Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 52638
Eingetragen
23.7.2002
Branche
Herstellung von SchuhenGroßhandel mit SchuhenEinzelhandel mit Schuhen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Schuhen, insbesondere unter der Verwendung der Marke "SIOUX"

Historie

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Management

NameRolle
Lewin Berner
seit 3.6.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

22.24% identifiziert77.76% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
44.44%
Square Four Investments GmbH
22.21%
KH Exports India Private LimitedIND
11.11%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sioux Holding GmbH
Germany
550.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIOUX GmbH

Walheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

31.12.2017 Vorjahr
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   61.693,11 50
II. Sachanlagen   1.081.880,79 1.532
III. Finanzanlagen   0,00 539
    1.143.573,90 2.121
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte   4.733.807,01 6.226
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   2.113.926,28 1.035
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   191.529,93 104
    7.039.263,22 7.365
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   66.892,88 28
D. ABGRENZUNG LATENTER STEUERN   166.757,00 138
E. NICHT DURCH EK GEDECKTER FEHLBETRAG   2.658.430,25 2.838
    11.074.917,25 12.490

PASSIVA

     
  31.12.2017 Vorjahr
  T€
A. EIGENKAPITAL      
    550.000,00 550
I. Gezeichnetes Kapital   599.387,08 599
II. Kapitalrücklage   112.369,00 112
III. Gewinnrücklagen   -4.100.067,76 -4.254
IV. Verlustvortrag   179.881,43 155
VI. Jahresüberschuss   2.658.430,25 2.838
VII. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00 0
    5.112.338,76 5.027
B. RÜCKSTELLUNGEN      
    5.962.578,49 7.463
C. VERBINDLICHKEITEN      
    11.074.917,25 12.490

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017 Vorjahr
T€
1. Rohergebnis   9.202.882,45 9.608
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 2.086.938,33   2.150
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung      
davon für Altersversorgung 547.594,05 2.634.532,38 571
3. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   206.784,29 231
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   5.847.907,98 6.147
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   1.590,61 10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   348.417,76 329
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -29.333,10 11
8. Ergebnis nach Steuern   196.163,75 179
9. sonstige Steuern   16.282,32 25
10. Jahresüberschuss   179.881,43 154

Anhang zum 31. Dezember 2017

der SIOUX GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die SIOUX GmbH hat ihren Sitz in Walheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 302127 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SIOUX GmbH, Walheim wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff. HGB) in der aktuellsten Fassung aufgestellt. Insbesondere waren die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie die einschlägigen Vorschriften des GmbHG zu beachten.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt, das der bisherigen Handhabung entspricht.

Das Wirtschaftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft ist aufgrund der Beteiligungsverhältnisse verbundenes Unternehmen der Firmengruppe der Sioux Holding GmbH, Walheim und wird somit in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Sioux Holding GmbH, Walheim eingebunden.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

III.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Das Anlagevermögen der SIOUX GmbH wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Anschaffungskosten des Anlagevermögens wurden sämtlich aus den tatsächlichen, historischen Anschaffungskosten laut Eingangsrechnungen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungspreis- minderungen abgeleitet.

Die Abschreibungen erfolgen entsprechend den steuerlichen Vorschriften.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die beweglichen Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Für die beweglichen Anlagegüter wurde die lineare Abschreibung angewandt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelwerten bis zu Euro 150,00 werden sofort abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelwerten zwischen Euro 150,01 und Euro 1.000,00 werden, gemäß den steuerlichen Vorschriften, in einem Pool gesammelt und über fünf Jahre abgeschrieben. Soweit die Anschaffungskosten der einzelnen Wirtschaftsgüter nicht mehr als Euro 60,00 betragen, werden diese auf die Kostenkonten gebucht.

III.2. Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

III.3. Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, basierend auf der aktuellen Betriebsabrechnung, zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen werden auch Kosten der Musterfertigung und Produktentwicklung sowie Materialgemeinkosten berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Von den voraussichtlichen Verkaufspreisen wurden Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Abschlagssätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

III. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge Rechnung getragen.

