Abbelen GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Gerhard Brümmer seit 20.10.2022 | Prokura |
Marc-André de Ahna seit 18.6.2020 | Prokura |
Michael Busch seit 18.6.2020 | Prokura |
Michael Karl-Heinz Boy seit 22.10.2019 | Geschäftsführer |
Dirk Dr. Gloy seit 14.9.2018 | Geschäftsführer |
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Alberta Management GmbHTönisvorstKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 20211. Grundlagen des Konzerns1.1 Geschäftsmodell des Konzerns Der Konzern hat sich als traditioneller Produzent von gekühlten Convenience Produkten für den europäischen Lebensmitteleinzelhandel etabliert. Das heutige Sortiment umfasst Frikadellen und andere Convenience-Produkte wie z. B. Burger, Schnitzel und Nuggets, auch in der fleischlosen Variante. Die Alberta Management GmbH fungiert hierbei als Mutterunternehmen des Konzerns. Die geschäftlichen Aktivitäten der Alberta Management GmbH erstrecken sich auf die Wahrnehmung von Verwaltungs- bzw. Holdingfunktionen, während der operative Geschäftsbetrieb in ihrer Tochtergesellschaft, der Abbelen GmbH, ausgeübt wird. Neben der Abbelen GmbH gibt es keine weiteren Tochterunternehmen. Produktportfolio Den Hauptumsatzanteil erwirtschaftete das Unternehmen durch die Vermarktung verschiedener Handelsmarken unter Private Label im Preiseinstiegssegment. Der Umsatzanteil durch das Marken-Geschäft unterscheidet drei Markennamen:
Aufgrund des Geschäftsmodells gehören traditionell die großen Handelsketten zum Kundenkreis des Konzerns. 1.2 Forschung und Entwicklung Der Konzern arbeitet auch im Geschäftsjahr 2021 kontinuierlich an der Optimierung bestehender Produkte sowie der Entwicklung von neuen Produktinnovationen. Hierbei sollen erfolgsversprechende Innovationen beschleunigt und durch angemessene Investitionen unterstützt werden. Investitionen im Bereich F&E wurden wesentlich im Ausbau der Produktpalette sowie neuer Verpackungskonzepte getätigt. Zum Bilanzstichtag sind 10 Personen in den Bereichen Produkt- und Verpackungsentwicklung tätig. Die operative Tochtergesellschaft ist auf dem Niveau "higher level" durch die SGS Institut Fresenius GmbH nach dem International Featured Standard Food (IFS Food) zertifiziert worden. Grundlage für die Zertifizierung sind das eingeführte HACCP-Risikomanagement und Chargenrückverfolgungssystem, regelmäßige chemische und mikrobiologische Analysen der Rohstoffe und Fertigprodukte sowie ein permanentes Monitoring der Produktionsabläufe. Damit gewährleistet der Konzern die Qualität und Sicherheit der komplett auf dem Markt angebotenen Produktpalette, was mehrmals jährlich zu DLG-Prämierungen führt. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft des Jahres 2021 befand sich im zweiten Corona-Jahr in einem deutlichen Aufschwung. Nach dem pandemiebedingten Abschwung des Vorjahres verzeichnete die Weltwirtschaft insbesondere zum Ende des ersten Halbjahres 2021 eine merkliche Erholung. Lieferkettenprobleme, Logistik- und Materialengpässe lösten sich bis zum Ende des dritten Quartals 2021 merklich auf, ehe mit dem Beginn der sogenannten Omikron-Welle die Erholungsphase eine erneute Delle erhielt. Die Erholung und das Wachstum der Weltwirtschaft sind hauptsächlich den Lokomotiven USA, China sowie der EU zu verdanken. Durch riesige Konjunkturprogramme und hohe Durchimpfungsraten förderten die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt das globale Wachstum. Das globale BIP lag im Jahr 2021 bei rund 96,3 Billionen US-Dollar. Weltweit stieg damit das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um etwa 6,1 % gegenüber dem Vorjahr. Für das gesamte Jahr 2021 stieg das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Euroraum hatte das BIP zum Ende des dritten Quartals bereits wieder das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 erreicht, allerdings führten zum Ende des Jahres erneute Lieferengpässe, hohe Energiepreise sowie eine ansteigende Inflation zu einer Abschwächung der Wachstumsdynamik. Insgesamt lag das BIP der Eurozone im Jahr 2021 bei 12,3 Billionen €, hiervon entfielen 3,57 Billionen € auf Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft. Das preisbereinigte BIP der deutschen Wirtschaft wuchs im Jahr 2021 mit 2,7 % deutlich unterhalb des europäischen Durchschnitts. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmenden Liefer- und Materialengpässen konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch des Vorjahres zwar erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. So lag die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Vorkrisenniveau. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wachstum mit 3,0 % etwas verhaltener aus. Die Wirtschaftsleistung der sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport-, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, war ebenfalls ganzjährig stark beeinträchtigt. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit (- 5,0 %) von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Der Staat gab vor allem mehr Geld aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben. Die Bauinvestitionen legten im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 0,5 % zu, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge stärker gewachsen waren. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 3,2 % mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020. Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+ 2,2 %), im Bereich Information und Kommunikation (+ 2,4 %) sowie im Baugewerbe (+ 1,2 %). Dagegen kam es im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im Jahr zuvor zu Beschäftigungsverlusten (- 1,8 %). Die Zahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger nahm 2021 weiter ab, während mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 153,9 Mrd. €. Das war noch etwas mehr als im Jahr 2020 mit 145,2 Mrd. € und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung. Das Defizit des Bundes stieg beträchtlich und war im Jahr 2021 mit 155,3 Mrd. € sogar noch etwas höher als das Defizit des Staates insgesamt. Dagegen waren die Finanzierungssalden der Länder (- 1,6 Mrd. €) und der Sozialversicherungen (- 0,1 Mrd. €) nur leicht im Minus. Die Gemeinden schlossen das Haushaltsjahr sogar mit einem kleinen Überschuss von 3,1 Mrd. € ab. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2021 eine Defizitquote von 4,3 %. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 % gegenüber dem Jahr 2020 erhöht. Ausschlaggebend waren vor allem die hohen Inflationsraten im zweiten Halbjahr 2021. Eine höhere Jahresteuerungsrate als im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde zuletzt vor fast 30 Jahren (1993: +4,5 %) ermittelt. Die hohe Inflationsrate hat verschiedene Ursachen. Die temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer im zweiten Halbjahr 2020 sowie der Preisverfall der Mineralölprodukte im Vorjahr wirkten sich auf die Gesamtteuerung des Jahres 2021 aus. Neben Basiseffekten wirkten zunehmend krisenbedingte Effekte wie Lieferengpässe und die deutlichen Preisanstiege auf vorgelagerten Wirtschaftsstufen auf den Verbraucherpreisindex. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2021 gegenüber 2020 um 3,2 %. Dabei waren alle Nahrungsmittelgruppen 2021 deutlich teurer, insbesondere Speiseöle und Fette (+ 5,3 %) sowie Gemüse (+ 3,9 %). 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2.1 Absatzseitige Rahmenbedingungen Der Konzern produziert als führender deutscher Hersteller nach eigenen Berechnungen mehr als die Hälfte aller Frikadellen und Fertig-Hamburger für die Eigenmarken der großen Supermarkt- und Discounter-Ketten in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Hierbei agiert der Konzern weiterhin in einem äußerst wettbewerbsintensiven Markt mit hoher Unternehmenskonzentration. Im Jahr 2021 zählen - mit Ausnahme der Drogeriemärkte - die 10 größten Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel (u.a. EDEKA, die Schwarz-Gruppe, REWE Group, Aldi) zu den inländischen Kunden der Gesellschaft. In Folge dieser Marktstruktur sind der Konzern und ihre Mitwettbewerber in erster Linie einem harten Preiswettbewerb ausgesetzt. Wie schon im Vorjahr bedeutet für viele Verbraucher die momentane Situation in Zeiten der Corona-Pandemie und steigender Inflation eine wirtschaftlich unsichere Zukunftsperspektive. Beim Einkauf stehen daher überwiegend qualitativ hochwertige Basisartikel zu einem niedrigen Preis im Vordergrund. Trotz der aktuellen Krise bleiben dabei konsumentenseitig die Ansprüche an Lebensmittel trotzdem vielfältig und stehen weiterhin im Zeichen von Tierwohl, Ökologie und Regionalität. Der Markt mit vegetarischen oder veganen Alternativen zum Fleisch boomt unverändert. Im Jahr 2021 produzierten deutsche Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr knapp 17,0 % mehr Fleischersatzprodukte. Damit wurden 2021 97.900 Tonnen Fleischersatzprodukte produziert. Trotz dieses Anstiegs fällt der Wert der Fleischersatzprodukte (458,2 Mio. €) im Verhältnis zu den Fleischprodukten (35,6 Mrd. €) verhältnismäßig gering aus. Dennoch ist bei den Fleischprodukten in den letzten Jahren ein Rückgang zu verzeichnen (- 7,8 % gegenüber 2020; - 11,3 % gegenüber 2019). Damit sank der Pro-Kopf-Verzehr im Jahr 2021 auf 55,0 Kilogramm. Neben der qualitativ hochwertigen Produktvielfalt liegt der zukunftsweisende Fokus unverändert in der (Weiter)-entwicklung der fleischlosen Produktpalette. 