Herstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen Metallen
BSP Silikon-Profile GmbH
Zollhausstraße 26, 58640 Iserlohn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lutz Stoffels seit 9.1.2026 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Lutz StoffelsSilicone Group Holding GmbH | 90.00% |
R*** S*******Silicone Group Holding GmbH | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WSGI GmbH (vormals: Silicone Group GmbH)SchwelmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021der Firma Silicone Group GmbH, SchwelmAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. bis 31.12.2021Silicone Group GmbH, Schwelm
Anhang zum Konzernabschluss 20211. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss der Silicone Group GmbH, Schwelm, eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen, HRB 7187, wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen gleich geblieben. 2. Konsolidierungskreis Im Gruppenabschluss werden alle 100%-igen Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Folgende Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss einbezogen:
Für die inländischen 100%-igen Tochterunternehmen wurde § 264 Abs. 3 HGB angewendet. Für das inländische Beteiligungsunternehmen wurde wegen untergeordneter Bedeutung § 311 Abs. 2 HGB angewendet. Die Beteiligung wurde aufgrund der Liquidation auf EUR 0,00 abgewertet. 3. Konsolidierungsmethoden Bilanzstichtag: Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Gruppenabschlusses, also dem 31.12.2021, aufgestellt. Einheitliche Bewertung: Die in den Gruppenabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich bilanziert und bewertet. Die Umrechnungen von Jahresabschlüssen in Fremdwährung erfolgten nach der gesetzlichen Regelung des § 308a HGB. Sofern die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von diesen Grundsätzen abweichen, werden bei den entsprechenden Posten die erforderlichen Anpassungen vorgenommen. Eliminierungen: Innenbeziehungen zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden voll eliminiert, sofern sie wesentlich sind. Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert, soweit sie nicht aus der Errichtung von Anlagen zu üblichen Marktbedingungen stammen oder nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Kapitalkonsolidierung: Die Kapitalkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses am 01.01.2008 bzw. zu einem späteren Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Am 01.01.2008 erfolgte die Einbeziehung nach der Buchwertmethode. Die erstmalige Einbeziehung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgte stets nach der Neubewertungsmethode. Die nach der Buchwert- oder Neubewertungsmethode nicht auf Vermögensgegenstände zuzuordnenden Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und innerhalb der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag wird mit dem Konzerngewinnvortrag verrechnet, wenn der Unterschiedsbetrag auf thesaurierte Gewinne zurückzuführen ist. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen beibehalten. Von der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird abgesehen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet und enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und Abschreibungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Das allgemeine Ausfallwagnis wird durch eine Pauschalwertberichtigung und das individuelle Ausfallrisiko durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus einem Markt- bzw. Börsenpreis am Abschlussstichtag ergibt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) in Übereinstimmung mit IAS 19 und IDW HFA 30 errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,87 % p.a. bei der Bewertung zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen sind mit jeweils 2,0 % p.a. eingerechnet. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern nach § 274 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Latente Steuern nach § 306 HGB werden in Höhe des Betrages der voraussichtlichen zukünftigen Steuerbe- und -entlastung gebildet. 