Mit der Targo Factoring GmbH (ehem. GE Capital Bank AG) besteht seit dem 23. Dezember 2003 ein Factoringvertrag über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft an das Kreditinstitut. Der Kaufpreis der Forderungen entspricht dem Betrag der angekauften Forderung abzüglich gewährter Preisnachlässe sowie abzüglich der Factoringgebühr und des Diskontbetrages.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. 5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

III. 6. Pensionsrückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

III. 7. Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellungen wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

III. 8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassa-mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

IV. Bilanzerläuterungen

IV.1. Aufgliederung des Gesamtbetrags der ausschüttungsgesperrten Erträge

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Aktive Latente Steuer über TEuro 167 bilanziert. Diese resultiert im Wesentlichen aus den unterschiedlichen handels- und steuerlichen Bewertungsansätzen bei den Rückstellungen für Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen sowie aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen.

Zusätzlich besteht eine Ausschüttungssperre für den verbleibenden Unterschiedsbetrag bei der Bewertung der Pensionsrückstellung zwischen dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz im Berichtsjahr und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz in Höhe von TEuro 393.

Insgesamt ist daher gemäß § 268 Abs. 8 HGB ein Betrag von TEuro 560 ausschüttungsgesperrt.

IV.2. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der zusammengefassten Positionen und ihre Entwicklung im Jahre 2017 ergeben sich aus dem beigefügten, nach dem Bruttoprinzip aufgebauten Anlagenspiegel (siehe Seite 5).

Anlagenspiegel per 31. Dezember 2017

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand Zugänge Abgänge Stand
01.01.2017 2017 2017 31.12.2017
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.665,72 31.172,66 3.067,43 181.770,95
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.360.773,71 675,61 343.255,64 3.018.193,68
2. technische Anlagen und Maschinen 562.594,92 0,00 21.962,16 540.632,76
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.671.196,35 39.685,18 158.265,47 3.552.616,06
  7.594.564,98 40.360,79 523.483,27 7.111.442,50
III. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 538.578,93 0,00 538.578,93 0,00
  538.578,93 0,00 538.578,93 0,00
  8.286.809,63 71.533,45 1.065.129,63 7.293.213,45
kumulierte Abschreibungen
Stand Zugänge Abgänge Stand
01.01.2017 2017 2017 31.12.2017
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 103.400,34 19.744,93 3.067,43 120.077,84
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.296.794,60 45.201,98 42.304,75 2.299.691,83
2. technische Anlagen und Maschinen 523.990,68 9.874,36 21.059,59 512.805,45
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.241.424,66 131.963,02 156.323,25 3.217.064,43
  6.062.209,94 187.039,36 219.687,59 6.029.561,71
III. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  6.165.610,28 206.784,29 222.755,02 6.149.639,55
Buchwert Buchwert
31.12.2017 31.12.2016
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.693,11 50.265,38
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 718.501,85 1.063.979,11
2. technische Anlagen und Maschinen 27.827,31 38.604,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 335.551,63 429.771,69
  1.081.880,79 1.532.355,04
III. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 538.578,93
  0,00 538.578,93
  1.143.573,90 2.121.199,35

IV.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die zum Bilanzstichtag bilanzierten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres nach Bilanzstichtag fällig.

IV.4. Eigenkapital

Das gezeichnete und voll eingezahlte Stammkapital (Ausweis zum Nominalbetrag) beträgt zum Bilanzstichtag TEuro 550 und wird wie folgt gehalten:

TEuro %
Sioux Holding GmbH 550 100,0

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt TEuro 599.

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Zur Abwendung insolvenzrechtlicher Folgen aus der Überschuldung haben die Gesellschafterin und weitere Gläubiger den Rangrücktritt für ihre Forderungen erklärt. Der Rangrücktritt erfolgt so lange und in dem Umfang, wie es zur Abwendung der Überschuldung erforderlich ist. Eine Rückzahlung seitens der Gesellschaft erfolgt erst, wenn sie dazu durch zukünftige Gewinne oder anderem freien Vermögen in der Lage ist und die im Rang bevorrechtigten Gläubiger befriedigt wurden.

