SPIE TELBA Group GmbHLiquidiert

40599 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 90328
Eingetragen
9.7.2020
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Entwicklung, Planung, Herstellung und Errichtung von Kommunikations-, Gefahrenmeldeanlagen sowie Datensystemen einschließlich elektrotechnischer Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPIE TELBA Group GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft fiel im Zuge der Corona-Pandemie im Frühjahr in eine beispiellose Rezession. So bewegten sich die weltweite Industrieproduktion als auch der Weltwarenhandel im Schatten der Pandemie. Nach einem historischen Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal befindet sich die Konjunktur auf Erholungspfad. 2 Insgesamt drückte die durch teils rigorose Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens verursachte Verunsicherung von Haushalten und Unternehmen jedoch auf die Konsum- und Investitionsneigung. 3

Auch die europäische Wirtschaftsleistung ging im Zuge der Corona-Pandemie und der Eindämmungsmaßnahmen massiv zurück. Eine nachlassende Investitionstätigkeit sowie die erhebliche Zurückhaltung im privaten Konsum schlugen negativ zu Buche. Bedingt durch die gesunkenen Ein- und Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen fiel der Außenhandelsbeitrag insgesamt negativ aus. Die übergreifende Lockerung der Lockdown-Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedsstaaten führte im dritten Quartal für den Euroraum jedoch zu einer kräftigen Erholung der Wirtschaftsleistung. 4 Das vierte Quartal wiederum ist durch erneut deutlich ansteigende Infektionszahlen und Lockdown-Maßnahmen in nahezu allen Ländern Europas geprägt. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und einzelnen Branchen lassen sich noch nicht abschließend beurteilen.

Auch die deutsche Volkswirtschaft durchlebte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie eine schwere Rezession: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Jahr 2020 insgesamt erstmals um -5,0 % zurück, nachdem es zehn Jahre lang zuvor Jahr für Jahr zunahm. 5 Der konjunkturelle Verlauf zeigt ein zweigeteiltes Bild: Der Dienstleistungssektor ist von den Einschränkungen der Pandemie stärker betroffen, während sich die Industrie weiter robust entwickelt. So ist ein Anstieg der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe und der Industrieproduktion zu vermerken. Ebenso legte der Warenhandel wieder zu. Auch der Arbeitsmarkt erweist sich als recht widerstandsfähig, insbesondere aufgrund staatlicher Unterstützungsmaßnahmen (z.B. Kurzarbeit). 6

2 Vgl. BMWI (2020a), Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Dezember 2020, S. 66.
3 Vgl. DIW (2020), Wochenbericht Nr. 37/2020, S. 642.
4 Vgl. BMWI (2020a), Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Dezember 2020, S. 68.
5 Vgl. DESTATIS (2021), Bruttoinlandsprodukt für Deutschland 2020 - Begleitmaterial zur Pressekonferenz 14. Januar 2021, S. 7.
6 Vgl. BMWI (2021), Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2021, o.S.

1.2 Entwicklung der Branche

Die weltweite Corona-Pandemie hat die Wirtschaft im Jahr 2020 auf den Kopf gestellt. Die Umsatzentwicklung deutscher Unternehmen hat sich von den Prognosen des Vorjahres entkoppelt. So haben manche Branchen die Krise deutlich und mitunter existenziell bedrohend zu spüren bekommen, während andere Branchen Stabilität zeigen oder gar gestärkt aus der Krise hervorzugehen scheinen.

Das Marktvolumen für Informations- und Telekommunikationstechnik in Deutschland betrug im Jahr 2020 Mrd. € 169,8 und ist Corona-bedingt um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 7

Die Corona-Krise zeigte die starke Abhängigkeit der Gesellschaft von digitalen Infrastrukturen und wird zugleich Treiber für den Digitalisierungsprozess in den Arbeitsprozessen. Der Digitalisierungsindex zeigt, dass 55 % der Unternehmen Homeoffice und mobiles Arbeiten neu einführten oder ihr Angebot ausweiteten. 8 34 % der befragten Unternehmen haben wichtige Prozesse in 2020 weiter digitalisiert und die Digitalisierung somit weiter voran getrieben. 9

Laut dem Bundesverband für Sicherheitstechnik stieg der Umsatz der Anbieter elektronischer Sicherungstechnik im Vor-Corona-Jahr 2019 in Deutschland um 4,6 % auf knapp 4,6 Mrd. EUR. Im Allgemeinen ist die Stimmung in der Branche gut, allerdings wurde auch sie in 2020 von der Corona-Krise beeinflusst. Doch auch die Unternehmen welche Umsatzrückgänge verzeichneten, gehen nahezu alle davon aus, diese künftig wieder aufholen zu können. Keine Entspannung gab es beim Fachkräftemangel in der Branche, da die Nachfrage nach geschultem Personal in der Corona-Krise nicht sank, sondern durch neue Tätigkeitsfelder wuchs. 10

7 Vgl. Bitkom (2020a)
8 Vgl. Deutsche Telekom (2020), S. 2.
9 Vgl. Deutsche Telekom (2020), S. 7.
10 Vgl. BHE (2020a)

2. Darstellung der Gesellschaft

2.1 Aufstellung SPIE TELBA Group GmbH

Die SPIE TELBA Group GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist ein herstellerunabhängiges Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK)-Systemhaus und Anbieter von Sicherheitslösungen in Deutschland. Die Gesellschaft ist entstanden durch Umwandlung im Wege des Formwechsels der TELBA AG, diese war seit dem 5. Juni 2002 im Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf eingetragen.

