Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 3410
Vorher
Haus Ruhrort Verwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH GeschäftsführungsgesellschaftGEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH
Eingetragen
19.7.2002
Branche
Erschließung von unbebauten GrundstückenBauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
die Entwicklung, Erschließung und Herrichtung von bebauten und unbebauten Grundstücken, belegen in der Stadt Duisburg, für die Stadt Duisburg und andere Auftraggeber. Ziel ist die Förderung der Wohnraumversorgung in Duisburg, u.a. durch Zurverfügungstellung von erschlossenen Bauflächen und der Entwicklung von Wohnraumquartieren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Buchholz
seit 25.2.2025
Geschäftsführer
Winand Schneider
seit 18.10.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stadt Duisburg
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stadt Duisburg
Germany
25.655 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH

Duisburg

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH, Duisburg

1 Grundlagen

1.1 Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Die GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH (GEBAG FE) hat ihren Sitz in Duisburg. Alleinige Gesellschafterin ist die GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH (GEBAG).

Gegenstand der GEBAG FE ist die Entwicklung, Erschließung und Herrichtung von bebauten und unbebauten Grundstücken, belegen in der Stadt Duisburg, für die Stadt Duisburg, die GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH und andere Auftraggeber. Ziel ist die Förderung der Wohnraumversorgung in Duisburg, u.a. durch Zurverfügungstellung von erschlossenen Bauflächen und die Entwicklung von Wohnraumquartieren.

Die Gesellschaft kann im Rahmen der vorgenannten Aufgabenerfüllung alle im Bereich der Flächenentwicklung und -erschließung, der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallende Aufgaben übernehmen sowie Grundstücke erwerben, belasten und veräußern.

Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen, die unmittelbar oder mittelbar dazu geeignet sind, dem Gesellschaftszweck zu fördern.

1.2 Konzernstruktur

Die GEBAG FE ist ein verbundenes Unternehmen der GEBAG und wird in deren Konzernabschluss und Konzernlagebericht einbezogen.

1.3 Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung NRW

Die GEBAG FE ist im Geschäftsjahr 2023 ihrem öffentlichen Zweck entsprechend der gesellschaftsvertraglichen Aufgaben nachgekommen.

1.4 Steuerungssysteme

Das Steuerungssystem der GEBAG FE ist in das Konzernsteuerungssystem der GEBAG eingebunden.

Es basiert auf einer Wirtschaftsplanung, die eine Prognose des Ergebnisses des aktuellen Geschäftsjahres und die Planung für das nachfolgende Geschäftsjahr umfasst.

Darüber hinaus wird eine Mehrjahresprognose erstellt.

Quartalsweise wird ein Soll-Ist-Vergleich vorgenommen.

Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung und deren Entwicklungen des Geschäftsjahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr sind im Abschnitt 2.3.4 dieses Lageberichtes dargestellt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene sowie regionale Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Erholung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nach dem tiefen Einbruch im Coronajahr 2020 setzte sich in Deutschland im Jahr 2023 nicht weiter fort. Im krisengeprägten Umfeld fiel das Bruttoinlandsprodukt nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamt mit einem Rückgang um 0,3% niedriger aus als im Vorjahr 1. Im Jahr 2022 war das Bruttoinlandsprodukt noch um 1,8% gestiegen 2 .

Gründe für die ins Stocken geratene gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind neben einer gesunkenen Nachfrage im In- und Ausland auch ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und der Fachkräftemangel 3. Zudem wurde die Konjunktur durch das trotz der jüngsten Rückgänge immer noch hohe Preisniveau, insbesondere bei den Energiepreisen 4 , aber auch durch insgesamt eingebüßte Wettbewerbsfähigkeit der Industrie belastet.

Im Jahr 2023 betrug die Inflation im Jahresdurchschnitt insgesamt 5,9% 5 und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 7,9% 6. Sie zeigte auch im Zeitverlauf über das Jahr hinweg eine deutlich sinkende Tendenz und lag im Monat Dezember nur noch bei 3,9% 7 .

Trotz des schwierigen Umfeldes zeigte sich der Arbeitsmarkt weitgehend robust. So stieg die Anzahl der Erwerbstätigen vor allem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte im Jahr 2023 um 0,7% 8 und erreichte damit einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung.

Insgesamt lag im Jahr 2023 nach einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes die Nettozuwanderung bei rund 650.000 bis 700.000 Menschen 9 ; die Zuwanderung ukrainischer Kriegsflüchtlinge ist eingerechnet. Im Vorjahr lag die Nettozuwanderung noch bei rund 1,5 Mio. Menschen 10 ; sie ist also deutlich rückläufig, liegt aber immer noch über dem Durchschnitt des letzten Jahrzehnts 11.

Nichtsdestotrotz hat sich die Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahr 2023 um 0,4% auf 5,7% 12 erhöht. Für Nordrhein-Westfalen lag die Quote mit 7,2% 13 signifikant über dem deutschen Mittelwert. Das Erwerbspersonenpotenzial nimmt dem Trend einer alternden Bevölkerung folgend, aber auch aufgrund des sich stetig weiter ausweitenden Fachkräftemangels, also weiter ab.

1 Destatis - Bruttoinlandsprodukt gesunken, Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

2 Destatis - Bruttoinlandsprodukt gesunken, Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

3 Destatis - Bruttoinlandsprodukt gesunken, Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

4 Destatis - Verbraucherpreisindex für Deutschland

5 Destatis - Prognose Inflationsrate im Dezember 2023 &GdW Information 168

6 GdW Information 168

7 GdW Information 168

8 Destatis - Bruttoinlandsprodukt gesunken, Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

9 GdW Information 168

10 GdW Information 168

11 Destatis - Wanderungen zwischen Deutschland und dem Ausland, Zugezogene, Fortgezogene, Saldo

12 Bundesagentur für Arbeit - Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt

13 Bundesagentur für Arbeit - Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt

Der private Konsum sank im vergangenen Jahr 2023 um 1,1% 14 , was im Wesentlichen auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein dürfte, die zu einem deutlichen Reallohnverlust der privaten Haushalte führten. Auch der Staat reduzierte erstmals seit fast 20 Jahren seine Konsumausgaben um 1,7% 15 .

