Aviapartner GmbH
Peter-Müller-Straße 20, 40468 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Aviapartner Holding NV | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aviapartner GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019I. Grundlagen der GesellschaftGeschäftstätigkeit Das Kerngeschäft der Aviapartner GmbH sind die Bodenabfertigungsdienstleistungen am Flughafen Düsseldorf im Auftrag der Luftfahrtgesellschaften. Zu diesen Tätigkeiten gehören hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, die Bereiche Reservierung und Ticketing, Check-In Services, Boarding-Unterstützung und Gepäckservice. Ebenso werden Dienstleistungen im sogenannten Ramp Handling angeboten. Hierzu zählen insbesondere die Be- und Entladung von Flugzeugen, Pushback- and Towing-Services, Flugzeugreinigung sowie Passagierbodentransport. Mit der Durchführung dieser Dienstleistungen ist hauptsächlich die Tochtergesellschaft Aviapartner Düsseldorf GmbH & Co. KG, Düsseldorf, beauftragt. Steuerungssystem Die wesentlichen Steuerungsindikatoren sind Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2019 gekennzeichnet durch ein im Vergleich zum Vorjahr erneut gemäßigtes Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2019 um 0,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Von den 24 größten Verkehrsflughäfen in Deutschland traten im Jahr 2019 rund 124,4 Millionen Passagiere eine Flugreise an, ein erneuter Höchstwert, welcher den Wert des Vorjahres (122,6 Mio. Fluggäste) noch einmal übertraf. Insgesamt schwächte sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr mit +1,5% Wachstum ggü. 2018 mit 4,2% Wachstum deutlich ab (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/02/PD20_050_464.html). Damit ist die Zahl der abfliegenden Passagierinnen und Passagiere im zehnten Jahr in Folge gestiegen. 2009 waren 90,8 Millionen Fluggäste von einem deutschen Hauptverkehrsflughafen gestartet. Das bedeutet ein Wachstum von 37 % im Zehnjahresvergleich. Treiber des Wachstums ist der Auslandsverkehr: Im Vergleich zum Jahr 2009 nahmen die Fluggastzahlen auf diesen Flugverbindungen um 50,8 % zu. Streckenziele im Inland werden dagegen seltener frequentiert als noch im Jahr 2009 (-2,1 %) (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/02/PD20_050_464.html). . Im Vorjahresvergleich waren Flugreisen im Inland mit einem Minus von 1,8 % auf 23,1 Millionen Fluggäste ebenfalls rückläufig. Flugziele im Ausland hingegen bestätigten mit einem Plus von 2,3 % auf 101,3 Millionen Fluggäste im Jahr 2019 erneut den Aufwärtstrend. Innerhalb des Auslandsverkehrs entwickelten sich Nordamerika (Vereinigte Staaten und Kanada: je etwas mehr als +5 %) und Afrika (+2,8 %) überdurchschnittlich, Asien mit +1,0 % unterdurchschnittlich. In Europa lag die Türkei mit einem Wachstum von 10,4 % auf 8,2 Millionen Fluggäste deutlich über dem Durchschnitt (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/02/PD20_050_464.html). . Die Beförderungsmenge an Luftfracht (einschließlich Luftpost) ging im Jahr 2019 spürbar zurück. An den deutschen Hauptverkehrsflughäfen wurden insgesamt 4,7 Millionen Tonnen Luftfracht empfangen und versendet. Das waren rund 3,3 % weniger als im Jahr 2018 (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/02/PD20_050_464.html). 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Gesellschaft hat gegenüber 2018 eine Umsatzsteigerung um 5 % von € 50,4 Mio auf € 52,7 Mio. zu verzeichnen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erneuerung eines Großkundenauftrages mit verbesserten Konditionen zurückzuführen. Das Ergebnis hat sich insbesondere aufgrund von Wertberichtigungen auf Forderungen von T€ 598 gegenüber dem Vorjahr vermindert. Aviapartner trat mit dem 1. April 2016 die Erfüllung der bis Ende März 2023 erteilten BADV Abfertigungskonzession an und behauptete sich am Standort als Marktführer im Bereich der Bodenabfertigungsdienste. 