Zur Beseitigung der Überschuldung dienen die Rangrücktrittserklärungen wie folgt:

TEuro
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag -2.658
Rangrücktrittserklärung Sioux Holding GmbH 2.305
Rangrücktrittserklärung Elias Investments GmbH 169
Rangrücktrittserklärung Sioux Sourcing GmbH 124
Rangrücktrittserklärung Sioux Portuguesa 78
Übersteigender Betrag 18

IV.5. Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung, Besicherung, sowie die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

Bei den Warenverbindlichkeiten bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Verbindlichkeitenspiegel in TEuro

Position Gesamt Laufzeit
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
TEuro TEuro TEuro TEuro
C. Verbindlichkeiten 5.963 3.093 463 2.407
  (Vj: 7.463) (Vj: 3.762) (Vj: 3.531) (Vj: 170)

IV.6. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen aus Leasingverträgen für Maschinen, Kfz und Büroausstattung mit künftigen Verpflichtungen in Höhe von nominal TEuro 235 (Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEuro 122; Restlaufzeit über ein Jahr TEuro 113).

IV.7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund von Raummietverträgen (Showrooms) mit künftigen Verpflichtungen in Höhe von nominal TEuro 106 (Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEuro 53; Restlaufzeit über ein Jahr TEuro 53).

Grundschuld über den Grundbesitz Walheim über TEuro 400 für die Sioux Retail GmbH gegenüber der RSB Retail+Service Bank GmbH.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

VI.1. Personalstand

Angabe der Beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Angestellte Vollzeit 29
Angestellte Teilzeit 9
Summe 38

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 38 (Vorjahr 42) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

Zum Bilanzstichtag waren 38 (Vorjahr 42) Angestellte beschäftigt.

VI.2. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr gehörte der Geschäftsführung an:

Herr Lewin Berner, Kaufmann, Frankfurt am Main

Die Gesellschaft verzichtet in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge.

VI.3. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

VI.4. Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2017 einen Bilanzverlust in Höhe von Euro 3.920.186,33 aus, der auf neue Rechnung vorgetragen wird.

 

Walheim, 18. Juli 2018

Die Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1 Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaft

Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem deutschen Heimatmarkt der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2017 gut. Im europäischen und angrenzenden Ausland kam es allerdings weiterhin in den für Sioux wichtigen Märkten wie Frankreich (Stagnation/Rezession), Schweiz (wechselkursbedingte Negativentwicklung), UK (rückläufiger Markt aufgrund unsicherem Brexit-Verlauf und Pfundschwäche) sowie Russland (Wirtschaftskrise, Schwäche des Rubels und fortgesetzte Sanktionen) zu rückläufigen Marktvolumina. Positive Entwicklungen sahen wir in 2017 in den Exportmärkten China und Benelux. Weiterhin dynamisch entwickelte sich das Online-Geschäft.

1.2 Entwicklung der deutschen Schuhindustrie und des Schuheinzelhandels in 2017

Die Rahmenbedingungen für die Lederschuhindustrie (Hereinverkauf der Ware in den Handel) waren in 2017, schwierig. Weiterhin setzt sich die Verlagerung von Umsatzvolumina aus dem stationären Schuhfachhandel in den Online-Bereich fort. Die Nachfrage nach Sportschuhen entwickelte sich dynamisch, von diesem Trend profitierten allerdings ausschließlich die Big 5 der Sportindustrie (Adidas, Nike, New Balance, Puma, Under Armour), die Nachfrage nach Lederschuhen stagnierte. Der deutsche Schuhverband beinhaltet rund 50 Mitglieder, darunter Adidas und Puma. Aufgrund der letztgenannten zwei Mitglieder vermeldete der Verband ein Plus von ca. 6 % in 2017, bereinigt man aber diese zwei Mitglieder aus den Zahlen, stagnierten die übrigen Mitglieder. (Quelle: HDS Pressemitteilung zur Branchenentwicklung 2017).

