SCHMEES cast Pirna GmbH

Basteistraße 60, 01796 Pirna, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 40603
Vorher
Schmees cast Pirna GmbH
Eingetragen
29.10.2020
Branche
Erzeugung und erste Bearbeitung von EdelmetallenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Edelmetallerzeugnissen für technische Zwecke

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Edelstahlwerke Schmees GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHMEES cast Pirna GmbH

Pirna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Firma: SCHMEES cast Pirna GmbH
Sitz: Pirna
Ort der Geschäftsleitung: Basteistraße 60
01796 Pirna
Eintrag in das Handelsregister: Dresden

Die Geschäftsführer Clemens Schmees und Johann Unglaub haben den nachfolgenden Jahresabschluss am 07.06.2024 unterzeichnet.

Der nachfolgende Jahresabschluss wurde mit Datum vom 07.06.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Bilanz

SCHMEES cast Pirna GmbH

AKTIVA

Geschäftsjahr 31.12.2023 Vorjahr 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.795,75 27.276,50
II. Sachanlagen 1.461.990,58 513.951,03
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.412.792,64 3.631.506,10
II. Forderungen und so. Vermögensgegen. 4.753.020,16 3.703.633,76
III. Schecks,Kassenbestand, Guthaben bei KI's 1.096.400,28 274.033,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 76.945,81 75.728,16
SUMME AKTIVA 10.828.945,22 8.226.129,10

PASSIVA

Geschäftsjahr 31.12.2023 Vorjahr 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 170.137,67 0,00
III. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.487.162,51 170.137,67
B. Rückstellungen 1.464.777,83 703.067,93
C. Verbindlichkeiten 7.675.710,75 7.322.204,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.156,46 4.718,96
SUMME PASSIVA 10.828.945,22 8.226.129,10

Gewinn+Verlustrechnung

SCHMEES cast Pirna GmbH

Geschäftsjahr 2023 Vorjahr 2022
1. ROHERGEBNIS 14.338.961,72 11.949.209,28
2. Personalaufwand:
2a. Löhne und Gehälter 6.682.284,84 5.900.439,61
2b. soz. Abg./Aufw. Altersvers./Unterstützung 1.367.903,89 1.199.929,92
Summe Personalaufwand 8.050.188,73 7.100.369,53
3. Abschreibungen 189.549,17 91.193,14
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.802.747,20 4.394.573,51
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 131.006,52 78.517,09
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 652.463,43 89.273,00
7. ERGEBNIS NACH STEUERN 1.513.006,67 195.283,01
8. sonstige Steuern 25.844,16 25.145,34
9. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.487.162,51 170.137,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

SCHMEES cast Pirna GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die SCHMEES cast Pirna GmbH hat Ihren Sitz in Pirna. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HRB 40603 eingetragen.

II. Allgemeine Angabe zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB).

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und der §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Gliederungsgrundsätzen für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen errechnen sich unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250,00 € bis 800,00 € werden im Anschaffungsjahr vollumfänglich abgeschrieben. Wirtschaftsgüter im Einzelwert bis 250,00 € werden in voller Höhe als Betriebsausgaben berücksichtigt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt mit ihrem Nominalwert. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Die Bewertung der Sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassen- und Bankbestände erfolgt zum Nominalbetrag.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken ausreichend und angemessen Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgte mit dem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst alle bis zum Bilanzstichtag getätigten Einnahmen, soweit sie Erträge künftiger Perioden darstellen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Beträge i. S. v. § 268 Abs. 4 S. 2 HGB in Höhe von T€ 111. Davon entfallen auf Vergütungen nach dem Strom- und Energiesteuergesetz für das Berichtsjahr T€ 28 sowie auf Vorsteueransprüche T€ 83.

Eigenkapital

Im Eigenkapital ist das gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 26 zuzüglich des Gewinnvortrags und des Jahresüberschusses ausgewiesen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten für das Jahr 2023 Körperschaftsteuerrückstellungen in Höhe von T€ 298 (Vj. T€ 44) und Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von T€ 301 (Vj. T€ 60).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr Vorjahr
Urlaubsansprüche 89.772,54 107.699,71
Aufbewahrungspflichten 11.120,00 11.211,00
Reklamationen/Sonst. Kosten 49.000,00 15.200,00
Kosten Betriebsprüfungen 4.500,00 4.500,00
Tantiemen/Gewinnbeteilig. 381.180,00 161.750,00
Berufsgenossenschaft 0,00 32.447,00
Unterlassene Instandhaltung 131.600,00 86.692,63
Gewährleistungen 173.435,47 146.994,59
Abschluss-u. Prüfungskosten 25.000,00 33.000,00
Summe 865.608,01 599.494,93

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre davon gesichert Sicherheitsart
T€ T€ T€ T€ T€
(VJ T€) (VJ T€) (VJ T€) (VJ T€) (VJ T€)
Verb. gegenüber Kreditinstituten 668 668 668 SÜ
(124) (124) (124 SÜ)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 232 232
(475) (475)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.757 1.757
(1.667) (1.667)
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 4.312 69 4.243
(4.502) (9) (4.493)
Sonstige Verbindlichkeiten 707 707
(554) (554)
Gesamtsumme 7.676 2.765 668 4.243 668 SÜ
(7.322) (2.705) (124) (4.493) (124 SÜ)

G = Grundschulden

SÜ = Sicherungsübereignung

Bei den Angaben in Klammern handelt es sich um Vorjahreswerte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber Gesellschaftern.

