RL Management GmbH
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
1 von 5 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRILUX GmbH & Co. KGArnsbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Unternehmens 1. Unternehmensstruktur Die TRILUX GmbH & Co. KG (im Weiteren "TRILUX KG" oder "Gesellschaft" genannt), gegründet 1912 von Wilhelm Lenze in Menden, wiederaufgebaut 1947 am heutigen Standort in Arnsberg-Hüsten, ist seit Jahrzehnten Marktführer in Deutschland für die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb energieeffizienter, intelligenter und vernetzter professioneller Leuchten und Lichtlösungen sowie damit im Zusammenhang stehender Serviceangebote. Die Gesellschaft ist Führungsgesellschaft der TRILUX-Gruppe ("TRILUX"). Mit Nettoerlösen von mehr als EUR 730 Mio. ist TRILUX im Geschäftsjahr 2022 nicht nur um mehr als 20 % gewachsen, sondern auch unverändert der größte, nicht börsennotierte Hersteller von professionellen Beleuchtungssystemen für den Innen- und Außenbereich in Europa. Die aktuelle Struktur der TRILUX-Gruppe veranschaulicht nachstehende Abb.1.:
Neben dem Kern der TRILUX-Gruppe, dem Geschäftsbereich Licht, steht der Geschäftsbereich Beteiligungen, in dem die strategischen Beteiligungen sowie Finanzbeteiligungen zusammengefasst sind. Der Geschäftsbereich Licht umfasst die Produktsegmente Innenraumleuchten und Außenleuchten einschließlich der zugehörigen, zunehmend auch digitalen Services und bedient im Wesentlichen die Anwendungsgebiete (Applikationen) "Industrie", "Office", "Retail" sowie "Outdoor". Daneben werden in immer höherem Maße Sonderlösungen bis hin zu kundenindividuellen Einzelfertigungen angeboten. Insbesondere durch die systematische Bearbeitung der Zielgruppe "internationale Lichtplaner und Architekturbüros", ermöglicht u. a. durch die Etablierung eines hochkarätig besetzten Designboards sowie den Aufbau einer neuen spezifischen Leuchtenmanufaktur am Standort Arnsberg, hat TRILUX die Basis für weiteres Wachstum in dem zunehmend bedeutsamen Absatzkanal "Architectural" geschaffen. Dieses Wachstum wird seit dem Jahresbeginn 2022 des Weiteren durch die Schweizer Gesellschaft Mono-Licht GmbH unterstützt. Auch nach der Übernahme durch die TRILUX AG, Spreitenbach, Schweiz, wird die Mono-Licht GmbH als eigenständiges Unternehmen fortgeführt. Das Unternehmen ist auf hochwertige Lichtlösungen für Büros, Schulen, Hotels sowie Alten- und Pflegeheime spezialisiert und hat sich insbesondere durch maßgeschneiderte Architektur- und Sonderleuchten einen Namen gemacht. Die TRILUX KG produziert und fakturiert in Arnsberg ausschließlich Produkte der Dachmarke TRILUX SIMPLIFY YOUR LIGHT und deckt damit schwerpunktmäßig die bereits oben unter anderem angegebenen Applikationen ab. Produkte der Applikation "Retail" werden zudem unter der Marke "Oktalite" in enger Kooperation mit der gleichnamigen Tochtergesellschaft ("Oktalite Lichttechnik GmbH") mit Sitz in Köln vertrieben. In Deutschland ist TRILUX unverändert an acht Standorten mit einem Kompetenzcenter vertreten, im einzelnen Arnsberg, Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart. Diese bieten Interessenten und Kunden professionelle Betreuung bei allen Fragen rund um das Thema Licht. Zusätzlich präsentieren Kompetenzcenter mit Showrooms eine Auswahl aktueller TRILUX-Leuchten in verschiedenen Anwendungsbereichen. Der deutsche Markt in insgesamt sechs Vertriebsregionen aufgeteilt, wobei den Kunden in den Regionen Ost und Süd jeweils zwei Kompetenzcenter zur Verfügung stehen. Separate Vertriebskanäle für die Außenbeleuchtung, das (internationale) Key-Account-Geschäft sowie das Großhandelsgeschäft runden das Lichtgeschäft ab. Der zentrale Vertriebsinnendienst ist am Standort Arnsberg organisiert. Der 2019 in Köln eröffnete TRILUX Licht Campus Köln hat sich als zentrale Anlaufstelle insbesondere für die Zielgruppe "Architectural" etabliert und zeigt darüber hinaus, was bereits heute an vernetzten, intelligenten und nachhaltigen Beleuchtungslösungen möglich ist und welche Trends morgen und in den kommenden fünf bis zehn Jahren zu erwarten sind. TRILUX ist im europäischen Ausland TRILUX durch zahlreiche Tochtergesellschaften sowie, insbesondere im Norden und Südosten Europas, durch Handelspartner vertreten. Die Marke Oktalite wird in den europäischen Kernländern ebenfalls durch die TRILUX-Vertriebsgesellschaften, eigene Handelspartner sowie durch die dezentrale Key Account Vertriebsorganisation angeboten. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten werden Kunden seit Jahren direkt vor Ort betreut. Neben einer Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Dubai, die durch Umwandlung einer nichtselbständigen Repräsentanz entstanden ist, hat im gleichen Jahr in Singapur eine Tochtergesellschaft ihre Tätigkeit aufgenommen, um von dort aus das Marktgebiet der ASEAN-Staaten zu bearbeiten. Weitere Märkte außerhalb Europas werden darüber hinaus durch lokale Vertriebspartner abgedeckt. In Alhama de Aragon, im äußersten Westen der Provinz Saragossa in Spanien gelegen, entwickelt und produziert ZALUX seit dem Jahr 2000 unverändert für die TRILUX-Gruppe und für langjährige OEM-Kunden wetterfeste Leuchten höherer Schutzklassen und explosionsgeschützte (ATEX) Leuchten. Auch die kürzlich auf den Markt gebrachte Leuchte TUGRA wurde in Spanien entwickelt und heute produziert. ZALUX nimmt mit einer hochwertigen Produktpalette, strengen Qualitätskontrollen und einer erstklassigen Logistik ebenfalls eine führende Position in der Lichtbranche ein. Knapp 400 Mitarbeiter sind aktuell an den spanischen Standorten in Alhama de Aragon sowie in Saragossa beschäftigt. Dazu gehören die Bereiche Vertrieb und Marketing, Projektteams von Lichtplanern und Projektingenieuren, eine Außenstelle der TRILUX Akademie und weitere Fachabteilungen wie Operations, Einkauf, Finanzen und Controlling, Personal und IT. Die international agierende Business Unit Lighting Solutions + Services, ansässig in Köln, unterstützt alle Gesellschaften des Geschäftsbereichs Licht zentral mit projektbezogenen und digitalen Services. Diese umfassen Projektmanagement, Planungsleistungen, diverse Miet- und Finanzierungsangebote sowie die vollständige (De-)Installation von Beleuchtungsanlagen. Digitale Services werden darüber hinaus für den Bereich Energy- und Light-Monitoring über eine eigene Cloud-Lösung angeboten. Die E-Business-Plattform TRILUX ONE wurde von einer eigenen Business Unit innerhalb der "TRILUX Lighting Solutions" weiterentwickelt und kundenorientiert ausgebaut. So konnte TRILUX ONE bereits im Mai 2023 den Vorjahresumsatz verbuchen und steigert den Kundennutzen durch die Integration weiterer digitaler Services. Die kontinuierlich wachsende Nutzergruppe verbindet Angebote wie das TRILUX Sanierungstool oder die Office Vorschlagsplanung mit der Projekt-Kollaboration in TRILUX ONE und nutzt verschiedene E-Commerce Funktionen, um Geschäftsprozesse mit TRILUX Ende-zu-Ende abzubilden. Dafür wurden auch Schnittstellen wie EDI in die Verantwortung der Business Unit TRILUX ONE gegeben. Das Team der TRILUX-Tochtergesellschaft PACELUM GmbH hat sich in den letzten Jahren intensiv damit beschäftigt, auf den Farming-Bereich zugeschnittene Beleuchtungslösungen auf den Markt zu bringen. Spezielle Spektren und Steuerungssysteme kombiniert mit einer hohen Schutzart sind das Aushängeschild des Produktportfolios, um speziell in der Tierhaltung neben einer optimalen Beleuchtung auch das Tierwohl zu verbessern und die Produktivität bzw. den Ertrag des Kunden zu steigern. Um den zukünftigen Aufgaben und Ansprüchen gewachsen zu sein, wurde das Geschäft der PACELUM GmbH zum 1. April 2023 auf die ZALUX S.A. (ZALUX) übertragen. Dieser Schritt erfolgte, um die Verbindung zwischen Produktion und Entwicklung der Produkte sowie der Vertriebseinheit weiter zu stärken - ZALUX ist Hauptlieferant der PACELUM-Produkte. Somit sind die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Die Marke PACELUM bleibt unverändert bestehen, um eine klare Abgrenzung zum OEM-Geschäft der ZALUX sicherzustellen. Der Online-Händler watt24 für elektronische Komponenten, Leuchten(-zubehör) und Ersatzteilen mit Standorten in Arnsberg und Ense konnte seine Kooperationen mit namhaften Gesellschaften aus dem Lichtbereich ausbauen. Um den Wachstumsprozess der watt24 weiter zu beschleunigen, hat sich TRILUX bereits im Geschäftsjahr 2021 dazu entschlossen, die Gesellschaft für weitere Investoren zu öffnen. An der TRILUX Digital Solutions (TDS) mit Sitz in Dortmund hat sich im Jahr 2021 ein externer IT-Partner beteiligt. Durch diese Beteiligung entsteht für die TRILUX-Kunden zukünftig ein ganz besonderes Verkaufserlebnis mittels einer kundenorientierten Konfiguration und höchstmöglicher Datenqualität im End-to-End Prozess. Dies stärkt die TRILUX-Gruppe und trägt zur weiteren Differenzierung bei. Gleichzeitig erfährt die TDS Innovation durch einen starken IT-Partner mit der perspektivischen Zielsetzung, ein zertifiziertes SAP-Beratungshaus für mittelständische Unternehmen zu werden. Mehrheitsbeteiligungen hält TRILUX unverändert u. a. an der der ICT mit Sitz in Zhuhai (China) sowie an der crosscan GmbH mit Sitz in Witten. Die ICT ist Spezialist für elektronische Bauelemente und Baugruppen, insbesondere - aber nicht ausschließlich - für lichttechnische Anwendungen. Weitere Kundensegmente sind Telekommunikation, Haushaltsgroßgeräte und elektrische Kleingeräte. Die crosscan GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung innovativer Software-Lösungen im Bereich von "Retail-Analytics". Im Verbund mit den Lichtlösungen der TRILUX-Gruppe können den Kunden im Anwendungsbereich Retail nunmehr stark differenzierende Angebote durch das Zusammenwirken von Hard- und Softwarelösungen gemacht werden. Die Seitec Elektronik GmbH unterstützt unter anderem in enger Abstimmung mit dem Forschungs- und Entwicklungsbereich bei TRILUX wesentliche Neuentwicklungen in der TRILUX-Gruppe. TRILUX hat zu Beginn des Berichtsjahres 2021 wie geplant zunächst weitere 10 %-Punkte der Geschäftsanteile übernommen. Im Geschäftsjahr 2023 soll der nächste Teilerwerb erfolgen. Die wesentlichen administrativen Dienstleistungen für die TRILUX-Gruppe werden weiterhin zentral aus der TRILUX Group Management GmbH heraus erbracht. Ihrer Verpflichtung zu Know-how Transfer sowie Aus- und Weiterbildung kommt die TRILUX-Gruppe unverändert mit Hilfe der TRILUX Akademie nach. Zum weiteren Ausbau des Lehrgangsbereichs hat die TRILUX Akademie im Jahr 2022 die Lizenz zur Prüfung auf den European Lighting Expert (ELE) erworben. Hiermit kommt TRILUX dem Wunsch nach einem einheitlichen Weiterbildungsabschluss in Europa nach und hat zudem ein sehr praxisorientiertes Format für alle Interessenten im Portfolio, mit dem vor allem angehende Lichtplaner qualifiziert werden können. Die entsprechenden Lehrgänge starten im Oktober 2023. 2. Strategie und Ziele Im Berichtszeitraum wurde die Strategieentwicklung in der TRILUX-Gruppe mit Blick auf 2023 fortgeführt. TRILUX bleibt dem eingeschlagenen strategischen Weg treu und setzt weiterhin auf konsequente Kundenzentrierung. TRILUX verfolgt unverändert das Ziel, die bevorzugte Marke für professionelle Beleuchtungslösungen in Europa zu werden. Die strategische Ausrichtung der TRILUX-Gruppe als Partner für unsere Kunden und führender Anbieter verlangt eine starke Markenpositionierung und insbesondere die Nähe zu unseren internationalen Kunden. Das Kerngeschäft "Licht" wird mit individuellen Lösungen "beyond lighting" abgesichert. Dabei wird profitables Wachstum durch die Kombination aus hocheffizientem Volumen- und hochmargigem Projektgeschäft generiert. TRILUX hat die zweite Phase der Markenkampagne "Wo Licht ist, ist Leben" mit dem Fokus auf Markenbildung erfolgreich abgeschlossen. Die Ziele wurden für alle Märkte definiert und die Maßnahmen erfolgreich in allen Ländern zum gleichen Zeitpunkt an über 1,5 Mio. Kunden adressiert. Essenzieller Baustein der Strategie 2023 ist wiederum die Business Unit (BU) TRILUX ONE. Sie dient gleichzeitig als wichtiges Differenzierungsmerkmal sowie als Digitalisierungsmotor für die kundenbezogenen Prozesse im Vertrieb. Hier werden eBusiness-Funktionen wie Selfservices, Shopping-Lösungen sowie Kollaborationstools für Kunden und Partner bereitgestellt. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen im Markt bezüglich der Sanierung von Bestandsgebäuden und gleichzeitig der Notwendigkeit, Energie einzusparen, bleibt Lichtmanagement ein wesentlicher Hebel, die Chancen bei beiden Themen zu nutzen. "LiveLink" wurde vor 7 Jahren als differenzierendes Lichtmanagement-System von TRILUX im Markt eingeführt. Im Jahr 2022 ist es ein Benchmark für viele Unternehmen und Hersteller. Bei einer Sanierung von bspw. T8 Lampen auf eine LED-Lösung mit Lichtmanagement können Nutzer heute bis zu 85 % einsparen. In 2022 konnte TRILUX eine 50%ige Umsatzsteigerung beim Lichtmanagement verzeichnen. Bei der Variante LiveLink Premium konnte TRILUX sogar eine Umsatzsteigerung von 250 % erreichen. Durch die Änderung der RoHS-Richtlinie, welche nunmehr verlangt, dass T5 und T8 Leuchtstofflampen ab dem 25. August 2023 verboten werden, erschließen sich weitere Sanierungspotenziale für TRILUX. Das TRILUX Living Contrasts Programm wurde bereits im Jahr 2021 als alternatives Messekonzept entwickelt, um die Kunden nach dem Abklingen der Pandemie wieder persönlich zu treffen. Von Ende April bis Mitte November 2022 wurden die "TRILUX City" sowie kleinere Formate in 17 deutschen und europäischen Städten an spektakulären Veranstaltungsorten errichtet und insgesamt rd. 10.000 Gäste empfangen. Das Programm stationierte u. a. in Hamburg, Stuttgart, Köln, Gladbeck, Nantes, Leipzig, Lyon, Alhama de Aragon, Amersfoort, Straßburg, München, Warschau, Antwerpen, Stockholm, Spielberg, Helsinki und Zürich. Osteuropa ist schon lange einer der Schwerpunkte der internationalen Wachstumsstrategie des Unternehmens. Seit 33 Jahren ist TRILUX in der Vertriebsregion Central Eastern Europe (CEE) tätig und beschäftigt dort rund 80 Mitarbeitende. Im Jahr 2022 wurde - auch vor dem Hintergrund der zurückliegenden Lieferkettenprobleme sowie der sich verändernden geopolitischen Situation - die Entscheidung gefällt, ein weiteres Werk in Zentraleuropa zu errichten. Nach einem intensiven Such- und Auswahlverfahren über mehrere Länder fiel die Standortentscheidung zugunsten von Swidnik, einer kleinen Gemeinde östlich der Stadt Lublin. Wesentliche Kriterien waren dabei Verfügbarkeit und Ausbildung der Arbeitskräfte, Lohnkostenentwicklung und Arbeitsmarktsituation, aber auch die lokale Infrastruktur, Erreichbarkeit unserer Kernmärkte und die politische Situation im jeweiligen Land. Die neu geplante, rund 23.000 m 2 große Produktionsstätte, stellt eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Werken in Arnsberg (Deutschland) und Saragossa (Spanien) dar. Der neue Standort ist ein wesentlicher Baustein unserer Wachstumsstrategie und wird uns nochmals deutlich schlagkräftiger machen, um im hart umkämpften Beleuchtungsmarkt zu bestehen bzw. unsere gute Position in der Vertriebsregion CEE weiter auszubauen. Durch die Nähe zu unseren Kunden können wir erheblich besser auf ihre individuellen Wünsche, aber auch aktuelle Branchentrends reagieren. Das neue Werk in Lublin erhöht langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit und trägt damit auch zur dauerhaften Sicherung der Arbeitsplätze an unseren anderen Produktionsstandorten bei. Der Vertrag mit dem Projektentwickler wurde am 31. März 2023 unterzeichnet. Neben den kommerziellen und rechtlichen Verhandlungen trägt das TRILUX-Projektteam gerade mit Hochdruck alle notwendigen Informationen für die notwendigen behördlichen Anträge zusammen. Der Beginn der Baumaßnahmen ist für den Sommer 2023 geplant. Im Sommer des Jahres 2024 soll das neue Werk mit bis zu 250 Mitarbeitenden eröffnet werden. Im internationalen Vertrieb liegt der aktuelle Fokus neben dem europäischen Markt unverändert auf den Clustern CEE und MET-APAC sowie dem indischen Subkontinent. Während im Cluster CEE 2022 erneut hervorragende Wachstumsraten erzielt werden konnten, liegt der Schwerpunkt im Bereich MET-APAC sowie Indien noch auf dem Aufbau bzw. der Festigung von Strukturen sowie der Bewältigung einiger - vor allem coronabedingter - Rückschläge in der jüngeren Vergangenheit. TRILUX hat die Konzeptphase der Markenkampagne "Wo Licht ist, ist Leben" mit dem Fokus auf Markenbildung erfolgreich abgeschlossen. Die Ziele je Land wurden definiert und die Maßnahmen in allen Ländern zum gleichen Zeitpunkt gestartet. Mit der Kampagne ist TRILUX durch interne und externe Kommunikationsmaßnahmen in allen Ländern präsent. Für TRILUX ist Nachhaltigkeit kein Trend, sondern eine Haltung. Diese ist fest in der Unternehmens-DNA verankert. Als unternehmerische Selbstverständlichkeit. Wir richten das Handeln unserer Organisation in allen Kernbereichen auf Umwelt- und Ressourcenschutz sowie die Vermeidung von CO 2 -Emissionen aus. Nicht erst, seit Maßnahmen gegen den Klimawandel gesetzlich und gesellschaftlich gefordert sind. Als Familienunternehmen denkt TRILUX in Generationen und misst sich nicht an kurzfristigen Erfolgen. Wir engagieren uns verantwortungsvoll, ganzheitlich und betrachten Nachhaltigkeit mit allen ihren Facetten. Soziale Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung und faires Wirtschaften sind seit Unternehmensgründung 1912 unsere unverhandelbaren Werte. Wir wollen damit mutiger und kreativer Vorreiter, Treiber und Mitgestalter im Markt sein und einen messbaren Beitrag leisten für die Umwelt sowie zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Partnerinnen und Partner sowie Kundinnen und Kunden beim Erreichen ihrer Nachhaltigkeitsziele. TRILUX setzt Benchmarks bei Energieverbrauch und Lebensdauer und leistet so einen wichtigen Beitrag, um beim Einsatz künstlicher Beleuchtung den CO 2 -Fußabdruck zu minimieren. Gebäudezertifizierungen gewinnen durch Fördermittelanreize und gesetzliche Vorgaben zur Nachhaltigkeit (EEG) an Bedeutung. HCL-Lösungen verändern ihre spektrale Zusammensetzung im Tagesverlauf analog zum Sonnenlicht und bringen dadurch natürliche Lichtverhältnisse in Innenräume. Das erhöht die Lebens- und Arbeitsqualität - damit auch die Zukunftsfähigkeit des Gebäudes. Konsequente Ressourcenschonung endet für TRILUX nicht auf dem eigenen Gelände. Die TRILUX Nachhaltigkeitsstrategie wird seit Mitte 2022 durch ein interdisziplinäres Projekt-Team in das operative Tagesgeschäft integriert. Darüber hinaus gibt es weitere ambitionierte Nachhaltigkeitsziele