3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Die Aviapartner GmbH hat im Jahr 2019 mit ihren Leistungen Umsatzerlöse (einschließlich der sonstigen betrieblichen Erträge), von € 52.8 Mio. erzielt, was einer Steigerung von € 2,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Anstieg der Kosten für Materialaufwendungen um € 2.4 Mio. ist im Wesentlichen auf den Anstieg der von der AP Düsseldorf KG eingekauften Leistungen zurückzuführen. Die Personalkosten sind um T€ 70 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund gesunkener Konzernumlagen sowie Wertberichtigung von Forderungen insgesamt um T€ 86 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ist um T€ 336 gesunken. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt € 13,4 Mio. (Vorjahr € 16,3 Mio.). Das Eigenkapital verminderte sich von € 6,7 Mio. auf € 6,6 Mio. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sich um € 2,8 Mio. reduziert, was insbesondere auf einen Rückgang des Cashpool-Guthabens in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten von T€ 9.204 auf T€ 6.146 reduziert, hier insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten wurden Verbindlichkeiten aus erhaltenen Factoring-Zahlungen in Höhe von € 1,9 Mio. ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten bestehen zu 64 % (Vorjahr 79 %) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 50 % (Vorjahr 41 %). Finanzlage Aus dem konzerninternen Cash-Pool ergibt sich zum 31. Dezember 2019 ein Guthaben von € 4,9 Mio. (Vorjahr € 8.3 Mio.). Die Gesellschaft ist in das Cash-Management der Aviapartner Gruppe integriert und an die Kreditlinien der Gruppenfinanzierung gebunden. Über diesen Konzernverbund ist die Finanzierung der Gruppe und der Aviapartner GmbH sichergestellt. In diesem Zusammenhang hat die Aviapartner GmbH zur Verlängerung einer Kreditfazilität u.a. Schuldbeitritts- und Garantieerklärungen abgegeben. Diese wurden nach dem Bilanzstichtag weitgehend abgelöst. Das Unternehmensmanagement erwartet, dass es zu keinen Zahlungen innerhalb der Schuldbeitritts- und Garantieerklärungen kommen wird. Vergleich mit Vorjahreserwartungen Die im Vorjahresbericht erhofften Zugänge an weiteren Neukunden wurden am Standort Düsseldorf insgesamt realisiert. 4. Mitarbeiter Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Gesellschaft im Durchschnitt 5 Angestellte. 5. Ertragslage der Beteiligung Die Aviapartner Düsseldorf GmbH & Ko KG realisierte in 2019 einen Umsatz von T€ 48.553. Der Jahresüberschuss betrug T€ 336. Die Gesellschaft ist mit € 5,7 Mio weiterhin bilanziell überschuldet. Im Geschäftsjahr 2020 wurde nach vorläufigen Zahlen ein Jahresfehlbetrag (vor Überbrückungshilfe III) von € 6,4 Mio realisiert. Im Juli 2021 wurden daher € 6,78 Mio der Kapitalrücklage der Gesellschaft zugeführt. Für das Geschäftsjahr 2021 werden sehr deutliche Ergebnisverbesserungen (vor Überbrückungshilfe III) erwartet sowie ab 2022 wird positive Jahresergebnisse. 6. Die Gesellschaft unterhielt im Berichtsjahr eine Zweigniederlassung am Flughafen Düsseldorf. Wie für jedes Unternehmen, welches in durch eine starke Wettbewerbssituation gekennzeichneten Märkten operiert, ist für die Aviapartner GmbH die Kundenzufriedenheit von zentraler Bedeutung. Insbesondere ist wichtig, dass kundenspezifische Lösungen erkannt und entwickelt, Kundenaufträge zeitnah und Reklamation kundengerecht bearbeitet werden. Regelmäßige Marktanalysen, Kundenbesuche und Kundenbefragungen helfen den Bedürfnissen der Kunden zielgerichtet zu begegnen. Das Unternehmen profitiert dabei von den in diversen