Soho House Berlin GmbH

Torstraße 1, 10119 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 110858
Vorher
aptus 391. GmbH
Eingetragen
11.12.2007
Branche
Varietés und KleinkunstbühnenLive-Musikspielstätten, Musikclubs und ähnliche soziokulturelle ZentrenBetrieb von Sportanlagen
Gegenstand
ist der Betrieb von Gaststätten, Bars, Private-Members-Clubs, Spa und Fitness, Kino und Lounges nach Erteilung der erforderlichen Konzessionen.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Lauren Samson
seit 29.12.2025
Prokura
Neil Thomson
seit 29.12.2025
Geschäftsführer
Gerasimos Antonatos
seit 8.11.2023
Prokura
Andrew Ronald Carnie
seit 26.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SOHO HOUSE LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SOHO HOUSE LIMITED
United Kingdom
24.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Soho House Berlin GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftliche Entwicklung

Die Soho House Berlin GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Soho House Ltd. mit Sitz in London und wird in den Konzernabschluss der Gesellschaft SHG Acquisition (UK) Limited, London, einbezogen. Die Soho House Berlin GmbH ist unter HRB 110858 im Handelsregister des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg eingetragen.

Seit der Eröffnung des ersten Clubs im Londoner Stadtteil Soho in 1995 betreibt die Gruppe mittlerweile eine Vielzahl an Clubs, Restaurants, Kinos, Spas und Hotels an diversen Standorten weltweit, wie zum Beispiel Berlin, Barcelona, Mykonos Amsterdam, Mumbai, Hongkong, New York, Miami und Hollywood.

Die Soho House Berlin GmbH betreibt seit 2010 den Private Member Club Soho House Berlin, in einem denkmalgeschützten Gebäude in Berlin Mitte. Dieser umfasst Restaurants, Bars, einen großen SPA- und Fitnessbereich, ein Kino sowie ein Hotel mit 65 Zimmern, 20 Apartments und weiteren 4 Lofts. Weitere Konferenzräume werden für Veranstaltungen vermietet.

Als Private Member Club bietet Soho House Berlin seinen Mitgliedern aus der nationalen und internationalen Kreativszene die Möglichkeit, sich zusammenzufinden, auszutauschen und die umfangreichen Angebote des Clubs in Anspruch zu nehmen. Besonders hervorzuheben sind hier auch die unzähligen Veranstaltungen, die von der hauseigenen Veranstaltungsabteilung - teils in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern - geplant und durchgeführt werden.

Zu den Berliner Hotelmitbewerbern des Hauses zählen die Berliner Hotels, wie Hotel Adlon Berlin, Hotel de Rome Berlin, Ritz-Carlton Berlin, Grand Hyatt Berlin oder Westin Grand Hotel Berlin, aber auch Vermieter von exklusiven Veranstaltungsräumen in Berlin. Als Private Member Club versucht sich das Soho House Berlin im Vergleich zu den Mitbewerbern durch das umfangreiche Angebot für seine Mitglieder von den Mitbewerbern abzuheben.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft gesteuert wird, sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis nach UK-GAAP. Wesentliche Unterschiede zum Jahresergebnis nach HGB betreffen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie die Zinsaufwendungen.

Die Soho House Berlin GmbH konnte im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse steigern. Der Jahresgewinn liegt auf Grund gestiegener Fremdleistungen, Personal- und Instandhaltungsaufwendungen unter dem Vorjahr.

Externe Einflussfaktoren

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr, neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in den kreativen Branchen und der touristischen Entwicklung in Berlin, auch von den aus Messen und kulturellen Veranstaltungen resultierenden zusätzlichem Geschäft beeinflusst. Eine direkte Abhängigkeit von der deutschen Konjunkturlage war nur bedingt gegeben.

Hotelmarkt Berlin

Das Jahr 2019 wies in Bezug auf die Hotellerie erneut ein Wachstum auf. Die Anzahl der Übernachtungen steigerte sich mit 3,8% und lag mit 34,1 Millionen über dem Vorjahresniveau.

Das Bettenangebot steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,5% bei einer Zunahme der Anzahl der Beherbergungsbetriebe um ca. 0,6%. Der Zimmerpreis in Berlin erhöhte sich um 1%.