für die gesamte TRILUX Gruppe. So hat bpsw. auch ZALUX bereits große Fortschritte auf dem Weg zu einer grünen Erfolgsgeschichte gemacht. Aus der Vogelperspektive sieht es aus wie eine leuchtende Wasserfläche inmitten der sanften Hügellandschaft. Die 7.500 m 2 große Photovoltaik-Eigenverbrauchsanlage befindet sich auf einem Feld neben der ZALUX-Fabrik in Alhama de Aragón, Saragossa, Spanien. Sie wurde im Sommer 2022 in Betrieb genommen. Seitdem decken die 976 Solarmodule mit 640 Kilowatt 20 Prozent des Energiebedarfs der Anlage Alhama I. Die von den Sonnenkollektoren im Jahr 2022 erzeugte Energie beträgt 100 MWh, was nach dem offiziellen Emissionsfaktor fast 25 Tonnen CO 2 entspricht. Mit dem strategischen Projekt ZALUX NEXT 2026 will die spanische Produktionsgesellschaft noch digitaler, innovativer und nachhaltiger werden. Aktuell wird das Datenmanagement der Spritzgießmaschinen mit einem neuen, effizienteren Kühlsystem optimiert, um deren Energiebedarf zu senken. Für jedes Produkt wird ein CO 2 -Fußabdruck erstellt. In den 42.000 m 2 großen Anlagen wird der Abfall reduziert. Bereits Mitte des Jahres 2021 hat TRILUX das SUMATRA Konsortium ins Leben gerufen (sustainable materials in future luminaire designs - from recycling back to application). Gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft sollen neue nachhaltige Strategien erarbeitet werden, um die Ressourceneffizienz von Beleuchtungslösungen zu verbessern. Darüber hinaus ist TRILUX seit 2022 Mitglied bei "Madaster", um gemeinsam mit anderen Experten der Bau- und Immobilienbranche an Nachhaltigkeitsprojekten zu arbeiten und vom Netzwerk in diesem Bereich zu profitieren. Madaster ist das globale Kataster für Materialien, Gebäude und Infrastrukturen. Der Unternehmensname basiert auf der Wortschöpfung aus "Material" und "Kataster". Die Cloud-Plattform vermittelt Einblicke, welche Bauteile und Materialien an welchen Stellen eines Gebäudes zu finden sind und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt haben. Ob im Neubau oder bei Bestandsobjekten. Die Dokumentation der Materialien, Bauteile und Produkte macht ihren Wert sichtbar und somit ihre Eignung für die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy). 3. Forschungs- und Entwicklungsbericht Im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) wurden in der TRILUX-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 insgesamt EUR 26,5 Mio. aufgewendet (2021: EUR 31,0 Mio.). Die Innovationsquote, bezogen auf den Umsatz, belief sich somit auf 3,6 % (2021: 5,2 %). Im Bereich der allgemeinen Beleuchtung wurde die Baureihe Olisq entwickelt, die mit ihrer zeitlosen Formensprache und überaus homogenen und flachen Lichttechnik eine neue Ära für unsere erfolgreichen Baureihen "74er" und "Mondia" einläutet. Die Baureihe wurde auf vier runde, zwei quadratische und drei langgestreckte Varianten aufgebaut und kann somit in den verschiedensten Anwendungen eingesetzt werden. Da sie auf unsere bekannten Altprodukte abgestimmten Maße und Bohrpunkte abgestimmt ist, zielt sie gleichzeitig auf das Thema Sanierung ab. Die Sonnos Baureihe wurde um zahlreiche Updates erweitert. Z. B. die Erhöhung der Effizienz mit bis zu 136lm/W, um weiterhin die Förderfähigkeit zu gewährleisten. Anbau und Pendelleuchten runden das Portfolio nun weiter ab. Das Stelenprogramm Constela CS19 wurde weiter ausgebaut und um Smart City Anteile, wie z. B. Monitor, Projektor und höhere Leuchtenköpfe erweitert. Mit der Strahlerfamilie LnPlus zeigen wir nun auch im Bereich der Außenbeleuchtung, dass wir uns komplett auf die LED Technologie fokussiert haben und lösen Leuchtenbaureihen ab, die zum Teil noch aus den Übergängen der konventionellen Lampentechnik entstanden sind. Hiermit stellen wir nun auch auf eine wiederzuerkennende TRILUX Designsprache um, damit wir mit der angrenzenden Familie Lumega LIQN nun Lösungen für jeden Outdoorbereich haben. Die Strahlerfamilie lässt derzeit Lichtströme von 2.200 bis 75.000lm zu und wir arbeiten gerade noch an einer modularen Gondel-Variante für Sportstätten und Industriebereiche mit Lichtströmen bis zu 200.000lm. Somit können wir nun jeden erdenklichen Außenbereich ideal ausleuchten. Die LnPlus Familie baut weiterhin auf unserem MLT IQ Optik- und LEDM-Baukasten auf. Bei der Applikation Lichtband liegt weiterhin der Schwerpunkt auf der Entwicklung der E-Line 4.0, bei der mit Kupferleitern bestückten Tragschiene und deren Kontaktierungselementen. Dabei steht die Entwicklungspartnerschaft mit der Firma Wieland im Fokus. Weiter wurde die Baureihe um Varianten mit unserer erfolgreichen Convision Optik erweitert, welche eine exzellente Lichttechnik bietet. Somit können wir mit dem E-Line Lichtbandsystem weiter im Bereich Retail punkten und unsere Kunden begeistern. Zusätzlich wurden verschiedene Verschlussvarianten entwickelt, die es uns ermöglichen, unsere E-Line Lichteinsätze an Tragschienensysteme anderer Hersteller zu adaptieren. Anfang 2022 durften wir mit der E-Line NEXT auch den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in Empfang nehmen. Seit 2020 ist das Forschungszulagengesetz (FZulG) in Kraft. Es ermöglicht die steuerliche Förderung von Vorhaben, welche der Forschung und experimentellen Entwicklung zuzuordnen sind. Im Laufe des Jahres 2022 wurden von TRILUX weitere 8 Anträge (erstmalig 2021: 34 Anträge) auf Bescheinigung bei der zuständigen Stelle eingereicht, von denen 7 als förderfähig im Sinne des FZulG beurteilt worden sind. ZALUX hat seine Investitionen im Bereich F&E fortgesetzt, indem es sein Team in der F&E-Abteilung ausgebaut und weitergebildet sowie auf bilateraler Ebene internationale Entwicklungsprojekte der TRILUX-Gruppe, vor allem in den Bereichen Produktentwicklung auf Basis der LED-Technologie, Energieeffizienz, Konnektivität und Kreislaufwirtschaft, unterstützt hat. Auf lokaler Ebene wurde mit Regierungsbehörden und anderen Technologiepartnern (Universität, AITIIP, etc.) beim Bau von Laboren zusammengearbeitet. Daneben wurden Industrie 4.0-Projekte fortgeführt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In unserer Prognose im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2022 haben wir im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 bereits auf die kaum absehbaren ökonomischen Auswirkungen des am 24. Februar 2022 begonnenen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine hingewiesen. Auch die im Frühjahr des Jahres 2022 noch sehr hohen Corona-Inzidenzwerte ließen viel Spielraum für die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf zu. Das weltweite BIP-Wachstum hat sich vor dem Hintergrund der weltweiten geopolitischen Situation und der sich zwar abschwächenden aber immer noch anhaltenden Corona-Pandemie drastisch von 6,2 % im Jahr 2021 auf 3,4 % verlangsamt. In Europa sank das Wachstum auf 3,5 % (2021: 5,4 %). Steigende Energiepreise, umfassende Sanktionen und gestörte Lieferketten belasteten die deutsche Wirtschaft. Seit Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 wurde der Preisanstieg im Jahresverlauf noch einmal deutlich verstärkt. Mit der Einstellung der russischen Gaslieferungen an Deutschland, ausgelöst durch die Wirtschaftssanktionen vieler Länder der Europäischen Union gegenüber Russland, kam es zu einem weiteren Anstieg der Energiepreise. Hinzu kam, dass für die Wintermonate 2022 eine Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands befürchtet wurde. Mit dem Ziel, die Wirtschaft des Landes zu stabilisieren, war es der Bundesregierung dennoch gelungen, die Preissteigerungen bei den privaten Haushalten und den Unternehmen mit Hilfe von Entlastungspaketen teilweise aufzufangen. Diverse Einflussfaktoren wie Lieferengpässe und steigende Preise für Nahrungsmittel, Energie und Strom haben zu einer beträchtlichen konjunkturellen Abkühlung der Wirtschaft Deutschlands beigetragen. Demnach fiel das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt des Landes für das Jahr 2022 mit 1,9 % deutlich niedriger aus als noch zu Beginn des gleichen Jahres prognostiziert. Aktuellen Prognosen zufolge wird die Inflationsrate in diesem Jahr deutlich niedriger liegen als 2022, wo sie im Jahresdurchschnitt bei 7,9 % lag. Die EZB beendete ihre Nullzinspolitik. Der Leitzins lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 2,5 %. Das preisbereinigte BIP ist im Jahr 2022 um 1,8 % gewachsen. Preis- und kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Damit wurde das ursprüngliche Ergebnis um 0,1 %-Punkte nach unten revidiert. Im Jahr 2021 hatte das Wachstum 2,6 % betragen. Die deutsche Wirtschaft leidet unter gewaltigen Angebotsschocks. Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften belasten die Produktion und treiben die Inflation auf Rekordhöhen. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Winterhalbjahr 2022/23 geschrumpft und die deutsche Wirtschaft damit in eine Rezession geraten. Seit dem Frühjahr 2023 erholt sich die Konjunktur. Für die globale Bauindustrie wurde für das Jahr 2022 ursprünglich ein positives Wachstum in Höhe von 3,6 % erwartet. Die Perspektive für die globale Elektrik-, Elektronik- und Haushaltsgeräteindustrie für das Jahr 2022 war mit einem geschätzten Wachstum in Höhe von 4,5 % ebenfalls positiv. Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe stieg im ersten Quartal 2022 noch um 4,1 %. Dann kamen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Von Januar bis Oktober war ein realer Rückgang von 7,9 % zu verzeichnen. Der Auftragsbestand lag Ende September mit EUR 71 Mrd. auf einem Rekordwert, der aber durch die Baupreisentwicklung überzeichnet war. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Dezember mit (saisonbereinigt) über vier Monaten noch auf einem hohen Niveau und sind noch ein "Puffer" für das erste Halbjahr 2023. 2. Geschäftsverlauf Im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2021, in dem der Geschäftsverlauf sehr starken Schwankungen ausgesetzt war, zeigte das Geschäftsjahr 2022 trotz der geopolitischen Konflikte und anhaltender Lieferkettenprobleme im Kerngeschäftsbereich TRILUX Licht einen sehr konstanten Geschäftsverlauf. Gestützt durch eine vergleichsweise hohe Lieferperformance konnte der Geschäftsbereich Licht in allen Quartalen sowohl die Vorjahres- als auch die Planwerte übertreffen und insgesamt ein Umsatzwachstum von 16,7 % verzeichnen. Damit wurde ein Nettoerlös von mehr als EUR 554 Mio. erzielt (2021: EUR 474 Mio.). Auf der Basis von Verbandsmeldungen konnten wichtige Märkte in Europa im Geschäftsjahr 2022 ebenfalls ein deutliches Wachstum verzeichnen, dazu zählen unter anderen Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien. Insgesamt betrug das europäische Wachstum rd. 10 %, wobei das Außenleuchtensegment mit 14,4 % noch deutlich stärker zulegte als das Innenleuchtensegment (+8,7 %). Der deutsche Markt wuchs um insgesamt 12,2 %. TRILUX konnte dabei seine Position in Europa weiter stärken und insgesamt 0,8 %-Punkte Marktanteil hinzugewinnen (die Innenleuchten +1,2 % sowie die Außenleuchten -0,1 %). In Deutschland belief sich der Marktanteilsgewinn gemäß der ZVEI Notariatsstatistik auf insgesamt +0,5 %-Punkte. Im Innenleuchtensegment hat TRILUX inzwischen im mit Abstand größten europäischen Markt für technische Beleuchtung einen Marktanteil von mehr als 20 %. Auch die Business Units TRILUX Lighting Solutions and Services sowie TRILUX ONE konnten im Jahr 2022 erfolgreich weiterentwickelt werden. Auf der kundenzentrierten Plattform können Kunden Produkte recherchieren, vergleichen und bestellen, Projekte erarbeiten und kalkulieren, praktische Planungstools nutzen, Hintergrundvideos abrufen und ihre gesamte Kommunikation mit TRILUX managen. Im Rahmen des kontinuierlichen Optimierungsprozesses wurde TRILUX ONE 2022 um neue Funktionen erweitert. Im Geschäftsbereich Beteiligungen hat die ICT (China) erneut eine herausragende Entwicklung verzeichnet und den Umsatz im Vorjahresvergleich abermals deutlich gesteigert. Gegenüber 2021 wuchs der Umsatz um mehr als ein Drittel auf nunmehr knapp EUR 174 Mio. Diese Umsatzzuwächse sind zum einen Ausdruck des hohen Kundenvertrauens, welches sich insbesondere in Zeiten der internationalen Lieferkettenprobleme durch eine hohe Zuverlässigkeit bei der Einhaltung von Lieferterminen aufgebaut hat, zum anderen aber auch der Zufriedenheit mit der Qualität der Produkte. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 werden auf Basis der bereits bekannten Zahlen alle kreditvertraglich vereinbarten "Financial-Covenants" eingehalten. Es besteht darüber hinaus ausreichender "Headroom", sodass auch ein unerwarteter Rückgang des Geschäftsvolumens abgedeckt werden kann. TRILUX Akademie Beschränkungen und Regelungen zum Schutz vor Corona wurden im Laufe des Jahres 2022 immer weiter zurückgefahren. Trotzdem galten bei TRILUX intern über längere Zeit weiterhin vergleichsweise strenge Abstandsregeln bzw. Maskenpflicht. Dies schränkte auf Seiten der TRILUX Akademie Teilnehmerkapazitäten und Akzeptanz in Präsenzseminaren für Mitarbeiter und Kunden ein. Daher entwickelte sich der Zuspruch bei Präsenzveranstaltungen in der ersten Jahreshälfte daher zunächst eher verhalten. Erst nach den Sommerferien wurde wieder ein signifikanter Anstieg verzeichnet, der sich im ersten Quartal 2023 fortzusetzen scheint. Wie bereits in den Vorjahren wurden sowohl für Mitarbeiter wie auch für Kunden neue Digitalangebote entwickelt, kurzfristig zur Verfügung gestellt und mit sehr guten Erfolg durchgeführt. Insgesamt konnte die Gesamtzahl von Seminarteilnehmern gegenüber dem Vorjahr um 29 % gesteigert werden. Ein besonderer Schwerpunkt lag in 2022 bei der Qualifizierung der Vertriebsorganisation. Angefangen vom digitalen Jahres-Kick-Off über diverse Produkt-Trainings bis hin zu spezifischen Pricing-Themen wurde Wissen transferiert und Können trainiert. Dies zeigt sich auch in einer vergleichenden Bewertung aller TRILUX-Gesellschaften hinsichtlich Ihrer Bildungsaktivitäten, wo die TRILUX Vertrieb GmbH mit einer Überschreitung der Sollstundengrenze von 53 % an erster Stelle steht. Auf Mitarbeiterseite hatten wir 20.356 Teilnehmer (2021: 15.393) in Digitalformaten sowie 6.492 Teilnehmer (2021: 2.222) in Präsenz. Die Gesamtteilnehmerzahl auf Mitarbeiterseite konnte damit sogar um 52 % gesteigert werden. Einen guten Zuspruch hatten daneben die Planer-Updates in Präsenz. Die Maßgabe zur Durchführung in den KCs begrenzte allerdings die Teilnehmerobergrenzen. Zum Ausbau des Lehrgangsbereichs hat die TRILUX Akademie die Lizenz zur Prüfung auf den European Lighting Expert (ELE) erworben. Hiermit kommt TRILUX dem Wunsch nach einem einheitlichen Weiterbildungsabschluss in Europa nach und hat zudem ein sehr praxisorientiertes Format für alle Interessenten im Portfolio, mit dem vor allem angehende Lichtplaner qualifiziert werden können. Die entsprechenden Lehrgänge starten im Oktober 2023. Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen, Software und Lizenzen beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt EUR 28,8 Mio. und liegen damit ca. EUR 5 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 23,6 Mio. Die Investitionen in Produktion und Intralogistik zielten im vergangenen Jahr auf diverse Restrukturierungen vorhandener Produktionsanlagen, Umzüge sowie Anpassungen der Montage- und Verdrahtungsanlagen vom Produkt E-Line auf den Nachfolger E-Line Next. Die Invasion Russlands in die Ukraine und die damit drohende Gasverknappung würde bei unserer energieintensivsten Anlage, der Pulverbeschichtungsanlage, zu einem nicht zu kompensierenden Ausfall führen. Die Pulverbeschichtung ist als letzter Arbeitsschritt der Vorfertigung nicht ersetzbar. Daher hat TRILUX in einen Bypass investiert. Die Öfen der Anlage können nun zusätzlich zum Gas auch mit Öl betrieben werden. Die TRILUX KG hat zudem einen weiteren Investitionsschwerpunkt in den Bereich der Digitalisierung der Fertigung gelegt. Das Projekt zur digitalen Werkerunterstützung Optima wurde auf neue Kundenanforderungen angepasst, zudem sind weitere Maschinen und Anlagen an die Maschinendatenerfasssung (MDE) angebunden worden. Schwerpunkt der Investitionen im Bereich Logistik waren die Einführung eines Fahrerlosen Transportsystems (AGV) in der Intralogistik sowie die Modernisierung des LKW-Fuhrparks. Damit wurde den Anforderungen bezüglich Steigerung der Produktivität und Förderung der Nachhaltigkeit Rechnung getragen. Zalux hat im Jahr 2022 über den Plan hinausgehend insbesondere Investitionen im Bereich der Maschinen, der maschinellen Einrichtungen und der Werkzeuge getätigt, um die Produktionseffizienz weiter zu erhöhen. Bei Oktalite wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 741 investiert (Vorjahr: TEUR 1.335), insbesondere in Mietereinbauten in Höhe von TEUR 308 und in Werkzeuge in Höhe von TEUR 338. Der Standort Köln wurde für die Zukunft vergrößert und so auf weiteres Wachstum vorbereitet. Es wurden umfassende Umbauten sowie statische Baumaßnahmen am Bestandsgebäude durchgeführt. Die Maßnahmen konnten in 2022 abgeschlossen werden. Auch im Jahr 2022 lag der Schwerpunkt der Investitionen bei der ICT mit rd. 80 % im Bereich der Betriebsausstattung, konkret in der Optimierung des Werkslayout sowie der Arbeitsplätze. Organe, Mitarbeiter, Personalentwicklung Mitglieder des TRILUX-Aufsichtsrats sind unverändert Herr Michael Huber (Vorsitzender), Herr Christian Unkhoff (stv. Vorsitzender) sowie Dr. Volker Kuhl. Die Gruppen-Geschäftsführung (Executive Board) besteht ebenfalls unverändert aus den Herren Hubertus Volmert (COO und Vorstandsvorsitzender), Joachim Geiger (CSO & CMO) sowie Johannes Huxol (CFO). Im Durchschnitt des Jahres 2022 beschäftigte die TRILUX-Gruppe 3.878 Mitarbeiter (2021: 3.984 Mitarbeiter). 