Das Leistungsangebot des Unternehmens umfasst die folgenden Leistungsbereiche:

Information & Communication Technology. Die Gesellschaft bietet ihren Kunden innovative Kommunikationslösungen, die diese bestmöglich in der modernen, flexiblen Arbeitswelt unterstützen. Hierzu gehören auch skalierbare und zuverlässige Cloud-Lösungen.

Building Security. Für die Sicherheit von Unternehmen und Menschen bietet die Gesellschaft integrierte Systemlösungen an, von Lichtruf über Brandmeldesysteme bis zur ganzheitlichen technischen Objektsicherung.

Die SPIE TELBA Group GmbH ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Unternehmensgruppe Teil des Geschäftsbereichs Information & Communication Services (ICS), in dem die Kompetenzen in den Leistungsfeldern der Informations- und Kommunikationstechnik gebündelt werden. Neben der SPIE TELBA Group GmbH mit ihrer Tochter- und Enkelgesellschaft werden auch die SPIE Fleischhauer GmbH, Hannover, und die SPIE COMNET GmbH, Düsseldorf, im Geschäftsbereich ICS geführt.

2.2 Entwicklung der Gesellschaft

a. Marktpositionierung

Das Geschäftsmodell der SPIE TELBA Group GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen entlang des Lebenszyklus informations- und sicherheitstechnischer Anlagen. Von der Beratung über die Planung, die Projektrealisierung bis hin zu umfassenden Service- und Wartungsdienstleistungen geschieht dies auf der Basis von Projekt-, Rahmenabruf-, Service- und Wartungsaufträgen.

Regionale Nähe und Bindung zu den Kunden sind dabei wichtige Elemente. In insgesamt 9 Business- und Servicecentern bietet die Gesellschaft ihre Dienstleistungen in Deutschland an. Sie kann damit auch überregional tätige Kunden mit qualitativ und prozessual identischen Vor-Ort-Services bedienen.

So verfügt die Gesellschaft über eine sehr breite, branchenübergreifende Kundenbasis mit vielen langjährigen Kundenbeziehungen. Zudem wird in den oben genannten Technologien in Zeiten kontinuierlich stattfindender Prozessoptimierungen, steigender Sicherheitsbedürfnisse und eines wachsenden Energie- und Umweltbewusstseins nahezu konjunkturunabhängig investiert.

b. Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2020 wurden die TELBA Rhein-Ruhr GmbH, Oberhausen, und die TELBA Münsterland GmbH, Münster, auf die SPIE TELBA Group GmbH verschmolzen. Zur besseren Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen wurden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in einem 3-Spalten-Format unter Einbeziehung der angepassten Vorjahreszahlen dargestellt.

Die Vorjahresvergleiche im vorliegenden Lagebericht beziehen sich jeweils auf die angepassten Vorjahreswerte.

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft war in 2020 trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie positiv. Das operative Ergebnis (EBIT) lag deutlich oberhalb des Vorjahres und der Prognose. Unverändert verfügt die SPIE TELBA Group GmbH über einen hohen Bestand an Service- und Wartungsverträgen und einen hohen Auftragsbestand, der eine gute Auslastung weiterhin sicherstellt.

Der Jahresüberschuss fiel mit Mio. € 2,0 zwar niedriger aus als im Vorjahr mit Mio. € 3,7, allerdings konnte im Vorjahr ein Steuerertrag i.H.v. Mio. € 2,4 ausgewiesen werden. Diesem steht in 2020 ein Steueraufwand i.H.v. Mio. € 1,2 gegenüber.

Wesentliche Kennzahlen wie Liquidität und Working Capital konnten deutlich verbessert werden.

Auch der Auftragseingang entwickelte sich positiv, wesentliche Verträge mit Großkunden konnten verlängert werden.

c. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns

Die SPIE TELBA Group GmbH wurde nach der Akquisition im Juni 2019 bereits umfangreich in die Prozesse der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Unternehmensgruppe integriert und profitiert davon z.B. im Rahmen zentraler interner Dienstleistungen nicht unerheblich. Dies gilt bspw. in den Bereichen Fuhrpark und Versicherungen.

