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Semcoglas Bramsche GmbH
Industriestraße 31, 49565 Bramsche, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Köttering seit 22.8.2017 | Geschäftsführer |
Jörg Kavermann seit 27.4.2016 | Prokura |
Hermann Gerold Sch Müller seit 19.6.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Semcoglas Holding GmbHWesterstedeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021der Semcoglas Holding GmbHWesterstedeAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2021 biszum 31. Dezember 2021der Semcoglas Holding GmbHWesterstede
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021der Semcoglas Holding GmbHWesterstedeÜber die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:
Registergericht: Amtsgericht OldenburgRegisternummer: HRB 111266Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss wurde gem, den §§ 290 ff. HGB sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz im Anhang gemacht. B. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, folgende Gesellschaften:
Folgende Beteiligungsgesellschaften wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund ihrer - auch zusammen - untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen:
Folgende Gesellschaft wurde gem. §311 Abs. 1 HGB at equity bilanziert:
C. Konsolidierungsgrundsätze Grundlagen des Konzernabschlusses der Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, sind die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Bei den in den Konzernabschluss der Semcoglas Holding GmbH einbezogenen Gesellschaften stimmt der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses überein. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Absatz 1 Satz 2 HGB. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss gewählt. Der sich aus dem Erwerb der Anteile der Semcoglas GmbH, Westerstede (Zweigniederlassung Surwold ehem. Hockmann GmbH & Co. Glas- und Tischlereibedarf KG, zum 31. Dezember 2021 an die Kommanditistin Semcoglas GmbH, Westerstede, angewachsen) in 2021 ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 140 wird linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der sich beim Erwerb von 51 %der Anteile in 2013 der Semco Glasdesign GmbH & Co. KG ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 166 sowie der sich aus dem Erwerb von 49 % der Anteile in 2015 ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 149, werden linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der sich bei der Erstkonsolidierung der Semcoglas Photovoltaik-Betriebs GmbH ergebende passive Unterschiedsbetrag von T€ 3 wurde 2012 in die Konzern-Gewinnrücklagen aufgenommen. Im Konzern-Anlagenspiegel ist das Anlagevermögen der einbezogenen Gesellschaften hinsichtlich der Anschaffungs- und Herstellungskosten mit den historischen Werten und hinsichtlich der Abschreibungen mit den kumulierten Werten enthalten. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus Konzernlieferungen wurden nach § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Soweit erforderlich, wurde bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen eine Steuerabgrenzung vorgenommen. D. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds ist definiert als Stimme aus Zahlungsmitteln (Barmittel sowie täglich fällige Sichteinlagen) sowie Kontokorrentkrediten bei Kreditinstituten. Er setzt sich zusammen aus Kassenbestand (T€ 26), Guthaben bei Kreditinstituten (T€ 29.688) sowie Kontokorrentkrediten bei Kreditinstituten (T€ 0). E. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung I. Allgemeine Angaben Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Für die Semcoglas Glastechnik GmbH, Neubrandenburg, wurde eine Handelsbilanz II aufgestellt, um die Darstellung von Investitionszuwendungen konzerneinheitlich zu gestalten. Bei der Euroglas AG, Osterweddingen, wurde auf die Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung verzichtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Euroglas AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns, es werden die Vorschriften des HGB beachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden ansonsten im Konzernabschluss in der gleichen Weise ausgeübt wie in den Einzelabschlüssen. II. Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung, bewertet. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung (1 bis 15 Jahre) planmäßig abgeschrieben. Die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelbilanzen werden planmäßig unter Zugrundelegung einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren unter Berücksichtigung von Artikel 66 Absatz 3 Satz 2 EGHGB abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die der planmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegte Nutzungsdauer basiert auf Einschätzungen zur voraussichtlichen Bestandsdauer der Unternehmen unter Berücksichtigung von Art, Branche und Produktion der Unternehmen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Herstellungskosten (sämtliche aktivierungsfähige Entwicklungskosten seit 2013 sowie Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB ohne Ansatz von Fremdkapitalzinsen) angesetzt und über den Zeitraum der Nutzung (5 Jahre) planmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgte grundsätzlich unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (1 bis 33 Jahre). Die Technischen Anlagen und Maschinen werden aufgrund der Nutzung im Mehrschichtbetrieb seit 2017 über acht statt bisher zehn Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Konzernanschaffungskosten oder mit den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die Konzernanschaffungskosten werden ermittelt anhand des letzten Einkaufspreises. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Konzernherstellungskosten (ohne Verwaltungsgemeinkosten, soziale Aufwendungen oder Fremdkapitalzinsen) angesetzt. Der beizulegende Wert wurde aufgrund retrograder Methode vom erwarteten Verkaufspreis ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 4 %(Vorjahr: 4 %) auf den Netto-Forderungssaldo nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt. Die als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Disagien werden entsprechend der Laufzeit der Darlehen aufgelöst. III. Passiva Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt. Soweit Investitionszuschüsse und -zulagen vereinnahmt wurden, wurde hierfür der passivische Ansatz "Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen" gewählt. Der Ansatz erfolgt zum Nennbetrag, die Auflösung anhand der Nutzungsdauer der geförderten Investitionsgüter. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,86 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Der Rententrend wurde in Abhängigkeit von der Zusage teilweise mit 0% 1 %und 2 %angesetzt. Lohn- und Gehaltssteigerungen, Karrieretrend sowie Fluktuation wurden mit 0 % angesetzt. Aus der nach den Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) geänderten Bewertung der Pensionsverpflichtungen war eine Zuführung zu den Rückstellungen erforderlich. Der Zuführungsbetrag wird über 15 Jahre angesammelt, der Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 43. Es besteht ein verpfändetes Bankkonto zum 31.12.2021 in Höhe von T€ 312. Da dies dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dient, wird es mit dem beizulegenden Wert bewertet und mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,86 °Z) und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,33 °Z) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 256. Dieser Betrag ist nach § 253 Abs. 6 HGB für eine Ausschüttung gesperrt. Die Sonstigen Rückstellungen wurden auf der Grundlage der neuen Fassung des §253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Kosten- und Preissteigerungen wurden berücksichtigt. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Bei den Jubiläumsrückstellungen wurden insbesondere Annahmen über die Fluktuation der Mitarbeiter berücksichtigt. Die Bildung (Ermittlung) der pauschalen Gewährleistungsrückstellung erfolgt auf Basis des Umsatzes mittels gewichteter Spartenreklamationsfaktoren der gruppeninternen Qualitätssicherung. Der Ansatz der pauschalen Gewährleistungsrückstellung erfolgte mit den Selbstkosten. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzsichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. IV. Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden im Laufe des Geschäftsjahres mit aktuellen Kursen umgerechnet. F. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten I. Posten der Bilanz 1. Einzelposten des Konzernanlagevermögens Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. Konzern-Anlagenspiegel
Unter den Finanzanlagen sind Anteile an den folgenden Gesellschaften ausgewiesen: Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Die Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, ist mit 29 % am Nennkapital von TEUR 5.480 der Euroglas AG, Osterweddingen, beteiligt. Die Beteiligung an der Euroglas AG wird nach § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB nach der Equity-Methode bilanziert (Buchwertmethode). Zwischen der Euroglas AG und der Glas Trösch Holding GmbH, Bad Krozingen, wurde mit Wirkung ab 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Nach dem Ergebnisabführungsvertrag erhält die Semcoglas Holding GmbH seit 2011 Ausgleichszahlungen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.270 haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in Höhe von T€ 32 (Vorjahr: T€ 38) enthalten. Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in Höhe von T€ 1.384 haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen von T€ 3.317 haben T€ 0 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen assoziierte Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 436 (Vorjahr: T€ 1.265). 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagio-Beträge in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. 4. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung
Der aktive Unterschiedsbetrag bei der Semco Glasdesign GmbH & Co. KG, Bad Zwischenahn, aus den Anteilserwerben in 2013 (51 % der Anteile) sowie in 2015 (49 % der Anteile) wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear aufgelöst. Der sich aus dem Erwerb der Anteile der Semcoglas GmbH, Westerstede (Zweigniederlassung Surwold ehem. Hockmann GmbH & Co. Glas- und Tischlereibedarf KG, zum 31. Dezember 2021 an die Kommanditistin Semcoglas GmbH, Westerstede, angewachsen) in 2021 ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 140 wird linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die am 31. Dezember 2021 verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge in Höhe von T€ 187 werden zusammen mit derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von T€ 88 aus den Einzelabschlüssen der Semco Glasdesign GmbH & Co. KG, Bad Zwischenahn, der FINIGLAS Veredelungs GmbH, Dülmen und der Semcoglas GmbH, Aschaffenburg, als Geschäfts- oder Firmenwert im Konzernanlagevermögen ausgewiesen. 5. Gewinnrücklagen Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen enthalten satzungsmäßige Rücklagen von T€ 491 und andere Gewinnrücklagen von T€ 3. 6. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
7. Rückstellungen Unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist der gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldierte Betrag aus verpfändeten Bankkonten (Verpfändung zur Sicherung der Ansprüche des Versorgungsberechtigten) und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wie folgt ausgewiesen: Die Anschaffungskosten des verpfändeten Bankkontos betragen T€ 313, der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 312. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt T€ 3.798 zum 31.12.2021. In 2021 betrugen die Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung T€ 242. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 12.849 gliedern sich wie folgt:
8. Verbindlichkeiten
Art der Sicherheit:
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen von T€ 325 (Vorjahr: T€ 463) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 5) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 457 (Vorjahr: T€ 1.349) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. 9. Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz durch die steuerliche Berücksichtigung von Sonderabschreibungen, degressiver AfA und Investitionsabzugsbeträgen, dem handelsrechtlichen Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen und langfristigen sonstigen Rückstellungen sowie der Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Aktive latente Steuern von T€ 771 wurden mit passiven latenten Steuern von T€ 1.137 saldiert. Die Bewertung der körperschaftsteuerlichen Latenzen erfolgte mit einem Steuersatz von 15 %. Die Bewertung der gewerbesteuerlichen Latenzen erfolgte mit einem Steuersatz von 15 %.