3. Lage des Konzerns Ertragslage Die TRILUX-Gruppe konnte im aktuellen Berichtszeitraum einen Zuwachs der Umsatzerlöse in Höhe von 21,7 % auf nunmehr EUR 731 Mio. verzeichnen, die Betriebsleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung sowie andere aktivierte Eigenleistungen) erhöhte sich um 21,6 % auf jetzt EUR 740 Mio. Noch erfreulicher als die Umsatzentwicklung ist mit Blick auf den Geschäftsbereich Licht das um rd. EUR 17 Mio. verbesserte Ergebnis vor Steuern. Dafür sind im wesentlichen zwei Effekte verantwortlich. Erstens hat TRILUX als Marktführer in Deutschland Preiserhöhungen im hart umkämpften Markt erfolgreich durchsetzen und damit das Rohergebnis trotz der gestiegenen Materialkosten nahezu konstant halten können. Zweitens ist es gelungen, die Personalkostenquote (inkl. Kosten der Altersvorsorge) aufgrund des deutlich gestiegenen Geschäftsvolumens sowie weiteren nennenswerten Investitionen in qualifiziertes Vertriebspersonal von 31,2 % wieder auf unter 29 % zu senken. Im Bereich der Beteiligungen konnte die ICT ihr Ergebnis aufgrund des Umsatzsprungs ebenfalls noch einmal deutlich verbessern. Auf der Kostenseite fallen insbesondere hohe Wachstumsraten bei den Abschreibungen und bei den Vertriebskosten ins Auge. Während letztere auf gestiegenen Frachten, Boni und Vertriebsprovisionen zurückgehen, erklären sich die Steigrungen bei den Abschreibungen wesentlich aus Anpassungen von Firmenwerten der Beteiligungsgesellschaften. Das Finanzergebnis verbessert sich von EUR -6,6 Mio. auf EUR -5,3 Mio. Ausschlaggebend hierfür waren wesentlich die gesunkenen Zinsen bei den Rückstellungen für die Altersvorsorge. Durch den rechtzeitigen Abschluss eines Geschäfts zur Zinssicherung hat TRILUX über das Jahr 2022 hinaus Vorsorge im Bereich der Zinsen für die Inanspruchnahme des Konsortialdarlehens getroffen. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im Vorjahresvergleich erneut deutlich (EUR 25,4 Mio.; 2021: EUR 8,5 Mio.). In der Konsequenz ebenfalls erhöhte Ertrags- und sonstige Steuern führen zu einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 16,9 Mio. (2021: EUR 4,6 Mio.). Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Gleichlauf mit dem Geschäftsvolumen ebenfalls weiter erhöht und beläuft sich nunmehr auf EUR 380,8 Mio. (2021: EUR 341,4 Mio.) erhöht. Der Anstieg geht erneut überwiegend auf den Anstieg des Vorratsvermögens zurück. Dieser Aufbau des Working Capital konnte im Berichtjahr durch Verbesserungen im Bereich der Innenfinanzierung teilweise kompensiert werden. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind mit knapp 6 % unterproportional angestiegen. Auf der Passivseite schlägt sich der Anstieg vor allem im Bereich des Eigenkapitals nieder, daneben gibt es nennenswerte Zuwächse bei den Lieferantenverbindlichkeiten sowie den sonstigen Rückstellungen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote stieg - trotz der erneut erheblich gestiegenen Bilanzsumme - von 28,5 % auf 29,6 %. Das wirtschaftliche Eigenkapital ist um weitere EUR 13,8 Mio. auf nunmehr EUR 149,2 Mio. angewachsen und bildet mit 39,2 % der Bilanzsumme eine stabile Grundlage für weiteres nachhaltiges und profitables Wachstum. Eingerechnet sind an dieser Stelle neben dem bilanziellen Eigenkapital die langfristig zur Verfügung stehenden Gesellschafterdarlehen sowie nachrangiges Genussrechtskapital. Im Zusammenhang mit der Bewilligung des KfW-Darlehens wurde bereits im Jahr 2020 die Laufzeit des Genussrechtskapitals bis zum Jahresende 2022 verlängert. Die planmäßige Rückführung erfolgt in den Jahren 2023 und 2024. Im 4. Quartal 2022 ist mit den Kernbanken eine Vereinbarung zur Verlängerung der Laufzeit des Konsortialdarlehens aus dem Jahr 2018 bis zum November 2025 getroffen worden. Damit ist der seitens der KfW erwünschten Synchronisation der Darlehenslaufzeiten nachgekommen und die Gruppenfinanzierung um weitere zwei Jahre sichergestellt worden. 4. Gesamtaussage Das Ergebnis der TRILUX Gruppe im Geschäftsjahr 2022 zeigt, welche enorme Bedeutung der Verlässlichkeit von Lieferzusagen in einem ansonsten von großer Unsicherheit geprägten Umfeld zukommt. Daher konnte im aktuelle Berichtszeitraum ein stark verbessertes Ergebnis erzielt werden, das deutlich über den eigenen Erwartungen liegt. Zudem konnte TRILUX in einem unverändert von hohem Wettbewerbsdruck geprägten Marktumfeld erneut weitere Marktanteilsgewinne im deutschen Markt erzielen und damit die Marktführerschaft weiter ausbauen. Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 war somit angesichts der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen mehr als zufriedenstellend. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die finanzielle Unternehmenssteuerung der TRILUX-Gruppe verwenden wir neben weiteren Kennzahlen insbesondere den Umsatz und die EBIT-Quote (bereinigtes operatives Ergebnis/Umsatz) sowie den "free cash flow". Letzterer bezeichnet den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der Investitionstätigkeit vor Ausschüttungen an die Gesellschafter. Der konsolidierte Umsatz liegt im Berichtsjahr bei rund EUR 731 Mio. und damit um rd. EUR 130 Mio. über dem Vorjahreswert. Damit ist der Umsatzanstieg weit höher ausgefallen als ursprünglich prognostiziert ("höherer einstelliger Prozentbereich"). Für dieses Umsatzwachstum sind im Jahr 2022 sowohl der Geschäftsbereich Licht als auch die erneut die ICT verantwortlich. Die EBIT-Quote hat sich mit 3,63 % gegenüber dem Vorjahr (1,10 %) deutlich verbessert, der geplante nächste Schritt auf die für 2025 angestrebte EBIT Zielgröße von 5 bis 6 % konnte somit realisiert werden. Der "free cash flow" belief sich im Berichtszeitraum auf rd. EUR 3,6 Mio. (2021: EUR -17,3 Mio.). Der im Vorjahr prognostizierte leicht positive free cash flow wurde folglich übertroffen. 6. Nicht Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikatoren zählen in der TRILUX-Gruppe der Lieferservice (Servicelevel gesamt) sowie die Dimm-Quote im Geschäftsbereich Licht, des Weiteren die Anzahl der Auszubildenden in den deutschen Gesellschaften. Der Lieferservice hatte für 2022 einen Zielwert von 89,5 %, der mit einem Ist-Wert von 83,4 % leicht verfehlt wurde. Angesichts der auch im aktuellen Berichtzeitraum anhaltenden Probleme im Lieferkettenbereich ist dieser Wert allerdings immer noch als gut zu bezeichnen. Die sogenannte "Dimm-Quote" gibt an, welcher Anteil der von TRILUX in den Markt gebrachten Leuchten "Intelligenz" in Form von Sensorik oder sonstiger Steuerungstechnik besitzt. Diese "Intelligenz" ist u. a. Voraussetzung für die Verwendbarkeit unserer Produkte im Zusammenhang mit den Zukunftsthemen HCL oder Connectivity. Die Zielgröße für 2022 belief sich auf 43,5 %, die mit 44,2 % im Jahresverlauf im Dezember sogar mit 48,2 % abschloss. Die Aus- und Weiterbildung junger Menschen ist und war bei TRILUX über die gesamte Firmengeschichte ein hohes Gut. Daher wird auch auf die Kontinuität in diesem Bereich hoher Wert gelegt. Dies gilt unabhängig von der aktuellen Geschäftsentwicklung. Im aktuellen Berichtsjahr wurden bei TRILUX 82 junge MitarbeiterInnen in zahlreichen Fachrichtungen ausgebildet, darunter 24 Neueinstellungen (2021: 89 bzw. 28). III. Chancenbericht Folgende Chancen können sich unmittelbar positiv auf die EBIT-Quote und den free cash flow auswirken: Wir beobachten einen leichten aber nachhaltigen Wachstumstrend im Markt für technische Beleuchtung, der aktuell unter anderem durch das für den Spätsommer 2023 EU-weit verordnete Lampenverbot (lineare T5- und T8-Leuchtstofflampen, ab 25.08.2023) und die daraus resultierenden Investitionen der Kunden in energieeffiziente Beleuchtung unterstützt wird. Mit steigenden Energiepreisen sind Energieeffizienz und Einsparungspotenziale wichtige Hebel. Diese Anforderungen kann TRILUX auf allen Ebenen in vollem Umfang erfüllen. TRILUX verfügt im Projektgeschäft über einen breiten Zugang zu entscheidenden Zielgruppen wie den Licht- und Elektroplanern, Endkunden sowie Projektentwicklern. Auf der anderen Seite hat TRILUX einen sehr guten Zugang zu den Großhandelspartnern. Durch diese Balance schafft TRILUX aktuell Wachstum in Volumen und Ergebnis gleichermaßen, da Ausschreibungen und Projekte über unterschiedliche Kanäle bedient werden können. Insbesondere zeigt sich dies durch die Kombination aus Trade-Geschäft, Digitalisierung mit TRILUX ONE sowie dem Projektgeschäft. TRILUX konnte daher in 2022 insbesondere in Deutschland schneller handeln und stärker als der Markt wachsen; sowohl in der Durchsetzung von Preiserhöhungen, als auch in Steigerungen im Umsatz und Absatz. Eine weitere Chance ist die gestiegene Ausschreibungsquote von TRILUX. So muss die Spezifikation seltener durch aggressives Pricing gebrochen werden. Insgesamt wird TRILUX häufiger spezifiziert. Dabei kann in allen Ländern die Sichtbarkeit der Marke TRILUX als auch der klar geschärfte Markeninhalt helfen und somit weitere Vorteile im Projektgeschäft erzielt werden. TRILUX hat sich früh für das Prinzip der digitalen Transformation des Kerngeschäftes entschieden. Kleinprojekte und Direktgeschäft können über das TRILUX ONE Portal zukünftig einfacher und besser abgewickelt werden. Diese digitale Schnittstelle zum Kunden bietet in Zukunft mehr Transparenz und schnellere Reaktionszeiten in Richtung Kunde. Darüber hinaus wird der Zugang zu Kleinprojekten einfacher. TRILUX ONE unterstützt die Reduktion der Komplexität im Vertriebsprozess maßgeblich. Mittlerweile ist TRILUX ONE auch eine Einkommensquelle geworden und generiert eigenständig Umsatz. Neben "Human Centric Lighting" werden insbesondere die Themen "Smart Lighting", "Nachhaltigkeit" und "Circular Economy" immer wichtigere Einflussfaktoren. TRILUX hat als lokaler Hersteller große Chancen, diese Entwicklungen erfolgreich für sich zu nutzen, da die gesamte Wertschöpfungskette umfasst und abgebildet werden kann. Der anhaltende Trend zu Nachhaltigkeit und Zirkularität ist für TRILUX eine wesentliche Chance und kann sich durch die hohe Flexibilität als Vorteil erweisen. Auch das sogenannte applikationsübergreifende Cross-Selling von Produkten sowie die höhere Modularität der Produkte stellen eine Chance dar, da immer mehr Produktlösungen