V. Sonstige Pflichtangaben

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 1.227,2 sonstige finanzielle Verpflichtungen, welche im Folgejahr fällig sind. Für den Zeitraum 2025 bis 2028 betragen die Verpflichtungen T€ 3.481,3. Im Wesentlichen sind dies Wartungs-, Leasing- und Mietverträge.

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 153 Arbeitnehmer beschäftigt.

Gewerbliche Mitarbeiter 119
Angestellte 34
Gesamt 153

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

 

Herr Clemens Schmees, Langenfeld, Dipl.-Ingenieur

 

Herr Johann Unglaub, Pirna, Modellbaumeister

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

Mutterunternehmen ist die SCHMEES holding GmbH mit Sitz in Langenfeld.

 

Pirna, den 07.06.2024

SCHMEES cast Pirna GmbH

Clemens Schmees, Geschäftsführer

Johann Unglaub

Geschäftsführung

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.548,50 7.229,25 0,00 0,00 37.777,75
30.548,50 7.229,25 0,00 0,00 37.777,75
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.688,92 0,00 0,00 0,00 12.688,92
Technische Anlagen und Maschinen 121.781,92 880.693,17 6.715,54 0,00 1.009.190,63
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 494.610,63 222.147,39 13.261,00 2.480,50 727.538,52
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.907,86 31.021,52 -19.976,54 502,86 52.449,98
670.989,33 1.133.862,08 0,00 2.983,36 1.801.868,05
701.537,83 1.141.091,33 0,00 2.983,36 1.839.645,80
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.272,00 6.710,00 0,00 0,00 9.982,00
3.272,00 6.710,00 0,00 0,00 9.982,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 668,00 636,00 0,00 0,00 1.304,00
Technische Anlagen und Maschinen 14.501,00 55.535,00 0,00 0,00 70.036,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.869,30 126.668,17 0,00 0,00 268.537,47
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
157.038,30 182.839,17 0,00 0,00 339.877,47
160.310,30 189.549,17 0,00 0,00 349.859,47
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.795,75 27.276,50
27.795,75 27.276,50
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.384,92 12.020,92
Technische Anlagen und Maschinen 939.154,63 107.280,92
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 459.001,05 352.741,33
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.449,98 41.907,86
1.461.990,58 513.951,03
1.489.786,33 541.227,53

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

SCHMEES cast Pirna GmbH

1. Unternehmensgrundlagen

1.1. Unternehmensstruktur

Die Firma SCHMEES cast Pirna GmbH wurde im September 2020 als Tochterunternehmen der SCHMEES holding GmbH gegründet. Das operative Geschäft des Werkes Pirna ging zum 01.01.2021 an die SCHMEES cast Pirna GmbH über. Seither produziert das Unternehmen auf eigene Rechnung und in eigenem Namen. Die SCHMEES holding GmbH ist das Mutterunternehmen.

1.2. Unternehmenszweck und Grundlagen

Die SCHMEES cast Pirna GmbH produziert am Standort Pirna Präzisionsgussteile aus Edelstahl.

Für nationale und internationale Kunden der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie, dem Energiemaschinenbau und dem Pumpen- und Armaturenbau liefern wir hochwertige Qualitätsprodukte.

Mehr als 300 verschiedene Edelstahlwerkstoffe, darunter korrosionsbeständige, hitzebeständige und verschleißfeste Werkstoffe, stehen in der Verarbeitung zur Verfügung.

Die Geschäftstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

a) Produkte und Produktgruppenanteile:

60 % Energiemaschinen

20 % Kunst

7 % Pumpen

13 % Sonstiges

b) Formverfahren:

Handgeformter Sandguss Furanharzverfahren

Stückgewicht:

 

-10 kg bis 10.000 kg

1.3. Forschung und Entwicklung

In 2023 wurden keine Forschungsprojekte durchgeführt.

Die betrieblichen Fachkräfte waren in projektbegleitenden Ausschüssen von Forschungsvorhaben und zahlreichen Fachausschüssen von Verbänden und Gremien tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen - allgemeine Wirtschaftslage

Welt

Die zurückliegenden Monate stehen International im Zeichen des Krieges und geopolitischen Spannungen, insbesondere des Terror-Angriffs auf Israel am 7. Oktober 2023 und den Angriffskrieg der Russen auf die Ukraine, der sich in diesen Tagen zum zweiten Mal jährt. Am Tage des Überfalls auf Israel saß der Verfasser dieses Textes mit seinem Vertriebskollegen früh morgens im Flugzeug nach Tel Aviv über München, um dort einige wichtige Kundenbesuche zu erledigen. Glücklicherweise erreichten uns die Nachrichten unserer Geschäftspartner früh genug und der Weiterflug konnte rechtzeitig abgebrochen werden.