5. Erläuterungen der Konzernbilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist auf der nächsten Seite dargestellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 346.100,00 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die durch die Konsolidierung entstandenen aktiven latenten Steuern nach § 306 HGB ergeben sich aus der niedrigeren Bewertung von Sachanlagen. Passive latente Steuern sind durch die die Konsolidierung nicht entstanden. Der zugrunde gelegte konzerneinheitliche durchschnittliche Steuersatz beträgt 30 %. Der Saldo der aktiven latenten Steuern änderte sich wie folgt:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Ein Teil der Verpflichtungen aus Pensionszusagen ist durch Rückdeckungsversicherungen besichert. Diese Versicherungen dienen ausschließlich der Erfüllung dieser Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von EUR 6.999.101,79 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, in Höhe von EUR 7.552.558,25 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und in Höhe von EUR 1.527.750,00 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Sie sind in Höhe von TEUR 6.611 durch Grundschulden besichert. Ferner wurden die Wertpapiere des Anlagevermögens zu Gunsten eines Kreditinstituts verpfändet. Die Verbindlichkeiten gegenüber diesem Kreditinstitut valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 5.167. Sämtliche weitere Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Entwicklung des Anlagevermögens(Anlagespiegel)
6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Umsatzerlöse (Aufgliederung nach Segmenten und Regionen; Angaben in Mio. EUR) Segmente a) Aufteilung nach Kundengruppen
b) Aufteilung nach Produkttechnologien
Regionen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 54.007,00. Auf die unter Punkt 5 dargestellte Saldierung mit den Erträgen aus Deckungsvermögen wird verwiesen. 7. Sonstige Angaben Durchschnittlicher Personalbestand Im Jahresdurchschnitt wurden 540 Mitarbeiter beschäftigt, davon 75 Angestellte und 465 gewerbliche Arbeitnehmer. Die Angaben nach den Vorschriften gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB unterbleiben in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 86 und entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 54) und Steuerberatungsleistungen (TEUR 32). Es sind Grundschulden für fremde Verbindlichkeiten bestellt, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 600 valutieren. Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie aus Leasingverträgen sind für die Beurteilung der Finanzlage von untergeordneter Bedeutung. Nachtragsbericht Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ist der Ausbruch des Krieges in der Ukraine am 24.02.2022. Wie lange der Krieg dauern wird ist unklar. Lieferungs- und Leistungsbeziehungen nach Russland oder der Ukraine bestehen nur in geringem Umfang, so dass derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Vermögenslage (z.B. Ausfall von Forderungen, Währungsrisiken, ö.ä.) oder Ertragslage erkennbar sind. Unsere Ertrags- und Finanzlage wird jedoch durch die drastisch gestiegenen Energiepreise, insbesondere bei Strom und Gas, stark belastet. Ob die Energiepreise dauerhaft auf diesem Niveau bleiben oder gar weiter steigen, vermögen wir derzeit nicht verlässlich abzuschätzen. Auch kann derzeit nicht verlässlich abgeschätzt werden, inwiefern die Gasversorgung aus Russland gesichert ist und ob die dritte Stufe des Gas-Notfallplanes ausgerufen wird. Es ist nicht auszuschließen, dass sich ein länger andauernder Krieg und weiter steigende Preise negativ auf die Wirtschaft, die Verbraucher und somit auch auf unsere Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Schwelm, den 11. Juli 2022 Silicone Group GmbH Geschäftsführung Nachrichtlich: Der Konzernabschluss wurde am 07.10.2022 gebilligt. Kapitalflussrechnung
Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Lagebericht zum 31.Dezember 2021der Silicone Group GmbHA. Marktsituation Die Silicone Group als Holding und Investitionsgesellschaft für die mit ihr verbundenen Unternehmen fokussiert sich weiterhin auf den Markt der Silicon-Verarbeitung und der Verarbeitung technischer Textilien. Im Konzern ist ebenfalls die HIB - Hotel und Immobilien Betriebs GmbH (HIB) eingebunden, welche das Schulhaushotel in Schwelm verpachtet und somit den verbundenen Unternehmen in der Silicone Group einen Mehrwert in vielerlei Hinsicht bieten soll. Der konzernweite Umsatz, konnte in 2021 auf ein Rekordhoch gesteigert werden. Alle Unternehmen im Konzernverbund erzielten Rekordumsätze. Mit einer Steigerung des Umsatzes auf TEUR 83.113 (Vorjahr TEUR 73.472 und 2019 TEUR 81.127), konnte der pandemiebedingte Wirtschaftseinbruch aus 2020 in 2021 wieder ausgeglichen und kompensiert werden. Der Artikelmix und der Verkauf der Produkte in verschiedenste Branchen stellt die Unternehmen im Konzern zwar Jahr für Jahr vor planerische sowie technische Herausforderungen, doch dieser ist es, der den Unternehmen den Marktstatus beschert. Auch in 2021 waren nicht alle Branchen so erfolgreich, wie in den Jahren vor der Pandemie. Dies konnte durch andere Branchen und akquirierte Neukunden kompensiert werden. BIW Ennepetal, wie auch BSP haben bedingt durch die weltweiten und branchenübergreifenden Störungen in den Lieferketten und daraus resultierenden extremen Rohstoffpreiserhöhungen bereits unterjährig Mehrkosten gehabt, die nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten. So stiegen nicht nur die Rohstoffpreise an sich, sondern auch Frachtkosten, Verpackungsmaterialien und weitere Dienstleistungskosten, die normalerweise stabil waren. Die Liefersituation auf den Märkten resultierte in einer Änderung im Bestellverhalten der Kunden, wie auch in einem Umdenken, was die Logistikkette angeht. Letztlich wurden etwaige Preiserhöhungen auch mit den Kunden der im Konzern angehängten Unternehmen verhandelt und Preise dementsprechend angepasst. Die Standorte in China (Kunshan) und Polen (Breslau und Glogau) wurden erneut erfolgreich ausgebaut. In Kunshan steigt die Nutzung der Anlagen und mit auch der Auslastungsgrad des Standortes mit weiteren lokal gewonnen Projekten. Der Ausbau der Aktivitäten in Polen führte dazu, dass Prozesse, die bei BIW Ennepetal nicht mehr abbildbar sind, in Polen eine Renaissance erfahren und somit langjährige Kunden weiterhin bedient werden können. Beide Werke legten 2021 eine gute Performance hin und boten als "verlängerte Werkbank" die erforderliche Unterstützung für die BIW in Ennepetal. Übernahmeaktivitäten von Wettbewerbsunternehmen konnten mangels betriebswirtschaftlich vernünftiger Einigungen nicht abgeschlossen werden, obwohl ein Fokus der Silicone Group GmbH weiterhin in diesem Bereich liegt. Speziell wurde mit einem technischen Händler verhandelt, dessen Übernahme die Möglichkeiten des Konzerns, in neue Märkte einzudringen, deutlich gesteigert hätte. In der "Due Diligence-Phase" stellte sich jedoch heraus, dass die Forderung wirtschaftlich nicht im Verhältnis zum Integrationsaufwand in den Konzern stand. Somit wurden die Verhandlungen gegen Ende 2021 frühzeitig beendet. Um ein größeres Wachstum zu realisieren und internationaler zu werden, wird vermehrt auch im internationalen Bereich nach M&A-Potenzialen in der Branche gesucht. Hier fanden bereits Gespräche statt und Interesse wurde bekundet. B. Besonderheiten oder Ereignisse Grundsätzlich hätte das Jahr 2021 ein Jahr des Feierns sein sollen. Am 01.07.2021 feierte die BIW ihr 50-jähriges Bestehen als Familienunternehmen mit Tradition und als Weltmarktführer auf dem Gebiet der Silikonverarbeitung und technischen Textilien. Letztlich konnte das Jubiläum durch die Corona-Pandemie leider nicht ausreichend gewürdigt werden und die Feierlichkeiten wurden daher um ein Jahr verschoben. Parallel zum schwierigen Marktgeschehen schwankten die Corona-Zahlen unterjährig stark und Ausfälle im Mitarbeiterteam führten zu weiteren Herausforderungen. Die BIW und BSP reagierten auf die Corona-Pandemie mit Impfterminen, strengen Corona-Regeln und Sicherheitsmaßnahmen, um die Mitarbeiter so gut wie möglich zu schützen und die Produktion aufrecht zu erhalten. In Polen wurde gemäß der lokalen Regularien alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und auch in China wurde die pandemische Lage streng und aufmerksam verfolgt. Trotz der Maßnahmen führten die diversen Corona-Wellen zu teilweise überdurchschnittlich hohen Krankenständen und zu einer deutlich erhöhten Fluktuation. Auch die politischen Entscheidungen in den einzelnen Ländern führten zu herausfordernden Regularien rund um das Verhalten der Unternehmen in Bezug auf die jeweilige pandemische Lage. Die bereits genannten Lieferkettenprobleme, die im Zuge der Corona-Pandemie aufkamen, zogen sich durch das Jahr 2021 und spitzten sich zunehmend zu. Die Lage wurde ebenfalls durch das Schiff verschlimmert, welches im Suezkanal stecken blieb ("Evergiven") und somit eine der wichtigsten Schiffsrouten