auch in anderen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen. So können beispielsweise Punktlichtquellen vermehrt in Büros eingesetzt werden, was für diese Produkte zu einer Steigerung des Absatzvolumens führen kann. Zukünftige vertriebliche Chancen der TRILUX-Gruppe liegen daneben weiterhin in der Fokussierung auf die weiter wachsenden Märkte in Europa, in denen wir noch relativ geringe Marktanteile haben ebenso wie in unseren deutschen Kernmärkten. Die verstärkten Aktivitäten im Hinblick auf die dezentrale Entwicklung der internationalen Vertriebsgesellschaften unter dem Motto "Local Lead" wird TRILUX weitere Chancen eröffnen, in Projekten schneller und flexibler agieren zu können. Als deutscher Marktführer für technisches Licht besitzt TRILUX auch umfangreiches Smart-Building-Knowhow im Bereich intelligenter Beleuchtung. Im Rahmen einer Kooperation mit einem weltweit führenden Anbieter intelligenter, gesunder und nachhaltiger Gebäude, verbinden beide Unternehmen ihre Kompetenzen und können ihren Kunden in Deutschland so ganzheitliche Gebäudeautomationslösungen aus einer Hand anbieten. Insbesondere der Vertriebskanal Key Account fungiert im Bereich großer Projekte und Marken als wichtiger Multiplikator. So besteht die Chance, dass TRILUX seine Kundenbasis im Bereich großer internationaler Marken auf der bestehenden Basis stetig erweitert. Der historisch hohe Auftragsbestand zum Jahresultimo wird eine gute Grundlage für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in 2022 bilden. IV. Risikobericht Folgende Risiken könnten sich unmittelbar negativ auf die EBIT-Quote und den free cash flow auswirken: Der aktuelle Russland-Ukraine-Konflikt sowie die bereits sichtbare Verschlechterung der Beziehung zwischen China und Taiwan stellen bereits jetzt gewichtige geopolitische Risiken dar. Die drastisch gestiegenen Energiepreise sowie aktuelle und mögliche weitere zukünftige Lieferkettenprobleme wirken zumindest dämpfend auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa. Neueste Revisionen von BIP-Prognosen deuten jedenfalls schon jetzt auf ein weiteres Abflachen der Konjunktur. Die deutlichen Lohnerhöhungen als Folge des signifikanten Anstiegs der Inflationsrate im Jahr 2022 erhöhen den Druck auf die Ergebnisseite der Unternehmen im allgemeinen, ganz besonders aber auch bei TRILUX. Die genannten Konflikte und Kostensteigerungen haben weitreichende Auswirkungen auf globale Geschäftsprozesse sowie auf den Beschaffungsmarkt und die Lieferketten. So kann es unter anderem zu Projektverschiebungen durch fehlendes Material auf den Baustellen kommen. Es ist zu erwarten, dass solche Verschiebungen zukünftig erhebliche Kostensteigerungen im Projektverlauf verursachen, was auch zu einem höheren Aufwand in der Vertriebsarbeit führen wird. Insbesondere in der Applikation Retail können die beschriebenen Probleme gerade auch in Sanierungs- und Großprojekten zu Projektausfällen kommen und damit zu Verlusten führen. Dies kann eine Absatz- und Umsatzschwäche im Kanal Key Account zur Folge haben. Der grundsätzlich positive Trend der Nachhaltigkeit wird gleichzeitig zukünftig auch ein zunehmendes Kostenrisiko für TRILUX darstellen, da der Aufwand der zusätzlichen Prüfungs- und Berichtspflichten (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, CSRD, EU-Taxonomie) und damit im Zusammenhang stehende Investitionen in Kapazitäten und Softwarelösungen in naher Zukunft absehbar ansteigen wird. Auch im Rahmen der Vertriebsprozesse sind Dokumentationen von Nöten, die zeitaufwändig sind und Ressourcen binden. TRILUX schaut außerdem mit Bedacht auf alle Entwicklungen rund um die Verfügbarkeit von Personal in Deutschland. Personalknappheit an Fach- und Führungskräften birgt das Risiko, dass Schlüsselstellen nicht bedarfsgerecht besetzt werden können. Der sehr gute Ergebnisbeitrag der ICT birgt vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen neben den bereits beschriebenen wirtschaftlichen Chancen auch Risiken. Aktuell können wir noch keine Behinderungen bei der Umsetzung von Dividendenbeschlüssen feststellen, aber eine Rückführung des Gesamtkapitals mag in mittelfristiger Perspektive nicht unproblematisch bleiben. Das Risiko durch mögliche Cyberangriffe bleibt auf lange Zeit hoch. Hier hat TRILUX bereits eine spezifische Taskforce eingerichtet. Unverändert bestehen die bekannten Risiken an den internationalen Finanzmärkten im Raum. Devisen, ganz aktuell wieder Zinsen sowie die an den Finanzmärkten handelbaren Rohstoffe werden vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse fortlaufend überwacht und für die TRILUX-Gruppe im Wesentlichen durch das zentrale Finanzmanagement bei der TRILUX KG weitestgehend abgesichert. Zur Reduzierung von Währungs- und Zinsrisiken sowie zur Sicherung von Rohstoffpreisen wurden auch im Berichtszeitraum wiederum gezielt derivative Finanzinstrumente, insbesondere Terminkontrakte, eingesetzt. V. Prognosebericht Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose zur Weltwirtschaft für das Jahr 2023 leicht angehoben. Das liege nicht zuletzt an den Entwicklungen in China, heißt es in der aktualisierten Prognose. Der Weltwirtschaft insgesamt hatte der IWF im vergangenen Oktober für 2023 ein Wachstum von 2,7 % vorausgesagt - diese Prognose wurde im Januar auf 2,9 % angehoben. Nach wie vor liegt das globale Wachstum im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem "historischen Durchschnitt". Doch Chinas Abkehr von der Null-Covid-Strategie könnte den Weg zu einer Erholung der weltweiten wirtschaftlichen Lage ebnen. Gleichzeitig ist die Weltwirtschaft unverändert mit einer außergewöhnlichen Unsicherheit hinsichtlich geopolitischer und makroökonomischer Entwicklungen wie dem Krieg in der Ukraine, den Entwicklungen des Handels zwischen China, der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten und dem weiteren weltweiten Verlauf der COVID-19-Pandemie konfrontiert. Diese können sich mittel- und langfristig auf die Lieferketten und die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise auswirken. Zudem erschweren der anhaltende Inflationsdruck auf Verbraucher und Unternehmen und die damit verbundenen Zinserhöhungen der Notenbanken sowie eine stärkere Wachstumsverlangsamung der Konjunktur die Aussichten. In der EU wird für das Jahr 2023 ein BIP-Wachstum von 0,7 % prognostiziert, der Euroraum für sich soll ebenfalls mit 0,7 % wachsen. Die Einschätzung über die wirtschaftliche Entwicklung für das laufende Jahr in Deutschland fällt aktuell positiver aus als noch im Herbst angenommen. Für das Jahr 2023 wird trotz der Energiekrise und Inflation sowie eventueller weiterer Zinserhöhungen derzeit ein moderates Wirtschaftswachstum von 0,2 % erwartet. Die Inflationsrate dürfte in den kommenden Monaten zurückgehen. Dafür sorgen die staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen, die ab Dezember ihre Wirkung entfalten. Dennoch wird der heimische Inflationsdruck noch eine Weile hoch bleiben. Zum einen wird die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen auch im kommenden Jahr nicht zuletzt als Folge der breit angelegten staatlichen Entlastungspakete gestützt. Zum anderen dürften hohe Tarifabschlüsse sowohl die Kaufkraft als auch die Lohnkosten merklich steigern. Insgesamt dürfte die Inflationsrate von 7,8 % im Jahr 2022 auf 6,4 % im kommenden Jahr sinken. Der hohe Preisauftrieb wird vor allem im Winterhalbjahr die verfügbaren Realeinkommen der privaten Haushalte sinken lassen und damit die Konsumkonjunktur abkühlen. Erst ab der zweiten Jahreshälfte dürften die Einkommen im Verlauf wieder stärker zulegen als die Preise und damit der private Konsum an Fahrt aufnehmen. Das verarbeitende Gewerbe dürfte dank der hohen Auftragsbestände seine Produktion weiter moderat ausweiten und dann mit dem allmählichen Auslaufen der Lieferengpässe wieder deutlich kräftiger expandieren. Auch die Baukonjunktur wird sich zunächst weiter abkühlen. Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) prognostiziert für das Jahr 2023 einen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von real 7 %. Dabei ist der private Hausbau besonders betroffen. Die Bauindustrie schaut trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen ohne Krisenblick auf die kommenden Monate des Jahres 2023. Bei der TRILUX KG liegen Umsätze und Rohmargen im ersten Quartal 2023 erneut über Plan- und Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge, im Januar und Februar ebenfalls über Plan- und Vorjahresniveau, sind im März erstmalig gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Dies zeigt die Sensibilität der aktuellen Marktverhältnisse. Bei der ICT hat das Jahr 2023 dagegen sehr verhalten begonnen. Im ersten Quartal blieben Umsatz und Ergebnis hinter dem Vorjahr zurück. TRILUX hat für 2023 vor diesem Hintergrund ein Umsatzwachstum von knapp 2 % bei einer nochmals erhöhten EBIT-Quote budgetiert. Dabei wurde insbesondere ein Anstieg der Rohmarge unterstellt. Beim free cash flow erwarten wir investitionsbedingt einen nur leicht positiven Betrag. TRILUX plant für das Geschäftsjahr 2023 auch insgesamt mit einem leicht verbesserten Jahresergebnis. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die aktuelle geopolitische Situation nicht weiter verschärft und somit die Preisentwicklung sukzessive wieder rückläufig ist sowie die Energieversorgung in Deutschland absehbar stabil bleibt. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wurde der Zielwert des Lieferservices für 2023 mit 88,2 % leicht unter der Vorjahresplanung für 2022 angesetzt. Bei der Dimm-Quote erwarten wir einen zum Geschäftsjahr vergleichbaren Wert.