Auch operativ ergeben sich vielfältige Geschäftsmöglichkeiten aus der Zusammenarbeit mit den Einheiten der anderen Geschäftsbereiche, dem ONE-SPIE-Ansatz - Multitechnikdienstleistungen aus einer Hand - folgend.

3. Entwicklung von Leistung und Auftragseingang

Die Leistung einschließlich der Bestandsminderung unfertiger Leistungen im Geschäftsjahr 2020 betrug Mio. € 30,4 (Vorjahr: Mio. € 30,7).

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 2020 Mio. € 32,7 (Vorjahr: Mio. € 27,5).

4. Personalentwicklung

Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter der SPIE TELBA Group GmbH belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2020 auf 212 (Vorjahr: 219).

5. Struktur der Gesellschaft

Neben dem Geschäftssitz in Düsseldorf betreibt das Unternehmen weitere Business & Service Center in Oberhausen, Münster, Mörfelden-Walldorf, München, Nürnberg, Hamburg, Krefeld und Saarbrücken.

I. Wirtschaftsbericht

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die kontinuierliche Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und Liquiditätsentwicklung.

Bei den folgenden Kennzahlen ergeben sich Änderungen zum Vorjahr:

Im Bereich des Working Capital wurden die kurzfristigen Rückstellungen in die Berechnungsgrundlage aufgenommen.

Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Bilanz gegeben.

1.1 Auftragseingang

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr insgesamt Mio. € 32,7 und liegt damit über dem Vorjahreswert i.H.v. Mio. € 27,5. Für 2020 wurde ein Auftragseingang etwas über dem Vorjahresniveau erwartet. Der Auftragsbestand ist weiterhin hoch bei Mio. € 23,5. Hierbei profitiert die Gesellschaft auch von ihrem hohen Bestand an Service- und Wartungsverträgen.

1.2 Leistung

Die Leistung im Geschäftsjahr 2020 liegt trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie mit Mio. € 30,4 nur leicht unterhalb des angepassten Vorjahreswertes i.H.v. Mio. € 30,7. Für 2020 war eine leichte Steigerung der Leistung erwartet worden, dieses Ziel konnte nicht ganz erreicht werden.

1.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr Mio. € 31,1 (Vorjahr: Mio. € 33,5). Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang von ca. 7,0 %. Unter Einbeziehung der im Geschäftsjahr negativen Bestandsveränderung in Höhe von Mio. € 0,7 und der aktivierten Eigenleistungen in Höhe von Mio. € 0,07 erzielte die SPIE TELBA Group GmbH eine Leistung in Höhe von Mio. € 30,4 (Vorjahr: Mio. € 30,7). Dies ist gegenüber Vorjahr ein Rückgang um ca. 0,9 %.

Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Leistung bewegt sich mit 34,6 % unter dem Vorjahresniveau von 38,1 %. Der Rohertrag beträgt im Geschäftsjahr 2020 Mio. € 19,9 (Vorjahr: Mio. € 19,0).

Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um rund 1,3 % auf Mio. € 13,2 gestiegen (Vorjahr: Mio. € 13,0). Dies spiegelt im Wesentlichen die Tarifanpassungen wider, wobei auch die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inkl. Auszubildende) von 216 in 2019 auf 214 in 2020 leicht zurückging.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt Mio. € 3,2 (Vorjahr: Mio. € 1,2). Die EBIT-Marge in Relation zur Gesamtleistung betrug 10,6 % (Vorjahr: 4,2 %). Erwartet wurde für 2020 eine deutliche Steigerung der EBIT-Marge, die somit auch erreicht wurde.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten in Höhe von Mio. € 0,3 den voraussichtlichen Aufwand aus einer noch nicht abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2018. Aus dieser Betriebsprüfung resultiert zudem ein Zinsaufwand gemäß § 233a AO in Höhe von Mio. € 0,03.

1.4 Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme von Mio. € 18,6 um Mio. € 2,4 auf Mio. € 21,0 gestiegen. Diese Entwicklung geht insbesondere auf die deutliche Erhöhung der liquiden Mittel zurück, bei gleichzeitig gegenläufig geringerem Abbau des Vorratsvermögens. Auf der Passivseite erhöhten sich im Geschäftsjahr 2020 insbesondere die Verbindlichkeiten, im Wesentlichen aufgrund der beschlossenen Ausschüttung, um Mio. € 8,2. Gegenläufig reduzierten sich die Rückstellungen (minus Mio. € 0,1) und das Eigenkapital (minus Mio. € 5,9).

Die wesentlichen Veränderungen in der Bilanz sind:

Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ist mit Mio. € -5,4 im Vergleich zu Mio. € 3,4 im Vorjahr stark gesunken. Bereinigt um die Verbindlichkeit aus Gewinnausschüttung (Mio. € 7,3) hat sich das Working Capital um Mio. € 1,5 auf Mio. € 1,9 reduziert.