1.3 Geschäftsentwicklung der SIOUX GmbH

Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Umsatz in Höhe von 26,8 Mio. € erzielt, was einen Rückgang zum VJ um ca. 3,7 % bzw. ca. 1,0 Mio. € bedeutet (2016: 27,9 Mio. €).

Der Umsatzrückgang resultiert vorwiegend aus rückläufigem Nachorder Geschäft im klassischen NOS Never-Out-Of-Stock-Bereich mit dem stationären Fachhandel und aus dem Abbau von nicht rentablen, margenschwachen Depot- bzw. Kommissionsgeschäften mit Filialisten, was sich erst in den Folgejahren positiv auf die Marge der SIOUX GmbH auswirken wird. Der Lagerüberhang aus der Auflösung dieser Depot- und Kommissionsgeschäfte musste in 2017 noch mit Margenverlusten abgebaut werden.

Weiterhin stark wachsend war das profitable Intercompany-Geschäft mit der Sioux Online GmbH, die über einen eigenen Online-Shop und über Marktplatzgeschäfte Schuhe an Endkunden (B2C) vermarktet. Die Intercompany Umsätze mit der Online-Schwestergesellschaft wuchsen analog mit den stark zunehmenden Außenumsätzen dieser Gesellschaft.

Prozentual lag das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2017 mit 34,3 % nur knapp unter Vorjahresniveau (2016: 34,5 %), dies war auf Lagerbereinigungen zurückzuführen. Absolut lag das Rohergebnis aufgrund des Umsatzrückgangs mit 9,2 Mio. € in 2017 um ca. 0,4 Mio. € unter dem Vorjahr (2016: 9,6 Mio. €).

Im Gegenzug konnte das Unternehmen durch gezielte Kostensenkungsmaßnahmen die Kostensituation deutlich verbessern. Die Hauptkostenblöcke, Sachkosten (Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungskosten) und Personalkosten wurden um 313 T€ bzw. 86 T€ um insgesamt 399 T€ gesenkt. Bei den Personalkosten ist jedoch zu berücksichtigen, dass der in den Personalkosten enthaltene Aufwand für Altersversorgung (Pensionsrückstellungen) im Jahr 2017 mit 158 T€ um 21 T€ über dem Vorjahr lag (im Wesentlichen aufgrund der Anpassung des Rechnungszinses). Bereinigt um die Pensionsrückstellungen betrug der Rückgang der Personalkosten (aktive Mitarbeiter) im Jahr 2017 sogar knapp 107 T€ bzw. 4,1 %.

Hinsichtlich des Personalaufwandes verweisen wir auf die Ausführungen zum Punkt Mitarbeiter weiter unten. Durch die Restrukturierungsmaßnahmen in der Logistik, Retoure und in der Finish-Abteilung wird Sioux im eingeschwungenen Zustand Kosteneinsparungen in Höhe von ca. 650 T€ p.a. erzielen, was ungefähr zur Hälfte auf Personalkosteinsparungen, zur anderen Hälfte auf Sachkosteneinsparungen entfällt. In 2017 haben die Restrukturierungsmaßnahmen die GuV um ca. 130 T€ belastet (50 T€ Rückstellungen für Personalabfindungen, ca. 80 T€ Verlagerungskosten). Eine vor dem Lagerumzug notwendige Lagerbereinigung hatte negative GuV Effekte von ca. 150 T€, welche das Jahr 2017 zusätzlich belastet haben, sich aber im Jahr 2018 nicht wiederholen werden.