Arnsberg, den 23. Juni 2023 TRILUX GmbH & Co. KG Geschäftsführung
TRILUX Holding GmbH vertreten durch gez. Johannes Huxol gez. Hubertus Volmert gez. Joachim Geiger Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Das Mutterunternehmen, TRILUX GmbH & Co. KG, hat seinen Sitz in Arnsberg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter der Nummer A 1743 eingetragen. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht mit zwei Ausnahmen dem Kalenderjahr:
Ausweiswahlrechte wurden zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt. II. Angaben zum Konsolidierungskreis
*) Verweis auf § 264 Abs. 3 HGB Neben dem Mutterunternehmen werden 10 inländische und 24 ausländische Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Taro Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, ist Tochterunternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Einbeziehung erfolgte auf Basis der Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Die RL VERMÖGENSVERWALTUNGS GmbH & Co. KG wurde in 2022 entkonsolidiert. Hieraus ergaben sich Erträge in Höhe von TEUR 4.241. Die TRILUX Middle East FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, sowie die Mono-Licht GmbH, Winterthur, Schweiz, wurden im Berichtsjahr erstmals im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Folgende assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen: Seitec Elektronik GmbH, Elsteraue, Anteil der TRILUX KG: indirekt 35,10 % Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2022: TEUR 2.564 Anteiliges Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR 771 Unterschiedsbetrag: TEUR 1.793 Der Unterschiedsbetrag entfällt in voller Höhe auf den Geschäfts- oder Firmenwert, welcher insgesamt über fünf Jahre abgeschrieben wird. LED LUKS d.o.o., Sempeter pri Gorici, Slowenien, Anteil der TRILUX KG: indirekt 24,90 % Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2022: TEUR 488 Anteiliges Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR 391 Unterschiedsbetrag: TEUR 97 Der Unterschiedsbetrag entfällt in voller Höhe auf den Geschäfts- oder Firmenwert, welcher insgesamt über fünf Jahre abgeschrieben wird. watt24 GmbH, Ense, Anteil der TRILUX KG: indirekt 33,00 % Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2022: TEUR 12 Anteiliges Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR 12 Unterschiedsbetrag: TEUR 0 TRILUX Digital Solutions GmbH, Dortmund, Anteil der TRILUX KG: indirekt 49,02 % Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2022: TEUR 327 Anteiliges Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR 295 Unterschiedsbetrag: TEUR 32 Der Unterschiedsbetrag entfällt in voller Höhe auf den Geschäfts- oder Firmenwert, welcher insgesamt über fünf Jahre abgeschrieben wird. wtec GmbH, Bad Homburg, Anteil der TRILUX KG: indirekt 21,53 % Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2022: TEUR 0 Anteiliges Eigenkapital zum 31. Dezember 2022: TEUR 205 Unterschiedsbetrag: TEUR 0 Der Equitywert übersteigt den beizulegenden Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, sodass der volle Beteiligungsbuchwert außerplanmäßig abgeschrieben wurde. Die BAG electronics Inc., Mamplasan, Philippinen, die TRILUX Lighting Inc., Mamplasan, Philippinen, sowie die TRILUX Sp. z.o.o., Lublin, Polen, wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nach § 296 HGB nicht vollkonsolidiert. Der Beteiligungsbuchwert für die TRILUX Sp. z.o.o., Lublin, Polen, zum 31. Dezember 2022 entspricht dem anteiligen Eigenkapital und beträgt TEUR 108. III. Angaben zu Konsolidierungsmethoden Bei den im Rahmen der Vollkonsolidierung zusammengefassten Einzelabschlüssen wurde das Kapital gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode konsolidiert. Konsolidierungszeitpunkt ist die erstmalige Erstellung des Konzernabschlusses; bei Veränderungen des Konsolidierungskreises der Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Gründung des Tochterunternehmens. Ein aktiver Unterschiedsbetrag wird, soweit möglich, den stillen Reserven auf Vermögensgegenstände aus den Einzelabschlüssen zugeordnet. Ein darüber hinausgehender Betrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Vermögensgegenstände und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gemäß § 303 Abs. 1 HGB weggelassen. Die Zwischenergebnisse auf Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen und Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, werden gemäß § 304 HGB eliminiert. Bei den Vorräten wird die Zwischenergebniseliminierung durch Abschätzung der Herstellungskosten vorgenommen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge und Zinserträge zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen gemäß § 305 Abs. 1 HGB verrechnet. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Gliederung und Ausweis Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften grundsätzlich einheitlich und nach den bei der TRILUX GmbH & Co. KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt oder übergeleitet und entsprechen im Wesentlichen den im Einzelabschluss angewandten Methoden. Die Gliederung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß §§ 266, 268, 275, 277, 298 Abs. 1 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Den Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen sowie aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 bzw. in 2009 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führen. Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten bilanziert, niedrig verzinsliche bzw. unverzinsliche Ausleihungen sind zu ihrem Barwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bilanzierung zu den niedrigeren beizulegenden Werten. Wurden in den Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für diese Wertminderung später ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren bzw. zu den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Halb- und Fertigfabrikate werden zu Herstellungskosten (Material- und Fertigungseinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten nebst Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 3 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nennwerten unter Abzug von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Die Wertberichtigungen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Bewertungsrisiken gebildet. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt, soweit nicht Einzelwertberichtigungen erforderlich sind. Die Berechnung latenter Steuern erfolgt gemäß dem bilanzorientierten Konzept nach §§ 274, 298 Abs. 1, 306 HGB. Temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz werden berücksichtigt, permanente Differenzen bleiben hingegen unberücksichtigt. Steuerliche Verlust- und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB wird ausgeübt. Sich ergebende Steuerbe- und sich ergebende Steuerentlastungen werden verrechnet, und nur der Überhang wird angesetzt. Steuerentlastungen resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung der Vorräte, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Steuerbelastungen ergeben sich im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der sonstigen Vermögensgegenstände. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bzw. der Inanspruchnahme der Verlustvorträge bewertet und nicht abgezinst. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Rechtsform der einbezogenen Unternehmen und des jeweiligen nationalen Steuerrechts ergeben sich Steuersätze zwischen 9,00 % und 34,03 %. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir von jährlichen Anpassungen von 2,20 % (Vj. 2,00 %) bei den Renten aus. Eine jährliche Anpassung bei den Entgelten entfällt aufgrund der Ausgestaltung der Pensionszusagen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung aus der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 1,78 % (Vj. 1,87 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.459. Die Muttergesellschaft hat die Übergangsregel gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Anspruch genommen. Der durch die geänderte Bewertungsmethode (sog. "1/15-Regelung") verbleibende Unterschiedsbetrag der nicht in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 606 (Vj. TEUR 910). Die Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB betragen TEUR 304 (Vj. TEUR 304). Der Betrag ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Die derivativen Finanzgeschäfte (Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte) werden als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanz- und Grundgeschäft besteht. Das Ergebnis aus den zur Währungssicherung abgeschlossenen Kontrakten wird in diesen Fällen erst bei Fälligkeit ausgewiesen. Finanzgeschäfte, für die keine Bewertungseinheit gebildet wird, werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Daraus resultierende Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. 3. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung bei einbezogenen Unternehmen, welche der Währungsunion nicht angehören, erfolgt gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode: Bilanzposten werden zu den am Abschlussstichtag gültigen Devisenkassamittelkursen, GuV-Posten nach den Durchschnittskursen des Geschäftsjahres und das Eigenkapital zu historischen Kursen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Differenzen werden innerhalb des Konzerneigenkapitales nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Folgende Wechselkurse wurden angesetzt (Angaben gemäß Mengennotierung):