Systemen erhobenen Daten zur Leistungserfassung und -bewertung, die zentral in unserem Data-Warehouse vorliegen. Hierdurch wird dem Unternehmen jederzeit die Möglichkeit gegeben, den Kunden fundierte Qualitätsanalysen, Lösungsansätze sowie Verbesserungsvorschläge zukommen zu lassen. III. Risiko- und ChancenberichtAllgemein Die Markt- und Ergebnisentwicklung wird durch ein entsprechendes Controlling zeitnah verfolgt. Neben Ergebnisrechnungen werden Reportings aus den Bereichen Marketing und Qualität monatlich im Managementkreis analysiert. Über die monatliche Berichterstattung an die Konzernobergesellschaft Aviapartner Holding NV., Brüssel/Belgien sowie über regelmäßige Management-Meetings der Aviapartner Gruppe und Teilnahme von Vertretern des Konzerns ist die Gesellschaft in das Risikomanagement des Aviapartner Konzerns eingebunden. Wesentliche Chancen Unabhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage bestehen für die Gesellschaft jedoch weiterhin auch Chancenpotentiale. Hierbei sind vor allem die Ausweitung von Passagierabfertigungsdienstleistungen am Standort Düsseldorf zu nennen, welche derzeit bestehende Verträge für die Bodenabfertigung erweitern würden ("Ramp Handling"-Verträge werden in sogenannte "Full Handling"-Verträge umgewandelt). Auch Ausschreibungen an anderen deutschen Flughäfen werden weiterhin in Betracht gezogen, sofern das dort erwartbare Auftragsvolumen einen wirtschaftlich verlässlichen und ökonomisch nachhaltigen Abfertigungsbetrieb für die kommenden Jahre erwarten lassen. Die Chancen der Gesellschaft werden hier als insgesamt moderat eingeschätzt. Die Aviapartner GmbH bleibt auch weiterhin in Verhandlungen mit potentiellen Neukunden sowie Bestandskunden, mit welchen bestehende Verträge zu verbesserten Konditionen nachverhandelt worden sind. Im Jahr 2019 konnten so erneut Verträge abgeschlossen werden, die zu einem positiven Ergebnis beitragen sollen. Wesentliche Risiken Die Risiken werden nachfolgend mit abnehmender Bedeutung dargestellt. Auswirkungen der Coronapandemie Das wesentliche Risiko der Gesellschaft ist der massive und zumindest mittelfristige Verlust von Umsätzen insbesondere aufgrund von massivem Flugrückgang infolge der Coronapandemie. Annahme der Unternehmensfortführung/ Abhängigkeit von der Finanzierung durch den Konzern sowie Factoring und den Erhalt der Überbrückungshilfe III Das Geschäftsjahr 2020 war signifikant durch die Coronapandemie betroffen und hat zu einem massiven Umsatzrückgang sowie einem neuerlichen Jahresfehlbetrag geführt. Unsere Tochtergesellschaft, die die Leistungen ausführt und die Mitarbeiter beschäftigt hat nach vorläufigen Zahlen und ohne Überbrückungshilfe III im Geschäftsjahr 2020 einen Jahresfehlbetrag von € 6,4 Mio realisiert. Zur Verstärkung der Eigenkapitalbasis wurde daher im Juli 2021 eine Zuführung zur Kapitalrücklage von € 6,78 Mio. vorgenommen und hierfür insbesondere bestehende Cashpoolforderungen verwendet. Weiterhin wurde im August 2021 ein Antrag auf Überbrückungshilfe III gestellt. Die Finanzierung und damit der Fortbestand unserer Gesellschaft hängt von dem Erhalt der Überbrückungshilfe III sowie der Aufrechterhaltung der Factoringfinanzierung und der kurzfristigen Finanzierung durch verbundene Unternehmen für uns selbst und unsere Tochtergesellschaft ab. Wir sind überzeugt, die Überbrückungshilfe III zu erhalten und die Finanzierungen aufrecht zu erhalten. Unsere Finanzplanung geht zudem ab Mitte 2021 von einer anziehenden Nachfrage und deutlich verbesserten Ergebnissen aus. Daher wurde der vorliegende Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling des Aviapartner Konzerns ist die Aviapartner GmbH direkt von der Liquiditätssituation des Konzerns abhängig. Die Aviapartner