Der Rückgang der Rückstellungen um Mio. € 0,1 ist im Wesentlichen durch einen Rückgang der Steuerrückstellungen bedingt.

Die Bilanzkennzahlen betreffend kann festgestellt werden, dass das Anlagevermögen wie im Vorjahr zu über 100 % durch Eigenkapital gedeckt und finanziert ist. Das Eigenkapital beträgt Mio. € 7,6 gegenüber Mio. € 13,4 im Vorjahr.

Aufgrund der Bilanzverlängerung um Mio. € 2,4 und der Gewinnausschüttung hat sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 35,9 % (Vorjahr: 72,1 %) vermindert.

1.5 Finanzlage

Die verfügbare Stichtagsliquidität aus Bankguthaben und Kassenbeständen lag mit Mio. € 9,0 (Vorjahr: Mio. € 5,8) deutlich über Vorjahresniveau. Maßgeblich dazu beigetragen haben die positive Ertragslage und die deutliche Reduzierung des Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel).

Insgesamt war eine leichte Steigerung der Stichtagsliquidität erwartet worden.

II. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld

1.1 Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der SPIE-Gruppe sollten sich 2021 wieder zum Positiven wenden. Für das weltweite BIP wird ein Wachstum von rund 4,2 % prognostiziert. Für den Euro-Raum wird eine Erholung um 3,6 % erwartet. Der weitere Pandemieverlauf bleibt aber ein Risiko. 11

Die Regierungen aller Länder im Verantwortungsbereich von SPIE Deutschland & Zentraleuropa unternehmen auch weiterhin umfangreiche Anstrengungen, um den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Gleichwohl ist die Corona-Pandemie noch nicht überwunden, wie insbesondere die verstärkten Einschränkungen zum Jahresende 2020 und zu Beginns des Jahres 2021 zeigen. Insofern ist die Prognose der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung von Volatilität und Unsicherheit geprägt. In Deutschland rechnet man mit einem Wachstum von 2,8 % und in Österreich mit 1,4 %. 12

11 Vgl. OECD (2020), OECD Economic Outlook, Volume 2020 Issue 2, o.S.
12 Vgl. OECD (2020), OECD Economic Outlook, Volume 2020 Issue 2, o.S.

1.2 Erwartete Entwicklung der Branche

In dem für die SPIE TELBA Group GmbH relevanten Markt für Gebäudetechnik mit ausgeprägten Schwerpunkten in der Informations- und Sicherheitstechnik bieten sich vielfältige Chancen zum organischen und anorganischen Wachstum.

Generell ist die ITK-Branche gut durch die Corona-Krise gekommen, auch wenn Umsatzrückgänge zu beobachten waren. Für das Jahr 2021 wird für den ITK-Gesamtmarkt trotz des Corona-Schocks wieder ein Wachstum von 2,7 % auf Mrd. € 174,4 erwartet. Bis zum Jahresende werden in Deutschland voraussichtlich 20.000 zusätzliche Jobs geschaffen. 13 Der branchenübergreifende Megatrend zur Digitalisierung und damit einhergehenden Anforderungen zur Vernetzung im Internet der Dinge, die Bereitstellung smarter Lösungen und die notwendige Bereitstellung von hohen Datenübertragungsraten führen zu einer starken Belebung in der ITK-Branche.

In der Sicherheitstechnik wird die Branchenentwicklung positiv bewertet. Auch wenn im 2. Halbjahr 2020 die Situation aufgrund der Corona-Pandemie angespannt war, zeigte sich dort bereits im Vergleich zum Frühjahr eine deutliche Erholung. Für 2021 ist die Prognose der Geschäftslage optimistisch, allerdings deutlich zurückhaltender als in den Jahren zuvor. 14

Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE TELBA Group GmbH adressierten Märkte als attraktiv dar und weisen für die Zukunft ein großes Potenzial auf. Zwar werden aufgrund von Corona Umsatzrückgänge verzeichnet, diese sollten allerdings nur als temporär gesehen werden und die Zukunftsperspektiven nicht mindern.

13 Vgl. Bitkom (2020b)
14 Vgl. BHE (2020b)

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Auftragseingang

Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein Auftragseingang leicht unter dem Niveau des Jahres 2020 erwartet.

2.2 Leistung

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die SPIE TELBA Group GmbH ein moderates Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

2.3 Ertragslage

Auf der Grundlage einer moderat steigenden Leistung rechnet die SPIE TELBA Group GmbH mit einer leichten Reduzierung des EBIT gegenüber Vorjahr auf weiter hohem Niveau.

2.4 Working Capital

Durch konsequentes Faktura- und Forderungsmanagement wird im Geschäftsjahr 2021 eine weitere Reduzierung des Working Capitals angestrebt.