für Waren aus internationalen Märkten blockierte. Mit Rückbezug auf das Vorjahr 2020 wurde das Thema der chlorfreien Produktion auch im Jahre 2021 immer wieder thematisiert. Während die BIW mit ihrer Umstellung auf eine komplett chlorfreie Vernetzung ihrer Produkte starke Einbußen erlitt, wurde der Wettbewerb seitens der lokalen Behörden, aber auch seitens der übergeordneten Behörden (Landes- und Bundes-Aufsichtsbehörden), nicht gleichermaßen strikt überwacht, was zu einem signifikanten Wettbewerbsnachteil führte. BIW hat bis März 2021 vollständig auf den chlorfreien Vernetzer umgestellt. Ein Teil der Artikel wurde auf ein anderes Unternehmen (LFS GmbH) ausgelagert, welches der BImSch-Regulierung unterliegt und streng von den lokalen Behörden überwacht wird. Somit sieht der Konzern das Thema als abgeschlossen an. Die Messungen der lokalen Behörde, begleitet durch das LANUV, bestätigen den Fortschritt und zeigen eindeutig, dass die BIW nicht der einzige Emittent ist. Dies wird aber von den lokalen Behörden nicht ausreichend anerkannt und nicht hinreichend öffentlich entlastend kommuniziert. Die zuständige Behörde ordnet vielmehr immer neue Messungen an und würdigt öffentlich nicht, dass zu keinem Zeitpunkt eine akute gesundheitliche Gefährdung für die Anwohner der BIW-Werkshallen bestanden hat. Dies wurde im Nachgang durch Blutuntersuchungen des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der RWTH Aachen entsprechend bestätigt. Bei der BSP wird seit dem Umzug ausschließlich mit dem chlorfreien Vernetzer gearbeitet. In Polen und China ist die gesamte Thematik nicht relevant. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur bei der BIW führte zu einer kontinuierlichen Verbesserung der unternehmensinternen Prozesse, wodurch der gesamte Konzern profitierte. Die Digitalisierung und einhergehende Effizienzgewinnung spielt in allen Unternehmen im Konzern eine wichtige Rolle. Auch das Thema Nachhaltigkeit gewann nicht ausschließlich durch das Umweltthema aus 2019, sondern ganzheitlich an Beachtung. Speziell für 2022 wurden einige Projekte zur nachhaltigeren Fertigung der Produkte gestartet, die Investitionen in Photovoltaik, die Umstellung des Fuhrparks und weitergehende Modernisierungen einiger älteren Anlagen beinhalten. Aufgrund der weiterhin angespannten Marktsituation wurde zum Ende des Jahres entschieden, die BIW umzustrukturieren und mit weniger Personal, Hierarchie- und Berichtsebenen effektiver zu arbeiten. Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass die schlanke Struktur sowie eine flache Hierarchie die Grundsteine für das mittelständische Unternehmen sind. Der Fokus liegt auch in 2022 auf einem moderaten Ausbau der Geschäftstätigkeiten (unter Berücksichtigung der Preiserhöhungen) sowie strategisch platzierten Investitionen. Ziel ist die Konsolidierung der Unternehmen in der schwierigen und schwankenden Marktsituation. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Märkte verändern und die Anforderungen der Kunden, erfordern eine stetige Weiterentwicklung im Konzern, die hauptsächlich auf der Reaktionsgeschwindigkeit von Änderungen in der gesamten Lieferkette basiert. C. Geschäftsverlauf für das Jahr BIW lnsulation and Sealing Technology (Kunshan) Co., Ltd. als WFOE in China (Wholly Foreign Owned Enterprise) und BIW Polska Sp. z.o.o., Wroclaw (Breslau und Glogau) in Polen sind eigenständige Gesellschaften mit der Silicone Group GmbH als Gesellschafterin, die nicht wie die inländischen Gesellschaften, das führende Unternehmen BIW Isolierstoffe GmbH, Ennepetal, und die auf die Bauindustrie spezialisierte BSP Silikon-Profile GmbH, Iserlohn, mit einem Ergebnisabführungsvertrag an die Konzernmutter, Silicone Group GmbH, Schwelm, gebunden sind. Während die BIW Kunshan eigenständig agieren kann und in den letzten Jahren ein eigenes Kundenportfolio aufgebaut hat, gemäß dem Motto "In China für China", ist die BIW Polska von den Konfektionsaufträgen der BIW Ennepetal abhängig. BIW Kunshan erzielte in 2021 ein sehr großes Umsatzwachstum und schaffte es auch selbstständig neue Projekte und neue Kunden zu akquirieren und somit auch für die Zukunft weiteres Geschäft aufzubauen. BIW Polska wurde weiter ausgebaut und durch neue Anlagentechnik, die gegen Ende des Jahres nach Polen verlagert wurde, kann dort auch ein größeres Produktportfolio abgebildet