Stadthalle Soest GmbHLiquidiert

59494 Soest, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 5670
Eingetragen
1.7.1991
Branche
Spielstätten für Schauspiel und MusiktheaterErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtBetrieb von Sportanlagen
Gegenstand
Verwaltung und Betrieb der Stadthalle und gleichartiger Versammlungsräume in der Stadt Soest einschließlich der damit zusammenhängenden Einrichtungen, die hierzu erforderliche Organisation und Durchführung von Veranstaltungen jeder Art.

Historie

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Management

NameRolle
Ferdinand Griewel
seit 4.5.2011
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stadthalle Soest GmbH

Soest

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Das Jahr 2011 war das 19. volle Geschäftsjahr der Stadthalle Soest GmbH. Das Jahr war geprägt durch den Wechsel der Geschäftsführung zum 1. Mai 2011 und damit verbundenen ersten Umstrukturierungen.

Die Halle war an 345 Tagen in Betrieb, bei 301 Belegungstagen. Insgesamt waren 1.867 Raumbelegungen und rund 76.000 Besucher zu verzeichnen.

Zusätzlich zu den 135 Veranstaltungen in der Stadthalle fanden in den Clubräumen des

Restaurants am Kattenturm weitere 112 Vortrags- und gesellschaftliche Veranstaltungen statt, welche von rund 3.000 Gästen besucht wurden. Insgesamt fanden also in der Stadt_halle und in den Tagungsräumen des Restaurants 247 Veranstaltungen statt, welche von rund 79.000 Gästen besucht wurden.

Der Wirtschaftsplan 2011 zeigte eine Zielvorgabe in Höhe von 360,8 T€. Die genehmigte Verlustübernahme wurde aufgrund erhöhter Prüfungskosten auf 389,0 T€ im Jahresverlauf angepasst. Benötigt wurden letztlich lediglich 359,8 T€, also rd. 30 T€ weniger. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass im 2011er Ergebnis eine Rückstellungserhöhung in Höhe von 29,5 T€ als weitere Risikobewertung für eine Klage der Band "Juli" enthalten ist. Der Ausgang des Prozesses ist offen, ggf. ergibt sich eine weitere Ergebnisverbesserung.

Herr Ferdinand Griewel ist mit Wirkung vom 01.05.2011 zum neuen Geschäftsführer der Stadthalle Soest GmbH berufen worden. Weiterhin wurde mit Herrn Herbert Kanein ein Dienstleistungsvertrag geschlossen, der die Mitwirkung bei der Erstellung des Veranstaltungsprogramms und der Konzeption einer gesamtstädtischen Veranstaltungslandschaft beinhaltet.

Seit dem Wechsel der Geschäftsführung zeigt sich eine konstruktive und gute Zusammenarbeit zwischen den drei großen Soester Veranstaltern: Wirtschaftsförderung, Alter Schlachthof und Stadthalle Soest. Neben einer verbesserten Veranstaltungskoordination und Terminabstimmung haben sich aus der Zusammenarbeit z. B. gemeinsame Werbemaßnahmen, bei Plakaten, Terminkalendern und Gemeinschaftsanzeigen entwickelt. Die Resonanz hierauf ist überaus positiv und zeigt sich auch in einer guten Frequenz der Veranstaltungen.

Mit Soester Kulturschaffenden aus Vereinen und Schulen wurde eine Fülle von Gesprächen geführt. Hieraus ergaben sich ein großes Interesse an einem Ausbau der Zusammenarbeit und erste konkrete zusätzliche Veranstaltungen für das Folgejahr 2012.

Das 2011er Kulturprogramm der Stadthalle beinhaltete 44 Veranstaltungen. Die Bandbreite reichte z. B. vom Kindertheater über Musicals, Kabarett, Comedy und Ballett bis hin zu

Sinfoniekonzerten und trägt somit einen Anteil am Soester Kulturangebot.

Veranstaltungs-Highlights waren z. B. die Chorkonzerte von Pro Musica und New Generation, klassische Konzerte mit Justus Frantz, Jószef Lendvay, Volker Hartung und Giora Feidmann. Konzerte mit Hans Liberg, Götz Alsmann, Barock AC/DC, Echoes - Pink Floyd, basta, Red Hot Chili Pipers und den Höhnern. Comedy und Unterhaltung mit Bernd Stelter, Martin Rütter, Atze Schröder, Horst Lichter, Mirja Boes, Rhythm of the dance und Musical Highlights, um nur einige zu nennen. Eine konzertante Lesung des bekannten Buchautors und Benediktinerpaters Anselm Grün veranstaltete die Stadthalle im Soester Patroklidom.

