DPI Türdesign GmbHLiquidiert

46485 Wesel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 10750
Vorher
DPI Paneelen Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
9.4.2003
Branche
Herstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus HolzHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
ist die Herstellung und der Vertrieb von Alu-Kunststoff-Glas-Paneelen einschließlich ihrer Verarbeitung zu gebrauchsfertigen Erzeugnissen, von Sandwichplatten und Verbundelementen sowie Farbbeschichtungen und von dekorativen Gläsern und Sondergläsem für Fenster und Türen die Herstellung und/oder Vertrieb von Bauelementen und Farbbeschichtungen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Martin Heinrich DettmerFINQUS Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
597.500 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DPI Türdesign GmbH

Wesel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Inhalt

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Zweigniederlassungsbericht

3. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

4. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

5. Geschäftsverlauf

6. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a. Ertragslage

b. Finanzlage

c. Vermögenslage

7. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

8. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

V. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das 1988 gegründete Unternehmen, die DPI Türdesign GmbH (nachfolgend kurz: DPI oder Gesellschaft) gehört zu den mittelständischen Unternehmen im Produktsegment Haustürfüllungen in Deutschland. Die DPI gestaltet, produziert und vermarktet kundenindividuelle Haustürfüllungen aus Glas, Aluminium und Kunststoff sowie Komponenten davon.

Mit eigener Isolierglasherstellung, Pulverbeschichtung, Nasslackierung und Thermoforming verfügt die Gesellschaft über eine enorme Fertigungstiefe und ist in der Lage, nahezu jeden Kundenwunsch in kurzer Zeit zu erfüllen. Produziert wird ausschließlich in Deutschland an 2 Standorten - die Distribution erfolgt bis auf wenige Ausnahmen mit eigenem Fuhrpark europaweit.

Zu den Kunden zählen Marktführer aus der Fenster- und Haustürenbranche in Deutschland und dem europäischem Ausland.

2. Zweigniederlassungsbericht

Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Wesel über eine inländische Produktionsstätte in 53937 Schleiden - hier sind 32 Mitarbeiter beschäftigt.

3. Forschung und Entwicklung

Die DPI investiert stetig und fortlaufend in die Entwicklung innovativer Produkte, Fertigungsprozesse und IT-Lösungen. In Zusammenarbeit mit den Kunden wird diese Entwicklung systematisch und individuell vorangetrieben.

VI. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Wirtschaftsleistung ging im Jahr 2020 um 5,0 % zurück. Pandemiebedingt durchlebte die deutsche Volkswirtschaft eine schwere Rezession. Angesichts der neuen und verschärften Lockdown-Maßnahmen legte die seit Sommer letzten Jahres zu beobachtende Erholung im vierten Quartal eine Pause ein.

(Quelle:https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html :~:text=Die%20Wirtschaftsleistung%20ging%20im%20Jahr,vierten%20Quartal%20eine%20Pause%20ein)

Die Bauwirtschaft hat die Herausforderungen durch die Corona-Krise bislang gut gemeistert. Während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in den ersten drei Quartalen 2020 preisbereinigt um 5,8 % zurückging, legte sie im Baugewerbe real um 2,0 % zu.

(Quelle: https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2020).

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr war geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Einige Exportmärkte konnten aufgrund von Reisebeschränkungen nur schwer erreicht werden - in anderen Exportmärkten wurde die Produktion bei den Kunden zeitweise komplett eingestellt.

Die im ersten Quartal 2020 vermutete Negativentwicklung aufgrund der Pandemie ist für die DPI jedoch nicht eingetroffen. Ganz im Gegenteil - Umsatz und Ertrag konnten im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden, da es gelungen ist, über den bestehenden Kundenstamm hinaus Neukunden zu akquirieren.