Als Steuersatz wurde die Körperschaftsteuer und/oder die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung des voraussichtlichen Gewerbesteuerhebesatzes angesetzt. Die latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 650 (Vorjahr: T€ 239), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von T€ 284 (Vorjahr: T€ 121), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens von T€ 642 (Vorjahr: T€ 759) sowie periodenfremde Erträge von T€ 272 (Vorjahr: T€ 383) enthalten. 3. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 204 (Vorjahr: T€ 151). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von T€351 (Vorjahr T€ 639), Aufwendungen aus der Einstellung von Einzel- und Pauschalwertberichtigung von T€ 10 (Vorjahr: Erträge von T€ 157) sowie Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 14) enthalten. 5. Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen In dem Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen konnten Erträge von T€ 1.880 (Vorjahr: T€ 4.003) verzeichnet werden. 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 1), Zinserträge aus der Aufzinsung von Forderungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 7) sowie Zinserträge aus assoziierten Unternehmen in Höhe von T€ 29 (Vorjahr: T€ 78) enthalten. 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen an Kreditinstitute in Höhe von T€ 125 (Vorjahr: T€ 124), Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 1), Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 22 (Vorjahr: T€ 20), sowie Zinsen aus der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 274 (Vorjahr T€ 149) enthalten. 8. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von T€ 374 (Vorjahr: Erträge von T€ 59) sowie Erträge aus Steuern Vorjahre in Höhe von T€ 124 (Vorjahr: Ertrag von T€ 13) enthalten. G. Sonstige Pflichtangaben I. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 14 HGB Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr angefallenen Entwicklungskosten beträgt T€ 77, davon wurden T€ 0 aktiviert. Der Bilanzansatz der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte beträgt T€ 23. II. Außerbilanzielle Geschäfte Es wurden Leasingverträge abgeschlossen. Die künftigen Finanzmittelströme aus den Leasingverträgen ergeben sich folgt:
Die Leasinggeschäfte beziehen sich ausschließlich auf Fahrzeugfinanzierungen. Zweck ist die Kontinuität der Fahrzeugfinanzierung. Vorteile ergeben sich aus der Vermeidung des Restwertrisikos sowie der Schonung liquider Mittel. Risiken ergeben sich aus der festen Vertragslaufzeit. III. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus am Bilanzstichtag bestehenden Leasing- und Mietverträgen.
IV. Bewertungseinheiten
Die Bilanzierung der Bewertungseinheit erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität der Bewertungseinheit wurde mittels der "short-cut"-Methode überprüft. Es besteht eine 100 % Effektivität. Der Nachweis erfolgt nach dem "critical terms match". Es besteht Identität von Nominale (T€ 8.000), Zahlungszeitpunkten und Zinsfixierungszeitpunkten (Quartalsende) sowie der Laufzeit (bis Dez. 2023). Des Weiteren bestehen gegenläufige Risikofaktoren (3-Monats EUR-EURIBOR). Der nicht bilanzierte beizulegende Zeitwert der Zinsswaps zum 31. Dezember 2021 beträgt T€ -38. Die Bewertung gibt die Einschätzung über den Wert des betreffenden Finanzinstrumentes unter den vorherrschenden Marktbedingungen wieder und leitet sich ab mittels der Discounted-Expected-Cashflows-(Rates)-Methode zum Geschäftsschluss am relevanten Finanzplatz am Bewertungsstichtag 31. Dezember 2021. Der sich zum Abschlussstichtag ergebende negative Marktwert der Zinsabsicherung ist aufgrund des Vorliegens der Bewertungseinheit nicht zu passivieren, da sich über die Gesamtlaufzeit des Darlehens kein Zinsrisiko ergibt. V. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Der Konzern hat während des Geschäftsjahres 2021 innerhalb des Konsolidierungskreises durchschnittlich 1.601 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 1.502).