2.2.2 Beschaffungsseitige Rahmenbedingungen Die gewerblichen Schlachtunternehmen in Deutschland haben 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 7,6 Mio. Tonnen Fleisch produziert. Wie Destatis mitteilt, waren das 2,4 % weniger als im Vorjahr. Damit ist die Fleischproduktion im Vorjahresvergleich seit 2017 rückläufig. Insgesamt wurden 2021 in den Schlachtbetrieben 56,2 Mio. Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 668,7 Mio. Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Im für die Gesellschaft wichtigen Sektor Fleischproduktion ging die Zahl der geschlachteten Schweine mit 51,8 Mio. Tieren im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 2,9 % zurück. Dabei verringerte sich die Zahl der geschlachteten Schweine inländischer Herkunft um 0,8 % auf 50,6 Mio. Tiere. Die Zahl importierter Schweine, die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden, sank dabei um 49,0 % auf 1,2 Mio. Tiere. Insgesamt betrug die im Jahr 2021 in Deutschland produzierte Menge an Schweinefleisch 5,0 Mio. Tonnen. Das waren 2,9 % weniger als 2020. Die Zahl der im Jahr 2021 gewerblich geschlachteten Rinder sank gegenüber 2020 um 1,0 % auf 3,2 Mio. Tiere. Die produzierte Schlachtmenge von 1,1 Mio. Tonnen Rindfleisch lag 1,8 % unter dem Vorjahresergebnis. Neben der Schweine- und Rindfleischproduktion ist die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch im Jahr 2021 gegenüber 2020 ebenfalls um 1,6 % auf 1,6 Mio. Tonnen gesunken. Für den Rückgang ist insbesondere die um 7,4 % auf 0,4 Mio. Tonnen gesunkene Erzeugung von Putenfleisch (Truthahnfleisch) ursächlich. Die Produktion von Jungmasthühnerfleisch stieg hingegen um 1,4 % auf 1,1 Mio. Tonnen. Quellenangaben
2.3 Darstellung des Geschäftsverlauf s Umsatz und Beschaffung des Konzerns beziehen sich ausschließlich auf die einzige operative Gesellschaft, d.h. die Abbelen GmbH. Das Berichtsjahr 2021 stand - wie bereits auch schon das Vorjahr - wesentlich unter den Zeichen der Corona-Pandemie. Wie im Vorjahr waren die Produkte von ABBELEN im Geschäftsjahr 2021 aufgrund des Lockdowns und der damit einhergehenden Schließung der Gastronomie weiter sehr gefragt. Insbesondere Berufstätige nutzten die Möglichkeit, sich im Homeoffice, aber auch in Mittags- oder Arbeitspausen mit Convenience-Food zu versorgen, statt in Kantinen oder Restaurants zu Mittag zu essen. 2.3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Netto-Netto-Umsätze aus Warenverkäufen des Konzerns lagen im Geschäftsjahr bei 162,6 Mio. € und sind damit um 10,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Gleichzeitig ist die Absatzmenge im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Bereinigungen der Produktpalette um 1.796 Tonnen auf 48.465 Tonnen gesunken. Der Umsatzrückgang war einerseits preisbedingt und resultierte vor allem aus Preisanpassungen gegenüber Kunden als Folge temporär gesunkener Rohstoffpreise, die an den Lebensmitteleinzelhandel weitergegeben wurden. Andererseits führten Auslistungen von Produkten aufgrund eigener als auch kundenseitiger Strategieentscheidungen zu einem verminderten Absatzvolumen. Die Auftragsentwicklung im Geschäftsjahr war dennoch mehr als zufriedenstellend. Aufgrund eines verglichen zum Plan verbesserten Absatzvolumens im ersten Halbjahr 2021 wurde im Geschäftsjahr der prognostizierte Planabsatz um 123 Tonnen überschritten. 2.3.2 Beschaffung Der Einkauf der Rohwaren und sonstigen Produktionsmittel hängt in der Fleischindustrie im Wesentlichen von der Preissituation der Rohwaren an den Beschaffungsmärkten ab. Die Energiepreisentwicklung (+24,8 %), eine allgemeine Rohstoffverknappung, Lieferengpässe und inflationsbedingte Verteuerungen auf vorgelagerten Produktionsstufen (+12,5 %) bei gleichzeitig wieder gestiegener Nachfrage führten im Jahr 2021 zu einer steten Erhöhung der Erzeugerpreise. Somit waren die Erzeugerpreise gewerbliche Produkte in Deutschland im Dezember 2021 um 24,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahr um 10,5 %. Im Jahr 2021 lag der Erzeugerpreisindex für Fleisch und Fleischerzeugnisse in Deutschland bei 108,4. Damit lagen die Erzeugerpreise für diese Kategorie um 8,4 % höher als im Referenzjahr 2015. Hierbei stiegen die Schlachtpreise für Schwein zum Ende des 1. Quartals 2021 von € 1,23 je kg auf bis zu € 1,61 je kg zum Ende des zweiten Quartals, um sich zum Ende des Geschäftsjahres auf einen Preis von € 1,30 je kg einzupendeln. Im Jahresdurchschnitt 2021 sanken allerdings die Erzeugerpreise für Schweinefleisch im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 %. Das Preisniveau blieb damit ganzjährig unterhalb des im Rahmen der Jahresplanung prognostizierten Niveaus zurück. Lieferengpässen, insbesondere im Rahmen der Lockdownphase in der ersten Jahreshälfte 2021, wurde rechtzeitig und erfolgreich entgegengewirkt. Quellenangaben
2.3.3 Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen Im Geschäftsjahr wurden inklusive der in Vorjahren begonnen Anlagen Investitionen in das Anlagevermögen der operativen Tochtergesellschaft in Höhe von 4,37 Mio. € getätigt. Diese flossen im Wesentlichen in Grundstücke und Bauten (1,07 Mio. €), technische Anlagen und Maschinen (2,50 Mio. €) sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattungen (0,30 Mio. €). Demgegenüber standen sehr geringe Anlagenabgänge. Die Abschreibungen des Firmenwerts, der immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Sachanlagevermögens betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 5,79 Mio. €. Die Finanzierung der durchgeführten Investitionen erfolgte vor allem aus dem operativen Cashflow. 2.3.4 Personal- und Sozialbereich Mitarbeiter Die Mitarbeiter prägen durch ihr Engagement, ihr Wissen und ihr Können den Konzern und sind maßgeblich für den langfristigen Erfolg verantwortlich. Daher ist die Stärkung einer Unternehmenskultur, in der enge Zusammenarbeit und Gestaltungsspielräume für die Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen, ein wichtiges Element des strategischen Rahmens für ein ganzheitliches Wachstum. Aufbauend auf gemeinsamen Werten und einem klaren Verständnis für die Zusammenarbeit als ein Team will der Konzern den Kulturwandel beschleunigen, die Weiterbildung der Mitarbeiter mit Blick auf zukunftsrelevante Fähigkeiten vorantreiben und eine kontinuierliche Weiterentwicklung ermöglichen. Die Basis für ein inspirierendes und modernes Arbeitsumfeld, in dem der Teamgedanke eine wichtige Rolle spielt, ist eine offene und wertschätzende Führungskultur. Der Konzern ist davon überzeugt, dass eine vielfältige Belegschaft sowie eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur wichtige Erfolgsfaktoren in einer globalisierten Welt sind. Personalstand Der Personalbestand wurde auch im Berichtsjahr 2021 konsequent auf die betrieblichen Erfordernisse der operativen Tochtergesellschaft ausgerichtet. Begründet in den seitens der Bundesregierung zum Ende des Vorjahres verabschiedeten Maßnahmen zum Arbeitsschutzkontrollgesetz, welches den Unternehmen der Fleischindustrie den Einsatz von Werkverträgen ab dem 1. Januar 2021 und den Einsatz von Leiharbeitern ab dem 1. April 2021 nicht mehr gestattet, hat der Konzern bis zum Ende des Berichtsjahres seinen eigenen Mitarbeiterstand kontinuierlich erhöht. Gleichzeitig wurde der Bedarf an Leiharbeitern drastisch reduziert. In Summe lag der Personalbestand per 31.12.2021 bei 845 FTEs (Teilzeitkräfte hochgerechnet auf Vollzeit, inkl. ruhender Arbeitsverhältnisse) und somit 86 FTEs über dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2021 wurden durchschnittlich 892 Mitarbeiter (Vorjahr: 706) beschäftigt. Das Ziel des Konzerns im Jahr 2021 den Fokus auf eine Verbesserung der Arbeitszufriedenheit sowie auf die Reduzierung der Fluktuationsneigung und der Absenkung des Krankenstandes zu legen, wurde ähnlich dem Vorjahr aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie stark eingebremst, da weiterhin kaum Personalentwicklungsmöglichkeiten am Markt stattgefunden haben. Konzernintern wurden die allgemeinen Schulungsmaßnahmen in den einzelnen Fachbereichen ebenfalls im Rahmen der Corona-Schutzmaßnahmen stark eingeschränkt. Der Konzern hält weiter am Ziel fest, sich als attraktiver Arbeitgeber am Markt zu positionieren und Mitarbeiter langfristig an den Konzern zu binden. 