Die Zinsentwicklung hat im vergangenen Jahr die wirtschaftliche Entwicklung weiter gebremst. So wurde der Leitzins im Laufe des Jahres 2023 mehrfach angehoben und stieg von 2,5% Anfang des Jahres zuletzt zum 20.09.2023 sogar auf 4,5% 16 .

2.1.2 Branchenbezogene Entwicklung

Die Stimmung in der Wohnungs- und Immobilienbranche hat sich im Jahr 2023 weiter eingetrübt. Neben den nach wie vor hohen Baukosten und dem weiterhin bestehenden Fachkräftemangel machten sich auch die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen, aber auch die Unklarheiten über Fördermöglichkeiten und -konditionen bemerkbar. 17

Im Laufe des Jahres hat vor allem die schlechte Geschäftslage in der Wohnungs- und Immobilienbranche, verursacht durch die Auswirkungen der multiplen Krisen und hohe Unsicherheit, die Branche in die Rezession rutschen lassen 18. Der Immobilienstimmungsindex der ZIA sank zuletzt für das 4. Quartal 2023 auf einen Wert von -9,1 19.

Die gestiegenen Zinsen und Baukosten haben dazu geführt, dass viele geplante Neubauprojekte nicht mehr wirtschaftlich umsetzbar sind. Diese Entwicklung hat zu einem erheblichen Rückgang der Nachfrage nach Immobilien und neuen Bauprojekten geführt, wodurch die Kaufpreise für Immobilien gesunken sind und es zu einem deutlichen Einbruch in der gesamten Bautätigkeit kam. 20 21

Im konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte die Bruttowertschöpfung der Grundstücksund Wohnungswirtschaft im Geschäftsjahr 2023 um l,0% 22 im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Das Baugewerbe erreichte dagegen im Geschäftsjahr 2023 nur ein kleines Plus von 0,2% 23.

Die Beschäftigung in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft blieb stabil bei rd. 477.000 Erwerbstätigen 24. Trotz des Produktionsrückganges im Wohnungsbau verzeichnete auch das Baugewerbe noch eine geringe Zunahme der Beschäftigung um 0,6% zum Vorjahr 25 .

Die Bauinvestitionen sanken im Geschäftsjahr 2023 um 2,1% zum Vorjahr, bei den Wohnungsbauinvestition sogar um 2,8% 26. Die unterjährigen Konjunkturstatistiken aus dem Baugewerbe zeigen deutlich sinkende Auftragseingänge im Wohnungsbau; im Ausbaugewerbe konnten allerdings wohl aufgrund der stärker nachgefragten energetischen Sanierungen positive Signale vermeldet werden 27 .

14 GdW Information 168

15 GdW Information 168

16 ECB - Spitzenrefinanzierungszinsen

17 Destatis - Bruttoinlandsprodukt gesunken, Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

18 ZIA-IW - Immobilienwirtschaft in der Rezession

19 ZIA-IW - Immobilienstimmungsindex

20 ZIA-IW, https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutachten/PDF/2023/Gutachten-ISI-IW-2023-Q4-Immobilienwirtschaft-Rezession.pdf

21 DIW, https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.888611.de/23-51.pdf

22 GdW Information 168

23 GdW Information 168

24 GdW Information 168

25 GdW Information 168

26 GdW Information 168

27 GdW Information 168

Mehrere Förderstopps der Bundesregierung mit anschließenden Verschärfungen der Förderbedingungen dürften zu den Auftragsstornierungen im Wohnungsbau beigetragen haben. Zum Jahresende 2023 zeigten die Auftragseingänge im Wohnungsbau allerdings eine leicht stabilisierende Tendenz 28.

Während die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Deutschland im 4. Quartal 2023 um 4,3% gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen sind, 29 30 hat sich insgesamt die Zunahme der Baupreise im Vergleich zum Vorjahr 2022 verlangsamt und sich wieder der allgemeinen Inflation angenähert. Dennoch bleibt festzuhalten, dass sich die Baupreise von Ende 2019 bis Ende 2023 um 39,4% erhöht haben 31. Im Jahresmittel 2023 stiegen die Baupreise für Wohngebäude noch um 8,5% 32.

2.1.3 Regionale Rahmenbedingungen

Die Stadt Duisburg hat in den letzten Jahren -insbesondere durch starke Zuwanderung aus Kriegsgebieten- einen kontinuierlichen Zuwachs an Einwohnerinnen und Einwohnern erfahren. So lebten im Jahr 2023 508.652 (Stichtag 31.12.2023) Menschen mit ihrem Erstwohnsitz in Duisburg, davon 25% Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit 33 .

In Duisburg sind die erteilten Baugenehmigungen dem bundesweiten Trend folgend eingebrochen. So lagen die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Wohngebäuden im 1. Halbjahr 77,1% unter dem Wert der 1. Jahreshälfte 2022. 34 Damit befindet sich Duisburg weit unter dem Durchschnitt in NRW, der mit -36,3% ohnehin schon hinter dem Bundesschnitt zurückbleibt. 35 In der 1. Jahreshälfte 2023 wurden in Duisburg rund 20.000 m 2 Neubauwohnfläche fertiggestellt, und damit deutlich weniger als in den Vorjahren mit 24.000 m 2 Neubauwohnfläche. 36

Im Jahr 2022 betrug der Bodenrichtwert für ein unbebautes Grundstück zur Bebauung mit einem Ein- oder Zweifamilienhaus in guter Lage in Duisburg 410 € je m 2. 37

Im 1. Halbjahr 2023 waren die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Neubau aufgrund der veränderten Marktlandschaft stagnierend bis rückläufig. Die durchschnittlichen Kaufpreise sind um 6,6% auf 3.400 € je m 2 gesunken. 38 In der Spitze stagnierten die Kaufpreise bei 4.100 € je m 2. 39