2.5 Liquiditäts-Entwicklung

Am Jahresende 2020 belief sich der Cash-Bestand auf Mio. € 9,0. Die Planung der Cash-Entwicklung basiert auf der ausgeführten positiven Ertragsentwicklung und einer weiteren Optimierung des Working Capitals. Insgesamt wird dennoch eine deutliche Reduzierung des Cash-Bestandes im Rahmen der prognostizierten Ergebnisentwicklung erwartet, da zum Ende des ersten Quartals eine Ausschüttung an die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH i.H.v. Mio. € 7,3 zu leisten sein wird.

3. Effiziente Organisation des Risikomanagements

Die Risikopolitik der SPIE TELBA Group GmbH ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern.

Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:

Risikotransparenz (Erkennen - Dokumentieren - Steuern),

Standardisierung und Beschreibung von Prozessen,

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und

Qualitätssicherung von Kundenaufträgen inkl. Projektaudits.

Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet.

Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement einschließlich dem Abschluss einer Forderungsausfallversicherung für Risiken aus Insolvenz und Protected Default für ausgewählte Kunden.

Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Die Gesellschaft ist konzeptionell in das Risikomanagementsystem des SPIE-Konzerns eingebunden.

Risiken, die aus der aktuellen Pandemielage (Covid-19) entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH (SPIE DZE) berücksichtigt. Seit Beginn der Corona-Pandemie werden die sich aus der Pandemie für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst, sofern dies aufgrund der sich verändernden Situation notwendig ist. Dabei werden insbesondere das Infektionsgeschehen und die geltenden behördlichen Auflagen vor dem Hintergrund der jeweiligen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt und geeignete Maßnahmen für die Unternehmensgruppe abgeleitet. Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden alle geschäftskritischen Prozesse betrachtet, konsequent Präventivmaßnahmen implementiert und ein regelmäßig tagender Corona-Krisenstab eingeführt. Im Fokus unserer Maßnahmen stehen dabei der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeitenden und Kunden sowie die Sicherstellung von Unternehmensorganisation und Auftragsdurchführung. Der dynamischen Veränderung der Pandemielage begegnet SPIE DZE zudem mit einem umfassenden Kommunikationskonzept.

4. Chancen und Risiken zur künftigen Entwicklung

Aktuelle Risiken ergeben sich aus der derzeit noch nicht abschätzbaren Entwicklung der Corona-Pandemie. Denkbare Auswirkungen sind zeitliche Verschiebungen oder Stornierungen von Aufträgen sowie Probleme in der Leistungserbringung durch erhöhten Krankenstand oder vorsorgliche Quarantänemaßnahmen. Weitere Risiken bestehen hinsichtlich Insolvenzen als Auswirkung der Pandemie, insbesondere im Bereich der Hotellerie.

SPIE wirkt der Corona-Pandemie auch weiterhin durch ein umfassendes Maßnahmenpaket entgegen. Im Vordergrund steht hier der höchstmögliche Schutz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Kunden im Arbeitsalltag, um Arbeits- und Leistungsfähigkeit gegenüber unseren Kunden und Geschäftspartnern sicherzustellen. Im Hinblick auf ein zielgerichtetes Vorgehen wurden nationale und internationale Krisenstäbe in der SPIE DZE Gruppe eingerichtet, die auch weiterhin intensiv arbeiten. Dies sichert eine schnelle firmeninterne Abstimmung sowie zügige Entscheidungswege, um auf veränderte Rahmenbedingungen unmittelbar zu reagieren.

Das für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtende Maßnahmenpaket umfasst z.B. den Umgang mit Verdachts- und Erkrankungsfällen im geschäftlichen und persönlichen Umfeld sowie den dann einzuhaltenden Meldeweg. Dienstreisen wurden auf das notwendige Maß reduziert, eine Vielzahl von größeren Tagungen abgesagt bzw. auf Video-, WebEx- bzw. Telefonkonferenzen umgestellt. Geschäftsreisen in Corona-Krisengebiete sind untersagt. Zur Sicherstellung von kritischen Prozessen im Unternehmen erfolgte eine räumliche Trennung der betreffenden Abteilungen. Wo möglich wurde außerdem das mobile Arbeiten erweitert. Bezogen auf das operative Geschäft werden Business Continuity Pläne erstellt bzw. aktualisiert.

Im Hinblick auf die negativen Einflüsse hat die Sicherung der Liquidität oberste Priorität.