Der Zinsaufwand hat sich in 2017 um ca. 20 T€ auf -348 T€ (VJ -329 T€) erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Einnahmen von Verzugszinsen (Debitoren) und eine Erhöhung der Factoringquote zurückzuführen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen 2017 sind, wie schon im Jahr 2016, außergewöhnliche Erträge durch Gesellschafterbeiträge (1.810 T€) sowie Erträge aus dem Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Teilgrundstücks (ca. 700 T€) enthalten. Ferner sind im Jahresergebnis die oben beschriebenen negativen Sondereffekte (ca. -280 T€) enthalten. Die Gesellschafter sehen ihr Engagement jedoch strategisch langfristig, daher wurde auch in 2017 das Eigenkapital gestärkt.

Das Nettoergebnis im Einzelabschluss hat sich entsprechend um ca. 26 T€ verbessert auf +180 T€ (VJ: +154 T€).

2 Produktion und Beschaffung

Die SIOUX GmbH hat im Jahr 2017 ca. 540.000 Paar hochwertige Damen- und Herrenschuhe produziert.

3 Kollektionsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie im Vorjahr insgesamt 1,2 Mio. € (VJ: 1,2 Mio. €) für die Modellentwicklung aufgewendet.

Große Teile der Kollektionsentwicklung erfolgen in Walheim. Diese Entwicklungsarbeit wird unterstützt durch externe Design-Büros (Italien). Die technische Ausarbeitung sowie Prototypen- und Reisemustererstellung erfolgt überwiegend in Walheim und Portugal. Die Gesellschaft hält die Qualität der Kollektionsentwicklung, durch vorwiegende Entwicklungstätigkeit am Stammsitz, nachhaltig auf hohem Niveau.

4 Investitionen

Insgesamt lag die Investitionstätigkeit in 2017 mit 72 T€ um ca. 59 T€ unter dem Vorjahr (130 T€). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in 2016 mehrere Showrooms, v.a. der am Hauptsitz der Gesellschaft, umgebaut bzw. modernisiert wurden, was sich in 2017 nicht wiederholte.

5 Mitarbeiter

Zum 31.12.2017 beschäftigte die SIOUX GmbH 44 Arbeitnehmer, davon 6 Auszubildende. Dies entspricht einer Reduzierung von 6 Mitarbeiter ggü. dem Vorjahr, mit einem Mitarbeiter weniger im Vertrieb, drei Mitarbeiter weniger in der Verwaltung und zwei Auszubildende weniger.

Im 2. Halbjahr 2017 wurde eine umfassende Restrukturierung der Wareneingangs- und Ausgangslogistik sowie der Retourenlogistik beschlossen. Zum einen wurde die Wareneingangs- und Ausgangslogistik von Hüttemann Logistik (einem Fremddienstleister in Hemmingen) zu Meyer-Logistik (einen Fremddienstleister in Pirmasens, der zur Hamm-Reno-Gruppe gehört) verlagert (Oktober 2017). Des Weiteren wurde die Schließung der Retourenabteilung in Walheim beschlossen (Mai 2018). Für Personalabfindungen wurden Rückstellungen in Höhe von ca. 50 T€ gebildet. Von den Restrukturierungen sind ca. 7 Mitarbeiter betroffen, die bis auf 3 Mitarbeiter (1 Änderungskündigung, 2 Beendigungskündigungen) das Unternehmen aus Altersgründen verlassen. In Summe wurde der Personalbestand in 2017 um 10 % reduziert, in 2018 werden nach Abschluss der Retourenverlagerung in Summe weitere ca. 15 % der Belegschaft das Unternehmen verlassen. Für die Verlagerung des gesamten Fertigwarenlagers (ca. 95.000 Paar) sind ca. 80 T€ Zusatzkosten (die sich in den Folgejahren nicht wiederholen) entstanden.

Zum 31.12.2017 beträgt die bilanzierte Pensionsrückstellung für die Anwartschaften aus der zum 31.12.1984 geschlossenen betrieblichen Altersversorgung, unter Anwendung des Wahlrechts einer ratierlichen Ansammlung der Unterdeckung gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB 4.414 T€. Ohne Anwendung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 EGHGB beträgt der gesamte Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag 4.774 T€. Da das Pensionsprogramm bereits 1984 geschlossen wurde, handelt es sich um eine relativ alte Begünstigtenstruktur, die jedes Jahr auf natürliche Weise abschmilzt.

