Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 556
Vorher
H.D.G. - Dachtechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
12.6.1980
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenDachdeckerei und Bauspenglerei
Gegenstand
Die Herstellung und die Ausführung von Dacheindeckungen, Dacheindichtungen, Wandverkleidungen, Blechbe- und verarbeitung sowie die Herstellung und Vermittlung von schlüsselfertigen Industriebauten, Handel mit Baustoffbedarf und die Vermittlung von Aufträgen aller Art und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julia Wiese-Sicking
seit 15.4.2019
Prokura
Marc Hollensteiner
seit 14.7.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

49.00% identifiziert51.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
49.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

G. Hollensteiner GmbH & Co. KG
Germany
265.200 €
51.00%
Marc Hollensteiner
Wülferheide 14, 32107 Bad Salzuflen
254.800 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

H.D.G. Dachtechnik GmbH

Bad Salzuflen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und Ausführung von Dacheindeckungen, Dacheindichtungen, Wandverkleidungen sowie die Blechbe- und -verarbeitung nebst Ausführung aller damit zusammenhängender Geschäfte.

Als mittelständisches familiengeführtes Unternehmen sind wir seit über 43 Jahren häufig für Großkonzerne, Architektur- und Planungsbüros sowie Baugesellschaften und den Bauherren direkt tätig.

Vor diesem Hintergrund sind unsere Anstrengungen für höhere Flexibilität, Qualität, Termintreue bei konsequentem Preismanagement nach wie vor von Bedeutung.

Unsere Leistungen erbringen wir überwiegend mit eigenen Mitarbeitern, mit Ausnahme von i. d. R. langjährigen Nachunternehmern, welche Teile für unsere Blechmontagen / Wandverkleidungen, Entwässerungsarbeiten sowie Gründächer und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen ausführen.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023, im nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 1,4 % niedriger.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %).

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Das Jahr 2023 (im Vergleich zum Vorjahr) lässt sich in Zahlen bezogen auf das Bauhauptgewerbe wie folgt charakterisieren (Quelle: Statistisches Bundesamt):

2023 2022
- Index des Auftragseingang (Volumen - 2015 = 100) 108,50 113,5
- Baugenehmigungen im Hochbau
Errichtung neuer Gebäude (ohne Wohnungen) 91.495 136.656
- Anzahl Beschäftigte (Jahresdurchschnitt) 533.000 526.000
- Baugewerblicher Umsatz 112,7 Mrd. € 108,8 Mrd. €
- Löhne 24,1 Mrd. € 23,2 Mrd. €
(+3,9 %) (+6,7 %)

Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Daten und Kennzahlen mit denen unseres Unternehmens nur bedingt vergleichbar sind, weil wir ausschließlich in der industriellen Bedachung und im elementierten Bau tätig sind.

b) Geschäftsverlauf

Innerhalb der branchenspezifischen Rahmenbedingungen konnten wir die Gesamtleistung und das Rohergebnis des Vorjahres nicht halten. Durch Verschiebungen der Ausführungszeiten seitens unserer Auftraggeber, war ein Großteil der Bauaufträge erst ab spätem Frühjahr 2023 möglich. Aufgrund der bereits in den Vorjahren getroffenen Initiativen bzgl. der Bevorratung von größeren Mengen an Materialien, konnten wir trotz Lieferengpässen alle Aufträge vertragsgerecht abarbeiten und neue Aufträge annehmen. Auch durch Personalentscheidungen (wie internen Schulungen) und dem Einsatz der Mitarbeiter, konnte die Effizienz, trotz weniger Personal, verbessert werden.

c) Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr bezogen auf das Betriebsergebnis nicht wesentlich geändert, obwohl sich die Gesamtleistung um rd. 10,4 % vermindert hat. Der Bestand der in Ausführung befindlichen Bauaufträge fällt mit rd. 6,6 Mio. € im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um rd. 2,1 Mio. € höher aus. In diesem Zusammenhang erhöhte sich der Bestand der erhaltenen Anzahlungen um rd. 2,8 Mio. €. Die unfertigen Bauaufträge werden erst im Geschäftsjahr 2024 zu einer Umsatzrealisierung führen. Die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Bauaufträge (21 Stück) haben sich mengenmäßig gegenüber dem Vorjahr (23 Stück) kaum verändert, wertmäßig liegen diese jedoch über dem Vorjahr, so dass insgesamt eine Bestandserhöhung in Relation zur Gesamtleistung zu verzeichnen war.

d) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote beträgt bei einer um rd. 0,3 Mio. € höheren Bilanzsumme rd. 55,0 % (Vorjahr: rd. 55,3 %). Langfristige Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Investitionen

Nennenswerte Investitionen im Anlagevermögen sind in der Gesellschaft nicht vorgesehen. Seit Gründung mieten wir unser Anlagevermögen von uns nahestehenden Unternehmen an.

Liquidität

Unsere Liquidität sehen wir als gesichert an. Wir zahlen sämtliche Verbindlichkeiten - soweit eingeräumt - unter Abzug von Skonto.

e) Vermögenslage

Das Vermögen besteht nahezu ausschließlich aus kurzfristig gebundenem Umlaufvermögen. Den im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um rd. 0,1 Mio. € erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stehen um rd. 0,03 Mio. € erhöhte Verbindlichkeiten gegenüber. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Vorratsvermögen durch den Abbau des Lagerbestandes an Baumaterialien beeinflusst. Der Bestand "in Ausführung befindlicher Bauaufträge" hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 46,2 % erhöht. Die Vorräte (einschließlich in Ausführung befindlicher Bauaufträge) machen zum Bilanzstichtag rd. 37 % (im Vorjahr rd. 62 %) der Bilanzsumme aus.

f) Finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere interne Unternehmenssteuerung fußt auf den Indikatoren Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) nach Abzug von Produktivlöhnen sowie dem Ergebnis vor Steuern. Unser Rohertrag, nach Abzug von Produktivlöhnen fällt, bei im Verhältnis zur Gesamtleistung geringeren Materialaufwendungen (59,9 % gegenüber 62,4 % im Vorjahr), um 3,5 % geringer aus als im Vorjahr; die Produktivlöhne machen dabei 7,0 % (Vorjahr: 6,9 %) der Gesamtleistung aus. Der Personalaufwand fiel bei geringerer Mitarbeiterzahl aufgrund gesetzlicher Tarifsteigerungen und freiwillig gezahlter Mitarbeiterprämien etwas höher aus als im Vorjahr. Um den Folgen der Inflation entgegenzuwirken, haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Inflationsausgleichsprämie an unsere Mitarbeiter ausgezahlt. Diese sind im Personalaufwand enthalten.

3. Chancen- und Risikobericht

Bereits stark von der Corona-Pandemie belastet, muss die deutsche Wirtschaft auch die Folgen des Ukraine-Krieges weiterhin verkraften. Die Kriegsereignisse haben bei einzelnen Baustoffen zu enormen Beschaffungsproblemen durch Materialknappheit, unterbrochenen Lieferketten und Preissteigerungen geführt (wie z. B. für Stahl, Aluminium, Kupfer, Erdöl-/Kunststoffprodukte, Zementprodukte, Holz etc.). Auch die Kosten für Energie und Kraftstoffe sind erheblich gestiegen. So gut wie alle Branchen sind betroffen.

Wir sehen in dieser Zeit des Ukraine-Krieges eine Gefahr, dass die Auftragsabwicklung durch hohe Preissteigerungen oder Beschaffungsprobleme bei unseren Baustofflieferanten beeinträchtigt, gebremst oder verzögert wird. Darüber hinaus birgt der Nahostkonflikt nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel weitere Gefahren in Bezug auf die Ausweitung der Auseinandersetzung zu einem Krieg und somit zu einer weiteren Verteuerung von Erdöl und erdölbasierten Materialien.

Des Weiteren sind auch in unserer Branche die personellen Kapazitäten am deutschen Bauarbeitsmarkt weiterhin sehr angespannt (Fachkräftemangel).

Ein Vorteil und damit eine Chance für unser Unternehmen besteht darin, dass wir unser Vorratsvermögen frühzeitig ausgebaut haben und ausschließlich in der industriellen Bedachung und im elementierten Bau tätig sind.