3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a. Vermögenslage

Wesentl. Bilanzposten 31.12.2020
T€
31.12.2019
T€
Veränderungen
%
Aktiva
Anlagevermögen 2.363 2.374 - 0,5
Mittelfr. Vermögenswerte 1.795 1.770 + 1,4
Liquide Mittel 28 31 - 9,7
Passiva
Rückstellungen 609 735 - 17,1
Langfr. Verbindlichkeiten 1.978 1.803 + 9,7
Übrige Verbindlichkeiten 2.846 3.640 - 27,9

b. Finanzlage

Die Gesellschaft hat 349 T€ im Berichtsjahr im Rahmen der Neuinvestitionen in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere die Neuanschaffung eines CNC-Bearbeitungszentrums.

Zwecks Finanzierung der Absatzgeschäfte bedient sich die DPI einer Kreditlinie der Hausbank.

Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikant verbessert. Die Gesellschaft konnte ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und uneingeschränkt nachkommen.

c. Ertragslage

Das Rohergebnis im Geschäftsjahr betrug 10.495 T€ und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (9.387 T€) deutlich verbessert.

Der Personalaufwand betrug 6.604 T€ verglichen mit 6.419 T€ im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2.700 T€ verglichen mit 4.031 T€ im Vorjahr. Dies liegt insbesondere daran, dass die Einmalaufwendungen aus der im vergangenen Jahr durchgeführten Verlagerung der Pulverbeschichtungsanlage weggefallen sind. So unter anderem 414 T€ für Fremdarbeiten und 187 T€ aus dem Abgang von Anlagevermögen. Zudem war im Vorjahr ein Einmalaufwand i.H.v. 145 T€ für Abfindungen enthalten. Des Weiteren wirkte sich ein Mietverzicht seitens des Vermieters um 320 T€ aufwandsmindernd auf die Raumkosten aus.

Der Jahresüberschuss ist mit (+644 T€) signifikant besser als der Jahresfehlbetrag im Vorjahr mit (-1.627 T€). Dies liegt zum einen an den bereits erwähnten Rückgängen des Aufwands und zum anderen an der Steigerung der Umsatzerlöse um 1.519 T€

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Aufgrund der Entwicklungen konzentriert sich die Gesellschaft auf die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren: Rohergebnis, Materialquote und seit dem Jahr 2020 zusätzlich auf das EBIT.

Das Rohergebnis im Geschäftsjahr betrug 10.495 T€ und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (9.387 T€) aufgrund der bereits genannten Gründe verbessert.

Die Materialaufwandsquote wurde um 0,8 Prozentpunkte verbessert.

Das EBIT für das Geschäftsjahr betrug +826 T€ gegenüber -1.478 T€ im Vorjahr.

5. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist gekennzeichnet von einer sehr positiven Entwicklung.

Die positiven Erwartungen im Prognosebericht vom Vorjahr haben sich, trotz einer durch die Pandemie bedingten Delle im 2. Quartal 2020, im Wesentlichen bestätigt. Das Rohergebnis wurde um 11,8% gesteigert (Prognose: 7,8%) - die Materialaufwandsquote wurde um 0,8 Prozentpunkte verbessert (Prognose: 0,5). Die Ziele konnten aus den oben genannten Gründen übertroffen werden.

Die Gesellschaft geht für 2021 von weiterhin steigenden Umsätzen mit einem Rohergebnis in Höhe von 10,7 Mio. € aus. Der Umsatz bzw. die Auftragseingänge im 1. Quartal 2021 bestätigen dieses Ziel deutlich.

VII. Prognosebericht

Die Bauindustrie geht derzeit davon aus, dass der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe 2021 auf dem Vorjahresniveau stagnieren wird.

(Quelle:https://www.bauindustrie.de/themen/auf-den-punkt-gebracht/konjunkturelle-auswirkungen-des-corona-virus-auf-die-deutsche-bauwirtschaft/)

Im Gegensatz dazu, geht die Geschäftsführung des Unternehmens für das Jahr 2021 von einer weiteren Steigerung des Rohergebnisses um ca. 5,9% aus. Die Unternehmensplanung geht von einer unveränderten Materialaufwandsquote und einem EBIT von +726 T€ aus.