Die Besucherauslastung der Veranstaltungen war überwiegend gut bis sehr gut.

Darüber hinaus zählen 24 gesellschaftliche Veranstaltungen, wie Galaabende, Bälle und Feste mit zu den kulturellen Veranstaltungen. Highlights hierbei waren z. B. der Ball der

Susatia, der Bachelor-Ball der FH Südwestfalen, die Abschlussbälle von Archi-Gymnasium, Börde Berufskolleg und Hannah-Arendt-Gesamtschule, Mitgliederfeste der Volksbank

Hellweg eG, das Bürgerschützenfest, der Mitarbeitertag der katholischen Kindertageseinrichtungen Hellweg und die Gesellenfreisprechungen der Kreishandwerkerschaft.

Veranstaltungen Soester Vereine und Institutionen erhalten einen Preisnachlass in Höhe von 50 % auf die reinen Mietkosten. Mit dem Rabatt für Veranstaltungen Soester Vereine und Institutionen erfolgt ein sozialer und gesellschaftlicher Beitrag der Stadthalle.

Im Bereich Tagungen, Congresse und Seminare fanden 27 Veranstaltungen statt. Veranstalter waren z. B. Kuchenmeister, Kampschulte, KWS, Allianz, Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft, Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Fachhochschule Südwestfalen, Ing. Akademie West, KFD, Provinzial, Sparkasse Soest, Schausteller Verein Soester Börde, Volksbank Hellweg eG.

Im Geschäftsbereich Messen, Märkte und Ausstellungen fanden 5 Veranstaltungen statt:

Hellweg Ausbildungsmarkt und die Regionalmesse "HAGA - Haus und Garten" sowie drei große Flohmärkte in der Stadthalle und im angeschlossenen Park.

33 sonstige Veranstaltungen, vom Blutspenden über das Mitarbeiterfest von Actebis-Peacock bis zur Weihnachtsfeier der Fa. Delta Energy ergänzen das breite Veranstaltungsspektrum der Stadthalle Soest.

Für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Veranstaltungen waren bis zu 65 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende und Aushilfskräfte) im Einsatz. Bei einigen Großveranstaltungen gab es bei Bedarf einen Austausch von Aushilfspersonal zwischen Schlachthof und Stadthalle.

Für die Nutzung der Halle zahlt die Stadthalle Soest GmbH an die Stadt Soest eine Pacht in Höhe von 30,7 T€. Darüber hinaus wurden an die Stadt Soest Gebühren für Messen und Märkte in Höhe von 1,7 T€ gezahlt.

Die Energiekosten (Summe = 85,4 T€) bleiben ein bestimmender Faktor für das Ergebnis 2011. Im Geschäftsjahr 2001 betrugen die Energiekosten noch 66,7 T€. Die Mehrkosten betragen 18,7 T€ entsprechend rd. 28 %, vgl. hierzu auch die Ausführungen unter C. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung.

Mit den Veranstaltungen trägt die Stadthalle Soest zum ökonomischen Ergebnis der

Kommune bei. Auf Wegen der Umwegrentabilität und Wertschöpfung profitieren viele Zulieferbetriebe: Handwerk und Dienstleistungsbetriebe, Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Taxi- und Busunternehmen und viele mehr. Gerade Tagungsteilnehmer tragen einen Großteil ihrer durchschnittlichen Ausgaben nicht etwa in das Tagungszentrum selbst, sondern vielmehr in die Stadt, die sie anlässlich der Tagung besuchen.

Im Vorjahresvergleich wurden die Gastronomieerlöse um 108,4 T€ auf 442,8 T€ gesteigert. Das Bereichsergebnis verbesserte sich um 68,7 T€ und trägt nunmehr mit 49,6 T€ insgesamt zur Verlustsenkung der Stadthalle bei. Ein Grund für die Ergebnisverbesserung liegt in der Konzentration auf das Kerngeschäft, welches aus der gastronomischen Versorgung von Veranstaltungen in der Stadthalle und in den Clubräumen des Restaurants besteht. Grundsätzlich ergeben sich durch die Eigengastronomie positive Synergieeffekte bei der Durchführung und Bewirtschaftung der Veranstaltungen.

B. Darstellung der Lage

Die Gesamtinvestitionen im Berichtsjahr betrugen 13,2 T€, hiervon entfielen 10,5 T€ auf die Stadthalle und 2,7 T€ auf den Gastronomiebereich.