2.4 Darstellung, Analyse und Beurteilung der VFE-Lage 2.4.1 Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2021 sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr bei einer um 1.796 t reduzierten Absatzmenge (-3,6 %) um 10,34 Mio. € (-6,0 %) auf 162,60 Mio. € gesunken. Damit basiert der Umsatzrückgang 2021 neben dem Mengeneffekt der vollzogenen Auslistungen auf den gegenüber dem Handel eingestandenen Preisanpassungen. Die Betriebsleistung sank daher entsprechend von 173,01 Mio. € auf 164,42 Mio. € (- 8,66 Mio. €). Der Materialaufwand i.H.v. 94,16 Mio. € sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (104,95 Mio. €) um 10,79 Mio. € (-10,3 %). Neben einem deutlich verbesserten Einkaufsmanagement resultiert die Entwicklung aus anhaltend gesunkenen Rohstoffpreisen, insbesondere aus deutlich reduzierten Einkaufspreisen für Schweinefleisch sowie deutlich gesunkenen Aufwendungen für Leiharbeiter. Wie in den vorangegangenen Jahren wird der Auftragsbestand regelmäßig erneuert, da der Konzern mit Ausnahme der TK-Schnitzel lediglich auftragsbezogen fertigt. Hierbei werden die Ressourcen innerhalb der Produktion weiterhin so eingesetzt, dass Leerlaufzeiten bestmöglich vermieden werden. Mit Hilfe externer Berater wurde im Jahr 2021 eine weitere Optimierung dieser Prozesse erzielt. Aus der Betriebsleistung resultiert, nach Abzug des Materialaufwandes, ein Rohertrag von 70,26 Mio. €. Dieser ist im Vergleich zum Vorjahr um + 2,13 Mio. € (+3,1 %) gestiegen. Die Rohertragsquote im relevanten Zeitraum beträgt 42,7 % (Vorjahr: 41,4 %). Der wesentliche Leistungsindikator Deckungsbeitrag I hat sich im relevanten Zeitraum mit 22,4 % gegenüber dem Vorjahresniveau noch einmal um 1,3 Prozentpunkte verbessert. Ursächlich hierfür sind wie im Vorjahr die gesunkenen Materialpreise sowie deutlich gesunkenen Aufwendungen für Leiharbeiter. Insgesamt sank der Netto-Netto-Umsatz/kg im Vergleich zum Vorjahr zwar um 2,5 %, gleichzeitig sanken die variablen Produktionskosten pro kg/Absatz um 11,2 %. Die Personalkosten der Gesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,28 Mio. € (+15,6 %) auf € 31,70 Mio. € gestiegen. Neben dem fortgeführten Personalaufbau bei der operativen Tochtergesellschaft - insbesondere im Bereich der Lohnempfänger aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen - sowie den gesetzlichen Lohnerhöhungen resultiert der Anstieg aus zusätzlichen Personalkosten, die der Gesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie erwachsen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 0,49 Mio. € auf 28,33 Mio. € (+1,8 %) an. Einsparungen insbesondere bei Konzernumlagen, Instandhaltungen und Leasing standen höhere Aufwendungen in anderen Bereichen gegenüber. Hier spiegeln sich insbesondere die verglichen zum Vorjahr fortgeführten CORONA-bedingten Mehraufwendungen für Reinigung, Wäsche, Hygieneartikel (Schutzmasken, Desinfektionsmittel etc.), Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen sowie Kosten rund um die behördlich angeordneten Corona-Testungen der Mitarbeiter wider. Zudem belastete eine Drohverlustrückstellung mit rund 2,23 Mio. € einmalig das Ergebnis. Insgesamt ist das Konzern-Betriebsergebnis von 7,23 Mio. € im Vorjahr um -2,78 Mio. € auf 4,45 Mio. € gesunken. Das Finanzergebnis von -5,03 Mio. € blieb im Vorjahresvergleich fast konstant. Dieser Effekt resultiert einerseits aus gestiegenen kapitalisierten Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin MORE THAN MEALS EUROPE S.À R.L., Luxemburg, bei gleichzeitig verringerten Zinsaufwendungen aus langfristigen anderen Darlehensverbindlichkeiten aufgrund von vertraglich vereinbarten Tilgungsleistungen an Kreditinstitute und einen weiteren Darlehensgeber. Insgesamt erzielt der Konzern im Vergleich zum Vorjahr ein um -2,79 Mio.€ verschlechtertes Ergebnis vor Steuern in Höhe von -0,58 Mio. €. Unter Berücksichtigung der - im Wesentlichen periodenfremden - Ertragsteuern ergibt sich somit ein Jahresfehlbetrag von -2,01 Mio. €. 2.4.2 Finanzlage Zur Entwicklung des Cashflows verweisen wir auf die Cashflowrechnung des Konzerns.
Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem von dem operativen Tochterunternehmen erzielten Jahresüberschuss vor Ergenisabführung i.H.v. 9,59 Mio. €. Der Konzern investierte im Geschäftsjahr in Höhe von 4,37 Mio. € (Vorjahr: 1,97 Mio. €), davon 4,21 Mio. € (Vorjahr: 1,87 Mio. €) ins Sachanlagevermögen der operativen Tochtergesellschaft. Der überwiegende Teil diente hierbei der Erneuerung der Produktionsmaschinen. Demgegenüber stand ein Zahlungseingang aus Anlagenverkäufen i.H.v. 0,03 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte wesentlich aus Eigenmitteln. Der Mittelabfluss im Bereich der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der vertraglich vereinbarten Sondertilgung aus einem langfristigen Darlehen i.H.v. 2,88 Mio. € sowie der Tilgung von Krediten bei den Hausbanken in Höhe von insgesamt 2,88 Mio. €. Dem gegenüber stand ein Mittelzufluss aus einer Fremdfinanzierung von Anlageninvestitionen i.H.v. 0,65 Mio. €. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgen unter der Annahme der Fortführung der Unternehmertätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Der Konzern weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von -18,03 Mio. € aus. Dieser resultiert mit -17,82 Mio. € größtenteils aus nicht zahlungswirksamen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung und im Übrigen aus den Darlehenszinsen, die ebenfalls nur teilweise zahlungswirksam sind. Die Finanzierung des Konzerns erfolgt durch mehrere, langfristige Darlehen, die teilweise durch externe Dritte, teilweise durch die Gesellschafterin gewährt wurden sowie umfangreiches Factoring. Zudem besteht die Möglichkeit, die auf die Darlehen entfallenden Zinsen teilweise den Darlehen hinzuzurechnen. Die erwarteten Liquiditätszuflüsse sind ausreichend, um den Liquiditätsbedarf des Konzerns jederzeit zu decken. Aus dem operativen Geschäft wird ein leicht negativer Cashflow erzielt. Verbunden mit dem Finanzmittelfonds in Höhe von 8,73 Mio. € sowie einer zum 31. Dezember 2021 bestehenden Kreditlinie von weiteren 5,0 Mio. € geht die Geschäftsführung daher von einer gesicherten Liquiditätslage für die kommenden beiden Geschäftsjahre aus. 2.4.3 Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum 31.12.2020 von 94,25 Mio. € um -0,37 Mio. € auf 93,87 Mio. € gesunken. Auf der Aktivseite resultiert die Abnahme in der Bilanzsumme im Wesentlichen aus der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts (- 3,81 Mio. €). Weitere wesentliche Veränderungen auf der Aktivseite sind die Erhöhung des Sachanlagevermögens (+ 2,31 Mio. €) aufgrund des gestiegenen Investitionsvolumens sowie der preisbedingte Anstieg des Vorratsvermögens (+ 0,92 Mio. €). Der Verminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- 0,79 Mio. €) steht eine Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände (+ 0,84 Mio. €) gegenüber. Während sich der Abbau des Forderungsbestands als Effekt aus dem unterjährigen Umsatzrückgang begründet, steht die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände in unmittelbarem Zusammenhang mit zum Bilanzstichtag erhöhten Steuerforderungen. Hieraus ergibt sich ein Abbau der liquiden Mittel um - 1,96 Mio. €. Auf der Passivseite reflektiert das langfristige Fremdkapital einerseits die vertragsmäßigen Tilgungen auf die Bankdarlehen sowie die Sondertilgung sonstiger langfristiger Darlehen, andererseits jedoch den Anstieg des Gesellschafterdarlehens aufgrund der Umwandlung von Zinsen in weitere Darlehensbeträge. Im Bereich des kurzfristigen Fremdkapitals kam es zu einer deutlichen Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen (+ 1,33 Mio. €) bei gleichzeitigem Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ 1,38 Mio. €) aufgrund erhöhter Einkaufspreise sowie des gestiegenen Investitionsvermögens. 2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Der Konzern steuert das Unternehmen anhand des finanziellen Leistungsindikators "Deckungsbeitrag I". Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind nachfolgend aufgeführt: Personalmanagement Die Bereiche Gesundheits- und Arbeitsschutz sind für den Konzern oberste Unternehmerpflicht. Zu diesem Zweck hat sich der Konzern in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Betriebsarzt und externen Sicherheitsfachkräften Maßnahmen und Vorsorgen im Unternehmen etabliert, um neben der persönlichen und fachlichen Entwicklung ein möglichst hohes Maß an Gesundheit und Sicherheit für die Belegschaft zu gewährleisten. Im Jahr 2020 wurde daher die Gefährdungsbeurteilung aktualisiert und zusätzlich im Konzernverbund ein dezidiertes Corona-Schutz-Management eingeführt - welches in intensiver Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern und der Bezirksregierung erfolgreich die Fortführung der Produktion vor Ort ohne Gesundheitsgefährdung für die Mitarbeiter sicherstellte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde zudem bei der operativen Tochtergesellschaft der Ausbau der Sozialräume beendet. Im Geschäftsjahr 2021 lag der Fokus aufgrund der anhaltenden Pandemieentwicklung weiter auf dem Schutz der Konzern-Mitarbeiter vor Ansteckung mit dem Corona-Virus. Im Verbundbereich werden nach Abklingen der Corona-Pandemie innerbetriebliche Schulungsmaßnahmen sowie externe Fortbildungen verstärkt wieder aufgenommen. Qualitätsmanagement Als Hersteller von Lebensmitteln ist der Konzern auf das Vertrauen der Kunden und der Endverbraucher in die Produkte des Unternehmens angewiesen. Lebensmittelsicherheit, Qualität, Hygiene und Gesundheit haben daher im Konzernverbund höchste Priorität und sind durch Etablierung aufwendiger interner Qualitätssicherungsmaßnahmen, interner und externer Audits sowie kundenspezifischen als auch behördlichen Vorgaben garantiert. Umweltschutz Als umweltbewusste Gruppe legt der Konzern großen Wert darauf, die von jedem einzelnen Glied der Wertschöpfungskette ausgehenden Umweltbelastungen zu vermeiden bzw. zu minimieren. Durch den Einsatz moderner Steuerungs- und Regelsysteme wird die Freisetzung von Schadstoffen ebenso reduziert wie der allgemeine und spezifische Energieverbrauch. Der Konzern hat ein Energiemanagementsystem (EnMS) nach ISO 50001 installiert, durch das eine kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistungen, einschließlich des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs, erzielt wird. Das EnMS wurde durch den TÜV Rheinland zertifiziert. Besondere Umweltrisiken in diesem Zusammenhang bestehen im Konzernverbund nicht. 2.6 Gesamtaussage Der Konzern hat in einem herausfordernden Jahr 2021, das zwar von starken gesamtwirtschaftlichen Erholungen, aber auch von fortgesetzten Pandemieauswirkungen sowie erheblich schwankenden Rohstoffpreisen und angespannten Lieferketten geprägt war, einen insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf zu verzeichnen. Insbesondere in Bezug auf die Profitabilität konnte die Planung für das Jahr 2021 erfüllt werden, wenn diese auch deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus lag. Aufgrund der vertriebsseitigen Preisanpassungen bei gleichzeitig durchschnittlich rückläufigen Rohstoffpreisen, insbesondere bei den Schweinepreisen, sowie einer deutlichen Reduktion der Aufwendungen für Leiharbeiter kam es zu einem moderaten Anstieg des Rohergebnisses. Der Deckungsbeitrag I im relevanten Zeitraum lag mit rund 22,4 % knapp über dem Niveau des Vorjahres (21,1 %), was insbesondere durch die im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierten, variablen Gemeinkosten verursacht wurde. Insbesondere die Entwicklung bei den gestiegenen Personalkosten führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem deutlich abgesenkten Betriebsergebnis (- 38,4 %) bezogen auf die Betriebsleistung. Bei einem nahezu unveränderten Finanzergebnis führte dies zu einem Konzernergebnis von - 2,01 Mio. €. Der Jahresüberschuss sank gegenüber dem Vorjahr deutlich, zeigte sich dennoch - bereinigt um die Einmaleffekte aus der Drohverlustrückstellung und Ertragsteuern - gegenüber der Planung für das abgelaufene Geschäftsjahr als verbessert. Durch ein konsequentes Cash Management ist der Konzern in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht und in voller Höhe nachzukommen. 3. ZweigniederlassungsberichtZweigniederlassungen bestehen keine. 4. Chancen- und PrognoseberichtIm Chancen- und Prognosebericht des Vorjahres wurde mit einer vollständigen Erholung der Wirtschaftsleistung Deutschlands für Mitte des Jahres 2022 gerechnet. Die Ereignisse zum Ende des Jahres 2021, aber insbesondere die aktuelle, seit Februar 2022 vorherrschende weltpolitische Lage, lassen derzeit keine verlässlichen kurz- oder mittelfristigen Prognosen zu. Aufgrund immer neuer COVID-19-Varianten wie bspw. Omikron wird auch für den Herbst 2022 mit einer neuen, wenn auch in ihrer Ausprägung aufgrund der weltweiten Durchimpfungsrate nicht mehr so starken Welle gerechnet. Zudem lähmt der anhaltende Krieg in der Ukraine nicht nur jegliche Gesundungsprozesse, sondern lässt die Weltwirtschaft voraussichtlich in eine Rezession stürzen. Der zum Ende des Jahres 2021 durch das Jahresgutachten 2021/22 des Sachverständigenrats noch prognostizierte Anstieg der Wirtschaftsleistung von 2,7 % im Jahr 2021 auf 4,6 % im Jahr 2022 ist hierbei deutlich zu revidieren. Unter dem Eindruck des anhaltenden Krieges in der Ukraine hat das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) seine ohnehin schon gedämpfte Wachstumsprognose für 2022 halbiert und rechnet für das Jahr 2022 nur noch mit einem Wachstum von 2,1 %. Andere Prognosen sehen ein Wachstum von maximal 3,0 %. Für 2023 wird ein Wachstum von 2,8 % statt - wie bislang prognostiziert - von 3,2 % erwartet. Für Deutschland sagte die OECD für 2022 ein Wirtschaftswachstum von 1,9 % und für 2023 von 1,7 % voraus. Vor dem Hintergrund der seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine noch stärker steigenden Energiepreise, sprunghaft gestiegenen Erzeugerpreisen sowie Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen rechnen Ökonomen mit einer weiter steigenden Inflationsrate von > 5,8 %, dem höchsten Wert seit der Deutschen Einheit vor mehr als 30 Jahren. Sollte der Krieg noch länger anhalten, dürfte die Inflationsrate noch deutlicher anwachsen und länger anhalten als bisher allgemein angenommen. Die OECD rechnet mit einer Inflationsrate bis 8,5 %. Für das Geschäftsjahr 2022 plante der Konzern Ende 2021 mit keinen wesentlichen Veränderungen im operativen Geschäft. Aus Vorsichtsgründen wurde bei den Planungen für das Jahr 2022 zwar weiter von leichten Auswirkungen der COVID-Pandemie im Bereich der Beschaffung, den Bezugspreisen bestimmter Güter sowie Kosten für Schutzmaßnahmen (insbesondere Untersuchungskosten, Hygieneartikel) ausgegangen, insgesamt plante der Konzern aber mit einem deutlichen Kostenrückgang. Grundsätzlich wurde zwar von einem Rückgang des Absatzvolumens von 8,1 % ausgegangen. Dieser Effekt resultiert in erster Linie aus Sortimentsbereinigungen bei margenschwachen Produkten bzw. aufgrund kundenseitiger Auslistungen. Trotz der Absenkung des Absatzvolumens budgetiert der Konzern aufgrund von Preisanpassungen gegenüber den Kunden einen moderaten Anstieg des Netto-Netto-Umsatzes um 1,4 %, rechnet aber mit erhöhten Materialeinzelkosten, deutlich gestiegenen variablen Lohnkosten sowie zusätzlich gestiegenen variablen Gemeinkosten. Hierdurch reduziert sich der Deckungsbeitrag I im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr um -4,4 %. Für das Geschäftsjahr 2022 ist aufgrund der oben geschilderten Rohstoff- und Energiepreisentwicklung mit einer Verschlechterung des Deckungsbeitrags I von bisher rund 22,4 % auf 18,0 % zu rechnen, soweit alle eingeplanten Gegensteuerungsmaßnahmen vollumfänglich umgesetzt werden können. Aufgrund der derzeit äußerst volatilen Weltwirtschaftslage verzichtet die Geschäftsführung des Konzerns auf einen korrigierten Prognosebericht für das Jahr 2022. Die Geschäftsführung ist mit der aktuellen Entwicklung des Geschäftsverlaufs zum Ende des zweiten Quartals aufgrund der geopolitischen Gesamtlage zufrieden und sieht die Gesellschaft auf dem richtigen Weg. Year-to-Date liegt der Konzern im Umsatz erheblich über Plan, was jedoch im Wesentlichen auf Preissteigerungen zurückzuführen ist. Im Deckungsbeitrag und Ergebnis liegt der Konzern im ersten Halbjahr aufgrund der deutlich über Plan gestiegenen Energiepreise, einhergehend mit den daraus resultierenden gestiegenen Rohstoffpreisen (Fleisch, Weizen, Käse) sowie Materialverknappungen (z.B. Sonnenblumenöl) erheblich unter Plan. Aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten sowie bei Bedarf erneut anstehenden Preiserhöhungen geht die Geschäftsführung derzeit davon aus, im zweiten Halbjahr die Ergebnisziele weitgehend zu erreichen. Zur Margenabsicherung konnte die operative Tochtergesellschaft gegenüber dem Handel Preiserhöhungen durchsetzen. Aufgrund der ab Mitte des zweiten Quartals 2022 an die Kunden weitergegebenen Preisentwicklungen konnte eine positive Trendwende geschaffen werden. Allerdings erfolgten Preiserhöhungen nur auf Basis realisierter, nicht aber zu erwartender Materialpreissteigerungen, so dass im Falle von weiter steigenden Energie- und Materialkosten neue Gespräche mit dem Handel geführt werden müssten. Die Geschäftsführung des Konzerns setzt in dieser Phase die Sicherung der Liquidität aus kaufmännischer Vorsicht an erster Stelle. Vor diesem Hintergrund wurden für das Jahr 2022 geplante Investitionsprojekte vorerst pausiert. Quellenangaben:
5. RisikoberichtDer Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Der Risikobegriff umfasst dabei sowohl unerwartet eingetretende negative Entwicklungen und Ereignisse, als auch mangelhafte Nutzung oder gar Versäumen von Chancen und Verbesserungspotentialen zur Steigerung des Unternehmenswertes. Hier unterscheidet man im Konzernverbund zwischen strategischen, wirtschaftlichen und operativen sowie finanziellen Risiken. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, setzt der Konzern wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein. Die dadurch ermöglichte rechtzeitige Berichterstattung der festgestellten Risiken erfolgt jeweils an die zuständigen Entscheidungsträger. Unternehmerisches Handeln besteht auch darin, Chancen zu erschließen und zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Dies ist ein elementarer Bestandteil der Konzernstrategie. Im Konzernverbund beschäftigt man sich dazu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, den relevanten Kostengrößen sowie wesentlichen Erfolgsfaktoren. Unternehmerische Chancen werden jedoch nicht im Risikoberichterstattungssystem erfasst. Die einzelnen Risikoüberprüfungen haben ergeben, dass zu keinem Zeitpunkt der Fortbestand der Konzernunternehmen gefährdet war und auch für die Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Wesentliche Risikofelder (bedeutsame Risiken) für den Konzern sind die folgenden:
5.1 Strategische Risiken Wettbewerbssituation Der deutsche und europäische Fleischwarenmarkt wird auch in Zukunft von hohem Wettbewerb und starken, konjunkturbedingten Nachfrageschwankungen geprägt sein. Hierbei sind die weiteren kurz- und mittelfristigen Folgen der Corona-Pandemie sowie des anhaltenden Ukraine-Krieges nicht in Gänze vorhersehbar. Grundsätzlich bestehen seit Jahren eine intensive Wettbewerbssituation sowie ein stetiger Verdrängungswettbewerb um Marktanteile. Diese Entwicklung wird durch die zunehmende Internationalisierung der Branche sowie durch die erhöhte Markttransparenz weiter verschärft. Um diesen Risiken vorzubeugen, arbeitet der Konzern mit einigen Kunden auf internationaler Ebene eng zusammen, wobei auf die laufende Weiterentwicklung und die Anpassung der Produkte an die jeweiligen Kunden und Märkte großen Wert gelegt wird. Hierzu tragen der Ausbau bzw. die Ausweitung der Produktpalette insbesondere im Bereich der vegetarischen Produkte bei. Der Konzern wird aufgrund des positiven Marktauftritts und der hohen Qualität der Produkte geschätzt. Zudem erfuhr der Fleischmarkt in den vergangenen Jahren eine Konsolidierung, so dass sich die Zahl der Mitwettbewerber verringert hat. Aufgrund von Sicherungsmaßnahmen insbesondere auf der Beschaffungsseite sieht sich der Konzern gut aufgestellt, sodass das Risiko, durch Verdrängung spürbare Umsatzverluste zu erleiden, als gering eingeschätzt wird. Beschaffungsmarkt Für die Beschaffungsmärkte des Konzerns wird für das Jahr 2022 mit einem deutlichen Anstieg der Einkaufspreise gegenüber dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Es ist zu erwarten, dass geopolitische Herausforderungen, insbesondere der Ukraine-Konflikt, Ungleichgewichte bei Angebot und Nachfrage, logistische Einschränkungen und klimatische Unsicherheitsfaktoren sich fortsetzen und auch innerhalb des Jahres 2022 zu Schwankungen führen. Die weiterhin starke Nachfrage verbunden mit niedrigen Lagerbeständen, instabilen Lieferketten und erheblichen logistischen Einschränkungen wird voraussichtlich im Jahresdurchschnitt zu signifikanten Materialpreisanstiegen in allen Regionen führen. Die Unsicherheiten in Bezug auf die Corona-Pandemie bleiben bestehen. Somit sieht die verantwortliche Führungsebene des Konzerns im Zuge weiterer Pandemiewellen Risiken bei wichtigen Rohstoffen und Verpackungsmaterialien sowie bezogenen Waren. Zudem resultieren Preisrisiken aus der Entwicklung globaler Rohstoffmärkte. Aufgrund von möglichen nachfrage- oder produktionstechnisch bedingten Engpässen auf den Beschaffungsmärkten bestehen zusätzliche Preis- und Lieferrisiken, die sich auch langfristig auswirken können. Als energieintensives, produzierendes Unternehmen ist der Konzern in einem erheblichen Umfang durch den Ukraine-Konflikt betroffen. Einerseits durch die allgemeine Ressourcenverknappung, die im "worst-case" eine Unterbrechung der Produktionsfähigkeit der Gesellschaft mit sich ziehen kann. Andererseits durch die explosionsartige Entwicklung bei den Energiepreisen. Die im Verbundbereich getroffenen Maßnahmen beinhalten eine aktive Steuerung des Lieferantenportfolios durch unser global operierendes, bereichsübergreifendes Einkaufsmanagement und den Einsatz von Strategien zur Preis- und Volumenabsicherung über Rahmenverträge. Weiterhin arbeiten im Konzernvernbund interdisziplinäre Teams ("Market Intelligence") aus den Bereichen Vertrieb, Einkauf sowie Finance, um auf unvorhergesehene Schwankungen bei Rohstoffpreisen flexibel reagieren zu können. Zudem wird darauf geachtet, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu werden, um benötigte Güter und Dienstleistungen jederzeit beschaffen zu können. Eine außerordentlich wichtige Rolle in unserem Risikomanagement nimmt schließlich die enge Zusammenarbeit mit unseren strategischen Lieferanten ein. Langfristig passen wir unsere Strukturen kontinuierlich an, um auf Entwicklungen an den Beschaffungsmärkten und auf Erfordernisse aus neuen Geschäftsmodellen zu reagieren und Engpässe in den Lieferketten vermeiden zu können. Verbrauchernachfrage Im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels gibt es sowohl in Deutschland als auch in Europa weiterhin eine hohe Konzentration auf wenige Wettbewerber. Entsprechend hoch ist der Umsatzanteil dieser Handelsketten. Verstärkt wird dies insbesondere durch die Expansionsbestrebungen der großen deutschen Discounter im osteuropäischen Sektor. Die weiter fortschreitende Konsolidierung im Handel und der wachsende Anteil von Handelsmarken können den Verdrängungswettbewerb im Konsumgüterbereich weiter verstärken. Darüber hinaus ist aufgrund der stark steigenden Materialpreise mit einem Anstieg der Verkaufspreise gegenüber dem Handel zu rechnen, was zu einer verringerten Nachfrage führen beziehungsweise auch einen weiteren Anstieg des Promotionsdrucks zur Folge haben könnte. Gleichzeitig sieht die Geschäftsführung im vorgenannten Inflationseffekt auch eine Chance auf Wachstum, insbesondere im Preiseinstiegssegment, da sich hier der Kreis der Verbraucher aufgrund immer stärker steigender Lebensmittelkosten ausdehnen dürfte. Verbraucher, die bisher nicht zum Konsumentenkreis der ABBELEN-Produkte gehört haben, dürften zukünftig dazugewonnen werden. Durch unsere langjährigen nationalen und internationalen Handelskontakte, unser gutes Preis-/Leistungsverhältnis, der stark kundenorientierten Lieferleistung und dem Interesse der Kunden an einem ausgewogenen Lieferantenmix schätzen wir das durch die sich fortsetzende Kundenkonzentration möglicherweise entstehende Risiko allerdings derzeit als eher gering ein. Das Risiko, Preiserhöhungen nicht umsetzen zu können, wird als sehr gering eingeschätzt, da die Mitbewerber des Konzerns im gleichen Maße von der Rohstoffpreissituation betroffen sind. Aktuell sieht sich der Konzern mit seinem auf den drei Marken basierenden Produktportfolio zudem ausreichend gerüstet für das sich verändernde Konsumverhalten. 