6 Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

An der Gesellschafterstruktur haben sich im Geschäftsjahr 2017 keine Änderungen ergeben.

7 Ertragslage

Der Jahresüberschuss der SIOUX GmbH, unter Berücksichtigung der unter Punkt 1.3 bereits erörterten Gesellschaftsbeiträge, beträgt im Jahr 2017 +180 T€ (2016: +154 T€). Die positive Veränderung setzt sich im Vergleich zum Vorjahr aus folgenden Ergebnisbeiträgen zusammen:

Jahresüberschuss 2016 154 T€
Weniger Gross Margin (Umsatzrückgang) -757 T€
Weniger Personalaufwand 86 T€
Weniger Marketingausgaben 137 T€
Weniger sonst. Sachkosten 175 T€
Mehr sbE 351 T€
Mehr sbA -12 T€
Weniger Abschreibungen 24 T€
Mehr Zinsaufwand -28 T€
Ergebnis aus Steuerveränderung 50 T€
Erhöhung Jahresüberschuss 26 T€
Jahresüberschuss 2017 180 T€

8 Vermögenslage

Das Anlagevermögen (Sachanlagen) beträgt zum Bilanzstichtag 1.082 T€ (2016: 1.532 T€). Insgesamt betragen die Vorräte 4.734 T€, was einer deutlichen Verminderung um ca. 1.492 T€ gegenüber dem Stand per 31.12.2016 entspricht (6.226 T€). Der Lagerabbau ist primär auf Auflösung nicht weiter benötigter bzw. unrentabler Warendepots bzw. Kommissionslager und anderer Lagerüberhänge zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen nach Wertberichtigungen 1.211 T€ (2016: 89 T€), darin enthalten ist die Forderungen aus dem Grundstücksverkauf mit circa 1 Mio. €. Die Forderungen L&L aus dem Factoring werden zum Bilanzstichtag in den sonstigen Vermögensgegenständen gezeigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit 584 T€ zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr (2016: 435 T€) leicht gestiegen. Dabei ist zu beachten, dass die Ausleihungen an verbundene Unternehmen aus dem Vorjahr in Höhe von 539 T€ im Geschäftsjahr 2017 aufgelöst wurden, aufgrund eines Weiterverkaufs der Darlehensforderungen ggü. Sioux Portugal innerhalb der Sioux Gruppe.

Die Bilanzsumme beläuft sich am 31.12.2017 auf 11.075 T€ (2016: 12.490 T€).

Das bilanzielle Eigenkapital (d.h. der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag) betrug zum Bilanzstichtag 31.12.2017 -2.658 T€ (VJ: -2.838 T€). Unter Berücksichtigung der nachrangigen und mit Belassungserklärungen ausgestatteten Gesellschafterdarlehen, die von den Gesellschaftern der SIOUX GmbH an die Gesellschaft ausgereicht wurden, und weiteren Rangrücktrittsvereinbarungen von der Gesellschaft nahestehenden Gläubigern, ist das wirtschaftliche Eigenkapital positiv.

9 Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.963 T€, der Cashflow aus Investitionstätigkeit 774 T€ und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.340 T€.

Die Gesellschaft hat abgesehen von einer Immobilienfinanzierung mit einer Restvaluta von knapp 0,3 Mio. € auf die Werksimmobilie in Walheim aktuell keine Bankschulden.