Für die Aktivitäten der Soho House Berlin GmbH im Bereich Hotellerie kann eine tendenziell gleichbleibende Entwicklung festgestellt werden. Zusätzlich ist auch die Entwicklung Berlins als pulsierende Hauptstadt der kreativen Szene festzuhalten, welche besonders durch Veranstaltungen wie zum Beispiel, Musikfestivals und Konzerte, die Berliner Fashion Week, Bread & Butter, Gallery Weekend, Berlinale, etc., internationale Künstler anzieht.

Ertragslage

Der Umsatz des Geschäftsjahres beträgt TEUR 28.382 (Vorjahr: TEUR 27.605). Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 2,8%.

Der Mehrumsatz ist im Wesentlichen auf eine positive Entwicklung der Erlöse aus Mitgliedsbeiträgen, Speisen und Getränken sowie Spa Erlöse zurückzuführen.

Durch die gestiegene Mitgliederzahl konnten die Erlöse aus Mitgliedsbeiträgen um 6,6% gesteigert werden.

Der Umsatzsteigerung stehen um 18% erhöhte Materialaufwendungen und bezogene Leistungen (TEUR 6.496; Vorjahr: TEUR 5.495) sowie um 4,3% erhöhte Personalaufwendungen (TEUR 9.009; Vorjahr: TEUR 8.640) gegenüber.

Der Materialaufwand in 2019 beträgt 22,9% der Umsatzerlöse (Vorjahr: 19,9%).

Die Personalaufwandsquote in 2019 beträgt 31,7% (Vorjahr: 31,3%).

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 333 in 2019 (Vorjahr: 326). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 wurden 346 Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,14%, was einem absoluten Änderungsbetrag von TEUR 279 entspricht. Hauptgrund hierfür waren höhere Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen (TEUR 571; Vorjahr: TEUR 399).

Die Abschreibungen stiegen aufgrund von Investitionen in 2019 auf TEUR 2.110 (Vorjahr: TEUR 1.924).

Das Jahresergebnis beträgt TEUR 1.493 (Vorjahr: TEUR 2.315).

Vermögens- und Finanzlage

Das bilanzierte Vermögen der Gesellschaft besteht am Bilanzstichtag hauptsächlich aus dem Anlagevermögen TEUR 8.508 (Vorjahr: TEUR 8.375) - im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Mietereinbauten. Die Steigerung zum Vorjahr resultiert größtenteils aus den Investitionen in die Mietereinbauten.

Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2019 TEUR 1.492 (Vorjahr: TEUR 3.281). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den Darlehenstilgungen und Investitionen.

Die Investitionen in 2019 in Höhe von TEUR 2.367 in das Anlagevermögen betrafen im Wesentlichen den Ausbau und die Modernisierung der Dachterrasse sowie des Eventbereichs.

Der aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ist um TEUR 1.824 angestiegen. Mit dem Abschluss des neuen Mietvertrags war eine Sonderzahlung zu leisten, die nun über die Laufzeit des Mietvertrags aufgelöst wird.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin reduzierten sich durch Tilgung auf TEUR 12.379 (Vorjahr: TEUR 13.665). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf TEUR 975 (Vorjahr: TEUR 199).

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 679 (Vorjahr: TEUR 2.173) aus und ist bilanziell überschuldet. Zur Beseitigung der insolvenzrechtlichen Folgen der Überschuldung hat der Alleingesellschafter, die Soho House Ltd., einen Rangrücktritt über seine Forderungen erklärt.

Die Gesellschaft verfügt über die erforderliche Liquidität, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Risikomanagement

Planungsrechnung

Das Soho House verfügt über ein tägliches, wöchentliches sowie ein monatliches Berichtswesen. Zusätzlich wird monatlich ein aktueller Monatsausblick erstellt, um negativen Abweichungen zum Jahresbudget kurzfristig entgegen wirken zu können. In wöchentlich und monatlich stattfindenden Managementmeetings werden Aktionspläne und Projekte besprochen.

Forderungsmanagement

Der Saldo der Forderungen wird laufend überprüft. Soweit erforderlich werden Wertberichtigungen vorgenommen. Die Gesellschaft weist auf Grund der Verteilung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit kurzfristigen Zahlungszielen auf eine große Anzahl von Kunden keine wesentliche Risikokonzentration für das Kreditrisiko mit Dritten auf.

Verbindlichkeitenmanagement

Unternehmensweite Vorgabe ist die Begleichung sämtlicher Lieferantenrechnungen innerhalb des jeweiligen Zahlungsziels, soweit die Lieferanten ihre Leistungen vertragskonform erbracht haben.