28 GdW Information 168

29 Destatis - Preisindizes für Gebäude

30 GdW Information 168

31 GdW Information 168

32 GdW Information 168

33 Duisburg in Zahlen

34 It.nrw, https ://www.it. nrw/system/files/media/document/file/274_23.pdf

35 It.nrw, https://www.it.nrw/nrw-im-ersten-halbjahr-2023-wurden-weniger-baugenehmigungen-fuer-wohnungen-erteilt

36 DBI, https://www.duisburg-business.de/fileadmin/duisburg-business/Downloads/Immobilienmarktbericht_2022/DBI_Immobilienmarkt_Halbjahresbericht_22_web.pdf

37 Boris, https://www.boris.nrw.de/borisfachdaten/bwue/2023/BWUE_5112000_2023_frei.pdf

38 DBI, https://www.duisburg-business.de/fileadmin/duisburg-business/Downloads/Immobilienmarktbe-richt_Hl_2023/IMB_H123_DU.pdf

39 DBI, https://www.duisburg-business.de/fileadmin/duisburg-business/Downloads/Immobilienmarktbe-richt_Hl_2023/IMB_H123_DU.pdf

2.2 Verlauf des Geschäftsjahres 2023

Die eigene Flächenentwicklung erfolgt auf den im Eigentum der GEBAG FE stehenden unbebauten Grundstücksflächen mit einer Größe von insgesamt ca. 998.868 m 2 (Vorjahr: 1.019.929 m 2 ). Die Abnahme der Flächen resultiert aus den planmäßigen Veräußerungen von entwickelten Grundstücken an Investoren.

Zudem wurde im Geschäftsjahr 2023 für das Grundstück "Technologie Quartier Wedau" beschlossen, auf dieser Fläche Gebäude größtenteils selbst herzustellen und anschließend an Dritte zu vermieten.

Aufgrund der nicht mehr bestehenden Veräußerungsabsicht erfolgte eine Umgliederung der Fläche vom Umlauf- in das Anlagevermögen.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Flächen, die zum 31.12.2023 im Anlage- bzw. Umlaufvermögen ausgewiesen sind:

31.12.2023 Größe 31.12.2022 Größe
Technologie Quartier Wedau ca. 260.667 m 2 ca. 260.667 m 2
6-Seen-Wedau ca. 440.021 m 2 ca. 461.082 m 2
Duisburger Dünen ca. 298.180 m 2 ca. 298.180 m 2
Gesamtfläche ca. 998.868 m 2 ca. 1.019.929 m 2

Für das Projekt "6-Seen-Wedau" ergeben sich zum 31.12.2023 Projektkosten einschließlich der Grundstückskosten in Höhe von 113.943 T€ (Vorjahr: 100.128 T€). Die Flächenveränderung resultiert aus den Übergaben von Grundstücken in Höhe von insgesamt 23.731 m 2 an die Erwerber und eine Flächenkorrektur von 3.568 m 2 infolge der finalen Vermessung der Gesamtfläche sowie aus dem Erwerb von Teilflächen in Höhe von insgesamt 6.238 m 2 .

Zur Finanzierung der Gesamtkosten des Grundstückes "6-Seen-Wedau" wurde ein Konsortialkreditrahmenvertrag über ein Gesamtvolumen von 55.000 T€ abgeschlossen. Dieser wurde zum 31.12.2023 zu 46.672 T€ (Vorjahr: 29.500 T€) in Anspruch genommen. Zur Sicherung dieses Kredites hat die Stadt Duisburg eine Ausfallbürgschaft übernommen. Darüber hinaus besteht am 31.12.2023 ein Gesellschafterdarlehen für dieses Entwicklungsprojekt in Höhe von 7.565 T€ (Vorjahr: 7.565 T€).

Die Gesamtkosten des Flächenentwicklungsprojektes "Duisburger Dünen" belaufen sich einschließlich der Grundstückskosten auf 49.787 T€ (Vorjahr: 46.531 T€).

Zur Finanzierung der Grundstücks-, Entwicklungs- und Erschließungskosten besteht am 31.12.2023 ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 32.397 T€ (Vorjahr: 32.397 T€).

Für die zum 31.12.2023 im Anlagevermögen ausgewiesene Fläche "Technologie Quartier Wedau" belaufen sich die Anschaffungs- und Entwicklungskosten auf insgesamt 14.580 T€ (Vorjahr: 13.779 T€).

Die GEBAG FE führte im Geschäftsjahr 2023 das Flächenentwicklungsprojekt "Am Alten Angerbach" als Geschäftsbesorgung für die Stadt Duisburg auf einer Fläche von ca. 58.889 m 2 (Vorjahr: 62.262 m 2 ) aus. Im Rahmen des Projektes wurden im Jahr 2023 Teilflächen von 3.373 m 2 an Erwerber übergeben.

Neben den mit der Stadt Duisburg geschlossenen Geschäftsbesorgungsverträgen erbringt die GEBAG FE für die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DW) auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen Erschließungsleistungen.

Die GEBAG FE beschäftigt keine eigenen Mitarbeitenden und hat keine eigenen Management- und Verwaltungsstrukturen eingerichtet.

Sämtliche kaufmännischen und technischen Leistungen werden im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages von der GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH erbracht.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Leistungsindikatoren der Gesellschaft

2.3.1 Vermögenslage

Die Bilanzstruktur des Unternehmens stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderungen
T€ % T€ % T€
Aktiva
Anlagevermögen 14.580 8,7 0 0,0 14.580
Umlaufvermögen 153.644 91,3 160.312 100,0 -6.668
Rechnungsabgrenzungsposten 1 0,0 0 0,0 1
168.225 100,0 160.312 100,0 7.913
Passiva
Eigenkapital 23.106 13,7 21.836 13,6 1.270
Rückstellungen 20.389 12,1 16.263 10,2 4.126
Verbindlichkeiten 124.730 74,2 122.213 76,2 2.517
168.225 100,0 160.312 100,0 7.913

Die Bilanzsumme erhöht sich um 4,9 % auf 168.225 T€ (Vorjahr: 160.312 T€).

Der Zugang zum Anlagevermögen in Höhe von 14.580 T€ resultiert aus der Umgliederung der Fläche "Technologie Quartier Wedau" aus dem Umlaufvermögen.