Diese Prognose basiert auf vorliegenden Umsätzen bzw. Auftragseingängen und Schätzungen aus der Neukundenakquise.

Die möglichen weiteren Entwicklungen zu negativen Abweichungen von Prognosen und Zielen der Gesellschaft rund um die Corona-Krise können zurzeit nicht abgeschätzt werden.

VIII. Chancen- und Risikobericht

Bestandsgefährdende Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens beeinträchtigen oder gefährden könnten, oder sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnten sich bei einer massiv reduzierten Nachfrage der Kunden ergeben.

Auf der Beschaffungsseite begegnet das Unternehmen den Risiken, da es auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen kann. Die hohen Ansprüche an Service und Qualität werden durchgesetzt mit Hilfe der eigenen Qualitätssicherung und des professionellen Einkaufs.

Umfangreiche Bonitätsbeurteilungen im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting der Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen. Zum wesentlichen Teil sind Forderungsausfälle durch eine Kreditversicherung gedeckt.

Um auch für auftragsschwache Monate vorbereitet zu sein, hat die Gesellschaft mit der Hausbank ausreichende Kreditlinien vereinbart. Es werden regelmäßig und zeitnah Liquiditätsplanungen erstellt, um kurzfristig handeln zu können.

Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Gesellschaft in einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld mit stagnierenden oder sinkenden Preisen. Risiken, die die Entwicklung beeinträchtigen oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, oder wesentliche Verlustrisiken sind derzeit nicht erkennbar - bei einem grundsätzlich verbleibenden Prognoserestrisiko.

Die möglichen weiteren Entwicklungen zu negativen Abweichungen von Prognosen und Zielen der Gesellschaft rund um die Corona-Krise können zurzeit nicht abgeschätzt werden.

 

Wesel, den 01. März 2021

Martin H. Dettmer

Andreas Krogull

Winfried Rupp

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 2.363.450,41 2.373.823,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 324.356,00 326.476,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 324.356,00 326.476,00
II. Sachanlagen 2.039.094,41 2.047.347,41
1. technische Anlagen und Maschinen 1.545.062,62 1.470.249,62
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 494.031,79 577.097,79
B. Umlaufvermögen 1.678.015,07 1.800.502,25
I. Vorräte 1.200.022,55 1.202.261,02
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 811.559,46 820.343,48
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 254.552,17 249.661,01
3. fertige Erzeugnisse und Waren 133.910,92 132.256,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 449.500,09 567.554,47
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 141.281,91 349.603,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 254.960,00 120.490,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 53.258,18 97.460,82
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 28.492,43 30.686,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 145.055,90 112.969,09
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.246.914,43 1.890.509,35
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.433.435,81 6.177.804,10

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 597.500,00 597.500,00
II. Kapitalrücklage 179.569,48 179.569,48
III. Verlustvortrag 2.667.578,83 1.041.000,87
IV. Jahresüberschuss 643.594,92 -1.626.577,96
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.246.914,43 1.890.509,35
B. Rückstellungen 608.778,80 735.082,15
1. Steuerrückstellungen 35.859,00 35.859,00
2. sonstige Rückstellungen 572.919,80 699.223,15
C. Verbindlichkeiten 4.824.657,01 5.442.721,95
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.966.328,22 3.520.419,41
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 363.944,35 879.853,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.494.384,44 1.042.449,54
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.433.435,81 6.177.804,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 10.494.776,90 9.386.528,50
2. Personalaufwand 6.604.041,49 6.419.112,45
a) Löhne und Gehälter 5.454.801,23 5.284.252,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.149.240,26 1.134.859,70
davon für Altersversorgung 13.706,77 15.648,06
3. Abschreibungen 359.288,56 408.106,03
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 359.288,56 408.106,03
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.700.495,31 4.031.086,67
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.636,38 2.939,96
davon aus verbundenen Unternehmen 4.636,38 2.939,96
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 186.865,72 151.783,27
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 20,28 0,00
8. sonstige Steuern 5.107,00 5.958,00
9. Jahresüberschuss 643.594,92 -1.626.577,96