Zusätzlich arbeitet die Gesellschaft mit einer Factoring-Bank zusammen. Dadurch verkürzt sich die Valutierungszeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Forderungsbestand ist nach Abzug der verkauften Factoring Forderungen ausgewiesen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 jederzeit in der Lage war, laufend den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

10 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die SIOUX GmbH ist ein Konsumgüterhersteller, dessen Leistungsindikatoren einerseits naturgemäß im Bereich Vertrieb, Umsatz, Absatz und Marge liegen, andererseits werden im Unternehmen die finanzwirtschaftlichen Indikatoren wie Kosten und Aufwendungen, sowie Liquidität und Working Capital (v.a. Management der Bestände, Debitoren und Kreditoren) eng überwacht. Das Management hat ein umfassendes Reportingsystem entwickelt, das verschiedene Leistungsparameter der GuV und Bilanz erfasst und teilweise täglich, wöchentlich, monatlich sowie quartalsweise gegen Vorjahr und Plan vergleicht. Im Online-Bereich stehen darüber hinaus KPIs wie Nutzerströme, Konversionsraten, Verweildauern, Lebenszyklusanalysen und Retourenquoten im Fokus der Betrachtung.

11 Gesamtaussage

Das positive Ergebnis des Vorjahres konnte im Jahr 2017 im Wesentlichen aufgrund von Gesellschafterbeiträgen gehalten werden. Das Geschäftsjahr 2017 stellte ein Umbruchjahr dar, in dem die wichtigsten Weichen für den nachhaltigen turn around in 2018 / 2019 einerseits durch Kosteninitiativen (v.a. Personalkostenanpassungen, Logistikverlagerung), andererseits durch nationale und internationale Wachstumsinitiativen v.a. im Online-Bereich gelegt wurden. Allein durch die Kostenmaßnahmen, die 2017 initiiert und 2018 ergebnismäßig ihre volle Sichtbarkeit entfalten, rechnet man mit operativen Verbesserungen im siebenstelligen Bereich.

12 Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken sind in den aktuellen Problemstellungen im globalen Handel, insbesondere der wechselhaften Kooperationsfähigkeit der USA und deren mögliche Auswirkungen auf den Euroraum zu sehen. Das Konsumverhalten in den von Sioux belieferten Kernmärkten könnte durch politische Instabilität innerhalb der Eurozone oder unvorhergesehene Sanktionen der USA negativ beeinflusst werden.

Die Branche selbst ist in starkem Maße saisonabhängig mit wesentlichem Einfluss durch das Wetter, das - mit gewisser Zeitverzögerung - über das Vor- und Nachorderverhalten des Handels sich auch auf die Schuhhersteller auswirkt. Die Schuhbranche (Schuhfachhandel) unterliegt aktuell starken strukturellen Veränderungen (Verschiebung der Nachfrage in Casual Segmente, Verlagerung der Kaufkraft in Online-Kanäle.

13 Rechtliche Risiken

Um Risiken aus patent- und steuerrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und Gesetzen zu begrenzen, stützen wir unsere Entscheidungen auf den Rat externer Rechtsanwälte und Sachverständige. Substantielle oder unvorhergesehene rechtliche Risiken sind im Jahr 2017 nicht aufgetreten.

14 Liquiditätsrisiken, sonstige Risiken und zukünftige Entwicklung

Wesentliche bestandsgefährdende Risiken aus dem laufenden Geschäftsbetrieb in den Bereichen Beschaffung, Fertigung, Vertrieb, Entwicklung, Umweltschutz sind nicht erkennbar.

Die SIOUX GmbH sieht sich wie in den Vorjahren auch mit einem fortgesetzten starken Strukturwandel im Schuhhandel konfrontiert. Der klassische stationäre Handel verliert nachhaltig an Marktanteil, der Online Handel wächst überproportional. Innerhalb der Konzernstruktur hat sich die SIOUX GmbH zukunftsorientiert positioniert und profitiert auch zukünftig durch das Wachstum der zahlreich angeschlossenen Online Kanäle. In Zeiten von starkem Strukturwandel sind vorübergehende Anlaufverluste, z.B. durch verstärkte Investitionen in Digitalisierungsprojekte, Conversions-Marketing und Kollektionsweiterentwicklung nicht ausgeschlossen. Durch den werthaltigen Lagerbestand, stille Reserven und nicht zuletzt die Bereitschaft der Gesellschafter, im Bedarfsfall die Liquidität der Gesellschaft durch zusätzliche Gesellschaftermittel zu stützen, sieht das Management der SIOUX GmbH auch in Zukunft keine wesentlichen, bestandgefährdenden Risiken.

15 Prognosebericht

In Bezug auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft verfolgen wir weiterhin folgende strategische Ziele:

Überarbeitung der Kollektion mit dem Ziel, höhere Abverkaufsquoten und zusätzliche Kundengruppen zu erschließen.

Ausbau des Damenanteils mit dem Ziel, dass wir mittelfristig mehr Damen- als Herrenschuhe verkaufen.

Rückgewinnung von Marktanteilen im In- und Ausland. Wir streben einen Exportanteil von rund 40% bis 50% an.

Erhöhung Markenattraktivität und Sympathie durch eine in 2016 begonnene und auch in 2017 und 2018 fortgesetzte Werbekampagne.

SIOUX blickt zurück auf ein Geschäftsjahr mit großen Herausforderungen durch eine sich stark verändernde Marktstruktur. Der Umsatzrückgang konnte durch rechtzeitig eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen und dem verstärkten Focus auf die stark wachsenden Vertriebskanäle, allen voran der Online Handel, kompensiert werden. Die Neustrukturierung im Vertrieb und die fortschreitende Erneuerung der Kollektion, bilden für SIOUX einen wichtigen Schlüssel zur Zukunftssicherung.

Künftige Absatzmärkte mit Wachstumspotential sieht SIOUX unverändert vor allem in den direkten Nachbarländern der Bundesrepublik Deutschland sowie China, Russland und England.

Im zuletzt schwachen Gebiet Benelux konnte zum Jahresbeginn 2017 ein neuer Distributeur mit deutlich mehr Umsatzpotential gewonnen werden und das Gebiet Österreich hat mittlerweile ebenfalls eine neue, erfahrene Außendienstbetreuung, so dass hier positive Wachstumsraten für die Folgejahre erwartet werden.

Insbesondere der Online Handel, mit anhaltend zweistelligen Wachstumsraten, bietet auch für die SIOUX GmbH zukünftig die Chance zu profitabler Umsatzsteigerung. Auch zukünftig wird Sioux, wie in den vergangenen Jahren auch, einen starken Fokus auf das Kostenmanagement und effiziente Strukturen und Abläufe legen.

Für das Jahr 2018 rechnet die Geschäftsführung strukturell bedingt mit weiter rückläufigen B2B Umsätzen. Durch das starke Wachstum des Intercompany-Geschäftes mit der Sioux Retail GmbH (Outlets) und v.a. mit der Sioux Online GmbH, erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018 eine geringe Umsatzsteigerung von knapp 1% ggü. dem Vorjahr.

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2017 durch den Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Teilgrundstückes stille Reserven in Höhe von ca. 700 T€ als außergewöhnlichen Ertrag gehoben. Zusätzlich gab es im Jahr 2017 Sondereffekte aus Aufrechnungserklärungen der Sioux Holding GmbH in Höhe von ca. 1,8 Mio. €. Zusammen ergaben sich somit Sondereffekte in Höhe von 2,5 Mio. €, die sich in 2018 nicht wiederholen. Trotz der fehlenden Sonderfaktoren erwartet die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2018 ein positives operatives Ergebnis (EBITDA).

Der Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2018 liegt in der weiterhin konsequenten Kollektions- und Vertriebsarbeit, welche die Grundlage für zukünftige Umsatzsteigerungen darstellt. Zweiter Fokusbereich bleibt der konsequente Ausbau des Online-Geschäfts. Dritter Schwerpunkt liegt im Abschluss der bereits umgesetzten Restrukturierungsprogramme. Die Geschäftsführung wird weiterhin bei allen Aktivitäten weiterhin stark auf Effizienz und Kostendisziplin achten.

 

Walheim, 18. Juli 2018

Die Geschäftsleitung

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SIOUX GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Biedenkopf, 17. August 2018

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