Bei einer Bilanzsumme von 326,1 T€ werden Eigenmittel in Höhe von 7,1 % (im Vorjahr 7,8 %) ausgewiesen.

Der Cashflow im operativen Bereich betrug 20,5 T€ (im Vorjahr 19,9 T€).

Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug -359,8 T€. Darin enthalten ist ein Gewinn im Gastronomiebereich in Höhe von 49,6 T€.

Das Ergebnis wurde durch Zuwendungen der Stadt Soest vollständig abgedeckt.

Die Liquidität entwickelte sich unterjährig durch die Verlustübernahme der Stadt Soest positiv und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 225,5 T€. Die Gesellschaft ist damit jederzeit in der Lage ihren Verpflichtungen nachzukommen.

C. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Auslastung der Stadthalle Soest verläuft planmäßig. Momentan weist der Veranstaltungskalender für die Stadthalle bis zum Jahresende 127 Veranstaltungen aus. In den Clubräumen des Restaurants sind bislang 85 weitere Veranstaltungen bis zum Jahresende terminiert. (Stand: Mai 2012).

Chancen sieht das Unternehmen in einer weiteren Optimierung der Zusammenarbeit

zwischen den städtischen Veranstaltern und den damit verbundenen Synergieeffekten.

Im Sommer 2012 soll ein Vorschlag zur Fortentwicklung des städtischen Veranstaltungswesens erarbeitet und zur politischen Entscheidung vorgelegt werden.

Risiken sieht das Unternehmen in weiter steigenden Energiekosten.

Die Stadthalle benötigt dringend eine energetische Optimierung. Darüber hinaus müssen Optik und Ambiente von Stadthalle und Restaurant attraktiv gehalten werden, um im Wettbewerb bestehen zu können. Für 2012 und auch zukünftig werden erhebliche Mittel für Ersatzinvestitionen und Renovierungsarbeiten benötigt. Ziel ist es, mit der Eigentümerin in 2012 einen Mehrjahresplan zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zu erarbeiten.

Für 2012 sind lt. Wirtschaftsplan Investitionen für den laufenden Betrieb in Höhe von insgesamt 15 T€ geplant.

Der Erfolgsplan für das Geschäftsjahr 2012 endet mit einer Zielvorgabe in Höhe von -360 T€. Im Haushalt 2012 der Stadt Soest sind Transferaufwendungen in Höhe von 340 T€ an die Stadthalle Soest GmbH berücksichtigt. Der Differenzbetrag ist liquiditätsmäßig abgesichert.

Neben dem Vorhandensein einer guten Infrastruktur und qualifizierten Mitarbeitern und

Bildungsangeboten, ist für Investoren ein breites Kultur-, Freizeit- und Erholungsangebot von erheblichem Interesse und ausschlaggebendes Entscheidungskriterium für die Standortwahl.

Über die vorgenannten Vorgänge sind nach Ablauf des Geschäftsjahres keine weiteren

Vorgänge von besonderer Bedeutung zu verzeichnen.

D. Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung

Nach Informationen des Gemeindeprüfungsamtes ist gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 8 GemHVO über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung kurz im Lagebericht zu informieren:

Gegenstand des Unternehmens ist gem. § 3 Gesellschaftsvertrag die Verwaltung und der Betrieb der Stadthalle und gleichartiger Versammlungsräume in der Stadt Soest einschließlich der damit zusammenhängenden Einrichtungen, die hierzu erforderliche Organisation und Durchführung von Veranstaltungen jeglicher Art. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gegenstand des Unternehmens gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen.

Das Unternehmen der Gesellschaft hat gem. § 3a Gesellschaftsvertrag nach den Wirtschaftsgrundsätzen des § 109 GO NRW zu verfahren.

Die öffentliche Zielsetzung wird eingehalten. Aufgabenbedingt ist auch in Zukunft mit Jahresfehlbeträgen zu rechnen. Die notwendige Kapitalausstattung wird durch die Stadt Soest weiterhin sichergestellt werden müssen.