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

der DPI Türdesign GmbH

Inhalt

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Angaben zur Bilanz

Sonstige Angaben

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschuss zum 31. Dezember 2020 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches erstellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266ff. HGB.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: DPI Türdesign GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Am Schornacker 109, 46485 Wesel
Registereintrag: Handelsregister B
Registergericht: Amtsgericht Duisburg
Register-Nr.: HRB 10750

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Bereich Werkstatt wurde gemäß § 240 Abs. 3 HGB ein Festwert geführt, der die gesetzliche Fiktion, dass sich während der Geltungsdauer des Festwertes Mengen- und Wertschwankungen ausgleichen, berücksichtigt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten angesetzt. Der Wertansatz enthält neben den Einzelkosten anteilige Gemeinkosten, soweit sie aktivierungspflichtig sind. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeit erfolgen entsprechend der Niederstwertvorschrift angemessene Wertberichtigungen. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zur Berücksichtigung von erkennbaren Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen abgesetzt worden. Dem allgemeinem Zins- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite sind Ausgaben vor dem vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer als Ergebnis aus der Betriebsprüfung für die auf die DPI Türdesign GmbH verschmolzen ADH Metacol GmbH und der DPI Türdesign GmbH selbst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich auf EUR 254.960,00 (Vorjahr: EUR 120.490,00).

Gewinn-/Verlustvortrag

Die Bilanz wurde vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellungsart: EUR
Rückstellungen Lohn und Gehalt 191.564,51
Gewährleistungsverpflichtungen 110.900,00
fehlende Bonusauszahlungen an Kunden 97.200,00
Beitrag Berufsgenossenschaft 86.981,26
Jahresabschluss, Prüfung, Offenlegung 44.800,00
ausstehende Eingangsrechnungen 26.974,03
Archivierung Geschäftsunterlagen 14.500,00
Summe: 572.919,80

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Stand 31.12.2020 Restlaufzeit bis 1 Jahr Betrag
EUR
Restlaufzeit größer 1 Jahr Betrag
EUR
Davon Restlaufzeit größer 5 Jahre Betrag
EUR
Sicherheiten (Bemerkungen) Betrag
EUR
gegenüber Kreditinstituten 2.966.328,22 1.429.733,43 1.536.594,79 707.446,52 (1)
(Vorjahr) (3.520.419,41) (2.346.134,07) (1.174.285,34) (308.510,60)
aus Lieferungen und Leistungen 363.944,35 363.944,35 0,00 0,00 (2)
(Vorjahr) (879.853,00) (879.853,00) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 1.494.384,44 1.052.492,73 441.891,71 0,00 (3) + (4)
(Vorjahr) (1.042.449,54) (1.042.449,54) (0,00) (0,00)
Summe 4.824.657,01 2.846.170,51 1.978.486,50 707.446,52
(Vorjahr) (5.442.721,95) (4.268.436,61) (1.174.285,34) (308.510,60)

(1) Raumsicherungsübereignung Anlagevermögen Wesel

(2) Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte

(3) davon durch Rangrücktrittserklärung nachrangig 441.891,71 EUR

(4) Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten aus:

Steuern EUR 56.419,11 (Vj. EUR 112.991,11)

Gegenüber Gesellschafter EUR 308.546,55 (Vj. EUR 37.755,91)

Sozialer Sicherheit EUR 13.181,45 (Vj. EUR 6.451,92)

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft bürgt für fremde Verbindlichkeiten. Die Bürgschaft betrifft eine Darlehensverbindlichkeit der Muttergesellschaft in Höhe von 848 TEUR aus dem Verkäuferdarlehen zum Kauf der DPI Anteile. Die DPI stellt der Muttergesellschaft fällige Tilgungsraten darlehensweise zur Verfügung, sofern diese unter Liquiditätsengpässen leiden sollte. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Art der Verpflichtung per Anno
TEUR
bis Laufzeitende
TEUR
Mietverpflichtungen 757 4.201
Leasingverpflichtungen 153 347
sonstige Verträge 53 77
gesamt 963 4.625