 

Düsseldorf, den 28. Juli 2021

gez. Michael Hartung, Geschäftsführung

gez. Hans-Günther Martin, Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
EUR
Vorjahr verschmolzen
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.651,55 206.740,17 206.361,39
2. Geleistete Anzahlungen 95.891,45 0,00 0,00
198.543,00 206.740,17 206.361,39
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 421.953,47 567.160,62 566.537,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.295,29 259.054,97 256.655,54
638.248,76 826.215,59 823.193,19
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.931.491,61 2.899.665,61 3.253.083,56
3.768.283,37 3.932.621,37 4.282.638,14
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 3.761.614,70 4.495.401,04 3.978.223,00
2. Waren 366.324,88 100.680,75 100.680,75
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -2.327.185,37 -2.000.992,46 -1.705.941,68
1.800.754,21 2.595.089,33 2.372.962,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.492.035,72 4.709.946,19 4.519.123,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 379.523,94 476.869,01 638.962,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.083.562,48 771.797,86 768.697,86
5.955.122,14 5.958.613,06 5.926.783,92
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.961.207,00 5.840.363,36 4.929.957,24
16.717.083,35 14.394.065,75 13.229.703,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 540.133,05 308.266,44 308.266,44
21.025.499,77 18.634.953,56 17.820.607,81

Passiva

31.12.2020
EUR
Vorjahr verschmolzen
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000.000,00 4.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.200.000,00 1.200.000,00 1.200.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 0,00 400.000,00 400.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 400.000,00 400.000,00 400.000,00
IV. Gewinnvortrag 0,00 3.710.809,31 3.438.606,89
V. Jahresüberschuss 1.952.306,90 3.722.158,89 3.333.550,29
7.552.306,90 13.432.968,20 12.772.157,18
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 635.495,73 732.500,00 488.500,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.568.839,36 1.569.073,69 1.476.907,69
2.204.335,09 2.301.573,69 1.965.407,69
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 650.051,38 927.160,28 914.701,89
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.887.094,31 281.956,15 512.899,74
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.453.233,29 1.615.901,16 1.603.861,67
davon aus Steuern: EUR 2.043.485,93 (Vorjahr TEUR 289)
10.990.378,98 2.825.017,59 3.031.463,30
D. Rechnungsabgrenzungsposten 278.478,80 75.394,08 51.579,64
21.025.499,77 18.634.953,56 17.820.607,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
EUR
Vorjahr verschmolzen
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 31.103.757,76 33.458.852,71 31.430.800,50
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 733.786,34 2.834.441,51 2.871.870,22
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 66.948,99 100.823,15 100.823,15
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.410.387,91 2.510.284,32 2.478.846,15
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.381.646,73 9.324.031,92 8.753.795,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.154.947,51 2.375.853,90 2.500.318,93
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.121.193,81 10.990.222,30 10.525.035,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.086.474,35 2.044.780,19 1.953.270,95
davon für Altersversorgung: EUR 4.337,51 (Vorjahr: TEUR 3)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 445.082,94 456.912,81 454.187,37
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.376.138,10 6.783.770,73 6.332.765,25
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 85.608,29 85.608,29
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 86)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.449,34 22.798,98 22.798,98
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 44.369,51 1.642,80 1.642,80
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (in 2019 Ertrag) 1.231.452,10 2.395.272,25 2.646.772,25
13. Ergebnis nach Steuern 2.007.452,61 3.761.983,54 3.372.762,94
14. Sonstige Steuern 55.145,71 39.824,65 39.212,65
15. Jahresüberschuss 1.952.306,90 3.722.158,89 3.333.550,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeine Angaben

Die SPIE TELBA Group GmbH, Düsseldorf, ist seit dem 9. Juli 2020 im Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf (HRB 90328) eingetragen. Die Gesellschaft ist entstanden durch Umwandlung im Wege des Formwechsels der TELBA AG; diese war seit dem 5. Juni 2002 im Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf (HRB 42567) eingetragen.

Der Jahresabschluss der SPIE TELBA Group GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt.

In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen worden.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden die Tochtergesellschaften TELBA Rhein-Ruhr GmbH, Oberhausen, und die TELBA Münsterland GmbH, Münster, auf die SPIE TELBA Group GmbH verschmolzen. Zur besseren Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen wurden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in einem 3-Spalten-Format unter Einbeziehung der angepassten Vorjahreszahlen dargestellt.

Die Vorjahresvergleiche im vorliegenden Anhang beziehen sich jeweils auf die angepassten Vorjahreswerte nach Verschmelzung.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und beträgt für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 bis 5 Jahre, für Telekommunikationstechnik (TK)-Mietanlagen 10 Jahre, für sonstige technische Anlagen und Maschinen 3 bis 10 Jahre, und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Die Abschreibungen erfolgen jeweils linear.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung, angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Zuschlag für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Waren erfolgt grundsätzlich zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten des Bestandes. Sofern der Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag niedriger als der Durchschnittspreis war, wird dieser angesetzt. Darüber hinaus wird dem Niederstwertprinzip dadurch Rechnung getragen, dass pauschale Abschläge für eine verminderte Verwertbarkeit vorgenommen werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) für das allgemeine Kreditrisiko auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen wurden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen wurden.

Ergebniseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes sowie aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeiten werden im Zinsergebnis gezeigt.

Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorausempfangene Beträge gebildet, die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet. Beide Posten werden planmäßig aufgelöst.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die TELBA Rhein-Ruhr GmbH und die TELBA Münsterland GmbH (jeweils Beteiligungen mit 100 % Anteilsbesitz) wurden im Geschäftsjahr auf die SPIE TELBA Group GmbH verschmolzen. Hierdurch ist der Rückgang der Finanzanlagen zu erklären.

(2) Vorräte

In den Waren sind lagermäßig geführte Ersatzteile zum Bilanzstichtag enthalten.

Die unfertigen Leistungen beinhalten nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen aus Kundenaufträgen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 74, Vorjahr: TEUR 228) sowie Ausgleichsansprüche aus Umsatzsteuerorganschaft (TEUR 306, Vorjahr: TEUR 248).

(4) Latente Steuern

Nach HGB besteht für einen Aktivüberhang ein Ansatzwahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde gemäß diesem Wahlrecht verzichtet.

(5) Eigenkapital

Der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.772 sowie Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 400 wurden im Geschäftsjahr 2020 aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses an die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH ausgeschüttet.

(6) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten

31.12.2020
EUR
Vorjahr
EUR
Provisionen und Tantiemen 389.000,00 391.470,85
Garantieverpflichtungen und Nacharbeiten 203.430,00 212.350,00
Ausstehende Eingangsrechnungen 258.730,93 274.984,64
Urlaubsrückstellung 208.839,84 223.095,00
Berufsgenossenschaft 37.800,27 90.508,42
Jahresabschluss- und Beratungskosten 35.000,00 35.000,68
Archivierungskosten 34.800,00 34.700,00
Zinsen gemäß § 233a AO 32.843,00 0,00
Rückstellung für Umsatzsteuern aus Betriebsprüfung 22.339,32 0,00
Übrige sonstige Rückstellungen 346.056,00 306.964,10
1.568.839,36 1.569.073,69

(7) Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.804 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 282), Verbindlichkeiten im Rahmen der Umsatzsteuerorganschaft in Höhe von TEUR 1.523 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten aus Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 5.281 (Vorjahr: TEUR 0).

Alle Verbindlichkeiten haben am 31. Dezember 2020 wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(8) Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2020 bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

Die Aufteilung nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:

2020
TEUR
Vorjahr
TEUR
Fremde 30.831 32.931
Verbundene Unternehmen 273 528
31.104 33.459

(10) Periodenfremde Erträge

Im laufenden Abschluss sind periodenfremden Erträge i.H.v. TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 467) enthalten. Hierauf entfallen TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 369) auf die Auflösung von Rückstellungen.

(11) Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge

Im Geschäftsjahr 2020 fielen keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens an.

Aus der Verschmelzung der TELBA Rhein-Ruhr GmbH und der TELBA Münsterland GmbH entstand im Geschäftsjahr ein Verschmelzungsgewinn i.H.v. TEUR 661.

Aus einer noch nicht abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2018 wurde ein voraussichtlicher Aufwand in Höhe von Mio. EUR 0,3 in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigt. Der Zinsaufwand enthält Zinsen gemäß § 233a AO in Höhe von Mio. EUR 0,03.

Sonstige Angaben

(12) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2020 zählte die Belegschaft durchschnittlich 201 Arbeitnehmer.

2020 Vorjahr
Techniker und gewerbliche Arbeitnehmer 167 169
Kaufmännische Mitarbeiter 34 33
201 202
Auszubildende und Werkstudenten 13 14
214 216

(13) Anteilsbesitz (in Tausend)

Bezeichnung Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des Jahres
in % TEUR Jahr TEUR
SPIE TELBA GmbH, Löbichau 100,0 4.901 2019 846
Lewron GmbH, Berlin 100,0 710 2019 154

Die Anteile an der Lewron GmbH, Berlin, werden über die SPIE TELBA GmbH, Löbichau, gehalten.

(14) Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats der ehemaligen TELBA AG waren bis zum 9. Juli 2020:

Herr Markus Holzke, alleiniger Geschäftsführer der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Krefeld (Vorsitzender),

Herr Dr. André Schimmel, CSO/Leiter Strategie, Geschäftsentwicklung & Operations Support SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, München (stellvertretender Vorsitzender),

Herr Peter Antic, CFO/Kaufmännischer Leiter der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Bergisch Gladbach.

(15) Vorstand/Geschäftsführung

Herr Michael Hartung, Leiter des Geschäftsbereichs Information & Communication Services (ICS) der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe, Wedemark,

Herr Hans-Günther Martin, Leiter der Region West des Geschäftsbereiches Information & Communication Services (ICS) der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe, Geseke,

waren bis zum 9. Juli 2020 Vorstandsmitglieder der ehemaligen TELBA AG und sind seither Geschäftsführer der SPIE TELBA Group GmbH.