Trotzdem, die Wirkung negativer Schocks flaut ab, doch Unsicherheit bleibt. Im Verlauf des Jahres 2023 sind die Störfaktoren, die im Jahr 2022 die Erholung von der Coronakrise - in vielen Ländern vorzeitig - beendet hatten, weitgehend geschwunden: Die Rohstoffpreise und insbesondere die für Energie sind wieder gesunken, und in der Folge hat sich die Inflation verringert. Die Reallöhne steigen dank nachlassender Inflation und anziehender Vergütungen inzwischen und Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. Gleichzeitig ist die Unsicherheit für Unternehmen und Konsumenten aber hoch geblieben. Sie ist zum Teil geopolitischer Natur und in anhaltenden oder neuen militärischen Auseinandersetzungen (Ukraine, Gaza/Israel) oder wirtschaftlichen Konflikten (Vereinigte Staaten/China) begründet, zum Teil aber auch auf unklare oder inkonsistente Wirtschaftspolitik oder innenpolitische Unsicherheiten zurückzuführen und dürfte die Neigung zu Investitionen und Konsum dämpfen. Bremsend wirkt zunächst auch noch die Geldpolitik; die Wirkung der kräftigen Zinserhöhungen dürfte noch nicht vollständig in der Realwirtschaft angekommen sein. Die Weltwirtschaft expandiert vorerst in moderatem Tempo und gewinnt nur allmählich an Schwung. Im Jahr 2023 stieg die Weltproduktion um 3,1 % an, nach 3,3 % im Jahr 2022. Im Jahr 2024 dürfte der Zuwachs mit 2,9 % etwas schwächer ausfallen. Für 2025 rechnet man mit einer Beschleunigung der Konjunktur auf 3,2 %.

Euroraum

Nach einer kräftigen Erholung im Gefolge der Pandemie befindet sich die Wirtschaft im Euroraum derzeit in der Flaute. Nachdem die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten den privaten Verbrauch gebremst haben, die Finanzierungsbedingungen im Zuge der raschen geldpolitischen Straffung ungünstiger geworden sind und zuletzt auch das außenwirtschaftliche Umfeld kaum Unterstützung bot, sind die wirtschaftlichen Auftriebskräfte erlahmt. Die seit einem Jahr anhaltende Stagnation der Wirtschaftsleistung dürfte sich in den kommenden Monaten zunächst fortsetzen. Hierfür spricht die insbesondere in der Industrie bis zuletzt schwache Unternehmenszuversicht. Im Verlauf des Jahres 2024 dürfte die europäische Wirtschaft dann nach und nach an Schwung gewinnen. Zum einen steigen die Reallöhne aufgrund kräftigerer Lohndynamik bei sinkendem Preisauftrieb wieder, was eine Belebung des privaten Verbrauchs begünstigt. Zum anderen dürften sich die Finanzierungsbedingungen mit der erwarteten Lockerung der geldpolitischen Zügel wieder verbessern. Schließlich wird voraussichtlich auch das außenwirtschaftliche Umfeld im Prognosezeitraum allmählich wieder mehr Impulse für die wirtschaftliche Aktivität geben. Allerdings wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 mit voraussichtlich 0,8 % nochmals recht schwach ausfallen, nach 0,5 % im Jahr 2023, und sich erst im Jahr 2025 mit 1,5 % auf eine Rate in der Nähe des Potenzialwachstums beschleunigen. Die Teuerung sinkt von 5,4 % im Durchschnitt des Jahres 2023 voraussichtlich auf 2,2 % (2024) sowie 1,9 % (2025) und somit in der Nähe des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank.

Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur gedämpft. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen auf Grund steigender Zinsen und einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 hat sich somit nicht fortgesetzt. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung ist im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, ist insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurückgegangen. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, ist im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus gewesen (0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sank die Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die meisten Dienstleistungsbereiche haben ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten können und die Wirtschaft im Jahr 2023 gestützt. Der Anstieg ist aber insgesamt schwächer ausgefallen als in den beiden vorangegangenen Jahren. Der private Konsum nahm angesichts hoher Verbraucherpreise im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Von Rückgängen sind vor allem die Bereiche betroffen gewesen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Demnach sind die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte besonders stark gesunken (- 6,2 %). Auch der Staat hat im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben um 1,7 % reduziert. Das hat vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern gelegen. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 wurde von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und somit so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung hat 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zugenommen. Hinzu ist eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung gekommen. Diese positiven Effekte haben die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels überwogen. Der Beschäftigungsaufbau hat 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattgefunden. Nach vorläufigen Berechnungen haben die staatlichen Haushalte das Jahr 2023 mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro beendet. Das sind etwa 14 Milliarden Euro weniger als 2022 gewesen (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund hat sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern können.