 

Soest, im Mai 2012

Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen 55.038,00 62.330,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.303,00 6.994,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 6.303,00 6.994,00
II. Sachanlagen 48.735,00 55.336,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.735,00 54.356,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 980,00
B. Umlaufvermögen 265.049,45 217.104,86
I. Vorräte 20.269,29 21.112,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.273,46 29.263,99
1. sonstige Vermögensgegenstände 19.273,46 29.263,99
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.176,11 1.839,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 225.506,70 166.728,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.964,29 14.171,06
Bilanzsumme, Summe Aktiva 326.051,74 293.605,92

Passiva

   
  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital 22.617,11 22.617,11
I. gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Kapitalrücklage 22.050,26 22.050,26
III. Verlustvortrag 25.033,15 25.033,15
B. Rückstellungen 59.344,00 42.769,06
C. Verbindlichkeiten 136.934,29 114.874,95
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.680,77 25.389,74
2. sonstige Verbindlichkeiten 117.253,52 89.485,21
davon aus Steuern 22.634,73 10.111,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 107.156,34 113.344,80
Bilanzsumme, Summe Passiva 326.051,74 293.605,92

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2011 - 31.12.2011
EUR
1.1.2010 - 31.12.2010
EUR
1. Rohergebnis 542.070,61 540.113,54
2. Personalaufwand 567.870,77 572.376,28
a) Löhne und Gehälter 449.997,07 464.838,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 117.873,70 107.537,98
davon für Altersversorgung 15.241,56 12.203,94
3. Abschreibungen 20.512,17 19.903,56
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 20.512,17 19.903,56
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 312.832,16 335.215,58
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 358,94 335,15
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 984,51 1.565,49
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -359.770,06 -388.612,22
8. sonstige Steuern 65,50 1.715,19
9. Erträge aus Verlustübernahme 359.835,56 390.327,41
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben

Allgemeines

Das Unternehmen ist eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Gemäß Gesellschaftsvertrag erstellt das Unternehmen einen Anhang entsprechend den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Gliederungsgrundsätze

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich nicht gegenüber dem Vorjahr.

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, soweit mit ihnen zum Stichtag ernsthaft zu rechnen war, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear vorgenommen.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde berücksichtigt.

Ford. aus Lieferungen u. Leistungen u. sonst. Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Es wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen in Höhe von EUR 3.176,11.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie in dem unter dem Gliederungspunkt E des Anhangs dargestellten Rückstellungsspiegel zusammen.

Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Bezeichnung EUR
Hallenmiete 203.136,58
Eintrittsgelder 404.157,57
Gastronomie 437.773,56
Gesamt 1.045.067,71

Außerordentliche Erträge und außerordentliche Aufwendungen sind nicht angefallen.

Periodenfremde Erträge sind ausgewiesen in Höhe von TEUR 1,7.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Gem. § 285 Nr. 21 HGB gibt die folgende Auflistung die Geschäfte mit nahestehenden Personen nach Art und Umfang (hier: assoziierte Unternehmen) wieder:

Art der Beziehung TEUR
Pachtzahlung 30,7
Gebühren Stadt Soest 1,7
Bezug von Gas, Wasser, Strom 85,4
Bezug von weiteren Dienstleistungen 1,3
Vermietungen und Erbringung von weiteren Dienstleistungen 15,5
Verlustübernahme 359,8

Ergänzende Angaben

Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname Bezüge 2011 Tätigkeitszeitraum
Pollach Ferdinand Grundgehalt: 27.976,96 € bis 30. April 2011
    Tantieme (2010): 10.737,13 €  
    Weitere Leistungen: 3.246,77 €  
    Gesamt: 41.960,86 €  
Griewel Ferdinand Grundgehalt: 16.666,72 € ab 01. Mai 2011

Aufsichtsrat 2011

  Familienname Vorname Bezüge
in EUR
Liedmann Werner 613,52 AR-Vorsitzender
Steiner Manfred 268,45 Stellv. AR-Vorsitzender
  Demant Daniel 76,70
  Fenzlein Ruben 191,75
  Gröschler Michael 230,10
  Haupt Lavinia 268,45
  Holz Volker 191,75
  Howe Thomas 306,80
  Kissing Udo 268,45
  Meinhardt Elke 268,45
  Ruthemeyer Dr. Eckhard 38,35
  Sauerland Christel 153,40
  Schneider Heinrich 306,80
  Stenert Michaela 191,75
  Wrede Imke 268,45
  Yildirim Seyit 306,80
Dietscheidt Ingo 38,35 stellvertretend
Fischer Willy 38,35 stellvertretend
Hagenkötter Winfried 38,35 stellvertretend
Jäschke Jan 76,70 stellvertretend
Kappelhoff Andreas 38,35 stellvertretend
Kolbe Bärbel 38,35 stellvertretend
Milke Bernd 76,70 stellvertretend
Niermann Wanda 115,05 stellvertretend
Stratmann Marita 230,10 stellvertretend
Wapelhorst Peter 268,45 stellvertretend

Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Organmitglieder):

  Geschäftsjahr 2011 Anzahl Vorjahr 2010 Anzahl
Angestellte 8 5
Gewerbliche Arbeitnehmer 2 3
Aushilfen 49 49
Insgesamt 62 57

Im Geschäftsjahr 2011 beschäftige die Stadthalle Soest GmbH 3 Auszubildene.