werden. BIW Ennepetal erfuhr denselben Aufschwung, wie BIW Kunshan. Da die BIW jedoch bereits in drei Schichten produziert, kam die BIW an ihre Belastungsgrenze. Die BSP, die sich ebenfalls vieler Aufträge erfreute, konnte jedoch ein paar der bei BIW platzierten Artikel bei sich produzieren und somit unterstützend einspringen, um die Kunden zufrieden zu stellen. Das Schulhaushotel der HIB hatte leider auch in 2021 weiterhin mit Lockdowns und strengen Corona-Regeln zu kämpfen, konnte jedoch trotzdem Kunden und Besucher gewinnen. Somit war die Lage in 2021 zumindest etwas besser als in 2020. Abgesehen vom Schulhaushotel konnten alle Unternehmen im Konzernverbund ein sehr positives und auftragsreiches Jahr verzeichnen, auch wenn die Lieferkettenprobleme, Auftragspeaks und die anhaltende Pandemie die Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt haben. D. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Nach einem herausfordernden Jahr 2020 wurde im Jahr 2021 ein Rekordumsatz erwirtschaftet, der sogar das Jahr vor der Pandemie, 2019, übertraf. Der Konzernumsatz stieg um ca. 13% auf EUR 83,1 Mio. Das Ergebnis des Konzerns, welches aufgrund der Fixkosten stark am Umsatz hängt, war dementsprechend auch positiv, in Höhe von TEUR 1.436. Der operative Cash-Flow von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr EUR 3,1 Mio) konnte weiter gesteigert werden. Alle Unternehmen des Konzerns trugen zum positiven Ergebnis bei, sodass von einem Turnaround gesprochen werden kann. Aufgrund der überproportional gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote von 63,9% auf 62,7% trotz gestiegenen Eigenkapitals von TEUR 40.143 auf TEUR 41.448. Der Bestandsaufbau sowie die Abschreibungen aus Investitionen haben große Effekte auf das konsolidierte Konzernergebnis und die Liquidität. Die dahinterstehenden Investitionen und Sicherheiten bezüglich der Lieferfähigkeit sind aber mindestens genauso essentiell. Langfristige Darlehen konnten kontinuierlich abbezahlt werden und es musste kein weiteres Darlehen aufgenommen werden. Weiterhin ist der Konzern gut aufgestellt für potenzielle Übernahmen von Wettbewerbern, Investitionen und Erweiterungen. Vor dem Hintergrund der vielfältigen Herausforderungen, die der Konzern zu bestehen hatte und hat, wird die wirtschaftliche Lage als zufriedenstellend beurteilt. E. Investition Die schlanke Gesellschafterstruktur des Konzerns und die Einigkeit darüber, das Ergebnis des Konzerns weiter zu reinvestieren, ermöglichen ein hohes Investitionspotenzial. Nach einem sehr schwierigen Jahr 2020 wurde in 2021 weiter in den Ausbau der Anlagentechnik investiert. Darüber hinaus wurde in Digitalisierungsprojekte, Supply-Chain-Projekte und Automation investiert. Durch die Automation und Optimierung einiger Anlagen sollen Laufgeschwindigkeiten erhöht, ressourceneffizienter gearbeitet und auch die internen Kontrollmechanismen optimiert werden. F. Forschung und Entwicklung Die aktiv betriebene Forschung und Entwicklung findet in den der Holding zugeordneten Unternehmen statt und sichert somit deren Markterfolg, der sich entsprechend positiv auf die Holding auswirkt und deren Investitionsfähigkeit sichert. Schwerpunkt bildet dabei die anwendungstechnische Kundenberatung. Diese wird auf den Flächen des "Innovation Centers" weiter verbessert. Auch die neuen Produktionsanlagen bringen neue Marktpotenziale mit sich, um innovative Produkte unter dem Dach der Silicone Group GmbH zu realisieren und zu vermarkten. Um die Liefersicherheit weiterhin zu gewährleisten, wurde ein Großteil der Entwicklungskapazität genutzt, um alternative Compounds zu entwickeln, die mit Rohstoffen von Alternativlieferanten zur gleichen gewohnten Qualität führen. Auch wurden neue Stoffe gesucht, die dann die Artikel substituieren, die aufgrund der REACH-Konformitäten nicht mehr zum Einsatz kommen können. Die Weiterentwicklung des Silikonschaums sowie die Entwicklung von neuen Crashschutzanwendungen sind nur ein Teil aller Entwicklungen, die proaktiv angegangen wurden. Auf der anderen Seite wurden auf Kundenwünsche passgenaue Produkte entwickelt, die für die individuellen Endanwendungen geeignet sind. G. Personalstruktur Durch diverse Renteneintritte konnte in den Unternehmen im Konzern eine heterogen verteilte Altersstruktur hergestellt werden. Somit ist die gesamte Gruppe nun breit aufgestellt. Jüngere Mitarbeiter bringen Ideen von extern mit und die langjährigen Mitarbeiter können mit ihrer Erfahrung aus der Branche diese Ideen kanalisieren. Die hohe Auftragslage und das Ziel in den Unternehmen des Konzerns weiter zu wachsen, erforderten weiteres Personal auf dem Shopfloor. In 2021 stieg die Mitarbeiterzahl erneut deutlich an. Aufgrund des Facharbeitermangels und sich schnell verändernder Märkte, wurde es jedoch immer schwieriger qualifiziertes Personal zu finden. Daher wurde häufig auf Leiharbeitsfirmen zurückgegriffen, was jedoch zu höheren Kosten führte. Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat der BIW Isolierstoffe GmbH verläuft weiterhin positiv. Das neue Betriebsratsteam arbeitet in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung und hat den strukturellen Strategiewechsel im Konzern begrüßt. Ein Konzernbetriebsrat besteht nicht. H. Risikomanagement, Risiko- und Chancenbericht Das Risiko-Management greift auf die Vorsorgemaßnahmen und -aktivitäten in den einzelnen Gesellschaften innerhalb der Holding-Struktur zurück. Insbesondere bei der BIW Isolierstoffe GmbH wurde das Risiko-Management in dem integrierten und mehrfach zertifizierten Gesamt-Management-System weiter verfestigt, welches im Bedarfsfall auch von den verbundenen Unternehmen genutzt werden kann. Die Risiken aus Umweltthemen, politischen Meinungsänderungen und auch die aus dem Gesundheitssystem stammenden Risiken (bspw. Corona) wurden ergänzt und in das Risikomanagement mit aufgenommen. Bedingt durch die Lieferkettenprobleme wurden darüber hinaus auch die Lieferfähigkeit und die "Corporate Social Responsibility" entlang der Lieferkette analysiert und im Risikomanagement intensiviert. Gerade für die BIW lnsulation and Sealing Technology (Kunshan) Co., Ltd. und die BIW Polska ist die BIW Isolierstoffe GmbH in der "Remotefunktion" das Risiko-Management leitende Unternehmen. Dies wurde an beiden Standorten zertifiziert. In Polen im Standard ISO9001 und in China sogar mit dem IATF16949 sowie dem VDA 6.3 Audit. Die aktiven Geschäftsführer sind als geschäftsführende Gesellschafter in allen Unternehmen der Holding selbst aktiv in das Tagesgeschäft eingebunden und somit in der Lage, frühzeitig auf Veränderungen und Herausforderungen des Marktes zu reagieren. Neben diversen Kundenaudits sowie unangemeldeten Audits durch das Luftfahrtbundesamt (bekannte Versender-Sicherheitsprogramm) für den Status als zertifizierter Versender, Begehungen der BG, der Bezirksregierung und dem Kreis, wurden bei der BIW Isolierstoffe GmbH wieder die "Standardaudits" bis hin zu ISO13485, VDA 6.3 und IATF 16949 erfolgreich bestanden. Im Rahmen des Risiko-Managements wurde der jährlich wiederkehrende Check auf Legal Compliance, insbesondere in Bezug auf die Umweltgesetzgebung und -regelungen mit externer Beratung und Betriebsbegehung durchgeführt. Der Compliance Check beinhaltete auch wieder das Thema Energie- und Umwelt-Management. Das Risiko-Management nach ISO 14971 wurde im Rahmen der DNV-Zertifizierungen erneut geprüft und positiv beurteilt. Auch die Corona-Pandemie hatte ihren Einfluss auf das Risikomanagement. Hier wurden Themen wie Home-Office, Mitarbeiterausfall und Arbeiten auf Distanz bereits im Jahr 2020 ergänzt. Im Jahr 2021 wurde die Vorgehensweise aufrechterhalten. In wöchentlichen Sitzungen wurden die Entwicklungen der Corona-Pandemie wie auch der Fortschritt der Entwicklung einer chlorfreien Silikonverarbeitung getrackt und weitere Schritte definiert. Auch durch das Umweltamt und die BG wurden die Unternehmen wieder mehrfach geprüft. Die Untersuchungen reichten von Routine-Begehungen bis hin zu Raumluftmessungen und Blutuntersuchungen der Mitarbeiter. Alle Ergebnisse lagen im unkritischen Bereich und wurden zu keinem Zeitpunkt als Risiko angesehen. Absatzseitig zeigte die Corona-Pandemie 2020, wie plötzlich ganze Märkte stillstehen können. Die weitere Entwicklung im Jahr 2021 zeigte aber auch das Gegenteil, weshalb zum heutigen Zeitpunkt ein historisches Auftragshoch besteht. Durch ein breites Kundenfeld mit viel Potenzialen konnten Marktschwankungen einzelner Branchen in 2021 deutlich überkompensiert werden. Die Herausforderung besteht nun eher darin, das Richtige zur richtigen Zeit zu produzieren, um wieder angemessene Lieferzeiten und effiziente Lieferketten zu