Maschinenbau

Nach Angaben des VDMA hat der Auftragseingang im Maschinenbau im Jahr 2023 ihr Vorjahresniveau nicht halten können (-13,0). Im Jahre 2023 verzeichnete die preisbereinigte Produktionsleistung einen Rückgang um 1 %. Dies war vor allem auf schwindende Auftragsbestände zurückzuführen. Ende des Jahres lag die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau bereits unter dem langjährigen Schnitt.

Bauwirtschaft

Im Baugewerbe machen sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon ist vor allem der Hochbau betroffen gewesen. Dagegen ist die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert worden. Insgesamt hat das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 Prozent erreicht. Die Bauinvestitionen sind im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 Prozent gesunken. Neben den hohen Baupreisen haben sich hierbei die spürbar gestiegenen Bauzinsen ausgewirkt, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale sind lediglich vom Ausbaugewerbe gekommen, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - sei dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert worden als im Jahr 2022 (+3,0 %).

Stahlindustrie

Die Weltstahlorganisation Worldsteel meldet für das Jahr 2023 eine globale Rohstahlproduktion von 1.850 Mio. t. Dies entspricht einem Minus von 0,1 %. Die Produzenten in der EU meldeten ein rückläufiges Niveau von 126,3 Mio. t Rohstahl (- 7,4 %). Auf Deutschland entfielen knapp 35,4 Mio. t (-3,9 %). Im gleichen Zeitraum nahm die Rohstahlproduktion in Asien gegenüber 2022 um 0,7 % auf 1.367 Mio. t zu. Insgesamt entfallen ca. 55 % der globalen Stahlfertigung auf China. Die nordamerikanischen Rohstahlproduzenten konnten im gleichen Zeitraum mit 109,6 Mio. t das Volumen des Vorjahres nicht halten (-1,7 %). Die USA wiesen ein Fertigungsplus von 0,2 % auf 80,7 Mio. t aus. In den CIS-Ländern wurden im Jahr 2023 schätzungsweise gut 88,1 Mio. t Rohstahl hergestellt. Damit wurde das Niveau des Vorjahres um 4,5 % überboten.

Gießereien

Die Eisen- und Stahlgießereien haben im Jahr 2023 einen Produktionsrückgang von 2,8 % auf 3,033 Mio. t verzeichnet. Die NE-Metallgießereien registrierten einen Anstieg von 2,9 % mit einer Tonnage von 0,834 Mio. t. Die Gießerei-Industrie erwirtschaftete 2023 7,8 Mrd. Euro Umsatz auf der FE-Seite sowie 6,2 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien ein Umsatzwachstum von 1,2 %. Die Kapazitätsauslastung lag im Durchschnitt (Wertermittlung Anfang des Quartals) 2023 bei 83 % und damit rein rechnerisch unter dem Durchschnittsniveau des Jahres 2022 von 89%. (alle Daten vorläufig).

Eisen- und Stahlguss

Im Jahr 2023 sank die Fertigung bei den Eisen- und Stahlgießereien mit 3,033 Mio. t um 2,8 %. Für den Fahrzeugbau wurden mit 1,759 Mio. t 2,0 % mehr Komponenten produziert. Die Unternehmen, welche Teile für den Maschinenbau abgießen, fertigten mit 0,722 Mio. t rund 11,2 % weniger als im Vergleichszeitraum 2022. Die Fertigung sonstiger Gusskomponenten (inklusive Bau Guss, Rohren und Stahlwerksbedarf) lag mit 0,552 Mio. t 5,2 % unter dem Vorjahr.

Das Jahr 2023 schlossen die Eisen- und Stahlgießereien mit einem niedrigeren Nachfragevolumen als im Vorjahr 2022 ab (2,598 Mio. t = - 13,0 %). Die Kunden aus dem Straßenfahrzeugbau fragten mit 1,512 Mio. t um 8,7 % weniger Komponenten nach. Das Bestellinteresse aus dem Maschinenbau lag mit 0,618 Mio. t um 21,9 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Bestellungen von sonstigen Gusskomponenten fielen um 13,3 % schwächer aus als im Vorjahr. Das Volumen erreichte 0,469 Mio. t. Hier ist auf Meldeunschärfen zwischen Maschinenbau und "Sonstige" zu verweisen. Die Exportquote beträgt 43,3 %. Insgesamt wurden 1,312 Mio. t, entsprechend einem Zuwachs von 1,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, ausgeführt. Gegenüber Ende Dezember 2022 lag der Auftragsbestand Ende Dezember 2023 mit 1,256 Mio. t um 15,2 % niedriger.