(16) Gesamtbezüge der Gesellschaftsorgane

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer sowie der ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

(17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 1.842 (Vorjahr: TEUR 2.064). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 448) Leasingverträge für Telekommunikations-Anlagen sowie TEUR 1.054 (Vorjahr: TEUR 1.046) für geleaste Fahrzeuge. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Büro- und Lagerräume bzw. Stellplätze in Höhe von TEUR 451 (Vorjahr: TEUR 570), davon entfallen TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 174) auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die diesbezüglichen Miet- bzw. Leasingverträge haben eine maximale Restlaufzeit von 5 Jahren bzw. sind in Einzelfällen unbefristet geschlossen worden. In diesen Fällen wurde jeweils die Mindestrestlaufzeit (Datum, zu dem erstmalig gekündigt werden kann) unterstellt.

Die SPIE TELBA Group GmbH hat mit der Unify GmbH & Co. KG, München, und der GFT Gemeinschaft Fernmeldetechnik e.G., Hilden, einen Partnervertrag abgeschlossen, welcher Einkauf und Vermarktung von Produkten der Unify GmbH & Co. KG regelt. Im Zuge dieses Vertrags wurden neue Mindestabnahmemengen in Höhe von TEUR 15.700 innerhalb von 36 Monaten zwischen dem 1. Juli 2018 und dem 30. Juni 2021 vereinbart. Diese Abnahmemenge gilt unter Einbeziehung der SPIE TELBA Group GmbH und der SPIE TELBA GmbH, Löbichau.

(18) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug nach Tätigkeiten aufgeschlüsselt:

TEUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 36
b) andere Bestätigungsleistungen 0
36

(19) Weitere Angaben

Alleinige Gesellschafterin zum 31. Dezember 2020 ist die SPIE Information & Communication Services GmbH. Diese hat die Anteile im Dezember 2020 von der vorherigen alleinigen Gesellschafterin SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen, erworben.

Eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der SPIE TELBA Group GmbH nach § 290 HGB besteht nicht, da die SPIE TELBA Group GmbH und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der SPIE SA, Cergy, einbezogen werden. Ein Antrag von Minderheitsgesellschaftern zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB liegt nicht vor. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SPIE SA geprüft und in deutscher Sprache offengelegt werden.

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA. Der Konzernabschluss wird unter der Firma SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH beim Bundesanzeiger veröffentlicht.

(20) Nachtragsberichterstattung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.

(21) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.952.306,90 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, den 28. Juli 2021

SPIE TELBA Group GmbH

gez. Michael Hartung, Geschäftsführung

gez. Hans-Günther Martin, Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vortrag zum 01.01.2020
EUR
Zugang
EUR
Zugang durch Verschmelzung
EUR
Abgang
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 669.190,87 21.400,00 1.049,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 95.891,45 0,00 0,00
669.190,87 117.291,45 1.049,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.105,79 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.857.085,29 73.717,35 870,85 8.406.247,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.712.266,68 112.561,77 8.224,39 7.487,10
11.574.457,76 186.279,12 9.095,24 8.413.734,75
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.253.083,56 31.826,00 0,00 0,00
3.253.083,56 31.826,00 0,00 0,00
15.496.732,19 335.396,57 10.144,24 8.413.734,75
Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Abgang durch Verschmelzung
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
Vortrag zum 01.01.2020
EUR
Zugang
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 691.639,87 462.829,48 125.488,62
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 95.891,45 0,00 0,00
0,00 787.531,32 462.829,48 125.488,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.105,79 5.105,79 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.525.425,84 9.290.547,64 164.739,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.825.565,74 1.455.611,14 154.854,70
0,00 3.356.097,37 10.751.264,57 319.594,32
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 353.417,95 2.931.491,61 0,00 0,00
353.417,95 2.931.491,61 0,00 0,00
353.417,95 7.075.120,30 11.214.094,05 445.082,94
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugang durch Verschmelzung
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
31.12.2020
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 670,22 0,00 588.988,32 102.651,55 206.361,39
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 95.891,45 0,00
670,22 0,00 588.988,32 198.543,00 206.361,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 5.105,79 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 248,88 8.352.063,77 1.103.472,37 421.953,47 566.537,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.823,96 7.019,35 1.609.270,45 216.295,29 256.655,54
6.072,84 8.359.083,12 2.717.848,61 638.248,76 823.193,19
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 2.931.491,61 3.253.083,56
0,00 0,00 0,00 2.931.491,61 3.253.083,56
6.743,06 8.359.083,12 3.306.836,93 3.768.283,37 4.282.638,14

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SPIE TELBA Group GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPIE TELBA Group GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE TELBA Group GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 28. Juli 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer

Thomas Neu, Wirtschaftsprüfer

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