5.2 Wirtschaftliche und operative Risiken Behördliche Bestimmungen Die Lebensmittelproduktion ist in Bezug auf die gesamte Wertschöpfungskette national sowie international streng geregelt. Hierbei verfolgen die Regularien unterschiedliche Zwecke. Im Vordergrund stehen Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz sowie Gesundheit und Hygiene. Änderungen der Regularien können ebenso den Zugang zu Rohwaren oder Verbrauchermärkten behindern wie die Nichtkonformität mit Vorschriften und Anforderungen. Vorbeugend pflegt man im Konzernverbund einen kontinuierlichen Austausch mit Behörden und Organisationen hinsichtlich bevorstehender oder verabschiedeter Änderungen. Im Zusammenhang mit der veröffentlichten Allgemeinverfügung zu den Corona-Schutzmaßnahmen hat der Konzern alle behördlichen Maßnahmen umgesetzt. Zudem steht der Konzern im Rahmen der Corona-Schutzverordnung auch weiterhin im engen Kontakt mit dem Kreis Viersen sowie den Gesundheitsämtern. Inwieweit die durch die Ukraine-Krise entstandene Energieverknappung behördliche Maßnahmen im Bereich des produzierenden Gewerbes nach sich zieht, kann derzeit nicht abschließend bewertet werden. Der Konzern hat aber entsprechende Sicherungskonzepte (bspw. Ölbevorratung) bzw. Notfallpläne entwickelt, um ein solches Risiko und die damit verbundene Gefahr einer Produktionsunterbrechung zu minimieren. Produktionsrisiken Risiken im Produktionsbereich der operativen Tochtergesellschaft bestehen im Fall von zu niedriger Kapazitätsauslastung aufgrund von Volumenrückgängen sowie im Fall von ungeplanten Betriebsunterbrechungen aufgrund von Problemen auf der Beschaffungsseite und teilen sich auf in Risiken aus Betriebsunterbrechung sowie Auslastung und Engpässen. Betriebsunterbrechung Risiken aus ungeplanten Betriebsunterbrechungen können auch aufgrund von Problemen der IT-Systeme, Bränden oder gesetzlichen Verfügungen entstehen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Konflikt bestehen weiterhin Risiken in Form von Unterbrechungen der Energieversorgung, der Lieferketten sowie einer reduzierten Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Um mögliche Risiken von Produktionsausfällen zu minimieren, sind einerseits Sicherheitskonzepte und Arbeitsschutzmaßnahmen ausgearbeitet, andererseits die Sicherungsmaßnahmen auf dem Beschaffungsmarkt ausgebaut bzw. alternative Lösungsansätze entwickelt worden. Zudem ist die Gesellschaft gegen eine mögliche Betriebsunterbrechung versichert. Auslastung und Engpässe Die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wird u.a. durch eine möglichst hohe Kapazitätsauslastung der Produktionsanlagen sowie einem hohen Automatisierungsgrad positiv beeinflusst. Neben notwendigen Vorkehrungen auf der Anlieferungs- und Vertriebsseite werden daher kontinuierliche Investitionen und Strukturanpassungen vorgenommen. Der Konzern entwickelt derzeit gemeinsam mit externen Beratern Grundkonzepte hinsichtlich des Ausbaus von Automatisierungsprozessen in den Bereichen High- und Low Care (Primär- und Sekundärverpackung) der operativen Tochtergesellschaft. Um Engpässen auf der Lieferantenseite entgegenzuwirken, arbeitet der Konzern bei allen wichtigen Rohstoffen mit mindestens zwei unterschiedlichen Lieferanten zusammen, die sowohl zentral organisiert als auch regional ansässig sind. Lebensmittelsicherheit Der Konzern als Hersteller von Lebensmitteln ist auf das Vertrauen von Kunden und Verbrauchern in die Produkte der Gesellschaft angewiesen. Daher hat die Lebensmittelsicherheit einen hohen Stellenwert und stellt einen integrierten Bestandteil der internen Qualitätsprogramme der Gesellschaft dar, um möglichen Lebensmittelskandalen durch Routinen und Vorkehrungen entgegenzuwirken. Die Lebensmittelsicherheit ist gesetzlich geregelt. Der Konzernverbund unterliegt den Hygiene- und Gesundheitsanforderungen Deutschlands sowie der Länder, in denen Produkte vertrieben werden. Aus diesem Grund muss der Konzern in Bezug auf die allgemeinen Anforderungen an Lebensmittelsicherheit, Hygiene und Gesundheit stets den höchsten Ansprüchen genügen. Die Lebensmittelsicherheit und Hygiene werden laufend kontrolliert und optimiert. Dies geschieht einerseits durch die Kontrollprozeduren (Reinigung, Eigenkontrolle, Rückverfolgbarkeit) der internen Qualitätssicherung, Inspektionen durch Behörden, externen Audits sowie einem steten Augenmerk auf Lebensmittelsicherheit sowohl bei der Dokumentation als auch bei der Lieferantenauswahl, der Produktentwicklung und den Produktionsprozessen. Sozialkulturelle Risiken Bei den soziokulturellen Risiken handelt es sich um Risiken, die sich aus der Bevölkerungsentwicklung oder aus veränderten Lebensgewohnheiten ergeben und die sich bspw. in einem Wettbewerb um Arbeitskräfte, in geändertem Konsumverhalten (beispielsweise vermehrtem Verzicht auf fleischliche Produkte) oder zunehmendem Druck auf Gesundheits- und Altersversorgungssysteme widerspiegeln. Personalrisiken Die Leistungsbereitschaft und die Fähigkeiten der Konzern-Mitarbeiter stellen einen zentralen Treiber des wirtschaftlichen Erfolgs des Konzerns dar. Daher ist es strategisch wichtig, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Grundsätzlich bestehen Risiken durch den Verlust wertvoller Mitarbeiter oder die Nichtgewinnung relevanter Fach- und Führungskräfte. Mit gezielter Mitarbeiterförderung und Anreizsystemen wirkt der Konzern daher dem Risiko entgegen, wertvolle Mitarbeiter zu verlieren. Im Bereich der Mitarbeitergewinnung legt ABBELEN einen Fokus auf den Ausbau des Recruitings, Hilfestellung von externen Dienstleistern sowie verstärkter Medienpräsenz. 5.3 Finanzielle Risiken Ausfallrisiken Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Kunden ist zum größten Teil durch eine Warenkreditversicherung bzw. die bestehende Factoring-Vereinbarung gedeckt. Der Insolvenzfall eines großen Kunden würde dabei aufgrund der Selbstbeteiligungsquote das entsprechende Jahresergebnis belasten. Ein existenzbedrohendes Risiko besteht nicht. Geopolitische Risiken Unter die (geo-)politischen Risiken fallen alle Risiken, die sich für den Konzern aus der Geschäftstätigkeit in den jeweiligen nicht innerdeutschen Absatz- und Beschaffungsmärkten ergeben und die auf politische Einflussfaktoren wie Handelsbeschränkungen, Maßnahmen zur Verstaatlichung oder Enteignung von Vermögenswerten, Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Krieg, terroristische Anschläge sowie sonstige Unruhen zurückzuführen sind. Im kurzfristigen Prognosezeitraum ist der Konzern dem Risiko ausgesetzt, dass wesentliche politische Ereignisse in einzelnen Ländern oder Regionen zu einem Verlust von Vermögenswerten führen können. Langfristige Risiken ergeben sich hierbei insbesondere aus der Zunahme von Handelsbeschränkungen, zukünftigen Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union sowie der Zunahme von regionalen Konflikten. Diese Risiken haben einen wesentlichen Einfluss auf unsere Absatz- sowie Beschaffungsmärkte und sind daher unternehmens- bzw. geschäftsbereichsspezifischer Natur. Der Konzern führt daher ein enges Monitoring der Länder auch unter Einbeziehung externer Ratings durch, um frühzeitig und zielgerichtet möglichen Risiken entgegenzuwirken. Versicherbare Risiken Durch das Bestehen einer Haftpflichtversicherung sind eventuelle betriebs-, produkt- und umweltbezogene Haftpflichtschäden abgedeckt. Für Fälle von Produktkontamination und Erpressungsversuchen existieren Krisenpläne und Maßnahmenkataloge. Durch eine entsprechende Produktschutzversicherung sind die Kapitalrisiken derartiger Vorkommnisse abgedeckt. Währungsrisiken Der Umsatz des Konzerns wurde im Berichtsjahr fast ausschließlich in Euro generiert, sodass erwähnenswerte Währungsrisiken aus dem laufenden Geschäft nicht vorhanden sind. Zins- und Liquiditätsrisiken Grundsätzlich ist der Konzern bestrebt, eine angemessene Übereinstimmung zwischen der Lebensdauer der Vermögenswerte und der Dauer einer möglichen Finanzierung zu gewährleisten. Ziel des Konzerns ist eine stabile Finanzierungsgrundlage sowie der stete Vorhalt einer ausreichenden Liquiditätsreserve, um unvorhersehbaren Schwankungen zwischen Ein- und Auszahlungsseite entgegenzuwirken. Die Liquidität war unterjährig stets gegeben und wird auch zukünftig gesichert sein. Dier Konzern überwacht die kurz- und mittelfristigen Liquiditätsströme anhand eines selbst entwickelten Analyse-Tools im Rahmen einer rollierenden, wöchentlichen Liquiditätsplanung. 5.4 IT-Risiken Durch moderne Sicherheitslösungen werden Daten sowie die IT-Infrastruktur vor unbefugtem Zugriff von außen geschützt. Zur Absicherung werden sämtliche Daten auf einem zweiten Server gespiegelt, der örtlich vom Hauptserver getrennt eingerichtet wurde. Die Server- und Speichersysteme für unternehmenskritische Anwendungen werden durch kontinuierliche Anpassungen an den modernsten Stand der Technik angepasst, sodass die Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit jederzeit gewährleistet sind. Das aktuelle ERP-System wird derzeit auf eine neue Release-Version migriert, um sicherzustellen, dass auch künftige regulatorische Änderungen vom Hersteller im System abgebildet werden, Sicherheitsrisiken in der Datenbank vom Hersteller geschlossen werden und das Unternehmen in einem solchen Fall die Finanzinformationen angemessen gegen Cyber Attacken schützen kann. 5.5 Risikobericht zur Corona-Pandemie und zum Ukraine-Konflikt Ergänzend zu dem vorgenannten Chancen- und Risikobericht der Gesellschaft wird im Folgenden eine Einschätzung zu den weiteren Folgen der Corona-Pandemie sowie den geopolitischen, wirtschaftlichen und geschäftsbereichsspezifischen Risiken des Ukraine-Konflikts für das Geschäftsjahr 2022 abgegeben. Basierend auf den Pandemieerfahrungen der Vorjahre rechnet man im Konzernverbund für das Geschäftsjahr 2022 bei Auftreten weiterer Pandemiewellen mit keinen signifikanten Veränderungen bei den gegebenen Rahmenbedingungen. Das bisher äußerst effektiv vorgehende Krisenmanagement aus Geschäftsführung und Senior Managern in Schlüsselpositionen des Konzerns lässt auch für zukünftige Pandemiewellen keine signifikanten Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung vermuten. Der Konzern sieht in zukünftigen Pandemiewellen auch weiterhin keine Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Endverbraucher. Die zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter bereits im Geschäftsjahr 2020 umfangreich getroffenen Schutzmaßnahmen können bei entsprechendem Bedarf wieder hochgefahren werden. Die bestehenden Konzepte für Produktions- und Lieferstörungen wurden insbesondere aufgrund der Ukraine-Krise neu bewertet und überarbeitet. Im Rahmen der aktuell vorhersehbaren Risikoeinschätzung werden die bestehenden Sicherungskonzepte als ausreichend gut bewertet. Für die Absicherung der Unternehmensfortführung besteht ein reger Informationsaustausch mit dem Investor sowie den Kreditinstituten.