Ausblick Gießerei - Industrie gesamt

Mit dem Fahrzeug- und Maschinenbau sind traditionell über 80% der deutschen Gussproduktion abgedeckt. Während die Auftragslage aus dem Maschinenbau ausgehend von einem sehr soliden Niveau in den Vorjahren 2023 um rund 20% eingebrochen ist, entwickelte sich der Fahrzeugbau etwas weniger schlecht. Auch dies ist jedoch auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen, da der Fahrzeugbau im Jahr 2022 noch unter Lieferengpässen litt. Die Dynamik der Auftragseingänge zeigt im Jahresverlauf insgesamt nach unten. Lediglich am aktuellen Rand gibt es Anzeichen, dass sich die Nachfrage auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Auftragsbestände der Deutschen Gießereien werden dabei sukzessive abgebaut. Dominierten in den beiden Vorjahren Lieferengpässe die Überlegungen der Einkäufer auf Kundenseite, welche mitunter zu einem hohen Auftragseingang bei den Gießereien führten, wirkt sich die schwache Industrie-Konjunktur nun umso stärker auf die Gießereien aus. Neben der insgesamt abflachenden Nachfrage haben Gussabnehmer in einzelnen Sparten Bestände aufgebaut, aus denen sie nun zunächst ihre Kunden bedienen. Bei sinkenden Rohstoffpreisen und Lieferzeiten verhalten sich die Gussabnehmer zusätzlich abwartend. Die Ausschläge in der sich abkühlenden Nachfrage werden so in der Wertschöpfungskette nach vorne gegeben, wobei sie aus genannten Gründen bei den Gießereien größer ausfallen als bei ihren Kunden.

Die geringere Kapazitätsauslastung führt teilweise zu Schiebungen in der ersten Jahreshälfte. Der Anteil der Unternehmen, die Kurzarbeit anmelden steigt gegenwärtig deutlich. Für das Jahr 2024 steht in der Gießerei-Industrie eine Produktionsprognose von - 5 %, da entscheidende Impulse aus den Kundenbranchen fehlen. Sowohl für den Maschinenbau (- 4 %) als auch für die gussintensiveren Segmente des Straßenfahrzeugbaus (- 7 %; ICE+PHEV) sehen die Prognosen für dieses Jahr negativ aus. Die weitere Entwicklung der Gussnachfrage ist aufgrund der geopolitischen Spannungen und der Probleme der chinesischen Wirtschaft nicht klar bestimmbar. Zeigt sich der US-Markt für die Kunden der Gießereien zuletzt stabiler als zunächst erwartet, gehen aus weiten Teilen Asiens nicht die gewünschten Wachstumsimpulse für das Exportland Deutschland aus. Doch auch in den USA nehmen die Unsicherheiten im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen zu. Der Ukrainekrieg belastet den Wirtschaftsstandort Deutschland derweil ungemindert. Zwar gilt eine Gasmangellage Stand heute als wenig wahrscheinlich, tiefere Temperaturen und potenzielle Schäden an der Infrastruktur könnten die Preise für Energie gleichwohl wieder steigen lassen. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Terrors in Israel lassen sich nicht vorhersehen. Ein ausgewachsener Konflikt im Nahen Osten würde sich jedoch erheblich auf den Ölpreis und damit die Weltkonjunktur auswirken können. Bereits durch die Angriffe der Huthi-Rebellen auf die internationalen Seewege am Roten Meer wird die globale Logistik beeinträchtigt, was zu Kostensteigerungen führt. Zudem sind durch die haushaltspolitischen Verwerfungen der Bundesregierung große Unsicherheiten entstanden.

Für die Transformation der Industrie wird dies nachhaltig schädlich sein. Investitionen am Wirtschaftsstandort Deutschland sind bereits signifikant rückläufig.

2.2. Geschäftsverlauf und Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Geschäftsverlauf der beiden operativen Gießereien war geprägt durch einen äußerst guten Auftragsbestand zum Wechsel ins Kalender- und Geschäftsjahr 2023. Dadurch konnte auch ein Rückgang der Auftragseingänge unterjährig kompensiert werden.

Die politischen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023 waren geprägt von extremer Unsicherheit und eines ungeahnten Auswuchses des deutschen und europäischen Bürokratiemonsters. Diese Anforderungen legen sich wie Mehltau über die Wirtschaftsunternehmen und belasten die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Des Weiteren bleibt festzustellen, dass sich die Energiepreise am Standort Deutschland trotz spürbarer Preissenkungen im internationalen Bereich immer noch auf Spitzenniveau befinden, was bei den großen energieintensiven Unternehmen zu Produktionsrückgängen bis hin zu Betriebsschließungen geführt hat. Auch ein bedeutender Kunde der ersten Stunde (1968!), die Fa. Mannesmann/Vallourec hat aus diesem Grund das Walz- und Röhrenwerk in Düsseldorf-Rath in diesem Jahr stillgelegt und die Produktion nach Brasilien verlagert.

Politisch sind zu viele notwendige Reformen aufgeschoben. Damit bleibt es weiterhin unklar, wie die erforderliche Transformation in unserem Land gelingen kann, ohne das ehemals sehr erfolgreiche Geschäftsmodell Deutschland nachhaltig zu gefährden.