GmbH haftet als Garantiegeber für die Finanzierungsverträge der Muttergesellschaft Aviapartner Holding NV. Diese umfassen Schuldbeitrittserklärungen zu Finanzierungsvereinbarungen und die Abgabe von Sicherheiten. Diese wurden nach dem Bilanzstichtag in wesentlichen Teilen abgelöst und bestehen aktuell in Höhe von € 3,3 Mio. Die Geschäftsführung hat eine Bestätigung von der Konzernleitung, dass sie davon ausgeht, dass die Aviapartner GmbH aus diesen Schuldbeitrittserklärungen nicht in Anspruch genommen wird. Den Risiken aus Forderungsverlusten gegen die internationalen Fluggesellschaften begegnet die Gesellschaft mit einem strikten Forderungsmanagement, indem Forderungen durch Bankgarantien oder Prepayments abgesichert werden. Aufgrund der homogenen Kundenstruktur sind Forderungseingänge im Wesentlichen gesichert. In Sonderfällen betreibt die Gesellschaft ein sehr restriktives Kreditmanagement, um Risiken aus Forderungsausfällen zu verhindern. Risiken im Mitarbeiterbereich sowie auch IT Bereich und Haftungsbereich wird durch ein laufendes Monitoring zur Einleitung frühzeitiger Maßnahmen begegnet. Prognosebericht/ Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und Maßnahmen Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat am 11. März 2020 die durch COVID-19 verursachte Situation zur internationalen Pandemie erklärt. Im Zuge dessen wurden durch die Bundesregierung/den Bundestag sowie den Parlamenten und Regierungen der Bundesländer eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die durch die Pandemie verursachte Krise zu bekämpfen. Die getroffenen Maßnahmen beschränkten hierbei zum Beispiel die Bewegungsfreiheit der Bürger sowie bestimmte wirtschaftliche Aktivitäten. Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen eingeleitet, um die Auswirkungen der Krise auf Unternehmen zu minimieren. Die tatsächlichen Auswirkungen der Krise auf die Aktivität der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 und insbesondere 2021 werden sowohl von der generellen Dauer der Krise als auch der Wirksamkeit der beschlossenen Maßnahmen inkl. der Immunisierung der Bevölkerung durch Impfungen abhängen. Die Auswirkungen der Pandemie haben seit Mitte März 2020 zu erheblichen Umsatzrückgängen der Gesellschaft geführt - im Zeitraum April bis Dezember 2020 betrug der Umsatzrückgang, analog zu den Rückgängen der Flugbewegungen, zwischen -58% bis -94% zum Vorjahr. Zwar kam es im Rahmen der Lockerungen im Sommer 2020 zu leichten Erholungen der Flugvolumina/Passagieraufkommen, diese wurden jedoch mit dem Start der zweiten Welle im Herbst 2020 durch erneut verordnete Lockdown-Maßnahmen gestoppt und auf ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziertes Auftragsvolumen gedrückt (>-80% vs. 2019). Insgesamt bleibt die Lage für die gesamte Branche weltweit angespannt - so musste im Laufe des Berichtsjahres 2020 ein Mitbewerber im belgischen Markt Insolvenz anmelden. Aufgrund der gegenwärtigen, dynamischen Situation ist die künftige Entwicklung nur vage prognostizierbar. Mit einer spürbaren Erholung der Situation planen wir ab Sommers 2021, für den Fall, dass eine entsprechend hohe Impfrate innerhalb der Bevölkerung erreicht werden kann und dass somit der Reiseverkehr wieder ohne größere Beschränkungen und/oder Quarantäneanordnungen wahrgenommen werden kann. Im Geschäftsjahr 2020 waren nach vorläufigen Zahlen massive Umsatzrückgänge und ein leicht verschlechtertes Ergebnis zu verzeichnen. Für den Prognosezeitraum bis zum 31. Dezember 2021 erwarten wir einen leichten Umsatz- und Ergebnisanstieg gegenüber 2020 bedingt durch die Auswirkungen der Krise, welche durch die Pandemie bedingt wird. Es ist von einem negativen Jahresergebnis bzw. einem negativen Zahlungsmittelüberschuss