Von den Arbeitnehmern sind 136 in Teilzeit beschäftigt. VI. Befreiung nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB Die zum Konsolidierungskreis gehörenden Tochterunternehmen der Semcoglas Holding GmbH in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft haben von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Das zum Konsolidierungskreis gehörende Unternehmen Semco Glasdesign GmbH & Co. KG, Bad Zwischenahn, nimmt das Befreiungswahlrecht des § 264b HGB insoweit in Anspruch, als keine Abschlussprüfung erfolgt, kein Anhang aufgestellt wird und keine Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 325 HGB erfolgt. VII. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses beträgt für das Geschäftsjahr 2021 für die an die Semcoglas Holding GmbH und ihre Tochterunternehmen erbrachten Abschlussprüfungsleistungen T€ 67, für Steuerberatungsleistungen T€ 55 sowie für sonstige Leistungen T€ 29. VIII. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Geschäfte durch Diplom-Kaufmann Hermann Schüller, Edewecht, als Vorsitzender der Geschäftsführung, Diplom-Betriebswirt Bernhard Feldmann, Rastede, als kaufmännischer Geschäftsführer, Diplom-Ingenieur Klaus Köttering, Nottuln, als Geschäftsführer Vertrieb, Diplom-Kaufmann (FH) Michel Schüller, Aschaffenburg, als Geschäftsführer Unternehmensentwicklung sowie durch den staatlich geprüften Glasbautechniker Alexander Akgül, Gehrden, als technischer Geschäftsführer geführt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 1. Februar 2022 wurde Herr Diplom-Kaufmann Thorsten Trippler, Oldenburg, zum weiteren Geschäftsführer berufen. Die Vergütung der Geschäftsführer betrug im Geschäftsjahr T€ 875 (Vorjahr: T€ 916). IX. Konzernabschluss des Mutterunternehmens Die Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wird im elektronischen Bundesanzeiger unter dem Amtsgericht Oldenburg, Registernummer HRB 111266, veröffentlicht. X. Nachtragsbericht Mit der von uns im Berichtszeitraum vorbereiteten und per Jahresanfang 2022 wirksam gewordenen Übernahme der dänischen Glassolutions A/S haben wir einen wichtigen Schritt für ein stärkeres Wachstum außerhalb Deutschlands getan. Das inzwischen wieder unter SCANGLAS firmierende Unternehmen beschäftigt rd. 160 Mitarbeiter an den Produktionsstandorten Kjellerup und Esbjerg sowie den regionalen Vertriebsbüros in Aalborg, Arhus, Odense und Kopenhagen. XI. Vorschlag über die Ergebnisverwendung des MutterunternehmensEs wird vorgeschlagen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Westerstede, 22. Februar 2022 Semcoglas
Holding GmbH
gez. Hermann Schüller, Geschäftsführer gez. Bernhard Feldmann, Geschäftsführer gez. Michel Schüller, Geschäftsführer gez. Klaus Köttering, Geschäftsführer gez. Alexander Akgül, Geschäftsführer gez. Thorsten Trippler, Geschäftsführer Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Der Semcoglas-Konzern umfasst 17 Gesellschaften, die unter der Führung der Semcoglas Holding GmbH stehen. Zur Gruppe gehören 2 weitere Gesellschaften, welche aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden. Die Gesellschaften sind im Konzernanhang im Abschnitt B. einzeln aufgeführt. An insgesamt 20 Standorten werden Gläser für den Einsatz in Fenstern, Fassaden und im Interieur hergestellt und vertrieben. Die Aktivitäten des Konzerns werden in folgende Geschäftsfelder unterteilt:
2. Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Berichtszeitraum lag im Geschäftsfeld Coating am Standort Neubrandenburg. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kooperationspartnern u. a. bei der Weiterentwicklung der Schichtsysteme wurde im Berichtszeitraum fortgesetzt. Verschiedene weitere Projekte zur Weiterentwicklung und Optimierung betrieblicher und kaufmännischer Prozesse wurden mit guten Ergebnissen bearbeitet. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2021 stark geprägt vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Konsequenzen. Die deutsche Wirtschaft konnte sich nach dem Einbruch im Jahr 2020 in fast allen Wirtschaftsbereichen erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Insgesamt lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 %höher als im Jahr 2020 und um 2 %unter dem Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. Damit knüpfte die deutsche Wirtschaft an die positiven Wachstumsraten der Vor-Corona-Jahre an (Veränderung preisbereinigtes BIP gegenüber Vorjahre 2019: +1,1 % 2018: +1,1 % 2017: +2,7% 2016: +2,2%). Nachdem sich das Baugewerbe im ersten Pandemie-Jahr 2020 positiv entwickeln konnte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück. Alle anderen Wirtschaftsbereiche verzeichneten nach Einbrüchen im Jahr 2020 wieder zum Teil deutliche Zuwächse. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und blieben damit noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren auch in 2021 wieder eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Besonders stark betroffen von der Pandemie hingegen waren unverändert Dienstleister in den Bereichen Sport, Kultur und Unterhaltung. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland lag gemäß Statistischem Bundesamt bei 44,9 Millionen Personen. Das waren genauso viele wie im Vorjahr, allerdings gab es Verschiebungen zwischen den Wirtschaftsbereichen. Das Baugewerbe verzeichnete einen Zuwachs von + 1,2 %auf rd. 2,5 Mio. Beschäftigte. Die beiden größten Bauverbände, der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), gehen für 2021 von einem Umsatz im Bauhauptgewerbe in Höhe von 143,5 Mrd. EUR nach 143 Mrd. EUR in 2020 (nominal +0,5 % aus. Der Wohnungsbau bleibt nach wie vor der Stützpfeiler der Baukonjunktur, die Nachfrage nach Wohnraum ist unverändert hoch. Die Umsätze im Wohnungsbau haben eine Steigerung zum Vorjahreswert um nominal +2 %auf 55,4 Mrd. EUR (Vorjahr 54, 3 Mrd. EUR) erfahren. Die Nachfrage im Wirtschaftsbau war unbeständig. Das Genehmigungsvolumen (bemessen nach Baukosten) lag bei Handelsgebäuden um 14 %unter dem Vorjahresniveau, bei Lagerflächen wiederum wurde das Vorjahresniveau erreicht. Im Wirtschaftsbau wird eine Erhöhung um nominal +1 % auf einen Umsatz von 50,3 Mrd. EUR (Vorjahr 49,8 Mrd. EUR) erwartet. Der Anteil des Hochbaus betrug 28,9 Mrd. EUR und Tiefbau 21,4 Mrd. EUR Steigende Ausgaben für Personal und soziale Aufwendungen haben die Bauinvestitionen der Kommunen eingeschränkt (2021:37,8 Mrd. EUR 2020: 38,9 Mrd. EUR). Seit dem Frühjahr 2021 war der starke Preisanstieg bei vielen Materialien ein großes Problem auch für die Bauindustrie, für die sich Produkte aus Holz, Metall oder Kunststoff deutlich verteuerten. Ferner belastete die Unterbrechung der Lieferketten u. a. als Folge der Materialknappheit die Produktivität. Der für das Geschäft der Stemco-Gruppe bedeutende Fenster- und Türenmarkt entwickelte sich nach Auskunft des Verbandes Fenster + Fassade im Berichtszeitraum bedingt durch den anhaltend hohen Bedarf aus dem Wohnungsbau weiterhin positiv. Mit 15,8 Mio. Fenstereinheiten (FE) beträgt das Wachstum 2,3 % Der Türenmarkt stieg vergleichbar um +2,5% 9,7 Mio. FE betreffen Modernisierungsmaßnahmen (dv. 7,4 Mio. FE Wohnbau und 2,3 Mio. FE Nichtwohnbau) und 6,1 Mio. FE betreffen den Neubau (dv. 4,3 Mio. FE Wohnbau und 1,8 Mio. FE Nichtwohnbau). 2. Geschäftsentwicklung Mit der Integration der Anfang 2021 übernommenen Hockmann GmbH & Co. Glas- und Tischlereibedarf KG in Sürwold/Emsland, die zwischenzeitlich umfirmiert und jetzt als Niederlassung der Semcoglas GmbH Westerstede geführt wird, haben wir die Grundlage für einen weiteren Ausbau unserer Marktposition im Nordwesten sowie dem angrenzenden Export-Markt Niederlande geschaffen. Mit der von uns im Berichtszeitraum vorbereiteten und per Jahresanfang 2022 wirksam gewordenen Übernahme der dänischen Glassolutions A/ S haben wir einen wichtigen Schritt für ein stärkeres Wachstum außerhalb Deutschlands getan. Das inzwischen wieder unter SCANGLAS firmierende Unternehmen beschäftigt rd. 160 Mitarbeiter an den Produktionsstandorten Kjellerup und Esbjerg sowie den regionalen Vertriebsbüros in Aalborg, Arhus, Odense und Kopenhagen. Die Herausforderungen aufgrund der temporären Verknappungen bei verschiedenen Materialien sind durch ein effektives Lieferantenmanagement bewältigt worden. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis. Der Konzernumsatz der Semcoglas Holding GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um 11 %gestiegen und hat damit das für das Berichtsjahr erwartete Wachstum in Höhe von 5 % deutlich übertroffen. Der Konzernjahresüberschuss liegt dabei wie erwartet unter dem Ergebnis des Vorjahres. Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar: Geschäftsfeld Isolierglas Der Schwerpunkt unserer Investitionsaktivitäten im Geschäftsfeld Isolierglas lag in diversen Investitionen zur Erneuerung und Erweiterung von Produktionskapazitäten in den Bereichen Glaszuschnitt, Rahmenbau und Isolierglasfertigung. Dadurch konnte die produzierte Menge oberhalb der Marktentwicklung ausgebaut werden. Geschäftsfeld Scherheitsglas Ein steigender Absatz beim Sicherheitsglas ist u. a. auf die wachsende Nachfrage im Anwendungsbereich Interieur sowie die Anforderungen des Gesetzgebers im Hinblick auf den Einsatz entsprechender Gläser zurückzuführen. Geschäftsfeld Curved Glass Die Geschäfte mit gebogenen Gläsern haben im Berichtszeitraum einen deutlichen Zuwachs zu verzeichnen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Büroräume sowie die umfangreich erweiterten Produktionsmöglichkeiten sind im Herbst 2021 termingerecht abgeschlossen worden. Geschäftsfeld Glasdesign In diesem Geschäftsfeld (Standorte Bad Zwischenahn und Gießen) entwickeln und produzieren wir hochwertige Lösungen für den konstruktiven Glasbau sowie für Glasanwendungen im Interieur. Das Geschäftsfeld konnte überdurchschnittlich entwickelt werden. Geschäftsfeld Coating Mit einer Beschichtungsleistung von 5,3 Mio. qm bewegte sich die Mengenleistung unseres Werkes in Neubrandenburg um 6% oberhalb des Vorjahres-Niveaus. 3. Lage a. Ertragslage Der Umsatz stieg im Berichtsjahr um 11 % auf 221 Mio. EUR. Der überwiegende Teil der Erlöse wird im Inland erzielt, wobei die Erlöse im EU-Ausland im Geschäftsjahr gesteigert werden konnten. Die Exportquote beträgt 18,2 %(Vorjahr 19,7 %). Die Preiserhöhungen für Basisglas und sonstige Materialien haben die Materialeinsatzquote um insgesamt 4 %Punkte ansteigen lassen. Die Erhöhung der Personalkosten ist auf die wachsende Beschäftigtenzahl sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Insgesamt haben die steigenden Einkaufspreise, die durch Mehrmengen und eigene Preiserhöhungen weitgehend kompensiert werden konnten sowie der gestiegene Personalaufwand dazu geführt, dass sich der Jahresüberschuss von 18 Mio. EUR auf 11 Mio. EUR reduziert hat. b. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe war durch freie Mittel und nicht ausgenutzte Kreditlinien bei verschiedenen Banken jederzeit gewährleistet. Die Entwicklung des Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Im Geschäftsjahr 2021 ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf T€ 24.645 (Vorjahr: T€ 33.873) zurück gegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das rückläufige operative Ergebnis zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich aufgrund der Rückführung von Darlehen sowie einer im Vergleich zum Vorjahr höheren Ausschüttung auf T€ -9.677 (Vorjahr: T€ -6.154) verringert. Die außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Eine Darstellung der nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte ist dem Anhang zu entnehmen. c. Vermögenslage Die um 6,9 Mio. EUR gegenüber 2020 gestiegene Bilanzsumme ist u. a. Folge der höheren Vorräte und der deutlich angestiegenen liquiden Mittel. Auch im Geschäftsjahr 2021 gab es umfangreiche Investitionen in Höhe von rd. 12,5 Mio. EUR (Vorjahr 9,6 Mio. EUR). Das Vermögen der Gesellschaft ist in einem angemessenen Verhältnis durch Eigen- und Fremdkapital finanziert. Dabei werden die Grundsätze der Fristenkongruenz, der Flexibilität und der Wirtschaftlichkeit beachtet. Zur Begrenzung der Zinsrisiken wurden die in Abschnitt C.3 beschriebenen Maßnahmen getroffen. 4. Berichterstattung nach §315 Abs. 3 HGB: Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren In gruppenweiten Programmen werden unsere Mitarbeiter systematisch auf weitergehende Herausforderungen und zukünftige Anforderungen vorbereitet. Diese Programme sowie weiterentwickelte Team-Entwicklungsmaßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag, die Fähigkeiten der Mitarbeiter gezielt zu entwickeln und sie langfristig an die Gruppe zu binden. Zur Scherstellung der erforderlichen Fachkräfte werden rd. 120 Auszubildende in neun gewerblichen und kaufmännischen Berufen ausgebildet und aktiv in ihrer beruflichen Entwicklung gefördert. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert für das Jahr 2022 ein starkes globales Wachstum von +4,5 % und eine Abschwächung des Wachstums für das Jahr 2023 auf +3,2 %(2021: +5,7 %). Hinsichtlich der deutschen Konjunktur wird für das Jahr 2022 ein Wachstum von +4,1 % und für das Jahr 2023 ein Wachstum in Höhe von +2,3 % erwartet. Die dänische Wirtschaft wird voraussichtlich ein Wachstum von 2,4 %in 2022 und +1,7 %in 2023 (2021: +4,7 %) erreichen. Die Erholung der Volkswirtschaften wird derzeit noch durch die Knappheit wichtiger Produktionsmittel gebremst, obwohl ein großer Bestand an offenen Aufträgen eine starke potenzielle Erholung signalisiert, wenn die Angebotsbeschränkungen nachlassen. Angebotsengpässe führen dazu, dass die Produktion deutlich hinter der starken Nachfrage zurückbleibt. Arbeitskräftemangel in einigen Sektoren, die anhaltende Kluft zwischen Angebot und Nachfrage bei diversen Gütern sowie die höheren Nahrungsmittel- und Energiekosten führen zu stärkeren und dauerhaften Preiserhöhungen. Es wird von einer Verbraucherinflation von 3,5 % per Ende 2022 und 3,0 % per Ende 2023 (fast 5 % Ende 21) gerechnet. Eine Einschätzung der Entwicklung ist als Folge der Pandemie unverändert mit großen Unsicherheiten behaftet. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für 2022 ein Wachstum des BIP um +4,9 % und +1,5 % für 2023. Die Bauwirtschaft wird trotz des aktuellen Materialmangels gute Geschäfte machen. Es werden steigende Umsätze aufgrund der ungebrochenen Nachfrage, der steigenden Preise für Baumaterialien und der damit verbundenen Preiserhöhungen erwartet. Der Wohnungsneubau dürfte angesichts anhaltender Nachfrage und niedriger Zinsen im Jahr 2022 weiter florieren. Im Wirtschaftsbau wird nach zwei schwachen Pandemiejahren mit Nachholinvestitionen gerechnet. Wachstumsperspektiven werden auch im Tiefbau gesehen aufgrund geplanter Investitionen der Deutschen Bahn sowie des Bundes. Für 2022 gehen die Verbände aufgrund der hohen Auftragsbestände von einer Umsatzsteigerung um nominal 5,5 %auf 151 Mrd. EUR aus und einem realen Zuwachs von 1,5 % aufgrund der veranschlagten Preisentwicklung für Bauleistungen von 4 % Bei den Beschäftigten erwartet die Branche einen weiteren Aufbau um 10.000 Personen auf 915.000 Beschäftigte. Für 2022 rechnen die Verbände im Wohnungsbau mit einem Umsatzwachstum von + 7 %nominal und im Wirtschaftsbau eine Steigerung von + 6 %nominal auf 53,3 Mrd. EUR. Besonders hervorgehoben wird die steigende Anzahl der Auszubildenden. Im Herbst 2020 starteten 14.501 Auszubildende in den Bauunternehmen und damit knapp 5 %mehr als im Vorjahr. Insgesamt würden in der Bauwirtschaft derzeit 42.120 Menschen ausgebildet. Bei den kommunalen Bauinvestitionen wird von einem Rückgang ausgegangen. Der Verband Fenster + Fassade erwartet einen Anstieg um 1,9 %auf insgesamt 16,1 Mio. FE (2021: 15,8 Mio. FE). Aufgrund der hohen Sanierungsbereitschaft wird hier ein Anstieg auf 10,0 Mio. FE im Bereich der Modernisierung (dv. Wohnbau 7,6 Mio. FE und Nichtwohnbau 2,4 Mio. FE) und rd. 6,2 Mio. FE im Neubau (dv. Wohnbau 4,4 Mio. FE und Nichtwohnbau 1,8 Mio. FE) für 2022 erwartet. Vermehrte Ausführung von 3-fach Verglasung wird ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz. Für den Markt der Haustüren wird ein Wachstum von + 5,8 % gegenüber 2021 und für den Markt der Innentüren wird eine Steigerung von +3,1 %erwartet. Nach umfangreichen Investitionsmaßnahmen zur Erneuerung und Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten planen wir für 2022 mit einem Investitionsvolumen von rund 17 Mio. EUR. Die Investitionen betreffen insbesondere Projekte zur weiteren Automatisierung der Produktionsprozesse sowie zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Durch Auftragsüberhänge aus dem Vorjahr sowie einen guten Auftragseingang in den ersten Wochen des neuen Jahres sind wir gut in das neue Jahr gestartet. Mit der Übernahme von SCANGLAS haben wir einen wichtigen Schritt für internationales Wachstum geschaffen. Unsere Planung für 2022 geht unter Einbeziehung der dänischen Tochtergesellschaft von einer deutlichen Umsatzsteigerung und einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus. Um für weiteres Wachstum gerüstet zu sein, wurde das Management des Konzerns Anfang 2022 um einen Geschäftsführer erweitert. Unsere Aussagen über die zukünftige Entwicklung basieren auf den uns gegenwärtig vorliegenden und bekannten Informationen. Einzelne Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlich eintretenden Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Finanz- und Ertragslage der Semco-Gruppe von der Prognose abweichen. 