Tönisvorst, den 19. August 2022 Die Geschäftsführung Dr. Dirk Gloy Michael Boy Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalspiegel 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021I. Allgemeine AngabenDie Alberta Management GmbH, Tönisvorst (Amtsgericht Krefeld, HRB 16341), als herrschendes Unternehmen hat am 1. Mai 2017 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Abbelen GmbH, Tönisvorst (Amtsgericht Krefeld, HRB 14787), geschlossen. Der Konzernabschluss der Alberta Management GmbH ist auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB, 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) für Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Bilanz ist gemäß § 290 i.V.m. § 266 HGB, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 290 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Die nach den gesetzlichen Vorschriften zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Vermerke sowie weitergehenden Erläuterungen sind im Anhang aufgeführt. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften beachtet. Die Bilanzierung und Bewertung der in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach einheitlicher Methode. II. Anteilsbesitz nach § 313 HGB - KonsolidierungskreisVollkonsolidierte Unternehmen:
Abschlussstichtag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Alberta Management GmbH sowie dem Jahresabschluss der Abbelen GmbH ist der 31. Dezember 2021. Die Abbelen GmbH macht Gebrauch von den Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB. Der Konzernabschluss der Alberta Management GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger unter der Nummer HRB 16341 veröffentlicht. Die Alberta Management GmbH wird in den Konzernabschluss der More than Meals S.à r.L. als kleinstem und größtem Konsolidierungskreis einbezogen. Die Hinterlegung des Konzernabschlusses der More than Meals S.à r.l. erfolgt in elektronischer Form beim Luxemburger Handelsregister (RCSL) unter der Nummer B 208447. III. Konsolidierungsgrundsätze und -methodenDer Konzernabschluss beruht auf den nach konzerneinheitlichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüssen der Muttergesellschaft und ihrer Tochtergesellschaft. Die Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bilanzierung bzw. Bewertung erforderten. Die nach § 301 HGB vorzunehmende Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung durch Verrechnung der der Muttergesellschaft Alberta Management GmbH gehörenden Anteile an verbundenen Unternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft Abbelen GmbH. Der bei der Verrechnung entstehende aktive Unterschiedsbetrag wird zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite ausgewiesen. Auf die Nutzung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts wirken vielfältige Einflussfaktoren teils gegenläufig ein. Wir legen für die planmäßige lineare Abschreibung eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde. Dies entspricht unserer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten, Ausleihungen und Haftungsverhältnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen werden auf Basis konzerninterner Verrechnungspreise vorgenommen. Daraus resultierende Zwischenergebnisse werden eliminiert. Bei konsolidierungsbedingten temporären Differenzen werden latente Steuern abgegrenzt. IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmertätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Der Konzern weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR -18.030 aus. Dieser resultiert mit TEUR -17.820 größtenteils aus nicht zahlungswirksamen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung und im Übrigen aus den Darlehenszinsen, die ebenfalls nur teilweise zahlungswirksam sind. Im Jahresabschluss hat das Mutterunternehmen nach einem aufgelaufenen Verlustvortag in Höhe von TEUR 6.041 einen Jahresüberschuss von TEUR 1.806 erzielt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich dadurch gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.016 auf TEUR 210 verringert. Die Finanzierung des Konzerns erfolgt durch mehrere langfristige Darlehen, die teilweise durch externe Dritte, teilweise durch die Gesellschafterin gewährt wurden. Zudem besteht die Möglichkeit, die hierauf entfallenden Zinsen teilweise den Darlehen hinzuzurechnen. Die erwarteten Liquiditätszuflüsse sind ausreichend, um den Liquiditätsbedarf der Gesellschaft jederzeit zu decken. Aus dem operativen Geschäft wird ein positiver Cashflow erzielt. Verbunden mit dem Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 8.730 geht die Geschäftsführung daher von einer gesicherten Liquiditätslage für die kommenden beiden Geschäftsjahre aus. Bei der Aufstellung der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt, die sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung im Wesentlichen auf die Tochtergesellschaft, d.h. die Abbelen GmbH, Tönisvorst, beziehen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bilanzierung bzw. Bewertung erforderten. Im Rahmen einer steuerlichen Außenprüfung wurden die Anschaffungskosten für unser Tochterunternehmen hinterfragt. Bestimmte, seit der Akquisition von unserem Tochterunternehmen zu tragende, Aufwendungen könnten teilweise verdeckte Anschaffungskosten sein. Infolgedessen
Eine Korrektur des Beteiligungsbuchwertes bzw. mittelbar des Geschäfts- oder Firmenwertes zugunsten des laufenden Ergebnisses wurde aus Vorsichtsgründen nicht vorgenommen, da über die Höhe der verdeckten Anschaffungskosten aktuell keine Sicherheit besteht. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 Jahre bzw. bei der ERP-Software 5 Jahre zugrunde gelegt. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Kapitalkonsolidierung beträgt 15 Jahre. Dies entspricht unserer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen ausgewiesen. Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der 3-Schicht-Nutzung entsprechend der steuerlich anerkannten Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens als Abgang gezeigt. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 10 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen grundsätzlich 5 bis 21 Jahre sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe sind zum gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Für Arbeitskleidung und Bestände der Werkstattläger werden Festwerte gebildet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten) bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden in den Herstellungskosten nicht aktiviert. Ist der Deckungsbeitrag negativ, erfolgt eine Abwertung in gleicher Höhe. Im Rahmen eines Forderungskaufvertrages verkaufte Forderungen werden vollständig ausgebucht, da im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus diesen Forderungen an den Käufer übergegangen sind. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert. Es werden alle erkennbaren Risiken durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Im Rahmen eines Forderungskaufvertrages verkaufte Forderungen werden vollständig ausgebucht, da im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus diesen Forderungen an den Käufer übergegangen sind. Vereinbarte, aber zum Bilanzstichtag noch nicht ausbezahlte Kundenboni und Kundenrabatte werden zum Bilanzstichtag saldiert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden nur eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und im Konzernanhang erläutert. Der Bilanzausweis von aktiven und passiven latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen und HB II-Anpassungsbuchungen erfolgt in saldierter Form. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen und HB II-Anpassungsbuchungen wurden mit solchen aus Verlustvorträgen unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung verrechnet. Ein Aktivüberhang an latenten Steuern gemäß § 274 HGB wird in Ausübung des Wahlrechts nicht angesetzt. Latente Steuern aus Konsolidierungsbuchungen nach § 306 HGB ergeben sich nicht. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragssteuersatz des Organkreises der Alberta Management GmbH in Höhe von unverändert 32,4 % zugrunde gelegt. IV. Erläuterungen zu den Posten der Konzern-BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem in einer Anlage zum Konzernanhang dargestellten Anlagenspiegel ersichtlich. Der im Konzernabschluss ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert vollständig aus der Erstkonsolidierung der Abbelen GmbH. Mit Ausnahme des Geschäfts oder Firmenwertes beziehen sich alle weiteren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens auf die einzige Tochtergesellschaft. Die Vorräte betreffen im Wesentlichen Fertigprodukte, Rohwaren, Verpackungsmaterialien und Festwerte für Werkstattbedarf. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem in einer gesonderten Anlage dargestellten Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen zwei Darlehen über ursprünglich jeweils TEUR 10.000, die gegenüber der Sparkasse Krefeld und der Deutschen Bank AG bestehen. Diese sind jeweils gesichert durch Buchgrundschulden auf der Firmenimmobilie i.H.v. TEUR 10.013 und einen Raumsicherungsübereignungsvertrag für Maschinen und Anlagen in der Firmenimmobilie. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten im Wesentlichen das von der Muttergesellschaft More than Meals S.à r.l. ausgereichte Darlehen einschließlich der endfälligen Zinsen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen und in Höhe von TEUR 25.147 (Vorjahr: TEUR 27.311) Verbindlichkeiten hinsichtlich der Kaufpreisfinanzierung. Sie enthalten zudem Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 238 (Vorjahr TEUR 1.825) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 25). Haftungsverhältnisse im Sinne von §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB: Zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag aufgrund von Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.201 (Vorjahr: TEUR 2.871) und von Mietverträgen in Höhe von TEUR 752 (Vorjahr: TEUR 1.125) bis zum jeweiligen Laufzeitende. Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen den Fuhrpark (Kfz, Auflieger), Flurfahrzeuge (Stapler), Maschinen, bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker) sowie Hallenflächen (Außenläger). In allen Leasing-Fällen handelt es sich um sog. Operate-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die finanziellen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo entsprechen in ihrer Höhe dem geschäftsüblichen Umfang. Außerbilanzielle Geschäfte Mit der Teilnahme an dem Factoring-Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen ist vollständig auf den Käufer übergegangen. Daher werden die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 17,0 Mio. (Vj. EUR 21,2 Mio.) vollständig ausgebucht. V. Erläuterungen zu den Posten der Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungAufteilung nach Regionen
Die auf das Ausland entfallenden Umsatzerlöse betreffen ganz überwiegend Länder der Europäischen Union. Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen
Personalaufwand Der Posten beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 19). Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert i.H.v. TEUR 3.815 (Vorjahr: TEUR 3.815). Die weiteren Abschreibungen entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Darlehenszinsen. Sie betreffen verbundene Unternehmen mit TEUR 2.970 (Vorjahr TEUR 2.808). Steuern vom Einkommen und von Ertrag Der Posten betrifft mit TEUR 1.183 (Vorjahr TEUR 0) Steuern für Vorjahre. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu den Korrekturen in laufender Rechnung in Abschnitt IV. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die folgenden periodenfremden Erträge und Aufwendungen sind unter den den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen:
Ergebnisse aus der Währungsumrechnung Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 37). Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr TEUR 82). VI. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wurde im Berichtsjahr unter Anwendung des DRS 21 in Form der indirekten Methode erstellt. Der Finanzmittelfonds entspricht den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. VII. Eigenkapitalspiegel Der Eigenkapitalspiegel wird nach DRS 22 aufgestellt. Das Mutterunternehmen hat nach einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.868 im Vorjahr im laufenden Geschäftsjahr einen weiteren Jahresüberschuss von TEUR 1.806 erzielt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich dadurch gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.016 auf TEUR 210 verringert; dementsprechend steht am Bilanzstichtag kein Eigenkapital zur Ausschüttung an die Gesellschafterin zur Verfügung. VIII. Sonstige AngabenAnzahl der Arbeitnehmer Der Konzern hat im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 durchschnittlich 892 Mitarbeiter beschäftigt, davon 128 Angestellte und 764 Arbeiter. Angabe zu den Organmitgliedern Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 bestellt:
Gesamtbezüge der Organe Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Nr. 4 HGB in Anspruch genommen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer setzt sich wie folgt zusammen:
Angaben zu Muttergesellschaften und Geschäfte mit nahestehenden Personen Alleiniger Gesellschafter der Alberta Management GmbH ist mit 100 % die More than meals S.À R.L. Das im Geschäftsjahr 2017 von der More than Meals S.à r.l. an die Alberta Management GmbH ausgereichte endfällige Darlehen (inklusiver endfälliger Zinsen) in Höhe von TEUR 35.884 wird mit 8,0 % p.a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 4. September 2027. Das Konzernergebnis wird durch Zinsen, Management Umlagen und Bearbeitungsgebühren der More than Meals S.à r.l. i.H.v. TEUR 2.985 belastet. Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Außer der Vergütung für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den im Jahresabschluss des Mutterunternehmens Alberta Management GmbH ausgewiesenen Jahresüberschuss mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB ist neben der weiterhin grassierenden COVID-19-Pandemie der Krieg in der Ukraine zu nennen. Während zur Zeit der Pandemie aufgrund der Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre für ABBELEN keine negativen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf oder die Liquiditätslage gesehen werden, wird der Ukraine-Konflikt den Geschäftsverlauf und die Liquiditätslage negativ beinflussen. Es wird in diesem Zusammenhang auf die Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht der Gesellschaft hingewiesen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzlage liegen nicht vor.
Tönisvorst, den 19. August 2022 Die Geschäftsführung Dr. Dirk Gloy, Geschäftsführer Michael Boy, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Alberta Management GmbH, Tönisvorst Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Alberta Management GmbH, Tönisvorst, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Alberta Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 19. August 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Dornhöfer, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss der Gesellschafter der imHandelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter HRB 16341 eingetragenenAlberta Management GmbH(die ,,Gesellschaft")Anwesend war: Die More than Meals S.A R.L. mit einem Stimmanteil und einem Anteilsbesitz von 100 % an der o. g. Gesellschaft. Unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher formeller gesetzlicher und/oder statutarischer Vorschriften für die Einberufung und/oder die Durchführung einer Gesellschafter versammlung wurden folgende Themen im Rahmen der Gesellschafterversammlung ausgearbeitet: TOP 1: Feststellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zum 31. Dezember 2021 TOP 2: Beschluss über die Verwendung des Konzernergebnisses fur das Geschäftsjahr 2021 TOP 3: Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2021 TOP 4: Wahl und Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschaftsjahr 2022 Es wurden die folgenden Beschlüsse durch die Gesellschaftsversammlung gefasst:
Tönisvorst, den 25. November 2022 More
than Meals S.A R.L.
Francois Legrain, Class A Manager Dr. Wolfgang Zettel, Class B Manager Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 25.11.2022 gebilligt. |
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