für die Berichtsjahre 2020/21 auszugehen, welche jedoch aus der Überbrückungshilfe III, der Factoringfinanzierung und eigenen Mitteln der Aviaparter Muttergesellschaft finanziert werden können. Danach erwarten wir deutlich höhere Umsatzerlöse und positive Jahresüberschüsse. Die Gesellschaft zielt bei der Verlängerung und dem Neuabschluss von Kundenverträgen darauf ab, dass diese entsprechend der neuen wirtschaftlichen Marktverhältnisse entsprechend angepasst bzw. bepreist werden. Etwaige Auftragsverluste können aufgrund verschiedener Umstände nicht ausgeschlossen werden. Es ergeben sich momentan, bedingt durch die Pandemielage in verschiedenen Teilen der Welt/den Ländern so beispielsweise Flugstreichungen, welche das komplette Einstellen des Flugverkehrs einzelner Fluggesellschaften sowie die signifikante Streichung von Verbindungen zwischen Düsseldorf und anderen Flughäfen ausweisen. Insgesamt kann es durch den dadurch entstehenden sehr hohen Preis- und Kostendrucks aus Sicht der Gesellschaft zu weiteren Zusammenschlüssen ehemals konkurrierender Fluggesellschaften und der weiteren Konsolidierung des Marketes / von Flugrouten kommen. Aufgrund des hohen Marktanteils am Standort Düsseldorf (~70% in 2020) und der damit verbundenen Streuung des Portfolios sind die Risiken aus einzelnen Auftragsverlusten als momentan gering zu erachten. Darüber hinaus hat die Gesellschaft diverse weitere Maßnahmen eingeleitet, um die laufenden Fixkosten an die neuen Auftragsvolumina anzupassen. Mit einer Vielzahl von Lieferanten konnten neue, auf die Laufzeit der Pandemie oder sogar unbefristete Bedingungen/Verrechnungssätze vereinbart werden. Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Aviapartner GmbH beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen.
Düsseldorf, den 10. August 2021 Aviapartner GmbH Geschäftsführung Laurent Levaux Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2019A. Allgemeine AngabenAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die Aviapartner GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. B. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Annahme der Unternehmensfortführung/ Abhängigkeit von der Finanzierung durch den Konzern sowie Factoring und den Erhalt der Überbrückungshilfe III Das Geschäftsjahr 2020 war signifikant durch die Coronapandemie betroffen und hat zu einem massiven Umsatzrückgang sowie einem neuerlichen Jahresfehlbetrag geführt. Unsere Tochtergesellschaft, die die Leistungen ausführt und die Mitarbeiter beschäftigt hat nach vorläufigen Zahlen einen Jahresfehlbetrag von € 6,4 Mio. (vor Überbrückungshilfe III) im Geschäftsjahr 2020 realisiert. Zur Verstärkung der Eigenkapitalbasis wurde daher im Juli 2021 eine Zuführung zur Kapitalrücklage von € 6,78 Mio vorgenommen und hierfür insbesondere bestehende Cashpoolforderungen verwendet. Weiterhin wurde im August 2021 ein Antrag auf Überbrückungshilfe III gestellt. Die Finanzierung und damit der Fortbestand unserer Gesellschaft hängt von dem Erhalt der Überbrückungshilfe III sowie der Aufrechterhaltung der Factoringfinanzierung und der kurzfristigen Finanzierung durch verbundene Unternehmen für uns selbst und unsere Tochtergesellschaft ab. Wir sind überzeugt, die Überbrückungshilfe III zu erhalten und die Finanzierungen aufrecht zu erhalten. Unsere Finanzplanung geht zudem ab Mitte 2021 von einer anziehenden Nachfrage und deutlich verbesserten Ergebnissen aus. Daher wurde der vorliegende Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktiv- und Passivposten Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr stetig angewendet. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die Nutzungsdauer beträgt drei Jahre. Die Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, die sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer richten. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Sofern notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen in angemessenem Umfang vorgenommen. Die Notwendigkeit einer Abschreibung auf einen niedrigeren beizulegenden Wert besteht zum Stichtag nicht. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Werten (dauerhafte Wertminderung) bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben gebildet, die vor dem Bilanzstichtag geleistet werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Einbuchungskurs (Monatsdurchschnittskurs) bewertet. Am Bilanzstichtag erfolgt für auf Fremdwährung lautende kurzfristigen Forderungen, Bankbestände und Verbindlichkeiten eine Umrechnung auf den Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Latente Steuern sind auf temporäre Abweichungen zwischen den Wertansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen anzusetzen. Das Wahlrecht, einen aktiven Überhang nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht anzusetzen, wird in Anspruch genommen. C. Erläuterungen zur Bilanz1. Entwicklung des Anlagevermögens Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 verweisen wir auf den Anlagespiegel, der Teil des Anhangs ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zu T€ 772 (Vorjahr T€ 35) aus Lieferungen und Leistungen, zu T€ 509 aus Überzahlungen und enthalten Cash-Pool Guthaben in Höhe von T€ 4.945 (Vorjahr T€ 8.313). Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen wie im Vorjahr nicht. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 389 (Vorjahr T€ 389) Kautionen enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. 3. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 150.000,00 und ist voll eingezahlt. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten ausstehende Kostenrechnungen (T€ 403; Vorjahr T€ 76), Aircraft damages (T€ 121; Vorjahr T€ 192), Kundengarantien (T€ 60; Vorjahr T€ 60), Jubiläumsrückstellungen (T€ 0; Vorjahr T€ 36) enthalten. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit T€ 3.917 (Vorjahr: T€ 7.316) aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht. Im Geschäftsjahr 2016 wurde erstmalig ein Factoringvertrag abgeschlossen. Da das Risiko von Forderungsausfällen beim Unternehmen verbleibt, werden die in dessen Rahmen erhaltenen Factoring-Zahlungen bis zum Zahlungsausgleich als sonstige Verbindlichkeiten passiviert (T€ 1.901; Vorjahr T€ 1.293). Sämtliche andere Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sicherheiten sind bis auf den oben dargestellten nicht bestellt. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2019 waren keine wesentlichen Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung oder periodenfremde zu verzeichnen mit Ausnahme von T€ 598 an Forderungsverlusten. E. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse
Im Rahmen der Konzernfinanzierung haben wir mit Beschluss vom 20. September 2005 Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestellt, die unser gesamtes Vermögen ausmachen. Diese betreffen ausschließlich Konzernunternehmen. Im Einzelnen setzen sich unsere im Rahmen der konzernweiten Finanzierung erklärten Haftungsverhältnisse wie folgt zusammen:
Folgende Sicherheiten wurden abgegeben:
Nach dem Bilanzstichtag wurden die Finanzierungen mit Ausnahme eines Betrages von € 3,3 Mio abgelöst/ getilgt. Für die verbleibenden Verpflichtungen wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Konzerns; zudem wurden nach dem Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgebaut. 2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Mietverträgen nach § 285 Nr. 3a HGB und Verpflichtungen aus Leasingverträgen nach § 285 Nr. 3 HGB.