2. Chancen und Risiken In den zurückliegenden Jahren hat die Semco-Gruppe umfangreiche Investitionen getätigt und dadurch die Fertigungskapazitäten in allen Geschäftsbereichen erneuert, ausgebaut, modernisiert und automatisiert. Damit wurde eine wichtige Voraussetzung geschaffen, die Marktpositionen in den von uns bearbeiteten Regionalmärkten zu verteidigen und gezielt auszubauen. Zur Begrenzung der durch die Corona-Pandemie entstandenen Risiken hat die Semco-Gruppe frühzeitig eine umfassende Corona-Richtlinie u. a. mit strikten Hygienevorschriften eingeführt. Die im Verlauf der Corona-Pandemie erforderlichen Maßnahmen wurden gruppenweit fortgesetzt. Wir sehen in der fortgesetzten, konsequenten Umsetzung dieser Maßnahmen eine wichtige Voraussetzung, um die Arbeitsfähigkeit unserer Standorte auch im neuen Jahr zu gewährleisten. Die in der Semco-Gruppe gelebte werteorientierte Team- und Familienkultur hat geholfen, in dieser Krise noch stärker zusammenzurücken. Vor dem Hintergrund steht die Fortsetzung der werteorientierten Teamentwicklung im Mittelpunkt der Personalentwicklung. Neben der seit Jahren betriebenen systematischen Personalentwicklung werden die Themenfelder Digitalisierung, Qualitätssicherung, Prozess-Stabilität und Innovation im neuen Jahr konsequent weiterentwickelt. Die in der Semco-Gruppe weit fortgeschrittene Digitalisierung hat auch in der Corona-Krise einen großen Anteil daran gehabt, dass Arbeit nicht nur im Schichtmodell, sondern auch im Home-Office schnell möglich gemacht wurde. Die Digitalisierung unserer Prozesse und Services wird stetig ausgebaut. Das zwischenzeitlich etablierte Beratungs- und Kompetenznetzwerk, von dem unsere Kunden profitieren, wird weiter ausgebaut. An verschiedenen Standorten der Gruppe prüfen wir Optionen für einen Ausbau des Geschäftsbereiches Glasdesign. Übliche Risiken aus Gewährleistungen, Rechtsstreitigkeiten oder anderen Vertragsverhältnissen werden im Rahmen unseres Qualitäts- und Risikomanagements laufend überwacht. Bei Bedarf werden im Rahmen der Risikovorsorge Rückstellungen gebildet. Ein Risiko stellt die unverändert starke Wettbewerbssituation als Folge von Überkapazitäten - auch auf der Ebene unserer Kunden - dar. Den Fenster- und Glasimporten aus Osteuropa, insbesondere aus Polen, sind geeignete Strategien entgegenzustellen. Weiter entwickelte Konzepte im Bereich Vertriebsunterstützung sollen helfen, gemeinsam mit unseren Kunden eine klare Positionierung und Abgrenzung gegen preisaggressive Wettbewerber u. a. aus dem Ausland vorzunehmen. Neben dem Ausland nimmt der Online-Wettbewerb zu. Dem begegnen wir einerseits mit der kontinuierlichen Verbesserung unserer ohnehin schon sehr hohen Qualität und Liefertermintreue. Gleichzeitig prüfen wir Optionen für eine bessere Partizipation von diesem Vertriebsweg. Ein weiteres Risiko stellt die immer anspruchsvollere Suche nach qualifiziertem Personal dar. Dies betrifft sowohl den gewerblichen als auch den kaufmännischen Bereich. Durch Schulkooperationen, insb. mit Förderschulen wird Kontakt zu Schülerinnen und Schülern auf genommen, mit dem Ziel, die Jugendlichen zu stärken und ihnen eine Chance zu geben, sich beruflich zu orientieren. Dadurch gewinnen wir Auszubildende insbesondere im gewerblichen Bereich. Weitere Risiken sehen wir durch steigende Kosten für Fertigungsmaterialien, Energie, Fracht- und Speditionsleistungen sowie Personal, die nicht ausreichend weitergegeben werden und das Ergebnis negativ beeinflussen können. Schließlich sehen wir Risiken durch mögliche Lieferengpässe bei verschiedenen Materialien, denen wir mit der Umsetzung von Mehr-Lieferantenstrategien begegnen. 3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzierungsinstrumenten Zinsrisiken wird in der Semco-Gruppe mit Zinssicherungsgeschäften (antizipative Zins-Swaps mit Laufzeit- und Volumenkongruenz) sowie dem Abschluss mittel- und langfristiger Finanzierungen begegnet. Eine detaillierte Darstellung der gegen die Zinsrisiken eingesetzten Finanzinstrumente ist dem Anhang zu entnehmen. Dem durch die Corona Pandemie zunehmenden Liquiditäts- und Ausfall-Risiko wird durch ein systemgestütztes Forderungsmanagement sowie einer Absicherung höherer Risiken durch Warenkreditversicherung begegnet.
Westerstede, 22. Februar 2022 Semcoglas
Holding GmbH
gez. Hermann Schüller, Geschäftsführer gez. Michel Schüller, Geschäftsführer gez. Alexander Akgül, Geschäftsführer gez. Bernhard Feldmann, Geschäftsführer gez. Klaus Köttering, Geschäftsführer gez. Thorsten Trippler, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Semcoglas Holding GmbH, Westerstede PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021, dem Konzern- Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Semcoglas Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERN ABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlagebericht getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leer, 4. März 2022 BDO
DPI AG
Carsten Feldmann, Wirtschaftsprüfer Jan Königshoven, Wirtschaftsprüfer In der Gesellschafterversammlung vom 15. März 2022 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gebilligt. |
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