Rückstellungsspiegel

  Anfangsbestand
EUR
Verbrauch / Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Endbestand
EUR
Sonstige Rückstellungen        
Sonstige Rückstellungen 33.169,06 23.719,06 39.794,00 49.244,00
Rückstellungen für Jahresabschluss -und Prüfungskosten 9.600,00 9.600,00 10.100,00 10.100,00
Summe Rückstellungen 42.769,06 33.319,06 49.894,00 59.344,00

Verbindlichkeitenspiegel

  EUR Verbindlichkeiten
EUR
insgesamt
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten *) 19.680,77 19.680,77 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36.880,18 36.880,18 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.345,58 22.345,58 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüberGesellschaftern 30.983,89 30.983,89 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 27.043,87 27.043,87 0,00 0,00
Summen Geschäftsjahr 136.934,29 136.934,29 0,00 0,00

Sicherheiten:

*) Zur Absicherung des Darlehens bei der Sparkasse Soest wurde der finanzierte Vermögensgegenstand im Wert von anfänglich T€ 15 sicherungsübereignet.

Weitere Besicherungen bestehen nicht.

Haftungsverhältnisse, sonst. finanzielle Verpflichtungen und Honorar des Abschlussprüfers

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Am Abschlussstichtag bestanden keine in der Bilanz nicht ausgewiesenen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aus:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Höhe der Verpflichtungen
EUR
davon gegen verbundene Unternehmen
EUR
Mietverträge 30.677,40 30.677,40

Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 beträgt TEUR 6,5.

Unterschrift

 

Soest, den 26. März 2012

Stadthalle Soest GmbH

Ferdinand Griewel, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 01.01.2011
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2011
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.754,93 2.760,00 0,00 0,00 24.514,93
  21.754,93 2.760,00 0,00 0,00 24.514,93
II. Sachanlagen          
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 200.339,66 10.460,17 0,00 980,00 211.779,83
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 980,00 0,00 0,00 -980,00 0,00
  201.319,66 10.460,17 0,00 0,00 211.779,83
Gesamt 223.074,59 13.220,17 0,00 0,00 236.294,76
  Abschreibungen
  Stand 01.01.2011
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
Stand 31.12.2011
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.760,93 3.451,00 0,00   18.211,93
  14.760,93 3.451,00 0,00 0,00 18.211,93
II. Sachanlagen          
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 145.983,66 17.061,17 0,00   163.044,83
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00   0,00
  145.983,66 17.061,17 0,00 0,00 163.044,83
Gesamt 160.744,59 20.512,17 0,00 0,00 181.256,76
  Buchwert
  Buchwert 31.12.2011
Buchwert 31.12.2010
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.303,00 6.994,00
  6.303,00 6.994,00
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.735,00 54.356,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 980,00
  48.735,00 55.336,00
Gesamt 55.038,00 62.330,00

Bericht des Aufsichtsrats

In der 99. Aufsichtsratsitzung am 13.06.2012 wurde vom Ausichtsrat unter TOP 1: Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011, Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Moore Stephens Audit Team AG, Dortmund, beschlossen:

Der Aufsichtsrat beschließt der Gesellschafterversammlung der Stadthalle Soest folgendes zu empfehlen:

Der Jahresabschluss 2011 ist in der vorgelegten Form festzustellen.

Vorschlag und Beschluss über die Gewinnverwendung des Jahresergebnisses zum 31. Dezember 2011

Aufgrund des ausgewiesenen Jahresergebnisses zum 31. Dezember 2011 in Höhe von € 0,00 der Stadthalle Soest GmbH wurde sowohl auf die Formulierung eines Vorschlags über die Ergebnisverwendung als auch auf die Formulierung des entsprechenden Beschlusses verzichtet.

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadthalle Soest GmbH, Soest, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

zutreffend dar.

 

Dortmund, den 14. Mai 2012

MOORE STEPHENS AUDITTEAM AG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Tillmann, Wirtschaftsprüfer

Wember, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 12.9.2012.

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