Der Ausweis betrifft die bis zur erstmaligen Kündigungsmöglichkeit der jeweiligen Verträge fälligen Raten, soweit nicht eine längere Laufzeit überwiegend wahrscheinlich ist. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Stationsräume in Düsseldorf und den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Sie führen zu entsprechenden Mittelabbilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Unsere Gesellschaft nimmt an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des stillen Factorings praktiziert wird. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen verbleibt allerdings beim Unternehmen, da der Faktor nur eine Finanzierungsfunktion übernimmt und die Forderungen nicht abschließend kauft. Daher werden die Forderungen bis zum Zahlungsausgleich durch den Kunden beim Unternehmen bilanziert und die erhaltenen Factoring-Zahlungen bis zu diesem Zeitpunkt in gleicher Höhe als sonstige Verbindlichkeiten passiviert. Neben den dargelegten existieren keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind. 3. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 betrug 5 (Vorjahr: 5). Sie setzt sich wie folgt zusammen:
4. Geschäftsführung Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr:
Die Bezüge der Geschäftsführer werden durch die Aviapartner Holding NV im Rahmen von Verwaltungskostenumlagen pauschal in Rechnung gestellt und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Somit entfallen die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB. 5. Anteilsbesitz Zum 31. Dezember 2019 bestand folgende Beteiligung:
6. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag 2019 in Höhe von € 65.128,11 auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Konzernabschluss/Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist seit Dezember 2010 ein Tochterunternehmen der Aviapartner Holding Deutschland GmbH, Düsseldorf. Die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gemäß § 290 HGB der Aviapartner GmbH unterbleibt nach § 291 HGB auf Grund der Einbeziehung der Gesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der obersten Konzerngesellschaft, der Aviapartner Holding NV, Brüssel/Belgien, die für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt und diesen offenlegt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Konzernabschlüsse werden hinterlegt beim Handelsregister der Kamer RPM Brussels (Register - Nr BE0432.388.386). Die deutsche Übersetzung dieses Konzernabschlusses wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden. Die im befreienden Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden entsprechen den "International Financial Reporting Standards" (IFRS). 8. Nachtragsbericht Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat am 11. März 2020 die durch COVID-19 verursachte Situation zur internationalen Pandemie erklärt. Im Zuge dessen wurden durch die Bundesregierung/den Bundestag sowie den Parlamenten und Regierungen der Bundesländer eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die durch die Pandemie verursachte Krise zu bekämpfen. Die getroffenen Maßnahmen beschränken hierbei zum Beispiel die Bewegungsfreiheit der Bürger sowie bestimmte wirtschaftliche Aktivitäten. Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen eingeleitet, um die Auswirkungen der Krise auf Unternehmen zu minimieren. Die tatsächlichen Auswirkungen der Krise auf die Aktivität der Gesellschaft werden sowohl von der generellen Dauer der Krise als auch der Wirksamkeit der beschlossenen Maßnahmen inkl. der Immunisierung der Bevölkerung durch Impfungen abhängen. Die Pandemie hat im Geschäftsjahr 2020 zu massiven Umsatzrückgängen geführt, analog zu dem Rückgang der Flugbewegungen. Zwar kam es im Rahmen der Lockerungen im Sommer 2020 zu leichten Erholungen der Flugvolumina/Passagieraufkommen, diese wurden jedoch mit dem Start der zweiten Welle im Herbst 2020 durch erneut verordnete Lockdown-Maßnahmen gestoppt und auf ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziertes Auftragsvolumen gedrückt. Das Jahr 2021 ist ebenfalls schwach gestartet, hat zu den Sommerferien aber deutlich zugenommen. Insgesamt bleibt die Lage für die gesamte Branche weltweit angespannt. Mit Beschluss vom 22. Juli 2021 hat unsere Gesellschaft € 6,78 Mio in die Kapitalrücklage der Tochtergesellschaft eingestellt.
Düsseldorf, den 10. August 2021 Geschäftsführung Laurent Levaux Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2019der Aviapartner GmbH, Düsseldorf
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Aviapartner GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Aviapartner GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aviapartner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "B.1. Annahme der Unternehmensfortführung/ Abhängigkeit von der Finanzierung durch den Konzern sowie Factoring und den Erhalt der Überbrückungshilfe III" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "III. Risiko- und Chancenbericht, Annahme der Unternehmensfortführung/ Abhängigkeit von der Finanzierung durch den Konzern sowie Factoring und den Erhalt der Überbrückungshilfe III" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von dem Erhalt der Überbrückungshilfe III, der Aufrechterhaltung der Factoringfinanzierung sowie der Aufrechterhaltung der Finanzierung durch verbundene Unternehmen abhängig ist. Wie in Abschnitt "B.1. Annahme der Unternehmensfortführung/ Abhängigkeit von der Finanzierung durch den Konzern sowie Factoring und den Erhalt der Überbrückungshilfe III" des Anhangs und die Angaben in Abschnitt "III. Risiko- und Chancenbericht, Annahme der Unternehmensfortführung/ Abhängigkeit von der Finanzierung durch den Konzern sowie Factoring und den Erhalt der Überbrückungshilfe III" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 11. August 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Frank Pattusch, Wirtschaftsprüfer Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde am 15.09.2021 festgestellt. |
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