Risikoanalyse und -bewertung eingebunden. Das Jahresbudget einschließlich des Kreditlimits an den Kunden wird regelmäßig unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäftsentwicklung angepasst. Die kurzen Wege und die flachen Hierarchien im Unternehmen sorgen für ein schnelles und effizientes Risikomanagement. Zusammen mit den Controlling-Instrumenten wird sichergestellt, dass die Auswirkungen der identifizierten Risiken auf das Ergebnis und die Liquidität laufend überwacht werden. Zur Absicherung der bestehenden Risiken werden Geschäfte möglichst ohne Lagerhaltung getätigt, d.h. wenn zum Zeitpunkt des Wareneinkaufs bereits ein Kaufvertrag mit dem Endkunden geschlossen wurde (Back-to-Back- Geschäft). In allen Fällen, in denen ein Lagerbestand erforderlich ist, werden die Abnahmebedingungen im Voraus mit dem Endkunden vereinbart (Lagergeschäft). Bei Geschäften, bei denen das Unternehmen Preis- und Lagerrisiken eingehen muss (Spekulationsgeschäft), legt die Geschäftsleitung die Obergrenze für das Geschäftsvolumen und die Verlustgrenze für das jeweilige Geschäft fest und überwacht die Position genau. Hinsichtlich der bestehenden Währungsrisiken, die sich aus der zeitlichen Differenz bei der Abwicklung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergeben, ist das Management bestrebt, diese so weit wie möglich zu reduzieren. Daher werden offene Währungspositionen, die nicht durch entsprechende Gegenpositionen gedeckt sind, durch die Aufnahme von Fremdwährungen, in denen wir bestimmte Positionen haben, wie z. B. US-Dollar, abgesichert. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang. Chancen ergeben sich für IVICT aus dem Zugang zu kostengünstigem Methanol, das in Anlagen der IVICT-Muttergesellschaft hergestellt wird, und durch die Erweiterung unseres Portfolios an Produkten aus umweltfreundlichen Quellen (Methanol, Kunststoffe und andere). Weitere Chancen werden durch zusätzliche Digitalisierungsbemühungen erwartet.
Düsseldorf, den 20. September 2024 IVICT Europe GmbH Taro Satori, Geschäftsführer Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024A. Allgemeine Angaben 1. Allgemeine Grundlagen IVICT Europe GmbH (im Folgenden kurz "IVICT" oder "Gesellschaft" genannt) ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft hat ihren Sitz am Kennedydamm 19 in 40476 Düsseldorf und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf (HRB 83816) eingetragen. 2. Gliederungsgrundsätze Der Jahresabschluss der IVICT Europe GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in der aktuell gültigen Fassung aufgestellt. Im Interesse einer klareren Darstellung sind in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Ein gesonderter Ausweis erfolgt in den jeweiligen Posten des Anhangs. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind in Tausend Euro (TEUR) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen besonders hingewiesen wird. Beträge unter TEUR 0,5 werden abgerundet. In den Tabellen wurde zur besseren Übersicht grundsätzlich auf die Darstellung von Nachkommastellen verzichtet. Entsprechend können Rundungsdifferenzen auftreten. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, oder zum niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Gebäude werden mit den steuerlich zulässigen Beträgen linear abgeschrieben. Die Abschreibungen der übrigen Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Gegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst, Gegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis zu EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird der Vermögensgegenstand außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die geschätzte Nutzungsdauer für die einzelnen Anlageposten ergibt sich aus der folgenden Übersicht:
Die Warenvorräte sind zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden mit Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Werden für Fremdwährungsforderungen Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, so werden Bewertungseinheiten zwischen Sicherungs- und Grundgeschäften gebildet. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Fair Value Methode. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch entsprechende individuelle Bewertungsabschläge, das allgemeine Kreditrisiko über eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % der Forderungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel und das Eigenkapital sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Die latenten Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Professor Dr. Klaus Heubeck. Als Rechnungszins wurde auf Basis der von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV per 29. Februar 2024 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen (§ 253 Abs. 2 HGB) mit denen zu diesem Stichtag verfügbaren Marktdaten unter Annahme unveränderter Markverhältnisse auf den Bilanzstichtag extrapoliert. Hieraus ergibt sich ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,13 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von einem Jahr. Ferner wird eine angenommene Einkommensdynamik von 2,6 % zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden mit Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Werden für Fremdwährungsverbindlichkeiten Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, so werden Bewertungseinheiten zwischen Sicherungs- und Grundgeschäften gebildet. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Fair-Value-Methode. 2. Grundsätze für die Währungsumrechnung Fremdwährungsposten der Bilanz werden zum Stichtagskurs auf den 31. März 2024 in Euro umgerechnet. Die gesicherten Fremdwährungspositionen wurden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und die Sicherungsgeschäfte mit dem Sicherungskurs in der Bilanz ausgewiesen. Fremdwährungsposten in der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Kurs des Datums der Transaktion bewertet. Die Währungsgewinne bzw. - verluste ergeben sich aus der Stichtagsbewertung der offenen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fremdwährungen. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB (Anlage zu Anhang) dargestellt. 2. Vorratsvermögen Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Einzelfällen durch Bankgarantien gesichert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten zum Stichtag im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 5.0019 (Vorjahr: TEUR 5.721). 4. Aktive latente Steuern Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern i. H. von TEUR 1.583 (Vorjahr: TEUR 1.478) resultieren im Wesentlichen aus temporären Unterschieden im Bereich der Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen, Firmenwertabschreibungen, Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten und im Bereich des Sachanlagevermögens. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde der kombinierte Ertragsteuersatz von 31,23 % herangezogen.
5. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 26.212 (Vorjahr: TEUR 21.140). Es setzt sich aus dem gezeichneten Kapital von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25), der Kapitalrücklage TEUR 15.975 (Vorjahr: TEUR 15.975), dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.479 (Vorjahr: TEUR 1.260) und dem Jahresüberschuss von TEUR 8.734 (Vorjahr: TEUR 3.880) zusammen. 6. Steuerrückstellungen Es handelt sich um die Rückstellung für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 8.236 (Vorjahr: TEUR 6.880). 7. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Mitarbeiter der Gesellschaft wurden im Rahmen eines Betriebsüberganges von der Mitsubishi International GmbH zum 1. Oktober 2018 übernommen. Die Pensionsrückstellungen der an die Gesellschaft übergegangenen, noch aktiven Mitarbeiter werden weiterhin im Rahmen eines Vertrages über den Schuldbeitritt mit Erfüllungsübernahme bei der Mitsubishi International GmbH bilanziert. Auf der Grundlage eines neubewerteten Gutachtens der AON Hewitt GmbH wird der jährliche Unterschiedsbetrag der Gesellschaft von der Mitsubishi International GmbH in Rechnung gestellt. Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat die Mitsubishi International GmbH für bereits ausgeschiedene Mitarbeiter der IVICT Europe GmbH und der Mitsubishi International GmbH beschlossen, die Pensionsverbindlichkeiten an die MIG Pension GmbH auszugliedern. Diese war bis dahin eine 100%ige Tochtergesellschaft der Mitsubishi International GmbH. Zum Ende des Wirtschaftsjahres 2022/2023 wurde die MIG Pension GmbH an die Astellon Pension Management GmbH verkauft. Im darauf folgenden Wirtschaftsjahr 2023/2024 erfolgte ein weiteres Spin-off, bei dem zusätzliche Pensionsverbindlichkeiten von zwischenzeitlich ausgeschiedenen Mitarbeitern abgespalten wurden. Die bei der IVICT bilanzierten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen lediglich Altersteilzeitrückstellungen. Für die Altersteilzeitrückstellungen stellt der notwendige Erfüllungsbetrag bewertungstechnisch den Erwartungswert der periodengerecht angegrenzten Leistungen auf Basis der am Bilanzstichtag vorliegenden Erkenntnisse dar. Die daraus resultierende ungewisse Verbindlichkeit wurde in Form eines Barwertes ermittelt und ist daher grundsätzlich mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Rechnungszins, im Wirtschaftsjahr 1,13 %, abzuzinsen. Zudem wurde die Sterbetafel 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet und eine Einkommensdynamik von 2,6 % zu Grunde gelegt. 8. Sonstige Rückstellungen Der Posten enthält noch ausstehende Belastungen aus dem Eigen- und Agenturgeschäft, Personalverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie sonstige noch ausstehende Verwaltungskosten. Für die Jubiläumsrückstellungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens vorgenommen. Der Berechnung liegen ein Rechnungszins in Höhe von 1,80 % und eine Einkommensdynamik von 2,6 % zu Grunde. Ferner wurden die Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bei der Bewertung angewendet. 9. Verbindlichkeiten Fristigkeiten und sonstige Vermerke:
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und innerhalb eines Jahres fällig. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind gesondert ausgewiesen. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf insgesamt TEUR 608.855 (Vorjahr: TEUR 917.328) und teilen sich auf die nachfolgenden Segmente folgendermaßen auf:
Der Hauptabsatzmarkt im Geschäftsjahr 2023/2024 war Europa gefolgt von Asien. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Umsätze nach Regionen, d.h. in deren Länder die Unternehmen ihren Sitz haben.
2. Sonstige betriebliche Erträge Der Posten enthält periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 341 (Vorjahr: TEUR 471), wovon TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 208) aus der Verminderung der Pauschalwertberichtigung stammen. 3. Personalaufwand Die Aufwendungen für Gehälter betrugen im Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 5.553 (Vorjahr: TEUR 5.059). Weiterhin sind Aufwendungen für soziale Abgaben von TEUR 813 (Vorjahr: TEUR 776) und für Altersversorgung von TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 411) angefallen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten folgende Posten:
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 318 (Vorjahr: TEUR 578) und betreffen die im Geschäftsjahr realisierten Verluste aus Währungsumrechnung. 5. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 1.181 (Vorjahr: TEUR 739). Der Anstieg ist auf das gestiegene Zinsniveau der Währungen EUR und USD zurückzuführen. Die Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf EUR 494 (Vorjahr: TEUR 6). 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten beinhaltet die Körperschaftsteuer und die Gewerbeertragsteuer des laufenden Jahres sowie die aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 219). E. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum 31. März 2024 auf TEUR 4.297 (Vorjahr: TEUR 5.876) und betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Gebäude und PKW sowie Lagerverträge.
Von den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betreffen TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 224) Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche innerhalb eines Jahres fällig sind. Des Weiteren sind mehrjährige Lagerverträge in Höhe von TEUR 3.915 (Vorjahr: TEUR 5.555) enthalten. 2. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden von uns zur Absicherung und Reduzierung der Risiken aus Schwankungen von Fremdwährungsposten eingesetzt. Unsere Strategie für die Bewältigung von Wechselkursrisiken ist ausschließlich der Abschluss von Devisentermingeschäften, um den ökonomischen Wert der Cashflows in Fremdwährungen sicherzustellen. Daher gehen wir keine Risiken ein, die eine wesentliche Auswirkung auf unser operatives Ergebnis haben. Die folgende Übersicht zeigt unsere derivativen Finanzinstrumente zum 31. März 2024. Ihr beizulegender Wert ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem Terminkurs und dem Kurs am Bilanzstichtag. Zinsen und andere mögliche Parameter der Wertermittlung wurden hierbei aus Wesentlichkeitsgründen außer Acht gelassen. Devisentermingeschäfte 31. März 2024
3. Arbeitnehmer Im Durchschnitt beschäftigte die IVICT Europe GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 65 Angestellte. Davon waren 22 Mitarbeiter in der Verwaltung und 43 Mitarbeiter im operativen Bereich beschäftigt, sowie ein Mitarbeiter als Geschäftsführer. 4. Honorar des Abschlussprüfers Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Kosten für die Jahresabschlussprüfung belaufen sich auf TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 92). Die Kosten für sonstige Beratungsleistungen betragen TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 15). 5. Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer war im Berichtszeitraum: Herr Taro Satori, Betriebswirt Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 6. Konzernzugehörigkeit Die IVICT Europe GmbH, Düsseldorf, ist ein Unternehmen des von der Mitsubishi Corporation, Tokio/Japan, geführten Konzerns. Sie wird in den von der Mitsubishi Corporation für den kleinsten und größten Konzernkreis aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der Mitsubishi Corporation ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim japanischen Handelsregister ("Ministry of Finance, Local Finance Bureaus in Tokio, Japan") unter der Nr. 0100-01-008771.
Düsseldorf, den 20. September 2024 IVICT Europe GmbH T. Satori, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IVICT Europe GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IVICT Europe GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IVICT Europe GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 20. September 2024 Deloitte
GmbH
Martin Mißmahl, Wirtschaftsprüfer Sven Leber, Wirtschaftsprüfer |
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