Den im Umlaufvermögen aktivierten Projekt- und Baukosten für die Flächenentwicklungsprojekte in Höhe von 14.917 T€ stehen Abgänge durch Veräußerungen in Höhe von 10.105 T€ und durch die Umgliederung in das Anlagevermögen in Höhe von 14.580 T€ gegenüber. Aus den Geschäftsbesorgungsverträgen mit der Stadt Duisburg und der DVV ergibt sich im Jahr 2023 eine Erhöhung des Umlaufvermögens von insgesamt 2.005 T€.

Der Bestand an flüssigen Mitteln hat im Geschäftsjahr um 1.050 T€ zugenommen.

Das Eigenkapital erhöht sich durch den Jahresüberschuss um 1.270 T€; zum 31.12.2023 ergibt sich daraus eine Eigenkapitalquote von 13,7 % (Vorjahr: 13,6 %).

Die Rückstellungen erhöhen sich um 4.126 T€ im Wesentlichen aufgrund von Rückstellungen für ausstehende Baukosten für bereits übertragene Grundstücke.

Die Verbindlichkeiten haben im Jahr 2023 um insgesamt 2.517 T€ zugenommen.

Dies resultiert im Wesentlichen aus der weiteren Inanspruchnahme des Kreditrahmens aus dem Konsortialkreditrahmenvertrag in Höhe von 17.172 T€ und der Zunahme der Erhaltenen Anzahlungen um 2.125 T€ für laufende Geschäftsbesorgungsverträge.

Demgegenüber nehmen die Erhaltenen Anzahlungen um 13.000 T€ aufgrund des Besitzübergangs einer Teilfläche des Projektes "6-Seen-Wedau" sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4.448 T€ ab.

2.3.2 Finanzlage

In der folgenden Übersicht wird die Finanzlage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 dargestellt:

2023
T€
2022
T€
Veränderungen
T€
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -16.122 23.791 -39.913
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 17.172 -25.500 42.672
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 1.050 -1.709 2.759
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 713 2.422 -1.709
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.763 713 1.050

Im Folgenden wird die Bilanz zum 31.12.2023 nach Liquiditätsgesichtspunkten gegliedert dargestellt:

2023
T€
2022
T€
Veränderungen
T€
Mittel- und langfristiger Bereich
Vermögenswerte 166.410 159.594 6.816
Finanzierungsmittel 155.119 147.934 7.185
Unterdeckung -11.291 -11.660 369
Kurzfristiger Bereich
Finanzmittelbestand (Flüssige Mittel) 1.763 713 1.050
Übrige kurzfristige realisierbare Vermögenswerte 52 5 47
1.815 718 1.097
Kurzfristige Verpflichtungen 13.106 12.378 728
Stichtagsliquidität (Netto-Geldbedarf) -11.291 -11.660 369

Aus der Gegenüberstellung der Vermögenswerte und der Finanzierungsmittel bzw. der kurzfristigen Verpflichtungen ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 eine im Vergleich zum Vorjahr geringfügig verbesserte, negative Stichtagsliquidität in Höhe von 11.291 T€.

Zur Zwischenfinanzierung standen uns am Bilanzstichtag nicht ausgeschöpfte Mittel aus dem Konsortialkredit in Höhe von 8.328 T€ zur Verfügung. Ergänzend dazu wird die GEBAG bei Bedarf Gesellschafterdarlehen in Höhe der erforderlichen Liquidität zur Verfügung stellen.

Im Rahmen des Konsortialkredites für das Projekt "6-Seen-Wedau" hat die GEBAG zudem eine Cost-Overrun-Garantie gegenüber den finanzierenden Banken abgegeben.

2.3.3 Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Umsatzerlöse 19.256 49.408 -30.152
Bestandsveränderungen 4.636 72.913 -68.277
Gesamtleistung 23.892 122.321 -98.429
Sonstige betriebliche Erträge 156 0 156
Betriebsleistung 24.048 122.321 -98.273
Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 15.794 115.840 -100.046
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.806 2.062 -256
Zinsaufwand 4.377 3.476 901
Aufwand für Betriebsleistung 21.977 121.378 -99.401
Betriebsergebnis 2.071 943 1.128
Finanzergebnis -143 -162 19
Neutrales Ergebnis -9 0 -9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -649 -52 -597
Jahresüberschuss 1.270 729 541

Das Geschäftsjahr 2023 schließt insgesamt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.270 T€ ab. Der für das Geschäftsjahr 2023 mit Gesellschafterbeschluss vom 10.11.2022 beschlossene Wirtschaftsplan mit einem geplanten Jahresüberschuss von 140 T€ wurde um 1.130 T€ überschritten.

Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr 2023 realisierten Verkaufserlösen, die um 3.221 T€ über dem entsprechenden Wirtschaftsplanansatz lagen. Demgegenüber stehen Erhöhungen von Rückstellungen für Bauleistungen aufgrund von erst im Jahr 2023 absehbaren Kostensteigerungen in Höhe von 1.277 T€ für bereits veräußerte Teilflächen.

Das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.128 T€ gestiegen. Dieses Betriebsergebnis setzt sich aus der Steigerung des saldierten Ergebnisses des Teilbereiches Verkaufstätigkeit für Flächenentwicklungsprojekte in Höhe von 1.238 T€ und andererseits aus dem Rückgang des saldierten Ergebnisses des Teilbereiches Betreuungstätigkeit in Höhe von 86 T€ zusammen.

Zudem haben sich Verwaltungskosten aus den nicht aktivierungsfähigen Kosten der Geschäftsbesorgung um 24 T€ erhöht.

Der Rückgang des Finanzergebnisses in Höhe von 19 T€ ist im Wesentlichen auf die Minderung der Zinsen für kurzfristige Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Die Erhöhung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 597 T€ ergibt sich aus dem Anstieg des Jahrüberschusses gegenüber dem Vorjahr.

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

2023 2022
Umsatzerlöse 19.256 T€ 49.408 T€
Flächenverkäufe 23.731 m 2 62.341 m 2
Eigenkapitalquote 13,7 % 13,6 %
Gesamtkapitalrentabilität 3,1 % 2,7 %
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -16.122 T€ 23.791 T€

3 Risikomanagement

Die Konzernmuttergesellschaft GEBAG verfügt über ein auf ihre Unternehmensgröße und -Struktur abgestimmtes Risikomanagementsystem unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sowie der Vorgaben in Bezug auf das Risikomanagement des Public Corporate Governance Kodex der Stadt Duisburg.

Die dynamische Entwicklung interner und externer Einflussfaktoren, die auf die Geschäftstätigkeit der GEBAG FE wirken, erfordern eine stetige Weiterentwicklung vorhandener Organisationsstrukturen, insbesondere der Steuerungs- und Kontrollmechanismen. Vor diesem Hintergrund wurde die Weiterentwicklung des Risikomanagement- und Controllingsystems durch die Konzernmuttergesellschaft auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt.

Der Risikomanagementprozess, bestehend aus Risikoidentifikation, -bewertung, -Steuerung und -Überwachung wird quartalsweise durchgeführt. Die im Voraus erhobenen Daten werden strukturiert über den durch ein IT-Tool gestützten Risikomonitor aufbereitet, regelmäßig durch das Risikoboard unter Teilnahme aller Risikoverantwortlichen analysiert und weitere Vorgehensweisen zur Risikosteuerung definiert und protokolliert.

Externe Einflussfaktoren wirken sich aufgrund der Verschiedenartigkeit der Großprojekte der GEBAG FE sehr unterschiedlich auf die jeweiligen Projekte aus. Das Risikomanagement der GEBAG wird daher projektbezogen durchgeführt.

Risiken werden für die Kategorien Erschließungs-, Vertriebs- und Finanzierungsrisiken jeweils einzeln vierteljährlich hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadenpotenziales auf einer Skala von 1 (sehr unwahrscheinlich bzw. geringes Schadenpotenzial) bis 5 (sehr wahrscheinlich bzw. hohes Schadenpotenzial) bewertet. Aus der Multiplikation der Werte für die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenpotenzial ergibt sich ein Risikowert zwischen 1 und 25.

Für eine übersichtliche Gesamtaussage werden wiederum Risikostufen für Risikopotenziale unter 5 (Risikostufe 1), zwischen 6 und 15 (Risikostufe 2) und über 15 (Risikostufe 3) zusammengefasst.

4 Risiko- und Chancenbericht

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit - auch vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen, gesamtpolitischen und gesamtgesellschaftlichen Situation - zum Zeitpunkt der Berichterstattung in den kommenden 24 Monaten nicht erkennbar.

Das Gesamtrisiko aller aufgeführten quantifizierten Einzelrisiken beläuft sich gemäß unseres Risikomanagementsystems auf 14,9 Mio. €

Der Risikowert für das Projekt 6-Seen-Wedau sank im Geschäftsjahr 2023 von 11,8 Mio. € auf 8,3 Mio. €; die Risikostufe wird zum Schluss des Geschäftsjahres 2023 mit 2,0 eingeschätzt.

Die Erschließungsrisiken sind dabei aufgrund drohender Mehrkosten einerseits wegen gestiegener Baukosten, andererseits wegen möglicherweise erforderlichen Umplanungen und zusätzlich auftretenden und nicht geplanten Baukosten weiter gestiegen. Da andererseits durchgängig über den Planungen liegende Grundstückskaufpreise erzielt werden konnten, konnten sämtliche Kostenerhöhungen der Vergangenheit kompensiert werden. Darüber hinaus enthält die Kalkulation bislang nicht aufgelöste Sicherheitszuschläge.

Bei der Vermarktung existieren Risikopotenziale aus der Nachfrageentwicklung, die derzeit noch nicht konkretisiert werden können. Im Rahmen der Vergabewettbewerbe zeigte sich im Geschäftsjahr 2023 zwar ein rückläufiger Bieterkreis, jedoch waren bis jetzt keine deutlichen Rückgänge der Angebotspreise zu verzeichnen.

Die Finanzierungslage ist wesentlich von Kaufpreiseingängen abhängig. Sollten Kaufpreiszahlungen ausbleiben und gleichzeitig der Mittelabfluss unverändert fortgesetzt werden, wäre der bestehende Rahmenkreditvertrag ausgeschöpft. Die Konzernmuttergesellschaft wird bei Bedarf Gesellschafterdarlehen in Höhe der erforderlichen Liquidität zur Verfügung stellen.

Der Risikowert für das Projekt Duisburger Dünen sank im Geschäftsjahr 2023 von 10,0 Mio. € auf 3,0 Mio. €; die Risikostufe wird zum Schluss des Geschäftsjahres 2023 mit 1,67 eingeschätzt.

Die Erschließungsrisiken bestimmen weiterhin die Risikolage des Projekts. Derzeit sind mögliche Kampfmittel- und Altlastenfunde und mögliche Bauverzögerungen durch Gründungserschwernisse risikobestimmend. Dem Risiko gegenüber steht die bisherige Kampfmittel- und Altlastensituation, die nicht zu unerwarteten Erkenntnissen geführt hat. Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch Gründungserschwernisse können im Rahmen der künftigen Flächennutzungen noch beeinflusst werden.

Aufgrund der frühen Projektphase werden Vertriebsrisiken derzeit nicht definiert. Grundsätzlich gehen wir von einer positiven Nachfrage nach Teilflächen für dieses innovativ entwickelte urbane Gebiet aus.

Die Projektfinanzierung ist kurzfristig durch in Aussicht gestellte Gesellschafterdarlehen gesichert. Langfristig ist eine Finanzierung durch Kapitalmarktmittel angestrebt. Wir gehen derzeit davon aus, mit Rechtskraft des Bebauungsplanes eine entsprechende Finanzierung akquirieren zu können.

Der Risikowert für das Projekt Technologie Quartier Wedau sank im Geschäftsjahr 2023 von 18,3 Mio. € auf 3,6 Mio. €; die Risikostufe wird mit 1,67 eingeschätzt.

Die Erschließungsrisiken bestimmen weiterhin die Risikolage des Projekts, sie sind aber im Zuge der Erschließungsplanung deutlich gesunken. Derzeit sind mögliche Kampfmittel- und Altlastenfunde und mögliche Bauverzögerungen durch Gründungserschwernisse risikobestimmend. Dem Risiko gegenüber steht die bisherige Kampfmittel- und Altlastensituation, die nicht zu unerwarteten Erkenntnissen geführt hat. Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch Gründungserschwernisse können im Rahmen der künftigen Flächennutzungen noch beeinflusst werden.

Vertriebsrisiken bestehen nicht mehr, da ein Verkauf der Flächen nicht mehr beabsichtigt ist.

Die Projektfinanzierung ist kurzfristig durch in Aussicht gestellte Gesellschafterdarlehen gesichert. Langfristig ist eine Finanzierung durch Kapitalmarktmittel angestrebt. Wir gehen derzeit davon aus, mit Rechtskraft des Bebauungsplanes eine entsprechende Finanzierung akquirieren zu können.

5 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir einen Jahresüberschuss in Höhe von 600 T€ und damit einen Rückgang des Ergebnisses im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023.

Der Jahresüberschuss soll aus dem Verkauf weiterer Grundstücksflächen des Projektes "6 Seen Wedau" realisiert werden. Dabei erwarten wir aus der Veräußerung von insgesamt 69.265 m 2 Grundstücksflächen aus dem Projekt 6-Seen-Wedau Umsatzerlöse in Höhe von mindestens 37,9 Mio. €.

Umsatzerlöse aus Betreuungstätigkeit erwarten wir im Geschäftsjahr 2024 nicht.

Infolge der für das Geschäftsjahr 2024 geplanten Veräußerungen erwarten wir zum 31.12.2024 eine Eigenkapitalquote auf gleichem Niveau. Entsprechend wird von einer Gesamtkapitalrentabilität in Höhe der Quote des Geschäftsjahres 2023 ausgegangen.

Die Erschließungsmaßnahmen für das Projekt 6 Seen Wedau führen wir planmäßig fort. Ebenso werden wir die weiteren Erschließungsplanungen für das Projekt weiter vorantreiben. Entsprechend erwarten wir um 35 % erhöhte Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke mit 23,1 Mio. € (2023: 17,0 Mio. €).

Mit der Sicherstellung einer entsprechenden Finanzierung sind für das Projekt Duisburg Dünen im Jahr 2024 Projektkosten für die weitere Entwicklung der Fläche in Höhe von 4,8 Mio. € vorgesehen.

Für das "Technologie Quartier Wedau" ist eine Eigenentwicklung und eine eigene, langfristige Nutzung beschlossen worden. Dies umfasst die Entwicklung der Fläche sowie die größtenteils eigene Bebauung und anschließende Vermietung. Für das Geschäftsjahr 2024 sind für dieses Projekt Investitionen in Höhe von 4,9 Mio. € vorgesehen.

Die Projektkosten des Projektes 6-Seen-Wedau werden im Rahmen eines bereits abgeschlossenen Kreditrahmenvertrages finanziert. Eingehende Kaufpreise werden vertragsgemäß zur Tilgung dieses Kreditrahmens verwendet.

Die Projektkosten der Projekte Duisburger Dünen und Technologie Quartier Wedau werden aus Gesellschafterdarlehen finanziert, die bedarfsgerecht ausgezahlt werden. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir demnach einen leicht positiven Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

 

Duisburg, den 19. März 2024

Bernd Wortmeyer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

Geschäftsjahr Vorjahr
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke ohne Bauten 13.488.525,37 0,00
2. Bauvorbereitungskosten 1.091.617,82 14.580.143,19 0,00
Umlaufvermögen
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte
1. Grundstücke ohne Bauten 129.253.432,47 139.021.841,37
2. Unfertige Leistungen 22.576.853,35 151.830.285,82 20.572.040,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände 51.149,08 4.885,57
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.762.766,58 713.068,75
IV. Rechnungsabgrenzungsposten 619,77 0,00
Bilanzsumme 168.224.964,44 160.311.836,51

PASSIVSEITE

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 21.549.879,02 21.549.879,02
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 148.608,48 148.608,48
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 111.618,69 -617.027,44
V. Jahresüberschuss 1.270.316,87 728.646,13
23.105.987,65 21.835.670,78
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 662.304,85 52.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 19.727.028,41 16.211.330,03,
20.389.333,26 16.263.330,03
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 47.063.092,03 29.612.920,35
2. Erhaltene Anzahlungen 22.175.328,79 33.049.951,58
3. Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 6.637,59 6.637,59
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.228.681,46 15.676.597,61
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 44.042.893,76 43.866.728,57
6. Sonstige Verbindlichkeiten 213.009,90 0,00
davon aus Steuern: 39.060,32 (0,00)
124.729.643,53 122.212.835,70
Bilanzsumme 168.224.964,44 160.311.836,51

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse
a) aus Verkauf von Grundstücken 19.250.000,00 38.150.837,35
b) aus Betreuungstätigkeit 0,00 11.251.546,51
c) aus anderen Lieferungen und Leistungen 6.000,00 19.256.000,00 5.500,00
2. Erhöhung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken und unfertigen Leistungen 4.635.694,67 72.912.056,83
3. Sonstige betriebliche Erträge 156.893,45 151,92
4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
a) Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke 14.057.871,56 106.280.379,67
b) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen 1.735.672,53 15.793.544,09 9.559.467,24
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.815.843,70 2.061.863,73
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinsertrag 0,00 0,00
Negative Zinsen auf Geldanlagen 0,00 0,00 -23.584,42
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.519.518,29 3.614.151,42
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 649.365,17 52.000,00
9. Ergebnis nach Steuern 1.270.316,87 728.646,13
10. Jahresüberschuss 1.270.316,87 728.646,13

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH, Duisburg

A. Allgemeine Angaben

Die GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH (GEBAG FE) hat ihren Sitz in Duisburg und ist unter der Nummer HRB 3410 weitergeführt. Der Sitz der Gesellschaft ist Duisburg.

Alleinige Gesellschafterin ist die GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH (GEBAG). Das Stammkapital beträgt 25.564,59 €.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der GEBAG FE wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 ff. sowie §§ 264 ff. HGB und unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Für die Klarheit und Übersichtlichkeit wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB die Verordnung über die Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen in der aktuellen Fassung angewendet.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt, die gegenüber dem Vorjahr unverändert blieben.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Das Guthaben bei Kreditinstituten wird zu seinem Nennwert ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Steuerrückstellungen sind für betriebliche Steuerschulden aus Ertragsteuern gebildet worden.

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern

Latente Steuern aus Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen liegen nicht vor.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Sachanlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2023 wurde aus dem Umlaufvermögen das Grundstück "Technologie Quartier Wedau" in Höhe von 14.580,1 T€ (Vorjahr: 0,0 T€) aufgrund der nicht mehr bestehenden Veräußerungsabsicht vom Umlauf- ins Anlagevermögen umgebucht.

Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage I zum Anhang) dargestellt.

Umlaufvermögen

Der Posten Grundstücke ohne Bauten beinhaltet Flächen, die für die Wohnbebauung und gewerbliche Nutzung entwickelt werden, mit einem Buchwert von insgesamt 129.253,4 T€ (Vorjahr: 139.021,8 T€).

Für Unfertige Leistungen aus noch nicht abgerechneten Baubetreuungsverträgen wird zum Bilanzstichtag ein Betrag in Höhe von 22.576,9 T€ (Vorjahr: 20.572,0 T€) bilanziert. Dieser Betrag setzt sich aus den noch nicht abgerechneten Leistungen des mit der Stadt Duisburg geschlossenen Geschäftsbesorgungsvertrag für das Erschließungsprojekt, Am Alten Angerbach, in Höhe von 11.155,2 T€ (Vorjahr: 10.643,8 T€) und aus den mit der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DW) geschlossenen Geschäftsbesorgungsverträgen für Leistungen auf den Flächenentwicklungsmaßnahmen Am Alten Angerbach und 6 Seen Wedau von 11.421,7 T€ (Vorjahr: 9.928,3 T€) zusammen.

In der Bilanzposition Sonstige Vermögensgegenstände werden Forderungen aus vorausbezahlter Umsatzsteuer für Baubetreuungsmaßnahmen in Höhe von 51,1 T€ (Vorjahr: 4,9 T€) ausgewiesen.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände betragen wie im Vorjahr bis zu einem Jahr.

Die GEBAG FE weist zum 31.12.2023 liquide Mitteln in Höhe von 1.762,8 T€ (Vorjahr: 713,1 T€) aus.

Eigenkapital

Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von 1.270,3 T€.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die zu erwartenden Steuerbelastungen des Geschäftsjahres 2023.

In den Sonstigen Rückstellungen ist ein Betrag in Höhe von 19.286,0 T€ (Vorjahr: 15.668,2 T€) enthalten, der aus den Leistungserfüllungsverpflichtungen der GEBAG FE gegenüber den Käufern von Baufeldern resultiert.

Zudem ist in den Sonstigen Rückstellungen ein Betrag in Höhe von 376,9 T€ (Vorjahr: 492,7 T€) enthalten, der noch nicht in Rechnung gestellte Bürgschaftsgebühren berücksichtigt.

Die Zusammensetzung und die Entwicklung der Rückstellungen sind im Rückstellungsspiegel (Anlage II zum Anhang) dargestellt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die valutierten Mittel aus dem Konsortialkreditrahmen in Höhe von 46.671,9 T€ (Vorjahr: 29.500,0 T€) sowie Beträge aus zwei Grundstückskaufverträgen in Höhe von 11.101,3 T€ (Vorjahr: 15.018,3 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von insgesamt 44.042,9 T€ (Vorjahr: 43.866,8 T€) resultieren aus Gesellschafterdarlehen der GEBAG, die im Rahmen der Grundstückseinbringungen in Höhe von 39.962,4 T€ (Vorjahr: 39.962,4 T€) gewährt wurden, sowie aus kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 4.080,5 T€ (Vorjahr: 3.904,3 T€).

Für die Erbringung von Geschäftsbesorgungsleistungen für die Stadt Duisburg und DW hat die GEBAG FE zum 31.12.2023 Erhaltene Anzahlungen in Höhe von 22.175,3 T€ (Vorjahr: 20.050,0 T€) passiviert.

In den Verbindlichkeiten sind keine Beträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten sowie deren Fristigkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage III zum Anhang) dargestellt.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 19.256,0 T€ (Vorjahr: 49.407,9 T€) wurden auf dem Gebiet der Stadt Duisburg erzielt und resultieren überwiegend aus Verkäufen von unbebauten Grundstücken.

Veränderung des Bestandes aus Verkaufsgrundstücken und Unfertigen Leistungen

Die Bestandsveränderungen führen insgesamt zu einer Erhöhung der Unfertigen Leistungen von 4.635,7 T€ (Vorjahr: 72.912,1 T€).

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen

Die Aufwendungen für bezogenen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.793,5 T€ (Vorjahr: 115.839,8 T€ umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für die Verkaufsgrundstücke 14.057,9 T€ (Vorjahr: 106.280,4 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 246,0 T€ von 2.061,9 T€ auf 1.815,8 T€ resultiert

Im Wesentlichen aus dem Rückgang der Aufwendungen für Geschäftsbesorgung.

Außergewöhnliche und periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2023 sind keine wesentlichen außergewöhnlichen bzw. periodenfremde Erträge und Aufwendungen angefallen.

D. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gemäß § 133 Abs. 1 und Abs. 3 UmwG haften die GEBAG und die GEBAG FE für die vor der Wirksamkeit der in den Geschäftsjahren 2019 und 2020 durchgeführten Abspaltungen von der GEBAG eingegangenen und begründeten Verbindlichkeiten als Gesamtschuldner für die Dauer von jeweils fünf Jahren.

Im Geschäftsjahr bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, aus beauftragten, aber noch nicht durchgeführten Bauleistungen in Höhe von 1.195,3 T€. Die im Obligo berücksichtigten Leistungen werden in den nächsten Jahren durch die beauftragten Unternehmen erbracht und sind durch Kredite und geplante Erlöse aus dem Verkauf von Grundstücken gedeckt.