V. Angaben zur Konzernbilanz Die Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
Die Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten aufgrund von voraussichtlich dauernden Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen i. H. v. TEUR 1.996. Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr:
Das Kommanditkapital der TRILUX GmbH & Co. KG beträgt TEUR 23.000 (Vj. TEUR 23.000). Hinsichtlich der Aufgliederung und der Entwicklung des dargestellten Eigenkapitals wird auf den Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 5) verwiesen. Der in 2008 geschlossene Genussrechtsvertrag ist zum 31. Dezember 2019 ausgelaufen. Zur Stärkung der Finanzierungsstruktur wurde mit Vertrag vom 16. Juli 2020 eine neue Rückzahlungsvereinbarung getroffen. Demnach bleibt das Genussrecht in Höhe von TEUR 5.000 bis zum 31. Dezember 2022 (Enddatum) unverändert bestehen. Das Genussrechtskapital gewährt nach wie vor einen Anspruch auf einen Anteil am positiven bzw. verpflichtet zur Teilnahme an einem negativen Konzernergebnis vor Steuern der TRILUX-Gruppe. Die planmäßige Rückzahlung erfolgt in zwei gleichen jährlich fälligen Teilbeträgen jeweils zum 31. März eines Kalenderjahres, erstmals zum 31. März 2023. Der jeweils noch nicht zur Auszahlung fällige Rückzahlungsbetrag ist ab dem Enddatum mit 5 % zu verzinsen. Aufgrund fehlender Langfristigkeit erfolgt der Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für den Personalbereich, für den Produktionsbereich und für den Vertriebsbereich mit Verpflichtungen für Kundenboni und für Gewährleistungen gebildet. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten der TRILUX KG in Höhe von TEUR 31.458 (Vj. TEUR 33.077) enthalten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 8.513 (Vj. TEUR 7.815) Verbindlichkeiten aus Steuern und TEUR 1.532 (Vj. TEUR 1.533) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Art der Sicherheit: Folgende Gesellschaften haften gesamtschuldnerisch im Rahmen des Konsortialkreditvertrags vom 27. November 2014 bzw. Änderungsvertrag vom 20. November 2020 als Garantiegeber in Höhe von bis zu TEUR 60.000: Oktalite Lichttechnik GmbH, TRILUX Vertrieb GmbH, TRILUX Finance B.V. und ZALUX S.A. Im Rahmen des bilateralen Kreditvertrags vom 2. Januar 2019 haften gesamtschuldnerisch als Garantiegeber: Oktalite Lichttechnik GmbH und TRILUX Vertrieb GmbH. Zudem gewährten die kreditgebenden Banken des Konsortialkreditvertrags der TRILUX GmbH & Co. KG mit Kreditvertrag vom 1. Februar 2021 jeweils einen KfW-Unternehmerkredit mit einem Gesamtvolumen i. H. v. TEUR 25.000 (Stand 31. Dezember 2022: TEUR 18.745). Diesem Kreditvertrag sind die Oktalite Lichttechnik GmbH und die TRILUX Vertrieb GmbH jeweils mittels Schuldbeitritt als Gesamtschuldner sowie die TRILUX Finance B.V. und die ZALUX S.A. als Garantiegeber beigetreten. Darüber hinaus sind TEUR 6.097 bei der Taro Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, durch Grundschulden gesichert. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse entfallen mit EUR 324 Mio. (Vj. EUR 278 Mio.) auf das Inland und mit EUR 407 Mio. (Vj. EUR 323 Mio.) auf das Ausland. Personalaufwand
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 17.303 (Vj. TEUR 15.017) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 13.029 (Vj. TEUR 11.610) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.395; Vj. TEUR 1.533), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen (TEUR 548; Vj. TEUR 1.099) sowie Entkonsolidierungs- bzw. Veräußerungsgewinne aus Anteilsabstockungen/Anlagevermögen (TEUR 4.446; Vj. TEUR 3.992). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 942; Vj. TEUR 2.036), Buchverlusten aus Anlagenabgängen (TEUR 105; Vj. TEUR 587) sowie Aufwendungen nach Art. 67 Absatz 1 und 2 EGHBG (frühere 1/15-Regelung, TEUR 304, Vj. TEUR 304). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen aus der Veränderung der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.348 (Vj. TEUR 3.548). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 331 (Vj. Erträge in Höhe von TEUR 461) aus der Veränderung der latenten Steuern enthalten. VII. Sonstige Angaben 1. Eventualverbindlichkeiten Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen am Bilanzstichtag wird, auf Grundlage der Erfahrungswerte aus den Vorjahren, als nicht wahrscheinlich eingestuft. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Jahresbeträge:
Zum Bilanzstichtag sind Aufträge für Investitionen vergeben, die zu Zahlungen in Höhe von TEUR 7.527 verpflichten. 3. Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken verwendet. Sie decken die zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsgeschäfte des operativen Geschäfts sowie bestehende Darlehensbestände (Grundgeschäfte) ab. Zudem schließt die Gesellschaft Rohstofftermingeschäfte zur Absicherung von Preisschwankungen für Aluminium und Kupfer über einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten ab. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht der zum 31. Dezember 2022 bestehenden derivativen Finanzinstrumente sowie der abgesicherten Grundgeschäfte:
Die Bewertung erfolgte auf Basis anerkannter Bewertungsmodelle (Black Scholes etc.), der Zinsstrukturkurven und der am Markt gehandelten Volatilitäten am Bilanzstichtag. Die Nominalbeträge der derivativen Finanzgeschäfte entsprechen den Kauf- oder Verkaufsbeträgen bzw. den Kontraktwerten der gesicherten Grundgeschäfte. Als Marktwert eines Finanzinstruments gilt der Betrag, der zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspersonen unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Bei der Bestimmung des Marktwertes eines derivativen Finanzinstruments bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt. Für Grund- und Sicherungsgeschäfte wurden Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet. Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich ausschließlich um sog. Portfolio-Hedges (mehrere gleichartige Grundgeschäfte werden mit einem oder mehreren Sicherungsinstrumenten zusammengefasst). Zudem besteht bei allen Bewertungseinheiten eine Kongruenz hinsichtlich der zugrundeliegenden Laufzeiten und Volumen (prospektive Effektivität). Die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme gleichen sich über den Zeitraum der Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte von in der Regel bis zu drei Jahren aus. 4. Abschlussprüferhonorar Die vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechneten Honorare für das Geschäftsjahr betragen: a) Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 202 b) andere Bestätigungsleistungen: TEUR 5 c) Steuerberatungsleistungen: TEUR 134 d) sonstige Leistungen: TEUR 70 Die von anderen Abschlussprüfern einbezogener Tochterunternehmen im Berichtsjahr berechneten Honorare betragen: a) Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 374 b) andere Bestätigungsleistungen: TEUR 8 c) Steuerberatungsleistungen: TEUR 70 d) sonstige Leistungen: TEUR 2 5. Organe Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin TRILUX Holding GmbH:
Wegen der Bezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird auf § 286 Abs. 4 i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB verwiesen. Mitglieder des Aufsichtsrats: Der Aufsichtsrat der TRILUX Holding GmbH, Arnsberg, der gemäß Gesellschafterbeschluss auch für die TRILUX GmbH & Co. KG gilt, setzte sich im Berichtsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Der Aufsichtsrat hat ausdrücklich nicht die Stellung eines Aufsichtsrates im Sinne des § 52 GmbHG und den dort zitierten Vorschriften des AktG. Wegen der Bezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird auf § 286 Abs. 4 i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB verwiesen. 6. Jahresabschluss der TRILUX GmbH & Co. KG Für den Jahresabschluss der TRILUX GmbH & Co. KG, Arnsberg, wird die Befreiung gemäß § 264b HGB teilweise in Anspruch genommen.
Arnsberg, den 23. Juni 2023 TRILUX GmbH & Co. KG Geschäftsführung
TRILUX Holding GmbH vertreten durch gez. Johannes Huxol gez. Hubertus Volmert gez. Joachim Geiger
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TRILUX GmbH & Co. KG, Arnsberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TRILUX GmbH & Co. KG, Arnsberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TRILUX GmbH & Co. KG, Arnsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hagen, 23. Juni 2023 NAUST
HUNECKE und Partner GmbH
gez Michael Orban, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Deniz Sevilmis, Wirtschaftsprüfer Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Arnsberg, den 23. Juni 2023 TRILUX GmbH & Co. KG Geschäftsführung
TRILUX Holding GmbH vertreten durch gez. Johannes Huxol gez. Hubertus Volmert gez. Joachim Geiger Datum der Billigung: 23. Juni 2023 |
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