Trotz einer Vervielfachung der Energiepreise können wir positiv berichten, dass sich unsere Strategie, auf langfristige Festpreise in Strom und Gas zu setzen, bislang gelohnt hat. Im Gas haben wir einen festen Vertrag bis Ende 2026 und im Strom bis Ende 2024. Erfreulich können wir darauf hinweisen, dass wir zwischenzeitlich einen neuen Stromliefervertrag bis Ende 2025 zu günstigeren Konditionen abgeschlossen haben. Der Preisvorteil wird allerdings durch den Wegfall der Stromspitzensteuererstattung und der zusätzlichen Netzentgeltnutzungsgebühren nahezu kompensiert, bzw. belastet uns bereits im laufendenden Geschäftsjahr mit annähernd 200 T Euro!

Die Legierungs- und Materialpreise sind im Laufe des Berichtsjahres erheblich gefallen. Dadurch bedingt sind unsere Verkaufspreise durch die folgerichtige Senkung der Legierungszuschläge wieder niedriger zu bewerten.

Von Lieferschwierigkeiten im Hinblick auf die Lieferkette waren wir nicht betroffen.

Nach dem Allzeithoch der Krankenstände der Covid-Jahre können wir eine deutliche Reduzierung der Krankmeldungen verzeichnen.

Insgesamt kann man auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. Die Gesamtleistung konnte von 21,7 Mio. € um 9,4 % auf 23,8 Mio. € gesteigert werden.

Dieser kräftige Umsatzschub konnte hauptsächlich aus den sehr guten Auftragseingängen aus dem letzten Quartal 2022 und dem ersten Drittel 2023 generiert werden. Im Sommer schwächte sich die Nachfrage deutlich ab, erholte sich aber im zum Jahresende wieder. Somit sind die Bestelleingänge von 23,0 Mio. € um 3,7 % auf 22,2 Mio. zurückgegangen.

Der Auftragsbestand erhöhte sich zum Jahreswechsel auf 11,8 Mio. €, gegenüber 11,4 Mio. € im Vorjahr.

In Summe ist es uns gelungen, das Geschäftsergebnis aus 2022 zu vervielfachen. Unter dem Strich können wir einen Gewinn vor Ertragsteuern von 2,1 Mio. € (Vj.: 259 T€) ausweisen.

Das Stammkapital der Gesellschaft liegt bei 26 T€ (Vj.: 26 T€). Der Jahresüberschuss für 2023 liegt bei 1.487 T€ (Vj.: 170 T€). Das ergibt eine Eigenkapitalquote von 15,5 % (Vj.: 2,4 %).

Das langfristige Vermögen wurde zu 100,0 % (VJ.: 36,2%) durch Eigenkapital finanziert.

Der Umsatz des Jahres 2023 liegt im Rahmen der Erwartungen. Somit lag der Rohertrag bei 14.114 T€ (Vj.: 11.842 T€).

Das Jahresergebnis wurde mit 1.487 T€ (Vj.: 170 T€) ins neue Jahr vorgetragen.

Investitionen wurden in Höhe von 1.141 T€ (Vj.: 375 T€) vorgenommen. Die Investitionen betreffen zu 87% (Vj.: 35%) Neuinvestitionen und 13% (Vj.: 65%) Ersatzinvestitionen. Unter den Neuinvestitionen befindet sich unter anderem ein 3D-Drucker für 610 T€.

2.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft verwendet zur Analyse der finanziellen Leistungsfähigkeit folgende Kennziffern:

2023 2022
Rohertrag T€ 14.114 11.842
Jahresüberschuss T€ 1.487 170
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit T€ 1.797 508
Working Capital T€ 5.104 4.312

Analog zu unserer Prognose aus dem Vorjahr konnte der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Im Gegensatz zur Vorjahresprognose erhöhten sich Rohertrag und Working Capital im Geschäftsjahr signifikant. Hauptursächlich hierfür waren die gesunkenen Rohstoffpreise und die guten Verkaufserlöse.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1. Umweltschutzbelange

Im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit betreiben wir einen weitsichtigen und rücksichtsvollen Umgang mit den Ressourcen.

Die Organisation unseres Umwelt- und Energiemanagements sichert eine rechtssichere Einhaltung unserer gesetzlichen Verpflichtungen und Betreiberpflichten und eine stetige Weiterentwicklung in unserem nachhaltigen Wirken.

Alle gesetzlich festgelegten Emissionswerte werden in regelmäßig durchgeführten Überwachungsmessungen deutlich unterschritten.

In unserer Produktion setzen wir möglichst umweltverträgliche Produkte ein, die auch die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht beeinträchtigen. Innerhalb unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses prüfen wir regelmäßig, ob eingesetzte Hilfs- und Betriebsstoffe durch weniger schädliche ersetzt werden können. Dabei werden Materialien bevorzugt, die keine Gefahrstoffkennzeichnung haben, kein Gefahrgut beim Transport darstellen, eine niedrige Wassergefährdungsklasse haben, nach Gebrauch einer Wiederverwendung zugeführt werden können und in der Verwendung geringe Emissionen verursachen. Grundsätzlich arbeiten wir stetig daran, den Verbrauch von Hilfs- und Betriebsstoffen und die in den Prozessen eingesetzte Energie zu verringern.

Auch im innerbetrieblichen Prozess setzen wir auf Ökologie. Unsere Gabelstapler werden überwiegend elektrisch oder mit Gas betrieben.

2. Abfallmanagement

Unsere modernen Sandregenerierungsanlagen führen im Formprozess zu einer Sandrückführung > 96 %. Das Formen im Kaltharzformverfahren erfolgt abwasserfrei. Die Einhaltung der Grenzwerte bei der Indirekt-Einleitung des Abwassers in die Kanalisation wird durch regelmäßige Kontrollen zugelassener Institute bestätigt und an die Genehmigungsbehörde berichtet.

Wir arbeiten ständig an der Verringerung und Vermeidung von Abfällen in unseren Prozessen, ziehen Abfallverwertung einer -entsorgung vor. Nach einer sachgemäßen Trennung werden unvermeidbare Abfälle ausschließlich mit auditierten Entsorgungsfachbetrieben entsorgt.

Bei allen technischen Vorhaben werden die Belange des Umweltschutzes stets mit einbezogen und schon in der Vorplanung die Hinweise der Aufsichtsbehörden mitberücksichtigt, damit in den diesbezüglichen Genehmigungsanträgen im Hinblick auf den Umweltschutz der neueste Stand der Technik erreicht wird.

Im Betrieb wird auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zum Gewässerschutz besonders geachtet. Alle Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind entsprechend den Vorgaben der VAwS ausgerüstet und überwacht.

3. Arbeitnehmerbelange

Arbeiter und Angestellte Auszubildende Gesamt
Stand 01.01.2023 149 13 162
Stand 31.12.2023 162 11 173
Veränderung 13 -2 11
Zugänge 31 3 34
Abgänge -18 -5 -23
davon
dv. altershalber -1 - -1
auf Veranlassung des AG -9 - -9
auf Veranlassung des AN -7 -1 -8
Aufhebungsvertrag - -1 -1
Übergang in Lehrverhältnis - - -
Übergang in Arbeitsverhältnis - -3 -3
Praktika - - -
Tod -1 - -1
Fluktuationsquote bei durchschnittlich 156 Arbeitern und Angestellten 11,5 %
Fluktuationsquote bei durchschnittlich 166 MA (incl. Azubis) 12,0 %
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit zum 31.12.2023 in Jahren: 11,55
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit zum 31.12.2023 in Jahren (incl. Azubis) 10,94
Durchschnittliches Alter von 166 MA (incl. Azubis) zum 31.12.2023 42 Jahre

Fortbildungsmaßnahmen

Tagesseminare zu Lohn-, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht

Tagesseminare zu Rechnungswesen und Steuerrecht

Schweißerqualifizierung

Führungskräfteworkshop

Kombitraining Demag Seil- und Kettenzüge

Grundlagen Gießereitechnik

Seminar Gießereianlagen

Farbeindringprüfung

Rezertifizierung PT, MT, UT, VT

Industrielle Gasverwendung - Inbetriebnahme und Wartung

Workshop Flammrichten

Fachkunde für Abfallwirtschaft

VISI Update Seminar

WinCast Update Schulung

Grundlagen der Sinumerik

Lehrgang Bühnenberechtigungsschein

2.4. Gesamtaussage

Allen geschilderten Unsicherheiten zum Trotz können wir ein gutes uns sehr zufrieden stellendes Ergebnis verzeichnen. Durch die starke Varianz unserer Abnehmerbereiche konnten auch konjunkturell bedingte Schwächephasen einzelner Kunden ausgeglichen werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Gesellschaft ist mit einem guten Geschäftsergebnis und komfortablen Auftragsbeständen ins Jahr 2024 gestartet.

Nach einer Umfrage im Kundenkreis können wir die Rückschlüsse ziehen, dass das aktuelle Bestellniveau im Markt noch einige Monate anhalten wird. Zusätzlichen Auftrieb erwarten wir von unserer Leitmesse, ACHEMA, die im Juni 2024 in Frankfurt am Main stattfinden wird. Auch wir werden dort unsere Produkte auf unserem Stand ausstellen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine leichte Reduktion des Rohertrags sowie einen um 40 % geringeren Jahresüberschuss im Vergleich zu 2023. Darüber hinaus prognostizieren wir eine Verringerung des Working Capitals um 5 %.

3.2 Chancenbericht

Unsere Edelstahlgießerei ist technisch hochwertig ausgestattet und auf dem neuesten Stand der Technik.

Die Verlagerung der Kunstfertigung in eine komplett neu zu errichtende Halle ist projektiert. Die Baugenehmigung ist bereits beantragt. Die Halle wird nach den aktuell modernsten Baurichtlinien realisiert und die Produktion wird mit ziemlicher Sicherheit CO 2 -neutral erfolgen. Erste Kostenschätzungen haben ergeben, dass sich das Gesamtinvestitionsvolumen dieser neuen Produktionsstätte mit ca. 3 Mio. € zu Buche schlagen wird. Ein Finanzierungsvertrag über ca. 2 Mio. € für den Bau der Halle wurde bereits erfolgreich mit der Bank abgeschlossen. Für die Ausstattung der Halle, deren Investitionsvolumen bei 1 Mio. € liegt, befinden wir uns derzeit in der Planungsphase, um geeignete Finanzierungsoptionen zu prüfen und umzusetzen.

Durch die neue Halle schaffen wir die Voraussetzungen für weiteres Wachstum im Bereich der Kunstfertigung. Diese Investition ermöglicht es uns, die Kapazitäten zu erweitern und die Effizienz der Produktion zu steigern. Langfristig planen wir, diese Sparte weiter auszubauen und neue Marktsegmente zu erschließen. Mit der modernen Infrastruktur sind wir optimal aufgestellt, um zukünftige Aufträge effizient und in höchster Qualität zu erfüllen.

Unser Unternehmen genießt in den IHKs, Bildungseinrichtungen und in der Politik hohes Ansehen im Bereich der Fachkräfteausbildung. Durch verstärkte Maßnahmen in sozialen Medien und an örtlichen Schulen wird es uns auch in diesem Jahr gelingen, junge Menschen für unsere Berufe zu begeistern. Zum Jahreswechsel waren elf Auszubildende bei uns beschäftigt. Für das kommende Ausbildungsjahr liegen bereits vielversprechende Bewerbungen vor.

Wachstumsimpulse ergeben sich auch aus der aktuellen Klimadiskussion und Nachhaltigkeitsdebatte. So gibt es Projekte zur Steigerung der Effizienz in den Bereichen Energie, Wasserstoff und Abgasvermeidung bei Schiffsmotoren.

Auf der Kostenseite zeigt sich sowohl bei den Energiepreisen als auch im Metallhandel eine Beruhigung. Die Senkung der Rohstoffpreise wirkte sich bereits im Jahr 2023 positiv auf unseren Absatz aus. Durch eine geänderte Strategie im Stromeinkauf ist es uns gelungen, einen günstigen Vertrag ab 2025 abzuschließen.

3.3. Risikobericht

a) Ertragsverfallrisiken

Eine bedeutende Herausforderung stellt der gegenwärtig stabile Arbeitsmarkt mit einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote dar. Diese Situation erschwert zunehmend die Gewinnung und Bindung qualifizierter Arbeitskräfte. Dank unserer intensiven Bemühungen im Bereich der Mitarbeitergewinnung und -bindung positionieren wir uns jedoch im Branchenvergleich als attraktiver Arbeitgeber.

Die Ungewissheit hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Energiekosten stellt für uns als energieintensives Unternehmen ein erhebliches Ertragsrisiko dar. Diese Unsicherheiten werden durch die unbeständigen politischen Diskussionen über die künftige Ausrichtung der Energiepolitik und Umwelttechnologien zusätzlich verstärkt.

Die stetig zunehmende Bürokratie und die damit verbundenen administrativen Anforderungen führen zu einer erheblichen Belastung für unser Unternehmen. Diese ausufernden bürokratischen Vorschriften und Regelungen beeinträchtigen unsere betriebliche Effizienz und Flexibilität spürbar und stellen uns vor erhebliche Herausforderungen.

b) Finanzielle Risiken

Alle bekannten Risiken sind durch entsprechende Bilanzierung (Einzel-, Pauschalwertberichtigung, Bildung von Rückstellungen) abgedeckt. Die Gesellschaft sieht auch wegen der Kapitalstruktur des Konzerns keine besonderen finanziellen Risiken.

Zur Absicherung von Forderungsausfällen besteht eine Forderungsausfallversicherung.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Gesellschaft weiterhin eine defensive und konservative Risikopolitik, die insbesondere sicherstellt, dass die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt und Marktpreisrisiken nur in Form von Zinsänderungsrisiken im Rahmen der Liquiditätsanlage eingegangen werden. Zahlungsströme in fremden Währungen oder der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgten im Berichtsjahr nicht.

 

Pirna, den 07.06.2024

SCHMEES cast Pirna GmbH

Clemens Schmees, Geschäftsführer

Johann Unglaub

Geschäftsführung

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 267, 276, 327 Nr. 1 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SCHMEES cast Pirna GmbH, Pirna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SCHMEES cast Pirna GmbH, Pirna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCHMEES cast Pirna GmbH, Pirna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Sankt Augustin, 14. Juni 2024

HKF Revisions und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Stephan Kurka, Wirtschaftsprüfer

Bernhard Kurka, Wirtschaftsprüfer

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