Eine weitere wesentliche Chance für unser Unternehmen besteht in der Energiewende. Durch den Ausbau der verschiedenen erneuerbaren Energieträger werden viele Dächer saniert, um dort beispielsweise eine PV-Anlage und Gründächer zu installieren.

Durch die Anschaffung einer eigenen PV-Anlage mit ca. 50 kwP in Verbindung mit ebenfalls neuen Hybridfahrzeugen sehen wir uns energetisch gut für die Zukunft aufgestellt.

Aufgrund eigener Mitarbeiter sind wir gegenüber dem Wettbewerb besser in Beratung, Planung und Qualität bei termingetreuer Abwicklung, welches eine weitere Chance für unser Unternehmen ist.

Positiv ist der Rückgang der Inflation zu werten. Es ist zu erwarten, dass im Laufe des Jahres 2024 der Leitzins der EZB gesenkt und hierdurch die Konjunktur angekurbelt wird.

Risiken unserer Branche und damit auch für uns bestehen außerdem, wie in den Vorjahren, insbesondere im Werkvertragsrecht. Ausländische Unternehmen treten weiterhin verstärkt ohne Anwendung von Mindestlohnrecht und Tarifvertragsrecht aufgrund von Werkverträgen zu ruinösen Preisen am Markt auf, was sich auch auf unsere Preise und damit Margen auswirkt.

4. Prognosebericht

Die Auftragslage 2024 ist gut. Der Auftragsbestand beträgt zum Ende des I. Quartals 2024 rd. 13,0 Mio. € und liegt damit zwar um rd. 5,7 Mio. € unter dem Bestand zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. Gleichwohl gehen wir aufgrund dieser Auftragslage und des Bestands der in Ausführung befindlichen Bauaufträge davon aus, dass die Gesamtleistung und das Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 mindestens auf Vorjahresniveau liegen wird.

Im Lagebericht 2022 sind wir für das Geschäftsjahr 2023 von einer Gesamtleistung und einem Ergebnis wie im Vorjahr ausgegangen. Unsere Prognose hat sich hinsichtlich der Gesamtleistung leider nicht vollständig bestätigt. Die Gesamtleistung war mit rd. 10,4 % rückläufig, während das Ergebnis nahezu gleich geblieben ist, da sich der Bestand "in Ausführung befindlichen Bauaufträge" um rd. 2,1 Mio. € erhöht hat.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Liquiditätslage ist derzeit gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Die von uns verwendeten Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Unser Forderungsmanagement sieht umfangreiche Bonitätsbeurteilungen im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden vor. Diese verringern Bonitätsrisiken und führen zu einem praktisch nicht vorhandenen Risiko von Forderungsausfällen. Bei erkennbaren Ausfallrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Wir verfolgen eine konservative Risikopolitik; dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit langjährigen Lieferanten.

6. Sonstige Angaben

a) Forschungs- und Entwicklungsbericht

Im Bereich Forschung und Entwicklung betätigt sich die Gesellschaft zurzeit nicht.

b) Zweigniederlassungsbericht

Zweigniederlassungen bestehen nicht.

 

Bad Salzuflen, 28. März 2024

gez. Geschäftsführer

Marc Hollensteiner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 137.450,00 53.673,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.033,00 14.271,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 6.033,00 14.271,00
II. Sachanlagen 131.417,00 39.402,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 131.417,00 39.402,00
B. Umlaufvermögen 5.727.501,71 5.468.834,93
I. Vorräte 2.178.521,79 3.439.555,70
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 6.327.378,68 3.563.080,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.862.292,98 1.745.998,16
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.862.292,98 1.745.998,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.686.686,94 283.281,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.734,00 7.724,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.877.685,71 5.530.231,93

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.232.236,66 3.060.968,36
I. gezeichnetes Kapital 520.000,00 520.000,00
II. Gewinnvortrag 2.540.968,36 2.368.577,33
III. Jahresüberschuss 171.268,30 172.391,03
B. Rückstellungen 1.950.868,00 1.806.894,00
C. Verbindlichkeiten 694.581,05 662.369,57
1. sonstige Verbindlichkeiten 694.581,05 662.369,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 694.581,05 662.369,57
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.877.685,71 5.530.231,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.895.961,34 9.329.224,67
2. Personalaufwand 5.582.569,43 5.555.757,05
a) Löhne und Gehälter 4.150.905,96 4.166.743,65
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.431.663,47 1.389.013,40
davon für Altersversorgung 1.533,88 1.533,88
3. Abschreibungen 51.353,71 42.919,01
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 51.353,71 42.919,01
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.988.501,93 3.412.790,38
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.296,98 6.200,00
davon aus Abzinsung 13.300,00 6.200,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.848,48 41.730,48
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 83.042,40 95.263,65
8. Ergebnis nach Steuern 188.942,37 186.964,10
9. sonstige Steuern 17.674,07 14.573,07
Jahresüberschuss 171.268,30 172.391,03

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die H.D.G. Dachtechnik GmbH hat ihren Sitz in Bad Salzuflen und ist beim Amtsgericht Lemgo im Handelsregister unter HRB 556 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die größenabhängige Erleichterung nach § 276 HGB wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht in Anspruch genommen.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Die H.D.G. Dachtechnik GmbH, Bad Salzuflen, ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Die Abschreibung erfolgt im Jahr des Zugangs zeitanteilig.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800 € wurden nach § 6 Abs. 2 EStG im Berichtsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf einen niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Posten mit veränderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet.

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten zzgl. angemessene Gemeinkosten) bewertet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden entsprechend dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB mit dem Nennbetrag offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung werden Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel:

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Zugänge 2023
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Abgänge 2023
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
A. Anlagevermögen 632.406,02 135.130,71 180.190,37 587.346,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 93.675,45 1.200,00 8.031,20 86.844,25
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 538.730,57 133.930,71 172.159,17 500.502,11
Abschreibungen 01.01.2023
Abschreibungen Zugänge 2023
Abschreibungen Abgänge 2023
Abschreibungen 31.12.2023
Buchwert 01.01.2023
Buchwert 31.12.2023
A. Anlagevermögen 578.733,02 51.353,71 180.190,37 449.896,36 53.673,00 137.450,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 79.404,45 9.438,00 8.031,20 80.811,25 14.271,00 6.033,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 499.328,57 41.915,71 172.159,17 369.085,11 39.402,00 131.417,00

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis 1 Jahr.

Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang kraft Gesetzes entsprechende Sicherheiten.

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Vertragserfüllungs- bzw. Gewährleistungsbürgschaften von rd. 5,3 Mio. €. Ein besonderes Risiko der Inanspruchnahme, welches über das im Rahmen der bilanziellen Rückstellungsbildung hinausgeht, liegt aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nicht vor. Soweit Kunden Ansprüche geltend machen, werden diese im Rahmen der Gewährleistungsrückstellung einzeln berücksichtigt. Darüber hinaus erfolgt eine pauschale Rückstellungsbildung auf der Grundlage der Vergangenheitserkenntnisse.

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien und Betriebs- und Geschäftsausstattung im Gesamtbetrag von 900 T€ (Jahresbetrag der Verpflichtungen).

IV. Ergänzende Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 83,25 (Vorjahr: 87,00) Arbeitnehmer beschäftigt.

2023 2022
Angestellte 19,75 18,25
Gewerbliche Arbeitnehmer 63,50 68,75
83,25 87,00

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Dipl.-Ing. Marc Hollensteiner (Gesamtgeschäftsführer), Bad Salzuflen, geführt.

Zur Angabe der Aufwendungen für die Geschäftsführung wird die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Vorschüsse und Kredite wurden dem Geschäftsführer nicht gewährt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 zusammen mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bad Salzuflen, 28. März 2024

gez. Marc Hollensteiner, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende Jahresabschluss der H.D.G. Dachtechnik GmbH, Bad Salzuflen, enthält Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen. Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die H.D.G. Dachtechnik GmbH, Bad Salzuflen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der H.D.G. Dachtechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der H.D.G. Dachtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Detmold, 29. April 2024

gez. Dipl.-Kfm. Torsten Fitzner, Wirtschaftsprüfer

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