Risiken der künftigen Entwicklung

Die andauernden Reise-, Bewirtungs- und Beherbergungsbeschränkungen, die im Zuge der Corona-Pandemie ab Frühjahr 2020 erlassen wurden, hatten und haben einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft und deren Geschäftsbetrieb.

Auf aktuelle und zukünftige Einschränkungen wird die Gesellschaft mit den verfügbaren Unterstützungen (z.B. staatlichen Hilfen) sowie dem effizienten Kostenmanagement reagieren.

Die Corona-Pandemie hat bislang dazu geführt, dass die Anzahl der Restaurant- und Barbesuche, Freizeitaktivitäten, Reisen, Messen und Veranstaltungen deutlich zurückgegangen ist. Es ist zu erwarten, dass mittelfristig viele Veranstaltungen virtuell stattfinden werden und so ein Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren einsetzen könnte.

Eine allgemeine wirtschaftliche Stagnation bzw. ein konjunktureller Abschwung würden sich ebenfalls negativ auf die Auslastung, die Umsätze und Ergebnisse der Gesellschaft auswirken. Gleiches gilt, falls die Attraktivität Berlins aus Sicht der weltweiten Kreativbranche sinken sollte oder falls Wettbewerber mit vergleichbarer strategischer Ausrichtung in Berlin Dependancen eröffnen würden.

Politische Restriktionen, kriegerische Auseinandersetzungen und weitere Pandemien, die die Gesellschaft - zusätzlich zur Corona-Pandemie unmittelbar beeinflussen könnten, sind gegenwärtig für die Gesellschaft nicht erkennbar. Risiken aus terroristischen Anschlägen in Berlin sowie die Ausweitung des internationalen Terrors in Europa könnten zusätzliche Auswirkung auf den nationalen und internationalen Reiseverkehr mit sich führen und somit auch die Gesellschaft direkt negativ beeinflussen. Der EU Austritt von Großbritannien wirkte sich bereits negativ auf bestehende Lieferverhältnisse durch Engpässe und Zollkosten aus.

Aufgrund der wesentlichen Einbindung in den Finanzierungskreislauf der Muttergesellschaft bzw. der Konzernmutter könnten dortige wirtschaftlich negative Entwicklungen zu einer angespannten Liquiditätssituation der Gesellschaft oder zumindest zu einer alternativen Kapitalbeschaffung zu höheren Zinssätzen führen. Auf Grund des erfolgreicheren Impfstrategie im Vereinigten Königreich sowie in den Vereinigten Staaten und der damit schnelleren anzunehmenden Erholung werden solche Risiken aktuell nicht erwartet.

Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung im Moment keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft.

Ausblick und Chancen der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft konnte die Planwerte für das handelsrechtliche Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2019 nicht halten (Abweichung ca. TEUR -500). Im Bereich Umsatzerlöse (Gastronomie und Mitgliedsbeiträge) konnten deutliche Steigerungen erzielt werden. Jedoch fielen überproportional hohe Aufwendungen, insbesondere im Bereich Leihpersonal, an.

Aufgrund der Pandemie wurden Reise- und Freizeittätigkeiten seit dem März 2020 begrenzt oder vollständig eingestellt. Die Hotellerie und Gastronomie waren gezwungen, umfangreiche Einsparungsmaßnahmen vorzunehmen, um den Umsatzeinbußen entgegen zu wirken.

Die Vergangenheit zeigt und deswegen ist weiterhin davon auszugehen, dass die anhaltende touristische Attraktivität der Metropole Berlin auch perspektivisch zu steigenden Übernachtungszahlen und höheren Umsätzen unseres Berliner Hauses führen wird, sobald die Lage in der Corona-Pandemie sich entspannt hat. Hinzu kommt die große Anziehungskraft von Berlin für die weltweite kreative Szene (Kunst, Musik, Mode, Medien, Literatur, Design und Architektur) - der Hauptzielgruppe von Soho. Mit den laufenden Modernisierungen an den Zimmern und der Ausstattung im Soho House achtet man darauf, dass das hohe Niveau beibehalten wird.

Die Geschäftsführung ist überzeugt, speziell von diesen Berlin spezifischen Aspekten sowie vom allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung profitieren zu können und Ihre Marktposition regional und international auszubauen. Diese Entwicklung wird auch künftig zu steigenden Umsätzen und Mitgliederzahlen sowie positiven Jahresergebnissen führen.

Mittelfristig geht das Management der Soho House GmbH wieder von einer positiven Entwicklung für den Berliner Markt aus.

Durch die fortschreitende Impfkampagne ist mit einer deutlichen Entspannung im zweiten Halbjahr 2021 zu rechnen. Wir gehen aktuell von spürbaren Umsatzsteigerungen gegenüber den in 2020 stark rückläufigen Umsatzerlösen auf Grund von Nachholeffekten, insbesondere im Bereich der geschäftlich veranlassten Reisen und bei Veranstaltungen, aus.

Es ist geplant, die Mitarbeiteranzahl wieder bedarfsgerecht aufzustocken, gleichzeitig aber jederzeit flexibel auf sich verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren zu können. Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass das Angebot an qualifizierten Fachkräften derzeit besser ist, als in den Vorjahren. Es besteht daher die Chance, offene Stellen schneller mit geeigneten Kandidaten zu besetzen.

Zwecks Steigerung der Angebotsvielfalt für die Mitglieder und Gäste legt die Gesellschaft Ihren Fokus in den nächsten Jahren weiterhin verstärkt auf den Ausbau der kulinarischen sowie Wellness Angebote. Dies sowohl als Betreiber als auch durch verbundene Unternehmen innerhalb des Gebäudes am Berliner Standort.

Nach der positiven Entwicklung der Vorjahre sind das Jahr 2020 und die ersten Monate im Jahr 2021 weiterhin von der Pandemie geprägt. Die Geschäftsführung geht daher für die Jahre 2020 sowie 2021 aufgrund der Coronapandemie von Verlusten nach HGB aus. Für das Jahr 2022 wird wieder mit einer Fortführung der positiven Ergebnisentwicklung wie bis 2019 gerechnet.

 

Berlin, 29. März 2021

gez. Nicholas Keith Arthur Jones

gez. Andrew Ronald Carnie

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 8.508.484,16 8.374.599,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.462,00 28.677,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 12.462,00 28.677,00
II. Sachanlagen 8.496.022,16 8.345.922,19
1. technische Anlagen und Maschinen 5.329.556,00 4.366.128,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.166.466,16 3.979.794,19
B. Umlaufvermögen 7.336.435,08 10.181.287,11
I. Vorräte 281.545,71 316.000,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.562.936,07 6.583.956,11
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.052.500,20 875.153,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.228.764,09 5.617.068,37
3. sonstige Vermögensgegenstände 281.671,78 91.734,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.491.953,30 3.281.330,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.903.067,29 78.889,72
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 679.434,03 2.172.539,60
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.427.420,56 20.807.315,62

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag 2.197.539,60 4.512.707,77
III. Jahresüberschuss 1.493.105,57 2.315.168,17
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 679.434,03 2.172.539,60
B. Rückstellungen 482.405,88 1.021.320,86
C. Verbindlichkeiten 16.343.458,09 18.284.020,70
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 617.986,93 554.384,65
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 617.986,93 554.384,65
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.271.566,64 2.813.606,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.271.566,64 2.813.606,80
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.353.819,52 13.864.319,14
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.353.819,52 13.864.319,14
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.100.085,00 1.051.710,11
davon aus Steuern 987.219,15 964.346,86
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 16.694,56 11.603,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.100.085,00 1.051.710,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.601.556,59 1.501.974,06
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.427.420,56 20.807.315,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 28.381.598,27 27.605.092,39
2. sonstige betriebliche Erträge 1.158.574,16 779.711,52
3. Materialaufwand 6.496.239,82 5.495.481,67
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.757.639,57 3.405.074,33
Aufwendungen für bezogene Waren 2.738.600,25 2.090.407,34
4. Personalaufwand 9.008.973,63 8.640.345,27
a) Löhne und Gehälter 7.415.518,02 7.216.326,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.593.455,61 1.424.019,08
5. Abschreibungen 2.109.564,42 1.924.070,99
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.109.564,42 1.924.070,99
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.155.401,80 8.876.573,78
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 77.314,16 0,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.400,00 10.299,90
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 220.716,37 283.706,43
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.103.492,71 853.683,28
10. Ergebnis nach Steuern 1.494.183,68 2.321.242,39
11. sonstige Steuern 1.078,11 6.074,22
12. Jahresüberschuss 1.493.105,57 2.315.168,17

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Soho House Berlin GmbH ist eine in Deutschland beim Registergericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 110858 B registrierte Gesellschaft mit Sitz in 10119 Berlin, Torstraße 1.