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 136,00
Angestellte 47,00
(leitende Angestellte) (2,00)
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 183,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 165,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 18,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Martin Dettmer ausgeübter Beruf: Diplom-Wirtschaftsingenieur
Andreas Krogull ausgeübter Beruf: Kommunikationswirt
Winfried Rupp ausgeübter Beruf: Bürokaufmann

Auf die Angabe gem. § 285 Nr. 9a HGB wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte:

Es existieren folgende Arten an Sicherheiten gegenüber Kreditinstituten:

a. "bewegliche Sachen in bestimmten Räumen" Raumsicherungsübereignung EUR 367.322,99

b. Pfandrechte sicherungsübereigneter Fuhrpark und Maschinen EUR 1.154.311,00

Die Sicherheiten dienen der Absicherung von Verbindlichkeiten, mit dem Vorteil der langfristigen Finanzierung des Anlagevermögens durch Kreditinstitute und dem Risiko der Verwertung des Anlagevermögens durch die Gläubiger.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 643.594,92.

Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 2.023.983,91 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Die möglichen weiteren Entwicklungen zu negativen Abweichungen von Prognosen und Zielen der Gesellschaft rund um das Coronavirus können zurzeit nicht abgeschätzt werden.

Anlagespiegel

Anschaffungskosten / Herstellungskosten

stand 01.01.2020
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2020
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 828.642,80 46.180,75 0,00 0,00 874.823,55
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 828.642,80 46.180,75 0,00 0,00 874.823,55
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 5.317.545,17 280.577,18 11.000,00 0,00 5.587.122,35
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.638.055,01 22.159,63 33.690,00 0,00 1.626.524,64
Summe Sachanlagen 6.955.600,18 302.736,81 44.690,00 0,00 7.213.646,99
Summe Anlagevermögen 7.784.242,98 348.917,56 44.690,00 0,00 8.088.470,54

Abschreibungen

stand 01.01.2020
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2020
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 502.166,80 48.300,75 0,00 0,00 550.467,55
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 502.166,80 48.300,75 0,00 0,00 550.467,55
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.847.295,55 205.763,18 10.999,00 0,00 4.042.059,73
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.060.957,22 105.224,63 33.689,00 0,00 1.132.492,85
Summe Sachanlagen 4.908.252,77 310.987,81 44.688,00 0,00 5.174.552,58
Summe Anlagevermögen 5.410.419,57 359.288,56 44.688,00 0,00 5.725.020,13

Buchwerte

Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 324.356,00 326.476,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 324.356,00 326.476,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.545.062,62 1.470.249,62
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 494.031,79 577.097,79
Summe Sachanlagen 0,00 2.039.094,41 2.047.347,41
Summe Anlagevermögen 0,00 2.363.450,41 2.373.823,41

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Wesel, den 01. März 2021

Herr Martin Dettmer

Herr Andreas Krogull

Herr Winfried Rupp

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2021 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DPI Türdesign GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DPI Türdesign GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DPI Türdesign GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben zu IV. und V. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass bei einer massiv reduzierten Gesamtnachfrage der Kunden die Sanierungsfähigkeit gefährdet sein kann. Diese Auführungen deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 1 Satz 3 HGB darstellt.

Die Aufstellung von Jahresabschluss, Anhang und Lagebericht unter Going-Concern Grundsätzen basiert auf dem Sanierungskonzept gemäß IDW S6, das der Gesellschaft die Sanierungsfähigkeit bescheinigt. Die Sanierung wird von der Hausbank mitgetragen, die deshalb weiter liquide Mittel zur Verfügung stellte. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert.

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt ein latentes Risiko dar, dessen Auswirkungen auf Prognosen und Ziele der Gesellschaft zur Zeit nicht abzuschätzen sind.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Großmaischeid, den 01. März 2021

Marx & Jansen
Revisions-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Olaf Werner, Wirtschaftsprüfer

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