Organe der Gesellschaft

Die Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung.

Die Geschäftsführung war im Geschäftsjahr 2023 wie folgt besetzt:

Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH

Der Geschäftsführer erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

Es wurden keine Vorschüsse, Kredite oder Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführung gewährt.

Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.

Zur Ausübung der unternehmerischen Tätigkeit und zur Sicherstellung der Ausübung des Gesellschaftszwecks besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Gesellschafterin bezüglich technischer, kaufmännischer, organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Leistungen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 37,8 T€.

Nachtragsbericht

Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 sind keine Ereignisse eingetreten, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachträglich beeinflusst haben.

E. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH ist ein verbundenes Unternehmen der GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH mit Sitz in Duisburg und wird in deren Konzernabschluss und Konzernlagebericht einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach § 325 Abs. 3 HGB offengelegt und ist im Unternehmensregister einsehbar.

F. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 1.270,3 T€ soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Duisburg, den 19. März 2024

Bernd Wortmeyer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
Sachanlagen
Grundstücke ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 13.488.525,37 13.488.525,37
Bauvorbereitungskosten 0,00 0,00 0,00 1.091.617,82 1.091.617,82
Anlagevermögen insgesamt 0,00 0,00 0,00 14.580.143,19 14.580.143,19
kumulierte Abschreibungen Buchwert Buchwert
01.01.2023
Abschreibung des Geschäftsjahrs
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
Sachanlagen
Grundstücke ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 13.488.525,37 0,00
Bauvorbereitungskosten 0,00 0,00 0,00 1.091.617,82 0,00
Anlagevermögen insgesamt 0,00 0,00 0,00 14.580.143,19 0,00

Die Umbuchung in Höhe von 14.580.143,19 EUR betrifft eine Umbuchung vom Umlaufvermögen ins Anlagevermögen (TQ Wedau Nord).

Rückstellungsspiegel zum 31. Dezember 2023

31.12.2022
Inanspruchnahme
Auflösung
Zuführung
31.12.2023
Steuerrückstellungen
1. Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Solidaritäitszuschlag 39.000,00 -39.000,00 0,00 310.452,85 310.452,85
2. Rückstellungen für Gewerbesteuern 13.000,00 0,00 0,00 338.852,00 351.852,00
52.000,00 -39.000,00 0,00 649.304,85 662.304,85
Sonstige Rückstellungen
1. Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten 40.500,00 -39.921,73 -578,27 46.500,00 46.500,00
2. Rückstellungen für Steuerberatungskosten 10.000,00 -2.310,44 0,00 10.000,00 17.689,56
3. Rückstellung für Bürgschaftsentgelte 492.679,00 -336.363,82 -156.315,18 376.870,67 376.870,67
4. Rückstellung für noch anfallende Baukosten des Umlaufvermögens 15.668.151,03 -2.954.871,10 0,00 6.572.688,25 19.285.968,18
16.211.330,03 -3.333.467,09 -156.893,45 7.006.058,92 19.727.028,41
Rückstellungen insgesamt 16.263.330,03 -3.372.467,09 -156.893,45 7.655.363,77 20.389.333,26

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

insgesamt
Restlaufzeit unter 1 Jahr
Restlaufzeit über 1 Jahr
davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 47.063.092,03 391.160,36 46.671.931,67 46.671.931,67
(29.612.920,35) (112.920,35) (29.500.000,00) (29.500.000,00)
Erhaltene Anzahlungen 22.175.328,79 0,00 22.175.328,79 22.175.328,79
(33.049.951,58) (13.000.000,00) (20.049.951,58) (20.049.951,58)
Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 6.637,59 6.637,59 0,00 0,00
(6.637,59) (6.637,59) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.228.681,46 7.310.381,46 3.918.300,00 3.918.300,00
(15.676.597,61) (7.758.297,61) (7.918.300,00) (7.918.300,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 44.042.893,76 4.080.500,81 39.962.392,95 39.962.392,95
(43.866.728,57) (3.904.335,62) (39.962.392,95) (39.962.392,95)
Sonstige Verbindlichkeiten 213.009,90 213.009,90 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Gesamtbetrag 124.729.643,53 12.001.690,12 112.727.953,41 112.727.953,41
(122.212.835,70) (24.782.191,17) (97.430.644,53) (97.430.644,53)
gesicherte Verbindlichkeiten
Art der Sicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.671.931,67 Bürgschaft Bürgschaft
(29.500.000,00)
Erhaltene Anzahlungen 0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.101.281,48 Grundpfandrechte Grundpfandrechte
(15.018.299,72)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00
(0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00
(0,00)
Gesamtbetrag 57.773.213,15
(44.518.299,72)

G. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH, Duisburg, unter dem Datum vom 5. April 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Düsseldorf, 5. April 2024

Domus Steuerberatungs-AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hans-Jörg Sonnhoff, Wirtschaftsprüfer

Anja Wollschläger, Wirtschaftsprüferin

Niederschrift

über die Gesellschafterversammlung der GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH vom 21.05.2024 im Geschäftsgebäude Tiergartenstraße 24-26, 47053 Duisburg.

Anwesend: Die Gesellschafterin, nämlich die GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH, Tiergartenstraße 24-26, 47053 Duisburg, vertreten durch den kaufmännischen Geschäftsführer Bernd Wortmeyer.

Die Alleingesellschafterin hält unter Verzicht auf die gesetzliche und satzungsgemäße Form und Frist der Einladung eine Gesellschafterversammlung ab.

Die Jahresabschlussprüfung der GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH (kurz: GEBAG FE) ist erfolgt, sodass über den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 beschlossen wird.

Beschluss

Die Versammlung fasst folgende Beschlüsse einstimmig:

a) Die Gesellschafterversammlung beschließt wie folgt über den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023:

1. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Jahr 2023 werden festgestellt.

2. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 1.270.316,87 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

3. Dem Geschäftsführer wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

4. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DOMUS Steuerberatungs-AG bestellt.

 

Duisburg, 21.05.2024

GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH

Bernd Wortmeyer

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