Der Jahresabschluss der Soho House Berlin GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher größenabhängige Erleichterungen teilweise in Anspruch genommen.

2. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

2.1 Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Nach Ansicht der Geschäftsführung führt diese bilanzielle Überschuldung nicht zu einer Insolvenzantragspflicht.

Die Gesellschafterin Soho House Limited, London/Großbritannien ist zur Beseitigung einer drohenden Überschuldung und Vermeidung eines Insolvenzverfahrens bei der Gesellschaft hinsichtlich ihrer Ansprüche auf Tilgung, Verzinsung und Rückzahlung ihrer Forderungen dergestalt im Rang hinter die Forderung aller bestehenden und künftigen Gläubiger der Gesellschaft zurückgetreten, dass sie die Erfüllung dieser Ansprüche nur verlangen kann, nach der Befriedigung sämtlicher Gesellschaftsgläubiger und nur, soweit ein Liquidationsüberschuss oder ein die sonstigen Verbindlichkeiten übersteigendes freies Vermögen der Gesellschaft hierfür zur Verfügung steht und nur zugleich mit, im Rang jedoch vor den Einlagen, Rückgewähransprüchen des Gesellschafters.

Die Rangrücktrittsvereinbarung ist auf Verlangen der Gesellschafterin Soho House Limited, London/Großbritannien aufzuheben oder auf einen Teilbetrag ihrer rangrücktrittsbehafteten Forderung zu beschränken, wenn durch die Aufhebung keine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit entsteht oder zu entstehen droht.

Das Gesellschafterdarlehen beträgt zum 31.12.2019 TEuro 12.379.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauern wurden zu Grunde gelegt:

- Software: 3 Jahre,

- Mietereinbauten: über die Dauer der Verträge von 21 Jahren bzw. die kürzere betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von mindestens 5 Jahren

- Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 23 Jahre.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Zugangsjahr 2019 in voller Höhe abgeschrieben.

Bis zum Jahr 2018 wurden dagegen die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 1.000,00, die über der Geringwertigkeitsgrenze von Euro 150,00 lagen, im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten aktiviert und im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils 20% aufwandswirksam abgeschrieben.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Die Anschaffungskosten werden einzeln festgestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgte zum Nennwert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen, angesetzt.

Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgte mit den Nettobeträgen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Die auf Fremdwährung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem maßgeblichen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

4. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

4.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2019
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2019
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 791.033,10 2.125,84 0,00 0,00 0,00 793.158,94
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 791.033,10 2.125,84 0,00 0,00 0,00 793.158,94
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 8.549.626,32 1.682.000,75 0,00 0,00 0,00 10.231.627,07
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.470.763,94 683.274,64 0,00 269.480,41 0,00 12.884.558,17
Summe Sachanlagen 21.020.390,26 2.365.275,39 0,00 269.480,41 0,00 23.116.185,24
Summe Anlagevermögen 21.811.423,36 2.367.401,23 0,00 269.480,41 0,00 23.909.344,18
kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 762.356,10 18.340,84 0,00 0,00 0,00 780.696,94
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 762.356,10 18.340,84 0,00 0,00 0,00 780.696,94
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 4.183.498,32 718.572,75 0,00 0,00 0,00 4.902.071,07
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.490.969,75 1.372.650,83 0,00 145.528,57 0,00 9.718.092,01
Summe Sachanlagen 12.674.468,07 2.091.223,58 0,00 145.528,57 0,00 14.620.163,08
Summe Anlagevermögen 13.436.824,17 2.109.564,42 0,00 145.528,57 0,00 15.400.860,02
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2019
Euro
Buchwert 31.12.2018
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 12.462,00 28.677,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 12.462,00 28.677,00
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.329.556,00 4.366.128,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.166.466,16 3.979.794,19
Summe Sachanlagen 0,00 8.496.022,16 8.345.922,19
Summe Anlagevermögen 0,00 8.508.484,16 8.374.599,19

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich wie im Vorjahr aus dem laufenden Verrechnungsverkehr.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen aus geleisteten Kautionen (TEuro 93 ; Vorjahr: TEuro 27) haben eine voraussichtliche Laufzeit von mehr als 1 Jahr.

4.3 Aktive latente Steuern

Von der Möglichkeit einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden wurde nicht Gebrauch gemacht.

4.4 Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von Euro 25.000,00 ist am Bilanzstichtag voll eingezahlt.

Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEuro 679 aus und ist somit bilanziell überschuldet. Der Gesellschafter hat einen Rangrücktritt auf seine bestehenden Forderungen von TEuro 12.379 erklärt.

4.5 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind ausstehende Rechnungen (TEuro 237), Personalkosten (TEuro 194), Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses nebst Steuererklärungen des Berichtsjahres (TEuro 31) sowie die Rückstellung zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEuro 20) enthalten.

4.6 Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber dem Gesellschafter (zugleich verbundenes Unternehmen) bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
Verbindlichkeiten 12.379.234,79 Euro

4.7 Verbindlichkeitenspiegel

Nachfolgend sind die einzelnen Arten der Verbindlichkeiten dargestellt. Alle aufgeführten Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 617.986,93 Euro
aus Lieferungen und Leistungen 1.271.566,64 Euro
gegenüber Gesellschafterin wie im Vorjahr aus Darlehen 12.379.234,79 Euro
gegenüber verbundenen Unternehmen wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen 974.584,73 Euro
sonstige Verbindlichkeiten 1.100.085,00 Euro
- davon aus Steuern 987.219,15 Euro
- davon im Rahmen sozialer Sicherheit 16.694,56 Euro

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

2019
TEuro
2018
TEuro
Zimmer 9.371 9.728
Beiträge 8.043 7.545
Speisen und Getränke 7.491 7.203
sonstiges 3.477 3.129

5.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Weiterbelastungen an Konzerngesellschaften von TEuro 1.004 erfasst.

Erträge aus der Währungsumrechnung betrugen TEuro 0 (2018 TEuro 14).

Aufwand aus der Währungsumrechnung betrug TEuro 135 (2018 TEuro 0).

6. Sonstige Angaben

6.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt folgende Mitarbeiter:

2019
Anzahl
Vorjahr
Anzahl
Logis 100 105
Gastronomie 137 127
Verwaltung und Übrige 96 94
333 326

6.2 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:

Nicholas Keith Arthur Jones, London/Großbritannien,

Peter McPhee, London/Großbritannien (bis 26.1.2021),

Carnie, Andrew Ronald, London/Großbritannien (seit 26.1.2021).

Die Geschäftsführer haben Alleinvertretungsbefugnis und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB (Verbot des Selbstkontrahierens) befreit.

6.3 Vergütungen der Geschäftsführer

Es wurde keine Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr gewährt.

6.4 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Es bestehen keine unter der Bilanz anzugebenden oder im Anhang zu vermerkenden Haftungsverhältnisse.

6.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEuro 127.867 sonstige finanzielle Verpflichtungen von 2020 bis 2040, die aus Miet- und Dienstleistungsverträgen resultieren.

2020 6.164 TEuro
2021 bis 2024 24.440 TEuro
2025 bis 2040 97.263 TEuro
127.867 TEuro

6.6 Konzernzugehörigkeit

Die Soho House Berlin GmbH wurde in den Konzernabschluss der SHG Acquisition (UK) Limited, London/Großbritannien, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss kann im Register of companies, companies house eingesehen werden.

6.7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahr 2019

Im Zuge der Corona-Pandemie musste die Gesellschaft Ihren Geschäftsbetrieb von März bis Mai 2020 sowie ab November 2020 zumindest zum Teil einstellen. Ausgenommen hiervon waren geschäftliche Übernachtungen / Veranstaltungen. Dadurch ist es zu erheblichen Umsatz- und Ergebniseinbußen im Jahr 2020 gekommen. Durch Verlängerung des Lockdowns setzt sich diese Entwicklung auch in den ersten Monaten 2021 fort. Um damit verbundene kurzfristige Liquiditätsprobleme zu überbrücken, greift das Unternehmen auf Mittel zurück, die in den vergangenen Jahren aufgebaut worden sind. Das Unternehmen ist zudem in einen Konzern eingebunden, der weitere kurzfristige Liquiditätslücken überbrücken könnte.

6.8 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 1.493.105,57 und wird mit dem Verlustvortrag aus Vorjahren verrechnet.

 

Berlin, den 29. März 2021

gez. Nicholas Keith Arthur Jones

gez. Carnie, Andrew Roland

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.05.2021 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss der Soho House Berlin GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Soho House Berlin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zu künftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zu künftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein schließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

 

Berlin, 22. April 2021

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sartori, Wirtschaftsprüferin

gez. Strebel, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

19 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.