erreichen. Nicht zuletzt wurde deshalb entschieden, dass die Sicherheitsbestände in den Unternehmen im Konzern aufgestockt werden. Außerordentliche und/oder besondere bzw. behördlich meldepflichtige Vorgänge sind für 2021 nicht zu vermelden. Rückrufaktionen und/oder "0-km Reklamationen" konnten vermieden werden. Beanstandungen, die den Einbezug des Versicherers - insbesondere in Bezug auf die erweiterte Produkthaftpflicht - erfordern würden, lagen in 2021 nicht vor. Negative Rückmeldungen aus dem Anwendungsfeld im Markt lagen in 2021 nicht vor, d.h. kritische oder fehlerverdächtige Produkte konnten im Rahmen des 8D-Reportings durch das BIW Qualitätswesen analysiert und gegebenenfalls durch einwandfreie Waren ausgetauscht werden, bevor es zu einem Einbau in die Endanwendung gekommen ist. Bezüglich der im Bestand gehaltenen Wertpapiere bestehen im üblichen Umfang Preisänderungs- und Ausfallrisiken. Diesen wird dadurch begegnet, dass nur in Wertpapiere mit guter Bonität investiert wird. Liquiditätsrisiken werden für den Konzern im Allgemeinen und in Bezug auf Finanzinstrumente als weiterhin gering eingeschätzt, da die Anlage in Wertpapiere im Wesentlichen dazu dient, derzeit verfügbare Liquidität betriebswirtschaftlich sinnvoll anzulegen und ggf. Negativzinsen zu vermeiden. Es kam zu keinem Zeitpunkt zu Zahlungsausfällen. Alle Zahlungen konnten getätigt werden und auch Skonti wurden weiterhin gezogen. Die Erhöhung der Lagerbestände führte mittelfristig zu einer Liquiditätsbindung, die jedoch zur Liefersicherheit dient und auch die in 2022 anstehenden Preiserhöhungen abmildern soll. Die laufenden Darlehen für die Betriebsgebäude wurden weiterhin abbezahlt, sodass die Liquiditätslage als sicher einzuschätzen ist. Weitergehende Kredite über die KfW wurden nicht beantragt. I. Umwelt - Energie - Arbeitsschutz - Corporate Compliance Beauftragte für die Bereiche Umwelt, Energie, Arbeitsschutz, Corporate Compliance und Brandschutz sind benannt. Umwelt- und Energie-Aspekte sind in der Risiko-/Chancen-Landkarte integriert und entsprechende Programme aufgestellt. Im Rahmen des Umwelt- und Energiemanagements wurden erneut die Audits nach dem Standard ISO 14001 und ISO 50001 erfolgreich bestanden. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit intensivierte ihre Arbeit mit Begehungen aller Unternehmensbereiche, der Dokumentation aller Vorfälle im Betrieb und der Einrichtung von Arbeitssicherheitsausschüssen mit allen Führungskräften und Arbeitssicherheitsbeauftragten der einzelnen Unternehmensbereiche. Gemeinsam mit Personalwesen wurde die Dokumentation in den Mitarbeiter-Personalakten verbessert, um die Historie der Mitarbeiter bei der BIW genauer zu erfassen und auch Mitarbeitern Gesundheitsuntersuchungen besser anbieten zu können. Die Gesundheitsuntersuchungen wurden in Zusammenarbeit mit dem ZAA vermehrt durchgeführt. Nicht nur konnten größere Unfälle vermieden werden, sondern auch im Bereich der Prävention und mit Fokus auf die Arbeitsstättenrichtlinie weitere Fortschritte erzielt werden. Gerade durch die Umzüge der Bereiche ist sichergestellt, dass die neuen Arbeitsplätze hinreichend sicherheitstechnisch ausgestaltet sind. Die Corporate Compliance ist schriftlich im Leitbild dargelegt, bekannt gemacht, geschult und intern überwacht. Der Verhaltenskodex basiert auf den Prinzipien des Global Compact der United Nations und erkennt die grundlegenden Prinzipien und Rechte der International Labor Organisation sowie die UN-Konvention gegen Korruption gleichermaßen an, wie auch die Erklärung von Rio zu Umwelt und Entwicklung. Die selbst auferlegte Corporate Compliance ist in weiten Teilen deutlich "strenger" als die Anforderungen der Kunden, sodass die Vorgaben der Kunden ohne Bedenken unterschrieben werden konnten. Die Charta der Vielfalt wurde im Rahmen des Diversity Managements aufrechterhalten. Zusätzlich zu den bestehenden Systemen wurde weiterhin mit dem CSR-Ruhr Kompetenzzentrum zusammengearbeitet und auch der Kontakt unter den Unternehmen der Peer Learning Group wurde intensiviert. Entlang der gesamten Corporate Compliance wurde durch den CSR-Leiter ein erster CSR-Bericht erstellt, der sich am Deutschen Nachhaltigkeits-Kodex (DNK) orientiert und das gesamte Handeln des Unternehmens bewertet. J. Nachtragsbericht Hinsichtlich des Berichtes über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres wird auf den Anhang verwiesen. K. Ausblick und Prognosebericht Die Silicone Group GmbH ist bestrebt durch ihre aktiven Gesellschaften im Verbund ihre führende Marktposition in Europa, auch gegen starken Wettbewerb innerhalb Europas, und international weiter auszubauen. Die Position dadurch wird bekräftigt, dass verstärkt auch Aktivitäten im Ausland aufgenommen werden und mit Produktion vor Ort, gerade in China, neue Märkte lokal erschlossen werden können. Somit rücken die Unternehmen näher an die Absatzmärkte und nutzen die Kostenvorteile sowie Logistikvorteile. Die Standorte Kunshan (China) und Breslau/Glogow (Polen) entwickelten sich in 2021 erneut positiv. Der Standort China schrieb in 2021 ein positives Ergebnis und prognostiziert ein sehr erfolgreiches Jahr 2022. Auch in Polen wird das Unternehmen in 2022 wieder gut ausgelastet sein. Dort werden weitere Prozesse aufgebaut, um den Standort BIW Ennepetal zu unterstützen. In Ennepetal sind die Prognosen ebenfalls positiv, werden aber durch die weiteren Preisanpassungen in der Lieferkette, dem Facharbeitermangel und der Erhöhung des Mindestlohns konterkariert. Investitionen in Effizienz, Effektivität und Automation sind bei der niedrigen Arbeitslosenquote und drastisch steigenden Löhnen unausweichlich. Anders ist es bei der BSP, die aufgrund ihrer Größe und Struktur schneller und flexibler agieren kann. In ihrer Nische ist sie stark und einzigartig, was in vielerlei Hinsicht von Vorteil ist. Die HIB bzw. das Schulhaushotel mit Restaurant "Die Turnhalle", sieht dem Jahr 2022 positiv entgegen, soweit die Corona-Regeln nach und nach gelockert werden. Somit sieht der Konzern auch für 2022 einem positiven und spannenden Jahr entgegen. Die Prognosen sind positiv, wenn auch herausfordernd. Dementsprechend wird ein erfolgreiches Jahr mit deutlichem Umsatzwachstum und Ergebniskonsolidierung mindestens auf Vorjahresniveau erwartet. L. Segmente Die Silicone Group GmbH ist mit ihren aktiven Gesellschaften schwerpunktmäßig in den folgenden Segmenten tätig:
Während die Konzern-Gesellschaft BSP Silikon-Profile GmbH im Bereich "Elastomer Extrusion" spezialisiert ist, deckt die Konzern-Gesellschaft BIW Isolierstoffe GmbH alle drei Segmente ab. Maßgeblich verarbeitetes Elastomer ist Silicon-Kautschuk als Festkautschuk (HTV - High Temperature Vulcanisation / HCR - High Consistency Rubber) und als Flüssigkautschuk (LSR - Liquid Silicone Rubber). Maßgeblich verarbeitete technische Textilien sind Glasseide, Aramid, Polyester und Polyamid. BIW Polska ist überwiegend auf die Konfektionierung und Aufmachung von Produkten sowie der manuellen Verarbeitung fokussiert. BIW Kunshan, die zunächst ähnlich wie BIW Polska gestartet ist, hat sich in 2021 noch weiter auf die Fertigung eigener Produkte für den chinesischen Markt fokussiert. Der Hauptmarkt ist aktuell der Automotive-Sektor, getrieben durch neue Antriebe, wie zum Beispiel E-Mobilität. Nach wie vor sind jedoch Kabelschutzsysteme für traditionelle Verbrennermotoren die Hauptumsatztreiber der BIW Kunshan. Mit dem Start der eigenen Produktion konnte die Ertragslage zum Ende des Jahres 2021 hin erneut deutlich verbessert werden. Nicht zuletzt ist es wichtig ein Gesamtkonzept für die Kunden zu verfolgen. Dieses beginnt mit gutem Service. Hier sollten die HIB und das damit zusammenhängende Schulhaushotel einen Vorteil für die gesamte Gruppe bieten. Zwar ist das Hotelgewerbe und ein dazugehöriges Restaurant überhaupt nicht in dem Marktsegment angesiedelt, auf dem sich die anderen Unternehmen der Silicone Group betätigen, jedoch trägt es zum Gruppenerfolg bei und ist gerade im Umfeld der BIW Isolierstoffe GmbH sehr gut angenommen worden.
Schwelm, den 11.07.2022 gez. Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Silicone Group GmbH, Schwelm: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Silicone Group GmbH, Schwelm, und ihrer Tochergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Januar 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Silicone Group GmbH für das Geschäftsjahr 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, 11. Juli 2022 CRAMER
WERTHMANN & PARTNER mbB
Dr. Dietmar Cramer, Wirtschaftsprüfer Maja Brock, Wirtschaftsprüferin |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
8 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen